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„Grün“ bedeutet Tod

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Konferenz: Der moralische Bankrott der transatlantischen Welt schreit nach einem Neuen Paradigma

Internationale Schiller-Institut/ ICLC Internetkonferenz

Samstag, 8. Mai 2021

SCHILLER-INSTITUT PRESSEMITTEILUNG

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, und Dr. Bouthaina Shaaban, Politik- und Medienberaterin der syrischen Präsidentschaft, eröffnen internationale Konferenz am 8. Mai

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Sehen Sie sich hier die Reden in deutscher Simultanübersetzung an

 

Es handelt sich hierbei um eine Playlist, die seperaten Links zu den einzelnen Beiträgen finden Sie unten. Die englischen Originalvideos finden Sie hier.

 

Der Marsch der Torheit: Kann die Menschheit die bereits angezündete Lunte des thermonuklearen Krieges noch löschen?

Panel 1 — Samstag, 8. Mai, 15.00 Uhr

1. Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin des Schiller-Instituts: „Ist die Menschheit die unsterbliche Spezies oder dümmer als Tiere?“

2. Dr. Bouthaina Shaaban, politische und Medienberaterin der syrischen Präsidentschaft:
„Stellt das Völkerrecht wieder her: Respektiert Syriens vollkommene Souveränität“

3. Oberst Richard H. Black (USA), ehemaliger Landessenator (Virginia), ehemaliger Leiter der Strafrechtsabteilung der US-Armee, US-Pentagon: „Die Unmoral von Sanktionen: Der Fall Syrien“

4. Dr. Hans Koechler (Österreich), Universitätsprofessor für Philosophie, Wien; Präsident, International Progress Organization: „Unilaterale Wirtschaftssanktionen: Unmoral und Arroganz der Großmächte“

5. Professor Dr. Wilfried Schreiber (Deutschland), Senior Research Fellow, World Trends Institut für Internationale Politik, Potsdam, Deutschland: „Global Governance – eine Antwort aus China und Rußland“

7. Prof. Eric Denece (Frankreich), Direktor, Französisches Zentrum für Geheimdienstforschung: „Überlegungen für eine neue Außenpolitik“

8. Daisuke Kotegawa (Japan), ehemaliger Beamter des Finanzministeriums, ehemaliger Direktor für Japan beim IWF: „Die Obama-Sanktionen sabotieren die japanisch-russische Entwicklung“

9. Caleb Maupin (USA), Journalist und politischer Analyst; Gründer, Center for Political Innovation: „Sanktionen gegen Syrien, Konflikt mit China: Wer profitiert davon?“

Die Methode des Zusammenfalls der Gegensätze: Nur eine gemeinsame Anstrengung für weltweite Gesundheit, ohne Sanktionen, kann eine weltweite Pandemie besiegen

Panel 2: Samstag, 8. Mai, 19 Uhr

1. Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin, Das Schiller-Institut: Einleitende Bemerkungen

2. Dr. Joycelyn Elders, ehemaliger Surgeon General der Vereinigten Staaten: „Join or Die: Warum eine Weltgesundheitsplattform jeden von uns schützt“

3. Dr. Kadijah Lang (US), Vorsitzende, National Medical Association (NMA) Council on International Affairs; Präsidentin, Golden State Medical Association und Marcia Baker (US), Redaktionsleitung, Executive Intelligence Review, „Bericht: Pilothilfsprojekt in Mosambik – hin zu einer weltweiten Mobilisierung“

4. Luis Vasquez (Peru), Das Schiller-Institut: „Vergessen Sie nicht: Die globalen Öfen der Konzentrationslager sind jetzt nuklear“

5. Dr. Walter Faggett (US), ehemaliger Chief Medical Officer, Washington D.C. Dept of Health, Co-Vorsitzender DC Ward 8 Health Council und Frau Genita Finley (US), Medizinstudentin, Missippi Delta Medical Extension School Program

6. Augustinus Berkhout (Niederlande), emeritierter Professor für Geophysik, Technische Universität Delft, Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Künste und Wissenschaften: „Grußwort zur Schillerkonferenz“

7. Rainer Seidl (Deutschland), Land schafft Verbindung (LsV), Video-Ausschnitt aus einem Interview am 7.2.21 in München und Alf Schmidt (Deutschland), Unabhängiger Landwirt, Video-Ausschnitt aus einem Interview am 23.3.21 in Berlin, Deutscher Landwirteprotest: „Der ,Green Deal‘, trifft Landwirte, Lebensmittel und Menschen!“

8. Pastor Robert Smith (US), Pastor der New Bethel Missionary Baptist Church, Detroit, Michigan; Vorsitzender des Foreign Mission Board der National Baptist Convention, USA INC.: „,Arzt, heile dich selbst,: Die Rettung einer Nation in der Krise durch Liebe“

9. Antonio Sanchez (Venezuela/Chile), Int, LaRouche-Jugendbewegung: „Sie wußten oder hätten es wissen müssen: die Fälle Venezuela und Chile“

Grußworte und Botschaften an die Konferenz

Dr. Ivan Timofeev, Programmdirektor, Russian International Affairs Council; Leiter des Euro-Atlantic Security Program, Valdai Club

Gesandter-Botschaftsrat Sayed Mujtaba Ahmadi, Stellvertretender Leiter der Mission, Botschaft von Afghanistan, Kanada: „Eine Perspektive für die wirtschaftliche Entwicklung Afghanistans im Rahmen der Neuen Seidenstraße“

Ray Flynn, ehemaliger Bürgermeister von Boston; ehemaliger US-Botschafter im Vatikan

Fouad Al-Ghaffari, Präsident, BRICS-Jugendparlament, Jemen

Mike Gravel, ehemaliger US-Senator, Alaska; ehemaliger US-Präsidentschaftskandidat


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Ehemaliger britischer Außenminister will globales faschistisches System zur Bekämpfung von CO2

In einem Artikel in der Erstausgabe der neuen britischen Zeitschrift Environmental Affairs schlägt der ehemalige britische Außenminister William Hague vor, britische Streitkräfte sollten eingesetzt werden, nicht um die Rohstoffversorgung der britischen Inseln zu sichern, wie es bisher praktiziert wurde, sondern um zu verhindern, daß sie überhaupt genutzt werden. „In der Vergangenheit war Großbritannien bereit, seine gesamte Feuerkraft einzusetzen, sowohl militärisch als auch diplomatisch, um fossile Brennstoffe zu sichern und zu fördern“, schrieb Hague. „Aber in der Zukunft wird das Vereinigte Königreich all seine diplomatischen Fähigkeiten einsetzen müssen, um sicherzustellen, daß diese Ressourcen nicht genutzt werden und die natürliche Umwelt geschützt wird.“

„Das könnte zu unangenehmen Situationen führen, in denen die notwendige Koordinierung internationaler Maßnahmen gegen den Klimawandel unseren anderen außenpolitischen Prioritäten zuwiderläuft.“

Hagues Kommentare über Rohstoffe machten Schlagzeilen in Publikationen wie der Daily Mail und sind tatsächlich eine Blaupause für ein globales faschistisches System, mit dem produktive Wirtschaftsaktivitäten stillgelegt werden könnten, indem die Abholzung in anderen Ländern sanktioniert wird, „bestimmte kohlenstoffreiche Produkte“ international besteuert und Produkte „mit dem Risiko hoher Umweltschäden, wie Lebensmittel und Kleidung…“ obligatorisch gekennzeichnet werden.

Hague gibt offen zu, daß der Übergang zu einer CO2-freien Wirtschaft zu mehr, statt weniger globaler Instabilität führen werde. Abgesehen von den offensichtlichen Härten, die viele Länder treffen werden – er nennt Nigeria und Libyen als zwei offensichtliche Beispiele –, wird der Übergang auch den „strategischen Wettbewerb“ zwischen den großen Blöcken verschärfen, insbesondere in der Arktis. Dabei ist für Hague keineswegs Rußland der größte strategische Konkurrent in diesem Zusammenhang, sondern China. Großbritannien müsse mit China beim Klimawandel kooperieren, auch wenn es mit China in anderen Fragen nicht übereinstimme. Gleichzeitig müsse sich Großbritannien von der Abhängigkeit von China bei grünen Technologien und den dafür benötigten Rohstoffen, wie Kobalt, lösen, allerdings seine geopolitische Politik mit den USA fortsetzen.

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Rosatom startet „Atome für die Menschheit“

Laut Nuclear Engineering International wird am 30. April diese Initiative für ein „Globales Nukleares Bewusstsein“ von Rosatom gestartet. Das Thema ist, daß moderne Nukleartechnologie sauber und zuverlässig ist, aber viel mehr als nur grünen Strom bedeutet. Sie ist ein vielseitiges Werkzeug, um die dringendsten Herausforderungen zu lösen.

„Rosatom glaubt, daß es höchste Zeit ist, den Menschen in den Mittelpunkt der Nukleardebatte zu stellen. Atome für die Menschheit ist eine einzigartige Sammlung von Geschichten, in denen ganz normale Menschen aus aller Welt erzählen, wie die Kernenergie ihr Leben verändert und hilft, große und kleine Träume zu erfüllen“, so die Agentur in einer Mitteilung.

Die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Warum die Menschheit Kernenergie braucht“ findet am 30. April statt. Kirsty Gogan, eine international gefragte Expertin mit mehr als 15 Jahren Erfahrung bei der Beratung der Regierung in Klima- und Energiefragen, wird die Diskussion moderieren. Zu den weiteren Rednern gehören Führungskräfte von Rosatom und der World Nuclear Association, Umweltexperten und „Helden der Atome für die Menschheit“-Dokumentationen.

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Samstag 8. Mai 2021, ab 15.00 UhrZur Anmeldung –>

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Selbstmordbeobachtung: Tag eins von Bidens „Leaders-Summit“ über das Klima

Vierzig Staatsoberhäupter und Dutzende andere führende institutionelle Vertreter versammelten sich heute (virtuell), um ein Loblied auf Joe Biden (für viele Anwesende einfach nur„Joe“) zu singen, weil er „Amerika zurückgebracht hat“. Dies brachten viele zum Ausdruck, am besten vielleicht der Brite Alok Shama, Präsident der für November in Glasgow geplanten COP 26-Veranstaltung: „Wir heißen Amerika willkommen zurück in der Herde“, womit eindeutig der malthusianische Todeskult gemeint ist, der als Britisches Empire bekannt ist. Das Treffen wurde von den Klimafanatikern Joe Biden, Antony Blinken und John Kerry geleitet.

Es gab einen starken Unterschied zwischen den Präsentationen der Staatsoberhäupter der westlichen Welt und denen Rußlands, Chinas, Mexikos, Südafrikas und einiger (aber nur einiger) anderer Staatsoberhäupter des globalen Südens. In ihren Reden beschrieben Biden, Macron, Merkel, Trudeau, Draghi und Co. die sogenannte „Klimakrise“ als die größte existenzielle Krise der Menschheit und betonten, daß alle Länder sich dem Selbstmordpakt anschließen müssten, fossile Brennstoffe zu eliminieren und große Teile der Industrie und der Landwirtschaft aufzugeben, um Mutter Erde vor der nicht existierenden Gefahr durch Kohlendioxid zu retten.

Aber der Westen kann den Nationen, die sich immer noch lieber von Vernunft leiten lassen, als vom Geschrei der Angsthasen, der Himmel fiele ihnen auf den Kopf, nichts mehr diktieren.

Xi Jinping sprach poetisch über die Harmonie und das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur, fügte aber hinzu, daß diese einem „menschenzentrierten Ansatz“ folgen müssten, der sich auf diejenigen konzentriert, „die sich nach einem besseren Leben sehnen.“ Wir müssen dem UN-bezogenen Multilateralismus folgen (d.h. nicht der künstlichen „regelbasierten Ordnung“, die von den imperialen Mächten aufgebracht wurde, ed.). Besonders hervorzuheben ist, daß er und viele andere die „gemeinsame, aber differenzierte Verantwortung“ zwischen dem fortgeschrittenen Sektor und dem Entwicklungssektor betonten und darauf bestanden, daß auch die Anliegen der Entwicklungsländer berücksichtigt werden müssten. Es ist bemerkenswert, daß US-Klimazar John Kerry in seiner Rede am Mittwoch China aufforderte, die Energie-„Spitze“ bei der Kohleverstromung nicht erst in den 2030er Jahren zu setzen. Xi schenkte ihm kein Gehör und erklärte, daß man weiterhin kohlebasierte Anlagen herstellen werde, wie im 14. (chinesischen) Fünfjahresplan vorgesehen. Dieser Plan macht deutlich, daß der Ausstieg aus der Kohle vom Ausbau der Kern- und Fusionsenergie abhängt.

Wladimir Putin beharrte ebenfalls auf einer UN-bezogenen Politik. Er erklärte, daß Rußland die Kohlenstoffemissionen seit den 1990er Jahren um die Hälfte reduziert habe (wie China hat auch Rußland ein ernsthaftes Problem mit der Umweltverschmutzung, dessen Überwindung eine Senkung der Kohlenstoffemissionen als Nebeneffekt hat). Er betonte, daß Rußland seinen Energie- und Industriesektor umstrukturiere und sich dabei auf die Kernenergie (er erinnerte die Welt daran, daß es bei der Kernenergie keine Kohlenstoffemissionen gibt), sowie auf Erdgas und Wasserstoff konzentriere. Er merkte an, daß Rußlands Ökosystem 2,5 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr absorbiere. Abschließend betonte er, daß die globale Entwicklung „nicht nur grün, sondern auch nachhaltig“ sein müsse, indem die Armut bekämpft und die Kluft zwischen Arm und Reich geschlossen werde. Über Solar oder Wind verlor er kein Wort.

Andres Manuel Lopez Obrador (AMLO) begann mit der Ansage, daß Mexiko kürzlich drei Kohlenwasserstoffvorkommen entdeckt habe, die alle zur Deckung der Binnennachfrage genutzt würden. Mexiko werde nicht länger Rohöl verkaufen und Benzin importieren. Die Turbinen der Wasserkraftwerke würden modernisiert, um mehr Strom zu geringeren Kosten zu produzieren. Es würden riesige Aufforstungen stattfinden – 700 Millionen Bäume, die auf eine Milliarde zusteuerten, und Mexiko werde bei der Wiederaufforstung in den Dreiecksländern im Süden helfen. Er bot an, die USA bei diesem erfolgreichen Programm zu beraten. Er forderte die USA auch auf, Migranten als „außergewöhnliche Menschen“ zu behandeln, die bereit seien, hart zu arbeiten, und für die es einen Weg zur Staatsbürgerschaft geben sollte, wenn sie es wünschten. Das US-Außenministerium hatte AMLO im Vorfeld gewarnt, das Thema Migration nicht im Zusammenhang mit der Umwelt anzusprechen – es seien zwei völlig verschiedene Angelegenheiten – aber er tat es trotzdem.

Der Premierminister von Antigua und Barbuda, Gaston Browne, erwähnte interessanterweise das Klima kaum, sondern konzentrierte sich auf das finanzielle Desaster, das aufgrund der Pandemie Länder wie das seine, die vom Tourismus abhingen, treffe und forderte, daß die Schulden der Nation erlassen oder umgeschuldet werden müssten – da sie einfach nicht bezahlt werden könnten. Er lobte die Tatsache, daß nicht nur die USA, sondern auch China in der Klimafrage das Tempo vorgäben.

Die Sitzung wurde mit der 19-jährigen Xiye Bastida beendet, einer mexikanischen Version Greta Thunbergs (die „Fridays for Future“ angehört und überdies damit beschäftigt war, vor dem US-Kongress auszusagen), die schimpfte und Vorträge über die bösen Weißen im Globalen Norden hielt, die all die Probleme verursacht hätten und deshalb nun Anweisungen von gehirngewaschenen Kindern akzeptieren müssten. Blinken verwendete mehrere Minuten darauf, sie als einen der „Führer der Zukunft“ zu preisen, die sich uns von unserer Torheit zu retten verschrieben hätten. Xiye sollte eigentlich in der Sitzung sprechen, die auf die von AMLO folgte, aber sie wurde vorverlegt, um AMLO eine direkte Antwort zu geben und sie als internationale Figur aufzubauen. Ein Pro-AMLO-YouTube-Programm, Antonio Villegas‘ Guacamole News, berichtete über den Vorfall: „Biden fällt AMLO bei Gipfel in den Rücken! Sie erzeugen eine mexikanische Greta. Sie hat ihn bereits angegriffen. Von der Soros-Gruppe.“ Laut Villegas bestand Xiye darauf, daß die Welt erkennen müsse, daß wir das Ende der Ära der fossilen Brennstoffe erreicht hätten.

Der Rest des Tages beinhaltete eine Sitzung zum Genozid der grünen Finanzen mit den üblichen Verdächtigen (Yellen, Georgieva, etc.) und eine weitere zum Genozid der grünen Verteidigung (Sec. Austin, DNI Avril Haines, Sec. Ben Wallace, Jens Stoltenberg von der NATO, etc.). Das Klima sei das Zentrum von Allem, darin waren sie sich alle einig, und die Welt müsse sich niederbeugen oder sterben.

Für Freitag war mehr vom Gleichen geplant. Der Gipfel wird mit Michael Bloomberg und Bill Gates enden.

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Helga Zepp-LaRouche: Die größte Bedrohung ist nicht Klimawandel, sondern Atomkrieg und Gleichgültigkeit

Von Helga Zepp-LaRouche

Der von der Biden-Administration ins Leben gerufene virtuelle Gipfel zum Klimawandel, an dem über 40 Staatschefs teilgenommen haben, sollte den diplomatischen Druck auf deren Staaten erhöhen, die sogenannten Klimaziele der Reduzierung der Treibhausgase noch schneller zu erreichen. Grundsätzlicher ging es jedoch darum, nach den vier Jahren von Trumps „Amerika Zuerst“-Politik wieder die globale Führungsrolle der USA in einer von ihnen definierten „regelbasierten Weltordnung“ zu etablieren. Weit davon entfernt, alle teilnehmenden Staatchefs mittels einer malthusianisch motivierten Klima-Panik in die Unterwerfung unter diese Weltordnung zwingen zu können, offenbarte sich dagegen, wie stark das Klimathema zu geopolitischen Absichten instrumentalisiert wird.

Der amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin erklärte auf der Konferenz: „Die Klimakrise ist ein profund destabilisierender Faktor in unserer Welt. Zu dem Grad, wie die Arktis schmilzt, wächst der Konkurrenzkampf um Ressourcen und Einfluß in der Region. Näher am Äquator sind es steigende Temperaturen und extreme Wetterlagen in Afrika und Zentralamerika die Millionen mit Dürre, Hunger und Vertreibung bedrohen.“

In dieselbe Richtung geht ein Papier, das am gleichen Tag vom Climate Action Team des Pentagon veröffentlicht wurde, in dem dieser geopolitische Wettkampf um Ressourcen hervorgehoben wird. Schon seit einigen Jahren definieren im übrigen die diversen Strategiepapiere des Pentagon die Klimakrise als strategische Priorität, was sich in einer solchen Affinität mit den Zielen der malthusianischen Lobby befindet, daß es selbst die ahnungslosesten Zeitgenossen mißtrauisch machen sollte.

Weder der russischen noch der chinesischen Regierung dürfte entgangen sein, daß nur zwei Tage zuvor das US Strategic Command (StratCom), das für das Nuklearwaffen-Arsenal der USA verantwortlich ist, den folgenden Tweet veröffentlicht hatte: „Das Konfliktspektrum heute ist weder linear noch vorhersagbar. Wir müssen von der Möglichkeit ausgehen, daß ein Konflikt zu Bedingungen führen kann, die einen Gegner sehr schnell dazu bringen könnte, den Einsatz von Atomwaffen als seine letzte schlechte Option zu sehen.“

Der Kommandant von StratCom, Admiral Charles Richard, hatte im Februar bekanntgegeben, daß er das Pentagon instruiert hat, die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges von „fast unmöglich“ in „sehr reale Möglichkeit“ umzustufen. Wer erwartet hatte, daß eine solch ungeheure Aussage – die ja nicht im luftleeren Raum, sondern im einem Klima der Eskalation, von sich überschlagenden Sanktionen, Ausweisungen von Diplomaten und Militärmanövern gegenüber Rußland und China stattfindet – zu einem internationalen Aufschrei führen würde, wurde enttäuscht. Während Anfang der 80er Jahre während der Mittelstreckenraketen-Krise noch Hunderttausende auf die Straßen gingen, weil sie zu Recht den vielleicht auch nur versehentlichen Ausbruch eines Dritten Weltkrieges befürchteten, scheinen die Menschen heute von einem weitgehenden Taubheitsgefühl betroffen zu sein, was die Kriegsgefahr angeht.

Es kommt eine Umfrage in den Sinn, die vor Jahren unter den Anwohnern unterhalb eines Staudamms gemacht wurde. Diejenigen, die in großer Entfernung vom Staudamm wohnten, fühlten sich nur wenig bedroht von der Möglichkeit, daß der Damm brechen könnte. Diejenigen, die schon näher, aber immer noch in einiger Entfernung wohnten, fühlten sich sehr bedroht. Aber diejenigen, die direkt unter dem Staudamm siedelten, zeigten sich erstaunt, wieso da überhaupt jemand eine Gefahr vermuten könne.

Diese Realitätsverweigerung, von der erstaunlich viele der Bewohner der westlichen Wertegemeinschaft befallen sind, trifft allerdings weder auf Rußland, noch auf China, noch die vielen Länder zu, die der Sanktionspolitik der USA, Großbritanniens oder der EU ausgesetzt sind.

Angesichts dieses strategischen Panoramas präsentierte die Rede von Präsident Xi Jinping, der als Erster den Gipfel adressierte, eine Perspektive, auf die sich eigentlich alle vernünftigen Menschen einigen könnten: „Wir müssen uns auf eine grüne Entwicklung verpflichten“, sagte Xi. „Grüne Berge und Flüsse sind Gold und Silber… Wir müssen Entwicklungsmodelle aufgeben, die die Umwelt beschädigen oder unterminieren, und wir müssen nein sagen zu kurzsichtigen Methoden, die auf kurzfristige Entwicklungserfolge zielen, die auf Kosten der Umwelt gehen.“

Diese Worte haben allerdings eine völlig andere Bedeutung, als sie von den typischen westlichen Lifestyle-Grünen verstanden werden. Denn in China hat sich längst das Bewußtsein durchgesetzt, daß die Umwelt-Fehler, die China in der ersten Phase der Reform- und Öffnungspolitik von den westlichen Multis aufgezwungen wurden, als es in der Schaffung der Sonderzonen und Billigproduktion die einzige Möglichkeit sah, die Unterentwicklung zu überwinden, nicht wiederholt werden dürfen. Inzwischen hat China beispiellose Modernisierungsprogramme für seine Industrie und den Verkehr in Gang gesetzt, um früher entstandene Umweltschäden zu beseitigen und für sauberes Wasser und reine Luft zu sorgen.

Im Unterschied zu den Grünen im Westen besteht China aber auf dem gleichen Recht für alle Entwicklungsländer und vor allem auf „einer nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung weltweit“. Bezeichnend für den Unterschied ist vor allem Xi‘s Formulierung: „Wir müssen mit Verantwortungsbewusstsein und Einheitlichkeit handeln, und zusammenarbeiten für eine Gemeinschaft des Lebens für den Menschen und die Natur.“ Hier werden eben nicht die Natur und die Umwelt auf Kosten des Menschen verherrlicht, sondern es geht um die Harmonie von beidem.

Während des Gipfels präsentierte Xi einen sechs Punkte umfassenden Vorschlag, wie eine solche Gemeinschaft gebaut werden könne, von dem der sechste das Prinzip einer gemeinsamen aber „differenzierten Verantwortung“ beschreibt. Was damit wesentlich gemeint ist, ist der Anspruch der Entwicklungsländer auf wirkliche wirtschaftliche Entwicklung, die nicht auf dem Altar der Klimakrise geopfert werden darf.

Die Global Times ist noch deutlicher, was das bedeutet. Die entwickelten Länder hätten ihre Industrialisierung abgeschlossen, deshalb sei der Klimawandel jetzt eine ihrer Prioritäten. Die Entwicklungsländer hätten diesen Prozess aber gerade erst begonnen, der Lebensstandard sei noch niedrig, deshalb sei ihr Recht auf Versorgung anders als das der entwickelten Länder. Diese Staaten müßten wachsam sein gegen den Versuch Washingtons, seine Position gewaltsam durchsetzen zu wollen. Im extremsten Fall, falls die Welt versuchen sollte, „Carbon-Neutralität“ erzwingen zu wollen, würde die Kluft zwischen entwickelten und unentwickelten Ländern permanent. Die Verschlechterung des internationalen Klimas sei ebenso offensichtlich wie die strategische Intrige der USA, China einzudämmen. Es müsse deshalb darum gehen, das gemeinsame Interesse der ganzen Menschheit zu befördern, anstatt das einer Handvoll von Ländern.

Noch deutlicher war der Präsident des Copenhagen Consensus, Bjorn Lomborg, der in einem Artikel in China Daily warnte, daß das Versprechen der reichen Länder, die Nutzung von fossilen Energieträgern in 29 Jahren zu beenden und die unerträglich werdenden Kosten auf die armen Länder abzuwälzen, nur schlecht enden könne. Die reichen Länder hätten sich aufgrund dieser fossilen Energien unglaublich weit entwickeln können, und sechs Milliarden Menschen wollten nun ebenfalls Zugang zu billiger und reichlicher Energie, um Hunger, Krankheit und Armut zu überwinden. Die Politik des Pariser Klima-Abkommens schade aber dem Entwicklungssektor und würde die Zahl der Armen bis 2030 massiv erhöhen, zu einem enormen Ressentiment gegen die reichen Länder führen, und darüber hinaus die reichen Länder selbst destabilisieren, weil es die soziale Kohärenz in diesen Ländern wegen des Abbau des Lebensstandards zerstören werde.

Angesichts der Warnungen von David Beasley, dem Chef des Welternährungsprogramms, daß allein in diesem Jahr 270 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht sind, und von Kardinal Zenari, daß in Syrien 90% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze gefallen sind – von den Auswirkungen der Pandemie gar nicht erst zu reden -, ist es moralischer Schwachsinn, wenn die Anhänger einer globalen Klima-Diktatur ihre mörderischen Ambitionen durchsetzen wollen.

Die horrende Gleichgültigkeit, mit der nicht nur die Lifestyle-Grünen, sondern die Mehrheit der Bevölkerung auf den jetzt schon existierenden Hunger von Hunderten Millionen Menschen reagiert, ist nichts anderes als die implizite Zustimmung zu einem Völkermord, der das Resultat von Politik ist. Die Kosten für eine wissenschaftlich völlig unhaltbare Klima-Politik jetzt noch zusätzlich auf die betroffenen Länder abwälzen zu wollen, läßt sich nur damit erklären, daß das Gewissen dieser Leute schon vor langem abgestorben und deshalb grün geworden ist.

Was schlimmer ist, die Gleichgültigkeit gegenüber der Gefahr eines Atomkriegs, oder die Gleichgültigkeit gegenüber dem Völkermord an den Entwicklungsländern, das ist eine Frage, über die man nachdenken sollte, wenn man an Frau Baerbock als Kanzlerkandidatin denkt.

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„Den Armen die Energie zu entziehen, ist schlechte Klimapolitik“, warnt Bjorn Lomborg in einem China Daily-Artikel

Der Präsident von Copenhagen-Consensus, Bjorn Lomborg, hat gestern einen Kommentar veröffentlicht, der ein starkes Argument enthält, das wir bereits aus Indien und anderswo gehört haben: Zum einen Lippenbekenntnisse zum Grünen Paradigma zu geben, aber dann darauf bestehen, daß diese Politik dem Entwicklungssektor unmöglich aufgezwungen werden darf. Einige Zitate von Lomborg:

„Um den Klimawandel zu bekämpfen, versprechen die reichen Länder, die Nutzung fossiler Brennstoffe in 29 Jahren zu beenden. Da dies unerträglich kostspielig zu werden beginnt, denkt die G7 nun darüber nach, die Armen der Welt dafür zahlen zu lassen. Das wird nicht gut gehen… Trotz Grüner Proteste beziehen reiche Menschen immer noch 79 Prozent ihrer Energie aus fossilen Brennstoffen. Dies zu beenden, wird hart, sozial destabilisierend und überraschend ineffektiv werden. Außerdem wird es die reichen Länder auch destabilisieren… Wenn die Klimapolitik das Wachstum weiter reduziert, wird dies den langfristigen sozialen Zusammenhalt bedrohen, da die Menschen erkennen, daß es ihren Kindern nicht besser gehen wird und die Renten verkümmern werden. Darüber hinaus werden die Kürzungen der Umwelt wenig nützen.“

Lomborg fährt fort: „Sechs Milliarden nicht-reiche Menschen wollen ebenfalls Zugang zu reichlicher und billiger Energie, die sie aus Hunger, Krankheit und Armut befreit. Sie sorgen sich mehr um Wirtschaftswachstum, das Wohlstand und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und sogar gegen den Klimawandel schafft… Der Haupteffekt der Kohlenstoffbesteuerung besteht darin, die wirtschaftliche Last der Klimapolitik der Industrieländer auf die Entwicklungsländer zu verlagern… und [provoziert] damit einen tiefen Groll gegen eine reiche Welt, die vorgibt, Klimapolitik zu betreiben, um zu helfen, aber in Wirklichkeit die Kosten auf die Armen der Welt abwälzt… Den Armen der Welt die beiden Triebfedern der Entwicklung vorzuenthalten, nämlich reichlich Energie und Freihandel, ist inakzeptabel.“

Der anti-malthusianischer Widerstand wird sich am 8. Mai auf der internationalen Konferenz des Schiller-Instituts/ ICLC treffen.

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Video – Dr. William Happer: CO2 ist kein Problem

Rede von Dr. William Happer, Professor Emeritus, Princeton University (Atomphysik), ehemaliges Mitglied des US National Security Council (NSC), US Dept. of Energy, Office of Science während der internationalen Internetkonferenz des Schiller-Institus Die Welt am Scheideweg: Zwei Monate unter der Neuen US-Regierung


Frieden durch Entwicklung: Kampagne für die Messina-Brücke gewinnt an Fahrt

In wenigen Tagen wird die von der zweiten Conte Regierung (Conte2) eingesetzte „Technische Kommission“, die Alternativen zur Brückenverbindung Sizilien-Italien bewerten soll, ihren abschließenden Bericht vorlegen. Insidern zufolge wird die Kommission einen ihre Hände in Unschuld waschenden Bericht herausgeben, der es vermeidet, eine der beiden Lösungen zu befürworten.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Pro-Messina-Brückenlobby in beispielloser Weise mobilisiert, um Druck auf die Draghi-Regierung auszuüben:

1. Es wurde eine parteiübergreifende parlamentarische Gruppe gebildet, die sich aus Mitgliedern der Lega, Forza Italia und Italia Viva (Renzi) zusammensetzt, um das Brückenprojekt zu befürworten.

2. Webuild, die größte Baufirma Italiens und Auftragnehmer für das Brückenprojekt, hat ein wunderschönes Video über die Brücke als Motor der Entwicklung und technisches Juwel veröffentlicht.

3. Lettera 150, eine Organisation, die Hunderte von Akademikern zusammenführt, hat unter der Leitung Prof. Dr. Enzo Siviero, einem Freund des Schiller-Instituts, ein Memorandum of Understanding verfasst, das am 26. März von den Präsidenten der beiden Regionen, die durch die Brücke verbunden werden sollen, Sizilien und Kalabrien, unterzeichnet werden soll.

In einer Erklärung der neu gebildeten überparteilichen Gruppe heißt es: „Eine parlamentarische interfraktionelle Gruppe, die sich aus mehreren Komponenten der nationalen Politik zusammensetzt und für das Projekt Brücke über die Meerenge – Italiens Aufschwung und Entwicklung ausgehend vom Süden einsetzt. Ein Bündnis, das die infrastrukturelle Entwicklung Italiens, ausgehend vom Mezzogiorno zum Ziel hat und das, indem es das Paradigma der Unterentwicklung umkehrt, als Ausdruck der sozioökonomischen Potenziale gedacht ist.“

Das sechsminütige Webuild-Video stellt die Brücke als großen Gewinntreiber dar: Sie wird 118.000 Arbeitsplätze schaffen und „den Welthandel, der sich im Mittelmeerraum ballt, nach Italien ziehen.“ Sie wird „Süditalien zum logistischen Knotenpunkt der EU machen und das Know-how der beteiligten italienischen Unternehmen fördern.“ Mit einer Gesamtlänge von 3.660 m und einer Spannweite von 3.300 m wird sie die längste durchgehende Hängebrücke der Welt sein. Sie wird mit 399 m hohen Türmen auch die höchste und mit einer 65-Meter-Fahrbahn die breiteste sein. Sie wird 1,5 Millionen Tonnen Beton und 376.000 Tonnen Stahl benötigen. Sie wird 60.000 Züge und 6 Millionen Fahrzeuge pro Jahr befördern. Webuild ist das größte italienische Bau- und Ingenieurbüro. Es hat u.a. den Renaissance-Staudamm in Äthiopien und den zweiten Panamakanal gebaut. Letztes Jahr baute es die neue Autobahnbrücke in Genua in weniger als 12 Monaten.


BlackRock Inc: Wie „Green Finance“ moderne Kraftstoffe verbietet!

Eine Analyse von Michael Billington, Asia Desk, EIR darüber, wie BlackRock und Konsorten mit „Green Finance“ moderne Kraftstoffe verbieten und damit den Lebenstandard von Millionen Menschen in der dritten Welt zerstören.

Mike Billington ist Co-Author des E.I.R. Sonderberichts (engl) The Great Leap Backward. LaRouche Exposes the Green New Deal

Anmeldung zur Schiller-Institut Konferenz „Die Welt am Scheideweg: Zwei Monate unter der neuen US-Regierung“ am 20. und 21. März 2021, jeweils ab 16.00 Uhr


Befreit Deutschland aus den Klauen der Kleptomanen!

Von Helga Zepp-LaRouche

Der Unmut in der Bevölkerung wächst, und das zu Recht. Wir sind jetzt, im März 2021, aufgrund einer miserablen „Erfolgsbilanz“ der EU in Deutschland mit der dritten Welle der COVID-19-Pandemie konfrontiert. Wir waren als Resultat einer jahrzehntelangen Privatisierung des Gesundheitssystems eben nicht gut auf den Ausbruch vorbereitet, im Gegensatz zu der Behauptung von Jens Spahn im Februar 2020 – einer Fehleinschätzung, der wir zu verdanken hatten, daß die Bundesregierung viel zu spät damit begann, medizinische Hilfsmittel wie Masken zu bestellen. Anstatt danach bei der Bestellung der Impfstoffe zuerst die Gesundheit der eigenen Bevölkerung in Betracht zu ziehen, sahen die Pro-EU-Ideologen in dieser Krise eine willkommene Gelegenheit, die supranationale Integration der EU voranzutreiben, und übergaben die Verantwortung an die völlig inkompetente EU-Bürokratie. Anstatt im Sinne des Gemeinwohls durch Investitionen dafür zu sorgen, daß die Produktionskapazitäten für Impfstoffe maximiert würden, überließ man alles dem „freien Markt“.

Die Bilanz dieser Inkompetenz: Während China, ein Land mit 1,4 Milliarden Menschen bisher nur 4636 Tote als Folge der Pandemie zu beklagen hat, dafür aber ein Wirtschaftswachstum für 2020 von über 2 Prozent verzeichnet, starben in Deutschland bisher 73.120 Menschen und in Europa 880.644 Menschen, während die Wirtschaft in Europa in allen Ländern um mehrere Prozente schrumpfte und viele Menschen ihre Arbeitsplätze und Existenzgrundlagen verloren haben.

Jetzt herrscht große Aufregung darüber, daß einige Bundestagsabgeordnete für die Vermittlung von Atemschutzmasken sechsstellige Provisionen eingesteckt haben, und Wolfgang Schäuble schwingt sich zum Obermoralapostel auf und nennt diese persönliche Bereicherung schändlich. Aber ist es nicht noch weit schändlicher, die ganze europäische Bevölkerung mit einem Green Deal zu betrügen, der die Industriestaaten Europas wie von einer Abrißkugel getroffen zum Einsturz bringen, die Landwirtschaft ruinieren, Arbeitsplätze zerstören, den Lebensstandard des allergrößten Teils der Bevölkerung massiv absenken und nur die Reichen und Spekulanten reicher machen wird? Denn das ist genau die Politik, für die Schäuble, Merkel, Altmeier, Scholz, Draghi, Macron, von der Leyen & Co. stehen!

Der Green Deal, eine Politik, bei der von der EU herunter über die Mitgliedsstaaten und die Banken alle Investitionen nur noch in „grüne“ Technologien und Industriezweige gelenkt werden, läuft auf eine brutale Vernichtung von industriellen und landwirtschaftlichen Kapazitäten hinaus und führt in der Konsequenz zu einer Reduktion der Bevölkerung. Denn es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der im Produktionsprozeß verwandten Energieflußdichte, der Produktivität und der Anzahl von Menschen, die durch diese Kapazitäten unterhalten werden können. Die „große Transformation der Dekarbonisierung der Weltwirtschaft“, wie sie von Schellnhuber und dem WBGU schon seit fast zwei Jahrzehnten propagiert und jetzt von von der Leyen umgesetzt wird, heißt nichts anderes, als zu einem vorindustriellen Niveau zurückzukehren. Den großen Reibach machen dabei allerdings die Spekulanten, Banken und Hedgefonds, also die Finanzoligarchie, die in diesen modernen Ablaßhandel – denn nichts anderes ist das Geschäft mit den CO2- Emissionszertifikaten – investiert.

Gegen diese massive Verletzung des Gemeinwohls klagte jetzt am 8. März eine Koalition von zwölf US-Bundesstaaten unter der Führung des Justizministers von Missouri, Eric Schmitt, der die von Präsident Biden erlassene „Verordnung 13990“ mit dem Titel „Schutz von Öffentlicher Gesundheit und Umwelt und die Wiederherstellung der Wissenschaft zur Bewältigung der Klimakrise“ anficht. Diese Verordnung befiehlt im Prinzip das Gleiche wie der Green Deal der EU oder der Green New Deal der US-Demoraten: eine massive Reduktion von industrieller und landwirtschaftlicher Produktion, Energieproduktion und -verbrauch oder jeder anderen Aktivität, welche die Emission von sogenannten Treibhausgasen zur Folge hätte.

In einem Abschnitt der Klage wird darauf hingewiesen, worum es sowohl in den USA selbst als auch weltweit geht: „Wenn diese Verfügung Geltung hat, wird sie auf viele Jahrzehnte in die Zukunft Hunderte von Milliarden oder Billionen an Schaden für die US-Wirtschaft anrichten. Sie wird Arbeitsplätze zerstören, Energieproduktion abdrosseln, Amerikas Energieunabhängigkeit strangulieren, die Landwirtschaft unterdrücken, Innovation verhindern, und die erwerbstätigen Familien verarmen…“ In der Klage ist weiterhin vermerkt, daß die Biden-Verordnung bei der Berechnung der „sozialen Kosten“ völlig die indirekte Wirkung ignoriert, die die Reduktionen der Treibhausgase für die ganze Welt hätte.

Bei den Regierungen der zwölf klagenden Staaten – Kansas, Nebraska, Oklahoma, Arkansas, Montana, Ohio, Indiana, Arizona, South Carolina, Tennessee, Utah und Missouri – handelt es sich zwar um republikanische Regierungen, doch geht es hier aber keineswegs um eine parteipolitische Opposition gegen die demokratische Biden-Administration. Diese Staaten sind das Herzstück des amerikanischen Farmgürtels, und die dort arbeitenden Landwirte, von denen viele einen Überlebenskampf gegen die Profitgier der Kartelle kämpfen, wissen sehr wohl um die Welthungerkatastrophe, die rund 300 Millionen Menschen weltweit bedroht und vor der der Chef des Welternährungsprogramms, David Beasley, wieder und wieder warnt. Denn Beasley war früher Gouverneur von South Carolina und ist bis heute eng verbunden mit diesen Farmern.

David Beasley berichtete am 9. März in einer Video-Telekonferenz mit Associated Press aus Addis Abeba von den himmelschreienden Umständen, die er bei seiner gerade beendeten Tour im Jemen vorgefunden hat: „Es ist die Hölle – der furchtbarste Ort auf der Erde“, die schlimmste humanitäre Krise auf der Welt, die vollständig das Ergebnis menschlicher Handlungen sei. In einem Krankenhaus in Sana’a seien vor seinen Augen Kinder verhungert, weil einfach keine Nahrungsmittel da waren. Viele seien am Rande des Todes, obwohl sie Krankheiten und Schwächen hätten, die einfach zu behandeln wären, wenn die Mittel vorhanden wären. Normalerweise höre man in der Kinderabteilung eines Krankenhauses Weinen, Lärmen und Lachen. Aber im Jemen höre man kein Weinen, kein Lachen, es herrsche tödliches Schweigen. Andere Reporter berichten, daß viele Kinder Haut wie Pergament haben und bis auf die Knochen abgemagert sind, bevor sie sterben.

Jemen ist sicher der furchtbarste Ort auf der Erde, aber leider sind etliche Staaten und Regionen nicht weit von einer solchen Lage entfernt. Syrien, Eritrea, Niger, Mozambique, Haiti, Nicaragua, Bolivien – die Liste von Staaten im sogenannten Entwicklungssektor, die furchtbar von der Pandemie, von Hunger und den Auswirkungen auf die sogenannte informelle Ökonomie getroffen sind, ist sehr lang. Die Welternährungsbehörde braucht dieses Jahr mindestens 815 Millionen Dollar allein für den Jemen, um Millionen von Menschen vor dem Hungertod zu bewahren, konnte aber bisher nur 300 Millionen organisieren. Was sind diese fehlenden läppischen 500 Millionen im Vergleich zu den 30 bis 50 Billionen (50.000.000.000.000), die die Zentralbanken in den nächsten zehn Jahren in den Green Deal in Europa und den Green New Deal in den USA stecken wollen, der die produktiven Kapazitäten in Industrie und Landwirtschaft massiv herunterfahren will?

Das Welternährungsprogramm hat wiederholt gewarnt, daß allein in diesem Jahr 270 Millionen Menschen akut vom Hungertod bedroht sind. Angesichts dieser beispiellosen humanitären Katastrophe sind das Programm „Vom Hof auf den Tisch“ und die Biodiversitätsstrategie der EU absolut skandalös, weil es die landwirtschaftliche Produktion durch rein ideologisch motivierte Maßnahmen massiv reduzieren will. Darin liegt der Grund, warum die deutschen Landwirte seit Monaten mit ihren Traktor-Korsos auf das drohende Sterben bäuerlicher Familienbetriebe aufmerksam machen.

Der wissenschaftliche Dienst des US-Landwirtschaftsministeriums hat in seinem Wirtschaftsbrief Nr. 30 vom November 2020 das Ergebnis einer Simulation veröffentlicht, in der die Auswirkungen der EU-Agrarpolitik bis 2030 bewertet wurden, wenn sie entweder (a) nur innerhalb der EU, (b) durch Handelsregeln der EU in weiteren Ländern oder (c) weltweit durchgesetzt würden. Demnach würde die Produktion der EU-Landwirte um 7-12% schrumpfen, die Weltnahrungsmittelpreise würden zwischen 9% (nur EU) bis zu 89% (bei globaler Anwendung) steigen, der gesellschaftliche Nutzen würde um 96 Milliarden bis 1,1 Billionen Dollar reduziert, und die Zahl der Menschen mit nicht gesicherter Nahrungsmittelversorgung würde weltweit um 22 bis 185 Millionen ansteigen.

Fazit: Die Politik der EU ist nicht nur inkompetent, wie hinlänglich in der Coronakrise demonstriert, ihre grüne Ideologie zerstört auch die Grundlagen unserer Landwirtschaft und ist angesichts der Hungerkatastrophe sogar absolut unverantwortlich, um es milde auszudrücken.

Wir fordern statt dessen:

1. Den sofortigen Aufbau eines modernen Gesundheitssystems in jedem Land dieser Erde auf einem Niveau, wie es in Deutschland vor der Privatisierung gewesen ist.

2. Die Verdopplung der weltweiten landwirtschaftlichen Produktion, um angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung Hunger und Armut für alle Menschen zu eliminieren.

3. Die Beendigung der Kasinowirtschaft durch ein globales Glass-Steagall-Trennbankengesetz.

4. Ein Neues Bretton-Woods-Kreditsystem, das produktive Kredite für Investitionen in die Realwirtschaft zur Verfügung stellt.

5. Die Schaffung von 1,5 Milliarden neuen produktiven Arbeitsplätzen , um die Weltwirtschaft nach der Pandemie wieder aufzubauen und ernsthaft damit zu beginnen, die Unterentwicklung der sogenannten Entwicklungsländer zu überwinden.

6. Kooperation mit Rußland und China beim Ausbau der Neuen Seidenstraße in Südwestasien und Afrika, um damit die Ursachen der Flüchtlingskrise zu beseitigen und gleichzeitig eine dauerhafte Friedensordnung zu schaffen.


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