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Das EIR-Krisenforum am 6. April, bereits das dritte in diesem Jahr, war ein außergewöhnlicher Online-Dialog zwischen 13 internationalen Experten aus 10 Ländern, die sich dafür einsetzen, die Welt von ihrem derzeitigen Kriegskurs abzubringen und auf den Weg der globalen Entwicklung und des Friedens zu führen. Der Titel der Veranstaltung, die sehr kurzfristig einberufen wurde, lautete: „Ein Dialog der Zivilisationen: Ist es noch Zeit, zu verhindern, dass der Krieg gegen den Iran zu einem globalen Atomkonflikt eskaliert?“
Die Veranstaltung war ein dringender, dramatischer Aufruf zum Handeln, während die Vereinigten Staaten gerade die Hölle über den Iran hereinbrechen lassen und US-Präsident Donald Trump dem Land mit der Steinzeit droht. Vertreter der iranischen Regierung führten einen Dialog mit Kräften aus aller Welt, die entschlossen sind, diesen Kurs zu stoppen.
Die viereinhalbstündige Veranstaltung war in zwei Diskussionsrunden gegliedert; die erste hatte den Titel „Kann der Irankrieg vor einer nuklearen Eskalation gestoppt werden?“, gefolgt von „Globale Infrastrukturentwicklung ist der Name für Frieden“.
Zu den Rednern aus Europa gehörten Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Chefredakteurin von EIR und Leiterin des Schiller-Instituts, die die Diskussion eröffnete, sowie der Moderator von Panel II, Stephan Ossenkopp (Deutschland). Dennis Speed (USA) moderierte Panel I und wies darauf hin, dass die Experten, die sich in weniger als 10 Tagen zusammengefunden hatten, Ansichten vertreten, die „nicht nur vielfältig, sondern sogar divergierend und gegensätzlich“ seien. Sie teilen jedoch das gemeinsame Engagement, dringende Maßnahmen zur Beendigung des Krieges – möglicherweise eines Atomkrieges – zu fordern, und glauben, dass Vernunft und Diplomatie selbst in diesem späten Stadium noch wirken und Bedingungen für Frieden und Wohlstand für alle Nationen schaffen können.
Aus Asien sprachen Dr. Khalil Shigolami (Iran), der iranische Botschafter in Armenien und ehemaligen Generaldirektor des dem Außenministerium angegliederten Instituts für politische und internationale Studien in Teheran. Die weiteren Redner aus Asien waren Prof. Zhang Weiwei (China), Professor für Internationale Beziehungen an der Fudan-Universität in Shanghai und Direktor des angegliederten China-Instituts; Botschafter Prof. Dr. Manuel Hassassian (Palästina), Palästinensische Autonomiebehörde; Purnima Anand (Indien), Präsidentin des BRICS International Forum; Chandra Muzaffar (Malaysia), Gründer und Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST); Al Mashiki (Oman), strategischer Analyst.
Aus Nordamerika nahmen teil: Chas Freeman (USA), ehemaliger Botschafter in Saudi-Arabien und ehemaliger stellvertretender Verteidigungsminister; Ted Postol (USA), emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und internationale Sicherheit am MIT; Dennis Small (USA), EIR-Redakteur für Iberoamerika, sowie aus Südamerika Donald Ramotar (Guyana), ehemaliger Präsident von Guyana.
Der Oasenplan
Der Ansatz des Oasenplans für den Großraum Südwestasien und den östlichen Mittelmeerraum stand im Mittelpunkt mehrerer Redebeiträge; er wurde zunächst in der Eröffnungsrede von Helga Zepp-LaRouche als zentraler Bestandteil der Lösung vorgestellt, basierend auf dem Prinzip „Frieden durch Entwicklung“. Sie berichtete ausführlich, wie ein ganzes Netz von Entwicklungskorridoren von Indien bis Ägypten, vom Kaukasus bis zum Arabischen Meer, mit dem Ausbau von Schienen- und Straßenverkehr, Plänen für Meerwasserentsalzung sowie fortschrittlichen Technologien aller Art entstehen kann.
Botschafter Hassassian bezeichnete den Oasenplan als Schlüssel zur „Förderung von Entwicklung und Dialog“ in Palästina und der Region. Professor Zhang berichtete, es sei China gelungen, „seine Wüsten zu begrünen“. China könne beim Aufbau des Oasenplans in Südwestasien helfen. Zepp-LaRouche fügte hinzu, das Konzept müsse der Jugend bekannt gemacht werden, um Optimismus zu wecken. Botschafter Freeman verglich den Oasenplan mit dem Phönix, der aus der Asche seiner Vorgänger aufersteht. Der Oasenplan könne aus den Trümmern der Zerstörung Gazas hervorgehen.
Die hoffnungsvolle Realität fortschrittlicher Technologien wurde untermauert, als die Teilnehmer der Diskussionsrunde Bilder vom Raumschiff Artemis II ansahen, das sich auf halber Strecke seiner Mission zur Umrundung des Mondes befand.
Gegenreaktion auf den Krieg der USA und Israels
Die andere Realität, die ausgesprochen wurde, ist, dass die Ära der Pax Americana nun vorbei ist, ebenso wie die transatlantische Vorherrschaft . Mehrere Redner wiesen auf die starken Gegenreaktionen auf US-Präsident Donald Trumps Krieg gegen den Iran hin. Botschafter Freeman sagte, der Krieg habe bestimmte Nationen dazu veranlasst, Frieden mit dem Iran zu schließen, anstatt sich an einem illegalen und ungerechten Krieg an der Seite der Vereinigten Staaten zu beteiligen. Er fügte hinzu, die Vereinigten Staaten hätten die gegen Atomwaffen eingestellten Führer des Iran getötet, die durch Atomwaffen befürwortende „Realisten“ ersetzt worden seien. Prof. Postol machte die Gefahr eines Atomkrieges in der heutigen Zeit deutlich.
Der Krieg der USA und Israels hat in Europa die ersten Forderungen nach einem Abzug der US-Streitkräfte ausgelöst. Professor Zhang sagte schlicht, der Krieg habe den Zusammenbruch der unipolaren, von den USA geführten Weltordnung herbeigeführt und den Prozess der Entdollarisierung beschleunigt.
Der Weg nach vorn
Allen Diskussionsteilnehmern war die Auffassung gemeinsam, dass Washington „moralisch wahnsinnig“ geworden ist, wie es Helga Zepp-LaRouche formulierte. Daraus ergaben sich verschiedene Vorschläge und Initiativen. Chandra Muzaffar rief Menschen weltweit dazu auf, sich an den US-Kongress und andere Institutionen zu wenden, um aktiv zu werden, den Krieg zu beenden und eine Win-Win-Entwicklung in Gang zu setzen, insbesondere für seit langem bestehende schreiende Ungerechtigkeiten wie den Palästinakonflikt. Frau Anand aus Indien sprach davon, die BRICS-Staaten zu mobilisieren, „um ihre Einheit zu demonstrieren“, wenn es darum gehe, den Krieg zu beenden, und „den Iran nicht dem Untergang zu überlassen“. Dennis Small von EIR, der die wirtschaftliche Dimension des Zusammenbruchs des kollektiven Westens skizzierte, sprach sich für eine neue Architektur der wirtschaftlichen Sicherheit und Entwicklung aus.
Zepp-LaRouche kam, nachdem sie viele Initiativen konkret erörtert hatte, am Ende auf die Frage der persönlichen Verantwortung zurück. Es gebe zwei Möglichkeiten: man könne entweder „klein“ werden, durch Verleugnung, Gleichgültigkeit, Beschäftigung mit Dingen, von denen man weiß, dass sie nebensächlich sind – oder man „mobilisiert in sich selbst etwas Besseres und verbindet sein Handeln und sein Schicksal mit der größeren Sache der Menschheit.“










