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Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Aufgabe der UNO: Vision der Einen Menschheit schaffen

Mittwoch, 23. September 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

An die Staatschefs und Delegationen, die an der UN-Vollversammlung im September 2026 teilnehmen

Offener Brief von Helga Zepp-LaRouche

Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, veröffentlichte den folgenden Offenen Brief, der an die Teilnehmer der UN-Vollversammlung in New York, die heute zusammentritt, verteilt wird.

Diese Institution, die Vollversammlung der Vereinten Nationen, mag zwar nicht perfekt und reformbedürftig sein, doch stellt sie in dieser Zeit extremer Krise nach wie vor die wichtigste Institution dar, in der Vertreter der gesamten Menschheit zusammenkommen, um existenzielle Probleme anzugehen.

Diesmal findet die UN-Vollversammlung zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Existenz der menschlichen Gattung in großer Gefahr ist. Zwei regionale Kriege, der Krieg in der Ukraine und der Krieg gegen den Iran, drohen beide, zu umfassenderen regionalen Konflikten und sogar zu einem globalen Atomkrieg zu eskalieren. Mehrere hochrangige Militärexperten warnen, dass wir uns in einer Situation befinden, die gefährlicher ist als während der Kubakrise.

In jüngster Zeit ist in den Vereinigten Staaten und Großbritannien eine offene Diskussion über den möglichen Einsatz taktischer Atomwaffen entbrannt, ja sogar über die Vorstellung, ein „begrenzter Atomkrieg“ könne geführt und gewonnen werden. Jeder, der sich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, weiß, dass es so etwas wie einen taktischen Atomkrieg nicht gibt, denn schon der Einsatz einer einzigen sogenannten taktischen Atomwaffe würde innerhalb weniger Tage zu einem umfassenden globalen Atomkrieg eskalieren, der zur Auslöschung der Menschheit führen würde.

Im Laufe der letzten fünfunddreißig Jahre, nach dem Ende des Kalten Krieges, hat die Welt den Übergang von dem gescheiterten Versuch, eine unipolare Welt zu etablieren, hin zu einer sich entfaltenden Multipolarität durchlaufen, die jedoch nach wie vor von der Logik der Geopolitik bestimmt wird. Geopolitik basiert auf der Vorstellung, eine Nation oder eine Gruppe von Nationen habe ein legitimes Interesse, das sie einer anderen Nation oder Gruppe von Nationen aufzwingen könne.

Gleichzeitig erleben wir das Ende einer fünfhundertjährigen Ära des Kolonialismus. Wenn wir als Menschheit verhindern wollen, dass diese turbulente Übergangsphase in einen neuen Weltkrieg mündet, müssen wir die geopolitische Konfrontation durch ein völlig neues Paradigma ersetzen: die Vision der EINEN Menschheit. Es ist dieselbe Frage, die bereits zur Zeit der jungen amerikanischen Republik in den Federalist Papers diskutiert wurde: Kann sich die Menschheit selbst regieren?

Soll diese Frage im Zeitalter der thermonuklearen Waffen bejaht werden, müssen wir ein völlig neues Paradigma etablieren: Die Idee der „EINEN Menschheit“ muss an erster Stelle stehen und über alle Partikularinteressen gestellt werden.

Diese UN-Vollversammlung ist der richtige Ort, um das Konzept einer „Neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ auf die Tagesordnung zu setzen, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf diesem Planeten berücksichtigen muss. Die vier von China vorgelegten globalen Initiativen – insbesondere aber die Initiative zur globalen Governance – stellen einen sehr praktischen Ansatz dar, um die Grundlage für ein solches neues Paradigma zu schaffen.

Mögen der „Geist von Bandung“, der „Geist von Shanghai“ und der Geist von Beethovens Neunter Symphonie, wonach alle Menschen Brüder sein sollen, Ihre Inspiration sein!

Mit freundlichen Grüßen,

Helga Zepp-LaRouche,

Gründerin des Schiller-Instituts


An die Staatschefs und Delegationen, die an der UN-Vollversammlung im September 2026 teilnehmen

Offener Brief von Helga Zepp-LaRouche

Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, veröffentlichte den folgenden Offenen Brief, der an die Teilnehmer der UN-Vollversammlung in New York, die heute zusammentritt, verteilt wird.

Diese Institution, die Vollversammlung der Vereinten Nationen, mag zwar nicht perfekt und reformbedürftig sein, doch stellt sie in dieser Zeit extremer Krise nach wie vor die wichtigste Institution dar, in der Vertreter der gesamten Menschheit zusammenkommen, um existenzielle Probleme anzugehen.

Diesmal findet die UN-Vollversammlung zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Existenz der menschlichen Gattung in großer Gefahr ist. Zwei regionale Kriege, der Krieg in der Ukraine und der Krieg gegen den Iran, drohen beide, zu umfassenderen regionalen Konflikten und sogar zu einem globalen Atomkrieg zu eskalieren. Mehrere hochrangige Militärexperten warnen, dass wir uns in einer Situation befinden, die gefährlicher ist als während der Kubakrise.

In jüngster Zeit ist in den Vereinigten Staaten und Großbritannien eine offene Diskussion über den möglichen Einsatz taktischer Atomwaffen entbrannt, ja sogar über die Vorstellung, ein „begrenzter Atomkrieg“ könne geführt und gewonnen werden. Jeder, der sich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, weiß, dass es so etwas wie einen taktischen Atomkrieg nicht gibt, denn schon der Einsatz einer einzigen sogenannten taktischen Atomwaffe würde innerhalb weniger Tage zu einem umfassenden globalen Atomkrieg eskalieren, der zur Auslöschung der Menschheit führen würde.

Im Laufe der letzten fünfunddreißig Jahre, nach dem Ende des Kalten Krieges, hat die Welt den Übergang von dem gescheiterten Versuch, eine unipolare Welt zu etablieren, hin zu einer sich entfaltenden Multipolarität durchlaufen, die jedoch nach wie vor von der Logik der Geopolitik bestimmt wird. Geopolitik basiert auf der Vorstellung, eine Nation oder eine Gruppe von Nationen habe ein legitimes Interesse, das sie einer anderen Nation oder Gruppe von Nationen aufzwingen könne.

Gleichzeitig erleben wir das Ende einer fünfhundertjährigen Ära des Kolonialismus. Wenn wir als Menschheit verhindern wollen, dass diese turbulente Übergangsphase in einen neuen Weltkrieg mündet, müssen wir die geopolitische Konfrontation durch ein völlig neues Paradigma ersetzen: die Vision der EINEN Menschheit. Es ist dieselbe Frage, die bereits zur Zeit der jungen amerikanischen Republik in den Federalist Papers diskutiert wurde: Kann sich die Menschheit selbst regieren?

Soll diese Frage im Zeitalter der thermonuklearen Waffen bejaht werden, müssen wir ein völlig neues Paradigma etablieren: Die Idee der „EINEN Menschheit“ muss an erster Stelle stehen und über alle Partikularinteressen gestellt werden.

Diese UN-Vollversammlung ist der richtige Ort, um das Konzept einer „Neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ auf die Tagesordnung zu setzen, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf diesem Planeten berücksichtigen muss. Die vier von China vorgelegten globalen Initiativen – insbesondere aber die Initiative zur globalen Governance – stellen einen sehr praktischen Ansatz dar, um die Grundlage für ein solches neues Paradigma zu schaffen.

Mögen der „Geist von Bandung“, der „Geist von Shanghai“ und der Geist von Beethovens Neunter Symphonie, wonach alle Menschen Brüder sein sollen, Ihre Inspiration sein!

Mit freundlichen Grüßen,

Helga Zepp-LaRouche,

Gründerin des Schiller-Instituts


Am Rande eines großen Krieges in Südwestasien

Bericht vom 172. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 172. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 18. September begann mit einem Lageüberblick von Dennis Small, IPC-Co-Moderator und Iberoamerika-Redakteur von Executive Intelligence Review. Er betonte, US-Präsident Trump sei trotz seiner großspurigen Äußerungen nicht Herr seines Schicksals. Angesichts der Sperrung der Straße von Hormus und der Meerenge von Bab al-Mandab steuere die Welt auf einen riesigen wirtschaftlichen Schock zu, den Trump nicht verhindern kann. Es sei Trump auch nicht gelungen, die BRICS und den Wandel hin zu einer multipolaren Welt aufzuhalten, wie man auf der jüngsten BRICS-Konferenz in Neu-Delhi sehen konnte. Trumps Regierung habe bekanntgegeben, daß sie Waffen im Weltraum stationiert hat, und sie diskutiert über einen möglichen Einsatz taktischer Atomwaffen, weil er immer noch hofft, den Rest der Welt einzuschüchtern.

Omer Bartov, Professor für Holocaust- und Genozidforschung an der renommierten Brown University im US-Staat Rhode Island, erläuterte, Völkermord sei ähnlich wie Krieg als „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ eingesetzt worden, und führte einige historische Beispiele dafür an. Seit mit der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes (CPPCG) 1948 die Ablehnung von Genozid im Völkerrecht verankert wurde, gebe es eine gewisse Abschreckung, aber die Straffreiheit, mit der Israel seinen Völkermord im Gazastreifen verübt, drohe die Welt in die Zeit davor zurückzuversetzen.

Sowohl die palästinensische Hamas als auch das israelische Regime hätten bewußt gewaltsame Reaktionen provoziert, um bestimmte Ziele zu erreichen, und beide seien damit erfolgreich – allerdings zu einem hohen Preis. Die Hamas habe die Aufmerksamkeit der Welt auf die Notlage der Palästinenser gelenkt, auf Kosten von Zehntausenden Menschenleben. Das israelische Regime wolle im Westjordanland eine neue Intifada provozieren, die dort als Vorwand für einen weiteren Völkermord dienen würde, um die ethnische Säuberung und Annexion zu beschleunigen.

Harley Schlanger, Präsident der amerikanischen LaRouche-Organisation (TLO), lobte Bartovs Vortrag und dessen neues Buch Israel: What Went Wrong? („Israel: Was ist falsch gelaufen?“) Die Einführung einer Verfassung in Israel sei immer wieder aufgeschoben worden, statt dessen wurde 2018 ein „Grundgesetz“ beschlossen, das Israel als „nationale Heimstätte des jüdischen Volkes“ definiert, womit die Apartheid institutionalisiert wurde, wie Bartov in seinem Buch beschreibt. Schlanger erklärte, anstatt sich auf negative Anreize wie Sanktionen zu konzentrieren, um Israel zu einer Verhaltensänderung zu zwingen, sollte die Welt positive Anreize wie Lyndon LaRouches „Oasenplan“ für wirtschaftliche Entwicklung fördern, der beiden Konfliktparteien zugute käme.

Der Friedensaktivist Jonathan Kuttab ist ein palästinensisch-amerikanischer Christ, Leiter der „Friends of Sabeel North America“ und Mitbegründer von „Nonviolence International“. Er brachte zunächst seine Wertschätzung für die IPC-Treffen zum Ausdruck und lobte besonders deren globalen Charakter und die Vielfalt der Teilnehmer. Dann befaßte er sich mit der verbreiteten Leugnung des Völkermords in Gaza. Gewöhnlich sei es in Gerichtsverfahren wegen Völkermords das schwierigste, Vorsatz nachzuweisen, aber im Falle Israels sei es sehr leicht, den Vorsatz zu dokumentieren. Menschen und Regierungen im Westen, die den Genozid leugnen, wollten damit ihre Mitschuld verbergen. Durch die Straffreiheit für Israel drohe die Gefahr, daß Völkermord wieder Normalität wird, wie Bartov warnte, eine Rückkehr zur Welt vor der Völkermordkonvention. In dem Zusammenhang seien die Angriffe auf die internationalen Gerichte und auf das Völkerrecht an sich besonders schockierend.

Bartov meldete sich zu Wort und wandte sich gegen die Idee der Zweistaatenlösung: „Die Vorstellung von zwei getrennten Staaten mit einer Mauer dazwischen ist eine Fantasie.“ Er lobte die Organisation „A Land for All“, die sich für einen Plan einsetzt, der zwei souveräne Staaten, Israel und Palästina, innerhalb einer einzigen gemeinsamen Heimat vorsieht, mit offenen Grenzen und gemeinsamen Institutionen statt einer strikten Trennung. Er sagte, vielen Menschen falle es schwer, sich mit der Tatsache abzufinden, daß ausgerechnet Israel, das sich der Welt als Zufluchtsort für Opfer des Holocaust präsentierte, nun selbst einen Holocaust begehen könnte. Aber nun habe Israel den Bogen überspannt und sei in seiner Straffreiheit zu weit gegangen, was den Menschen weltweit die Augen öffne.

Small ging ebenfalls auf das Thema Verleugnung ein und erklärte, die Menschen wollten sich der Wahrheit nicht stellen, weil sie keine Lösung sehen und die Realität deshalb für sie zu schmerzhaft ist. Den größten Schaden hätten diejenigen, die offenen Auges den Völkermord tolerieren, mehr noch als die Opfer selbst. Small stellte das humane Menschenbild des chinesischen Konfuzianismus dem barbarischen Menschenbild von Thomas Hobbes mit seinem „Krieg aller gegen alle“ gegenüber. Er erinnerte auch daran, daß der Zionismus weitgehend ein Projekt des Britischen Empire war.

Beatriz Bissio ist außerordentliche Professorin für Vergleichende Geschichte an der Bundesuniversität von Rio de Janeiro in Brasilien. Sie beschrieb zunächst ihre langjährige Tätigkeit beim Third World Journal, in deren Rahmen sie ausführlich über Palästina berichtete und den Vorsitzenden der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) Jassir Arafat interviewte. Anschließend befaßte sie sich ausführlich mit der jüngsten BRICS-Konferenz in Indien. Der Erfolg des Gipfels sei alles andere als garantiert gewesen, nicht zuletzt wegen der freundschaftlichen Beziehungen des indischen Premierministers Modi zu Israel, tatsächlich sei das Treffen aber ein großer Erfolg geworden. Besonders wichtig sei das Treffen zwischen Modi und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Rande gewesen, mit der denkwürdigen Formel: „Wir sind Partner und keine Rivalen.“ Die Konferenz sei insgesamt von „Diplomatie, Dialog und dem geduldigen Aufbau von Konsens“ geprägt gewesen, auch wenn nicht bei allen Themen Einstimmigkeit herrschte. Bissio sieht in dem Gipfel Grund zum Optimismus, trotz all der grausamen Realitäten, mit denen sich die IPC befaßt. Die BRICS hätten auch auf die Bandung-Konferenz von 1955 verwiesen, ein wegweisendes Treffen von 29 asiatischen und afrikanischen Staaten; es sei ein Grundstein für die BRICS gewesen, die heute als die „Erben von Bandung“ gelten können.

Diskussion

Auf die Frage eines Teilnehmers, warum die arabischen Staaten den Palästinensern nicht helfen, antwortete Kuttab, die arabischen Staaten seien keine Demokratien und ignorierten die Wünsche ihrer Bevölkerung, außerdem hätten sie Angst vor den Israelis. Schlanger warf ein, der Iran sei dabei eine Ausnahme, und das sei auch der Grund für den Krieg gegen das Land.

Eine deutsche Teilnehmerin sagte, Deutschland habe eine besondere Verantwortung, sich gegen den Völkermord im Gazastreifen zu stellen, weil es sich unter den Nazis selbst des Völkermords schuldig machte. Sie dankte Schlanger dafür, daß er die Rolle Großbritanniens beim Zionismus ansprach. Sie wies auch auf die Bedeutung der Kontroverse um den amerikanischen Rap-Star Macklemore hin, der hart angegriffen wurde, weil er Palästina auf offener Bühne unterstützte. Seine Worte dabei seien wunderschön gewesen.

Ulf Sandmark, Leiter des Schiller-Instituts in Schweden, berichtete über die Lage in seinem Land, wo gerade Wahlen stattfanden, und über die Aktivitäten seiner Organisation, die dazu beitragen, eine Antikriegskoalition unter Oppositionsparteien aufzubauen.

Small kam noch einmal auf die Verzweiflung der anglo-amerikanischen Eliten zurück, die um jeden Preis ihre unipolare Welt bewahren wollen, bis hin zu Plänen, Atomwaffen einzusetzen. Israel sei wie ein „Paket Dynamit“, das im Dienste dieses unipolaren Wunschtraums jederzeit gezündet und dabei selbst zerstört werden könnte.

Ein Journalist fragte Kuttab nach der „sklavischen Ergebenheit“ US-amerikanischer Politiker gegenüber dem israelischen Regime. Er antwortete, dahinter steckten noch umfassendere Interessen; dieselben Politiker würden Israel den Wölfen zum Fraß vorwerfen, wenn es vorteilhaft erscheine. Unterdessen gebe es aber einen wichtigen Wandel in den USA, insbesondere unter jungen Menschen und vielen Juden, die über Israels Handeln entsetzt sind. Er prognostizierte, letztendlich würden die USA ihre schützende Hand über Israel zurückziehen, damit werde es sich abfinden müssen.

Zum Abschluß kam Schlanger noch einmal auf die Bedeutung der Arbeit der IPC zurück. Sie solle den Menschen dabei helfen, „aus der axiomatischen Struktur ihres Denkens auszubrechen“ und die Gehirnwäsche durch die traditionellen Medien zu überwinden. Das heutige Treffen sei eine tiefgehende Diskussion gewesen, die „solche Fragen an der Wurzel packt“.            eir


Internationale Friedenskoalition #172, 18.09.2026, 17.00 Uhr

Am Rande eines umfassenden regionalen Krieges in Südwestasien

172. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Am Rande eines umfassenden regionalen Krieges in Südwestasien

Freitag, 18. September 2026, 17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an.Diese Woche werden wir von Omer Bartov, Professor für Holocaust- und Genozidforschung an der Brown University, und Harley Schlanger, Präsident der LaRouche-Organisation sowie weiteren Rednern, begleitet.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Mit der überraschenden Übernahme der Kontrolle über die Meerenge von Bab al-Mandeb – die den Durchgang vom Indischen Ozean ins Rote Meer und von dort zum Suezkanal kontrolliert – durch die Huthis vom 10. bis 13. September wurde ein weiterer großer Teil des globalen Seeverkehrs beeinträchtigt, wenn nicht sogar gänzlich zum Erliegen gebracht. In den Hauptstädten weltweit herrscht hektisches Treiben, wie man mit der neuen Krisensituation umgehen soll.

Bab al-Mandeb ist einer der verkehrsreichsten maritimen Meerengen der Welt: Fast 9 % des gesamten weltweiten Seehandels werden hier abgewickelt, darunter 20 % sowohl der PKWs als auch der Container sowie etwa 15 % des Rohöls und der raffinierten Ölprodukte. Rechnet man dazu noch die Auswirkungen der Sperrung der Straße von Hormus sowie den fast vollständigen Stillstand der russischen und ukrainischen Getreide- und Düngemittelexporte durch das umkämpfte Schwarze Meer hinzu, zeichnet sich allmählich das Ausmaß eines gewaltigen Zusammenbruchs in der realen Weltwirtschaft ab.

Die Kriegsbefürworter in Washington, London und Tel Aviv sind sofort in Aktion getreten. Das US-Centcom bestätigte, dass Admiral Brad Cooper in Deutschland hinter verschlossenen Türen eine dringende Sitzung mit den Stabschefs Israels, Saudi-Arabiens, Ägyptens und zahlreicher Golfstaaten einberufen hat, um militärische Schritte zur Wiederöffnung von Bab al-Mandeb zu erörtern, darunter israelische „Hilfsangebote“ an Saudi-Arabien gegen den Iran – einem wichtigen Verbündeten der Huthis. Auch der britische Premierminister Andy Burnham erwägt, sich mit militärischer „Hilfe“ in den Konflikt einzuschalten.

Dies ist ein Rezept für einen allgemeinen Krieg in ganz Südwestasien – an der südwestlichen Flanke Russlands – in einem strategischen Kontext, in dem die Vereinigten Staaten gerade angekündigt haben, dass sie ein Wettrüsten im Weltraum begonnen haben, während sie gleichzeitig eine Änderung ihrer Nukleardoktrin einführen, um den Einsatz taktischer Atomwaffen für einen angeblich „begrenzten“ Atomkrieg zu fördern – ein Widerspruch in sich, wenn es je einen gab.

Doch auch eine Alternative zur wachsenden Wahrscheinlichkeit eines Atomkriegs rückt allmählich in den Fokus. Der BRICS-Gipfel vom 12. bis 13. September konnte sich mehr als behaupten gegen die Bemühungen Londons und Washingtons, diese Gruppe zu spalten, die die Hälfte der Weltbevölkerung repräsentiert – ebenso wie der SCO-Gipfel zwei Wochen zuvor. Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, fanden ernsthafte Gespräche statt „über die Schaffung alternativer Zahlungsplattformen, Abwicklungs- und Verwahrungsmechanismen, eines Rückversicherungsmechanismus, einer Investitionsplattform und einer Getreidebörse“.

Für September ist noch mehr geplant, darunter das entscheidende Treffen zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus am 24. September, bei dem Präsident Xi den USA weiterhin die Möglichkeit anbieten will, bei Infrastruktur- und anderen Großprojekten im Globalen Süden zusammenzuarbeiten, was für alle Beteiligten von Vorteil wäre. In Vorbereitung auf diese Reise traf sich der chinesische Außenminister Wang Yi mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Aragtschi und erklärte ihm, Peking sei „bereit, den Dialog und die Zusammenarbeit mit dem Iran zu verstärken und die legitimen Rechte und Interessen des Iran zu wahren“. Dies ist eine der Botschaften, die Xi voraussichtlich persönlich an Trump übermitteln wird, wenn sie sich treffen – und dies vor dem Hintergrund der amerikanischen Drohungen und Forderungen, dass alle Nationen ihre wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran abbrechen sollen, wie es die „Operation Economic Outcast“ des US-Finanzministeriums vorschreibt. Xi wird Trump zudem Optionen für eine friedliche Lösung der gesamten Krise in Südwestasien sowie der Ukraine-Krise unterbreiten.

Wang Yi traf sich am 16. September außerdem mit Celso Amorim, dem Sonderberater des brasilianischen Präsidenten Lula, zu entsprechenden Gesprächen. Brasilien ist ebenso wie Russland, Indien, China und Südafrika Gründungsmitglied der BRICS. Auf seinem Weg nach China machte Amorim auch in Neu-Delhi, der Hauptstadt des Gastgeberlandes des jüngsten BRICS-Gipfels, Station, um strategische Gespräche mit der Regierung Modi zu führen.

Wenn die Vollversammlung der Vereinten Nationen am 22. September ihre jährliche hochrangige Generaldebatte eröffnet, wird – wie es Tradition ist – die Eröffnungsrede vom brasilianischen Präsidenten Lula gehalten. Nützliche Alternativen zu einem herannahenden globalen Krieg – Optionen, die auf dem Konzept beruhen, dass Entwicklung der neue Name für Frieden ist – könnten zu diesem Zeitpunkt und in den darauf folgenden Beratungen durchaus auf die weltpolitische Agenda gesetzt werden.


Die Wahrheit über den 11. September aufzudecken, ist wichtiger denn je!

Bericht vom 171. Treffen der Internationale Friedenskoalition

Die 171. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 11. September gedachte des 25. Jahrestags der Terroranschläge vom 11. September 2001 auf die Vereinigten Staaten und wurde zu einer Strategiesitzung darüber, wie wir jetzt die enormen Chancen nutzen können, um eine politische Bewegung aufzubauen und die Bevölkerung aufzuklären.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, bezeichnete die Anschläge vom 11. September als eines der größten Verbrechen unter falscher Flagge in der Geschichte. Es habe als „Reichstagsbrand“ gedient, um einen Überwachungsstaat in den USA durchzusetzen – nicht, um die Menschen zu schützen, sondern um sie unter Kontrolle zu halten.

Es wurde ein Video ihres verstorbenen Ehemanns, Lyndon LaRouche vom 3. Januar 2001 gezeigt, in dem er warnte, die kommende Regierung von Präsident George W. Bush werde nicht in der Lage sein, die wachsende Wirtschaftskrise zu bewältigen, und brauche daher einen Vorfall von der Art des Reichstagsbrands, um Krisenmanagement durchzusetzen. Als die Anschläge vom 11. September passierten, war LaRouche gerade zu Gast in der Live-Radiosendung von Jack Stockwell in Salt Lake City. Dort wies er die offizielle Darstellung, daß ein böser Eremit in einer Höhle in Afghanistan – Osama bin Laden – ein solches Ausmaß an Zerstörung anrichten könnte, umgehend zurück. Durch seine jahrelange Arbeit an der Strategie, die Präsident Reagan am 23. März 1983 als Strategische Verteidigungsinitiative (SDI) ankündigte, sowie seine fundierten Kenntnisse über NORAD und andere US-Luftverteidigungssysteme wußte LaRouche, daß es sich um einen „Insiderjob“ handeln mußte, unter Beteiligung korrupter Elemente des US-Geheimdienstapparats.

Zepp-LaRouche berichtete von einem Interview vom Januar 2002, in dem Lyndon LaRouche betonte, daß jeder Angriff auf das Pentagon automatisch das gesamte thermonukleare Arsenal der USA in höchste Alarmbereitschaft versetzt und deshalb akut ein Atomkrieg drohte. Sie sagte, deshalb sei es äußerst wichtig, daß Präsident Putin damals als erster Staatschef der Welt Präsident Bush anrief, um Unterstützung anzubieten, und sogar anbot, das russische Atomwaffenarsenal in Ruhezustand zu versetzen, um die Bedrohungslage für die USA zu verringern. Dieses Freundschaftsangebot in Krisenzeiten sei später jedoch von den USA mißbraucht worden.

Zepp-LaRouche sagte, wenn die Vereinigten Staaten jemals ihren Status als echte Republik zurückgewinnen wollen – was anläßlich ihres 250. Geburtstags nur allzu angebracht wäre -, dann müßten sie diese Fehler neu bewerten. Dazu müsse man die Anschläge des 11. September und die darauf folgende Kette von Ereignissen, wie den sogenannten „Krieg gegen den Terror“ und die Aushöhlung der Verfassungsrechte durch den Patriot Act, umfassend untersuchen.

Bei dem laufenden Gipfel der BRICS-Staaten in Neu-Delhi seien Präsident Trumps Krieg gegen den Iran und die dadurch verursachten steigenden Ölpreise sicherlich ein Hauptthema. Die Preise würden noch weiter steigen, weil jetzt eine zweite wichtige Seeverbindung, die Meerenge von Bab el-Mandeb, von den mit dem Iran verbündeten Ansar Allah (Huthis) im Jemen eingenommen wurde. In ihrem Krieg gegen die von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen hätten sie die Kontrolle über die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer übernommen.

Die israelische Zeitung Haaretz habe aufgedeckt, daß Premierminister Netanjahu von den Angriffen vom 7. Oktober 2023 wahrscheinlich schon zehn Tage im Voraus wußte. Und die Hamas-Angriffe dauerten sechs Stunden, bevor es eine Reaktion des israelischen Militärs gab. Damit bröckele Netanjahus offizielle Darstellung.

Zepp-LaRouche verwies auch auf den Erdrutschsieg der Alternative für Deutschland (AfD) bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, der als massive Zurückweisung von Bundeskanzler Friedrich Merz und dessen Kriegskurs gegen Rußland gewertet werde.

War Cheney Teil des 9/11-Putsches?

Der pensionierte CIA-Analyst Ray McGovern, Mitbegründer der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS), ergriff als nächster das Wort und betonte, wenn man die heutige Welt verstehen wolle, dann müsse man die EIR-Nachrichten lesen. Er begann mit einem Rückblick auf seine persönlichen Erfahrungen bei der Befragung des ehemaligen Verkehrsministers Norm Mineta fünf Jahre nach den Anschlägen vom 11. September, nachdem er Minetas Aussage vor der 9/11-Kommission, einer „politischen Kommission“, geprüft hatte.

Mineta sagte dort aus, als er gegen 9:25 Uhr in der Notfallzentrale des Präsidenten (PEOC) eintraf, sei Vizepräsident Dick Cheney schon dort gewesen – entgegen Cheneys offiziell behaupteter späterer Ankunft um 9:58 Uhr, nach dem Angriff auf das Pentagon. Mehrmals habe ein junger Mann den Raum betreten und Cheney über ein sich näherndes Flugzeug informiert – vermutlich American-Airlines-Flug 77, der sich Washington näherte und von Entführern gesteuert wurde -: erst 50 Meilen entfernt, dann 30, dann 10.

Schließlich habe der junge Mann Cheney gefragt: „Gelten die Befehle noch?“, woraufhin Cheney seinen Kopf herumriß und brüllte: „Natürlich gelten die noch, haben Sie was anderes gehört?“ Mineta sagte noch Jahre später bei einer Veranstaltung in Seattle, seine entsprechende Aussage sei im Bericht der 9/11-Kommission ausgelassen worden.

2006 hatte McGovern die Gelegenheit, in einer Veranstaltung zum Verfassungstag an der Washingtoner Georgetown-Universität, wo beide als Ehrenleser der Verfassung auftraten, bei Mineta nachzuhaken. McGovern fragte: „Wer war der junge Mann? Trug er eine Uniform?“ Nun konnte sich Mineta angeblich nicht mehr an den jungen Mann erinnern.

Als McGovern fragte, was man aus der Frage des jungen Mannes an Cheney „ob die Befehle noch gelten“ schließen soll, verhielt Mineta sich sehr seltsam. McGovern bezog sich dann auf Minetas eigene Aussage vor der 9/11-Kommission, wörtlich: „Minuten später wurde das Pentagon getroffen.“ Er habe dann Mineta gefragt, ob der zeitliche Ablauf nicht die Schlußfolgerung nahelege, Cheney habe eine Art Stillhalte-Befehl erteilt. „Und was passierte? Er schloß kurz die Augen. Es war, als wäre auf die Innenseite seiner Augenlider eine Warnung eingebrannt: Sprich nur von dem Flugzeug in Pennsylvania!“ Bloß nicht von dem im Pentagon!

„Es war bizarr“, sagte McGovern. „Es war, als hätte ein Roboter die Kontrolle übernommen.“ Mineta habe sich strikt geweigert, mehr zu sagen. McGovern sagte weiter: „Wie ich schon sagte, hat die 9/11-Kommission Minetas offizielle Aussage schlichtweg ignoriert – kaum überraschend, schließlich ließen sie noch andere unbequeme Fakten völlig außer Acht – wie zum Beispiel den Einsturz von Gebäude 7 des World Trade Centers, für den kein Flugzeug verantwortlich gemacht werden konnte. Aber die äußerst aufschlußreiche Befragung Minetas durch Lee Hamilton kann jeder auf YouTube ansehen.“

Die 9/11-Kommission sei ein Witz gewesen. In dem getroffenen Teil des Pentagons seien wichtige Finanzunterlagen aufbewahrt wurden, die alle zerstört wurden. McGovern lobte die Arbeit und Standhaftigkeit der sog. „Jersey Girls“, Witwen der bei den Anschlägen getöteten Männer, die eine ehrliche Untersuchungskommission fordern.

Der ehemalige Vier-Sterne-General Wesley Clark habe zu Recht gewarnt, daß die Vereinigten Staaten einen Vorwand suchten, um sieben Länder in Südwestasien anzugreifen, angefangen mit dem Irak, der eine Bedrohung für Israel sein könnte. Nach dem 11. September habe sich alles verändert, und es war leicht, falsche Darstellungen zu erfinden.

McGovern warnte später auch, er mache sich Sorgen, was Präsident Trump tun könnte, um die Zwischenwahlen zu beeinflussen. Trump könne Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE als seine „Braunhemden“ einsetzen oder verbündete Gouverneure auffordern, die Nationalgarde einzusetzen. Er schloß: „Wir müssen so handeln, wie es unsere Vorfahren vor 250 Jahren taten: uns zusammenreißen, die Wahrheit ergründen und uns dabei nicht entmutigen lassen. Hört euch Beethovens 9. Symphonie an.“

Die wahre Gefahr bei Ashcrofts Nominierung

Dann wurde ein weiterer Videoclip vom Januar 2001 gezeigt, in dem Lyndon LaRouche eine Frage der Gruppe schwarzer Kongreßabgeordneter beantwortete, wie man verhindern könne, daß John Ashcroft US-Justizminister wird. LaRouche erklärte, Ashcroft sei ein Rassist, aber es gehe auch um mehr. Ashcroft solle dafür sorgen, daß in den USA anstelle der Verfassung eine Struktur des Krisenmanagements herrscht: eine Geheimregierung mit einer Geheimpolizei und endlosen Kriegen. Die Amerikaner dürften nicht so dumm sein wie die Deutschen, die Hitler zwar als Gefahr sahen, aber meinten, sie könnten ihn ja beim nächsten Mal wieder abwählen – aber dann gab es keine freien Wahlen mehr. Zepp-LaRouche erwähnte, daß der Palantir-Gründer Peter Thiel gesagt hat, der 11. September sei ein entscheidender Moment zum Aufbau eines Polizeistaats gewesen, was er gut fand!

Der Whistleblower und ehemalige technische Direktor der NSA, Bill Binney, sprach über das von ihm entwickelte elektronische Überwachungsprogramm „Thin Thread“, das von den Geheimdienstchefs gerade deshalb abgelehnt worden sei, weil es die nationale Sicherheit verbessern könnte, ohne gegen die Verfassung zu verstoßen. NSA-Direktor General Michael Hayden und CIA-Direktor George Tenet hätten eine lückenlose Überwachung der amerikanischen Bevölkerung gewollt und schließlich Milliarden für ein anderes System ausgegeben, das 250.000 Mal die Verfassung verletzte, indem es ohne richterliche Anordnung auf Daten zugriff oder Beweise fälschte, um Spionageoperationen zu rechtfertigen.

Binney hat vor dem verfassungswidrigen Abschnitt 1021 des Verteidigungsbudgets von 2012 gewarnt, der unbefristete Inhaftierungen und andere Übergriffe erlaubt. Zudem warnte er vor dem NSA-Programm „Treasure Map“, das das gesamte Internet erfassen soll – „jedes Gerät, überall, jederzeit“. Als Binney Beamte wegen der verfassungswidrigen Machenschaften seiner Behörde zur Rede stellte, antworteten sie meistens: „Wir haben Sonderbefugnisse bekommen“ – aber wie Binney richtig sagt, kann es keine Sonderbefugnisse geben, die gegen die Verfassung verstoßen. Diese korrupten Beamten fürchteten Binneys Programm „Thin Thread“, weil sie wußten, daß man damit kriminelle Aktivitäten der Regierung aufdecken könnte.

Binney kündigte auch an, daß er am 13. September in einer Veranstaltung des New Yorker Kongreßkandidaten Jose Vega sprechen würde, weil man alle diese Probleme lösen könne und weil er junge Menschen mit seinen Lösungsansätzen ansprechen möchte. McGovern ermutigte alle, sich den Film A Good American über Bill Binney anzusehen.

Jason Ross, wissenschaftlicher Berater der LaRouche-Organisation, befaßte sich mit der künstlichen Intelligenz (KI), deren Mißbrauch sogar zum Aussterben der Menschheit führen könnte. Das eigentliche Problem sei immer die Absicht, die jemand mit dieser Technologie verfolgt. Junge Menschen müßten aktiv daran mitarbeiten, wie sich die Welt ihrer Vorstellung nach entwickeln solle. McGovern antwortete, die richtige Antwort gebe das Konzert später am Abend mit der Idee Beethovens und Schillers: „Alle Menschen werden Brüder.“

Jack Gilroy von Pax Christi sprach über die wachsende Unterstützung für den Brief, in dem Papst Leo XIV. aufgefordert wird, sich für den Frieden einzusetzen, wie es Papst Johannes XXIII. während der Kubakrise 1962 getan hatte. Ein zweiter Brief von Peter Kuznick, Professor für Geschichte an der American University, findet ebenfalls immer mehr Anhänger. Gilroy plant den Aufbau einer riesigen Datenbank zur Vernetzung von Friedensaktivisten.

Terry Strada, Vorsitzende einer sehr aktiven Organisation von Angehörigen der Opfer des 11. September – „9/11 Families & Victims United for Justice Against Terrorism“ -, die an dem Morgen in der Gedenkveranstaltung zum 11. September in Manhattan gesprochen hatte, sandte eine Unterstützungsbotschaft an die IPC-Sitzung.

Zepp-LaRouche schloß die Veranstaltung mit dem Aufruf zu einer Bewegung der „Weltbürger“: Wir alle müßten schöne Seelen und Genies werden – wie es bei Schiller heißt: „Zu was Besserem sind wir geboren.“ eir


Politischer Erdrutsch in Deutschland! Worauf es jetzt ankommt!

Helga Zepp-LaRouche, Vorsitzende des Schiller-Instituts, gab am 10. September die folgende Erklärung ab.

Weltweit ist bei den denkenden Bürgern aller Länder ein erleichtertes Aufatmen zu hören. Der erdrutschartige Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt signalisiert: Die deutsche Bevölkerung ist doch intelligent genug, sich nicht vom Establishment der sogenannten Koalition der Willigen in einen Krieg gegen Russland hineinziehen zu lassen. Dem Kriegskurs der Merz-Regierung ist eine deutliche Absage erteilt worden. Die AfD hat mit ihrem Wahlergebnis von 43,8 % ihre Wähler seit der letzten Landtagswahl mehr als verdoppelt. Und Merz hat es, wie versprochen, geschafft, eine Partei zu halbieren – nur eben nicht die AfD, sondern seine eigene, die CDU auf nur noch 17.2 %.

Wer allerdings angenommen hat, diese beispiellose Wahlschlappe würde zu einem Umdenken in der Regierung führen, muss erkennen, dass Merz sich als steinharter Betonkopf qualifiziert, immer nach dem Motto: „Den BlackRock-Kapitalismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“ Am Tag nach der Wahl antwortete Merz auf die Frage einer Journalistin, ob die Tatsache, dass AfD und BSW zusammen über 50 % erhalten hatten, zu einer Änderung seiner Russlandpolitik führen werde, er werde von seinen Grundüberzeugungen keinen Millimeter abweichen. In seiner Bundestagsrede bei der nachfolgenden Generaldebatte zum Haushalt behauptete Merz sogar, die AfD werde nirgendwo in Deutschland eine Mehrheit erringen können, was angesichts des gerade erzielten Wahlergebnisses auf schallendes Gelächter bei der AfD stieß.

Aber auch wenn die Medienberichterstattung am Wahlabend und die Kommentare am nächsten Tag die Bestürzung dieses Establishments über das Wahlergebnis nicht verbergen konnten, vermieden es die Politiker und Medienvertreter in auffälliger Weise, die wichtigsten Gründe für den Wahlerfolg der AfD und des BSW zu thematisieren. Die Wähler von Sachsen-Anhalt haben der Kriegspolitik von Merz und seiner oft geäußerten Absicht, Russland eine strategische Niederlage beizubringen, eine krachende Niederlage bereitet. Sie haben dieser Regierung auch die Rechnung dafür präsentiert, dass sich die deutsche Wirtschaft im freien Fall befindet. 43,8 % der Wähler war es offensichtlich egal, dass der Verfassungsschutz, der bekanntermaßen nicht wenige schwarze Flecken auf seiner weißen Weste mit sich herumträgt, die AfD als rechtsextrem und verfassungswidrig eingestuft hat.

Dass Merz nicht der einzige Betonkopf in der CDU-Führung ist, bewies dann umgehend der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, der selbst nach dem AfD-Erdrutschsieg noch die Einleitung eines Verbotsverfahrens forderte. Aus Brüssel folgten umgehend Hinweise, die EU wolle möglicherweise die Sachsen-Anhalt zustehenden Fördermittel, bei denen es primär um Schulrenovierungen, Sanierungen von Turnhallen und Kindertagesstätten geht, einfrieren, sollte es zu einer AfD-geführten Regierung kommen. Der soeben abgewählte CDU-Noch-Ministerpräsident Sven Schulze kündigte an, den turnusmäßigen Vorsitz Sachsen-Anhalts bei der Ministerpräsidentenkonferenz der Länder am 1. Oktober auszusetzen.

Der vom Ehrenvorsitzenden des CDU-Wirtschaftsrats in Rheinland-Pfalz, Frank Gotthard, finanzierte Radio- und TV-Online-Sender NIUS berichtete zudem über eine merkwürdige Diskrepanz zwischen dem offiziellen Wahlergebnis und dem Resultat bei der Briefwahl: landesweit erreichte die AfD an der Wahlurne 51,2 Prozent und damit die absolute Mehrheit, bei den Briefwählern jedoch nur 24,3 Prozent. Es bleibt abzuwarten, wie die Wähler von Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, die am 20. September zur Landtagswahl gehen, diese Haltung honorieren werden.

Wer am Wahlsonntag die Mainstream-Medien verfolgte, hätte vermuten könne, die russischen Panzer stünden schon vor Berlin, so sehr wurde der angeblichen russischen Bedrohung durch hybride Kriegsführung im Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall auf dem Flughafen Leipzig/Halle das Wort geredet, der termingerecht einige Tage vor der Wahl stattgefunden hatte. Man hätte durchaus auf die Idee kommen können, dass die medial geschürte Angst vor der scheinbaren russischen Bedrohung Teil einer kognitiven Kriegsführung war, die das Wahlvolk davon abhalten sollte, Parteien zu wählen, die als russlandfreundlicher gelten, wie die AfD und das BSW.

Inzwischen hat der ukrainische Blogger Anatolij Scharij eine von der offiziellen Berichterstattung erheblich abweichende Version des Vorfalls veröffentlicht, und der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat unterstützt die Forderung des ehemaligen CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler, die Bundesrepublik sei völkerrechtlich verpflichtet, den Vorfall durch eine unabhängige Kommission untersuchen zu lassen. Gauweiler bezieht sich dabei auf den bis heute gültigen „Vertrag über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken“, der Teil des Gesamtpakets des Zwei-plus-vier-Vertrags sei, eine der Voraussetzungen für die Zustimmung der Sowjetunion zur deutschen Wiedervereinigung. Wie man sieht, wird die Politik wieder interessanter in Deutschland.

Ob die AfD aber die Hoffnungen der Wähler auf Frieden und eine bessere Zukunft erfüllen wird, wird maßgeblich davon abhängen, welche Tendenzen in ihr die Oberhand gewinnen. Sind es die Anhänger der libertären Hayek-Gesellschaft und des argentinischen Kettensägenmanns Javier Milei, dann kommen die deutschen Wähler vom BlackRock-Regen in die Milei-Traufe. Und die sogenannte „Remigration“ von Flüchtlingen hat dieselbe extrem chauvinistische und potentiell barbarische Ausrichtung, die auch US-Präsident Trumps „ICE“-Politik in den USA an den Tag gelegt hat. Eine Migrationspolitik, die nicht die wirklichen Fluchtursachen, die in Krieg und Unterentwicklung in den betroffenen Ländern liegen, durch wirkliche industrielle Entwicklung überwindet, ist weder moralisch zu akzeptieren, noch von wirtschaftlichem Sachverstand gekennzeichnet.

Die wirklich entscheidende Frage aber wird sein, wie sich die AfD in Bezug auf den epochalen Wandel verhalten wird, der sich derzeit auf der Welt vollzieht: Der Globale Süden ist dabei, 500 Jahre europäischer Kolonialpolitik ein für allemal zu überwinden und sein Recht auf vollständige Entwicklung zu realisieren. Die Globale Mehrheit von 85 % der Weltbevölkerung ist dabei, machtvolle neue Institutionen zu schaffen, die die internationalen Beziehungen auf die Basis von Souveränität, Nichteinmischung und gegenseitiger Kooperation stellen. Organisationen wie die BRICS, die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO/SOZ) und ASEAN sind dabei federführend. Die Zukunftsfähigkeit der AfD wird sich daran erweisen, ob sie bereit ist, mit diesen Organisationen partnerschaftlich zu kooperieren.

Unterdessen lautet die gute Nachricht aus Deutschland: Dem antirussischen Selbstmordkurs von Friedrich Merz ist erst einmal ein Stoppschild aufgestellt. Jetzt gilt es, an wirklichen Optionen für die Zukunft Deutschlands zu arbeiten.

Helga Zepp-LaRouche


Internationale Friedenskoalition #171, 11.09.2026, 17.00 Uhr

Nicht mit dem imperialen Schiff untergehen!

171. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Nicht mit dem imperialen Schiff untergehen!

11. September 2026
17.00 Uhr

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„Das unipolare System bricht tatsächlich zusammen“, stellte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, am Dienstag während einer Pressekonferenz in Indien fest. „Und gleichzeitig versucht [es], wieder an Macht zu gewinnen … Das ist ein sehr gefährlicher Prozess.“

Die Dynamik, die den sogenannten aktuellen Ereignissen zugrunde liegt und von Peskow treffend beschrieben wurde, spielt sich auf der Weltbühne immer offener ab. Gleichzeitig wird versucht, zwei große regionale Kriege zu stoppen – die sich beide zu einem globalen, zivilisationsvernichtenden Krieg entwickeln könnten – und auch das größte Pulverfass zu entschärfen: die unhaltbare Spekulationsblase, die über dem bankrotten transatlantischen Finanzsystem hängt.

Das imperiale Gerangel um den Machterhalt zeigte sich sehr deutlich, als die europäischen Kriegstreiber am Sonntag den Tony-Blair-nahen „Vermittler“ Jonathan Powell hektisch nach Kiew entsandten, um sich dem amerikanischen Verhandlungsteam von Witkoff und Kushner auf dessen Rückreise aus Moskau anzuschließen, mit dem Ziel, sicherzustellen, dass die USA nicht von der Kriegsagenda abgehen. Darauf folgten am Montag ein Telefonat zwischen dem britischen Premierminister Burnham und Präsident Trump sowie am Dienstag ein Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe, bei dem der Ukraine noch mehr Raketen zugesagt wurden.

Andererseits ist die Mehrheit der Menschheit dabei, ein neues System zu schaffen, das die Gleichheit aller Nationen anerkennt, entsprechend dem, was Xi Jinping als „eine Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft für die Menschheit“ bezeichnet hat.

Im Rahmen dieser Bemühungen sieht die Welt dem BRICS-Gipfel an diesem Wochenende in Neu-Delhi mit Spannung entgegen; dort werden sich unter anderem die Präsidenten Putin und Modi treffen. In seinem Gespräch mit indischen Medien im Vorfeld des Gipfeltreffens wies Peskow auf die zunehmende Tendenz der BRICS-Staaten hin, Zahlungen in nationalen Währungen anstelle des Dollars abzuwickeln – ein Prozess der „Entdollarisierung“, der seiner Aussage nach gar nicht von den BRICS-Staaten ausging: „Ich würde sagen, dass es eher Amerika ist, das gegen den Dollar als Reservewährung stellt … Amerika untergräbt das Vertrauen in den US-Dollar, und je mehr dieses Vertrauen untergraben wird, desto mehr verlagert sich das Vertrauen zugunsten nationaler Währungen.“

Das Scheitern des unipolaren Systems zeigt sich ebenso deutlich in Südwestasien: Die Konsequenz des amerikanisch-israelischen Angriffs gegen den Iran ist logischerweise, dass sich in der Region eine neue Sicherheitsarchitektur herausbildet, die nicht auf militärische Präsenz von außen angewiesen ist. Das Mekka-Abkommen ist ein Schritt in diese Richtung. „Selbstständigkeit in Sicherheitsfragen ist der einzige Weg nach vorn“, betonte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, al-Ansari, am Dienstag. „Ja, wir brauchen unsere Partner. Ja, wir brauchen unsere Verbündeten. Aber wir können uns in Sicherheitsfragen nicht allein auf sie verlassen.“

Angesichts dieser gegensätzlichen Entwicklungen stellt sich die Frage: Welchen Weg werden die Vereinigten Staaten einschlagen?

Putin und Trump führten am Dienstag ein einstündiges Telefongespräch, das laut dem Kreml-Berater Juri Uschakow „konstruktiv und recht offen“ verlief und sich auf die Beilegung des Ukraine-Konflikts konzentrierte. Putin verdeutlichte Trump, die „verbreiteten Mythen über die russische Bedrohung“ seien „ein Vorwand für die Europäer, ihre Unterstützung für die Ukraine zu verstärken“ und ihre eigene Aufrüstung voranzutreiben. Außerdem nannte er „konkrete Maßnahmen, die die Amerikaner ergreifen könnten, um die Beendigung der Feindseligkeiten zu beschleunigen.“

Russland hat darüber hinaus deutlich gemacht, dass beide Länder trotz der vielen destruktiven Handlungen seitens der USA eine gemeinsame Geschichte im Kampf gegen den von Europa ausgehenden Kolonialismus teilen. In einem Interview in der Sendung „Bolschaja Igra“ am 8. September umriss der russische Außenminister Sergej Lawrow einen Teil dieser Geschichte: „Als europäische Kolonisten sich auf den Weg nach Amerika machten… spielte Katharina II. eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Kolonisten gegen die britischen Kolonialherren. Wir sollten uns der historischen Wurzeln unserer Beziehungen bewusst sein… Man muss sich nur die Wochenschauaufnahmen vom Elbetag ansehen, um zu verstehen, dass es sich um eine sehr aufrichtige Verbundenheit unter jenen handelte, die den Nationalsozialismus mit Waffen in der Hand bekämpften. Das war der Geist der Elbe, wenn Sie so wollen.“

Kurz vor dem 25. Jahrestag der Anschläge vom 11. September, die eine neue Phase des Faschismus und des Krieges einläuteten, wurde die unabhängige Präsidentschaftskandidatin der LaRouche-Bewegung, Diane Sare, in der Jack-Stockwell-Show interviewt – fast ein Vierteljahrhundert nach Lyndon LaRouches beeindruckendem Interview in dieser Sendung am Morgen des 11. September 2001. Dort zeichnete Sare ein Bild dieses besseren Amerikas – verwurzelt in dem Wissen, der Führungsstärke und dem Mut von Lyndon LaRouche, der heute 104. Jahre alt geworden wäre.

Geschichte ist kein passiver Prozess. Dieser Kampf kann gewonnen werden – lassen wir nicht zu, dass die unipolare Weltordnung uns alle mit sich in den Abgrund reißt.


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Sachsen-Anhalts Wahlergebnis erschüttert die Welt

Mittwoch, 9. September 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

„Wirklich aufregend! Ein politisches Erdbeben“ – so lauteten heute unter anderem die Worte von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts, als sie über die „vernichtende Niederlage“ des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September sprach, bei denen die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) 43,8 % erreichte und damit alle anderen Parteien weit in den Schatten stellte. Die Stimmen für die CDU hatten sich im Vergleich zur letzten Wahl auf 17,2 % mehr als halbiert. Die SPD konnte mit 9,3 % ihr voriges Ergebnis geradeso halten. Die Linke sank auf 8,6 %. Das BSW (Bündnis Sarah Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit) erreichte 5,3 % (genug für den Einzug ins Parlament).

Damit wurde nicht nur Merz’ Politik in Deutschland, sondern auch diejenige der „großen Drei“ in Europa zusammen mit Merz abgelehnt – gemeint sind Frankreich unter dem von einer Minderheit getragenen Präsidenten Emmanuel Macron und Großbritannien unter Andy Burnham, dem jüngsten einer langen Reihe von nur kurze Zeit amtierenden Premierministern. Diese Politiker haben sich als „Koalition der Willigen“ zusammengetan, um die Ukraine als Stellvertreter gegen Russland weiter zu finanzieren und zu versorgen, während sie ihre eigenen Volkswirtschaften und ganz Europa durch eine wahnwitzige Rüstungsspirale und andere destruktive Maßnahmen untergraben.

Die AfD und das BSW vertreten klar die politische Haltung, den Krieg um die Ukraine zu beenden und stattdessen diplomatische sowie wirtschaftliche Beziehungen zu Russland und anderen Ländern aufzunehmen. Sie fordern die Wiederherstellung der Nord-Stream-Gaspipelines und anderer wirtschaftlicher Grundlagen. In allen anderen Punkten unterscheiden sich ihre Programme z. T. erheblich in Bezug auf Grundsätze und Weisheit, man kann es als „durchwachsene Bilanz“ bezeichnen. Doch angesichts einer Wahlbeteiligung von über 77 % der Wahlberechtigten ist das Mandat der ostdeutschen Landtagswahl vom 6. September eindeutig. Ihre Stimme geht in Richtung eines neuen Systems der Außen- und Wirtschaftsbeziehungen – vorausgesetzt, es gibt politische Maßnahmen, die dazu beitragen, die Perspektiven der Menschen zu verbessern, sie auf eine höhere Ebene des Wissens und der Vernunft zu heben und so ein neues System herbeizuführen. Dies ist der Aufruf zum Handeln an die Menschen überall, diese Mission anzunehmen.

Entweder wir beenden die Kriege und schaffen ein neues Wirtschafts- und Sicherheitssystem in der Welt, bei dem Entwicklung die Grundlage für Frieden bildet, oder wir begeben uns auf den kurzen Weg in den Dritten Weltkrieg – und das bedeutet nukleare Vernichtung. Das Votum in Sachsen-Anhalt gegen Merz ist Ausdruck eines Wandels und zugleich eine Chance dafür.

Die aktuellen Konfliktgebiete sind Orte des Grauens. Was den Gazastreifen betrifft, so gab es letzte Woche einen Aufruf zweier Kabinettsminister des israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu zur Beseitigung der Bevölkerung des Gazastreifens durch „freiwillige Auswanderung“ – ein höflicher Euphemismus für die Wahl zwischen Vernichtung oder Verlassen des Gazastreifens. Am 6. September gaben acht muslimische Staaten im Namen ihrer Außenminister eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie dies verurteilten: „Wir Minister bekräftigen unsere unmissverständliche Ablehnung und Verurteilung jeglicher Versuche oder Pläne, die darauf abzielen, das palästinensische Volk zu vertreiben …“

Das sporadische Hin und Her von Angriffen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, seit die USA am 30. August ihre Offensive wieder aufgenommen haben, hält an. Unterdessen greift Israel weiterhin den Libanon an und terrorisiert das Westjordanland. Die unmittelbaren Schäden und das Leid sind groß, und die internationalen wirtschaftlichen Auswirkungen sind aufgrund eines Schocks nach dem anderen verheerend.

Doch US-Präsident Trump setzt seine „Operation Economic Outcast“ gegen den Iran fort, mit der er der Welt vorschreiben will, dass alle Nationen jegliche Beziehungen zum Iran abbrechen. Er ignoriert, dass ihm niemand Beachtung schenkt, außer den Vereinigten Arabischen Emiraten und, wie er behauptet, der EU.

Am 4. September kündigte US-Finanzminister Scott Bessent ein neues Ziel für US-Sanktionen an: die Golden Global Bank in Istanbul, der vorgeworfen wird, chinesische Handelszahlungen an den Iran abzuwickeln. Bessent wiederholte seine mahnende Warnung an die Welt, die er letzte Woche in North Carolina ausgesprochen hatte, gegen Geschäfte mit dem Iran: „Wir wissen, wer ihr seid, ihr wisst, wer ihr seid, wir werden kommen und euch holen.“

Der Schaden, den Washington und Israel durch die Störung der Weltwirtschaft anrichten, zeigt sich Stunde für Stunde in der US-Wirtschaft selbst. So hat beispielsweise das neue Schuljahr gerade begonnen, und überall sind die lokalen Schulbezirke mit der Tatsache konfrontiert, dass der Diesel für Schulbusse in diesem Monat 45 % mehr kostet als vor einem Jahr – und das für die 490.000 Schulbusse im Land. US-Landwirte zahlten während der Aussaatzeit Anfang dieses Jahres schätzungsweise 1,5 Milliarden Dollar mehr für Diesel und werden nun für die Ernte mindestens ebenso viel zusätzlich zahlen, verglichen mit den Erntekosten zur gleichen Zeit im Vorjahr. So kann es nicht weitergehen.

Wir sind zutiefst dankbar für die Anleitung, wie wir aus diesem epischen Katastrophenprozess herauskommen können, die uns der Ökonom, Philosoph und Staatsmann Lyndon LaRouche gegeben hat, dessen Geburtstag sich am 8. September zum 104. Mal jährt. Er lieferte das Verständnis, die Methode, die Programme – und, wie er oft sagte, den „Spaß“ –, um für das Gute zu kämpfen. An seinem Geburtstag wird eine Mitstreiterin von LaRouche, Diane Sare, die für das US-Präsidentenamt kandidiert und sich derzeit für Sofortmaßnahmen einsetzt, in der in Utah ansässigen Radioshow von Jack Stockwell interviewt – in eben jener Sendung, in der Lyndon LaRouche vor 25 Jahren live interviewt wurde, während gleichzeitig die Anschläge vom 11. September auf die Twin Towers, das Pentagon und in Pennsylvania stattfanden. Das Wochenmagazin EIR wird diese Woche das vollständige Transkript des damaligen LaRouche-Stockwell-Interviews abdrucken und damit LaRouches tiefgreifende Einsichten darüber vermitteln, womit wir damals und heute konfrontiert sind.

Wie es der Zufall will hielt Lyndon LaRouche zehn Tage vor diesem Interview im Jahr 2001 eine Rede zum Labor Day („Ihr habt nichts so sehr zu fürchten wie die Verleugnung selbst“). Seine Botschaft, die er am Ende einer umfassenden Bestandsaufnahme der Weltlage verkündete, endete mit dem folgenden Aufruf zum Handeln, der auch am heutigen US-Labor-Day ebenso bewegend ist:

„Und deshalb kommt es, wie jetzt, zu dem Punkt, dass manchmal eine Führungsverantwortung auf uns fällt. Das passiert uns allen, auf die eine oder andere Weise, oder zumindest vielen von uns. Jeder Arzt wird damit konfrontiert, denn jeder Kranke ist ein anderer Mensch mit einer anderen Krankheit, ganz gleich, wie die Diagnose lautet. Und der Arzt muss sich der Verantwortung stellen, dieses Problem zu bewältigen. Ein großartiger Lehrer, der eine Klasse von Schülern unterrichtet, steht vor derselben Herausforderung, nämlich diese jungen Köpfe zu retten; einer Verantwortung, sie unter den heutigen Bedingungen zu retten. Es ist eine große, gewaltige Verantwortung.

Für einige von uns stellt sich diese einzigartige Verantwortung auf andere Weise dar – für jeden auf seine eigene Art. Aber eines haben wir alle gemeinsam: Wenn das Schicksal dir eine Berufung gegeben hat und du eine Mission hast, insbesondere wenn du der Einzige bist, der eine Schlüsselrolle bei der Verwirklichung dieser Mission spielt, dann solltest du sie besser annehmen und erfüllen.“


EIR-Exklusivinterview mit Vizeadmiral a.D. Kay-Achim Schönbach

5. September 2026 (EIRNS) – EIR und der italienische YouTube-Kanal „Spunti di riflessione“ haben Vizeadmiral a.D. Kay-Achim Schönbach, den ehemaligen Inspekteur der deutschen Marine, interviewt. Das Video wurde auf Deutsch und Italienisch veröffentlicht.

In dem Interview kritisiert Schönbach, dass die neue deutsche Sicherheitsstrategie „zu sehr auf die russische Bedrohung ausgerichtet“ sei, „anstatt die Bundesrepublik Deutschland und ihre Bevölkerung in den Mittelpunkt des Schutzauftrages zu stellen und zwar in alle Richtungen.“ Unter Verweis auf den Befehlshaber der US-Streitkräfte in Europa weist er die Behauptung zurück, Russland plane einen Angriff auf Polen und Deutschland, und bezeichnet es als Fehler, die russische Führung und die russische Bevölkerung zu kriminalisieren.

Der Vizeadmiral a.D. verurteilt die „russische Aggression gegen die Ukraine“, aber „die Dämonisierung – ganz wichtig – die Dämonisierung des russischen Präsidenten der russischen Föderation und, in Teilen auch von deutschen Medien mitverursacht, der russischen Bevölkerung ist unklug und abwegig, denn irgendwann wird dieser Krieg vorbei sein und dann muss das Leben mit einem Staat an unserer östlichen Grenze auch weitergehen. Nach meiner Ansicht, aber nach der viel bedeutenderen und aussagekräftigeren Ansicht der wichtigsten Geheimdienste, vor allem aber des obersten US-Soldaten in Europa, ist Russland weder willens noch in der Lage, die NATO anzugreifen.“ Wer darauf beharre, dass Russland in Europa einmarschieren wolle, zeige eine „unterirdische Intellektualität“.

Die russische Rüstung, die intensiv verfolgt werde, „wird als Gestalt wahrgenommen, als wäre sie eine Vorbereitung auf einen Krieg Europas. Unsere Rüstung, die auf einem viel höheren Status begonnen hat, also nicht nur Deutschlands, sondern Europas und der NATO… soll aber in Russland verstanden werden als eine friedensstiftende Maßnahme.“

Vielleicht liege die Ursache für eine solche „Bessenheit“ darin, so Schönbach, dass man „wie bei der Migrationspolitik so auch hier aller Welt zeigen will, dass wir Deutschen wieder gut sind oder wieder gut sein wollen. Die Ukraine ist aus der Sicht der politischen Eliten Deutschlands ein gefundenes Subjekt, das mit rückhaltloser Unterstützung gegen die Bestie Moskau verteidigt werden muss und damit Deutschland diesmal historisch auf der richtigen Seite steht“.

Damit überschreite Deutschland jedoch eine rote Linie, indem es auf deutschem Territorium Waffen für die Ukraine produziert. Kiew greife mit diesen Waffen Ziele in Russland an, und Schönbach warnt vor den Folgen: „Das ist Krieg auch in der Tiefe des Raums, und Russland kann sich praktisch nicht erwehren. Ich mache mir nicht die Position zu eigen, sorge mich aber um das Verstehen. Und Russland kann sich quasi nicht erwehren gegen die Bedrohung von Produktionsstätten, weil sie außerhalb der Ukraine liegen. Deswegen muss ich als deutscher Staatsbürger die Sorge haben, dass es irgendwann auch auf deutschem Boden zu russischen Militäraktionen kommt, die ganz unterschiedlich aussehen können. Wir werden uns davor nicht schützen können am Ende. Wir werden dort vielleicht auch große Verluste erleiden und ich hoffe, dass das nicht geschieht.“

Vizeamiral a.D. Schönbach machte 2022 Schlagzeilen, als er gezwungen wurde, von seinem Posten als Marineinspekteur zurückzutreten, nachdem einige Äußerungen von ihm während eines nichtöffentlichen Treffens in Indien öffentlich geworden waren. Bei dieser Gelegenheit hatte er erklärt, Wladimir Putin verlange als Präsident Russlands Respekt vom Westen, und wäre ihm dieser Respekt entgegengebracht worden, hätte Putin die Invasion der Ukraine wohl nicht begonnen. Darüber hinaus sagte er, Russland werde die Krim nicht freiwillig zurückgeben.


Internationale Friedenskoalition #170, EIR-Online-Diskussionsrunde, 04.09.2026, 17.00 Uhr

„Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in Amerika“

170. Treffen der Internationalen Friedenskoalition/EIR-Online-Diskussionsrunde

„Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in Amerika“

04. September 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition und EIR an.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Am 4. September veranstalten Executive Intelligence Review und die Internationale Friedenskoalition eine Diskussionsrunde zum Thema „Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in Amerika“, die live auf YouTube ausgestrahlt wird. Um an der Diskussion mit den Rednern teilzunehmen, ist eine Anmeldung erforderlich

Panel 1

  1. Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Gründerin des Schiller-Instituts: Eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zur Beendigung von Krieg und Plünderung
  2. Roberto Amaral (Brasilien), ehemaliger Minister für Wissenschaft und Technologie in Lulas erster Regierung (2003): Die Zukunft Brasiliens: Wissenschaft, Technologie, Innovation und Souveränität
  3. General a. D. Edwin Patterson Monsalve (Peru), Wissenschaftler und Professor für Geopolitik und Geostrategie: Der peruanische Hafen Chancay und die Entwicklungs- und Integrationsnetzwerke Südamerikas
  4. Paulo Nogueira Batista Jr. (Brasilien), Wirtschaftswissenschaftler, ehemaliger Exekutivdirektor des IWF für Brasilien und zehn weitere Länder in Washington, D.C., sowie Mitbegründer und Vizepräsident der von den BRICS-Staaten gegründeten Neuen Entwicklungsbank: Die neue Monroe-Doktrin und die Ansprüche der USA auf unangefochtene Hegemonie in der westlichen Hemisphäre
  5. Prof. Zhang Weiwei (China), Professor für Internationale Beziehungen an der Fudan-Universität in Shanghai: Chinas Rolle bei der Entwicklung des Globalen Südens
  6. Oberst a. D. Pedro Baños (Spanien), Geopolitik-Analyst: Warum Spanien sich nicht am NATO-Krieg gegen Russland und den Iran beteiligen darf

Panel 2

  1. Dennis Small (USA), iberoamerikanischer Direktor des EIR: Der biozeanische Eisenbahnkorridor Südamerikas – eine planetarische Transformation im Jahrhundertmaßstab
  2. Donald Ramotar (Guyana), ehemaliger Präsident von Guyana (2011–2015): Eine Politik der guten Nachbarschaft unter den Nationen Südamerikas
  3. Sara Madueño de Vásquez (Peru), EIR-Büroleiterin in Lima: Der „Chancay-Effekt“ am Vorabend des Papstbesuchs in Peru
  4. Estevão Damacena (Brasilien), Jugendbewegung des Schiller-Instituts: Brasiliens physische wirtschaftliche Schwachstellen und wie man sie überwinden kann

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