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Live mit Helga Zepp-LaRouche: Vernunft und Liebe können den Kriegswahn stoppen!, 22.04.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Nehmen Sie am Freitg, 24. April 2026 am 151. Treffen der Internationalen Friedenskoalition teil.


Internationale Friedenskoalition #151, 24.04.2026, 17.00 Uhr

Einen „Ausbruch der Vernunft“ mobilisieren

151. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Einen „Ausbruch der Vernunft“ mobilisieren

24. April 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Unsere Intervention in das Weltgeschehen ist heute wichtiger denn je. Die Referenten werden in Kürze bekannt gegeben.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

In der achten Woche des Krieges der USA und Israels gegen den Iran befindet sich die Welt sowohl objektiv – angesichts des sich verschärfenden wirtschaftlichen Schocks – als auch subjektiv – angesichts des moralischen und diplomatischen Schocks – an einem kritischen Krisenpunkt. Angesichts der Kettenreaktionen infolge der Kraftstoff- und Chemikalienverknappung sowie einer galoppierenden Preisinflation sind die Weichen für eine globale Depression gestellt, und es stellt sich nicht mehr die Frage „ob und wann“, sondern nur „wann“.

So spitzt sich beispielsweise die weltweite Nahrungsmittelknappheit zu: Der Internationale Getreiderat prognostiziert für das aktuelle Erntejahr 2026–2027 einen weltweiten Produktionsrückgang von Millionen Tonnen „Gesamtgetreide“ (Weizen, Mais und einige andere). Die einzige Frage ist, wie stark dieser Rückgang ausfallen wird. (Der Internationale Getreiderat ist eine zwischenstaatliche Organisation und erfasst diese Daten seit seiner Gründung im Jahr 1949.)

Am Vorabend des von Präsident Donald Trump am 7. April verkündeten zweiwöchigen Waffenstillstands, den er heute vom 21. April auf den 22. April – „Mittwochabend Washingtoner Zeit“ – verschoben hat, gibt es keine konkreten Vereinbarungen für eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA, dem Iran und den pakistanischen Vermittlern.

Der iranische Präsident Masoud Peseschkian sagte heute in einem X-Beitrag: „Das tiefsitzende historische Misstrauen des Iran gegenüber dem Verhalten der US-Regierung bleibt bestehen, während unkonstruktive und widersprüchliche Signale von amerikanischen Beamten eine bittere Botschaft vermitteln; sie streben die Kapitulation des Iran an; die Iraner beugen sich keiner Gewalt.“

US-Präsident Trump seinerseits gab in den letzten 24 Stunden eine Flut von kurzen Erklärungen gegenüber verschiedenen Medien ab. So verurteilte er alle Landsleute, die ein frühes Ende des Konflikts anstreben. Andererseits erklärte er, Gespräche mit dem Iran seien anberaumt und er werde Vizepräsident JD Vance am 21. April nach Pakistan entsenden. Dieses hektische Vorgehen ist genau die Art von Verhalten, das von Dutzenden US-Psychologen als Sicherheitsbedrohung dargestellt wurde und die Einleitung verfassungsrechtlicher Maßnahmen zu seiner Beendigung erforderlich macht.

In diesem gefährlichen Kontext müsse die Welt „der Vernunft zum Durchbruch verhelfen“, erklärte heute Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin des Schiller-Instituts, die 2023 die Internationale Friedenskoalition (IPC) als offene Plattform – mit wöchentlichen Treffen über das Internet – gründete, um die gemeinsame Wirkung aller friedliebenden Kräfte zu verstärken, insbesondere durch wirtschaftliche Entwicklung. Sie forderte eine sofortige Mobilisierung, damit „die Erwachsenen im Raum“ eingreifen, um die Welt aus der Gefahrenzone in Richtung eines neuen Rahmens für Sicherheit und Frieden herauszuholen. „Die Welt hängt an einem seidenen Faden“, warnte sie.

Betrachten wir die aktuelle Lage in der Region Südwestasien/Nordafrika.

Die Vereinigten Staaten haben eine geballte Streitmacht aus drei Flugzeugträgergruppen und etwa 50.000 Soldaten und Matrosen in der Region stationiert. Am 19. April beschlagnahmte ein US-Zerstörer das iranische Frachtschiff Touska. Israel setzt unterdessen seine Militäraktionen im Libanon fort, wo über eine Million Einwohner vertrieben wurden. Im Gazastreifen hat die israelische Armee 48 militärische Kontrollposten errichtet, darunter 13 seit der Verkündung des Waffenstillstands im Oktober 2025. Hunderte Palästinenser wurden während des „Waffenstillstands“ im Gazastreifen und auch im Westjordanland getötet. Es gibt nicht einmal den Anschein eines Wiederaufbauprogramms des sogenannten Trump-Friedensrats.

In den Golfstaaten sitzen Millionen von ausländischen Arbeitskräften – insgesamt etwa 24 Millionen – fest und leiden unter Mangel an Lebensmitteln und dem Nötigsten.

International verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage von Stunde zu Stunde. Kraftstoffknappheit und Rationierungen sind im Gange, insbesondere in Asien und Afrika. Slowenien war das erste Land in der Europäischen Union, das die tägliche Benzinabgabe auf 50 Liter begrenzt hat – eine Obergrenze, die nun auch in Indonesien und vielen anderen Ländern gilt. Passagierflüge von Australien nach Thailand werden wegen Treibstoffmangels gestrichen. Nicht nur die Preise für Düngemittel schießen in die Höhe, sondern es kommt auch zu Versorgungsengpässen. So ist beispielsweise Brasilien eine Agrarmacht, zu 85 % von Düngemittelimporten abhängig, wofür es keine schnelle Lösung gibt. In Indien herrscht akuter Mangel.

In den Vereinigten Staaten rief der Landwirtschaftsminister die Landwirte zum Durchhalten auf; das Weiße Haus werde diese Woche ein Hilfsprogramm für Düngemittel ankündigen. Zudem hat das US-Finanzministeriums die G20-Mitglieder aufgefordert, „agil und flexibel“ zu bleiben, um „die Ernährungssicherheit und die Marktstabilität zu unterstützen“, aber nichts wird zu unternehmen, um den Krieg zu beenden.

Unterdessen steigt die US-Staatsverschuldung rasant an. Sie wuchs allein in den fünf Monaten bis März um 1 Billion Dollar! Gleichzeitig halten sich die Käufer der Schulden so weit zurück, dass der „Markt“ für Staatsanleihen zusammenbricht.

Diese Berichte sind nur die aktuellen Updates zu einem sich rasch verschlimmernden Prozess, der schnell zu weiterem Chaos und zu unnötiger Zerstörung führen könnte. Der wirtschaftliche Niedergang sowie das Leid und der Tod in Südwestasien und allen Kriegsgebieten müssen gestoppt werden.

Ein an Papst Leo XIV. gerichteter Brief der Eltern der 168 Kinder, die am 28. Februar in der Mädchenschule von Minab im Iran getötet wurden, bringt es auf den Punkt. In dem am 19. April veröffentlichten, handgeschriebenen Text danken die Eltern dem Papst für sein Eintreten zur Förderung des Friedens auf der ganzen Welt und fordern ihn auf, „weiterhin die Stimme der sprachlosen Kinder zu sein“. Frieden und Ruhe würden „nicht durch Gewalt und Waffen, sondern auf dem Weg des Dialogs und der aufrichtigen Suche nach einer Lösung für alle erreicht“.

Wenn sich weltweit immer mehr Stimmen erheben und sich auf positive Initiativen konzentrieren, können wir den Lauf der Geschichte verändern. In den Vereinigten Staaten liegt der Fokus auf der verfassungsmäßigen Verantwortung des Kongresses, Maßnahmen zu ergreifen, um den Kriegswahnsinn zu stoppen. Am 22. und 29. April wollen viele Amerikaner persönlich im Kongress vorsprechen. Zusammen mit Botschaften aus dem ganzen Land und der ganzen Welt kann dies eine entscheidende Intervention der Vernunft sein. Der Kongress kann am wirksamsten die Mittel für Kriegshandlungen kürzen, wie es 1973 eindrucksvoll zu sehen war, als ein Gesetzentwurf verabschiedet wurde, um den US-Krieg gegen Vietnam finanziell auszutrocknen.

Machen Sie das Treffen der Internationalen Friedenskoalition am 24. April um 17:00 Uhr MEZ zu einem „Durchbruch“ für die Kraft der Vernunft in der Welt.


Das Ende der 500jährigen Kolonialepoche – für einen Dialog der Zivilisationen

Einladung zur Internationalen Konferenz des Schiller Instituts, 30./31. Mai, Berlin

Das Ende der 500jährigen Kolonialepoche – für einen Dialog der Zivilisationen

Die dringende Notwendigkeit einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur



Als mit der Auflösung der Sowjetunion 1991 der Kalte Krieg endete, erklärte der amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama dies zum „Ende der Geschichte“. Diese Aussage sollte sich als die vielleicht kurzlebigste und falscheste Prognose der Geschichte herausstellen. Nur 35 Jahre nach dieser These befindet sich die Welt in einem beispiellosen tektonischen Umbruch: Nicht nur haben die Nationen des Globalen Südens das Diktat einer unipolaren Weltordnung auf der Basis der anglo-amerikanischen Sonderbeziehung zurückgewiesen, auch die transatlantische Beziehung selbst befindet sich spätestens seit dem Anspruch Trumps auf Grönland in Auflösung. Das Völkerrecht ist aufgehoben, es gilt die Machtpolitik, Drohungen, „eine ganze Zivilisation auszuschalten“, bleiben unter den westlichen Regierungen unwidersprochen, und es ist ein Verlust an Menschlichkeit zu verzeichnen, der die Grundpfeiler der internationalen Ordnung untergraben hat.

Gleichzeitig sind die Nationen des Globalen Südens entschlossen, die Periode von 500 Jahren Kolonialzeit endgültig zu überwinden und ihr Recht auf wirtschaftliche Entwicklung zu verwirklichen, eine Perspektive, die ihnen Chinas Aufstieg und seine Globalen Initiativen der Zusammenarbeit ermöglichen.

Die imperialen Kräfte der alten Ordnung sehen in eben diesem Aufstieg die größte geopolitische Bedrohung – eine Dynamik, die letztlich allen derzeit aufgeflammten Konflikten zu Grunde liegt. Dies gilt auch für den illegalen Angriffskrieg gegen den Iran, dessen Fortsetzung sogar zum Einsatz von Nuklearwaffen und zur Eskalation zu einem Weltkrieg führen könnte.

Umso dringender ist es, eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf die Tagesordnung zu setzen, die in der Tradition des Westfälischen Friedens die Interessen aller Staaten auf dieser Erde berücksichtigen muss. Wir müssen in der Lage sein, die existenzielle Frage für die Menschheit zu beantworten: Können wir uns eine internationale Ordnung geben, die unser langfristiges Überleben als einzige bisher bekannte mit kreativer Vernunft ausgestattete Gattung garantiert? Oder sind wir moralisch nicht in der Lage, die Mechanismen zu beseitigen, die kurzfristig zur Auslöschung der Menschheit führen können?

Die Konferenz in Berlin soll diese Frage mit dem gleichen Optimismus angehen, den Papst Leo XIV. bei seiner jüngsten Reise nach Afrika demonstriert hat. Die Nationen des Globalen Südens müssen bei der Neugestaltung der Weltordnung eine gleichberechtigte Stimme haben. Afrika ist der Kontinent mit der positivsten demografischen Kurve und wird bis 2050 auf 2,5 Milliarden Menschen anwachsen. Also brauchen eine Milliarde mehr Menschen in Afrika eine Milliarde neue produktiver Arbeitsplätze in den nächsten 25 Jahren! Wenn die europäischen Staaten mit den BRICS dabei konstruktiv zusammenarbeiten, wird es nicht nur möglich sein, Armut und Unterentwicklung im Globalen Süden ein für alle Mal zu überwinden, sondern auch alle Staaten an den Errungenschaften der neuen Industriellen Revolution teilhaben zu lassen. Neue Revolutionen in Wissenschaft und Technologie werden es den Menschen ermöglichen, die in ihnen angelegten Potentiale vollständig zu entwickeln, so wie es bisher in der Geschichte nur wenigen Privilegierten gestattet war.

Ob es uns bewusst ist oder nicht: Wir sitzen als Menschheit alle in einem Boot. Die Existenz von thermonuklearen Waffen, Internet, Pandemien etc. bedeutet, dass unser Schicksal engstens verknüpft ist: Entweder gehen wir zusammen unter, oder wir schaffen gemeinsam ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen, das vom Prinzip der Coincidentia Oppositorum (dem Zusammenfall der Gegensätze) des Nikolaus von Kues geprägt ist und das die Idee der einen Menschheit postuliert.

Deshalb müssen wir den Reichtum der verschiedenen Kulturen und Zivilisationen bewusst machen und in einem vielfältigen Dialog zwischen ihnen die schönsten Perlen all dessen beleuchten, was die Menschheit bisher in ihrer Universalgeschichte in Kunst und Wissenschaft, in Musik, Dichtung, Malerei und Philosophie hervorgebracht hat. Wir brauchen eine neue Renaissance, die aus dem Dialog des Besten aller Kulturen und Zivilisationen hervorgeht, und genauso wie z.B. die Goldene Renaissance in Italien die Schrecken des 14. Jahrhundert überwunden hat, können wir so eine neue Ära der Menschheit einläuten, in der die Kinderkrankheiten der Menschheit, wie Oligarchismus und Kriege als Mittel der Konfliktlösung, überwunden werden.

Samstag, 30.5.

10 Uhr: Die dringende Notwendigkeit einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur

19 Uhr: Konzert: Dialog der Zivilisationen 

Sonntag, 31.5.

10 Uhr: Das Ende von 500 Jahren Kolonialismus


„Wir sind nicht dazu verdammt, Barbaren zu sein“

Bericht vom 150. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die Internationale Friedenskoalition (IPC) hielt am 17. April ihre 150. wöchentliche Online-Sitzung in Folge ab, die Sitzung wurde von der Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin Helga Zepp-LaRouche eröffnet. Sie beschrieb die Lage als „eine Welt, die zwischen Hoffnung und Hölle schwankt“. Der Waffenstillstand im Libanon sei offenbar in Kraft getreten. Der jüngste Vorstoß im US-Kongreß, mit dem War Powers Act die Kriegspolitik der Regierung zu stoppen, sei nur mit ganz knapper Mehrheit gescheitert, und das lasse im Vergleich zu früheren Versuchen auf eine wichtige Veränderung schließen.

Mit Blick auf die Wirtschaftslage sagte sie, die Nahrungsmittelknappheit in Frankreich sei so schlimm, daß es eine zweite Französische Revolution auslösen könnte, und die deutsche Industrie verschwinde gerade wie in einem Sommerschlußverkauf. Sie warnte: „Es könnte jeden Moment zu einer Wiederholung von 2008 kommen“, d.h. der steigende Ölpreis könnte die Schuldenblase zum Platzen bringen. Wir bräuchten eine Reform des Weltfinanzsystems mit einer Glass-Steagall-Bankentrennung als Ergänzung zum Oasenplan und der Weltlandbrücke für den Aufbau von Infrastruktur und Realwirtschaft.

Als nächste ergriff die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare das Wort. Unter Bezugnahme auf ihre jüngste Erklärung mit dem Titel „Stoppt den Irankrieg jetzt“ sagte sie: „Wir können uns keine Selbstdarstellung leisten, wir müssen konkret eine Eskalation verhindern.“ Anstatt mit Dingen wie einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump politisches Theater zu spielen, müsse der Kongreß die Finanzierung des Krieges beenden – so wie damals der Vietnamkrieg beendet wurde. In ihren Gesprächen mit Politikern höre sie oft die Klage: „Ich kann nichts tun, ich bin nur ein Kongreßabgeordneter“, aber der Kongreß habe die Haushaltshoheit. Der War Powers Act, der Gegenstand parteipolitischer Auseinandersetzungen war, räumt dem Präsidenten 60 Tage ein, um den Kongreß um die Erlaubnis und Mittel für einen Krieg zu bitten, jetzt sei der 49. Tag.

Sare schloß: „Der Präsident ist eindeutig verrückt geworden.“ Sie analysierte Trumps jüngste Ausbrüche im Internet mit seinen absurden Ausschweifungen. Sie sei aber ermutigt darüber, daß der Demokrat Ro Khanna aus Kalifornien und die ehemalige republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene aus Georgia sich auf einen überparteilichen Dialog geeinigt haben. Das könne eine Abhilfe gegen das „superemotionale, aufgepeitschte parteipolitische Gezänk“ in Amerikas Politik schaffen, und es zeige, wie sich die politische Szene dramatisch verändert. Sare und der Kongreßkandidat Jose Vega – der sich für die Vorwahl der Demokraten qualifiziert hat und auch als Unabhängiger im New Yorker Stadtteil Bronx antreten will – arbeiten derzeit mit 15 bis 20 unabhängigen Kandidaten landesweit zusammen. Diese Kandidaten bräuchten inhaltlichen Input, weil sie in Wirtschaftsfragen nur unzureichend ausgebildet sind.

Dr. Abdullah Al-Ahsan, Islamwissenschaftler und pakistanischer Professor für Vergleichende Zivilisationsforschung, sagte, er sei sehr optimistisch gewesen, als die Universitäten gegen den Völkermord in Gaza protestierten, aber diese Proteste seien unterdrückt worden. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu behaupte, „die westliche Zivilisation“ zu vertreten, aber was sei darunter zu verstehen? Der führende Zionist Chaim Weizmann habe sich offen auf die Seite der britischen Kolonialmentalität gestellt.

Der bekannte progressive Radio- und Fernseh-Moderator Garland Nixon sagte, für die Amerikaner gebe es jetzt einen Lernprozeß. Manche meinten, es drehe sich alles um Israel, das schlimme Dinge tue, und wenn man Israel unter Kontrolle bringe, dann könnten wir die anderen Probleme lösen. Aber andere sagten, Israel sei ein Werkzeug der Vereinigten Staaten, indem es tue, was die USA wollen, aber nicht selbst tun möchten, während sie vorgeben, sie hätten Israel nicht unter Kontrolle. Israel sei nur ein kleines Puzzleteil in der Strategie des US-Imperiums, die Welt zu beherrschen, so Nixon. Viele Amerikaner, die Trump gewählt haben, seien jetzt wütend: „Wir haben für wirtschaftliche Entwicklung gestimmt, aber statt dessen bekommen wir Krieg.“ Er schloß mit einem Appell für Moral in der Außenpolitik.

Weitere Diskussion

Zepp-LaRouche antwortete: „Da Sie das Thema Moral angesprochen haben: Ich bin sehr froh, daß der Papst die Rolle einnimmt, die er einnimmt.“ Sie hatte kürzlich einen offenen Brief an den Papst veröffentlicht. Unsere westliche Zivilisation breche moralisch zusammen, das sehe man u.a. an den Privilegien für Millionäre und Milliardäre auf Kosten aller anderen und den im Epstein-Skandal aufgedeckten perversen Praktiken. Wir bräuchten eine Wiederbelebung der klassischen Kultur, aber nicht als „Kunst um der Kunst willen“, sondern um echte Moral wiederzubeleben. Chinas Demokratie sei viel besser als das westliche Modell, weil sie kulturelle Moral als Ziel habe.

Dr. Al-Ahsan verwies auf den arabischen Philosophen Ibn Chaldun aus dem 14. Jahrhundert, der die wirtschaftliche Entwicklung als Ergebnis menschlicher Zusammenarbeit betont habe. Damals habe es noch nicht die starke Aufteilung des Wissens in einzelne Fachgebiete gegeben, wie wir sie heute kennen.

Der Co-Moderator Dennis Small berichtete über die Ergebnisse der IPC-Mobilisierung, um den US-Kongreß dazu zu bewegen, daß er die Finanzierung des Krieges einstellt, so wie Sare es fordert. In den vergangenen 150 Wochen hätten sich 2-300 Menschen aus bis zu 45 Ländern bei der IPC engagiert. Diese Menschen müssten jetzt mobilisieren und Botschaften an den Kongress übermitteln. So habe ein ehemaliger Minister für Justiz und Menschenrechte aus Ecuador einen Brief an den US-Kongreß geschrieben. Und der Direktor eines italienischen Kulturinstituts schrieb, wie „die europäische und die italienische Öffentlichkeit mit Bestürzung zuschauen“.

Zepp-LaRouche betonte: „Bitte machen Sie nicht den Fehler, sich zurückzulehnen und zu sagen: ,Jetzt ist alles in Ordnung.‘ Es könnte nur die Ruhe vor dem Sturm sein. Wir könnten in wenigen Tagen am Ende der Zivilisation stehen.“

Co-Moderator Dennis Speed zeigte ein Video eines katholischen Priesters, der über den Streit zwischen Trump und Papst Leo XIV. sprach. Er sagte: „Ein Krieg aus freier Entscheidung kann nicht moralisch sein.“ Die Äußerungen der Trump-Regierung seien mit der Doktrin vom gerechten Krieg unvereinbar. „Was ist mit unserer Politik geschehen, daß solche Rhetorik zur Normalität werden kann?“

Zepp-LaRouche fügte hinzu, der Papst sei Augustiner. Wenn Philosophie und Glaube zu derselben Schlußfolgerung gelangen, dann gebe es keinen Widerspruch oder Konflikt zwischen Wissenschaft und Glauben. „Ich würde es einfach wagen, meine eigene Sichtweise zur Frage des gerechten Krieges zu vertreten.“ Im Zeitalter der Atomwaffen könne jeder Krieg die ganze Menschheit vernichten und müsse daher als Mittel zur Lösung von Problemen abgelehnt werden. „Die Vorstellung, man müsse Gewalt anwenden, um seinen Standpunkt zu vertreten…, gehört in den Bereich der Kinderkrankheiten.“

Dr. Al-Ahsan fügte hinzu: „Ich verstehe nicht, wie ein vernünftiger Mensch angesichts dessen, was heute geschieht, schweigen kann“, und schloß sich den Äußerungen des Papstes an.

Auf eine Frage zum Johannesevangelium antwortete Zepp-LaRouche, sie könne besser über die Vorstellung ihres verstorbenen Mannes Lyndon LaRouche von der „Gleichzeitigkeit der Ewigkeit“ sprechen. Sie zitierte die revolutionäre Idee des Nikolaus von Kues aus dem 15. Jahrhundert, der Mensch müsse als Imago Viva Dei, lebendes Abbild Gottes, den Schöpfungsprozeß fortführen.

Ein in Kolumbien lebender argentinisch-italienischer Wissenschaftler informierte über die „Sevilla-Erklärung zur Gewalt“,1 eine wissenschaftliche Erklärung dafür, daß Frieden möglich ist, weil Krieg keine biologische Notwendigkeit ist. Die Erklärung wurde 1986 von internationalen Fachleuten für das von der UNO geförderte Internationale Jahr des Friedens und dessen Folgeprojekte verfaßt. Führende Wissenschaftler hätten darüber diskutiert, ob Gewalt Teil der menschlichen Natur ist, und seien zu dem Schluß gekommen, daß das absolut nicht der Fall ist. Die Gewalt werde von außen erlernt, und wenn man Gewalt erlernen könne, dann könne man auch Frieden erlernen.

Auf Fragen zur Rolle Spaniens antwortete Zepp-LaRouche: „Spanien hat die Ehre Europas gerettet, indem es eine ganz klare Position gegen den Völkermord in Gaza eingenommen hat.“ Beschlössen die atlantischen Länder, mit dem Globalen Süden zusammenzuarbeiten, anstatt zu versuchen, ihn zu unterdrücken, könnten wir die Probleme der Welt über Nacht lösen. Das sei der Normalzustand des Menschen. „Wir sind nicht dazu verdammt, Barbaren zu sein.“

Abschließend dankte Zepp-LaRouche den Gästen, die auf die Erklärung von Sevilla aufmerksam gemacht hatten, und sprach sich gegen die manichäische Vorstellung aus, daß „Gut und Böse ewig nebeneinander existieren müssen“.

Weitere Stellungnahmen und Appelle an den US-Kongreß sind erwünscht. (Wenn Sie eine Stellungnahme zur Veröffentlichung einreichen möchten, wenden Sie sich an anastasiammares@gmail.com.)

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Anmerkung

1. The Seville Statement on Violence: preparing the ground for the construction of peace,
    Website der UNESCO Digital Library.


Internationale Friedenskoalition #150, 17.04.2026, 17.00 Uhr

Weltbürger, Ihr könnt den Irankrieg beenden!

150. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Weltbürger, Ihr könnt den Irankrieg beenden!

17. April 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Unsere Intervention in das Weltgeschehen ist heute wichtiger denn je. Diesen Freitag begrüßen wir Dr. Abdullah Al-Ahsan, Islamwissenschaftler und pakistanischer Professor für Vergleichende Zivilisationswissenschaften. Weitere Redner werden in Kürze bekannt gegeben.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Wir senden Ihnen heute nochmals die wichtige Botschaft der US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare zu, um alle Organisationen weltweit zu mobilisieren, den Irankrieg zu beenden, ein Krieg, der zur nuklearen Vernichtung führen kann. Bitte lesen Sie den Text, leiten Sie ihn weiter und kontaktieren Sie noch heute den US-Kongress.

Der US-Senat lehnte am 15. April eine weitere Resolution zur Kriegsbefugnis ab (S.J.Res. 123). Diese hätte US-Präsident Donald Trump daran gehindert, ohne Zustimmung des Kongresses militärische Operationen gegen den Iran fortzusetzen. 

Die Abstimmung für das Abgeordnetenhaus ist für heute vorgesehen.

Die wirksamste Maßnahme zur Beendigung des völkerrechtswidrigen Krieges gegen den Iran ist die Aktivierung der Haushaltshoheit des US-Kongresses, die, wenn sie ausgeübt wird, jegliche Finanzierung weiterer militärischer Aktivitäten in Südwestasien stoppen kann.

Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare hat eine Erklärung veröffentlicht, in der sie Menschen weltweit dazu aufruft, dazu direkt die Kongressabgeordneten zu kontaktieren. Sie schreibt: „Es ist leicht, sich in der Frage der Amtsenthebung oder der Anwendung des 25. Verfassungszusatzes zu profilieren. Viele Abgeordnete haben die Zwischenwahlen im November im Blick, aber solche Maßnahmen werden zu spät kommen. Milliarden von Menschen auf diesem Planeten sind darauf angewiesen, dass der US-Kongress jetzt handelt, um diesen Krieg zu stoppen. Wie Rechtsanwalt [Bruce] Fein schreibt: ‚Der Kongress kann die Haushaltshoheit nutzen, um Präsident Donald Trumps verfassungswidrigen Angriff auf den Iran zu beenden, einen kriminellen Angriffskrieg im Sinne des Nürnberger Tribunals der Nachkriegszeit. Der Kongress beendete den Vietnamkrieg durch die Haushaltshoheit.…‘“

Fein hat eine Resolution entworfen, die vom Kongress unverzüglich verabschiedet werden soll: „Es dürfen keine Gelder der Vereinigten Staaten für Kampfhandlungen gegen den Iran ausgegeben werden, es sei denn, es liegt eine Kriegserklärung des Kongresses vor oder es handelt sich um Selbstverteidigung als Reaktion auf eine iranische Invasion der Vereinigten Staaten. Darüber hinaus darf kein Angehöriger der Streitkräfte der Vereinigten Staaten entsandt werden, um Kampfhandlungen gegen den Iran durchzuführen, es sei denn, es liegt eine vorherige Kriegserklärung des Kongresses vor oder es handelt sich um Selbstverteidigung gegen einen unprovozierten tatsächlichen Angriff auf die Vereinigten Staaten.“

Diane Sare bittet in ihrer Erklärung nicht nur US-Bürger, sondern alle Weltbürger, US-Abgeordnete und insbesondere Vorsitzende von entscheidenden Komitees zu kontaktieren. Sie würde Briefe willkommen heißen, die auf die Auswirkungen des illegalen Angriffskrieges auf die jeweiligen Länder eingehen.

Die vollständige Erklärung kann auf Englisch hier gelesen werden.

Da man aus Deutschland keine E-Mails an den Kongress schicken kann, bitten wir Sie uns ihre Nachricht zuzusenden, wir werden diese dann ggf. ins Englische übersetzen und unsere Kollegen der LaRouche Bewegung in den USA werden sie weiterleiten oder persönlich in den Abgeordnetenbüros abgeben.

Hier ist eine Liste der Kongressabgeordneten, die Sie anschreiben könnten:

  • Mike Johnson (R-LA-4), Sprecher des Repräsentantenhauses;
  • Hakeem Jeffries (D-NY-8), Minderheitsführer;
  • Gregory Meeks (D-NY-5), ranghöchster Demokrat im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Repräsentantenhauses;
  • Thomas Massie (R-KY-4), republikanischer Initiator der Resolutionen zu den Kriegsbefugnissen (War Powers Resolution);
  • Ro Khanna (D-CA-17), führender demokratischer Initiator der Resolutionen zu den Kriegsbefugnissen (War Powers Resolution).

Abgeordnete, die noch „auf dem Zaun sitzen“:

  • Rep. Nancy Mace (R-SC-1);
  • RepAndy Ogles (R-TN-5);
  • Rep. Brian Fitzpatrick (R-PA-1); Rep. Don Bacon (R- NE-2);
  • Rep. Michael Lawler (R-NY-17)

Einar Tangen: ein China-Insider zu den Auswirkungen des Iran-Krieges

Helga Zepp-LaRouche führte am 10. März ein einstündiges Interview mit Einar Tangen über die Gefahr eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs infolge eines Krieges mit dem Iran und den möglichen Ausbruch eines dritten und diesmal endgültigen Weltkrieges. Dies ist eine leicht gekürzte Version. Das Original finden Sie hier.

Herr Tangen ist unter anderem Senior Fellow am Center for International Government Innovation (CIGI), Senior Fellow am Taihe Institute und Gründer von Asia Narratives. Als Kommentator und Analyst ist er als jemand bekannt, der „eine starke Brücke zwischen Ost und West schlägt“.

Einar Tangen und Helga Zepp-LaRouche diskutieren in dem faszinierenden Interview auch den historischen Wandel Chinas in den letzten 50 Jahren, die Rolle der Ideen von Friedrich List und des American System of Physical Economy sowie den allgemeinen zivilisatorischen Niedergang, der durch geopolitische Hybris und den intellektuellen Verfall im Westen vorangetrieben wird.

Das Interview wird am Mittwoch, dem 15. April 2026, 18.30 Uhr anstelle des wöchentlichen Live-Dialogs ausgestrahlt.


Internationale Friedenskoalition #149, 10.04.2026, 17.00 Uhr

Jetzt ein Wunder vollbringen!

149. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Jetzt ein Wunder vollbringen!

10. April 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis

Unsere Intervention in das Weltgeschehen ist heute wichtiger denn je. Diesen Freitag begrüßen wir Oberst (a. D.) Richard H. Black, ehemaliger Leiter der Strafrechtsabteilung der US-Armee im Pentagon und ehemaliger Senator des Bundesstaates Virginia; Oberst (a. D.) Alain Corvez, internationaler Berater und ehemaliger Berater des französischen Verteidigungs- und Innenministeriums; Dr. Abdullah Al-Ahsan, Islamwissenschaftler und pakistanischer Professor für Vergleichende Zivilisationswissenschaften; Jose Vega, Interventionsbefürworter und Kandidat für den Kongress im Wahlbezirk NY-15 Bronx.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Trotz des zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran steht die Welt immer noch vor dem Abgrund: mit Kriegsverbrechen, die eine ganze Zivilisation zerstören könnten, und einem möglichen Atomkrieg.

In allen Nationen müssen Menschen jetzt aktiv werden, und zwar aus den verschiedensten Schichten der Bevölkerung. Wir rufen Sie auf – ob Sie nun Abgeordneter, Arzt, Professor oder Ingenieur sind –, weltweit Ihre amerikanischen Kollegen – Kongressabgeordnete, Ärzte, Professoren usw. – zu kontaktieren und zu drängen, maximalen Druck auf den US-Kongress, den US-Präsidenten und die Zivilgesellschaft auszuüben, um den Wahnsinn zu stoppen! Amerika muss nicht der Feind der Menschheit sein; es kann und muss zu der Rolle zurückkehren, die seine Gründerväter definiert haben: die souveräne Entwicklung jeder Nation zu unterstützen.

Am 6. April veranstaltete Executive Intelligence Review (EIR) eine Onlline-Dringlichkeitssitzung mit „Weltbürgern“ aus aller Welt unter dem Titel: „Ein Dialog der Zivilisationen: Ist es noch Zeit, um zu verhindern, dass der Krieg gegen den Iran zu einem globalen Atomkonflikt eskaliert?“

Chandra Muzaffar, Gründer und Präsident der International Movement for a Just World (JUST) mit Sitz in Malaysia, schlug angesichts der großen Gefahr vor, alle Bürger zu aktivieren, um sich an Abgeordnete ihres Landes und an entsprechende politische Organisationen zu wenden, die ihrerseits Mitglieder des US-Repräsentantenhauses und des Senats kontaktieren sollten und sie aufzufordern, den Krieg zu stoppen – was in der Macht des US-Kongresses liegt. Ein ähnlicher Aufruf solle an aktive und pensionierte Angehörigen des eigenen Militärs gerichtet werden, damit diese sich an Mitglieder der US-Militärinstitutionen wenden.

Unterstützen Sie diese dringenden Aktionen! Sie richten sich nicht gegen die Vereinigten Staaten, die einstmals als Nation (wie es ihre Gründerväter beabsichtigt hatten) der Welt als ‘Leuchtfeuer der Hoffnung und Tempel der Freiheit’ dienten. Doch die offene Ablehnung des Völkerrechts, die Befürwortung des ‘Rechts des Stärkeren’ und des Prinzips ‘Macht schafft Recht’, und die Behauptung, dies geschehe im Namen Gottes, kann nicht hingenommen werden. Wenden Sie sich an Ihre amerikanischen Kollegen und Sie werden finden, dass es möglich ist, eine mächtige internationale Friedensbewegung in der Zivilgesellschaft zu finden – und mitzugestalten.

Dies ist dringend notwendig, um den hastigen Marsch in die sichere Vernichtung zu stoppen. Um jedoch die Ursachen des Krieges zu beseitigen, muss die Drohung, die ‘iranische Zivilisation zu zerstören’, durch eine Politik des Dialogs der Zivilisationen ersetzt werden. Ebenso gehört dazu ein konkreter Plan zur Verwirklichung des Konzepts ‘Frieden durch Entwicklung’ für die gesamte Region Südwestasiens mittels eines Oasenplans, wie ihn die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, vorgeschlagen hat. Das umfasst den Bau eines Netzwerks aus Kanälen und Meerwasserentsalzungsanlagen, Energie- und Verkehrsprojekten, von denen einige bereits geplant oder begonnen wurden, von Nordafrika über Israel-Palästina bis zu den Golfstaaten, nach Indien und nach Norden bis zum Kaukasus. Damit kann die gesamte Region zu einer Zone friedlicher Zusammenarbeit für eine bessere Zukunft werden, statt für Krieg und Zerstörung.

Wenn die USA sich bereit erklären würden, diesen Krieg endgültig zu beenden und stattdessen der Politik des Friedens durch Entwicklung zuzustimmen, wie sie es in ihren besseren Momenten der Geschichte getan haben, könnte der Oasenplan in Südwestasien als ‘Phönix aus der Asche’ dienen, wie es ein weiterer Redner beim EIR-Dringlichkeitsseminar, Chas Freeman (ehem. US-Staatssekretär im Verteidigungsministerium und ehem. Botschafter in Saudi-Arabien), charakterisierte, anstatt die Welt durch einen Atomkrieg in Asche zu verwandeln.“

Hier sind die Links zu den beiden Podiumsdiskussionen am 6. April. Zu Beginn des ersten Panels legt Helga Zepp-LaRouche dar, wie der Oasenplan durch die Vernetzung massiver Wasser- und Entwicklungsprojekte in Südwestasien die Grundlage für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsordnung schaffen kann.


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Irankrieg: Die Eskalationspirale beenden, 08.04.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Das EIR-Krisenforum am 6. April, bereits das dritte in diesem Jahr, war ein außergewöhnlicher Online-Dialog zwischen 13 internationalen Experten aus 10 Ländern, die sich dafür einsetzen, die Welt von ihrem derzeitigen Kriegskurs abzubringen und auf den Weg der globalen Entwicklung und des Friedens zu führen. Der Titel der Veranstaltung, die sehr kurzfristig einberufen wurde, lautete: „Ein Dialog der Zivilisationen: Ist es noch Zeit, zu verhindern, dass der Krieg gegen den Iran zu einem globalen Atomkonflikt eskaliert?“

Die Veranstaltung war ein dringender, dramatischer Aufruf zum Handeln, während die Vereinigten Staaten gerade die Hölle über den Iran hereinbrechen lassen und US-Präsident Donald Trump dem Land mit der Steinzeit droht. Vertreter der iranischen Regierung führten einen Dialog mit Kräften aus aller Welt, die entschlossen sind, diesen Kurs zu stoppen.

Die viereinhalbstündige Veranstaltung war in zwei Diskussionsrunden gegliedert; die erste hatte den Titel „Kann der Irankrieg vor einer nuklearen Eskalation gestoppt werden?“, gefolgt von „Globale Infrastrukturentwicklung ist der Name für Frieden“.

Zu den Rednern aus Europa gehörten Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Chefredakteurin von EIR und Leiterin des Schiller-Instituts, die die Diskussion eröffnete, sowie der Moderator von Panel II, Stephan Ossenkopp (Deutschland). Dennis Speed (USA) moderierte Panel I und wies darauf hin, dass die Experten, die sich in weniger als 10 Tagen zusammengefunden hatten, Ansichten vertreten, die „nicht nur vielfältig, sondern sogar divergierend und gegensätzlich“ seien. Sie teilen jedoch das gemeinsame Engagement, dringende Maßnahmen zur Beendigung des Krieges – möglicherweise eines Atomkrieges – zu fordern, und glauben, dass Vernunft und Diplomatie selbst in diesem späten Stadium noch wirken und Bedingungen für Frieden und Wohlstand für alle Nationen schaffen können.

Aus Asien sprachen Dr. Khalil Shigolami (Iran), der iranische Botschafter in Armenien und ehemaligen Generaldirektor des dem Außenministerium angegliederten Instituts für politische und internationale Studien in Teheran. Die weiteren Redner aus Asien waren Prof. Zhang Weiwei (China), Professor für Internationale Beziehungen an der Fudan-Universität in Shanghai und Direktor des angegliederten China-Instituts; Botschafter Prof. Dr. Manuel Hassassian (Palästina), Palästinensische Autonomiebehörde; Purnima Anand (Indien), Präsidentin des BRICS International Forum; Chandra Muzaffar (Malaysia), Gründer und Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST); Al Mashiki (Oman), strategischer Analyst.

Aus Nordamerika nahmen teil: Chas Freeman (USA), ehemaliger Botschafter in Saudi-Arabien und ehemaliger stellvertretender Verteidigungsminister; Ted Postol (USA), emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und internationale Sicherheit am MIT; Dennis Small (USA), EIR-Redakteur für Iberoamerika, sowie aus Südamerika Donald Ramotar (Guyana), ehemaliger Präsident von Guyana.

Der Oasenplan

Der Ansatz des Oasenplans für den Großraum Südwestasien und den östlichen Mittelmeerraum stand im Mittelpunkt mehrerer Redebeiträge; er wurde zunächst in der Eröffnungsrede von Helga Zepp-LaRouche als zentraler Bestandteil der Lösung vorgestellt, basierend auf dem Prinzip „Frieden durch Entwicklung“. Sie berichtete ausführlich, wie ein ganzes Netz von Entwicklungskorridoren von Indien bis Ägypten, vom Kaukasus bis zum Arabischen Meer, mit dem Ausbau von Schienen- und Straßenverkehr, Plänen für Meerwasserentsalzung sowie fortschrittlichen Technologien aller Art entstehen kann.

Botschafter Hassassian bezeichnete den Oasenplan als Schlüssel zur „Förderung von Entwicklung und Dialog“ in Palästina und der Region. Professor Zhang berichtete, es sei China gelungen, „seine Wüsten zu begrünen“. China könne beim Aufbau des Oasenplans in Südwestasien helfen. Zepp-LaRouche fügte hinzu, das Konzept müsse der Jugend bekannt gemacht werden, um Optimismus zu wecken. Botschafter Freeman verglich den Oasenplan mit dem Phönix, der aus der Asche seiner Vorgänger aufersteht. Der Oasenplan könne aus den Trümmern der Zerstörung Gazas hervorgehen.

Die hoffnungsvolle Realität fortschrittlicher Technologien wurde untermauert, als die Teilnehmer der Diskussionsrunde Bilder vom Raumschiff Artemis II ansahen, das sich auf halber Strecke seiner Mission zur Umrundung des Mondes befand.

Gegenreaktion auf den Krieg der USA und Israels

Die andere Realität, die ausgesprochen wurde, ist, dass die Ära der Pax Americana nun vorbei ist, ebenso wie die transatlantische Vorherrschaft .  Mehrere Redner wiesen auf die starken Gegenreaktionen auf US-Präsident Donald Trumps Krieg gegen den Iran hin. Botschafter Freeman sagte, der Krieg habe bestimmte Nationen dazu veranlasst, Frieden mit dem Iran zu schließen, anstatt sich an einem illegalen und ungerechten Krieg an der Seite der Vereinigten Staaten zu beteiligen. Er fügte hinzu, die Vereinigten Staaten hätten die gegen Atomwaffen eingestellten Führer des Iran getötet, die durch Atomwaffen befürwortende „Realisten“ ersetzt worden seien. Prof. Postol machte die Gefahr eines Atomkrieges in der heutigen Zeit deutlich.

Der Krieg der USA und Israels hat in Europa die ersten Forderungen nach einem Abzug der US-Streitkräfte ausgelöst. Professor Zhang sagte schlicht, der Krieg habe den Zusammenbruch der unipolaren, von den USA geführten Weltordnung herbeigeführt und den Prozess der Entdollarisierung beschleunigt.

Der Weg nach vorn

Allen Diskussionsteilnehmern war die Auffassung gemeinsam, dass Washington „moralisch wahnsinnig“ geworden ist, wie es Helga Zepp-LaRouche formulierte. Daraus ergaben sich verschiedene Vorschläge und Initiativen. Chandra Muzaffar rief Menschen weltweit dazu auf, sich an den US-Kongress und andere Institutionen zu wenden, um aktiv zu werden, den Krieg zu beenden und eine Win-Win-Entwicklung in Gang zu setzen, insbesondere für seit langem bestehende schreiende Ungerechtigkeiten wie den Palästinakonflikt. Frau Anand aus Indien sprach davon, die BRICS-Staaten zu mobilisieren, „um ihre Einheit zu demonstrieren“, wenn es darum gehe, den Krieg zu beenden, und „den Iran nicht dem Untergang zu überlassen“. Dennis Small von EIR, der die wirtschaftliche Dimension des Zusammenbruchs des kollektiven Westens skizzierte, sprach sich für eine neue Architektur der wirtschaftlichen Sicherheit und Entwicklung aus.

Zepp-LaRouche kam, nachdem sie viele Initiativen konkret erörtert hatte, am Ende auf die Frage der persönlichen Verantwortung zurück. Es gebe zwei Möglichkeiten: man könne entweder „klein“ werden, durch Verleugnung, Gleichgültigkeit, Beschäftigung mit Dingen, von denen man weiß, dass sie nebensächlich sind – oder man „mobilisiert in sich selbst etwas Besseres und verbindet sein Handeln und sein Schicksal mit der größeren Sache der Menschheit.“


Zepp-LaRouche gegenüber TASS: Dialog zwischen Russland und den USA unerlässlich zur Bewältigung globaler Herausforderungen

TASS, die Nachrichtenagentur der Russischen Föderation, veröffentlichte am 6. April zwei Artikel aus einem kürzlich geführten Interview mit Helga Zepp-LaRouche, Chefredakteurin von EIR und Gründerin des Schiller-Instituts. In dem weitreichenden Interview zu globalen strategischen Fragen schlug Zepp-LaRouche einen Weg zum Frieden vor – um einen kurzfristigen globalen Flächenbrand zu vermeiden – und ging auf die „völlig rücksichtslos“ Bedrohung ein, dass Großbritannien und Frankreich der Ukraine bald Atomwaffen liefern würden. Die Artikel der Nachrichtenagentur erschienen sowohl auf Englisch als auch auf Russisch.

In dem Artikel mit dem Titel „Dialog zwischen Russland und den USA unerlässlich, um globale Herausforderungen zu bewältigen – Expertin“ erklärt Zepp-LaRouche:

„Wie die republikanische Kongressabgeordnete Anna Paulina Luna zu Recht feststellte, ist es von größter Bedeutung, dass die Vertreter der beiden größten Atommächte der Welt einen offenen Dialog führen und Ideen zu entscheidenden Fragen austauschen. Die Welt befindet sich eindeutig in einem epochalen Wandel, dessen Ausgang völlig ungewiss ist. Er könnte entweder in einer Katastrophe enden oder zu einer neuen Ära in der Menschheitsgeschichte führen, in der die früheren Methoden der Konfliktlösung durch Kriege, Staatsstreiche, Regimewechsel durch ‚Farbrevolutionen‘ und Terrorismus endgültig überwunden und durch Dialog und Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen ersetzt werden.

Der Dialog zwischen den Menschen – unter Jugendlichen, unter Wissenschaftlern und Künstlern, Sportlern und natürlich gewählten Amtsträgern auf allen Ebenen – ist dabei ein unersetzliches Element. Wenn ein solcher Austausch mit einem Dialog der Kulturen und Zivilisationen verbunden ist, bei dem alle Seiten die besten Beiträge der anderen kennenlernen, wird die Menschheit nicht nur ihre gegenwärtigen Probleme überwinden, sondern durch einen solchen Austausch eine neue Renaissance schaffen, die schöner ist als alle bisherigen.“

TASS erklärte, der jüngste Besuch von Spitzenmitgliedern der russischen Duma, des Unterhauses der russischen Legislative, in Washington, D.C., um sich mit US-Kongressabgeordneten und Vertretern der Trump-Regierung zu treffen, habe den seit vielen Jahren unterbrochenen interparlamentarischen Dialog zwischen Russland und den USA wiederbelebt. Der Leiter der russischen Delegation, der Erste Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der Staatsduma Wjatscheslaw Nikonow, sagte, er glaube, der Besuch könne als historisch bezeichnet werden.

Der zweite TASS-Artikel trug den Titel: „Expertin kritisiert möglichen Schritt zur Lieferung von Atomwaffen an die Ukraine als ‚völlig rücksichtslos‘.“ Laut Helga Zepp-LaRouche „könnte ein solcher Schritt der sprichwörtliche Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt, da das allgemeine strategische Klima bereits von Chaos geprägt ist.“ Als Hintergrund erklärte TASS, der russische Auslandsgeheimdienst (SVR) habe kürzlich berichtet, dass Großbritannien und Frankreich aktiv daran arbeiteten, der Ukraine eine Atombombe und Trägersysteme zur Verfügung zu stellen. Laut SVR wird unter anderem der französische Sprengkopf TN75 der U-Boot-gestützten ballistischen Rakete M51.1 in Betracht gezogen.


Die „eine Menschheit“ wird nicht dulden,daß Menschen in die Steinzeit zurückgebombt werden

Die Gründerin des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche eröffnete die 148. wöchentliche Onlinesitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 3. April mit einem Appell an die Vernunft: Wir alle müßten uns der gefährlichen Weltlage bewußt sein. Sie zählte einige der jüngsten Angriffsziele im Irankrieg auf, darunter eine der größten Brücken der Region sowie iranische Vergeltungsschläge gegen Entsalzungsanlagen und Ölraffinerien und die Ankündigung, US-Unternehmen in der Region ins Visier zu nehmen. Präsident Trump behaupte, der Iran sei wehrlos, in Wirklichkeit habe der aber noch mehr als die Hälfte seiner Raketen, Drohnen etc. Die Kriegsausgaben der USA betrügen umgerechnet acht Millionen Dollar pro Opfer – der teuerste Krieg der Geschichte. Der Iran sei unbesiegt und werde nicht zum Status quo zurückkehren. Nur Schiffe befreundeter Länder dürften jetzt die Straße von Hormus passieren.

Zepp-LaRouche verwies auf Berichte aus Israel, die es als „spartanische“ Nation beschreiben, mit der trügerischen Sicherheit, die Raketenabwehr Iron Dome würde sie vor den Folgen ständiger Kriege schützen. Sie verurteilte das rassistische neue Gesetz für die Todesstrafe gegen Palästinenser. Sie kritisierte auch scharf US-Kriegsminister Pete Hegseth, der Führungskräfte im Pentagon entlasse und mit religiösem Eifer ein Armageddon herbeiführen wolle. Präsident Trump sei entschlossen mit Gewalt zu regieren und sei wenig an Bündnissen wie der NATO interessiert. Ob er es nun wisse oder nicht, Trump betreibe die Politik der globalen Eliten, die die Weltbevölkerung auf eine Milliarde Menschen reduzieren wollen. Organisationen wie die UNO und die Welternährungsorganisation warnten vor Nahrungsmittelmangel und Preisschocks, die über 300 Millionen Menschen gefährden.

Die IPC sei jedoch eine Aktivisten-Organisation. Das nächste Krisenforum am 6. April werde wirtschaftliche Entwicklung als einzige Lösung für den Krieg anbieten, der leicht zu einer nuklearen Vernichtung führen könne.1 Dort werde der „Erweiterte Oasenplan“ vorgestellt, um die gesamte Region – von Indien bis zum Mittelmeer und vom Kaukasus bis zum Golf – zu einem Zentrum der Produktion zu machen. Wir könnten Wüsten in Wälder verwandeln, indem wir Chinas Erfolg bei der Begrünung von zwei Wüsten als Vorbild nehmen. Nur der Ansatz der „einen Menschheit“ und ein Appell an die Vernunft, wie im Westfälischen Frieden von 1648, könnten die USA retten. Das sei auch die einzige Hoffnung für Israels Überleben.

Sie schloß, viele Anhänger Trumps seien gegen seine Kriege, und viele hätten an den „No Kings“-Protesten am 28. März teilgenommen. Zepp-LaRouche zeigte eine Landkarte des riesigen Persischen Reiches der Antike und sagte ironisch, wenn Trump den Iran wirklich „zurück in die Steinzeit bomben“ wolle, werde das Ergebnis ihm vielleicht nicht gefallen.

Der nächste Redner war Stanislav Krapivnik, ein ehemaliger Offizier der US-Armee, der heute in Moskau lebt. Er sprach über die Korruption in der Ukraine, die die Ausbeutung durch ausländische Interessen auf Kosten der Bevölkerung ermögliche. 10.000 ukrainische Kinder würden vermißt, und die Ukraine sei heute ein Zentrum für den illegalen Handel mit Menschen, Organen, Drogen und Waffen. Viele der weltweit größten Drogenkartelle nutzten ukrainische Waffen und Kampftraining, ähnlich wie Rebellengruppen in der Sahelzone.

Estland werde als möglicher Brennpunkt für eine Konfrontation mit Rußland genutzt. St. Petersburg werde mit Drohnen angegriffen, die aus Estland stammen oder durch dessen Luftraum fliegen. Seine einzige gute Nachricht sei, daß kürzlich russische Öltanker unter militärischer Eskorte Kuba erreichen konnten.

Der letzte Redner war Imam Mohammad Ali Elahi, ein iranisch-amerikanischer Geistlicher aus dem Raum Detroit, der über den bis dahin seit 34 Tagen laufenden, unmoralischen, wahnsinnigen und illegalen Krieg gegen den Iran sprach. Über hundert US-Rechtsexperten hätten in einer Erklärung diesen Angriffskrieg als Kriegsverbrechen verurteilt. Die USA und Israel behaupteten, sie wollten Frieden, hätten aber inmitten der Friedensverhandlungen angegriffen und versuchten nun, alle zu töten, die am Friedensprozeß beteiligt waren. Trump sage, er wolle die Entwicklung von Atomwaffen im Iran stoppen, dabei hätten ihm seine eigenen Experten erklärt, daß der Iran kein solches Programm verfolgt, und dann wurde der Oberste Führer Ali Chamenei ermordet, der eine Fatwa gegen Atomwaffen erlassen hatte. Selbst der Geheimdienstausschuß des US-Senats habe bestätigt, daß es keine Beweise für ein Atomwaffenprogramm im Iran gibt.

Kriegsminister Pete Hegseth sehe in dem Krieg einen neuen Kreuzzug, er habe sogar entsprechende Tätowierungen. Trump führe den Krieg um Öl und Geld, so der Imam, und Israels Regierungschef Netanjahu um Macht und Kontrolle. Die acht Millionen Amerikaner bei den „No Kings“-Kundgebungen gegen Trumps Politik hätten die Ehre des Landes gerettet. Der Iran wolle keinen Krieg und habe kein Problem mit dem amerikanischen Volk. Ein „goldenes Zeitalter“, von dem Trump spricht, sei völlig unmöglich, während man den Iran in die Steinzeit zurückbombt.

Zepp-LaRouche wies auf andere Gebiete menschlichen Leids hin, wie Sudan oder Haiti. Während der Kubakrise habe es noch diplomatische Beziehungen, Gespräche über inoffizielle Kanäle und andere Kommunikationswege gegeben, aber jetzt finde kein Dialog statt. Sie verurteilte die Doppelmoral, Rußland einen „Angriffskrieg“ vorzuwerfen, aber den Irankrieg nicht so zu nennen. Wir seien heute versammelt, um genügend Kräfte zu mobilisieren, um den Krieg zu beenden und eine Eskalation zur nuklearen Konfrontation zu verhindern. In den letzten Monaten der Biden-Regierung hätten laut einer Umfrage 50% der Leute im Pentagon einen Atomwaffeneinsatz erwartet und gemeint, das wäre nicht schlimm. Wir bräuchten eine Vision für 50 Jahre und müßten mit den BRICS zusammenarbeiten. Die Menschheit sei die einzige mit Vernunft begabte Gattung, und wir müßten Nikolaus von Kues’ „Zusammenfall der Gegensätze“ nutzen, um einen Ausweg aus der Krise zu finden.

Weitere Beiträge

José Vega, Kongreßkandidat in der Bronx in New York, sagte, er sei stolz auf die Astronauten und Ingenieure der NASA, die die Artemis-II-Mission ermöglichen. In den Berichten über die Mission könne man die Erde aus der Ferne sehen: „Wir sind alle auf diesem Bild.“ Vega rief alle dazu auf, „ihre Unabhängigkeit von der Epstein-Klasse zu erklären“. Die Menschen sollten sich an gewaltfreien Aktionen für den Frieden beteiligen. Er zitierte Martin Luther King, der 1968 in einer Rede sagte, wir hätten nur die Wahl zwischen Gewaltlosigkeit oder Nicht-Existenz. Vega wird diese Woche offiziell auf dem Vorwahlzettel der Demokraten stehen. Er forderte 10.000 Ingenieure für Gaza und 10.000 Ingenieure für die Bronx für den Wiederaufbau. Er sei „gespannt darauf, was als nächstes kommt“.

Anschließend gab es Fragen und Berichte von Aktivisten aus dem Publikum. Die erste Rednerin war eine Frau aus Rumänien, die bei lokalen Friedenskundgebungen gesprochen, Zepp-LaRouches Appell an Papst Leo XIV. verbreitet und im Parlament Lobbyarbeit geleistet hat. Sie sagte, die Vorstellung, die NATO sei ein „Verteidigungsbündnis“, sei ein grausamer Aprilscherz.

Co-Moderator Dennis Small fügte hinzu, der russische Wirtschaftsbeauftragte Kirill Dmitrijew habe vor einem globalen Tsunami wegen des Ausfalls der Energie- und Nahrungsmittelversorgung gewarnt. Small sprach auch über die Geschichte des britischen Interesses an einer Kontrolle strategischer Engpässe wie der Straße von Hormus.

Eine Teilnehmerin aus den Niederlanden sagte, viele Aktivisten hätten zwar gute Absichten, aber wir müßten sie noch besser informieren. Ein Vertreter von Veterans for Peace dankte Zepp-LaRouche dafür, daß sie „das Banner der Ideen von Lyndon LaRouche weiterträgt“. Es gab eine Frage zur möglichen Verstaatlichung des Militärisch-Industriellen Komplexes, und Small antwortete, noch besser wäre es, den Militärisch-Finanziellen Komplex einer Insolvenzsanierung zu unterziehen, gegen die Macht von Hedgefonds und Personen wie Peter Thiel.

Zum Abschluß erklärte Helga Zepp-LaRouche, sie sei optimistisch, daß wir Kriege beenden, Frieden schaffen und die Welt aufbauen können. Bündnisse wie die NATO würden vielleicht verschwinden, statt dessen bräuchten wir Nationen, die gemeinsam für wirtschaftliche Entwicklung arbeiten. Sie forderte ein Ende der Geopolitik und reinen Machtpolitik – wie etwa Trumps Äußerung, er brauche kein Völkerrecht. Sie war entsetzt darüber, daß in Deutschland Männer im wehrpflichtigen Alter nun um Erlaubnis bitten müssen, das Land länger zu verlassen, weil es für den Krieg mobilisiert werden soll. Die Wurzel aller dieser Probleme liege darin, daß Menschen ihre axiomatischen Annahmen nicht hinterfragen. Wir müßten denken wie Nikolaus von Kues, und der beste Ausgangspunkt dafür sei das Krisenforum am 6. April. Sie rief alle auf, die Einladung und ihren Brief an den Papst in ihren örtlichen Kirchen zu verteilen.

Dennis Speed fügte hinzu, wir sollten die Welt nicht von „links“ oder „rechts“ betrachten, sondern so, wie Martin Luther King sie betrachtete – „vom Gipfel des Berges“.


Anmerkung

1. schillerinstitute.com/de/blog/2026/04/01/eir-kuendigt-dringlichkeitskonferenz-am-6-april-an/


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