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Internationale Friedenskoalition #170, EIR-Online-Diskussionsrunde, 04.09.2026, 17.00 Uhr

„Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in Amerika“

170. Treffen der Internationalen Friedenskoalition/EIR-Online-Diskussionsrunde

„Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in Amerika“

04. September 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition und EIR an.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Am 4. September veranstalten Executive Intelligence Review und die Internationale Friedenskoalition eine Diskussionsrunde zum Thema „Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in Amerika“, die live auf YouTube ausgestrahlt wird. Um an der Diskussion mit den Rednern teilzunehmen, ist eine Anmeldung erforderlich

Panel 1

  1. Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Gründerin des Schiller-Instituts: Eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zur Beendigung von Krieg und Plünderung
  2. Roberto Amaral (Brasilien), ehemaliger Minister für Wissenschaft und Technologie in Lulas erster Regierung (2003): Die Zukunft Brasiliens: Wissenschaft, Technologie, Innovation und Souveränität
  3. General a. D. Edwin Patterson Monsalve (Peru), Wissenschaftler und Professor für Geopolitik und Geostrategie: Der peruanische Hafen Chancay und die Entwicklungs- und Integrationsnetzwerke Südamerikas
  4. Paulo Nogueira Batista Jr. (Brasilien), Wirtschaftswissenschaftler, ehemaliger Exekutivdirektor des IWF für Brasilien und zehn weitere Länder in Washington, D.C., sowie Mitbegründer und Vizepräsident der von den BRICS-Staaten gegründeten Neuen Entwicklungsbank: Die neue Monroe-Doktrin und die Ansprüche der USA auf unangefochtene Hegemonie in der westlichen Hemisphäre
  5. Prof. Zhang Weiwei (China), Professor für Internationale Beziehungen an der Fudan-Universität in Shanghai: Chinas Rolle bei der Entwicklung des Globalen Südens
  6. Oberst a. D. Pedro Baños (Spanien), Geopolitik-Analyst: Warum Spanien sich nicht am NATO-Krieg gegen Russland und den Iran beteiligen darf

Panel 2

  1. Dennis Small (USA), iberoamerikanischer Direktor des EIR: Der biozeanische Eisenbahnkorridor Südamerikas – eine planetarische Transformation im Jahrhundertmaßstab
  2. Donald Ramotar (Guyana), ehemaliger Präsident von Guyana (2011–2015): Eine Politik der guten Nachbarschaft unter den Nationen Südamerikas
  3. Sara Madueño de Vásquez (Peru), EIR-Büroleiterin in Lima: Der „Chancay-Effekt“ am Vorabend des Papstbesuchs in Peru
  4. Estevão Damacena (Brasilien), Jugendbewegung des Schiller-Instituts: Brasiliens physische wirtschaftliche Schwachstellen und wie man sie überwinden kann

Widerstand gegen die „Kontrolle des Narrativs“

Bericht über das 169. wöchentliche Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 169. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 28. August begann mit einer Einführung der IPC-Initiatorin und Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche. Sie räumte ein, daß die Gefahr eines Weltkriegs nach 169 Wochen nicht geringer ist, sondern wächst, betonte jedoch auch, daß es Lösungen gibt und wir den politischen Kampf um deren Umsetzung gewinnen müssen.

Der Konflikt in der Ukraine werde durch Großbritannien und Frankreich eskaliert, indem sie mehr Hightech-Waffen liefern, womit das Risiko zunehme, daß Rußland beide und insbesondere Großbritannien als direkte Konfliktparteien betrachtet, wie die Sprecherin des Außenministeriums Maria Sacharowa diese Woche bereits warnte.

Im Iran-Krieg seien die Vereinigten Staaten aufgrund der Erschöpfung ihres Waffenarsenals in eine Sackgasse geraten. Die Bedeutung der neuen „Mekka-Allianz“ – des trilateralen Verteidigungspakts, der am 7. August in Mekka vom saudischen Kronprinzen bin Salman, dem türkischen Präsidenten Erdogan und dem pakistanischen Premierminister Scharif geschlossen wurde – lasse sich noch nicht endgültig beurteilen, aber sie könnte möglicherweise einen Weg für erfolgreiche Verhandlungen und eine neue regionale Sicherheitsarchitektur ebnen, wenn es mit einer Perspektive wirtschaftlicher Entwicklung wie dem „Oasenplan“ verbunden werde.

Die westlichen Volkswirtschaften seien in einer verzweifelten Lage, und die Aufrüstungspolitik in Europa sei „einfach nur verrückt“, zumal der Schwerpunkt auf der Massenproduktion von Waffen liege, die technologisch veraltet sind. Und obwohl die Vereinigten Staaten einen gigantischen Militärhaushalt haben, zahlten sie mittlerweile mehr Zinsen für ihre Staatsschulden als dafür.

Co-Moderator Dennis Small, der Iberoamerika-Direktor von Executive Intelligence Review, stellte zunächst fest, die Realität habe sämtliche Versprechen und Vorhersagen von Präsident Trump widerlegt, und er zitierte Lyndon LaRouches Warnung, wie verrückt es sei, eine gescheiterte Wirtschaftspolitik immer weiter fortzusetzen.

Der heutige US-Finanzminister Scott Bessent habe schon 1992 eine Schlüsselrolle bei George Soros’ Manöver gegen das britische Pfund gespielt. Small erläuterte Bessents jüngsten Schachzug, den Billionen Dollar großen „Notfallfonds“ des Finanzministeriums zum Rückkauf von US-Staatsanleihen zu nutzen, und die Reaktion der Finanzwelt, die sich davon nicht beeindrucken läßt. Wir hätten den Punkt erreicht, wo sowohl die Staatsverschuldung als auch die Zinssätze steigen. Indem Bessent langfristige Schulden mit kurzfristigen Krediten zurückkauft, rase man nur noch schneller auf den Abgrund zu. Small erwähnte auch Bessents extreme Forderung, daß alle Länder der Welt den Handel mit dem Iran einstellen, was höchstwahrscheinlich alle wichtigen Handelspartner des Iran zurückweisen würden. Diese Taktik werde den Aufbau einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die die Vorherrschaft der USA ablöst, nur noch beschleunigen.

Peter Kuznick, Professor für Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute an der American University in Washington, stellte ein Video zur Verfügung, worin er die Ziele seines Offenen Briefes erläutert, in dem er Papst Leo XIV. ersucht, einen Notfallgipfel einzuberufen, um einen Atomkrieg zu verhindern. Kuznick befürchtet, daß Trumps „pathologischer Narzißmus“ ihn anfällig für Druck aus seinem Umfeld macht, das Tabu des Atomwaffeneinsatzes zu brechen.

Zepp-LaRouche erinnerte daran, daß die Aufrüstung durch Kürzungen bei den Sozialleistungen finanziert wird, was das verbreitete Elend noch verstärke; dies werde dann Regierungen dazu veranlassen, noch mehr auf Krieg zu setzen, um davon abzulenken – genau wie in Deutschland unter den Nazis.

Co-Moderator Dennis Speed wies darauf hin, daß die Zinszahlungen der US-Regierung heute höher sind als der gesamte US-Staatshaushalt im Jahr 1987. Anschließend stellte er Larry Johnson vor, einen ehemaligen CIA-Beamten und Mitglied der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS). Johnson sagte, die Korruption in den USA und bei Trump persönlich „läßt die Korruption in der Ukraine im Vergleich dazu harmlos aussehen“. Bessents groß angekündigte sogenannte „D-Day-Sanktionen“ gegen den Iran seien ein „völliger Witz“, weil der Iran ohnehin gerade dabei sei, sich aus dem US-dominierten Finanzsystem zurückzuziehen. Johnson spottete über Trumps Behauptung, die Straße von Hormus sei „offen“, und ging sprach über die kommende Krise, wenn der Welt der Dieselkraftstoff, „das wirtschaftliche Herz der Volkswirtschaften“, ausgeht.

Diskussion

Zepp-LaRouche betonte erneut, die Lage sei ernst, aber das Problem sei lösbar, und dazu könnten wir auf historische Traditionen wie den Konfuzianismus in China und den Westfälischen Frieden in Europa zurückgreifen. Diese Traditionen habe sie bei der Formulierung ihrer „Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ berücksichtigt.

Small sagte, es gebe nur einen einzigen Grund, warum es ein Problem mit Renten und anderen Sozialleistungen gibt, nämlich daß die Wall Street sich anmaßt, daß ihre Wünsche Vorrang vor dem Wohlergehen und sogar dem Überleben der amerikanischen Bevölkerung haben. Small erwähnte die persönliche Korruption Trumps, dessen Familie im vergangenen Jahr 2 Milliarden Dollar durch Spekulation mit Kryptowährung verdiente, warnte jedoch vor der simplen Annahme, dies sei die Wurzel des Problems. Solche Korruption sei nur ein Symptom der aufgeblähten und im Niedergang begriffenen Finanzstruktur. Small forderte, wie LaRouche früher, eine Rückkehr zu einem Währungssystem mit festen Wechselkursen – Vorhersehbarkeit sei gut für den Handel mit Gütern und schlecht für die Spekulation.

Dennis Speed zitierte Hannah Arendt zu den Folgen einer Medienlandschaft voller Lügen: Die Bevölkerung werde handlungsunfähig, weil sie gar nichts mehr glaubt. Zepp-LaRouche ergänzte, schon die Verwendung des Begriffs „Narrativ“ sei ein Hinweis darauf, daß die Wahrheit in der Berichterstattung kein Faktor mehr ist. Stattdessen gebe „konkurrierende Märchen“, die verschiedene Fraktionen erfinden, um ihre jeweiligen Ziele voranzutreiben.

Während des gesamten Treffens bezogen sich verschiedene Redner darauf, daß es weithin Spekulationen über die jüngsten Besuche von CIA-Chef John Ratcliffe und Erzbischof Paul Gallagher in Rußland gibt. Dennis Speed fragte Johnson nach seiner Meinung dazu, und Johnson antwortete, der Großteil der hitzigen Debatten darüber sei „ein Haufen Unsinn“. Er vertrat die Ansicht, daß das Überleben der Ukraine als Nation nun sehr fraglich sei und sie möglicherweise nicht einmal mehr bis zum Jahresende bestehen bleibt.

Eine deutsche Teilnehmerin beklagte den Verlust der intellektuellen Tradition Deutschlands als „Land der Dichter und Denker“. Zepp-LaRouche antwortete optimistisch, Deutschland habe sich mehr als einmal von schrecklichen finsteren Zeiten erholt, und das könne wieder passieren. „Die Europäer ließen sich von ihren eigenen kulturellen Traditionen entwurzeln“, anders als asiatische Nationen, die sich durch die positiven Elemente ihrer 5000-jährigen Geschichte stärken. Small kommentierte dazu mit Sarkasmus die kulturelle Entwicklung Trumps und der heutigen USA.

Zepp-LaRouche kam in ihren abschließenden Bemerkungen auf dieses Thema zurück und betonte, jeder Mensch müsse seine Emotionen mobilisieren, um den depressiven Auswirkungen der „Kontrolle des Narrativs“ und des kulturellen Verfalls zu widerstehen. Der Schlüssel zum Erfolg in diesem Kampf sei die Liebe zur Menschheit.


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Die Atomkriegsdebatte ist real

Mittwoch, 2. September 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Am ersten Tag des 26. jährlichen Gipfeltreffens der Staatschefs der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) heute im kirgisischen Bischkek berieten die Staats- und Regierungschefs der zehn Mitgliedsstaaten, die insgesamt 3,4 Milliarden Menschen vertreten, zusammen mit den Staats- und Regierungschefs von 17 Partnerländern und Gästen in bilateralen Gesprächen darüber, wie man zum Wohle der Welt vorgehen und Krieg und Not beenden kann. Morgen stehen Plenarvorträge und die erwartete Erklärung von Bischkek auf dem Programm. Das offizielle Thema der Veranstaltung lautet: „25 Jahre SCO: Gemeinsam für nachhaltigen Frieden, Entwicklung und Wohlstand.“

Zu den Treffen in Bischkek gehörten Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, zwischen Putin und dem indischen Premierminister Modi sowie zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan und Putin. Xi Jinping und der kirgisische Präsident Sadr Japarow, der Xi zu einem Staatsbesuch empfing, erörterten unter anderem Infrastrukturprojekte, die die Vernetzung in ganz Eurasien betreffen. Der iranische Präsident Massud Peseschkian traf sich mit Putin, mit Modi und anderen Staats- und Regierungschefs, darunter dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Es gab zahlreiche weitere Treffen zwischen den anwesenden Staats- und Regierungschefs.

Die ersten Berichte vom SCO-Gipfel zeigen: der Schwerpunkt der außergewöhnlich zahlreichen Konsultationen unterstreicht erneut die Notwendigkeit von Frieden und Diplomatie in der Welt – als direkte Zurückweisung der derzeitigen typischen Position des kollektiven Westens, wonach sowohl in militärischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht das Recht des Stärkeren gelte.

Die Vereinigten Staaten haben zusammen mit Israel, nachdem sie sechs Monate lang Krieg gegen den Iran geführt hatten – ohne „Sieg“ –, am Wochenende die Bombardements wieder aufgenommen und die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus getroffen. Der Iran reagierte daraufhin mit gezielten Angriffen auf US-Stützpunkte in Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das europäische Kriegsbündnis setzt seine Unterstützung für die Ukraine, die extreme Aufrüstung und die Dämonisierung Russlands fort, während die europäische Wirtschaft selbst am Zusammenbrechen ist. Die EU-Verteidigungsminister werden sich morgen in Irland treffen, gefangen in diesem destruktiven Kurs.

Das dramatischste Ereignis des Tages ist jedoch, dass die neue Kampagne der Wirtschaftskriegsführung, die die Vereinigten Staaten im Namen der Schädigung des Iran gegen die Welt gestartet haben – die „Operation Economic Outcast“ –, bereits nach knapp einer Woche zum Scheitern verurteilt ist. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte diese Politik am 24. August an und bekräftigte sie gestern und heute vor den Finanzministern der Gruppe der 20 (G20), die sich in North Carolina treffen, um den für Dezember in Florida geplanten G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs vorzubereiten. Bessent erklärte am 30. August gegenüber AP, die Staaten müssten ihre Beziehungen zum Iran abbrechen; sollten sie dies nicht tun, „wird dies, wenn es sein muss, finanzielle Gewalt bedeuten. Wir zeigen den Menschen, dass wir wissen, wer ihr seid, ihr wisst, wer ihr seid, und das muss aufhören.“

Die Welt reagiert. Heute erörterten Premierminister Modi und Präsident Peseschkian, wie die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen ihren beiden Ländern ausgebaut werden können. Zuvor hatte China bereits erklärt, es werde sich nicht an das Bessent-Dekret halten.

Bessent befindet sich auf dem Weg zur Versammlung in Asheville, North Carolina. Er dankte den anwesenden EU-Vertretern für ihre Unterstützung der „Operation Economic Outcast“, während Medien berichten, dass sich seine weitere Unterstützung auf Großbritannien, Japan und Bahrain beschränkt. Was die US-Initiative „Outcast“ bewirkt hat, ist, den bevorstehenden Zusammenbruch des gesamten Dollarsystems ins Rampenlicht zu rücken. Bessent und der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, versuchten, Fragen abzuwehren, indem sie erklärten, „Wachstum“ werde die Bewältigung der Schulden ermöglichen und die 40 Billionen US-Dollar betragende Staatsverschuldung der USA minimieren. Als ein Reporter fragte, warum die USA ihre eigenen Schatzanweisungen zurückkaufen, wich Bessent der Frage aus, indem er sagte, der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, habe dies in Europa getan, und Japan habe dies in größerem Umfang getan als jeder andere.

Die unmittelbare Gefahr inmitten dieses offensichtlichen Niedergangs des Westens und des Vormarsches der globalen Mehrheit besteht darin, dass einige, die noch in Machtpositionen sind, auf den Einsatz der „nuklearen Option“ in der Kriegsführung zurückgreifen könnten. Es ist die Aufgabe der Vernünftigen, auf jede erdenkliche Weise Alarm zu schlagen.

Schließen Sie sich denen an, die den Offenen Brief an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel zu organisieren, um die Fragen des Friedens und der nuklearen Abrüstung anzugehen, bereits unterschrieben und verbreitet haben.

Beteiligen Sie sich am Dialog über die Alternative zu Krieg und Zusammenbruch. Das Schiller-Institut hält heute ein Online-Krisenforum zum Thema: Der freie Fall der deutschen Wirtschaft muss gestoppt werden! Deutschland muss vor dem Ausverkauf gerettet werden! ab und EIR wird an diesem Freitag, dem 4. September, ebenfalls ein Online-Forum mit dem Titel „Eine Alternative zum Krieg und zur Plünderung in Amerika“ mitveranstalten. Bei dieser Veranstaltung diskutieren Referenten über die Art von Projekten und Ansätzen, die derzeit auch auf dem SCO-Gipfel in Bischkek sowie vom 1. bis 4. September in Wladiwostok auf dem Russischen Östlichen Wirtschaftsforum thematisiert werden. Vom 12. bis 13. September findet in Neu-Delhi, Indien, der jährliche BRICS-Gipfel der Staatschefs statt.


Internationale Friedenskoalition #169, 28.08.2026, 17.00 Uhr

Einen Weltgipfel organisieren

169. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Einen Weltgipfel organisieren

28. August 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) und Dennis Small, Executive Intelligence Review; sowie Berichten über die Mobilisierung um den Aufruf an Papst Leo XIV.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Wir hoffen, Sie haben weltweit für „positive Unannehmlichkeiten“ gesorgt.
Im Rahmen dieses IPC möchten wir über die Mobilisierung um den „Aufruf an Papst Leo einen Weltgipfel zu organisieren“ berichten. Wir veröffentlichen den Aufruf hier nochmals in voller Länge, erhalten Sie Optionen zum Unterzeichnen und Teilen.
Falls Sie sich noch nicht für das deutschsprachige Krisenforum “Der freie Fall der deutschen Wirtschaft muß gestoppt werden! Deutschland muß vor dem Ausverkauf gerettet werden!“ des Schiller-Instituts angemeldet haben, tun Sie dies bitte hier.


Aufruf an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel zu organisieren, um die Fragen des Friedens und der nuklearen Abrüstung anzugehen

Der folgende Offene Brief an Papst Leo XIV. wurde am 19. August auf der Substack-Seite von Nuclear Insanity veröffentlicht. Wenn Sie den Brief unterzeichnen wollen, füllen Sie bitte dieses Google Formular aus.

Sollten Sie kein Google- Konto haben, senden Sie bitte eine Email an fragen@schiller-institut.degeben Sie Ihren vollständigen Namen und die Institution, die Sie vertreten an.
Wir werden Ihre Daten an die Initiatoren weiterleiten.

Wir appellieren an Sie, Papst Leo, als die führende Persönlichkeit, die sich mehr als alle anderen bemüht, für die ganze Menschheit zu sprechen, statt nur für bestimmte Nationen, Religionen oder Wählergruppen, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, um die Welt von ihrem derzeitigen Kriegskurs und einer potentiellen nuklearen Katastrophe abzubringen und um die größten Krisen, denen die Menschheit heute gegenübersteht, friedlich zu lösen. Eine solche Initiative stünde im Einklang mit Ihren wiederholten Aufrufen zu Frieden und Gerechtigkeit seit Ihrem Amtsantritt als Papst – Aufrufe, die Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen auf unserem Planeten inspirieren und ihnen Hoffnung geben.

Am 10. Juni 2025 veröffentlichte die damalige Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste der USA (DNI), Tulsi Gabbard, ein kurzes aber erschreckendes Video, das mit Bildern von Hiroshima begann und in dem sie warnte: „Wir sind dem Abgrund der nuklearen Vernichtung näher als je zuvor“ und „Kriegstreiber aus der politischen Elite schüren leichtfertig Angst und Spannungen zwischen den Atommächten“. Gabbard schloß: „Es liegt an uns, dem Volk, uns zu Wort zu melden und ein Ende dieses Wahnsinns zu fordern. Wir müssen diesen Marsch in den Atomkrieg ablehnen und auf eine Welt hinarbeiten, in der niemand in Angst vor einem atomaren Holocaust leben muß.“

Am 20. Oktober 2025 warnte der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin: „Die Welt erlebt derzeit den fragilsten Moment für die internationale Sicherheit seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Naryschkin fuhr fort: „Unsere gemeinsame und vielleicht wichtigste Aufgabe ist es, sicherzustellen, daß die Anpassung an die neue Realität ohne einen großen Krieg vonstattengeht, wie es in früheren historischen Phasen der Fall war.“ Inzwischen ist es viele Monate her, seit diese beiden Geheimdienstchefs Alarm schlugen, und wir sind der nuklearen Vernichtung nur noch näher gekommen – viel näher.

Als Gabbard und Naryschkin diese Warnungen äußerten, tobte der Krieg in der Ukraine, Israel verübte seinen Völkermord im Gazastreifen, und die Spannungen zwischen China und den USA um Taiwan und das Südchinesische Meer waren hoch. Seitdem ist der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hinzugekommen, und die Gefahr eines Dritten Weltkriegs ist damit exponentiell gewachsen.

Es tauchen immer wieder Anzeichen dafür auf, daß Regierungen für eine solche Eventualität planen, obwohl wir seit mehr als vier Jahrzehnten wissen, daß selbst ein begrenzter Atomkrieg – geschweige denn ein großer – weltweit unvorstellbare Schäden auslösen kann, darunter einen nuklearen Winter, der alles Leben auf unserem Planeten vernichten könnte. Am 20. August 2024 veröffentlichte die New York Times einen Artikel auf der Titelseite, in dem gewarnt wurde, daß sich die USA auf einen gleichzeitigen Atomkrieg an drei Fronten gegen Rußland, China und Nordkorea vorbereiteten. Am selben Tag berichtete das Bulletin of the Atomic Scientists, daß immer mehr Nuklearstrategen überzeugt sind, ein Atomkrieg könne geführt und gewonnen werden, womit sie die jahrzehntelange Erkenntnis, daß ein Atomkrieg nicht gewonnen werden kann und niemals geführt werden darf, faktisch auf den Kopf stellen.

Im November 2024 erklärte der US-Admiral Thomas Buchanan, die USA bereiteten sich darauf vor, einen Atomkrieg zu führen und zu gewinnen und dabei genügend Atomwaffen in Reserve zu halten, um ihre globale Vorherrschaft auch danach aufrechterhalten zu können.

Vor kurzem hat der politische Chef des US-Verteidigungsministeriums, Elbridge Colby, die Notwendigkeit erörtert, dass die USA zusätzlich zum Einsatz von Truppen aus Südkorea und Japan auch taktische Atomwaffen einsetzen müssten, falls es zwischen den USA und China zu Kämpfen um die Taiwanstraße kommen sollte.

Nicht nur die Experten der Weltuntergangsuhr des Bulletin of the Atomic Scientists sind der Ansicht, daß sich die Welt immer mehr der nuklearen Vernichtung nähert. Und zusätzlich zu den Drohungen der USA haben mehrere einflußreiche russische Politiker Wladimir Putin dazu aufgefordert, Atomwaffen einzusetzen, um die Ukraine zu besiegen.

Wir, die Unterzeichner aus aller Welt, halten den Zeitpunkt für günstig, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, der sich mit den großen Konflikten in der Welt befaßt, und mit der Notwendigkeit, dem nuklearen Abgrund zu entkommen. Rußland steckt seit fast fünf Jahren in der Ukraine fest. Auch wenn Rußland unter hohen Kosten weiterhin schrittweise Geländegewinne erzielt, ist die Lage an der Front weitgehend ins Stocken geraten, und beide Seiten fügen durch ihren Drohnen- und Raketenkrieg der Energieinfrastruktur und der Schifffahrt erheblichen Schaden zu, was zu globalen Energie- und Nahrungsmittelengpässen führt und innerhalb wie außerhalb beider Länder Leid verursacht. Wenn die von der NATO unterstützte Ukraine immer weiter Rußlands rote Linien überschreitet, kann und will Putin dann die russischen Falken noch eindämmen?

Gleichzeitig finden die USA keinen diplomatischen Ausweg aus ihrem Krieg gegen den Iran, der seinerseits keinerlei Anstalten macht, den USA zu erlauben, die Krise zu beenden, die sie und Israel durch den Angriff auf den Iran ausgelöst haben. Während China darauf besteht, daß die Einheit mit Taiwan seine ultimative rote Linie ist, würde jeder in der Region davon profitieren, wenn sich die Spannungen legen und Ressourcen in Entwicklung – im Sinne von Chinas Gürtel- und Straßen-Initiative – statt in Kriegshandlungen fließen würden.

Dieser letzte Punkt sollte universell gelten. Es ist schmerzlich zu sehen, wie viele Nationen Ressourcen aus Ernährung, Wohnen, Bildung und Gesundheit in die Aufrüstung ihrer Streitkräfte umleiten. Das gilt ganz besonders für Nordamerika, Europa und Asien, wo Gespräche über friedliche Konfliktlösungen dem Gerede über Kriegsvorbereitungen weichen müssen.

Wie Sie selbst vor einigen Monaten weise und eindringlich betont haben: „Ich habe mehr als einmal den eindringlichen Appell wiederholt, den der heilige Paul VI. an die Vollversammlung der Vereinten Nationen richtete – Was mich verbindet, so bemerkte mein verehrter Vorgänger, ist ein Pakt, besiegelt ‚mit einem Eid, der die zukünftige Geschichte der Welt verändern soll: Nie wieder Krieg, nie wieder Krieg! Es ist der Frieden, der Frieden, der das Schicksal der Nationen der gesamten Menschheit leiten muß‘! Gerade im Atomzeitalter muß sich die Wahrheit durchsetzen: Nicht Atomwaffen schaffen Frieden, sondern Abrüstung. Diese Wahrheit, die in vergangenen Jahrzehnten, als wir eine nukleare Deeskalation erlebten, klar zu sein schien, wurde durch einen Rüstungswettlauf verdeckt, der heute Angst und Schrecken verbreitet.“

Es war in der Tat Papst Paul VI., der erste Papst, der im Oktober 1965 vor den Vereinten Nationen sprach und in dieser außergewöhnlichen Ansprache Präsident Kennedy zitierte: „Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen, sonst wird der Krieg der Menschheit ein Ende setzen.“ Er zitierte das Buch Jesaja: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Sicheln.“ In seiner Enzyklika Populorum Progressio von 1967 betonte Papst Paul VI.: „Entwicklung ist der neue Name für Frieden.“

Auch andere Päpste haben in Krisenzeiten mutige Initiativen ergriffen, um die Menschheit zu retten. Im Oktober 1962 plädierte Papst Johannes XXIII. für eine friedliche Lösung der Kubakrise und trug dazu bei, sowohl Präsident Kennedy als auch Generalsekretär Chruschtschow eine Möglichkeit zu bieten, das Gesicht zu wahren und die Krise diplomatisch statt militärisch zu lösen – zu einem Zeitpunkt, als ein Krieg unmittelbar bevorzustehen schien. Ein ähnliches Unterfangen könnte heute Erfolg haben, in einer Situation, in der die beiden großen Konflikte der Welt scheinbar unüberwindbar festgefahren sind.

Das gleiche gilt für das nukleare Wettrüsten, wo die neun Atommächte ihre Arsenale nicht nur modernisieren, sondern auch ausbauen – nach Jahrzehnten vernünftiger, wenn auch viel zu langsamer Abrüstung. Und zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind die beiden großen nuklearen Rivalen durch keine Verträge zur nuklearen Rüstungskontrolle mehr gebunden. Andere Länder und Gebiete, darunter Japan, Südkorea, Polen, Saudi-Arabien, Taiwan und die Ukraine, diskutieren über die Anschaffung eigener Atomwaffen, was die Welt nur zu einem noch größeren nuklearen Pulverfaß machen würde.

Ein päpstlicher Aufruf zu einem Krisengipfel, um die aktuellen Kriege zu beenden und die Tendenz zu Kriegen und Atomwaffen umzukehren, könnte den Regierungen der Welt die Chance für einen Kurswechsel bieten, weg von der derzeitigen Entwicklung zu einem Atomkrieg, der die Erde zerstört. Wir bitten Sie, Papst Leo, dringend, Ihre einzigartige moralische Autorität zu nutzen, um ein solches Treffen der Staats- und Regierungschefs der Welt, einschließlich der Staatschefs der drei wichtigsten Atommächte, einzuberufen, damit sie zusammenkommen und auf die Bitten der Menschheit reagieren, unsere Welt in eine grundlegend andere Richtung zu lenken, bevor es zu spät ist.

Erstunterzeichner:

  • Peter Kuznick, Professor für Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute, American University, Washington
  • Jack Gilroy, Pax Christi New York State Council; Veterans for Peace; Ban Killer Drones; Internationale Friedenskoalition des Schiller-Instituts
  • Ivana Nicolic Hughes, Präsidentin der Nuclear Age Peace Foundation, Senior-Dozentin für Chemie an der Columbia University (NYC)
  • Naledi Pandor, ehemalige Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, Südafrika (2019-2024)
  • S.E. Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana, 2011–2015
  • Richard Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Princeton University; ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in den palästinensischen Gebieten; Vizepräsident der Nuclear Age Peace Foundation
  • Chandra Muzaffar, islamischer Reformer und Aktivist, Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST); Koordinatorin von SHAPE (Save Humanity and Planet Earth)
  • Kathy Kelly, Pax-Christi-Friedenslehrerin 1998; Vorstandsvorsitzende von „World Beyond War“
  • David Swanson, Geschäftsführer von „World Beyond War“; Autor von „War is Still a Lie“
  • Marjorie Cohn, emeritierte Professorin an der Thomas-Jefferson-Rechtsfakultät; Dekanin der People’s Academy of International Law
  • Bandy X. Lee, Präsidentin der World Mental Health Coalition; Mitbegründer von „Preventing Violence Now“
  • James C. Cobey, Gründer von „Health Volunteers Overseas“; Mitglied des Lenkungsausschusses von „Voices from the Holy Land“; Mitglied des Internationalen Komitees zum Verbot von Landminen (ICBLM), das 1997 den Friedensnobelpreis erhielt
  • Dr. Mohammad A. Toor, Vorsitzender des Kuratoriums des Pakistani American Congress; Präsident der „American Pakistani Physicians for Justice & Democracy“; Vorsitzender der „American Muslim Alliance“
  • Ann Wright, Oberst der US-Armee (a. D.) und ehemalige US-Diplomatin (die im März 2003 aus Protest gegen den US-Krieg gegen den Irak zurücktrat); Mitglied bei „Veterans for Peace“, „World Beyond War“, „CODEPINK“ und „Hawaii Peace and Justice“
  • Susan Schnall, Präsidentin von „Veterans for Peace“ (USA)
  • Norman Solomon, nationaler Direktor von „Roots Action“; Autor
  • Martin Sheen, mit Golden Globe und Emmy ausgezeichneter Schauspieler; Pax Christi „Teacher of the Year“ (1999)
  • Setsuko Thurlow, Überlebende des Atombombenabwurfs auf Hiroshima; Friedensnobelpreisträgerin; Trägerin des Order of Canada
  • Glenn Diesen, Professor an der University of South-Eastern Norway
  • Frida Stranne, Professorin und Expertin für Außenpolitik, Schweden
  • Ray McGovern, Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity
  • Helga Zepp-LaRouche, Gründerin Schiller-Institut, Initiatorin Internationale Friedenskoalition

Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Der Westen zieht sich am eigenen Schopf — in den Sumpf!

Mittwoch, 26. August 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Am Donnerstag, dem 25. Oktober 1962, drei Tage nachdem Präsident Kennedy die Entdeckung sowjetischer Raketen auf Kuba bekannt gegeben hatte, sprach Papst Johannes XXIII. in Radio Vatikan und forderte die Regierungen der Welt auf, den Dialog fortzusetzen. Am nächsten Morgen berichtete die Prawda unter der Überschrift „Rettet den Frieden!“ (oder „Rettet die Welt!“) über diesen Appell und zitierte ihn ausführlich: Die Staats- und Regierungschefs sollten „den verzweifelten Schrei beachten, der von jedem Ort der Erde, von unschuldigen Kindern bis zu den Alten, von Einzelpersonen bis zu Gemeinschaften, zum Himmel emporsteigt: Frieden! Frieden!“ Am Tag nach dem Bericht der Prawda schlug Chruschtschow Kennedy den Tausch vor, der die Krise beendete.

Betrachten wir die gegenwärtige Situation.

Gold hat US-Staatsanleihen als den nach Marktwert größten einzelnen Reservewert der Zentralbanken überholt. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte ein Neunzehnjahreshoch. Das US-Finanzministerium verdoppelte den Umfang seiner eigenen Anleiherückkäufe, doch die Wirkung hielt nur kurz an. Am Montag kündigte der Finanzminister eine Maßnahme an, deren erklärte Bedingungen lauten, dass jede Einrichtung, die Geldwäsche im Iran ermöglicht, „aus dem US-Dollar-System ausgeschlossen wird“, und nannte Gold als einen von fünf Sektoren, gegen die Sanktionen verhängt werden sollen. Drei amerikanische Beamte teilten einem Reporter mit, dass am Freitagabend 40 Tanker die Straße von Hormus mit einer Ladung von 16 Millionen Barrel passiert hätten. Diese Behauptung lässt sich nur schwer mit den Daten kommerzieller Schiffsverfolgungsdienste in Einklang bringen, die weitaus weniger registrierte Schiffsdurchfahrten ausweisen.

Was das kostet, lässt sich in Menschen zählen. Die amerikanische Erwerbsbevölkerung verlor innerhalb von zwölf Monaten etwa 1,3 Millionen Menschen. Dieser Rückgang ist besonders auffällig in einem alternden Land, dessen Wachstum der Erwerbsbevölkerung zunehmend von Einwanderung abhängt, zumal bis Anfang 2027 eine weitere Million davon abgezogen werden soll.

Wozu ist ein Mensch da? „Es ist nicht die Ausübung körperlicher Gewalt durch Menschen, die die Menschheit beherrscht“, schrieb Lyndon LaRouche 1994 in „The Science of Physical Economy as the Platonic Epistemological Basis for All Branches of Human Knowledge“ („Die Wissenschaft der physischen Ökonomie als platonische Erkenntnistheorie für alle Zweige des menschlichen Wissens“), veröffentlicht in EIR. „Die Menschheit wird von der Kraft der Ideen beherrscht, vom Wechselspiel jener konkurrierenden Ideen, die durch den Geist der Menschen wirken und so das physische Verhalten der Gesellschaft steuern.“ Und im selben Aufsatz, gegen jede Doktrin, die Menschen in Nützliche und Entbehrliche einteilt: „Die Menschheit besteht aus nichts anderem als Individuen, denen jener Funke schöpferischer Vernunft gemeinsam ist, der alle Menschen als Ebenbild des Schöpfers auszeichnet.“

Eine Million Menschen, die aus der Erwerbsbevölkerung ausgeschlossen sind, sind keine Statistik. Es sind eine Million Köpfe, von denen die Führung einer Nation entschieden hat, dass sie sie nicht benötigt.

Erzbischof Paul Gallagher, der vatikanische Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten (Außenminister des Vatikan), befindet sich in Moskau. Er trifft sich am Dienstag, dem 25. August, mit Sergej Lawrow und am nächsten Tag mit Juri Uschakow, dem außenpolitischen Berater von Präsident Putin. In einem am 19. August veröffentlichten offenen Brief wird Papst Leo XIV. gebeten, die Staatschefs der drei wichtigsten Atommächte im Geiste des Aufrufs von Johannes XXIII. aus dem Jahr 1962 einzuberufen. Leo hat dieses Argument bereits selbst vorgebracht: Am 30. Juli 2025, anlässlich des fünfzigsten Jahrestags der Schlussakte von Helsinki, bezeichnete er es als unerlässlich, „am Dialog festzuhalten, die Zusammenarbeit zu stärken und die Diplomatie zum bevorzugten Weg zu machen“.

Werden wir heute den „Frieden retten“?


Wer treibt uns in den Atomkrieg?

Bericht vom 168. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die Internationale Friedenskoalition (IPC) hielt am 21. August ihre 168. wöchentliche Online-Sitzung ab – laut Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, möglicherweise die bisher wichtigste Sitzung überhaupt. Zwei regionale Kriege drohten außer Kontrolle zu geraten, und inzwischen werde sogar wie beiläufig über den Einsatz taktischer Atomwaffen diskutiert. So betonte kürzlich die US-Kongreßabgeordnete Marjorie Taylor Greene, wenn sie sage, daß es im Pentagon bzw. in der Regierung von Donald Trump eine offene Diskussion über den Einsatz taktischer Atomwaffen gebe, sei das keine Spekulation, sie wisse es aus direkter Quelle. Der „Staatssekretär für Kriegspolitik“ Elbridge Colby habe öffentlich bestätigt, daß das Pentagon die Richtlinien zum Atomwaffeneinsatz überprüft, um dem Präsidenten in einem regionalen Konflikt mit Rußland oder China, „rationale nukleare Optionen“ an die Hand zu geben. Colby beharre sogar darauf, daß das im Gegensatz zu den aktualisierten Nuklearstrategien (Nuclear Posture Reviews) weder vom Kongreß genehmigt noch überhaupt veröffentlicht werden müsse.

Eigentlich müßte Präsident Trump zugeben, daß er den Krieg im Iran verloren hat, sagte Zepp-LaRouche, stattdessen schwanke er zwischen Aussagen, er führe Gespräche mit den Iranern, und der Behauptung, es gebe keine Gespräche, und zuletzt habe er mit vernichtenden Sanktionen gegen den Iran und jedes Land, das mit ihm zusammenarbeitet, gedroht. Der Iran habe jedoch 47 Jahre Sanktionen überstanden, und es seien im Gegenteil die Vereinigten Staaten, die bankrott sind, da ihr Haushaltsdefizit die 40-Billionen-Dollar-Marke überschritten hat. Medienberichten zufolge drohten iranische Regierungsvertreter mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte in Europa, falls die USA den Krieg eskalieren. Israel setze den Völkermord im Gazastreifen fort und begehe im Westjordanland ähnliche Gräueltaten. Präsident Trump sei jedoch nicht fähig oder willens, Israels Ministerpräsident Netanjahu in Schach zu halten. Gleichzeitig eskalierten auch die Kämpfe in der Ukraine.

Alle diese Kriege seien eine Folge der Wirtschaftskrise des „Westens“ und seines Bestrebens, das 500 Jahre alte koloniale System der Ausbeutung aufrechtzuerhalten. Es sei besonders dringlich, den neuen Appell an Papst Leo XIV. zu verbreiten, worin er gebeten wird, ein Gipfeltreffen der Regierungen über Frieden und nukleare Abrüstung einzuberufen.

Mindestens zwei ehemalige Staatschefs haben diesen Brief bereits unterzeichnet.

Ray McGovern, pensionierter CIA-Analyst und Gründungsmitglied der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS), sagte, er habe den heutigen Morgen so begonnen wie jeden Morgen – mit dem Lesen der EIR-Nachrichten. Er empfahl den Lesern nachdrücklich einen neuen Überblicksbeitrag darin . McGovern fragte, wie Elbridge Colby überhaupt davon sprechen könne, offizielle Nukleardoktrinen zu ändern, ohne zuvor Rücksprache mit den Russen zu halten. McGovern sagte, er beobachte die Russen und zuvor die Sowjets seit über sechs Jahrzehnten, und Russland sei ein „offenes Buch“, was seine Nuklearpolitik betrifft. Colby sei noch „grün hinter den Ohren“, habe keine Erfahrung und wisse nicht, was Krieg bedeutet. McGovern hatte früher Colbys Vater, als der CIA-Chef war, über die Russen informiert. Elbridge Colby wolle nach eigener Aussage „nukleare Überlegenheit“, aber das sei unmöglich, niemand werde in einem Atomkrieg überlegen sein – daher komme der Ausdruck „Gegenseitig Garantierte Vernichtung“.

Präsident Trump sei weder körperlich noch psychisch in guter Verfassung und könnte die Welt absichtlich, versehentlich oder als Reaktion auf eine israelische Provokation unter falscher Flagge in einen Atomkrieg stürzen. Durch eine solche israelische Provokation habe Trump schon den Iran-Krieg begonnen. Der Iran habe die Straße von Hormus unter seiner Kontrolle, was dem Besitz einer Atomwaffe gleichkomme. Würde Trump mit einer Atomwaffe reagieren? Oberst Lawrence Wilkerson habe kürzlich im Podcast Judging Freedom“ erklärt, die Führung des US-Militärs würde nicht zulassen, dass Trump Atomwaffen einsetzt. Er bete dafür, daß Wilkerson Recht behält, aber dafür gebe es keine Garantie.

McGovern erwähnte mehreren Fälle, in denen es beinahe zum Atomkrieg kam – so als 1983 das Radar der Sowjetunion einen Raketenangriff anzeigte, aber der verantwortliche Offizier, Oberstleutnant Petrow, eigenmächtig handelte und keinen Gegenangriff auslöste, weil er wußte, daß ein technisches Problem mit dem Radarsystem vorlag und der Alarm falsch war. Eine weitere Krise wurde im November 1983 abgewendet, als der CIA-Beamte Mel Goodman – mit dem McGovern zur sowjetischen Außenpolitik „stolz zusammenarbeitete“ – alle Vorgesetzten umging und CIA-Direktor Bill Casey persönlich warnte, das Weiße Haus müsse die laufenden westlichen Militärmanöver einstellen, weil man sie in Moskau als Beginn eines Angriffs auf die Sowjetunion interpretiere. Ein dritter Zwischenfall ereignete sich, als US-Präsident Nixon betrunken war und sein Berater Henry Kissinger die Militärführung warnte, falls Nixon den Befehl zum Atomangriff erteile, müßten sie erst ihn fragen. McGovern betonte, heute sei die Gefahr so groß wie seit der Kubakrise 1962 nicht mehr, und er äußerte erneut größte Besorgnis über Trumps psychischen Zustand.

Jack Gilroy, ein führender Vertreter von Pax Christi, sprach über die zunehmende Verbreitung des Schreibens, in dem Papst Leo XIV. aufgefordert wird, die Staats- und Regierungschefs der Welt zusammenzubringen, um die Notwendigkeit von Frieden und nuklearer Abrüstung anzugehen. Der Papst gelte als moralische Autorität und werde von Menschen aller Glaubensrichtungen respektiert. Früher habe er öfter seinen gewählten Kongreßabgeordneten getroffen, doch in letzter Zeit habe der das immer wieder mit Ausreden vermieden. Das letzte Mal wurde ein Treffen abgesagt, weil der Abgeordnete auf einer Israelreise war.

Garland Nixon, Medienpersönlichkeit und politischer Analyst, sagte, die europäische Oligarchie sei der fanatischste Kriegstreiber, weil sie angesichts des Endes von 500 Jahren Kolonialismus und Plünderung in Hysterie verfalle. Die Briten hätten schon versucht, alle Meeresengen zu beherrschen, aber heute hätte die Huthi mehr Kontrolle als die britische Marine. Diese Oligarchen reagierten auf den Zusammenbruch ihrer kolonialen Hierarchie wütend, rasend und irrational. Fast jeder, der in seiner Sendung anruft, wolle wissen, wie er helfen kann.

Der Co-Moderator Dennis Small sagte, die 500 Jahre kolonialer Ausbeutung und die Kampagne für einen Atomkrieg seien ein und dasselbe Problem. Elbridge Colby sei mit der Brasilianerin Susana Cordeiro Guerra verheiratet, die bei der Weltbank als Vizepräsidentin für Lateinamerika und die Karibik tätig ist. In Brasilien sei Guerra eine Protegé von Paulo Guedes, dem Finanzminister unter Präsident Jair Bolsonaro und Schüler des berüchtigten radikalen Monetaristen Milton Friedman.

Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana, kommentierte, mehrere westliche Länder versuchten verzweifelt, „die Uhr zurückzudrehen“, um die 500 Jahre Kolonialismus fortzusetzen.

Jose Vega sprach über seine unabhängige Kongreßkandidatur im New Yorker Stadtteil Bronx und über die Website TheTorresFile.com, die die Korruption des dort amtierenden Kongreßabgeordneten Ritchie Torres dokumentiert.

Die Co-Moderatorin Anastasia Battle berichtete von einer geplanten Kreuzzug-artigen gewaltsamen Konfrontation in Dearborn in Michigan zwischen christlichen Nationalisten und der großen arabischen Gemeinde dort. Zum Glück träten Aktivisten und Glaubensführer vieler Konfessionen auf den Plan, um die Gemeinschaft und das friedliche Zusammenleben zu verteidigen.

Zepp-LaRouche betonte zum Abschluß der Veranstaltung: „Wir sitzen alle im selben Boot“ – wir sind „eine Menschheit“. Die Aktiven müßten jetzt den „Erweiterten Oasenplan“ für Wirtschaftsentwicklung in Westasien vorantreiben, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen, 30 bis 50 Prozent der Bevölkerung über die Gefahren und Lösungen aufklären. Der Westen müsse sich der Globalen Mehrheit anschließen. Die Welt wolle keine Kriege und keinen Völkermord, sondern Frieden und Stabilität. Wichtige Militärs warnten, wir seien dabei, ähnlich wie 1914 schlafwandelnd in einen großen Krieg zu schlittern. Der Appell an den Papst müsse an alle Institutionen und an alle denkenden Menschen weitergeleitet werden.


Internationale Friedenskoalition #168, 21.08.2026, 17.00 Uhr

Wer schürt den Atomkrieg?

168. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Wer schürt den Atomkrieg?

21. August 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Ray McGovern, ehemaliger CIA-Analyst und Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS); Garland Nixon, erfahrener progressiver Radio- und Fernsehmoderator; Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS); sowie weitere, die in Kürze bekannt gegeben werden. sowie weitere Redner.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Warum steht die menschliche Zivilisation näher am Abgrund eines Atomkriegs als je zuvor – sogar als in der Kubakrise –, worüber mittlerweile in Mainstream- als auch alternativen Medien offen diskutiert wird, und dennoch steuern wir immer weiter auf dieses unvorstellbare, selbstmörderische Ende zu? Warum hält niemand auf, was nach übereinstimmender Meinung aller qualifizierten Experten zur Vernichtung der menschlichen Zivilisation führen würde?

Wer wäre so wahnsinnig, einen Atomkrieg zu befürworten?

„London entscheidet sich bewusst für eine Eskalation der Ukraine-Krise, während es heuchlerisch den Wunsch nach Frieden bekundet“, schrieb die russische Botschaft in London in einer Erklärung vom 17. August unter Bezug auf Berichte über britische Drohnen, die geliefert wurden, um Angriffe tief im russischen Hoheitsgebiet durchzuführen. Außenminister Sergej Lawrow brachte es in einem Interview am 18. August auf den Punkt: „Wir … haben das Recht, die stolz verkündete direkte Beteiligung britischer Raketentruppen an Angriffen gegen die Russische Föderation als Beteiligung am Krieg zu betrachten, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen.“

„Dies spiegelt die Politik bestimmter … imperialistischer oligarchischer Kreise im Westen wider“, sagte Helga Zepp-LaRouche über die führende Rolle Großbritanniens bei der Eskalation des Krieges gegen Russland. Das um die Londoner City organisierte westliche Finanzsystem sei bankrott und stehe kurz vor einem Zusammenbruch in einer systemischen Krise. „Manche Kreise glauben, dass der einzige Weg, das zu vermeiden, darin besteht, in den Krieg zu ziehen. Aber das würde in einer Katastrophe enden…“

Dieses Risiko ist nicht auf den Konflikt in der Ukraine beschränkt. Typisch ist der Fall des einflussreichen Pentagon-Staatssekretärs Elbridge Colby, einem der Hauptbefürworter des Einsatzes taktischer Atomwaffen der USA. Colbys Neuauflage von Teddy Roosevelts Politik des Big Stick – des „großen Knüppels“ –, um Russland und China aus der westlichen Hemisphäre zu verjagen, würde dazu führen, dass die USA im Auftrag der Parasiten der Londoner City und der Wall Street die Kontrolle über die materiellen Werte der ganzen Region übernehmen. Das überrascht nicht, wenn man bedenkt, dass Colbys Frau, die brasilianische Ökonomin Susana Cordeiro Guerra, ein Protegé des Friedman-Monetaristen Paulo Guedes ist, der zu der „Chicago-Boy“-Clique gehört, die Chile unter der Pinochet-Diktatur ausgeplündert hat.

Das Finanzsystem und das Kriegssystem sind ein und dasselbe.

Wer kann den Atomknopf den Menschen entziehen, die wahnsinnig genug sind, ihn zu betätigen? Wir müssen die Welt auf die akute Gefahr eines Atomkriegs aufmerksam machen, mahnte Zepp-LaRouche in ihrem Webcast vom 19. August. Zu diesem Zweck unterstützen das Schiller-Institut und viele andere einen offenen Brief an Papst Leo XIV., „Appell an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel für Frieden und atomare Abrüstung zu organisieren“, der von vielen prominenten Führungspersönlichkeiten und Aktivisten unterzeichnet wurde. Darin heißt es:

„Ein Aufruf des Papstes zu einem Krisengipfel, um die aktuellen Kriege zu beenden und die Tendenz zu Kriegen und Atomwaffen umzukehren, könnte den Regierungen der Welt die Chance für einen Kurswechsel bieten, weg von der derzeitigen Entwicklung zu einem Atomkrieg, der die Erde zerstört. Wir fordern Sie, Papst Leo, dringend auf, Ihre einzigartige moralische Autorität zu nutzen, um ein solches Treffen der Staats- und Regierungschefs der Welt, einschließlich der Staatschefs der drei wichtigsten Atommächte, einzuberufen, damit sie zusammenkommen und auf die Bitten der Menschheit reagieren, unsere Welt in eine grundlegend andere Richtung zu lenken, bevor es zu spät ist.“

Zepp-LaRouche appelliert an alle, die der Menschheit eine Zukunft sichern wollen, für den offenen Brief zu mobilisieren, Unterschriften zu sammeln und „uns bitte bei dieser Kampagne zu helfen und dafür zu sorgen, dass sie zur stärksten Botschaft an die Welt wird, dass die Weltbevölkerung keinen Dritten Weltkrieg will und nicht ausgelöscht werden will“.

Und zum Zusammenbruch des Finanzsystems sagte Zepp-LaRouche: „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Lyndon LaRouches Lösungen umgesetzt werden müssen“. Sie verwies auf LaRouches „Vier Gesetze“, die damit beginnen, das parasitäre Finanzsystem einer Insolvenzsanierung zu unterziehen und souveräne Kreditsysteme mit einer Nationalbank wiederherzustellen – ein Wirtschaftssystem für die Entwicklung der Menschheit. Entwicklung ist der neue Name für Frieden!


Aufruf an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel zu organisieren, um die Fragen des Friedens und der nuklearen Abrüstung anzugehen

Der folgende Offene Brief an Papst Leo XIV. wurde am 19. August auf der Substack-Seite von Nuclear Insanity veröffentlicht. Wenn Sie den Brief unterzeichnen wollen, füllen Sie bitte dieses Google Formular aus.

Sollten Sie kein Google- Konto haben, senden Sie bitte eine Email an fragen@schiller-institut.de, geben Sie Ihren vollständigen Namen und die Institution, die Sie vertreten an.
Wir werden Ihre Daten an die Initiatoren weiterleiten.

Wir appellieren an Sie, Papst Leo, als die führende Persönlichkeit, die sich mehr als alle anderen bemüht, für die ganze Menschheit zu sprechen, statt nur für bestimmte Nationen, Religionen oder Wählergruppen, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, um die Welt von ihrem derzeitigen Kriegskurs und einer potentiellen nuklearen Katastrophe abzubringen und um die größten Krisen, denen die Menschheit heute gegenübersteht, friedlich zu lösen. Eine solche Initiative stünde im Einklang mit Ihren wiederholten Aufrufen zu Frieden und Gerechtigkeit seit Ihrem Amtsantritt als Papst – Aufrufe, die Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen auf unserem Planeten inspirieren und ihnen Hoffnung geben.

Am 10. Juni 2025 veröffentlichte die damalige Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste der USA (DNI), Tulsi Gabbard, ein kurzes aber erschreckendes Video, das mit Bildern von Hiroshima begann und in dem sie warnte: „Wir sind dem Abgrund der nuklearen Vernichtung näher als je zuvor“ und „Kriegstreiber aus der politischen Elite schüren leichtfertig Angst und Spannungen zwischen den Atommächten“. Gabbard schloß: „Es liegt an uns, dem Volk, uns zu Wort zu melden und ein Ende dieses Wahnsinns zu fordern. Wir müssen diesen Marsch in den Atomkrieg ablehnen und auf eine Welt hinarbeiten, in der niemand in Angst vor einem atomaren Holocaust leben muß.“

Am 20. Oktober 2025 warnte der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin: „Die Welt erlebt derzeit den fragilsten Moment für die internationale Sicherheit seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Naryschkin fuhr fort: „Unsere gemeinsame und vielleicht wichtigste Aufgabe ist es, sicherzustellen, daß die Anpassung an die neue Realität ohne einen großen Krieg vonstattengeht, wie es in früheren historischen Phasen der Fall war.“ Inzwischen ist es viele Monate her, seit diese beiden Geheimdienstchefs Alarm schlugen, und wir sind der nuklearen Vernichtung nur noch näher gekommen – viel näher.

Als Gabbard und Naryschkin diese Warnungen äußerten, tobte der Krieg in der Ukraine, Israel verübte seinen Völkermord im Gazastreifen, und die Spannungen zwischen China und den USA um Taiwan und das Südchinesische Meer waren hoch. Seitdem ist der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hinzugekommen, und die Gefahr eines Dritten Weltkriegs ist damit exponentiell gewachsen.

Es tauchen immer wieder Anzeichen dafür auf, daß Regierungen für eine solche Eventualität planen, obwohl wir seit mehr als vier Jahrzehnten wissen, daß selbst ein begrenzter Atomkrieg – geschweige denn ein großer – weltweit unvorstellbare Schäden auslösen kann, darunter einen nuklearen Winter, der alles Leben auf unserem Planeten vernichten könnte. Am 20. August 2024 veröffentlichte die New York Times einen Artikel auf der Titelseite, in dem gewarnt wurde, daß sich die USA auf einen gleichzeitigen Atomkrieg an drei Fronten gegen Rußland, China und Nordkorea vorbereiteten. Am selben Tag berichtete das Bulletin of the Atomic Scientists, daß immer mehr Nuklearstrategen überzeugt sind, ein Atomkrieg könne geführt und gewonnen werden, womit sie die jahrzehntelange Erkenntnis, daß ein Atomkrieg nicht gewonnen werden kann und niemals geführt werden darf, faktisch auf den Kopf stellen.

Im November 2024 erklärte der US-Admiral Thomas Buchanan, die USA bereiteten sich darauf vor, einen Atomkrieg zu führen und zu gewinnen und dabei genügend Atomwaffen in Reserve zu halten, um ihre globale Vorherrschaft auch danach aufrechterhalten zu können.

Vor kurzem hat der politische Chef des US-Verteidigungsministeriums, Elbridge Colby, die Notwendigkeit erörtert, dass die USA zusätzlich zum Einsatz von Truppen aus Südkorea und Japan auch taktische Atomwaffen einsetzen müssten, falls es zwischen den USA und China zu Kämpfen um die Taiwanstraße kommen sollte.

Nicht nur die Experten der Weltuntergangsuhr des Bulletin of the Atomic Scientists sind der Ansicht, daß sich die Welt immer mehr der nuklearen Vernichtung nähert. Und zusätzlich zu den Drohungen der USA haben mehrere einflußreiche russische Politiker Wladimir Putin dazu aufgefordert, Atomwaffen einzusetzen, um die Ukraine zu besiegen.

Wir, die Unterzeichner aus aller Welt, halten den Zeitpunkt für günstig, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, der sich mit den großen Konflikten in der Welt befaßt, und mit der Notwendigkeit, dem nuklearen Abgrund zu entkommen. Rußland steckt seit fast fünf Jahren in der Ukraine fest. Auch wenn Rußland unter hohen Kosten weiterhin schrittweise Geländegewinne erzielt, ist die Lage an der Front weitgehend ins Stocken geraten, und beide Seiten fügen durch ihren Drohnen- und Raketenkrieg der Energieinfrastruktur und der Schifffahrt erheblichen Schaden zu, was zu globalen Energie- und Nahrungsmittelengpässen führt und innerhalb wie außerhalb beider Länder Leid verursacht. Wenn die von der NATO unterstützte Ukraine immer weiter Rußlands rote Linien überschreitet, kann und will Putin dann die russischen Falken noch eindämmen?

Gleichzeitig finden die USA keinen diplomatischen Ausweg aus ihrem Krieg gegen den Iran, der seinerseits keinerlei Anstalten macht, den USA zu erlauben, die Krise zu beenden, die sie und Israel durch den Angriff auf den Iran ausgelöst haben. Während China darauf besteht, daß die Einheit mit Taiwan seine ultimative rote Linie ist, würde jeder in der Region davon profitieren, wenn sich die Spannungen legen und Ressourcen in Entwicklung – im Sinne von Chinas Gürtel- und Straßen-Initiative – statt in Kriegshandlungen fließen würden.

Dieser letzte Punkt sollte universell gelten. Es ist schmerzlich zu sehen, wie viele Nationen Ressourcen aus Ernährung, Wohnen, Bildung und Gesundheit in die Aufrüstung ihrer Streitkräfte umleiten. Das gilt ganz besonders für Nordamerika, Europa und Asien, wo Gespräche über friedliche Konfliktlösungen dem Gerede über Kriegsvorbereitungen weichen müssen.

Wie Sie selbst vor einigen Monaten weise und eindringlich betont haben: „Ich habe mehr als einmal den eindringlichen Appell wiederholt, den der heilige Paul VI. an die Vollversammlung der Vereinten Nationen richtete – Was mich verbindet, so bemerkte mein verehrter Vorgänger, ist ein Pakt, besiegelt ‚mit einem Eid, der die zukünftige Geschichte der Welt verändern soll: Nie wieder Krieg, nie wieder Krieg! Es ist der Frieden, der Frieden, der das Schicksal der Nationen der gesamten Menschheit leiten muß‘! Gerade im Atomzeitalter muß sich die Wahrheit durchsetzen: Nicht Atomwaffen schaffen Frieden, sondern Abrüstung. Diese Wahrheit, die in vergangenen Jahrzehnten, als wir eine nukleare Deeskalation erlebten, klar zu sein schien, wurde durch einen Rüstungswettlauf verdeckt, der heute Angst und Schrecken verbreitet.“

Es war in der Tat Papst Paul VI., der erste Papst, der im Oktober 1965 vor den Vereinten Nationen sprach und in dieser außergewöhnlichen Ansprache Präsident Kennedy zitierte: „Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen, sonst wird der Krieg der Menschheit ein Ende setzen.“ Er zitierte das Buch Jesaja: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Sicheln.“ In seiner Enzyklika Populorum Progressio von 1967 betonte Papst Paul VI.: „Entwicklung ist der neue Name für Frieden.“

Auch andere Päpste haben in Krisenzeiten mutige Initiativen ergriffen, um die Menschheit zu retten. Im Oktober 1962 plädierte Papst Johannes XXIII. für eine friedliche Lösung der Kubakrise und trug dazu bei, sowohl Präsident Kennedy als auch Generalsekretär Chruschtschow eine Möglichkeit zu bieten, das Gesicht zu wahren und die Krise diplomatisch statt militärisch zu lösen – zu einem Zeitpunkt, als ein Krieg unmittelbar bevorzustehen schien. Ein ähnliches Unterfangen könnte heute Erfolg haben, in einer Situation, in der die beiden großen Konflikte der Welt scheinbar unüberwindbar festgefahren sind.

Das gleiche gilt für das nukleare Wettrüsten, wo die neun Atommächte ihre Arsenale nicht nur modernisieren, sondern auch ausbauen – nach Jahrzehnten vernünftiger, wenn auch viel zu langsamer Abrüstung. Und zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind die beiden großen nuklearen Rivalen durch keine Verträge zur nuklearen Rüstungskontrolle mehr gebunden. Andere Länder und Gebiete, darunter Japan, Südkorea, Polen, Saudi-Arabien, Taiwan und die Ukraine, diskutieren über die Anschaffung eigener Atomwaffen, was die Welt nur zu einem noch größeren nuklearen Pulverfaß machen würde.

Ein päpstlicher Aufruf zu einem Krisengipfel, um die aktuellen Kriege zu beenden und die Tendenz zu Kriegen und Atomwaffen umzukehren, könnte den Regierungen der Welt die Chance für einen Kurswechsel bieten, weg von der derzeitigen Entwicklung zu einem Atomkrieg, der die Erde zerstört. Wir bitten Sie, Papst Leo, dringend, Ihre einzigartige moralische Autorität zu nutzen, um ein solches Treffen der Staats- und Regierungschefs der Welt, einschließlich der Staatschefs der drei wichtigsten Atommächte, einzuberufen, damit sie zusammenkommen und auf die Bitten der Menschheit reagieren, unsere Welt in eine grundlegend andere Richtung zu lenken, bevor es zu spät ist.

Erstunterzeichner:

  • Peter Kuznick, Professor für Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute, American University, Washington
  • Jack Gilroy, Pax Christi New York State Council; Veterans for Peace; Ban Killer Drones; Internationale Friedenskoalition des Schiller-Instituts
  • Ivana Nicolic Hughes, Präsidentin der Nuclear Age Peace Foundation, Senior-Dozentin für Chemie an der Columbia University (NYC)
  • Naledi Pandor, ehemalige Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, Südafrika (2019-2024)
  • S.E. Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana, 2011–2015
  • Richard Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Princeton University; ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in den palästinensischen Gebieten; Vizepräsident der Nuclear Age Peace Foundation
  • Chandra Muzaffar, islamischer Reformer und Aktivist, Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST); Koordinatorin von SHAPE (Save Humanity and Planet Earth)
  • Kathy Kelly, Pax-Christi-Friedenslehrerin 1998; Vorstandsvorsitzende von „World Beyond War“
  • David Swanson, Geschäftsführer von „World Beyond War“; Autor von „War is Still a Lie“
  • Marjorie Cohn, emeritierte Professorin an der Thomas-Jefferson-Rechtsfakultät; Dekanin der People’s Academy of International Law
  • Bandy X. Lee, Präsidentin der World Mental Health Coalition; Mitbegründer von „Preventing Violence Now“
  • James C. Cobey, Gründer von „Health Volunteers Overseas“; Mitglied des Lenkungsausschusses von „Voices from the Holy Land“; Mitglied des Internationalen Komitees zum Verbot von Landminen (ICBLM), das 1997 den Friedensnobelpreis erhielt
  • Dr. Mohammad A. Toor, Vorsitzender des Kuratoriums des Pakistani American Congress; Präsident der „American Pakistani Physicians for Justice & Democracy“; Vorsitzender der „American Muslim Alliance“
  • Ann Wright, Oberst der US-Armee (a. D.) und ehemalige US-Diplomatin (die im März 2003 aus Protest gegen den US-Krieg gegen den Irak zurücktrat); Mitglied bei „Veterans for Peace“, „World Beyond War“, „CODEPINK“ und „Hawaii Peace and Justice“
  • Susan Schnall, Präsidentin von „Veterans for Peace“ (USA)
  • Norman Solomon, nationaler Direktor von „Roots Action“; Autor
  • Martin Sheen, mit Golden Globe und Emmy ausgezeichneter Schauspieler; Pax Christi „Teacher of the Year“ (1999)
  • Setsuko Thurlow, Überlebende des Atombombenabwurfs auf Hiroshima; Friedensnobelpreisträgerin; Trägerin des Order of Canada
  • Glenn Diesen, Professor an der University of South-Eastern Norway
  • Frida Stranne, Professorin und Expertin für Außenpolitik, Schweden
  • Ray McGovern, Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity
  • Helga Zepp-LaRouche, Gründerin Schiller-Institut, Initiatorin Internationale Friedenskoalition


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Kriegstreiber diskutieren Einsatz taktischer Nuklearwaffen

Mittwoch, 19. August 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Die ehemalige US-Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene hat für heftige Aufregung gesorgt, als sie auf X schrieb, dass sie keine Spekulationen anstelle, wenn sie behaupte, Präsident Trump erwäge Atomschläge gegen den Iran.

In einem Beitrag, der mittlerweile über fünf Millionen Aufrufe erhalten hat, erklärte sie: „In Strategiesitzungen wird über den Einsatz von Atomwaffen gegen den Iran diskutiert. Ja, Sie haben richtig gelesen. Es ist wahr. Ich spekuliere nicht, ich weiß es. Und es ist das pure Böse.“

Der Sprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, reagierte umgehend und erklärte gegenüber USA Today: „Marjorie ‚Versagerin‘ Greene hat keine Ahnung, wovon sie spricht … Sie ist völlig außen vor und sollte aufhören, Fake News zu verbreiten.“

Ehrlichkeit war bisher keine herausragende Eigenschaft der Trump-Regierung, doch anstatt über mögliche Eventualitäten zu spekulieren, sollte sich angesichts des enormen Zerstörungspotenzials von Atomwaffen jeder dafür einsetzen, dass keine Atomwaffe zum Einsatz kommt. Weder im Iran noch irgendwo anders.

General a. D. Harald Kujat, der vor zwei Jahrzehnten Vorsitzender des NATO-Militärausschusses war, hatte einmal erklärt, die große Angst der Sowjetunion – heute der Russischen Föderation – bestehe vor einer umgekehrten Kubakrise. Schlimmer noch: Die russische Führung weiss, dass der britische Premierminister Winston Churchill bereits vor Ende des Zweiten Weltkriegs einen nuklearen Erstschlag gegen die damalige Sowjetunion in Erwägung gezogen hatte.

Betrachtet man den Verlauf der Geschichte seit dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki – der wohl eher der Einschüchterung Russlands diente als der Niederlage Japans (das bereits besiegt war) –, so hat sich die Welt, abgesehen von einigen kurzen Ausnahmen, immer weiter in Richtung eines Atomkrieges bewegt.

Der amerikanische Staatsmann und ehemalige Präsidentschaftskandidat Lyndon LaRouche warnte im Jahr 2011, als Muammar Gaddafi auf offener Straße brutal ermordet wurde, dass dies die Vorbereitung auf einen Krieg mit Russland darstelle.

Der Marsch in Richtung eines Atomkriegs mit Russland wurde von den anglo-zionistischen Milliardären der Epstein-Klasse vorangetrieben, die hinter allen späteren amerikanischen Präsidentschaften standen – von Barack Obama bis hin zu Donald Trumps zweiter Amtszeit.

Heute steht noch mehr auf dem Spiel, da sich ihre mehrere Billiarden Dollar große Spekulationsblase dem Ende ihrer Tragfähigkeit nähert. Leute, die nichts dabei finden, Kinder zu vergewaltigen und aus nächster Nähe zu erschießen, werden auch vor dem Einsatz einer Atomwaffe nicht zurückschrecken. Vor diesem Hintergrund verfolgen diese Leute zwei Ziele, die sich hervorragend ergänzen: 1. Die Weltbevölkerung zu reduzieren, 2. Ihre monetaristische Finanzdiktatur aufrechtzuerhalten.

Das Problem, vor dem sie stehen, ist, dass Menschen keine Tiere sind. Wie Friedrich Schiller, der Dichter der Freiheit, in seinem Drama „Wilhelm Tell“ sagte: „Eine Grenze hat Tyrannenmacht.“ Milliarden von Menschen in den Staaten der BRICS-plus, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und der Organisation für Afrikanische Einheit, um nur einige zu nennen, lehnen die alte Kolonialordnung ab. Sie glauben nicht daran, dass Macht Recht schafft.

China hat Hunderte Millionen Menschen aus der Armut befreit, und Indien feierte am 15. August 79 Jahre Unabhängigkeit vom Britischen Empire.

Um ein thermonukleares Armageddon zu vermeiden, müssen die Länder des Westens, insbesondere die Vereinigten Staaten, erkennen, dass sie eine gemeinsame Zukunft mit der gesamten Menschheit haben.

In Kürze wird ein zweiter Brief an Papst Leo verbreitet werden, unterzeichnet von prominenten Friedensaktivisten, politischen Führern, Militäranalysten und anderen, in dem der Papst gebeten wird, eine internationale Friedens-Sonderkonferenz einzuberufen. Es ist in der Tat ein glücklicher Umstand, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche aus den Vereinigten Staaten stammt und dass er mit den Schriften von Nikolaus von Kues vertraut ist.

Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, hat vor fast drei Jahren die Internationale Friedenskoalition (IFK) ins Leben gerufen, die, wie die ehemalige südafrikanische Außenministerin Naledi Pandor sagte, zu einem wichtigen Treffpunkt für die „Erwachsenen im Raum“ geworden ist. Am 4. September wird die IFK zudem ein EIR-Krisenforum veranstalten: Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in den Amerikas.

Der LaRouche-Kongresskandidat Jose Vega führt in den USA einen entschlossenen Kampf gegen die Epstein-Elite, indem er gegen einen ihrer führenden Vertreter, Richie Torres aus der Bronx, antritt. Die unabhängige Präsidentschaftskandidatin Diane Sare, eine langjährige Weggefährtin von LaRouche, ist zur Sprecherin einer völlig anderen amerikanischen Politik geworden, wie aus ihrem Interview mit TASS hervorgeht.

Am 11. September wird der New Yorker Chor des Schiller-Instituts anlässlich des 25. Jahrestags der Anschläge vom 11. September mit einer Aufführung von Beethovens Neunter Symphonie und Brahms’ Nänie Schillers Ideen zum Leben erwecken.

Wir kennen die Übeltäter. Schließen Sie sich uns an und unterstützen Sie unsere Arbeit!


Der freie Fall der deutschen Wirtschaft muß gestoppt werden! Deutschland muß vor dem Ausverkauf gerettet werden!

Einladung zum Online-Krisenforum des Schiller-Instituts am 1. September 2026, 17.00 Uhr

Vorläufiges Programm:

Helga Zepp-LaRouche
: Auswirkungen der gegenwärtigen weltwirtschaftlichen Dynamik auf Deutschlands Volkswirtschaft
Rainer Apel: Moderne Infrastruktur — Rückgrat jeder Industrienation
Claudio Celani: Automotive, Maschinenbau, Energie: Wie kann der Kollaps verhindert werden?Christoph Mohs: Raumfahrtsektor: Schlüssel zum wirtschaftlichen Wiederaufbau. 
Stephan Ossenkopp: Warum die BRICS  für Deutschland überlebenswichtig sind 

Täglich überschlagen sich die Nachrichten: Werkschließungen, Verlust von Arbeitsplätzen im sechsstelligen Bereich, wirtschaftliche Verödung ganzer Regionen, Zerfall der Infrastruktur, Bildungsmisere, Sozialabbau vom Gesundheitssektor bis zur Familienpolitik und Rente. Vor unseren Augen wird gerade so ziemlich alles demontiert, was wir in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut hatten! Wenn wir verhindern wollen, daß unser Land in der kommenden Zeit von sozialer Zerrüttung und Spannungen destabilisiert wird, müssen wir dringend eine neue Zukunftsperspektive erkennbar machen.

Dabei ist es absolut möglich, das Ruder herumzureißen. Die geopolitischen Veränderungen erfordern eine Neuorientierung: Wenn Amerika wiederholt die Grundlagen der Partnerschaft in Frage stellt – Zollkrieg und Grönland seien hier nur stellvertretend erwähnt -, wenn die EU-Politik des „Green Deal“ und einer geopolitisch motivierten Außenpolitik uns von einer Wachstumsperspektive abschneiden, dann müssen wir unsere Interessen neu definieren.

Die gigantischen Aufrüstungsprogramme, die mit sogenannten Sondervermögen finanziert werden, tragen nichts zur wirklichen Wertschöpfung bei, außer bei den Spekulationsgewinnen sogenannter Investoren. In Wirklichkeit ist die Militarisierung eine Wette mit dem Teufel, an deren Ende die Existenz Deutschlands der Einsatz ist.

Die strategische Landkarte hat sich verändert: Die Staaten des Globalen Südens sind entschlossen, 500 Jahre Kolonialzeit hinter sich zu lassen, und haben damit begonnen, vor allem durch die Kooperation mit China die Wertschöpfungskette in ihren eigenen Ländern aufzubauen, mit der Perspektive, in naher Zukunft Nationen mit mittlerem Einkommen zu werden. Damit erschließen sich für exportorientierte Länder wie die Bundesrepublik Deutschland expandierende Märkte mit großem Wachstumspotential.

Die Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten liegt im natürlichen Eigeninteresse Europas. Die Kooperation mit den Staaten von ASEAN, CELAC, der SCO, der EAEU, der AU und weiteren Organisationen des Globalen Südens wird von diesen Institutionen gewünscht und eröffnet den Zugang zu den Märkten von 85 Prozent der Weltbevölkerung.

Ohne die Zusammenarbeit mit China würden wir uns von allen Zukunftstechnologien abschneiden. Laut dem australischen ASPI (Australian Strategic Policy Institute) liegt China nach dem aktuellsten ASPI Critical Technology Tracker (Datenjahr 2025) bei 69 von 74 untersuchten kritischen Technologien weltweit auf Platz 1. Das sind rund 93% der erfaßten Bereiche.

Wenn Deutschland, das einmal als das Volk der Denker, Dichter und Erfinder galt, wieder im internationalen Wettbewerb aufholen will, müssen wir Zukunftsbereiche wie Raumfahrt und Fusionstechnologie priorisieren. Um Investitionslücken zu schließen, brauchen wir eine erhebliche Aufstockung der ESA-Beiträge, eine Stärkung des nationalen Raumfahrtprogramms, wie z.B. des European Launcher Challenge (ELC), Investitionen in die Serienfertigung; Europa braucht einen unabhängigen Zugang zum All, und die Satellitensysteme Galileo und Copernicus müssen resilienter gemacht werden.

Im Bereich Fusionsforschung ist Deutschland mit den drei nationalen „Fusionshubs“ – dem Stellarator-Konzept in Greifswald, dem Laserfusions-Modell in Biblis und dem Tritium-Brennstoffkreislauf-Modell in Karlsruhe – im Prinzip gut aufgestellt, aber der „Aktionsplan Fusion“ der Bundesregierung sollte massiv aufgestockt und die Zusammenarbeit mit Industrie und innovativen Startups massiv ausgebaut werden.

Deutschland braucht dringend eine Renaissance des Humboldtschen Erziehungsmodells. Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen, daß Deutschland im internationalen Wettbewerb abgehängt wird – rund ein Viertel der 15-Jährigen erreicht nicht einmal die Mindeststandards in Kernkompetenzen. Gefördert werden müssen frühkindliche Bildung und Sprachförderung, Überwindung des Lehrkräftemangels und deren Weiterbildung gemäß des Humboldtschen Bildungsideals. Die Bildungsungerechtigkeit muß aktiv bekämpft werden.

Anstatt die Eskalationsspirale mit Rußland bis zum Punkt ohne Wiederkehr zu steigern, müssen wir die Diplomatie und Kooperation mit Rußland wiederherstellen – einem Land mit elf Zeitzonen, das auf seinem riesigen, nur teilweise erschlossenen Territorium über alle Elemente des Periodensystems verfügt -, was uns Zugang zu Rohstoffen und billiger Energie ermöglichen würde.

Anstatt Frontex gegen Flüchtlinge einzusetzen, sollten wir auf Papst Leo XIV. hören und dafür sorgen, daß in den Herkunftsländern der Flüchtlinge Bedingungen geschaffen werden, damit sie in ihrer Heimat bleiben können. Das heißt, wir sollten uns gemeinsam mit China und anderen Nationen an Joint Ventures bei der Industrialisierung Afrikas, den ärmeren Teilen Asiens und Lateinamerikas beteiligen. Afrika z.B. wird 2050 ein Kontinent mit 2,5 Milliarden Menschen mit einem Durchschnittsalter von ca. 20 Jahren sein (Deutschland 47 Jahre). Das heißt, wir müssen Afrika helfen, in den nächsten 24 Jahren rund eine Milliarde neuer produktiver Arbeitsplätze zu schaffen.


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