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Internationale Friedenskoalition #158, 12.06.2026, 17.00 Uhr

Welche Art von Frieden streben wir an?

158. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Welche Art von Frieden streben wir an?

12. Juni 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Die Zeit bis zum 3. und 5. Juli gehört uns. Schließen Sie sich diesen Freitag der Internationalen Friedenskoalition an. Die Redner sind: Helga Zepp-LaRouche (Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der Internationalen Friedenskoalition), Diane Sare (unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin), María Josefa Rodríguez Hernández (Spanien, Aktivistin des Schiller-Instituts) sowie Pater Harry Bury (seit 70 Jahren katholischer Priester, lebenslanger Friedensaktivist und aktiv bei „Twin Cities Nonviolent“ sowie der US-Vereinigung katholischer Priester).

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Vor dreiundsechzig Jahren, am 10. Juni 1963, stellte Präsident John F. Kennedy in seiner Festansprache an der American University eine entscheidende Frage:

„Welche Art von Frieden meine ich und welche Art von Frieden suchen wir? Nicht eine Pax Americana, die der Welt durch amerikanische Kriegswaffen aufgezwungen wird. Nicht den Frieden des Grabes oder die Sicherheit des Sklaven. Ich spreche von echtem Frieden, der Art von Frieden, die das Leben auf der Erde lebenswert macht, der Art, die es Menschen und Nationen ermöglicht, zu wachsen, zu hoffen und ein besseres Leben für ihre Kinder aufzubauen – nicht nur Frieden für die Amerikaner, sondern Frieden für alle Männer und Frauen, nicht nur Frieden in unserer Zeit, sondern Frieden für alle Zeiten.“

Die Probleme der Welt, so betonte Kennedy damals, seien kein kosmisches Schicksal, sondern Folge menschlichen Handelns:

„Unsere Probleme sind von Menschen gemacht – daher können sie auch von Menschen gelöst werden… Kein Problem des menschlichen Schicksals ist für den Menschen unüberwindbar. Die Vernunft und der Geist des Menschen haben oft das scheinbar Unlösbare gelöst, und wir glauben, dass sie es wieder tun können… Frieden muss nicht undurchführbar sein, und Krieg muss nicht unvermeidlich sein.“

Das Bild heute sieht jedoch düster aus. Gestern Abend kündigte das US-Zentralkommando „Selbstverteidigungs“-Schläge gegen iranische Luftabwehr-, Bodenkontroll- und Radaranlagen in der Nähe der Straße von Hormus an, als Reaktion auf den Abschuss eines Apache-Hubschraubers der US-Armee. Das Pentagon konnte nicht bestätigen, dass es sich um eine absichtliche Handlung des Iran handelte. Es könnte auch eine versehentliche Kollision mit einer iranischen Shahed-Drohne gewesen sein.

Die Behauptung der „Selbstverteidigung“ ist, wie wir berichten, eine Fiktion: Die US-Seeblockade iranischer Häfen ist per Definition ein Kriegshandlung, und iranische Gegenmaßnahmen gegen deren Durchsetzung sind per Definition Akte der Selbstverteidigung. Der Iran reagierte mit Angriffen auf das Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain und auf den Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti in Jordanien.

Jenseits der libanesischen Grenze senden israelische Drohnen Aufnahmen weinender Kinder, um Zivilisten aus ihren Häusern zu locken – eine Taktik, die die IDF bereits in Gaza angewandt hat. Der israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, schlägt vor, die Ehefrauen und Kinder mutmaßlicher Hisbollah-Mitglieder zusammenzutreiben und sie in israelische Gefängnisse zu werfen, die für systematische Folter und sexuellen Missbrauch berüchtigt sind.

Die Ukraine und Russland bekriegen sich weiter. Die „Koalition der Willigen“ – Starmer, Macron, Merz, Selenskyj – traf sich am Sonntag in London, um ihren Kurs zu bekräftigen.

Nichts davon entspricht dem, wozu Kennedy 1963 aufrief.

Der 250. Jahrestag der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung ist nur noch wenige Wochen entfernt. Gestern veröffentlichten wir den Aufruf der LaRouche-Organisation „Amerika mit 250: Werden wir jetzt, wie einst, unserem Land zu Hilfe kommen?“ Darin stellt die LaRouche-Organisation den geplanten Wrestling-Kampf auf dem Rasen des Weissen Hauses am 14. Juni, der als offizielle Feier der Gründung der amerikanischen Republik inszeniert wird, dem Kontinentalkongress von Juni und Juli 1776 gegenüber. Dies sei die „intensivste Beratung über die Prinzipien der Selbstverwaltung“ gewesen, „die es in der Geschichte seit mindestens der Zeit Athens vor zweitausend Jahren gegeben hat“. Die TLO schlägt einen neuen, „Transkontinentalen Kongress über die unveräußerlichen Rechte des Menschen“ vor. Der Aufruf bezieht sich auf Präsident John Quincy Adams’ Warnung vom 4. Juli 1821, dass Amerika, wenn es ins Ausland gehe, um Monster zu suchen und zu vernichten, „zur Diktatorin der Welt werden könnte. Es wäre nicht länger Herr über seinen eigenen Geist.“

Gegen die Architektur des Krieges entsteht eine Architektur des Friedens – unvollständig, umstritten, aber sichtbar. Der erste amerikanische Papst, Leo XIV., wird am 3. Juli auf der Independence Mall in Philadelphia die Liberty Medal des National Constitution Center in einer live-Übertragung aus dem Vatikan erhalten. Die Wahlkampfveranstaltung der unabhängigen US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare findet am 5. Juli, ebenfalls in Philadelphia statt. Helga Zepp-LaRouches Aufruf zu einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gewinnt weitere Unterstützung, und die Konferenz des Schiller-Instituts am 30/31. Mai in Berlin „Das Ende von 500 Jahren Kolonialismus: Für einen Dialog der Zivilisationen“ – liefert einen zukunftsgerichteten Rahmen dafür.

Kennedy schloss seine Rede an der American University mit folgenden Worten:

„[W]ir werden unseren Teil dazu beitragen, eine Welt des Friedens zu schaffen, in der die Schwachen sicher und die Starken gerecht sind. Wir stehen dieser Aufgabe nicht hilflos gegenüber und haben auch keine Hoffnung auf ihren Erfolg. Zuversichtlich und ohne Furcht arbeiten wir weiter – nicht auf eine Strategie der Vernichtung hin, sondern auf eine Strategie des Friedens.“

Der Kontinentalkongress sah sich im Juni und Juli 1776 mit derselben Frage konfrontiert, vor der auch Sie heute stehen: ob das Volk bereit wäre, die Arbeit zu leisten, die der Frieden erfordert. Papst Leo XIV. wird diese Frage am 3. Juli vom Vatikan aus an die Nation richten, die ihr 250-jähriges Bestehen feiert, und sie mit seiner eigenen Stimme erneut aufwerfen. Diane Sare wird sie am 5. Juli in Philadelphia ebenfalls zur Sprache bringen.


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Britische Handlanger: Europa auf dem atomaren Holzweg

Mittwoch, 10.06.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts‘warnte in Gesprächen mit Kollegen am Montag erneut, die Welt sitze weiterhin auf einem Pulverfass, das durch die mögliche Eskalation zweier regionaler Krisen – eine in der Ukraine und die andere in Südwestasien – angezündet und zum Auslöser eines verheerenden Weltkrieges werden könnte.

Dieses Risiko zeigte sich in den vergangenen 48 Stunden deutlich, als Raketen zwischen Israel und dem Iran hin und her flogen, nachdem Israel am Sonntag den Libanon bombardiert hatte – trotz Trumps Anweisungen, Netanjahu solle die Möglichkeit eines Friedensabkommens nicht zunichte zu machen. Ähnlich verhielt es sich auf der Krim, wo eine ukrainische Drohne einen Personenzug auf dem Weg nach Moskau angriff. Dies war der dritte derartige Angriff auf Zivilisten in weniger als einer Woche, allesamt angeheizt von den psychotischen „E3“-Führern in Europa, die am selben Tag von London aus erneut unbegrenzte militärische Unterstützung für ihren ukrainischen Stellvertreter ankündigten.

Demgegenüber strebt die überwiegende Mehrheit der Nationen die Schaffung eines neuen, gerechteren Systems der globalen Governance und Entwicklung an, eines neuen Paradigmas. Zu beobachten war dies kürzlich auf dem gerade zu Ende gegangenen Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg und im weiteren Sinne in den Win-Win-Kooperations- und Dialogprozessen der Belt-and-Road-Initiative, der BRICS, der SCO und anderer Bemühungen..

Die extreme Spannung zwischen diesen beiden gleichzeitig existierenden Zukunftsvisionen wird und kann nicht gelöst werden, ohne die zugrunde liegenden, falschen Axiome anzugehen, die uns überhaupt erst in dieses sehr gefährliche Chaos gebracht haben.

„Heute bestätigen wir, dass die entscheidende Frage dieselbe bleibt“, sagte Papst Leo XIV. vor einem Publikum von Tausenden, die sich am 7. Juni in Madrid versammelt hatten. „Was bedeutet es, wahrhaft menschlich zu sein?“

Diese Frage steht im Mittelpunkt der Lösung der heutigen existenziellen Krisen; sie ist das zentrale Thema für Staatskunst, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Bildung und die Beziehungen zwischen den Nationen. „Das Verlangen nach Güte, Schönheit und Wahrheit ist tief in der DNA der Menschheit verwurzelt“, erklärte der Papst.

Das von Papst Leo anerkannte Gute und die schöpferische Kraft des menschlichen Geistes sind die Grundlage für das Engagement von Lyndon und Helga LaRouche in den vergangenen fünf Jahrzehnten für ein neues Entwicklungssystem für den gesamten Planeten, das Helga Zepp-LaRouche in ihrem Aufruf zu einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur erneuert hat. Es basiert auf dem Prinzip, „dass der Mensch im Grunde gut und fähig ist, die Schöpferkraft seines Geistes und die Schönheit seiner Seele unendlich zu vervollkommnen“.

Die Güte und Einheit der Menschheit war auch das zentrale Thema der amerikanischen Revolution und der Gründung der amerikanischen Republik. Warum also sollten die Amerikaner dulden, dass die Feier unseres 250. Jahrestags der Unabhängigkeit durch einen Käfigkampf auf dem Rasen des Weißen Hauses geprägt wird von der Sklaverei des Imperiums? Warum sollten wir zulassen, dass etwas Geringeres als die höchsten Ausdrucksformen der Schönheit die Gründung unserer Nation repräsentiert? Sind wir alle zu Bestien geworden?

„Wir in Europa und Amerika müssen unsere Seelen wieder finden“, forderte Helga Zepp-LaRouche auf der Konferenz des Schiller-Instituts am 30.-31. Mai in Berlin. „Bei seiner Gründung vor 250 Jahren war Amerika eine antikoloniale und antiimperialistische Bastion der Freiheit. Und wir in Europa müssen in unseren Herzen und unserem Geist wieder die Menschenliebe erwecken, die für Dante Alighieri, Jeanne d’Arc, Leibniz, Schiller und Beethoven selbstverständlich war. Wir müssen eine klare Botschaft an Russland, an China, an Afrika, ja an die ganze Welt senden, dass wir weder beabsichtigen, in einem Dritten Weltkrieg unterzugehen, noch erlauben, dass unsere großartige kulturelle Tradition … weiter in Vergessenheit gerät. Wir geben eine heilige Verpflichtung ab, diese Perlen der menschlichen Kultur durch einen Dialog der Kulturen und Zivilisationen gemeinsam zu einer neuen Renaissance der Menschheit werden lassen.“

In diesem entscheidenden Moment der Geschichte haben wir noch die Chance, zu entscheiden, in welche Richtung die Menschheit gehen wird. Verbreiten Sie die Protokolle der Berliner Konferenz „Das Ende von 500 Jahren Kolonialismus – Für einen Dialog der Zivilisationen: Die Dringlichkeit einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ und machen Sie sich die Worte, die Papst Leo am 7. Juni vor einer Versammlung von 600.000 Jugendlichen sprach, zu Ihrer Mission: „Angesichts der Leere der Gleichgültigkeit und der Unterwürfigkeit, angesichts der Gewalt des Krieges und der Lügen müsst ihr die Funken einer neuen Menschheit sein.“


UN-Niederlage: eine Chance zur Neuausrichtung – Deutschland muss mit dem Globalen Süden kooperieren!

Presseerklärung von Helga Zepp-LaRouche

Von einem tiefergehenden historischen Standpunkt aus betrachtet, ist die Abstimmungsniederlage Deutschlands bei der Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat eine dringend notwendige Chance für die Neuausrichtung der deutschen Politik. Die Verfasserin fordert seit Langem, dass der Globale Süden angesichts der festgefahrenen  geopolitischen Konfrontation zwischen der NATO und Russland und China seine Stimme lauter und energischer in die internationale Debatte einbringen müsse – und genau dies haben diese Staaten mit ihrer Abwahl Deutschlands getan. Die deutschen Institutionen sollten dieses Ergebnis nutzen zu einer ehrlichen Analyse einer offensichtlich vollkommen gescheiterten Außenpolitik und eine Neudefinition im wirklichen Interesse Deutschlands.

Der erste Reflex von Außenminister Wadephul und den meisten Medienkommentaren geht allerdings noch in die seit langem gepflegte Richtung des sich in die Tasche Lügens: natürlich war wieder Russland schuld, dann noch die Bürokratie, man habe zu spät damit angefangen, sich zu bewerben, etc. etc. Andere, wie die FAZ, kommentierten, die UN sei ohnehin nicht so wichtig, und der hessische Minister für Bundes-, Europa- und Internationale Angelegenheiten, Manfred Pentz von der CDU, forderte sogar eine Kürzung der deutschen Finanzbeiträge für die UN als Konsequenz.

Das einzige, was Deutschland wirklich helfen wird, ist ein nüchterner Blick auf die Ursachen für die „herbe Enttäuschung“, die nur für diejenigen als Überraschung kommen konnte, die bisher hoch auf ihrem eurozentrischen Ross gesessen haben. Denn der Stimmungsumschwung in der internationalen Perzeption gegenüber der deutschen Politik ist seit einigen Jahren in vollem Gang. Ein durchaus positives Deutschland-Bild, das in so gut wie der ganzen Welt früher einmal herrschte und bei dem Deutschland als das Volk von Bach und Beethoven, Goethe, Schiller und den von Humboldts, als Volk der Ingenieurskunst und Erfinder gesehen wurde, ist seit geraumer Zeit abhandengekommen.

Die faktisch bedingungslose Unterstützung des israelischen Vorgehens in Gaza, das den Internationalen Strafgerichtshof veranlasste, Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Netanjahu und den ehemaligen israelischen Verteidigungsminister Joaw Gallant auszustellen, hat dem Ansehen Deutschlands einen Schaden zugefügt, der so lange zunehmen wird, wie die Regierungen in Berlin bei ihrer Haltung bleiben.

Denn während die Verbrechen der Nationalsozialisten erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs der allgemeinen Bevölkerung voll bekannt und bewusst wurden, fanden und finden die Verbrechen Israels in Gaza und zunehmend auch im Westjordanland und Libanon im grellen Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit statt. Dass Deutschland auf Druck Israels selbst der Verlängerung des Mandats für das Palästinenserhilfswerk UNWRA im Dezember 2025 nicht zugestimmt hat und mit brutaler Repression gegen pro-palästinensische Proteste in Deutschland selbst vorgegangen ist, hat das Deutschland-Bild weiter verdunkelt.

Überall wird über die Doppelmoral gesprochen, die hierzulande herrscht. Berlin betont andauernd, Verfechter des Völkerrechts zu sein, aber Merz findet die Entführung eines gewählten Staatsoberhauptes in Venezuela als „zu komplex“, um dazu Stellung zu beziehen, er brauche „Zeit“, um es beurteilen zu können. Inzwischen sind es fünf Monate, ohne dass er zu einem Ergebnis gekommen wäre. Beim ersten unprovozierten Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran im Juni 2025 fand Merz die unsäglichen Worte, Israel mache „die Drecksarbeit für uns alle“, beim zweiten derartigen Angriff der USA und Israels, dessen Folgen die Weltwirtschaft in den Abgrund zu reißen drohen, bleibt er zurückhaltend und meint nur, dass sei nicht unser Krieg.

So gut wie niemand in den Staaten des Globalen Südens stimmt dagegen in das endlos wiederholte Mantra ein, Russland habe die Ukraine in einem unprovozierten Krieg angegriffen. Zu sehr erkannten diese Ländern im Vorgehen der NATO die Parallele zu ihrer eigenen Unterdrückung durch die Kolonialmächte, und  sie haben darüber hinaus eine sehr wache Erinnerung daran, wer ihnen in ihrem Unabhängigkeitsstreben damals zur Hilfe kam – nämlich die Sowjetunion und China

Wofür aber in Berlin ganz offensichtlich bisher jegliche Antennen fehlen, ist ein Gespür für den tektonischen Epochenwandel, der sich derzeit weltweit vollzieht. In der Zeit der deutschen Wiedervereinigung und am Ende des Kalten Krieges hatte Deutschland durchaus die Sympathie der vormals so genannten Entwicklungsländer. Diese ging Schritt für Schritt verloren, zu dem Grade wie Deutschland und die Staaten des kollektiven Westens versuchten, die unipolare Weltordnung mit Farbrevolutionen, Regimewechseln, unilateralen Sanktionen und Interventionskriegen durchzusetzen.

Die Kombination aller Aspekte dieser imperialen und neokolonialistischen Politik hat eine gewaltige Gegenreaktion ausgelöst, in deren Verlauf sich diese Länder zunehmend dem Einfluss des kollektiven Westens zu entziehen suchen. Der in der Geschichte beispiellose wirtschaftliche Aufstieg Chinas und seine auf Win-Win-Kooperation angelegte Politik bietet den Staaten des Globalen Südens die Chance, die Periode von 500 Jahren Kolonialismus endgültig zu überwinden.

Die Abstimmungsniederlage in der UN ist der überfällige Weckruf an Deutschland, sich endlich aus seinem bejammernswerten Zustand als Kolonie der Anglosphäre zu befreien – die ganze Welt lacht über unsere Nicht-Reaktion auf die von Biden angekündigte Sabotage der Nordstream-Pipelines –  und sich dauerhaft auf die richtige Seite der Geschichte zu stellen. Dies kann nur die Kooperation mit den Staaten der Globalen Mehrheit – das sind 85% der Menschheit – auf Augenhöhe, als gleichberechtigte Partner, bedeuten. Anstatt rassistische Chimären zu verbreiten, wie Joseph Borrells Fiktion vom europäischen Garten, der vom Dschungel umgeben sei, sollten wir Afrika, Asien und Lateinamerika dabei helfen, ebenfalls schöne Gärten zu schaffen. Dann könnten wir übrigens ganz nebenbei dafür sorgen, dass unsere Brücken rechtzeitig instandgesetzt werden, die Industrie wieder den Anschluss findet und unsere Schüler wieder etwas lernen.

Dann hätte, wenn auch unabsichtlich, Annalena Baerbock durch ihren erschlichenen Vorsitz bei der UN-Vollversammlung, durch den sie die Niederlage bei der Abstimmung verkünden musste, doch noch etwas Positives zur deutschen Politik beigetragen.


Internationale Friedenskoalition #157, 05.06.2026, 17.00 Uhr

Das Schacht’sche Dilemma: Erobern oder Zusammenbrechen

157. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das Schacht’sche Dilemma: Erobern oder Zusammenbrechen

05. Juni 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

In dieser Woche sind bei uns zu Gast: Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der Internationalen Friedenskoalition; Daoud Kuttab, palästinensisch-amerikanischer Journalist und Autor sowie Gründer und Leiter des Community Media Network; Mossi Raz, ehemaliges Mitglied der israelischen Knesset und ehemaliger Generaldirektor von Peace Now; sowie Bob McConnell, Landwirtschaftsvertreter und Dirigent.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

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Das übergeordnete Thema der jüngsten Konferenz des Schiller-Instituts in Berlin, erklärte Helga Zepp-LaRouche in ihrem heutigen wöchentlichen Webcast, sei die „unglaubliche Gleichgültigkeit“, die die meisten europäischen Regierungen gegenüber der extremen Gefahr an den Tag legen, die sie durch ihr unerbittliches Streben nach einem Krieg mit Russland selbst herbeigeführt haben – einem Krieg, der unweigerlich atomar sein werde, wenn er nicht verhindert werde. Sie verurteilte ferner den ukrainischen Drohnenangriff vom 3. Juni auf St. Petersburg genau zu dem Zeitpunkt, als dort gerade das jährliche Internationale Wirtschaftsforum begann. „Das ist mehr als leichtsinnig; es ist kriminell“, betonte Zepp-LaRouche und behauptete, der Angriff könne für Kiew politisch durchaus nach hinten losgehen, denn an dem dreitägigen Forum würden rund 20.000 Teilnehmer aus über 100 Ländern teilnehmen.

Was treibt diesen Wahnsinn an? – fragt man sich zu Recht.

Die finanzstrategische Lage des Westens nähert sich einer Grenze. Nach Angaben des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts (SIPRI) erreichten die weltweiten Militärausgaben im Jahr 2025 fast 2,9 Billionen Dollar, was mehr als 2,5 % des globalen BIP entspricht, der höchste Stand seit 2009. Etwa ein Drittel des Gesamtbetrags – 954 Milliarden Dollar – wurde von den USA ausgegeben, und Präsident Trump hat versprochen, die US-Verteidigungsausgaben im Jahr 2027 auf 1,5 Billionen Dollar zu erhöhen.

Der New Yorker Council on Foreign Relations, die elitäre Denkfabrik des Establishments, hat gerade unter der Überschrift „Warnung vor den Kosten des weltweiten Rüstungsbooms“ einen besorgten Artikel darüber veröffentlicht, wohin diese massiven Militärausgaben führen und wie sie aufrechterhalten werden könnten. Der Artikel stellt fest, dass „etwa zwei Drittel der jüngsten Erhöhungen der US-Verteidigungsausgaben durch Defizite finanziert wurden und dass auf den ‚Boom‘ der Verteidigungsausgaben in jüngster Zeit ein Anstieg des Haushaltsdefizits um etwa 2,6 Prozentpunkte folgte“. Dies habe, zusammen mit der außer Kontrolle geratenen Inflation, die durch Trumps andere inkompetente Wirtschaftspolitik ausgelöst wurde, zu einem erheblichen Zinsdruck geführt, was das Haushaltsdefizit der Regierung weiter verschlimmere. In dem Artikel des Council on Foreign Relations heißt es weiter: „IWF-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva merkte im April an, dass eine solche politische Mischung im aktuellen fiskalischen Umfeld böse enden könnte. Sie verglich dies damit, einen Fuß auf dem Gaspedal und einen auf der Bremse zu haben: ‚Das ist keine gute Art, ein Auto zu fahren.‘“

Es ist nicht das erste Mal, dass die Welt solch einen kriminellen Wahnsinn erlebt. Bereits in den 1930er Jahren beschloss Hitlers Zentralbankpräsident Hjalmar Schacht, große Mengen wertloser, staatlich garantierter MEFO-Wechsel auszugeben, um die massive deutsche Wiederaufrüstung zu finanzieren; das Ergebnis waren der Drang nach Osten und die Konzentrationslager.

Genau diese Schacht’sche Politik wird heute erneut betrieben, und sie ist zu einem außer Kontrolle geratenen Güterzug geworden, der auf eine Betonmauer zurast – insbesondere in den Vereinigten Staaten. Die Zinszahlungen für die 39 Billionen Dollar US-Staatsschulden verschlingen bereits 1 Billion Dollar pro Jahr aus dem Bundeshaushalt; die Verschuldung wird noch schneller wachsen als bisher, insbesondere angesichts des von Trump vorgeschlagenen Verteidigungshaushalts von 1,5 Billionen Dollar; und die Zinssätze werden nun steigen, nicht sinken – trotz all des Geschreis von Trump, der Ernennung von Kevin Warsh bei der Fed und so weiter. Werden die Vereinigten Staaten bald 2 Billionen Dollar für Militärausgaben ausgeben, weitere 2 Billionen Dollar an Zinszahlungen leisten und zusehen, wie die Schulden auf 50 Billionen Dollar steigen?

Und wie um alles in der Welt können die Banker der City of London und der Wall Street unter diesen Umständen verhindern, dass ihre massive globale Spekulationsblase von 2,4 Billiarden Dollar platzt? Diese Frage und ihre Antwort erklären die aktuelle Außen- und Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten und Europas – und weisen uns auch den Weg zur notwendigen Lösung.


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Lässt Trump Netanjahu fallen?

Mittwoch, 03.06.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Das Schiller-Institut veranstaltete am 30. und 31. Mai in Berlin eine internationale Konferenz, deren Eröffnungssitzung von den Teilnehmern aus vielen Nationen angesichts der vielfältigen Gefahren und des wirtschaftlichen Zerfalls als „inspirierend“ beschrieben wurde.

Während seiner Rede im ersten Panel merkte Wolfgang Bittner (Autor) an:

Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass eine europäische Koalition der Willigen die 2014 aufgezwungene Aggressionspolitik gegen Russland geradezu erbittert weiterführt, obwohl ihr der Rückhalt aus den USA unter der Regierung Trump entzogen wurde. Offensichtlich haben die meinungsbildenden europäischen Politiker und Journalisten, von denen viele ihre Führungspositionen noch durch Patronage der US-Netzwerke – und es gibt über 100 hier in Deutschland – und der Regierungen Obama und Biden erlangt haben. Sie haben offensichtlich den Russlandhass dermaßen verinnerlicht, dass sie sogar Krieg gegen Russland planen. Und es wurde schon mehrmals gesagt, jetzt, und ich habe das vor Jahren schon mal ins Gespräch gebracht. Eine Atommacht kann nicht besiegt werden.

Im Laufe der zweitägigen Veranstaltung sprachen Redner aus 15 Nationen in drei Sitzungen über wichtige Aspekte der internationalen Beziehungen, der Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst. Ein Kulturabend bot Musik und Poesie aus verschiedenen Kulturen und Nationen. Rund 150 Teilnehmer kamen aus Ländern in ganz Europa zusammen, darunter auch Studenten aus Afrika und anderen Kontinenten.

Die Ergebnisse der Konferenz unterstreichen, dass eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur geschaffen werden kann, wenn diejenigen, die die auf der Konferenz vorgestellten Lösungsansätze unterstützen wollen, ihre Kräfte bündeln.

Nehmen Sie an Helga Zepp-LaRouches wöchentlichem Live-Dialog teil, um zu diskutieren, wie wir die Chancen, die durch die Konferenz geschaffen wurden, nutzen können.


Internationale Friedenskoalition #156, 29.05.2026, 17.00 Uhr

Kann die Menschheit sich selbst regieren?

156. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Kann die Menschheit sich selbst regieren?

29. Mai 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

In dieser Woche werden Helga Zepp-LaRouche – Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der Internationalen Friedenskoalition –, Ray McGovern – ehemaliger CIA-Analyst und Mitbegründer der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS) –, Larry Johnson – ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS) und Präsident Donald Ramotar – ehemaliger Präsident von Guyana – sowie weitere, in Kürze bekanntzugebende Gäste bei uns zu Gast sein.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

„Ist die Menschheit in der Lage, sich selbst zu regieren?“, fragte Helga Zepp-LaRouche in ihrem internationalen Webcast vom 27. Mai, „oder befinden wir uns auf dem Weg in die potenzielle Selbstzerstörung?“ Eine Antwort auf diese Frage steht aus.

Die gefährliche und äußerst instabile weltpolitischen Lage – vom illegalen Angriffskrieg gegen den Iran über die Fortsetzung des Ukrainekriegs bis hin zu unzähligen anderen Krisenherden – „erfordert, dass die Stimmen der Vernunft zusammenkommen und die Idee einer internationalen, rechtlich geordneten Gesellschaft hochhalten“, erklärte Zepp-LaRouche.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung findet diese Woche bei den Vereinten Nationen statt: Am 26. Mai berief China eine offene Debatte des Sicherheitsrats zum Thema „Wahrung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta und Stärkung des auf die UN ausgerichteten internationalen Systems“ ein. Dort stellte der chinesische Außenminister Wang Yi fest: „die vor uns liegenden Herausforderungen stellen die Bereitschaft internationalen Gemeinschaft für die Wahrung des Friedens, für Gerechtigkeit und mutige Reformen einzutreten, auf die Probe. Bis zum Ende der Sitzung am 28. Mai werden mehr als 100 Regierungen das Wort ergriffen haben. Es geht um die Notwendigkeit einer multipolaren Welt, die auf dem Völkerrecht basiert, um Frieden zu erreichen – „eine Hinwendung zur Herrschaft der Vernunft“, wie es der Vertreter Panamas formulierte.

Unterdessen warnt die russische Regierung die europäischen Eliten mit starken Worten vor weiteren Provokationen, einschließlich der militärischer Unterstützung für ukrainische Terroranschläge gegen Russland. Damit könnte man „sein eignes Grab schaufeln“, so der stellvertretende Außenminister Sergei Rjabkow am 27. Mai auf dem Moskauer Internationalen Sicherheitsforum.

Die russische Botschaft in Washington warnte am Mittwoch, dem 27. Mai in einer Erklärung:„Führende Politiker der EU und der NATO, darunter die Meister der Intrige – die Briten – die nicht bereit sind, ihre eigenen Rekruten zu opfern, wenn die Ukrainer zermürbt sind, versuchen, die USA in ihre zum Scheitern verurteilten Pläne hineinzuziehen, um Russland eine ‚strategische Niederlage‘ zuzufügen.“

Eine solche strategische Niederlage der größten Atommacht der Welt ist nicht möglich, wie Rjabkow auf dem Moskauer Forum feststellte. Viele andere vernünftige Stimmen haben gewarnt, dass ein solcher Versuch einen zivilisationsvernichtenden Atomkonflikt provozieren würde.

Hinzu kommt die weiterhin bestehende Gefahr des US-israelischen Krieges gegen den Iran, dessen Ende laut US-Außenminister Marco Rubio „in wenigen Tagen“ ausgehandelt werden könnte. Aber auch das Gegenteil ist möglich, angesichts der Wahrscheinlichkeit, dass die Netanyahu-Clique und ihre „Epstein“-Sponsoren beschließen, alles in die Luft zu jagen.

„Wir müssen das Paradigma komplett ändern und eine neue Sicherheitsarchitektur schaffen. Zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung gab es die Chance auf eine Friedensordnung, aber seitdem lief alles in die falsche Richtung. Um eine Katastrophe zu verhindern, müssen wir meiner Meinung nach von vorne anfangen und vieles rückgängig machen, was in den letzten 30 Jahren geschehen ist,“ erklärte Helga Zepp-LaRouche.

Unverzichtbar dafür ist Entwicklung. Außenminister Wang Yi betonte dies bei der UN-Sitzung: „Entwicklung als Schlüssel zu allen Problemen muss im Mittelpunkt der internationalen Agenda bleiben.“ Darum geht es auch bei Zepp-LaRouches Vorschlag eines „Erweiterten Oasenplans“ für Südwestasien. Er wird mittlerweile von vielen prominenten Persönlichkeiten als neue exemplarische Lösung befürwortet, die eine der krisenreichsten Regionen der Welt zum Katalysator für eine neue, menschliche Weltordnung machen könnte.

Ein solcher Wandel wird nicht von selbst geschehen – insbesondere angesichts des kulturell und moralisch verkommenen Zustands der meisten poitischen „Eliten“ im kollektiven Westen. Bürger guten Willens in allen Nationen müssen sich entschließen zu handeln.

„Wenn es so weitergeht, werden wir einen Zusammenbruch der Zivilisation erleben, von dessen Ausmaßen die Menschen noch keine Vorstellung hat“, warnte Zepp-LaRouche. „[Ob] unter diesen Umständen die Stimmen der Vernunft den Kopf über Wasser halten und Politik gestalten können, ist noch nicht entschieden. Ich denke, es wird in sehr hohem Maße davon abhängen, wie viele Menschen sich das Schicksal der Menschheit zu Herzen nehmen und ihren Verstand nutzen, um zu handeln. Wir schlagen Lösungen vor. Wir haben Kandidaten, die diese Lösungen vertreten. Schließen Sie sich uns also an.“


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Aufbau statt Krieg

Mittwoch, 27.05.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Am Dienstagmorgen um 10:00 Uhr US-Zeit eröffnete der chinesische Außenminister Wang Yi in New York die hochrangige Debatte des UN-Sicherheitsrats zum Thema „Wahrung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta und Stärkung des auf die UNO ausgerichteten internationalen Systems“. Generalsekretär António Guterres hält eine kurze einleitende Ansprache. Außenminister und hochrangige Diplomaten aus aller Welt sind im Saal anwesend. Ihnen liegt auf anderem Weg auch der Vorschlag „Offener Brief an die Regierungen der Vereinten Nationen: Eine Politik für Frieden und Entwicklung in Südwestasien“ vor, der seit dem 17. Mai vom Schiller-Institut und der Internationalen Friedenskoalition verbreitet wird – die Synthese des regionalen Vierpunkte-Rahmens, den der ehemalige türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu beim EIR-Rundtischgespräch am 15. Mai dargelegt hat, und des dort von Helga Zepp-LaRouche vorgeschlagenen Erweiterten Oasenplans.

Zwei Tage später, am 28. Mai, nimmt Wang Yi an der Sitzung der „Group of Friends of Global Governance“ in New York teil – der 43 Länder umfassenden Koalition, die überwiegend aus dem Globalen Süden stammt und am 9. Dezember 2025 bei der UNO ins Leben gerufen wurde, um Präsident Xi Jinpings Global-Governance-Initiative voranzubringen.

Im gleichen Zeitraum eröffnet die Russische Föderation ihre Erste Internationale Sicherheitskonferenz in der Region Moskau mit 140 Delegationen aus 120 Nationen. Und die Außenminister der Vereinigten Staaten, Indiens, Japans und Australiens halten am selben Tag wie die Debatte im UN-Sicherheitsrat ein Treffen des „Quad“ in Neu-Delhi ab. Somit liegen mehrere diplomatische Architekturen in einer einzigen Woche gleichzeitig auf dem Tisch.

Der gegenwärtige Moment wird nicht innehalten. Das russische Außenministerium kündigte heute weitere massive Angriffe gegen den ukrainischen Rüstungskomplex in Kiew an, verbunden mit ausdrücklichen Warnungen an ausländisches diplomatisches Personal, die Stadt zu verlassen – und Außenminister Sergej Lawrow rief US-Außenminister Marco Rubio an, um ihn persönlich darüber zu informieren. Bei den Vergeltungsmaßnahmen vom 23. bis 24. Mai, die den Anstoß für diese Ankündigung gab, kamauch eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete zum Einsatz – atomwaffenfähig und ohne NATO-Abwehr dagegen.

Dies jedoch nur als Vergeltung für den ukrainischen Terrorangriff auf Starobelsk zu lesen, bedeutet, den größeren Zusammenhang der Entwicklungen zu übersehen. Über das gesamte Spektrum russischer Experten und Politiker hinweg – von Karaganow und Trenin bis hin zu Medwedew, Rjabkow und Poljanski sowie zu hochrangigen Militäranalysten, die zwölf europäische Drohnenproduktionsstätten als legitime Ziele benannt haben – lautet die Frage, die in Moskau laut gestellt wird, nicht mehr, ob es zu einer Eskalation kommen soll, sondern wie und gegen wen. Helga Zepp-LaRouche warnte am Montag: „Ich bin wirklich äußerst besorgt, dass diese Sache sehr, sehr schnell außer Kontrolle geraten kann.“ Ob die Menschheit diese Phase überlebt, ist keine müßige Frage.

Das Bild im Iran ist gemischt und möglicherweise hoffnungsvoller – allerdings vor dem Hintergrund koordinierter Bemühungen, Verhandlungsfortschritte wieder zunichte zu machen. Der (heute wiedergewählte) iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, Außenminister Abbas Araghtschi und Zentralbankgouverneur Abdolnaser Hemmati trafen in Doha ein, um weiter über die Friedensbedingungen zu verhandeln – Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, Straße von Hormus, Urananreicherung –, bei denen durch die pakistanische und chinesische Vermittlung bereits fast eine Einigung erreicht ist.

Am selben Tag startete Israel seine größte Angriffswelle auf den Südlibanon seit Monaten, und das US-Militär führte sogenannte „Selbstverteidigungs“-Angriffe auf iranische Raketenabschussrampen, kleine Boote und zwei leere Tanker unter iranischer Flagge in der Nähe der Meerenge durch – wahrscheinlich ein gezielter Versuch, ein Friedensabkommen zu torpedieren..

Die Struktur, die tatsächlich Bestand haben würde, ist der von Davutoğlu und Zepp-LaRouche vorgelegte Plan: eine regionale Sicherheitsarchitektur in Verbindung mit dem „Erweiterten Oasenplan“, eine vielschichtige diplomatische und entwicklungsorientierte Ordnung, die Krieg zwischen Ländern unmöglich macht, weil deren Wirtschaft und Kultur dann vom Erfolg des jeweils anderen abhängig wäre.

Papst Leo XIV. stellte am Montag seine erste Enzyklika, Magnifica Humanitas, vor. Sie war bereits am 15. Mai unterzeichnet worden, dem 135. Jahrestag von Rerum Novarum seines Namensvetters Leo XIII. – am selben Tag, an dem auch das EIR-Krisenforum stattfand. Die zentralen Argumente von Leo XIV. – dass das Streben nach Profit die systematische Vernichtung von Arbeitsplätzen nicht rechtfertigen könne, dass autonome Waffen keine Entscheidungen über die Anwendung von Gewalt treffen dürfen, dass letztlich die moralische Tauglichkeit der Zivilisation auf dem Spiel steht – spiegeln in anderer Form das Rahmenkonzept wider, das von EIR und dem Schiller-Institut vorgelegt wurde.

Der Vorschlag, der nun den Vereinten Nationen vorliegt, wurde inzwischen auch von der Moskauer Zeitschrift New Eastern Outlook aufgegriffen – in einem von Tamer Mansour verfassten Beitrag, der sich auf Lyndon LaRouches Ausssage aus dem Jahr 1990 bezieht, wonach „ohne eine Politik der wirtschaftlichen Entwicklung die Araber und Israelis keine gemeinsame Grundlage für eine politische Einigung haben, da es an einem gemeinsamen Interesse fehlt“. Dies zeigt, wie schnell sich das Davutoğlu-LaRouche-Konzept in nur zehn Tagen verbreitet hat.

Die Aussage, die Davutoğlu beim Rundtischgespräch am 15. Mai machte, ist dieselbe, die diese Woche an die Außenminister bei der UNO gerichtet wird: „Der beste Weg zum Frieden ist wirtschaftliche Verflechtung. Es gibt keinen anderen Weg. Wo wirtschaftliche Verflechtung herrscht, wird niemand einen Krieg beginnen.“

Zepp-LaRouche brachte es heute erneut in ähnlicher Weise auf den Punkt: „Wenn es uns nicht gelingt, eine Debatte über die Notwendigkeit einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur in Gang zu bringen, die die Interessen jedes einzelnen Landes berücksichtigt, wird es nicht funktionieren.“ Ob bei der Debatte im UN-Sicherheitsrat diese Chance genutzt wird oder ob dieser diplomatische Moment ungenutzt verstreichen wird, ist wirklich ungewiss. Was nicht ungewiss ist, ist das, was getan werden muss.


Die Verbindung von Wissenschaft und Glauben

Bericht vom 155. Treffen der Internationalen Friedenskoalition.

Die 155. wöchentliche Onlinesitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 22. Mai begann mit einem Lageüberblick der IPC-Initiatorin und Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche. Das nächste Ziel der Mobilisierung der IPC sei die offene Sonderdebatte im UN-Sicherheitsrat am 26. Mai zum Thema „Wahrung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta und Stärkung des auf die UN ausgerichteten internationalen Systems“, die Wang Yi als Außenminister Chinas, das in diesem Monat den Vorsitz des Sicherheitsrats innehat, persönlich leiten wird.

Zepp-LaRouche beschrieb die Vorschläge des EIR-Krisenforums vom 15. Mai und fügte hinzu, es sei ermutigend, daß mehr Vorschläge auftauchen wie der Plan „Afrika 2063“, die solche Ideen der IPC-Sitzungen ergänzen.

Zepp-LaRouche hat für die Sitzung des UN-Sicherheitsrats einen Offenen Brief verfaßt. „Uns geht es darum, einen ganz neuen Ansatz auf den Tisch zu bringen“ statt der üblichen Geopolitik, sagte sie, einen Ansatz, der die langfristige Überlebensfähigkeit aller beteiligten Länder in Südwestasien sichert. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) habe diese Woche gewarnt, daß die Welt aufgrund der Ressourcenknappheit infolge des Iran-Krieges zusätzlich zum laufenden wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenbruch das Anfangsstadium eines „Lebensmittelpreisschocks“ erreicht hat, der zu Hungersnöten führen kann. Diejenigen, die den Krieg geplant hätten, hätten ein solches Ergebnis vorausgesehen. „Im Hintergrund stehen all diese verrückten malthusianischen Ideen“, wie die Politik der sogenannten „kontrollierten Desintegration“.

Wissenschaft und Religion

Dr. Abdullah Ahsan aus Pakistan, Professor für Vergleichende Zivilisationswissenschaften an der Istanbuler Sehir-Universität in der Türkei, identifizierte drei Phasen einer Lösung für die aktuelle Krise: Kurzfristig gäbe es den Vorschlag des ehemaligen türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu, ein neutrales drittes Gremium – Davutoglu schlug die Ländergruppe Pakistan, Indonesien, Türkei und Malaysia vor – mit der Verwaltung der Straße von Hormus zu betrauen, da die Vereinigten Staaten und der Iran in eine Sackgasse geraten seien und die ganze Welt „Opfer dieser Hormus-Situation“ geworden sei. Mittelfristig müsse man das Konzept eines „Dialogs der Zivilisationen“ wiederbeleben, das in verschiedenen Formen von mehreren Seiten, darunter dem Schiller-Institut und der iranischen Regierung, befürwortet worden ist. Und langfristig müsse man sich mit der Ansicht auseinandersetzen, daß es einen Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion gebe.

Der moderne Säkularismus, so Dr. Ahsan, gehe auf die Ideen des deutschen Philosophen Immanuel Kant zurück. Seine eigenen Studien deuteten jedoch darauf hin, „daß alle Zivilisationen der Geschichte in göttlicher Führung verwurzelt sind“. Als ein Beispiel dafür, wo Wissenschaft und Glaube scheinbar auseinandergehen, führte er das Thema Evolution an.

Im weiteren Verlauf der Diskussion stellte der Co-Moderator Dennis Small eine Lösung für diesen scheinbaren Konflikt vor: Der Mensch habe die Fähigkeit, das physikalische Universum schöpferisch zu verändern, und das sei ein Beweis für den freien Willen und damit für moralische Fähigkeiten – eine „metaphysische Dimension“ in dem, was die meisten Menschen als Physik betrachten, deren Existenz Kants Theorien widerlege. Small nannte Lyndon LaRouches „Oasenplan“ als Beispiel für eine schöpferische Idee, die das physische Universum verändert.

Später äußerte sich Zepp-LaRouche zu dem Thema und stellte der dogmatischen Sicht die philosophische Sicht in der Religion gegenüber. Der Heilige Augustinus habe darauf hingewiesen, daß Platon schon Jahrhunderte vorher zu ähnlichen Schlußfolgerungen wie Jesus Christus gelangt war, was zeige, daß es keinen Widerspruch zwischen Glauben und Wissen gibt. Kardinal Nikolaus von Kues habe im 15. Jahrhundert gesagt, die Evolution bestehe darin, daß eine niedere Sphäre durch das höher entwickelte Organisationsprinzip der nächsthöheren Sphäre „angehoben“ wird. Der russisch-ukrainische Wissenschaftler Wladimir Wernadskij sei mit seinem Konzept der „Noosphäre“ zu der gleichen Schlußfolgerung gelangt. Die Idee spiegle sich auch im Buch Genesis wider, wo der Mensch aufgrund seiner Schöpferkraft als imago viva Dei, als lebendiges Abbild Gottes bezeichnet wird.

Die sich verschärfende Krise in der Landwirtschaft

Als nächstes sprachen zwei führende Vertreter von Viehzuchtverbänden aus den USA. Jesus Holguin Cazares, Präsident der Kansas Cattlemen’s Association, berichtete, daß die Kosten für die notwendigen Chemikalien in der Landwirtschaft wegen des Iran-Krieges dramatisch gestiegen sind. Dies stelle für kleinere, unabhängige Erzeuger eine außerordentliche, untragbare Belastung dar. Darüber hinaus gefährde die Kartellbildung in der Landwirtschaft kleinere Erzeuger, die mit den riesigen Agrarkonzernen nicht konkurrieren können, was sich in höheren Preisen für die Verbraucher niederschlägt. Die Konzerne kaufen notleidende Farmen auf, was die Kartellbildung verstärkt.

Jon Baker, Vizepräsident der Iowa Stockgrowers Association, berichtete ebenfalls über die Krise der Farmer und Rancher, die sich infolge des Iran-Kriegs erheblich verschärft habe, beispielsweise durch den Anstieg der Preise für Diesel, der für die Landwirtschaft unverzichtbar ist. Er kritisierte zudem die Ausbeutung durch Spekulanten und die Agrarindustrie. Baker führte das Beispiel seines eigenen Betriebs an, der allein aufgrund sogenannter „Marktfaktoren“ in den letzten zwei Tagen 80.000 Dollar an Wert verloren habe. Die Mega-Agrarkartelle vergrößerten ihre Konzentration, während die Zahl unabhängiger landwirtschaftlicher Betriebe schrumpft.

Small berichtete über Aktivitäten der Nationalen Front zur Rettung der Mexikanischen Landschaft, die gerade in Mexiko-Stadt eine Demonstration mit 3500 Teilnehmern abgehalten hat und sich mit dem Landwirtschaftsminister traf, um politische Lösungen für die Agrarkrise zu erörtern. Die Gruppe fordert für Mexiko eine Agrarpolitik, die der Ernährung der Bevölkerung Vorrang einräumt, statt die Spekulanten an der Chicagoer Warenbörse reich zu machen – gegen die destruktive neoliberale Wirtschaftspolitik, wie sie z.B. mit Ludwig von Mises von der Österreichischen Schule verbunden ist. Sie fordern zwar von der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum eine andere Politik, wollen aber nicht den US-Spekulanten und der Trump-Regierung dabei helfen, Sheinbaums Regierung zu destabilisieren.

Jose Vega, unabhängiger Kandidat für den US-Kongreß im New Yorker Stadtteil Bronx, berichtete über den Fortschritt seiner Kampagne und betonte, daß es für die Bürger wichtig sei, sich die tiefgreifenden Ideen zu eigen zu machen, die bei den IPC-Treffen diskutiert werden. Er hatte am Vortag eine Kundgebung vor den Vereinten Nationen geleitet, um die Diskussion bei der Sondersitzung des Sicherheitsrats am 26. Mai entscheidend zu beeinflussen.

Diskussion: Kampf gegen die Oligarchie

Zepp-LaRouche erwähnte verschiedene Facetten der Kriegspolitik der führenden „westlichen“ Fraktion und betonte: „Einseitige Sanktionen sind eine Form des Krieges“. Sie äußerte die Hoffnung, daß diese Konflikte durch eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gelöst werden können. Auf eine Frage hin rief sie zu weltweiter Unterstützung für Kuba auf, einem der Hauptopfer der US-Sanktionen, insbesondere angesichts Kubas lobenswerter Rolle bei der medizinischen Unterstützung anderer Länder. Zepp-LaRouche erklärte, die „Männer von Davos“, auch bekannt als die „Epstein-Klasse“ oder „die Superklasse der toten Seelen“, seien daran interessiert, die Krisen ständig weiter zu schüren, um ihre geopolitische Agenda voranzutreiben.

Dr. Ahsan warf die Frage auf, wie die oligarchische Kontrolle über die Politik beendet werden kann, und nannte als Beispiel die Kampagne Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen (BDS), die wirtschaftlichen Druck auf das israelische Regime ausübt, als kleinen Schritt in die richtige Richtung.

Abschließend wiederholte Zepp-LaRouche ihre Warnung, sowohl der Rußland-Ukraine-Konflikt als auch die von Israel ausgelösten Kriege in Südwestasien könnten zum Auslöser eines Atomkriegs werden. Co-Moderator Dennis Speed merkte an, daß das IPC-Treffen nächste Woche, das 156. wöchentliche Treffen, den dritten Jahrestag der Gründung der IPC markiert. Die Beharrlichkeit der IPC bei der Durchführung dieser Treffen werde entscheidend sein, um eine Basisbewegung aufzubauen, die die Politik der Vereinigten Staaten und Europas verändern kann.


Internationale Friedenskoalition #155, 22.05.2026, 17.00 Uhr

Auf der Tagesordnung: eine neue Art der internationalen Beziehungen

155. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Auf der Tagesordnung: eine neue Art der internationalen Beziehungen

22. Mai 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Im Nachgang an das EIR Forum der vergangenen Woche senden wir den Regierungen, die die Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats am 26. Mai einberufen, eine Zusammenstellung aus Herrn Davutoğlus Vorschlag und LaRouches „Erweiterten Oasenplan“ und bitten darum, diese bei dieser Sitzung zu berücksichtigen. Bitte unterstützen und verbreiten Sie den offenen Brief von Helga Zepp-LaRouche „Offener Brief an die Regierungen der Vereinten Nationen: Eine Politik für Frieden und Entwicklung in Südwestasien“.
Diese Woche begrüßen wir Dr. Abdullah al-Ahsan, Professor für Vergleichende Zivilisationsforschung, sowie Jesus Holguin Cazares, Präsident der Kansas Cattlemen’s Association, und weitere Gäste, die noch bekannt gegeben werden.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Es folgt der Wortlaut eines offenen Briefes der Gründerin des internationalen Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche vom 17. Mai, der weltweit verbreitet wird.

Am 26. Mai veranstaltet China im Rahmen seines turnusmäßigen Vorsitzes des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen eine Sitzung zum Thema „Wahrung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta und Stärkung des auf die UN ausgerichteten internationalen Systems“. Die Sitzung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Welt an einem historischen Scheideweg steht und die Menschheit die Wahl hat, einen von zwei sehr unterschiedlichen Wegen einzuschlagen. Der unprovozierte Angriffskrieg gegen den Iran und seine Folgen haben den Nahen Osten in eine Sackgasse geführt, und es droht eine potentiell fatale Eskalation hin zu einer Weltwirtschaftskrise oder sogar einem atomaren Weltkrieg. Gleichzeitig haben die Treffen zwischen Präsident Xi Jinping und Präsident Donald Trump in Peking die Tür zu einer neuen Ebene der Zusammenarbeit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt geöffnet und damit die Gelegenheit geschaffen, eine völlig andere Politik umzusetzen als jene, die die heutige Krise verursacht hat. Daher ist dies ein sehr kostbarer Moment in der Geschichte, der nicht ungenutzt verstreichen darf.

Eine solche alternative Politik wurde auf dem jüngsten EIR-Krisenforum am 15. Mai „Der Iran-Krieg und der ‚kontrollierte Zerfall‘ der Weltwirtschaft“ konkret diskutiert und entworfen. Zu Wort kamen der ehemalige türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu und der iranische Botschafter in Mexiko, Abolfazl Pasandideh, der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für Palästina Richard Falk und andere. Professor Davutoğlu betonte, daß bilaterale Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die regionale Krise nicht lösen können, und erklärte, nur „ein umfassender regionaler Rahmen“ könne dauerhaft Frieden schaffen.

Er skizzierte seinen jüngsten Vorschlag, der vier konvergierende Fragen umfaßt, bei denen „Fortschritte an einer Front ohne parallele Entwicklungen an den anderen unwahrscheinlich sind“:

  • Die Straße von Hormus: Bildung einer Koalition vertrauenswürdiger Vermittler, wie die Türkei, Pakistan, Malaysia und Indonesien, um die Straße von Hormus unter einem Mandat des UN-Sicherheitsrats zu verwalten.
  • Nukleare Vereinbarungen: Abschluß eines neuen Abkommens, unter dem der Iran im Austausch gegen Brennstoff für zivile Zwecke angereichertes Uran in der Türkei deponiert, seine Verpflichtung bekräftigt, keine Atomwaffen anzustreben, und die USA sein Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie formell anerkennen. Im Laufe der Zeit würde die Region zu einem atomwaffenfreien Gebiet, „die Kernwaffen im Besitz Israels eingeschlossen“. (Es sei darauf hingewiesen, daß dies die Grundlage für das Teheran-Abkommen von 2010 war, bei dessen Vermittlung Davutoğlu zusammen mit Brasilien und der IAEO half und das damals von US-Präsident Obama abgelehnt wurde. Bemerkenswerterweise hat der brasilianische Präsident Lula bei seinem jüngsten Besuch in Washington am 7. Mai US-Präsident Trump eine Kopie dieses Abkommens überreicht.)
  • Regionale Sicherheitsarchitektur: Es würde eine vielschichtige Struktur für Vertrauensbildung und regionale Sicherheit geschaffen, die sich zu „einem nahöstlichen Äquivalent der Helsinki-Abkommen von 1975“ entwickeln würde.
  • Palästina: Israel würde die Integration in diese Architektur angeboten – vollständige diplomatische Normalisierung und formelle Garantien -, im Austausch für die Anerkennung der palästinensischen Staatlichkeit und die Beendigung militärischer Operationen im Libanon.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts und Chefredakteurin des EIR-Magazins, hatte das Krisenforum mit dem Vorschlag einer politischen Wende für Südwestasien eröffnet: daß die Nationen der gesamten Region, von Indien bis zum Mittelmeer und vom Kaukasus bis zum Golf, eine gemeinsame Politik des „Friedens durch Entwicklung“ verfolgen. Dazu würde in einem integrierten „Erweiterten Oasenplan“ ein Programm zur Umkehrung der Wüstenbildung in Südwestasien – nach dem Vorbild der Umgestaltung der chinesischen Provinz Xinjiang und ihrer nordwestlichen Wüsten – mit dem Ausbau von Entwicklungskorridoren in ganz Südwestasien kombiniert. Wie zur Zeit der alten Seidenstraße kann damit der Nahe Osten wieder zum Knotenpunkt zwischen Asien, Afrika und Europa werden, mit einer glänzenden Zukunft für alle Länder, die heute aufgrund von Interventionskriegen unter einer humanitären Krise und Armut leiden.

Als Zepp-LaRouche vorschlug, den von Davutoğlu vorgelegten Vorschlag – der dem 2010 von der Türkei, Brasilien und dem Iran unterzeichneten Teheran-Abkommen sehr ähnlich ist – mit dem „Erweiterten Oasenplan“ zu verbinden, antwortete Davutoğlu:

„Ich stimme voll und ganz zu. Der beste Weg zum Frieden ist wirtschaftliche Verflechtung. Es gibt keinen anderen Weg. Man kann Friedenspläne unterzeichnen, man kann viele Erklärungen abgeben, aber der beste Weg zum Frieden ist wirtschaftliche Verflechtung. Wo wirtschaftliche Verflechtung herrscht, wird niemand einen Krieg beginnen. Wirtschaftliche Verflechtung bedeutet also Entwicklung.“

Davutoğlu fügte hinzu, die beste Antwort auf diesen Krieg bestehe darin, ein Gefühl der „regionalen Zugehörigkeit und gegenseitigen Unterstützung“ zu schaffen. „Und ich teile Ihre Meinung voll und ganz: Wir können diese Vorschläge zusammenführen, einen Rahmen für eine geopolitische Lösung und ein entwicklungsorientiertes visionäres Projekt.“

Die Teilnehmer des EIR-Krisenforums kamen daher überein, diesen gemeinsamen Vorschlag an die Regierungen zu übermitteln, die sich zu der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats am 26. Mai versammeln, mit der Bitte, ihn bei diesem Treffen zu berücksichtigen. Die UN-Charta muß bewahrt werden, aber die UNO braucht auch dringend eine Reform, die der Globalen Mehrheit eine angemessene Vertretung sichert. Zu dieser Reform muß die Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gehören, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten berücksichtigt.

Eine Kombination aus dem Vorschlag von Herrn Davutoğlu und dem Erweiterten Oasenplan kann ein unverzichtbarer Bestandteil einer solchen neuen Architektur sein.

Alle Teilnehmer des EIR-Forums sind bereit, bei Bedarf weitere Unterstützung zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen,

Helga Zepp-LaRouche

Gründerin des Schiller-Instituts und Chefredakteurin von EIR


Dokumente (teilweise Englisch):

1. EIR-Krisenforum vom 15. Mai

2. Teheraner Abkommen von 2010

3. Oasenplan und Liste der Unterstützer

4. Konferenzen des Schiller-Instituts Internetkonferenz: Der Oasenplan: Die LaRouche-Lösung für Frieden durch Entwicklung | und „Der Mensch ist nicht des Menschen Wolf“

5. „Entwicklungsoffensive bedeutet Milliarden neue Arbeitsplätze, keine Flüchtlinge, kein Krieg“

6. Video über Chinas Projekte zur Bekämpfung der Wüstenbildung


Offener Brief an die Regierungen der Vereinten Nationen: Eine Politik für Frieden und Entwicklung in Südwestasien

Es folgt der Wortlaut eines offenen Briefes der Gründerin des internationalen Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche vom 17. Mai, der weltweit verbreitet wird.

Am 26. Mai veranstaltet China im Rahmen seines turnusmäßigen Vorsitzes des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen eine Sitzung zum Thema „Wahrung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta und Stärkung des auf die UN ausgerichteten internationalen Systems“. Die Sitzung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Welt an einem historischen Scheideweg steht und die Menschheit die Wahl hat, einen von zwei sehr unterschiedlichen Wegen einzuschlagen. Der unprovozierte Angriffskrieg gegen den Iran und seine Folgen haben den Nahen Osten in eine Sackgasse geführt, und es droht eine potentiell fatale Eskalation hin zu einer Weltwirtschaftskrise oder sogar einem atomaren Weltkrieg. Gleichzeitig haben die Treffen zwischen Präsident Xi Jinping und Präsident Donald Trump in Peking die Tür zu einer neuen Ebene der Zusammenarbeit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt geöffnet und damit die Gelegenheit geschaffen, eine völlig andere Politik umzusetzen als jene, die die heutige Krise verursacht hat. Daher ist dies ein sehr kostbarer Moment in der Geschichte, der nicht ungenutzt verstreichen darf.

Eine solche alternative Politik wurde auf dem jüngsten EIR-Krisenforum am 15. Mai „Der Iran-Krieg und der ‚kontrollierte Zerfall‘ der Weltwirtschaft“ konkret diskutiert und entworfen. Zu Wort kamen der ehemalige türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu und der iranische Botschafter in Mexiko, Abolfazl Pasandideh, der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für Palästina Richard Falk und andere. Professor Davutoğlu betonte, daß bilaterale Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die regionale Krise nicht lösen können, und erklärte, nur „ein umfassender regionaler Rahmen“ könne dauerhaft Frieden schaffen.

Er skizzierte seinen jüngsten Vorschlag, der vier konvergierende Fragen umfaßt, bei denen „Fortschritte an einer Front ohne parallele Entwicklungen an den anderen unwahrscheinlich sind“:

– Die Straße von Hormus: Bildung einer Koalition vertrauenswürdiger Vermittler, wie die Türkei, Pakistan, Malaysia und Indonesien, um die Straße von Hormus unter einem Mandat des UN-Sicherheitsrats zu verwalten.

– Nukleare Vereinbarungen: Abschluß eines neuen Abkommens, unter dem der Iran im Austausch gegen Brennstoff für zivile Zwecke angereichertes Uran in der Türkei deponiert, seine Verpflichtung bekräftigt, keine Atomwaffen anzustreben, und die USA sein Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie formell anerkennen. Im Laufe der Zeit würde die Region zu einem atomwaffenfreien Gebiet, „die Kernwaffen im Besitz Israels eingeschlossen“. (Es sei darauf hingewiesen, daß dies die Grundlage für das Teheran-Abkommen von 2010 war, bei dessen Vermittlung Davutoğlu zusammen mit Brasilien und der IAEO half und das damals von US-Präsident Obama abgelehnt wurde. Bemerkenswerterweise hat der brasilianische Präsident Lula bei seinem jüngsten Besuch in Washington am 7. Mai US-Präsident Trump eine Kopie dieses Abkommens überreicht.)

– Regionale Sicherheitsarchitektur: Es würde eine vielschichtige Struktur für Vertrauensbildung und regionale Sicherheit geschaffen, die sich zu „einem nahöstlichen Äquivalent der Helsinki-Abkommen von 1975“ entwickeln würde.

– Palästina: Israel würde die Integration in diese Architektur angeboten – vollständige diplomatische Normalisierung und formelle Garantien -, im Austausch für die Anerkennung der palästinensischen Staatlichkeit und die Beendigung militärischer Operationen im Libanon.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts und Chefredakteurin des EIR-Magazins, hatte das Krisenforum mit dem Vorschlag einer politischen Wende für Südwestasien eröffnet: daß die Nationen der gesamten Region, von Indien bis zum Mittelmeer und vom Kaukasus bis zum Golf, eine gemeinsame Politik des „Friedens durch Entwicklung“ verfolgen. Dazu würde in einem integrierten „Erweiterten Oasenplan“ ein Programm zur Umkehrung der Wüstenbildung in Südwestasien – nach dem Vorbild der Umgestaltung der chinesischen Provinz Xinjiang und ihrer nordwestlichen Wüsten – mit dem Ausbau von Entwicklungskorridoren in ganz Südwestasien kombiniert. Wie zur Zeit der alten Seidenstraße kann damit der Nahe Osten wieder zum Knotenpunkt zwischen Asien, Afrika und Europa werden, mit einer glänzenden Zukunft für alle Länder, die heute aufgrund von Interventionskriegen unter einer humanitären Krise und Armut leiden.

Als Zepp-LaRouche vorschlug, den von Davutoğlu vorgelegten Vorschlag – der dem 2010 von der Türkei, Brasilien und dem Iran unterzeichneten Teheran-Abkommen sehr ähnlich ist – mit dem „Erweiterten Oasenplan“ zu verbinden, antwortete Davutoğlu:

„Ich stimme voll und ganz zu. Der beste Weg zum Frieden ist wirtschaftliche Verflechtung. Es gibt keinen anderen Weg. Man kann Friedenspläne unterzeichnen, man kann viele Erklärungen abgeben, aber der beste Weg zum Frieden ist wirtschaftliche Verflechtung. Wo wirtschaftliche Verflechtung herrscht, wird niemand einen Krieg beginnen. Wirtschaftliche Verflechtung bedeutet also Entwicklung.“

Davutoğlu fügte hinzu, die beste Antwort auf diesen Krieg bestehe darin, ein Gefühl der „regionalen Zugehörigkeit und gegenseitigen Unterstützung“ zu schaffen. „Und ich teile Ihre Meinung voll und ganz: Wir können diese Vorschläge zusammenführen, einen Rahmen für eine geopolitische Lösung und ein entwicklungsorientiertes visionäres Projekt.“

Die Teilnehmer des EIR-Krisenforums kamen daher überein, diesen gemeinsamen Vorschlag an die Regierungen zu übermitteln, die sich zu der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats am 26. Mai versammeln, mit der Bitte, ihn bei diesem Treffen zu berücksichtigen. Die UN-Charta muß bewahrt werden, aber die UNO braucht auch dringend eine Reform, die der Globalen Mehrheit eine angemessene Vertretung sichert. Zu dieser Reform muß die Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gehören, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten berücksichtigt.

Eine Kombination aus dem Vorschlag von Herrn Davutoğlu und dem Erweiterten Oasenplan kann ein unverzichtbarer Bestandteil einer solchen neuen Architektur sein.

Alle Teilnehmer des EIR-Forums sind bereit, bei Bedarf weitere Unterstützung zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen,

Helga Zepp-LaRouche

Gründerin des Schiller-Instituts und Chefredakteurin von EIR


Dokumente (teilweise Englisch):

1. EIR-Krisenforum vom 15. Mai

2. Teheraner Abkommen von 2010

3. Oasenplan und Liste der Unterstützer

4. Konferenzen des Schiller-Instituts Internetkonferenz: Der Oasenplan: Die LaRouche-Lösung für Frieden durch Entwicklung | und „Der Mensch ist nicht des Menschen Wolf“

5. „Entwicklungsoffensive bedeutet Milliarden neue Arbeitsplätze, keine Flüchtlinge, kein Krieg“

6. Video über Chinas Projekte zur Bekämpfung der Wüstenbildung


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