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Internationale Friedenskoalition #167, 14.08.2026, 17.00 Uhr

Die Voraussetzungen für Sicherheit schaffen

167. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die Voraussetzungen für Sicherheit schaffen

14. August 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen Larry Johnson, ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter der CIA und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) und Prof. Richard Anderson Falk, emeritierter Professor für internationales Recht an der Princeton University, Vorsitzender des Kuratoriums des Euro-Mediterranean Human Rights Monitor, ehemaliger Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen zur Menschenrechtssituation in den palästinensischen Gebieten von 2008 bis 2014 sowie weitere Redner.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Weiter unten finden Sie die aktualisierte Liste der Unterzeichner des Offenen Briefes an Erzbischof John Wester. Bitte fügen Sie ebenfalls Ihre Unterschrift hinzu und verbreiten Sie den Offenen Brief in Ihrem Freundes-, Kollegen- und Bekanntenkreis.

Lasst uns alle Kräfte mobilisieren!
Letzten Freitag rief Helga Zepp-LaRouche die Teilnehmer der Internationalen Friedenskoalition dazu auf, den Offenen Brief für eine allumfassende Mobilisierung zu nutzen:

„Wir müssen an diese Liebe zur Menschheit appellieren. Ich glaube, dass wir ohne die Liebe zur Menschheit wiederzuerwecken, keinen Erfolg haben werden. Daher kann ich nur alle Teilnehmer und Zuhörer dieser Diskussion bitten: Nehmen Sie diesen Brief an Erzbischof Wester, verbreiten Sie ihn, verbreiten Sie das Programm. Dieses Mal werden wir das gesamte Programm der IPC als Video zur Verfügung stellen. Verbreiten Sie es, damit die Menschen sich die Argumente anhören können, wogegen wir kämpfen: die Gefahr der Auslöschung, die Erinnerung an Hiroshima, die Parallelen zur Gegenwart, die gefährliche Situation, in der wir uns befinden, die Herausforderungen dieser sich verändernden Weltlage, die es erforderlich macht, dass jeder von uns handelt und nicht Zaungast in diesem historischen Prozess bleibt.
Wenn also jeder damit beginnen würde, ein Aktivist zu werden und an den Papst zu appellieren, würde der Papst von einem immer mächtigeren Chor von Stimmen aus Afrika, aus Lateinamerika, aus Europa, aus Asien umgeben sein, die alle fordern, dass er diese Rolle übernimmt. Und ich bin sicher, dass Putin genauso reagieren würde wie Chruschtschow. Und ich denke, dass auch Xi Jinping zuhören würde. Ich denke, dann könnten wir Präsident Trump, der sich in seiner zweiten Amtszeit vorgenommen hat, bessere Beziehungen zu Russland und China herzustellen, davon überzeugen, dass er dies immer noch tun könnte. Hoffentlich werden wir die Welt in einen sicheren Bereich führen.
Meine Antwort an diese Nonne, ich kenne Ihren Namen nicht, lautet im Grunde, dass wir versuchen werden, diese Initiative zur allumgreifenden Initiative zu machen und alle aufzufordern, sie zu unterstützen, denn gerade jetzt könnte sie auf die Ebene führen, auf der die Lösung überhaupt erst entstehen könnte.“

Helga Zepp-LaRouche

Die Aussicht auf bessere Lebensbedingungen und die Möglichkeit für jeden Einzelnen, dazu beizutragen, ist die Voraussetzung für die Sicherheit von Nationen und Individuen – durch Frieden und wirtschaftliche Entwicklung.

Das ist die implizite Agenda des jährlichen BRICS-Gipfels vom 12. bis 13. September in Indien – ganz gleich, welche Spannungen unter den zehn Mitgliedsländern und zehn Partnerländern bestehen mögen. Unter dem Vorsitz des bevölkerungsreichsten Landes der Welt stehen beim BRICS-Gipfel in Neu-Delhi verschiedene Themen zu Wirtschaft und Zusammenarbeit auf der Tagesordnung, deren Rahmen vier Säulen bilden, die Indien im Januar festgelegt hat: Resilienz, Innovation, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit.

Das Thema Sicherheit steht ausdrücklich auf der Agenda. 2022 schrieb die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, in ihren „Zehn Prinzipien für eine neue globale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“: „Die neue globale Architektur muss das Konzept der Geopolitik beseitigen, indem sie die Aufteilung der Welt in Blöcke beendet. Die Sicherheitsbelange jeder souveränen Nation müssen berücksichtigt werden. Atomwaffen und andere Massenvernichtungswaffen müssen unverzüglich verboten werden …“

Konkrete Ansätze für gemeinsame Sicherheit hat heute der russische Präsident Putin aufgezeigt, der vom Schiff Warjag im Nordpazifik aus sprach und dabei die wirtschaftlichen Vorteile für Länder erörterte, die in diesem Teil der Welt zusammenarbeiten. Er sagte: „Russland hat stets an seinem unerschütterlichen Engagement festgehalten und bekräftigt seine Bereitschaft, mit anderen in der Arktis zusammenzuarbeiten, um von den Vorteilen zu profitieren, die die Nordostpassage zu bieten hat. Natürlich muss dies im Einklang mit dem internationalen Seerecht geschehen. Zu den Ländern, die mit uns zusammenarbeiten wollen und daran interessiert sind, gehören in erster Linie unsere Freunde: China, Indien und andere Länder.“ Man werde Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit allen Ländern, die bereit sind, sich an dieser äußerst vielversprechenden Initiative zum Ausbau der globalen Logistik zu beteiligen, auf jeden Fall begrüßen.

Putin beklagte, der asiatisch-pazifische Raum werde konfliktanfälliger, weil die NATO versuche, sich dort festzusetzen, und neue militärische und politische Blöcke entstünden. Er warnte vor der Absicht der EU, „unsere Schiffe zu beschlagnahmen und unser geplündertes Eigentum zu verkaufen. Das ist nichts anderes als Piraterie und Plünderung. Sollte dies geschehen, werden wir uns entsprechend wehren – nicht unbedingt in den Gewässern, in denen sie unsere eigenen Schiffe überfallen wollen, sondern überall dort, wo wir es für notwendig oder angemessen halten, eingeschlossen der Zuständigkeitsbereich der Pazifikflotte.“

Die Gefahr von Konfrontation wächst global. In den vergangenen 48 Stunden hat Israel den Südlibanon bombardiert; die Vereinigten Staaten griffen ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff an, das versuchte, die Straße von Oman zu durchqueren; im Roten Meer wurde ein unter ägyptischer Flagge fahrendes Schiff von einer Drohne der Huthi getroffen. Die USA warben gestern auf der Plenarsitzung einer Abrüstungskonferenz in Genf für einen neuen Block von mehr als 40 Nationen, die in einer gemeinsamen Erklärung China illegale Atomwaffentests vorwerfen.

Wir brauchen dringend eine Mobilisierung von Bürgern und Organisationen, um die Welt weg von der Katastrophe einer potenziellen nuklearen Vernichtung hin zu Sicherheit und Frieden zu führen. Die Nutzung der Nordostpassage, die Russland, China und Indien aktiv vorantreiben, ist ein solcher Beitrag zu Sicherheit durch wirtschaftliche Entwicklung und Frieden.

Derselbe Ansatz, mit Schwerpunkt auf Südamerika, wird am 4. September beim EIR-Forum „Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in den Amerikas“ diskutiert. Bei der gemeinsamen Veranstaltung von EIR und der Internationalen Friedenskoalition berichten Fachreferenten aus Brasilien und Peru über den Hafen von Chancay in Peru und das Projekt des Biozeanischen Korridors – der transkontinentalen Eisenbahn – als Beispiele für die Art großer Infrastrukturprojekte, die erforderlich sind, um durch Entwicklung weltweit Frieden zu schaffen. Weitere internationale Teilnehmer werden über die nötigen umfassenderen politischen Veränderungen in den Nord-Süd-Beziehungen beraten.

Gleichzeitig können wir die Friedensdynamik durch Unterstützung für den Brief an Erzbischof John Wester voranbringen, der international zirkuliert, worin Papst Leo XIV. aufgefordert wird, eine Friedenskonferenz zur Beendigung der Atomkriegsgefahr einzuberufen.


Dialog der Kulturen in München

Das Chinesische Generalkonsulat in München und das Schiller-Institut veranstalteten am 4. August ein Symposium über Chinas „Vier Initiativen“.

Eine zukunftsorientierte offene Diskussion zu den existentiellen Themen der Gegenwart wird heute in Deutschland von vielen vermißt, umso größer war die Begeisterung von etwa 70 Teilnehmern eines Symposiums über „Die Umsetzung der vier großen globalen Initiativen und zum Aufbau einer Gemeinschaft mit geteilter Zukunft für die Menschheit“, das am 4. August in München stattfand und das gemeinsam vom Chinesischen Generalkonsulat und dem Schiller-Institut Deutschland veranstaltet wurde.

präsentierte Generalkonsul Qiu Xuejun
Moderator Konsul Guo Jiaqi, Generalkonsul Qiu Xuejun,  Helga Zepp-LaRouche und Prof. Dr. Guo Qinglin

Eine zukunftsorientierte offene Diskussion zu den existentiellen Themen der Gegenwart wird heute in Deutschland von vielen vermißt, umso größer war die Begeisterung von etwa 70 Teilnehmern eines Symposiums über „Die Umsetzung der vier großen globalen Initiativen und zum Aufbau einer Gemeinschaft mit geteilter Zukunft für die Menschheit“, das am 4. August in München stattfand und das gemeinsam vom Chinesischen Generalkonsulat und dem Schiller-Institut Deutschland veranstaltet wurde.

In seiner Grundsatzrede1 beschrieb Generalkonsul Qiu Xuejun die politische Perspektive der chinesischen Regierung, die mit ihren vier globalen Initiativen – der Globalen Sicherheitsinitiative, der Globalen Entwicklungsinitiative, der Globalen Zivilisationsinitiative und der Globalen Governance-Initiative – ein umfassendes Konzept für die Stabilisierung der internationalen Beziehungen vorgelegt hat. Die Welt erlebe derzeit Umwälzungen wie seit über hundert Jahren nicht mehr. Er zitierte Präsident Xi: „Die Länder der Welt sitzen nicht in mehr als 190 kleinen Booten, sondern in einem großen Schiff, auf dem sie ein gemeinsames Schicksal teilen. Kleine Boote halten Wind und Wellen nicht stand – nur ein großes Schiff kann den gewaltigen Stürmen trotzen.“ Die geteilte Zukunft der Menschheit müsse die Richtung der Politik bestimmen, betonte der Generalkonsul.

China biete der Welt sein erfolgreiches Entwicklungsmodell an, das Millionen von Menschen aus der Armut befreit hat, und China habe in die Gürtel- und Straßen-Initiative (BRI) in den letzten Jahren 1,92 Billionen Dollar investiert. Der Handel zwischen den Ländern habe dadurch massiv zugenommen. China habe trotz seiner Größe nie nach Macht gestrebt, und er hoffe, daß die beiden größten Volkswirtschaften in Europa und Asien – Deutschland und China – sich nicht durch einige Stimmen aus Europa von einer Zusammenarbeit abhalten lassen werden. In dieser Hinsicht könne das gemeinsame Symposium mit dem Schiller-Institut auch einen positiven Beitrag zur Zukunft der Menschheit leisten.

Als zweit- und drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und größte Industrieländer auf dem eurasischen Kontinent hätten China und Deutschland eine besondere historische Mission für die Zukunft der Menschheit. Die Geschichte habe immer wieder bewiesen, daß die Zusammenarbeit zwischen den philosophischen Strömungen Chinas und Deutschlands „über Berge und Meere hinweg“ Funken der Weisheit entzündeten, die die Welt erleuchten.

Nach Generalkonsul Qiu sprach Helga Zepp-LaRouche. Die Vorsitzende des Schiller-Instituts bedankte sich für die Gastfreundschaft des chinesischen Generalkonsulats, in seinen Räumen dieses gemeinsame Symposium durchführen zu können. Sie sprach die extrem kritische strategische Lage der beiden militärischen aktuellen Konflikte in der Ukraine und im Iran an, die beide das Potential hätten, sich zu einem globalen Krieg auszuweiten. Sie zitierte General a.D. Harald Kujat, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und ehemaliger Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, der die heutige Lage in mehreren Veröffentlichungen mit der Lage im August 1914 unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg verglichen hat. Der Unterscheid zu damals sei, daß die Welt heute über Nuklearwaffen verfügt, die die gesamte Menschheit auslöschen und durch einen nachfolgenden 50jährigen nuklearen Winter das Leben insgesamt auf der Erde beenden könnten.

Der Globale Süden habe bestürzt erkannt, daß Diplomatie als Methode der Konfliktlösung für die Europäer nicht mehr existiert. Deshalb müsse die UN-Charta durch eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gestärkt werden, wie sie Chinas Globaler Governance-Initiative2 zum Ausdruck komme. Das Schiller-Institut habe nach dem Beginn der von Rußland so bezeichneten Militärischen Sonderoperation die prinzipiell gleiche Idee in einem Aufruf für eine neue globale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zum Ausdruck gebracht und dazu Zehn Prinzipien3 formuliert, wie eine solche Architektur aussehen könnte.

Weil die Mainstream-Medien über Chinas vier Initiativen absolutes Stillschweigen bewahrten, gebe es in der Öffentlichkeit kein Wissen und folglich auch keine Diskussion darüber. Durch diese Initiativen und die BRI ließen sich die Wirtschaftsprobleme nicht nur Deutschlands, sondern ganz Europas lösen. Auch das Flüchtlingsproblem könne nur durch wirtschaftliche Entwicklung der Heimatländer der Menschen gelöst werden, die vor Hunger, Armut und Krieg flüchten. Papst Leo XIV. habe dies in seinen Reden auf einer Reise nach Spanien Anfang Juni leidenschaftlich zum Thema gemacht: Jeder Flüchtling habe das Recht, in seiner Heimat eine sichere Zukunft zu haben.

Dies lasse sich durch den Aufbau dieser Länder durch eine Zusammenarbeit des Westens mit China und den BRICS-Staaten erreichen. Das Schiller-Institut habe seit Jahrzehnten Entwicklungsprogramme für den Globalen Süden ausgearbeitet, die jetzt durch diese Kooperation umgesetzt werden müßten, um Frieden und Wohlstand für die gesamte Menschheit zu sichern. Deshalb müsse die Globale Governance-Initiative im September bei der UN-Vollversammlung auf die Tagesordnung gesetzt werden. Zepp-LaRouche betonte, die Ideen des deutschen Kardinals Nikolaus von Kues aus dem 15. Jahrhundert, der in dem Einen eine höhere Mächtigkeit als dem Vielen erkannt habe, seien sehr verwandt mit der Auffassung von Präsident Xi Jinping, der die Aufgabe der Menschheit darin sehe, eine gemeinsame Zukunft für die gesamte Menschheit zu schaffen.

Proffessor Zhang Wei via Zoom

Nicht Feinde, sondern potentielle Freunde

Nach Helga Zepp-LaRouche sprach online Prof. Zhang Weiwei, Direktor des China-Instituts der Fudan-Universität in Shanghai. Er stellte auf seine anschauliche Weise die vier globalen Initiativen von Präsident Xi Jinping vor. Die globale Entwicklungs-Initiative solle die Lebensgrundlage für alle Völker der Welt legen. Die Sicherheits-Initiative solle eine friedliche Umgebung schaffen, in der erst globale Entwicklung möglich sei. Die zivilisatorische Initiative bedeute, daß jede Kultur von der anderen Kultur lernen müsse, statt einem Kampf der Kulturen zu folgen. Die Governance-Initiative schaffe die Grundlage für eine friedliche Entwicklung zwischen den Staaten der Welt. Er ging dann auf den Unterschied im Menschenbild und in der Arbeitsweise Chinas und der Länder des Westens ein. In China seien Wissen und Aktion eins, während sie im Westen getrennt seien. Deshalb gebe es in Europa zu viel Bürokratie, die das Handeln behindere. In den USA und Europa würde man dauernd über die westlichen Werte reden, während für China die Frage des Friedens die wichtigste Aufgabe sei. Man müsse zusammen diskutieren und zusammen profitieren. Der wichtigste Unterschied sei aber das Menschenbild. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2025 sei das Thema Lose-Lose gewesen, also alle seien Verlierer. So teile man im Westen die Welt in Freunde und Feinde ein, während es für China nur Freunde oder potentielle Freunde gebe.

Der nächste Redner war der Präsident der Dunhuang-Akademie aus China, Guo Qinglin, der mit einer Delegation seine Reise in Deutschland mit der Teilnahme am Seminar begann. Er präsentierte die Arbeit der Akademie bei der Restaurierung und Erhaltung der über 700 buddhistischen Höhlentempel in Dunhuang, die zum UNESCO-Welterbe gehören und eines der großartigsten Beispiele für die Integration chinesischer und buddhistischer Tradition entlang der alten Seidenstraße darstellen. Vor allem durch die Digitalisierung wolle man das historische Erbe auch der gesamten Menschheit zur Verfügung stellen. Auch er betonte, dass jedes Land die Souveränität aller Staaten akzeptieren müsse und die Sicherheitsinteressen aller Staaten zu berücksichtigen habe. Durch die Zusammenarbeit mit Freunden könne man alle Krisen der Welt lösen. Die äußerst anregende Präsentation, bei der viele Bilder der Grotten gezeigt wurden, stieß auf große Begeisterung beim Publikum, das auf diese Weise einen seltenen Einblick in eine der bedeutendsten Schnittstellen verschiedener alter Kulturen erhielt.

Beispiele der Dunhuang-Grotten, vorgestellt von Prof. Dr. Guo Qinglin, dem Präsidenten der Dunhuang-Akademie aus China.

Eine gemeinsame Zukunft der Menschheit aufbauen

Der folgende Redner, der sächsische Landtagsabgeordnete Eric Recke (BSW), mußte ebenfalls online sprechen, da er durch die bekannte Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn an einer Teilnahme vor Ort in München gehindert wurde. Recke hat seit 2024 öfters Shenzhen und Nanjing besucht und sagte, er habe dort den Erfolg der vier globalen Initiativen sehen können. BSW setze sich dafür ein, daß Regierungen aus Experten aller Parteien gebildet werden, die im Gegensatz zu der Praxis in Deutschland eine Fachkompetenz aufweisen müßten. Deutschland habe sich durch seine Praxis von den Entwicklungen der Welt abgekoppelt. Durch den beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie, Gas, Öl und dem Verbrennungsmotor hätten wir unsere Wirtschaft großen Schaden zugefügt. In der Zukunft sei unsere Energieversorgung nicht mehr sichergestellt. Unser Bahnnetzwerk werde immer unzuverlässiger und auch bei den Flughäfen falle man zurück. Als Folge stiegen die Preise, und der Staat müsse zunehmend die Verluste der Bürger und Firmen durch immer mehr Schulden kompensieren, die dann nicht mehr für Investitionen zur Verfügung stehen. Daraus folge dann Armut und höhere Arbeitslosigkeit. Deshalb fordere BSW einen Ausstieg aus der NATO und die Zusammenarbeit mit den BRICS, um Deutschland wiederzubeleben.

BSW will das Bahnnetzwerk in Sachsen mit der Neuen Seidenstraße (BRI) verbinden und hofft, daß chinesische Investitionen in Sachsen die angeschlagenen Firmen retten können. Am 1. Juli wurde ein Antrag von ihm im Stadtrat von Leipzig für eine Zusammenarbeit mit China in Kultur und Sport von allen im Bundestag vertretenen Parteien unterstützt. Im Februar 2027 werde er für das Amt des Leipziger Oberbürgermeisters kandidieren, und bei einem Erfolg könne er dann dies auch direkt umsetzen. Die Deutschen wollten wie die Chinesen im Wohlstand leben. Für das Wohl aller Menschen müßten wir deshalb alle für den Aufbau einer gemeinsamen Zukunft der Menschheit arbeiten. Er selber habe dieser Aufgabe sein Leben gewidmet.

Governance-Initiative folgt der Tradition von Bandung

Als Nächster sprach der Sinologe Werner Müller. Er betonte, dass China bereits seit den 50er Jahren die Globale Governance-Initiative verfolge. 1955 beim Treffen der Blockfreien in Bandung in Indonesien hätten Zhou Enlai und andere Vertreter des Globalen Südens die Forderungen nach Einhaltung der nationalen Souveränität, der territorialen Integrität, der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten und der friedlichen Koexistenz vertreten. China habe diesen Weg stetig verfolgt und sei ohne Kriege und koloniale Abenteuer zur größten Wirtschaftsmacht und zweitgrößten Macht der Erde aufgestiegen. Mit den vier globalen Initiativen habe China neue außenpolitische Akzente gesetzt. Dahinter könnten sich alle Staaten versammeln. Warum werde hier in Deutschland darüber im Bundestag nicht diskutiert? Das Problem für Deutschland liege vielleicht darin, dass die vier globalen Initiativen eine Reform der internationalen Institutionen nötig machten, was auch notwendig sei. Die Interessen der Mehrheit der Menschheit müssten endlich berücksichtigt werden. Sie bedeuten auch eine Abkehr vom Prinzip des Rechts des Stärkeren. Dieses Recht des Stärkeren habe man in der Sprengung von Nord Stream 2, in der Bombardierung des Iran, im Gaza-Überfall und in der Zerstörung der palästinensischen Siedlungen im Westjordanland gesehen. Nach den vier globalen Initiativen sollten alle Staaten, ob groß oder klein, gleiche Rechte haben, um solche Taten zu verhindern. Dies heiße internationale Demokratie. Man müsse sich dafür schämen, dass in Deutschland darüber nicht diskutiert werde. Stattdessen werde in Deutschland nur über die Kritik der USA an den Initiativen berichtet. Die USA befürchteten, China wolle damit die globale Balance verändern, was auch notwendig sei. Die Interessen des Globalen Südens müssten endlich ebenfalls berücksichtigt werden. Es sei nötig, dass Deutschland und Europa nicht länger die Interessengehilfen der USA seien, sondern endlich eine eigenständige Politik verfolgten. Deshalb müsse die Globale Governance-Initiative mehr bekannt gemacht werden, und dafür sei das heutige Symposium ein guter Anfang gewesen.

Als letzte Rednerin sprach Alexandra Motschmann, Schriftstellerin aus Starnberg. Sie betonte, daß es im 5. Jahrhundert vor Christus an verschiedenen Orten der Welt wichtige Philosophen mit ähnlichen Ideen gegeben habe. Sie nannte Konfuzius und Laotse aus China, Buddha aus Indien sowie Sokrates und Plato in Griechenland. Die NATO befinde sich noch in einer Zeit vor diesen großen Philosophen und stehe für Krieg. Dann zitierte sie ein von ihr verfasstes Gedicht „Krieg und Frieden“, das bereits in einer früheren Ausgabe der NS abgedruckt wurde. Die Welt sei mehr denn je verbunden, trotzdem gebe es ein falsches Verständnis zwischen den Kulturen. Der Amerikaner Marshall Rosenberg habe gefordert: „Das Wichtigste sei friedliche Kommunikation.“ Freundschaft zwischen Staaten heiße nicht, daß man in allem übereinstimme, sondern daß man dem anderen mit Respekt begegne, auf den anderen höre und den Willen habe, den anderen zu verstehen. Jede Kultur sei einzigartig. Sie wolle keine Weltregierung, sondern ein Weltverständnis von allen für alle. Alle Politiker müssten für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden. So habe Herr Merz den ersten Angriff auf den Iran verteidigt, aber der habe die UN-Charta verletzt. Frieden sei das Wichtigste.

Nach den Vorträgen gab es eine lebhafte Diskussion, in der viele Gäste die Politik der Bundesregierung kritisierten und die Frage stellten, wie diese zu verändern sei. Ein Biolandwirt aus dem Kreis Rosenheim betonte, daß die EU-Politik ihn gezwungen habe, seine Produktion von Biomilch einzustellen. Das Problem in Deutschland sei, daß ein Beruf keine Berufung mehr sei, sondern ein Job. Eine buddhistische Chinesin, die in der Krankenpflege tätig ist, wies auch darauf hin, daß man nicht mehr den Menschen sehe, sondern nur noch seine Arbeit mache, um Geld zu verdienen. Die meisten Teilnehmer an der Veranstaltung drückten nach der Veranstaltung ihre Begeisterung über den freien Dialog auf höchstem Niveau aus, den man leider derzeit in Deutschland sehr vermissen müsse. Sie drückten ihre Hoffnung auf weitere solche Möglichkeiten der Diskussion zwischen den Kulturen der Welt in der Zukunft aus.

wz/hzl

Anmerkungen:

1. https://munich.china-consulate.gov.cn/ger/lszl/202608/t20260811_12002389.htm
2. http://english.scio.gov.cn/whitepapers/2026-06/17/content_118552858.html
3. https://schillerinstitute.com/de/blog/2022/11/30/zehn-prinzipien-fuer-eine-neue-internationale-sicherheits-und-entwicklungsarchitektur/
4. https://idp.bl.uk/discover/collection-categories/dunhuang-academy/


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Der freie Fall der deutschen Wirtschaft muss gestoppt werden

Mittwoch, 12. August 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Anstelle die deutsche Wirtschaft, und damit auch die deutsche Bevölkerung für ideologische und geopolitische Zwecke aufzuopfern, sollten sowohl die Regierung als auch die Bevölkerung sich darauf konzentrieren, das Potential der Produktivität, der Wissenschaft und der Kultur zu nutzen, die Industriekapazitäten weiterzuentwickeln und in den Ländern des Globalen Südens zum Einsatz zu bringen und damit zu garantieren, dass die Menschheit als Ganzes aus diesem Zusammenbruch als Gewinner hervorgeht.


Hiroshima-Tag – Das darf nie wieder geschehen!

Bericht vom 166. Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 166. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) fand am 7. August 2026 statt – 81 Jahre nach dem 6. und 9. August 1945, als der erste Atomwaffeneinsatz der Welt die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki verwüstete und mindestens 110.000 Zivilisten unmittelbar und viele weitere später an den Folgen der Strahlenbelastung starben. Da westliche Regierungen, allen voran die von US-Präsident Donald Trump, derzeit offen ihre Nukleardoktrin „überarbeiten“ und damit den Einsatz von Atomwaffen in Kriegen gegen Rußland und China wahrscheinlicher machen, lautete der treffende Titel der Veranstaltung „Die Kunst, unseren kriminellen Kurs umzukehren“.

Helga Zepp-LaRouche, die IPC-Initiatorin und Gründerin des Schiller-Instituts, eröffnete das Treffen mit der Warnung, wir seien einem Atomkrieg näher als jemals zuvor in der Geschichte, sogar während der Kubakrise im Oktober 1962. Es gebe keine Rüstungskontrollverträge mehr, das Vertrauen zwischen den Staaten sei selbst unter nominellen Verbündeten zusammengebrochen, und die alte Ordnung existiere nicht mehr.

Vor diesem Hintergrund sei es ungeheuerlich, daß der „stellvertretende US-Kriegsminister“ Elbridge Colby sich laut NBC News darüber ausließ, daß das Pentagon erwägt, seine Nukleardoktrin zu überarbeiten, um von der atomaren Abschreckung zur tatsächlichen Führung eines Atomkriegs überzugehen – und das in einer Zeit, in der es bereits zwei regionale Konflikte in der Ukraine und in Südwestasien gibt, bei denen der Einsatz von Atomwaffen im Raum steht, und die Gefahr wächst, daß weitere Länder beschließen könnten, sich ebenfalls Atomwaffen zu verschaffen.

Der Iran habe der mächtigsten Militärmacht der Welt, den Vereinigten Staaten – unterstützt von einer weiteren starken Militärmacht, Israel – getrotzt und sie sogar besiegt. Trotz aller lauten Worte Trumps gehe dem Westen die Munition für die endlosen Kriege aus. Das neue Militärabkommen zwischen Saudi-Arabien, der Türkei (einem NATO-Mitglied) und Pakistan (einer Atommacht) verdeutliche die dramatischen Veränderungen, die sich in der gesamten Region vollziehen. Damit diese Kriege beendet und keine neuen begonnen werden, brauche die Welt eine neue Architektur, die allen Ländern Sicherheit und Entwicklung und Gerechtigkeit für alle gewährleistet.

Die tiefere Ursache der Krise sei die mittlerweile über zwei Billiarden Dollar hohe Verschuldung der transatlantischen Volkswirtschaften. Anstatt ein neues System aufzubauen, werde auf die Methoden von Hitlers Reichsbankpräsident und Wirtschaftsminister Hjalmar Schacht der Zeit von 1933 bis 1937 zurückgegriffen, indem aller verfügbarer Kredit von der Realwirtschaft in die Rüstung und Kriegsführung umgeleitet wird. All dem liege die malthusianische Mentalität einer Bevölkerungsreduktion zugrunde. Beispielhaft dafür stehe der jüngste Aufruf im Sustainable Development Magazine für eine Halbierung der Weltbevölkerung auf weniger als vier Milliarden bis 2200.

Die erste Rednerin war Dr. Akiko Mikamo, Autorin des Buches 8:15 – Eine wahre Geschichte von Überleben und Vergebung aus Hiroshima, das nun unter dem Titel The Hiroshima Boy neu aufgelegt wurde, und Produzentin des Dokumentarfilms 8:15 Hiroshima, From Father to Daughter, der anschaulich die Auswirkungen und das Leid ihres Vaters und ihrer Mutter schildert, die beide in der Todeszone des Atombombenabwurfs auf Hiroshima waren, aber überlebten. Sie berichtete, daß beim diesjährigen Gedenken in Hiroshima zum 6. August 1945 Vertreter aus 127 Ländern anwesend waren und weltweit Gedenkveranstaltungen stattfanden. Sie beschrieb die Ereignisse anhand von Bildern, die die Zerstörung von Gebäuden und Menschen zeigen. Ihr Vater, Shinji Mikamo, habe nie den Vereinigten Staaten allein die Schuld gegeben, sondern dem Krieg an sich. Abschließend merkte sie an, daß Menschen auf Verletzungen oder Ängste oft mit Gegenangriffen reagieren, was auch der Rechtfertigung von Kriegen diene. Dieser Teufelskreis müsse durchbrochen werden.

Dr. Theodore Postol, emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und internationale Sicherheit am Massachusetts Institute of Technology und weltweit anerkannter Experte für die Auswirkungen von Atomwaffen, verglich das Handeln des amtierenden ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem von Adolf Hitler gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Hätte Hitler nach der Operation Bagration (Juni 1944) seine Niederlage eingestanden – als die russischen Truppen innerhalb von drei Wochen 28 von 32 deutschen Armeedivisionen in Weißrußland vernichtet hatten, an der polnischen Grenze standen und klar war, daß der Krieg für Deutschland hoffnungslos war -, dann hätte das zwei oder drei Millionen Deutschen das Leben gerettet. Ähnlich verhalte es sich heute mit Selenskyj, der sich weigert, seine Niederlage einzugestehen.

Zur vorgeschlagenen neuen US-Atomdoktrin sagte Dr. Postol, niemand könne einen Atomkrieg gewinnen, man könne damit nur die globale Zerstörung auslösen. Davor habe er bereits vor einigen Jahren gewarnt, als die US-Regierung von Präsident Joe Biden die Entwicklung von „Superzündern“ für ihre Atomwaffen für Blitzangriffe genehmigte. Eine drastische Verbesserung der Zielgenauigkeit der Sprengköpfe soll dabei die Zerstörungskraft gegen besonders widerstandsfähige Ziele verdoppeln, und das soll es ermöglichen, mit Atomwaffen mit niedriger Sprengkraft russische Atomraketen in ihren Silos zu zerstören. Die Kriegstreiber würden sich das in ihrer Phantasie vielleicht so vorstellen, sagte Postol, aber tatsächlich gebe es so etwas wie eine „taktische“ Atomwaffe nicht. Selbst viele sonst intelligente Wissenschaftler verstünden dies nicht und behaupteten, sie könnten einen Atomkrieg „gewinnen“.

Postol fügte hinzu, auch die wachsende Verbreitung von Atomwaffen sei eine ernste Gefahr. Die USA drohten offen damit, die iranische Gesellschaft und Kultur zu zerstören, und vor diesem Hintergrund könnte der Iran vielleicht glauben, daß nur der Bau einer Atomwaffe dies verhindern kann. Es sei zwar unwahrscheinlich, daß der Iran das versucht, aber wenn er dazu gedrängt wird, könnte er eine solche Waffe bauen, indem er sein zu 60% angereichertes Uran weiter aufbereitet. Allerdings könnte der Iran schon mit seinen heutigen Waffen das kleine Israel praktisch vernichten, und eine solche Operation würde auch Israel in eine existentielle Krise stürzen, was zum Einsatz von dessen Atomwaffen führen könnte.

Selbst die Saudis fürchteten eine iranische Atombombe, während sie zugleich der Ansicht seien, daß sie sich für ihre Verteidigung nicht mehr auf die Vereinigten Staaten verlassen können, und daher ihre eigenen Atomwaffenpläne überdenken. Auch die Japaner, die Südkoreaner und Taiwan, die Chinas Atomwaffen im Blick haben, könnten die Beschaffung von Atomwaffen in Erwägung ziehen, so Dr. Postol.

Zepp-LaRouche entgegnete, China habe als einziges Land einen Plan, der ihren eigenen „Zehn Prinzipien einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ ähnele, insbesondere mit Chinas vier Globalen Initiativen für Entwicklung, Sicherheit, Zivilisation und Regierungsführung.

Postol stimmte zu. Joe Biden habe Rußland mit dem Angriff auf die Ukraine im Grunde gezwungen, etwas zu tun, was es nicht tun wollte, und Trump habe (zusammen mit Israel) einen unprovozierten Angriffskrieg gegen den Iran begonnen. Wir sollten dankbar sein, daß der russische Präsident und der chinesische Präsident rational sind – das sei unsere größte Hoffnung, daß keiner von beiden Atomwaffen einsetzt.

Der Moderator Dennis Speed befragte Postol zu der „Bestandsaufnahme strategischer Bombardierungen der USA“ von 1946, die zu dem Schluß kam, daß Japan auch kapituliert hätte, wenn die USA die Atombombe nicht abgeworfen hätten, wenn Rußland nicht mit einem Kriegseintritt gegen Japan gedroht hätte und wenn die USA nicht mit einer Invasion gedroht hätten.

Postol glaubt, die USA hätten damals eine Invasion geplant, bei der Schätzungen zufolge Millionen von Amerikanern und noch mehr Japaner umgekommen wären. Daher hätten sie beschlossen, die Bombe abzuwerfen, in der Überzeugung, dadurch Leben zu retten. Unabhängig davon, ob dies richtig oder falsch sei, sei es nun einmal passiert, und der Schrecken des Ergebnisses müsse verhindern, daß so etwas jemals wieder geschieht.

Dies löste mehr Diskussion unter den Teilnehmern aus, und Zepp-LaRouche betonte, der Atomwaffeneinsatz sei völlig unnötig gewesen, weil Japan schon zur Kapitulation bereit war.

John Steinbach vom Washingtoner Hiroshima- und Nagasaki-Komitee erklärte, die Bestandsaufnahme der strategischen Bombardierungen von 1946 reflektiere im wesentlichen die Sichtweise des US-Generalstabs, in dem viele gegen den Einsatz der Atombombe waren. Doch Gen. Hap Arnold, ein Vertrauter Präsident Trumans, der als einziger den Einsatz befürwortete, habe sich in der Debatte durchgesetzt. Steinbach beschrieb auch, wie die Wissenschaftler Albert Einstein und Leo Szilard auf Präsident Roosevelt zugingen und ihm erklärten, eine Atomwaffe auf der Grundlage der neu entdeckten Prinzipien der Kerntechnik sei möglich, Deutschland versuche, eine solche Waffe zu bauen, und deshalb brauche man das Manhattan-Projekt zum Bau der Bombe. Als sich später herausstellte, daß die Deutschen dazu nicht in der Lage waren, wurde das Projekt aber nicht eingestellt, sondern das Ziel auf Japan verlagert.

Jack Gilroy beschrieb den offenen Brief an den Erzbischof von Santa Fe, John Wester, den er gemeinsam mit der IPC und dem Schiller-Institut verfaßt hat. Sie fordern Wester darin auf, sich bei Papst Leo XIV. dafür einzusetzen, daß der eine Friedenskonferenz einzuberuft, ähnlich wie Papst Johannes XXIII. 1962 auf Drängen Präsident Kennedys und seiner Mitarbeiter eingriff, um die Kubakrise zu beenden. Gilroy bat die Moderatorin Anastasia Battle, den Brief vorzulesen, was sie auch tat.

Die Diskussionsrunde bezog sich besonders auf einen Brief einer spanischen Nonne, Schwester Paz („Frieden“ auf Spanisch) zu der Frage, was man gegen die „Finsternis“ tun soll, die von der Finanz- und Militäroligarchie ausgeht, wobei sie andeutete, daß nur die Unendlichkeit diese Frage beantworten könne. Steinbach und Postol stimmten dem im wesentlichen zu. Zepp-LaRouche forderte, Gilroys Brief an den Papst als Sammelpunkt für Menschen weltweit zu nutzen, um die Aufmerksamkeit sowohl auf die Gefahr als auch auf die Lösung zu lenken, dem Beispiel von Mahatma Gandhi, Martin Luther King und Nelson Mandela zu folgen und im Sinne von Imago viva Dei, dem Menschen als lebendes Abbild Gottes, zu handeln.

[mob]


Die Flüchtlingskrise durch Entwicklung lösen: Die strategische Bedeutung der neuen Enzyklika

Helga Zepp-LaRouche eröffnete das EIR-Krisenforum „Die Einwanderungskrise durch Entwicklung lösen: Was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen“ am 31. Juli 2026 mit dem folgenden Vortrag. (Übersetzung aus dem Englischen, Zwischentitel wurden hinzugefügt.)

Hallo an Sie alle auf allen Kontinenten, wo auch immer Sie gerade zuschauen mögen. Was uns hier zusammenbringt, um darüber nachzudenken, was zu tun ist, ist das Bewußtsein, daß die Welt tatsächlich vor einer beispiellosen politischen, militärischen, wirtschaftlichen, sozialen und, würde ich sagen, vor allem moralischen Krise steht, für die es ganz klar Lösungen gibt. Aber um der sich eindeutig abzeichnenden Katastrophe zu entkommen, brauchen wir einen grundlegenden politischen Kurswechsel. Und der muß genau so kommen, wie Lyndon LaRouche es in seiner Rede in Sao Paulo gesagt hat (die zu Beginn des Forums gezeigt wurde): Er muß außerhalb der Regeln des etablierten Denkens stattfinden, und außerhalb der Axiome, die uns in diese Krise geführt haben. Um einen solch radikalen Umdenkprozeß anzustoßen, veranstalten wir dieses gemeinsame Forum der Internationalen Friedenskoalition und von EIR.

Gestern drangen fast 50.000 Flüchtlinge in die spanische Exklave Ceuta in Marokko ein. Die meisten von ihnen waren die Küste entlang geschwommen. Einige berichteten, daß sie zwei Stunden schwimmen mußten, offensichtlich handelten sie aus völliger Verzweiflung.
Es gibt Berichte, wonach dies durch die jüngste Entscheidung der spanischen Regierung ausgelöst wurde, 500.000 Einwanderer zu legalisieren, was vollkommen im Einklang mit der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 steht. Tatsächlich ist Spanien ein leuchtendes Beispiel für die Einhaltung dieser Genfer Flüchtlingskonvention, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Europa.

Es könnte auch durch eine neue Entscheidung des Verfassungsgerichts ausgelöst worden sein, wonach Migranten, die Ceuta auf dem Seeweg erreichen, nicht automatisch abgewiesen werden dürfen. Einige Helfer von Nichtregierungsorganisationen sagten jedoch, daß die Menschen, die dort hingeschwommen sind, davon nichts wußten.
Jedenfalls ist Ceuta eine Stadt mit etwas mehr als 80.000 Einwohnern und verfügt offensichtlich über keinerlei Infrastruktur, um 50.000 Flüchtlinge aufzunehmen.
Doch damit war es noch nicht vorbei. Letzte Nacht wurde eine zweite spanische Exklave in Marokko, Melilla, praktisch von weiteren 400 bis 500 Migranten gestürmt, und an der Grenze versuchen es noch Tausende weitere. Sie werden gerade von den Sicherheitskräften zurückgedrängt.
Wenn wir nun auf die Vereinigten Staaten blicken: Die Trump-Regierung hat angeordnet, daß ab dem 3. August 300.000 Haitianer, die unter einem vorübergehenden Schutzstatus in den Vereinigten Staaten leben und arbeiten, nach Haiti zurückkehren müssen. Sie arbeiten in Pflegeheimen, Gesundheitseinrichtungen, im Hotelgewerbe, Baugewerbe und so weiter.
Der republikanische Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, sagte dazu, Trump mache einen großen Fehler, weil die Wirtschaft von Ohio ohne die Hilfe dieser haitianischen Arbeitskräfte nicht funktionieren werde.
Generalleutnant Russel Honoré schrieb in einem Gastbeitrag in der New York Times: „Das ist nicht das Amerika, für das ich gekämpft habe.“
Vilès Dorsainvil, der Leiter des „Ohio Haitian Community Help and Support Center“, sagte, er und andere seien durchaus bereit, nach Haiti zurückzukehren – nur gäbe es kein Land mehr, in das sie zurückkehren könnten. Wie Sie alle wissen, herrschen in Haiti völliges Chaos, Kriminalität, Bandenkriege und Verbrechen, es ist einfach unerträglich, dort zu leben. Nun hat das US-Heimatschutzministerium eine neue Fluggesellschaft für Abschiebungen ins Leben gerufen, die von nun an rund um die Uhr im Einsatz ist, um mit sieben Boeing 737 und zwei großen Gulfstream-Jets Migranten abzuschieben.
Der Charakter der Vereinigten Staaten verändert sich also gerade grundlegend. John F. Kennedy sagte noch, Amerika sei ein Einwanderungsland, aber das ist es nicht mehr. Präsident Reagan sagte damals, die Vereinigten Staaten seien eine „leuchtende Stadt“, in die Menschen aus der ganzen Welt kommen.
Nun ist die Migrationskrise nur eines, aber eines der offensichtlichsten Symptome des völligen Scheiterns der Politik der politischen Ordnung, die gerade vor unseren Augen zusammenbricht. Ich möchte diese Krise und die verfügbaren Lösungen in den richtigen strategischen Kontext einordnen.
Seit Jahrzehnten warnte Lyndon LaRouche, daß es so kommen würde. Seit Präsident Nixon am 15. August 1971 von festen zu flexiblen Wechselkursen überging, warnte LaRouche, wenn diese Geldpolitik des westlichen Systems der liberalen Wirtschaft fortgesetzt würde, dann werde sie zu einer neuen Depression, einem neuen Faschismus und sogar zu einem neuen Weltkrieg führen. Er hat diese Prognose viele, viele Male aktualisiert. Jedesmal, wenn sich die Lage zum Schlechteren änderte – an einem Scheideweg, an dem der liberale Charakter des Wirtschaftssystems durch Deregulierung der Märkte und noch mehr Begünstigung der Spekulanten verstärkt wurde -, hat er mit absoluter Klarheit auf diese Folgen hingewiesen.
Und gerade weil er so unverblümt war, wurde er juristisch verfolgt, verleumdet und verteufelt. Ramsey Clark, der ehemalige Justizminister der Johnson-Regierung, der sich für LaRouche einsetzte, sagte, das sei der schlimmste Fall politischer Beeinflussung des Justizsystems in den Vereinigten Staaten, den er in seiner gesamten Laufbahn erlebt habe. Denn LaRouche wagte es, in Hunderten und Aberhunderten von Artikeln, Reden, Interviews und so weiter auf die Folgen dieser Politik hinzuweisen. Wie Sie gerade im Video gehört haben, befaßte er sich mit den zugrunde liegenden Denkweisen, die dazu führen, daß Menschen diese falschen Vorstellungen haben, und mit Lösungen, um daraus herauszukommen.
Heute bewahrheiten sich seine Prognosen auf erschreckende Weise und deuten auf die Möglichkeit eines vollständigen Zusammenbruchs der Zivilisation hin.

Zwei Kriege verschmelzen zu einem

Wir sehen derzeit zwei regionale Kriege, in der Ukraine und im Iran, und nun verschmelzen beide Kriege miteinander. In den letzten Tagen gab es einen Angriff der Ukraine auf Bandar Anzali, den größten iranischen Hafen am Kaspischen Meer und einen Knotenpunkt für den Handel mit Rußland. Der indische pensionierte Diplomat und Kommentator Bhadrakumar erklärte dazu: „Das ist kein Einzelfall, es könnte durchaus von Washington inszeniert worden sein.“ Eine ähnliche Analyse stammt von der iranischen Nachrichtenagentur IRNA, die dem iranischen Sicherheitsrat nahesteht. Dort heißt es, all die verschiedenen Ereignisse – von den aktuellen Geschehnissen im Jemen über den Libanon bis hin zur Ukraine – seien miteinander verbundene Teile eines Gesamtplans.
Was nun die Lage in der Ukraine betrifft, wo die NATO seit 2014, also seit zwölf Jahren, gegen Rußland kämpft, warnte der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, vor einigen Tagen, die gegenwärtige Lage habe erschreckende Parallelen zum August 1914.
All das ist das Ergebnis des Versuchs, nach dem Ende des Kalten Krieges eine unipolare Welt zu schaffen, als – wie wir oft geschrieben haben – die große historische Chance von 1989, als die Berliner Mauer fiel und die Möglichkeit bestand, eine Friedensordnung zu schaffen, auf schreckliche Weise verpaßt wurde. Was folgte, war das gebrochene Versprechen, die NATO keinen Zoll nach Osten zu erweitern, gefolgt von zahlreichen „Farbrevolutionen“, versuchten Regimewechseln, Interventionskriegen und einseitigen Sanktionen. Und insbesondere die NATO-Erweiterung nach Osten führte schließlich dazu, daß offensive Waffensysteme nahe der russischen Grenze stationiert wurden, was eine umgekehrte Kubakrise schuf. Und in letzter Zeit setzt die Ukraine mit Hilfe der NATO und der USA Langstreckenwaffen ein, tief in das russische Territorium hinein.
Inzwischen dauert dieser Krieg, der immer als „Militärische Sonderoperation“ bezeichnet wurde, schon viereinhalb Jahre. Aber vor etwa einem Monat sagte der Sprecher der russischen Regierung, Peskow: „Wir befinden uns nicht mehr in einer Militärischen Sonderoperation, wir befinden uns im Krieg.“ Und es ist offensichtlich, daß Rußland beginnt, auf diese Eskalationen der NATO zu reagieren, mit der sichtlichen Entschlossenheit, diesen Krieg mit militärischen Mitteln zu beenden. Ein Aspekt davon ist, daß sie Odessa vom Meer abschneiden und die Ukraine damit praktisch zu einem Binnenstaat machen.
Wenn man sich nun den Iran ansieht: Anders als im Falle Rußlands handelt es sich hier um einen unprovozierten Angriffskrieg, das Versprechen, auf diplomatischem Wege zu handeln, wurde zweimal gebrochen. Hinzu kam die grundlose Aufkündigung des am 17. Juni unterzeichneten Memorandum of Understanding. Nun flammt dieser Krieg erneut auf. Nach drei Tagen vermeintlicher Pause weitet er sich nun aus. Erstmals fand auch ein Drohnenangriff in Ägypten statt. Da sind die Angriffe der USA und Saudi-Arabiens auf Milizen im Irak. Da ist die Blockade des Roten Meeres durch die Huthi. Es besteht die Gefahr, daß all dies zu einem allgemeinen regionalen Krieg eskaliert.

Strategische Lage hat sich verändert

Nun hat dieser Krieg die strategische Lage bereits unwiderruflich verändert, denn die Vereinigten Staaten, die stärkste Militärmacht der Welt, haben zusammen mit einer weiteren sehr starken Militärmacht, nämlich Israel, diesen Krieg verloren. Sie konnten nicht gewinnen, weil der Iran eine unglaublich starke Widerstandskraft bewies. Es gab keinen Regimewechsel. Ein mittelgroßes Land konnte nicht besiegt werden. Das bedeutet jedoch nicht, daß der Iran gewonnen hat, er erleidet enorme Schäden und Verluste.
Im Grunde genommen kam es zu einem Neustart des Krieges, 13 Nächte lang wurden iranische Ziele unerbittlich angegriffen. Dann hörte es auf. Es wird allgemein berichtet – und es klingt sehr glaubwürdig -, daß das Pentagon Trump zu dem Zeitpunkt mitteilte, die Vereinigten Staaten hätten nur noch sehr wenige Munitionsvorräte, insbesondere bei Raketenabwehrsystemen wie den Patriots, THAADS und so weiter.
Die Fähigkeit der Vereinigten Staaten, in anderen Teilen der Welt militärisch präsent zu sein, ist also stark eingeschränkt. Es wird berichtet, Trump sei verzweifelt, weil er offensichtlich in Netanjahus Falle getappt ist und keinen Ausweg sieht.

Ein neuer Weltkrieg?

Nun hat die Gesamtlage alle Anzeichen eines neuen Weltkriegs. Denn die Vorstellung, man könnte Rußland eine strategische Niederlage zufügen, ist absoluter Wahnsinn. Rußland ist die stärkste Atommacht auf dem Planeten. Und man beobachtet dort eine Militarisierung Europas, wie es sie seit 85 oder 90 Jahren nicht mehr gegeben hat. In Rußland wird darüber diskutiert, daß der Nationalsozialismus zurückkehrt. Putin hat in einem kürzlich erschienenen Artikel im Grunde gesagt, dieses Neuaufleben des Nationalsozialismus sei das Ergebnis der westlichen Politik nach dem Zweiten Weltkrieg. Denn die Vereinigten Staaten und Großbritannien haben viele alte nationalsozialistische Netzwerke integriert, was kein Geheimnis ist; darunter den Antibolschewistischen Block, die Organisation Gehlen und viele andere Operationen, in denen diese nationalsozialistischen Netzwerke erhalten blieben und offensichtlich in neuer Form weiterfunktionierten.
Wir stehen also vor einer äußerst ernsten Situation. Denn wenn Rußland davon überzeugt ist, daß der Nationalsozialismus zurückkehrt oder bereits zurückgekehrt ist, dann ruft das die Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg wach und an das, was dieser an Verlusten mit sich brachte. 27 Millionen Menschen in der Sowjetunion kamen dabei ums Leben, und das hat ungeheure Auswirkungen auf die Mentalität in Rußland.

Hungerkatastrophe droht

Sollte nun die Straße von Hormus nicht bald wieder geöffnet werden, und das Rote Meer, das kürzlich von den Huthi gesperrt wurde, ebenfalls nicht, wird dies enorme Folgen für die Energiepreise und die Hungerkrise haben. Eine große Hungersnot ist schon vorprogrammiert. Die UNO hat gerade ihren neuesten Welternährungsbericht The State of Food Security and Nutrition in the World (SOFI) veröffentlicht und darin absolut schockierende Zahlen genannt: 80% aller Babys in Afrika im Alter zwischen 6 und 23 Monaten sind unterernährt. Achtzig Prozent! 2025 litt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Afrika unter mittlerer bis schwerer Ernährungsunsicherheit. Das bedeutet, daß jeder fünfte Afrikaner hungert. Im vergangenen Jahr litten 7,8% der Weltbevölkerung an Hunger. Aber das ist völlig unnötig, weil wir problemlos alle benötigten Nahrungsmittel produzieren könnten.
Wenn diese Engpässe nicht beseitigt werden, droht die Welt in eine umfassende Depression zu stürzen, die schlimmer ist als die der 1930er Jahre, mit Hunger und sozialen Unruhen.

Einschränkungen der Bürger- und Menschenrechte

Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, daß all die Maßnahmen, die wir derzeit beobachten – die Einschränkung der Meinungsfreiheit, die Beschneidung von Bürger- und Menschenrechten, wie wir sie in den Vereinigten Staaten und in Europa sehen -, in Vorwegnahme der kommenden Unruhen durch die Behörden passieren, denn die können nicht die Augen davor verschließen, daß sie eintreten werden.
Es gibt noch eine weitere Ebene: das Denken der Malthusianer, für eine Entvölkerung. John D. Rockefeller sprach damals von der „Bevölkerungsbombe“, der Überbevölkerung, und Schellnhuber, der ehemalige Leiter des Potsdamer Klimainstituts, sagte in vielen Reden, seiner Meinung könne nach die Welt nur ein bis zwei Milliarden Menschen ernähren, wobei er nichts dazu sagte, was mit allen anderen passieren soll.
In diesem Zusammenhang sollte man das sogenannte „Projekt für die 1980er Jahre“ des Council on Foreign Relations nicht vergessen, das einen kontrollierten Zerfall der Weltwirtschaft forderte. Und Sie sollten sich das folgende Zitat anhören:
„Schlechte Zeiten sind Ausnahmezustände und können mit außergewöhnlichen Methoden bewältigt werden. Dies traf während der Blütezeit des Industrialismus mehr oder weniger zu, wird aber nicht länger zutreffen, es sei denn, das Bevölkerungswachstum kann drastisch eingedämmt werden. Derzeit wächst die Bevölkerung um etwa 58.000 Menschen pro Tag. Kriege hatten bislang keinen großen Einfluß auf dieses Wachstum, das sich durch alle Weltkriege hindurch fortsetzte.
Der Krieg hat sich bisher, wie bemerkt, als enttäuschender Versager erwiesen, aber vielleicht ist der bakteriologische Krieg wirkungsvoller. Würde man in jeder Generation einmal den Schwarzen Tod über die Welt schicken, dann dürften die Überlebenden fröhlich weiterzeugen, ohne die Welt allzu eng zu machen… Es würden sich zwar etwas unangenehme Zustände entwickeln, aber was macht das schon? Die in Wahrheit hochherzigen Leute sind gegen das Glück immun, vor allem, wenn es das Glück anderer ist.“
Dies schrieb Bertrand Russell 1953 in The Impact of Science on Society (dt: Wissenschaft wandelt das Leben).
Wir schlagen einen radikal entgegengesetzten Ansatz vor, nämlich, daß wir die Grundsätze der Unabhängigkeitserklärung – schließlich feiern wir in diesem Jahr den 250. Jahrestag der Gründung Amerikas – grundsätzlich als für die gesamte Bevölkerung der ganzen Welt gültig betrachten. Nämlich, daß „Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“ das unveräußerliche Recht jedes Menschen auf diesem Planeten sind.
Die Unabhängigkeitserklärung ist deshalb eigentlich das Gründungsdokument des Schiller-Instituts. Als wir es gründeten, habe ich die Unabhängigkeitserklärung nur um etwa sechs Wörter abgeändert, um sie auf die ganze Welt anwendbar zu machen. Der Grund dafür ist, daß jedes neugeborene Kind potentiell ein Genie ist, das grundlegende Prinzipien des physikalischen Universums entdecken kann und auf diese Weise die relative potentielle Bevölkerungsdichte der Erde und darüber hinaus erhöht und so die Entwicklung des Universums vorantreibt, dessen fortgeschrittenster Ausdruck der Mensch ist.

Unsere Aufbaupläne

Um die Flüchtlingskrise zu bewältigen, ist es im wesentlichen erforderlich, in diesen Ländern und Kontinenten – in Afrika, Asien, Lateinamerika, den ärmeren Teilen der Vereinigten Staaten, von denen viele wie ein Gebiet der Dritten Welt aussehen, und in den armen Regionen Europas – eine grundlegende Infrastruktur aufzubauen und diese Gebiete zu industrialisieren. Afrika wird 2050 2,5 Milliarden Menschen zählen. Davon werden eine Milliarde unter 24 Jahre alt sein. Das bedeutet, daß wir allein in Afrika in den nächsten 24 Jahren etwa eine Milliarde neue produktive Arbeitsplätze benötigen.
Das bedeutet, daß wir eine grundlegende Infrastruktur aufbauen müssen: integrierte kontinentale Verkehrsnetze, die Autobahnen, Hochgeschwindigkeitsbahnen, Wasserstraßen, Energieerzeugung und -verteilung sowie Kommunikation kombinieren, sowie bahnbrechende Projekte wie den Großen Äthiopischen Renaissance-Damm (GERD), das TransAqua-Projekt, das Wasser vom Kongobecken zum Tschadsee leitet, die beiden Inga-Staudämme im Kongo und andere derartige Projekte.
Für Südwestasien brauchen wir den „Oasenplan“, der die gesamte Region vernetzt, von Indien bis zum Mittelmeer, vom Kaukasus bis zum Persischen Golf – eine Region, die im wesentlichen aus Wüste besteht. Wir können dabei Chinas enormen Erfolg bei der Begrünung der Wüsten anwenden, den es in Xinjiang und in Nordwestchina bewiesen hat, indem es Gebiete von der Größe Deutschlands begrünt hat. Wir müssen dort Kanäle anlegen, wir sollten Grundwasserleiter erschließen, wir können mit Hilfe der Weltraumtechnologie unterirdische Seen ausfindig machen, wir können die Feuchtigkeit in der Atmosphäre ionisieren usw., und könne auf diese Weise die Wüsten in Gärten, Wälder und Ackerland verwandeln.
Das sollten wir mit dem Ausbau bestehender Entwicklungskorridore verbinden, wie dem CPEC (China-Pakistan-Wirtschaftskorridor), dem Nord-Süd-Transportkorridor von St. Petersburg nach Indien; einem weiteren Korridor, der Iran, Irak, Jordanien, Israel, Palästina und Ägypten miteinander verbindet; sowie einem weiteren Korridor von Indien über die Türkei nach Europa. Auf diese Weise können wir diese Region wieder zum Knotenpunkt des Verkehrs und des Austauschs von Kultur und Ideen zwischen Asien, Afrika und Europa machen, so wie zu Zeiten der alten Seidenstraße.

Kooperation statt Konfrontation

Wir brauchen wirtschaftliche Kooperation statt geopolitischer Konfrontation! Statt an Bertrand Russells bestialischem Menschenbild müssen wir uns an dem erhabenen Menschenbild orientieren, das Papst Leo XIV. in seiner Enzyklika Magnifica Humanitas zum Ausdruck bringt, wo er beschreibt, daß jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist – wie Cusanus sagen würde, sogar ein Imago Viva Dei, denn Nikolaus von Cusa erklärte, daß die Schöpfung durch die Kreativität des Menschen fortbesteht.
Dabei muß auch den Ursachen der Migrationsproblematik Rechnung getragen werden, worauf der Papst in vielen Ansprachen hingewiesen hat, als er Anfang Juni in Spanien war. Er sagte dort, wir müßten die Migranten nicht nur unter Wahrung ihrer Würde integrieren, die jedem Menschen gleichermaßen zusteht – sondern wir müssen auch die Voraussetzungen dafür schaffen, daß sie in ihren Heimatländern bleiben können. Denn jeder möchte viel lieber in seinem Heimatland bleiben, als das Risiko einzugehen, in der Sahara zu verdursten, im Mittelmeer zu ertrinken oder in einem „Konzentrationslager“ rund um das Mittelmeer zu landen – das ist eine Formulierung des Papstes, der ich voll und ganz zustimme.
Wir uns müssen dringend der Tatsache bewußt werden, daß eine Eskalation der gegenwärtigen geopolitischen Konfrontation zu einem Weltkrieg führen wird – und das bedeutet mit fast hundertprozentiger Sicherheit die Vernichtung der Menschheit und von allem, was alle bisherigen Generationen geschaffen haben, denn die Folge wäre 50jähriger nuklearer Winter, in dem alles Leben auf dem Planeten verschwindet.
Wir müssen die strategische und historische Situation betrachten, in der wir uns befinden, und uns entschlossen dazu verpflichten, die 500jährige Ära des Kolonialismus zu beenden.
Wir müssen unsere Anstrengungen der Idee widmen, daß „der neue Name für Frieden Entwicklung ist“ und daß wir eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur schaffen werden, die das Interesse jedes Landes auf dem Planeten umsetzt.
Das ist also die große Herausforderung, die vor uns liegt. Aber ich bin absolut zuversichtlich, daß wir Erfolg haben und verhindern können, daß wir als Zivilisation aufhören zu existieren, wenn es uns gelingt, bei genügend Menschen auf der ganzen Welt die Leidenschaft zu wecken, dafür zu kämpfen.


EIR-Krisenforum zur Krise der Zwangsmigration

14 Redner aus aller Welt sprachen am 31. Juli darüber, wie man die Ursachen der unfreiwilligen Migration beheben kann.

von Daniel Platt

Am 31. Juli trafen sich Diplomaten, Wissenschaftler und Aktivisten online, um die Ursachen und Lösungen für die massiven Wellen der Zwangsmigration zu erörtern, die weltweit stattfinden. Das EIR-Krisenforum „Die Einwanderungskrise durch Entwicklung lösen: Was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen“ knüpfte an die Dynamik von 164 wöchentlichen Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) an. Allen Beteiligten war zunehmend klar geworden, daß der Ruin der von London dominierten „Kasinowirtschaft“ die treibenden Kraft sowohl hinter der Kriegspolitik als auch hinter der Krise der Zwangsmigration ist, weil die anglophilen Mächte in einem letzten verzweifelten Versuch, ihr sterbendes Imperium zu retten, immer mehr auf unverhüllten Kolonialismus zurückgreifen.

Die Politik dieses Kolonialismus ist bekannt: Aneignung von Rohstoffen, kombiniert mit brutaler Austerität für gefügige Länder und „Regimewechsel“ oder Bomben für Länder, die sich nicht fügen wollen. Beides führt zu Migrationswellen von Menschen, die verzweifelt um ihr Überleben kämpfen. Doch wie Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, immer wieder betont, hat die 500jährige Ära des Kolonialismus ihr Ende erreicht, und wie viele Länder diese Mächte auch bombardieren mögen, nichts wird ihr Imperium retten.

Entwicklung oder Weltkrieg

Dennis Speed setzte als Moderator den Ton für die Veranstaltung, indem er ein Video von Lyndon LaRouche zeigte, als er am 11. Juni 2002 in Brasilien sprach und vorausschauend die mißliche Lage kommentierte, in der sich die Welt heute aufgrund fehlgeleiteter oder sogar krimineller Politik befindet.

Helga Zepp-LaRouche, die Chefredakteurin des Nachrichtenmagazins EIR, führte als Einleitung zu ihrem Vortrags ein Video vor, das die 50.000 oder mehr verzweifelten Migranten zeigte, die am Tag zuvor nach Ceuta strömten, der spanischen Exklave an der Grenze zu Marokko gegenüber von Gibraltar. Sie ging auf ähnliche Situationen in den Vereinigten Staaten ein und beschrieb anschließend die drakonische Reaktion der Regierung von Donald Trump. Dann befaßte sie sich damit, wie die Kriege in der Ukraine und im Iran immer mehr zu einem umfassenden Weltkrieg verschmelzen, was die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes von Atomwaffen dramatisch erhöht. Sie untersuchte die wirtschaftlichen Hintergründe der Kriegsgefahr, wie die „absolut unnötige“ Hungerkrise rund um den Globus, und warnte, die jüngsten Angriffe auf die Meinungsfreiheit und die Menschenrechte in den westlichen Ländern seien eine Vorbereitung auf einen baldigen wirtschaftlichen Zusammenbruch, der soziale Unruhen hervorrufen wird.

Sie erinnerte zudem an den radikalen Malthusianismus, den die Oligarchie durch Sprecher wie Bertrand Russell zum Ausdruck gebracht hat, und stellte dem die Sichtweise der LaRouche-Bewegung gegenüber, daß „jedes neugeborene Kind potentiell ein Genie ist“.

Abschließend ging sie auf die erforderliche Infrastruktur für die nahe Zukunft Afrikas ein, wo die Bevölkerung weiter wächst, und beschrieb, wie diese in ein globales Infrastrukturnetz integriert werden sollte. Das sei eine echte Strategie zur Kriegsvermeidung.

Liu Chang, Sprecher der chinesischen Botschaft in den Vereinigten Staaten, beschrieb einige der Beiträge Chinas zur Lösung der Nahrungsmittelkrise und zur Förderung eines Friedens durch Entwicklung. Um Chinas außen- und wirtschaftspolitische Absichten deutlich zu machen, verwies er auf Chinas Globale Sicherheitsinitiative von 2022.

Rostam Adabinia, Gesandter an der iranischen Botschaft in Mexiko, ging auf den Zusammenhang zwischen schlechter, ungerechter Wirtschaftspolitik und der Krise der „Zwangsmigration“ ein. Die Industrieländer hätten die ethische Verantwortung, die Entwicklung zu fördern, und das sei im Endeffekt auch für beide Seiten von Vorteil.

Richard Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Princeton University, eröffnete seinen Beitrag mit den Worten: „Es ist ein großes Verdienst des Schiller-Instituts und von EIR, daß sie in dieser Zeit der Krise und großen Gefahr diesen Runden Tisch einberufen haben.“ Wir bräuchten eine Strategie für einen schnellen Übergang, weil wir uns die Geduld, die für einen langsamen, organischen Wandel zu einer nicht-kolonialen Welt nötig wäre, „nicht leisten können“. Es müsse zu einer Konfrontation mit der „strukturellen Dominanz“ kommen. Die Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV. sei ein wichtiges Beispiel dafür, was jetzt erforderlich ist. Die Gegenseite gehe davon aus, daß militärische Macht das Hauptinstrument des historischen Wandels ist. Diese Mentalität müsse überwunden werden, denn sie sei die Ursache der Migrationskrise und bringe die schlimmsten Aspekte des Ethnozentrismus in den entwickelten Ländern des Nordens zum Vorschein.

Rémi Lebrun vom Schiller-Institut in Frankreich präsentierte sein mit künstlicher Intelligenz erstelltes Video, das die Kernpunkte von Lyndon LaRouches „Oasenplan“ zur Entwicklung Südwestasiens vermittelt.

Timothy Ninsiima aus Uganda sprach über die Bedeutung der Jugendarbeit des Schiller-Instituts für das Ziel der wirtschaftlichen Gerechtigkeit und betonte, jedes Land habe das Recht auf Entwicklung.

Jack Gilroy aus den USA von den „Veteranen für Frieden“ und Pax Christi erklärte: „Diplomatie funktioniert zwar manchmal, aber wie wir alle wissen, kann es äußerst schwierig sein, diplomatische Bemühungen überhaupt erst in Gang zu bringen.“ Er schilderte, wie in der Kubakrise Norman Cousins und andere Papst Johannes XXIII. dazu bewogen, einzugreifen, um die Krise zu entschärfen, und er beschrieb den Offenen Brief seiner Organisation an Erzbischof John Wester von Santa Fe.

Pater Harry Bury, ein regelmäßiger Teilnehmer an den wöchentlichen Treffen der Internationalen Friedenskoalition, vertritt Twin Cities Nonviolent und ist Mitglied der US-Vereinigung katholischer Priester. Er unterstützte die Bemühungen von Papst Leo XIV., des Schiller-Instituts und der BRICS-Staaten gegen die Kriegsgefahr. Er sagte, die Bedrohungen für die Entwicklung kämen nicht von Rußland und China, sondern von Milliardären, Oligarchen und der „Epstein-Klasse“. Diese Fraktionen förderten aus ihrer malthusianischen Weltsicht heraus Krieg, Hunger und Seuchen.

Liu Chang bekräftigte in abschließenden Bemerkungen, China sei bereit, Länder auf der ganzen Welt bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. Prof. Falk wies darauf hin, daß die UNO, die zur Förderung von Frieden und Gerechtigkeit gegründet, aber von den dominierenden Mächten untergraben wurde, bisher noch nicht zur Sprache kam. Mit der „Strategie des Übergangs“, von der er redete, habe er die Wiederherstellung einer institutionellen Förderung von Frieden und Entwicklung gemeint.

Ist die Menschheit moralisch überlebensfähig?

Die Moderatorin des zweiten Konferenzabschnitts, Anastasia Battle, gab bekannt, daß Vertreter aus 14 Ländern an dem Krisenforum teilnahmen.

Dennis Small, Iberoamerika-Direktor bei EIR, erläuterte zunächst Lyndon LaRouches Konzept der „potentiellen relativen Bevölkerungsdichte“ als wahren Maßstab für „Tragfähigkeit“, d.h., wie viele Menschen in einem bestimmten Gebiet versorgt werden können. „Der Zusammenbruch dieser potentiellen relativen Bevölkerungsdichte ist unter anderem die unmittelbare Ursache für das, was man als ‚Migrationskrise‘ bezeichnet, und es ist auch der einzige Bereich, in dem es eine Lösung gibt“, sagte Small.

Die Trump-Regierung verfolge die Agenda, die der Malthusianer William Paddock in den 1970er Jahren verkündet hatte – eine Agenda, die potentielle relative Bevölkerungsdichte von Nationen durch Hungersnöte, Krieg und Krankheiten absichtlich zu senken. Als Alternative schlug Small eine Strategie mit großen Entwicklungsprojekten vor, um die Länder des Globalen Südens so lebenswert zu machen, daß Menschen in ihrer Heimat bleiben können. Er führte als Beispiel an, wie China über einen Zeitraum von 40 bis 45 Jahren 850 Millionen Menschen aus der Armut befreit hat. Das sei ein Fall einer Politik, die die potentielle relative Bevölkerungsdichte erhöht. Er schloß mit einem Auszug aus einem Videointerview, das er kürzlich mit Celso Amorim, dem Sonderberater des brasilianischen Präsidenten Lula, geführt hatte.

Die westliche Hemisphäre

Mário Maurici, Abgeordneter und Erster Sekretär des Landtags des brasilianischen Bundesstaates Sao Paulo, beschrieb den Schaden für sein Land durch die von den Vereinigten Staaten verhängten Strafzölle. Brasilien werde darauf mit einer Diversifizierung seiner Märkte reagieren. Die BRICS-Plus-Gruppe verkörpere mittlerweile 46% der Weltbevölkerung und 28% des globalen BIP, und die Neue Entwicklungsbank der BRICS könne eine Antwort auf den Wirtschaftskrieg sein, vom dem die Zölle ein Teil sind, aber dies sei bisher noch unvollständig umgesetzt. Es gebe innerhalb der Organisation Konflikte, die einer erfolgreichen koordinierten Verteidigung im Wege stehen.

Maurici nannte Alexander Hamilton, Franklin Roosevelt und Getúlio Vargas als Vorbilder von Staatsmännern, deren Wirtschaftspolitik Entwicklung ermöglichte.

Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana (2011-15), erklärte zunächst, das imperiale System, das die letzten Jahrhunderte geprägt hat, habe sich überlebt und sei nun zu einem Hindernis für die Entwicklung geworden, das die gesamte Menschheit gefährdet. Er verurteilte die Wirtschaftsblockade der USA gegen Kuba als „völkermörderisch“. Die USA verhinderten gerade, daß 7000 Container mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe nach Kuba gelangen. Ramotar zählte beeindruckende Errungenschaften der kubanischen Nation auf, die damit angegriffen würden – nicht, weil es die USA bedrohen würde, sondern weil es eine Alternative zu Washingtons Modell biete. China werde von den USA kritisiert und angegriffen, weil es das einzige Land ist, das die Entwicklung der Länder des Südens aktiv unterstützt. Internationale Institutionen wie die UNO würden gezielt zerstört, wenn sie die von den USA gewünschte Politik nicht mittragen.

María de los Ángeles Huerta del Río,ehemalige mexikanische Kongreßabgeordnete, warnte, die mexikanischen Einwanderer in den Vereinigten Staaten seien einem beispiellosen institutionellen Angriff ausgesetzt. Die Menschheit habe sehr wohl die moralische Fähigkeit zum Überleben, aber die Behörden dort unterdrückten dies, indem sie die Rechtsordnung über die Menschenwürde stellen. In den Haftanstalten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) werde das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Leben nur wegen des Migrantenstatus einer Person außer Kraft gesetzt. Migranten werde der Zugang zu ihren Bankkonten verwehrt, um sie aus der Gesellschaft zu tilgen, das sei institutionalisierte Grausamkeit. „Die Migrationskrise ist der Spiegel, in dem sich die Menschheit selbst betrachtet und ihr wahres Gesicht entdeckt… Ein System, das Kinder einsperrt, das Wasser in der Wüste verweigert, das ehrliche Arbeit kriminalisiert, das ist ein Imperium, das auf dem Sterbebett liegt.“

Diane Sare, die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin aus der LaRouche-Bewegung, ging auf die Migrationskrise in den USA ein und verurteilte scharf den Entzug des vorübergehenden Schutzstatus für bis zu einer halben Million Haitianer und Syrer. Wir müßten „die Vereinigten Staaten wieder zu den besseren Seiten unserer Natur zurückführen“.

Sie erinnerte die Teilnehmer daran, daß Lyndon LaRouche das Problem stets als Entscheidung zwischen zwei gegensätzlichen Menschenbildern dargestellt habe: Ist der Mensch nur ein Vieh, ein Lasttier, oder definiert sich der Mensch durch eine unsichtbare, innere Fähigkeit zur Kreativität nach dem Abbild des Schöpfers? Ersteres sei die Weltsicht der Klasse von Milliardärs-Oligarchen, die sich das Recht anmaßen, „die Herde zu keulen“. Die Vereinigten Staaten von Amerika hätten vor 250 Jahren ihre Unabhängigkeit ausdrücklich mit dem Ziel erklärt, diese Fraktion und ihre Weltanschauung zu besiegen.

Sare nannte Beispiele aus der Vergangenheit, in denen die USA anderen Nationen tatsächlich beim Aufbau wesentlicher Infrastruktur halfen, und sie legte eine Agenda mit Projekten für die Zukunft vor, bei denen eine Beteiligung der USA von entscheidender Bedeutung sein kann.

Afrika

Es folgte eine Reihe von Rednern, die sich auf die Lage auf dem afrikanischen Kontinent konzentrierten. Claudio Celani, Mitherausgeber des EIR Strategic Alert Service, kündigte an, er rede über „eine schreckliche Ungerechtigkeit der Natur, zu deren Behebung die Menschheit aufgerufen ist“. Gemeint sei die ungleiche Verteilung von Wasser auf dem afrikanischen Kontinent. Anschließend beschrieb er ausführlich das Transaqua-Projekt zur großangelegten Wasserumleitung, das wesentlich zur Lösung dieses Problems beitragen würde.

S.E. Josef Abissalah, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Republik Tschad in der Bundesrepublik Deutschland, gab eine detaillierte Darstellung des Migrationsproblems in Afrika und forderte einen Marshall-Plan, um das Problem durch wirtschaftliche Entwicklung zu lösen.

Adama Coulibaly, ehemaliger Stabschef des Kommunikationsministeriums von Burkina Faso, schloß sich der Darstellung des Problems durch seinen Kollegen aus dem Tschad an und beschrieb einige der Hindernisse für eine Lösung, unter anderem die Korruption einiger Staatsführer.

Diskussion

Small bekräftigte noch einmal, daß hinter der Migrationskrise weitgehend eine malthusianische Politik stehe. Schuld an der katastrophalen Lage sei keine gutgemeinte, aber gescheiterte Politik, sondern der Erfolg einer bösartigen, menschenfeindlichen Politik.

Abissalah betonte, die afrikanischen Staaten müßten mit ihren Nachbarn zusammenarbeiten, um eine Lösung aus dem Inneren des Kontinents heraus zu finden. IWF und Weltbank „werden das Problem nicht lösen“.

Celani wandte sich gegen die malthusianisch-ökologische These, der Mensch sei eine Art Fremdling, der das „Gleichgewicht“ in der Natur störe. Im Gegenteil komme es oft zu Katastrophen, wenn man die Natur sich selbst überläßt.

Sare betonte, wenn alle Länder der heutigen Redner zusammenarbeiten würden, dann würde diese Gemeinschaft „diese Anglo-Epstein-Milliardärsklasse, die dieses schreckliche Geschäft betreibt, zahlenmäßig bei weitem übertreffen… Das Böse ist nicht intelligent, es ist nicht kreativ… Sie handeln aus Schwäche und aus dem Wissen heraus, daß sie nur sehr wenige sind.“

Machen Sie mit!

Zepp-LaRouche forderte mehrmals die Menschen in aller Welt auf, aktiv mitzuhelfen. So lautete ihr Schlußwort am Ende der ersten Sitzung:

„Ich bitte alle, die zuhören: Machen Sie mit! Stellen Sie etwas von Ihrer Zeit zur Verfügung; wir brauchen Menschen, die diesen Prozeß unterstützen…

Wenn man an diese unglaubliche Spannung denkt: einerseits die potentielle Zerstörung von allem, was diese wunderschöne Menschheit jemals geschaffen hat – die Musik, die Kompositionen Beethovens, die Gedichte in allen Sprachen der Welt -, all das könnte verschwinden, es wäre niemand übrig, der auch nur untersuchen könnte, warum es zusammengebrochen ist.

Andererseits: Wenn wir uns jetzt zusammenreißen, sehe ich, daß wir den Hunger in einem halben Jahr beseitigen könnten. Wenn alle Nationen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam handeln würden, könnten wir Rekordernten erzielen, wir könnten eine Massenmobilisierung zur Produktion großer Mengen an Nahrungsmitteln starten. Wir könnten die Armut in fünf Jahren beenden; wir könnten in weit weniger als einer Generation angemessene Lebensbedingungen für jeden Menschen auf diesem Planeten schaffen. Und wenn wir dann die nächsten wissenschaftlichen Durchbrüche erzielen, wie z.B. die Nutzung der Kernfusion als Energiequelle, dann hätten wir Energiesicherheit für Zehntausende von Jahren, wenn nicht länger, und eine der Hauptursachen für Kriege würde verschwinden.

Die Milliardäre dürften in ihren Häusern bleiben. Wir würden ihnen das Recht auf Überleben gewähren, aber sie dürften die Welt nicht mehr beherrschen… Wenn Sie auch nur einen Funken Menschlichkeit in sich haben, helfen Sie uns und helfen Sie sich selbst jetzt. Es ist der größte Kampf der Zivilisation aller Zeiten.“


Internationale Friedenskoalition #166, 07.08.2026, 17.00 Uhr

Die Kunst, den kriminellen Kurs des Westens zu ändern

166. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die Kunst, den kriminellen Kurs des Westens zu ändern

7. August 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir John Steinbach, Koordinator, Hiroshima Nagasaki Peace Committee – North Capitol Area, Washington, D.C. und Jack Gilroy, Pax Christi New York State Council; Veterans For Peace; Ban Killer Drones;

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Heute, am 6. August, jährt sich zum 81. Mal der strategisch völlig sinnlose Abwurf der Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima. Auch wenn über einen möglichen Atomkrieg derzeit ernster – und wahnwitziger – als je zuvor diskutiert wird, gibt es dennoch eine Art „gute Nachricht“. Diese gute Nachricht steckt in der Enzyklika „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV., in den vier globalen Initiativen Chinas und in den zehn Grundsätzen für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur von Helga Zepp-LaRouche. Heute, mehr als jemals zuvor seit 1945, begünstigt das „globale Kräfteverhältnis“ die Vollendung des unvollendeten Werkes von Präsident Franklin D. Roosevelt und der Sieger im Krieg gegen den Faschismus.

Zu diesem Kräfteverhältnis gehören – und müssen gehören – Russland und China. Nicht dazu gehört Großbritannien – das „Perfidious Albion“ –, nachdem Winston Churchill im Mai 1945 die „Operation Unthinkable“ vorschlug, einen Plan, die Sowjetunion mit in den USA hergestellten Atombomben anzugreifen, um, wie es in den tatsächlichen Worten des Plans hieß, „den Willen der Vereinigten Staaten und des Britischen Empire durchzusetzen“. Aus diesem Lager sowie von den „Tory“-Kräften in amerikanischen Geheimdienst- und Militärkreisen – wozu ausdrücklich auch das Silicon Valley gehört – kommt heute der Ruf nach „kleinen Atomkriegen“. Konstantin Siwkow, Vizepräsident der Russischen Akademie für Raketen- und Artilleriewissenschaften (RARAN) und ehemaliger Präsident der Akademie für geopolitische Fragen, erklärte in einem Interview mit Dimitris Konstantakopoulos von Defend Democracy Press, dass selbst ein „kleiner“ Atomkrieg zwischen Russland und Frankreich Europa sowie ein Drittel des russischen Staatsgebiets zerstören würde. „Das heißt, wir verfügen zwar über die Fähigkeit, Atomwaffen einzusetzen, wollen dies aber grundsätzlich nicht tun. Denn die Folgen – ich habe bereits darüber gesprochen – wären für unser Land und auch für Europa katastrophal,” so Siwkow.

Die Verbündeten Amerikas im Zweiten Weltkrieg haben den Zweck dieses Krieges und sein Versprechen – „Nie wieder“ – in der Tat nicht vergessen. Doch heute, 81 Jahre später, erfordert die Beendigung der Vorherrschaft des niederländischen, britischen, französischen, belgischen und portugiesischen Imperialismus und Kolonialismus über den Großteil der Weltbevölkerung eine vollständige Kehrtwende der amerikanischen Außen- und Innenpolitik gegenüber dem Kurs, der nach der Ermordung Kennedys am 22. November 1963 eingeschlagen wurde. Die gute Nachricht ist, dass dies nicht nur erreicht werden muss, sondern auch in relativ kurzer Zeit erreicht werden kann – entgegen der weit verbreiteten gegenteiligen Überzeugung.

In den Vereinigten Staaten und in Europa zeichnen sich Anzeichen dafür ab, dass „das wahre Amerika“, zu der auch die Mitstreiter von Lyndon LaRouche gehören, bald in der Lage sein könnte, vernünftige realwirtschaftliche Lösungen in den Vordergrund der transatlantischen Politik zu rücken. Dies geschieht nicht im luftleeren Raum, sondern innerhalb des „Spannungsfeldes“ von Überlegungen, die brasilianische, chinesische, russische, südafrikanische und andere Wissenschaftler und Aktivisten in Form des Oasenplans und anderer Initiativen vorgeschlagen haben. Es gibt eine visionäre Strategie für das Überleben der Menschheit, die die Nationen der Welt ergreifen muss, um die andernfalls drohende Tragödie abzuwenden.

In gestern in München geführten Gesprächen, an denen die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, gemeinsam mit Vertretern Chinas und anderer Nationen teilnahm, wurde deutlich, dass Chinas vier globale Initiativen und die zehn Prinzipien des Schiller-Instituts auf der gemeinsamen Vorstellung der Enzyklika „Magnifica Humanitas“ – die Großartigkeit der Menschheit – von Papst Leo XIV. beruhen. Dies ist das, was man unter „Polyphonie“ in der Staatskunst versteht. Jeder Teilnehmer, sei es eine Nation oder sogar nur eine Einzelperson, bewahrt seine eigene, unverwechselbare und unnachahmliche Stimme – doch alle Stimmen sind einzigartige Instrumente, die für die Komposition von Staatskunst unerlässlich sind – für die Zukunft der Erde in den nächsten fünfzig Jahren und darüber hinaus.

Bei den Wahlen der vergangenen Nacht in den Vereinigten Staaten mußte die demokratisch-republikanische „Kriegs-Einheitspartei“ in Michigan eine „erdrutschartige“ Niederlage einstecken. Das Geld versuchte zwar zu sprechen, geriet jedoch ins Stottern. Im Vorwahlkampf der Demokraten um den Senatssitz in Washington gab die AIPAC 30 Millionen Dollar gegen den unabhängigen Kandidaten Dr. Abdul El-Sayed aus – ägyptischer Sohn eines eingewanderten Ingenieur-Ehepaares, und ehemaliger Leiter des Gesundheitsamtes von Wayne County.

Dies ist jedoch nur ein kleiner Indikator für die derzeitige Dynamik in den USA. Der tiefere Kontext, in dem die Wahlergebnisse der vergangenen Nacht zu sehen sind, wird durch eine Äußerung von Scott Ritter während eines Podcasts gestern noch deutlicher: „Donald Trump wurde dieses Mal nur deshalb Präsident, weil die Demokraten jemanden auf den Stimmzettel gesetzt haben, der noch inkompetenter war als er. Was tun wir also? Nun, wir wissen zum Beispiel, dass es Kandidaten von Drittparteien gibt. Diane Sare kandidiert für das Präsidentenamt. Sie hat ihre Kandidatur erklärt. Wenn Sie Donald Trump feuern wollen, sollten Sie vielleicht Diane Sare anheuern. ‚Sie sind angeheuert!‘ Und wenn sie den Job nicht erledigt: ‚Sie sind gefeuert!‘ So einfach ist das. Darum geht es in der Demokratie. Aber vielleicht mögen Sie Diane nicht. Ich mag sie. Aber nehmen wir an, Sie tun es nicht. Wer könnte Donald Trumps Platz einnehmen? Tucker Carlson, Marjorie Taylor Greene, Thomas Massie und Joe Kent. Das sind Leute da draußen, die sich mit Donald Trump auseinandergesetzt und gesagt haben: Mit dem wollen wir nichts mehr zu tun haben. Damit sind sie automatisch qualifizierter für das Präsidentenamt als Donald Trump. Sogar mein Hund Maverick ist besser qualifiziert, Präsident zu sein, als Donald Trump!“

Scott Ritter, der in seinen Warnungen vor der Gefahr eines thermonuklearen Krieges kein Blatt vor den Mund nimmt, hat sich jetzt auch für die richtige Lösung entschieden. Wird ihm das amerikanische Volk folgen, um die Unabhängigkeit der USA von der aktuellen britischen „Operation Unthinkable“ zu erklären, damit sich Amerika wieder der Gemeinschaft der Nationen in einer Interessenharmonie anschließen kann? Heute, am 6. August, 81 Jahre später, ist dies die einzige Politik, für die es sich zu kämpfen lohnt.


Pressemitteilung des Schiller-Instituts und der Internationalen Friedenskoalition

Es folgt eine Pressemitteilung des Schiller-Instituts und der Internationalen Friedenskoalition.

Schreiben an Erzbischof John Wester, in dem Papst Leo XIV. aufgefordert wird, eine Friedenskonferenz einzuberufen, um die Atomkriegsgefahr zu beenden – unterzeichnet von namhaften Friedensorganisationen und Aktivisten

Am Freitag, dem 31. Juli, gab Jack Gilroy, ein langjähriger Friedensaktivist beim Pax-Christi-Rat des Staates New York, bei „Veterans for Peace“, „Ban Killer Drones“ sowie der Internationalen Friedenskoalition des Schiller-Instituts, bekannt, er habe in Zusammenarbeit mit anderen führenden Friedensaktivisten einen Brief an den katholischen Erzbischof John Wester verfasst, den stärksten Verfechter des Verbots von Atomwaffen aller US-Erzbistümer. (In Westers Diözese in Santa Fe, New Mexico, liegt auch die Atomforschungsanlage Los Alamos.) In dem Brief wird der Erzbischof dringend aufgefordert, Papst Leo XIV. zu ersuchen, eine internationale Friedens-Sonderkonferenz mit den Präsidenten Putin, Xi und Trump einzuberufen, um die derzeitigen Kriege zu beenden, die Stationierung von Atomwaffen bis an die russische Grenze zu stoppen und Atomwaffen zu verbieten, da wir vor der größten Gefahr eines Atomkriegs seit der Kubakrise stehen. Über 130 prominente Friedensaktivisten und mehrere führende Friedensorganisationen haben den Brief bereits unterzeichnet.

Gilroy erklärte auf der Konferenz, dass bei der Mobilisierung für die in diesem Brief geforderte diplomatische Initiative „vor allem Pax Christi und die Internationale Friedenskoalition in den vergangenen drei Wochen zusammengearbeitet haben, um das zu verwirklichen, wofür die Internationale Friedenskoalition steht: den Versuch, Krieg – insbesondere einen Atomkrieg – zu verhindern und wirtschaftliche Entwicklung als Alternative, als Antwort auf die ständige militärische Aufrüstung zu nutzen.“

„All das ist möglich“, erklärte Gilroy, „aber wir haben gefragt: ‚Wo finden wir die Antwort?‘ Und wir blicken auf die Geschichte zurück und sind der Meinung, dass Diplomatie funktionieren kann, ja sogar funktioniert. Doch Diplomatie in Gang zu bringen, ist … äußerst schwierig.“

Bei der Schilderung der diplomatischen Geschichte zur Verhinderung eines Atomkriegs führte Gilroy das berühmte Beispiel von Papst Johannes XXIII. während der Kubakrise von 1962 an, der in dem Brief ausführlich beschrieben wird. Ein Trio besorgter Bürger – der US-Journalist Norman Cousins, ein einflussreicher sowjetischer Bürger und der belgische Mönch Pater Felix Morlion – hatte damals gerade zufällig über die Notwendigkeit der nuklearen Abrüstung diskutiert, als Präsident Kennedy im nationalen Fernsehen eine Blockade Kubas ankündigte, nachdem dort sowjetische Raketen entdeckt worden waren. Mit Zustimmung von Kennedy und Chruschtschow wandte sich Morlion an den Papst, dessen Berater er war, und drängte ihn, zur Entschärfung der Krise beizutragen, die auf den Dritten Weltkrieg zuzusteuern drohte.

Der Papst willigte ein und verkündete eine sehr bewegende Botschaft für den Frieden. Darin hieß es unter anderem: „Die Hand aufs Herz für das Gewissen gelegt, möge jeder den verzweifelten Schrei hören, der aus allen Teilen der Erde zum Himmel emporsteigt: Frieden, Frieden! Wir erneuern diesen feierlichen Appell heute.“ Dieser ergreifende Ruf nach Frieden hatte eine enorme Wirkung sowohl auf Kennedy, den ersten katholischen Präsidenten, als auch auf Chruschtschow, der dafür sorgte, dass er vollständig auf der Titelseite der Prawda abgedruckt wurde. Chruschtschow bezeichnete die Rede als „den ersten Strahl echten Lichts“ während der Krise. Cousins fungierte daraufhin bis zum Tod des Papstes am 3. Juni 1963 als Verbindungsmann zwischen Kennedy, Chruschtschow und dem Papst. Sieben Tage später hielt Kennedy seine Abschlussrede an der American University, die den kraftvollsten und visionärsten Aufruf zum Frieden darstellte, den ein US-Präsident im 20. Jahrhundert jemals ausgesprochen hatte. Cousins hatte den ersten Entwurf dieser Rede verfasst, und Kennedy weigerte sich, den Geheimdiensten des Pentagons oder dem Außenministerium dabei ein Mitspracherecht einzuräumen.

Wie Jack Gilroy in seinem Brief an Erzbischof Wester feststellt: „Vor diesem Hintergrund dachten wir, es wäre vielleicht an der Zeit, dass heute etwas ähnliches geschieht.“ Papst Leo XIV., so merkte er an, habe bereits anlässlich des 80. Jahrestags der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki etwas in dieser Richtung vorgeschlagen, als er darum betete, dass die Bombenabwürfe ‘als Aufruf an die internationale Gemeinschaft dienen mögen, ihr Engagement für die Verfolgung eines dauerhaften Friedens für unsere gesamte Menschheitsfamilie zu erneuern – eines Friedens, der unbewaffnet ist und zur Abrüstung führt’. „Vielleicht könnte der Vatikan oder ein anderer neutraler Ort wie Wien oder Genf als Veranstaltungsort dienen.“

Gilroy schließt den Brief mit folgendem Appell an Erzbischof Wester: „Können Sie dabei helfen, diese Empfehlung an Papst Leo weiterzuleiten? Wir glauben, Sie als starker und hochangesehener Verfechter der Abschaffung von Atomwaffen wären der ideale Diplomat, um Papst Leo zu ermutigen, Putin, Trump und Xi Jinping an einen Tisch zu bringen, um ein Ende der Atomwaffen zu planen und einen neuen Weg der wirtschaftlichen Umstellung von einer Kriegswirtschaft hin zu wirtschaftlicher Entwicklung für alle Menschen überall zu ebnen. Ihre Fürsprache und Papst Leos starke Führungsrolle könnten uns aus dem reinen Wahnsinn, den wir derzeit erleben, herausführen.“

Jack Gilroy erklärte in seinem Vortrag auf der Konferenz am 31. Juli, dass einer der Unterzeichner des Briefes, Peter Kuznick, Professor für Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute an der American University in Washington, D.C., am 25. Juli Hauptredner auf einer Friedenskonferenz in Nagasaki war, wo Kuznick vor zahlreichen japanischen Amtsträgern die Bedeutung einer breiten internationalen Verbreitung dieses Briefes hervorhob. Mehrere japanische Persönlichkeiten haben den Brief bereits unterzeichnet. Kuznick hat diesen Appell an den Papst zudem kürzlich in einem Webinar von Consortium News mit dem Titel „Wie nah sind wir einem Atomkrieg?“ vorgestellt, gemeinsam mit dem Mitunterzeichner Ray McGovern, einem ehemaligen CIA-Analysten und Mitbegründer der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS); moderiert wurde die Veranstaltung von Joe Lauria, Chefredakteur von Consortium News.

Während wir uns auf die sprichwörtlichen „Guns of August“ zubewegen, macht Gilroys Brief deutlich, dass „wir uns einem Atomkrieg so stark nähern wie damals während der Kubakrise 1962. Diese Krise endete mit diplomatischen Bemühungen, die die Welt retteten, und Papst Johannes XXIII. spielte dabei eine Schlüsselrolle.“ Heute ruft er prominente Persönlichkeiten weltweit dazu auf, Papst Leo XIV. zu drängen, dieselbe Rolle zu übernehmen, und er fordert weitere Friedensaktivisten und -organisationen auf, den Brief zu unterzeichnen.

Dieser Brief wurde in Zusammenarbeit mit dem Pax-Christi-Rat des Staates New York sowie Rosemarie Pace, Ed.D., Koordinatorin von PCNYS, der USA Palestine Solidarity Working Group und der Pax-Christi-International-Arbeitsgruppe für den Sudan verfasst.

Hier ist ein Link zum Brief mit der Liste der Unterzeichner.

Der Brief wurde von sieben Preisträgern des jährlich von Pax Christi USA verliehenen „Teacher of Peace“-Preises unterstützt: Jim Albertini (2010); Roy Bourgeois (1997); Marie Dennis (2022); James W. Douglass (1994); Kathy Kelly (1998); William Quigley (2003) und Martin Sheen (1999). Erzbischof Wester ist der diesjährige Preisträger des „Teacher of Peace“-Preises.

Zu den zahlreichen prominenten Persönlichkeiten, die den Brief unterstützen, gehören unter anderem: Professor Richard Falk; Ira Helfand; Professor Peter Kuznick; der ehemalige US-Kongressabgeordnete Dennis Kucinich; Helga Zepp-LaRouche (Gründerin des Schiller-Instituts), Melissa Parke (Geschäftsführerin von ICAN); Susan Schnall (Präsidentin von „Veterans for Peace USA“); Oberst a. D. Lawrence Wilkerson; Oberst a. D. Ann Wright sowie Professorin Ivana Hughes (Präsidentin der „Nuclear Age Peace Foundation“). Weitere Informationen zu diesen und allen anderen Unterzeichnern sowie deren organisatorische Zugehörigkeit entnehmen Sie bitte der vollständigen Liste.

Zu den amerikanischen Organisationen, die den Brief unterstützt haben, gehören: „Veterans for Peace“ und „Historians for Peace and Democracy“.

Für weitere Informationen und/oder um Ihren Namen dem Brief hinzuzufügen, wenden Sie sich bitte an Ron Bettag unter ronbettag@gmail.com


Der Weg in den Krieg ist ein Weg ohne Wiederkehr

Bericht vom 164. wöchentlichen Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 164. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 24. Juli begann mit einer Einführung von Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, die auf sehr wichtige aktuelle Äußerungen des pensionierten Vier-Sterne-Generals der deutschen Luftwaffe, Harald Kujat, hinwies. Für ihn wie für sie sei es unbegreiflich, wie die Regierungen der Welt die Lehren der Geschichte so sehr außer Acht lassen können, daß sie ernsthaft einen Dritten Weltkrieg in Betracht ziehen könnten. Sie bezog sich dabei konkret auf die Drohung eines US-Angriffs auf unterirdische iranische Anlagen tief im Pickaxe Mountain, „außerhalb der Reichweite von Bunkerbrecher-Bomben… Was dort im Raum steht, ist die Möglichkeit, daß eine Atomwaffe eingesetzt werden könnte.“

Durch die Blockade der Straße von Hormus und der Meerenge von Bab el-Mandab am Eingang zum Roten Meer, die beide für den Transport zahlreicher Güter wie Rohöl und Ölprodukte, Flüssigerdgas und Düngemittel von entscheidender Bedeutung sind, „ist eine weltweite Hungerkrise vorprogrammiert“. Sie erwähnte auch das „seltsame Abkommen“ von US-Präsident Trump mit Saudi-Arabien, das angeblich Unterstützung bei der Entwicklung der Kernenergie in dem Land vorsieht, von Saudi-Arabien jedoch auch die Unterzeichnung der Abraham-Abkommen mit Israel verlange, was die Saudis auf keinen Fall tun werden. Leider seien wir nach 164 Wochen IPC-Sitzungen „näher an einem Atomkrieg als zu Beginn“.

Jack Gilroy ist ein regelmäßiger IPC-Teilnehmer, der Veterans for Peace, Pax Christi – New York State und Pax Christi International vertritt. Er betonte gleich zu Beginn, die Menschen könnten nicht länger mit der Realitätsverleugnung leben, was die Kriegsgefahr angeht. Er erinnerte daran, wie Präsident John F. Kennedy während der Kubakrise vertraute Freunde wie Norman Cousins hinter den Kulissen als Vermittler zu Papst Johannes XXIII. einsetzte. Anschließend berichtete er über den aktuellen Stand des Schreibens seiner Organisation an den amerikanischen Erzbischof Wester, das gerade verschickt wurde.

Im Schatten von Jonathan Pollard

Jose Vega, unabhängiger Kandidat für den 15. Kongreßwahlkreis von New York in der Bronx, informierte die Teilnehmer über Abschnitt 219 des Verteidigungshaushalts (National Defense Authorization Act, NDAA) für 2027. Dieser Abschnitt, „Amerikanisch-Israelische Initiative zur Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigungstechnologie“, müsse eigentlich „Jonathan-Pollard-Initiative“ heißen, weil damit Israels Militär Geheimdienstinformationen erhielte, wie sie dieser Spion einst für Israel gestohlen hatte, wofür er wegen Spionage im Gefängnis saß. Das NDAA wurde mit diesem unsinnigen Abschnitt sei inzwischen leider vom Repräsentantenhaus verabschiedet worden, jetzt konzentriere sich der Kampf auf den Senat, der noch nicht zugestimmt hat. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schreibe sich diesen Abschnitt persönlich als Verdienst zu; angeblich werde Israel damit vom „Hilfsempfänger“ aus den USA zum offiziellen „Partner“. Die landesweite Kontroverse um den Plan sei den Bemühungen der IPC und des ehemaligen Kongreßabgeordneten Dennis Kucinich zu verdanken, die ihn aufgedeckt haben. Vega erwähnte viele Journalisten und Podcaster aus dem linken wie rechten politischen Spektrum, die darüber berichtet haben. Sogar die bekannte „linke“ demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez aus dem 14. Wahlbezirk von New York (zu dem Teile der Bronx und von Queens gehören) habe sich geäußert.

Professor Clifford Kiracofe vom Washington Institute for Peace and Development erklärte, warum Anrufe und E-Mails an gewählte Volksvertreter wichtig sind. Handgeschriebene Postkarten seien vielleicht das wirksamste Kommunikationsmittel, weil sie unmittelbar zugänglich und persönlich sind (Briefe an den Kongreß werden aus Sicherheitsgründen oft erst spät geöffnet). Er erläuterte auch, wie der umstrittene Abschnitt 219 im Vermittlungsverfahren zwischen Repräsentantenhaus und Senat gestrichen werden könnte.

Zur Notwendigkeit einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, wie sie Zepp-LaRouche vorgeschlagen hat, betonte er: „Es ist äußerst wichtig, daß wir diese Vision vor Augen haben.“ Er erinnerte daran, daß der Philosoph Friedrich Nietzsche eine wichtige Triebkraft hinter dem Aufstieg des Militarismus im 19. Jahrhundert war, daß es damals aber auch viele diplomatische Konferenzen gab. Das bräuchten wir heute wieder.

Die Moderatorin Anastasia Battle teilte die Nummer der Vermittlungsstelle des Kongresses mit, damit US-Bürger die Büros ihrer Abgeordneten und Senatoren anrufen können.

Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS), rechnete mit einen groß angelegten Angriff der USA auf den Iran, noch am Tag der IPC-Sitzung, aber nach Börsenschluß. Die Reaktion des Irans würde sich gegen Israel richten, u.a. gegen dessen Raffinerien, die Diesel und Flugbenzin produzieren. Es sei offensichtlich, daß Rußland und China den Iran unterstützen. Beide Länder seien daran interessiert, die Reaktion der USA auf ihre Waffentechnologie zu testen, und sie seien froh darüber, wenn die USA ihr Waffenarsenal aufbrauchen.

Zepp-LaRouche antwortete, wenn ein solcher US-Angriff „geschieht, dann befinden wir uns in einer neuen Geometrie der Zerstörung“.

Kiracofe bat Johnson um eine Einschätzung zu Pakistan. Johnson erklärte, die USA hätten jetzt dort großen Einfluß, unter anderem, weil Pakistan eine US-Finanzhilfe von 10 Milliarden Dollar beantragt hat. Viele in Pakistan seien überzeugt, daß der inhaftierte Ex-Präsident Imran Khan auf undemokratische Weise aus dem Amt gedrängt wurde. Die Berichte über inneren Zwist im Iran seien dagegen übertrieben und propagandistisch.

Kiracofe verwies auf sein 2024 erschienenes Buch Dark Crusade: The Israel Lobby and Christian Zionism“ („Finsterer Kreuzzug: die Israel-Lobby und der christliche Zionismus“). Er ging kurz auf die Geschichte des christlichen Zionismus ein, der in Rußland, China und dem Iran Bösewichte sieht, die besiegt werden müssen, damit die biblische Apokalypse eintritt. Die Briten hätten diese Bewegung für ihre geopolitischen Zwecke genutzt, in der typischen Art von Lord Palmerston, britischer Premierminister und Außenminister Mitte des 19. Jahrhunderts. „Ehrlich gesagt ist das ein Thema für die Spionageabwehr“, sagte Kiracofe und warnte, der selbsternannte „Kriegsminister“ Pete Hegseth und der US-Botschafter in Israel Mike Huckabee seien selbst christliche Zionisten. Alle etablierten Kirchen betrachteten diese Ideologie als Ketzerei, dennoch spiele sie in der US-Politik eine Schlüsselrolle, daher komme auch der Abschnitt 219 des NDAA.

Zepp-LaRouche betonte: „Die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten nun nach dem Vorbild Palmerstons handeln, ist kein Zufall.“ Als die Briten im 19. Jahrhundert erkannten, daß sie die USA militärisch nicht besiegen konnten, hätten sie sich auf die Strategie verlegt, Amerika davon zu überzeugen, eine britisch-imperiale Weltanschauung zu übernehmen. Das sei eine der Ironien der Geschichte, und es gebe noch weitere: „In Deutschland hat man kein Problem damit, sich dem Kampf gegen den Internationalen Gerichtshof und den Internationalen Strafgerichtshof anzuschließen.“

Johnson sagte abschließend: „Das einzige Land der Welt, das konsequent gegen jedes internationale Abkommen verstoßen hat, sind die Vereinigten Staaten … Es ist nicht China, das über 700 Militärstützpunkte auf der ganzen Welt verteilt hat.“ Dennoch hätten die Vereinigten Staaten die Illusion, daß „wir die Guten sind“.

Diskussion

Zepp-LaRouche erklärte, die UN-Vollversammlung sei der unmittelbare Brennpunkt für die internationale Zusammenarbeit im Dienste des Friedens. Sie wies darauf hin, daß die ASEAN-Staaten gerade eine Erklärung gegen den US-Krieg gegen den Iran abgegeben haben. Die BRICS-Staaten, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, würden alle von den Neokonservativen mit verschiedenen Formen der internen Destabilisierung ins Visier genommen.

Eine Britin, die regelmäßig an den IPC-Veranstaltungen teilnimmt, lobte die Arbeit der mutigen italienischen Juristin Francesca Albanese, die seit Mai 2022 UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete ist, und kündigte die Veröffentlichung von Albaneses neuem Buch an, When the World Sleeps: Stories, Words, and Wounds of Palestine („Während die Welt schläft: Geschichten, Worte und Wunden Palästinas“).

Ein Landwirt-Aktivist aus Missouri berichtete darüber, wie seine Organisation Materialien von EIR und der IPC in ihren Aktivitäten nutzt, und befürwortete die Praxis, beim US-Kongreß anzurufen.

Zepp-LaRouche sagte in ihren abschließenden Bemerkungen: „In Europa und in den Vereinigten Staaten findet ein unglaublicher Abbau der Bürgerrechte statt.“ Nötig seien jetzt internationale Verträge, um den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) für militärische Zwecke einzudämmen. Sie forderte die Teilnehmer auf, Jack Gilroys Brief an ihre jeweiligen religiösen Institutionen weiterzuleiten, und warnte: „Viele von ihnen sprechen eine Sprache, die nicht die Sprache des Friedens ist.“ Der Papst habe gesagt: „Der Weg in den Krieg ist ein Weg ohne Wiederkehr“, und das sollte sehr ernst genommen werden. Sie forderte alle auf, den Artikel von General Kujat möglichst weit zu verbreiten. eir


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Auf der Eskalationsleiter zum Nuklearkrieg: Wo sind verantwortliche Persönlichkeiten?

Mittwoch, 29. Juli 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

In Ihrem kürzlich veröffentlichten Artikel Auf der Eskalationsleiter zum Nuklearkrieg: Wo sind verantwortliche Persönlichkeiten? wendet sich Helga Zepp-LaRouche der aktuellen Gefahr eines Nuklearkrieges zu, der aus einer Eskalation in einem der beiden brisanten Krisenherde – der Ukraine und dem Nahen Osten – resultieren könnte.

Zepp-LaRouche schreibt:

Die strategische Lage droht kurzfristig mit zwei eskalierenden regionalen Kriegen – in der Ukraine und im Nahen Osten – vollkommen aus der Kontrolle zu geraten und entweder innerhalb von Wochen und höchstens Monaten in eine globale Wirtschaftsdepression zu münden oder vielleicht sehr bald zu einem nuklearen dritten Weltkrieg zu führen. Diese existentielle Sorge wird von einem Großteil der Bevölkerung des sogenannten kollektiven Westens geteilt, ohne daß das politische Establishment dieses Westens – von wenigen Ausnahmen abgesehen – auch nur den geringsten Versuch unternehmen würde, den Krieg in der Ukraine durch Diplomatie und auf dem Verhandlungsweg zu Ende bringen zu wollen. Solche Anstrengungen gibt es zwar in Bezug auf den Krieg gegen den Iran, aber es fehlt ihnen bislang an der notwendigen Programmatik und deshalb auch an der erforderlichen Durchschlagskraft.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in Ihrem wöchentlichen Live-Dialog an und diskutieren Sie mit ihr die Implikationen des Artikels und die aktuelle strategische Lage.


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