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Helga Zepp-LaRouche in der CGTN-Sendung „The Dialogue“

Helga Zepp-LaRouche wurde am 2. April in der CGTN-Sendung „The Dialogue“ mit dem Moderator Xu Qinduo interviewt. Das Gespräch drehte sich um die Videokonferenz zwischen der EU und China, an der Präsident Xi Jinping sowie EU-Ratspräsident Charles Michel und die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilnahmen.

XU: Helga, was denken Sie, welche Rolle die Ukraine-Frage in den Beziehungen zwischen China und der Europäischen Union spielt? Gibt es einen Weg, wie beide Seiten mit dem Thema umgehen könnten? Beeinflusst das ihre Beziehungen?

HELGA ZEPP-LAROUCHE: Offensichtlich. Die EU hatte im Vorfeld auf ihrer Webseite erklärt, daß sie die Ukraine-Frage praktisch als einziges Thema behandeln möchte. Sie wollen, daß China vermittelt und Einfluss auf Rußland nimmt. Aber ich denke, es ist ganz klar, daß sich China auf keine Seite stellen will. Angesichts der Tatsache, daß sich die EU-Wirtschaft im freien Fall befindet, d.h. angesichts des massiven COVID-Problems und der Sanktionen ist Europa in keiner starken Position. Ich denke, China hat ein Konzept, das sich für eine Vermittlerrolle eignet, und zwar die Idee von Präsident Xi Jinping von einer gemeinsamen Zukunft für eine gemeinsame Menschheit. Ich denke, das ist im Moment das wichtigste Konzept, da wir uns in einer strategisch gefährlicheren Situation befinden als während der Kubakrise.

Was wir also wirklich brauchen – und ich denke, China ist hierfür in einzigartiger Weise in der Lage –, ist eine neue internationale Sicherheitsarchitektur, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten berücksichtigt. Denn der Grund für die Ukraine-Krise ist die seit 30 Jahren anhaltende NATO-Osterweiterung, über die der Westen nicht einmal mehr diskutieren will. Aber die Frage ist, wie kommen wir da wieder raus? Wir brauchen eine neue Sicherheitsarchitektur, und ich habe vorgeschlagen, daß sie auf die Tradition des Westfälischen Friedens zurückgehen sollte, der 150 Jahre Religionskriege in Europa beendete. Die Situation heute ist angesichts der Gefahr eines Atomkrieges viel gefährlicher als damals.

Ich glaube, die Europäer ignorieren völlig die Tatsache, daß ein neues System im Entstehen begriffen ist, das auf der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und der BRICS, dem Zusammenschluss von Rußland, Indien und China, basiert. Indien hat sich geweigert, sich für die Vereinigten Staaten vereinnahmen zu lassen, will aber auch neutral bleiben. Wir werden nur dann aus dieser Situation herauskommen, wenn die Europäer – und letztlich auch die Vereinigten Staaten – verstehen, daß es in ihrem besten Interesse ist, mit der Belt and Road Initiative zusammenzuarbeiten, um die wirklichen Probleme anzugehen, die die gesamte Menschheit betreffen. Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und es herrscht eine Hungerkrise. Ein chinesischer Wirtschaftswissenschaftler sagte kürzlich, daß aufgrund der Sanktionen gegen Rußland 1 Milliarde Menschen in diesem Jahr an Hunger zu sterben drohen. Ich denke also, wenn China eine Vermittlerrolle spielen und sagen würde, daß all diese Probleme gleichzeitig angegangen werden müssen, dann könnte die Ukraine kein geopolitischer Spielball zwischen der EU und Rußland mehr sein, sondern zu einer Brücke für die Zusammenarbeit auf dem eurasischen Kontinent werden.

XU: Das ist ein guter Punkt, Helga. China hat sehr viel Wert auf Zusammenarbeit gelegt, von der alle profitieren. China ist auch stolz darauf, eine Quelle von Frieden und Stabilität zu sein. Wenn es um die Zusammenarbeit zwischen China und der EU geht, wissen wir, daß beide Seiten große Zivilisationen sind, sie sind zwei der größten Volkswirtschaften. Sie repräsentieren die beiden größten Märkte. Betrachtet man also ihre Zusammenarbeit vor dem Hintergrund wachsender Spannungen, ja sogar eines aufkommenden Kalten Krieges, wie wichtig ist es, Helga, daß die EU und China in verschiedenen Bereichen weiter zusammenarbeiten?

ZEPP-LAROUCHE: Ich denke, für die EU ist diese Frage viel existentieller, als sie zugibt, denn es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder findet die EU einen Weg, mit China zusammenzuarbeiten, und auf diese Weise kann der Konflikt gelöst werden, oder es setzen sich diejenigen Leute im Westen durch – vor allem in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten –, die eine vollständige Entkopplung des Westens von den sogenannten „autoritären Regimen“ wollen. In diesem Fall würde der Westen meiner Meinung nach erheblich in Mitleidenschaft gezogen, denn seine Werte beruhen viel stärker auf monetaristischen Werten als zum Beispiel in China und den Ländern, die mit der BRI zusammenarbeiten, weil diese sich viel stärker auf die physische Wirtschaft konzentrieren. Wenn der Westen also eine vollständige Abkopplung anstrebt, würde er darunter sehr leiden. Hoffentlich begreift die Europäische Union, daß es nicht in ihrem Interesse ist, diesen Weg zu gehen, auch wenn Victoria Nuland gerade hier war und Europa aufgefordert hat, sich ganz auf die Seite der USA zu stellen.

Ich denke also, daß viel von den Initiativen abhängt, die China vorgeschlagen hat, denn China vertritt im Moment die einzige Politik, die einen Ausweg bietet: Und das ist die gemeinsame Zukunft der einen Menschheit. Ich denke, immer mehr Menschen erkennen das.

……

XU: Helga, zur weiteren Zusammenarbeit: Wir wissen, daß es ein sehr wichtiges Handelsabkommen, ein umfassendes Investitionsabkommen zwischen China und der EU gibt. Werden wir also während des Gipfels oder danach irgendwelche Fortschritte sehen? Sollten wir diese Art der Zusammenarbeit vielleicht wiederbeleben?

ZEPP-LAROUCHE: Ich denke, dieses Abkommen wäre für beide Seiten von Vorteil und sollte deshalb vorangetrieben werden. Aber angesichts der derzeitigen geopolitischen Spannungen bin ich nicht sehr zuversichtlich, daß dies auf diesem Gipfel erreicht werden kann. Meines Erachtens wird das transatlantische Finanzsystem zusammenbrechen – man denke nur an die Hyperinflation, die schon lange vor dem Ausbruch der Ukraine-Krise eingesetzte hatte. Daher sollte die Frage eines neuen Finanzsystems, eines neuen Kreditsystems in der Tradition des Bretton-Woods-Systems auf die Tagesordnung gesetzt werden, denn es besteht die Gefahr einer Wiederholung der Krise von 2008, nur in einem viel größeren Ausmaß. Die US-Notenbank wagt es aufgrund der Verschuldung des gesamten Systems nicht, die Zinsen zu erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Daher sollte eine neue Kreditpolitik auf die Tagesordnung gesetzt werden, und in diesem Zusammenhang läßt sich dann das Handelsabkommen zwischen der EU und China ausweiten. Aber ich denke, das Problem ist viel grundlegender, als daß es durch ein einzelnes Abkommen angegangen werden könnte.

XU: Vielen Dank an Sie, Helga.


Internet-Konferenz am 9. April 2022: Die Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Nationen

Das internationale Schiller-Institut veröffentlicht dieses Programm für die am 9. April stattfindende Konferenz mit führenden Rednern aus der ganzen Welt, die eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Nationen schaffen soll.

Zum englischen Archiv

Pressemitteilung lesen

Unsere Welt steht vor der unmittelbaren Gefahr eines Weltkrieges, im schlimmsten Fall eines Atomkriegs, der die Auslöschung der menschlichen Gattung bedeuten würde. Und es droht eine wirtschaftliche Zerstörung, die Milliarden von Menschen in Mitleidenschaft ziehen würde. Es ist daher von äußerster Dringlichkeit, eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Nationen zu schaffen, die die Interessen jeder einzelnen Nation auf dem Planeten berücksichtigt.

Der gegenwärtige Krieg in Europa, die aufeinanderfolgenden Kriege in Afghanistan, Syrien, Irak, Libyen, Jemen, Somalia und Sudan sowie die Ausbreitung von Hungersnöten und Krankheiten haben bereits Millionen unschuldiger Menschen das Leben gekostet oder ihre Lebensgrundlage und ihre Zukunft zerstört. Die COVID-Krise gemahnt uns, daß das Leben aller Menschen auf der Erde eng miteinander verbunden ist und wir uns auf Nachhaltigkeit und Inklusion konzentrieren müssen, um den Zustand unseres Planeten und der Menschen zu verbessern. Daher besteht unsere Aufgabe nicht nur darin, diese selbstzerstörerische Entwicklung zu stoppen, sondern auch die Grundbedingungen für Frieden und Wohlstand auf der Grundlage der gemeinsamen Ziele der Menschheit zu schaffen. Wir müssen ein neues Paradigma entwerfen, eine neue Ordnung, die das Interesse unseres Planeten und aller Menschen in den Mittelpunkt stellt, um die Menschheit auf die nächste Stufe zu heben.

Hinter der unmittelbaren Kriegsgefahr verbirgt sich die bereits im Gang befindliche Kernschmelze des transatlantischen Finanzsystems. Weltweit hat ein hyperinflationärer Prozeß eingesetzt, der mit einem Zusammenbruch der westlichen Volkswirtschaften einhergeht. Die Londoner City und die Wall Street, die dieses System dominieren, sind darauf aus, jede funktionierende Alternative zu ihrem System zu zerstören, wie sie von Rußland, China, Indien oder anderen Nationen repräsentiert wird. Das Finanzsystem des herrschenden Establishments hat das Ziel, die koloniale Unterentwicklung des Entwicklungssektors mit malthusianischer Politik fortzuführen. Um dieser zu Krieg und Zerstörung führenden Entwicklung Einhalt zu gebieten, ist es daher notwendig, ein völlig neues Finanzparadigma zu schaffen.

Der Westfälische Friede ist dabei unser Bezugspunkt. Darin wurde nicht nur der Vorteil des anderen und das ewige Vergeben und Vergessen aller begangenen Verbrechen festgelegt, sondern er beinhaltete auch eine finanzielle Neuordnung aller beteiligten Länder. Unbezahlbare und illegitime Schulden und finanzielle Forderungen wurden aufgehoben, meist durch Schuldenerlaß oder ausgehandelte Umschuldung. Außerdem wurde die Rolle des Staates beim Wiederaufbau der Nationen nach dem Krieg gestärkt.

Aus dem Westfälischen Frieden entwickelte sich das internationale Völkerrecht, das in der UN-Charta seinen bisher fortschrittlichsten Ausdruck fand und im neuen Paradigma unbedingt beibehalten werden muß. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Zehn Prinzipien von Bandung und die Fünf Prinzipien des Friedlichen Zusammenlebens enthalten universelle Ideen, die für die Förderung von Frieden, Entwicklung und Zusammenarbeit in der Welt gültig bleiben.

Die Weltordnung, wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, brachte die UNO, die Weltbank, den IWF, die NATO, die WTO, die WHO und ähnliche Einrichtungen hervor. Diese Einrichtungen waren schwerpunktmäßig auf Demokratie, Menschenrechte, Kapitalismus, Konsum und Militärbündnisse ausgerichtet und haben in den letzten 75 Jahre ihrem Zweck gedient. Ihr größter Mangel bestand darin, daß die von Präsident Roosevelt geplanten Vorgaben für das Bretton-Woods-System nicht erfüllt wurden, nämlich den Lebensstandard der Menschen im Entwicklungssektor zu erhöhen und den Kolonialismus zu beenden. Es ist an der Zeit, die Welt neu zu gestalten, um die Vorteile der neuen Konnektivität und des neuen Paradigmas zu nutzen und sich auf die menschlichen Grundbedürfnisse, Inklusion, ein neues Wirtschaftssystem, dauerhaftes Überleben und Frieden für alle zu konzentrieren.

Wir sind zutiefst davon überzeugt, daß Frieden nur durch eine drastische Umgestaltung des Weltwirtschaftssystems erreicht werden kann, um dieser Anschauung gerecht zu werden. Eine solche neue Vision der Welt, die an den besten Impulsen der Vergangenheit anknüpft, gebietet es, daß Nachhaltigkeit, Inklusivität und Konnektivität an die Stelle von geopolitischer Dominanz und der moralischen Erniedrigung der Schwachen treten.

Wir veranstalten diese Konferenz, um den Führungen unserer Nationen Visionen, Charakter, Fähigkeiten und Engagement zu vermitteln. Nur so können wir gemeinsam Einheit, Gerechtigkeit, Demokratie, Dezentralisierung und menschliche Entwicklung erreichen. Die Regierenden müssen sich an ihre Versprechen halten, anstatt sich der internationalen regelbasierten Ordnung der Finanziers und Oligarchen zu unterwerfen. Es ist eine Frage von Leben und Tod, die „Weltuntergangsuhr“ anzuhalten, bevor die Mitternacht schlägt.

Die neue Vision einer neuen globalen Plattform, die die Menschheit auf eine neue höhere Ebene führen soll, ist in den „vier Gesetzen“ des renommierten amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Lyndon LaRouche detailliert beschrieben:

– Die sofortige weltweite Inkraftsetzung des unveränderten Glass-Steagall-Trennbankengesetzes von US-Präsident Franklin Delano Roosevelt aus den 1930er Jahren, um die gigantische spekulative Finanzblase einer Konkurssanierung zu unterziehen und die Ausplünderung menschlicher Arbeit zu unterbinden.

– Rückkehr zu einem dirigistischen nationalen Bankensystem, wie es vom ersten US-Finanzminister Alexander Hamilton eingeführt und später von denjenigen aufgegriffen wurde, die von ihm zu erfolgreichen Entwicklungssystemen angeregt wurden.

– Ein darauf basierendes Kreditsystem, um hohe Produktivitätsraten im Arbeitsprozeß zu erzeugen und die realwirtschaftliche Produktivität und den Lebensstandard von Personen und Haushalten zu erhöhen.

– Ein Crash-Programm zur Entwicklung der Kernfusion als Motor für die Entdeckung neuer physikalischer Prinzipien und grundlegender Durchbrüche in der Wissenschaft, um neue Entwicklungsstufen und Energieflußdichten zu erreichen.

Die Online-Konferenz beginnt mit einer Plenarsitzung, an der führende Redner aus Europa, den USA, Rußland, China, Indien und Afrika teilnehmen: Helga Zepp-LaRouche, Botschafter Anatoli Antonow, Sam Pitroda, Jay Naidoo, Chen Xiaohan, Alessia Ruggeri und Botschafter P.S. Raghavan. Es folgen drei Einzelsitzungen zu den Themen Wirtschaft, Sicherheit und Entwicklung, an denen weitere namhafte Redner aus aller Welt teilnehmen: Prof. Justin Lin, Dr. George Koo, Saeed Naqvi, Princy Mthombeni, Jacques Cheminade, Caleb Maupin, Diogène Senny, Mike Callicrate, und andere.

Unterschreiben und Verbreiten Sie die Petition:

Für eine internationale Konferenz zur Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Nationen!

Zur Petition →

Konferenz für die Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Nationen

9. April 2022, ab 15.00 Uhr (MESZ)

Plenarsitzung (90 min), 15.00 Uhr (MESZ)

Moderator: Dennis Speed (USA), Schiller-Institut

1) Helga Zepp-LaRouche; Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts: Begrüßung und Grundsatzrede, „Die Notwendigkeit eines neuen Paradigmas“

2) Seine Exzellenz Botschafter Anatoly Antonov; Russischer Botschafter in den Vereinigten Staaten: „Aussichten für den Aufbau einer neuen internationalen Sicherheitsarchitektur“

3) Sam Pitroda; Erfinder, Unternehmer und politischer Entscheidungsträger, USA/Indien: „Die Notwendigkeit, die Welt neu zu gestalten“

4) Jay Naidoo; Kabinettsminister unter Präsident Nelson Mandela, Südafrika: „Die afrikanische Perspektive“.

5) Chen Xiaohan; Chinese People’s Association for Peace and Disarmament (Chinesische Volksvereinigung für Frieden und Abrüstung): „Gemeinsame Zukunft der Menschheit“

6) Alessia Ruggeri; Sprecherin des Comitato per la Repubblica und Gewerkschaftsführerin (Italien): „Für ein Europa der Vaterländer mit dem Westfälischen Frieden“

Diskussion unter den Podiumsteilnehmern

1. Sitzung: Wirtschaft , 17.00 Uhr (MESZ)

Moderator: Harley Schlanger (USA), Schiller-Institut

1) Dennis Small; iberoamerikanischer Redakteur, EIR: „Die neue Architektur: Ein Programm zur Verhinderung des Hungertods einer Milliarde Menschen aufgrund der Sanktionen“

2) Prof. Justin Yifu Lin; Dekan des Instituts für Neue Strukturökonomie; Dekan des Instituts für Süd-Süd-Kooperation und Entwicklung; Ehrendekan der Hochschule für Nationale Entwicklung, Universität Peking: „Chinas BRI: Seine Begründung und wahrscheinlichen Auswirkungen“

3) Saeed Naqvi; bekannter indischer Journalist, Fernsehkommentator und Interviewer: „Die Rolle und Verantwortung der Medien“

4.) Dr. George Koo (USA), Vorsitzender der Burlingame-Stiftung und internationaler Unternehmensberater i.R.: „US-Sanktionen gegen Rußland und China sind der Selbstmord für den Dollar.“

5) Fraydique Gaitán, Präsident des kolumbianischen Gewerkschaftsbundes CTU USCTRAB: „IAO-Dreigliedrigkeit, der Schlüsselansatz für einen stabilen und dauerhaften globalen Frieden“; und Pedro Rubio, führendes Mitglied des Gewerkschaftsbundes CTU USCTRAB und Präsident der Vereinigung der Beamten des Allgemeinen Rechnungshofs von Kolumbien: „Südamerika und die neue Entwicklungsarchitektur“.

Offene Diskussion

Pausenzeit: 30 Minuten

2. Sitzung: Sicherheit (90 min), 19.00 Uhe (MESZ)

Moderator: Harley Schlanger (USA), Schiller-Institut

1) Jacques Cheminade; Präsident von Solidarité et Progrès, Frankreich: „Der Westfälische Frieden um der Thukydides-Falle zu entkommen“

2) Diogène Senny; Präsident der Panafrikanischen Liga UMOJA Kongo, Republik Kongo: „Was Afrika von der Welt erwartet“

3.) Caleb Maupin (USA), Gründer und Direktor, Center for Political Innovation: „Die Effekte der unilateralen Sanktionen der USA und des Westens auf die Sicherheit“

3) Mike Callicrate; Viehzüchter aus Kansas, Politischer Berater, Gründer und Inhaber von Ranch Foods Direct: „Die Ära der Kartelle ist vorbei – Mehr souveräne Bauern, Lebensmittel für alle, Verdoppelung der weltweiten Nahrungsmittelproduktion“

Offene Diskussion

3. Sitzung: Entwicklung (90 min.), 20.15 Uhr (MESZ)

Moderator: Jason Ross (USA), Schiller-Institut

1) Dennis Speed; Komitee für die Koinzidenz der Gegensätze, Autor und langjähriger Leiter der LaRouche-Bewegung: „Die dringende Notwendigkeit eines Weltgesundheitssystems“

2) Helga Zepp-LaRouche, „Die Operation Ibn Sina“, Dipl. Ing. Daud Azimi, Board Member Peace National Front of Afghanistan: “Afghanistan: Die dringenden wirtschaftlichen und politischen Erfordernisse heute“

3) Princy Mthombeni; Kommunikationsspezialistin, Gründerin Africa4Nuclear, Südafrika: „Energiesicherheit für Afrika“

Offene Diskussion

Abschließende Bemerkungen: Helga Zepp-LaRouche und Sam Pitroda


Petition: Für eine internationale Konferenz zur Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Nationen!

Das Schiller-Institut veröffentlichte am 23. Februar den folgenden Aufruf.

Für eine internationale Konferenz zur Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Nationen!

4611 Unterschriften

PDF zum Ausdrucken und Verbreiten

Update, 20. April 2022

Seit der Veröffentlichung der folgenden Petition am 23. Februar wurde sie von über 4100 Personen aus 65 Ländern unterzeichnet. Allerdings nähert sich die nukleare Weltuntergangsuhr immer weiter der Mitternacht, da die USA, das Vereinigte Königreich und die NATO-Streitkräfte immer mehr schweres militärisches Gerät in die Ukraine schicken und gleichzeitig weitere Truppen und Waffen an die russische Grenze verlegen. Überall wird ein Atomkrieg als wahrscheinliche Folge hiervon nicht ausgeschlossen – ein Wahnsinn, wie es ihn in der modernen Geschichte noch nie gegeben hat. Die illegalen Sanktionen gegen Rußland, die dem Westen mehr schaden als Rußland, haben nur die Hedgefonds-Spekulanten in der Londoner City und an der Wall Street beflügelt, die eine hyperinflationäre Explosion ausgelöst haben, die zu zunehmender Verelendung und Hunger weltweit führt.

Das Schiller-Institut veranstaltete am 9. April eine Konferenz zum gleichen Thema wie die Petition (siehe hier) – ein historisches Ereignis, das zeigte, daß die Mehrheit der Nationen und Völker sich zusammenschließen kann, um nicht nur den Kriegstreibern ein Ende zu bereiten, sondern um vor allem die notwendige Neuordnung der Weltwirtschaft voranzubringen. Die Hauptredner der Konferenz waren die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, und der Botschafter der Russischen Föderation in den Vereinigten Staaten, Anatoli Antonow. Aber auch führende Vertreter aus Indien, China, Südafrika und Iberoamerika sowie Europäer und Amerikaner kamen zu Wort.

Die Konferenz muß der Beginn eines sich rasch ausweitenden Dialogs zwischen den Bürgern der Welt auf allen Ebenen sein, um ein neues Paradigma für die Menschheit zu schaffen, das auf Frieden durch Entwicklung beruht. Die Unterzeichnung und Verbreitung dieser Petition ist eine dringende Aufgabe für alle, die guten Willens sind.


Für eine internationale Konferenz zur Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Nationen!

Angesichts der eskalierenden Ukrainekrise fragen Menschen in aller Welt sich selbst und ihre Regierungen höchst besorgt, wo das alles enden soll. Steuert es auf die ganz große, vielleicht sogar thermonukleare, globale Konfrontation zu? Stehen wir vor einer umgekehrten, noch gefährlicheren Kubakrise? Wird die Menschheit überhaupt überleben?

Die Ursache dieser sehr realen Kriegsgefahr ist der Zusammenbruch des gesamten transatlantischen Finanzsystems. Eine fast zwei Billiarden Dollar große Spekulationsblase aus Derivaten und Schulden platzt gerade. Weltweit wurde ein hyperinflationärer Prozeß entfesselt, der mit einem Zusammenbruch der Realwirtschaft der westlichen Länder einhergeht. Die Londoner City und die Wall Street, die Eigentümer dieses bankrotten Systems, versuchen verzweifelt, jede funktionierende Alternative zu ihrem System zu vernichten – wie die Allianz zwischen Rußland und China im Rahmen der Gürtel- und Straßen-Initiative (BRI), die inzwischen fast 150 Länder umfaßt -, und das Finanzestablishment hat offen erklärt, daß es genau darum geht.

Das hat auch Wladimir Putin getan, der richtig erklärte, daß die unaufhaltsame Expansion der USA, Großbritanniens und der NATO nach Osten bis an Rußlands Grenzen von dieser Wirtschaftspolitik getrieben ist, und daß sie Rußlands nationale Sicherheit in einer Weise bedroht, die es nicht akzeptieren kann.

Um den Marsch in den Krieg zu stoppen, brauchen wir daher einen grundlegenderen Ansatz, nämlich die Einführung eines völlig neuen Paradigmas, das die Sicherheit und die wirtschaftliche Entwicklung aller Länder der Welt gewährleistet. Der einzige Präzedenzfall der Neuzeit im Westen dafür ist der Westfälische Frieden von 1648, der 150 Jahre Religionskriege in Europa beendete. Dieser Friede wurde erst geschlossen, als alle Parteien erkannt hatten, daß es keinen Sieger und nur sehr wenige Überlebende geben würde, wenn sie so weitermachen würden. Sie entschieden sich dafür, ein neues Paradigma zu schaffen, das auf der Wahrung der Interessen der anderen basiert, und auf der Prämisse, daß die Sicherheit aller die erste Voraussetzung für die Sicherheit jeder einzelnen Partei ist.

Das ist die wichtigste Lehre des Westfälischen Friedens für heute. Die Welt steht heute an einem ähnlichen Scheideweg. Wenn die derzeitige Geopolitik fortgesetzt wird, ist ein Atomkrieg eine sehr reale Möglichkeit, und nach ihm gäbe es keine Sieger und höchstwahrscheinlich auch keine Überlebenden.

Stattdessen muß unverzüglich eine internationale Konferenz nach dem Vorbild des Westfälischen Friedens einberufen werden. Das grundlegende Interesse aller Parteien ist, daß die zentralen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen jedes einzelnen berücksichtigt werden – mit anderen Worten eine Ordnung, die auf dem Nutzen des anderen, auf dem Gemeinwohl und auf Respekt und Liebe der gesamten Menschheit beruht.

Auch das Wirtschaftssystem muß drastisch umgestaltet werden, um diese Perspektive zum Ausdruck zu bringen. Der bekannte amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Lyndon LaRouche hat im einzelnen beschrieben, wie ein solches System funktionieren würde, ausgehend von den von ihm so genannten „Vier Gesetzen“:

1. Sofortige Wiedereinführung der Glass-Steagall-Bankentrennung, die US-Präsident Franklin D. Roosevelt einführte, und zwar in Hinsicht auf das Prinzip des Handelns unverändert. Das bedeutet, daß die gesamte spekulative Finanzblase einer Konkurssanierung unterzogen werden muß.

2. Rückkehr zu einem von oben gesteuerten und präzise definierten Nationalbankwesen, wie es der erste Finanzminister der USA Alexander Hamilton dargelegt hat.

3. Der Zweck eines solchen föderalen Kreditsystems ist es, hochproduktive Trends zur Verbesserung der Beschäftigung zu erzeugen, verbunden mit der Absicht, die realwirtschaftliche Produktivität und den Lebensstandard der Menschen und Haushalte zu erhöhen.

4. Einführung eines „Crash-Programms“ zur Entwicklung der Kernfusion, um Durchbrüche in der Wissenschaft zu fördern, die für unbegrenztes Wirtschaftswachstum und unbegrenzte Entwicklung erforderlich sind.

Das Schiller-Institut und seine Gründerin Helga Zepp-LaRouche rufen hiermit dazu auf, die internationale Diskussion anzustoßen, die dringend notwendig ist, um eine solche Konferenz einzuberufen und die „Weltuntergangsuhr“ anzuhalten, bevor sie Zwölf schlägt. Es ist an der Zeit, daß Institutionen und Persönlichkeiten aus allen Nationen sich öffentlich zu Wort melden und sich dieser Mobilisierung für eine internationale Konferenz zur Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Nationen anschließen.

Prominente Unterzeichner

Afrika:

Tse Anye Kevin, Stellvertretender Präsident, State 55 Afrika

Algerien

Smaine Djella, Professor, Universität Algiers

Argentinien:

Daniel Adrogue Tierarzt, Peronist

Enrique Juan Box, Medienpersönlichkeit

Luis Bragagnolo, Peronist, Tierarzt

Roberto Fritzsche, rofessor, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Universität Buenos Aires

Ruben Darìo Guzzetti, Professor, Argentinisches Institut für geopolitische Studien

Juan Francisco Numa Soto,Verfassungsrechtler

Carlos Perez Galindo, Jurist

Alejandro Yaya, Vizepräsident, Ziviles Institut für Raumfahrttechnik

Sergio Benitez , Generalsekretär, Argentinische Arbeitervereinigung Salto Grande (SIATRASAG)

Walter Formento, Direktor, Center for Economic and Policy Research (CIEPE)

César Gerardo Milani, Generalleutnant i.R., ehem. Stabschef der argentinischen Armee

Guillermo Urdiñez, Bauunternehmer

Australien:

Trudy Campbell, Australische Bürgerpartei

Belgien:

Frans Vandenbosch, Autor von „Staatskunst und Gesellschaft in China“

Bolivien:

Edwin De la Fuente Jeria, Ehemaliger Oberbefehlshaber der bolivianischen Streitkräfte

Max Ibañez, Ehemaliger Sekretär für die Beilegung von Beschwerden, Nationaler Arbeiterverband der Elektro-, Telefon- und Wasserindustrie Boliviens

Sandra Marca Uscamayta, Koordinator für die Integration der bäuerlichen, indigenen und einheimischen Wirtschaftsorganisationen in Bolivien

Samuel Luján, Universitätsprofessor für Informatik

Brasilien:

Jairo Dias Carvalho, Professor für Technikphilosophie an der Bundesuniversität von Uberlândia

Igor Maquieira, Biologe; Mitglied von CLINTEL

Mario Braga, Anwalt, Übersetzer (chinesisch)

Carlos Mohn, Dozent; Zahnchirurg; MBA, Geschäftsleitung, Getulio Vargas-Stiftung

Bulgarien

Aksinia Koleva, Direktor, Konfuziusinstitut, Sofia

Chile

Bernardo Castro, Menschenrechtsaktivist

Marcia García, Journalistin und Produzentin von Dokumentarfilmen für verschiedene chilenische Kindermedien

Andres Ignacio Yavar Lorca, Social-Media-Kommentator und Unternehmer

China

Yifan Ding, Vorsitzender und Professor für Auslandsstudien, Peking-Universität

Costa Rica

Martha Rollins, Beraterin für internationale Projekte

Ecuador

Alexis Ponce, Rechtsberater, Nationale Vereinigung von Patienten und gefährdeten Familien Ecuadors

Ernesto Pazmiño Granizzo, Anwalt für Menschenrechte, Universitätsprofessor, ehemaliger Generalstaatsanwalt Ecuadors, ehemaliger Vizepräsident des Justizzentrums der Amerikanischen Länder

Eudín Emilio Ramos Hilarraza, Musiker, Biologe

Kanada:

Julian Fell, Biologe, Co-Direktor Bereich F, Regionalregierung von Nanaimo, British Columbia

Faisal Huda, Geschäftsführer, BUNA Capital Inc.

Bill MacPherson, Ehemaliger Präsident, Verband der Technologen und Techniker für angewandte Wissenschaften von British Columbia

John Stone, MChE, Mitglied, Verband der Berufsingenieure, Geologen und Geophysiker von Alberta

Kolumbien:

Mario Guillermo Acosta Alarcon, Wissenschaftler und Autor, Generaldirektor von CIFRA (Space Lab. City)

Ross Carvajal Journalist

Everardo Hernandez Pardo, Gewerkschafter

Alba Luz Pinilla, Vizepräsident der politischen Bewegung DIGNIDAD, Kolumbien

Pedro Rubio, Präsident der Vereinigung der Beamten des Obersten Rechnungshofs der Republik

Carlos Julio Díaz, Zivilgesellschafts- und Gewerkschaftsführer

Elkin Salcedo, Geophysiker, Professor, Universidad del Valle, Cali.

Kongo, Demokratische Republik:

Diogène Senny, Vorsitzender der Ligue Panafricaine – UMOJA Congo; Coordination avec les Partis Panafricanistes

Dänemark:

Tom Gillesberg, Direktor, Schiller-Institut, Dänemark; ehemaliger Kandidat für das dänische Parliament

Jelena Nielsen, Direktorin, Russisch-Dänischer Dialog

Jens Jørgen Nielsen, Ehemaliger Moskau-Korrespondent der dänischen Tageszeitung Politiken; Autor von Büchern über Rußland und die Ukraine; Ko-Leiter des russisch-dänischen Dialogs

Thomas Vissing, Direktor der China-Nordic Trading Company

Dr. Li Xing, Professor für Entwicklung und internationale Beziehungen, Fachbereich für Politik und Gesellschaft, Universität Aalborg

Dominikanische Republik:

Ramon Emilio Concepcion, Rechtsanwalt, Präsidentschaftskandidat für die Partei PRM (2020)

Ramon Gross, Professor, Katholische Universität Santo Domingo

Dante Ortiz Nunez, Historiker, Professor für Geschichte, Autonome Universität von Santo Domingo

Domingo Reyes, Ehemaliger Professor für Wirtschaftswissenschaften, PhD für Hochschulwesen

Rafael Reyes Jerez, Fernsehproduzent, „Face to Face“ und „Wirtschaft und Politik“ auf Chanel 69 Teleradioamérica

Samuel Encarnación, Theologe, christlich-evangelikale Kirche

Enrique Antonio Sánchez Liranzo, Anwalt, Schriftsteller, Dichter

Luis González, Direktor, Zentrum für die Analyse internationaler Studien, Universidad del Caribe

Donetsk, Volksrepublik:

Russell “Texas” Bentley, Journalist, ehemaliger Vizepräsident der Humanitären Hilfe im Donbass

Frankreich:

Jacques Cheminade, Präsident, Solidarité et Progrès, ehemaliger Präsidentschaftskandidat

Alain Corvez, Oberst a.D., Berater für internationale Strategie; ehemaliger Berater des Kommandierenden Generals der UNO-Truppe im Südlibanon (UNIFIL)

Ali Ratsbeen, Präsident der Akademie für Geopolitik in Paris

Deutschland:

Dr. jur. Wolfgang Bittner, Autor

Ole Doering Professor, Hunan Normal University; Außerordentlicher Professor, Dep’t. for Global Health, Peking University; Privatdozent, KIT

Harald Koch, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages

Rainer Sandau , Technischer Direktor, Satelliten und Weltraumanwendungen, Internationale Akademie für Astronautik (IAA)

Prof. Wilfried Schreiber, Prof. Dr. sc. oec. et Dr. Phil.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts

Prof. (em.) Dr. med. Ludwig E. Feinendegen, Ehemaliger ordentlicher Professor und Direktor, Abteilung für Nuklearmedizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Programmmanager, DOE, Washington, DC; Berater, NIH, Abteilung für Nuklearmedizin, 2000-08

Schultze, Christian, ehem. Mitglied der letzten (frei gewählten) Volkskammer der DDR; ehem Mitglied des 11. Deutschen Bundestages

Weickert, Günter, Prof. Dr., NRW

Nennstiel, Gerhard, Verein Freie Deutsche Gewerkschaften Geschichtsverein

Prof. Fischer, Hans, VTNVAGT (Verband zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V.), Fregattenkapitän a.D.

Dr. Posth, Johannes, Deutsch-Ukrainische Forum

Trautvetter, Bernhard, Bundesausschuss Friedensratschlag

Schierhorn, Uwe, Initiative Atomkrieg-aus-Versehen

Griechenland:

Leonidas Chrysanthopoulos, Botschafter ad Honorem; Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit am Schwarzen Meer (BSEC), 2006-2012

George Tsobanoglou, Professor für Soziologie, Universität der Ägäis

Maria Negreponti-Delivanis, ehem. Rektorin und Professorin, Universität von Mazedonien, Griechenland

Guatemala

Raúl Anibal Marroquin, Bürgerbeobachtungsstelle für Frieden „Die Schüler des Himmels“, San Cristobal Verapaz

Guinea

Jacques Bacamurwanko, Ehemaliger Botschafter von Burundi in den Vereinigten Staaten

Haiti

Dr. Garnel Michel, Arzt und Autor; fordert in seinem Buch „Bak Lakay“ die Diaspora zur Rückkehr auf, um beim Wiederaufbau Haitis zu helfen

Jhonny Estor, Gründer, Renaissance-Haiti, NYC

Irak:

Mustafa Jabbar Sanad , Mitglied des Repräsentantenrats (Parlament), Basrah

Italien

Mario Agostinelli, Vorsitzender Fondazione Energia Felice

Pino Arlacchi, Ehemaliger Direktor des Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen; Professor für Soziologie an der Universität von Sassari

Prof. Bruno Brandimarte, Professor für elektronische Messtechnik, Rom

Nino Galloni, Wirtschaftswissenschaftler

Liliana Gorini, Vorsitzende von Movisol (Movimento Internacionale per i Diritti Civili Solidarietà)

Prof. Fabio Massimo Parenti, Außerordentlicher Professor für Internationale Studien, CFAU, Beijing

Vincenzo Romanello, Nuklearingenieur, Gründer von Atomi per la Pace (Atome für den Frieden), Lecce, Italien

Alessia Ruggeri, Sprecherin des Comitato per la Repubblica, Rom, Italien

Sebastiano Brusco, Pianist, Rom

Roberto Zappia, Rechtsanwalt, Vorstandsmitglied, Confederazione Legale per i Diritti dell’Uomo (Menschenrechtsverband), Mailand

Gaetano Santoro, Comitato per la Repubblica

Lebanon:

Basham El Hachem, Professor für politische Soziologie, Doktorandenschule, l’Université du Liban

Malaysia:

Dr. Isharaf Hossain, Präsident und Forschungsbeauftragter, Muslim World Research Center (MWRC), Kuala Lumpur

Mohd Peter Davis, Biotechnologe, Gastwissenschaftler der Universität Pertanian (im Ruhestand)

Mexiko:

Edith Cabrera, Gründerin und Direktorin der „Koalition #24F Leben und Freiheit für Julian Assange“

Oscar Ramon Castro Valdez, Generaldirektor der Internetpublikation „Dossier Político“

Daniel Estulin, Publizist

Simon Levy, Gründer, Cátedra México-China, Nationale Autonome Universität von Mexiko (UNAM)

Enrique Lopez Ochoa, Chirurg, Professor für Angiologie, UNISON School of Medicine

Daniel Marmolejo, Investigativer Journalist, Gewinner des Nationalen Journalistenpreises 2019

Marino Montoya Contreras, Journalist für El Centinela und LGM News

Francisco Quezada, Mathematiker, Professor an der Fakultät für Natur- und Geisteswissenschaften der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM)

Antonio Valdez, Journalist

Jaime Varela Salazar, Chemieingenieur. Ehemaliger Direktor der Fakultät für chemische Wissenschaften der Universität von Sonora (UNISON)

Luis Rolando De La Peña Pablos, Ingenieur und Aquakultur-Biologe

Elena Xie, Journalistin

Monaco:

Aleksandar Krainer, Autor, „Große Täuschung: Die Wahrheit über Bill Browder, das Magnitsky-Gesetz und antirussische Sanktionen“; Finanzberater

Mosambik:

Samo Fernando Soares da Manhiça, Geschäftsführender Direktor, Internationale Allianz für Entwicklung, Mosambik

Nicaragua

Bolívar Tellez, Universitätsprofessor

Niederlande:

Guus Berkhout, Professor-Emeritus für Geophysik, Präsident von CLINTEL

Nigeria

Adeshola Kukoyi, Gründer von Equilibrium Perspectives (University of Lagos)

Aliyu Suleiman, panafrikanischer Aktivist

Zubair A Zubair, panafrikanischer Aktivist, Menschenrechts- und Jugendaktivist

Norwegen:

Thore Vestby, Ehemaliger Bürgermeister und Abgeordneter; Mitbegründer der ICHI-Stiftung

Pakistan:

Shakeel Ahmad Ramay, Geschäftsführender Direktor des Asian Institute of Eco-Civilization Research and Development (AIERD), Islamabad

Khalid Latif, Geschäftsführender Direktor, Zentrum für Pakistan und internationale Beziehungen (COPAIR); Programmdirektor (Naher Osten)

Peru

José Antonio Benllochpiquer Castro, Vizepräsident, Christlich-Demokratische Partei

Fernando Fauche, Nationaler Sekretär, Christlich-Demokratische Partei

Adrian Flores Konja, Ehemaliger Dekan für Rechnungswesen, Nationale Universität von San Marcos

Carlos Francisco Gallardo Neyra, Präsident, Christlich-Demokratische Partei

Ruben Rojas, Nuklearphysiker

Milton Vela-Gutierrez , Professor, Universität von Lima

Carlos Beraún Di Tolla, Marketing- und Unternehmensberater

Dino Gavancho, Nationaler Sekretär der Christlich-Demokratischen Partei Perus

Manuel Hidalgo, Doktor für Rechnungswesen und Verwaltungswissenschaften an der Universität von San Marcos, Lima, Peru

Serbien:

Prof. Blagoje Babić , Serbische Akademie der Wirtschaftswissenschaften

Prof. Edita Stojić Karanović, Gründerin und Präsidentin, Internationales Wissenschaftsforum „Donau – Fluß der Zusammenarbeit“, Belgrad; Mitglied des Sozialwissenschaftlichen Komitees des Ungarischen Akademikerrates, Vojvodina; Versammlungsmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften

Spanien:

Juan José Torres Núñez, Freiberuflicher Journalist, Dichter

Schweden:

Hussein Askary, Koordinator für Südwestasien, Schiller-Institut

Kjell Lundqvist, Vorsitzender, Europäische Arbeiterpartei

Ulf Sandmark, Vorsitzender, Schiller-Institut, Schweden

Südafrika

Meshack Maxongo, LaRouche-Bewegung in Südafrika

Thailand

Pakdee Tanapura, Komitee für den Krakanal

Trinidad & Tobago

Dr. Kirk Meighoo, Politologe, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, ehemaliger Senator und Universitätsdozent

Uruguay

Rafael Pineda, Dichter und Autor

Vereinigtes Königreich:

Mike Robinson, Journalist, The UK Column

Vereinigte Staaten:

Dr. Athar Abbasi, Major i.R., U.S. Army

Jon Baker, Kreditberater, Landwirtschaftsbank, Iowa

James Benham, Landespräsident, Indiana Farmers Union; Vorstandsmitglied, National Farmers Union

Fr. Lawrence Bernard, Franziskanerorden (OFM), New Mexico

Mike Callicrate, Callicrate Cattle Co. und Ranch Foods Direct

Marshall Carter-Tripp , Angehöriger des Ausländischen Dienstes (i.R.), ehemaliger Professor für Politikwissenschaft

Victor Chang, US-China Forum, Inc.

Alan Covey, Politischer Aktivist

Joel Dejean, LaRouche Independent Candidate for U.S. Congress – 38th District (Texas)

Dr. Joycelyn Elders, Ehemalige U.S. Surgeon-General

Frank Endres, Farm leader, Kalifornien

Christopher Fogarty, Vorsitzender der Chicago Friends of Irish Freedom; Autor von „Ireland 1845-1850; the Perfect Holocaust, and Who Kept it ‚Perfect’“.

Graham Fuller , Ehemaliger CIA-Offizier und stellvertretender Vorsitzender des National Intelligence Council,

Matthew Griener, Stadtrat, Keota, Iowa

DeWayne Hopkins, Ehemaliger Bürgermeister mit zwei Amtszeiten; derzeit Stadtrat ohne Geschäftsbereich, Muscatine, Iowa

James Jatras, Ehemaliger US-Diplomat und Berater der republikanischen Führung im US-Senat

Dr. Ernest Johnson, Emeritierter Präsident der NAACP von Louisiana; Anwalt für Bürgerrechte

Wilbur Kehrli, Nationaler Vorstand, American Blue Cattle

George Koo,Vorsitzender der Burlingame Foundation; internationaler Unternehmensberater i.R.

Keaten Mansfield, Zentrum für politische Innovation, Leiter des US-Stabs

Caleb Maupin, Gründer und Direktor, Zentrum für politische Innovation

David Meiswinkle, Rechtsanwalt und ehemaliger Präsident des Lawyers‘ Committee for 9/11 Inquiry

John OLoughlin

Jeff Philbin, Nuklearingenieur, technischer Berater, unabhängiger Unternehmer

Sam Pitroda, Erfinder und Unternehmer; Vorsitzender, Indian Overseas Congress

Earl Rasmussen, Geschäftsführender Vizepräsident, Eurasia Center

Diane Sare: LaRouche Independent Candidate for U.S. Senate – New York

Naser Shahalemi, Geschäftsführender Direktor, End Afghan Starvation

John Shanahan, Herausgeber, Website: allaboutenergy.net

Barbara Suhrstedt, Internationale Konzertpianistin

Everett Suttle, Opernsänger

Bruce Todd, Ehemaliger unabhängiger Kandidat für das Amt des stellvertretenden Gouverneurs von New Jersey (NJ); Mühlenbauer i.R., Local 715

Mohammad Ashraf Toor, MD,Vorsitzender des pakistanisch-amerikanischen Kongresses

Bob Van Hee, Beauftragter für Redwood County, Minnesota

Zaher Wahab,Emeritierter Professor für Bildung, ehemaliger Berater des afghanischen Ministeriums für Hochschulbildung

Alan Waltar, Professor i.R., ehemaliger Leiter der Abteilung für Nukleartechnik, Texas A&M University; ehemaliger Präsident der American Nuclear Society

Brian A. Earley, US-Armee-Kapitän (i.R.)

Roland Assmus, Schatzmeister der National Farmers Organization (NFO) in Süddakota

Dr. Charles Borowsky, Präsident des internationalen Instituts für Regionalstudien

Ellen Brown, Autorin und Anwältin

Armin Cate, Kommandant der US-Küstenwache (im Ruhestand)

Don and Janell Diehl, Autor, ehemaliger Herausgeber des Salpulpa Daily Herald, „National Farm Writer of the Year,“ 1977

T. Herbert Dimmock, Gründer und musikalischer Direktor, Bach in Baltimore

Cathy Edwards, Administratorin im Gesundheitswesen

Vincent Esposito, Prof. (i.R.), Universität Pittsburgh; ehemals Westinghouse, Nuklearabteilung

Marsha Freeman, Autorin, „How We Got to the Moon“, „The Challenges of Human Space Exploration“; „Krafft Ehricke’s Extraterrestrial Imperative“. Geschichtskomitee, International Academy of Astronautics

Vladimir Golstein, Autor, Wissenschaftler für slawische Sprachen und Literatur

Bennett Greenspan, Medizinischer Direktor, Experte für Nuklearmedizin; ehemaliger Präsident der Gesellschaft für Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung

Ephraim Haile, Eritreisches Kultur- und Entwicklungszentrum der Eritreischen Diaspora, USA

Geoffrey Hicks, Komponist und Dirigent

Appo Jabarian , Verleger

Paz Jiménez, Marketing- und Verkaufsrepräsentant; Touristenführer in Chile

John Jones, Komitee-Mitglied der Demokratischen Partei, Ward 14, Boston, Massachusetts

Frank Kloucek, ehemaliger Staatssenator aus Süddakota; Sponsor der Resolution zur Wiedereinführung der Glass-Steagall-Bankentrennung, die vom Landtag in SD angenommen wurde

Jeremy Kuzmarov, Collegeprofessor, Zeitschriftenredakteur, Friedensaktivist

Robert Lucero , Kandidat für den US-Senat, Kalifornien

James Moore, Alaska Trollers Association, PNP Aquaculture

Andrew Olson , Landwirt, ehemaliger demokratischer LaRouche-Kandidat für das Amt des Gouverneurs von Minnesota, U.S. Congress (2nd CD – MN)

William Palmer, Trump-Kampagnenkoordinator (2016) für Orange County NY; Autor von „Untold Story of Rocket Boat Missions of WWII“

Denise Rainey , Lehrerin und Schuldirektorin i.R.

William F Reid, MD, Erster Afroamerikaner, der seit dem Bürgerkrieg in die Legislative von Virginia gewählt wurde

Haji Abdul Sattar, Vizepräsident der Afghanistan-Hilfsorganisation

Peter M Schuller, Professor Emeritus für Philosophie

Michael Stettler, Verfassungspartei Oregon, Lake County Vorsitzender

Qasim Tarin, Vorstand, Business Netzwerk Afghanistan, Vorstand, QTarin Stiftung

Rebne Thomsen, Physiker im Ruhestand; ehemaliger Vertragsbediensteter der NASA

Frederick Weiss, professioneller Musiker

J. Kirk Wiebe, ehemaliger leitender Analyst, Nationale Sicherheitsbehörde (NSA), 1975-2001; Whistleblower; Mitglied der Geheimdienstveteranen für Vernunft (VIPS)

Ron Wieczorek, Viehzüchter; ehemaliger Unabhängiger LaRouche-Kandidat für den Kongreß in Süddakota

Dr. Bihong Guan, Vorsitzender, Weltverband der chinesischen Eliten

Nabajsa Malic, Leitender Autor, RT

Venezuela:

Emil Guevara Munoz, Abgeordneter des lateinamerikanischen Parlaments (2006-2011)

Edgar Rodriguez Martinez, Alberto Adriani Stiftung

Jemen:

Fouad Al-Ghaffari, Präsident des jemenitischen Jugendparlaments ALBRICS

Zimbabwe

Munashe Chiwanza, Bauingenieur

Zypern

Katherine Alexander, Anglo-Hellenische Rechtsvereinigung

Auf folgenden Links finden Sie die Petition in englisch, französisch, italienisch, spanisch, portugiesisch, schwedisch, dänisch, arabisch, russisch, rumänisch, griechisch und chinesisch.

Hiermit unterstütze ich diesen Aufruf und möchte durch den Newsletter des Schiller-Instituts auf dem Laufenden gehalten werden.


Eine neue globale Sicherheitsarchitektur ist dringender denn je

Am Abend des 21.2. gab der russische Präsident Wladimir Putin bekannt, daß er den Prozeß der Anerkennung der selbsternannten Donbaß-Republiken eingeleitet hat, nachdem er zu dem Schluß gekommen war, daß Kiew keine Absicht zeigt, ihnen Autonomie gemäß den Minsker Vereinbarungen zu gewähren. Tatsächlich sind die Operationen der ukrainischen Armee im Donbaß in den vergangenen Tagen eskaliert und zwangen die örtlichen Behörden, die Zivilbevölkerung zu evakuieren, um einen Massenmord zu verhindern.

Während westliche Medien und Politiker über „Völkerrechtsverletzungen“ schwadronieren und mit „tödlichen Sanktionen“ drohen, twitterte der ehemalige französische Präsidentschaftskandidat Jacques Cheminade: „Mit der Anerkennung der Unabhängigkeit von Donezk und Lugansk und dem Befehl an die russische Armee, zur ,Friedenssicherung‘ einzurücken, überschreitet Putin eine rote Linie. Aber die USA und die NATO sind die Provokateure, denn sie haben es versäumt, die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen durchzusetzen.“

Nach Rußlands Anerkennung der Donbaß-Republiken stehen Washington und die NATO-Länder vor der Wahl: entweder die Situation durch Sanktionen verschärfen, oder ernsthaft mit Rußland über ein globales Sicherheitsabkommen verhandeln. Dazu gehört die Garantie, daß die Ukraine niemals der NATO beitritt und nuklearfähige Trägerraketen aus Ländern des früheren Warschauer Pakts abgezogen werden.

Entscheidet sich der Westen für den Weg der Verhandlungen oder den einer umgekehrten Kuba-Raketenkrise? Die Sanktionen, die nach der Erklärung vom 21.2. angekündigt wurden, werden Moskau nicht abschrecken. Putin hat in seiner Rede an die Nation wiederholt erklärt, der Westen werde in jedem Fall Sanktionen verhängen, ganz gleich, wozu Rußland sich entschließt. Wie der russische Analyst Andrej Kortunow am 10.2. in einem Interview ausführte, gibt es in der russischen Diplomatie zwei strategische Überlegungen, Sicherheit und Wirtschaft – und Putin hat „die Sicherheit eindeutig über die wirtschaftlichen Interessen gestellt“.

Auch die Rolle Chinas muß in der Gleichung berücksichtigt werden. Bei ihrem jüngsten Gipfeltreffen haben Putin und Xi Jinping sicherlich die verschiedenen Auswirkungen der strategischen Krise erörtert. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz am vergangenen Wochenende machte Außenminister Wang Yi deutlich, daß China seinem Verbündeten Rußland in der Auseinandersetzung mit der NATO zur Seite steht. Im schlimmsten Fall brutaler Wirtschaftssanktionen kann Moskau sich auf seinen chinesischen Verbündeten verlassen, um die Folgen abzuschwächen.

Der Hauptverlierer wird dagegen Europa sein, wenn Sanktionen die Handelsbeziehungen mit Rußland beeinträchtigen. Die italienische Regierung hat sich bereits gegen Sanktionen ausgesprochen, die den Energiesektor treffen, und auch Deutschland ist anfällig für eine Unterbrechung der russischen Gaslieferungen.

Wird die Vernunft siegen und eine neue strategische Nuklearkonfrontation vermieden? Die Signale auf der Münchner Sicherheitskonferenz waren negativ: Die Teilnehmer wetterten hysterisch gegen die Partnerschaft zwischen China und Rußland, und Ursula von der Leyen drehte den Spieß um und beschuldigte Moskau und Peking, eine „neue Ära“ anzustreben, in der das Recht des Stärkeren gelte.

Es stimmt, daß die Partnerschaft zwischen Rußland und China eine Bedrohung darstellt – allerdings für ein kollabierendes globales System, das auf Regimewechsel, Hyperinflation und Kriegen beruht. Das Beharren auf diesem System ist die Dynamik, die zu Spannungen und globalen Kriegen führt, wie auf dem Webinar des Schiller-Instituts am 19.2. betont wurde (s.u.). Verhandlungen über eine neue globale Sicherheits- und Wirtschaftsarchitektur nach den Prinzipien des Westfälischen Friedens sind dringender denn je.


Konferenz des Schiller-Instituts über die berechtigte Hoffnung auf eine Lösung der Kriegsgefahr

Das Schiller-Institut veranstaltete am 19.2. eine Online-Konferenz unter dem Titel „100 Sekunden bis Mitternacht auf der Weltuntergangsuhr – Wir brauchen eine neue Sicherheitsarchitektur!“. Das erste Panel befaßte sich mit dem sinnlosen Marsch in den Krieg zwischen den Atommächten, der wegen der künstlich geschaffenen Krise in der Ukraine stattfindet, während das zweite Panel die Mittel zur Erreichung eines neuen Paradigmas in den internationalen Beziehungen behandelte.

Nach einer Grundsatzrede von Harley Schlanger von der LaRouche-Organisation sprachen Natalia Vitrenko, Vorsitzende der Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine (s.u.), Oberst a.D. Alain Corvez, internationaler Berater und ehemaliger Berater des französischen Verteidigungs- und Innenministeriums, Jens Jørgen Nielsen, Direktor des russisch-dänischen Dialogs und ehemaliger Moskau-Korrespondent der dänischen Tageszeitung Politiken, James Jatras, ehemaliger US-Diplomat und ehemaliger Berater der republikanischen Führung im US-Senat, und Shakeel Ahmad Ramay, ein politischer Ökonom aus Pakistan.

Das zweite Panel wurde von Helga Zepp-LaRouche, der Vorsitzenden des Schiller-Instituts, eröffnet. Ihr folgte Dr. Wang Wen, geschäftsführender Dekan des Chongyang-Instituts für Finanzstudien und Professor der Seidenstraßenschule an der Renmin-Universität, der auf das historische Abkommen einging, das am 4.2. 2022 von China und Rußland unterzeichnet wurde. Zwei Gäste aus Iberoamerika erörterten die Bedeutung von Infrastrukturprojekten: Alejandro Yaya vom Zivilen Institut für Raumfahrttechnik in Argentinien und Dr. Carlos Gallardo, Präsident der Christdemokratischen Partei Perus. Auch aus den Vereinigten Staaten waren zwei Redner zu hören: Graham Fuller, Autor und ehemaliger langjähriger CIA-Offizier, sowie Tony Magliano, ein katholischer Kolumnist für soziale Gerechtigkeit und Frieden.

Im Anschluß an beide Podiumsrunden fand eine lange, lebhafte Diskussion statt, zu der auch andere Teilnehmer aus der ganzen Welt beitrugen.

Die gesamte Konferenz können Sie hier ansehen.


Dr. Natalja Vitrenko: Die Rolle der Ukraine in der gegenwärtigen Weltlage

Die ukrainische Ökonomin Dr. Natalja Witrenko, frühere Präsidentschaftskandidatin und Vorsitzende der Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine, hielt diese hochaktuelle Rede bei der internationalen Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 19.2.22 .

Liebe Helga, liebe Konferenzteilnehmer,

es ist sehr wichtig, daß unsere Konferenz in einer Zeit der verschärften Konfrontation zwischen zwei Blöcken von führenden Ländern in der Welt stattfindet. Das sind zum einen die NATO-Staaten, angeführt von den USA, und zum anderen der andere Block, der vor unseren Augen Gestalt annimmt, nämlich Rußland und China, die in ihrer gemeinsamen Erklärung vom 4. Februar dieses Jahres ihre Absicht verkündet haben, in allen Fragen zusammenzuarbeiten. Dies ist äußerst wichtig, denn die Menschheit steht am Rande des Dritten Weltkriegs. Und auf Messers Schneide dieser Konfrontation steht mein Land, die Ukraine.

Davor haben wir seit langem gewarnt. Ich möchte Sie an meine Rede vor dem Europäischen Parlament am 26. Februar 2014 erinnern. Das war während einer Reise von Vertretern unserer Partei, die meiner Meinung nach sehr wichtig für die internationale Gemeinschaft war, als wir Deutschland, Frankreich und Italien besuchten. Unsere Freunde vom Schiller-Institut haben uns bei der Organisation dieser Reise geholfen. Damals sagte ich auf einer Pressekonferenz, daß der Staatsstreich in der Ukraine im Jahr 2014 Nazis und Rußlandhasser an die Macht gebracht hat und daß dies nicht nur für die Ukraine und nicht nur für den eurasischen Kontinent, sondern für die ganze Welt äußerst schwerwiegende Probleme mit sich bringen würde.

Und tatsächlich begannen die USA ab 2014, die Ukraine massiv zu unterstützen und eine Konfrontation mit Rußland vorzubereiten. Wie anders läßt sich die Tatsache interpretieren, daß seither 2,7 Milliarden Dollar an schweren Waffen bereitgestellt wurden? Wie anders ist es zu verstehen, daß die ukrainische Regierung nicht auf eine friedliche Lösung der Krise und die Suche nach diplomatischen Wegen zur Beilegung dieses blutigen Konflikts im Südosten der Ukraine, im Donbaß, ausgerichtet ist, sondern daß sie ständig zum Krieg mit Rußland angestiftet wird?

Wir erleben in den letzten zwei oder drei Monaten, im Grunde seit letztem Herbst, eine besondere Art militaristischer Psychose. Soweit ich weiß, haben die USA allen ihren Satelliten grünes Licht gegeben, so daß nicht nur sie selbst damit begannen, eine regelrechte Lawine von Waffen in die Ukraine zu schicken, sondern auch die baltischen Länder, Polen, Kanada und das Vereinigte Königreich – sie alle, beunruhigt über die Geschehnisse in der Ukraine, begannen plötzlich, angeblich zum Zweck der Verteidigung der Souveränität und territorialen Integrität [der Ukraine] gegen Rußland, immer mehr und mehr Waffen in die Ukraine zu liefern.

Ich betone, daß dies keine Geschenke an unser Land sind! Es handelt sich um Kredite. Das letzte Darlehen kam von den USA, mit Kreditgarantien von 1 Milliarde Dollar. Großbritannien hat zweieinhalb Milliarden Dollar bereitgestellt, genauer gesagt 2,3 Milliarden. Mehr als eine halbe Milliarde von Kanada. 1,2 Milliarden Euro aus Frankreich. Woher sollen diese Mittel zurückgezahlt werden? Wie können sie zurückgezahlt werden? All dies ist ein Joch, es sind Fesseln für unser Volk.

Aber das ist nicht einmal die Hauptsache. Das Wichtigste ist, daß nicht nur die ukrainische Wirtschaft zerstört wird, sondern unser Volk dient einfach als Kanonenfutter. Die westlichen Massenmedien hämmern unablässig auf uns ein: Wenn der Krieg mit Rußland beginnt, wird es auf ukrainischer Seite 50.000 oder 85.000 Tote geben.

Was bedeutet das? Das ist ein schwerer Druck auf unser Land, auf unser Volk! Das ist ein extrem harter psychologischer Angriff auf die Gemütsverfassung unserer Bevölkerung, der absolut unerträglich ist. Es ist einfach unerträglich. Was in unserem Land mit der Bevölkerung geschieht, ist ein sehr schwieriger Prozeß: Die Menschen packen Notfalltaschen, versuchen, Luftschutzbunker zu finden, organisieren örtliche Verteidigungsmilizen.

Und das ist ohne Frage auch ein schwerer Schlag für die Wirtschaft. Als Präsident Selenskyj dies alles vor einem Monat sah, war selbst er sprachlos, denn die Ukraine hat allein seit Beginn dieses Jahres 14 Milliarden Dollar verloren. Zwölfeinhalb Milliarden durch Kapitalflucht und eineinhalb Milliarden, die von der ukrainischen Zentralbank zur Stützung der Währung ausgegeben wurden. Und ich möchte betonen, daß die Gold- und Währungsreserven der Ukraine weniger als 30 Milliarden betragen. Und jetzt gab es bereits 14 Milliarden Verluste.

Unsere Eurobonds, die ukrainischen Staatsschulden, sind zusammengebrochen. Die nationale Währung ist zusammengebrochen, wie ich bereits erwähnt habe, und das internationale Kapital ist blockiert – die internationalen Kapitalmärkte sind für die Ukraine geschlossen. Investitionen fließen ab. Und das alles ist buchstäblich in den letzten Wochen geschehen. Die Nationalbank der Ukraine hat ihre BIP-Prognose bereits von 3,8 Prozent auf 3,4 Prozent nach unten korrigiert.

Was wird als nächstes passieren? In unserem Land fehlen den Menschen die Mittel selbst für das Nötigste. Heute wurde bekanntgegeben, daß der Brotpreis bald um 25 oder 30 Prozent angehoben werden soll. Und das, obwohl wir aufgrund der brutalen Renten- und Lohnpolitik bereits die verarmteste Bevölkerung in Europa haben, mit der kürzesten Lebenserwartung.

Das ist das Ergebnis der Bemühungen, unsere Länder gegeneinander auszuspielen. Und das, obwohl Rußland wiederholt erklärt hat, daß es nicht die Absicht hat, in die Ukraine einzumarschieren. Sie führen ihre militärischen Übungen auf ihrem eigenen Territorium durch. Aber die westlichen Medien, die USA und das Vereinigte Königreich hören nicht auf sie. Selbst wenn Rußland die Zahl seiner Truppen jetzt in Grenznähe reduziert und sie nach Abschluß der Übungen in ihre Stützpunkte zurückzieht, geht es weiter. Es heißt: Nein, wir sehen keinen Deeskalationsprozeß; nein, wir trauen nicht, was Rußland sagt.

Was ist das Ziel? Daß es zum Krieg kommt, auf jeden Fall.

Wer zündet das Feuer des Krieges an, innerhalb der Ukraine und von außen?

Innerhalb der Ukraine sind es in erster Linie die Nazis. All diese Organisationen sind aus dem Boden gestampft worden: Parteien, Bewegungen, Organisationen, die nach Blut dürsten. Sie haben eine Ideologie namens ukrainischer integraler Nationalismus. Diese Ideologie wurde von [Dmitro] Donzow und [Mykola] Sziborskyj [zu Beginn des 20. Jahrhunderts] geschaffen und dann von Bandera und Schuchewitsch umgesetzt. Es ist eine Ideologie der Feindschaft zwischen unseren Völkern. Es ist eine Ideologie des Krieges, des menschenfeindlichen Krieges. Diese Ideologie einer nazistischen Ukraine hat einen Teil der Bevölkerung unseres Landes infiziert. Das Schlimmste ist, daß diese Ideologie zur offiziellen Ideologie der ukrainischen Regierung geworden ist, genau wie wir gewarnt haben.

Infolgedessen sind Menschen mit russischer Kultur, Angehörige ethnischer Minderheiten, zu Menschen zweiter Klasse geworden. Sehen Sie mich an: Ich bin ethnisch ukrainisch, aber meine Muttersprache ist Russisch. Ich kann mir nicht vorstellen, außerhalb der russischen Zivilisation zu leben. Aber alle russischen Fernsehsender und alle Sendungen in russischer Sprache wurden in der Ukraine verboten. In den Gerichte, Regierungsbehörden, Schulen und Universitäten wird nur Ukrainisch gesprochen. Und ständig wird die Psychose geschürt, daß die „Moskowiter“ vernichtet werden müssen. Das wird offen gesagt, im Fernsehen.

Das ist innerhalb der Ukraine. Und außerhalb der Ukraine sehen wir, daß die USA, angeführt von Biden, der angeblich um die Souveränität der Ukraine besorgt ist, nur auf die Version der Nazi-Ideologen hören. Warum versteht Biden, der von Souveränität spricht, nicht, daß die Souveränität der Ukraine in der Erklärung über die staatliche Souveränität verankert ist und daß unsere Souveränität in zwei Referenden im Jahr 1991 bestätigt wurde – eines im März und eines im Dezember.

Und da dies der Fall ist, hätte die westliche „Demokratie“ die Demokratie in der Ukraine unterstützen müssen. Aber das bedeutet die Volksmacht und der Wille des Volkes. Lesen Sie die Erklärung der staatlichen Souveränität. Sehen Sie sich an, wofür unsere Bevölkerung gestimmt hat. Denken Sie daran, daß es diese Art von Ukraine war, die von der internationalen Gemeinschaft unterstützt wurde. Das war die Art von Souveränität, die als Souveränität der Ukraine anerkannt wurde. Sie beinhaltete den blockfreien Status (Neutralität) für die Ukraine. Dazu gehörte auch ein Unionsstaat mit Rußland und Belarus. Gäbe es einen Unionsstaat, hätte es kein Problem mit der Krim gegeben. Die Krim wäre das Lieblingskind sowohl der Ukraine als auch Rußlands geblieben, anstatt ein Streitobjekt zu sein.

Was getan werden muß

Deshalb ist es heute wichtig zu erkennen, was getan werden muß, um die Situation radikal zu ändern und einen Krieg zu verhindern. Ich werde dies in zwei Teile gliedern: was die Ukraine tun muß, und was die internationale Gemeinschaft tun muß.

Die oberste Priorität für die Ukraine ist die Entnazifizierung. Es gilt, die ukrainische Regierung mit vereinten Kräften der gesamten Weltgemeinschaft dabei zu unterstützen, alle Parteien, Bewegungen und Organisationen mit nazistischer Ausrichtung zu verbieten. Dafür gibt es genügend internationale Normen und Grundsätze. Ich will nur die Konventionen nennen, die es der internationalen Gemeinschaft ermöglichen, der Ukraine in dieser Hinsicht zu helfen. Das sind

– die Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes,

– die Internationale Konvention zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung und

– der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte. Dort steht alles drin: ein Verbot von Kriegspropaganda, ein Verbot der Tätigkeit von Organisationen, die Rassendiskriminierung betreiben – sei es auf Grundlage der Rasse, der ethnischen Zugehörigkeit oder anderer Kriterien. Das ist es, was in der Ukraine getan werden muß. Es ist von herausragender Bedeutung für die Ukraine. Und man muß sich darüber im Klaren sein, daß die Ukraine nicht überleben wird, wenn nicht folgendes geschieht: Entnazifizierung, die Wiederherstellung unseres blockfreien Status und die Verwirklichung dessen, was der ausdrückliche Wille unseres Volkes war – ein Unionsstaat mit Rußland und Belarus.

Was die internationale Seite betrifft, was muß getan werden? Natürlich hoffen und beten wir leidenschaftlich, daß es Rußland und China gemeinsam gelingen wird, die USA und Deutschland davon zu überzeugen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und eine neue Weltarchitektur auszuarbeiten – um jene Prinzipien zu finden, sie zu bestätigen und sie zur Grundlage einiger Dokumente zu machen, die eine friedliche Koexistenz verschiedener Länder unter Achtung ihrer nationalen Interessen und Eigenheiten ermöglichen.

Und natürlich müssen wir das Wirtschaftsmodell, das Weltwirtschaftsmodell, ändern. Wir erinnern uns, wie Lyndon LaRouche uns erklärt hat, daß es ohne eine radikale Änderung des Wirtschaftsmodells keine nachhaltige Entwicklung geben wird, und daß es unmöglich sein wird, die nationalen Interessen der verschiedenen Länder zu verteidigen. Das ist es, wonach die gesamte fortschrittliche Menschheit streben muß. Und das ist die Position unserer Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine.  Vielen Dank.


Webcast mit Helga Zepp-LaRouche: Rußland und China läuten neue Ära der Zusammenarbeit ein

Helga Zepp-LaRouche erklärte heute, die nach dem Gipfeltreffen zwischen Präsident Putin und Präsident Xi in der vergangenen Woche veröffentlichte Vereinbarung sei äußerst wichtig und habe die Lage positiv verändert. Die beiden Staatsoberhäupter bekräftigten das Konzept der friedlichen Koexistenz, das die Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Nationen einschließt und die Prinzipien der Konferenz von Bandung widerspiegelt. Das Treffen findet zu einer Zeit statt, in der die Spannungen zwischen der NATO und Rußland zunehmen, und hilft das Potenzial für eine neue internationale Geometrie zu gestalten, die eine Diskussion über eine neue Sicherheitsarchitektur erfordert. Das Treffen von Präsident Macron mit Putin hat die Dinge in diese Richtung gelenkt, und andere kleinere Länder melden sich zu Wort – zum Beispiel der pakistanische Präsident Imran Khan. Sie äußerte sich hoffnungsvoll über das, was aus Deutschland kommen könnte, stimmte aber mit der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Zakharova, überein, daß Deutschland ein „US-Protektorat“ bleibe.

Die andere wichtige Entwicklung, die sie hervorhob, war das gestrige Seminar des Schiller-Instituts und des RIAC, bei dem es um eine Lösung der humanitären Krise in Afghanistan ging. Sie bezeichnete die Ankündigung von Präsident Biden, daß die USA die eingefrorenen Gelder für Afghanistan freigeben werden, um Lebensmitteln, Medikamenten usw. kaufen zu können, als einen „Schritt nach vorn“, aber zur vollständigen Überwindung der Krise in Afghanistan sei die Zusammenarbeit aller Großmächte mit den Regionalmächten erforderlich, um das Land vollständig in die regionale Wirtschaft zu integrieren.


Zepp-LaRouche: Die unipolare Welt ist zu Ende

Wir brauchen ein neues Modell der internationalen Beziehungen

„Die Welt befindet sich in einer unglaublich gefährlichen Situation, mit einem Kalten Krieg, der jeden Moment zu einem heißen Krieg zu werden droht“, erklärte Helga Zepp-LaRouche in einem Interview in der Sendung „Views on News“ des pakistanischen Fernsehsenders PTV World. Es sind die sprichwörtlichen 100 Sekunden vor Mitternacht einer nuklearen Katastrophe, einer Kriegsgefahr, die sich um die extremen Spannungen mit der Ukraine aufgebaut hat. Das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten üben massiven Druck auf Europa aus, Rußland in eine strategische Ecke zu drängen und mit Wirtschaftssanktionen existentiell zu treffen. Doch im Moment hat Europa dagegen noch Bedenken, wie die Reise von Bundeskanzlers Olaf Scholz nach Washington und insbesondere das sechsstündige Gespräch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit dem russischen Präsidenten Putin in Moskau zeigen. Beiden ist zunehmend bewußt, daß die derzeitige Politik der Konfrontation, ausgelöst durch den Zusammenbruch des transatlantischen Finanzsystems, nicht fortgesetzt werden darf, da sonst die ganze Welt in die Luft fliegen könnte.

Gleichzeitig sind wir Zeugen einer beginnenden internationalen politischen und wirtschaftlichen Neuordnung. „Ich denke, wir sollten das ungemein historische Treffen zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin während der Olympiade nicht unterschätzen, bei dem sie eine neue strategische Partnerschaft geschlossen haben, die ein neues Modell für internationale Beziehungen darstellt“, erklärte Zepp-LaRouche. Dies zeige, daß die unipolare Welt zu Ende ist, und daß Länder in aller Welt – von Pakistan über Argentinien bis Ungarn – auf diese neue Realität reagieren. „Es dauert eine Weile, bis Politiker und Medien diese Realität begreifen“, sagte Zepp-LaRouche.

„Die Europäer sind im Moment völlig verängstigt über die Möglichkeit, daß die Ukraine-Krise außer Kontrolle gerät“, sagte sie, „und sie versuchen, ein neues Modell vorzulegen. Aber ich glaube, daß etwas anderes notwendig ist. Wir befinden uns an einem Wendepunkt der Geschichte und brauchen ein neues Modell der internationalen Beziehungen, bei dem das Denken in geopolitischen Kategorien, in Blöcken, in Kriegen einer gegen den anderen in einem Nullsummenspiel überwunden werden muß.“ Wir brauchen eine neue internationale Sicherheitsarchitektur, die auf der wirtschaftlichen Entwicklung aller Nationen basiert, auch wenn wir am Rande einer schrecklichen existentiellen Bedrohung stehen.

Das Programm des pakistanischen Fernsehsenders PTV World trug den Titel: „Wettbewerb zwischen den USA und China – Pakistans Bemühungen, Blockpolitik zu vermeiden“.


Gedenkbotschaft für Alexandrow-Ensemble

von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Präsidentin des Schiller-Instituts

Im Namen des Schiller-Instituts übermittle ich Ihnen meine Gedanken zum Jahrestag des tragischen Verlusts der Mitglieder des Alexandrow-Ensembles und einer Reihe anderer Russen auf dem Weg nach Syrien vor fünf Jahren. In der künstlerischen Arbeit dieses Chores kam und kommt jene Qualität zum Ausdruck, die uns menschlich macht.

Leider befindet sich unsere Spezies gerade jetzt in einer unglaublichen Gefahr, in der sich die Welt mit einer umgekehrten Kubakrise konfrontiert sieht, auf die der Präsident Ihres Landes unmissverständlich reagiert hat: Er besteht zu Recht darauf, dass die Versprechen, die Russland zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung gegeben wurden, dass die NATO nicht nach Osten, näher an die Grenzen Russlands heranrücken würde, und die wiederholt gebrochen wurden, nun verspätet in schriftlicher und rechtlich verbindlicher Form neu formuliert werden – zumindest was die Ukraine und Georgien betrifft. Die Geschichte der letzten 32 Jahre ist in der Tat eine Geschichte einer unglaublichen Reihe von Lügen und Täuschungen, um ein Narrativ zu schaffen, das die Verunglimpfung Russlands rechtfertigt – zu welchem Zweck?

Das Schiller-Institut unterstützt voll und ganz die Forderung Russlands, dass diese Verträge unterzeichnet werden müssen und dass die Welt vom Rand des Abgrunds zurückgeholt werden muss. Wir müssen alle Anstrengungen darauf richten, um die großen Katastrophen zu lösen: eine außer Kontrolle geratene Pandemie, eine Hungersnot biblischen Ausmaßes, die größte humanitäre Krise der Welt in Afghanistan und die Beseitigung der Armut von Milliarden von Menschen. Wir müssen ein neues Paradigma für unsere Zivilisation finden, sonst werden wir vielleicht nicht mehr existieren.

Lassen Sie uns den Geist des kulturellen Beitrags des Alexandrow-Ensembles wiederbeleben, um die Kraft in uns zu mobilisieren, eine menschlichere Zivilisation zu schaffen!


Webcast – Um der Menschheit willen: Machen wir 2022 zum LaRouche-Jahr!

In ihrem wöchentlichen Webcast regte Helga Zepp-LaRouche an, das Jahr 2022 zum Jahr von Lyndon LaRouche zu machen. Damit gedenken wir nicht nur seines 100. Geburtstages, sondern bieten auch einen Weg zur Lösung der ungelösten Krisen, die die Menschheit derzeit bedrohen.

Zepp-LaRouche gab einen Überblick über die von uns zusammengestellte Chronologie der amerikanisch-russischen Beziehungen, die sich in der letzten dreißig Jahre immer mehr zugespitzt haben. Es ist eine Zeit gebrochener Versprechungen und einer fortgesetzten Serie von Provokationen, die Präsident Putin jetzt dazu veranlaßten, darauf zu bestehen, daß schriftliche, rechtsverbindliche Sicherheitsgarantien vereinbart werden müssen; und daß die bevorstehenden Treffen, die mit dem gestrigen Gespräch zwischen beiden Präsidenten begannen und mit drei russisch-amerikanischen Konsultationen ab dem 9. Januar fortgesetzt werden, Ergebnisse bringen müssen. Andernfalls befindet sich die Welt auf dem Weg in den Abgrund!

Sie wies auch auf das schändliche Versagen des Westens in Bezug auf die humanitäre Krise in Afghanistan hin. Wenn man zulasse, daß sich die derzeitige Situation weiter zuspitze, bedeute dies vorsätzlich Völkermord. Das Komitee für Zusammenfall der Gegensätze setzt sich nicht nur für eine Lösung für Afghanistan ein, sondern auch für die Lösung der anhaltenden Gefahr, die sich aus dem Fehlen eines modernen Gesundheitssystems in allen Ländern ergibt.


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