162. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Den Elefanten aus dem Wohnzimmer verjagen
10. Juli 2026
17.00 Uhr
Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.
Schließen Sie sich der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Donald Ramotar, den ehemaligen Präsidenten von Guyana; Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS); Jack Gilroy von Veterans for Peace, Pax Christi – Upstate NY und Pax Christi International; sowie weitere Teilnehmer, die in Kürze bekannt gegeben werden.
Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.
Bis jetzt bergen die „Lösungen“ für die Kriege in der Ukraine und im Iran den Keim ihres eigenen Untergangs in sich. Es überrascht daher nicht, dass sich die Lage an beiden Schauplätzen erneut rasch zuspitzt, mit der Gefahr einer Eskalation hin zu einem Atomkrieg. Auf dem NATO-Gipfel in Ankara haben sich beide Krisen erheblich verschärft.
Am gefährlichsten ist jedoch, dass die Weltwirtschaft auf einen massiven Zusammenbruch zusteuert, ausgelöst durch den rasant steigenden Ölpreis und die akuten Versorgungsengpässe bei Öl, Erdgas und Düngemitteln.
Helga Zepp-LaRouche sagte in ihrem internationalen wöchentlichen Webcast zur Wiederaufnahme der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran: „Das ist eine sehr ernste Angelegenheit, denn schon bisher waren die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie auf die Düngemittel- und Nahrungsmittelproduktion schwerwiegend. Mit einem Ende der Absichtserklärung stünde uns ein Zermürbungskrieg bevor, der lange andauern könnte und die Straße von Hormus in Gefahr bringt. Die Folgen für die Weltwirtschaft sind potenziell verheerend, ganz zu schweigen vom internationalen Finanzsystem, das als Folge kollabieren könnte.“
Dieser systemische Zusammenbruch des transatlantischen Finanzsystems mit seiner 2,4-Billiarden-Dollar-Spekulationsblase ist der sprichwörtliche Elefant im Raum, dessen Existenz sich nur wenige überhaupt eingestehen wollen. Aber wenn wir dieses Problem nicht lösen und durch ein neues, auf Produktion ausgerichtetes globales Finanzsystem überwinden, wird es weiterhin Wellen des Krieges, verzweifelter Migrantenströme, Epidemien und Konkursen hervorbringen.
Die Lösung ist zwar radikal, aber griffbereit, wie diejenigen, die mit dem Werk von Lyndon LaRouche aus über 50 Jahren vertraut sind, sehr wohl wissen. Sie erfordert die insolvenzrechtliche Sanierung des gesamten transatlantischen Finanzsystems und die Kreditpolitik des ursprünglichen „Amerikanischen Systems“ zur Förderung hochtechnologischer industrieller Entwicklung. So können wir den Elefanten endlich aus dem Wohnzimmer jagen. Dieser Ansatz wurde am 5. Juli auf der Wahlkampfveranstaltung der US-Präsidentschaftskandidatin und langjährigen LaRouche-Mitarbeiterin Diane Sare unter dem Titel „America 250: A Rededication“ ausführlich und mit großem historischem Detail ausgearbeitet.
Die LaRouche-Methodik, Frieden zwischen verfeindeten Parteien durch Entwicklung herbeizuführen, die allen zugutekommt, muss auch auf das scheinbar unlösbare Problem der Massenmigration angewendet werden. Am 31. Juli veranstaltet EIR dazu eine Dringlichkeitsdiskussionsrunde „Die Flüchtlingskrise durch Entwicklung lösen – was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen“. Helga Zepp-LaRouche sagte dazu am 17. Juni: „Der afrikanische Kontinent wird bis zum Jahr 2050 2,5 Milliarden Menschen zählen. Und das bedeutet: Wenn man die Migrationskrise auf humane Weise bewältigen will, müssen wir in den nächsten 25 Jahren 1 Milliarde neue produktive Arbeitsplätze schaffen. Das wäre eine absolut willkommene Kehrtwende gegenüber der derzeitigen Politik.“
Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.
Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.
Betrachtet man den Lauf der Geschichte, so zeigt sich, dass der Zusammenbruch von Imperien oft durch eine gescheiterte militärische Operation ausgelöst wird – einen Angriff, eine Belagerung, einen Krieg. Diese Beobachtung machte heute Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts, um die Bedeutung einiger der derzeit wichtigsten aktuellen Ereignisse herauszustellen und die Aufgaben zu definieren, die nach der Niederlage des Oligarchismus und des Imperiums an sich zu bewältigen sind.
Zepp-LaRouche erklärte:„Wenn man mitten in der Geschichte steht, ist es sehr schwierig, ihr immer einen eindeutigen Namen zu geben, aber man kann sagen, dass dies definitiv die Zeit ist, in der sich das Imperium – womit ich jetzt nicht ein bestimmtes Imperium meine, sondern das oligarchische System – definitiv überdehnt, weil diese Establishments einfach nicht einsehen wollen, dass es ein aussichtsloses Unterfangen ist, Kriege zu führen, um sein Ziel zu erreichen.
Manchmal kann es Jahrzehnte dauern, bis das klar wird, aber wann haben die Vereinigten Staaten den letzten Krieg gewonnen? Nicht in Vietnam, nicht in Afghanistan, nicht im Irak, nicht in Syrien, nicht in Libyen, nicht in der Ukraine und ganz sicher nicht im Iran. Anstatt also zu erkennen, dass diese Methode, eine weltweite Hegemonieposition zu festigen, nicht erfolgreich ist, weigern sie sich, von China zu lernen, das keine Waffen einsetzt, sondern lediglich wirtschaftliche Entwicklung anbietet und sich dadurch überall Freunde macht.
Warum also sind diese Eliten nicht klug genug zu erkennen, dass der einzige Weg, im systemischen Wettbewerb mit China bestehen zu können, darin bestünde, es ihnen gleichzutun und zu versuchen, durch die Entwicklung dieser Länder Freunde zu gewinnen? Aber offensichtlich ist ihr Denken in dieser Richtung blockiert, da all diese Menschen ihr Vermögen darauf gesetzt haben, mit der Kriegsindustrie Profit zu machen …“
Eine Einschränkung: Wenn wir uns „mitten im Geschehen“ befinden, erkennen wir die Ereignisse oft nicht als Muster eines größeren Ganzen. Doch das Gesamtbild lautet: Imperien sind nicht von Dauer. Wir befinden uns derzeit in einer Phase, in der „das Imperium“ – womit der ausgedehnte, grenzüberschreitende finanz-militärische/Epstein-bezogene Komplex gemeint ist – versucht, sich zu halten – und das ist tödlich. Aber es steckt in Schwierigkeiten.
Betrachten Sie das Streben des „Groß-Israel“-Imperiums an mehreren militärischen Fronten: gegen die Hamas im Gazastreifen, die Hisbollah im Libanon, die Houthis im Jemen, gegen Syrien, den Iran und so weiter. Israel ist in alle Richtungen überdehnt und verursacht Tod und Zerstörung.
Man betrachte die tiefgreifende Botschaft aus dem Iran, mit der imperiale Angriffe zurückgewiesen werden. Trotz der wiederholten Kriegshandlungen der USA und Israels und der Ermordung von Führungspersönlichkeiten steht das iranische Volk fest hinter seiner Nation, seiner Kultur und seiner jahrtausendealten Zivilisation. Bis zu 20 Millionen Menschen nahmen heute an Gedenkmärschen für den Obersten Führer Ali Khamenei teil, der zusammen mit Familienangehörigen durch israelisch-amerikanische Luftangriffe getötet wurde.
Am 31. Juli werden dieser Nachrichtendienst und die Internationale Friedenskoalition gemeinsam einen Runden Tisch für einen weltweiten Dialog über Sofortmaßnahmen und langfristige Perspektiven zur Bewältigung der Weltkrise im Namen von Entwicklung und Frieden veranstalten. Mit einer weltweiten Entwicklungsinitiative gibt es keine Kriege und kein „Migrationsproblem“.
Beachten Sie eine besonders schreckliche Meldung von heute, die aus Washingtons imperialistischer Vergangenheit resultiert: In Kuba ist das gesamte Stromnetz zusammengebrochen, wovon die gesamte Bevölkerung von über 10 Millionen Menschen betroffen ist. Dies ist die direkte Folge der seit fast sieben Jahrzehnten andauernden Wirtschaftskriegsführung der USA gegen das Land. Die UN-Vollversammlung wird am 7. Juli in New York zu dieser Dringlichkeitssitzung zusammentreten, mit Sitzungen am Vormittag und am Nachmittag unter dem Titel „Notwendigkeit der Beendigung des von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzembargos“.
Am selben Tag findet der jährliche NATO-Gipfel in der Türkei statt, zu dem die Staats- und Regierungschefs der 32 Mitgliedstaaten zusammenkommen, um über weitere Kriegshandlungen und die Ausbeutung durch den militärisch-finanziellen Komplex zu beraten.
Helga Zepp-LaRouche fasste eine Perspektive für das Handeln zusammen:„Ich denke, die Aufgabe für uns ist ganz klar. Es ist eine ‘Mission impossible’, die Welt vom Rand des Abgrunds zurückzuholen, die Prinzipien der Amerikanischen Revolution in den Vereinigten Staaten wiederherzustellen und eine Außenpolitik nach dem Vorbild von John Quincy Adams für die Vereinigten Staaten sowie eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für den Rest der Welt zu schaffen.“
Die Aufgabe in dieser Situation besteht für alle Freunde der Menschheit darin, die Lücke in Moral und Politik zu füllen, da immer mehr Menschen und Nationen das Imperium ablehnen. Kurz gesagt: Wir müssen uns für alle Aspekte des Kernkonzepts mobilisieren, dass Entwicklung der Name für Frieden ist.
Bericht vom 161. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Die 161. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 4. Juli begann eine Stunde später als üblich, damit die Teilnehmer die Videoansprache von Papst Leo XIV. verfolgen konnten, als dieser die 38. Liberty Medal (Freiheitsmedaille) vom National Constitution Center in Philadelphia entgegennahm. Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin, betonte: „In seiner Person und Lehre verkörpert der Papst die Werte der Amerikanischen Revolution und der Gründerväter.“ Sie empfahl allen, die jüngste Enzyklika Magnifica Humanitas zu lesen, weil die US-Politik viel zu weit von diesen Werten abgewichen sei.
Andere Teilnehmer reagierten auf die Ansprache des Papstes unterschiedlich. Der ehemalige CIA-Analyst Ray McGovern, Mitbegründer der „Geheimdienstveteranen für Vernunft“ (VIPS), erklärte, er sei „seit meiner Geburt Katholik“, kritisierte jedoch, Papst Leo äußere sich zu sehr in „Abstraktionen und Allgemeinplätzen“, ohne frei über das „blutige Gesicht der Geschichte“ zu sprechen. Er verglich dies mit Pius XII., der sich während des Zweiten Weltkriegs ebenfalls in Abstraktionen äußerte.
Im weiteren Verlauf der Sitzung räumte Zepp-LaRouche ein, der Papst hätte sich „vielleicht deutlicher gegen den Krieg aussprechen können“. Aber die Kriegstreiber in den USA hätten schon auf das, was er sagte, sehr scharf reagiert: „Getroffene Hunde bellen.“ Diese hysterischen Reaktionen seien ein Beweis dafür, daß die Worte des Papstes ihre Wirkung haben.
McGovern blieb allerdings bei seiner Ansicht. Die Vereinigten Staaten seien an einem Angriffskrieg und einem Völkermord beteiligt, und der Papst habe es nicht gewagt, dies direkt anzusprechen – im Gegensatz zu Jesus, der „nicht in Plattitüden sprach“.
Pater Harry Bury, seit 70 Jahren ein bekannter katholischer Priester und lebenslanger Friedensaktivist, sagte, dies sei eine gefährliche Zeit, in der wir auf einen Dritten Weltkrieg zusteuern. Aber zwei Dinge machten ihm Hoffnung: der „Oasenplan“ des Schiller-Instituts und die jüngste Enzyklika des Papstes.
In der Diskussionsrunde wies Co-Moderator Dennis Small darauf hin, daß die spanische Regierung eine Amnestie für 1,3 Millionen Migranten angekündigt hat. Zwei Wochen zuvor sei der Papst in Spanien gewesen und habe dort erklärt, man brauche wirtschaftliche Entwicklung, damit Menschen in ihren Heimatländern bleiben können und nicht gezwungen sind, sie zum Überleben zu verlassen. Der mexikanische Agraraktivist Alberto Vizcarra fügte hinzu, daß der Papst die Doktrin des „Gemeinwohls“ auf die Landwirtschaft anwende: Die Bedürfnisse der Menschheit müßten Vorrang haben vor dem Profit von Spekulanten.
In ihren abschließenden Bemerkungen sagte Zepp-LaRouche, die Enzyklika sei „eine sehr machtvolle Intervention“. Was Leo über die Amerikanische Revolution gesagt habe, sei scharfsichtiger als alle anderen Kommentare außer denen von Lyndon LaRouche und dessen Mitarbeitern. „Wir müssen den Amerikanern ihre Seele zurückgeben“, sagte sie.
Ein anderer Teilnehmer merkte an, daß Palantir-Chef Peter Thiel dem Papst vorwirft, ein „Agent des Kommunismus“ zu sein, nur weil er eine Regulierung der künstlichen Intelligenz fordert.
Die aktuelle strategische Lage
Zepp-LaRouche konstatierte, es sei schwer zu sagen, welcher Kriegsschauplatz jetzt gefährlicher ist – der Nahe Osten oder die Ukraine. Wahrscheinlich sei es die Ukraine, weil es sich dort um einen direkten Konflikt zwischen der NATO und Rußland handelt. Der russische Außenminister Lawrow habe öffentlich die Frage gestellt, ob die US-Seite bei dem Treffen der Präsidenten Trump und Putin im August 2025 in Alaska ehrlich war. Anfangs habe es so ausgesehen, als könne dieser Gipfel einen Weg zur Lösung des Konflikts bieten, aber nun fragten sich führende russische Politiker, ob es sich dabei um eine strategische Täuschung des Westens handelte, ähnlich wie bei den Minsker Abkommen 2014-15.
In Südwestasien liege die Absichtserklärung der USA und des Iran vom 17. Juni nun in Trümmern. „Täglich und stündlich verschärft sich die Energie- und Düngemittelkrise weltweit“, sagte Zepp-LaRouche. Die Strategie der USA und Israels, gemäßigte iranische Führungspersönlichkeiten zu ermorden, sei eine Dummheit gewesen, denn nun hätten die Hardliner die Kontrolle.
Prof. Richard A. Falk ist emeritierter Professor für Völkerrecht an der Universität Princeton, Vorsitzender des Kuratoriums des Euro-Mediterranean Human Rights Monitor und war 2008-14 UN-Sonderberichterstatter zur Lage der Menschenrechte in den palästinensischen Gebieten. Er sagte, es sei eine Ironie, daß die aktuelle Krise sich mit den „Scheinfeierlichkeiten“ zum 250. Jahrestag der Amerikanischen Revolution überschneidet. Regierungen seien einer gefährlichen Ideologie verfallen, die „in militaristischer Geopolitik wurzelt“. Weil sie die Realität nicht akzeptieren können, daß militärische Überlegenheit zur politischen Niederlage führt, würden sie uns immer näher an den nuklearen Abgrund treiben. Sie weigerten sich, aus den Grenzen militärischer Macht Lehren zu ziehen. Hinzu komme das verhängnisvolle Problem des Militarismus in der Privatwirtschaft: „Kriege sind profitabel, egal ob sie gewonnen oder verloren werden.“ Die Gründerväter der Vereinigten Staaten hätten verstanden, daß eine demokratische Republik Militarismus in Friedenszeiten nicht verträgt.
McGovern ergänzte, es gebe einen weiteren gefährlichen Faktor in der Konfrontation zwischen der NATO und Rußland: Finnland und Litauen hätten angekündigt, Atomwaffen auf ihrem Territorium zu stationieren, und es sei wahrscheinlich, daß die anderen baltischen Staaten Estland und Lettland diesem Beispiel folgen.
Bassam el Hachem, Professor für Politische Soziologie an der Universität des Libanon, sagte, der Libanon sei mehr denn je gegen die amerikanisch-israelische Aggression mobilisiert. Die Hisbollah werde nur deshalb als „terroristisch“ bezeichnet, weil sie Widerstand gegen Israel leistet. Israel gebe sich mit der Besetzung Palästinas nicht zufrieden, sondern wolle mit Plänen für ein „Groß-Israel“ noch weiter gehen. Der Angriff auf den Iran inmitten von Verhandlungen sei ein „schmutziger Dolchstoß in den Rücken der Iraner“ gewesen.
Co-Moderator Dennis Speed verlas eine Botschaft des ehemaligen US-Kongreßabgeordneten und Präsidentschaftskandidaten Dennis Kucinich, der nicht persönlich teilnehmen konnte. Kucinich konzentrierte sich auf Abschnitt 219 des Gesetzentwurfs zum nächsten Verteidigungsbudget (NDAA), der die Verteidigungs- und Geheimdienstkapazitäten der USA mit denen Israels zusammenführen soll. Speed berichtete, Kucinich und er seien in einem Telefonat übereingekommen, daß man diese Initiative nach dem in den USA geborenen israelischen Spion Jonathan Pollard benennen sollte, der 1987 in den USA wegen Spionage für Israel zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, 2015 freigelassen wurde, heute in Israel lebt und dazu aufgerufen hat, daß Israel Atomwaffen gegen den Iran einsetzt. Der Kongreß sollte nicht über das 901 Milliarden Dollar teure NDAA abzustimmen, bevor es eine Debatte über Änderungsanträge gibt. Kucinich forderte alle auf, einen Artikel von ihn vom 2. Juli zu lesen, der Titel lautet „Militärische Fusion zwischen den USA und Israel verzögert: Hier sind die Gründe und wie Sie sie verhindern können“.
Berichte aus Mexiko und aus Philadelphia
Baltazar Valdez Armentía, Vorsitzender eines Bauernverbands aus dem mexikanischen Bundesstaat Sinaloa und Vorstandsmitglied der Nationalen Front zur Rettung des Ländlichen Mexiko, erklärte, die mexikanische Landwirtschaft sei durch drei Faktoren bedroht: die geopolitische Krise – u.a. mit dem Irankrieg, der zu Engpässen bei Energie und Düngemitteln führt -, den ökologischen Kollaps sowie räuberische Finanziers, die aus Hunger ein Geschäft machen. Die Landwirte erhielten für ihre Ernte nur einen Hungerlohn, während Spekulanten den Handel manipulieren, um ihre Gewinne zu maximieren. Seine Bewegung fordert Mexikos Regierung auf, gegen die transnationalen Agrar- und Finanzkonzerne vorzugehen; sie fordern Paritätspreise und Schutzzölle, ein hartes Vorgehen gegen Spekulation und den Aufbau einer angemessenen Infrastruktur.
Der unabhängige US-Kongreßkandidat Jose Vega aus New York berichtete, er befinde sich an „einem geheimen Ort in Philadelphia“. Die öffentliche Übertragung der Ansprache des Papstes sei wegen einer Hitzewelle abgesagt worden, also nutze er die Gelegenheit, um die Menschen zu organisieren, die diese Rede hören wollten. Er erwähnte die jüngsten Wahlsiege von Anti-Establishment-Kandidaten in der Demokratischen Partei und stellte fest, man könne denselben Prozeß in Maine, Michigan, New York und Colorado beobachten. Man dürfe aber nicht darauf warten, bis neue Kongreßabgeordnete vereidigt werden. Amerika müsse „darüber nachdenken, wie wir die Teile der Welt, die wir zerstört haben, wiederaufbauen können“, insbesondere mit dem Oasenplan. „Man darf sich nicht nur darüber definieren, wogegen man ist.“
250 Jahre amerikanische Unabhängigkeit: Jetzt den Kolonialismus für immer begraben!
161. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
250 Jahre amerikanische Unabhängigkeit: Jetzt den Kolonialismus für immer begraben!
03. Juli 2026
18.00 Uhr
Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.
Diese Woche begrüßen wir: Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der Internationalen Friedenskoalition; Prof. Richard Anderson Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Princeton University, Vorsitzender des Kuratoriums des Euro-Mediterranean Human Rights Monitor sowie ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage in den palästinensischen Gebieten (2008–2014); Dennis Kucinich, ehemaliger US-Kongressabgeordneter aus Ohio und ehemaliger US-Präsidentschaftskandidat; Baltazar Valdez Armentía, Leiter der „Vereinigten Bauern von Sinaloa“ und des Lenkungsausschusses der Nationalen Front zur Rettung der mexikanischen Landwirtschaft; Bassam el Hachem, Soziologe, Professor an der Universität des Libanon und politischer Aktivist; Jose Vega, unabhängiger US-Kongresskandidat; sowie weitere Persönlichkeiten, die in Kürze bekannt gegeben werden.
Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.
„Wir sind näher am Dritten Weltkrieg als je zuvor“, erklärte Helga Zepp-LaRouche in ihrem internationalen Webcast vom 1. Juli. „Die gesamte Lage hat sich dramatisch verschlechtert: Die Angriffe zwischen den USA und dem Iran wurden wieder aufgenommen; die Gespräche in Doha sind in einer Sackgasse. Ich halte diese Situation daher für sehr bedrohlich. Und die Lage in der Ukraine – ich weiß nicht, was davon schlimmer ist.“
Zwar bestätigte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Baghaei, am Dienstag, dass Teheran und Washington über politische Kanäle kommunizieren, doch die Unterstützung der Trump-Regierung für die „Groß-Israel“-Politik im Libanon bedeutet das Scheitern einer Lösung. Am Dienstag besuchten der israelische Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Katz das besetzte Gebiet im Libanon, wobei Netanjahu schwor: „Solange die bewaffnete Hisbollah hier ist und uns bedroht, werden wir hier bleiben.“ Wie bekannt geworden, überträgt ein Sicherheitsanhang zum Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon der libanesischen Armee die Aufgabe, die Hisbollah zu vertreiben, was zu einem Bürgerkrieg führen könnte.
Unterdessen geht der realitätsferne Militäraufbau in Europa gegen Russland weiter. Der scheidende britische Premierminister Keir Starmer präsentierte den neuen, 300 Milliarden Pfund schweren Verteidigungsinvestitionsplan als Beschäftigungsprogramm. Darüber hinaus fordert die NATO Unternehmen des privaten Sektors auf, Technologien für Fernangriffe auf Flugplätze in Russlands zu entwickeln.
Russland nimmt die Haltung des Westens und dessen unverhohlene militärische Aggression mithilfe der Ukraine nicht auf die leichte Schulter. „Die USA, Großbritannien und Europa streben nach totaler globaler Vorherrschaft“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow letzte Woche, „damit niemand sie daran hindern kann, weiterhin weltweit Ressourcen auszubeuten und auf Kosten anderer zu leben.“
Dieser unverhohlen koloniale Reflex ist jedoch ein aussichtsloses Unterfangen. „Ich glaube nicht, dass die Investitionen in die Kriegswirtschaft den Verlust realer Vermögenswerte in der Realwirtschaft ausgleichen werden“, warnte Zepp-LaRouche. „Es könnte sehr wohl sein, dass wir auf einen vollständigen Zusammenbruch und eine Depression zusteuern, insbesondere wenn man bedenkt, dass die anhaltende Blockade der Straße von Hormus dazu exponentiell beiträgt. Die vollen Auswirkungen des Energiemangels, der durch die Straße von Hormus entsteht, werden wahrscheinlich erst ab August zu spüren sein.“
Die UN-Handels- und Entwicklungsorganisation veröffentlichte dazu am 30. Juni einen Bericht. Darin wird gewarnt, dass selbst bei einer Wiederaufnahme des Öltransports durch die Straße von Hormuz die Normalisierung des Handels länger dauern wird und dass die daraus resultierenden hohen Lebensmittelpreise zu akuter Unterernährung in gefährdeten Ländern beitragen werden.
„Es gibt so viele unkalkulierbare Aspekte in dieser ganzen Angelegenheit“, fuhr Zepp-LaRouche fort, „dass das Ganze in einer regelrechten Tragödie der Zivilisation enden könnte, mit einem Zusammenbruch des Westens, einem Zusammenbruch des Finanzsystems, einer tiefen Depression und unkontrollierten Kriegsszenarien in vielen Teilen der Welt. Wir stehen vor einem potenziellen Zusammenbruch der Zivilisation, ausgelöst durch fünf, sechs, sieben verschiedene Faktoren.
„Ich denke, die einzige Antwort darauf ist, dass die Menschen aufwachen und ‚Halt!‘ sagen müssen, wie es der Papst in einer seiner Ansprachen gesagt hat: ‚Haltet ein, tut Buße, kehrt um!‘ Diese Worte sollte sich jeder zu Herzen nehmen.“
Der 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli bietet den Anlass, sich an die universell gültigen Prinzipien zu erinnern und zu bekräftigen, die der Gründung der amerikanischen Republik und ihrem Sieg über das Britische Empire zugrunde lagen. Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare wird am 5. Juli dazu in Philadelphia eine Veranstaltung unter dem Titel „America 250: a Rededication“ durchführen. Mögen kommende Generationen mit Bewunderung auf jene zurückblicken, die sich heute entscheiden, das imperiale Kolonialsystem ein für alle Mal zu begraben.
Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.
Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.
Die Konflikte sowohl im Iran als auch in der Ukraine haben sich in den letzten Tagen und Wochen weiterentwickelt. Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, fasste die strategische Lage in einem Gespräch mit Mitarbeitern wie folgt zusammen:
„Die Weltlage ist nach wie vor so, dass der allgemeine Kurs auf den Dritten Weltkrieg zusteuert. Und während sich der Fokus tendenziell zwischen dem Nahen Osten und dem Konfliktgebiet Ukraine-Russland verschiebt, besteht die zugrunde liegende Dynamik darin, dass der kollektive Westen, der zwar ziemlich uneinig ist, dennoch nicht von seinen Bemühungen ablässt, die Vorherrschaft in der Situation zu behalten und die legitime Forderung der globalen Mehrheit nach einer neuen, gerechteren Weltwirtschaftsordnung zu unterdrücken.“
Tatsächlich haben sowohl die Vereinigten Staaten als auch der Iran in den letzten Tagen ihre Angriffe zumindest in gewissem Umfang wieder aufgenommen. Obwohl US-Präsident Donald Trump behauptet hatte, der Iran habe um ein Treffen gebeten, um den Waffenstillstand zu retten, und beide Seiten würden am Dienstag, dem 30. Juni, Unterhändler zu Gesprächen nach Doha in Katar entsenden, wurde Trump von iranischen Vertretern umgehend zurückgewiesen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte, es werde in dieser Woche keine Gespräche mit den USA geben – weder auf technischer noch auf anderer Ebene. Eine iranische Fachdelegation werde diese Woche Katar besuchen, dies stehe jedoch in keinem Zusammenhang mit dem Besuch von US-Vertretern in dem Land.
Gleichzeitig treibt Israel seine Einmischung in Konflikte in der gesamten Region rasch voran, als wolle es jede mögliche Einstellung der Feindseligkeiten vereiteln. Es hat seine Angriffe auf den Südlibanon trotz des zwischen beiden Seiten unterzeichneten Waffenstillstands fortgesetzt. Und was diesen sogenannten Waffenstillstand betrifft, so zeigt ein genauerer Blick, dass er eindeutig so gestaltet wurde, dass Israel vollen Spielraum für die Fortsetzung seines provokativen Verhaltens erhält. Eine ähnliche Situation ist auch in Syrien zu beobachten, wo Israel seine Präsenz ausweitet.
Zwar besteht noch ein schwacher Hoffnungsschimmer, dass das Memorandum zwischen den USA und dem Iran trotz Trumps Unzulänglichkeiten zum Ausgangspunkt für einen umfassenderen regionalen Frieden werden könnte, doch erfordert dies eine sofortige und klare Entscheidung, Israel in Schach zu halten – eine Entscheidung, die offensichtlich noch nicht getroffen wurde.
In der Ukraine verschlechtert sich die Lage zusehends. Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe tief nach Russland hinein in der letzten Zeit dramatisch ausgeweitet und intensiviert und dabei zahlreiche Einrichtungen der Ölinfrastruktur getroffen. Präsident Putin hat in den vergangenen Tagen zwei Treffen mit führenden Vertretern der russischen Ölindustrie abgehalten. Zwar haben die Angriffe keine größeren Probleme verursacht, wie sie in den westlichen Medien angepriesen wurden, doch Putin sagte, sie hätten „gewisse Engpässe“ verursacht. Russland greife derzeit auf seine Erdölreserven zurück, merkte er an, doch diese lägen fast auf dem gleichen Niveau wie zur gleichen Zeit im letzten Jahr. Das eigentliche Ziel dieser Angriffe, so sagte er in einem Interview am Sonntag, sei es, „als Teil der umfassenderen Konfrontation mit Russland eine Informationskampagne anzuheizen“.
Wie jedoch bereits mehrfach von russischer Seite sowie von EIR betont wurde, erfolgen diese Angriffe mit direkter Unterstützung europäischer Regierungen, wodurch Europa ins Fadenkreuz eines Krieges gerät, der zunehmend von Terroranschlägen auf zivile Infrastruktur geprägt ist. Dies geht einher mit einer zunehmenden Propagandaoffensive in den westlichen Mainstream-Medien, die die Ukraine und ihre Unterstützer dazu anstacheln, sich noch stärker in den Krieg gegen Russland zu stürzen – obwohl die Ukraine den Krieg verliert und kaum noch Menschen zum Kämpfen übrig sind.
Dieses wahnwitzige Spiel aus psychologischer Kriegsführung und Manipulation führt geradewegs in den Atomkrieg. Hat die Menschheit wirklich die moralische Überlebensfähigkeit verloren, dass sie zulässt, dass Fanatiker in Europa und den Vereinigten Staaten, die die Grenze zum klinischen Wahnsinn überschritten haben, die Welt in einen Krieg ziehen, der das Ende der Zivilisation bedeutet? Europa beschlagnahmt mittlerweile sogar russische Öltanker in internationalen Gewässern. Was wäre, wenn Russland mit gleicher Münze zurückzahlen und ein französisches Schiff beschlagnahmen würde? Oder eine der Drohnenfabriken in Europa bombardieren würde, in denen Drohnen für den Einsatz gegen Russland hergestellt werden? Was würden die Westeuropäer und die Vereinigten Staaten dann tun?
Es ist offensichtlich, dass die Menschheit am Rande einer Katastrophe steht – nicht wegen irgendwelcher Einzelheiten in Südwestasien oder der Ukraine, noch nicht einmal wegen der Personen in der Trump-Regierung, so katastrophal diese auch sein mögen. Vielmehr sind es diese geopolitischen Landminen, die das Britische Empire in den letzten 50 Jahren mithilfe seiner Agenten wie Henry Kissinger, Zbigniew Brzezinski und anderen gelegt hat und die die Weltmächte daran hindern, ein gemeinsames Paradigma der Zusammenarbeit zu finden.
Der jüngste Aufschwung politischer Bürgerbewegungen im Zuge des Völkermords in Gaza, des Krieges im Iran und der eklatanten Einschränkung der Meinungsfreiheit und anderer garantierter Rechte von Bürgern weltweit deutet darauf hin, dass die Zeit reif ist, den gescheiterten Status quo abzulehnen. Die jüngsten Wahlen im US-Bundesstaat New York und die überraschenden Siege angeblich „sozialistischer“ Kandidaten, die lediglich die Wahrheit über einige dieser Themen sagten, sind ein typisches Beispiel dafür. Doch was tritt an die Stelle des sterbenden und gescheiterten Systems?
Jetzt ist die Zeit für eine echte Bürgerbewegung gekommen, die das Denkvermögen der Menschen erweitert, das diese Verbrechen bisher toleriert und diesen Zustand der Welt hingenommen hat. Wir sind nun nur noch wenige Tage von der Feier zum Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli entfernt – ein Anlass für Amerikaner und Bürger auf der ganzen Welt, über die Prinzipien nachzudenken, die vor 250 Jahren den Kampf gegen das Imperium auslösten. Dieser Kampf ist heute noch nicht entschieden. Werden wir uns der Herausforderung stellen?
Bericht vom 160. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Im Mittelpunkt der 160. wöchentlichen Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC/IFK) am 26. Juni standen die nach wie vor sehr ernste Kriegsgefahr und damit eng verbundene wirtschaftliche Fragen. Die Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin Helga Zepp-LaRouche erklärte zu Beginn: „Die Welt steht am absoluten Abgrund.“ Ein wichtiges Hindernis für den Frieden sei, daß „man keinem einzigen Wort trauen kann, das von den sogenannten Führern des kollektiven Westens ausgesprochen wird“.
Sie sah eine „nicht gerade subtile Verschiebung“ in Äußerungen des russischen Außenministers Lawrow, der kürzlich erklärt hatte, die Anglosphäre sei auf eine vollständige Vorherrschaft aus und wolle keine Hindernisse für ihre fortgesetzte Ausbeutung der Ressourcen des Rests der Welt dulden. Die USA und Präsident Trump persönlich seien keine ehrlichen Vermittler zwischen Rußland und der Ukraine mehr, wie es bei dessen Treffen mit Präsident Putin im August 2025 in Anchorage in Alaska vereinbart worden sei. Deshalb äußerte Lawrow den Verdacht, daß Anchorage nur ein Schachzug war, um Zeit für die Ukraine zu gewinnen und sie als Sprungbrett für den Kampf gegen Rußland zu erhalten.
Zepp-LaRouche erklärte, während der Westen eine beispiellose Aufrüstung anstrebe, seien seine Volkswirtschaften am Zusammenbrechen. Die Ministerpräsidenten Kanadas und Luxemburgs, Mark Carney und Luc Frieden, forderten mit ihrem Aufruf zur Gründung einer Defence, Security and Resilience Bank (DSRB) offen eine Neuauflage der Politik von Hitlers Finanzminister Hjalmar Schacht zur Finanzierung der Aufrüstung. Die westlichen Länder müßten diesen Wahnsinn beenden und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Globalen Mehrheit erklären – „man würde sie mit offenen Armen empfangen“.
Anschließend wurde ein Videointerview mit dem ehemaligen israelischen Knesset-Abgeordneten und ehemaligen Generaldirektor von Peace Now Mossi Raz eingespielt, das Gerald Belsky von EIR geführt hat. Raz äußerte sich zu dem jüngsten offenen Brief ehemaliger israelischer Amtsträger, die eine Ausmerzung des „jüdischen Terrorismus“ im besetzten Westjordanland fordern. Raz sagte, die Untätigkeit der israelischen Sicherheitskräfte gegenüber den extremistischen Siedlern sei gefährlich. Raz setzt sich für eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina ein und betont, weil keine der beiden Seiten das Gebiet verlassen werde, müsse es eine wirtschaftliche Zusammenarbeit geben. Den meisten Israelis sei dieses Potential aber nicht bewußt, junge Israelis wüßten nichts von der entsprechenden jüngsten Initiative der Arabischen Liga. Die meisten glaubten, daß die Araber sie nur umbringen wollen.
Danach sprach Dr. Taylor Haynes, ehemaliger republikanischer Gouverneurskandidat im Staat Wyoming und Vorsitzender der Organization for Competitive Markets (OCM). Er sagte, er kämpfe an zwei Fronten: Als Rancher stelle er sich gegen die vier großen Konzerne, die 85% der Fleischverarbeitung in den USA kontrollieren und ihre Macht über den Lebensmittelvertrieb ausbauen. Gleichzeitig informiere er die Menschen in seiner Region über die schädlichen Auswirkungen von Windparks und anderen Maßnahmen zum „Klimaschutz“.
Zur Geopolitik könne er wenig sagen, weil die Informationen der Medien unzuverlässig seien. Dazu erwähnte Zepp-LaRouche das neue Buch Der Wahrheitskomplex von Norbert Häring, in dem beschrieben wird, wie im gesamten Westen eine Kontrolle der öffentlichen Meinung durchgesetzt wurde, u.a. indem künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt wird, um abweichende Standpunkte zu unterdrücken.
Co-Moderator Dennis Small ergänzte, in Mexiko wehre sich die Nationale Front zum Schutz des Landes dagegen, daß Mexikos Getreideversorgung auf die Chicagoer Warenbörse angewiesen ist, der weltweit größten Organisation für den Derivatehandel, deren Spekulation die Existenz der mexikanischen Landwirte und deren Fähigkeit, die Bevölkerung zu ernähren, bedrohe.
Die Co-Moderatorin Anastasia Battle war gerade vom Weltjugend-Entwicklungsforum 2026 aus Wuhan in China zurückgekehrt, auf dem konkrete Lösungen für Armut und Nahrungsmangel erörtert wurden und wo sie selbst und die Präsidentin des amerikanischen Schiller-Instituts Megan Dobrodt gesprochen hatten. Dort wurde eine Erklärung für Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung verabschiedet. Es habe eine tiefgründige Diskussion über KI gegeben, so hätten einige Redner gesagt: „Die KI hat Geschwindigkeit, ihr habt eine Seele – gestaltet gemeinsam mit ihr.“ Die menschliche Kreativität könne Sprünge machen, zu denen die KI nicht fähig ist.
Battle berichtete über die „nachhaltige Entwicklung mit dem Menschen im Mittelpunkt“ als Schlüssel zur Befreiung von hunderten Millionen Chinesen aus der Armut. Einige Konferenzteilnehmer konnten den Drei-Schluchten-Damm besichtigen, wo sie über Chinas erfolgreiche Regulierung des Jangtse informiert wurden. Der Damm versorge 300 Millionen Menschen mit Strom. Er zähme den Fluß, der früher häufig über die Ufer trat, was Menschenleben forderte. Die Chinesen seien aktiv bemüht, die Pflanzen- und Tierwelt und Kultur entlang des Flusses zu erhalten und wiederzubeleben. So werde beim Drachenbootfest der beliebte Dichter Qu Yuan (um 300 v.Chr.) gefeiert. Früher habe es nur noch zehn chinesische Störe gegeben, mittlerweile sei die Zahl auf 300.000 gestiegen. Entgegen den Behauptungen westlicher Umweltschützer müsse Entwicklung nicht Naturzerstörung bedeuten.
Larry Johnson, ehemaliger CIA-Beamter und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), warnte, der Rußland-Ukraine-Konflikt sei im Hinblick auf eine mögliche Eskalation zu einem Atomkrieg gefährlicher als der Iran-Konflikt. Die Russen seien mit ihrer Geduld am Ende. Jegliche Vereinbarungen von Anchorage seien hinfällig. Rußland mache im Krieg rasche Fortschritte. Anders als bei der deutschen Operation Barbarossa 1941 sei Rußland „diesmal vorbereitet“.
Johnson wies darauf hin, daß Länder auf der ganzen Welt ihre strategischen Erdölreserven aufbrauchen, bei Diesel und Flugbenzin drohe schon ein kritischer Mangel. Die Straße von Hormus sei nicht offen, andere Behauptungen seien gelogen.
Zepp-LaRouche antwortete, das Worst-Case-Szenario wären eine militärische Eskalation und ein Zusammenbruch des Finanzsystems zur gleichen Zeit. Die westlichen Eliten seien nicht bereit, ihre gescheiterte Politik zu ändern, sondern versuchten nur, die öffentliche Wahrnehmung zu kontrollieren und jede Diskussion über Alternativen auszuschließen.
Johnson stellte fest, daß Rußland und China eine neue Sicherheitsarchitektur am Persischen Golf fordern, wobei Pakistan, von China diplomatisch unterstützt, eine führende Rolle einnehme. Die BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit verdrängten den Einfluß der USA in der Region. Er kommentierte auch die Vorwahlen in den USA am Dienstag, wo in New York mehrere anti-zionistische Kandidaten siegten: „Die Giftigkeit der Sprache dieser Zionisten spiegelt wider, in welch großen Schwierigkeiten sie stecken.“ Der Einfluß der Lobbygruppe AIPAC sei im Niedergang.
Diskussion
Dennis Small warb um finanzielle Unterstützung, damit die IPC noch weitere 160 Treffen abhalten kann. Ein Beispiel für die erfolgreiche Arbeit der IPC sei ein spanischer Bischof, der auf einen Brief einer Aktivistin, über den in der letzten Sitzung berichtet worden war, eine Antwort schickte, in der er diese Arbeit ausdrücklich unterstützt und bekräftigt, daß sie im Einklang mit den Bestrebungen des Papstes stehe.
Zepp-LaRouche warnte, man dürfe nicht den Informationskrieg unterschätzen, der mit der Kontrolle des Narrativs und der altbewährten Taktik „Teile und herrsche“ laufe. Das sei der Grund dafür, daß die Friedensbewegung nicht geeint ist. Das müßten wir umgehen.
Ein Teilnehmer fragte, warum nur China und Rußland das in der Verfassung der USA verankerte öffentliche Kreditsystem übernommen hätten, und Small antwortete, jedes Land, das versuche, ein solches System einzuführen, lege sich mit den mächtigsten und gefährlichsten Kräften der Welt an. Damit ein Kreditsystem funktioniere, müsse es vor den Kräften der Finanzspekulation abgeschirmt werden, die versuchen werden, die ausgegebenen Kredite von der realen Produktion abzuzweigen und in ihre Spekulationsblasen zu leiten.
In abschließenden Bemerkungen versprach Haynes, er werde seine Aktivitäten in den sozialen Medien trotz Hindernissen wie „Shadowbanning“ fortsetzen und bei Veranstaltungen intervenieren, um die Fakten ruhig darzulegen.
Zepp-LaRouche warnte: „In den nächsten Monaten stehen sehr stürmische Zeiten bevor.“ Wir müssen Realisten sein, was die Gefahr angeht, aber auch unerschütterliche Optimisten. Die Globale Mehrheit, 80% der Menschheit, bewege sich in eine positive Richtung. Wie sie im letzten ihrer „Zehn Prinzipien einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ betont, sei der Mensch von seinem Wesen her gut; das Böse werde durch mangelnde Entwicklung verursacht und könne durch Entwicklung überwunden werden. Der amerikanische Papst Leo XIV. sei ein „Geschenk des Himmels“, und wir sollten seine Enzyklika Magnifica Humanitas als eine „gewaltige Waffe“ für den Frieden einsetzen. eir
Steigt von eurem hohen Ross herunter und arbeitet zusammen!
160. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Steigt von eurem hohen Ross herunter und arbeitet zusammen!
26. Juni 2026
17.00 Uhr
Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.
Diese Woche begrüßen wir Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der Internationalen Friedenskoalition; Mossi Raz, ehemaliges Mitglied der israelischen Knesset und ehemaliger Geschäftsführer von „Peace Now“; Dr. Taylor Haynes, nationaler Vorsitzender der Organization for Competitive Markets (OCM) und ehemaliger republikanischer Kandidat für das Amt des Gouverneurs von Wyoming und einen Bericht aus China sowie weitere Beiträge hören.
Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.
„Ich sage schon seit langem, dass der Westen nur überleben und eine Katastrophe vermeiden kann“, so Helga Zepp-LaRouche am 24. Juni bei ihrem internationalen Webcast, „wenn es gelingt, die geopolitische Konfrontation zu beenden und mit der Globalen Mehrheit zusammenzuarbeiten.“
„Das Problem“, fuhr sie fort, „ist in Wirklichkeit, dass wir immer noch in Form eines Imperiums regiert werden. Die Menschen glauben, das Britische Empire sei nach dem Zweiten Weltkrieg verschwunden, aber … es ist der Apparat der Zentralbanken, der Versicherungsgesellschaften, der Rückversicherungsgesellschaften, der riesigen Megamilliardäre und Konzerne, die von einer sehr kleinen Clique von Menschen kontrolliert werden. Und wenn wir dieses System nicht ändern, indem wir zum Glass-Steagall-Gesetz zurückkehren und zu einem Wirtschaftssystem, das auf das Gemeinwohl der Menschen ausgerichtet ist, wird sich die Lage immer weiter verschlimmern … Ich weiß, dass es zwar in vielen Ländern viele gute Menschen gibt, doch die Strukturen sind jene, die Papst Johannes Paul II. am Ende des Kalten Krieges bekanntermaßen als ‚Strukturen der Sünde‘ bezeichnet hat.“
Nur wenige Stimmen haben diese Ansicht in den letzten Monaten eindringlicher zum Ausdruck gebracht als Papst Leo XIV., dessen Äußerungen und Schriften, so Zepp-LaRouche, „eine unverzichtbare Stimme darstellen, wenn die Menschheit eine nukleare Katastrophe vermeiden soll“.
In seiner Rede vom 22. Juni vor dem Welternährungsprogramm in Rom stellte Papst Leo fest, dass die Welt Konflikte leichter nährt als Menschen. Er fragte: „Welche Konfiguration der Weltordnung ist in der Lage, solche Zustände hervorzubringen, zu reproduzieren und … zu normalisieren?“
Die wachsende Kluft zwischen der untergehenden geopolitischen Weltordnung – und ihren anhaltenden Verbrechen – und einem sich abzeichnenden, gerechteren System war in den letzten Tagen und Wochen ein zentrales Diskussionsthema in einer Reihe von Foren, in denen sich führende Politiker aus China, Russland und anderen Ländern der Globalen Mehrheit trafen, um die globale strategische Lage zu erörtern.
Auf dem 12. jährlichen Forum der „Primakow-Lesungen“ in Moskau am 23. Juni beschrieb der russische Präsidentenberater Juri Uschakow den „sogenannten kollektiven Westen“ als eine Kraft, die „alles in ihrer Macht Stehende tut, um die nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte internationale Ordnung durch eine eigene Ordnung zu ersetzen, die auf den von ihr selbst geschaffenen Regeln basiert … Warum brauchen die Westler das? … Um ihre Vorherrschaft in Politik, Wirtschaft, Technologie und anderen Bereichen zu bewahren, die ihnen entgleitet. Um die Kontrolle über die Ströme des internationalen Handels, die Wertschöpfungsketten und die natürlichen Ressourcen zu behalten…“
Als wolle er Uschakows Argument untermauern, verhängte der US-Außenminister Marco Rubio weitere Sanktionen gegen das leidende Kuba, während das US-Militär den Philippinen im Rahmen des US-Aufrüstungsprozesses gegen China vier maritime Drohnen zur Verfügung stellte.
„Auch wenn das Gesetz des Dschungels vorübergehend vorherrschen mag“, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Dienstag auf dem BRICS-Sicherheitsforum in Neu-Delhi, „ist es nicht nachhaltig.“
Helga Zepp-LaRouche fordert, eine „Bewegung von Weltbürgern aufzubauen, die für Entwicklung als neuen Namen für Frieden kämpfen … Wir brauchen bessere Menschen. Die Menschen müssen sich weiterentwickeln und wieder menschlicher werden und dürfen keine Strukturen der Sünde tolerieren. Und das kann nur durch eine Bewegung von Weltbürgern erreicht werden.“ Sie wird am Freitag, dem 26. Juni, eine Diskussion der Internationalen Friedenskoalition leiten. Verbreiten Sie ihre Erklärung: „Dringender Appell von Papst Leo XIV.: ‚Haltetein! Bereut! Ehe es zu spät ist!‘ Der neue Name für Frieden heißt Entwicklung!“.
Papst Leo XIV. ruft in seiner Enzyklika Magnifica Humanitas zum Handeln auf: „Die Zivilisation der Liebe ist keine naive Utopie, sondern ein anspruchsvolles Projekt, das darin besteht, Nächstenliebe in Strukturen der Gerechtigkeit umzusetzen, Brüderlichkeit institutionell zu verankern und andere – seien es Einzelpersonen oder Völker – als Verbündete zu betrachten, die für den Aufbau des Gemeinwohls notwendig sind. Wie uns die Enzyklika Fratelli tutti in Erinnerung gerufen hat, ist nur diese soziale Liebe fähig, zu einer Kultur und einer Norm zu werden und dadurch eine stabile internationale Ordnung herbeizuführen, die das bloße bewaffnete Nebeneinander in eine Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft verwandelt.“
Die Frage, vor der der Westen steht, ist, ob wir diesem Aufruf folgen werden – oder weiter an einer zusammenbrechenden geopolitischen Ordnung festhalten. Wie Zepp-LaRouche es formulierte: „Steigt von eurem hohen Ross herunter und kooperiert!“
24. Juni 2026 (EIRNS) – In der Morgensendung des nationalen Rundfunk- und Fernsehsenders Radio Television Serbia (RTS) am 22. Juni präsentierte die Redakteurin Dr. Jasminka Simić einen4-minütigen Videobericht über die Konferenz des Schiller-Instituts vom 30. bis 31. Mai 2026 in Berlin, an der sie als Rednerin teilgenommen hatte.
Zur dringenden Notwendigkeit einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, mit der sich die Konferenz beschäftigte, zitiert sie Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts, Professor Zhang Weiwei (Direktor des China-Instituts an der Fudan-Universität in Shanghai), Pino Arlacci (früherer stellv. UN-Generalsekretär), den Rechtsanwalt und Autor Dr. Wolfgang Bittner, Charles Onana (Politikwissenschaftler aus Kamerun) und den früheren französischen Präsidentschaftskandidaten Jacques Cheminade.
Simic unterstreicht die Bedeutung der strategischen Perspektive von Lyndon LaRouche: „Als der amerikanische Präsident Nixon im Sommer 1971 feste Wechselkurse durch flexible Wechselkurse ersetzte, sagte der amerikanische Ökonom und Gründer des Schiller-Instituts, Lyndon LaRouche, voraus, dass die Fortsetzung des liberalen Kurses zwangsläufig zu einer neuen Systemkrise, einer Depression und der Gefahr eines Krieges führen würde, sofern nicht ein völlig anderes Wirtschaftssystem eingeführt würde.“
Abschließend berichtet Simić über Helga Zepp-LaRouches Kampagne für die Schaffung einer „Bewegung von Weltbürgern”. Diese basiere auf dem Konzept der „Übereinstimmung der Gegensätze“, das der deutsche Philosoph und Mathematiker Nikolaus von Kues im 15. Jahrhundert entwickelt hat. „Das bedeutet, dass wir zwar gegensätzliche Ansichten vertreten, aber dieselben Herausforderungen der modernen Gesellschaft teilen – von der Pandemie bis hin zu nuklearen Bedrohungen –, was uns untrennbar mit einem neuen Paradigma in den internationalen Beziehungen verbindet, das auf der Idee der Einheit der Menschheit beruht.“
Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.
Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.
Im vergangenen Monat gelang es zwei Teams von Menschen, gleichzeitig bis an die beiden Enden des Universums vorzudringen. In den Hügeln Südchinas fing das JUNO-Observatorium – eine 20.000 Tonnen schwere, mit Szintillator-Flüssigkeit gefüllte Kugel, die von mehr als 43.000 Lichtsensoren überwacht wird und sich 650 Meter unter der Erdoberfläche befindet – das fast schwerelose Flackern von Neutrinos ein und maß in nur 59 Betriebstagen die Gesetze, die diese geisterhaften Teilchen bestimmen, präziser als alle früheren Experimente der letzten Jahrzehnte zusammen. In denselben Wochen veröffentlichte die LIGO-Virgo-KAGRA-Kollaboration ihren neuesten Katalog von Gravitationswellen: Rund 390 Kollisionen von Schwarzen Löchern und Neutronensternen wurden inzwischen aufgezeichnet – Wellen im Gewebe der Raumzeit selbst, von denen eine auf eine Verschmelzung in mehr als drei Milliarden Lichtjahren Entfernung zurückgeführt werden konnte. Vor einem Jahrzehnt hatten wir genau eine entdeckt.
Weder das Neutrino noch das Schwarze Loch kann man sehen, hören oder berühren. Sie liegen, wie Lyndon LaRouche 2010 schrieb, gänzlich außerhalb der Reichweite der Sinne: „Im sehr Großen wie im sehr Kleinen können die Maßstäbe der Sinneswahrnehmung keinen Anspruch mehr auf Autorität über jene Prinzipien erheben, die im Wesentlichen in dem liegen, was Riemann als die Extreme unseres Universums bezeichnet.“ Und genau dort, fügte er hinzu – „in nichts so sehr wie in eben diesen Extremen“ –, müssen die tiefsten Gesetze des Universums gesucht werden. Um sie zu entdecken, wartet die Menschheit nicht darauf, dass die biologische Evolution uns bessere Augen beschert; wir schaffen neue Sinne. Unsere Spezies ist die einzige, die wir kennen, die über ihre eigenen Sinne hinausgreift, um das sehr Große und das sehr Kleine zu erfassen, und die das Universum durch das, was wir lernen, verändert.
Messen wir die Gegenwart an diesem Bild der Menschheit.
In der Schweiz endete am 21. Juni im Ferienresort Bürgenstock die erste Runde der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Rahmen des 14-Punkte-Memorandums von Islamabad, vermittelt durch Katar und Pakistan, wobei die USA und der Iran noch nicht direkt miteinander sprachen. Sie einigten sich auf einen Fahrplan für ein endgültiges Abkommen innerhalb von 60 Tagen, auf einen hochrangigen Ausschuss zur Überwachung dieses Prozesses und – was am folgenreichsten ist – auf eine „Streitvermeidungs-Zelle“, die das Ende der Militäroperationen im Libanon sicherstellen soll – was der iranische Außenminister als den „ersten echten Test“ der Verhandlungen bezeichnete. Dieser Test ist bereits im Gange: Israel weigert sich, den Südlibanon zu verlassen (und „nichts wird daran etwas ändern“, wie Ministerpräsident Netanjahu betont), während der Iran die Wiederöffnung der Straße von Hormus an einen echten libanesischen Waffenstillstand geknüpft hat. Die Aussicht auf Frieden ist real, aber fragil.
Selbst wenn er Bestand haben sollte, ist der Schaden bereits angerichtet und breitet sich weiter aus. Nach Schätzungen der Energiemärkte werden bis weit ins Jahr 2027 hinein täglich etwa 15 Millionen Barrel Öl – und das entsprechende Energieäquivalent in Form von Flüssigerdgas – im weltweiten Angebot fehlen, was eine Wirtschaft belastet, die ohnehin schon in der „Alles-Blase“ aus fremdfinanzierten Schulden und Derivaten verstrickt ist. Die Auswirkungen werden, wie so oft, von den Ärmsten zu spüren sein. Der jüngste „Hunger Hotspots“-Bericht der UN warnt davor, dass Hunderte Millionen Menschen mit zunehmendem Hunger konfrontiert sind, während gleichzeitig die Lebensmittel- und humanitäre Hilfe gekürzt wird. Der gleichen Spezies, die JUNO gebaut hat, wird gesagt, dass es nicht genug zu essen geben wird.
Das ist der Widerspruch unserer Zeit. Der Spezies, die die Kollision von Schwarzen Löchern vor drei Milliarden Jahren entschlüsseln kann, wird von den Verwaltern eines sterbenden Systems gesagt, sie könne es sich nicht leisten, ihre Jugend zu versorgen, die Hungrigen zu ernähren oder eine Eisenbahnstrecke durch eine Wüste zu bauen. Es ist ein Versagen der Politik, kein Mangel an Fähigkeiten.
Helga Zepp-LaRouche benennt das größte Versagen direkt: die Weigerung, die Unteilbarkeit von Sicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung aller Nationen anzuerkennen. Was der Iran für den relativ hilflosen Libanon und über den Libanon hinweg für den gesamten Globalen Süden fordert, ist das, was Papst Leo XIV. in seiner Enzyklika Magnifica Humanitas für die gesamte Menschheit festhält: dass kein Volk in den Himmel steigen darf auf einem Turm, der dadurch errichtet wurde, dass man den Armen die Leiter weggetreten hat.
Der Papst betitelte diese Enzyklika mit „Die großartige Menschheit“. Der Neutrino-Detektor und der Gravitationswellenkatalog sind Beispiele dafür, was das bedeutet – Charakteristika desjenigen Geschöpfes, von dem gesagt wird, es sei, anders als jedes Tier, nach dem Ebenbild des Schöpfers geschaffen. Eine Zivilisation, die sich an dieser Wahrheit orientiert, würde die Entwicklung jeder Nation als natürliche Erweiterung derselben schöpferischen Kraft betrachten, die JUNO geschaffen hat. Eine Zivilisation, die diese Wahrheit über die menschliche Natur leugnet, führt Krieg gegen Stauseen und lässt Hunderte von Millionen Menschen hungern.
Welches dieser beiden Modelle wir vorantreiben werden, liegt an uns. Die Entscheidung fällt jetzt: in den Verhandlungsräumen in Luzern, während die 60-Tage-Frist bis zu einer endgültigen Einigung abläuft, bei der Mobilisierung der Internationalen Friedenskoalition an diesem Freitag und auf den Straßen der Nation, die bald ihren 250. Geburtstag feiert. Möge es ein Fest dessen sein, was einst die große antikoloniale Republik der Vereinigten Staaten war und wieder sein kann – ein Fest unter der Leitung der LaRouche-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare, die am 5. Juli eine Veranstaltung in Philadelphia abhalten wird, zusammen mit dem unbezähmbaren Kongresskandidaten Jose Vega.
Das Universum offenbart seine tiefsten Prinzipien denen, die nach seinen Extremen streben.
Die 159. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 19. Juni fand am Ende einer historischen Woche statt, zwei Tage nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Helga Zepp-LaRouche erklärte: „Es ist eine große Erleichterung, daß die Absichtserklärung unterzeichnet wurde“, doch es gebe immer noch viele mögliche Fallstricke. „Was wird Trump tun, wenn Israel sich nicht an das Abkommen hält?“ Sie bekräftigte ihren Lösungsvorschlag: Notwendig sei eine Entwicklungsstrategie entlang des „Oasenplans“, um eine dauerhafte Grundlage für echten Frieden zu schaffen.
Die von der Anglosphäre dominierte „unipolare Welt“ der Neokonservativen sei gescheitert, so Zepp-LaRouche. Die Nationen des Globalen Südens seien nicht mehr von den Kolonialmächten abhängig, Chinas Aufstieg biete ihnen eine andere Option für wirtschaftliche Beziehungen. „Das chinesische Experiment ist eine wunderbare Erfolgsgeschichte.“ Sie betonte die Bedeutung der neuen Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV., die zu einer „Zivilisation der Liebe“ aufrufe, und erinnerte an das Wort von Konfuzius: „Man kann sich bewußt entscheiden, Liebe zu empfinden.“ Zepp-LaRouche hat gerade eine neue Erklärung veröffentlicht: „Dringender Appell von Papst Leo XIV.: Haltet ein! Kehrt um! Bevor es zu spät ist! Der neue Name für Frieden ist Entwicklung!“
Dr. Abdullah Ahsan ist Professor für vergleichende Zivilisationsforschung und hat in Malaysia und der Türkei gelehrt. Er sagte, nach der Lektüre der Erklärungen des Papstes stelle sich die Frage: „Ist eine Zivilisation der Liebe überhaupt möglich?“ Er glaube es. Aber dafür brauche man Vertrauen auf der Grundlage der Menschenwürde, und das sei nicht leicht zu erreichen. So habe Israel die amerikanisch-iranische Einigung schon nach wenigen Stunden in Frage gestellt, indem es den Libanon bombardierte. Ahsan machte auch auf die unfaire Behandlung der iranischen Fußball-Nationalmannschaft aufmerksam, die an der Weltmeisterschaft in den USA teilnimmt, aber das Land nach jedem Spiel sofort verlassen und sich in Tijuana in Mexiko einquartieren muß, womit ihr die nötige Ruhezeit vorenthalten wird.
Anschließend wurde ein Auszug aus einem Videointerview von Gerald Belsky von EIR mit Dr. Mohammad Toor gezeigt, dem Kuratoriumsvorsitzenden des Pakistanisch-Amerikanischen Kongresses und Präsidenten einer Organisation amerikanisch-pakistanischer Ärzte für Gerechtigkeit und Demokratie. Toor erörterte die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit für die wirtschaftliche Entwicklung, um die Grundlagen für Frieden zu schaffen. Er verwies konkret auf die Möglichkeit, die Iranisch-Pakistanische Gaspipeline durch ganz Pakistan und sogar bis ins benachbarte Indien zu verlängern.
Ein Wendepunkt für Brasilien
Luiz Erthal, Chefredakteur der brasilianischen Zeitung Toda Palavra, nannte den jüngsten G7-Gipfel in Frankreich einen „Wendepunkt der brasilianischen Außenpolitik“. Präsident Lula sei zu dem Treffen gereist, um den größten Volkswirtschaften der Welt klarzumachen, daß sie die Entwicklungsbedürfnisse des Globalen Südens nicht ignorieren dürfen. Lula habe sich US-Präsident Trump widersetzt, nachdem der die Kandidatur des Rechtsextremen Flávio Bolsonaro unterstützt hatte – wobei Trump ihn auch noch mit dessen Bruder Eduardo verwechselt hatte, beides Söhne des inhaftierten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Trump habe Lula auf der gesamten Konferenz gemieden. Lula habe in Frankreich deutlich gemacht, daß Brasilien keine ausländische Einmischung in seine inneren Angelegenheiten duldet. Lula habe gesagt, Trump „redet zu viel“, und jetzt müsse er „zuhören“. Die Länder des Globalen Südens würden es nicht hinnehmen, von China isoliert zu werden – einem Land, das ihnen eine echte Chance auf wirtschaftliche Entwicklung bietet.
Zur Frage einer humanen Behandlung von Migranten berichtete Erthal, Brasilien habe mehr als zwei Millionen Einwanderer aus Ländern wie Venezuela und Kuba aufgenommen und bearbeite eine wachsende Zahl von Asylanträgen. „Glücklicherweise steht Brasilien diesen Menschen offen gegenüber.“
Tim Rush von der amerikanischen LaRouche-Organisation TLO berichtete von Besuchen bei Kongreßbüros in Washington, wo er und sein Team gegen die im Entwurf des neuen US-Militärhaushalts geplante Fusion der Verteidigungs- und Geheimdienstapparate der USA, Israels und Großbritanniens sprachen. „Das ist ein Teil von etwas viel Größerem als Israel an sich“, sagte Rush. Die jungen Kongreßmitarbeiter, mit denen sie sich trafen, seien erstaunt über die Diskussion um Infrastruktur-Großprojekte gewesen, weil dies an eine Zeit in der amerikanischen Geschichte erinnert, von der sie nichts wußten.
Auf diesen Bericht folgte ein Videoausschnitt aus einem pakistanischen Fernsehinterview mit Zepp-LaRouche. Darin sagt sie, Trump selbst habe zugegeben, daß er Frieden mit dem Iran schließen müsse, um eine weltweite Wirtschaftskatastrophe abzuwenden. Auf die Frage eines Interviewers hin erläutert sie noch einmal den „Erweiterten Oasenplan“.
Zum Abschluß der Vorträge erinnerte Zepp-LaRouche daran, daß die USA 2,2 Billionen Dollar an Steuergeldern für den Afghanistankrieg ausgegeben haben, aber die Ergebnisse erbärmlich seien. Wenn man nur einen Bruchteil davon für Entwicklungshilfe ausgegeben hätte, hätte man Afghanistan in ein „blühendes Land“ verwandeln können.
Höhepunkte der Diskussion
Aktivisten aus aller Welt berichteten über ihre Erfahrungen bei der Organisation von Friedensaktionen. John Steinbach, langjähriger Anti-Atomwaffen-Aktivist und Mitbegründer des Hiroshima-Nagasaki-Friedenskomitees in Washington, berichtete über die jüngste Mahnwache seiner Organisation.
Ein spanischer Aktivist des Schiller-Instituts berichtete über eine Kampagne im Zusammenhang mit dem jüngsten Besuch des Papstes in dem Land, Briefe an alle Bischöfe in Spanien zu schicken, damit sie die Friedensvorschläge des Schiller-Instituts unterstützen.
Ein Teilnehmer fragte Erthal danach, wie man am besten den Drogenhandel bekämpfen und dabei anders als die USA die nationale Souveränität respektieren könne. Erthal antwortete, Brasiliens Bundespolizei sei bei der Drogenbekämpfung sehr erfolgreich, und die USA sollten den „Krieg gegen die Drogen“ nicht als Vorwand für politische Zwecke nutzen, die die Souveränität anderer Länder verletzen. Stattdessen sollten die USA hart gegen die Geldwäsche vorgehen. In seinen abschließenden Bemerkungen würdigte Erthal den 250. Jahrestag der Amerikanischen Revolution, die als Inspiration für die brasilianische Unabhängigkeit gedient habe.
Zepp-LaRouche antwortete auf eine Frage aus Deutschland zu der Diskrepanz zwischen technischem Fortschritt und moralischer Entwicklung. Sie erinnerte an die Beiträge des verstorbenen Weltraumpioniers Krafft Ehricke, der im Vorstand des Schiller-Instituts war, und betonte die Bedeutung von Friedrich Schillers Konzept der ästhetischen Erziehung.
Anschließend verglich sie die Einschätzung ihres verstorbenen Ehemanns Lyndon LaRouche zu den Anschlägen vom 11. September 2001 – der schon während sie liefen, in einer Sendung warnte, es müsse eine Insider-Komponente geben – mit den jüngsten Äußerungen von Palantir-Chef Peter Thiel, der diese Katastrophe als „Straussischen Moment“ (nach Leo Strauss) lobte. Das sei eine Anspielung auf Thiels gleichnamigen Aufsatz von 2003, worin Thiel betont, solche „Momente“ seien eine Übergangsphase, in der westliche Eliten verdeckte Macht einsetzen könnten, um die Welt zu beherrschen. Zepp-LaRouche warnte, diese Eliten wollten ständig Krisen, die sie ausnutzen, um die Kontrolle zu behalten. Diese Vorgehensweise müsse man für einen erfolgreichen Kampf für dauerhaften Frieden kennen.