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Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Die Atomkriegsdebatte ist real

Mittwoch, 2. September 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Am ersten Tag des 26. jährlichen Gipfeltreffens der Staatschefs der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) heute im kirgisischen Bischkek berieten die Staats- und Regierungschefs der zehn Mitgliedsstaaten, die insgesamt 3,4 Milliarden Menschen vertreten, zusammen mit den Staats- und Regierungschefs von 17 Partnerländern und Gästen in bilateralen Gesprächen darüber, wie man zum Wohle der Welt vorgehen und Krieg und Not beenden kann. Morgen stehen Plenarvorträge und die erwartete Erklärung von Bischkek auf dem Programm. Das offizielle Thema der Veranstaltung lautet: „25 Jahre SCO: Gemeinsam für nachhaltigen Frieden, Entwicklung und Wohlstand.“

Zu den Treffen in Bischkek gehörten Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, zwischen Putin und dem indischen Premierminister Modi sowie zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan und Putin. Xi Jinping und der kirgisische Präsident Sadr Japarow, der Xi zu einem Staatsbesuch empfing, erörterten unter anderem Infrastrukturprojekte, die die Vernetzung in ganz Eurasien betreffen. Der iranische Präsident Massud Peseschkian traf sich mit Putin, mit Modi und anderen Staats- und Regierungschefs, darunter dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Es gab zahlreiche weitere Treffen zwischen den anwesenden Staats- und Regierungschefs.

Die ersten Berichte vom SCO-Gipfel zeigen: der Schwerpunkt der außergewöhnlich zahlreichen Konsultationen unterstreicht erneut die Notwendigkeit von Frieden und Diplomatie in der Welt – als direkte Zurückweisung der derzeitigen typischen Position des kollektiven Westens, wonach sowohl in militärischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht das Recht des Stärkeren gelte.

Die Vereinigten Staaten haben zusammen mit Israel, nachdem sie sechs Monate lang Krieg gegen den Iran geführt hatten – ohne „Sieg“ –, am Wochenende die Bombardements wieder aufgenommen und die iranische Insel Larak in der Straße von Hormus getroffen. Der Iran reagierte daraufhin mit gezielten Angriffen auf US-Stützpunkte in Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das europäische Kriegsbündnis setzt seine Unterstützung für die Ukraine, die extreme Aufrüstung und die Dämonisierung Russlands fort, während die europäische Wirtschaft selbst am Zusammenbrechen ist. Die EU-Verteidigungsminister werden sich morgen in Irland treffen, gefangen in diesem destruktiven Kurs.

Das dramatischste Ereignis des Tages ist jedoch, dass die neue Kampagne der Wirtschaftskriegsführung, die die Vereinigten Staaten im Namen der Schädigung des Iran gegen die Welt gestartet haben – die „Operation Economic Outcast“ –, bereits nach knapp einer Woche zum Scheitern verurteilt ist. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte diese Politik am 24. August an und bekräftigte sie gestern und heute vor den Finanzministern der Gruppe der 20 (G20), die sich in North Carolina treffen, um den für Dezember in Florida geplanten G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs vorzubereiten. Bessent erklärte am 30. August gegenüber AP, die Staaten müssten ihre Beziehungen zum Iran abbrechen; sollten sie dies nicht tun, „wird dies, wenn es sein muss, finanzielle Gewalt bedeuten. Wir zeigen den Menschen, dass wir wissen, wer ihr seid, ihr wisst, wer ihr seid, und das muss aufhören.“

Die Welt reagiert. Heute erörterten Premierminister Modi und Präsident Peseschkian, wie die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen ihren beiden Ländern ausgebaut werden können. Zuvor hatte China bereits erklärt, es werde sich nicht an das Bessent-Dekret halten.

Bessent befindet sich auf dem Weg zur Versammlung in Asheville, North Carolina. Er dankte den anwesenden EU-Vertretern für ihre Unterstützung der „Operation Economic Outcast“, während Medien berichten, dass sich seine weitere Unterstützung auf Großbritannien, Japan und Bahrain beschränkt. Was die US-Initiative „Outcast“ bewirkt hat, ist, den bevorstehenden Zusammenbruch des gesamten Dollarsystems ins Rampenlicht zu rücken. Bessent und der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, versuchten, Fragen abzuwehren, indem sie erklärten, „Wachstum“ werde die Bewältigung der Schulden ermöglichen und die 40 Billionen US-Dollar betragende Staatsverschuldung der USA minimieren. Als ein Reporter fragte, warum die USA ihre eigenen Schatzanweisungen zurückkaufen, wich Bessent der Frage aus, indem er sagte, der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, habe dies in Europa getan, und Japan habe dies in größerem Umfang getan als jeder andere.

Die unmittelbare Gefahr inmitten dieses offensichtlichen Niedergangs des Westens und des Vormarsches der globalen Mehrheit besteht darin, dass einige, die noch in Machtpositionen sind, auf den Einsatz der „nuklearen Option“ in der Kriegsführung zurückgreifen könnten. Es ist die Aufgabe der Vernünftigen, auf jede erdenkliche Weise Alarm zu schlagen.

Schließen Sie sich denen an, die den Offenen Brief an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel zu organisieren, um die Fragen des Friedens und der nuklearen Abrüstung anzugehen, bereits unterschrieben und verbreitet haben.

Beteiligen Sie sich am Dialog über die Alternative zu Krieg und Zusammenbruch. Das Schiller-Institut hält heute ein Online-Krisenforum zum Thema: Der freie Fall der deutschen Wirtschaft muss gestoppt werden! Deutschland muss vor dem Ausverkauf gerettet werden! ab und EIR wird an diesem Freitag, dem 4. September, ebenfalls ein Online-Forum mit dem Titel „Eine Alternative zum Krieg und zur Plünderung in Amerika“ mitveranstalten. Bei dieser Veranstaltung diskutieren Referenten über die Art von Projekten und Ansätzen, die derzeit auch auf dem SCO-Gipfel in Bischkek sowie vom 1. bis 4. September in Wladiwostok auf dem Russischen Östlichen Wirtschaftsforum thematisiert werden. Vom 12. bis 13. September findet in Neu-Delhi, Indien, der jährliche BRICS-Gipfel der Staatschefs statt.


Internationale Friedenskoalition #169, 28.08.2026, 17.00 Uhr

Einen Weltgipfel organisieren

169. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Einen Weltgipfel organisieren

28. August 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) und Dennis Small, Executive Intelligence Review; sowie Berichten über die Mobilisierung um den Aufruf an Papst Leo XIV.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Wir hoffen, Sie haben weltweit für „positive Unannehmlichkeiten“ gesorgt.
Im Rahmen dieses IPC möchten wir über die Mobilisierung um den „Aufruf an Papst Leo einen Weltgipfel zu organisieren“ berichten. Wir veröffentlichen den Aufruf hier nochmals in voller Länge, erhalten Sie Optionen zum Unterzeichnen und Teilen.
Falls Sie sich noch nicht für das deutschsprachige Krisenforum “Der freie Fall der deutschen Wirtschaft muß gestoppt werden! Deutschland muß vor dem Ausverkauf gerettet werden!“ des Schiller-Instituts angemeldet haben, tun Sie dies bitte hier.


Aufruf an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel zu organisieren, um die Fragen des Friedens und der nuklearen Abrüstung anzugehen

Der folgende Offene Brief an Papst Leo XIV. wurde am 19. August auf der Substack-Seite von Nuclear Insanity veröffentlicht. Wenn Sie den Brief unterzeichnen wollen, füllen Sie bitte dieses Google Formular aus.

Sollten Sie kein Google- Konto haben, senden Sie bitte eine Email an fragen@schiller-institut.de, geben Sie Ihren vollständigen Namen und die Institution, die Sie vertreten an.
Wir werden Ihre Daten an die Initiatoren weiterleiten.

Wir appellieren an Sie, Papst Leo, als die führende Persönlichkeit, die sich mehr als alle anderen bemüht, für die ganze Menschheit zu sprechen, statt nur für bestimmte Nationen, Religionen oder Wählergruppen, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, um die Welt von ihrem derzeitigen Kriegskurs und einer potentiellen nuklearen Katastrophe abzubringen und um die größten Krisen, denen die Menschheit heute gegenübersteht, friedlich zu lösen. Eine solche Initiative stünde im Einklang mit Ihren wiederholten Aufrufen zu Frieden und Gerechtigkeit seit Ihrem Amtsantritt als Papst – Aufrufe, die Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen auf unserem Planeten inspirieren und ihnen Hoffnung geben.

Am 10. Juni 2025 veröffentlichte die damalige Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste der USA (DNI), Tulsi Gabbard, ein kurzes aber erschreckendes Video, das mit Bildern von Hiroshima begann und in dem sie warnte: „Wir sind dem Abgrund der nuklearen Vernichtung näher als je zuvor“ und „Kriegstreiber aus der politischen Elite schüren leichtfertig Angst und Spannungen zwischen den Atommächten“. Gabbard schloß: „Es liegt an uns, dem Volk, uns zu Wort zu melden und ein Ende dieses Wahnsinns zu fordern. Wir müssen diesen Marsch in den Atomkrieg ablehnen und auf eine Welt hinarbeiten, in der niemand in Angst vor einem atomaren Holocaust leben muß.“

Am 20. Oktober 2025 warnte der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin: „Die Welt erlebt derzeit den fragilsten Moment für die internationale Sicherheit seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Naryschkin fuhr fort: „Unsere gemeinsame und vielleicht wichtigste Aufgabe ist es, sicherzustellen, daß die Anpassung an die neue Realität ohne einen großen Krieg vonstattengeht, wie es in früheren historischen Phasen der Fall war.“ Inzwischen ist es viele Monate her, seit diese beiden Geheimdienstchefs Alarm schlugen, und wir sind der nuklearen Vernichtung nur noch näher gekommen – viel näher.

Als Gabbard und Naryschkin diese Warnungen äußerten, tobte der Krieg in der Ukraine, Israel verübte seinen Völkermord im Gazastreifen, und die Spannungen zwischen China und den USA um Taiwan und das Südchinesische Meer waren hoch. Seitdem ist der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hinzugekommen, und die Gefahr eines Dritten Weltkriegs ist damit exponentiell gewachsen.

Es tauchen immer wieder Anzeichen dafür auf, daß Regierungen für eine solche Eventualität planen, obwohl wir seit mehr als vier Jahrzehnten wissen, daß selbst ein begrenzter Atomkrieg – geschweige denn ein großer – weltweit unvorstellbare Schäden auslösen kann, darunter einen nuklearen Winter, der alles Leben auf unserem Planeten vernichten könnte. Am 20. August 2024 veröffentlichte die New York Times einen Artikel auf der Titelseite, in dem gewarnt wurde, daß sich die USA auf einen gleichzeitigen Atomkrieg an drei Fronten gegen Rußland, China und Nordkorea vorbereiteten. Am selben Tag berichtete das Bulletin of the Atomic Scientists, daß immer mehr Nuklearstrategen überzeugt sind, ein Atomkrieg könne geführt und gewonnen werden, womit sie die jahrzehntelange Erkenntnis, daß ein Atomkrieg nicht gewonnen werden kann und niemals geführt werden darf, faktisch auf den Kopf stellen.

Im November 2024 erklärte der US-Admiral Thomas Buchanan, die USA bereiteten sich darauf vor, einen Atomkrieg zu führen und zu gewinnen und dabei genügend Atomwaffen in Reserve zu halten, um ihre globale Vorherrschaft auch danach aufrechterhalten zu können.

Vor kurzem hat der politische Chef des US-Verteidigungsministeriums, Elbridge Colby, die Notwendigkeit erörtert, dass die USA zusätzlich zum Einsatz von Truppen aus Südkorea und Japan auch taktische Atomwaffen einsetzen müssten, falls es zwischen den USA und China zu Kämpfen um die Taiwanstraße kommen sollte.

Nicht nur die Experten der Weltuntergangsuhr des Bulletin of the Atomic Scientists sind der Ansicht, daß sich die Welt immer mehr der nuklearen Vernichtung nähert. Und zusätzlich zu den Drohungen der USA haben mehrere einflußreiche russische Politiker Wladimir Putin dazu aufgefordert, Atomwaffen einzusetzen, um die Ukraine zu besiegen.

Wir, die Unterzeichner aus aller Welt, halten den Zeitpunkt für günstig, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, der sich mit den großen Konflikten in der Welt befaßt, und mit der Notwendigkeit, dem nuklearen Abgrund zu entkommen. Rußland steckt seit fast fünf Jahren in der Ukraine fest. Auch wenn Rußland unter hohen Kosten weiterhin schrittweise Geländegewinne erzielt, ist die Lage an der Front weitgehend ins Stocken geraten, und beide Seiten fügen durch ihren Drohnen- und Raketenkrieg der Energieinfrastruktur und der Schifffahrt erheblichen Schaden zu, was zu globalen Energie- und Nahrungsmittelengpässen führt und innerhalb wie außerhalb beider Länder Leid verursacht. Wenn die von der NATO unterstützte Ukraine immer weiter Rußlands rote Linien überschreitet, kann und will Putin dann die russischen Falken noch eindämmen?

Gleichzeitig finden die USA keinen diplomatischen Ausweg aus ihrem Krieg gegen den Iran, der seinerseits keinerlei Anstalten macht, den USA zu erlauben, die Krise zu beenden, die sie und Israel durch den Angriff auf den Iran ausgelöst haben. Während China darauf besteht, daß die Einheit mit Taiwan seine ultimative rote Linie ist, würde jeder in der Region davon profitieren, wenn sich die Spannungen legen und Ressourcen in Entwicklung – im Sinne von Chinas Gürtel- und Straßen-Initiative – statt in Kriegshandlungen fließen würden.

Dieser letzte Punkt sollte universell gelten. Es ist schmerzlich zu sehen, wie viele Nationen Ressourcen aus Ernährung, Wohnen, Bildung und Gesundheit in die Aufrüstung ihrer Streitkräfte umleiten. Das gilt ganz besonders für Nordamerika, Europa und Asien, wo Gespräche über friedliche Konfliktlösungen dem Gerede über Kriegsvorbereitungen weichen müssen.

Wie Sie selbst vor einigen Monaten weise und eindringlich betont haben: „Ich habe mehr als einmal den eindringlichen Appell wiederholt, den der heilige Paul VI. an die Vollversammlung der Vereinten Nationen richtete – Was mich verbindet, so bemerkte mein verehrter Vorgänger, ist ein Pakt, besiegelt ‚mit einem Eid, der die zukünftige Geschichte der Welt verändern soll: Nie wieder Krieg, nie wieder Krieg! Es ist der Frieden, der Frieden, der das Schicksal der Nationen der gesamten Menschheit leiten muß‘! Gerade im Atomzeitalter muß sich die Wahrheit durchsetzen: Nicht Atomwaffen schaffen Frieden, sondern Abrüstung. Diese Wahrheit, die in vergangenen Jahrzehnten, als wir eine nukleare Deeskalation erlebten, klar zu sein schien, wurde durch einen Rüstungswettlauf verdeckt, der heute Angst und Schrecken verbreitet.“

Es war in der Tat Papst Paul VI., der erste Papst, der im Oktober 1965 vor den Vereinten Nationen sprach und in dieser außergewöhnlichen Ansprache Präsident Kennedy zitierte: „Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen, sonst wird der Krieg der Menschheit ein Ende setzen.“ Er zitierte das Buch Jesaja: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Sicheln.“ In seiner Enzyklika Populorum Progressio von 1967 betonte Papst Paul VI.: „Entwicklung ist der neue Name für Frieden.“

Auch andere Päpste haben in Krisenzeiten mutige Initiativen ergriffen, um die Menschheit zu retten. Im Oktober 1962 plädierte Papst Johannes XXIII. für eine friedliche Lösung der Kubakrise und trug dazu bei, sowohl Präsident Kennedy als auch Generalsekretär Chruschtschow eine Möglichkeit zu bieten, das Gesicht zu wahren und die Krise diplomatisch statt militärisch zu lösen – zu einem Zeitpunkt, als ein Krieg unmittelbar bevorzustehen schien. Ein ähnliches Unterfangen könnte heute Erfolg haben, in einer Situation, in der die beiden großen Konflikte der Welt scheinbar unüberwindbar festgefahren sind.

Das gleiche gilt für das nukleare Wettrüsten, wo die neun Atommächte ihre Arsenale nicht nur modernisieren, sondern auch ausbauen – nach Jahrzehnten vernünftiger, wenn auch viel zu langsamer Abrüstung. Und zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind die beiden großen nuklearen Rivalen durch keine Verträge zur nuklearen Rüstungskontrolle mehr gebunden. Andere Länder und Gebiete, darunter Japan, Südkorea, Polen, Saudi-Arabien, Taiwan und die Ukraine, diskutieren über die Anschaffung eigener Atomwaffen, was die Welt nur zu einem noch größeren nuklearen Pulverfaß machen würde.

Ein päpstlicher Aufruf zu einem Krisengipfel, um die aktuellen Kriege zu beenden und die Tendenz zu Kriegen und Atomwaffen umzukehren, könnte den Regierungen der Welt die Chance für einen Kurswechsel bieten, weg von der derzeitigen Entwicklung zu einem Atomkrieg, der die Erde zerstört. Wir bitten Sie, Papst Leo, dringend, Ihre einzigartige moralische Autorität zu nutzen, um ein solches Treffen der Staats- und Regierungschefs der Welt, einschließlich der Staatschefs der drei wichtigsten Atommächte, einzuberufen, damit sie zusammenkommen und auf die Bitten der Menschheit reagieren, unsere Welt in eine grundlegend andere Richtung zu lenken, bevor es zu spät ist.

Erstunterzeichner:

  • Peter Kuznick, Professor für Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute, American University, Washington
  • Jack Gilroy, Pax Christi New York State Council; Veterans for Peace; Ban Killer Drones; Internationale Friedenskoalition des Schiller-Instituts
  • Ivana Nicolic Hughes, Präsidentin der Nuclear Age Peace Foundation, Senior-Dozentin für Chemie an der Columbia University (NYC)
  • Naledi Pandor, ehemalige Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, Südafrika (2019-2024)
  • S.E. Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana, 2011–2015
  • Richard Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Princeton University; ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in den palästinensischen Gebieten; Vizepräsident der Nuclear Age Peace Foundation
  • Chandra Muzaffar, islamischer Reformer und Aktivist, Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST); Koordinatorin von SHAPE (Save Humanity and Planet Earth)
  • Kathy Kelly, Pax-Christi-Friedenslehrerin 1998; Vorstandsvorsitzende von „World Beyond War“
  • David Swanson, Geschäftsführer von „World Beyond War“; Autor von „War is Still a Lie“
  • Marjorie Cohn, emeritierte Professorin an der Thomas-Jefferson-Rechtsfakultät; Dekanin der People’s Academy of International Law
  • Bandy X. Lee, Präsidentin der World Mental Health Coalition; Mitbegründer von „Preventing Violence Now“
  • James C. Cobey, Gründer von „Health Volunteers Overseas“; Mitglied des Lenkungsausschusses von „Voices from the Holy Land“; Mitglied des Internationalen Komitees zum Verbot von Landminen (ICBLM), das 1997 den Friedensnobelpreis erhielt
  • Dr. Mohammad A. Toor, Vorsitzender des Kuratoriums des Pakistani American Congress; Präsident der „American Pakistani Physicians for Justice & Democracy“; Vorsitzender der „American Muslim Alliance“
  • Ann Wright, Oberst der US-Armee (a. D.) und ehemalige US-Diplomatin (die im März 2003 aus Protest gegen den US-Krieg gegen den Irak zurücktrat); Mitglied bei „Veterans for Peace“, „World Beyond War“, „CODEPINK“ und „Hawaii Peace and Justice“
  • Susan Schnall, Präsidentin von „Veterans for Peace“ (USA)
  • Norman Solomon, nationaler Direktor von „Roots Action“; Autor
  • Martin Sheen, mit Golden Globe und Emmy ausgezeichneter Schauspieler; Pax Christi „Teacher of the Year“ (1999)
  • Setsuko Thurlow, Überlebende des Atombombenabwurfs auf Hiroshima; Friedensnobelpreisträgerin; Trägerin des Order of Canada
  • Glenn Diesen, Professor an der University of South-Eastern Norway
  • Frida Stranne, Professorin und Expertin für Außenpolitik, Schweden
  • Ray McGovern, Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity
  • Helga Zepp-LaRouche, Gründerin Schiller-Institut, Initiatorin Internationale Friedenskoalition

Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Der Westen zieht sich am eigenen Schopf — in den Sumpf!

Mittwoch, 26. August 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Am Donnerstag, dem 25. Oktober 1962, drei Tage nachdem Präsident Kennedy die Entdeckung sowjetischer Raketen auf Kuba bekannt gegeben hatte, sprach Papst Johannes XXIII. in Radio Vatikan und forderte die Regierungen der Welt auf, den Dialog fortzusetzen. Am nächsten Morgen berichtete die Prawda unter der Überschrift „Rettet den Frieden!“ (oder „Rettet die Welt!“) über diesen Appell und zitierte ihn ausführlich: Die Staats- und Regierungschefs sollten „den verzweifelten Schrei beachten, der von jedem Ort der Erde, von unschuldigen Kindern bis zu den Alten, von Einzelpersonen bis zu Gemeinschaften, zum Himmel emporsteigt: Frieden! Frieden!“ Am Tag nach dem Bericht der Prawda schlug Chruschtschow Kennedy den Tausch vor, der die Krise beendete.

Betrachten wir die gegenwärtige Situation.

Gold hat US-Staatsanleihen als den nach Marktwert größten einzelnen Reservewert der Zentralbanken überholt. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte ein Neunzehnjahreshoch. Das US-Finanzministerium verdoppelte den Umfang seiner eigenen Anleiherückkäufe, doch die Wirkung hielt nur kurz an. Am Montag kündigte der Finanzminister eine Maßnahme an, deren erklärte Bedingungen lauten, dass jede Einrichtung, die Geldwäsche im Iran ermöglicht, „aus dem US-Dollar-System ausgeschlossen wird“, und nannte Gold als einen von fünf Sektoren, gegen die Sanktionen verhängt werden sollen. Drei amerikanische Beamte teilten einem Reporter mit, dass am Freitagabend 40 Tanker die Straße von Hormus mit einer Ladung von 16 Millionen Barrel passiert hätten. Diese Behauptung lässt sich nur schwer mit den Daten kommerzieller Schiffsverfolgungsdienste in Einklang bringen, die weitaus weniger registrierte Schiffsdurchfahrten ausweisen.

Was das kostet, lässt sich in Menschen zählen. Die amerikanische Erwerbsbevölkerung verlor innerhalb von zwölf Monaten etwa 1,3 Millionen Menschen. Dieser Rückgang ist besonders auffällig in einem alternden Land, dessen Wachstum der Erwerbsbevölkerung zunehmend von Einwanderung abhängt, zumal bis Anfang 2027 eine weitere Million davon abgezogen werden soll.

Wozu ist ein Mensch da? „Es ist nicht die Ausübung körperlicher Gewalt durch Menschen, die die Menschheit beherrscht“, schrieb Lyndon LaRouche 1994 in „The Science of Physical Economy as the Platonic Epistemological Basis for All Branches of Human Knowledge“ („Die Wissenschaft der physischen Ökonomie als platonische Erkenntnistheorie für alle Zweige des menschlichen Wissens“), veröffentlicht in EIR. „Die Menschheit wird von der Kraft der Ideen beherrscht, vom Wechselspiel jener konkurrierenden Ideen, die durch den Geist der Menschen wirken und so das physische Verhalten der Gesellschaft steuern.“ Und im selben Aufsatz, gegen jede Doktrin, die Menschen in Nützliche und Entbehrliche einteilt: „Die Menschheit besteht aus nichts anderem als Individuen, denen jener Funke schöpferischer Vernunft gemeinsam ist, der alle Menschen als Ebenbild des Schöpfers auszeichnet.“

Eine Million Menschen, die aus der Erwerbsbevölkerung ausgeschlossen sind, sind keine Statistik. Es sind eine Million Köpfe, von denen die Führung einer Nation entschieden hat, dass sie sie nicht benötigt.

Erzbischof Paul Gallagher, der vatikanische Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten (Außenminister des Vatikan), befindet sich in Moskau. Er trifft sich am Dienstag, dem 25. August, mit Sergej Lawrow und am nächsten Tag mit Juri Uschakow, dem außenpolitischen Berater von Präsident Putin. In einem am 19. August veröffentlichten offenen Brief wird Papst Leo XIV. gebeten, die Staatschefs der drei wichtigsten Atommächte im Geiste des Aufrufs von Johannes XXIII. aus dem Jahr 1962 einzuberufen. Leo hat dieses Argument bereits selbst vorgebracht: Am 30. Juli 2025, anlässlich des fünfzigsten Jahrestags der Schlussakte von Helsinki, bezeichnete er es als unerlässlich, „am Dialog festzuhalten, die Zusammenarbeit zu stärken und die Diplomatie zum bevorzugten Weg zu machen“.

Werden wir heute den „Frieden retten“?


Wer treibt uns in den Atomkrieg?

Bericht vom 168. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die Internationale Friedenskoalition (IPC) hielt am 21. August ihre 168. wöchentliche Online-Sitzung ab – laut Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, möglicherweise die bisher wichtigste Sitzung überhaupt. Zwei regionale Kriege drohten außer Kontrolle zu geraten, und inzwischen werde sogar wie beiläufig über den Einsatz taktischer Atomwaffen diskutiert. So betonte kürzlich die US-Kongreßabgeordnete Marjorie Taylor Greene, wenn sie sage, daß es im Pentagon bzw. in der Regierung von Donald Trump eine offene Diskussion über den Einsatz taktischer Atomwaffen gebe, sei das keine Spekulation, sie wisse es aus direkter Quelle. Der „Staatssekretär für Kriegspolitik“ Elbridge Colby habe öffentlich bestätigt, daß das Pentagon die Richtlinien zum Atomwaffeneinsatz überprüft, um dem Präsidenten in einem regionalen Konflikt mit Rußland oder China, „rationale nukleare Optionen“ an die Hand zu geben. Colby beharre sogar darauf, daß das im Gegensatz zu den aktualisierten Nuklearstrategien (Nuclear Posture Reviews) weder vom Kongreß genehmigt noch überhaupt veröffentlicht werden müsse.

Eigentlich müßte Präsident Trump zugeben, daß er den Krieg im Iran verloren hat, sagte Zepp-LaRouche, stattdessen schwanke er zwischen Aussagen, er führe Gespräche mit den Iranern, und der Behauptung, es gebe keine Gespräche, und zuletzt habe er mit vernichtenden Sanktionen gegen den Iran und jedes Land, das mit ihm zusammenarbeitet, gedroht. Der Iran habe jedoch 47 Jahre Sanktionen überstanden, und es seien im Gegenteil die Vereinigten Staaten, die bankrott sind, da ihr Haushaltsdefizit die 40-Billionen-Dollar-Marke überschritten hat. Medienberichten zufolge drohten iranische Regierungsvertreter mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte in Europa, falls die USA den Krieg eskalieren. Israel setze den Völkermord im Gazastreifen fort und begehe im Westjordanland ähnliche Gräueltaten. Präsident Trump sei jedoch nicht fähig oder willens, Israels Ministerpräsident Netanjahu in Schach zu halten. Gleichzeitig eskalierten auch die Kämpfe in der Ukraine.

Alle diese Kriege seien eine Folge der Wirtschaftskrise des „Westens“ und seines Bestrebens, das 500 Jahre alte koloniale System der Ausbeutung aufrechtzuerhalten. Es sei besonders dringlich, den neuen Appell an Papst Leo XIV. zu verbreiten, worin er gebeten wird, ein Gipfeltreffen der Regierungen über Frieden und nukleare Abrüstung einzuberufen.

Mindestens zwei ehemalige Staatschefs haben diesen Brief bereits unterzeichnet.

Ray McGovern, pensionierter CIA-Analyst und Gründungsmitglied der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS), sagte, er habe den heutigen Morgen so begonnen wie jeden Morgen – mit dem Lesen der EIR-Nachrichten. Er empfahl den Lesern nachdrücklich einen neuen Überblicksbeitrag darin . McGovern fragte, wie Elbridge Colby überhaupt davon sprechen könne, offizielle Nukleardoktrinen zu ändern, ohne zuvor Rücksprache mit den Russen zu halten. McGovern sagte, er beobachte die Russen und zuvor die Sowjets seit über sechs Jahrzehnten, und Russland sei ein „offenes Buch“, was seine Nuklearpolitik betrifft. Colby sei noch „grün hinter den Ohren“, habe keine Erfahrung und wisse nicht, was Krieg bedeutet. McGovern hatte früher Colbys Vater, als der CIA-Chef war, über die Russen informiert. Elbridge Colby wolle nach eigener Aussage „nukleare Überlegenheit“, aber das sei unmöglich, niemand werde in einem Atomkrieg überlegen sein – daher komme der Ausdruck „Gegenseitig Garantierte Vernichtung“.

Präsident Trump sei weder körperlich noch psychisch in guter Verfassung und könnte die Welt absichtlich, versehentlich oder als Reaktion auf eine israelische Provokation unter falscher Flagge in einen Atomkrieg stürzen. Durch eine solche israelische Provokation habe Trump schon den Iran-Krieg begonnen. Der Iran habe die Straße von Hormus unter seiner Kontrolle, was dem Besitz einer Atomwaffe gleichkomme. Würde Trump mit einer Atomwaffe reagieren? Oberst Lawrence Wilkerson habe kürzlich im Podcast „Judging Freedom“ erklärt, die Führung des US-Militärs würde nicht zulassen, dass Trump Atomwaffen einsetzt. Er bete dafür, daß Wilkerson Recht behält, aber dafür gebe es keine Garantie.

McGovern erwähnte mehreren Fälle, in denen es beinahe zum Atomkrieg kam – so als 1983 das Radar der Sowjetunion einen Raketenangriff anzeigte, aber der verantwortliche Offizier, Oberstleutnant Petrow, eigenmächtig handelte und keinen Gegenangriff auslöste, weil er wußte, daß ein technisches Problem mit dem Radarsystem vorlag und der Alarm falsch war. Eine weitere Krise wurde im November 1983 abgewendet, als der CIA-Beamte Mel Goodman – mit dem McGovern zur sowjetischen Außenpolitik „stolz zusammenarbeitete“ – alle Vorgesetzten umging und CIA-Direktor Bill Casey persönlich warnte, das Weiße Haus müsse die laufenden westlichen Militärmanöver einstellen, weil man sie in Moskau als Beginn eines Angriffs auf die Sowjetunion interpretiere. Ein dritter Zwischenfall ereignete sich, als US-Präsident Nixon betrunken war und sein Berater Henry Kissinger die Militärführung warnte, falls Nixon den Befehl zum Atomangriff erteile, müßten sie erst ihn fragen. McGovern betonte, heute sei die Gefahr so groß wie seit der Kubakrise 1962 nicht mehr, und er äußerte erneut größte Besorgnis über Trumps psychischen Zustand.

Jack Gilroy, ein führender Vertreter von Pax Christi, sprach über die zunehmende Verbreitung des Schreibens, in dem Papst Leo XIV. aufgefordert wird, die Staats- und Regierungschefs der Welt zusammenzubringen, um die Notwendigkeit von Frieden und nuklearer Abrüstung anzugehen. Der Papst gelte als moralische Autorität und werde von Menschen aller Glaubensrichtungen respektiert. Früher habe er öfter seinen gewählten Kongreßabgeordneten getroffen, doch in letzter Zeit habe der das immer wieder mit Ausreden vermieden. Das letzte Mal wurde ein Treffen abgesagt, weil der Abgeordnete auf einer Israelreise war.

Garland Nixon, Medienpersönlichkeit und politischer Analyst, sagte, die europäische Oligarchie sei der fanatischste Kriegstreiber, weil sie angesichts des Endes von 500 Jahren Kolonialismus und Plünderung in Hysterie verfalle. Die Briten hätten schon versucht, alle Meeresengen zu beherrschen, aber heute hätte die Huthi mehr Kontrolle als die britische Marine. Diese Oligarchen reagierten auf den Zusammenbruch ihrer kolonialen Hierarchie wütend, rasend und irrational. Fast jeder, der in seiner Sendung anruft, wolle wissen, wie er helfen kann.

Der Co-Moderator Dennis Small sagte, die 500 Jahre kolonialer Ausbeutung und die Kampagne für einen Atomkrieg seien ein und dasselbe Problem. Elbridge Colby sei mit der Brasilianerin Susana Cordeiro Guerra verheiratet, die bei der Weltbank als Vizepräsidentin für Lateinamerika und die Karibik tätig ist. In Brasilien sei Guerra eine Protegé von Paulo Guedes, dem Finanzminister unter Präsident Jair Bolsonaro und Schüler des berüchtigten radikalen Monetaristen Milton Friedman.

Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana, kommentierte, mehrere westliche Länder versuchten verzweifelt, „die Uhr zurückzudrehen“, um die 500 Jahre Kolonialismus fortzusetzen.

Jose Vega sprach über seine unabhängige Kongreßkandidatur im New Yorker Stadtteil Bronx und über die Website TheTorresFile.com, die die Korruption des dort amtierenden Kongreßabgeordneten Ritchie Torres dokumentiert.

Die Co-Moderatorin Anastasia Battle berichtete von einer geplanten Kreuzzug-artigen gewaltsamen Konfrontation in Dearborn in Michigan zwischen christlichen Nationalisten und der großen arabischen Gemeinde dort. Zum Glück träten Aktivisten und Glaubensführer vieler Konfessionen auf den Plan, um die Gemeinschaft und das friedliche Zusammenleben zu verteidigen.

Zepp-LaRouche betonte zum Abschluß der Veranstaltung: „Wir sitzen alle im selben Boot“ – wir sind „eine Menschheit“. Die Aktiven müßten jetzt den „Erweiterten Oasenplan“ für Wirtschaftsentwicklung in Westasien vorantreiben, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen, 30 bis 50 Prozent der Bevölkerung über die Gefahren und Lösungen aufklären. Der Westen müsse sich der Globalen Mehrheit anschließen. Die Welt wolle keine Kriege und keinen Völkermord, sondern Frieden und Stabilität. Wichtige Militärs warnten, wir seien dabei, ähnlich wie 1914 schlafwandelnd in einen großen Krieg zu schlittern. Der Appell an den Papst müsse an alle Institutionen und an alle denkenden Menschen weitergeleitet werden.


Internationale Friedenskoalition #168, 21.08.2026, 17.00 Uhr

Wer schürt den Atomkrieg?

168. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Wer schürt den Atomkrieg?

21. August 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Ray McGovern, ehemaliger CIA-Analyst und Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS); Garland Nixon, erfahrener progressiver Radio- und Fernsehmoderator; Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS); sowie weitere, die in Kürze bekannt gegeben werden. sowie weitere Redner.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Warum steht die menschliche Zivilisation näher am Abgrund eines Atomkriegs als je zuvor – sogar als in der Kubakrise –, worüber mittlerweile in Mainstream- als auch alternativen Medien offen diskutiert wird, und dennoch steuern wir immer weiter auf dieses unvorstellbare, selbstmörderische Ende zu? Warum hält niemand auf, was nach übereinstimmender Meinung aller qualifizierten Experten zur Vernichtung der menschlichen Zivilisation führen würde?

Wer wäre so wahnsinnig, einen Atomkrieg zu befürworten?

„London entscheidet sich bewusst für eine Eskalation der Ukraine-Krise, während es heuchlerisch den Wunsch nach Frieden bekundet“, schrieb die russische Botschaft in London in einer Erklärung vom 17. August unter Bezug auf Berichte über britische Drohnen, die geliefert wurden, um Angriffe tief im russischen Hoheitsgebiet durchzuführen. Außenminister Sergej Lawrow brachte es in einem Interview am 18. August auf den Punkt: „Wir … haben das Recht, die stolz verkündete direkte Beteiligung britischer Raketentruppen an Angriffen gegen die Russische Föderation als Beteiligung am Krieg zu betrachten, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen.“

„Dies spiegelt die Politik bestimmter … imperialistischer oligarchischer Kreise im Westen wider“, sagte Helga Zepp-LaRouche über die führende Rolle Großbritanniens bei der Eskalation des Krieges gegen Russland. Das um die Londoner City organisierte westliche Finanzsystem sei bankrott und stehe kurz vor einem Zusammenbruch in einer systemischen Krise. „Manche Kreise glauben, dass der einzige Weg, das zu vermeiden, darin besteht, in den Krieg zu ziehen. Aber das würde in einer Katastrophe enden…“

Dieses Risiko ist nicht auf den Konflikt in der Ukraine beschränkt. Typisch ist der Fall des einflussreichen Pentagon-Staatssekretärs Elbridge Colby, einem der Hauptbefürworter des Einsatzes taktischer Atomwaffen der USA. Colbys Neuauflage von Teddy Roosevelts Politik des Big Stick – des „großen Knüppels“ –, um Russland und China aus der westlichen Hemisphäre zu verjagen, würde dazu führen, dass die USA im Auftrag der Parasiten der Londoner City und der Wall Street die Kontrolle über die materiellen Werte der ganzen Region übernehmen. Das überrascht nicht, wenn man bedenkt, dass Colbys Frau, die brasilianische Ökonomin Susana Cordeiro Guerra, ein Protegé des Friedman-Monetaristen Paulo Guedes ist, der zu der „Chicago-Boy“-Clique gehört, die Chile unter der Pinochet-Diktatur ausgeplündert hat.

Das Finanzsystem und das Kriegssystem sind ein und dasselbe.

Wer kann den Atomknopf den Menschen entziehen, die wahnsinnig genug sind, ihn zu betätigen? Wir müssen die Welt auf die akute Gefahr eines Atomkriegs aufmerksam machen, mahnte Zepp-LaRouche in ihrem Webcast vom 19. August. Zu diesem Zweck unterstützen das Schiller-Institut und viele andere einen offenen Brief an Papst Leo XIV., „Appell an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel für Frieden und atomare Abrüstung zu organisieren“, der von vielen prominenten Führungspersönlichkeiten und Aktivisten unterzeichnet wurde. Darin heißt es:

„Ein Aufruf des Papstes zu einem Krisengipfel, um die aktuellen Kriege zu beenden und die Tendenz zu Kriegen und Atomwaffen umzukehren, könnte den Regierungen der Welt die Chance für einen Kurswechsel bieten, weg von der derzeitigen Entwicklung zu einem Atomkrieg, der die Erde zerstört. Wir fordern Sie, Papst Leo, dringend auf, Ihre einzigartige moralische Autorität zu nutzen, um ein solches Treffen der Staats- und Regierungschefs der Welt, einschließlich der Staatschefs der drei wichtigsten Atommächte, einzuberufen, damit sie zusammenkommen und auf die Bitten der Menschheit reagieren, unsere Welt in eine grundlegend andere Richtung zu lenken, bevor es zu spät ist.“

Zepp-LaRouche appelliert an alle, die der Menschheit eine Zukunft sichern wollen, für den offenen Brief zu mobilisieren, Unterschriften zu sammeln und „uns bitte bei dieser Kampagne zu helfen und dafür zu sorgen, dass sie zur stärksten Botschaft an die Welt wird, dass die Weltbevölkerung keinen Dritten Weltkrieg will und nicht ausgelöscht werden will“.

Und zum Zusammenbruch des Finanzsystems sagte Zepp-LaRouche: „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Lyndon LaRouches Lösungen umgesetzt werden müssen“. Sie verwies auf LaRouches „Vier Gesetze“, die damit beginnen, das parasitäre Finanzsystem einer Insolvenzsanierung zu unterziehen und souveräne Kreditsysteme mit einer Nationalbank wiederherzustellen – ein Wirtschaftssystem für die Entwicklung der Menschheit. Entwicklung ist der neue Name für Frieden!


Aufruf an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel zu organisieren, um die Fragen des Friedens und der nuklearen Abrüstung anzugehen

Der folgende Offene Brief an Papst Leo XIV. wurde am 19. August auf der Substack-Seite von Nuclear Insanity veröffentlicht. Wenn Sie den Brief unterzeichnen wollen, füllen Sie bitte dieses Google Formular aus.

Sollten Sie kein Google- Konto haben, senden Sie bitte eine Email an fragen@schiller-institut.de, geben Sie Ihren vollständigen Namen und die Institution, die Sie vertreten an.
Wir werden Ihre Daten an die Initiatoren weiterleiten.

Wir appellieren an Sie, Papst Leo, als die führende Persönlichkeit, die sich mehr als alle anderen bemüht, für die ganze Menschheit zu sprechen, statt nur für bestimmte Nationen, Religionen oder Wählergruppen, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, um die Welt von ihrem derzeitigen Kriegskurs und einer potentiellen nuklearen Katastrophe abzubringen und um die größten Krisen, denen die Menschheit heute gegenübersteht, friedlich zu lösen. Eine solche Initiative stünde im Einklang mit Ihren wiederholten Aufrufen zu Frieden und Gerechtigkeit seit Ihrem Amtsantritt als Papst – Aufrufe, die Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen auf unserem Planeten inspirieren und ihnen Hoffnung geben.

Am 10. Juni 2025 veröffentlichte die damalige Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste der USA (DNI), Tulsi Gabbard, ein kurzes aber erschreckendes Video, das mit Bildern von Hiroshima begann und in dem sie warnte: „Wir sind dem Abgrund der nuklearen Vernichtung näher als je zuvor“ und „Kriegstreiber aus der politischen Elite schüren leichtfertig Angst und Spannungen zwischen den Atommächten“. Gabbard schloß: „Es liegt an uns, dem Volk, uns zu Wort zu melden und ein Ende dieses Wahnsinns zu fordern. Wir müssen diesen Marsch in den Atomkrieg ablehnen und auf eine Welt hinarbeiten, in der niemand in Angst vor einem atomaren Holocaust leben muß.“

Am 20. Oktober 2025 warnte der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin: „Die Welt erlebt derzeit den fragilsten Moment für die internationale Sicherheit seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Naryschkin fuhr fort: „Unsere gemeinsame und vielleicht wichtigste Aufgabe ist es, sicherzustellen, daß die Anpassung an die neue Realität ohne einen großen Krieg vonstattengeht, wie es in früheren historischen Phasen der Fall war.“ Inzwischen ist es viele Monate her, seit diese beiden Geheimdienstchefs Alarm schlugen, und wir sind der nuklearen Vernichtung nur noch näher gekommen – viel näher.

Als Gabbard und Naryschkin diese Warnungen äußerten, tobte der Krieg in der Ukraine, Israel verübte seinen Völkermord im Gazastreifen, und die Spannungen zwischen China und den USA um Taiwan und das Südchinesische Meer waren hoch. Seitdem ist der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hinzugekommen, und die Gefahr eines Dritten Weltkriegs ist damit exponentiell gewachsen.

Es tauchen immer wieder Anzeichen dafür auf, daß Regierungen für eine solche Eventualität planen, obwohl wir seit mehr als vier Jahrzehnten wissen, daß selbst ein begrenzter Atomkrieg – geschweige denn ein großer – weltweit unvorstellbare Schäden auslösen kann, darunter einen nuklearen Winter, der alles Leben auf unserem Planeten vernichten könnte. Am 20. August 2024 veröffentlichte die New York Times einen Artikel auf der Titelseite, in dem gewarnt wurde, daß sich die USA auf einen gleichzeitigen Atomkrieg an drei Fronten gegen Rußland, China und Nordkorea vorbereiteten. Am selben Tag berichtete das Bulletin of the Atomic Scientists, daß immer mehr Nuklearstrategen überzeugt sind, ein Atomkrieg könne geführt und gewonnen werden, womit sie die jahrzehntelange Erkenntnis, daß ein Atomkrieg nicht gewonnen werden kann und niemals geführt werden darf, faktisch auf den Kopf stellen.

Im November 2024 erklärte der US-Admiral Thomas Buchanan, die USA bereiteten sich darauf vor, einen Atomkrieg zu führen und zu gewinnen und dabei genügend Atomwaffen in Reserve zu halten, um ihre globale Vorherrschaft auch danach aufrechterhalten zu können.

Vor kurzem hat der politische Chef des US-Verteidigungsministeriums, Elbridge Colby, die Notwendigkeit erörtert, dass die USA zusätzlich zum Einsatz von Truppen aus Südkorea und Japan auch taktische Atomwaffen einsetzen müssten, falls es zwischen den USA und China zu Kämpfen um die Taiwanstraße kommen sollte.

Nicht nur die Experten der Weltuntergangsuhr des Bulletin of the Atomic Scientists sind der Ansicht, daß sich die Welt immer mehr der nuklearen Vernichtung nähert. Und zusätzlich zu den Drohungen der USA haben mehrere einflußreiche russische Politiker Wladimir Putin dazu aufgefordert, Atomwaffen einzusetzen, um die Ukraine zu besiegen.

Wir, die Unterzeichner aus aller Welt, halten den Zeitpunkt für günstig, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, der sich mit den großen Konflikten in der Welt befaßt, und mit der Notwendigkeit, dem nuklearen Abgrund zu entkommen. Rußland steckt seit fast fünf Jahren in der Ukraine fest. Auch wenn Rußland unter hohen Kosten weiterhin schrittweise Geländegewinne erzielt, ist die Lage an der Front weitgehend ins Stocken geraten, und beide Seiten fügen durch ihren Drohnen- und Raketenkrieg der Energieinfrastruktur und der Schifffahrt erheblichen Schaden zu, was zu globalen Energie- und Nahrungsmittelengpässen führt und innerhalb wie außerhalb beider Länder Leid verursacht. Wenn die von der NATO unterstützte Ukraine immer weiter Rußlands rote Linien überschreitet, kann und will Putin dann die russischen Falken noch eindämmen?

Gleichzeitig finden die USA keinen diplomatischen Ausweg aus ihrem Krieg gegen den Iran, der seinerseits keinerlei Anstalten macht, den USA zu erlauben, die Krise zu beenden, die sie und Israel durch den Angriff auf den Iran ausgelöst haben. Während China darauf besteht, daß die Einheit mit Taiwan seine ultimative rote Linie ist, würde jeder in der Region davon profitieren, wenn sich die Spannungen legen und Ressourcen in Entwicklung – im Sinne von Chinas Gürtel- und Straßen-Initiative – statt in Kriegshandlungen fließen würden.

Dieser letzte Punkt sollte universell gelten. Es ist schmerzlich zu sehen, wie viele Nationen Ressourcen aus Ernährung, Wohnen, Bildung und Gesundheit in die Aufrüstung ihrer Streitkräfte umleiten. Das gilt ganz besonders für Nordamerika, Europa und Asien, wo Gespräche über friedliche Konfliktlösungen dem Gerede über Kriegsvorbereitungen weichen müssen.

Wie Sie selbst vor einigen Monaten weise und eindringlich betont haben: „Ich habe mehr als einmal den eindringlichen Appell wiederholt, den der heilige Paul VI. an die Vollversammlung der Vereinten Nationen richtete – Was mich verbindet, so bemerkte mein verehrter Vorgänger, ist ein Pakt, besiegelt ‚mit einem Eid, der die zukünftige Geschichte der Welt verändern soll: Nie wieder Krieg, nie wieder Krieg! Es ist der Frieden, der Frieden, der das Schicksal der Nationen der gesamten Menschheit leiten muß‘! Gerade im Atomzeitalter muß sich die Wahrheit durchsetzen: Nicht Atomwaffen schaffen Frieden, sondern Abrüstung. Diese Wahrheit, die in vergangenen Jahrzehnten, als wir eine nukleare Deeskalation erlebten, klar zu sein schien, wurde durch einen Rüstungswettlauf verdeckt, der heute Angst und Schrecken verbreitet.“

Es war in der Tat Papst Paul VI., der erste Papst, der im Oktober 1965 vor den Vereinten Nationen sprach und in dieser außergewöhnlichen Ansprache Präsident Kennedy zitierte: „Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen, sonst wird der Krieg der Menschheit ein Ende setzen.“ Er zitierte das Buch Jesaja: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Sicheln.“ In seiner Enzyklika Populorum Progressio von 1967 betonte Papst Paul VI.: „Entwicklung ist der neue Name für Frieden.“

Auch andere Päpste haben in Krisenzeiten mutige Initiativen ergriffen, um die Menschheit zu retten. Im Oktober 1962 plädierte Papst Johannes XXIII. für eine friedliche Lösung der Kubakrise und trug dazu bei, sowohl Präsident Kennedy als auch Generalsekretär Chruschtschow eine Möglichkeit zu bieten, das Gesicht zu wahren und die Krise diplomatisch statt militärisch zu lösen – zu einem Zeitpunkt, als ein Krieg unmittelbar bevorzustehen schien. Ein ähnliches Unterfangen könnte heute Erfolg haben, in einer Situation, in der die beiden großen Konflikte der Welt scheinbar unüberwindbar festgefahren sind.

Das gleiche gilt für das nukleare Wettrüsten, wo die neun Atommächte ihre Arsenale nicht nur modernisieren, sondern auch ausbauen – nach Jahrzehnten vernünftiger, wenn auch viel zu langsamer Abrüstung. Und zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind die beiden großen nuklearen Rivalen durch keine Verträge zur nuklearen Rüstungskontrolle mehr gebunden. Andere Länder und Gebiete, darunter Japan, Südkorea, Polen, Saudi-Arabien, Taiwan und die Ukraine, diskutieren über die Anschaffung eigener Atomwaffen, was die Welt nur zu einem noch größeren nuklearen Pulverfaß machen würde.

Ein päpstlicher Aufruf zu einem Krisengipfel, um die aktuellen Kriege zu beenden und die Tendenz zu Kriegen und Atomwaffen umzukehren, könnte den Regierungen der Welt die Chance für einen Kurswechsel bieten, weg von der derzeitigen Entwicklung zu einem Atomkrieg, der die Erde zerstört. Wir bitten Sie, Papst Leo, dringend, Ihre einzigartige moralische Autorität zu nutzen, um ein solches Treffen der Staats- und Regierungschefs der Welt, einschließlich der Staatschefs der drei wichtigsten Atommächte, einzuberufen, damit sie zusammenkommen und auf die Bitten der Menschheit reagieren, unsere Welt in eine grundlegend andere Richtung zu lenken, bevor es zu spät ist.

Erstunterzeichner:

  • Peter Kuznick, Professor für Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute, American University, Washington
  • Jack Gilroy, Pax Christi New York State Council; Veterans for Peace; Ban Killer Drones; Internationale Friedenskoalition des Schiller-Instituts
  • Ivana Nicolic Hughes, Präsidentin der Nuclear Age Peace Foundation, Senior-Dozentin für Chemie an der Columbia University (NYC)
  • Naledi Pandor, ehemalige Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, Südafrika (2019-2024)
  • S.E. Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana, 2011–2015
  • Richard Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Princeton University; ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in den palästinensischen Gebieten; Vizepräsident der Nuclear Age Peace Foundation
  • Chandra Muzaffar, islamischer Reformer und Aktivist, Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST); Koordinatorin von SHAPE (Save Humanity and Planet Earth)
  • Kathy Kelly, Pax-Christi-Friedenslehrerin 1998; Vorstandsvorsitzende von „World Beyond War“
  • David Swanson, Geschäftsführer von „World Beyond War“; Autor von „War is Still a Lie“
  • Marjorie Cohn, emeritierte Professorin an der Thomas-Jefferson-Rechtsfakultät; Dekanin der People’s Academy of International Law
  • Bandy X. Lee, Präsidentin der World Mental Health Coalition; Mitbegründer von „Preventing Violence Now“
  • James C. Cobey, Gründer von „Health Volunteers Overseas“; Mitglied des Lenkungsausschusses von „Voices from the Holy Land“; Mitglied des Internationalen Komitees zum Verbot von Landminen (ICBLM), das 1997 den Friedensnobelpreis erhielt
  • Dr. Mohammad A. Toor, Vorsitzender des Kuratoriums des Pakistani American Congress; Präsident der „American Pakistani Physicians for Justice & Democracy“; Vorsitzender der „American Muslim Alliance“
  • Ann Wright, Oberst der US-Armee (a. D.) und ehemalige US-Diplomatin (die im März 2003 aus Protest gegen den US-Krieg gegen den Irak zurücktrat); Mitglied bei „Veterans for Peace“, „World Beyond War“, „CODEPINK“ und „Hawaii Peace and Justice“
  • Susan Schnall, Präsidentin von „Veterans for Peace“ (USA)
  • Norman Solomon, nationaler Direktor von „Roots Action“; Autor
  • Martin Sheen, mit Golden Globe und Emmy ausgezeichneter Schauspieler; Pax Christi „Teacher of the Year“ (1999)
  • Setsuko Thurlow, Überlebende des Atombombenabwurfs auf Hiroshima; Friedensnobelpreisträgerin; Trägerin des Order of Canada
  • Glenn Diesen, Professor an der University of South-Eastern Norway
  • Frida Stranne, Professorin und Expertin für Außenpolitik, Schweden
  • Ray McGovern, Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity
  • Helga Zepp-LaRouche, Gründerin Schiller-Institut, Initiatorin Internationale Friedenskoalition


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Kriegstreiber diskutieren Einsatz taktischer Nuklearwaffen

Mittwoch, 19. August 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Die ehemalige US-Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene hat für heftige Aufregung gesorgt, als sie auf X schrieb, dass sie keine Spekulationen anstelle, wenn sie behaupte, Präsident Trump erwäge Atomschläge gegen den Iran.

In einem Beitrag, der mittlerweile über fünf Millionen Aufrufe erhalten hat, erklärte sie: „In Strategiesitzungen wird über den Einsatz von Atomwaffen gegen den Iran diskutiert. Ja, Sie haben richtig gelesen. Es ist wahr. Ich spekuliere nicht, ich weiß es. Und es ist das pure Böse.“

Der Sprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, reagierte umgehend und erklärte gegenüber USA Today: „Marjorie ‚Versagerin‘ Greene hat keine Ahnung, wovon sie spricht … Sie ist völlig außen vor und sollte aufhören, Fake News zu verbreiten.“

Ehrlichkeit war bisher keine herausragende Eigenschaft der Trump-Regierung, doch anstatt über mögliche Eventualitäten zu spekulieren, sollte sich angesichts des enormen Zerstörungspotenzials von Atomwaffen jeder dafür einsetzen, dass keine Atomwaffe zum Einsatz kommt. Weder im Iran noch irgendwo anders.

General a. D. Harald Kujat, der vor zwei Jahrzehnten Vorsitzender des NATO-Militärausschusses war, hatte einmal erklärt, die große Angst der Sowjetunion – heute der Russischen Föderation – bestehe vor einer umgekehrten Kubakrise. Schlimmer noch: Die russische Führung weiss, dass der britische Premierminister Winston Churchill bereits vor Ende des Zweiten Weltkriegs einen nuklearen Erstschlag gegen die damalige Sowjetunion in Erwägung gezogen hatte.

Betrachtet man den Verlauf der Geschichte seit dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki – der wohl eher der Einschüchterung Russlands diente als der Niederlage Japans (das bereits besiegt war) –, so hat sich die Welt, abgesehen von einigen kurzen Ausnahmen, immer weiter in Richtung eines Atomkrieges bewegt.

Der amerikanische Staatsmann und ehemalige Präsidentschaftskandidat Lyndon LaRouche warnte im Jahr 2011, als Muammar Gaddafi auf offener Straße brutal ermordet wurde, dass dies die Vorbereitung auf einen Krieg mit Russland darstelle.

Der Marsch in Richtung eines Atomkriegs mit Russland wurde von den anglo-zionistischen Milliardären der Epstein-Klasse vorangetrieben, die hinter allen späteren amerikanischen Präsidentschaften standen – von Barack Obama bis hin zu Donald Trumps zweiter Amtszeit.

Heute steht noch mehr auf dem Spiel, da sich ihre mehrere Billiarden Dollar große Spekulationsblase dem Ende ihrer Tragfähigkeit nähert. Leute, die nichts dabei finden, Kinder zu vergewaltigen und aus nächster Nähe zu erschießen, werden auch vor dem Einsatz einer Atomwaffe nicht zurückschrecken. Vor diesem Hintergrund verfolgen diese Leute zwei Ziele, die sich hervorragend ergänzen: 1. Die Weltbevölkerung zu reduzieren, 2. Ihre monetaristische Finanzdiktatur aufrechtzuerhalten.

Das Problem, vor dem sie stehen, ist, dass Menschen keine Tiere sind. Wie Friedrich Schiller, der Dichter der Freiheit, in seinem Drama „Wilhelm Tell“ sagte: „Eine Grenze hat Tyrannenmacht.“ Milliarden von Menschen in den Staaten der BRICS-plus, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und der Organisation für Afrikanische Einheit, um nur einige zu nennen, lehnen die alte Kolonialordnung ab. Sie glauben nicht daran, dass Macht Recht schafft.

China hat Hunderte Millionen Menschen aus der Armut befreit, und Indien feierte am 15. August 79 Jahre Unabhängigkeit vom Britischen Empire.

Um ein thermonukleares Armageddon zu vermeiden, müssen die Länder des Westens, insbesondere die Vereinigten Staaten, erkennen, dass sie eine gemeinsame Zukunft mit der gesamten Menschheit haben.

In Kürze wird ein zweiter Brief an Papst Leo verbreitet werden, unterzeichnet von prominenten Friedensaktivisten, politischen Führern, Militäranalysten und anderen, in dem der Papst gebeten wird, eine internationale Friedens-Sonderkonferenz einzuberufen. Es ist in der Tat ein glücklicher Umstand, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche aus den Vereinigten Staaten stammt und dass er mit den Schriften von Nikolaus von Kues vertraut ist.

Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, hat vor fast drei Jahren die Internationale Friedenskoalition (IFK) ins Leben gerufen, die, wie die ehemalige südafrikanische Außenministerin Naledi Pandor sagte, zu einem wichtigen Treffpunkt für die „Erwachsenen im Raum“ geworden ist. Am 4. September wird die IFK zudem ein EIR-Krisenforum veranstalten: Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in den Amerikas.

Der LaRouche-Kongresskandidat Jose Vega führt in den USA einen entschlossenen Kampf gegen die Epstein-Elite, indem er gegen einen ihrer führenden Vertreter, Richie Torres aus der Bronx, antritt. Die unabhängige Präsidentschaftskandidatin Diane Sare, eine langjährige Weggefährtin von LaRouche, ist zur Sprecherin einer völlig anderen amerikanischen Politik geworden, wie aus ihrem Interview mit TASS hervorgeht.

Am 11. September wird der New Yorker Chor des Schiller-Instituts anlässlich des 25. Jahrestags der Anschläge vom 11. September mit einer Aufführung von Beethovens Neunter Symphonie und Brahms’ Nänie Schillers Ideen zum Leben erwecken.

Wir kennen die Übeltäter. Schließen Sie sich uns an und unterstützen Sie unsere Arbeit!


Der freie Fall der deutschen Wirtschaft muß gestoppt werden! Deutschland muß vor dem Ausverkauf gerettet werden!

Einladung zum Online-Krisenforum des Schiller-Instituts am 1. September 2026, 17.00 Uhr

Programm:

Helga Zepp-LaRouche
: Auswirkungen der gegenwärtigen weltwirtschaftlichen Dynamik auf Deutschlands Volkswirtschaft
Rainer Apel: Moderne Infrastruktur — Rückgrat jeder Industrienation
Claudio Celani: Automotive, Maschinenbau, Energie: Wie kann der Kollaps verhindert werden?
Christoph Mohs: Raumfahrtsektor: Schlüssel zum wirtschaftlichen Wiederaufbau. 
Stephan Ossenkopp: Warum die BRICS  für Deutschland überlebenswichtig sind 

Schiller-Institut veranstaltet Forum zur Lage Deutschlands

Ein Online-Seminar des Schiller-Instituts diskutierte darüber, wie der freie Fall der deutschen Wirtschaft gestoppt werden kann.

„Der freie Fall der deutschen Wirtschaft muß gestoppt werden! Deutschland muß vor dem Ausverkauf gerettet werden!“ lautete der Titel eines Online-Seminars des Schiller-Instituts am 1. September. Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, hielt die Eröffnungsrede und fungierte zudem als Moderatorin. Ziel des Seminars sei es, erklärte sie zu Beginn, in allen Institutionen und Schichten der Gesellschaft eine Diskussion über Lösungen für die tiefe Krise in Deutschland anzustoßen. Es entwickelte sich eine außerordentlich lebendige Veranstaltung. Nach jedem Redner gab es Zeit für Diskussion, und zahlreiche Teilnehmer des Seminars meldeten sich mit Fragen oder Anmerkungen zu Wort.

In ihrer Eröffnungsrede umriß Zepp-LaRouche die weltweite politische und strategische Lage und ging dabei auch auf die erschreckende wirtschaftliche und soziale Situation in Deutschland ein. Besonders bedrohlich seien die Situation des Bundeshaushalts und die angehäuften Schulden. Zwar habe die Verschuldung in Deutschland noch nicht das Niveau der Vereinigten Staaten erreicht, doch die Entwicklung gehe in dieselbe Richtung, was sie anhand einiger Diagramme aufzeigte. Hinzu kämen massive Preissteigerungen aufgrund des Krieges gegen den Iran und der Sperrung der Straße von Hormus, so daß sich die deutsche Wirtschaft derzeit im freien Fall befinde.

Es gebe Wege aus der Krise, betonte sie, doch dies erfordere eine öffentliche Debatte. Deutschland sei seit Bismarck eine Exportnation, es habe zwar immer über wenig Ressourcen verfügt, doch eine hohe Qualität in Bildung und Wissenschaft sowie ein hohes Exportniveau hätten das Land erfolgreich gemacht. Um das erneut zu erreichen, müsse Deutschland mit China und dem gesamten Globalen Süden nach dem Vorbild der „Belt and Road“-Initiative zusammenarbeiten; dabei hob sie insbesondere den „Erweiterten Oasenplan“ hervor. (Die Mitschrift ihrer Ausführungen finden Sie in dieser Ausgabe.)

Rainer Apel sprach als nächster Redner über die Infrastruktur und stellte unmißverständlich fest, in der politischen Elite verstehe niemand, was Infrastruktur eigentlich ist. Dem Infrastrukturbericht aus dem Jahr 2022 zufolge müßten 7000 Kilometer Autobahn, 8000 Brücken und 10.000 Kilometer Bundes- und Landesstraßen saniert werden, zusätzlich zu 60.000 Brücken in den Städten. Dabei sei der Finanzbedarf für die Sanierungsmaßnahmen doppelt so hoch wie das gesamte Budget, das derzeit für die Infrastruktur vorgesehen ist.

Als Beispiel für wichtige große Infrastrukturprojekte nannte Apel die von dem badischen Ingenieur Johann Gottfried Tulla durchgeführte Rheinbegradigung im 19. Jahrhundert, welche die Möglichkeit eröffnete, Land im Norden zu entwässern, den Kohlebergbau im Ruhrgebiet zu entwickeln und südlich von Bingen die chemische Industrie aufzubauen.

Zepp-LaRouche ergänzte anschließend, Kreditvergabe für Infrastrukturprojekte und Industrieaufbau sei nicht inflationär, wie bereits 1931 im Lautenbach-Plan dargelegt wurde – im Gegensatz zu den derzeitigen massiven Militärausgaben.

Claudio Celani sprach dann über die Krise der Automobilindustrie in Deutschland, die lange Zeit das Rückgrat der deutschen Wirtschaft war und eng mit dem Maschinen- und Anlagenbau verbunden ist. Alle Unternehmen, auch der VW-Vorstand, wüßten, daß der Ausstieg aus der Kernenergie, dann der Ausstieg aus der Kohle und schließlich der Verzicht auf russisches Gas Deutschland in den Zustand eines „Dritte-Welt-Landes“ versetzt hätten. Durch den „Green Deal“, die grüne Politik und die explodierenden Energiepreise sei alles, was bisher kostengünstig war, für viele unerschwinglich geworden, so daß die Verkaufszahlen für Autos in Deutschland zurückgegangen seien und die Menschen zunehmend alternde Autos benutzten.

Als nächster sprach Christoph Mohs – basierend auf einer Studie von Dean Andromidas – über die Vergangenheit und Zukunft der europäischen und deutschen Raumfahrt, wobei er die überspitzte Frage stellte: Sind Investitionen in die Raumfahrt verschwendetes Geld? Dies sei leider eine verbreitete irrige Ansicht, der Mohs entgegenhielt, daß die Weltraumforschung und der Raumfahrtsektor es der Gesellschaft ermöglichen, über den engen irdischen Horizont hinauszublicken. Unter Verweis auf „Raumfahrtpioniere“ wie Johannes Kepler, Hermann Oberth, Wernher von Braun und Krafft Ehricke, der das Konzept des „extraterrestrischen Imperativs“ entwickelte, unterstrich Mohs, daß die Raumfahrt immer als Motor für Wissenschaft, Technologie, Bildung und Infrastrukturentwicklung gedient habe.

Der letzte Redner war Stephan Ossenkopp, der – vor kurzem von einer Chinareise zurückgekehrt – die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit Deutschlands mit den BRICS-Staaten betonte. Eine langfristige Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten könne das Überleben Deutschlands als Industrienation sichern und die industrielle Entwicklung vorantreiben, da Deutschland als Exportnation auf langfristige Verträge und Abkommen angewiesen sei. Es sei offensichtlich, daß die BRICS-Staaten mit den westlichen Ländern zusammenarbeiten wollen – sie sind nicht unsere Feinde, betonte Ossenkopp. Was sie wollen, seien gleichberechtigte Beziehungen auf Augenhöhe. Deutschland könnte beispielsweise mit Rußland im Bereich der Kernenergie zusammenarbeiten. Eine Abkopplung von China wäre „wirtschaftliches Harakiri“. Er hob hervor, daß alle BRICS-Staaten auch in der Weltraumforschung arbeiten und ihre Raumfahrtsektoren vorantreiben.

Am Ende des fast dreistündigen Seminars äußerten viele Teilnehmer ihre Absicht, in Kürze weitere ähnliche Treffen zu veranstalten oder daran mitzuwirken. Den Mitschnitt des Seminars finden Sie im Youtube-Kanal des Schiller-Instituts.

mfm/wol

Täglich überschlagen sich die Nachrichten: Werkschließungen, Verlust von Arbeitsplätzen im sechsstelligen Bereich, wirtschaftliche Verödung ganzer Regionen, Zerfall der Infrastruktur, Bildungsmisere, Sozialabbau vom Gesundheitssektor bis zur Familienpolitik und Rente. Vor unseren Augen wird gerade so ziemlich alles demontiert, was wir in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut hatten! Wenn wir verhindern wollen, daß unser Land in der kommenden Zeit von sozialer Zerrüttung und Spannungen destabilisiert wird, müssen wir dringend eine neue Zukunftsperspektive erkennbar machen.

Dabei ist es absolut möglich, das Ruder herumzureißen. Die geopolitischen Veränderungen erfordern eine Neuorientierung: Wenn Amerika wiederholt die Grundlagen der Partnerschaft in Frage stellt – Zollkrieg und Grönland seien hier nur stellvertretend erwähnt -, wenn die EU-Politik des „Green Deal“ und einer geopolitisch motivierten Außenpolitik uns von einer Wachstumsperspektive abschneiden, dann müssen wir unsere Interessen neu definieren.

Die gigantischen Aufrüstungsprogramme, die mit sogenannten Sondervermögen finanziert werden, tragen nichts zur wirklichen Wertschöpfung bei, außer bei den Spekulationsgewinnen sogenannter Investoren. In Wirklichkeit ist die Militarisierung eine Wette mit dem Teufel, an deren Ende die Existenz Deutschlands der Einsatz ist.

Die strategische Landkarte hat sich verändert: Die Staaten des Globalen Südens sind entschlossen, 500 Jahre Kolonialzeit hinter sich zu lassen, und haben damit begonnen, vor allem durch die Kooperation mit China die Wertschöpfungskette in ihren eigenen Ländern aufzubauen, mit der Perspektive, in naher Zukunft Nationen mit mittlerem Einkommen zu werden. Damit erschließen sich für exportorientierte Länder wie die Bundesrepublik Deutschland expandierende Märkte mit großem Wachstumspotential.

Die Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten liegt im natürlichen Eigeninteresse Europas. Die Kooperation mit den Staaten von ASEAN, CELAC, der SCO, der EAEU, der AU und weiteren Organisationen des Globalen Südens wird von diesen Institutionen gewünscht und eröffnet den Zugang zu den Märkten von 85 Prozent der Weltbevölkerung.

Ohne die Zusammenarbeit mit China würden wir uns von allen Zukunftstechnologien abschneiden. Laut dem australischen ASPI (Australian Strategic Policy Institute) liegt China nach dem aktuellsten ASPI Critical Technology Tracker (Datenjahr 2025) bei 69 von 74 untersuchten kritischen Technologien weltweit auf Platz 1. Das sind rund 93% der erfaßten Bereiche.

Wenn Deutschland, das einmal als das Volk der Denker, Dichter und Erfinder galt, wieder im internationalen Wettbewerb aufholen will, müssen wir Zukunftsbereiche wie Raumfahrt und Fusionstechnologie priorisieren. Um Investitionslücken zu schließen, brauchen wir eine erhebliche Aufstockung der ESA-Beiträge, eine Stärkung des nationalen Raumfahrtprogramms, wie z.B. des European Launcher Challenge (ELC), Investitionen in die Serienfertigung; Europa braucht einen unabhängigen Zugang zum All, und die Satellitensysteme Galileo und Copernicus müssen resilienter gemacht werden.

Im Bereich Fusionsforschung ist Deutschland mit den drei nationalen „Fusionshubs“ – dem Stellarator-Konzept in Greifswald, dem Laserfusions-Modell in Biblis und dem Tritium-Brennstoffkreislauf-Modell in Karlsruhe – im Prinzip gut aufgestellt, aber der „Aktionsplan Fusion“ der Bundesregierung sollte massiv aufgestockt und die Zusammenarbeit mit Industrie und innovativen Startups massiv ausgebaut werden.

Deutschland braucht dringend eine Renaissance des Humboldtschen Erziehungsmodells. Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen, daß Deutschland im internationalen Wettbewerb abgehängt wird – rund ein Viertel der 15-Jährigen erreicht nicht einmal die Mindeststandards in Kernkompetenzen. Gefördert werden müssen frühkindliche Bildung und Sprachförderung, Überwindung des Lehrkräftemangels und deren Weiterbildung gemäß des Humboldtschen Bildungsideals. Die Bildungsungerechtigkeit muß aktiv bekämpft werden.

Anstatt die Eskalationsspirale mit Rußland bis zum Punkt ohne Wiederkehr zu steigern, müssen wir die Diplomatie und Kooperation mit Rußland wiederherstellen – einem Land mit elf Zeitzonen, das auf seinem riesigen, nur teilweise erschlossenen Territorium über alle Elemente des Periodensystems verfügt -, was uns Zugang zu Rohstoffen und billiger Energie ermöglichen würde.

Anstatt Frontex gegen Flüchtlinge einzusetzen, sollten wir auf Papst Leo XIV. hören und dafür sorgen, daß in den Herkunftsländern der Flüchtlinge Bedingungen geschaffen werden, damit sie in ihrer Heimat bleiben können. Das heißt, wir sollten uns gemeinsam mit China und anderen Nationen an Joint Ventures bei der Industrialisierung Afrikas, den ärmeren Teilen Asiens und Lateinamerikas beteiligen. Afrika z.B. wird 2050 ein Kontinent mit 2,5 Milliarden Menschen mit einem Durchschnittsalter von ca. 20 Jahren sein (Deutschland 47 Jahre). Das heißt, wir müssen Afrika helfen, in den nächsten 24 Jahren rund eine Milliarde neuer produktiver Arbeitsplätze zu schaffen.


Die US-Kriegsmaschinerie ist überfordert, aber das Empire wird nicht kampflos untergehen

Bericht von der 167. Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition

 

Die 167. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 14. August begann mit einem Überblick der Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, Helga Zepp-LaRouche, über die Weltlage. Sie warnte, die Vorstellung, daß das anglo-amerikanische Empire so friedlich von der Bildfläche verschwinden könnte wie vorher die Sowjetunion, sei leider unrealistisch. Der Iran-Krieg „ist für die Vereinigten Staaten verloren“, sie hätten ihr Ziel eines Regimewechsels nicht erreicht und ihre Waffenvorräte aufgebraucht. Präsident Trump finde offenbar keinen gesichtswahrenden Ausweg. Die neue „Mekka-Allianz“ aus Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei habe große Bedeutung, weil diese Länder alle bisher enge Partner der Vereinigten Staaten waren. Die Situation sei sehr komplex und „birgt immer noch das Potential, sich zu einem globalen Atomkrieg auszuweiten“.

Um den Ukraine-Krieg herrsche nach wie vor „eine Situation äußerster Spannung“, während die Grausamkeiten von Tag zu Tag schlimmer werden. Die USA hätten in Panama offen ihre Vorherrschaft über die gesamte westliche Hemisphäre verkündet, das sei ein klarer Verstoß gegen den Geist der Monroe-Doktrin. Zepp-LaRouche äußerte die Hoffnung, daß Chinas Globalen Governance-Initiative im nächsten Monat auf die Tagesordnung der UN-Generalversammlung kommt.

Richard Anderson Falk ist emeritierter Professor für Völkerrecht an der Princeton-Universität, Vorsitzender des Kuratoriums des Euro-Mediterranean Human Rights Monitor und war von 2008-14 UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage in den palästinensischen Gebieten. Er hob zunächst einen von Zepp-LaRouche angesprochenen Punkt hervor: den Kontrast zwischen dem friedlichen Niedergang der Sowjetunion und dem kriegerischen Um-Sich-Schlagen der Anglo-Amerikaner. Der Völkermord in Gaza sei für die US-Rüstungsindustrie hochprofitabel gewesen, und die private Wirtschaft mache mit Übertreibungen zu Sicherheitsbedrohungen und Sicherheitsinteressen Druck auf die US-Regierung. Wir seien im „Zeitalter des Finanzkapitals“, in dem Profit Vorrang vor Produktion und nationalen Interessen hat, und dies befeure die kriegerische US-Außenpolitik. „Die westlichen Vorstöße, Kolonialkriege zu führen…, haben keinen politischen Sieg gebracht. Die militärisch schwächere Seite hat sich durchgesetzt.“ Diese „Überflüssigkeit militärischer Macht“ sei ermutigend, werde aber von den Konzernen in Frage gestellt, die immer verdienen, ob Kriege nun gewonnen oder verloren werden.

Die Iraner hätten gelernt, daß man dem Westen nicht vertrauen kann, nachdem die Vereinigten Staaten zweimal mitten in diplomatischen Verhandlungen Kriege begonnen haben. Daß die USA nicht fähig sind, mit diesem Wahnsinn aufzuhören, lasse sich nur teilweise durch den Stil und die Persönlichkeit Donald Trumps erklären; man müsse auch die tiefer liegenden, strukturellen Probleme betrachten. Wenn die „Mekka-Allianz“ voranschreiten und weitere Länder einbeziehen sollte, dann würden wir bald nicht mehr vom „Nahen Osten“ sprechen – dem europäisch geprägten Begriff -, sondern von „Westasien“, wie der Globale Süden und die asiatischen Länder die Region bezeichnen.

Zepp-LaRouche ergänzte, das Konzept von „Kapitalismus oder Imperialismus“ habe eine neue Stufe erreicht. Das Konzept des „souveränen Staates“ sei praktisch hinfällig, die Milliardärsklasse habe nun das Sagen, und wir hätten es mit einem „Neo-Feudalismus“ zu tun. Länder, die versuchten, in gutem Glauben mit den USA zu verhandeln, kämen nun zu dem Schluß, daß man ihnen nicht trauen kann.

Der Co-Moderator Dennis Speed bat Falk um eine Einschätzung der „Privatisierung des Krieges“ und der Behauptung eines britischen Wissenschaftlers, wir seien „zurück in der Palmerston-Ära“, nachdem britischen Premierminister und Außenminister Lord Palmerston aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Falk antwortete, die Lage heute sei aufgrund technologischer Veränderungen eine andere. Mit der Gründung der UNO habe es das Bestreben gegeben, sich von der Hobbesschen Anarchie nach dem Motto „Macht schafft Recht“ zu lösen und hin zu einer westfälischen Weltordnung zu gelangen; aber weil die Bemühung unzureichend war, konnte „die dominierenden Akteure die Waage zu ihren Gunsten beeinflussen“. So habe der UN-Sicherheitsrat heute die Verbrechen der Neokonservativen gegen Gaza und den Iran ermöglicht.

Zepp-LaRouche sagte, die Bemühungen um eine Überwindung dieser Situation würden durch die Mainstream-Medien behindert, die „eine Darstellung präsentieren, die der Realität völlig widerspricht“.

Ulf Sandmark, Präsident des Schiller-Instituts in Schweden, berichtete über die wöchentlichen Friedensdemonstrationen dort. Damit „wird versucht, den Bann zu brechen“, wo das Eintreten für diplomatische Lösungen statt Krieg als Tabu gelte. In Schweden würden Kriegsgegner in der Politik von den Parteien an den Rand gedrängt und aus der Medienberichterstattung ausgeschlossen. Das Schiller-Institut beziehe diese Politiker in seine Demonstrationen ein und verschaffe ihnen Gehör.

Larry Johnson, ehemaliger CIA-Beamter und Mitglied der „Geheimdienstveteranen für Vernunft“, (VIPS), stellte fest, Rußland sei in der Ukraine von einer „militärischen Sonderoperation“ zu einem ausgewachsenen Krieg übergegangen. Ein Ausdruck davon sei die erzwungene vollständige Einstellung des Schiffsverkehrs im Schwarzen Meer, die für die Ukraine verheerende Folgen habe. Er führte zahlreiche weitere Entwicklungen in der Kriegsführung Rußlands auf und verglich diese mit dem Krieg im Iran. Beide Kriege offenbarten den „wahnwitzigen Charakter“ der US-Politik. Trump habe verkündet, die Straße von Hormus sei offen und „unter unserer Kontrolle“. Wenn das der Fall ist, warum verhängen die USA dann eine Blockade? Die schmerzhaften wirtschaftlichen Folgen des Krieges seien aber völlig abgekoppelt von der Fantasiewelt der Wall Street, die so oder so Gewinn mache.

Das US-Militär stecke an zwei Fronten in Schwierigkeiten. Erstens habe es keinen Zugang zu den Seltenen Erden und anderen Rohstoffen, die zur Auffüllung der erschöpften Rüstungsvorräte benötigt werden. China habe eine fast monopolistische Kontrolle über diese Seltenen Erden. Zweitens „ist das Militär auf breiter Front in einer psychischen Krise“. So gebe es eine Welle von Selbstmorden und anderen Todesfällen im Zusammenhang mit sinkender Moral und psychischem Streß unter den Militärangehörigen. In den Berichten über Todesfälle an Bord des Flugzeugträgers Abraham Lincoln würde die Zahl der Opfer deutlich unterschätzt. Es werde eine politische Reaktion der wütenden Eltern der betroffenen Soldaten und Matrosen geben.

Johnson sagte, das US-Militär sei „nicht das größte oder mächtigste Militär der Welt“, aber das teuerste. Er verwies auf die astronomischen Kosten von Flugzeugen und Drohnen, von denen viele im Iran-Krieg zerstört worden seien. Er kritisierte die „profitorientierten Zusammenarbeit“ zwischen dem Militär und der Rüstungsindustrie. Es stelle sich die Frage, ob „Faschismus“ dafür ein zu starker Begriff sei. Das sei ein „Monster des Kapitalismus der Vetternwirtschaft“. Rußland und China, deren Militärhaushalte im Vergleich dazu winzig seien, hätten größere technische Erfolge erzielt.

Zepp-LaRouche kam auf das zurück, was Papst Leo XIV. als „neuen Turm zu Babel“ bezeichnet. Peter Thiel, Gründer des Silicon-Valley-Konzerns Palantir Technologies, sage ganz offen, daß Mitglieder der Milliardärsklasse sich nicht scheuen sollten, mit ihrem Reichtum und ihrer Macht zu prahlen. Im Vergleich dazu falle die schlechte Versorgung des US-Militärpersonals um so mehr ins Auge.

Co-Moderator Dennis Small erinnerte daran, daß man anstatt vom „Militärisch-Industriellen Komplex“ besser vom „Militärisch-Industriell-Finanziellen Komplex“ reden sollte, da – wie EIR aufgezeigt habe – die größten US-Rüstungskonzerne im Besitz der größten Finanzspekulanten sind. Das sei die Achillesferse der Kriegsmaschinerie.

Mehrere Redner verwiesen auf die jüngsten hektischen Aktivitäten des sogenannten „stellvertretenden Kriegsministers“ Elbridge Colby, der derzeit auf Rundreise ist und öffentliche Erklärungen zur Vorherrschaft der USA in Asien und der westlichen Hemisphäre abgibt sowie für den Einsatz von Atomwaffen wirbt.

Daisuke Kotegawa, ehemaliger Beamter im japanischen Finanzministerium, ehemaliger japanischer Exekutivdirektor beim IWF und Forschungsdirektor am Canon-Institut in Tokio, reichte ein Video zum Thema Einwanderung ein. Er sagte darin, dies sei erst nach den US-Invasionen in Afghanistan und im Irak sowie der Sabotage von Entwicklungsplänen für Afrika zu einem Problem für Europa geworden. Zudem wies er darauf hin, daß die Bevölkerung der Ukraine durch den Krieg von 40 auf 30 Millionen geschrumpft sei.

In der Diskussion antwortete Zepp-LaRouche auf eine Frage eines afrikanischen Teilnehmers, der Kolonialismus existiere immer noch, auch wenn die Europäer das in der Regel leugnen. Der IWF sei ein Paradebeispiel für die neuen Strukturen des Kolonialismus.

Ein anderer Teilnehmer stellte eine Frage zum Oasenplan, über den regelmäßig bei IPC-Treffen diskutiert wird. Zepp-LaRouche antwortete, hierfür brauche man nur das Engagement einiger südwestasiatischer Staaten, und fragte, ob die neue Mekka-Allianz eine Perspektive dafür darstellen könnte. Ein „Advocatus Diaboli“ fragte, ob es an der Zeit sei, das letzte ihrer „Zehn Prinzipien“ – die Behauptung, daß der Menschen grundsätzlich gut ist – neu zu bewerten, worauf sie nachdrücklich „Nein“ antwortete. Man dürfe die heutige, verkommene Kultur nicht als „das letzte Wort über die menschliche Natur“ ansehen. Man müsse eine lange Geschichte berücksichtigen, und die Nettoverbesserungen der menschlichen Lebensbedingungen lehrten uns, daß der Mensch im wesentlichen gut sei. Jedes finstere Zeitalter könne durch eine neue Renaissance überwunden werden.


Internationale Friedenskoalition #167, 14.08.2026, 17.00 Uhr

Die Voraussetzungen für Sicherheit schaffen

167. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die Voraussetzungen für Sicherheit schaffen

14. August 2026
17.00 Uhr

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Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen Larry Johnson, ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter der CIA und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) und Prof. Richard Anderson Falk, emeritierter Professor für internationales Recht an der Princeton University, Vorsitzender des Kuratoriums des Euro-Mediterranean Human Rights Monitor, ehemaliger Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen zur Menschenrechtssituation in den palästinensischen Gebieten von 2008 bis 2014 sowie weitere Redner.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Weiter unten finden Sie die aktualisierte Liste der Unterzeichner des Offenen Briefes an Erzbischof John Wester. Bitte fügen Sie ebenfalls Ihre Unterschrift hinzu und verbreiten Sie den Offenen Brief in Ihrem Freundes-, Kollegen- und Bekanntenkreis.

Lasst uns alle Kräfte mobilisieren!
Letzten Freitag rief Helga Zepp-LaRouche die Teilnehmer der Internationalen Friedenskoalition dazu auf, den Offenen Brief für eine allumfassende Mobilisierung zu nutzen:

„Wir müssen an diese Liebe zur Menschheit appellieren. Ich glaube, dass wir ohne die Liebe zur Menschheit wiederzuerwecken, keinen Erfolg haben werden. Daher kann ich nur alle Teilnehmer und Zuhörer dieser Diskussion bitten: Nehmen Sie diesen Brief an Erzbischof Wester, verbreiten Sie ihn, verbreiten Sie das Programm. Dieses Mal werden wir das gesamte Programm der IPC als Video zur Verfügung stellen. Verbreiten Sie es, damit die Menschen sich die Argumente anhören können, wogegen wir kämpfen: die Gefahr der Auslöschung, die Erinnerung an Hiroshima, die Parallelen zur Gegenwart, die gefährliche Situation, in der wir uns befinden, die Herausforderungen dieser sich verändernden Weltlage, die es erforderlich macht, dass jeder von uns handelt und nicht Zaungast in diesem historischen Prozess bleibt.
Wenn also jeder damit beginnen würde, ein Aktivist zu werden und an den Papst zu appellieren, würde der Papst von einem immer mächtigeren Chor von Stimmen aus Afrika, aus Lateinamerika, aus Europa, aus Asien umgeben sein, die alle fordern, dass er diese Rolle übernimmt. Und ich bin sicher, dass Putin genauso reagieren würde wie Chruschtschow. Und ich denke, dass auch Xi Jinping zuhören würde. Ich denke, dann könnten wir Präsident Trump, der sich in seiner zweiten Amtszeit vorgenommen hat, bessere Beziehungen zu Russland und China herzustellen, davon überzeugen, dass er dies immer noch tun könnte. Hoffentlich werden wir die Welt in einen sicheren Bereich führen.
Meine Antwort an diese Nonne, ich kenne Ihren Namen nicht, lautet im Grunde, dass wir versuchen werden, diese Initiative zur allumgreifenden Initiative zu machen und alle aufzufordern, sie zu unterstützen, denn gerade jetzt könnte sie auf die Ebene führen, auf der die Lösung überhaupt erst entstehen könnte.“

Helga Zepp-LaRouche

Die Aussicht auf bessere Lebensbedingungen und die Möglichkeit für jeden Einzelnen, dazu beizutragen, ist die Voraussetzung für die Sicherheit von Nationen und Individuen – durch Frieden und wirtschaftliche Entwicklung.

Das ist die implizite Agenda des jährlichen BRICS-Gipfels vom 12. bis 13. September in Indien – ganz gleich, welche Spannungen unter den zehn Mitgliedsländern und zehn Partnerländern bestehen mögen. Unter dem Vorsitz des bevölkerungsreichsten Landes der Welt stehen beim BRICS-Gipfel in Neu-Delhi verschiedene Themen zu Wirtschaft und Zusammenarbeit auf der Tagesordnung, deren Rahmen vier Säulen bilden, die Indien im Januar festgelegt hat: Resilienz, Innovation, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit.

Das Thema Sicherheit steht ausdrücklich auf der Agenda. 2022 schrieb die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, in ihren „Zehn Prinzipien für eine neue globale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“: „Die neue globale Architektur muss das Konzept der Geopolitik beseitigen, indem sie die Aufteilung der Welt in Blöcke beendet. Die Sicherheitsbelange jeder souveränen Nation müssen berücksichtigt werden. Atomwaffen und andere Massenvernichtungswaffen müssen unverzüglich verboten werden …“

Konkrete Ansätze für gemeinsame Sicherheit hat heute der russische Präsident Putin aufgezeigt, der vom Schiff Warjag im Nordpazifik aus sprach und dabei die wirtschaftlichen Vorteile für Länder erörterte, die in diesem Teil der Welt zusammenarbeiten. Er sagte: „Russland hat stets an seinem unerschütterlichen Engagement festgehalten und bekräftigt seine Bereitschaft, mit anderen in der Arktis zusammenzuarbeiten, um von den Vorteilen zu profitieren, die die Nordostpassage zu bieten hat. Natürlich muss dies im Einklang mit dem internationalen Seerecht geschehen. Zu den Ländern, die mit uns zusammenarbeiten wollen und daran interessiert sind, gehören in erster Linie unsere Freunde: China, Indien und andere Länder.“ Man werde Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit allen Ländern, die bereit sind, sich an dieser äußerst vielversprechenden Initiative zum Ausbau der globalen Logistik zu beteiligen, auf jeden Fall begrüßen.

Putin beklagte, der asiatisch-pazifische Raum werde konfliktanfälliger, weil die NATO versuche, sich dort festzusetzen, und neue militärische und politische Blöcke entstünden. Er warnte vor der Absicht der EU, „unsere Schiffe zu beschlagnahmen und unser geplündertes Eigentum zu verkaufen. Das ist nichts anderes als Piraterie und Plünderung. Sollte dies geschehen, werden wir uns entsprechend wehren – nicht unbedingt in den Gewässern, in denen sie unsere eigenen Schiffe überfallen wollen, sondern überall dort, wo wir es für notwendig oder angemessen halten, eingeschlossen der Zuständigkeitsbereich der Pazifikflotte.“

Die Gefahr von Konfrontation wächst global. In den vergangenen 48 Stunden hat Israel den Südlibanon bombardiert; die Vereinigten Staaten griffen ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff an, das versuchte, die Straße von Oman zu durchqueren; im Roten Meer wurde ein unter ägyptischer Flagge fahrendes Schiff von einer Drohne der Huthi getroffen. Die USA warben gestern auf der Plenarsitzung einer Abrüstungskonferenz in Genf für einen neuen Block von mehr als 40 Nationen, die in einer gemeinsamen Erklärung China illegale Atomwaffentests vorwerfen.

Wir brauchen dringend eine Mobilisierung von Bürgern und Organisationen, um die Welt weg von der Katastrophe einer potenziellen nuklearen Vernichtung hin zu Sicherheit und Frieden zu führen. Die Nutzung der Nordostpassage, die Russland, China und Indien aktiv vorantreiben, ist ein solcher Beitrag zu Sicherheit durch wirtschaftliche Entwicklung und Frieden.

Derselbe Ansatz, mit Schwerpunkt auf Südamerika, wird am 4. September beim EIR-Forum „Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in den Amerikas“ diskutiert. Bei der gemeinsamen Veranstaltung von EIR und der Internationalen Friedenskoalition berichten Fachreferenten aus Brasilien und Peru über den Hafen von Chancay in Peru und das Projekt des Biozeanischen Korridors – der transkontinentalen Eisenbahn – als Beispiele für die Art großer Infrastrukturprojekte, die erforderlich sind, um durch Entwicklung weltweit Frieden zu schaffen. Weitere internationale Teilnehmer werden über die nötigen umfassenderen politischen Veränderungen in den Nord-Süd-Beziehungen beraten.

Gleichzeitig können wir die Friedensdynamik durch Unterstützung für den Brief an Erzbischof John Wester voranbringen, der international zirkuliert, worin Papst Leo XIV. aufgefordert wird, eine Friedenskonferenz zur Beendigung der Atomkriegsgefahr einzuberufen.


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