Welche Art von Frieden streben wir an?
158. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Welche Art von Frieden streben wir an?
12. Juni 2026
17.00 Uhr
Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.
Die Zeit bis zum 3. und 5. Juli gehört uns. Schließen Sie sich diesen Freitag der Internationalen Friedenskoalition an. Die Redner sind: Helga Zepp-LaRouche (Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der Internationalen Friedenskoalition), Diane Sare (unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin), María Josefa Rodríguez Hernández (Spanien, Aktivistin des Schiller-Instituts) sowie Pater Harry Bury (seit 70 Jahren katholischer Priester, lebenslanger Friedensaktivist und aktiv bei „Twin Cities Nonviolent“ sowie der US-Vereinigung katholischer Priester).
Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.
Vor dreiundsechzig Jahren, am 10. Juni 1963, stellte Präsident John F. Kennedy in seiner Festansprache an der American University eine entscheidende Frage:
„Welche Art von Frieden meine ich und welche Art von Frieden suchen wir? Nicht eine Pax Americana, die der Welt durch amerikanische Kriegswaffen aufgezwungen wird. Nicht den Frieden des Grabes oder die Sicherheit des Sklaven. Ich spreche von echtem Frieden, der Art von Frieden, die das Leben auf der Erde lebenswert macht, der Art, die es Menschen und Nationen ermöglicht, zu wachsen, zu hoffen und ein besseres Leben für ihre Kinder aufzubauen – nicht nur Frieden für die Amerikaner, sondern Frieden für alle Männer und Frauen, nicht nur Frieden in unserer Zeit, sondern Frieden für alle Zeiten.“
Die Probleme der Welt, so betonte Kennedy damals, seien kein kosmisches Schicksal, sondern Folge menschlichen Handelns:
„Unsere Probleme sind von Menschen gemacht – daher können sie auch von Menschen gelöst werden… Kein Problem des menschlichen Schicksals ist für den Menschen unüberwindbar. Die Vernunft und der Geist des Menschen haben oft das scheinbar Unlösbare gelöst, und wir glauben, dass sie es wieder tun können… Frieden muss nicht undurchführbar sein, und Krieg muss nicht unvermeidlich sein.“
Das Bild heute sieht jedoch düster aus. Gestern Abend kündigte das US-Zentralkommando „Selbstverteidigungs“-Schläge gegen iranische Luftabwehr-, Bodenkontroll- und Radaranlagen in der Nähe der Straße von Hormus an, als Reaktion auf den Abschuss eines Apache-Hubschraubers der US-Armee. Das Pentagon konnte nicht bestätigen, dass es sich um eine absichtliche Handlung des Iran handelte. Es könnte auch eine versehentliche Kollision mit einer iranischen Shahed-Drohne gewesen sein.
Die Behauptung der „Selbstverteidigung“ ist, wie wir berichten, eine Fiktion: Die US-Seeblockade iranischer Häfen ist per Definition ein Kriegshandlung, und iranische Gegenmaßnahmen gegen deren Durchsetzung sind per Definition Akte der Selbstverteidigung. Der Iran reagierte mit Angriffen auf das Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain und auf den Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti in Jordanien.
Jenseits der libanesischen Grenze senden israelische Drohnen Aufnahmen weinender Kinder, um Zivilisten aus ihren Häusern zu locken – eine Taktik, die die IDF bereits in Gaza angewandt hat. Der israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, schlägt vor, die Ehefrauen und Kinder mutmaßlicher Hisbollah-Mitglieder zusammenzutreiben und sie in israelische Gefängnisse zu werfen, die für systematische Folter und sexuellen Missbrauch berüchtigt sind.
Die Ukraine und Russland bekriegen sich weiter. Die „Koalition der Willigen“ – Starmer, Macron, Merz, Selenskyj – traf sich am Sonntag in London, um ihren Kurs zu bekräftigen.
Nichts davon entspricht dem, wozu Kennedy 1963 aufrief.
Der 250. Jahrestag der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung ist nur noch wenige Wochen entfernt. Gestern veröffentlichten wir den Aufruf der LaRouche-Organisation „Amerika mit 250: Werden wir jetzt, wie einst, unserem Land zu Hilfe kommen?“ Darin stellt die LaRouche-Organisation den geplanten Wrestling-Kampf auf dem Rasen des Weissen Hauses am 14. Juni, der als offizielle Feier der Gründung der amerikanischen Republik inszeniert wird, dem Kontinentalkongress von Juni und Juli 1776 gegenüber. Dies sei die „intensivste Beratung über die Prinzipien der Selbstverwaltung“ gewesen, „die es in der Geschichte seit mindestens der Zeit Athens vor zweitausend Jahren gegeben hat“. Die TLO schlägt einen neuen, „Transkontinentalen Kongress über die unveräußerlichen Rechte des Menschen“ vor. Der Aufruf bezieht sich auf Präsident John Quincy Adams’ Warnung vom 4. Juli 1821, dass Amerika, wenn es ins Ausland gehe, um Monster zu suchen und zu vernichten, „zur Diktatorin der Welt werden könnte. Es wäre nicht länger Herr über seinen eigenen Geist.“
Gegen die Architektur des Krieges entsteht eine Architektur des Friedens – unvollständig, umstritten, aber sichtbar. Der erste amerikanische Papst, Leo XIV., wird am 3. Juli auf der Independence Mall in Philadelphia die Liberty Medal des National Constitution Center in einer live-Übertragung aus dem Vatikan erhalten. Die Wahlkampfveranstaltung der unabhängigen US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare findet am 5. Juli, ebenfalls in Philadelphia statt. Helga Zepp-LaRouches Aufruf zu einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gewinnt weitere Unterstützung, und die Konferenz des Schiller-Instituts am 30/31. Mai in Berlin „Das Ende von 500 Jahren Kolonialismus: Für einen Dialog der Zivilisationen“ – liefert einen zukunftsgerichteten Rahmen dafür.
Kennedy schloss seine Rede an der American University mit folgenden Worten:
„[W]ir werden unseren Teil dazu beitragen, eine Welt des Friedens zu schaffen, in der die Schwachen sicher und die Starken gerecht sind. Wir stehen dieser Aufgabe nicht hilflos gegenüber und haben auch keine Hoffnung auf ihren Erfolg. Zuversichtlich und ohne Furcht arbeiten wir weiter – nicht auf eine Strategie der Vernichtung hin, sondern auf eine Strategie des Friedens.“
Der Kontinentalkongress sah sich im Juni und Juli 1776 mit derselben Frage konfrontiert, vor der auch Sie heute stehen: ob das Volk bereit wäre, die Arbeit zu leisten, die der Frieden erfordert. Papst Leo XIV. wird diese Frage am 3. Juli vom Vatikan aus an die Nation richten, die ihr 250-jähriges Bestehen feiert, und sie mit seiner eigenen Stimme erneut aufwerfen. Diane Sare wird sie am 5. Juli in Philadelphia ebenfalls zur Sprache bringen.



