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Internetkonferenz am 13. und 14. November 2021

„Alle moralischen Ressourcen der Menschheit müssen mobilisiert werden: Die Menschheit muß die unsterbliche Spezies sein!“



Internationale Internetkonferenz des Schiller-Instituts und des ICLC am 13. und 14. November 2021

Nach der Auflösung des Bretton-Woods-Systems durch Präsident Richard Nixon am 15. August 1971 warnte der verstorbene Staatsmann und Wirtschaftswissenschaftler Lyndon LaRouche, daß eine Fortsetzung dieser monetaristischen Politik unweigerlich zur Gefahr einer neuen Depression, eines neuen Faschismus und eines neuen Weltkriegs – diesmal eines nuklearen – führen würde, wenn nicht eine gerechte neue Weltwirtschaftsordnung entstünde.

Jetzt, fünfzig Jahre später, sind wir genau an dem Punkt angelangt, vor dem LaRouches vorausschauende Prognose gewarnt hatte. Der hyperinflationäre Zusammenbruch des Finanzsystems zeichnet sich bereits in der Explosion der Energie- und Lebensmittelpreise ab, und selbst führende Amtsträger wie Raphael Bostic, Präsident der Federal Reserve Bank von Atlanta, haben bereits erklärt, die Inflation sei nicht „vorübergehend“, wie anfänglich behauptet wurde. Die Finanzoligarchie, die sich bewußt ist, daß ihr Spekulationssystem am Ende ist, versucht mit einer letzten gigantischen Anstrengung, das verrückte Kasinospiel unter dem Deckmantel des „Great Reset“ noch eine weitere Runde zu verlängern. Die Oligarchie hofft, noch eine letzte Spekulationsblase zu erzeugen, indem sie durch „Shifting the Trillions“ Billionen in grüne Technologien umschichtet, was bedeutet, daß die Uhr auf den Entwicklungsstand vor der industriellen Revolution zurückgedreht wird. Mit der Energieflußdichte einer dekarbonisierten Wirtschaft würde auch die Bevölkerungsdichte sprunghaft auf das vorindustrielle Niveau sinken – und das ist es, was tatsächlich angestrebt wird.

Die Form ist anders, der Inhalt ist derselbe: Es ist die faschistische Politik von Hitlers Finanzminister Hjalmar Schacht. Unter diesem kranken Blickwinkel werden die aufstrebenden (vor allem asiatischen) Länder zu „Rivalen“, „Gegnern“ und „Feinden“. Und genau hier liegt die Gefahr eines neuen Weltkriegs.

Glücklicherweise ist die Alternative einer gerechten neuen Weltwirtschaftsordnung bereits im Entstehen. Chinas BRI (Belt and Road Initiative) ist zum Sammelbecken für rund 150 Nationen geworden, die alle entschlossen sind, dem chinesischen Modell der Überwindung von Armut und Unterentwicklung mit Hilfe des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts zu folgen. Diese Politik steht im engen Zusammenhang mit der Vision von Lyndon LaRouche und seiner Bewegung, die er in den 1970er Jahren ins Leben gerufen hat und die konkrete Entwicklungspläne für Afrika, Lateinamerika, Asien und die Vereinigten Staaten ausarbeitet. Diese Entwicklungspläne hat das Schiller-Institut seit 1991 verbreitet, zunächst in Form der Eurasischen Landbrücke, und dann 2014 mit dem Bericht „Die neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke“.

Es ist dringender denn je, die Politik wieder auf die Basis der Naturwissenschaften und der klassischen Kultur zu stellen. Die Grundlage für ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen entsteht, wenn es auf einem Dialog der besten kulturellen Traditionen der Menschheit beruht. Diese Themen werden in vier Panels diskutiert.

Erstes Panel: Samstag, 13. November, 16.00 Uhr (MEZ)

Kann eine strategische Krise zwischen den Großmächten vermieden werden?“

Dieses Panel wird sich mit folgenden Themen befassen:

– Der Konflikt zwischen den USA und China, AUKUS, Taiwan;

– Die Beziehungen zwischen den USA und Rußland;

– LaRouches „Vier-Mächte“-Konzept (USA, China, Rußland, Indien); und

– Ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen.

Zweites Panel: Samstag, 13. November, 20.00 Uhr (MEZ)

Die Wissenschaft der physischen Wirtschaft“

Dieses Panel wird folgende Themen behandeln:

– Die Motive hinter dem Great Reset;

– Hjalmar Schacht heute;

– Afghanistan und Haiti ändern die Spielregeln;

– Die globale Rolle von Londons „Dope, Inc.“; und

– Die Notwendigkeit eines Weltgesundheitssystems.

Drittes Panel: Sonntag, 14. November, 16.00 Uhr (MEZ)

Das Universum hat keine Grenzen des Wachstums“

Dieses Panel wird sich mit folgenden Themen befassen:

– Die Wissenschaft im Zusammenhang mit dem Klimawandel;

– Die Revolution einer fusionsbasierten Wirtschaft; und

– Die Menschheit wird erwachsen: Im Weltraum!

Viertes Panel: Sonntag, 14. November, 20.00 Uhr (MEZ)

Die Schönheit der wahren menschlichen Kultur“

Dieses Panel wird sich mit folgenden Themen beschäftigen:

– Was ist zerstörerischer? Das Squid Game oder Drogen?

– Drogenlegalisierung und der neue Opiumkrieg;

– Warum China den „Systemwettbewerb“ mit dem „Westen“ gewinnt;

– Ästhetische Erziehung; und

– Dialog der klassischen Kulturen.

Die Konferenz wird auf Zoom simultan ins Deutsche übersetzt. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie zeitnah Ihre Zugangsdaten, das aktualisierte Programm und eine Liste der Redner.


Putin: Der Westen soll Afghanistans Reserven freigeben

Auf die Frage, wie Afghanistan geholfen werden könnte, politische Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung zu erreichen, betonte Präsident Putin beim Valdai Discussion Club, daß die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und die Nachbarn Afghanistans dem Land zwar wirtschaftlich helfen werden, die westlichen Länder, die das Land 20 Jahre lang besetzt hielten, jedoch die Hauptverantwortung für die Stabilisierung der Lage übernehmen müßten. „Das erste, was sie tun müssen“, so Putin, „ist, afghanische Vermögenswerte freizugeben und Afghanistan die Möglichkeit zu geben, die vorrangigen sozioökonomischen Probleme zu lösen.“

Es folgt ein Gespräch mit dem Strategen Zhou Bo von der Tsinghua-Universität:

Zhou Bo: „Herr Präsident, es ist mir eine große Ehre, Ihnen diese Frage zu stellen. Ich möchte Sie etwas über Afghanistan fragen. Afghanistan liegt im Herzen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Wenn also Afghanistan ein Problem hat, dann hat auch die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit ein Problem. Jetzt haben sich die Vereinigten Staaten aus Afghanistan zurückgezogen. Wie kann also die Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit, die von China und Rußland angeführt wird, gemeinsam mit anderen Ländern Afghanistan helfen, politische Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung zu erreichen?“

Wladimir Putin: „Die Situation in Afghanistan ist eines der dringendsten Probleme der Gegenwart. Wie Sie wissen, hatten wir gerade ein Treffen im entsprechenden Format, zum Teil mit Vertretern der Taliban. Auch die Volksrepublik China ist in Afghanistan aktiv. Dies ist für uns alle ein sehr ernstes Thema, denn sowohl für China als auch für Rußland ist ein ruhiges, sich entwickelndes Afghanistan, das keine Quelle des Terrorismus oder irgendeiner anderen Form von Radikalismus ist, neben unseren Landesgrenzen, wenn nicht sogar an unseren Grenzen, äußerst wichtig.

Wir sehen jetzt, was innerhalb Afghanistans geschieht. Leider sind verschiedene Gruppen, darunter ISIS, immer noch dort. Es gibt bereits Opfer unter der Taliban-Bewegung, die insgesamt noch immer versucht, sich dieser radikalen Elemente zu entledigen, und wir wissen von solchen Beispielen. Das ist sehr wichtig für uns, sowohl für Rußland als auch für China.

Um die Situation richtig und im richtigen Tempo zu normalisieren, ist es natürlich notwendig, Afghanistan beim Wiederaufbau seiner Wirtschaft zu helfen, denn Drogen sind ein weiteres großes Problem. Es ist bekannt, dass 90 Prozent der Opiate auf dem Weltmarkt aus Afghanistan kommen. Und wenn kein Geld da ist, was werden sie dann tun? Aus welchen Quellen und wie werden sie ihre Sozialprogramme finanzieren?

So wichtig unsere Beteiligung an diesen Prozessen auch ist – sowohl China als auch Rußland und andere SCO-Länder -, die Hauptverantwortung für das, was dort geschieht, tragen immer noch die Länder, die dort 20 Jahre lang gekämpft haben. Meiner Meinung nach müssen sie als Erstes die afghanischen Vermögenswerte freigeben und Afghanistan die Möglichkeit geben, die vorrangigen sozioökonomischen Probleme zu lösen.

Wir unsererseits können bestimmte Großprojekte durchführen und uns mit Fragen der inneren Sicherheit befassen. Unsere Spezialdienste stehen in Kontakt mit ihren afghanischen Kollegen. Für uns ist es im Rahmen der SCO sehr wichtig, diese Arbeit in Gang zu bringen, denn Tadschikistan und Usbekistan liegen direkt an der Grenze zu Afghanistan. Wir haben eine Militäreinrichtung in Tadschikistan. Sie basierte auf der 201. Division, als diese noch sowjetisch war.

Daher werden wir diese Arbeit mit China auf bilateraler Ebene aktiv fortsetzen, den Dialog mit den relevanten Strukturen entwickeln und die Zusammenarbeit innerhalb der SCO insgesamt fördern. Dabei werden wir die erforderlichen Ressourcen bereitstellen und alle Voraussetzungen schaffen, damit sich unsere Bürgerinnen und Bürger unabhängig von den Ereignissen in Afghanistan sicher fühlen können.“


Helga Zepp-LaRouche sprach auf dem „Internationalen Akademischen Forum in China 2021“

Helga Zepp-LaRouche hat an dem hochrangigen „Internationalen Akademischen Forum in China 2021“ zum Thema „Ein neuer und einzigartiger chinesischer Weg zur Modernisierung“ teilgenommen, das am 14. und 15. Oktober in Beijing stattfand. Veranstalter des Forums war die Chinesische Akademie der Sozialwissenschaften (CASS).

Die Konferenz wurde mit einer Rede von Huang Kunming, Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der KPCh, eröffnet. Er sagte: „In den vergangenen 100 Jahren hat die KPCh dem Volk den Weg zu einem neuen und einzigartigen chinesischen Modell der Modernisierung geebnet und ein neues Vorbild für den menschlichen Fortschritt geschaffen… China wird seinen eigenen Weg gehen, den Austausch und das gegenseitige Lernen mit anderen Ländern verstärken und mit den neuen Errungenschaften der Modernisierung einen größeren Beitrag für die Welt leisten.“

Er wies darauf hin, daß das Forum eine wichtige Plattform für die Förderung des Austauschs in den Bereichen Philosophie und Sozialwissenschaften zwischen China und der Welt sei. Mehr als 100 Wissenschaftler verschiedener Universitäten, Thinktanks und akademischer Einrichtungen aus zwanzig Ländern nahmen daran teil.

Helga Zepp-LaRouche, die als Präsidentin des Schiller-Instituts eingeladen war, gab ihrem Vortrag den Titel „Ein chinesischer Beitrag zur Weltgeschichte, aus der Zukunft betrachtet“. Sie stellte die große Leistung Chinas dar, das sich von einem armen, vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Land zu einer der führenden Nationen der Welt in Wissenschaft, Industrie und Kultur entwickelt hat. Ihr Aufruf zu einem Dialog auf höchster kultureller Ebene löste eine sehr positive Reaktion des Moderators aus, der betonte, daß die Gegenüberstellung der größten Dichter und Denker des Westens mit denen Chinas zeige, daß sie zwar sehr unterschiedliche Kulturen repräsentierten, der Dialog zwischen ihnen aber wirklich universelle Werte darstelle. Dieser Gedanke komme in der Hymne der Europäischen Union (EU), in Schillers und Beethovens „Ode an die Freude“ zum Ausdruck.

Auch andere wichtige Fragen wurden angesprochen: Welche Schritte müssen unternommen werden, um die Welt in eine gemeinsamen Zukunft zu führen, und wie kann das in China produzierte Wissen direkter Teil des Weltwissens werden?

Ein chinesischer Beitrag zur Weltgeschichte, aus der Zukunft betrachtet

Von Helga Zepp-LaRouche

China ist gegenwärtig das einzige Land, das eine klare und begeisternde Vision für die Zukunft hat, namentlich, daß China bis zum 100. Jahrestag der Volksrepublik China ein „modernes sozialistisches Land werden will, das wohlhabend, stark, demokratisch, kulturell fortgeschritten, harmonisch und schön ist“. Aufgrund seiner unglaublichen Erfolgsbilanz, insbesondere in den letzten 40 Jahren, gibt es hinreichenden Grund anzunehmen, daß dieses Ziel eine überwältigende Chance hat, erreicht zu werden.

Der Erfolg der KPCh [Kommunistische Partei Chinas], China zu vereinigen und es von einem Land, das unter Aggression, Besetzung und Ausplünderung durch imperiale Mächte gelitten hat, in den heutigen Motor der Weltwirtschaft zu verwandeln, ist eine der größten zivilisatorischen Leistungen der Geschichte! Nach den Erfahrungen des Jahrhunderts der Demütigung und der arroganten Ungerechtigkeit des Versailler Vertrags, der China sein eigenes Territorium verweigerte, brachte die Gründung der KPCh China auf den Weg, seine Souveränität zu erlangen, was nach Jahrzehnten weiterer Kriege und Bürgerkriege zur Gründung der Volksrepublik China führte. Doch mit Deng Xiaopings Reform- und Öffnungspolitik, die 1978 begann, kam es zu einem in der Geschichte beispiellosen Wandel. Deng war der erste, der den Begriff „Xiaokang“ (einer mäßig wohlhabenden Gesellschaft) verwendete, um dem chinesischen Traum von der Modernisierung einen Namen zu geben.

Von einem vorwiegend ländlichen, auf Handarbeit basierenden Land entwickelte sich China zu einem Land mit dem größten Hochgeschwindigkeitsbahnsystem der Welt, und, obwohl es relativ spät mit seinem Raumfahrtprogramm begann, war China das erste Land, das mit der Mission Chang’e-4 auf der erdabgewandten Seite des Mondes landete. Im Februar brachte die Marssonde Tianwen-1 den Rover Zhurong für Erkundungszwecke zum Mars. Der Wukong-Satellit zur Erforschung dunkler Materie ist auf dem neuesten Stand der Technik, und chinesische Nuklearwissenschaftler haben Kernreaktoren der dritten Generation, den Kugelhaufenreaktor, entwickelt und erforschen die Technologie der Kernfusion.

Zu diesen Erfolgen kommt hinzu, daß 850 Millionen Chinesen aus der Armut befreit wurden, die Lebenserwartung erheblich gestiegen ist und sich der Lebensstandard der chinesischen Bevölkerung verbessert hat. Mit der Neuen Seidenstraße, der BRI, arbeitet China am größten Infrastrukturprogramm der Geschichte und bietet damit zum ersten Mal vielen Entwicklungsländern die Hoffnung, die von den Kolonialmächten hinterlassene Armut und Unterentwicklung zu überwinden. Xi Jinpings Vision einer Gemeinschaft für die gemeinsame Zukunft der Menschheit ist die bei weitem entwickeltste Konzeption für eine völlig neue Ära in der Geschichte der Menschheit, die zum ersten Mal ein Modell für eine Welt ohne Krieg bietet.

China war das erste Land, das das Coronavirus durch strenge pandemische Maßnahmen, den Bau neuer Krankenhäuser mit Tausenden Betten und die solidarische Mobilisierung des ganzen Landes eindämmen konnte, während es gleichzeitig medizinische Hilfsgüter und später Impfstoffe in viele Länder der Welt exportierte und spendete. Mit dem Konzept der Gesundheits-Seidenstraße hat China auch einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines weltweiten Gesundheitssystems geleistet, ohne das weder diese Pandemie noch künftige Pandemien bewältigt werden können.

Eines der beeindruckendsten Merkmale der Entwicklungen in China ist die Konzentration auf die kulturelle Verbesserung der Bevölkerung. Überall im Land wurden enorme Anstrengungen unternommen, um die im Laufe von 5.000 Jahren Geschichte entstandenen Kulturschätze zu bewahren und sie in digitaler Form möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und so die kulturelle Identität der Bevölkerung zu stärken und ihr eine anregende Freizeitbeschäftigung zu bieten. Negative kulturelle Einflüsse werden bekämpft, wie Rap, Hip Hop und die Zeit, die Jugendliche mit destruktiven Internet-Spielen verschwenden.

Auf der positiven Seite werden die großen klassischen Traditionen der chinesischen Kultur wie klassische Poesie, Malerei, Kalligrafie, Musik und Tanz wiederbelebt. Auch die chinesische Oper, die schönen Volkslieder und die Instrumentalmusik werden von der chinesischen Jugend immer mehr geschätzt.

Präsident Xi Jinping hat sich eindeutig die Sichtweise des ersten Bildungsministers der Republik China, Cai Yuanpei, der auch Präsident der Beijing-Universität war, zu eigen gemacht, das heißt, daß die ästhetische Erziehung der Menschen sowohl die Kreativität als auch den moralischen Charakter fördert. Er sagte ausdrücklich, daß so Studenten mit einem schönen Geist hervorgebracht werden, was die Quelle für neue große Kunstwerke ist. Die Absicht, 10% des BIP in die kulturelle Entwicklung der breiten Bevölkerung zu investieren, ist absolut revolutionär.

In Anbetracht der Entwicklung Chinas, insbesondere der letzten 40 Jahre, und der Betonung der eben beschriebenen kulturellen Werte gibt es also allen Grund zu der Annahme, daß China sein Ziel, die Art von Gesellschaft, die es bis Mitte des 21. Jahrhunderts sein möchte, erreichen wird, denn jene Entscheidungen, die heute mit Blick auf bestimmte kulturelle Werte getroffen werden, werden bestimmen, welche Gesellschaft in zwei Generationen existiert.

Das Hauptproblem ist jedoch, daß die Anhänger des liberalen westlichen Systems das chinesische Modell als Rivalen, ja sogar als Gegner betrachten und entschlossen sind, den weiteren Aufstieg Chinas einzudämmen, wofür die Gründung des AUKUS nur das jüngste Beispiel ist. Auch wenn diese Beschreibung nicht in die offizielle diplomatische Sprache von heute paßt, handelt es sich im wesentlichen um dasselbe System wie das Britische Empire, das mit dem Vertrag von Paris 1763 gegründet wurde und das die Britische Ostindiengesellschaft zur Ausbeutung Indiens und vieler anderer Entwicklungsländer einsetzte und die Opiumkriege gegen China führte.

Heute existiert dieses Imperium in Form einer ausbeuterischen Oligarchie mit Sitz in der Londoner City und der Wall Street. Nachdem Amerika seinen Unabhängigkeitskrieg erfolgreich gegen dieses Imperium führte, erkannten die Briten nach dem Sieg Lincolns über die Konföderation (die mit dem Britischen Empire verbündet war), daß die amerikanische Kolonie militärisch nicht zurückerobert werden konnte. Also konzentrierten sich die Kräfte des Imperiums darauf, das amerikanische Establishment für die Idee zu gewinnen, die Welt als ein Imperium zu regieren, das auf einer Sonderbeziehung zwischen Großbritannien und den USA beruht.

Betrachtet man den kulturellen Zustand des „Westens“, so ist es offensichtlich, daß es keine solche Bestrebungen nach einer kulturellen und moralischen Verbesserung der Bevölkerung gibt. Im Gegenteil, das allgemeine kulturelle Leben wird von einer Gegenkultur beherrscht, die dem Grundsatz folgt: „Alles ist erlaubt!“ Je verrückter und entarteter eine „künstlerische“ Idee ist, desto größer ist die Chance, daß sie in den Massenmedien vorgestellt wird. In den Medien wird sogar eingeräumt, daß eine Bevölkerung, die von niederen Impulsen beherrscht wird, politisch leichter zu kontrollieren sei. Aus dieser liberalen Sichtweise heraus wird der Vorwurf abgeleitet, China sei eine „autokratische Gesellschaft“, die ihrer Bevölkerung kulturelle Werte aufzwinge und die „Freiheit“ der individuellen Meinungsäußerung unterdrücke.

Wer hat nun Recht? Ist das nur eine Ansichtssache, bei der jede Meinung gleichermaßen gültig ist?

Die Menschheit ist die einzige Spezies, die ihre eigene Zukunft gestalten kann, indem sie eine schöne Vision davon entwickelt, wie die Zukunft aussehen kann, und dann daran arbeitet, dieses Ziel zu erreichen. Heruntergekommene Kulturen, wie z.B. solche, die von Empirismus, Sophisterei und Relativismus beherrscht werden, nehmen dem einzelnen jedoch die Fähigkeit, kreative Hypothesen über die Zukunft zu formulieren, da dies voraussetzen würde, sich über die Ebene der Sinnesbefriedigung zu erheben. Daher setzt das Imperium auf Konfrontation, Aggression und die Projektion der eigenen Motive auf den gewählten Gegner.

Das Problem ist nicht, daß China autokratisch ist, das Problem ist, daß sich der Westen von seinen eigenen besten kulturellen Traditionen wie der italienischen Renaissance, der deutschen Klassik und den Idealen der Amerikanischen Revolution entfernt hat. Diese Werte sind zwar noch vorhanden, aber nicht genügend aktiv.

Das Beste, was China daher tun kann, ist, mit den europäischen Nationen und den USA einen Dialog über die klassische Kultur zu führen, in dem jede Seite die besten und edelsten Vorstellungen hervorhebt. Es ist die pädagogische Wirkung der klassischen Kultur, die den Menschen über die Ebene der Sinneswahrnehmung erhebt und ihm ein Verständnis für die potentielle Unsterblichkeit der menschlichen Gattung eröffnet. Durch einen lebhaften Dialog zwischen Konfuzius, Platon, Archimedes, Zhu Xi, Wang Yangming, Nikolaus von Kues, Leibniz, Du Fu und Schiller, um nur einige zu nennen, können die Menschen eine Vorstellung von der Gleichzeitigkeit der Ewigkeit entwickeln, wie es beispielsweise in dem Fresko Die Schule von Athen von Raffaello Sanzio da Urbino zum Ausdruck kommt.

Der beste Weg für China, sein Ziel für 2049 zu erreichen, besteht darin, die Bemühungen um die kulturelle Neue Seidenstraße zu verstärken, denn je mehr Länder auf dem Planeten auch für sich selbst das Ziel entwickeln, eine kulturell fortschrittliche, harmonische und schöne Gesellschaft zu schaffen, desto größer sind die Chancen, daß alle die zugrundeliegenden universellen Prinzipien entdecken, die uns menschlich machen und die Grundlage für die gemeinsame Zukunft der Menschheit darstellen.


Sofortmaßnahmen für Haiti vorgeschlagen

Ein Freund des Schiller-Instituts aus der Dominikanischen Republik, der sich mit dem Wiederaufbauplan des Instituts für Haiti beschäftigt hat, hat eine Reihe konkreter Vorschläge gemacht, die seiner Meinung nach im Rahmen des umfassenderen strategischen Programms zur Transformation des Landes sofort ergriffen werden sollten. Er hat zwar Einwände gegen den Vorschlag des Schiller-Instituts, das massive Energiedefizit Haitis durch Kernenergie zu lösen, und erwähnt die allgemeine Sicherheitslage nur am Rande, doch seine Vorschläge sind insgesamt ernsthaft und mustergültig. Er unterstreicht die wichtige Rolle der Dominikanischen Republik bei der Entwicklung Haitis und der gesamten Insel Hispaniola. Er schreibt:

„Ich möchte einige Bemerkungen zum Programm für die Entwicklung und Rettung Haitis und meines eigenen Landes machen, denn uns treffen die Konsequenzen gleichermaßen, da es sich um eine einzige Insel handelt und keines unserer Länder sich selbst umsiedeln kann. Meiner Meinung nach sollte das Programm in zwei Hauptbereiche aufgeteilt werden:

1) Ein umfassendes Notprogramm, um Hunger, Krankheiten, Ungewißheit und den Zerfall des Landes zu bekämpfen. Dazu gehören:

– Umfangreiche und dauerhafte Verteilung von zubereiteten, konservierten oder frischen Lebensmitteln, die vor Ort mit Kochern auf Lastwagen zubereitet werden (viele dieser Geräte werden in meinem Land bereits in Katastrophengebieten eingesetzt).

– Einrichtung mobiler Kliniken auf Lastwagen, die die Armenviertel in den Städten oder auf dem Land erreichen können;

– Einrichtung mobiler Schulen, die auf Lastwagen transportiert werden, um in angemieteten Räumen Grundschulunterricht erteilen zu können;

– Bereitstellung von Einrichtungen, Finanzmitteln, Traktoren, Beratung usw. für Kleinbauern, die Lebensmittel erzeugen, sowie für Vieh- und Geflügelzüchter, die Rinder, Schweine und Hühner entweder zu Hause oder auf Bauernhöfen halten;

– Bereitstellung von Spezialmaschinen und Personal für den Bau wichtiger Zufahrtswege, Anlieger-oder Durchgangsstraßen und kleiner Brücken;

– Bereitstellung große Mengen an Baumaterial, um kostengünstige Häuser zu bauen, vorzugsweise in Fertigbauweise, und diese mit Hausrat ausstatten;

– Bau mobiler Verwaltungsbüros, die vor allem die Angelegenheiten der Bürger bearbeiten sollen;

– Erschließung von Wasserquellen, die durch chemische Verfahren und osmotische Filtration (auf die ich spezialisiert bin) trinkbar gemacht werden können;

– Bereitstellung großer Mengen an Kleidung, Schuhen, Bettwäsche, Matratzen, Klappbetten, Moskitonetzen und Insektenschutzmitteln;

– Breite Verteilung von Vitaminen, Mineralien, Schmerzmitteln, Medikamenten zur Behandlung von Parasiten und Durchfall, Bereitstellung mobiler Labors für einfache Analysen, und Zahnkliniken.

2) Ein strategisches Programm wie das Programm des Schiller-Instituts, dem ich grundsätzlich zustimme. Wir müssen dafür sorgen, daß ein Mechanismus zur Steuerung des Prozesses ohne Einmischung erfolgt; es muß alles überwacht werden, denn die gesamte [haitianische] Regierung ist nicht legitimiert, und niemand kennt ihre Pläne genau und wem sie wirklich Rechenschaft schuldet. Wie bereits erwähnt, kann die Dominikanische Republik eine wichtige Rolle bei der Umsetzung eines solchen Plans spielen, denn wir haben dies [schon einmal] ohne internationale Hilfe getan.


Beasley: 42 Millionen Menschen in 43 Ländern sind „einen kleinen Schritt von der Hungersnot entfernt“ sind

Anläßlich des Welternährungstages am 15. Oktober twitterte David Beasley, der Direktor des UN-Welternährungsprogramms, ein Video, in dem er betonte, daß man sich darauf konzentriere, „was getan werden muß, um unsere globalen Nahrungsmittelsysteme zu stärken“, damit sie in der Lage seien, „jeden Menschen auf dem Planeten zu ernähren“.

Dies sei von entscheidender Bedeutung, weil wir überall auf der Welt mit Nahrungsmittelknappheit konfrontiert seien. Allein im vergangenen Jahr seien 300 Millionen weitere Menschen in eine unsichere Ernährungslage geraten; Menschen, die von chronischer Nahrungsmittelknappheit betroffen sind, sei um etwa 150 Millionen gestiegen; die Anzahl von schwerem Hunger betroffener Menschen habe sich von 135 Millionen auf 270 Millionen verdoppelt.

Davon seien 42 Millionen Menschen in 43 Ländern nur einen kleinen Schritt von einer Hungersnot entfernt. „Wenn wir nicht bald etwas tun – und das kostet etwa 6,6 Milliarden Dollar –, wird die Welt eine Hungersnot biblischen Ausmaßes erleben, viele Länder destabilisiert werden und zwangsläufig eine Massenmigrationen nach sich ziehen.“


Usbekische Delegation trifft sich mit Taliban und wirbt für Infrastruktur und Hilfe

Eine Delegation der usbekischen Regierung unter Leitung des Ministers für Investitionen und Außenhandel, Sardor Umursakow, traf am 16. Oktober in Termes (im Süden Usbekistans) zu einer eintägigen Konferenz mit einer afghanischen Delegation unter Leitung von Abdul Salam Hanafi, dem stellvertretenden Premierminister der provisorischen Regierung der Taliban, zusammen.

Der Sprecher des usbekischen Außenministeriums, Yusup Kabulschanow, erklärte gegenüber TASS: „Bei dem Treffen haben Vertreter mehrerer Ministerien und Behörden über Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit, Grenzsicherheit, Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, internationaler Transport und Transit gesprochen.“

Die Gespräche haben sich auf die Umsetzung von Infrastrukturprojekten konzentriert, zu denen der Bau der Überlandleitung Surkhan-Puli-Khumri und der Bahnstrecke Termes-Mazar-i-Sharif-Kabul-Peschawar gehören, berichtete TASS.

Die afghanische englischsprachige Online-Tageszeitung 8AM berichtete außerdem: „Bei dem Treffen haben die beiden Seiten ein gemeinsames technisches Team ernannt, das Anleitungen für die Umsetzung der Projekte geben soll. Nach 10 Tagen soll das Team eine Strategie und Anweisungen für die Umsetzung dieser Projekte fertigstellen und sie den zuständigen Stellen beider Seiten vorlegen.“

Termes entwickelt sich zu einer Drehscheibe für humanitäre Hilfe. Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) teilte diese Woche mit, daß in naher Zukunft drei Sendungen mit humanitärer Hilfe per Flugzeug nach Termes gebracht werden, von wo sie per LKW nach Afghanistan gelangen.


Weckruf: Die Gefahr für die Menschheit liegt nicht im Klima, sondern in der Duldung einer hinterhältigen Politik, die das Klima nutzt, um uns zu zerstören!“

Die folgende Erklärung wurde heute gemeinsam von Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts, und Guus Berkhout, emeritierter Professor für Geophysik und Initiator und Mitbegründer von CLINTEL (Climate Intelligence), veröffentlicht.

PDF der Erklärung

Wir führen erbitterte Debatten über alles mögliche – über grüne Energie, Staatsversagen bei der Pandemiebekämpfung, politische Ideologien, Steuerpolitik, Flüchtlingskrise, Mieterhöhungen, Beschneidung der Grundrechte, Altersversorgung, den Generationenkonflikt, Frauenrechte, etc. etc. etc. Aber wir haben nicht das Gesamtbild vor Augen: Daß wir im Westen von einem politischen Establishment regiert werden, das dabei ist, alles zu zerstören, was wir seit dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut haben!

Dabei haben wir alle Symptome eines kollabierenden Systems vor Augen, wenn wir sie sehen wollen: ein Wirtschaftssystem, in dem Kosten und Nutzen vollkommen aus dem Gleichgewicht sind, eine sich beschleunigende Hyperinflation, die das Lebensverdienst auffrißt, ein Gesundheitssystem, das sich nur noch Reiche leisten können, ein Bildungssystem, das weder Exzellenz noch moralische Werte vermittelt, eine außer Kontrolle geratene sogenannte „Woke-Kultur“, die die Menschen gegeneinander aufhetzt, eine verheerende geopolitische Konfrontationspolitik gegen vermeintliche Rivalen – man könnte diese Reihe noch beliebig fortsetzen!

Dabei haben alle diese Krisenerscheinungen eine gemeinsame Ursache: Wir leben im Westen unter der Diktatur einer Finanzoligarchie, für die das Gemeinwohl nicht existiert, die ausschließlich an der Maximierung ihrer Privilegien interessiert ist. Eine Oligarchie, die die endlosen Kriege als Einnahmequelle ihres Militärisch-Industriellen Komplexes braucht, und die Produktion und den Vertrieb von geisttötenden Drogen – illegalen wie legalisierten gleichermaßen – befördert, weil das Finanzsystem ohne die Zufuhr von gewaschenen Drogengeldern schon längst kollabiert wäre.

Und weil dieses auf profitmaximierender Spekulation basierende System jetzt rettungslos bankrott ist, soll in einem letzten großen Coup das gesamte Wirtschafts- und Finanzsystem auf grüne Technologien umgerüstet werden: The Great Reset. Unter dem Vorwand des Klimaschutzes lautet die Devise: „Shifting the Trillions“- lenkt die Billonen um! Und das läuft schon jetzt!

Mit der Politik des Green Deal (EU) und des Green New Deal (USA) vergeben die Banken nur noch Kredite für Investitionen in grüne Technologien und haben die Unternehmen längst einem strangulierenden System von Auflagen unterworfen: Taxonomie, Lieferkettengesetz, ESG. Gleichzeitig haben die hohen Energiepreise Methode: Durch das Erreichen der monetären Schmerzgrenze soll die Bevölkerung manipuliert werden, auf Fleischkonsum, Heizung, Wohnraum, Reisen etc. verzichten zu lernen. Damit einher geht ein Menschenbild, das jeden Menschen als einen Parasiten betrachtet, der die Natur belastet. Obwohl wir wissen, daß CO2 für das Leben auf der Erde notwendig ist, verkündet die grüne Politik: Je weniger CO2-Fußabdrücke hinterlassen werden, desto besser.

Die Wahrheit ist: Das ist alter Wein in neuen Schläuchen, das ist exakt die gleiche Austeritätspolitik von Hjamar Schacht, Hitlers Reichsbankpräsident und Reichswirtschaftsminister vor dem Zweiten Weltkrieg. Das ist Kannibalisierung der Arbeitskraft, die damals in den Arbeitslagern der KZs geendet hat. Wer denkt, daß dieser Vergleich übertrieben ist, soll sich den Film Hungerward über den Jemen mit David Beasley vom Welternährungsprogramm über Jemen oder die Sterberate von Kindern in Haiti anschauen.

Was sagt Klaus Schwab dazu in seinem Buch Stakeholder Capitalism? Er beklagt, daß afrikanische Länder wie Äthiopien erfolgreich die extreme Armut bekämpft haben (S. 154):

„Das zeigt uns das zentrale unauflösbare Problem. Die Fähigkeit, die den Menschen dazu verhilft, die Armut zu überwinden und ein besseres Leben zu führen, ist gleichzeitig dafür verantwortlich, daß der Planet für zukünftige Generationen zerstört wird. Die Ursachen für den Klimawandel sind nicht nur das Resultat einer selbstsüchtigen Generation von Industriellen und Babyboomers im Westen. Sie sind die Konsequenz des menschlichen Strebens nach einer besseren Zukunft.“

Hier steht es schwarz auf weiß: Nach dieser Logik ist die Erhöhung der Sterberate das Beste, was dem Klima passieren kann! Für Schwabs Eliten spielen Menschenleben keine Rolle.

Wenn wir der sich abzeichnenden Katastrophe entgehen wollen, müssen wir die Gesellschaft völlig neu auf ganz anderen Prinzipien aufbauen. Dies ist unsere positive Botschaft, die Botschaft einer hoffnungsvollen Zukunft mit Wohlstand für alle.

  • 1. Das menschliche Leben ist unantastbar. Der Mensch ist die einzige Gattung, die mit kreativer Vernunft ausgestattet ist, was ihn von allen anderen Lebewesen unterscheidet. Diese kreative Fähigkeit ermöglicht es dem Menschen, immer wieder neue Prinzipien des physischen Universums zu entdecken, was man wissenschaftlichen Fortschritt nennt. Die Tatsachen, daß der menschliche Geist in der Lage ist, durch eine immaterielle Idee diese Prinzipien zu entdecken, die dann in Form des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts einen Effekt im materiellen Universum haben, beweist, daß es eine Korrespondenz zwischen der Gesetzmäßigkeit des menschlichen Geistes und der des physischen Universum gibt.
  • 2. Ebenso wie die räumliche Ausdehnung und anti-entropische Evolution des Universums unendlich ist, ist es die intellektuelle und moralische Vervollkommnungsfähigkeit des menschlichen Geistes. Deshalb ist jeder zusätzliche Mensch eine neue Quelle der Weiterentwicklung im Universums und bei der Lösung von Problemen auf der Erde, wie z.B. der Überwindung von Armut, Krankheiten, Unterentwicklung und Gewalt. Sich umeinander zu kümmern, ist der Schlüssel in dieser voranschreitenden Entwicklung. Es ist die Kombination von Kreativität und Empathie, die uns allen mehr als den Lebensunterhalt sichert.
  • 3. Der positive Effekt des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts besteht darin, daß er, angewandt im Produktionsprozeß, die Produktivität der Arbeitskraft und der industriellen und landwirtschaftlichen Kapazitäten erhöht, was wiederum zu einem Anstieg des Lebensstandards und der Lebenserwartung von immer mehr Menschen führt. Eine prosperierende physische Ökonomie ist die Voraussetzung für die positive Entwicklung des Gemeinwohls, für die Versorgung nicht nur der Eliten, sondern aller Menschen mit hochwertiger Nahrung, sauberem Wasser, bezahlbarer moderner medizinischer Versorgung, einer hochstehenden Bildung, moderner Kommunikation und vor allem billiger und ausreichender Energie mit hohen Energieflußdichten. Inhärent sichere Kernenergie der dritten und vierten Generation sowie die sich abzeichnende Nutzung der thermonuklearen Kernfusion sind unerläßlich für die Energieversorgung der Menschheit. Armut beginnt mit Energiearmut.
  • 4. Der Zweck der Wirtschaft hat nichts mit dem Profit zu tun, sondern mit der Glückseligkeit der Menschen im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz, d.h. daß der Mensch alle in ihm angelegten Potentiale zu einem harmonischen Ganzen entfalten und so zu der bestmöglichen Weiterentwicklung der Menschheit beitragen kann. Oder, wie Schiller den weisen Solon von Athen zitiert: Der Zweck der Menschheit ist Fortschreitung. Es ist die Aufgabe der guten Regierung, durch ihre Politik für das Glück der Bürger in diesem Sinn zu sorgen, angefangen mit einer universellen Bildung für alle, deren Ziel der schöne Charakter und die Entwicklung einer immer größeren Anzahl von Genies sein muß. Diese Perspektive entspricht der Überzeugung Wladimir Wernadskijs, daß es in der Evolution des physischen Universums angelegt ist, daß der Anteil der Noosphäre gegenüber der Biosphäre immer mehr zu nimmt. Genauer gesagt, das Wachstum sollte ein zweifaches sein: Kreativität für die materiellen Bedürfnisse, und Empathie für die immateriellen Bedürfnisse. Für dieses sich umeinander und um unsere Umwelt Kümmern steht unser Slogan „Wohlstand für alle“, wobei sich „alle“ nicht nur auf uns selbst bezieht, sondern auch auf die künftigen Generationen.
  • 5. Die wahre Bestimmung des Menschen ist es auch nicht, ein Erdling zu bleiben. Unsere Identität ist es, als einzig bisher bekannter Gattung, die mit kreativer Vernunft ausgestattet ist, den Weltraum so zu besiedeln, wie wir es mit der Erde gemacht haben. Was der Weltraumpionier Krafft Ehricke den „extraterrestrischen Imperativ“ genannt hat, gewissermaßen der zivilisatorische Effekt der Raumfahrt auf den Menschen, erfordert, daß die Menschheit wirklich „erwachsen“ wird, also irrationale Impulse abstreift und die Kreativität zu seiner Identität werden läßt, wie dies bisher nur für herausragende Wissenschaftler und Künstler der klassischen Kultur der Fall ist.

In dieser Phase der Evolution, der Liebe zur Menschheit und der Liebe zur Schöpfung, ausgelöst durch das Erkennen der Großartigkeit des physischen Universums, wird es für den Menschen ganz natürlich sein, sich mit großer Sorgfalt um alle Aspekte der Menschheit, des Planeten, der Natur und des Universums zu kümmern, weil dann der künstlich geschaffene Widerspruch zwischen Mensch und Natur überwunden sein wird. Der Mensch steht nicht im Gegensatz zur Natur, er ist ihr fortgeschrittenster Teil. Es ist, was Schiller die „Freiheit in der Notwendigkeit“ genannt hat, und das Konzept, das Beethoven seiner Großen Fuge vorangestellt hat: „So streng, wie frei.“

Diese große Idee des Menschen, der von Natur aus gut und unendlich vervollkommnungfähig ist, ist es, die von den Hjalmar Schachts, Klaus Schwabs, den machthungrigen Politikern und den Profitgeiern dieser Welt bedroht ist. Dieser Weckruf richtet sich an alle Menschen, sich der Gefahr eines neuen Faschismus zu widersetzen. Lassen wir uns nicht in eine Vergangenheit zurückzwingen, in der die Eliten uns arm hielten und uns sagten, wir sollen damit zufrieden sein.

Hiermit unterstütze ich diesen Aufruf und möchte durch den Newsletter des Schiller-Instituts auf dem Laufenden gehalten werden.


Internationale Jugendkonferenz mit Helga Zepp-LaRouche

Das „Zeitalter der Vernunft“ einleiten, um die „niederträchtige Gleichgültigkeit“ zu beenden

„Denn nur der große Gegenstand vermag

Den tiefen Grund der Menschheit aufzuregen“

– Friedrich Schiller

Es gibt ein Land, in dem einer von drei Menschen an der Grenze des Verhungerns ist, in dem Dürren kürzlich 40 % der Weizenernte vernichtet haben. 90 % der Bevölkerung haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. 80 % der Bevölkerung sind unter 30 Jahre alt, aber seit 40 Jahren herrscht dort Krieg, und erst jetzt ist ein brüchiger Frieden entstanden. Dieses Land ist Afghanistan.

In einem anderen Land leiden zwei von fünf Menschen an Hunger. Ungeklärtes Abwasser wird in die Flüsse geleitet. 75 % der Energie des Landes stammen aus der Verbrennung von Holz zur Gewinnung von Holzkohle – ein Verfahren aus dem 16.  Jahrhundert. 59 % der Bevölkerung verdienen weniger als 2,43 Dollar pro Tag. Dieses Land ist Haiti.

Ein junger Mensch, der sich aufmacht, sich die Welt über die Grenzen des Möglichen hinaus zu eigen zu machen, wird keine andere Wahl haben, als auszurufen: „Der Zustand der Menschheit ist unerträglich! Niemand, der seine Mitmenschen liebt, darf schweigen! Entweder schaffen wir es, ein Zeitalter der Vernunft einleiten, oder die Menschheit wird sich bald durch ihre eigene Barbarei selbst auslöschen.“

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Präsidentin des Schiller-Instituts, ist der Überzeugung, daß dieses Zeitalter der Vernunft – eine „Schicksalsgemeinschaft der Menschheit“, wie es der chinesische Präsident Xi Jinping nannte – in greifbarer Nähe liegt, wenn wir die Niederlage der NATO in Afghanistan zum Anlaß nehmen, die vier Großmächte Rußland, China, Indien und die USA für die notwendige soziale und wirtschaftliche Entwicklung Afghanistans und aller Nationen zu gewinnen.

Wir können das verkommene System der Geopolitik überwinden, das die malthusianische Zerstörung des Lebens mit angeblich „begrenzten Ressourcen“ rechtfertigt, und ein neues Paradigma aufbauen, das den gemeinsamen Zielen der Menschheit dient. Dafür müssen wir die Wissenschaft der physischen Ökonomie nutzen, um allen Völkern der Welt Zugang zu einer modernen Gesundheitsinfrastruktur, sauberem Wasser, Lebensmitteln, Bildung, klassischer Kultur, Wissenschaft und Technologie zu ermöglichen.

Frau Zepp-LaRouche und ihre Mitstreiter wollen die wahren Führungskräfte auf allen Kontinenten gewinnen, die sich das Wissen um universelle Prinzipien aneignen wollen – Ärzte, klassische Künstler, Wissenschaftler, Staatsmänner und vielleicht am wichtigsten, die Jugend, um das Zeitalter der Vernunft einzuleiten. Der Wiederaufbau Afghanistans und Haitis ist dafür ein Anfang. Die Menschen in Afghanistan und Haiti und in so vielen anderen Ländern der Welt sind mit Hunger, Krankheit und Krieg konfrontiert – aber was noch schlimmer ist, sie sind mit der „niederträchtigen Gleichgültigkeit“ der Regierungen und vieler Menschen in den Vereinigten Staaten, den europäischen Ländern und anderswo konfrontiert, die bekannte Lösungen für das grausame Leiden und den Tod ignorieren, die den Erfolg Chinas bei der Befreiung von 850 Millionen Menschen aus extremer Armut ignorieren, die die langfristigen Wirtschaftsprognosen des verstorbenen amerikanischen Ökonomen und Staatsmannes Lyndon H. LaRouche ignorieren.

Das Schiller-Institut lädt Euch zu einem internationalen Jugenddialog mit Helga Zepp-LaRouche ein, der am Samstag, dem 23. Oktober 2021, um 17.00 Uhr MEZ stattfindet. Laßt uns eine leidenschaftliche Kraft von Menschen entwickeln, die sich dafür einsetzen, dieses schreiende Unrecht ein für allemal zu korrigieren, damit wir wirklich sagen können: „Nie wieder!“

Wir empfehlen, die folgenden beiden Dokumente vor der Diskussion sorgfältig zu lesen und zu studieren.

    Der Plan des Schiller-Instituts zur Entwicklung Haitis
    „Kann der ‚Westen‘ lernen? Was Afghanistan jetzt braucht“ von Helga Zepp-LaRouche


Simultanübersetzungen ins Spanische, Französische und Deutsche werden verfügbar sein. 

Eine Anmeldung ist erforderlich. Hier gehts zur Anmeldung!

WANN
23. Oktober 2021, 17:00 – 20.00 Uhr, MEZ
WO
Videokonferenz – Für weitere Informationen ist eine Anmeldung erforderlich


Ein Aufruf zur Freigabe der Gelder des afghanischen Volkes

Dieser Aufruf des Schiller-Instituts wird international, u.a. an während eines weltweiten Aktionstages am 14. Oktober, verbreitet.

PDF des Aufrufs

Heute und in den kommenden Tagen stehen wir, informierte Weltbürger und Patrioten unserer jeweiligen Nationen, in Washington, Berlin, Lima, Paris, Rom, Buenos Aires, Kopenhagen, Madrid, Stockholm, Brüssel und in vielen anderen Städten der Welt zusammen, um ein Verbrechen aufzudecken und anzuprangern.

Am 15. August hat nach vier Jahrzehnten ausländischer Interventionen eine neue Regierung in Afghanistan die Macht übernommen. Die neue Regierung – auch wenn ihre Ausrichtung nicht unbedingt unsere Zustimmung findet – hat sich bereit erklärt, sich den unmittelbaren humanitären Herausforderungen zu stellen, die Opiumproduktion auszurotten, das afghanische Gesundheitssystem wieder aufzubauen und die grundlegende Infrastruktur zu errichten, die für die Ankurbelung von Handel und Entwicklung erforderlich ist. Pakistan, Indien, China, Rußland, Turkmenistan, Iran und andere Länder sind sich darüber im klaren, daß es im Interesse aller liegt, der neuen Regierung die Möglichkeit zu geben, die Lage durch normale internationale Beziehungen zu stabilisieren. Aber es ist noch mehr notwendig: Ohne ein Minimum an ausländischer Hilfe wird Afghanistan bei der Bewältigung der tödlichen Ernährungs- und Gesundheitskrise scheitern, die schon lange vor dem 14. August begann.

Daher ist es empörend, daß das Weiße Haus in den Tagen nach der Machtübernahme durch die Taliban ankündigte, daß alle Guthaben der afghanischen Zentralbank, die sich in den USA befinden, nicht an die neue afghanische Regierung freigegeben würden:

Die US-Notenbank weigert sich, die Vermögenswerte der afghanischen Zentralbank in Höhe von 9,5 Milliarden Dollar freizugeben, von denen 7 Milliarden Dollar von der New Yorker Fed gehalten werden. Etwa 1,3 Milliarden Dollar liegen auf internationalen Konten, ein Teil davon in Euro und britischen Pfund, der Rest bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in der Schweiz. Infolgedessen kann Afghanistan nur auf 0,1-0,2% seiner gesamten Reserven zugreifen!

Der Internationale Währungsfonds hat alle Finanzierungen ausgesetzt, weil „innerhalb der internationalen Gemeinschaft keine Klarheit über die Anerkennung der neuen Regierung besteht“. 370 Millionen Dollar, die am 23. August freigegeben werden sollten, wurden zurückgehalten, und auch der Zugang zu den Reserven des IWF in Form von Sonderziehungsrechten (SZR), die in staatlich garantiertes Geld umgewandelt werden können, wurde blockiert.

Die Weltbank (wie in einer Petition der amerikanischen Frauen- Bürgerrechtsbewegung Code Pink angeprangert) weigert sich, etwa 440 Millionen Dollar freizugeben, insbesondere Mittel, die für die Bezahlung afghanischer Lehrer und Gesundheitsarbeiter benötigt werden. Während also der Aufschrei über die „Rechte der Frauen“ groß ist, werden 13.000 weibliche Beschäftigte im Gesundheitswesen, darunter Ärztinnen, Hebammen, Krankenschwestern, Impfpersonal und anderes weibliches Personal, vom Treuhandfonds der Weltbank für den Wiederaufbau Afghanistans (ARTF) nicht bezahlt.

Am 29. Februar 2020 haben die Taliban und die US-Regierung ein Abkommen unterzeichnet. In Teil III dieses Abkommens heißt es: „Die USA und die Islamische Republik Afghanistan verpflichten sich, ihre positiven Beziehungen fortzusetzen, einschließlich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit für den Wiederaufbau… Die Vereinigten Staaten werden von der Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit Afghanistans absehen und sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einmischen.“

Wenn die Vereinigten Staaten heute Respekt und Ansehen zurückgewinnen wollen, müssen sie ihren Verpflichtungen nachkommen, vor allem, wenn Millionen von Menschenleben, sowohl weibliche als auch männliche, auf dem Spiel stehen, wie es in Afghanistan aufgrund einer Ernährungs- und Gesundheitskrise von apokalyptischen Ausmaßen der Fall ist. Zwei von fünf Afghanen, viele von ihnen Kinder, sind vom Hungertod bedroht.

Wir, die Unterzeichnenden, fordern daher Präsident Joe Biden auf, im Sinne des von den USA unterzeichneten Doha-Abkommens von 2020 zu handeln und alle unnötigen Sanktionen gegen Afghanistan aufzuheben, eingeschlossen die Verwendung böswilliger Vorwände, um das Land am Zugriff auf die Vermögenswerte seiner eigenen Zentralbank sowie an seinem normalen Zugang zu den internationalen Finanzmärkten zu hindern.

Sofortiges Handeln ist dringend notwendig!

Unterstützen auch Sie diesen Aufruf und helfen Sie mit, ihn zu verbreiten!

Erstunterzeichner:

  • Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin des Schiller-Instituts, Deutschland
  • Jacques Cheminade, Präsident von Solidarité et Progrès und dreifacher Präsidentschaftskandidat in Frankreich

Hiermit unterstütze ich diesen Aufruf und möchte durch den Newsletter des Schiller-Instituts auf dem Laufenden gehalten werden.


Hamilton, China und LaRouche: Wirtschaftliche Entwicklung ist ein unveräußerliches Recht

Wer mit der Methode des Ökonomen und Staatsmannes Lyndon LaRouche vertraut ist, wirtschaftliche Prozesse zu prognostizieren, wird vielleicht die tiefere Bedeutung der folgenden Passage aus dem Londoner Guardian vom 1. Oktober erkennen, eine Bedeutung, die dem Schreiber selbst wahrscheinlich gar nicht bewußt ist. In dem Artikel mit dem Titel „Amerika droht eine Unterbrechung der Versorgungskette und Engpässe. Hier ist der Grund“ schreibt Matt Stoller: „…Was wir erleben, ist auch das Ergebnis jahrzehntelanger politischer Entscheidungen, die in den 1970er Jahren begannen und Verbraucherrechte über Bürgerrechte stellten. Die Konsolidierung der Macht in den Händen von Private-Equity-Finanziers und Monopolisten in den letzten vier Jahrzehnten hat dazu geführt, daß wir auf die Bewältigung eines Versorgungsschocks in keiner Weise vorbereitet sind. Unsere hypereffiziente globalisierte Lieferkette, die einst von Männern wie Tom Friedman in The World Is Flat romantisiert wurde, ist das Problem. Wie das Finanzsystem vor dem Crash von 2008 verbirgt auch diese Art Wirtschaftsordnung ihre Anfälligkeit. Sie scheint ganz gut zu funktionieren, bis sie es nicht mehr tut.“

Es reicht nicht aus, den plötzlichen Zusammenbruch des transatlantischen Lieferkettensystems auf die Covid-Pandemie der letzten 20 Monate zurückzuführen. Geschichte ist in dieser Hinsicht nie „objektiv“. Welche Kräfte waren hier am Werk? Heute vor 35 Jahren ist ein „Ereignis“ eingetreten, ohne dessen Verständnis die gegenwärtigen Ereignisse nicht vollständig nachzuvollziehen sind.

Wenn man die Geschichte ändert…

Lyndon LaRouche erläuterte 2004 in einem Bericht mit dem Titel „Die Nacht, in der sie kamen, um mich unzubringen“ die wahre, „subjektive“ Natur dieser „objektiven“ transatlantischen wirtschaftlichen Entwicklung.

Am 6. Oktober 1986 rückte eine Armee von mehr als vierhundert bewaffneten Personen in die Stadt Leesburg im US-Bundesstaat Virginia ein, um die Büros von EIR und anderer Firmen zu stürmen, aber auch eine andere, dunklere Mission durchzuführen. Das Gebäude, in dem ich mich zu dieser Zeit aufhielt, wurde von einer bewaffneten Truppe umstellt, während Flugzeuge, gepanzerte Fahrzeuge und anderes Personal auf den Schießbefehl warteten. Glücklicherweise kam es nicht dazu, weil jemand höheren Ranges als William Weld, der Leiter der Strafabteilung des Justizministeriums, anordnete, den Angriff auf mich abzubrechen. Die Polizeikräfte, die bereit waren, gegen mich, meine Frau und eine Reihe meiner Mitarbeiter vorzugehen, wurden am Morgen zurückgezogen…

Der Feldzug von 1973 zu meiner ,Beseitigung‘, der Beinahe-Mord vom 6. und 7. Oktober 1986 und der hartnäckige Versuch, mich jetzt (2004) von allen Debatten auszuschließen, sind allesamt Produkte desselben Themas, nämlich meines Kampfes gegen die Bemühungen bestimmter liberaler Ökonomen und anderer, die gesamte Welt unter die Fuchtel der Politik des ehemaligen Nazi-Wirtschaftsministers Hjalmar Schacht zu stellen.

Der eigentliche Ursprung dieser und ähnlicher Aktionen ist nicht das US-Justizministerium, sondern eine viel höhere Instanz als die US-Regierung, nämlich dieselbe Ansammlung internationaler finanzoligarchischer Interessen venezianischer Prägung und die mit ihnen verbundenen Anwaltskanzleien, die zwischen 1922 und 1945 die Welle faschistischer Diktaturen in Kontinentaleuropa ausgelöst haben. Das gemeinsame Merkmal dieser internationalen Finanzinteressen, damals, in den Jahren 1922-1945, und heute, ist ihr gegenwärtiger Plan, in den USA selbst und in der ganzen Welt eine Schachtsche Ökonomie einzuführen…

Die USA als größte produktive Nation der Welt in einen Schachtschen, ,nachindustriellen‘ Utopismus zu verwandeln, war das Markenzeichen der Nixon-Kampagne für die Präsidentschaft 1966-1968. Der Unsinn dieser ,nachindustriellen‘ Entwicklung hin zu einem wildem Monetarismus brachte die US-Regierung an den Punkt, wo sie ihre törichte Wirtschafts- und Kulturpolitik in der Zeit nach Kennedy aufgeben oder genau die Entscheidung treffen musste, vor der ich gewarnt hatte. Nixons Entscheidung vom 15. August 1971 machte den Marsch in Richtung Ruin und faschistoider Diktatur unausweichlich.“

Heute, wie 1986 und 2004, stehen der Welt zwei Systeme zur Wahl: Einerseits das System „Rees’scher Entscheidungen“, benannt nach John Rawlings Rees vom Tavistock-Institut, das durch eine angebliche „Entwicklungspolitik“ charakterisiert ist – eine Politik finanzieller Ausplünderung, wie sie durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) gegenüber dem afrikanischen Kontinent seit der Zeit nach Kennedys Ermordung betrieben wird. Andererseits das noch existierende „Amerikanische System“ mit seinen „Hamiltonischen“ Entscheidungen, das kürzlich von China als „Win-Win-Kooperation“ bezeichnet wurde. Als Chinas stellvertretender Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Geng Shuang, vor kurzem in diesem Gremium erklärte, die internationale Gemeinschaft solle „keine Mühen scheuen, um Haiti humanitäre Hilfe zu leisten und den Wiederaufbau nach der Katastrophe zu unterstützen“, eröffnete er eine „strategische Denkrichtung“, die weitaus mächtiger ist als die selbstzerstörerische „Operation Orkus/Global Britain“ im transpazifischen Raum.

Hamiltons „Haiti-Mission“ vollenden

Die Vereinigten Staaten dachten einst so. Im Jahr 1861 entsandten die Vereinigten Staaten unter Abraham Lincoln den Botschafter Anson Burlingame als diplomatischen Gesandten nach China, das damals im Zweiten Opiumkrieg vom Britischen Empire unterjocht wurde. Heute, im Jahr 2021, versucht China, sich an die Vereinigten Staaten zu wenden, deren institutionelle Führung und kulturellen Einrichtungen nun ebenfalls unterjocht und durch einen „Opiumkrieg“ weitgehend zerstört sind – auch wenn dieses Mal keine äußere Gewalt, sondern die Churchillsche Verführungstaktik eingesetzt wurde. Die Vereinigten Staaten wurden durch das Tavistock-Institut und seinen Ableger, die Frankfurter Schule, dazu gebracht, sich selbst zu zerstören, sich selbst zu deindustrialisieren, den wissenschaftlichen Fortschritt abzulehnen und sich nun selbst zu entvölkern. Der chinesische Vorschlag, gemeinsam Haitis Souveränität gegen die internationale Drogenmafia zu verteidigen, die das Land jetzt unterjocht, d.h. Häfen, Eisenbahnlinien und Stromversorgung mit Kernenergie zu bauen, könnte die Vereinigten Staaten wieder zur Vernunft bringen.

Der LaRouche-Vorschlag für den dringenden Wiederaufbau Haitis, mit dem das übergeordnete Konzept von Entwicklungskorridoren und einer „Wirtschaftsplattform“ in einem der ärmsten Gebiete der Welt eingeführt wird, kann, wie Helga Zepp-LaRouches Vorschlag für Afghanistan, ein Weg für Amerika sein, zu seiner früheren Perspektive von Hamilton, Lincoln und Roosevelt zurückzukehren, die insbesondere erfolgreich sein kann, wenn sie von einer Gruppe von Amerikanern aus dem Komitee für den Zusammenfall der Gegensätze vertreten wird.

Die Tatsache, dass China die Welt bei den Vereinten Nationen auf die Krise in Haiti aufmerksam gemacht hat, bietet den Vereinigten Staaten die Möglichkeit, nicht die Tavistock-Methode zu wählen, sondern die „Win-Win“-Methode, die schon immer das wesentliche Merkmal des Amerikanischen Systems war, das in den Worten von Henry Carey „das einzige ist, das jemals entwickelt wurde, das darauf aus war, den Zustand der Menschen in der ganzen Welt zu verbessern und anzugleichen.“


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