Top Left Link Buttons

Allgemein

Category Archives

Internationale Friedenskoalition #169, 28.08.2026, 17.00 Uhr

Einen Weltgipfel organisieren

169. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Einen Weltgipfel organisieren

28. August 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) und Dennis Small, Executive Intelligence Review; sowie Berichten über die Mobilisierung um den Aufruf an Papst Leo XIV.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Wir hoffen, Sie haben weltweit für „positive Unannehmlichkeiten“ gesorgt.
Im Rahmen dieses IPC möchten wir über die Mobilisierung um den „Aufruf an Papst Leo einen Weltgipfel zu organisieren“ berichten. Wir veröffentlichen den Aufruf hier nochmals in voller Länge, erhalten Sie Optionen zum Unterzeichnen und Teilen.
Falls Sie sich noch nicht für das deutschsprachige Krisenforum “Der freie Fall der deutschen Wirtschaft muß gestoppt werden! Deutschland muß vor dem Ausverkauf gerettet werden!“ des Schiller-Instituts angemeldet haben, tun Sie dies bitte hier.


Aufruf an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel zu organisieren, um die Fragen des Friedens und der nuklearen Abrüstung anzugehen

Der folgende Offene Brief an Papst Leo XIV. wurde am 19. August auf der Substack-Seite von Nuclear Insanity veröffentlicht. Wenn Sie den Brief unterzeichnen wollen, füllen Sie bitte dieses Google Formular aus.

Sollten Sie kein Google- Konto haben, senden Sie bitte eine Email an fragen@schiller-institut.degeben Sie Ihren vollständigen Namen und die Institution, die Sie vertreten an.
Wir werden Ihre Daten an die Initiatoren weiterleiten.

Wir appellieren an Sie, Papst Leo, als die führende Persönlichkeit, die sich mehr als alle anderen bemüht, für die ganze Menschheit zu sprechen, statt nur für bestimmte Nationen, Religionen oder Wählergruppen, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, um die Welt von ihrem derzeitigen Kriegskurs und einer potentiellen nuklearen Katastrophe abzubringen und um die größten Krisen, denen die Menschheit heute gegenübersteht, friedlich zu lösen. Eine solche Initiative stünde im Einklang mit Ihren wiederholten Aufrufen zu Frieden und Gerechtigkeit seit Ihrem Amtsantritt als Papst – Aufrufe, die Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen auf unserem Planeten inspirieren und ihnen Hoffnung geben.

Am 10. Juni 2025 veröffentlichte die damalige Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste der USA (DNI), Tulsi Gabbard, ein kurzes aber erschreckendes Video, das mit Bildern von Hiroshima begann und in dem sie warnte: „Wir sind dem Abgrund der nuklearen Vernichtung näher als je zuvor“ und „Kriegstreiber aus der politischen Elite schüren leichtfertig Angst und Spannungen zwischen den Atommächten“. Gabbard schloß: „Es liegt an uns, dem Volk, uns zu Wort zu melden und ein Ende dieses Wahnsinns zu fordern. Wir müssen diesen Marsch in den Atomkrieg ablehnen und auf eine Welt hinarbeiten, in der niemand in Angst vor einem atomaren Holocaust leben muß.“

Am 20. Oktober 2025 warnte der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin: „Die Welt erlebt derzeit den fragilsten Moment für die internationale Sicherheit seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Naryschkin fuhr fort: „Unsere gemeinsame und vielleicht wichtigste Aufgabe ist es, sicherzustellen, daß die Anpassung an die neue Realität ohne einen großen Krieg vonstattengeht, wie es in früheren historischen Phasen der Fall war.“ Inzwischen ist es viele Monate her, seit diese beiden Geheimdienstchefs Alarm schlugen, und wir sind der nuklearen Vernichtung nur noch näher gekommen – viel näher.

Als Gabbard und Naryschkin diese Warnungen äußerten, tobte der Krieg in der Ukraine, Israel verübte seinen Völkermord im Gazastreifen, und die Spannungen zwischen China und den USA um Taiwan und das Südchinesische Meer waren hoch. Seitdem ist der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hinzugekommen, und die Gefahr eines Dritten Weltkriegs ist damit exponentiell gewachsen.

Es tauchen immer wieder Anzeichen dafür auf, daß Regierungen für eine solche Eventualität planen, obwohl wir seit mehr als vier Jahrzehnten wissen, daß selbst ein begrenzter Atomkrieg – geschweige denn ein großer – weltweit unvorstellbare Schäden auslösen kann, darunter einen nuklearen Winter, der alles Leben auf unserem Planeten vernichten könnte. Am 20. August 2024 veröffentlichte die New York Times einen Artikel auf der Titelseite, in dem gewarnt wurde, daß sich die USA auf einen gleichzeitigen Atomkrieg an drei Fronten gegen Rußland, China und Nordkorea vorbereiteten. Am selben Tag berichtete das Bulletin of the Atomic Scientists, daß immer mehr Nuklearstrategen überzeugt sind, ein Atomkrieg könne geführt und gewonnen werden, womit sie die jahrzehntelange Erkenntnis, daß ein Atomkrieg nicht gewonnen werden kann und niemals geführt werden darf, faktisch auf den Kopf stellen.

Im November 2024 erklärte der US-Admiral Thomas Buchanan, die USA bereiteten sich darauf vor, einen Atomkrieg zu führen und zu gewinnen und dabei genügend Atomwaffen in Reserve zu halten, um ihre globale Vorherrschaft auch danach aufrechterhalten zu können.

Vor kurzem hat der politische Chef des US-Verteidigungsministeriums, Elbridge Colby, die Notwendigkeit erörtert, dass die USA zusätzlich zum Einsatz von Truppen aus Südkorea und Japan auch taktische Atomwaffen einsetzen müssten, falls es zwischen den USA und China zu Kämpfen um die Taiwanstraße kommen sollte.

Nicht nur die Experten der Weltuntergangsuhr des Bulletin of the Atomic Scientists sind der Ansicht, daß sich die Welt immer mehr der nuklearen Vernichtung nähert. Und zusätzlich zu den Drohungen der USA haben mehrere einflußreiche russische Politiker Wladimir Putin dazu aufgefordert, Atomwaffen einzusetzen, um die Ukraine zu besiegen.

Wir, die Unterzeichner aus aller Welt, halten den Zeitpunkt für günstig, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, der sich mit den großen Konflikten in der Welt befaßt, und mit der Notwendigkeit, dem nuklearen Abgrund zu entkommen. Rußland steckt seit fast fünf Jahren in der Ukraine fest. Auch wenn Rußland unter hohen Kosten weiterhin schrittweise Geländegewinne erzielt, ist die Lage an der Front weitgehend ins Stocken geraten, und beide Seiten fügen durch ihren Drohnen- und Raketenkrieg der Energieinfrastruktur und der Schifffahrt erheblichen Schaden zu, was zu globalen Energie- und Nahrungsmittelengpässen führt und innerhalb wie außerhalb beider Länder Leid verursacht. Wenn die von der NATO unterstützte Ukraine immer weiter Rußlands rote Linien überschreitet, kann und will Putin dann die russischen Falken noch eindämmen?

Gleichzeitig finden die USA keinen diplomatischen Ausweg aus ihrem Krieg gegen den Iran, der seinerseits keinerlei Anstalten macht, den USA zu erlauben, die Krise zu beenden, die sie und Israel durch den Angriff auf den Iran ausgelöst haben. Während China darauf besteht, daß die Einheit mit Taiwan seine ultimative rote Linie ist, würde jeder in der Region davon profitieren, wenn sich die Spannungen legen und Ressourcen in Entwicklung – im Sinne von Chinas Gürtel- und Straßen-Initiative – statt in Kriegshandlungen fließen würden.

Dieser letzte Punkt sollte universell gelten. Es ist schmerzlich zu sehen, wie viele Nationen Ressourcen aus Ernährung, Wohnen, Bildung und Gesundheit in die Aufrüstung ihrer Streitkräfte umleiten. Das gilt ganz besonders für Nordamerika, Europa und Asien, wo Gespräche über friedliche Konfliktlösungen dem Gerede über Kriegsvorbereitungen weichen müssen.

Wie Sie selbst vor einigen Monaten weise und eindringlich betont haben: „Ich habe mehr als einmal den eindringlichen Appell wiederholt, den der heilige Paul VI. an die Vollversammlung der Vereinten Nationen richtete – Was mich verbindet, so bemerkte mein verehrter Vorgänger, ist ein Pakt, besiegelt ‚mit einem Eid, der die zukünftige Geschichte der Welt verändern soll: Nie wieder Krieg, nie wieder Krieg! Es ist der Frieden, der Frieden, der das Schicksal der Nationen der gesamten Menschheit leiten muß‘! Gerade im Atomzeitalter muß sich die Wahrheit durchsetzen: Nicht Atomwaffen schaffen Frieden, sondern Abrüstung. Diese Wahrheit, die in vergangenen Jahrzehnten, als wir eine nukleare Deeskalation erlebten, klar zu sein schien, wurde durch einen Rüstungswettlauf verdeckt, der heute Angst und Schrecken verbreitet.“

Es war in der Tat Papst Paul VI., der erste Papst, der im Oktober 1965 vor den Vereinten Nationen sprach und in dieser außergewöhnlichen Ansprache Präsident Kennedy zitierte: „Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen, sonst wird der Krieg der Menschheit ein Ende setzen.“ Er zitierte das Buch Jesaja: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Sicheln.“ In seiner Enzyklika Populorum Progressio von 1967 betonte Papst Paul VI.: „Entwicklung ist der neue Name für Frieden.“

Auch andere Päpste haben in Krisenzeiten mutige Initiativen ergriffen, um die Menschheit zu retten. Im Oktober 1962 plädierte Papst Johannes XXIII. für eine friedliche Lösung der Kubakrise und trug dazu bei, sowohl Präsident Kennedy als auch Generalsekretär Chruschtschow eine Möglichkeit zu bieten, das Gesicht zu wahren und die Krise diplomatisch statt militärisch zu lösen – zu einem Zeitpunkt, als ein Krieg unmittelbar bevorzustehen schien. Ein ähnliches Unterfangen könnte heute Erfolg haben, in einer Situation, in der die beiden großen Konflikte der Welt scheinbar unüberwindbar festgefahren sind.

Das gleiche gilt für das nukleare Wettrüsten, wo die neun Atommächte ihre Arsenale nicht nur modernisieren, sondern auch ausbauen – nach Jahrzehnten vernünftiger, wenn auch viel zu langsamer Abrüstung. Und zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind die beiden großen nuklearen Rivalen durch keine Verträge zur nuklearen Rüstungskontrolle mehr gebunden. Andere Länder und Gebiete, darunter Japan, Südkorea, Polen, Saudi-Arabien, Taiwan und die Ukraine, diskutieren über die Anschaffung eigener Atomwaffen, was die Welt nur zu einem noch größeren nuklearen Pulverfaß machen würde.

Ein päpstlicher Aufruf zu einem Krisengipfel, um die aktuellen Kriege zu beenden und die Tendenz zu Kriegen und Atomwaffen umzukehren, könnte den Regierungen der Welt die Chance für einen Kurswechsel bieten, weg von der derzeitigen Entwicklung zu einem Atomkrieg, der die Erde zerstört. Wir bitten Sie, Papst Leo, dringend, Ihre einzigartige moralische Autorität zu nutzen, um ein solches Treffen der Staats- und Regierungschefs der Welt, einschließlich der Staatschefs der drei wichtigsten Atommächte, einzuberufen, damit sie zusammenkommen und auf die Bitten der Menschheit reagieren, unsere Welt in eine grundlegend andere Richtung zu lenken, bevor es zu spät ist.

Erstunterzeichner:

  • Peter Kuznick, Professor für Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute, American University, Washington
  • Jack Gilroy, Pax Christi New York State Council; Veterans for Peace; Ban Killer Drones; Internationale Friedenskoalition des Schiller-Instituts
  • Ivana Nicolic Hughes, Präsidentin der Nuclear Age Peace Foundation, Senior-Dozentin für Chemie an der Columbia University (NYC)
  • Naledi Pandor, ehemalige Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, Südafrika (2019-2024)
  • S.E. Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana, 2011–2015
  • Richard Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Princeton University; ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in den palästinensischen Gebieten; Vizepräsident der Nuclear Age Peace Foundation
  • Chandra Muzaffar, islamischer Reformer und Aktivist, Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST); Koordinatorin von SHAPE (Save Humanity and Planet Earth)
  • Kathy Kelly, Pax-Christi-Friedenslehrerin 1998; Vorstandsvorsitzende von „World Beyond War“
  • David Swanson, Geschäftsführer von „World Beyond War“; Autor von „War is Still a Lie“
  • Marjorie Cohn, emeritierte Professorin an der Thomas-Jefferson-Rechtsfakultät; Dekanin der People’s Academy of International Law
  • Bandy X. Lee, Präsidentin der World Mental Health Coalition; Mitbegründer von „Preventing Violence Now“
  • James C. Cobey, Gründer von „Health Volunteers Overseas“; Mitglied des Lenkungsausschusses von „Voices from the Holy Land“; Mitglied des Internationalen Komitees zum Verbot von Landminen (ICBLM), das 1997 den Friedensnobelpreis erhielt
  • Dr. Mohammad A. Toor, Vorsitzender des Kuratoriums des Pakistani American Congress; Präsident der „American Pakistani Physicians for Justice & Democracy“; Vorsitzender der „American Muslim Alliance“
  • Ann Wright, Oberst der US-Armee (a. D.) und ehemalige US-Diplomatin (die im März 2003 aus Protest gegen den US-Krieg gegen den Irak zurücktrat); Mitglied bei „Veterans for Peace“, „World Beyond War“, „CODEPINK“ und „Hawaii Peace and Justice“
  • Susan Schnall, Präsidentin von „Veterans for Peace“ (USA)
  • Norman Solomon, nationaler Direktor von „Roots Action“; Autor
  • Martin Sheen, mit Golden Globe und Emmy ausgezeichneter Schauspieler; Pax Christi „Teacher of the Year“ (1999)
  • Setsuko Thurlow, Überlebende des Atombombenabwurfs auf Hiroshima; Friedensnobelpreisträgerin; Trägerin des Order of Canada
  • Glenn Diesen, Professor an der University of South-Eastern Norway
  • Frida Stranne, Professorin und Expertin für Außenpolitik, Schweden
  • Ray McGovern, Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity
  • Helga Zepp-LaRouche, Gründerin Schiller-Institut, Initiatorin Internationale Friedenskoalition

Aufruf an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel zu organisieren, um die Fragen des Friedens und der nuklearen Abrüstung anzugehen

Der folgende Offene Brief an Papst Leo XIV. wurde am 19. August auf der Substack-Seite von Nuclear Insanity veröffentlicht. Wenn Sie den Brief unterzeichnen wollen, füllen Sie bitte dieses Google Formular aus.

Sollten Sie kein Google- Konto haben, senden Sie bitte eine Email an fragen@schiller-institut.de, geben Sie Ihren vollständigen Namen und die Institution, die Sie vertreten an.
Wir werden Ihre Daten an die Initiatoren weiterleiten.

Wir appellieren an Sie, Papst Leo, als die führende Persönlichkeit, die sich mehr als alle anderen bemüht, für die ganze Menschheit zu sprechen, statt nur für bestimmte Nationen, Religionen oder Wählergruppen, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, um die Welt von ihrem derzeitigen Kriegskurs und einer potentiellen nuklearen Katastrophe abzubringen und um die größten Krisen, denen die Menschheit heute gegenübersteht, friedlich zu lösen. Eine solche Initiative stünde im Einklang mit Ihren wiederholten Aufrufen zu Frieden und Gerechtigkeit seit Ihrem Amtsantritt als Papst – Aufrufe, die Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen auf unserem Planeten inspirieren und ihnen Hoffnung geben.

Am 10. Juni 2025 veröffentlichte die damalige Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste der USA (DNI), Tulsi Gabbard, ein kurzes aber erschreckendes Video, das mit Bildern von Hiroshima begann und in dem sie warnte: „Wir sind dem Abgrund der nuklearen Vernichtung näher als je zuvor“ und „Kriegstreiber aus der politischen Elite schüren leichtfertig Angst und Spannungen zwischen den Atommächten“. Gabbard schloß: „Es liegt an uns, dem Volk, uns zu Wort zu melden und ein Ende dieses Wahnsinns zu fordern. Wir müssen diesen Marsch in den Atomkrieg ablehnen und auf eine Welt hinarbeiten, in der niemand in Angst vor einem atomaren Holocaust leben muß.“

Am 20. Oktober 2025 warnte der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin: „Die Welt erlebt derzeit den fragilsten Moment für die internationale Sicherheit seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Naryschkin fuhr fort: „Unsere gemeinsame und vielleicht wichtigste Aufgabe ist es, sicherzustellen, daß die Anpassung an die neue Realität ohne einen großen Krieg vonstattengeht, wie es in früheren historischen Phasen der Fall war.“ Inzwischen ist es viele Monate her, seit diese beiden Geheimdienstchefs Alarm schlugen, und wir sind der nuklearen Vernichtung nur noch näher gekommen – viel näher.

Als Gabbard und Naryschkin diese Warnungen äußerten, tobte der Krieg in der Ukraine, Israel verübte seinen Völkermord im Gazastreifen, und die Spannungen zwischen China und den USA um Taiwan und das Südchinesische Meer waren hoch. Seitdem ist der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hinzugekommen, und die Gefahr eines Dritten Weltkriegs ist damit exponentiell gewachsen.

Es tauchen immer wieder Anzeichen dafür auf, daß Regierungen für eine solche Eventualität planen, obwohl wir seit mehr als vier Jahrzehnten wissen, daß selbst ein begrenzter Atomkrieg – geschweige denn ein großer – weltweit unvorstellbare Schäden auslösen kann, darunter einen nuklearen Winter, der alles Leben auf unserem Planeten vernichten könnte. Am 20. August 2024 veröffentlichte die New York Times einen Artikel auf der Titelseite, in dem gewarnt wurde, daß sich die USA auf einen gleichzeitigen Atomkrieg an drei Fronten gegen Rußland, China und Nordkorea vorbereiteten. Am selben Tag berichtete das Bulletin of the Atomic Scientists, daß immer mehr Nuklearstrategen überzeugt sind, ein Atomkrieg könne geführt und gewonnen werden, womit sie die jahrzehntelange Erkenntnis, daß ein Atomkrieg nicht gewonnen werden kann und niemals geführt werden darf, faktisch auf den Kopf stellen.

Im November 2024 erklärte der US-Admiral Thomas Buchanan, die USA bereiteten sich darauf vor, einen Atomkrieg zu führen und zu gewinnen und dabei genügend Atomwaffen in Reserve zu halten, um ihre globale Vorherrschaft auch danach aufrechterhalten zu können.

Vor kurzem hat der politische Chef des US-Verteidigungsministeriums, Elbridge Colby, die Notwendigkeit erörtert, dass die USA zusätzlich zum Einsatz von Truppen aus Südkorea und Japan auch taktische Atomwaffen einsetzen müssten, falls es zwischen den USA und China zu Kämpfen um die Taiwanstraße kommen sollte.

Nicht nur die Experten der Weltuntergangsuhr des Bulletin of the Atomic Scientists sind der Ansicht, daß sich die Welt immer mehr der nuklearen Vernichtung nähert. Und zusätzlich zu den Drohungen der USA haben mehrere einflußreiche russische Politiker Wladimir Putin dazu aufgefordert, Atomwaffen einzusetzen, um die Ukraine zu besiegen.

Wir, die Unterzeichner aus aller Welt, halten den Zeitpunkt für günstig, einen internationalen Notgipfel einzuberufen, der sich mit den großen Konflikten in der Welt befaßt, und mit der Notwendigkeit, dem nuklearen Abgrund zu entkommen. Rußland steckt seit fast fünf Jahren in der Ukraine fest. Auch wenn Rußland unter hohen Kosten weiterhin schrittweise Geländegewinne erzielt, ist die Lage an der Front weitgehend ins Stocken geraten, und beide Seiten fügen durch ihren Drohnen- und Raketenkrieg der Energieinfrastruktur und der Schifffahrt erheblichen Schaden zu, was zu globalen Energie- und Nahrungsmittelengpässen führt und innerhalb wie außerhalb beider Länder Leid verursacht. Wenn die von der NATO unterstützte Ukraine immer weiter Rußlands rote Linien überschreitet, kann und will Putin dann die russischen Falken noch eindämmen?

Gleichzeitig finden die USA keinen diplomatischen Ausweg aus ihrem Krieg gegen den Iran, der seinerseits keinerlei Anstalten macht, den USA zu erlauben, die Krise zu beenden, die sie und Israel durch den Angriff auf den Iran ausgelöst haben. Während China darauf besteht, daß die Einheit mit Taiwan seine ultimative rote Linie ist, würde jeder in der Region davon profitieren, wenn sich die Spannungen legen und Ressourcen in Entwicklung – im Sinne von Chinas Gürtel- und Straßen-Initiative – statt in Kriegshandlungen fließen würden.

Dieser letzte Punkt sollte universell gelten. Es ist schmerzlich zu sehen, wie viele Nationen Ressourcen aus Ernährung, Wohnen, Bildung und Gesundheit in die Aufrüstung ihrer Streitkräfte umleiten. Das gilt ganz besonders für Nordamerika, Europa und Asien, wo Gespräche über friedliche Konfliktlösungen dem Gerede über Kriegsvorbereitungen weichen müssen.

Wie Sie selbst vor einigen Monaten weise und eindringlich betont haben: „Ich habe mehr als einmal den eindringlichen Appell wiederholt, den der heilige Paul VI. an die Vollversammlung der Vereinten Nationen richtete – Was mich verbindet, so bemerkte mein verehrter Vorgänger, ist ein Pakt, besiegelt ‚mit einem Eid, der die zukünftige Geschichte der Welt verändern soll: Nie wieder Krieg, nie wieder Krieg! Es ist der Frieden, der Frieden, der das Schicksal der Nationen der gesamten Menschheit leiten muß‘! Gerade im Atomzeitalter muß sich die Wahrheit durchsetzen: Nicht Atomwaffen schaffen Frieden, sondern Abrüstung. Diese Wahrheit, die in vergangenen Jahrzehnten, als wir eine nukleare Deeskalation erlebten, klar zu sein schien, wurde durch einen Rüstungswettlauf verdeckt, der heute Angst und Schrecken verbreitet.“

Es war in der Tat Papst Paul VI., der erste Papst, der im Oktober 1965 vor den Vereinten Nationen sprach und in dieser außergewöhnlichen Ansprache Präsident Kennedy zitierte: „Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen, sonst wird der Krieg der Menschheit ein Ende setzen.“ Er zitierte das Buch Jesaja: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Sicheln.“ In seiner Enzyklika Populorum Progressio von 1967 betonte Papst Paul VI.: „Entwicklung ist der neue Name für Frieden.“

Auch andere Päpste haben in Krisenzeiten mutige Initiativen ergriffen, um die Menschheit zu retten. Im Oktober 1962 plädierte Papst Johannes XXIII. für eine friedliche Lösung der Kubakrise und trug dazu bei, sowohl Präsident Kennedy als auch Generalsekretär Chruschtschow eine Möglichkeit zu bieten, das Gesicht zu wahren und die Krise diplomatisch statt militärisch zu lösen – zu einem Zeitpunkt, als ein Krieg unmittelbar bevorzustehen schien. Ein ähnliches Unterfangen könnte heute Erfolg haben, in einer Situation, in der die beiden großen Konflikte der Welt scheinbar unüberwindbar festgefahren sind.

Das gleiche gilt für das nukleare Wettrüsten, wo die neun Atommächte ihre Arsenale nicht nur modernisieren, sondern auch ausbauen – nach Jahrzehnten vernünftiger, wenn auch viel zu langsamer Abrüstung. Und zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind die beiden großen nuklearen Rivalen durch keine Verträge zur nuklearen Rüstungskontrolle mehr gebunden. Andere Länder und Gebiete, darunter Japan, Südkorea, Polen, Saudi-Arabien, Taiwan und die Ukraine, diskutieren über die Anschaffung eigener Atomwaffen, was die Welt nur zu einem noch größeren nuklearen Pulverfaß machen würde.

Ein päpstlicher Aufruf zu einem Krisengipfel, um die aktuellen Kriege zu beenden und die Tendenz zu Kriegen und Atomwaffen umzukehren, könnte den Regierungen der Welt die Chance für einen Kurswechsel bieten, weg von der derzeitigen Entwicklung zu einem Atomkrieg, der die Erde zerstört. Wir bitten Sie, Papst Leo, dringend, Ihre einzigartige moralische Autorität zu nutzen, um ein solches Treffen der Staats- und Regierungschefs der Welt, einschließlich der Staatschefs der drei wichtigsten Atommächte, einzuberufen, damit sie zusammenkommen und auf die Bitten der Menschheit reagieren, unsere Welt in eine grundlegend andere Richtung zu lenken, bevor es zu spät ist.

Erstunterzeichner:

  • Peter Kuznick, Professor für Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute, American University, Washington
  • Jack Gilroy, Pax Christi New York State Council; Veterans for Peace; Ban Killer Drones; Internationale Friedenskoalition des Schiller-Instituts
  • Ivana Nicolic Hughes, Präsidentin der Nuclear Age Peace Foundation, Senior-Dozentin für Chemie an der Columbia University (NYC)
  • Naledi Pandor, ehemalige Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, Südafrika (2019-2024)
  • S.E. Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana, 2011–2015
  • Richard Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Princeton University; ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in den palästinensischen Gebieten; Vizepräsident der Nuclear Age Peace Foundation
  • Chandra Muzaffar, islamischer Reformer und Aktivist, Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST); Koordinatorin von SHAPE (Save Humanity and Planet Earth)
  • Kathy Kelly, Pax-Christi-Friedenslehrerin 1998; Vorstandsvorsitzende von „World Beyond War“
  • David Swanson, Geschäftsführer von „World Beyond War“; Autor von „War is Still a Lie“
  • Marjorie Cohn, emeritierte Professorin an der Thomas-Jefferson-Rechtsfakultät; Dekanin der People’s Academy of International Law
  • Bandy X. Lee, Präsidentin der World Mental Health Coalition; Mitbegründer von „Preventing Violence Now“
  • James C. Cobey, Gründer von „Health Volunteers Overseas“; Mitglied des Lenkungsausschusses von „Voices from the Holy Land“; Mitglied des Internationalen Komitees zum Verbot von Landminen (ICBLM), das 1997 den Friedensnobelpreis erhielt
  • Dr. Mohammad A. Toor, Vorsitzender des Kuratoriums des Pakistani American Congress; Präsident der „American Pakistani Physicians for Justice & Democracy“; Vorsitzender der „American Muslim Alliance“
  • Ann Wright, Oberst der US-Armee (a. D.) und ehemalige US-Diplomatin (die im März 2003 aus Protest gegen den US-Krieg gegen den Irak zurücktrat); Mitglied bei „Veterans for Peace“, „World Beyond War“, „CODEPINK“ und „Hawaii Peace and Justice“
  • Susan Schnall, Präsidentin von „Veterans for Peace“ (USA)
  • Norman Solomon, nationaler Direktor von „Roots Action“; Autor
  • Martin Sheen, mit Golden Globe und Emmy ausgezeichneter Schauspieler; Pax Christi „Teacher of the Year“ (1999)
  • Setsuko Thurlow, Überlebende des Atombombenabwurfs auf Hiroshima; Friedensnobelpreisträgerin; Trägerin des Order of Canada
  • Glenn Diesen, Professor an der University of South-Eastern Norway
  • Frida Stranne, Professorin und Expertin für Außenpolitik, Schweden
  • Ray McGovern, Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity
  • Helga Zepp-LaRouche, Gründerin Schiller-Institut, Initiatorin Internationale Friedenskoalition


Der freie Fall der deutschen Wirtschaft muß gestoppt werden! Deutschland muß vor dem Ausverkauf gerettet werden!

Einladung zum Online-Krisenforum des Schiller-Instituts am 1. September 2026, 17.00 Uhr

Täglich überschlagen sich die Nachrichten: Werkschließungen, Verlust von Arbeitsplätzen im sechsstelligen Bereich, wirtschaftliche Verödung ganzer Regionen, Zerfall der Infrastruktur, Bildungsmisere, Sozialabbau vom Gesundheitssektor bis zur Familienpolitik und Rente. Vor unseren Augen wird gerade so ziemlich alles demontiert, was wir in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut hatten! Wenn wir verhindern wollen, daß unser Land in der kommenden Zeit von sozialer Zerrüttung und Spannungen destabilisiert wird, müssen wir dringend eine neue Zukunftsperspektive erkennbar machen.

Dabei ist es absolut möglich, das Ruder herumzureißen. Die geopolitischen Veränderungen erfordern eine Neuorientierung: Wenn Amerika wiederholt die Grundlagen der Partnerschaft in Frage stellt – Zollkrieg und Grönland seien hier nur stellvertretend erwähnt -, wenn die EU-Politik des „Green Deal“ und einer geopolitisch motivierten Außenpolitik uns von einer Wachstumsperspektive abschneiden, dann müssen wir unsere Interessen neu definieren.

Die gigantischen Aufrüstungsprogramme, die mit sogenannten Sondervermögen finanziert werden, tragen nichts zur wirklichen Wertschöpfung bei, außer bei den Spekulationsgewinnen sogenannter Investoren. In Wirklichkeit ist die Militarisierung eine Wette mit dem Teufel, an deren Ende die Existenz Deutschlands der Einsatz ist.

Die strategische Landkarte hat sich verändert: Die Staaten des Globalen Südens sind entschlossen, 500 Jahre Kolonialzeit hinter sich zu lassen, und haben damit begonnen, vor allem durch die Kooperation mit China die Wertschöpfungskette in ihren eigenen Ländern aufzubauen, mit der Perspektive, in naher Zukunft Nationen mit mittlerem Einkommen zu werden. Damit erschließen sich für exportorientierte Länder wie die Bundesrepublik Deutschland expandierende Märkte mit großem Wachstumspotential.

Die Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten liegt im natürlichen Eigeninteresse Europas. Die Kooperation mit den Staaten von ASEAN, CELAC, der SCO, der EAEU, der AU und weiteren Organisationen des Globalen Südens wird von diesen Institutionen gewünscht und eröffnet den Zugang zu den Märkten von 85 Prozent der Weltbevölkerung.

Ohne die Zusammenarbeit mit China würden wir uns von allen Zukunftstechnologien abschneiden. Laut dem australischen ASPI (Australian Strategic Policy Institute) liegt China nach dem aktuellsten ASPI Critical Technology Tracker (Datenjahr 2025) bei 69 von 74 untersuchten kritischen Technologien weltweit auf Platz 1. Das sind rund 93% der erfaßten Bereiche.

Wenn Deutschland, das einmal als das Volk der Denker, Dichter und Erfinder galt, wieder im internationalen Wettbewerb aufholen will, müssen wir Zukunftsbereiche wie Raumfahrt und Fusionstechnologie priorisieren. Um Investitionslücken zu schließen, brauchen wir eine erhebliche Aufstockung der ESA-Beiträge, eine Stärkung des nationalen Raumfahrtprogramms, wie z.B. des European Launcher Challenge (ELC), Investitionen in die Serienfertigung; Europa braucht einen unabhängigen Zugang zum All, und die Satellitensysteme Galileo und Copernicus müssen resilienter gemacht werden.

Im Bereich Fusionsforschung ist Deutschland mit den drei nationalen „Fusionshubs“ – dem Stellarator-Konzept in Greifswald, dem Laserfusions-Modell in Biblis und dem Tritium-Brennstoffkreislauf-Modell in Karlsruhe – im Prinzip gut aufgestellt, aber der „Aktionsplan Fusion“ der Bundesregierung sollte massiv aufgestockt und die Zusammenarbeit mit Industrie und innovativen Startups massiv ausgebaut werden.

Deutschland braucht dringend eine Renaissance des Humboldtschen Erziehungsmodells. Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen, daß Deutschland im internationalen Wettbewerb abgehängt wird – rund ein Viertel der 15-Jährigen erreicht nicht einmal die Mindeststandards in Kernkompetenzen. Gefördert werden müssen frühkindliche Bildung und Sprachförderung, Überwindung des Lehrkräftemangels und deren Weiterbildung gemäß des Humboldtschen Bildungsideals. Die Bildungsungerechtigkeit muß aktiv bekämpft werden.

Anstatt die Eskalationsspirale mit Rußland bis zum Punkt ohne Wiederkehr zu steigern, müssen wir die Diplomatie und Kooperation mit Rußland wiederherstellen – einem Land mit elf Zeitzonen, das auf seinem riesigen, nur teilweise erschlossenen Territorium über alle Elemente des Periodensystems verfügt -, was uns Zugang zu Rohstoffen und billiger Energie ermöglichen würde.

Anstatt Frontex gegen Flüchtlinge einzusetzen, sollten wir auf Papst Leo XIV. hören und dafür sorgen, daß in den Herkunftsländern der Flüchtlinge Bedingungen geschaffen werden, damit sie in ihrer Heimat bleiben können. Das heißt, wir sollten uns gemeinsam mit China und anderen Nationen an Joint Ventures bei der Industrialisierung Afrikas, den ärmeren Teilen Asiens und Lateinamerikas beteiligen. Afrika z.B. wird 2050 ein Kontinent mit 2,5 Milliarden Menschen mit einem Durchschnittsalter von ca. 20 Jahren sein (Deutschland 47 Jahre). Das heißt, wir müssen Afrika helfen, in den nächsten 24 Jahren rund eine Milliarde neuer produktiver Arbeitsplätze zu schaffen.

Weitere Informationen zum Ablauf, zu den Rednern und zur Teilnahme werden Ihnen nach Ihrer Anmeldung zugesandt.

Melden Sie sich jetzt an!


Internationale Friedenskoalition #168, 21.08.2026, 17.00 Uhr

Wer schürt den Atomkrieg?

168. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Wer schürt den Atomkrieg?

21. August 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Ray McGovern, ehemaliger CIA-Analyst und Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS); Garland Nixon, erfahrener progressiver Radio- und Fernsehmoderator; Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS); sowie weitere, die in Kürze bekannt gegeben werden. sowie weitere Redner.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Warum steht die menschliche Zivilisation näher am Abgrund eines Atomkriegs als je zuvor – sogar als in der Kubakrise –, worüber mittlerweile in Mainstream- als auch alternativen Medien offen diskutiert wird, und dennoch steuern wir immer weiter auf dieses unvorstellbare, selbstmörderische Ende zu? Warum hält niemand auf, was nach übereinstimmender Meinung aller qualifizierten Experten zur Vernichtung der menschlichen Zivilisation führen würde?

Wer wäre so wahnsinnig, einen Atomkrieg zu befürworten?

„London entscheidet sich bewusst für eine Eskalation der Ukraine-Krise, während es heuchlerisch den Wunsch nach Frieden bekundet“, schrieb die russische Botschaft in London in einer Erklärung vom 17. August unter Bezug auf Berichte über britische Drohnen, die geliefert wurden, um Angriffe tief im russischen Hoheitsgebiet durchzuführen. Außenminister Sergej Lawrow brachte es in einem Interview am 18. August auf den Punkt: „Wir … haben das Recht, die stolz verkündete direkte Beteiligung britischer Raketentruppen an Angriffen gegen die Russische Föderation als Beteiligung am Krieg zu betrachten, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen.“

„Dies spiegelt die Politik bestimmter … imperialistischer oligarchischer Kreise im Westen wider“, sagte Helga Zepp-LaRouche über die führende Rolle Großbritanniens bei der Eskalation des Krieges gegen Russland. Das um die Londoner City organisierte westliche Finanzsystem sei bankrott und stehe kurz vor einem Zusammenbruch in einer systemischen Krise. „Manche Kreise glauben, dass der einzige Weg, das zu vermeiden, darin besteht, in den Krieg zu ziehen. Aber das würde in einer Katastrophe enden…“

Dieses Risiko ist nicht auf den Konflikt in der Ukraine beschränkt. Typisch ist der Fall des einflussreichen Pentagon-Staatssekretärs Elbridge Colby, einem der Hauptbefürworter des Einsatzes taktischer Atomwaffen der USA. Colbys Neuauflage von Teddy Roosevelts Politik des Big Stick – des „großen Knüppels“ –, um Russland und China aus der westlichen Hemisphäre zu verjagen, würde dazu führen, dass die USA im Auftrag der Parasiten der Londoner City und der Wall Street die Kontrolle über die materiellen Werte der ganzen Region übernehmen. Das überrascht nicht, wenn man bedenkt, dass Colbys Frau, die brasilianische Ökonomin Susana Cordeiro Guerra, ein Protegé des Friedman-Monetaristen Paulo Guedes ist, der zu der „Chicago-Boy“-Clique gehört, die Chile unter der Pinochet-Diktatur ausgeplündert hat.

Das Finanzsystem und das Kriegssystem sind ein und dasselbe.

Wer kann den Atomknopf den Menschen entziehen, die wahnsinnig genug sind, ihn zu betätigen? Wir müssen die Welt auf die akute Gefahr eines Atomkriegs aufmerksam machen, mahnte Zepp-LaRouche in ihrem Webcast vom 19. August. Zu diesem Zweck unterstützen das Schiller-Institut und viele andere einen offenen Brief an Papst Leo XIV., „Appell an Papst Leo XIV., einen Weltgipfel für Frieden und atomare Abrüstung zu organisieren“, der von vielen prominenten Führungspersönlichkeiten und Aktivisten unterzeichnet wurde. Darin heißt es:

„Ein Aufruf des Papstes zu einem Krisengipfel, um die aktuellen Kriege zu beenden und die Tendenz zu Kriegen und Atomwaffen umzukehren, könnte den Regierungen der Welt die Chance für einen Kurswechsel bieten, weg von der derzeitigen Entwicklung zu einem Atomkrieg, der die Erde zerstört. Wir fordern Sie, Papst Leo, dringend auf, Ihre einzigartige moralische Autorität zu nutzen, um ein solches Treffen der Staats- und Regierungschefs der Welt, einschließlich der Staatschefs der drei wichtigsten Atommächte, einzuberufen, damit sie zusammenkommen und auf die Bitten der Menschheit reagieren, unsere Welt in eine grundlegend andere Richtung zu lenken, bevor es zu spät ist.“

Zepp-LaRouche appelliert an alle, die der Menschheit eine Zukunft sichern wollen, für den offenen Brief zu mobilisieren, Unterschriften zu sammeln und „uns bitte bei dieser Kampagne zu helfen und dafür zu sorgen, dass sie zur stärksten Botschaft an die Welt wird, dass die Weltbevölkerung keinen Dritten Weltkrieg will und nicht ausgelöscht werden will“.

Und zum Zusammenbruch des Finanzsystems sagte Zepp-LaRouche: „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Lyndon LaRouches Lösungen umgesetzt werden müssen“. Sie verwies auf LaRouches „Vier Gesetze“, die damit beginnen, das parasitäre Finanzsystem einer Insolvenzsanierung zu unterziehen und souveräne Kreditsysteme mit einer Nationalbank wiederherzustellen – ein Wirtschaftssystem für die Entwicklung der Menschheit. Entwicklung ist der neue Name für Frieden!


Dialog der Kulturen in München

Das Chinesische Generalkonsulat in München und das Schiller-Institut veranstalteten am 4. August ein Symposium über Chinas „Vier Initiativen“.

Eine zukunftsorientierte offene Diskussion zu den existentiellen Themen der Gegenwart wird heute in Deutschland von vielen vermißt, umso größer war die Begeisterung von etwa 70 Teilnehmern eines Symposiums über „Die Umsetzung der vier großen globalen Initiativen und zum Aufbau einer Gemeinschaft mit geteilter Zukunft für die Menschheit“, das am 4. August in München stattfand und das gemeinsam vom Chinesischen Generalkonsulat und dem Schiller-Institut Deutschland veranstaltet wurde.

präsentierte Generalkonsul Qiu Xuejun
Moderator Konsul Guo Jiaqi, Generalkonsul Qiu Xuejun,  Helga Zepp-LaRouche und Prof. Dr. Guo Qinglin

Eine zukunftsorientierte offene Diskussion zu den existentiellen Themen der Gegenwart wird heute in Deutschland von vielen vermißt, umso größer war die Begeisterung von etwa 70 Teilnehmern eines Symposiums über „Die Umsetzung der vier großen globalen Initiativen und zum Aufbau einer Gemeinschaft mit geteilter Zukunft für die Menschheit“, das am 4. August in München stattfand und das gemeinsam vom Chinesischen Generalkonsulat und dem Schiller-Institut Deutschland veranstaltet wurde.

In seiner Grundsatzrede1 beschrieb Generalkonsul Qiu Xuejun die politische Perspektive der chinesischen Regierung, die mit ihren vier globalen Initiativen – der Globalen Sicherheitsinitiative, der Globalen Entwicklungsinitiative, der Globalen Zivilisationsinitiative und der Globalen Governance-Initiative – ein umfassendes Konzept für die Stabilisierung der internationalen Beziehungen vorgelegt hat. Die Welt erlebe derzeit Umwälzungen wie seit über hundert Jahren nicht mehr. Er zitierte Präsident Xi: „Die Länder der Welt sitzen nicht in mehr als 190 kleinen Booten, sondern in einem großen Schiff, auf dem sie ein gemeinsames Schicksal teilen. Kleine Boote halten Wind und Wellen nicht stand – nur ein großes Schiff kann den gewaltigen Stürmen trotzen.“ Die geteilte Zukunft der Menschheit müsse die Richtung der Politik bestimmen, betonte der Generalkonsul.

China biete der Welt sein erfolgreiches Entwicklungsmodell an, das Millionen von Menschen aus der Armut befreit hat, und China habe in die Gürtel- und Straßen-Initiative (BRI) in den letzten Jahren 1,92 Billionen Dollar investiert. Der Handel zwischen den Ländern habe dadurch massiv zugenommen. China habe trotz seiner Größe nie nach Macht gestrebt, und er hoffe, daß die beiden größten Volkswirtschaften in Europa und Asien – Deutschland und China – sich nicht durch einige Stimmen aus Europa von einer Zusammenarbeit abhalten lassen werden. In dieser Hinsicht könne das gemeinsame Symposium mit dem Schiller-Institut auch einen positiven Beitrag zur Zukunft der Menschheit leisten.

Als zweit- und drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und größte Industrieländer auf dem eurasischen Kontinent hätten China und Deutschland eine besondere historische Mission für die Zukunft der Menschheit. Die Geschichte habe immer wieder bewiesen, daß die Zusammenarbeit zwischen den philosophischen Strömungen Chinas und Deutschlands „über Berge und Meere hinweg“ Funken der Weisheit entzündeten, die die Welt erleuchten.

Nach Generalkonsul Qiu sprach Helga Zepp-LaRouche. Die Vorsitzende des Schiller-Instituts bedankte sich für die Gastfreundschaft des chinesischen Generalkonsulats, in seinen Räumen dieses gemeinsame Symposium durchführen zu können. Sie sprach die extrem kritische strategische Lage der beiden militärischen aktuellen Konflikte in der Ukraine und im Iran an, die beide das Potential hätten, sich zu einem globalen Krieg auszuweiten. Sie zitierte General a.D. Harald Kujat, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und ehemaliger Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, der die heutige Lage in mehreren Veröffentlichungen mit der Lage im August 1914 unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg verglichen hat. Der Unterscheid zu damals sei, daß die Welt heute über Nuklearwaffen verfügt, die die gesamte Menschheit auslöschen und durch einen nachfolgenden 50jährigen nuklearen Winter das Leben insgesamt auf der Erde beenden könnten.

Der Globale Süden habe bestürzt erkannt, daß Diplomatie als Methode der Konfliktlösung für die Europäer nicht mehr existiert. Deshalb müsse die UN-Charta durch eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gestärkt werden, wie sie Chinas Globaler Governance-Initiative2 zum Ausdruck komme. Das Schiller-Institut habe nach dem Beginn der von Rußland so bezeichneten Militärischen Sonderoperation die prinzipiell gleiche Idee in einem Aufruf für eine neue globale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zum Ausdruck gebracht und dazu Zehn Prinzipien3 formuliert, wie eine solche Architektur aussehen könnte.

Weil die Mainstream-Medien über Chinas vier Initiativen absolutes Stillschweigen bewahrten, gebe es in der Öffentlichkeit kein Wissen und folglich auch keine Diskussion darüber. Durch diese Initiativen und die BRI ließen sich die Wirtschaftsprobleme nicht nur Deutschlands, sondern ganz Europas lösen. Auch das Flüchtlingsproblem könne nur durch wirtschaftliche Entwicklung der Heimatländer der Menschen gelöst werden, die vor Hunger, Armut und Krieg flüchten. Papst Leo XIV. habe dies in seinen Reden auf einer Reise nach Spanien Anfang Juni leidenschaftlich zum Thema gemacht: Jeder Flüchtling habe das Recht, in seiner Heimat eine sichere Zukunft zu haben.

Dies lasse sich durch den Aufbau dieser Länder durch eine Zusammenarbeit des Westens mit China und den BRICS-Staaten erreichen. Das Schiller-Institut habe seit Jahrzehnten Entwicklungsprogramme für den Globalen Süden ausgearbeitet, die jetzt durch diese Kooperation umgesetzt werden müßten, um Frieden und Wohlstand für die gesamte Menschheit zu sichern. Deshalb müsse die Globale Governance-Initiative im September bei der UN-Vollversammlung auf die Tagesordnung gesetzt werden. Zepp-LaRouche betonte, die Ideen des deutschen Kardinals Nikolaus von Kues aus dem 15. Jahrhundert, der in dem Einen eine höhere Mächtigkeit als dem Vielen erkannt habe, seien sehr verwandt mit der Auffassung von Präsident Xi Jinping, der die Aufgabe der Menschheit darin sehe, eine gemeinsame Zukunft für die gesamte Menschheit zu schaffen.

Proffessor Zhang Wei via Zoom

Nicht Feinde, sondern potentielle Freunde

Nach Helga Zepp-LaRouche sprach online Prof. Zhang Weiwei, Direktor des China-Instituts der Fudan-Universität in Shanghai. Er stellte auf seine anschauliche Weise die vier globalen Initiativen von Präsident Xi Jinping vor. Die globale Entwicklungs-Initiative solle die Lebensgrundlage für alle Völker der Welt legen. Die Sicherheits-Initiative solle eine friedliche Umgebung schaffen, in der erst globale Entwicklung möglich sei. Die zivilisatorische Initiative bedeute, daß jede Kultur von der anderen Kultur lernen müsse, statt einem Kampf der Kulturen zu folgen. Die Governance-Initiative schaffe die Grundlage für eine friedliche Entwicklung zwischen den Staaten der Welt. Er ging dann auf den Unterschied im Menschenbild und in der Arbeitsweise Chinas und der Länder des Westens ein. In China seien Wissen und Aktion eins, während sie im Westen getrennt seien. Deshalb gebe es in Europa zu viel Bürokratie, die das Handeln behindere. In den USA und Europa würde man dauernd über die westlichen Werte reden, während für China die Frage des Friedens die wichtigste Aufgabe sei. Man müsse zusammen diskutieren und zusammen profitieren. Der wichtigste Unterschied sei aber das Menschenbild. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2025 sei das Thema Lose-Lose gewesen, also alle seien Verlierer. So teile man im Westen die Welt in Freunde und Feinde ein, während es für China nur Freunde oder potentielle Freunde gebe.

Der nächste Redner war der Präsident der Dunhuang-Akademie aus China, Guo Qinglin, der mit einer Delegation seine Reise in Deutschland mit der Teilnahme am Seminar begann. Er präsentierte die Arbeit der Akademie bei der Restaurierung und Erhaltung der über 700 buddhistischen Höhlentempel in Dunhuang, die zum UNESCO-Welterbe gehören und eines der großartigsten Beispiele für die Integration chinesischer und buddhistischer Tradition entlang der alten Seidenstraße darstellen. Vor allem durch die Digitalisierung wolle man das historische Erbe auch der gesamten Menschheit zur Verfügung stellen. Auch er betonte, dass jedes Land die Souveränität aller Staaten akzeptieren müsse und die Sicherheitsinteressen aller Staaten zu berücksichtigen habe. Durch die Zusammenarbeit mit Freunden könne man alle Krisen der Welt lösen. Die äußerst anregende Präsentation, bei der viele Bilder der Grotten gezeigt wurden, stieß auf große Begeisterung beim Publikum, das auf diese Weise einen seltenen Einblick in eine der bedeutendsten Schnittstellen verschiedener alter Kulturen erhielt.

Beispiele der Dunhuang-Grotten, vorgestellt von Prof. Dr. Guo Qinglin, dem Präsidenten der Dunhuang-Akademie aus China.

Eine gemeinsame Zukunft der Menschheit aufbauen

Der folgende Redner, der sächsische Landtagsabgeordnete Eric Recke (BSW), mußte ebenfalls online sprechen, da er durch die bekannte Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn an einer Teilnahme vor Ort in München gehindert wurde. Recke hat seit 2024 öfters Shenzhen und Nanjing besucht und sagte, er habe dort den Erfolg der vier globalen Initiativen sehen können. BSW setze sich dafür ein, daß Regierungen aus Experten aller Parteien gebildet werden, die im Gegensatz zu der Praxis in Deutschland eine Fachkompetenz aufweisen müßten. Deutschland habe sich durch seine Praxis von den Entwicklungen der Welt abgekoppelt. Durch den beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie, Gas, Öl und dem Verbrennungsmotor hätten wir unsere Wirtschaft großen Schaden zugefügt. In der Zukunft sei unsere Energieversorgung nicht mehr sichergestellt. Unser Bahnnetzwerk werde immer unzuverlässiger und auch bei den Flughäfen falle man zurück. Als Folge stiegen die Preise, und der Staat müsse zunehmend die Verluste der Bürger und Firmen durch immer mehr Schulden kompensieren, die dann nicht mehr für Investitionen zur Verfügung stehen. Daraus folge dann Armut und höhere Arbeitslosigkeit. Deshalb fordere BSW einen Ausstieg aus der NATO und die Zusammenarbeit mit den BRICS, um Deutschland wiederzubeleben.

BSW will das Bahnnetzwerk in Sachsen mit der Neuen Seidenstraße (BRI) verbinden und hofft, daß chinesische Investitionen in Sachsen die angeschlagenen Firmen retten können. Am 1. Juli wurde ein Antrag von ihm im Stadtrat von Leipzig für eine Zusammenarbeit mit China in Kultur und Sport von allen im Bundestag vertretenen Parteien unterstützt. Im Februar 2027 werde er für das Amt des Leipziger Oberbürgermeisters kandidieren, und bei einem Erfolg könne er dann dies auch direkt umsetzen. Die Deutschen wollten wie die Chinesen im Wohlstand leben. Für das Wohl aller Menschen müßten wir deshalb alle für den Aufbau einer gemeinsamen Zukunft der Menschheit arbeiten. Er selber habe dieser Aufgabe sein Leben gewidmet.

Governance-Initiative folgt der Tradition von Bandung

Als Nächster sprach der Sinologe Werner Müller. Er betonte, dass China bereits seit den 50er Jahren die Globale Governance-Initiative verfolge. 1955 beim Treffen der Blockfreien in Bandung in Indonesien hätten Zhou Enlai und andere Vertreter des Globalen Südens die Forderungen nach Einhaltung der nationalen Souveränität, der territorialen Integrität, der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten und der friedlichen Koexistenz vertreten. China habe diesen Weg stetig verfolgt und sei ohne Kriege und koloniale Abenteuer zur größten Wirtschaftsmacht und zweitgrößten Macht der Erde aufgestiegen. Mit den vier globalen Initiativen habe China neue außenpolitische Akzente gesetzt. Dahinter könnten sich alle Staaten versammeln. Warum werde hier in Deutschland darüber im Bundestag nicht diskutiert? Das Problem für Deutschland liege vielleicht darin, dass die vier globalen Initiativen eine Reform der internationalen Institutionen nötig machten, was auch notwendig sei. Die Interessen der Mehrheit der Menschheit müssten endlich berücksichtigt werden. Sie bedeuten auch eine Abkehr vom Prinzip des Rechts des Stärkeren. Dieses Recht des Stärkeren habe man in der Sprengung von Nord Stream 2, in der Bombardierung des Iran, im Gaza-Überfall und in der Zerstörung der palästinensischen Siedlungen im Westjordanland gesehen. Nach den vier globalen Initiativen sollten alle Staaten, ob groß oder klein, gleiche Rechte haben, um solche Taten zu verhindern. Dies heiße internationale Demokratie. Man müsse sich dafür schämen, dass in Deutschland darüber nicht diskutiert werde. Stattdessen werde in Deutschland nur über die Kritik der USA an den Initiativen berichtet. Die USA befürchteten, China wolle damit die globale Balance verändern, was auch notwendig sei. Die Interessen des Globalen Südens müssten endlich ebenfalls berücksichtigt werden. Es sei nötig, dass Deutschland und Europa nicht länger die Interessengehilfen der USA seien, sondern endlich eine eigenständige Politik verfolgten. Deshalb müsse die Globale Governance-Initiative mehr bekannt gemacht werden, und dafür sei das heutige Symposium ein guter Anfang gewesen.

Als letzte Rednerin sprach Alexandra Motschmann, Schriftstellerin aus Starnberg. Sie betonte, daß es im 5. Jahrhundert vor Christus an verschiedenen Orten der Welt wichtige Philosophen mit ähnlichen Ideen gegeben habe. Sie nannte Konfuzius und Laotse aus China, Buddha aus Indien sowie Sokrates und Plato in Griechenland. Die NATO befinde sich noch in einer Zeit vor diesen großen Philosophen und stehe für Krieg. Dann zitierte sie ein von ihr verfasstes Gedicht „Krieg und Frieden“, das bereits in einer früheren Ausgabe der NS abgedruckt wurde. Die Welt sei mehr denn je verbunden, trotzdem gebe es ein falsches Verständnis zwischen den Kulturen. Der Amerikaner Marshall Rosenberg habe gefordert: „Das Wichtigste sei friedliche Kommunikation.“ Freundschaft zwischen Staaten heiße nicht, daß man in allem übereinstimme, sondern daß man dem anderen mit Respekt begegne, auf den anderen höre und den Willen habe, den anderen zu verstehen. Jede Kultur sei einzigartig. Sie wolle keine Weltregierung, sondern ein Weltverständnis von allen für alle. Alle Politiker müssten für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden. So habe Herr Merz den ersten Angriff auf den Iran verteidigt, aber der habe die UN-Charta verletzt. Frieden sei das Wichtigste.

Nach den Vorträgen gab es eine lebhafte Diskussion, in der viele Gäste die Politik der Bundesregierung kritisierten und die Frage stellten, wie diese zu verändern sei. Ein Biolandwirt aus dem Kreis Rosenheim betonte, daß die EU-Politik ihn gezwungen habe, seine Produktion von Biomilch einzustellen. Das Problem in Deutschland sei, daß ein Beruf keine Berufung mehr sei, sondern ein Job. Eine buddhistische Chinesin, die in der Krankenpflege tätig ist, wies auch darauf hin, daß man nicht mehr den Menschen sehe, sondern nur noch seine Arbeit mache, um Geld zu verdienen. Die meisten Teilnehmer an der Veranstaltung drückten nach der Veranstaltung ihre Begeisterung über den freien Dialog auf höchstem Niveau aus, den man leider derzeit in Deutschland sehr vermissen müsse. Sie drückten ihre Hoffnung auf weitere solche Möglichkeiten der Diskussion zwischen den Kulturen der Welt in der Zukunft aus.

wz/hzl

Anmerkungen:

1. https://munich.china-consulate.gov.cn/ger/lszl/202608/t20260811_12002389.htm
2. http://english.scio.gov.cn/whitepapers/2026-06/17/content_118552858.html
3. https://schillerinstitute.com/de/blog/2022/11/30/zehn-prinzipien-fuer-eine-neue-internationale-sicherheits-und-entwicklungsarchitektur/
4. https://idp.bl.uk/discover/collection-categories/dunhuang-academy/


Internationale Friedenskoalition #167, 14.08.2026, 17.00 Uhr

Die Voraussetzungen für Sicherheit schaffen

167. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die Voraussetzungen für Sicherheit schaffen

14. August 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen Larry Johnson, ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter der CIA und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) und Prof. Richard Anderson Falk, emeritierter Professor für internationales Recht an der Princeton University, Vorsitzender des Kuratoriums des Euro-Mediterranean Human Rights Monitor, ehemaliger Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen zur Menschenrechtssituation in den palästinensischen Gebieten von 2008 bis 2014 sowie weitere Redner.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Weiter unten finden Sie die aktualisierte Liste der Unterzeichner des Offenen Briefes an Erzbischof John Wester. Bitte fügen Sie ebenfalls Ihre Unterschrift hinzu und verbreiten Sie den Offenen Brief in Ihrem Freundes-, Kollegen- und Bekanntenkreis.

Lasst uns alle Kräfte mobilisieren!
Letzten Freitag rief Helga Zepp-LaRouche die Teilnehmer der Internationalen Friedenskoalition dazu auf, den Offenen Brief für eine allumfassende Mobilisierung zu nutzen:

„Wir müssen an diese Liebe zur Menschheit appellieren. Ich glaube, dass wir ohne die Liebe zur Menschheit wiederzuerwecken, keinen Erfolg haben werden. Daher kann ich nur alle Teilnehmer und Zuhörer dieser Diskussion bitten: Nehmen Sie diesen Brief an Erzbischof Wester, verbreiten Sie ihn, verbreiten Sie das Programm. Dieses Mal werden wir das gesamte Programm der IPC als Video zur Verfügung stellen. Verbreiten Sie es, damit die Menschen sich die Argumente anhören können, wogegen wir kämpfen: die Gefahr der Auslöschung, die Erinnerung an Hiroshima, die Parallelen zur Gegenwart, die gefährliche Situation, in der wir uns befinden, die Herausforderungen dieser sich verändernden Weltlage, die es erforderlich macht, dass jeder von uns handelt und nicht Zaungast in diesem historischen Prozess bleibt.
Wenn also jeder damit beginnen würde, ein Aktivist zu werden und an den Papst zu appellieren, würde der Papst von einem immer mächtigeren Chor von Stimmen aus Afrika, aus Lateinamerika, aus Europa, aus Asien umgeben sein, die alle fordern, dass er diese Rolle übernimmt. Und ich bin sicher, dass Putin genauso reagieren würde wie Chruschtschow. Und ich denke, dass auch Xi Jinping zuhören würde. Ich denke, dann könnten wir Präsident Trump, der sich in seiner zweiten Amtszeit vorgenommen hat, bessere Beziehungen zu Russland und China herzustellen, davon überzeugen, dass er dies immer noch tun könnte. Hoffentlich werden wir die Welt in einen sicheren Bereich führen.
Meine Antwort an diese Nonne, ich kenne Ihren Namen nicht, lautet im Grunde, dass wir versuchen werden, diese Initiative zur allumgreifenden Initiative zu machen und alle aufzufordern, sie zu unterstützen, denn gerade jetzt könnte sie auf die Ebene führen, auf der die Lösung überhaupt erst entstehen könnte.“

Helga Zepp-LaRouche

Die Aussicht auf bessere Lebensbedingungen und die Möglichkeit für jeden Einzelnen, dazu beizutragen, ist die Voraussetzung für die Sicherheit von Nationen und Individuen – durch Frieden und wirtschaftliche Entwicklung.

Das ist die implizite Agenda des jährlichen BRICS-Gipfels vom 12. bis 13. September in Indien – ganz gleich, welche Spannungen unter den zehn Mitgliedsländern und zehn Partnerländern bestehen mögen. Unter dem Vorsitz des bevölkerungsreichsten Landes der Welt stehen beim BRICS-Gipfel in Neu-Delhi verschiedene Themen zu Wirtschaft und Zusammenarbeit auf der Tagesordnung, deren Rahmen vier Säulen bilden, die Indien im Januar festgelegt hat: Resilienz, Innovation, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit.

Das Thema Sicherheit steht ausdrücklich auf der Agenda. 2022 schrieb die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, in ihren „Zehn Prinzipien für eine neue globale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“: „Die neue globale Architektur muss das Konzept der Geopolitik beseitigen, indem sie die Aufteilung der Welt in Blöcke beendet. Die Sicherheitsbelange jeder souveränen Nation müssen berücksichtigt werden. Atomwaffen und andere Massenvernichtungswaffen müssen unverzüglich verboten werden …“

Konkrete Ansätze für gemeinsame Sicherheit hat heute der russische Präsident Putin aufgezeigt, der vom Schiff Warjag im Nordpazifik aus sprach und dabei die wirtschaftlichen Vorteile für Länder erörterte, die in diesem Teil der Welt zusammenarbeiten. Er sagte: „Russland hat stets an seinem unerschütterlichen Engagement festgehalten und bekräftigt seine Bereitschaft, mit anderen in der Arktis zusammenzuarbeiten, um von den Vorteilen zu profitieren, die die Nordostpassage zu bieten hat. Natürlich muss dies im Einklang mit dem internationalen Seerecht geschehen. Zu den Ländern, die mit uns zusammenarbeiten wollen und daran interessiert sind, gehören in erster Linie unsere Freunde: China, Indien und andere Länder.“ Man werde Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit allen Ländern, die bereit sind, sich an dieser äußerst vielversprechenden Initiative zum Ausbau der globalen Logistik zu beteiligen, auf jeden Fall begrüßen.

Putin beklagte, der asiatisch-pazifische Raum werde konfliktanfälliger, weil die NATO versuche, sich dort festzusetzen, und neue militärische und politische Blöcke entstünden. Er warnte vor der Absicht der EU, „unsere Schiffe zu beschlagnahmen und unser geplündertes Eigentum zu verkaufen. Das ist nichts anderes als Piraterie und Plünderung. Sollte dies geschehen, werden wir uns entsprechend wehren – nicht unbedingt in den Gewässern, in denen sie unsere eigenen Schiffe überfallen wollen, sondern überall dort, wo wir es für notwendig oder angemessen halten, eingeschlossen der Zuständigkeitsbereich der Pazifikflotte.“

Die Gefahr von Konfrontation wächst global. In den vergangenen 48 Stunden hat Israel den Südlibanon bombardiert; die Vereinigten Staaten griffen ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff an, das versuchte, die Straße von Oman zu durchqueren; im Roten Meer wurde ein unter ägyptischer Flagge fahrendes Schiff von einer Drohne der Huthi getroffen. Die USA warben gestern auf der Plenarsitzung einer Abrüstungskonferenz in Genf für einen neuen Block von mehr als 40 Nationen, die in einer gemeinsamen Erklärung China illegale Atomwaffentests vorwerfen.

Wir brauchen dringend eine Mobilisierung von Bürgern und Organisationen, um die Welt weg von der Katastrophe einer potenziellen nuklearen Vernichtung hin zu Sicherheit und Frieden zu führen. Die Nutzung der Nordostpassage, die Russland, China und Indien aktiv vorantreiben, ist ein solcher Beitrag zu Sicherheit durch wirtschaftliche Entwicklung und Frieden.

Derselbe Ansatz, mit Schwerpunkt auf Südamerika, wird am 4. September beim EIR-Forum „Eine Alternative zu Krieg und Plünderung in den Amerikas“ diskutiert. Bei der gemeinsamen Veranstaltung von EIR und der Internationalen Friedenskoalition berichten Fachreferenten aus Brasilien und Peru über den Hafen von Chancay in Peru und das Projekt des Biozeanischen Korridors – der transkontinentalen Eisenbahn – als Beispiele für die Art großer Infrastrukturprojekte, die erforderlich sind, um durch Entwicklung weltweit Frieden zu schaffen. Weitere internationale Teilnehmer werden über die nötigen umfassenderen politischen Veränderungen in den Nord-Süd-Beziehungen beraten.

Gleichzeitig können wir die Friedensdynamik durch Unterstützung für den Brief an Erzbischof John Wester voranbringen, der international zirkuliert, worin Papst Leo XIV. aufgefordert wird, eine Friedenskonferenz zur Beendigung der Atomkriegsgefahr einzuberufen.


EIR-Krisenforum zur Krise der Zwangsmigration

14 Redner aus aller Welt sprachen am 31. Juli darüber, wie man die Ursachen der unfreiwilligen Migration beheben kann.

von Daniel Platt

Am 31. Juli trafen sich Diplomaten, Wissenschaftler und Aktivisten online, um die Ursachen und Lösungen für die massiven Wellen der Zwangsmigration zu erörtern, die weltweit stattfinden. Das EIR-Krisenforum „Die Einwanderungskrise durch Entwicklung lösen: Was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen“ knüpfte an die Dynamik von 164 wöchentlichen Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) an. Allen Beteiligten war zunehmend klar geworden, daß der Ruin der von London dominierten „Kasinowirtschaft“ die treibenden Kraft sowohl hinter der Kriegspolitik als auch hinter der Krise der Zwangsmigration ist, weil die anglophilen Mächte in einem letzten verzweifelten Versuch, ihr sterbendes Imperium zu retten, immer mehr auf unverhüllten Kolonialismus zurückgreifen.

Die Politik dieses Kolonialismus ist bekannt: Aneignung von Rohstoffen, kombiniert mit brutaler Austerität für gefügige Länder und „Regimewechsel“ oder Bomben für Länder, die sich nicht fügen wollen. Beides führt zu Migrationswellen von Menschen, die verzweifelt um ihr Überleben kämpfen. Doch wie Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, immer wieder betont, hat die 500jährige Ära des Kolonialismus ihr Ende erreicht, und wie viele Länder diese Mächte auch bombardieren mögen, nichts wird ihr Imperium retten.

Entwicklung oder Weltkrieg

Dennis Speed setzte als Moderator den Ton für die Veranstaltung, indem er ein Video von Lyndon LaRouche zeigte, als er am 11. Juni 2002 in Brasilien sprach und vorausschauend die mißliche Lage kommentierte, in der sich die Welt heute aufgrund fehlgeleiteter oder sogar krimineller Politik befindet.

Helga Zepp-LaRouche, die Chefredakteurin des Nachrichtenmagazins EIR, führte als Einleitung zu ihrem Vortrags ein Video vor, das die 50.000 oder mehr verzweifelten Migranten zeigte, die am Tag zuvor nach Ceuta strömten, der spanischen Exklave an der Grenze zu Marokko gegenüber von Gibraltar. Sie ging auf ähnliche Situationen in den Vereinigten Staaten ein und beschrieb anschließend die drakonische Reaktion der Regierung von Donald Trump. Dann befaßte sie sich damit, wie die Kriege in der Ukraine und im Iran immer mehr zu einem umfassenden Weltkrieg verschmelzen, was die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes von Atomwaffen dramatisch erhöht. Sie untersuchte die wirtschaftlichen Hintergründe der Kriegsgefahr, wie die „absolut unnötige“ Hungerkrise rund um den Globus, und warnte, die jüngsten Angriffe auf die Meinungsfreiheit und die Menschenrechte in den westlichen Ländern seien eine Vorbereitung auf einen baldigen wirtschaftlichen Zusammenbruch, der soziale Unruhen hervorrufen wird.

Sie erinnerte zudem an den radikalen Malthusianismus, den die Oligarchie durch Sprecher wie Bertrand Russell zum Ausdruck gebracht hat, und stellte dem die Sichtweise der LaRouche-Bewegung gegenüber, daß „jedes neugeborene Kind potentiell ein Genie ist“.

Abschließend ging sie auf die erforderliche Infrastruktur für die nahe Zukunft Afrikas ein, wo die Bevölkerung weiter wächst, und beschrieb, wie diese in ein globales Infrastrukturnetz integriert werden sollte. Das sei eine echte Strategie zur Kriegsvermeidung.

Liu Chang, Sprecher der chinesischen Botschaft in den Vereinigten Staaten, beschrieb einige der Beiträge Chinas zur Lösung der Nahrungsmittelkrise und zur Förderung eines Friedens durch Entwicklung. Um Chinas außen- und wirtschaftspolitische Absichten deutlich zu machen, verwies er auf Chinas Globale Sicherheitsinitiative von 2022.

Rostam Adabinia, Gesandter an der iranischen Botschaft in Mexiko, ging auf den Zusammenhang zwischen schlechter, ungerechter Wirtschaftspolitik und der Krise der „Zwangsmigration“ ein. Die Industrieländer hätten die ethische Verantwortung, die Entwicklung zu fördern, und das sei im Endeffekt auch für beide Seiten von Vorteil.

Richard Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Princeton University, eröffnete seinen Beitrag mit den Worten: „Es ist ein großes Verdienst des Schiller-Instituts und von EIR, daß sie in dieser Zeit der Krise und großen Gefahr diesen Runden Tisch einberufen haben.“ Wir bräuchten eine Strategie für einen schnellen Übergang, weil wir uns die Geduld, die für einen langsamen, organischen Wandel zu einer nicht-kolonialen Welt nötig wäre, „nicht leisten können“. Es müsse zu einer Konfrontation mit der „strukturellen Dominanz“ kommen. Die Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV. sei ein wichtiges Beispiel dafür, was jetzt erforderlich ist. Die Gegenseite gehe davon aus, daß militärische Macht das Hauptinstrument des historischen Wandels ist. Diese Mentalität müsse überwunden werden, denn sie sei die Ursache der Migrationskrise und bringe die schlimmsten Aspekte des Ethnozentrismus in den entwickelten Ländern des Nordens zum Vorschein.

Rémi Lebrun vom Schiller-Institut in Frankreich präsentierte sein mit künstlicher Intelligenz erstelltes Video, das die Kernpunkte von Lyndon LaRouches „Oasenplan“ zur Entwicklung Südwestasiens vermittelt.

Timothy Ninsiima aus Uganda sprach über die Bedeutung der Jugendarbeit des Schiller-Instituts für das Ziel der wirtschaftlichen Gerechtigkeit und betonte, jedes Land habe das Recht auf Entwicklung.

Jack Gilroy aus den USA von den „Veteranen für Frieden“ und Pax Christi erklärte: „Diplomatie funktioniert zwar manchmal, aber wie wir alle wissen, kann es äußerst schwierig sein, diplomatische Bemühungen überhaupt erst in Gang zu bringen.“ Er schilderte, wie in der Kubakrise Norman Cousins und andere Papst Johannes XXIII. dazu bewogen, einzugreifen, um die Krise zu entschärfen, und er beschrieb den Offenen Brief seiner Organisation an Erzbischof John Wester von Santa Fe.

Pater Harry Bury, ein regelmäßiger Teilnehmer an den wöchentlichen Treffen der Internationalen Friedenskoalition, vertritt Twin Cities Nonviolent und ist Mitglied der US-Vereinigung katholischer Priester. Er unterstützte die Bemühungen von Papst Leo XIV., des Schiller-Instituts und der BRICS-Staaten gegen die Kriegsgefahr. Er sagte, die Bedrohungen für die Entwicklung kämen nicht von Rußland und China, sondern von Milliardären, Oligarchen und der „Epstein-Klasse“. Diese Fraktionen förderten aus ihrer malthusianischen Weltsicht heraus Krieg, Hunger und Seuchen.

Liu Chang bekräftigte in abschließenden Bemerkungen, China sei bereit, Länder auf der ganzen Welt bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. Prof. Falk wies darauf hin, daß die UNO, die zur Förderung von Frieden und Gerechtigkeit gegründet, aber von den dominierenden Mächten untergraben wurde, bisher noch nicht zur Sprache kam. Mit der „Strategie des Übergangs“, von der er redete, habe er die Wiederherstellung einer institutionellen Förderung von Frieden und Entwicklung gemeint.

Ist die Menschheit moralisch überlebensfähig?

Die Moderatorin des zweiten Konferenzabschnitts, Anastasia Battle, gab bekannt, daß Vertreter aus 14 Ländern an dem Krisenforum teilnahmen.

Dennis Small, Iberoamerika-Direktor bei EIR, erläuterte zunächst Lyndon LaRouches Konzept der „potentiellen relativen Bevölkerungsdichte“ als wahren Maßstab für „Tragfähigkeit“, d.h., wie viele Menschen in einem bestimmten Gebiet versorgt werden können. „Der Zusammenbruch dieser potentiellen relativen Bevölkerungsdichte ist unter anderem die unmittelbare Ursache für das, was man als ‚Migrationskrise‘ bezeichnet, und es ist auch der einzige Bereich, in dem es eine Lösung gibt“, sagte Small.

Die Trump-Regierung verfolge die Agenda, die der Malthusianer William Paddock in den 1970er Jahren verkündet hatte – eine Agenda, die potentielle relative Bevölkerungsdichte von Nationen durch Hungersnöte, Krieg und Krankheiten absichtlich zu senken. Als Alternative schlug Small eine Strategie mit großen Entwicklungsprojekten vor, um die Länder des Globalen Südens so lebenswert zu machen, daß Menschen in ihrer Heimat bleiben können. Er führte als Beispiel an, wie China über einen Zeitraum von 40 bis 45 Jahren 850 Millionen Menschen aus der Armut befreit hat. Das sei ein Fall einer Politik, die die potentielle relative Bevölkerungsdichte erhöht. Er schloß mit einem Auszug aus einem Videointerview, das er kürzlich mit Celso Amorim, dem Sonderberater des brasilianischen Präsidenten Lula, geführt hatte.

Die westliche Hemisphäre

Mário Maurici, Abgeordneter und Erster Sekretär des Landtags des brasilianischen Bundesstaates Sao Paulo, beschrieb den Schaden für sein Land durch die von den Vereinigten Staaten verhängten Strafzölle. Brasilien werde darauf mit einer Diversifizierung seiner Märkte reagieren. Die BRICS-Plus-Gruppe verkörpere mittlerweile 46% der Weltbevölkerung und 28% des globalen BIP, und die Neue Entwicklungsbank der BRICS könne eine Antwort auf den Wirtschaftskrieg sein, vom dem die Zölle ein Teil sind, aber dies sei bisher noch unvollständig umgesetzt. Es gebe innerhalb der Organisation Konflikte, die einer erfolgreichen koordinierten Verteidigung im Wege stehen.

Maurici nannte Alexander Hamilton, Franklin Roosevelt und Getúlio Vargas als Vorbilder von Staatsmännern, deren Wirtschaftspolitik Entwicklung ermöglichte.

Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana (2011-15), erklärte zunächst, das imperiale System, das die letzten Jahrhunderte geprägt hat, habe sich überlebt und sei nun zu einem Hindernis für die Entwicklung geworden, das die gesamte Menschheit gefährdet. Er verurteilte die Wirtschaftsblockade der USA gegen Kuba als „völkermörderisch“. Die USA verhinderten gerade, daß 7000 Container mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe nach Kuba gelangen. Ramotar zählte beeindruckende Errungenschaften der kubanischen Nation auf, die damit angegriffen würden – nicht, weil es die USA bedrohen würde, sondern weil es eine Alternative zu Washingtons Modell biete. China werde von den USA kritisiert und angegriffen, weil es das einzige Land ist, das die Entwicklung der Länder des Südens aktiv unterstützt. Internationale Institutionen wie die UNO würden gezielt zerstört, wenn sie die von den USA gewünschte Politik nicht mittragen.

María de los Ángeles Huerta del Río,ehemalige mexikanische Kongreßabgeordnete, warnte, die mexikanischen Einwanderer in den Vereinigten Staaten seien einem beispiellosen institutionellen Angriff ausgesetzt. Die Menschheit habe sehr wohl die moralische Fähigkeit zum Überleben, aber die Behörden dort unterdrückten dies, indem sie die Rechtsordnung über die Menschenwürde stellen. In den Haftanstalten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) werde das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Leben nur wegen des Migrantenstatus einer Person außer Kraft gesetzt. Migranten werde der Zugang zu ihren Bankkonten verwehrt, um sie aus der Gesellschaft zu tilgen, das sei institutionalisierte Grausamkeit. „Die Migrationskrise ist der Spiegel, in dem sich die Menschheit selbst betrachtet und ihr wahres Gesicht entdeckt… Ein System, das Kinder einsperrt, das Wasser in der Wüste verweigert, das ehrliche Arbeit kriminalisiert, das ist ein Imperium, das auf dem Sterbebett liegt.“

Diane Sare, die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin aus der LaRouche-Bewegung, ging auf die Migrationskrise in den USA ein und verurteilte scharf den Entzug des vorübergehenden Schutzstatus für bis zu einer halben Million Haitianer und Syrer. Wir müßten „die Vereinigten Staaten wieder zu den besseren Seiten unserer Natur zurückführen“.

Sie erinnerte die Teilnehmer daran, daß Lyndon LaRouche das Problem stets als Entscheidung zwischen zwei gegensätzlichen Menschenbildern dargestellt habe: Ist der Mensch nur ein Vieh, ein Lasttier, oder definiert sich der Mensch durch eine unsichtbare, innere Fähigkeit zur Kreativität nach dem Abbild des Schöpfers? Ersteres sei die Weltsicht der Klasse von Milliardärs-Oligarchen, die sich das Recht anmaßen, „die Herde zu keulen“. Die Vereinigten Staaten von Amerika hätten vor 250 Jahren ihre Unabhängigkeit ausdrücklich mit dem Ziel erklärt, diese Fraktion und ihre Weltanschauung zu besiegen.

Sare nannte Beispiele aus der Vergangenheit, in denen die USA anderen Nationen tatsächlich beim Aufbau wesentlicher Infrastruktur halfen, und sie legte eine Agenda mit Projekten für die Zukunft vor, bei denen eine Beteiligung der USA von entscheidender Bedeutung sein kann.

Afrika

Es folgte eine Reihe von Rednern, die sich auf die Lage auf dem afrikanischen Kontinent konzentrierten. Claudio Celani, Mitherausgeber des EIR Strategic Alert Service, kündigte an, er rede über „eine schreckliche Ungerechtigkeit der Natur, zu deren Behebung die Menschheit aufgerufen ist“. Gemeint sei die ungleiche Verteilung von Wasser auf dem afrikanischen Kontinent. Anschließend beschrieb er ausführlich das Transaqua-Projekt zur großangelegten Wasserumleitung, das wesentlich zur Lösung dieses Problems beitragen würde.

S.E. Josef Abissalah, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Republik Tschad in der Bundesrepublik Deutschland, gab eine detaillierte Darstellung des Migrationsproblems in Afrika und forderte einen Marshall-Plan, um das Problem durch wirtschaftliche Entwicklung zu lösen.

Adama Coulibaly, ehemaliger Stabschef des Kommunikationsministeriums von Burkina Faso, schloß sich der Darstellung des Problems durch seinen Kollegen aus dem Tschad an und beschrieb einige der Hindernisse für eine Lösung, unter anderem die Korruption einiger Staatsführer.

Diskussion

Small bekräftigte noch einmal, daß hinter der Migrationskrise weitgehend eine malthusianische Politik stehe. Schuld an der katastrophalen Lage sei keine gutgemeinte, aber gescheiterte Politik, sondern der Erfolg einer bösartigen, menschenfeindlichen Politik.

Abissalah betonte, die afrikanischen Staaten müßten mit ihren Nachbarn zusammenarbeiten, um eine Lösung aus dem Inneren des Kontinents heraus zu finden. IWF und Weltbank „werden das Problem nicht lösen“.

Celani wandte sich gegen die malthusianisch-ökologische These, der Mensch sei eine Art Fremdling, der das „Gleichgewicht“ in der Natur störe. Im Gegenteil komme es oft zu Katastrophen, wenn man die Natur sich selbst überläßt.

Sare betonte, wenn alle Länder der heutigen Redner zusammenarbeiten würden, dann würde diese Gemeinschaft „diese Anglo-Epstein-Milliardärsklasse, die dieses schreckliche Geschäft betreibt, zahlenmäßig bei weitem übertreffen… Das Böse ist nicht intelligent, es ist nicht kreativ… Sie handeln aus Schwäche und aus dem Wissen heraus, daß sie nur sehr wenige sind.“

Machen Sie mit!

Zepp-LaRouche forderte mehrmals die Menschen in aller Welt auf, aktiv mitzuhelfen. So lautete ihr Schlußwort am Ende der ersten Sitzung:

„Ich bitte alle, die zuhören: Machen Sie mit! Stellen Sie etwas von Ihrer Zeit zur Verfügung; wir brauchen Menschen, die diesen Prozeß unterstützen…

Wenn man an diese unglaubliche Spannung denkt: einerseits die potentielle Zerstörung von allem, was diese wunderschöne Menschheit jemals geschaffen hat – die Musik, die Kompositionen Beethovens, die Gedichte in allen Sprachen der Welt -, all das könnte verschwinden, es wäre niemand übrig, der auch nur untersuchen könnte, warum es zusammengebrochen ist.

Andererseits: Wenn wir uns jetzt zusammenreißen, sehe ich, daß wir den Hunger in einem halben Jahr beseitigen könnten. Wenn alle Nationen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam handeln würden, könnten wir Rekordernten erzielen, wir könnten eine Massenmobilisierung zur Produktion großer Mengen an Nahrungsmitteln starten. Wir könnten die Armut in fünf Jahren beenden; wir könnten in weit weniger als einer Generation angemessene Lebensbedingungen für jeden Menschen auf diesem Planeten schaffen. Und wenn wir dann die nächsten wissenschaftlichen Durchbrüche erzielen, wie z.B. die Nutzung der Kernfusion als Energiequelle, dann hätten wir Energiesicherheit für Zehntausende von Jahren, wenn nicht länger, und eine der Hauptursachen für Kriege würde verschwinden.

Die Milliardäre dürften in ihren Häusern bleiben. Wir würden ihnen das Recht auf Überleben gewähren, aber sie dürften die Welt nicht mehr beherrschen… Wenn Sie auch nur einen Funken Menschlichkeit in sich haben, helfen Sie uns und helfen Sie sich selbst jetzt. Es ist der größte Kampf der Zivilisation aller Zeiten.“


Offener Brief an S.E. Erzbischof John C. Wester, Erzbistum Santa Fe, New Mexico

Der bekannte amerikanische Friedensaktivist Jack Gilroy verfaßte den folgenden Offenen Brief an den Erzbischof von Santa Fe im US-Staat New Mexico, John C. Wester.

Sehr geehrter Herr Erzbischof Wester,

Herzlichen Glückwunsch zur Ernennung zum Teacher of Peace (Friedenslehrer) 2026 von Pax Christi USA! Diese Auszeichnung haben Sie sich wirklich verdient. Seit Ihrer ersten Reise nach Japan und Ihrem Hirtenbrief „Leben im Licht des Friedens Christi: ein Dialog für die nukleare Abrüstung“ sind Sie in der katholischen Kirche und in den gesamten USA zu einer führenden Stimme für die Abschaffung von Atomwaffen geworden. Durch die Gründung der „Partnerschaft für eine Welt ohne Atomwaffen“ haben Sie diese Reichweite noch weiter ausgebaut. Wir freuen uns sehr, daß Sie diese Auszeichnung in den kommenden Monaten entgegennehmen werden.

Wie Sie wissen, wächst die Gefahr eines Atomkriegs offenbar von Tag zu Tag, obwohl hundert Staaten den Atomwaffenverbotsvertrag (TPNW) unterzeichnet haben – 75 haben ihn sogar ratifiziert. Die diesjährige TPNW-Überprüfungskonferenz war erneut eine Enttäuschung. Man ließ den New-START-Vertrag auslaufen. Rußland, die USA und Israel, allesamt Atomwaffenstaaten, befinden sich im Krieg. Finnlands Präsident hat kürzlich ein Gesetz unterzeichnet, das Einfuhr und Transit von Atomwaffen erlaubt. Und litauische Politiker haben sich dem Vernehmen nach darauf geeinigt, ihre Verfassung zu ändern, um Litauen künftig die Stationierung von Atomwaffen zu ermöglichen.

Kurz gesagt, wir nähern uns einem Atomkrieg so stark wie damals während der Kubakrise 1962. Diese Krise endete mit diplomatischen Bemühungen, die die Welt retteten, und Papst Johannes XXIII. spielte dabei eine Schlüsselrolle. Seine einflußreiche Rolle ist wenig bekannt, aber er war es, der sich zu Wort meldete, um den notwendigen moralischen Ton anzugeben, der beiden Seiten half, sich für den Frieden einzusetzen.

So entwickelte sich die Lage: Im Herbst 1962 lud der Journalist Norman Cousins in Andover/Massachusetts zu einer informellen Diskussionsrunde sowjetischer und amerikanischer Wissenschaftler. Eine Fügung des Schicksals wollte es, daß sie sich am 22. Oktober trafen, an dem Abend, an dem Kennedy die Nation über die sowjetische Atomraketenbedrohung in Kuba informierte und die Marine anwies, weitere Lieferungen dorthin abzufangen.

Zu den von Cousins Eingeladenen gehörte auch ein Berater von Papst Johannes XXIII. im Vatikan, Pater Felix Morlion. Er fragte, ob eine päpstliche Intervention dazu beitragen könne, die Lage zu entschärfen. Cousins rief im Weißen Haus an; ein sowjetisches Mitglied der informellen Gruppe telefonierte mit Moskau. Beide erhielten ein nihil obstat. Pater Morlion informierte den Vatikan.

Am 25. Oktober sendete Radio Vatikan einen eindringlichen Friedensappell von Papst Johannes an die Staatschefs der Welt, insbesondere an Kennedy und Chruschtschow. Darin hieß es unter anderem: „Die Hand aufs Herz für das Gewissen gelegt, möge jeder den verzweifelten Schrei hören, der aus allen Teilen der Erde zum Himmel emporsteigt: Frieden, Frieden!“ Wir erneuern diesen feierlichen Appell heute.

Die Prawda druckte die Botschaft des Papstes umgehend mit einer großen Schlagzeile ab. Und am 28. Oktober, als Chruschtschow den Abzug der Raketen aus Kuba ankündigte, druckte die Prawda die Botschaft des Papstes erneut ab und lobte dessen „Realismus in der Friedensfrage“. Im Gegenzug zogen die Vereinigten Staaten ihre Raketen aus der Türkei ab. Hunderte Millionen Menschen atmeten erleichtert auf, und Verhandlungen zwischen den USA und der UdSSR führten 1963 zum ersten Atomteststopp.

Ein Jahrzehnt später erzählte Chruschtschow Cousins, wie sehr er Papst Johannes bewunderte, und sagte: „Während jener Woche der Kubakrise war der Appell des Papstes ein wahrer Lichtstrahl. Ich war dafür dankbar.“

Einige Jahre später sagte Chruschtschows Sohn Sergej, die Worte von Papst Johannes XXIII. hätten das Gewissen der Menschen und ganz besonders das seines Vaters und Kennedys, stark beeinflußt.

Vor diesem Hintergrund dachten wir, daß es vielleicht an der Zeit wäre, daß heute etwas ähnliches geschieht. Könnte Papst Leo XIV. eine Friedenskonferenz einberufen, um Atomwaffen von der russischen Grenze abzuziehen und die weltweite Abschaffung von Atomwaffen zu fordern?

Er hat bereits zum 80. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki etwas in dieser Richtung angedeutet, als er betete, daß die Bombenabwürfe „als Aufruf an die internationale Gemeinschaft dienen mögen, ihr Engagement für die Schaffung eines dauerhaften Friedens für unsere gesamte Menschheitsfamilie zu erneuern – ‚einen Frieden, der unbewaffnet ist und zur Abrüstung führt‘“. Vielleicht könnte der Vatikan oder ein anderer neutraler Ort wie Wien oder Genf als Veranstaltungsort dienen.

Können Sie dabei helfen, diese Empfehlung an Papst Leo weiterzuleiten? Wir glauben, daß Sie als starker und hochangesehener Verfechter der Abschaffung von Atomwaffen der ideale Diplomat wären, um Papst Leo zu ermutigen, Putin, Trump und Xi Jinping an einen Tisch zu bringen, um ein Ende der Atomwaffen zu planen und einen neuen Weg der wirtschaftlichen Umstellung von einer Kriegswirtschaft hin zu wirtschaftlicher Entwicklung für alle Menschen überall zu ebnen. Ihre Fürsprache und Papst Leos starke Führungsrolle könnten uns aus dem reinen Wahnsinn, den wir derzeit erleben, herausführen.

Mit freundlichen Grüßen,Jack Gilroy, Pax Christi New York State Council; Veterans For Peace;
Ban Killer Drones; International Peace Coalition of the Schiller Institute

Rosemarie Pace, Ed.D., PCNYS Coordinator; USA Palestine Solidarity Working Group; Pax Christi International Sudan Working Group

In collaboration with The Pax Christi New York State Council

Pax Christi USA (PCUSA) Teacher of Peace Honorees who have endorsed this letter: (See more on these in the complete listing of endorsements below.)

  • James V. Albertini (2010)
  • Roy Bourgeois (1997)
  • Marie Dennis (2022)
  • James W. Douglass (1994)
  • Kathy Kelly (1998)
  • William P. Quigley (2003)
  • Martin Sheen (1999)

Endorsements as of August 9, 2026:

  • Maurizio Abbate, Chairman of ENAC – National Institute for Cultural Activities, Italy
  • Akbar Ahmed, Distinguished Professor, American University, Washington D.C., Former Pakistani Diplomat
  • Muhammad Salim Akhtar,  National Director American Muslim Task Force on Civil Rights and Elections
  • Jim Albertini, PCUSA Teacher of Peace, 2010
  • Dr. Abdullah al-Ahsan, Professor of Comparative Civilization; former Vice President of JUST International, Movement for a Just World
  • All Saints Parish, Syracuse, New York
    –> Fr. Fred Daley, Pastor
    –> Meg Ksander, Pastoral Associate
  • Missy Androu, St Anthony Church Solidarity Community
  • Syed Azhar, National Director, Pakistani American Democratic Forum
  • Dr. Abdoulaye Balde,  United States,  Founding member Futa Islamic Center, New York
  • Karen Ball, Board Member, Pax Christi Texas, San Antonio Chapter
  • Roger C. Barnes, Professor Emeritus, University of the Incarnate Word, San Antonio, TX
  • Franco Battaglia, President of Chemical Physics, University of Moderna, founder, Italy
  • Anastasia Battle, Schiller Institute, International Peace Coalition Co-Initiator
  • William O. Beeman, Professor Emeritus and Former Chair of Anthropology, University of Minnesota
  • Carolyn Bentley, Pax Christi Dallas, TX & Dallas, TX Peace and Justice Center
  • Guus Berkhout, Emeritus Professor of Geophysics, Delft University of Technology; Member of the Royal Netherlands Academy of Arts & Science; ECD Ambassador, CLINTEL founder
  • Ronald Bettag, Schiller Institute, International Peace Coalition, Texas USA
  • Fr. Roy Bourgeois, PCUSA Teacher of Peace 1997
  • Kathy Boylan, Catholic Worker, Washington D.C.
  • Fr. Harry Bury, Twin Cities Nonviolent, Author. Member of U.S. Catholic Priests Association
  • Ken Butigan, Co-Director, The Catholic Institute for Nonviolence (DePaul University, Chicago)
  • Right Reverend John Bryson Chane D.D., 8th Bishop, Episcopal Diocese of Washington D.C.
  • Fr. Daniel Clayton, Priest of the Diocese of Dallas, TX
  • Catherine Clubb Foley, Pax Christi Houston, TX Member
  • James C. Cobey, Founder, Health Volunteers Overseas; Steering Committee, Voices From the Holy Land; Shared 1997 Nobel Peace Prize as part of work with Physicians for Humanity
  • Jay Coghlan, Executive Director, Nuclear Watch, New Mexico
  • Marjorie Cohn, Professor Emerita, Thomas Jefferson School of Law; Dean, People’s Academy of International Law
  • Gerry Condon, Facilitator, Nuclear Abolition Working Group of Veterans for Peace
  • M. Phyllis Cunningham, Pax Christi, Metro New York
  • Bob Cushing, A Founding Father of the Association of U.S. Catholic Priests
  • Dr. Thomas Clough Daffern, Director, International Institute of Peace Studies and Global Philosophy
  • Arthur Dawes, Pax Christi Texas Board President & the full Texas Pax Christi Chapter
  • Fr. John Dear, “Beatitude Center for the Nonviolent Jesus” & “The Nonviolent Jesus Podcast”
  • Pat Delgado, Pax Christi El Paso Coordinator & Pax Christi Texas Board Member
  • Sylvia Demarest, Retired Lawyer and Substack writer
  • Marie Dennis, Pax Christi USA (PCUSA) Teacher of Peace 2022, Ambassador of Peace, & Senior Program Director of Pax Christi International’s Catholic Nonviolence Initiative
  • Joan Dolan, Pax Christi Texas
  • Jim Douglass, PCUSA Teacher of Peace 1994, author
  • Imam Mohammad Ali Elahi, U.S., Islamic House of Wisdom, Dearborn Heights, MI
  • Joseph Essertier, Associate Professor, Nagoya Institute of Technology
  • Joseph Fahey, Co-founder & Former General Secretary of PCUSA
  • Professor Richard Falk, Professor Emeritus of International Law at Princeton University; Former U.N. Special Rapporteur on Human Rights in the Palestinian Territories; Vice President, Nuclear Age Peace Foundation
  • Mike Ferner, Former national president, Veterans For Peace
  • Norma Field, Professor Emerita, University of Chicago (Home of the Fermi Experiment)
  • Jill Frasier, Pax Christi Metro New York Board Member
  • Chrisopher Fogarty, President of Friends of Irish Freedom Chicago
  • Hiroshi Fujimoto, Research Fellow, International Peace Research Institute, Meiji Gakuin University (Japan)
  • Rev. David Gerlich, Honolulu, Hawaii, author of Jesus Christ He Still Matters
  • Paul Gessler, Veterans for Peace, Ft. Collins, Colorado
  • Sr. Carol Gilbert, Dominican Sister and Plow Shares activist
  • Liliani Gorini, Chairwoman of Movisol, Italy
  • Clare Grady, Plowshares Activist
  • Elliot Greenspan, Schiller Institute, International Peace Coalition, New Jersey USA
  • Claudio Guidici, Chairman of Uritaxi – Taxi drivers trade union
  • Joyce Hall, Pax Christi Dallas, TX Coordinator & Member of the Pax Christi TX Board
  • Rick Halperin, Director, Southern Methodist University Human Rights program
  • Jaap Hanekamp, Associate Professor of Chemistry, Utrecht University of the Netherlands
  • Jovita Harrah, Pax Christi Northern California
  • Leslie Harris, CODEPINK; Veterans For Peace; Dallas Peace and Justice Center  
  • Fr John Heagle, Director of Priests Against Genocide
  • Johannes Heibel, Peace Activist, Germany
  • Ira Helfand, Former President of International Physicians for the Prevention of Nuclear War; Co-founder Back from the Brink
  • Bernie Holland, United for Peace, UK
  • Saskia Hostetler, Anti-war activist, technology harm advocate – Portland, Oregon, USA
  • Ivana Nikolic Hughes, President, Nuclear Age Peace Foundation, Senior Lecturer in the Discipline of Chemistry at Columbia University
  • Vic Hummert, Former Maryknoll Priest and Author
  • Wally Ingle, Pax Christi Hawaii
  • Hadi Jawad, Human Rights Dallas, TX
  • Frank Kartheiser, Catholic Workers Movement, MA, USA
  • Professor Yoshiyuki Kato, Rikkyu University, Japan
  • Tarak Kauff, New York Member of Veterans For Peace; Editor: Peace & Planet New
  • Kathy Kelly, PCUSA Teacher of Peace 1998
  • Sr. Martha Ann Kirk, Th.D., University of the Incarnate Word
  • Dennis Kucinich, Former Mayor of Cleveland and Former U.S. Representative from Ohio
  • Jonathan Kuttab, Executive Director, Friends of Sabeel North America
  • Peter Kuznick, Professor of History and Director of Nuclear Studies Institute at American University, Washington, D.C.
  • Yuba Nath Lamsal, Former Nepal Ambassador to Denmark; with concurrent accreditation to Norway, Sweden, Finland and Lithuania, May 2017 to June 2021; a 30-plus years career in journalism, as editor of The Rising Nepal daily. An ardent opponent of nuclear weapons
  • Helga Zepp LaRouche, Founder, Schiller Institute, and Initiator of the International Peace Coalition
  • Kees le Pair, Assistant Professor American University Beirut, Lebanon; National Science Foundation, Wash. D.C.; research with Philips, Siemens; science advisor – Netherlands
  • Nydia Leaf, Pax Christi, Metro New York Member
  •  Dr. Richard G. Linowes, President, Clarewood University, Reston, VA
  • Jeff Mason, Pax Christi Quad Cities, USA
  • Gavan McCormack, Emeritus Professor, Australian National University
  • Raymond McGovern, Former CIA Analyst, Current Peace Activist
  • Evalee Mickey, Peace activist, North Liberty, Louisiana, USA
  • Josef Miklosko, former Deputy Prime Minister of the Czech and Slovak Federal Republic; former Ambassador of the Slovak Republic in Italy, San Marino, and Malta; former secretary of the commission of the Conference of Bishops of Slovakia: Justice and Peace
  • Carlo Levi Minzi, Pianist, Italy
  • Claudia Morgan, Pax Christi Texas Board
  • Nick Mottern, Coordinator-Ban Killer Drones and the Weaponized Drone Ban Treaty Campaign
  • Muslim Democratic Caucus c/o President Amir Rahmam
  • Satoko Oka Norimatsu, Director, Peace Philosophy Centre; Editor, The Asia-Pacific Journal: Japan Focus
  • Nancy Oetter, Regional Coordinator, Pax Christi Illinois
  • Melissa Parke, Executive Director International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) 
  • Johanna Parkinson, Dallas Area Interfaith
  • Margaret M. Power, President, Historians for Peace and Democracy (USA)
  • Pax Christi Little Rock, Arkansas
  • Pax Christi Metro New York Board
  • Pax Christi New York State Council: John Amidon, Ben Salmon Chapter Pax Christi Upstate New York; Veteran For Peace; Co-Founder Kateri Peace Conference; Tom Casey, Pax Christi Western New York; Pierre Fidelia, Pax Christi Metro New York Board President; Bob Keeler, Pax Christi Long Island; Ed Kubik, Pax Christi Long Island; Mary Beth Moore, SC, Pax Christi Long Island; Mark Scibilia-Carver, Ben Salmon Chapter Pax Christi Upstate New York
  • Lorin Peters, Pax Christi Moderator of the Northern California Chapter, Pax Christi U.S. Disarmament Working Group
  • Bill Quigley, Pax Christi USA Teacher of Peace 200; Emeritus Professor of Law, Loyola University New Orleans, Louisiana
  • Steve Rabson, Professor Emeritus, Brown University, Veteran, U.S. Army
  • Judith Robinson, Retired Russia Desk Officer for USAID, Dept. of Commerce BISNIS Unit, & State Department Education & Transportation USA
  • Paz Rosales, RSCJ, Sisters of the Sacred Heart of Jesus, Spain
  • Jean Ross, Vote Climate Board Chair
  • Alessia Ruggeri, Trade unionist, Italy
  • Susan Schnall, President Veterans for Peace USA
  • Meinrad Schneckenleithner, former Vice-President Pax Christi Austria
  • E. Martin Schotz, MD, author and active advocate for peace and nuclear disarmament
  • Martin Sheen, Actor & Pax Christi USA Teacher of Peace 1999
  • Aftab Siddiqui, President, Dallas, TX Peace and Justice Center
  • Martin Sieff, Former Chief Political Correspondent, United Press International, Three time Pulitzer Prize Nominee
  • Sisters of the Sacred Heart of Jesus — Province of Venezuela Provincial,
    Sister Fernanda Vacas Navarro, RSCJ
    Sister Emilia M. Martinez Rivas, RSCJ
  • Alice Slater, World Beyond War
  • Rev Robert Smith, Pastor, New Bethel Baptist Church, Detroit, MI; and Founder Haiti Mission Alliance
  • Fr. Martin Solma, SM – Kalaepohaku Marianist Coummunity, Honolulu, Hi
  • St Lucy’s Catholic Church, Syracuse NY, Fr Jim Mathews, Pastor; Margot Goldsmith, Pastoral Assistant; Corinne Driscoll, Chair of Justice & Peace Committee 
  • John Steinbach, Coordinator, Hiroshima Nagasaki Peace Committee-North Capitol Area, Washington, D.C.
  • Elaine Sullivan, M.Ed., LPC; LMFT, Counselor; former Benedictine Nun, Dallas, TX 
  • Fr. Bernard Survil, U.S. Catholic Priests Association
  • Alice Sutter, Raging Grannies NYC
  • David Swanson, Executive Director of World Beyond War
  • Diane Swords, Syracuse Peace Council
  • Br. Terence J Taffe, Cap., MA, LMSW. Province of St Mary, Capuchin Order
  • Takao Takahara, Professor, and former Director of International Peace Research Institute, Meiji Gakuin University, Tokyo, Japan
  • Fr. Tim Taugher, Pastor, St. Francis of Assisi Parish, Binghamton, NY
  • Kateri Tekakwitha Interfaith Peace Conference
  • Ellen Thomas, Proposition One Campaign for a Nuclear-Free Future
  • Chris Todhunter,  Teacher, The School of Philosophy and Economics Science in London, author
  • Dr. Mohammad A. Toor, Chairman of Board of Trustees Pakistani American Congress; President, American Pakistani Physicians for Justice & Democracy; Chairman of American Muslim Alliance
  • Regis Tremblay, Crimea, Director “Thirty Seconds to Midnight”
  • Patricia Tweedy, Pax Christi Metro New York Board
  • Veterans for Peace Chapter 10, Albany NY
  • Lawrence B. Wilkerson, Colonel, U.S. Army (Retired), Former Chief of Staff to the U.S. Secretary of State
  • Jim Wohlgemuth, Veterans For Peace Coordinator of the Hector Black Chapter – Nashville, TN
  • Ann Wright, Retired Colonel, US Army, and Diplomat; author, Dissent: Voices of Conscience; Whistleblower; Board of Directors, CODEPINK
  • Zool Zulkowitz, New York Directors Guild of America; Artistic Director, The Rising Together Theater Company; Jewish Voice for Peace; Veterans For Peace


EIR-Krisenforum am 31. Juli: Die Einwanderungskrise durch Entwicklung lösen – Was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen

Die Nachrichtenagentur EIR hat die folgende Einladung zu ihrem Krisenforum am 31. Juli veröffentlicht.

Da die Kriege im Iran und in der Ukraine weiter schwelen und zu eskalieren drohen – möglicherweise sogar zu einem nuklearen Dritten Weltkrieg –, ist klar geworden: Wenn die Menschheit überleben soll, müssen wir einen Weg finden und umsetzen, um einen dauerhaften Frieden für alle zu erreichen, der auf Entwicklung für alle, Sicherheit für alle und vor allem auf der Menschenwürde für alle basiert.

In den letzten zwei Monaten ist ein neuer strategischer Faktor ins Spiel gekommen, der diese Chance deutlich näher rückt. Die jüngste einwöchige Reise von Papst Leo XIV. nach Spanien, verbunden mit seiner ersten Enzyklika vom 15. Mai, Magnifica Humanitas, ist ein Aufruf an die Menschheit, in ihrem gemeinsamen Bestreben nach Frieden und Entwicklung für alle Nationen geschlossen zu handeln, indem der Kolonialismus in all seinen Formen ein für alle Mal beendet wird. Er stützt diesen Aufruf zum Handeln auf das Konzept der wesentlichen Würde des Menschen („Das Verlangen nach dem Guten, dem Schönen und dem Wahren ist tief in der DNA der Menschheit verwurzelt“), und wendet diesen Ansatz gezielt auf das schreckliche Problem der weltweiten Zwangsmigration an, von dem Hunderte Millionen verzweifelter Migranten – und die Länder, die sie aufnehmen – betroffen sind: „Wir sprechen vor allem von Menschen, die nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen sind, und nicht von rechtlichen Kategorien oder Problemen, die es zu bewältigen gilt.“

Damit ist der Papst seiner früheren Verpflichtung gegenüber der Methode des „Zusammenfallens der Gegensätze“ des Kardinals Nikolaus von Kues aus dem 15. Jahrhundert nachgekommen, und er hat sich nicht nur für Katholiken ausgesprochen, sondern auch für viele Milliarden Menschen anderer Glaubensrichtungen, die diese Sichtweise teilen. Er hat einen Grundsatz eingeführt, der, wenn er weltweit verbreitet und angewendet wird, eine wichtige Rolle beim Aufbau einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur spielen kann.

Wie EIR-Chefredakteurin Helga Zepp-LaRouche in einer Stellungnahme vom 17. Juni zur Enzyklika des Papstes schrieb:

„Von all den wichtigen und dringenden Reden, die in der jüngsten Zeit von Politikern und Experten vieler Länder mit der Absicht gehalten worden sind, die Eskalation der strategischen Lage zu einer gattungsvernichtenden Katastrophe zu verhindern, ist die Intervention von Papst Leo XIV. mit seiner Enzyklika Magnifica Humanitas und den Ansprachen bei seiner jüngsten Reise nach Spanien – nach bestem Ermessen die mit Abstand wichtigste. Wenn Historiker später einmal die Frage untersuchen werden, was – hoffentlich – den entscheidenden Ausschlag gegeben hat, die westliche Zivilisation mitten in einer tiefen spirituellen und kulturellen Krise zur Umkehr zu bringen, dann werden sie auf diese Rolle des Papstes stoßen, und die Bereitschaft einer genügend großen Anzahl von Gläubigen und Menschen, die guten Willens waren, sich seine Worte zu Herzen zu nehmen und eine Änderung der Politik durchzusetzen.

Gleichzeitig zeigte er aber auch den erreichbaren Ausweg aus der Krise auf, nämlich daß die Menschen sich an das höchste Ideal des christlichen Menschenbildes erinnern und es verwirklichen…

Zu den verschiedenen Aspekten dieser Politik, die alle Bausteine des neuen Turmbaus zu Babel sind, gehören der Götzendienst gegenüber dem Profit auf Kosten der Ärmsten, ebenso wie die Finanzinteressen, die Spannungen und Konflikte fördern, weil es die Kriegsindustrie in Gang hält, die Unterstützung von modernen Formen der Sklaverei…“

Zepp-LaRouche zitiert daraufhin die Enzyklika Magnifica Humanitas des Papstes:

„81. Ein entscheidender Prüfstein für soziale Gerechtigkeit ist heute die Situation der Migranten, der Flüchtlinge und all jener, die aufgrund von Armut, Gewalt, Klimawandel und Umweltkatastrophen zur Flucht gezwungen sind… Andererseits gilt es auch das Recht zu fördern, in Frieden und Sicherheit in der eigenen Heimat zu bleiben, indem die tiefgreifenden Ursachen angegangen werden, die zur Migration zwingen, einschließlich jener, die mit wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten und der Klimakrise zusammenhängen. Wenn diese Rechte geachtet werden, kann Migration zu einer Gelegenheit der Begegnung und der gegenseitigen Bereicherung zwischen den Völkern werden.“

Zepp-LaRouche betonte:

„Anstatt an einem inhumanen neokolonialistischen Denken festzuhalten, sind die Regierungen Europas und der USA aufgerufen, sich umgehend für eine internationale Kooperation bereit zu erklären, die die vollständige Überwindung von Armut und Unterentwicklung aller Staaten auf dieser Erde zum Ziel hat.“

Diese Aufgaben sind sowohl dringend als auch realisierbar. Zepp-LaRouche erklärte in einem Webcast vom 17. Juni:

„So wird z.B. Afrika bis zum Jahre 2050 eine Bevölkerung von circa 2,5 Milliarden Menschen, also eine Milliarde mehr als heute haben. Dies bedeutet, daß es im ureigensten Interesse Afrikas ebenso wie Europas ist, in den nächsten 25 Jahren eine Milliarde produktiver Arbeitsplätze auf dem afrikanischen Kontinent zu schaffen. Und das wäre eine absolut willkommene Kehrtwende gegenüber der derzeitigen Politik. Gleichzeitig würde dies auch den europäischen Regierungen und Ländern helfen, durch eine dreiseitige Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten aus der Wirtschaftskrise herauszukommen.

Und für die Vereinigten Staaten gilt dasselbe. Wenn man sich die Migrationskrise an der US-mexikanischen Grenze ansieht, ist dies definitiv derselbe Ansatz, den die Vereinigten Staaten in Bezug auf die sogenannte westliche Hemisphäre verfolgen sollten. Anstatt zu versuchen, China aus Lateinamerika zu verdrängen, sollten sie sich mit China zusammentun und Projekte wie den Hafen von Chancay, der in Peru bereits fertiggestellt ist, gemeinsam vorantreiben und ihn an eine bi-ozeanische Eisenbahnstrecke vom Atlantik zum Pazifik anbinden. Auf diese Weise könnte man ihn mit anderen großen Infrastrukturprojekten verknüpfen. Das würde auch die Ursachen für das Migrationsproblem in Lateinamerika beseitigen.“

Die Kombination aus der äußerst gefährlichen globalen Lage und dieser neuen, hoffnungsvollen strategischen Flanke erfordert eine umfassende Auseinandersetzung durch führende internationale Denker. Das ist der Zweck des bevorstehenden EIR-Rundtischgesprächs am 31. Juli, das aus zwei Podiumsdiskussionen bestehen wird:

📅 Forum · Freitag, 31. Juli, 17:00 Uhr MESZ

  Live: auf YouTube (Englisch) und auf Zoom mit Simultanübersetzung   ins Spanische, Deutsche und
Französische.
https://us02web.zoom.us/j/83910952588?pwd=oriOURhs2ZOjZzAtzGzhv5MZAhsiDu.1
Passcode: 850621

Podiumsdiskussionen

17:00 bis 19:00 Uhr MESZ

Teil 1 (17:00–19:00 Uhr)

Dialog der Zivilisationen: Entwicklung oder Dritter Weltkrieg

Moderator: Dennis Speed

  • Helga Zepp-LaRouche (Deutschland): Chefredakteurin, EIR
  • Liu Chang (China): Sprecher der Botschaft der Volksrepublik China in den USA
  • Rostam Adabinia (Iran): Ministerialrat, Botschaft der Islamischen Republik Iran in Mexiko
  • Richard Falk (USA): emeritierter Professor für internationales Recht, Princeton University
  • Remi Lebrun (Frankreich): Schiller-Institut
  • Pater Harry Bury (USA), Twin Cities Nonviolent, Autor. Mitglied der US-amerikanischen Vereinigung katholischer Priester
  • Jack Gilroy (USA): Mitglied von „Veterans for Peace“ und „Pax Christi“
  • Daisuke Kotegawa (Japan): ehemaliger Exekutivdirektor für Japan beim IWF

Diskussion

Teil 2 (19:30–21:30 Uhr)

Die Flüchtlingskrise lösen: Besitzt die Menschheit die moralische Fähigkeit zum Überleben?

Moderatorin: Anastasia Battle

  • Dennis Small (USA): Direktor EIR Ibero-America
  • Mário Maurici (Brasilien): Mitglied und Erster Sekretär des Landesparlaments von São Paulo
  • Donald Ramotar (Guyana): ehemaliger Präsident von Guyana
  • María de los Ángeles Huerta (Mexiko): ehemalige Kongressabgeordnete
  • Diane Sare (USA): unabhängige Kandidatin für das Amt der Präsidentin der Vereinigten Staaten
  • SEM Youssouf Abassalah, Botschafter der Republik Tschad in Deutschland
  • Timothy Ninsiima (Uganda): Jugendaktivist
  • Claudio Celani (Italien): Mitherausgeber, EIR Strategic Alert Service
  • Adama Coulibaly (Burkina Faso): ehemaliger Stabschef des Kommunikationsministeriums

Diskussion


Hiroshima-Tag – Das darf nie wieder geschehen!

Bericht vom 166. Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 166. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) fand am 7. August 2026 statt – 81 Jahre nach dem 6. und 9. August 1945, als der erste Atomwaffeneinsatz der Welt die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki verwüstete und mindestens 110.000 Zivilisten unmittelbar und viele weitere später an den Folgen der Strahlenbelastung starben. Da westliche Regierungen, allen voran die von US-Präsident Donald Trump, derzeit offen ihre Nukleardoktrin „überarbeiten“ und damit den Einsatz von Atomwaffen in Kriegen gegen Rußland und China wahrscheinlicher machen, lautete der treffende Titel der Veranstaltung „Die Kunst, unseren kriminellen Kurs umzukehren“.

Helga Zepp-LaRouche, die IPC-Initiatorin und Gründerin des Schiller-Instituts, eröffnete das Treffen mit der Warnung, wir seien einem Atomkrieg näher als jemals zuvor in der Geschichte, sogar während der Kubakrise im Oktober 1962. Es gebe keine Rüstungskontrollverträge mehr, das Vertrauen zwischen den Staaten sei selbst unter nominellen Verbündeten zusammengebrochen, und die alte Ordnung existiere nicht mehr.

Vor diesem Hintergrund sei es ungeheuerlich, daß der „stellvertretende US-Kriegsminister“ Elbridge Colby sich laut NBC News darüber ausließ, daß das Pentagon erwägt, seine Nukleardoktrin zu überarbeiten, um von der atomaren Abschreckung zur tatsächlichen Führung eines Atomkriegs überzugehen – und das in einer Zeit, in der es bereits zwei regionale Konflikte in der Ukraine und in Südwestasien gibt, bei denen der Einsatz von Atomwaffen im Raum steht, und die Gefahr wächst, daß weitere Länder beschließen könnten, sich ebenfalls Atomwaffen zu verschaffen.

Der Iran habe der mächtigsten Militärmacht der Welt, den Vereinigten Staaten – unterstützt von einer weiteren starken Militärmacht, Israel – getrotzt und sie sogar besiegt. Trotz aller lauten Worte Trumps gehe dem Westen die Munition für die endlosen Kriege aus. Das neue Militärabkommen zwischen Saudi-Arabien, der Türkei (einem NATO-Mitglied) und Pakistan (einer Atommacht) verdeutliche die dramatischen Veränderungen, die sich in der gesamten Region vollziehen. Damit diese Kriege beendet und keine neuen begonnen werden, brauche die Welt eine neue Architektur, die allen Ländern Sicherheit und Entwicklung und Gerechtigkeit für alle gewährleistet.

Die tiefere Ursache der Krise sei die mittlerweile über zwei Billiarden Dollar hohe Verschuldung der transatlantischen Volkswirtschaften. Anstatt ein neues System aufzubauen, werde auf die Methoden von Hitlers Reichsbankpräsident und Wirtschaftsminister Hjalmar Schacht der Zeit von 1933 bis 1937 zurückgegriffen, indem aller verfügbarer Kredit von der Realwirtschaft in die Rüstung und Kriegsführung umgeleitet wird. All dem liege die malthusianische Mentalität einer Bevölkerungsreduktion zugrunde. Beispielhaft dafür stehe der jüngste Aufruf im Sustainable Development Magazine für eine Halbierung der Weltbevölkerung auf weniger als vier Milliarden bis 2200.

Die erste Rednerin war Dr. Akiko Mikamo, Autorin des Buches 8:15 – Eine wahre Geschichte von Überleben und Vergebung aus Hiroshima, das nun unter dem Titel The Hiroshima Boy neu aufgelegt wurde, und Produzentin des Dokumentarfilms 8:15 Hiroshima, From Father to Daughter, der anschaulich die Auswirkungen und das Leid ihres Vaters und ihrer Mutter schildert, die beide in der Todeszone des Atombombenabwurfs auf Hiroshima waren, aber überlebten. Sie berichtete, daß beim diesjährigen Gedenken in Hiroshima zum 6. August 1945 Vertreter aus 127 Ländern anwesend waren und weltweit Gedenkveranstaltungen stattfanden. Sie beschrieb die Ereignisse anhand von Bildern, die die Zerstörung von Gebäuden und Menschen zeigen. Ihr Vater, Shinji Mikamo, habe nie den Vereinigten Staaten allein die Schuld gegeben, sondern dem Krieg an sich. Abschließend merkte sie an, daß Menschen auf Verletzungen oder Ängste oft mit Gegenangriffen reagieren, was auch der Rechtfertigung von Kriegen diene. Dieser Teufelskreis müsse durchbrochen werden.

Dr. Theodore Postol, emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und internationale Sicherheit am Massachusetts Institute of Technology und weltweit anerkannter Experte für die Auswirkungen von Atomwaffen, verglich das Handeln des amtierenden ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem von Adolf Hitler gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Hätte Hitler nach der Operation Bagration (Juni 1944) seine Niederlage eingestanden – als die russischen Truppen innerhalb von drei Wochen 28 von 32 deutschen Armeedivisionen in Weißrußland vernichtet hatten, an der polnischen Grenze standen und klar war, daß der Krieg für Deutschland hoffnungslos war -, dann hätte das zwei oder drei Millionen Deutschen das Leben gerettet. Ähnlich verhalte es sich heute mit Selenskyj, der sich weigert, seine Niederlage einzugestehen.

Zur vorgeschlagenen neuen US-Atomdoktrin sagte Dr. Postol, niemand könne einen Atomkrieg gewinnen, man könne damit nur die globale Zerstörung auslösen. Davor habe er bereits vor einigen Jahren gewarnt, als die US-Regierung von Präsident Joe Biden die Entwicklung von „Superzündern“ für ihre Atomwaffen für Blitzangriffe genehmigte. Eine drastische Verbesserung der Zielgenauigkeit der Sprengköpfe soll dabei die Zerstörungskraft gegen besonders widerstandsfähige Ziele verdoppeln, und das soll es ermöglichen, mit Atomwaffen mit niedriger Sprengkraft russische Atomraketen in ihren Silos zu zerstören. Die Kriegstreiber würden sich das in ihrer Phantasie vielleicht so vorstellen, sagte Postol, aber tatsächlich gebe es so etwas wie eine „taktische“ Atomwaffe nicht. Selbst viele sonst intelligente Wissenschaftler verstünden dies nicht und behaupteten, sie könnten einen Atomkrieg „gewinnen“.

Postol fügte hinzu, auch die wachsende Verbreitung von Atomwaffen sei eine ernste Gefahr. Die USA drohten offen damit, die iranische Gesellschaft und Kultur zu zerstören, und vor diesem Hintergrund könnte der Iran vielleicht glauben, daß nur der Bau einer Atomwaffe dies verhindern kann. Es sei zwar unwahrscheinlich, daß der Iran das versucht, aber wenn er dazu gedrängt wird, könnte er eine solche Waffe bauen, indem er sein zu 60% angereichertes Uran weiter aufbereitet. Allerdings könnte der Iran schon mit seinen heutigen Waffen das kleine Israel praktisch vernichten, und eine solche Operation würde auch Israel in eine existentielle Krise stürzen, was zum Einsatz von dessen Atomwaffen führen könnte.

Selbst die Saudis fürchteten eine iranische Atombombe, während sie zugleich der Ansicht seien, daß sie sich für ihre Verteidigung nicht mehr auf die Vereinigten Staaten verlassen können, und daher ihre eigenen Atomwaffenpläne überdenken. Auch die Japaner, die Südkoreaner und Taiwan, die Chinas Atomwaffen im Blick haben, könnten die Beschaffung von Atomwaffen in Erwägung ziehen, so Dr. Postol.

Zepp-LaRouche entgegnete, China habe als einziges Land einen Plan, der ihren eigenen „Zehn Prinzipien einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ ähnele, insbesondere mit Chinas vier Globalen Initiativen für Entwicklung, Sicherheit, Zivilisation und Regierungsführung.

Postol stimmte zu. Joe Biden habe Rußland mit dem Angriff auf die Ukraine im Grunde gezwungen, etwas zu tun, was es nicht tun wollte, und Trump habe (zusammen mit Israel) einen unprovozierten Angriffskrieg gegen den Iran begonnen. Wir sollten dankbar sein, daß der russische Präsident und der chinesische Präsident rational sind – das sei unsere größte Hoffnung, daß keiner von beiden Atomwaffen einsetzt.

Der Moderator Dennis Speed befragte Postol zu der „Bestandsaufnahme strategischer Bombardierungen der USA“ von 1946, die zu dem Schluß kam, daß Japan auch kapituliert hätte, wenn die USA die Atombombe nicht abgeworfen hätten, wenn Rußland nicht mit einem Kriegseintritt gegen Japan gedroht hätte und wenn die USA nicht mit einer Invasion gedroht hätten.

Postol glaubt, die USA hätten damals eine Invasion geplant, bei der Schätzungen zufolge Millionen von Amerikanern und noch mehr Japaner umgekommen wären. Daher hätten sie beschlossen, die Bombe abzuwerfen, in der Überzeugung, dadurch Leben zu retten. Unabhängig davon, ob dies richtig oder falsch sei, sei es nun einmal passiert, und der Schrecken des Ergebnisses müsse verhindern, daß so etwas jemals wieder geschieht.

Dies löste mehr Diskussion unter den Teilnehmern aus, und Zepp-LaRouche betonte, der Atomwaffeneinsatz sei völlig unnötig gewesen, weil Japan schon zur Kapitulation bereit war.

John Steinbach vom Washingtoner Hiroshima- und Nagasaki-Komitee erklärte, die Bestandsaufnahme der strategischen Bombardierungen von 1946 reflektiere im wesentlichen die Sichtweise des US-Generalstabs, in dem viele gegen den Einsatz der Atombombe waren. Doch Gen. Hap Arnold, ein Vertrauter Präsident Trumans, der als einziger den Einsatz befürwortete, habe sich in der Debatte durchgesetzt. Steinbach beschrieb auch, wie die Wissenschaftler Albert Einstein und Leo Szilard auf Präsident Roosevelt zugingen und ihm erklärten, eine Atomwaffe auf der Grundlage der neu entdeckten Prinzipien der Kerntechnik sei möglich, Deutschland versuche, eine solche Waffe zu bauen, und deshalb brauche man das Manhattan-Projekt zum Bau der Bombe. Als sich später herausstellte, daß die Deutschen dazu nicht in der Lage waren, wurde das Projekt aber nicht eingestellt, sondern das Ziel auf Japan verlagert.

Jack Gilroy beschrieb den offenen Brief an den Erzbischof von Santa Fe, John Wester, den er gemeinsam mit der IPC und dem Schiller-Institut verfaßt hat. Sie fordern Wester darin auf, sich bei Papst Leo XIV. dafür einzusetzen, daß der eine Friedenskonferenz einzuberuft, ähnlich wie Papst Johannes XXIII. 1962 auf Drängen Präsident Kennedys und seiner Mitarbeiter eingriff, um die Kubakrise zu beenden. Gilroy bat die Moderatorin Anastasia Battle, den Brief vorzulesen, was sie auch tat.

Die Diskussionsrunde bezog sich besonders auf einen Brief einer spanischen Nonne, Schwester Paz („Frieden“ auf Spanisch) zu der Frage, was man gegen die „Finsternis“ tun soll, die von der Finanz- und Militäroligarchie ausgeht, wobei sie andeutete, daß nur die Unendlichkeit diese Frage beantworten könne. Steinbach und Postol stimmten dem im wesentlichen zu. Zepp-LaRouche forderte, Gilroys Brief an den Papst als Sammelpunkt für Menschen weltweit zu nutzen, um die Aufmerksamkeit sowohl auf die Gefahr als auch auf die Lösung zu lenken, dem Beispiel von Mahatma Gandhi, Martin Luther King und Nelson Mandela zu folgen und im Sinne von Imago viva Dei, dem Menschen als lebendes Abbild Gottes, zu handeln.

[mob]


Page 1 of 115123...Last