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Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 20.September 2023, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich am internationalen Friedenstag unserem Chor für Frieden an

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 20. September, wie Sie den weltweiten Chor für Frieden verstärken können.

Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im Live-Stream.

In einer Diskussion mit Mitgliedern der internationalen LaRouche-Bewegung sagte Helga Zepp-LaRouche in Bezug auf die bevorstehenden Tage, an denen die UN-Generalversammlung tagt:

„Heute [Montag] beginnt der Debatte in der UN-Generalversammlung, und man kann davon ausgehen, daß dies die am stärksten polarisierte und angespannteste Debatte in der UN-Generalversammlung ist, die es je gegeben hat, zumindest für eine sehr lange Zeit, denn sie tagt offensichtlich nach dem BRICS-Gipfel in Johannesburg, nach dem Rußland-Afrika-Gipfel in St. Petersburg, den ASEAN-Gipfeln, dem G20-Gipfel in Indien, dem Ostwirtschaftsforum in Wladiwostok. Wir können also davon ausgehen, daß alle Länder des Globalen Südens darüber diskutiert haben, wie sie sich in Richtung des neuen Systems bewegen können – De-Dollarisierung, neue Währung, Überwindung der Armut, Beendigung des Kolonialismus – und viele von ihnen werden mit dieser Einstellung in die Debatte der UN-Generalversammlung gehen.

Und auf der anderen Seite stehen die Länder des Globalen Nordens, die nur darauf fixiert sind, die Länder herauszupicken, die sie für die leichte Beute halten, um sie in das Lager der „Demokratien“ und der „regelbasierten Ordnung“ zu ziehen….

Das spielt sich sicherlich im Hintergrund ab, und in diesem Licht ist unsere Intervention strategisch wichtig, denn wir [die LaRouche-Bewegung] stehen gewissermaßen über diesen Streitigkeiten, und wir können den Geist des neuen Paradigmas einbringen, der offensichtlich in den Zehn Prinzipien für die neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zum Ausdruck kommt. Und das werden wir auf unserer Kundgebung [bei der UN in New York City] mit unserem Chor präsentieren. Ich denke, …, daß es sehr wichtig ist, daß wir uns mit unserem Chor an die Spitze stellen und uns voll und ganz auf die Notwendigkeit der Zehn Prinzipien und der Architektur konzentrieren, die die Interessen aller Länder der Welt einschließt.“

 

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 20. September, wie Sie den weltweiten Chor für Frieden verstärken können.

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Der Kolonialismus ist vorbei! Appell an die USA und Europa: Unterstützt eine neue, gerechte Weltwirtschaftsordnung, nicht den Krieg!

Alle, insbesondere diejenigen aus den Vereinigten Staaten und Europa, die sich gefragt haben, was die Prinzipien und die Methode zur Umsetzung einer „Entwicklungsarchitektur“ sein würden, werden ermutigt, sich mit den Konzepten vertraut zu machen und sie zu beherrschen, für die LaRouche vor fast 50 Jahren bei den Menschen im Entwicklungssektor bekannt wurde und für die er und seine Bewegung zu Unrecht verfolgt wurden.

Helga Zepp-LaRouches „Appell an die Bürger des Globalen Nordens: Wir müssen den Bau einer Neuen Gerechten Weltwirtschaftsordnung unterstützen!“ wird als Petition und als Hauptartikel einer (bisher auf englisch veröffentlichten) Broschüre des Schiller-Instituts international verbreitet.

Die Broschüre mit dem Titel „Der Kolonialismus ist vorbei! Appell an die USA und Europa: Unterstützt eine neue, gerechte Weltwirtschaftsordnung, nicht den Krieg!“ enthält:

1) Helga Zepp-LaRouche: Appell an die Bürger des Globalen Nordens: Wir müssen den Bau einer Neuen Gerechten Weltwirtschaftsordnung unterstützen!

2) Die Welt braucht 1,5 Milliarden neue, produktive Arbeitsplätze- Der LaRouche-Plan zur Wiederbelebung der US- und Weltwirtschaft

Einführung

Bruder, hast Du mal einen Job?

Wie können Millionen neuer, produktiver Arbeitsplätze für Amerika und die Welt geschaffen werden?

Verdoppelte Nahrungsmittelproduktion und Millionen High-Tech-Familienbetriebe

Ein Gesundheitssystem für die Zukunft

Amerikas Raumfahrtmission: das nächste Pioniergebiet der Jugend

Ein Hamiltonisches Kreditsystem für wirtschaftliche Entwicklung

3) Die Arbeitsweise der Internationalen Entwicklungsbank, von Lyndon H. LaRouche, 16. Mai 1975

und

4) Helga Zepp-LaRouches „Zehn Prinzipien für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“, Nov. 2022

Hier können Sie sich die englische Broschüre runterladen.


BRICS: Eine größere Veränderung als das Ende des Kalten Krieges

Von Helga Zepp-LaRouche

Auf der Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 9. September hielt die Gründerin und Vorsitzende des Instituts die folgende Rede. (Übersetzung aus dem Englischen, Zwischenüberschriften wurden von der Redaktion hinzugefügt.)

Es ist dringend notwendig, daß wir den normalen Bürgern der europäischen Nationen und der USA – die täglich mit einer Flut von Nachrichten in den Mainstream-Massenmedien bombardiert werden, die im allgemeinen so verdreht sind, daß sie eine fast völlig fiktive parallele Realität schaffen – den tektonischen Wandel bewußt machen, der sich in diesem historischen Moment vollzieht. Denn nur wenn sie die Entscheidungen erkennen, die eindeutig vor uns liegen, besteht Hoffnung auf einen positiven Ausweg aus der gegenwärtigen existentiellen Krise der Menschheit.

Es ist höchste Zeit, den Erfolg bzw. das Scheitern der offiziellen Politik der letzten Zeit zu überprüfen, um die Gültigkeit oder die Fehler der eigenen Denkprinzipien zu beurteilen. Wenn es eine Lehre daraus gibt, wie es im 20. Jahrhundert zu zwei Weltkriegen gekommen ist, dann sind das die unzähligen Fehlkalkulationen seitens der Teilnehmer an diesen Kriegen. Angesichts dieser Parallele kann man die Alarmglocken nur so schrill wie möglich läuten lassen.

Die geopolitische Konfrontation der US-geführten NATO über die Ukraine, die keineswegs „unprovoziert“ am 23. Februar 2022 begann, sondern eigentlich schon mit der von der NED [National Endowment for Democracy] finanzierten „Orangenen Revolution“ 2004, und die mit Victoria Nulands Maidan-Putsch 2014 eskalierte, funktioniert eindeutig nicht so, wie es beabsichtigt war. Die beispiellose Serie von Sanktionen hat Rußland nicht „ruiniert“, wie Annalena Baerbock es sich gewünscht hatte, sondern eine weitreichende Neuausrichtung Rußlands nach Osten und Süden bewirkt.

Aber auch Rußlands Erwartung, daß die Militärische Sonderoperation nur von kurzer Dauer sein würde, hat sich nicht erfüllt, da die russische Führung offensichtlich die Auswirkungen der NATO-Operationen in der Ukraine seit dem Maidan-Putsch und die darauf folgende Haltung der Bevölkerung sowie die weitreichende Bereitschaft des Westens zum militärischen Engagement in der Ukraine unterschätzt hat.

Nun ist eine militärische Pattsituation erreicht, und die Fortsetzung der Militäroperationen kann trotz aller neuen Waffenlieferungen nur zur völligen Zermürbung der menschlichen Ressourcen der Ukraine führen, die bereits horrende Opferzahlen zu beklagen hat, und zur Gefahr einer Eskalation bis hin zur nuklearen Ebene, wenn entweder Rußland seine territoriale Integrität bedroht sieht oder jemand glaubt, ein begrenzter Atomkrieg sei möglich.

Wenn die Europäer davon überzeugt waren, daß ihr Nachgeben gegenüber den Forderungen nach immer „mehr Waffen“ für die Ukraine zu einem Sieg der Ukraine auf dem Schlachtfeld führen würde, dann hat auch das nicht funktioniert. Statt dessen finden sich die europäischen Nationen völlig abgeschnitten von jeglichen Beziehungen zu ihrem Nachbarn Rußland wieder, die „Energieabhängigkeit“ hat sich von Rußland auf die viel teurere amerikanische Energie verlagert, und Deutschland hat inzwischen selbst den Anschein eines Restes von Souveränität und damit den Respekt der ganzen Welt verloren. Deutschland, das einstige wirtschaftliche Kraftzentrum Europas, durchläuft einen rasanten Prozeß der Deindustrialisierung, verursacht durch die exorbitanten Preise für Energie, die die wunderbare Schutzmacht, der „Verbündete“ USA liefert, die nicht zögern, die angeschlagenen deutschen Industriebetriebe mit Hilfe des Inflation Reduction Act in die USA umzusiedeln – ganz zu schweigen von den NordStream-Pipelines, wo niemand die nachträglich erfundene Geschichte über die Segelyacht Andromeda glaubt. Ein beliebtes Sprichwort dieser Tage lautet: „Wozu braucht man Feinde, wenn man solche Freunde hat?“

Deutschland hat sich in einen Fußabtreter verwandelt, auf dem die NATO-Stiefel herumtrampeln, während die derzeitige politische Führung mit ihrer grün-atlantischen Ideologie, für die es ein Euphemismus wäre, sie „deutsch“ zu nennen, so ziemlich alles verspielt, was all die Generationen aus den Trümmerfeldern nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut haben. Die Hälfte des deutschen Mittelstandes, der das gesamte Sozialsystem des Landes speist, geht entweder in Konkurs oder verläßt das Land, um in den USA oder in China neu zu investieren.

Die überwältigende Stimmung im Land ist verzweifelt; Restaurantbesitzer, Landwirte, Handwerker, Ladenbesitzer, Krankenschwestern, alle Arten von Dienstleistungsbranchen – sie alle haben das Gefühl, daß ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Und diejenigen, die nicht zur Alternative für Deutschland, einer rechten Partei mit einigen guten Punkten, aber auch inakzeptablen Elementen, überlaufen wollen, haben das Gefühl, daß sie keine Stelle haben, an die sie sich wenden können. „Alles wird gegen die Wand gefahren“, ist einer der meistgehörten Sätze in vielen privaten Gesprächen. Die Menschen fühlen sich völlig verraten. Wir sollten uns daran erinnern, daß es genau dieses Gefühl des Verrats nach dem Versailler Vertrag war, das der Weimarer Republik den Todesstoß versetzte!

Eine viel folgenreichere Entwicklung

Aber was die meisten Bürger des Westens nicht ahnen, ist, daß sich anderswo, in den Teilen der Welt, die von den Vorgängen zwischen der NATO und Rußland auch betroffen sind, eine viel größere, viel folgenreichere Entwicklung vollzieht. Die „Kollateralschäden“, wie hohe Energie- und Lebensmittelpreise in diesen Ländern, wurden [im Westen] als „vernachlässigbar“ angesehen, und dieses Versehen erweist nun sich als die größte Fehleinschätzung überhaupt.

Die einseitigen – und damit illegalen – Sanktionen gegen Rußland und eine ganze Reihe anderer Länder, die Beschlagnahmung von Staatsvermögen und der Mißbrauch des Dollars als Waffe, zusätzlich zu den langjährigen Erfahrungen mit unfairen Handels- und Kreditbedingungen, haben zu einem gigantischen Rückschlag in den Ländern des Globalen Südens geführt, der sich inzwischen zur Globalen Mehrheit entwickelt hat und mehr als 85% der Weltbevölkerung darstellt. Die massiven Versuche der NATO-Staaten, Länder in Lateinamerika, Asien und Afrika unter Druck zu setzen, damit sie sich im Ukraine-Konflikt auf die Seite der „Demokratien“ der „regelbasierten Ordnung“ gegen die vermeintlichen „Autokratien“ und „Diktaturen“ stellen, sind gründlich nach hinten losgegangen. Die Identität dieser Länder als Teil der Blockfreien-Bewegung [NAM] und des „Geistes von Bandung“, des großen Bündnisses zwischen asiatischen und afrikanischen Ländern der Konferenz von 1955, wurde wieder lebendig und damit auch die Erinnerung daran, daß es die Sowjetunion war, die viele Entwicklungsländer in ihrem Unabhängigkeitskampf gegen die Kolonialmächte unterstützt hatte.

Als Lyndon LaRouche, mein verstorbener Ehemann, 1975 mit dem Vorschlag für die Internationale Entwicklungsbank (International Development Bank, IDB), die jährlich 400 Milliarden Dollar an Krediten für industrielle Entwicklungsprojekte ausgeben sollte, erstmals eine Alternative zum IWF und seinen Konditionalitäten vorschlug, wurde dieser Vorschlag von der NAM, die bereits 75% der Weltbevölkerung vertrat, aus vollem Herzen unterstützt und in ihre Abschlußresolution in Colombo, Sri Lanka, aufgenommen. Die Reaktion der damaligen Finanzmächte war brutal: Indira Gandhi und Frau Bandaranaike wurden von der Macht verdrängt, Präsident Ali Bhutto und Premierministerin Indira Gandhi wurden einige Jahre später ermordet. Infolge dieser Angriffe spielte die NAM viele Jahre lang eine geschwächte Rolle.

Lyndon LaRouche, dessen 101. Geburtstag wir gestern feierten, und seine internationale Bewegung schrieben unermüdlich Entwicklungspläne:

  • einen umfassenden Infrastrukturplan für den gesamten afrikanischen Kontinent, der 1976 auf einer Konferenz in Paris vorgestellt wurde,
  • die „Operation Juarez“ für Lateinamerika in Zusammenarbeit mit dem mexikanischen Präsidenten Lopez Portillo,
  • einen 50-Jahres-Plan für das Pazifikbecken angesichts der zu erwartenden Zunahme der Bevölkerungsdichte in diesem Teil der Welt,
  • einen 40-Jahres-Plan für Indien, den Frau Gandhi umzusetzen begann,
  • den „Oasenplan“ für Südwestasien sowie
  • 1991, als die Sowjetunion zerfiel, die Eurasische Landbrücke oder Neue Seidenstraße.

Alle diese Programme wurden auf buchstäblich Hunderten von Konferenzen und Seminaren auf fünf Kontinenten vorgestellt.

Nachdem Präsident Xi Jinping vor genau zehn Jahren und zwei Tagen in Kasachstan das Konzept der Neuen Seidenstraße (BRI) vorgestellt hatte, ignorierten westliche Regierungen, Denkfabriken und Medien erstaunlicherweise dieses Programm, das eindeutig das größte Infrastrukturprogramm der Geschichte war, noch um Größenordnungen größer als der Marshallplan für Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Aber für die Länder des Globalen Südens wurde die BRI zur großen Wende, sie ermöglichte es vielen von ihnen zum ersten Mal, ernsthaft Infrastrukturprogramme, Industrieparks, fortschrittliche Wissenschaftsprojekte usw. zu starten.

Ab Ende 2017 wechselte die Haltung des Westens gegenüber der BRI abrupt von Gleichgültigkeit zu Feindseligkeit. Erst in den Sicherheitspapieren des Pentagon und dann synchron in allen westlichen Medien und Denkfabriken wurde China in seinem Aufstieg als „Systemrivale“ und „Gegner“ charakterisiert, was jüngst in der „Entkopplung“ und dem „De-Risking“ gipfelte. Mit der jüngsten Erweiterung der BRICS zu BRICS-11 und dem bekundeten Interesse von rund 40 weiteren Ländern, sich ebenfalls anzuschließen, ist die Idee einer vollständigen Abkopplung von Rußland und China mehr als absurd: Sie ist selbstmörderisch. Die Perspektive, zwei mehr oder weniger getrennte Blöcke zu schaffen, ist in der Realität nicht umsetzbar und kann nur als der vergebliche Versuch gesehen werden, einen Gegner vor einem geplanten militärischen Angriff wirtschaftlich zu schwächen, der angesichts der Existenz von tausenden Atomraketen die Vernichtung der menschlichen Spezies und allen Lebens auf der Erde bedeuten würde.

Ökonomie der Menschheit

Es ist an der Zeit, eine grundlegende strategische Neubewertung vorzunehmen. Liegt es jetzt nicht eher im Interesse der USA und der europäischen Nationen, die Initiative zu ergreifen, um mit allen Ländern des Globalen Südens zusammenzuarbeiten und eine wohlhabende Welt für alle Nationen aufzubauen, als das Risiko einzugehen, eine Politik zu verfolgen, die zum „Ende der Geschichte“ führen könnte, allerdings auf ganz andere Weise, als Francis Fukuyama, der geistige Vater der größten politischen Fehleinschätzung, es sich vorgestellt hat?

Heute Morgen kam die Nachricht, daß Premierminister Modi auf dem laufenden G20-Gipfel in Neu-Delhi in einem längst überfälligen Schritt verkündet hat, nämlich daß die Afrikanische Union in die G20 bzw. damit G21 aufgenommen wurde. Das ist zwar positiv, aber völlig unzureichend. Um die Gefahr eines dritten, diesmal thermonuklearen Krieges zu beseitigen, müssen wir eine völlig neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur schaffen, die die Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen aller Nationen auf dem Planeten berücksichtigt. Und das ist nur möglich, wenn sie auf der Entwicklung aller, auf dem Interesse des anderen und der Schaffung einer gemeinsamen Zukunft beruht, die für die gesamte Menschheit vielversprechend und aufbauend ist.

Die umfassende Studie Die Neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke, die das Schiller-Institut 2014 als Reaktion auf Präsident Xis Ankündigung in Kasachstan 2013 veröffentlicht hat, kann die Grundlage für eine solche Friedensordnung für das 21. Jahrhundert sein. Sie gibt eine klare Orientierung für den wirtschaftlichen Aufbau aller Teile des Planeten, konkrete Pläne zur Überwindung der Unterentwicklung im Globalen Süden sowie konkrete Leitlinien für den Wiederaufbau der verfallenden Volkswirtschaften des Globalen Nordens. Zusammen mit den „Zehn Prinzipien“, die ich für eine solche neue Architektur vorgeschlagen habe, könnten diese Vorschläge die Grundlage für jeden ernsthaften Versuch sein, eine Lösung für die gegenwärtige Krise zu finden. Warum nicht eine Sondersitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen einberufen, um eine solche neue internationale Architektur zu erörtern, wo doch offensichtlich so viele Menschen auf der ganzen Welt über die Bedrohung des Weltfriedens besorgt sind?

Die Idee ist eine Weltlandbrücke, die alle infrastrukturell erschlossenen Kontinente durch Tunnel und Brücken miteinander verbindet, so daß man bald mit einer Magnetbahn von der Südspitze Argentiniens oder Chiles nach Norden durch Amerika über die Beringstraße und die Transsibirische Eisenbahn bis nach Gibraltar und weiter durch Afrika zum Kap der Guten Hoffnung reisen kann.

Das wird die Verwirklichung der Vision des deutschen Ökonomen Friedrich List mit seiner „Raum- und Zeitökonomie“ sein, in der er beschrieb, wie ein fortschrittliches Transport- und Kommunikationssystem mit hoher Geschwindigkeit, dichtem Zeitplan und Kosteneffizienz der Infrastruktur ein neues Niveau der geistigen und materiellen Produktivkräfte ermöglichen würde. Diese Entwicklung werde dann zu einer „Republik des Planeten“ führen, die auf der „Ökonomie der Menschheit“ basiert, die es ermöglichen würde, daß alle Talente ihre Ideen austauschen und in allen Bereichen der Wissenschaft und Kunst und in allen Wissensbereichen zusammenarbeiten, was wiederum die Effizienz aller Kräfte der Menschheit steigern würde. Das ist natürlich das genaue Gegenteil von „Entkopplung“ und „Derisking“.

Eine ähnliche Vorstellung von der zukünftigen Entwicklung der Menschheit zu einer großen Gemeinschaft der ganzen Welt, einer „datong shijie“, findet man auch bei Cai Yuanpei, dem ersten Bildungsminister der Republik China und Präsidenten der Universität Peking, der Schillers Konzept der ästhetischen Erziehung in China einführte. Offensichtlich lag Nikolaus von Kues‘ Idee von der Harmonie im Makrokosmos, die auf der bestmöglichen gegenseitigen Entwicklung aller Mikrokosmen beruht, die gleiche evolutionäre Grundidee zugrunde. Gottfried Wilhelm Leibniz‘ Idee einer vorgegebenen Harmonie im Universum verkörpert die gleiche Idee, ebenso wie Wernadskijs Vorstellung von der zunehmenden Herrschaft der Noosphäre über die Biosphäre. Und ich erinnere mich sehr gut daran, wie Lyndon LaRouche seine Mitarbeiter verblüffte, als er davon sprach, daß trotz der gegenwärtigen Bedeutung der Souveränität des Nationalstaates das nicht die letzte Stufe in der Entwicklung der Menschheit sein wird.

Sehen Sie sich den jüngsten Durchbruch an, den China vor einer Woche bei der kontrollierten Kernfusionstechnologie für eine neue Generation einer „künstlichen Sonne“, der Huanliu-3, erzielt hat. Nach Angaben der China National Nuclear Corporation (CNNC) wurde zum ersten Mal der Betrieb im Hochverflüssigungsmodus mit einem Plasmastrom von einer Million Ampere realisiert. Der Hocheinschlußmodus wird auch als Standardmodus für den Internationalen Thermonuklearen Versuchsreaktor (ITER) in Cadarache, Frankreich, verwendet, der von sieben Mitgliedsparteien betrieben wird: China, EU, Indien, Japan, Rußland, Südkorea und USA. Diese inhärent sichere Form der Kernenergie ist, sobald sie vollständig realisiert ist, eine der Technologien, die der geopolitischen Rivalität die Grundlage entziehen wird, denn sie wird Energie so reichlich und billig machen, daß sie billiger sein wird als die Fortsetzung militärischer Konflikte.

Die Perspektive für ein völlig neues Paradigma in den internationalen Beziehungen zeichnet sich am Horizont ab, und das könnte viel schneller kommen, als die meisten sich vorstellen können. Ein Wechsel in den Vereinigten Staaten bei den nächsten Präsidentschaftswahlen könnte die USA wieder auf den Weg der Republik bringen. Wie Sergej Glasjew angedeutet hat, wird wahrscheinlich im Jahr 2024, während Rußlands BRICS-Vorsitz, eine neue BRICS-Währung entstehen, die sich als Rettungsboot für das globale Finanzsystem erweisen könnte.

Es gibt also allen Grund für eine kulturell optimistische Sicht auf die Zukunft der Menschheit – vorausgesetzt, wir ersetzen Haß, Neid und Mißgunst durch Liebe, Großzügigkeit und Neugierde auf das Potential der anderen Kulturen. Noch haben wir Zeit, die Axiome unseres Denkens neu zu justieren.


Ein Notfallprogramm zur Rettung Argentiniens, des jüngsten BRICS-Mitglieds

Es gibt bestimmte Kämpfe, die nicht vermieden werden können und gewonnen werden müssen. Einer davon ist der Kampf, die Vereinigten Staaten und Westeuropa dazu zu bringen, ihren derzeitigen geopolitischen Konfrontationskurs mit Rußland und China zu ändern, einen Kurs, der das bankrotte transatlantische Finanzsystem und seine unipolare Weltordnung aufrechterhalten soll. Die Alternative zum Sieg in diesem Kampf ist ein wahrscheinlicher thermonuklearer Krieg.

Ein weiterer Grund sind die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Argentinien am 22. Oktober, die sich als unmittelbares, erstes Schlachtfeld zwischen dem neu erweiterten BRICS-11-Prozeß und eben jenem bankrotten transatlantischen System abzeichnen – einem System, das in der Angst lebt, von der Flutwelle der Nationen, die sich den BRICS, der entstehenden globalen Mehrheit, anschließen, hinweggefegt zu werden. Der Ausgang dieses Kräftemessens wird mit Sicherheit die Zukunft Argentiniens für die nächsten Jahrzehnte bestimmen; es könnte aber auch über das Schicksal der BRICS entscheiden.

Argentinien ist eines der sechs Länder, die sich auf dem BRICS-Gipfel vom 22. bis 24. August im südafrikanischen Johannesburg den BRICS angeschlossen haben, trotz der Drohungen und des Drucks, dies nicht zu tun. Jetzt gibt es weitere 20-30 Länder, die diesem Beispiel folgen und sich der globalen Mehrheit beim Aufbau einer neuen Entwicklungs- und Sicherheitsarchitektur für ihre Länder und die Welt anschließen wollen. Die Londoner City und die Wall Street fühlen sich genötigt, an Argentinien ein blutiges Exempel zu statuieren und versuchen zu verhindern, daß das Land am 1. Januar 2024 den BRICS beitritt, indem sie die Wirtschaft des Landes durch Schuldeneintreibung und Kapitalflucht in blutige Stücke zerschlagen und auf diese Weise die derzeitige Regierung Alberto Fernández und ihren Kandidaten, den gegenwärtigen Wirtschaftsminister Sergio Massa, vollständig diskreditieren und den Sieg dem psychisch labilen Javier Milei überlassen.

Der von den Bankern favorisierte Milei, den manche als „Argentiniens Zelenskj“ bezeichnen, hat bereits geschworen, daß im Falle seines Wahlsieges Argentinien noch vor dem BRICS-Beitritt aus diesem Prozess austreten wird, er die argentinische Währung (und damit die Souveränität des Landes) abschaffen und durch den Dollar der Spekulanten ersetzen werde, er die Beziehungen zu China, Rußland und den meisten iberoamerikanischen Nachbarn Argentiniens abbrechen und ansonsten eine extreme neoliberale Politik umsetzen werde, die der Wirtschaft des Landes den Gnadenstoß versetzen wird.

Die Wirtschaftskrise in Argentinien ist bereits so gravierend, daß Massa, der derzeit für die Verhandlungen mit den IWF-Mördern zuständig ist, bei den Präsidentschaftsvorwahlen im letzten Monat eine herbe Niederlage einstecken mußte. Die drei führenden Kandidaten (Massa, Milei und die neoliberale Patricia Bullrich) erhielten jeweils etwa ein Drittel der Stimmen – ein schockierender Rückschlag für Massa, der mit einem viel stärkeren Ergebnis gerechnet hatte.

Argentinien befindet sich derzeit im Würgegriff des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der von ihm vertretenen transatlantischen Banken. Diese Banken haben das Land unter der vorherigen Macri-Regierung zwangsverschuldet, so wie ein aggressiver Drogendealer seinem Opfer Fentanyl in den Rachen schiebt. Infolgedessen ist Argentinien heute mit 46 Milliarden US-Dollar bei weitem der größte Schuldner des IWF. Massive Kapitalflucht, von denselben Banken orchestriert, hat das Land ausgeblutet; der Peso auf dem Parallelmarkt ist innerhalb eines Jahres von 200 auf 600 zum Dollar gefallen; die Zinssätze liegen heute bei 118 %, mit einer vom IWF prognostizierten diesjährigen Inflation von 108 %, was wesentlich dazu beigetragen hat, daß etwa die Hälfte der Bevölkerung in die Armut getrieben wurde.

Wenn Argentinien von den Bankern erledigt werden kann, wird sein Nachbar und Verbündeter Brasilien – eines der fünf Gründungsmitglieder der BRICS – als nächstes dran sein. Und die Botschaft an die Welt wird lauten: „Versucht, mit unserem System zu brechen, und wir werden euch finanziell ‚waterboarden‘ und von der Landkarte beseitigen.“

Die Botschaft ist dieselbe, die der arrogante Henry Kissinger, damals Nationaler Sicherheitsberater von Präsident Nixon, 1969 gegenüber dem chilenischen Außenminister Gabriel Valdés äußerte: „Aus dem Süden kann nichts Wichtiges kommen. Geschichte wurde noch nie im Süden gemacht. Die Achse der Geschichte beginnt in Moskau, geht nach Bonn, geht über nach Washington und dann nach Tokio. Was im Süden passiert, ist unwichtig. Sie verschwenden Ihre Zeit.“

Die BRICS beweisen ihm jetzt das Gegenteil.

Im Folgenden wird das vom Schiller-Institut vorgeschlagene Notfallprogramm für Argentinien und die BRICS vorgestellt, mit dem dieser Kampf gewonnen werden soll. Darin werden die unmittelbaren Schritte aufgeführt, die von der Regierung Alberto Fernández und dem Kandidaten Sergio Massa von der Regierungskoalition Unión por la Patria noch vor den Präsidentschaftswahlen am 22. Oktober ergriffen werden müssen, damit die Auswirkungen bereits am Wahltag spürbar sind. Auf der Grundlage von Lyndon LaRouches Arbeit in der Wissenschaft der physischen Ökonomie schlagen wir neun konkrete Maßnahmen vor, die sich in drei große Bereiche einteilen lassen und die für Argentinien und als Beispiel für die übrige Welt angenommen werden sollten.

A. Den Aderlaß stoppen: Die Menschen stehen an erster Stelle

1) Erklärung eines sofortigen Schuldenmoratoriums auf die Bedienung der Auslandsschulden, einschließlich der 46 Milliarden Dollar, die Argentinien dem IWF schuldet – was das Land zum größten Schuldner des Internationalen Währungsfonds macht. Einseitiger Abbruch aller Verhandlungen mit dem IWF.
2) Einführung von Kapital- und Devisenkontrollen sowie die obligatorische Umwandlung aller Exporteinnahmen in Pesos zur Einzahlung in argentinische Banken. Diese Maßnahmen werden der freien Konvertierbarkeit von Pesos in Dollar und der dadurch geförderten Spekulation und Kapitalflucht ein Ende setzen.
3) Einführung einer festen Parität zwischen dem Peso und dem Dollar, die von der argentinischen Regierung souverän festgelegt wird, für den genehmigten internationalen Handel, den Reiseverkehr und andere Verwendungszwecke von Devisen. Spekulative internationale Banktransaktionen fallen nicht in die genehmigte Kategorie.

B. Dringende Transfusion von Produktivkrediten

4) Einrichtung von staatlichen Soforthilfen und Subventionen für die ärmsten Argentinier (die Hälfte lebt heute in Armut) und für Unternehmen, die sonst auf den Bankrott zusteuern. Massa hat bereits Maßnahmen in dieser Richtung angekündigt, aber was die Regierung heute verteilt, wird den Argentiniern am nächsten Tag gestohlen, weil die Banker Argentinien eine Inflation von 108% und Zinssätze von 118% verordnet haben und eine massive Kapitalflucht stattfindet.
5) Verstaatlichung der „autonomen“ Zentralbank (BCRA) und Wiedergründung einer Nationalbank, die Peso-Produktivkredite zu Zinssätzen von 1-2% ausgibt.
6) Weitere Eindämmung der galoppierenden Inflation, indem strenge Preiskontrollen für wichtige Konsum- und Produktionsgüter eingeführt werden.
7) Die neue Mitgliedschaft Argentiniens in den BRICS und der Zugang zur Neuen Entwicklungsbank (NEB) müssen genutzt werden, um den Handel in nationalen Währungen mit den BRICS-Mitgliedern und befreundeten Nationen auszuweiten und sich darüber Nicht-Dollar-Kreditlinien zu sichern. Die BRICS-Staaten müssen reagieren, als ob ihre eigene Existenz davon abhinge.

C. Einleitung großer Infrastrukturprojekte

8) Die bi-ozeanischen Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnkorridore, die die Atlantik- und Pazifikküste Südamerikas verbinden, müssen gebaut werden. Einberufung einer internationalen Konferenz, die Mitte Oktober in Buenos Aires stattfinden soll, um die Projekte schnell zu genehmigen und auf den Weg zu bringen. Daran sollten hochrangige Regierungsvertreter zumindest aus Brasilien, Peru, Bolivien und China teilnehmen (dem Land, das über die erforderliche Eisenbahntechnologie verfügt und seit Jahren angeboten hat, solche Projekte im Rahmen seiner Belt and Road Initiative zu bauen).


9) Argentinien muß sich den Raumfahrtnationen der Welt anschließen, wie es Indien gerade mit seiner spektakulären Mondlandung gelungen ist. Das brasilianische Alcantara-Raumfahrtzentrum in der Nähe des Äquators ist der perfekte Ort für eine südamerikanische Zusammenarbeit, zusammen mit internationalen Verbündeten aus den BRICS-Staaten und anderen. Dies kann auf der gleichen internationalen Konferenz Mitte Oktober erörtert werden, mit der entscheidenden Ergänzung durch Indien als teilnehmende Nation.

Ein solches Maßnahmenbündel kann Argentinien davor bewahren, zu einem „gescheiterten Staat“ zu werden, und die Rolle der BRICS-Staaten für die zukünftigen Kämpfe strategisch stärken. Argentinien wird ohne die BRICS nicht überleben, aber auch die BRICS können ohne Argentinien nicht überleben.

Wie der brasilianische Präsident Lula kürzlich erklärte: „Ich kann nicht akzeptieren, daß es normal ist, daß ein Bürger arm geboren wird und arm stirbt, daß seine Kinder arm geboren werden und arm sterben, daß seine Enkelkinder arm geboren werden und arm sterben… Wir haben nicht das Recht, arm zu bleiben…. Wir haben nicht das Recht, weiterhin als Dritte Welt bezeichnet zu werden.“

Dennis Small
DennisSmall@Verizon.net (englisch /spanisch)


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 6.September 2023, 18.30 Uhr

Bloßes Lob des Friedens ist einfach, aber wirkungslos. Was wir brauchen, ist aktive Teilnahme am Kampf gegen Krieg und alles, was zu Krieg führt.“

Albert einstein

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 6. September, was der Globale Norden zur Initiative des Globalen Südens, ein komplett neues Paradigma aufzubauen, beitragen kann. Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im Live-Stream.

Lyndon und Helga Zepp-LaRouche basieren ihre jahrzehntelange Arbeit auf der Idee, daß anhaltender Frieden nur durch die wirtschaftliche und technologische Entwicklung aller Länder möglich sei. 1975 stellte Lyndon LaRouche in Pressekonferenzen in Bonn und Mailand sein Konzept der Internationalen Entwicklungsbank (IEB) vor. Die IEB sollte die Vergabe langfristiger, zinsgünstiger Kredite für Kapitalinvestitionen und den Transfer von Investitionsgütern aus dem Industriesektor in den sogenannten Entwicklungssektor erleichtern, um die Unterentwicklung Afrikas, Lateinamerikas und großer Teile Asiens zu überwinden. LaRouches Broschüre „Die Arbeitsweise der Internationalen Entwicklungsbank“ können Sie hier lesen.

Seit dem historischen BRICS-Gipfel in Johannesburg, auf dem sechs Länder als neue Mitglieder zum 1.1. 2024 aufgenommen wurden, ist der Kampf für eine gerechte neue Weltwirtschaftsordnung deutlich eskaliert. Etwa 20 weitere Länder haben den Beitritt beantragt, und unzählige andere erhoffen sich von der neuen Kräftekonstellation einen Beitrag zur Sicherung ihrer Entwicklung.

Diskutieren Sie mit Rednern und Teilnehmern der Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 9. September den Aufbau der neuen gerechten Weltwirtschaftsordung. Konferenzseite: „Laßt uns gemeinsam mit der globalen Mehrheit ein neues Kapitel der Weltgeschichte aufschlagen!“


Helga Zepp-LaRouche: Appell an die Bürger des Globalen Nordens: Wir müssen den Bau einer Neuen Gerechten Weltwirtschaftsordnung unterstützen!

Von Helga Zepp-LaRouche

Sie können den Appell am Ende der Seite durch eine Unterschrift unterstützen!

Der Gipfel der BRICS-Staaten, der vom 22.-24. August in Johannesburg in Südafrika stattfand, demonstrierte ungeachtet aller Störmanöver von westlicher Seite der ganzen Welt, daß eine neue Weltwirtschaftsordnung entstanden ist, die ein neues Kapitel in der Geschichte der Menschheit eröffnet. Nationen des Globalen Südens, die schon jetzt die große Mehrheit der Weltbevölkerung repräsentieren, bringen ihre praktische Entschlossenheit zum Ausdruck, die vergangene Periode von rund 600 Jahren des Kolonialismus für immer zu beenden und ein Wirtschaftssystem zu errichten, das die souveräne, gleichberechtigte Entwicklung aller Staaten auf dieser Erde, die Eliminierung von Armut und die Schaffung eines menschenwürdigen Lebensstandards für alle ermöglicht. Wir, die Bürger des Globalen Nordens, müssen diese Entwicklung aus vollem Herzen beglückwünschen und durch praktische Kooperation unterstützen!

Dabei ist eine korrekte Analyse, wie es zu dieser tektonischen Veränderung der strategischen Lage gekommen ist, essentiell. Diese Ausbildung eines neuen Wirtschaftsmodells ist nicht etwa das Ergebnis der Arbeit von „russischen Trollen“ oder „chinesischer Aggression“, wie es uns die Mainstream-Medien weiszumachen versuchen werden. Sie ist vielmehr das Resultat einer gewaltigen strategischen Fehlkalkulation von Kräften primär in den USA und Großbritannien, die sich nach der Auflösung der Sowjetunion fälschlicherweise als die Sieger des Kalten Krieges betrachteten und daraus das Recht ableiteten, einer unipolaren Welt ihr neoliberales Wirtschaftsmodell aufzuzwingen und alle Regierungen, die sich dieser „regelbasierten Ordnung“ nicht fügen wollten, durch diverse Methoden des „Regime-Wechsels“ zu ersetzen.

Die historische Chance von 1989, die darin bestand, eine damals absolut mögliche Friedensordnung für das 21. Jahrhundert zu errichten, wurde vertan und durch die Wolfowitz-Doktrin der US-Neocons und die Politik Brzezinskis ersetzt, die die von den USA und Großbritannien dominierte unipolare Weltordnung zementieren sollte, die besagte, daß niemals eine Nation oder Gruppe von Nationen die USA wirtschaftlich, militärisch oder politisch überflügeln dürfe.

Zu diesem vermeintlichen „Ende der Geschichte“, das Fukuyama zu sehen glaubte, gehörte auch die vollständige Deregulierung der Märkte und die weitreichende Privatisierung von Wirtschaftssegmenten, die zuvor unter staatlicher Kontrolle gewesen waren. Der Profitmaximierung in einer globalisierten Kasino-Wirtschaft stand nun nicht mehr viel im Wege, was zu einer immer weiteren Öffnung der Schere zwischen Arm und Reich und letztendlich genau an den Punkt führte, den Lyndon LaRouche 1971 prognostiziert hatte, als Präsident Nixon die festen Wechselkurse des Bretton-Woods-Systems aufhob, nämlich in die Systemkrise des neoliberalen Finanzsystems, die sich 2008 bereits manifestierte und die seitdem nicht behoben, sondern durch unbegrenztes Gelddrucken der Zentralbanken, das sogenannte „QE“, nur hinausgeschoben wurde.

Diese Politik, die wesentlich der Spekulation nützte, führte zu einer vielschichtigen Gegenreaktion. China war zwar bereit, sich mit seiner Reform- und Öffnungspolitik an der Globalisierung zu beteiligen, aber anstatt sich dem Modell der westliche neoliberalen Demokratie zu unterwerfen, besann sich diese 5000 Jahre alte Zivilisation auf ihre eigene Kultur, verfolgte das Modell des Sozialismus mit chinesischen Kennzeichen und setzte damit ein beispielloses Wirtschaftswunder in Gang. Die Bereitschaft Chinas, die Erfahrung dieses Erfolgsmodells mit anderen Nationen des Globalen Südens in der Form der Seidenstraßen-Initiative zu teilen, führte zu einer Renaissance der Blockfreien Bewegung und der Wiederbelebung des „Geistes von Bandung“. Es ist schmerzlich im Bewußtsein der Länder des Globalen Südens, daß der Kolonialismus sehr wohl in moderner Form – nämlich in den unfairen Handels- und Kreditbedingungen des liberalen Finanzsystems – fortbestand, wovor schon die Präsidenten Sukarno und Nehru seinerzeit vor 68 Jahren in Bandung gewarnt hatten.

Dieser Kolonialismus wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht beendet, wie Präsident Roosevelt beabsichtigt hatte, sondern durch Churchill und Truman perpetuiert. Aber vor allem nach dem 11. September 2001 konzentrierten die USA sich unter dem Banner des „Krieges gegen den Terrorismus“ auf militärische und sicherheitspolitische Operationen weltweit, die Errichtung von bis zu 1000 Militärbasen und die Ausbildung von militärischen Kräften in so gut wie allen Kontinenten. Dazu kamen dann diverse „humanitäre Interventionskriege“, die Kriege in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien etc. Ganz offensichtlich blieb dabei die Idee des wirtschaftlichen Aufbaus dieser Länder auf der Strecke.

Es sollte niemanden verwundern, daß sich eine große Anzahl der Nationen des Globalen Südens unter diesen Umständen für die Kooperation mit den BRICS-Staaten entscheiden, die ihnen reales Wirtschaftswachstum und die Behandlung als ebenbürtige Partner anbieten. Darin und in der sehr konkreten Erfahrung des Verhaltens der früheren Kolonialmächte und der derzeitigen Hegemonialmacht liegt der Grund, warum die Nationen des Südens sich geweigert haben, Rußlands angeblich „unprovozierten Aggressionskrieg“ auf der Seite des „regelbasierten“ Westens zu verurteilen.

Der BRICS-Gipfel zeigte diese historische Neuausrichtung in der Welt so dramatisch sichtbar, daß selbst die Mainstream-Medien und politischen Kräfte, die bis vor kurzem in altgewohnter eurozentristischer Arroganz die Länder des Globalen Südens bestenfalls als exotische Urlaubsorte wahr genommen haben, nicht umhinkommen , die neue Realität zur Kenntnis zu nehmen. Aber die alles entscheidende Frage wird sein, wie sich die Nationen des Globalen Nordens zu dieser neu entstehenden Wirtschaftsordnung verhalten.

Der Versuch, die längst nicht mehr existierende unipolare Welt aufrecht zu erhalten, wird mit fast hundertprozentiger Garantie zum Dritten Weltkrieg führen, dem wir mit der Lage in der Ukraine – wo die konventionelle Dimension des Krieges mit dem Scheitern der ukrainischen Gegenoffensive erschöpft ist, sodaß nur die Beendigung des Krieges durch diplomatische Verhandlungen oder die Eskalation zum Einsatz von Nuklearwaffen als Optionen verbleiben – schon gefährlich nahe gekommen sind. Die Vorstellung, der Westen müsse sich von China und dem Einflußgebiet der BRI „entkoppeln“ oder „Risikominderung“ betreiben, wie die neue, lächerliche Formulierung heißt, würde nicht nur zu einer wirtschaftlichen Selbstzerstörung z. B. Deutschlands führen, sondern sie führt ebenfalls zum Krieg. Denn die Aufspaltung der Welt in zwei komplett separate Blöcke – einen US-dominierten, globalen NATO-Block, der weiter am Modell der Kasino-Wirtschaft festhält, und einen wirtschaftlich schnell wachsenden Block des Globalen Südens um die BRICS-Staaten – würde ebenfalls nicht friedlich bleiben.

Es gibt nur einen sicheren Weg, wie wir aus den vielen existentiellen Krisen, die an vielen Orten der Welt bestehen, herauskommen können: Anstatt das neue Wirtschaftsmodell der BRICS-Staaten als Gegner zu betrachten und zu bekämpfen, liegt es im ureigenen Interesse der Nationen des Globalen Nordens, mit dieser entstehenden Neuen Weltwirtschaftsordnung zu kooperieren und gemeinsam die gewaltigen Aufgaben der Überwindung von Armut und Unterentwicklung in Angriff zu nehmen.

Es gibt zwar derzeit nur wenig Anzeichen, daß die Vertreter des transatlantischen Establishments bereit wären, sich ihre Fehleinschätzungen und Politikfehler der letzten fast 35 Jahre einzugestehen, von wenigen Ausnahmen wie dem ehemaligen französische Präsidenten Sarkozy abgesehen. Aber die normalen Bürger Europas und der USA sollten jetzt ganz dringend die Axiome ihres eigenen Denkens überprüfen, ob sie nicht vielleicht doch von einer eurozentristischen Sichtweise und dem damit verbundenen latenten Rassismus beeinflußt sind. Die einfache diesbezügliche Gretchen-Frage lautet: Haben wir es wirklich hingenommen, daß es für immer so bleiben soll, daß fast eine Milliarde Menschen permanent am Rande des Hungertodes steht, zwei Milliarden kein sauberes Trinkwasser haben, 940 Millionen über keinen Zugang zu Elektrizität verfügen und der allergrößte Teil der Menschheit aufgrund von Armut nicht die Fähigkeit besitzt, die in ihnen angelegten Potentiale zu entwickeln, und damit dessen beraubt werden, was zum kostbarsten Gut des Menschen gehört?

Wir müssen die Entstehung dieser neuen Wirtschaftsordnung nicht nur als für Afrika, Asien und Lateinamerika längst überfällig ansehen, sondern auch verstehen, daß auch wir selbst nur durch die Kooperation mit ihnen unsere eigene marode Wirtschaft wieder in Gang bringen können. Präsident Xi Jinping hat von Anfang klar gemacht, daß die Belt- and Road-Iinitiative für die Kooperation mit allen Staaten dieser Erde offen ist, und es ist so gut wie sicher, daß die BRICS-Staaten auf Kooperationsangebote der westlichen Nationen offen reagieren werden.

Dies erfordert allerdings, daß wir im Westen unmißverständlich demonstrieren, daß wir zu einer ehrlichen Kooperation bereit sind. Dazu gehört vor allem, das Konzept der Ausdehnung der NATO zu einer Globalen NATO aufzugeben und konkret an einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur mitzuarbeiten, die die Interessen aller Nationen, die von Rußland, der Ukraine, China und aller anderen Staaten eingeschlossen, berücksichtigt. Welche Aspekte eine solche neue Architektur berücksichtigen muß, habe ich in den zehn Prinzipien zu diesem Thema formuliert.

Unsere ganze Zukunft, die der Nationen des Globalen Südens und nicht zuletzt der Weltfrieden, wird davon abhängen, ob wir genügend Kräfte in den europäischen Nationen und den USA dafür gewinnen können, die außergewöhnliche Chance zu ergreifen, die in der Kooperation mit den BRICS-Plus-Staaten liegt. Wir erleben derzeit einen Epochenwandel, wie er vielleicht einmal in tausend Jahren vorkommt, und das Großartige ist, daß wir alle diese neue Ära durch unseren Beitrag mitgestalten können. Wir können dazu beitragen, daß die beschämende Phase des Kolonialismus beendet wird, und ein menschliches Kapitel der Universalgeschichte beginnt.2

            zepp-larouche@eir.de

Initiierende Unterzeichnerin: Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Gründerin des Schiller-Instituts

Weitere prominente Unterzeichner (Zugehörigkeit nur zu Identifikationszwecken)

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Tse Anye KevinAfrikaVizepräsident, State55
Abderrahim KachourAlgerienTV-Journalist, Sender AL-24
Pablo Antonio AnzaldiArgentinienProfessor für Politikwissenschaft, Katholische Universität von Argentinien; Superior War College
Enrique Juan BoxArgentinienSozialkommunikator
Juan Francisco Numa SotoArgentinienRechtsberater des binationalen Wasserkradtwerks Yacyretá; Professor i.R. für Verfassungsrecht, Universität Buenos Aires
Carlos Pérez GalindoArgentinienAnwalt
Eduardo Anibal PutrueleArgentinienWirtschaftsprofessor i.R., University of Concepión del Uruguay
Osman Vladimir Escobar TorrezBolivienMenschenrechtssekretär der bolivianischen Arbeitergenossenschaft (COB)
Max Yecid IbáñezBolivienEhemaliger Sekretär der Schlichtungsstelle, Bundesverband der Elektro- und Telefonarbeiter von Bolivien
Sandra Marca UscamaytaBolivienGemeinde Tajibal, Santa Cruz
Jairo Dias CarvalhoBrasilienProfessor für Philosophie der Technologie, Bundesuniversität Uberlândia
Jacques Bacamurwanko –Burundi/GuineaEhemaliger Botschafter Burundis in den Vereinigten Staaten, Burundi/Guinea
Juan GómezChileFriedensaktivist
Fernando Duque JaramilloKolumbienAnwalt, Masterabschluß in Politikwissenschaften
Enrique Ramirez GuierCosta RicaBilologe, Berater
Juan José Arias DipreDominikanische RepublikChemie-Ingenieur
Ramón Emilio ConcepciónDominikanische RepublikRechtsanwalt, Präsidentschaftsbewerber für die Partei PRM (2020)
Esther C. Cuenca CarriónDominikanische RepublikProfessor
Salvador De Jesús PiñeiroDominikanische RepublikAnwalt
Máximo Doleo R.Dominikanische RepublikPsychologe
Rafael Antonio Espaillat AlmonteDominikanische RepublikGeograph
Ramón GrossDominikanische RepublikBetriebswirt; Lehrer und Professor an der Katholischen Universität von Santo Domingo
Dantes Ortiz NúñezDominikanische RepublikHistoriker; Geschichtsprofessor, Autonomous University of Santo Domingo
Rafael Reyes JerezDominikanische RepublikJournalist
Patricia MerizaldeEcuadorGründerin und Präsidentin der Internationalen Feministischen Poesie-Bewegung, „Women’s Flight“ (Vuelo de Mujer)
Alexis PonceEcuadorMenschenrechtsanwalt, Nationale Vereinigung der Patienten und gefährdeten Familien Ecuadors
Napoleón Saltos GalarzaEcuadorUniversitätsprofessor, ehemaliges Parliamentsmitglied (1996-1998)
Jacques CheminadeFrankreichPräsident, Solidarité et Progrès;, ehemaliger Präsidentschaftskandidat
Dominique DelawardeFrankreichGeneral (a.D.) der französischen Armee
Jean-Pierre LuminetFrankreichAstrophysiker
René MichelFrankreichUniversitätsprofessor, Mathematiker
Ali RastbeenFrankreichPräsident, Académie de Géopolitique, Paris
Dr. jur. Wolfgang BittnerDeutschlandAutor
Joachim BonatzDeutschlandVizepräsident des Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden e.V., Berlin
Ole DoeringDeutschland / ChinaProfessor der Philosophie, Hunan Normal University
Karl-Heinz KaufmannDeutschlandFriedensaktivist
Friedemann MunkeltDeutschlandOberst a.D. der NVA
Prof. Wilfried SchreiberDeutschlandOberst a.d., Prof Dr. Phil et sc. oec., Senior Research Fellow, World Trends Institute for International Policy, Potsdam
Bartholomew ChirapangaGhanaÜbersetzer für juristische Dienstleistungen ins russische, deutsche, englische und französische
Dr. Takis IoannidesGriechenlandMitbegründer, Global Gandhian Harmony Association
Raul Anibal Marroquin CasasolaGuatemalaKoordinator, Citizen Observatory for Peace „The Pupil of Heaven“, San Cristóbal, Verapaz
Otto Rene Quiñonez CariasGuatemalaEhemaliger Kongreßabgeordneter (1991/1993)
Donald RamotarGuyanaEhemaliger Präsident Guyana
Hassan Salem AbbasIrakMitglied des irakischen Repräsentantenrates (Parlament) Kommitee der Märtyrer, Opfer und politisch Gefangener
Mustafa Jabbar SanadIrakMitglied des irakischen Repräsentantenrates (Parlament)
Angelo AielloItalienEhemaliger Direktor der Scouts für den AC Milan
Francesco BattagliaItalienProfessor für chemische Physik
Davide DonateoItalienGründer, News Academy
Nino GalloniItalienGeneraldirektor, Arbeitsministerium, 1990-2002, Ökonom und Autor
Liliana GoriniItalienVorsitzende, Movisol
Bruno MarroItalienMusiker, Komponist, Autor
Alessia RuggeriItalienGewerkschaftlerin, Internationale Friedenskoalition
Chandra MuzaffarMalaysiaGründer und Direktor der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST);
Ms. Adam A. OuologuemMaliJournalist; Präsident der malischen Diaspora in der Region DC, Maryland & Virginia; Präsident der Africa Society Inc. in Mali
Alberto Vizcarra OzunaMexikoEhemaliger Kongreßabgeordneter; Koordinator der Bürgerbewegung für Wasser, Ciudad Obregón, und der Nationalen Front zur Rettung des mexikanischen Ackerlandes, Sonora
Alex KrainerMonacoFinanzberater, Krainer Analytics
Bolívar Téllez CastellónNicaraguaPh.D. im Bildungswesen; Anwalt
Dr. Adewale AiydenNigeriaGerichtsmedizinerin
David AjetunmobiNigeriaGewerkschaftsführer im Automobilsektor
Thore VestbyNorwegenEhemaliges Parliamentsmitglied
Blagoje BabićSerbienMitglied der serbischen Akademie der WIrtschaftswissenschaften
Natasa MilojevicSerbienPolitische Analystin; ehemliges Parlamentsmitglied
Meshack Mokete MaxongoSüdafrikaLaRouche-Bewegung, Südafrika
Lars ModinSüdafrikaSchiffsingenieur
Javier OtazuSpanienÖkonom
Juan José Torres NuñezSpanienDichter, Autor, freiberuflicher Journalist
Hussein AskarySchwedenVize-Vorsitzender, Belt and Road Institut Schweden, Südwestasienkoordinator, Schiller-Institut
Koku Foli AdomdzaVereinigtes KönigreichRechtsprofessor; Höherer Forschungsabschluß (HDRH)
Brian A. EarleyVereinigte StaatenKommandant (a.D.) der US-Army
Muhammad Salim AkhtarVereinigte StaatenNationaler Direktor, American Muslim Alliance (AMA)
David AnderssonVereinigte StaatenCo-Direktor, Pressenza International Press Association
Anastasia BattleVereinigte StaatenSchiller-Institut (USA); Herausgeberin, Leonore Magazine; Humanity for Peace Organizer
Prof. Oliver Boyd-BarrettVereinigte StaatenProfessor Emeritus, Bowling Green State University
Nick BranaVereinigte StaatenVorsitzender, People’s Party
Lt. (ret.) Robert BrancaVereinigte StaatenReserve der US-Marine; Vietnam-Veteran
Ellen BrownVereinigte StaatenAktivistin für öffentlich-rechtliches Bankenwesen, Autorin: „Web of Debt“
Lisa Hart CarrollVereinigte StaatenSchauspielerin, Malerin, Schriftstellerin; Mitarbeiterin und Witwe von Al Reinert; Drehbuchautor des Films Apollo 13; Regisseur und Produzent von „For All of Mankind“.
Dr. Joycelyn EldersVereinigte Staaten15th Surgeon-General of the United States (1993-1994)
Graham FullerVereinigte StaatenEhemaliger CIA-Beamter; ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des National Intelligence Council; Autor
Jack GilroyVereinigte StaatenPax Christi, Upstate NY; Pax Christi International; Veterans for Peace
Ephraim HaileVereinigte Staaten;EritreaEritreisches Kultur- und Entwicklungszentrum (ECDC), Eritreische Diaspora, Boston
Dr. Abate KirkosVereinigte StaatenGründer, Forum für Forschungsinitiativen, Wissen, Austausch und Entwicklungsunterstützung (FRIENDS)
Ricardo MacedoVereinigte StaatenUnabhängiger Soziologe, Universitätsprofessor, Politischer Analyst
Joseph MarcinkowskiVereinigte StaatenVeterans for Peace; Pax Christi, Houston
Irene MavrakakisVereinigte StaatenGründerin und Vorsitzende, Liberty Speaks Inc.; Humanity for Peace organizer
Angela McArdleVereinigte StaatenVorsitzende des nationalen Kommitees der Libertären Partei
Dr. Andrews NkansahVereinigte StaatenUntergeneralsekretär des African Diaspora Congress (ADC)
Dr. Sylvester OkereVereinigte StaatenPräsident, United People for African Congress, Washington DC
Cynthia PoolerVereinigte Staaten„An American Who Thinks“, YouTube podcaster, „Issues That Matter“
Earl RasmussenVereinigte StaatenOberstleutnant (a.D.), U.S. Army; internationaler Berater
Harley SchlangerVereinigte StaatenSprecher, The LaRouche Organization
Vaithilingam ShanmuganathanVereinigte StaatenGründer und Präsident, Ever Green Award; evergreenaward.com.
Paul ShannonVereinigte StaatenMitglied, Massachusetts Peace Action
Steven StarrVereinigte StaatenProfessor, University of Missouri
Dr. Jack StockwellVereinigte StaatenModerator des Frühstücksradios (seit 1995), Salt Lake City, Utah
Dr. Terri StrongVereinigte StaatenEHauptpastorin, Mount Sinai Afrikanische Methodistische Episkopalkirche, Arlington, Tennesee
Barbara SuhrstedtVereinigte StaatenKonzertpianistin; Vorsitzende des Verwaltungsrats der Framingham Lomonosov Association for Mutual Exchange (F.L.A.M.E.)
Mark SweazyVereinigte StaatenEhemaliger Präsident der United Auto Workers Gewerkschaft (UAW) Local 969
Dr. Mohammad A. ToorVereinigte StaatenVorsitzender des Vorstands, Pakistani American Congress
Marco Antonio Andara HernándezVenezuelaSocial-Media-Organisator; Professor
José Bustamante PlazVenezuelaSoziologe
Andrés Ramón Giussepe AvaloVenezuelaEhemaliges Mitglied des Lateinamerikanischen Parliaments
Emil R. Guevara MunozVenezuelaEhemaliges Mitglied des Lateinamerikanischen Parliaments (2006-2011)
Juan MartoranoVenezuelaAnwalt, Verteidiger für Menschenrechte, Kolumnenschreiber
Roberto R. MontanoVenezuelaElktroingenieur
Maria Gabriela Sánchez PerdomoVenezuelaVerleger
Manuel Felipe SierraVenezuelaJournalist, Politischer Analyst, Autor, TV- und Radio Moderator
Munashe ChiwanzaSimbabweBauingenieur



Laßt uns gemeinsam mit der globalen Mehrheit ein neues Kapitel der Weltgeschichte aufschlagen!

Internationale Internetkonferenz, 9. September 2023.

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Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 30. August 2023, 18.30 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 30. August, was die wirklichen Pläne und Absichten der BRICS 11 sind und wie wir gemeinsam die BRICS-Herausforderung an den Globalen Norden meistern können. Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Die BRICS-Herausforderung an den Globalen Norden

Es ist zwar keine große Überraschung, wenn die Mainstream-Medien auf wichtige strategische Entwicklungen mit Zensur und Lügen reagieren, aber die „Berichterstattung“ über den BRICS-Gipfel vergangene Woche ist ein Paradebeispiel für den Aufbau von „Narrativen“, die Angst und Unwissenheit fördern sollen. Der Gipfel brachte große Fortschritte bei der Beendigung des Kolonialismus und dem Aufbau einer Alternative auf der Grundlage friedlicher, kooperativer Entwicklung für die Welt. Doch in der Presse des „Globalen Nordens“ wurden solche Fakten verschwiegen oder massiv verzerrt, dort war die Rede vom „Angriff auf die Demokratie“, wenn nicht gar einem „kommunistischen Komplott“ gegen die Freiheit.

Das Ergebnis beweist, daß dies alles nur böswillige Erfindung war, ausgehend von den globalen Finanzinteressen der Wall Street und der City, die erkannt haben, daß es die wahre Absicht der BRICS-Mitglieder ist, die unipolare Weltordnung mit ihrem Zwang zur Unterwerfung unter die neoliberale Wirtschaftspolitik zu beenden. Diese sehr konkrete Angst dieser Kreise wird in der Berichterstattung deutlich.

In der gesamten Berichterstattung findet sich kein Versuch einer Bewertung der Pläne, die BRICS-Bank (NDB) zur Finanzierung von Infrastruktur und Handel einzusetzen, was der berüchtigte Weltwährungsfonds in den letzten fünf Jahrzehnten bekanntermaßen verweigert hat. Etliche Kommentatoren nannten die Ankündigungen des Gipfels „rein symbolisch“.

Um die Medienblockade zu überwinden und mehr Menschen Zugang zu der optimistischen Zukunftsperspektive der BRICS 11 zu geben, fordern wir jeden unter Ihnen auf, Helga Zepp-LaRouches Appell an die Bürger des Globalen Nordens weit zu verbreiten, an der Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 9. September teilzunehmen und mitzuhelfen, mehr Menschen für die Lösungen zu begeistern.

Weiterführende Links:

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 30. August, was die wirklichen Pläne und Absichten der BRICS 11 sind und wie wir gemeinsam die BRICS-Herausforderung an den Globalen Norden meistern können. Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.


BRICS – So sieht eine tektonische Veränderung aus

Es war die perfekte Metapher für die wachsende Macht der globalen Mehrheit in ihrem unaufhaltsamen Bestreben, 500 Jahre wirtschaftlicher Ausplünderung, Rückständigkeit und Kriege im Kolonialstil zu beenden: Am Mittwoch, dem 23. August, inmitten des dreitägigen BRICS-Gipfels in Johannesburg, Südafrika, gelang es Indien, sein Chandraayan-3-Modul auf der Oberfläche des Mondes in der Nähe seines Südpols zu landen. Unter den vielen Millionen Menschen, die weltweit die Live-Übertragung aus dem Missionsraum der indischen Weltraumforschungsorganisation verfolgten, war auch Premierminister Narendra Modi, der in Johannesburg zusammen mit den Staats- und Regierungschefs von Brasilien, Rußland, China und Südafrika am BRICS-Gipfel teilnahm.

Unmittelbar nach dem überwältigenden Erfolg wandte sich Modi an die Wissenschaftler des ISRO-Zentrums – und an die Welt. „Indiens erfolgreiche Mondmission ist nicht die von Indiens alleine“, sagte er. „Dieser Erfolg gehört der ganzen Menschheit…. Ich bin zuversichtlich, daß alle Länder der Welt, einschließlich der Länder des globalen Südens, in der Lage sind, solche Leistungen zu vollbringen. Wir können alle nach dem Mond und darüber hinaus streben.“ Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa, der Gastgeber des Gipfels, antwortete darauf: „Dies ist für uns als BRICS-Familie ein bedeutsames Ereignis, und wir freuen uns mit Ihnen“, sagte er unter Beifall.

Der Verlauf der Plenarsitzung des BRICS-Gipfels am Mittwoch, auf der die Staats- und Regierungschefs aller fünf BRICS-Länder sprachen, machte deutlich, daß tatsächlich eine weltweite tektonische Veränderung im Gange ist, die sich aus der Einsicht speist, daß eine neue Architektur des Friedens und der Entwicklung jetzt eine Voraussetzung für das Überleben ist. „Die Welt verändert sich“, betonte Präsident Ramaphosa in seiner Eröffnungsrede. Die Welt steht vor einer außerordentlich gefährlichen Krise, sowohl in wirtschaftlicher als auch in politischer Hinsicht, und „wir sind uns durchaus bewußt, wohin dieser Weg führen könnte“, betonte der brasilianische Präsident Lula da Silva. „Die Welt muß begreifen, daß die damit verbundenen Risiken für die Menschheit nicht hinnehmbar sind“.

Außerdem sei es „inakzeptabel, daß die weltweiten Militärausgaben in einem einzigen Jahr 2 Billionen Dollar übersteigen, während die FAO uns mitteilt, daß täglich 735 Millionen Menschen auf der Welt Hunger leiden“. Lula drängte darauf, eine friedliche Verhandlungslösung für die Ukraine-Krise zu finden, und lobte die Friedensvorschläge von drei BRICS-Mitgliedern China, Südafrika und Brasilien. Auch der chinesische Präsident Xi Jinping betonte, daß „die Welt in eine neue Zeit der Turbulenzen und des Wandels eingetreten ist“ und daß Frieden und Entwicklung Hand in Hand gehen müssen. In seiner Rede vor dem BRICS-Wirtschaftsforum am 22. August betonte er: „Sollen wir  zusammenarbeiten, um Frieden und Stabilität zu bewahren, oder einfach in  den Abgrund eines neuen Kalten Krieges schlafwandeln?“ Der Gipfel, so erklärte er, „ist ein Versuch, die Architektur des Friedens und der Entwicklung zu erweitern“. Diese neue Architektur müsse die Sicherheit aller Nationen, ob groß oder klein, gewährleisten, betonten verschiedene Staats- und Regierungschefs.

Zur Überwindung von Armut und Unterentwicklung erklärte Präsident Ramaphosa: „Wir wissen, daß Armut, Ungleichheit und  Unterentwicklung die größten Herausforderungen für die Menschheit sind.“ Präsident Xi erklärte, daß „Entwicklung ein unveräußerliches Recht aller Länder ist und kein Privileg, das nur einigen wenigen vorbehalten ist“ und daß „wir die Rolle der Neuen Entwicklungsbank [der BRICS] voll ausschöpfen müssen“. Präsident Putin rief die BRICS dazu auf, „eine Partnerschaft in den Bereichen Wissenschaft und Innovation, Gesundheitswesen, Bildung und humanitären Beziehungen im Allgemeinen aufzubauen“, und betonte, daß sie „die Zusammenarbeit zwischen den Banken ausbauen [und] die Verwendung nationaler Währungen erweitern“ sollten.Präsident Lula erläuterte die Rolle der New Development Bank (NDB, Neue Entwicklungsbank) als Quelle für Nicht-Dollar-Kredite, die in Entwicklungsprojekte zur Steigerung der physisch-wirtschaftlichen Produktivität fließen sollen – ein entscheidendes Thema, das auch im Bericht der NDB-Präsidentin Dilma Rousseff an die Staats- und Regierungschefs der BRICS aufgegriffen wurde.

„Durch die Neue Entwicklungsbank“, so Lula, „können wir unsere eigenen  Finanzierungsalternativen anbieten, die auf die Bedürfnisse des globalen Südens zugeschnitten sind. Ich bin sicher, daß die Bank unter der Führung meiner Kollegin Dilma Rousseff diese Herausforderungen meistern wird. Die Schaffung einer Währung für Handels- und Investitionstransaktionen zwischen den BRICS-Mitgliedern erhöht unsere  Zahlungsmöglichkeiten und verringert die Anfälligkeit“.

Einigkeit herrschte unter den fünf Staats- und Regierungschefs auch darüber, daß eine Erweiterung der BRICS wünschenswert ist – 23 Länder haben bereits einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt -, auch wenn die konkreten Mechanismen und Grundsätze dieser Erweiterung erst am Donnerstag, dem 24. August, bekannt gegeben werden sollen.  Premierminister Modi erklärte unzweideutig: „Indien unterstützt die Erweiterung der BRICS-Mitgliedschaft voll und ganz“. Präsident Xi sagte: „Ich freue mich über den wachsenden Enthusiasmus der Entwicklungsländer für die BRICS-Zusammenarbeit, und eine ganze Reihe von ihnen hat sich um den Beitritt zum BRICS-Kooperationsmechanismus beworben. Wir brauchen […] eine Win-Win-Kooperation, um mehr Länder in die BRICS-Familie zu bringen, damit wir unsere Weisheit und Stärke bündeln können.“

[Anmerkung der Redaktion: mittlerweile wurde die Erweiterung der BRICS-Staaten um Argentinien, Äthiopien, Ägypten, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate bekannt gegeben]

Aber vielleicht sind die zahlreichen Äußerungen der Staats- und Regierungschefs über die gemeinsamen philosophischen Wurzeln und die Verpflichtung jeder ihrer Kulturen gegenüber der gesamten Menschheit, dem Wohl der Menschheit, am bezeichnendsten für den sich vollziehenden Wandel, für das sich abzeichnende neue Paradigma der Zusammenarbeit und des Dialogs der Zivilisationen, das auf dem BRICS-Gipfel spürbar wurde. So begann der indische Premierminister Modi seine Ausführungen vor dem Plenum mit der Bemerkung, daß „in einiger Entfernung von hier die Tolstoi-Farm liegt, die vor 110 Jahren von Mahatma Gandhi gebaut wurde. Indem er die großen Ideen Indiens, Eurasiens und Afrikas miteinander verband, legte Mahatma Gandhi ein starkes Fundament für unsere Einheit und gegenseitige Harmonie“.

In ähnlicher Weise äußerte sich Präsident Xi in einem Artikel, der am 21. August in mehreren südafrikanischen Zeitungen veröffentlicht wurde: „Die südafrikanische Ubuntu-Philosophie steht für Mitgefühl und Teilen. Sie stimmt gut mit den Werten des Konfuzianismus überein – ‚Liebe die Menschen und alle Wesen und strebe nach Harmonie zwischen allen Nationen‘.“ Und er schloss seine Ausführungen in der Plenarsitzung mit folgendem Aufruf: „Ein afrikanisches Sprichwort sagt: ‚Wenn du schnell gehen willst, geh allein; wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam.‘ Die Ubuntu-Philosophie, die davon ausgeht, daß ‚ich bin, weil wir sind‘, betont die gegenseitige Abhängigkeit und Verbundenheit aller Völker. Auch das chinesische Volk strebt seit Jahrtausenden ein harmonisches Zusammenleben an. China ist bereit, mit den BRICS-Partnern zusammenzuarbeiten, um die Vision einer Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft für die Menschheit zu verfolgen, die strategische Partnerschaft auszubauen und die Zusammenarbeit in allen Bereichen zu vertiefen. Als BRICS-Mitglieder sollten wir unsere gemeinsamen Herausforderungen mit einem gemeinsamen Sendungsbewusstsein angehen, eine bessere Zukunft mit einem gemeinsamen Ziel gestalten und uns gemeinsam auf den Weg der Modernisierung begeben.“ 

Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, reagierte auf den historischen BRICS-Gipfel und auf das, was nun folgen muß: „Jetzt fehlt nur noch der Globale Norden“, um eine echte Renaissance für die gesamte Menschheit herbeizuführen. Das ist das zentrale Thema von Zepp-LaRouches weit verbreiteter Petition „Appell an die Bürger des Globalen Nordens: Wir müssen den Bau einer neuen gerechten Weltwirtschaftsordnung unterstützen!“ und dem Auszug ihres wöchentlichen Live-Online-Dialogs „BRICS – So sieht eine tektonische Veränderung aus“


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 23. August 2023, 18.30 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 23. August, wie die immer offensichtlicher werdende Isolation des globalen Nordens überwunden werden kann. Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Der BRICS-Gipfel, der vom 22.-24.8.2023 im südafrikanischen Johannesburg stattfindet, ist ein strategischer Wendepunkt, auch wenn man das aus westlichen Mainstream-Medien nicht erfährt. Mit Vertretern aus über 40 Ländern und den Staats- und Regierungschefs der fünf Mitglieder der Gruppe (Wladimir Putin aus Sicherheitsgründen per Videoschaltung) wird er die rasch voranschreitende Abkehr von der „unipolaren Welt“ und ihrer „regelbasierten Ordnung“ konsolidieren.

Am Vorabend des BRICS-Gipfels rief die Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, am 19.8. die Bürger des Globalen Nordens auf, „den Aufbau einer neuen gerechten Weltwirtschaftsordnung zu unterstützen“. Bitte unterstützen Sie den Appell mit einer Unterschrift und verbreiten Sie ihn an Freunde und Institutionen.

Der Appell wurde in einer internationalen Broschüre des Schiller-Instituts mit dem Titel: „Der Kolonialismus ist vorbei! Appell an die USA und Europa: Unterstützt eine neue, gerechte Weltwirtschaftsordnung, nicht den Krieg!“ veröffentlicht und wird im Rahmen des BRICS-Gipfels verbreitet.

Desweiteren veranstaltet das Schiller-Institut am 9. September eine Internetkonferenz mit dem Titel: Laßt uns gemeinsam mit der globalen Mehrheit ein neues Kapitel der Weltgeschichte aufschlagen!“, um u.a. die Ergebnisse des BRICS-Gipfels und die Verknüpfung der Bewegung des globalen Südens (der globalen Mehrheit) mit der neuen Friedensbewegung zu diskutieren.

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 23. August, wie die immer offensichtlicher werdende Isolation des globalen Nordens überwunden werden kann. Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 16. August 2023, 18.30 Uhr

Am Samstag, den 9.September 2023 – am Eröffnungstag des G20-Gipfels in Indien, kurz nach dem BRICS-Gipfel in Südafrika und inmitten der wachsenden Gefahr eines neuen Weltkriegs -, veranstaltet das Schiller-Institut eine internationale Online-Konferenz mit dem Titel „Laßt uns gemeinsam mit der globalen Mehrheit ein neues Kapitel der Weltgeschichte aufschlagen!“

In der Einladung steht:

„Die Welt befindet sich derzeit in einem Umbruch, wie er nur einmal in tausend Jahren vorkommt: Das Zeitalter des Kolonialismus, das im 16. Jahrhundert begann und fast 600 Jahre gedauert hat, neigt sich dem Ende zu. Die Länder des Globalen Südens, die bei weitem die Mehrheit der Menschheit stellen, entledigen sich gerade der Überreste der kolonialen Unterdrückung, wie sie in Form von internationaler Kontrolle über ihre Ressourcen, unfairen Handelsbedingungen und finanzieller Unterwerfung und Ausplünderung durch die City of London und die Wall Street immer noch besteht. Die Länder des Globalen Südens machen ihr Recht geltend, ihre eigenen Rohstoffe zu verarbeiten und höherwertige Güter zu produzieren, um in absehbarer Zeit durch hochtechnologische Industrialisierung zu Gesellschaften mit mittlerem Einkommen aufzusteigen. Lyndon LaRouche hat jahrzehntelang die notwendigen realwirtschaftlichen Konzepte und Maßnahmen beschrieben, die diesen Übergang beschleunigen…“

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am Mittwoch, dem 16. August 18.30 Uhr, wie wir „gemeinsam mit der globalen Mehrheit ein neues Kapitel der Weltgeschichte aufschlagen“ können.

Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.


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