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China-Europa-Dialog in Berlin

Das Schiller-Institut und eine chinesische Denkfabrik organisierten ein Seminar über globale Governance und zivilisatorischen Austausch.

Am 15. April fand in Berlin ein äußerst erfolgreiches Seminar statt, das vom Schiller-Institut und der Pekinger Academy of Contemporary China and World Studies (ACCWS) veranstaltet wurde, das Thema war „China-Europa-Dialog in Berlin über globale Governance sowie zivilisatorischen Austausch und gegenseitiges Lernen“. Prominente Redner aus Deutschland und China führten einen Dialog, der in zwei Vortragsrunden gegliedert war und von Stephan Ossenkopp vom Schiller-Institut sowie von Hu Yajuan von der ACCWS moderiert wurde.

Die Veranstaltung wurde eröffnet von Gao Anming, Redakteur der China International Communications Group (CICG), der Gründerin und Vorsitzenden des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche sowie Yang Chengcheng, Ministerialrätin an der chinesischen Botschaft in Berlin.

Gao Anming begann seine Rede mit einem Verweis auf Friedrich Schillers Ode an die Freude. Die aktuelle Weltlage sei von „Veränderungen und Spannungen“ geprägt. „Machtpolitik stellt die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg dar, und ein Dialog zwischen China und Europa kann ein Stabilitätsfaktor sein.“ Die vor uns liegenden Aufgaben seien der Aufbau eines echten Multilateralismus zur Gestaltung der Zukunft der Menschheit sowie die Reform der Finanzarchitektur. Gao betonte die Bedeutung der in Chinas 15. Fünfjahresplan verankerten Entscheidung, die „schrittweise Öffnung“ der chinesischen Wirtschaft voranzutreiben. Er schloß seine Rede mit dem Aufruf, das gegenseitige Verständnis zu vertiefen, so wie es Leibniz vor 300 Jahren getan hatte.

Helga Zepp-LaRouche begann mit der positiven Feststellung, die Welt habe die Chance, 500 Jahre Kolonialismus zu überwinden, und diesen Epochenwandel dürfe man nicht als Bedrohung betrachten. Sie kritisierte die westliche Haltung, China durch eine „Brille der erweiterten Realität“ zu betrachten und dabei die enormen Errungenschaften zu übersehen, die China seit 1971, als sie das Land zum ersten Mal besuchte, erzielt habe.

Anschließend ging sie auf die unmittelbare Aufgabe ein, Konflikte zu lösen, angefangen mit Südwestasien, wo es – wenn kein Atomkrieg ausbricht – einen „erweiterten Oasenplan“ geben müsse, der Afrika einbezieht. Das Schiller-Institut habe einen Bericht über die Perspektiven einer dreiseitigen „Entwicklungsstrategie Europa-China-Afrika“ erstellt, die mit Afrikas Agenda 2063 im Einklang steht; einige Vorabexemplare der aktualisierten zweiten Auflage des Berichts seien erhältlich. Präsident Xi Jinpings Initiative zur globalen Governance spiegele ebenfalls Prinzipien wider, die in den Vorschlägen des Schiller-Instituts dargelegt sind. Nicht zufällig laute der vollständige Name des Instituts „Schiller-Institut – Vereinigung für Staatskunst“.

Frau Yang Chengcheng begrüßte die Teilnehmer und skizzierte die vielversprechenden Perspektiven der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit. Chinas Wirtschaft wuchs im ersten Quartal 2026 um 5% und wird sich weiter für ausländische Investitionen öffnen, wie während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz am 25. und 26. Februar betont wurde. Sie erwähnte, daß BASF in China die modernste Chemiefabrik der Welt eröffnet hat, als Beispiel für das breite Potential der Zusammenarbeit zwischen den zweit- und drittgrößten Volkswirtschaften der Welt.

Die erste Vortragsrunde mit dem Titel „Qualitative Öffnung als Motor globaler Governance“ wurde von Fan Daqi, dem stellvertretenden Direktor des ACCWS, eröffnet, der kurz die Ergebnisse einer Forschungsarbeit seines Instituts vorstellte. Die Studie zeigt die Komplementarität der beiden Volkswirtschaften und die Perspektiven für eine Zusammenarbeit in Drittmärkten auf. Er forderte eine Stärkung institutioneller Garantien.

Ihm folgte Michael Bose, Vorsitzender von Automotive Berlin-Brandenburg (ABB), der auf die „komplexen Wechselbeziehungen“ der Automobilindustrie einging. Vergleiche man die deutsche Automobilindustrie mit der heutigen chinesischen, so müsse man zugeben, daß „die Lehrer zu Schülern geworden sind“.

Shi Shiwei, Direktor des Forschungszentrums für deutsch-chinesischen Handel an der Universität für Internationale Wirtschaft und Handel, ging detailliert auf alle innovativen Sektoren ein, in die laut dem neuen Fünfjahresplan vorrangig investiert werden sollte und die für Deutschland von Bedeutung sind.

Bernd Einmeier, Vorsitzender der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Wirtschaft, Bildung und Kultur, stellte unverblümt fest: „Deutschland hat keine Ahnung, was China ist.“ Er hob die hohe Symbolkraft des Empfangs für Friedrich Merz bei seinem China-Besuch hervor, da die chinesische Führung sich bereit erklärte, ihn am Tag ihrer wichtigsten traditionellen Feierlichkeiten, dem Neujahrsfest, zu empfangen.

Oliver Lubich, Vertriebsleiter bei Hainan Airlines in Berlin, sagte, das Potential für den Flugverkehr zwischen der deutschen Hauptstadt und Hainan sei weitaus größer als die derzeit vertraglich festgelegten 55 Flüge.

Am Ende der von Stephan Ossenkopp moderierten Vortragsrunde kamen die Redner für zwei Fragerunden auf das Podium. Einmeier wies insbesondere auf die unterschiedliche Qualität des Unterrichts an deutschen und chinesischen Gymnasien hin und schlug vor, die beiden Systeme zu integrieren. Direktor Shi kritisierte die EU-Strategie 2030, die extrem einseitig fokussiert sei.

Die zweite Vortragsrunde mit dem Titel „Zivilisatorischer Austausch und gegenseitiges Lernen“ wurde von Hu Yajuan moderiert und von Michael Müller, dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin und Mitglied des Deutschen Bundestages, eröffnet. Müller erinnerte daran, wie er sich gegen die Idee einer „Entkopplung“ von China ausgesprochen hatte, als das Thema in deutschen politischen Kreisen diskutiert wurde, und begrüßte es, daß diese Idee verworfen wurde. „Wir sollten nicht darüber diskutieren, ob, sondern wie wir die Zusammenarbeit ausbauen können“, sagte er. Seine Erfahrung als Bürgermeister lehre ihn, daß mit Partnerschaften auf kommunaler Ebene viel erreicht werden kann. Ein weiterer Bereich, in dem die Zusammenarbeit vorangebracht werden kann, sei die Wissenschaft. Das dritte Thema seien die BRICS: „Sie sind eine Realität, der man sich stellen muß.“ Viertens: Klima und Demographie. „Es gibt keine einzige Krise, die wir oder China allein lösen können.“ Müller betonte, in einer Partnerschaft müßten beide Seiten das Recht haben, auch kritische Aspekte anzusprechen.

Cord Eberspächer, Sinologe und Historiker an der Universität Bonn, erinnerte daran, daß Konfuzius darauf bestand, man müsse „die richtige Bedeutung der Begriffe klären“, bevor ein Dialog beginnt. Eine andere Art, dies auszudrücken, sei „Vernunft als Voraussetzung“ – eine Neugierde auf das Lernen, die in Leibniz’ grundlegendem Werk über China eine zentrale Rolle spielte. Leider sei dies heute nicht der Fall. Der Begriff „Dialog“ werde in China und im Westen unterschiedlich verstanden. Der Westen halte seine Wertvorstellungen für die universell richtigen, sagte Eberspächer in einer indirekten Antwort an Müller. Wenn Deutschland also Autos in alle Länder der Welt verkaufe, werde dies als „erfolgreiche Exportwirtschaft“ bezeichnet, doch wenn die Chinesen dasselbe täten, heiße das „Überkapazitäten“.

Zhou Hengxiang, Germanist und Autor, ging auf die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem chinesischen Rechtssystem ein. Er führte das Beispiel an, daß die deutschen Begriffe „Person“ und „Mensch“ im chinesischen System in einem einzigen Begriff zusammengefaßt sind, was es weniger eindeutig mache, den Rechtsbegriff von Menschen auf Unternehmen u.a. auszuweiten.

Rainer Dumpff, Geschäftsführer von Dumpff Project Management, berichtete über seine jahrzehntelange Erfahrung in China, wo er als junger Mann China „in zwei Wochen“ kennenlernen wollte, nur um schnell zu erkennen, daß dies unmöglich war. Er war unter anderem in der Luftfahrt tätig und hat die Dresdner Festspiele in China vertreten.

Yuan Jie, Germanist und Kolumnist, hob die jüngste positive Wende in der Haltung der deutschen Regierung gegenüber China hervor; er erwähnte dazu Aussagen von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche in einer Videokonferenz anläßlich der Einweihung des schon erwähnten BASF-Werks sowie Merz’ Äußerungen am Vorabend seines China-Besuchs, mit denen er die Entkopplung endgültig begrub. Und die Deutsche Außenhandelskammer bezeichnete China als „zuverlässigen Partner“.

In den anschließenden Diskussionsrunde mit den Diskussionsteilnehmern wurde die Frage gestellt: „Woher kommen Vorurteile?“ Eberspächer antwortete unter anderem, sie kämen aus Unwissenheit, und schloß sich der Forderung nach mehr Unterricht über China in den Schulen an.

Die Veranstaltung wurde von allen Teilnehmern als vielversprechender Ausgangspunkt für einen Paradigmenwechsel in den chinesisch-deutschen (europäischen) Beziehungen bewertet.

Claudio Celani


Internationale Friedenskoalition #151, 24.04.2026, 17.00 Uhr

Einen „Ausbruch der Vernunft“ mobilisieren

151. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Einen „Ausbruch der Vernunft“ mobilisieren

24. April 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Diese Woche schließen sich uns Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts; Dennis Fritz, Command Chief Master Sergeant a. D. (USAF); María de los Ángeles Huerta, ehemalige Abgeordnete des mexikanischen Kongresses; Larry Johnson, ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter der CIA und Mitglied der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS); Joe Maxwell, ehemaliger Vizegouverneur von Missouri und Mitbegründer von „Farm Action“; Mike Callicrate, Rinderzüchter und Agrarvertreter; Diane Sare, unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin; sowie Tim Rush mit einem Bericht aus Washington, D.C. an.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Bei seiner Pressekonferenz am 1. April machte Präsident Trump keine Witze, als er sagte: „Wir können uns nicht um Kinderbetreuung, Medicaid, Medicare und all diese Einzelfragen kümmern. Das können die Bundesstaaten übernehmen. Auf Bundesebene geht das nicht – wir müssen uns auf eine Sache konzentrieren: den militärischen Schutz. Wir müssen das Land beschützen. All diese Kleinigkeiten, all diese kleinen Tricksereien – darum sollen sich die Bundesstaaten kümmern.“

Trump ist nicht der einzige, der solche Meinungen vertritt. Ähnliches wurde von europäischen Staats- und Regierungschefs wie dem deutschen Bundeskanzler Merz und dem britischen Premierminister Keir Starmer geäußert, und wahrscheinlich auch vom französischen Präsidenten Macron, bei dem man allerdings nie weiß, wofür er steht.

Ex-Präsident Joe Biden sagte, nachdem Russlands militärische Sonderoperation in der Ukraine begonnen hatte, die Amerikaner würden gern mehr für Benzin an der Tankstelle zahlen, weil das Russland schade. Nun hören wir dasselbe von Präsident Trump in Bezug auf den Iran.

Die Menschen, die von diesen Politikern angeblich vor „bösen ausländischen Gegnern“ geschützt werden, kämpfen Jahr für Jahr um ihr Überleben. Die Wohnkosten sind außer Kontrolle, ebenso die Energiekosten. Im US-Bundesstaat New Jersey konnten 69.000 Menschen ihre Krankenkassenbeiträge nicht mehr zahlen und haben jetzt keinen Krankenversicherungsschutz mehr.

Deutsche Automobilhersteller und Zulieferer haben Zehntausende Arbeitsplätze abgebaut. Laut AP sagte EU-Energiekommissar Dan Jørgensen am Mittwoch, dass der Iran-Krieg Europa täglich rund 500 Millionen Euro koste und sich noch über Jahre hinweg auf die Preise auswirken werde. „Dies ist kein kurzfristiger, geringer Preisanstieg. Dies ist eine Krise, die wahrscheinlich genauso schwerwiegend ist wie die Krisen von 1973 und 2022 zusammen.“

Die Sperrung der Straße von Hormus wird nicht nur die Energieversorgung und -kosten auf Jahre hinaus beeinträchtigen, sondern auch die Düngemittelversorgung, mit Auswirkungen auf Landwirte und die Nahrungsmittelproduktion. In den Vereinigten Staaten ist der Preis für Rindfleisch um 16 Prozent gestiegen, und der Rinderbestand ist so klein wie seit 75 Jahren nicht mehr. Selbst wenn der Krieg morgen zu Ende wäre, würde es Jahre dauern, die Versorgungswege für Grundnahrungsmittel wiederherzustellen. Und wenn der Krieg weitergeht, was dann?

Auf diesem Planeten sitzen wir alle in einem Boot, wie die Besatzung von Artemis II aus dem Weltraum feststellte. Nur eine Handvoll perverser Milliardäre vom Typ Epstein glauben, dass sie irgendwie von einem ewigen Krieg und diktatorischen Maßnahmen zur Unterdrückung der Opposition profitieren.

Gestern scheiterte der US-Senat zum fünften Mal bei der Verabschiedung einer War Powers Resolution mit 46 zu 51 Stimmen. Selbstdarstellerische Demokraten wie Chuck Schumer haben versprochen, die Resolution jede Woche zur Abstimmung zu bringen, bis der Krieg gegen den Iran endet. Dieser PR-Gag muss enden. Die Volksvertreter sollten dafür stimmen, die Mittel für diesen Krieg zu streichen, was innerhalb von 24 Stunden geschehen könnte. Die Mitglieder des US-Repräsentantenhauses und des Senats haben die Haushaltshoheit, um den Krieg jetzt zu beenden. Kontaktieren Sie die Kongressabgeordneten!

Wir, die Bürger dieser Welt, müssen unsere Kräfte bündeln, um der Epstein-Klasse das Wasser abzugraben. Wir müssen zu einer Welt der Vernunft und des Dialogs zurückkehren, in der die Menschenwürde und die Souveränität respektiert und gefördert werden. Das Treffen der internationalen Friedenskoalition an diesem Freitag ist das Organisationszentrum des Widerstands gegen den Wahnsinn. Helfen Sie mit, dass es eine Rekordbeteiligung gibt!


Das Ende der 500jährigen Kolonialepoche – für einen Dialog der Zivilisationen

Einladung zur Internationalen Konferenz des Schiller Instituts, 30./31. Mai, Berlin

Das Ende der 500jährigen Kolonialepoche – für einen Dialog der Zivilisationen

Die dringende Notwendigkeit einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur



Als mit der Auflösung der Sowjetunion 1991 der Kalte Krieg endete, erklärte der amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama dies zum „Ende der Geschichte“. Diese Aussage sollte sich als die vielleicht kurzlebigste und falscheste Prognose der Geschichte herausstellen. Nur 35 Jahre nach dieser These befindet sich die Welt in einem beispiellosen tektonischen Umbruch: Nicht nur haben die Nationen des Globalen Südens das Diktat einer unipolaren Weltordnung auf der Basis der anglo-amerikanischen Sonderbeziehung zurückgewiesen, auch die transatlantische Beziehung selbst befindet sich spätestens seit dem Anspruch Trumps auf Grönland in Auflösung. Das Völkerrecht ist aufgehoben, es gilt die Machtpolitik, Drohungen, „eine ganze Zivilisation auszuschalten“, bleiben unter den westlichen Regierungen unwidersprochen, und es ist ein Verlust an Menschlichkeit zu verzeichnen, der die Grundpfeiler der internationalen Ordnung untergraben hat.

Gleichzeitig sind die Nationen des Globalen Südens entschlossen, die Periode von 500 Jahren Kolonialzeit endgültig zu überwinden und ihr Recht auf wirtschaftliche Entwicklung zu verwirklichen, eine Perspektive, die ihnen Chinas Aufstieg und seine Globalen Initiativen der Zusammenarbeit ermöglichen.

Die imperialen Kräfte der alten Ordnung sehen in eben diesem Aufstieg die größte geopolitische Bedrohung – eine Dynamik, die letztlich allen derzeit aufgeflammten Konflikten zu Grunde liegt. Dies gilt auch für den illegalen Angriffskrieg gegen den Iran, dessen Fortsetzung sogar zum Einsatz von Nuklearwaffen und zur Eskalation zu einem Weltkrieg führen könnte.

Umso dringender ist es, eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf die Tagesordnung zu setzen, die in der Tradition des Westfälischen Friedens die Interessen aller Staaten auf dieser Erde berücksichtigen muss. Wir müssen in der Lage sein, die existenzielle Frage für die Menschheit zu beantworten: Können wir uns eine internationale Ordnung geben, die unser langfristiges Überleben als einzige bisher bekannte mit kreativer Vernunft ausgestattete Gattung garantiert? Oder sind wir moralisch nicht in der Lage, die Mechanismen zu beseitigen, die kurzfristig zur Auslöschung der Menschheit führen können?

Die Konferenz in Berlin soll diese Frage mit dem gleichen Optimismus angehen, den Papst Leo XIV. bei seiner jüngsten Reise nach Afrika demonstriert hat. Die Nationen des Globalen Südens müssen bei der Neugestaltung der Weltordnung eine gleichberechtigte Stimme haben. Afrika ist der Kontinent mit der positivsten demografischen Kurve und wird bis 2050 auf 2,5 Milliarden Menschen anwachsen. Also brauchen eine Milliarde mehr Menschen in Afrika eine Milliarde neue produktiver Arbeitsplätze in den nächsten 25 Jahren! Wenn die europäischen Staaten mit den BRICS dabei konstruktiv zusammenarbeiten, wird es nicht nur möglich sein, Armut und Unterentwicklung im Globalen Süden ein für alle Mal zu überwinden, sondern auch alle Staaten an den Errungenschaften der neuen Industriellen Revolution teilhaben zu lassen. Neue Revolutionen in Wissenschaft und Technologie werden es den Menschen ermöglichen, die in ihnen angelegten Potentiale vollständig zu entwickeln, so wie es bisher in der Geschichte nur wenigen Privilegierten gestattet war.

Ob es uns bewusst ist oder nicht: Wir sitzen als Menschheit alle in einem Boot. Die Existenz von thermonuklearen Waffen, Internet, Pandemien etc. bedeutet, dass unser Schicksal engstens verknüpft ist: Entweder gehen wir zusammen unter, oder wir schaffen gemeinsam ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen, das vom Prinzip der Coincidentia Oppositorum (dem Zusammenfall der Gegensätze) des Nikolaus von Kues geprägt ist und das die Idee der einen Menschheit postuliert.

Deshalb müssen wir den Reichtum der verschiedenen Kulturen und Zivilisationen bewusst machen und in einem vielfältigen Dialog zwischen ihnen die schönsten Perlen all dessen beleuchten, was die Menschheit bisher in ihrer Universalgeschichte in Kunst und Wissenschaft, in Musik, Dichtung, Malerei und Philosophie hervorgebracht hat. Wir brauchen eine neue Renaissance, die aus dem Dialog des Besten aller Kulturen und Zivilisationen hervorgeht, und genauso wie z.B. die Goldene Renaissance in Italien die Schrecken des 14. Jahrhundert überwunden hat, können wir so eine neue Ära der Menschheit einläuten, in der die Kinderkrankheiten der Menschheit, wie Oligarchismus und Kriege als Mittel der Konfliktlösung, überwunden werden.

Samstag, 30.5.

10 Uhr: Die dringende Notwendigkeit einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur

19 Uhr: Konzert: Dialog der Zivilisationen 

Sonntag, 31.5.

10 Uhr: Das Ende von 500 Jahren Kolonialismus


EIR kündigt Dringlichkeitskonferenz am 6. April an

EIR-Dringlichkeitskonferenz:

„Ein Dialog der Zivilisationen:
Ist es noch Zeit, zu verhindern, dass der Krieg gegen den Iran zu einem globalen Atomkonflikt eskaliert?“

6. April 2026

Panel 1: Kann der Irankrieg vor einer atomaren Eskalation gestoppt werden?

Moderator: Dennis Speed

Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Chefredakteurin von EIR: Der kurze Weg in die Hölle oder der Mut
zu einer erhabenen Sicht auf die Menschheit – Die Notwendigkeit eines erweiterten Oasenplans für Südwestasien

Dr. Chalil Schirgolami (Iran), iranischer Botschafter in Armenien und ehemaliger Generaldirektor des Instituts für Politische und Internationale Studien in Teheran: „Trump hatte eine Chance zu einer echten Lösung“

Zhang Weiwei (China), Professor für Internationale Beziehungen an der Fudan-Universität in Shanghai und Direktor des China-Instituts: Die USA haben sich selbst isoliert

Botschafter a.D. Prof. Dr. Manuel Hassassian (Palästina), Palästinensische Autonomiebehörde: Hoffnung auf eine neue Ära

Purnima Anand (Indien), Präsidentin des BRICS International Forum

Botschafter a.D. Chas Freeman (Vereinigte Staaten): ehemaliger Staatssekretär im Verteidigungsministerium, ehemaliger Botschafter in Saudi-Arabien: Die globalen Folgen des Krieges in Westasien

Mohamed Awadh Ali Al Maschichi (Oman), ehemaliger Dekan der Sultan Qaboos University.

Panel 2: Globale Infrastrukturentwicklung ist der Name für Frieden

Moderator: Stephan Ossenkopp

Donald Ramotar (Guyana), ehemaliger Präsident von Guyana

Dr. Theodore Postol (Vereinigte Staaten), emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und internationale Sicherheit am MIT: Was wären die Folgen eines Atombombenabwurfs in Südwestasien?

Chandra Muzaffar (Malaysia), Gründer und Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST): Können wir verhindern, daß der Iran-Krieg zu einem globalen Atomkonflikt eskaliert?

Dennis Small (Vereinigte Staaten), Iberoamerika-Redakteur von EIR: LaRouches Ökonomie kann die Lösung bringen

Für Englisch:
Podiumsdiskussion 1

Podiumsdiskussion 2

EIR-Krisenforum weist einen Weg aus der Katastrophe

Von Marcia Merry Baker und Mike Billington

Das EIR-Krisenforum am 6. April, bereits das dritte in diesem Jahr, war ein außergewöhnlicher Online-Dialog zwischen 13 internationalen Experten aus 10 Ländern, die sich dafür einsetzen, die Welt von ihrem derzeitigen Kriegskurs abzubringen und auf den Weg der globalen Entwicklung und des Friedens zu führen. Der Titel der Veranstaltung, die sehr kurzfristig einberufen wurde, lautete: „Ein Dialog der Zivilisationen: Ist es noch Zeit, zu verhindern, dass der Krieg gegen den Iran zu einem globalen Atomkonflikt eskaliert?“

Die Veranstaltung war ein dringender, dramatischer Aufruf zum Handeln, während die Vereinigten Staaten gerade die Hölle über den Iran hereinbrechen lassen und US-Präsident Donald Trump dem Land mit der Steinzeit droht. Vertreter der iranischen Regierung führten einen Dialog mit Kräften aus aller Welt, die entschlossen sind, diesen Kurs zu stoppen.

Die viereinhalbstündige Veranstaltung war in zwei Diskussionsrunden gegliedert; die erste hatte den Titel „Kann der Irankrieg vor einer nuklearen Eskalation gestoppt werden?“, gefolgt von „Globale Infrastrukturentwicklung ist der Name für Frieden“.

Zu den Rednern aus Europa gehörten Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Chefredakteurin von EIR und Leiterin des Schiller-Instituts, die die Diskussion eröffnete, sowie der Moderator von Panel II, Stephan Ossenkopp (Deutschland). Dennis Speed (USA) moderierte Panel I und wies darauf hin, dass die Experten, die sich in weniger als 10 Tagen zusammengefunden hatten, Ansichten vertreten, die „nicht nur vielfältig, sondern teils sogar divergierend und gegensätzlich“ seien. Sie teilen jedoch das gemeinsame Engagement, dringende Maßnahmen zur Beendigung des Krieges – möglicherweise eines Atomkrieges – zu fordern, und glauben, dass Vernunft und Diplomatie selbst in diesem späten Stadium noch wirken und Bedingungen für Frieden und Wohlstand für alle Nationen schaffen können.

Aus Asien sprachen Dr. Khalil Shigolami (Iran), der iranische Botschafter in Armenien und ehemaligen Generaldirektor des dem Außenministerium angegliederten Instituts für politische und internationale Studien in Teheran. Die weiteren Redner aus Asien waren Prof. Zhang Weiwei (China), Professor für Internationale Beziehungen an der Fudan-Universität in Shanghai und Direktor des angegliederten China-Instituts; Botschafter Prof. Dr. Manuel Hassassian (Palästina), Palästinensische Autonomiebehörde; Purnima Anand (Indien), Präsidentin des BRICS International Forum; Chandra Muzaffar (Malaysia), Gründer und Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST); Mohamed Awadh Ali Al Mashikhi (Oman), früherer Dekan der Sultan Qaboos Universität, Muscat, Oman.

Aus Nordamerika nahmen teil: Chas Freeman (USA), ehemaliger Botschafter in Saudi-Arabien und ehemaliger stellvertretender Verteidigungsminister; Ted Postol (USA), emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und internationale Sicherheit am MIT; Dennis Small (USA), EIR-Redakteur für Iberoamerika, sowie aus Südamerika Donald Ramotar (Guyana), ehemaliger Präsident von Guyana. Der Oasenplan

Der Ansatz des Oasenplans für den Großraum Südwestasien und den östlichen Mittelmeerraum stand im Mittelpunkt mehrerer Redebeiträge; er wurde zunächst in der Eröffnungsrede von Helga Zepp-LaRouche als zentraler Bestandteil der Lösung vorgestellt, basierend auf dem Prinzip „Frieden durch Entwicklung“. Sie berichtete ausführlich, wie ein ganzes Netz von Entwicklungskorridoren von Indien bis Ägypten, vom Kaukasus bis zum Arabischen Meer, mit dem Ausbau von Schienen- und Straßenverkehr, Plänen für Meerwasserentsalzung und Wassertransport sowie fortschrittlichen Technologien aller Art entstehen kann.

Botschafter Hassassian bezeichnete den Oasenplan als Schlüssel zur „Förderung von Entwicklung und Dialog“ in Palästina und der Region. Professor Zhang berichtete, es sei China gelungen, „seine Wüsten zu begrünen“. China könne beim Aufbau des Oasenplans in Südwestasien helfen. Zepp-LaRouche fügte hinzu, das Konzept müsse der Jugend bekannt gemacht werden, um Optimismus zu wecken. Botschafter Freeman verglich den Oasenplan mit dem Phönix, der aus der Asche seiner Vorgänger aufersteht. Der Oasenplan könne aus den Trümmern der Zerstörung Gazas hervorgehen.

Die hoffnungsvolle Realität fortschrittlicher Technologien wurde untermauert, als die Teilnehmer der Diskussionsrunde Bilder vom Raumschiff Artemis II ansahen, das sich auf halber Strecke seiner Mission zur Umrundung des Mondes befand.

Gegenreaktion auf den Krieg der USA und Israels

Die andere Realität, die ausgesprochen wurde, ist, dass die Ära der Pax Americana nun vorbei ist, ebenso wie die transatlantische Vorherrschaft .  Mehrere Redner wiesen auf die starken Gegenreaktionen auf US-Präsident Donald Trumps Krieg gegen den Iran hin. Botschafter Freeman sagte, der Krieg habe bestimmte Nationen dazu veranlasst, Frieden mit dem Iran zu schließen, anstatt sich an einem illegalen und ungerechten Krieg an der Seite der Vereinigten Staaten zu beteiligen. Er fügte hinzu, die Vereinigten Staaten hätten die gegen Atomwaffen eingestellten Führer des Iran getötet, die durch Atomwaffen befürwortende „Realisten“ ersetzt worden seien. Prof. Postol machte die Gefahr eines Atomkrieges in der heutigen Zeit deutlich.

Der Krieg der USA und Israels hat in Europa die ersten Forderungen nach einem Abzug der US-Streitkräfte ausgelöst. Professor Zhang sagte schlicht, der Krieg habe den Zusammenbruch der unipolaren, von den USA geführten Weltordnung herbeigeführt und den Prozess der Entdollarisierung beschleunigt.

Der Weg nach vorn

Allen Diskussionsteilnehmern war die Auffassung gemeinsam, dass Washington „moralisch wahnsinnig“ geworden ist, wie es Helga Zepp-LaRouche formulierte. Daraus ergaben sich verschiedene Vorschläge und Initiativen. Chandra Muzaffar rief Menschen weltweit dazu auf, sich an den US-Kongress und andere Institutionen zu wenden, um aktiv zu werden, den Krieg zu beenden und eine Win-Win-Entwicklung in Gang zu setzen, insbesondere für seit langem bestehende schreiende Ungerechtigkeiten wie den Palästinakonflikt. Frau Anand aus Indien sprach davon, die BRICS-Staaten zu mobilisieren, „um ihre Einheit zu demonstrieren“, wenn es darum gehe, den Krieg zu beenden, und „den Iran nicht dem Untergang zu überlassen“. Dennis Small von EIR, der die wirtschaftliche Dimension des Zusammenbruchs des kollektiven Westens skizzierte, sprach sich für eine neue Architektur der wirtschaftlichen Sicherheit und Entwicklung aus.

Zepp-LaRouche kam, nachdem sie viele Initiativen konkret erörtert hatte, am Ende auf die Frage der persönlichen Verantwortung zurück. Es gebe zwei Möglichkeiten: man könne entweder „klein“ werden, durch Verleugnung, Gleichgültigkeit, Beschäftigung mit Dingen, von denen man weiß, dass sie nebensächlich sind – oder man „mobilisiert in sich selbst etwas Besseres und verbindet sein Handeln und sein Schicksal mit der größeren Sache der Menschheit.“

Einladung


Internationale Friedenskoalition #150, 17.04.2026, 17.00 Uhr

Weltbürger, Ihr könnt den Irankrieg beenden!

150. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Weltbürger, Ihr könnt den Irankrieg beenden!

17. April 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Unsere Intervention in das Weltgeschehen ist heute wichtiger denn je. Diesen Freitag begrüßen wir Dr. Abdullah Al-Ahsan, Islamwissenschaftler und pakistanischer Professor für Vergleichende Zivilisationswissenschaften. Weitere Redner werden in Kürze bekannt gegeben.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Wir senden Ihnen heute nochmals die wichtige Botschaft der US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare zu, um alle Organisationen weltweit zu mobilisieren, den Irankrieg zu beenden, ein Krieg, der zur nuklearen Vernichtung führen kann. Bitte lesen Sie den Text, leiten Sie ihn weiter und kontaktieren Sie noch heute den US-Kongress.

Der US-Senat lehnte am 15. April eine weitere Resolution zur Kriegsbefugnis ab (S.J.Res. 123). Diese hätte US-Präsident Donald Trump daran gehindert, ohne Zustimmung des Kongresses militärische Operationen gegen den Iran fortzusetzen. 

Die Abstimmung für das Abgeordnetenhaus ist für heute vorgesehen.

Die wirksamste Maßnahme zur Beendigung des völkerrechtswidrigen Krieges gegen den Iran ist die Aktivierung der Haushaltshoheit des US-Kongresses, die, wenn sie ausgeübt wird, jegliche Finanzierung weiterer militärischer Aktivitäten in Südwestasien stoppen kann.

Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare hat eine Erklärung veröffentlicht, in der sie Menschen weltweit dazu aufruft, dazu direkt die Kongressabgeordneten zu kontaktieren. Sie schreibt: „Es ist leicht, sich in der Frage der Amtsenthebung oder der Anwendung des 25. Verfassungszusatzes zu profilieren. Viele Abgeordnete haben die Zwischenwahlen im November im Blick, aber solche Maßnahmen werden zu spät kommen. Milliarden von Menschen auf diesem Planeten sind darauf angewiesen, dass der US-Kongress jetzt handelt, um diesen Krieg zu stoppen. Wie Rechtsanwalt [Bruce] Fein schreibt: ‚Der Kongress kann die Haushaltshoheit nutzen, um Präsident Donald Trumps verfassungswidrigen Angriff auf den Iran zu beenden, einen kriminellen Angriffskrieg im Sinne des Nürnberger Tribunals der Nachkriegszeit. Der Kongress beendete den Vietnamkrieg durch die Haushaltshoheit.…‘“

Fein hat eine Resolution entworfen, die vom Kongress unverzüglich verabschiedet werden soll: „Es dürfen keine Gelder der Vereinigten Staaten für Kampfhandlungen gegen den Iran ausgegeben werden, es sei denn, es liegt eine Kriegserklärung des Kongresses vor oder es handelt sich um Selbstverteidigung als Reaktion auf eine iranische Invasion der Vereinigten Staaten. Darüber hinaus darf kein Angehöriger der Streitkräfte der Vereinigten Staaten entsandt werden, um Kampfhandlungen gegen den Iran durchzuführen, es sei denn, es liegt eine vorherige Kriegserklärung des Kongresses vor oder es handelt sich um Selbstverteidigung gegen einen unprovozierten tatsächlichen Angriff auf die Vereinigten Staaten.“

Diane Sare bittet in ihrer Erklärung nicht nur US-Bürger, sondern alle Weltbürger, US-Abgeordnete und insbesondere Vorsitzende von entscheidenden Komitees zu kontaktieren. Sie würde Briefe willkommen heißen, die auf die Auswirkungen des illegalen Angriffskrieges auf die jeweiligen Länder eingehen.

Die vollständige Erklärung kann auf Englisch hier gelesen werden.

Da man aus Deutschland keine E-Mails an den Kongress schicken kann, bitten wir Sie uns ihre Nachricht zuzusenden, wir werden diese dann ggf. ins Englische übersetzen und unsere Kollegen der LaRouche Bewegung in den USA werden sie weiterleiten oder persönlich in den Abgeordnetenbüros abgeben.

Hier ist eine Liste der Kongressabgeordneten, die Sie anschreiben könnten:

  • Mike Johnson (R-LA-4), Sprecher des Repräsentantenhauses;
  • Hakeem Jeffries (D-NY-8), Minderheitsführer;
  • Gregory Meeks (D-NY-5), ranghöchster Demokrat im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Repräsentantenhauses;
  • Thomas Massie (R-KY-4), republikanischer Initiator der Resolutionen zu den Kriegsbefugnissen (War Powers Resolution);
  • Ro Khanna (D-CA-17), führender demokratischer Initiator der Resolutionen zu den Kriegsbefugnissen (War Powers Resolution).

Abgeordnete, die noch „auf dem Zaun sitzen“:

  • Rep. Nancy Mace (R-SC-1);
  • RepAndy Ogles (R-TN-5);
  • Rep. Brian Fitzpatrick (R-PA-1); Rep. Don Bacon (R- NE-2);
  • Rep. Michael Lawler (R-NY-17)

Einar Tangen: ein China-Insider zu den Auswirkungen des Iran-Krieges

Helga Zepp-LaRouche führte am 10. März ein einstündiges Interview mit Einar Tangen über die Gefahr eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs infolge eines Krieges mit dem Iran und den möglichen Ausbruch eines dritten und diesmal endgültigen Weltkrieges. Dies ist eine leicht gekürzte Version. Das Original finden Sie hier.

Herr Tangen ist unter anderem Senior Fellow am Center for International Government Innovation (CIGI), Senior Fellow am Taihe Institute und Gründer von Asia Narratives. Als Kommentator und Analyst ist er als jemand bekannt, der „eine starke Brücke zwischen Ost und West schlägt“.

Einar Tangen und Helga Zepp-LaRouche diskutieren in dem faszinierenden Interview auch den historischen Wandel Chinas in den letzten 50 Jahren, die Rolle der Ideen von Friedrich List und des American System of Physical Economy sowie den allgemeinen zivilisatorischen Niedergang, der durch geopolitische Hybris und den intellektuellen Verfall im Westen vorangetrieben wird.

Das Interview wird am Mittwoch, dem 15. April 2026, 18.30 Uhr anstelle des wöchentlichen Live-Dialogs ausgestrahlt.


Internationale Friedenskoalition #149, 10.04.2026, 17.00 Uhr

Jetzt ein Wunder vollbringen!

149. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Jetzt ein Wunder vollbringen!

10. April 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis

Unsere Intervention in das Weltgeschehen ist heute wichtiger denn je. Diesen Freitag begrüßen wir Oberst (a. D.) Richard H. Black, ehemaliger Leiter der Strafrechtsabteilung der US-Armee im Pentagon und ehemaliger Senator des Bundesstaates Virginia; Oberst (a. D.) Alain Corvez, internationaler Berater und ehemaliger Berater des französischen Verteidigungs- und Innenministeriums; Dr. Abdullah Al-Ahsan, Islamwissenschaftler und pakistanischer Professor für Vergleichende Zivilisationswissenschaften; Jose Vega, Interventionsbefürworter und Kandidat für den Kongress im Wahlbezirk NY-15 Bronx.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Trotz des zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran steht die Welt immer noch vor dem Abgrund: mit Kriegsverbrechen, die eine ganze Zivilisation zerstören könnten, und einem möglichen Atomkrieg.

In allen Nationen müssen Menschen jetzt aktiv werden, und zwar aus den verschiedensten Schichten der Bevölkerung. Wir rufen Sie auf – ob Sie nun Abgeordneter, Arzt, Professor oder Ingenieur sind –, weltweit Ihre amerikanischen Kollegen – Kongressabgeordnete, Ärzte, Professoren usw. – zu kontaktieren und zu drängen, maximalen Druck auf den US-Kongress, den US-Präsidenten und die Zivilgesellschaft auszuüben, um den Wahnsinn zu stoppen! Amerika muss nicht der Feind der Menschheit sein; es kann und muss zu der Rolle zurückkehren, die seine Gründerväter definiert haben: die souveräne Entwicklung jeder Nation zu unterstützen.

Am 6. April veranstaltete Executive Intelligence Review (EIR) eine Onlline-Dringlichkeitssitzung mit „Weltbürgern“ aus aller Welt unter dem Titel: „Ein Dialog der Zivilisationen: Ist es noch Zeit, um zu verhindern, dass der Krieg gegen den Iran zu einem globalen Atomkonflikt eskaliert?“

Chandra Muzaffar, Gründer und Präsident der International Movement for a Just World (JUST) mit Sitz in Malaysia, schlug angesichts der großen Gefahr vor, alle Bürger zu aktivieren, um sich an Abgeordnete ihres Landes und an entsprechende politische Organisationen zu wenden, die ihrerseits Mitglieder des US-Repräsentantenhauses und des Senats kontaktieren sollten und sie aufzufordern, den Krieg zu stoppen – was in der Macht des US-Kongresses liegt. Ein ähnlicher Aufruf solle an aktive und pensionierte Angehörigen des eigenen Militärs gerichtet werden, damit diese sich an Mitglieder der US-Militärinstitutionen wenden.

Unterstützen Sie diese dringenden Aktionen! Sie richten sich nicht gegen die Vereinigten Staaten, die einstmals als Nation (wie es ihre Gründerväter beabsichtigt hatten) der Welt als ‘Leuchtfeuer der Hoffnung und Tempel der Freiheit’ dienten. Doch die offene Ablehnung des Völkerrechts, die Befürwortung des ‘Rechts des Stärkeren’ und des Prinzips ‘Macht schafft Recht’, und die Behauptung, dies geschehe im Namen Gottes, kann nicht hingenommen werden. Wenden Sie sich an Ihre amerikanischen Kollegen und Sie werden finden, dass es möglich ist, eine mächtige internationale Friedensbewegung in der Zivilgesellschaft zu finden – und mitzugestalten.

Dies ist dringend notwendig, um den hastigen Marsch in die sichere Vernichtung zu stoppen. Um jedoch die Ursachen des Krieges zu beseitigen, muss die Drohung, die ‘iranische Zivilisation zu zerstören’, durch eine Politik des Dialogs der Zivilisationen ersetzt werden. Ebenso gehört dazu ein konkreter Plan zur Verwirklichung des Konzepts ‘Frieden durch Entwicklung’ für die gesamte Region Südwestasiens mittels eines Oasenplans, wie ihn die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, vorgeschlagen hat. Das umfasst den Bau eines Netzwerks aus Kanälen und Meerwasserentsalzungsanlagen, Energie- und Verkehrsprojekten, von denen einige bereits geplant oder begonnen wurden, von Nordafrika über Israel-Palästina bis zu den Golfstaaten, nach Indien und nach Norden bis zum Kaukasus. Damit kann die gesamte Region zu einer Zone friedlicher Zusammenarbeit für eine bessere Zukunft werden, statt für Krieg und Zerstörung.

Wenn die USA sich bereit erklären würden, diesen Krieg endgültig zu beenden und stattdessen der Politik des Friedens durch Entwicklung zuzustimmen, wie sie es in ihren besseren Momenten der Geschichte getan haben, könnte der Oasenplan in Südwestasien als ‘Phönix aus der Asche’ dienen, wie es ein weiterer Redner beim EIR-Dringlichkeitsseminar, Chas Freeman (ehem. US-Staatssekretär im Verteidigungsministerium und ehem. Botschafter in Saudi-Arabien), charakterisierte, anstatt die Welt durch einen Atomkrieg in Asche zu verwandeln.“

Hier sind die Links zu den beiden Podiumsdiskussionen am 6. April. Zu Beginn des ersten Panels legt Helga Zepp-LaRouche dar, wie der Oasenplan durch die Vernetzung massiver Wasser- und Entwicklungsprojekte in Südwestasien die Grundlage für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsordnung schaffen kann.


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Irankrieg: Die Eskalationspirale beenden, 08.04.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Das EIR-Krisenforum am 6. April, bereits das dritte in diesem Jahr, war ein außergewöhnlicher Online-Dialog zwischen 13 internationalen Experten aus 10 Ländern, die sich dafür einsetzen, die Welt von ihrem derzeitigen Kriegskurs abzubringen und auf den Weg der globalen Entwicklung und des Friedens zu führen. Der Titel der Veranstaltung, die sehr kurzfristig einberufen wurde, lautete: „Ein Dialog der Zivilisationen: Ist es noch Zeit, zu verhindern, dass der Krieg gegen den Iran zu einem globalen Atomkonflikt eskaliert?“

Die Veranstaltung war ein dringender, dramatischer Aufruf zum Handeln, während die Vereinigten Staaten gerade die Hölle über den Iran hereinbrechen lassen und US-Präsident Donald Trump dem Land mit der Steinzeit droht. Vertreter der iranischen Regierung führten einen Dialog mit Kräften aus aller Welt, die entschlossen sind, diesen Kurs zu stoppen.

Die viereinhalbstündige Veranstaltung war in zwei Diskussionsrunden gegliedert; die erste hatte den Titel „Kann der Irankrieg vor einer nuklearen Eskalation gestoppt werden?“, gefolgt von „Globale Infrastrukturentwicklung ist der Name für Frieden“.

Zu den Rednern aus Europa gehörten Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Chefredakteurin von EIR und Leiterin des Schiller-Instituts, die die Diskussion eröffnete, sowie der Moderator von Panel II, Stephan Ossenkopp (Deutschland). Dennis Speed (USA) moderierte Panel I und wies darauf hin, dass die Experten, die sich in weniger als 10 Tagen zusammengefunden hatten, Ansichten vertreten, die „nicht nur vielfältig, sondern sogar divergierend und gegensätzlich“ seien. Sie teilen jedoch das gemeinsame Engagement, dringende Maßnahmen zur Beendigung des Krieges – möglicherweise eines Atomkrieges – zu fordern, und glauben, dass Vernunft und Diplomatie selbst in diesem späten Stadium noch wirken und Bedingungen für Frieden und Wohlstand für alle Nationen schaffen können.

Aus Asien sprachen Dr. Khalil Shigolami (Iran), der iranische Botschafter in Armenien und ehemaligen Generaldirektor des dem Außenministerium angegliederten Instituts für politische und internationale Studien in Teheran. Die weiteren Redner aus Asien waren Prof. Zhang Weiwei (China), Professor für Internationale Beziehungen an der Fudan-Universität in Shanghai und Direktor des angegliederten China-Instituts; Botschafter Prof. Dr. Manuel Hassassian (Palästina), Palästinensische Autonomiebehörde; Purnima Anand (Indien), Präsidentin des BRICS International Forum; Chandra Muzaffar (Malaysia), Gründer und Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST); Al Mashiki (Oman), strategischer Analyst.

Aus Nordamerika nahmen teil: Chas Freeman (USA), ehemaliger Botschafter in Saudi-Arabien und ehemaliger stellvertretender Verteidigungsminister; Ted Postol (USA), emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und internationale Sicherheit am MIT; Dennis Small (USA), EIR-Redakteur für Iberoamerika, sowie aus Südamerika Donald Ramotar (Guyana), ehemaliger Präsident von Guyana.

Der Oasenplan

Der Ansatz des Oasenplans für den Großraum Südwestasien und den östlichen Mittelmeerraum stand im Mittelpunkt mehrerer Redebeiträge; er wurde zunächst in der Eröffnungsrede von Helga Zepp-LaRouche als zentraler Bestandteil der Lösung vorgestellt, basierend auf dem Prinzip „Frieden durch Entwicklung“. Sie berichtete ausführlich, wie ein ganzes Netz von Entwicklungskorridoren von Indien bis Ägypten, vom Kaukasus bis zum Arabischen Meer, mit dem Ausbau von Schienen- und Straßenverkehr, Plänen für Meerwasserentsalzung sowie fortschrittlichen Technologien aller Art entstehen kann.

Botschafter Hassassian bezeichnete den Oasenplan als Schlüssel zur „Förderung von Entwicklung und Dialog“ in Palästina und der Region. Professor Zhang berichtete, es sei China gelungen, „seine Wüsten zu begrünen“. China könne beim Aufbau des Oasenplans in Südwestasien helfen. Zepp-LaRouche fügte hinzu, das Konzept müsse der Jugend bekannt gemacht werden, um Optimismus zu wecken. Botschafter Freeman verglich den Oasenplan mit dem Phönix, der aus der Asche seiner Vorgänger aufersteht. Der Oasenplan könne aus den Trümmern der Zerstörung Gazas hervorgehen.

Die hoffnungsvolle Realität fortschrittlicher Technologien wurde untermauert, als die Teilnehmer der Diskussionsrunde Bilder vom Raumschiff Artemis II ansahen, das sich auf halber Strecke seiner Mission zur Umrundung des Mondes befand.

Gegenreaktion auf den Krieg der USA und Israels

Die andere Realität, die ausgesprochen wurde, ist, dass die Ära der Pax Americana nun vorbei ist, ebenso wie die transatlantische Vorherrschaft .  Mehrere Redner wiesen auf die starken Gegenreaktionen auf US-Präsident Donald Trumps Krieg gegen den Iran hin. Botschafter Freeman sagte, der Krieg habe bestimmte Nationen dazu veranlasst, Frieden mit dem Iran zu schließen, anstatt sich an einem illegalen und ungerechten Krieg an der Seite der Vereinigten Staaten zu beteiligen. Er fügte hinzu, die Vereinigten Staaten hätten die gegen Atomwaffen eingestellten Führer des Iran getötet, die durch Atomwaffen befürwortende „Realisten“ ersetzt worden seien. Prof. Postol machte die Gefahr eines Atomkrieges in der heutigen Zeit deutlich.

Der Krieg der USA und Israels hat in Europa die ersten Forderungen nach einem Abzug der US-Streitkräfte ausgelöst. Professor Zhang sagte schlicht, der Krieg habe den Zusammenbruch der unipolaren, von den USA geführten Weltordnung herbeigeführt und den Prozess der Entdollarisierung beschleunigt.

Der Weg nach vorn

Allen Diskussionsteilnehmern war die Auffassung gemeinsam, dass Washington „moralisch wahnsinnig“ geworden ist, wie es Helga Zepp-LaRouche formulierte. Daraus ergaben sich verschiedene Vorschläge und Initiativen. Chandra Muzaffar rief Menschen weltweit dazu auf, sich an den US-Kongress und andere Institutionen zu wenden, um aktiv zu werden, den Krieg zu beenden und eine Win-Win-Entwicklung in Gang zu setzen, insbesondere für seit langem bestehende schreiende Ungerechtigkeiten wie den Palästinakonflikt. Frau Anand aus Indien sprach davon, die BRICS-Staaten zu mobilisieren, „um ihre Einheit zu demonstrieren“, wenn es darum gehe, den Krieg zu beenden, und „den Iran nicht dem Untergang zu überlassen“. Dennis Small von EIR, der die wirtschaftliche Dimension des Zusammenbruchs des kollektiven Westens skizzierte, sprach sich für eine neue Architektur der wirtschaftlichen Sicherheit und Entwicklung aus.

Zepp-LaRouche kam, nachdem sie viele Initiativen konkret erörtert hatte, am Ende auf die Frage der persönlichen Verantwortung zurück. Es gebe zwei Möglichkeiten: man könne entweder „klein“ werden, durch Verleugnung, Gleichgültigkeit, Beschäftigung mit Dingen, von denen man weiß, dass sie nebensächlich sind – oder man „mobilisiert in sich selbst etwas Besseres und verbindet sein Handeln und sein Schicksal mit der größeren Sache der Menschheit.“


Die „eine Menschheit“ wird nicht dulden,daß Menschen in die Steinzeit zurückgebombt werden

Die Gründerin des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche eröffnete die 148. wöchentliche Onlinesitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 3. April mit einem Appell an die Vernunft: Wir alle müßten uns der gefährlichen Weltlage bewußt sein. Sie zählte einige der jüngsten Angriffsziele im Irankrieg auf, darunter eine der größten Brücken der Region sowie iranische Vergeltungsschläge gegen Entsalzungsanlagen und Ölraffinerien und die Ankündigung, US-Unternehmen in der Region ins Visier zu nehmen. Präsident Trump behaupte, der Iran sei wehrlos, in Wirklichkeit habe der aber noch mehr als die Hälfte seiner Raketen, Drohnen etc. Die Kriegsausgaben der USA betrügen umgerechnet acht Millionen Dollar pro Opfer – der teuerste Krieg der Geschichte. Der Iran sei unbesiegt und werde nicht zum Status quo zurückkehren. Nur Schiffe befreundeter Länder dürften jetzt die Straße von Hormus passieren.

Zepp-LaRouche verwies auf Berichte aus Israel, die es als „spartanische“ Nation beschreiben, mit der trügerischen Sicherheit, die Raketenabwehr Iron Dome würde sie vor den Folgen ständiger Kriege schützen. Sie verurteilte das rassistische neue Gesetz für die Todesstrafe gegen Palästinenser. Sie kritisierte auch scharf US-Kriegsminister Pete Hegseth, der Führungskräfte im Pentagon entlasse und mit religiösem Eifer ein Armageddon herbeiführen wolle. Präsident Trump sei entschlossen mit Gewalt zu regieren und sei wenig an Bündnissen wie der NATO interessiert. Ob er es nun wisse oder nicht, Trump betreibe die Politik der globalen Eliten, die die Weltbevölkerung auf eine Milliarde Menschen reduzieren wollen. Organisationen wie die UNO und die Welternährungsorganisation warnten vor Nahrungsmittelmangel und Preisschocks, die über 300 Millionen Menschen gefährden.

Die IPC sei jedoch eine Aktivisten-Organisation. Das nächste Krisenforum am 6. April werde wirtschaftliche Entwicklung als einzige Lösung für den Krieg anbieten, der leicht zu einer nuklearen Vernichtung führen könne.1 Dort werde der „Erweiterte Oasenplan“ vorgestellt, um die gesamte Region – von Indien bis zum Mittelmeer und vom Kaukasus bis zum Golf – zu einem Zentrum der Produktion zu machen. Wir könnten Wüsten in Wälder verwandeln, indem wir Chinas Erfolg bei der Begrünung von zwei Wüsten als Vorbild nehmen. Nur der Ansatz der „einen Menschheit“ und ein Appell an die Vernunft, wie im Westfälischen Frieden von 1648, könnten die USA retten. Das sei auch die einzige Hoffnung für Israels Überleben.

Sie schloß, viele Anhänger Trumps seien gegen seine Kriege, und viele hätten an den „No Kings“-Protesten am 28. März teilgenommen. Zepp-LaRouche zeigte eine Landkarte des riesigen Persischen Reiches der Antike und sagte ironisch, wenn Trump den Iran wirklich „zurück in die Steinzeit bomben“ wolle, werde das Ergebnis ihm vielleicht nicht gefallen.

Der nächste Redner war Stanislav Krapivnik, ein ehemaliger Offizier der US-Armee, der heute in Moskau lebt. Er sprach über die Korruption in der Ukraine, die die Ausbeutung durch ausländische Interessen auf Kosten der Bevölkerung ermögliche. 10.000 ukrainische Kinder würden vermißt, und die Ukraine sei heute ein Zentrum für den illegalen Handel mit Menschen, Organen, Drogen und Waffen. Viele der weltweit größten Drogenkartelle nutzten ukrainische Waffen und Kampftraining, ähnlich wie Rebellengruppen in der Sahelzone.

Estland werde als möglicher Brennpunkt für eine Konfrontation mit Rußland genutzt. St. Petersburg werde mit Drohnen angegriffen, die aus Estland stammen oder durch dessen Luftraum fliegen. Seine einzige gute Nachricht sei, daß kürzlich russische Öltanker unter militärischer Eskorte Kuba erreichen konnten.

Der letzte Redner war Imam Mohammad Ali Elahi, ein iranisch-amerikanischer Geistlicher aus dem Raum Detroit, der über den bis dahin seit 34 Tagen laufenden, unmoralischen, wahnsinnigen und illegalen Krieg gegen den Iran sprach. Über hundert US-Rechtsexperten hätten in einer Erklärung diesen Angriffskrieg als Kriegsverbrechen verurteilt. Die USA und Israel behaupteten, sie wollten Frieden, hätten aber inmitten der Friedensverhandlungen angegriffen und versuchten nun, alle zu töten, die am Friedensprozeß beteiligt waren. Trump sage, er wolle die Entwicklung von Atomwaffen im Iran stoppen, dabei hätten ihm seine eigenen Experten erklärt, daß der Iran kein solches Programm verfolgt, und dann wurde der Oberste Führer Ali Chamenei ermordet, der eine Fatwa gegen Atomwaffen erlassen hatte. Selbst der Geheimdienstausschuß des US-Senats habe bestätigt, daß es keine Beweise für ein Atomwaffenprogramm im Iran gibt.

Kriegsminister Pete Hegseth sehe in dem Krieg einen neuen Kreuzzug, er habe sogar entsprechende Tätowierungen. Trump führe den Krieg um Öl und Geld, so der Imam, und Israels Regierungschef Netanjahu um Macht und Kontrolle. Die acht Millionen Amerikaner bei den „No Kings“-Kundgebungen gegen Trumps Politik hätten die Ehre des Landes gerettet. Der Iran wolle keinen Krieg und habe kein Problem mit dem amerikanischen Volk. Ein „goldenes Zeitalter“, von dem Trump spricht, sei völlig unmöglich, während man den Iran in die Steinzeit zurückbombt.

Zepp-LaRouche wies auf andere Gebiete menschlichen Leids hin, wie Sudan oder Haiti. Während der Kubakrise habe es noch diplomatische Beziehungen, Gespräche über inoffizielle Kanäle und andere Kommunikationswege gegeben, aber jetzt finde kein Dialog statt. Sie verurteilte die Doppelmoral, Rußland einen „Angriffskrieg“ vorzuwerfen, aber den Irankrieg nicht so zu nennen. Wir seien heute versammelt, um genügend Kräfte zu mobilisieren, um den Krieg zu beenden und eine Eskalation zur nuklearen Konfrontation zu verhindern. In den letzten Monaten der Biden-Regierung hätten laut einer Umfrage 50% der Leute im Pentagon einen Atomwaffeneinsatz erwartet und gemeint, das wäre nicht schlimm. Wir bräuchten eine Vision für 50 Jahre und müßten mit den BRICS zusammenarbeiten. Die Menschheit sei die einzige mit Vernunft begabte Gattung, und wir müßten Nikolaus von Kues’ „Zusammenfall der Gegensätze“ nutzen, um einen Ausweg aus der Krise zu finden.

Weitere Beiträge

José Vega, Kongreßkandidat in der Bronx in New York, sagte, er sei stolz auf die Astronauten und Ingenieure der NASA, die die Artemis-II-Mission ermöglichen. In den Berichten über die Mission könne man die Erde aus der Ferne sehen: „Wir sind alle auf diesem Bild.“ Vega rief alle dazu auf, „ihre Unabhängigkeit von der Epstein-Klasse zu erklären“. Die Menschen sollten sich an gewaltfreien Aktionen für den Frieden beteiligen. Er zitierte Martin Luther King, der 1968 in einer Rede sagte, wir hätten nur die Wahl zwischen Gewaltlosigkeit oder Nicht-Existenz. Vega wird diese Woche offiziell auf dem Vorwahlzettel der Demokraten stehen. Er forderte 10.000 Ingenieure für Gaza und 10.000 Ingenieure für die Bronx für den Wiederaufbau. Er sei „gespannt darauf, was als nächstes kommt“.

Anschließend gab es Fragen und Berichte von Aktivisten aus dem Publikum. Die erste Rednerin war eine Frau aus Rumänien, die bei lokalen Friedenskundgebungen gesprochen, Zepp-LaRouches Appell an Papst Leo XIV. verbreitet und im Parlament Lobbyarbeit geleistet hat. Sie sagte, die Vorstellung, die NATO sei ein „Verteidigungsbündnis“, sei ein grausamer Aprilscherz.

Co-Moderator Dennis Small fügte hinzu, der russische Wirtschaftsbeauftragte Kirill Dmitrijew habe vor einem globalen Tsunami wegen des Ausfalls der Energie- und Nahrungsmittelversorgung gewarnt. Small sprach auch über die Geschichte des britischen Interesses an einer Kontrolle strategischer Engpässe wie der Straße von Hormus.

Eine Teilnehmerin aus den Niederlanden sagte, viele Aktivisten hätten zwar gute Absichten, aber wir müßten sie noch besser informieren. Ein Vertreter von Veterans for Peace dankte Zepp-LaRouche dafür, daß sie „das Banner der Ideen von Lyndon LaRouche weiterträgt“. Es gab eine Frage zur möglichen Verstaatlichung des Militärisch-Industriellen Komplexes, und Small antwortete, noch besser wäre es, den Militärisch-Finanziellen Komplex einer Insolvenzsanierung zu unterziehen, gegen die Macht von Hedgefonds und Personen wie Peter Thiel.

Zum Abschluß erklärte Helga Zepp-LaRouche, sie sei optimistisch, daß wir Kriege beenden, Frieden schaffen und die Welt aufbauen können. Bündnisse wie die NATO würden vielleicht verschwinden, statt dessen bräuchten wir Nationen, die gemeinsam für wirtschaftliche Entwicklung arbeiten. Sie forderte ein Ende der Geopolitik und reinen Machtpolitik – wie etwa Trumps Äußerung, er brauche kein Völkerrecht. Sie war entsetzt darüber, daß in Deutschland Männer im wehrpflichtigen Alter nun um Erlaubnis bitten müssen, das Land länger zu verlassen, weil es für den Krieg mobilisiert werden soll. Die Wurzel aller dieser Probleme liege darin, daß Menschen ihre axiomatischen Annahmen nicht hinterfragen. Wir müßten denken wie Nikolaus von Kues, und der beste Ausgangspunkt dafür sei das Krisenforum am 6. April. Sie rief alle auf, die Einladung und ihren Brief an den Papst in ihren örtlichen Kirchen zu verteilen.

Dennis Speed fügte hinzu, wir sollten die Welt nicht von „links“ oder „rechts“ betrachten, sondern so, wie Martin Luther King sie betrachtete – „vom Gipfel des Berges“.


Anmerkung

1. schillerinstitute.com/de/blog/2026/04/01/eir-kuendigt-dringlichkeitskonferenz-am-6-april-an/


Zepp-LaRouche: Ein scheinbar bodenloser Sumpf

Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller-Instituts und Witwe des verstorbenen amerikanischen Staatsmannes und Ökonomen Lyndon H. LaRouche, gab am 2. April folgende Erklärung ab:

„Am 24. Februar 2021 veröffentlichte ich einen Brief, in dem ich Barbara Boyd und eine Reihe anderer Personen, die mit dem Lyndon LaRouche Political Action Committee (LPAC) verbunden waren, aufforderte, ‚sofort und für immer aufzuhören, den Namen, das Ebenbild und potenziell andere verwirrend ähnliche Begriffe von Herrn LaRouche zu verwenden‘. Der Inhalt dieser Erklärung gilt weiterhin, und man sollte sie erneut lesen. Es ist jedoch dringend erforderlich, sie zu diesem Zeitpunkt zu aktualisieren.

Nachdem jeder einzelnen politischen Entscheidung der Trump-Administration uneingeschränkte Zustimmung zuteil wurde, als wären nicht nur Trump selbst, sondern auch die schlimmsten neokonservativen und neoliberalen Elemente seines Teams – wie Finanzminister Scott Bessent mit seiner schamlosen Förderung von Kryptowährung und jeder erdenklichen Form finanzieller Spekulation – unfehlbar, haben Frau Boyd und ihre Anhänger sich definitiv von der menschlichen Spezies abgewandt, indem sie Trumps Aggressionskrieg gegen den Iran unterstützten. Wenn Trump damit prahlt, den Iran „zurück ins Steinzeitalter zu bombardieren“, dann droht er offen damit, Krieg gegen das gesamte iranische Volk zu führen – und das ist ein Kriegsverbrechen.

Eine solche bedingungslose Verteidigung Trumps in einem Moment, in dem sich die gesamte zivilisierte Welt – einschließlich derer, die gehofft hatten, er würde seine Versprechen einhalten, Kriege zu beenden und keine neuen zu beginnen – mit Abscheu von ihm abwendet, weil er das Völkerrecht mit Füßen tritt, ein Staatsoberhaupt entführt und einen obersten religiösen Führer ermordet hat und nun einen Massenmord an einer Zivilbevölkerung begeht, wirft ein bezeichnendes Licht auf den moralischen und intellektuellen Niedergang der Truppe um Boyd, die sich nun als Promethean PAC und Promethean Action zusammengeschlossen hat. Dass diese erbärmliche Gruppe die Dreistigkeit besitzt, meinen verstorbenen Ehemann Lyndon LaRouche, den größten Intellekt unserer Zeit, mit Präsident Trump zu vergleichen, von dem bekannt ist, dass er nicht eine einzige Seite liest, zeigt ihren völligen Verlust an moralischem Urteilsvermögen.

Ob diese intellektuellen Niemande tatsächlich von einer Geheimdienstagentur angeworben wurden, um anschließend zu versuchen, die Menschen über LaRouches Ideen zu verwirren, wird sich wahrscheinlich erst zeigen, wenn eine neue Art „Church Committee“ eingerichtet wird – eine Idee, der Boyd früher aus irgendeinem seltsamen Grund heftig widersprach. In jedem Fall gibt es immer noch einige Menschen, die sich lebhaft daran erinnern, wie weit sie bereit war zu gehen.

Jeder, der auch nur die geringste Ahnung von Lyndon LaRouche hat, weiß, dass er sein ganzes Leben lang gegen eine solche Barbarei gekämpft hat, wie sie jetzt von Trump in Bezug auf den Iran und der Barbarin Boyd demonstriert wird.


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