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Internationale Friedenskoalition #166, 07.08.2026, 17.00 Uhr

Die Kunst, den kriminellen Kurs des Westens zu ändern

166. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die Kunst, den kriminellen Kurs des Westens zu ändern

7. August 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir John Steinbach, Koordinator, Hiroshima Nagasaki Peace Committee – North Capitol Area, Washington, D.C. und Jack Gilroy, Pax Christi New York State Council; Veterans For Peace; Ban Killer Drones;

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Heute, am 6. August, jährt sich zum 81. Mal der strategisch völlig sinnlose Abwurf der Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima. Auch wenn über einen möglichen Atomkrieg derzeit ernster – und wahnwitziger – als je zuvor diskutiert wird, gibt es dennoch eine Art „gute Nachricht“. Diese gute Nachricht steckt in der Enzyklika „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV., in den vier globalen Initiativen Chinas und in den zehn Grundsätzen für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur von Helga Zepp-LaRouche. Heute, mehr als jemals zuvor seit 1945, begünstigt das „globale Kräfteverhältnis“ die Vollendung des unvollendeten Werkes von Präsident Franklin D. Roosevelt und der Sieger im Krieg gegen den Faschismus.

Zu diesem Kräfteverhältnis gehören – und müssen gehören – Russland und China. Nicht dazu gehört Großbritannien – das „Perfidious Albion“ –, nachdem Winston Churchill im Mai 1945 die „Operation Unthinkable“ vorschlug, einen Plan, die Sowjetunion mit in den USA hergestellten Atombomben anzugreifen, um, wie es in den tatsächlichen Worten des Plans hieß, „den Willen der Vereinigten Staaten und des Britischen Empire durchzusetzen“. Aus diesem Lager sowie von den „Tory“-Kräften in amerikanischen Geheimdienst- und Militärkreisen – wozu ausdrücklich auch das Silicon Valley gehört – kommt heute der Ruf nach „kleinen Atomkriegen“. Konstantin Siwkow, Vizepräsident der Russischen Akademie für Raketen- und Artilleriewissenschaften (RARAN) und ehemaliger Präsident der Akademie für geopolitische Fragen, erklärte in einem Interview mit Dimitris Konstantakopoulos von Defend Democracy Press, dass selbst ein „kleiner“ Atomkrieg zwischen Russland und Frankreich Europa sowie ein Drittel des russischen Staatsgebiets zerstören würde. „Das heißt, wir verfügen zwar über die Fähigkeit, Atomwaffen einzusetzen, wollen dies aber grundsätzlich nicht tun. Denn die Folgen – ich habe bereits darüber gesprochen – wären für unser Land und auch für Europa katastrophal,” so Siwkow.

Die Verbündeten Amerikas im Zweiten Weltkrieg haben den Zweck dieses Krieges und sein Versprechen – „Nie wieder“ – in der Tat nicht vergessen. Doch heute, 81 Jahre später, erfordert die Beendigung der Vorherrschaft des niederländischen, britischen, französischen, belgischen und portugiesischen Imperialismus und Kolonialismus über den Großteil der Weltbevölkerung eine vollständige Kehrtwende der amerikanischen Außen- und Innenpolitik gegenüber dem Kurs, der nach der Ermordung Kennedys am 22. November 1963 eingeschlagen wurde. Die gute Nachricht ist, dass dies nicht nur erreicht werden muss, sondern auch in relativ kurzer Zeit erreicht werden kann – entgegen der weit verbreiteten gegenteiligen Überzeugung.

In den Vereinigten Staaten und in Europa zeichnen sich Anzeichen dafür ab, dass „das wahre Amerika“, zu der auch die Mitstreiter von Lyndon LaRouche gehören, bald in der Lage sein könnte, vernünftige realwirtschaftliche Lösungen in den Vordergrund der transatlantischen Politik zu rücken. Dies geschieht nicht im luftleeren Raum, sondern innerhalb des „Spannungsfeldes“ von Überlegungen, die brasilianische, chinesische, russische, südafrikanische und andere Wissenschaftler und Aktivisten in Form des Oasenplans und anderer Initiativen vorgeschlagen haben. Es gibt eine visionäre Strategie für das Überleben der Menschheit, die die Nationen der Welt ergreifen muss, um die andernfalls drohende Tragödie abzuwenden.

In gestern in München geführten Gesprächen, an denen die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, gemeinsam mit Vertretern Chinas und anderer Nationen teilnahm, wurde deutlich, dass Chinas vier globale Initiativen und die zehn Prinzipien des Schiller-Instituts auf der gemeinsamen Vorstellung der Enzyklika „Magnifica Humanitas“ – die Großartigkeit der Menschheit – von Papst Leo XIV. beruhen. Dies ist das, was man unter „Polyphonie“ in der Staatskunst versteht. Jeder Teilnehmer, sei es eine Nation oder sogar nur eine Einzelperson, bewahrt seine eigene, unverwechselbare und unnachahmliche Stimme – doch alle Stimmen sind einzigartige Instrumente, die für die Komposition von Staatskunst unerlässlich sind – für die Zukunft der Erde in den nächsten fünfzig Jahren und darüber hinaus.

Bei den Wahlen der vergangenen Nacht in den Vereinigten Staaten mußte die demokratisch-republikanische „Kriegs-Einheitspartei“ in Michigan eine „erdrutschartige“ Niederlage einstecken. Das Geld versuchte zwar zu sprechen, geriet jedoch ins Stottern. Im Vorwahlkampf der Demokraten um den Senatssitz in Washington gab die AIPAC 30 Millionen Dollar gegen den unabhängigen Kandidaten Dr. Abdul El-Sayed aus – ägyptischer Sohn eines eingewanderten Ingenieur-Ehepaares, und ehemaliger Leiter des Gesundheitsamtes von Wayne County.

Dies ist jedoch nur ein kleiner Indikator für die derzeitige Dynamik in den USA. Der tiefere Kontext, in dem die Wahlergebnisse der vergangenen Nacht zu sehen sind, wird durch eine Äußerung von Scott Ritter während eines Podcasts gestern noch deutlicher: „Donald Trump wurde dieses Mal nur deshalb Präsident, weil die Demokraten jemanden auf den Stimmzettel gesetzt haben, der noch inkompetenter war als er. Was tun wir also? Nun, wir wissen zum Beispiel, dass es Kandidaten von Drittparteien gibt. Diane Sare kandidiert für das Präsidentenamt. Sie hat ihre Kandidatur erklärt. Wenn Sie Donald Trump feuern wollen, sollten Sie vielleicht Diane Sare anheuern. ‚Sie sind angeheuert!‘ Und wenn sie den Job nicht erledigt: ‚Sie sind gefeuert!‘ So einfach ist das. Darum geht es in der Demokratie. Aber vielleicht mögen Sie Diane nicht. Ich mag sie. Aber nehmen wir an, Sie tun es nicht. Wer könnte Donald Trumps Platz einnehmen? Tucker Carlson, Marjorie Taylor Greene, Thomas Massie und Joe Kent. Das sind Leute da draußen, die sich mit Donald Trump auseinandergesetzt und gesagt haben: Mit dem wollen wir nichts mehr zu tun haben. Damit sind sie automatisch qualifizierter für das Präsidentenamt als Donald Trump. Sogar mein Hund Maverick ist besser qualifiziert, Präsident zu sein, als Donald Trump!“

Scott Ritter, der in seinen Warnungen vor der Gefahr eines thermonuklearen Krieges kein Blatt vor den Mund nimmt, hat sich jetzt auch für die richtige Lösung entschieden. Wird ihm das amerikanische Volk folgen, um die Unabhängigkeit der USA von der aktuellen britischen „Operation Unthinkable“ zu erklären, damit sich Amerika wieder der Gemeinschaft der Nationen in einer Interessenharmonie anschließen kann? Heute, am 6. August, 81 Jahre später, ist dies die einzige Politik, für die es sich zu kämpfen lohnt.


Pressemitteilung des Schiller-Instituts und der Internationalen Friedenskoalition

Es folgt eine Pressemitteilung des Schiller-Instituts und der Internationalen Friedenskoalition.

Schreiben an Erzbischof John Wester, in dem Papst Leo XIV. aufgefordert wird, eine Friedenskonferenz einzuberufen, um die Atomkriegsgefahr zu beenden – unterzeichnet von namhaften Friedensorganisationen und Aktivisten

Am Freitag, dem 31. Juli, gab Jack Gilroy, ein langjähriger Friedensaktivist beim Pax-Christi-Rat des Staates New York, bei „Veterans for Peace“, „Ban Killer Drones“ sowie der Internationalen Friedenskoalition des Schiller-Instituts, bekannt, er habe in Zusammenarbeit mit anderen führenden Friedensaktivisten einen Brief an den katholischen Erzbischof John Wester verfasst, den stärksten Verfechter des Verbots von Atomwaffen aller US-Erzbistümer. (In Westers Diözese in Santa Fe, New Mexico, liegt auch die Atomforschungsanlage Los Alamos.) In dem Brief wird der Erzbischof dringend aufgefordert, Papst Leo XIV. zu ersuchen, eine internationale Friedens-Sonderkonferenz mit den Präsidenten Putin, Xi und Trump einzuberufen, um die derzeitigen Kriege zu beenden, die Stationierung von Atomwaffen bis an die russische Grenze zu stoppen und Atomwaffen zu verbieten, da wir vor der größten Gefahr eines Atomkriegs seit der Kubakrise stehen. Über 130 prominente Friedensaktivisten und mehrere führende Friedensorganisationen haben den Brief bereits unterzeichnet.

Gilroy erklärte auf der Konferenz, dass bei der Mobilisierung für die in diesem Brief geforderte diplomatische Initiative „vor allem Pax Christi und die Internationale Friedenskoalition in den vergangenen drei Wochen zusammengearbeitet haben, um das zu verwirklichen, wofür die Internationale Friedenskoalition steht: den Versuch, Krieg – insbesondere einen Atomkrieg – zu verhindern und wirtschaftliche Entwicklung als Alternative, als Antwort auf die ständige militärische Aufrüstung zu nutzen.“

„All das ist möglich“, erklärte Gilroy, „aber wir haben gefragt: ‚Wo finden wir die Antwort?‘ Und wir blicken auf die Geschichte zurück und sind der Meinung, dass Diplomatie funktionieren kann, ja sogar funktioniert. Doch Diplomatie in Gang zu bringen, ist … äußerst schwierig.“

Bei der Schilderung der diplomatischen Geschichte zur Verhinderung eines Atomkriegs führte Gilroy das berühmte Beispiel von Papst Johannes XXIII. während der Kubakrise von 1962 an, der in dem Brief ausführlich beschrieben wird. Ein Trio besorgter Bürger – der US-Journalist Norman Cousins, ein einflussreicher sowjetischer Bürger und der belgische Mönch Pater Felix Morlion – hatte damals gerade zufällig über die Notwendigkeit der nuklearen Abrüstung diskutiert, als Präsident Kennedy im nationalen Fernsehen eine Blockade Kubas ankündigte, nachdem dort sowjetische Raketen entdeckt worden waren. Mit Zustimmung von Kennedy und Chruschtschow wandte sich Morlion an den Papst, dessen Berater er war, und drängte ihn, zur Entschärfung der Krise beizutragen, die auf den Dritten Weltkrieg zuzusteuern drohte.

Der Papst willigte ein und verkündete eine sehr bewegende Botschaft für den Frieden. Darin hieß es unter anderem: „Die Hand aufs Herz für das Gewissen gelegt, möge jeder den verzweifelten Schrei hören, der aus allen Teilen der Erde zum Himmel emporsteigt: Frieden, Frieden! Wir erneuern diesen feierlichen Appell heute.“ Dieser ergreifende Ruf nach Frieden hatte eine enorme Wirkung sowohl auf Kennedy, den ersten katholischen Präsidenten, als auch auf Chruschtschow, der dafür sorgte, dass er vollständig auf der Titelseite der Prawda abgedruckt wurde. Chruschtschow bezeichnete die Rede als „den ersten Strahl echten Lichts“ während der Krise. Cousins fungierte daraufhin bis zum Tod des Papstes am 3. Juni 1963 als Verbindungsmann zwischen Kennedy, Chruschtschow und dem Papst. Sieben Tage später hielt Kennedy seine Abschlussrede an der American University, die den kraftvollsten und visionärsten Aufruf zum Frieden darstellte, den ein US-Präsident im 20. Jahrhundert jemals ausgesprochen hatte. Cousins hatte den ersten Entwurf dieser Rede verfasst, und Kennedy weigerte sich, den Geheimdiensten des Pentagons oder dem Außenministerium dabei ein Mitspracherecht einzuräumen.

Wie Jack Gilroy in seinem Brief an Erzbischof Wester feststellt: „Vor diesem Hintergrund dachten wir, es wäre vielleicht an der Zeit, dass heute etwas ähnliches geschieht.“ Papst Leo XIV., so merkte er an, habe bereits anlässlich des 80. Jahrestags der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki etwas in dieser Richtung vorgeschlagen, als er darum betete, dass die Bombenabwürfe ‘als Aufruf an die internationale Gemeinschaft dienen mögen, ihr Engagement für die Verfolgung eines dauerhaften Friedens für unsere gesamte Menschheitsfamilie zu erneuern – eines Friedens, der unbewaffnet ist und zur Abrüstung führt’. „Vielleicht könnte der Vatikan oder ein anderer neutraler Ort wie Wien oder Genf als Veranstaltungsort dienen.“

Gilroy schließt den Brief mit folgendem Appell an Erzbischof Wester: „Können Sie dabei helfen, diese Empfehlung an Papst Leo weiterzuleiten? Wir glauben, Sie als starker und hochangesehener Verfechter der Abschaffung von Atomwaffen wären der ideale Diplomat, um Papst Leo zu ermutigen, Putin, Trump und Xi Jinping an einen Tisch zu bringen, um ein Ende der Atomwaffen zu planen und einen neuen Weg der wirtschaftlichen Umstellung von einer Kriegswirtschaft hin zu wirtschaftlicher Entwicklung für alle Menschen überall zu ebnen. Ihre Fürsprache und Papst Leos starke Führungsrolle könnten uns aus dem reinen Wahnsinn, den wir derzeit erleben, herausführen.“

Jack Gilroy erklärte in seinem Vortrag auf der Konferenz am 31. Juli, dass einer der Unterzeichner des Briefes, Peter Kuznick, Professor für Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute an der American University in Washington, D.C., am 25. Juli Hauptredner auf einer Friedenskonferenz in Nagasaki war, wo Kuznick vor zahlreichen japanischen Amtsträgern die Bedeutung einer breiten internationalen Verbreitung dieses Briefes hervorhob. Mehrere japanische Persönlichkeiten haben den Brief bereits unterzeichnet. Kuznick hat diesen Appell an den Papst zudem kürzlich in einem Webinar von Consortium News mit dem Titel „Wie nah sind wir einem Atomkrieg?“ vorgestellt, gemeinsam mit dem Mitunterzeichner Ray McGovern, einem ehemaligen CIA-Analysten und Mitbegründer der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS); moderiert wurde die Veranstaltung von Joe Lauria, Chefredakteur von Consortium News.

Während wir uns auf die sprichwörtlichen „Guns of August“ zubewegen, macht Gilroys Brief deutlich, dass „wir uns einem Atomkrieg so stark nähern wie damals während der Kubakrise 1962. Diese Krise endete mit diplomatischen Bemühungen, die die Welt retteten, und Papst Johannes XXIII. spielte dabei eine Schlüsselrolle.“ Heute ruft er prominente Persönlichkeiten weltweit dazu auf, Papst Leo XIV. zu drängen, dieselbe Rolle zu übernehmen, und er fordert weitere Friedensaktivisten und -organisationen auf, den Brief zu unterzeichnen.

Dieser Brief wurde in Zusammenarbeit mit dem Pax-Christi-Rat des Staates New York sowie Rosemarie Pace, Ed.D., Koordinatorin von PCNYS, der USA Palestine Solidarity Working Group und der Pax-Christi-International-Arbeitsgruppe für den Sudan verfasst.

Hier ist ein Link zum Brief mit der Liste der Unterzeichner.

Der Brief wurde von sieben Preisträgern des jährlich von Pax Christi USA verliehenen „Teacher of Peace“-Preises unterstützt: Jim Albertini (2010); Roy Bourgeois (1997); Marie Dennis (2022); James W. Douglass (1994); Kathy Kelly (1998); William Quigley (2003) und Martin Sheen (1999). Erzbischof Wester ist der diesjährige Preisträger des „Teacher of Peace“-Preises.

Zu den zahlreichen prominenten Persönlichkeiten, die den Brief unterstützen, gehören unter anderem: Professor Richard Falk; Ira Helfand; Professor Peter Kuznick; der ehemalige US-Kongressabgeordnete Dennis Kucinich; Helga Zepp-LaRouche (Gründerin des Schiller-Instituts), Melissa Parke (Geschäftsführerin von ICAN); Susan Schnall (Präsidentin von „Veterans for Peace USA“); Oberst a. D. Lawrence Wilkerson; Oberst a. D. Ann Wright sowie Professorin Ivana Hughes (Präsidentin der „Nuclear Age Peace Foundation“). Weitere Informationen zu diesen und allen anderen Unterzeichnern sowie deren organisatorische Zugehörigkeit entnehmen Sie bitte der vollständigen Liste.

Zu den amerikanischen Organisationen, die den Brief unterstützt haben, gehören: „Veterans for Peace“ und „Historians for Peace and Democracy“.

Für weitere Informationen und/oder um Ihren Namen dem Brief hinzuzufügen, wenden Sie sich bitte an Ron Bettag unter ronbettag@gmail.com


Auf der Eskalationsleiter zum Nuklearkrieg: Wo sind verantwortliche Persönlichkeiten?

Von Helga Zepp-LaRouche

Die strategische Lage droht kurzfristig mit zwei eskalierenden regionalen Kriegen – in der Ukraine und im Nahen Osten – vollkommen aus der Kontrolle zu geraten und entweder innerhalb von Wochen und höchstens Monaten in eine globale Wirtschaftsdepression zu münden oder vielleicht sehr bald zu einem nuklearen dritten Weltkrieg zu führen. Diese existentielle Sorge wird von einem Großteil der Bevölkerung des sogenannten kollektiven Westens geteilt, ohne daß das politische Establishment dieses Westens – von wenigen Ausnahmen abgesehen – auch nur den geringsten Versuch unternehmen würde, den Krieg in der Ukraine durch Diplomatie und auf dem Verhandlungsweg zu Ende bringen zu wollen. Solche Anstrengungen gibt es zwar in Bezug auf den Krieg gegen den Iran, aber es fehlt ihnen bislang an der notwendigen Programmatik und deshalb auch an der erforderlichen Durchschlagskraft.

Im sogenannten Nahen Osten, besser Südwestasien, sind die USA dabei, mit ihren wiederholten Bombardierungen in einem strategischen Sumpf zu versinken, wobei am Ende kein Gewinner stehen kann, was aber unsägliches Leid über Millionen von Zivilisten vieler Länder, die weitere Verarmung der Ärmsten dieser Welt, neue Flüchtlingskatastrophen und im schlimmsten Fall die Eskalation zu einem globalen Krieg mit sich bringen wird.

Dieser zweimalige unprovozierte Angriffskrieg gegen den Iran hat die Machtverhältnisse in der Region schon jetzt nachhaltig verändert: Die stärkste Militärmacht der Welt, die USA, und Israel, ebenfalls eine extrem starke Militärmacht, haben es nicht vermocht, mit dem Iran eine mittelstarke Nation zu besiegen, deren Resilienz offensichtlich dramatisch unterschätzt wurde. Die einseitige Aufkündigung des am 17. Juni unterzeichneten Memorandum of Understanding durch die USA war gleichfalls unprovoziert, denn im Artikel 5 dieses MOUs wurde dem Iran offiziell die Kontrolle über die Straße von Hormus zugestanden. Damit haben die USA – eingestanden oder nicht – nach Vietnam, Afghanistan, Irak, Syrien sowie einigen anderen Rückzügen nun auch den Irankrieg verloren.

Die Staaten des Golf-Kooperationsrats werden so oder so die Konsequenz daraus ziehen müssen, daß die US-Militärbasen in ihren Staaten ihnen nicht die versprochene Sicherheit garantierten, sondern sie zu Zielscheiben der iranischen Gegenschläge machte. Die jüngsten beidseitigen Angriffe auf zivile Infrastruktur und vor allem Entsalzungsanlagen drohen diese Wüstenstaaten zu entvölkern. Kuweit ist zu ca. 42% von entsalztem Wasser abhängig, die VAE zu 52%, Bahrein zu 68% und Katar zu 77% – und ohne die Entsalzungsanlangen sind die Staaten im wesentlichen Wüste, worin niemand leben kann.

Nach 13 Nächten erbarmungsloser amerikanischer Angriffe auf militärische und zivile Anlagen im Iran gibt es nun eine Unterbrechung, die wohl weniger den Vorwürfen zu verdanken ist, daß es dabei zu Kriegsverbrechen gekommen sei, als vielmehr einer Verknappung von Munition auf Seiten der USA – was man laut dem US-Botschafter Mike Waltz aber nicht sagen darf, wenn man nicht im Gefängnis landen will – sowie dem Protest der Golfstaaten, die um ihre Existenz fürchten.

Zusätzlich hat der erneute Schlagabtausch zwischen Jemen und Saudi-Arabien demonstriert, was der Weltwirtschaft blüht, wenn die Meerenge vom Bab-el-Mandab blockiert wird, wodurch 12-15% des Welthandels und ca. 30% der Container-Schiffahrt den weiten Umweg um das Kap der Guten Hoffnung in Afrika nehmen müßten.

Ungeachtet der von Trump verursachten täglichen Schwankungen bezüglich der Chancen, daß dieser willkürlich vom Zaun gebrochene Krieg doch noch durch einen „Deal“ beendet werden könnte, schwebt weiter das Damoklesschwert über unser aller Köpfe, daß der Rat einiger Kriegstreiber befolgt werden könnte, mit US-Bodentruppen im Iran einzufallen, was zu massiven Transporten von Leichensäcken mit toten Soldaten nach Hause führen würde – und als letzte Himmelsfahrt-Option der Einsatz von taktischen Atomwaffen zur Eliminierung der iranischen Nuklearanlagen.

Wenn es zu dieser ebenso unmenschlichen wie aus Verzweiflung gespeisten Wahnsinnstat käme, bestünde die Gefahr einer sofortigen Eskalation über die Region hinaus. Auch wenn der Iran keinen formellen militärischen Beistandspakt mit irgendeinem anderen Land hat, ist kaum vorstellbar, daß Rußland und China dem Einsatz von Nuklearwaffen gegen den Iran tatenlos zusehen würden. Die amerikanische Autorin Annie Jacobsen betonte dieser Woche in einem Interview, jedem im Pentagon, der dieses Szenario durchgespielt hat, sei klar, daß ein Atomkrieg, wie auch immer er beginnt, nur auf eine Weise endet: mit der totalen apokalyptischen Vernichtung.

Es ist eine beinahe makabre Spekulation zu fragen, welcher Krieg der gefährlichere ist – der gegen den Iran oder der in der Ukraine, bei dem es sich in Wirklichkeit um einen Stellvertreterkrieg der NATO gegen Rußland handelt.

General a.D. Harald Kujat, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, warnte kürzlich gegenüber der Schweizer Zeitung Zeitgeschehen im Fokus, indem er Helmut Schmidt zitierte, daß sich die Situation wie im August 1914 von Tag zu Tag verschärfe. Er warf der westlichen politischen Führung vor, sie hätten zu keinem Zeitpunkt versucht, den Krieg durch Diplomatie zu verhindern, sondern im Gegenteil alles daran gesetzt, ihn zu verlängern und finanziell, politisch und materiell zu unterstützen.

Kujat rechnet schonungslos mit den westlichen und vor allem der deutschen Regierung ab: die mehrfachen Überschreitungen absoluter roter Linien Rußlands, wie die Angriffe der Ukraine mit NATO- bzw. US-Unterstützung beim Angriff auf strategische Ziele der nuklearen Triade Rußlands, die Versuche der deutschen Regierung, den NATO-Beitritt der Ukraine zu befördern – eine weitere absolute rote Linie Rußlands – sowie generell die faktische Beteiligung der NATO am Krieg der Ukraine gegen Rußland, der ohne massive Waffenlieferungen, Finanzzuschüsse, Training, Satellitenaufklärung und Echtzeit-Zieldaten etc. längst zu Ende wäre, was von Rußland genau so bewertet wird.

Kujat weist hier die Behauptung, der kommende Krieg mit Rußland, auf den die Bevölkerung täglich durch Propaganda eingestimmt wird, sei unvermeidbar, ebenso energisch zurück wie in vielen anderen Artikeln, indem er auf das fehlende Cui bono und die mangelnden Kapazitäten Rußlands hinweist, ein Land Europas zu überfallen. Umgekehrt drohten der konventionelle Krieg, auf den Europa sich vorzubereiten scheine, und eine zeitlich verzögerte und insgesamt fragliche Beteiligung der USA eine Situation zu erzeugen, in der keine Seite einen schnellen Sieg erringen kann und deshalb die Gefahr des Ersteinsatzes von Nuklearwaffen der einen oder anderen Seite entsteht, um eine Entscheidung zu erzwingen. Kujat zufolge würde ein nuklearer Winter mindestens 50 Jahre andauern.

Auch wenn beide Kriege vordergründig unterschiedliche auslösende Faktoren hatten, hat die zugrundeliegende Dynamik bei beiden dieselbe Ursache: Der Westen insgesamt konnte der Versuchung nicht widerstehen, sich nach dem Ende des Kalten Krieges einem arroganten Triumphalismus zu ergeben. Auch wenn es zunächst die anglo-amerikanischen Neokonservativen waren, die versuchten, eine unipolare Weltordnung zu errichten, waren es später die Europäer, die sich diesem Versuch anpaßten und sogar Trumps anfänglich vielleicht ernst gemeine Friedenspolitik durch eine „Koalition der Willingen“ sabotierten. Die unsägliche Dämonisierung Rußlands flammte erst wieder auf, als sich Putin anschickte, Rußlands Rolle als Weltmacht geltend zu machen, und die Eindämmung Rußlands zu stoppen suchte. Und China hat sich nichts zuschulden kommen lassen – außer gegen die Wolfowitz-Doktrin zu verstoßen, die besagt, es dürfe nicht zugelassen werden, daß jemals ein Staat oder eine Gruppe von Staaten die USA politisch, wirtschaftlich oder militärisch an Stärke überholt.

Als Resultat dieser grenzenlosen Selbstüberschätzung führender Kreise im Westen, die westliche Dominanz in der Welt als Erbrecht anzunehmen, und einer langen Reihe von Fehlern und Mißmanagement sowie dem vollständigen Fehlen einer positiven Vision für die Zukunft, an deren Stelle nun ein aggressiver Militarismus tritt, liegt nun die bisherige Weltordnung in Scherben. Wir haben, wenn überhaupt, nur noch ein ganz kleines Zeitfenster, um mit ernstgemeinter Diplomatie diese Kriege zu beenden und das zerstörte Vertrauen wieder aufzubauen.

Es gibt nur einen aussichtsreichen Weg, wie der Weltfrieden zu retten ist: Wir müssen umgehend die Errichtung einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf die internationale Tagesordnung setzen und ernsthaft neue Rahmenbedingungen für die internationalen Beziehungen schaffen. Dabei müssen die UN-Charta, die Fünf Prinzipien der Friedlichen Koexistenz und die Erfahrungen des Westfälischen Friedens zugrunde gelegt werden, daß eine Friedensordnung nur erfolgreich sein kann, wenn sie die Interessen „des anderen“ berücksichtigt. Mit anderen Worten, das Prinzip der unteilbaren Sicherheit muß wieder Geltung erlangen. Neben dem Vorschlag des Schiller-Instituts für eine solche neue Architektur, der in den „Zehn Prinzipien“ formuliert ist, hat bisher China mit seinen vier globalen Initiativen, vor allem aber der „Global Governance Initiative“, den umfassendsten Vorschlag in dieser Hinsicht gemacht.

Der Monat August muß intensiv genutzt werden, um die Ausformulierung der Diskussion um eine neue Architektur vorzubereiten, erste diplomatische Vorbereitungen in Gang zu setzen und entsprechende Schritte in den Parlamenten und anderen relevanten Institutionen zu unternehmen. Die diesjährige UN-Vollversammlung ist – falls wir überhaupt noch bis in den September kommen werden – die vielleicht letzte Chance der Menschheit, ihrer Auslöschung zu entgehen.

Kujat schreibt in dem zitierten Artikel: „Damit es nicht zum Äußersten kommt, ist jetzt mehr denn je die Bereitschaft der Europäer gefordert, Fehleinschätzungen zu korrigieren und Realitätssinn, Verantwortungsbewußtsein und Vernunft walten zu lassen. In der derzeitigen Lage müssen Verhandlungen über ein Kriegsende nicht nur als Verhinderung eines großen europäischen Krieges, sondern auch als Chance gesehen werden, eine militärische Niederlage der Ukraine abzuwenden und den Fortbestand als souveräner, unabhängiger und zukunftsfähiger Staat zu sichern. Jetzt sind Persönlichkeiten gefragt, die über strategisches Urteilsvermögen und sicherheitspolitischen Weitblick verfügen und sich von den deutschen Interessen und dem Friedensgebot der Verfassung leiten lassen, um Wege aus der Gefahr eines großen europäischen Krieges zu finden.“

Diese Persönlichkeiten, die es in allen Ländern gibt, müssen jetzt hervortreten und ihre Verantwortung unter Beweis stellen. Es geht um das Friedensgebot des deutschen Grundgesetzes und um die Frage, ob wir als menschliche Gattung moralisch überlebensfähig sind.

helga-zepp@proton.me


Der Weg in den Krieg ist ein Weg ohne Wiederkehr

Bericht vom 164. wöchentlichen Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 164. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 24. Juli begann mit einer Einführung von Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, die auf sehr wichtige aktuelle Äußerungen des pensionierten Vier-Sterne-Generals der deutschen Luftwaffe, Harald Kujat, hinwies. Für ihn wie für sie sei es unbegreiflich, wie die Regierungen der Welt die Lehren der Geschichte so sehr außer Acht lassen können, daß sie ernsthaft einen Dritten Weltkrieg in Betracht ziehen könnten. Sie bezog sich dabei konkret auf die Drohung eines US-Angriffs auf unterirdische iranische Anlagen tief im Pickaxe Mountain, „außerhalb der Reichweite von Bunkerbrecher-Bomben… Was dort im Raum steht, ist die Möglichkeit, daß eine Atomwaffe eingesetzt werden könnte.“

Durch die Blockade der Straße von Hormus und der Meerenge von Bab el-Mandab am Eingang zum Roten Meer, die beide für den Transport zahlreicher Güter wie Rohöl und Ölprodukte, Flüssigerdgas und Düngemittel von entscheidender Bedeutung sind, „ist eine weltweite Hungerkrise vorprogrammiert“. Sie erwähnte auch das „seltsame Abkommen“ von US-Präsident Trump mit Saudi-Arabien, das angeblich Unterstützung bei der Entwicklung der Kernenergie in dem Land vorsieht, von Saudi-Arabien jedoch auch die Unterzeichnung der Abraham-Abkommen mit Israel verlange, was die Saudis auf keinen Fall tun werden. Leider seien wir nach 164 Wochen IPC-Sitzungen „näher an einem Atomkrieg als zu Beginn“.

Jack Gilroy ist ein regelmäßiger IPC-Teilnehmer, der Veterans for Peace, Pax Christi – New York State und Pax Christi International vertritt. Er betonte gleich zu Beginn, die Menschen könnten nicht länger mit der Realitätsverleugnung leben, was die Kriegsgefahr angeht. Er erinnerte daran, wie Präsident John F. Kennedy während der Kubakrise vertraute Freunde wie Norman Cousins hinter den Kulissen als Vermittler zu Papst Johannes XXIII. einsetzte. Anschließend berichtete er über den aktuellen Stand des Schreibens seiner Organisation an den amerikanischen Erzbischof Wester, das gerade verschickt wurde.

Im Schatten von Jonathan Pollard

Jose Vega, unabhängiger Kandidat für den 15. Kongreßwahlkreis von New York in der Bronx, informierte die Teilnehmer über Abschnitt 219 des Verteidigungshaushalts (National Defense Authorization Act, NDAA) für 2027. Dieser Abschnitt, „Amerikanisch-Israelische Initiative zur Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigungstechnologie“, müsse eigentlich „Jonathan-Pollard-Initiative“ heißen, weil damit Israels Militär Geheimdienstinformationen erhielte, wie sie dieser Spion einst für Israel gestohlen hatte, wofür er wegen Spionage im Gefängnis saß. Das NDAA wurde mit diesem unsinnigen Abschnitt sei inzwischen leider vom Repräsentantenhaus verabschiedet worden, jetzt konzentriere sich der Kampf auf den Senat, der noch nicht zugestimmt hat. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schreibe sich diesen Abschnitt persönlich als Verdienst zu; angeblich werde Israel damit vom „Hilfsempfänger“ aus den USA zum offiziellen „Partner“. Die landesweite Kontroverse um den Plan sei den Bemühungen der IPC und des ehemaligen Kongreßabgeordneten Dennis Kucinich zu verdanken, die ihn aufgedeckt haben. Vega erwähnte viele Journalisten und Podcaster aus dem linken wie rechten politischen Spektrum, die darüber berichtet haben. Sogar die bekannte „linke“ demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez aus dem 14. Wahlbezirk von New York (zu dem Teile der Bronx und von Queens gehören) habe sich geäußert.

Professor Clifford Kiracofe vom Washington Institute for Peace and Development erklärte, warum Anrufe und E-Mails an gewählte Volksvertreter wichtig sind. Handgeschriebene Postkarten seien vielleicht das wirksamste Kommunikationsmittel, weil sie unmittelbar zugänglich und persönlich sind (Briefe an den Kongreß werden aus Sicherheitsgründen oft erst spät geöffnet). Er erläuterte auch, wie der umstrittene Abschnitt 219 im Vermittlungsverfahren zwischen Repräsentantenhaus und Senat gestrichen werden könnte.

Zur Notwendigkeit einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, wie sie Zepp-LaRouche vorgeschlagen hat, betonte er: „Es ist äußerst wichtig, daß wir diese Vision vor Augen haben.“ Er erinnerte daran, daß der Philosoph Friedrich Nietzsche eine wichtige Triebkraft hinter dem Aufstieg des Militarismus im 19. Jahrhundert war, daß es damals aber auch viele diplomatische Konferenzen gab. Das bräuchten wir heute wieder.

Die Moderatorin Anastasia Battle teilte die Nummer der Vermittlungsstelle des Kongresses mit, damit US-Bürger die Büros ihrer Abgeordneten und Senatoren anrufen können.

Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS), rechnete mit einen groß angelegten Angriff der USA auf den Iran, noch am Tag der IPC-Sitzung, aber nach Börsenschluß. Die Reaktion des Irans würde sich gegen Israel richten, u.a. gegen dessen Raffinerien, die Diesel und Flugbenzin produzieren. Es sei offensichtlich, daß Rußland und China den Iran unterstützen. Beide Länder seien daran interessiert, die Reaktion der USA auf ihre Waffentechnologie zu testen, und sie seien froh darüber, wenn die USA ihr Waffenarsenal aufbrauchen.

Zepp-LaRouche antwortete, wenn ein solcher US-Angriff „geschieht, dann befinden wir uns in einer neuen Geometrie der Zerstörung“.

Kiracofe bat Johnson um eine Einschätzung zu Pakistan. Johnson erklärte, die USA hätten jetzt dort großen Einfluß, unter anderem, weil Pakistan eine US-Finanzhilfe von 10 Milliarden Dollar beantragt hat. Viele in Pakistan seien überzeugt, daß der inhaftierte Ex-Präsident Imran Khan auf undemokratische Weise aus dem Amt gedrängt wurde. Die Berichte über inneren Zwist im Iran seien dagegen übertrieben und propagandistisch.

Kiracofe verwies auf sein 2024 erschienenes Buch Dark Crusade: The Israel Lobby and Christian Zionism“ („Finsterer Kreuzzug: die Israel-Lobby und der christliche Zionismus“). Er ging kurz auf die Geschichte des christlichen Zionismus ein, der in Rußland, China und dem Iran Bösewichte sieht, die besiegt werden müssen, damit die biblische Apokalypse eintritt. Die Briten hätten diese Bewegung für ihre geopolitischen Zwecke genutzt, in der typischen Art von Lord Palmerston, britischer Premierminister und Außenminister Mitte des 19. Jahrhunderts. „Ehrlich gesagt ist das ein Thema für die Spionageabwehr“, sagte Kiracofe und warnte, der selbsternannte „Kriegsminister“ Pete Hegseth und der US-Botschafter in Israel Mike Huckabee seien selbst christliche Zionisten. Alle etablierten Kirchen betrachteten diese Ideologie als Ketzerei, dennoch spiele sie in der US-Politik eine Schlüsselrolle, daher komme auch der Abschnitt 219 des NDAA.

Zepp-LaRouche betonte: „Die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten nun nach dem Vorbild Palmerstons handeln, ist kein Zufall.“ Als die Briten im 19. Jahrhundert erkannten, daß sie die USA militärisch nicht besiegen konnten, hätten sie sich auf die Strategie verlegt, Amerika davon zu überzeugen, eine britisch-imperiale Weltanschauung zu übernehmen. Das sei eine der Ironien der Geschichte, und es gebe noch weitere: „In Deutschland hat man kein Problem damit, sich dem Kampf gegen den Internationalen Gerichtshof und den Internationalen Strafgerichtshof anzuschließen.“

Johnson sagte abschließend: „Das einzige Land der Welt, das konsequent gegen jedes internationale Abkommen verstoßen hat, sind die Vereinigten Staaten … Es ist nicht China, das über 700 Militärstützpunkte auf der ganzen Welt verteilt hat.“ Dennoch hätten die Vereinigten Staaten die Illusion, daß „wir die Guten sind“.

Diskussion

Zepp-LaRouche erklärte, die UN-Vollversammlung sei der unmittelbare Brennpunkt für die internationale Zusammenarbeit im Dienste des Friedens. Sie wies darauf hin, daß die ASEAN-Staaten gerade eine Erklärung gegen den US-Krieg gegen den Iran abgegeben haben. Die BRICS-Staaten, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, würden alle von den Neokonservativen mit verschiedenen Formen der internen Destabilisierung ins Visier genommen.

Eine Britin, die regelmäßig an den IPC-Veranstaltungen teilnimmt, lobte die Arbeit der mutigen italienischen Juristin Francesca Albanese, die seit Mai 2022 UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete ist, und kündigte die Veröffentlichung von Albaneses neuem Buch an, When the World Sleeps: Stories, Words, and Wounds of Palestine („Während die Welt schläft: Geschichten, Worte und Wunden Palästinas“).

Ein Landwirt-Aktivist aus Missouri berichtete darüber, wie seine Organisation Materialien von EIR und der IPC in ihren Aktivitäten nutzt, und befürwortete die Praxis, beim US-Kongreß anzurufen.

Zepp-LaRouche sagte in ihren abschließenden Bemerkungen: „In Europa und in den Vereinigten Staaten findet ein unglaublicher Abbau der Bürgerrechte statt.“ Nötig seien jetzt internationale Verträge, um den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) für militärische Zwecke einzudämmen. Sie forderte die Teilnehmer auf, Jack Gilroys Brief an ihre jeweiligen religiösen Institutionen weiterzuleiten, und warnte: „Viele von ihnen sprechen eine Sprache, die nicht die Sprache des Friedens ist.“ Der Papst habe gesagt: „Der Weg in den Krieg ist ein Weg ohne Wiederkehr“, und das sollte sehr ernst genommen werden. Sie forderte alle auf, den Artikel von General Kujat möglichst weit zu verbreiten. eir


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Auf der Eskalationsleiter zum Nuklearkrieg: Wo sind verantwortliche Persönlichkeiten?

Mittwoch, 29. Juli 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

In Ihrem kürzlich veröffentlichten Artikel Auf der Eskalationsleiter zum Nuklearkrieg: Wo sind verantwortliche Persönlichkeiten? wendet sich Helga Zepp-LaRouche der aktuellen Gefahr eines Nuklearkrieges zu, der aus einer Eskalation in einem der beiden brisanten Krisenherde – der Ukraine und dem Nahen Osten – resultieren könnte.

Zepp-LaRouche schreibt:

Die strategische Lage droht kurzfristig mit zwei eskalierenden regionalen Kriegen – in der Ukraine und im Nahen Osten – vollkommen aus der Kontrolle zu geraten und entweder innerhalb von Wochen und höchstens Monaten in eine globale Wirtschaftsdepression zu münden oder vielleicht sehr bald zu einem nuklearen dritten Weltkrieg zu führen. Diese existentielle Sorge wird von einem Großteil der Bevölkerung des sogenannten kollektiven Westens geteilt, ohne daß das politische Establishment dieses Westens – von wenigen Ausnahmen abgesehen – auch nur den geringsten Versuch unternehmen würde, den Krieg in der Ukraine durch Diplomatie und auf dem Verhandlungsweg zu Ende bringen zu wollen. Solche Anstrengungen gibt es zwar in Bezug auf den Krieg gegen den Iran, aber es fehlt ihnen bislang an der notwendigen Programmatik und deshalb auch an der erforderlichen Durchschlagskraft.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in Ihrem wöchentlichen Live-Dialog an und diskutieren Sie mit ihr die Implikationen des Artikels und die aktuelle strategische Lage.


Jugendbewegung des Schiller-Instituts erzielt einen wichtigen Durchbruch

E.I.R. Nachrichten, 18.7. 2026 – Die von der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, und der ehemaligen südafrikanischen Außenministerin Dr. Naledi Pandor geleitete Diskussion mit motivierten jungen Menschen aus aller Welt am 18. Juli markiert einen deutlichen Fortschritt bei der Beteiligung der Jugend. Dies stellte Frau Zepp-LaRouche während der vierstündigen Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen, Fragen und Diskussionen selbst fest. Die Gesamtteilnehmerzahl der Zoomkonferenz konnte nicht genau beziffert werden, doch nahmen mindestens 60 Teilnehmer in Gruppen teil, die sich in südamerikanischen, europäischen und afrikanischen Ländern sowie in den Vereinigten Staaten versammelt hatten. Deren führende Vertreter hielten selbst Vorträge. Darüber hinaus erwähnte der Moderator Daniel Burke vom Schiller-Institut an einer Stelle „einzelne Teilnehmer“ aus einer langen Liste von Ländern namentlich.

Während der Konferenz stellte Burke eine neue Website der Jugendbewegung des Schiller-Instituts vor, die es jungen Menschen auf der ganzen Welt ermöglichen wird, sich anzumelden, Fragen zu stellen oder um Kontaktaufnahme zu bitten, sich über Treffen zu informieren, Publikationen zu abonnieren usw.

Helga Zepp-LaRouche schlug vor, daß sich die Jugendbewegung des Schiller-Instituts angesichts des bemerkenswerten Wachstums, das durch zwei solcher internationaler Treffen in diesem Jahr bisher erzielt wurde, fortan regelmäßig treffen sollte, zunächst viermal im Jahr.

Nach den Vorträgen von Zepp-LaRouche und Pandor folgten mehrere Fragerunden, die Vorstellung von Plänen und lokale Präsentationen. In ihren abschließenden Bemerkungen empfahl Zepp-LaRouche den Jugendlichen, den Aufruf zum Handeln bezüglich „Transaqua“ aufzugreifen, dem seit langem geplanten und seitdem ins Stocken geratenen großen Wasserprojekts für Afrika, dessen Schwerpunkt auf dem Tschadsee und dem Kongo-Fluß liegt; dieser Aufruf kommt von einer Gruppe afrikanischer Studierender in Europa. Außerdem blickte sie erwartungsvoll auf die Vollversammlung der Vereinten Nationen im September in New York, bei der China voraussichtlich eine Resolution zur globalen Regierungsführung („Governance“) einbringen wird.

🌐 Werdet aktiv und schliesst Euch der Bewegung an!

Wir brauchen jungen Menschen mit einer Vision, um eine bessere Zukunft zu gestalten. Hier gibt es Wege wie Ihr Euch jetzt einbringen könnt:

#SchillerInstitute #YouthMovement #PeaceThroughDevelopment #GlobalSouth #HelgaZeppLaRouche #NalediPandor #OasisPlan #EconomicSovereignty #NelsonMandelaDay #PhysicalEconomics


Internationale Friedenskoalition #164, 24.07.2026, 17.00 Uhr

General Kujat spricht die Wahrheit: Wir steuern auf einen Atomkrieg zu, der die Zivilisation zerstören würde

164. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

General Kujat spricht die Wahrheit: Wir steuern auf einen Atomkrieg zu, der die Zivilisation zerstören würde

24. Juli 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Jack Gilroy (Veterans for Peace, Pax Christi – Upstate NY, Pax Christi International), Larry Johnson (ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied von Veteran Intelligence Professionals for Sanity / VIPS) sowie weitere Redner, die noch bekannt gegeben werden.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Am 10. Juli veröffentlichte das Royal United Services Institute (RUSI), der offizielle Verteidigungs-Thinktank der britischen Monarchie, einen Artikel, in dem locker „vorhergesagt“ wird, dass „der nächste globale Schock 25 Jahre nach dem 11. September unendlich viel schlimmer sein könnte“, da dabei Atomwaffen zum Einsatz kommen würden. Der Autor Tim Willasey-Wilsey, Senior Associate Fellow am RUSI, versucht keineswegs, eine solch katastrophale Entwicklung abzuwenden; vielmehr geht er davon aus, dass ein „globaler Schock, der Pearl Harbor und dem 11. September in nichts nachsteht“, unvermeidlich sei.

Des weiteren warnte Harald Kujat in einem Interview auf YouTube mit folgenden Worten vor dem militärischen Aufrüstungswettlauf gegen Russland. General Kujat ist ein pensionierter deutscher Vier-Sterne-General der Luftwaffe, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und war von 2002 bis 2005 Vorsitzender des NATO-Militärausschusses.

„Wir haben es mit einer Nuklearmacht zu tun – nämlich der größten Nuklearmacht auf dieser Erde. … Durch den Einsatz von Nuklearwaffen sind wir in der Lage, das Ende der Welt herbeizuführen. Und wenn das kein Ansporn ist, eine Eskalation in einem Krieg mit der größten Nuklearmacht zu verhindern, dann weiß ich nicht, was noch dazukommen soll. Das Mindeste wäre doch, dass hier in Europa durch den Einsatz von Nuklearwaffen ein mindestens 50-jähriger nuklearer Winter eintritt.

Wie soll denn dieser europäische Kontinent überleben, wenn es hier einen Krieg gibt? Wir haben doch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs erlebt. Ein zukünftiger Krieg würde doch das um ein Vielfaches übertreffen. Wo bleibt diese historische Kenntnis eigentlich bei unseren Politikern? Wo bleibt das Verständnis für die Gefahren, denen wir heute ausgesetzt sind?“

Wir von der Internationalen Friedenskoalition, die sich wöchentlich zusammenfindet, stimmen dieser Feststellung von General Kujat voll und ganz zu, dass die Welt – nicht nur Europa – in einen Abgrund des Krieges abrutscht, der mit jedem Tag wahrscheinlicher zu einem Atomkrieg zu werden scheint, von dem sich keine Nation erholen würde; und zum jetzigen Zeitpunkt kann niemand sagen, wie lange es noch dauern wird, bis wir diesen Abwärtstrend nicht mehr umkehren können.

Helga Zepp-LaRouche, die Initiatorin der Internationalen Friedenskoalition und Gründerin des Schiller-Instituts, bemerkte heute, dass General Kujats Aussage die Sichtweise auf die Zukunft der Menschheit zum Ausdruck bringt, die sie schon seit einiger Zeit vertritt. „Wir waren noch nie zuvor in einer derart großen Gefahr“, sagte sie, weder während der Kubakrise noch im Zweiten Weltkrieg.

Der Marsch in den Weltkrieg muss gestoppt werden, bevor die arrogante und ignorante Selbstsicherheit so vieler politischer „Führer“ des Westens ihn unaufhaltsam macht.

Es ist unerlässlich, dass wir unsere Stimme gegen diese unmittelbare Bedrohung erheben, dagegen demonstrieren und auf jede erdenkliche Weise aktiv werden – dies ist eine besondere Verantwortung für Amerikaner –, und für jeden, wo auch immer, ist es notwendig zu handeln, um die westliche Kriegsfraktion zu stoppen und die Welt hin zu einer neuen Architektur für Entwicklung, Sicherheit und Frieden zu bewegen.

Angesichts der Eskalation des Krieges, des wirtschaftlichen Zusammenbruchs und der nuklearen Bedrohung steht unsere Existenz auf dem Spiel. Diese Perspektive wird am 31. Juli bei einem von Nachrichtendienst EIR.news und der Internationalen Friedenskoalition gemeinsam veranstalteten Krisenforum umfassend erörtert werden: „Die Einwanderungskrise durch Entwicklung lösen: Was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen“.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Jack Gilroy (Veterans for Peace, Pax Christi – Upstate NY, Pax Christi International), Larry Johnson (ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied von Veteran Intelligence Professionals for Sanity / VIPS) sowie weitere Redner, die noch bekannt gegeben werden.


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Steuern wir jetzt wirklich auf einen Krieg gegen Russland zu?

Mittwoch, 22. Juli 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

In einem Interview auf YouTube warnte Harald Kujat mit folgenden Worten vor dem militärischen Aufrüstungswettlauf gegen Russland. General Kujat ist ein pensionierter deutscher Vier-Sterne-General der Luftwaffe, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und war von 2002 bis 2005 Vorsitzender des NATO-Militärausschusses.

„Wir haben es mit einer Nuklearmacht zu tun – nämlich der größten Nuklearmacht auf dieser Erde. … Durch den Einsatz von Nuklearwaffen sind wir in der Lage, das Ende der Welt herbeizuführen. Und wenn das kein Ansporn ist, eine Eskalation in einem Krieg mit der größten Nuklearmacht zu verhindern, dann weiß ich nicht, was noch dazukommen soll. Das Mindeste wäre doch, dass hier in Europa durch den Einsatz von Nuklearwaffen ein mindestens 50-jähriger nuklearer Winter eintritt.

Wie soll denn dieser europäische Kontinent überleben, wenn es hier einen Krieg gibt? Wir haben doch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs erlebt. Ein zukünftiger Krieg würde doch das um ein Vielfaches übertreffen. Wo bleibt diese historische Kenntnis eigentlich bei unseren Politikern? Wo bleibt das Verständnis für die Gefahren, denen wir heute ausgesetzt sind?“

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Wir vom Schiller-Institut, das die Internationale Friedenskoalition gegründet hat und wöchentlich einberuft, stimmen dieser Feststellung von General Kujat voll und ganz zu, dass die Welt – nicht nur Europa – in einen Abgrund des Krieges abrutscht, der mit jedem Tag wahrscheinlicher zu einem Atomkrieg zu werden scheint, von dem sich keine Nation erholen würde; und zum jetzigen Zeitpunkt kann niemand sagen, wie lange es noch dauern wird, bis wir diesen Abwärtstrend nicht mehr umkehren können.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, bemerkte heute, dass General Kujats Aussage die Sichtweise auf die Zukunft der Menschheit zum Ausdruck bringt, die sie schon seit einiger Zeit vertritt. „Wir waren noch nie zuvor in einer derart großen Gefahr“, sagte sie, weder während der Kubakrise noch im Zweiten Weltkrieg.

Der Marsch in den Weltkrieg muss gestoppt werden, bevor die arrogante und ignorante Selbstsicherheit so vieler politischer „Führer“ des Westens ihn unaufhaltsam macht.

Deshalb organisieren wir unsere politischen Aktivitäten und wirtschaftlichen Kooperationen sowie die unabhängigen Wahlkampagnen von Diane Sare für das US-Präsidentenamt, von Jose Vega im Wahlbezirk 15 der Bronx und jener unabhängigen Kandidaten im ganzen Land, die diese Verantwortung übernehmen, um diesen Marsch in den Weltkrieg zu stoppen und regionale Wege zu wirtschaftlicher Entwicklung und Frieden zu eröffnen.

Dies wird durch den vorgeschlagenen „Erweiterten Oasenplan für Südwestasien“ verkörpert, der nun, 50 Jahre nachdem er erstmals vom amerikanischen Ökonomen und Staatsmann Lyndon LaRouche vorgeschlagen wurde, umgesetzt werden muss, um den Frieden in dieser Region wiederherzustellen.


Amerika zehrt sich selbst aus

Bericht vom 163. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 163. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC, IFK) am 17. Juli begann mit einem Überblick über die Weltlage von Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC. Die Vereinigten Staaten hätten bereits den sechsten Tag in Folge den Iran massiv bombardiert und dabei zivile Infrastruktur ins Visier genommen. Der Iran antworte darauf mit Angriffen auf US-Stützpunkte und habe die Huthi im Jemen aufgerufen, die Meerenge von Bab al-Mandab am Roten Meer – eine weiterer wichtiger Engpaß neben der Straße von Hormus – zu sperren. Dies könne die Welt schon im August in „eine Depression, eine Hungerkatastrophe und eine Energiekrise“ stürzen, warnte Zepp-LaRouche.

In Europa „haben die Ukrainer begonnen, russische Einrichtungen am Schwarzen Meer massiv anzugreifen, und als Vergeltungsmaßnahme hat Rußland begonnen, Häfen in der Region Odessa zu treffen, was massive Auswirkungen auf Getreide, Öl und Düngemittel hat“. Das sei eine Bedrohung für die weltweite Nahrungsmittelversorgung, weil allein Rußland schon über 10% der weltweiten Getreideexporte liefere.

Zepp-LaRouche verurteilte die wahnwitzige Entscheidung Deutschlands, von den USA Tomahawk-Marschflugkörper zu kaufen und auf deutschem Boden zu stationieren. Damit stünden wir vor einer Wiederholung der Mittelstreckenraketenkrise der 1980er Jahre.

In Amerika sei Präsident Trump „zunehmend delirierend“, wie man an seiner jüngsten Fernsehansprache sehe, in der er behauptete, China hätte 2020 rund 220 Millionen Datensätze über US-Wähler gestohlen.

Diesem düsteren Bild stünden einige positive Entwicklungen entgegen. Rußland, China und der Vatikan arbeiteten daran, Mißbrauch künstlicher Intelligenz (KI) einzudämmen. Rußland und China hätten vereinbart, zu diesem Zweck eine Weltorganisation für Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz mit Sitz in Shanghai zu gründen. In ähnlicher Weise hätten sich 30 Nobelpreisträger und führende Experten bei einem dreitägigen Treffen in der Sommerresidenz von Papst Leo XIV. im italienischen Castel Gandolfo auf die „Römische Erklärung zu Atomwaffen und KI“ geeinigt.

Unterdessen hätten in den USA 104 Kongreßabgeordnete für die Streichung der Finanzhilfen für Israel gestimmt. Auch wenn das nicht ausreichte, um den Änderungsantrag zu verabschieden, sei das sehr wichtig, weil es das erste Mal war, daß sich eine größere Zahl von Abgeordneten den Wünschen der Israel-Lobby widersetzte.

Jack Gilroy ist regelmäßiger IPC-Teilnehmer und aktiv bei Veterans for Peace, Pax Christi im Staat New York und Pax Christi International. Er gab einen aktuellen Bericht über die Initiative, die Diplomatie von Papst Johannes XXIII. während der Kubakrise im Oktober 1962 nachzuahmen, als der Papst als Vermittler zwischen US-Präsident Kennedy und dem sowjetischen Staatschef Chruschtschow fungierte und dazu beitrug, eine Situation zu entschärfen, in der die Welt kurz vor einem Atomkrieg stand.

Nahrungsmittelkrise

Joe Maxwell war Vizegouverneur von Missouri, Rechtsanwalt und Offizier der Nationalgarde von Missouri und ist ein führender Vertreter der Landwirte-Organisationen Farm Action und Farm Action Fund. Er würdigte zunächst das Schiller-Institut und die IPC für ihre wichtige Arbeit seit nunmehr 163 Wochen. Dann gab er einen umfassenden Bericht über die negativen Folgen der Kriege in der Ukraine und im Iran für Amerikas Landwirte und ländliche Gemeinden – zusätzlich zu einer ohnehin schon schwierigen Lage für unabhängige Familienbetriebe. In den USA gingen täglich 63 kleine und mittelgroße landwirtschaftliche Betriebe verloren, während gleichzeitig viele Familien im Land Schwierigkeiten haben, Lebensmittel noch zu bezahlen. Vier Konzerne teilten sich 85% des US-Rindfleischmarkts. Maxwell legte ähnliche Statistiken für andere Erzeugnisse vor. Die Kosten für die Landwirte in den USA seien stark gestiegen, so haben sich die Düngemittelpreise verdoppelt und Diesel ist 40% teurer geworden. Wegen der Kriege und der Monopolpolitik der internationalen Agrarkonzerne hätten Amerikas Landwirte in diesem Jahr Verluste in Höhe von 31 Milliarden Dollar.

Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare zählte die Engpässe auf, die jetzt die ganze Weltwirtschaft gefährden: die Straße von Hormus, die Straße von Bab al-Mandab am Roten Meer, die Übernahme Albaniens an der Adria durch die „Epstein-Klasse“ sowie die Angriffe der Ukraine auf russische Schifffahrtsrouten im Schwarzen Meer. Während sich diese Gefahren immer mehr verschärften, würden die Vereinigten Staaten von einem „hirnlosen, bösartigen Narzißten“ im Weißen Haus geführt. Die Weltwirtschaft nutze derzeit noch das Öl, das vor der Sperrung der Straße von Hormus auf den Meeren unterwegs war, sodaß die Folgen der Sperrung erst verzögert eintreten, doch bald werde man die vollen Auswirkungen zu spüren bekommen.

Ein entscheidender Schauplatz sei der Kampf um das Verteidigungsbudget 2027 (National Defense Authorization Act, NDAA) im Kongreß in Washington. Der Republikaner Thomas Massie und der Demokrat Ro Khanna hätten beantragt, den mittlerweile berüchtigten Abschnitt 219, der Militär und Nachrichtendienste der USA und Israels faktisch verschmelzen soll, aus dem NDAA zu streichen, und Sare unterstützt ihren Vorstoß. Sie berichtete, wie der Abgeordnete Adam Smith Massies Antrag, geplante 3,3 Milliarden Dollar Militärhilfe an Israel zu streichen, zunächst ablehnte, dann aber zustimmte. Das sei der Beweis dafür, wie sich der Kongreß ändern kann, um auf die Wünsche der Wähler einzugehen.

Zepp-LaRouche fragte Maxwell, welche verzögerten Auswirkungen der weltweite Engpaß bei Düngemitteln habe. Er antwortete, wenn die Versorgung mit Stickstoffdünger ausfalle, dauere es etwa ein Jahr, bis höhere Preise und Engpässe eintreten. Die Folge davon seien weniger Nahrungsmittel und verbreiteter Hunger. Co-Moderator Dennis Speed knüpfte daran an und schlug vor, daß die IPC den Zusammenhang zwischen Angriffen auf die Landwirtschaft und der Migrationskrise untersucht, weil Nahrungsmittelmangel Menschen zwingt, auf der Suche nach Essen umzuziehen, um zu überleben. Zepp-LaRouche stimmte zu und sagte, die Verhinderung von Entwicklung werde zu einer „Explosion der Migrationskrise“ führen.

Iran im Vorteil

Speed stellte dann den regelmäßigen IPC-Teilnehmer Larry Johnson vor, der sich nach Abschluß einer anderen Verpflichtung angemeldet hatte. Johnson war CIA-Beamter und ist Mitglied der kritischen Gruppe „Geheimdienstveteranen für Vernunft“ (Veteran Intelligence Professionals for Sanity, VIPS). Er merkte zunächst an, seit seinem Vortrag beim letzten IPC-Treffen vor einer Woche habe der Iran sechs Tage lang ständige Bombardements erlebt. Entgegen dem hysterischen Triumphgeschrei der Trump-Regierung „ist der Iran in diesem Kampf strategisch im Vorteil“. Johnson zeichnete ein verheerendes Bild vom Schwund der militärischen Fähigkeiten der USA unter den Bedingungen des Irankriegs: Bei dem Tempo, mit dem dort Raketen verbraucht werden, würden die Raketen, die Lockheed Martin im vergangenen Jahr herstellte, ganze sieben Tage reichen. Amerika gehe die Munition aus.

„Die Vereinigten Staaten stecken in einem selbstverschuldeten Zermürbungskrieg“, sagte Johnson. „Der Iran muß nur jeden Tag US-Stützpunkte mit ballistischen Raketen beschießen, dann … werden die Vereinigten Staaten praktisch aus dem Persischen Golf vertrieben.“ Nachdem die USA China in den 90er Jahren den Zugang zu ihrem Satelliten-Navigationssystem GPS verwehrt hatten, habe China sein eigenes, unabhängiges System BeiDou entwickelt, auf das der Iran nun zugreife. „Die Vereinigten Staaten zehren sich selbst auf.“ Die USA hätten weltweite Engpässe bei Diesel und Flugzeugkraftstoff verursacht, was sich unweigerlich auch auf die eigenen militärischen Fähigkeiten auswirke.

Zepp-LaRouche fragte Johnson, ob es im Pentagon Leute gibt, die die Folgen dieser Politik verstehen und intelligent darauf reagieren könnten. Johnson antwortete, man habe die Entschlossenheit des Iran unterschätzt. Es werde nicht lange dauern, bis Präsident Trump gezwungen ist, erhebliche Zugeständnisse zu machen und Wege zu finden, dies seiner Anhängerschaft gesichtswahrend zu verkaufen, indem er behauptet, auf iranische „Gnadengesuche“ großmütig zu reagieren. Unterdessen seien die USA schon dabei, ihre Streitkräfte systematisch aus der Region zu verlegen, um sie außerhalb der Reichweite iranischer Raketen zu bringen.

In der Diskussion wurde Zepp-LaRouche auch darauf angesprochen, daß im Iran 41 bis 43 Millionen Menschen an der Beerdigung des ermordeten Staatsführers Ajatollah Ali Chamenei teilnahmen. Sie antwortete, dies sei die größte Demonstration der Weltgeschichte und eine Bekräftigung der „Jahrtausende langen Identität einer Zivilisation“. 

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Internationale Friedenskoalition #163, 17.07.2026, 17.00 Uhr

Wer ist verrückt genug, Nahrungsmittel- und Öllieferungen zu blockieren?

163. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Wer ist verrückt genug, Nahrungsmittel- und Öllieferungen zu blockieren?

17. Juli 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS); Diane Sare, unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin; sowie weitere Redner, die in Kürze bekannt gegeben werden.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Wer ist verrückt genug, 10 % der weltweiten Weizenlieferungen und 20 Prozent der weltweiten Öllieferungen zu blockieren?

Die Antwort lautet: die City of London und die Wall Street.

Die Eskalation hinsichtlich der Intensität sowie der Einsatzgebiete im NATO-Ukraine-Krieg gegen Russland und gegen den Iran haben massive Auswirkungen auf die globale Realwirtschaft.

Russland hat nach massiven ukrainischen Drohnenangriffen den Schiffsverkehr im Asowschen Meer und entlang des Don-Asow-Kanals eingestellt. Dieser 30 km lange Kanal verbindet den wichtigen Getreideumschlaghafen Rostow am Don mit dem Asowschen Meer. Die Route über das Asowsche Meer und das Schwarze Meer ist ein entscheidender Exportkorridor für Russlands riesige Weizen- und sonstige Getreideexporte. Darüber werden etwa 30 – 40 % der Weizenexporte und 25 % der gesamten Getreideexporte abgewickelt. Russland ist mit Abstand der größte Weizenexporteur der Welt (25 % des weltweiten Gesamtvolumens) und seit vielen Jahren auch der führende Exporteur aller Getreidesorten (15–20 % des weltweiten Gesamtvolumens). Die Hauptabnehmer russischer Weizenexporte sind Länder in Afrika, Asien und dem Nahen Osten – dieselben, die Öl aus dem Persischen Golf importierten.

Grob gesagt sind nun etwa 10 % der gesamten weltweiten Weizenexporte zum Erliegen gekommen. Es handelt sich um eine ähnliche Größenordnung wie der Anteil des weltweiten Öls (20 %), der früher durch die nun gesperrte Straße von Hormus floss.

Dies ist die Politik der „kontrollierten Zerstörung“, die der Council on Foreign Relations – das Sprachrohr der globalen Finanzoligarchie in New York und London – bereits Ende der 1970er Jahre als langfristige Strategie beschloss, um die Kontrolle über ein zusammenbrechendes internationales Spekulationssystem aufrechtzuerhalten. Der ehemalige US-Zentralbank-Vorsitzende Paul Volcker sagte 1978: „Eine kontrollierte Zerstörung der Weltwirtschaft ist ein legitimes Ziel für die 1980er Jahre.“

Das ist dieselbe malthusianische Politik hinter der 2,4 Billiarden Dollar schweren Spekulationsblase, die auch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran antreibt. Eines der Hauptziele bestand darin, die Straße von Hormus zu sperren und damit 20 % des weltweiten Ölhandels sowie 35 % der Düngemittelexporte lahmzulegen.

Nun ist US-Präsident Trump in einer Falle gefangen, die er selbst gestellt hat. Der Londoner Economist berichtete gestern genüsslich: „Der amerikanische Präsident will, dass die Meerenge wieder geöffnet wird – doch er hat keine gute Möglichkeit, dies zu erreichen.“ Eine Option sei „die Bombardierung lebenswichtiger Infrastruktur im Iran“, was jedoch „ein Kriegsverbrechen sein könnte“.

Trump ist blind für die Tatsache, dass die Briten ihn zum Narren halten. Gestern Abend sprach er gegenüber Fox News über seine Pläne für den Iran: „Nächste Woche sind die Brücken dran. Wir werden alle ihre Kraftwerke ausschalten. Wir werden alle ihre Brücken ausschalten, es sei denn, sie setzen sich an den Verhandlungstisch und verhandeln … Ihr solltet besser einen Deal abschließen. Sonst wird niemand mehr übrig bleiben.“

Die Zeit wird knapp, um eine nukleare Eskalation der Kriege in der Ukraine und im Iran zu verhindern. Und die Zeit wird umso knapper, was unsere Fähigkeit betrifft, die physisch-wirtschaftliche Schockwelle des Zusammenbruchs der Weltwirtschaft zu stoppen – angesichts des anhaltenden Rückgangs des weltweiten Ölhandels um 20 %, dem Einbruch der Düngemittelexporte um 35 % und nun noch dem Einbruch der weltweiten Weizenexporte um 10 %.

Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller-Instituts, stellte in ihrem internationalen Webcast vom 15. Juli einen Weg zur Lösung dieser Probleme vor:

„Die gesamte US- und Weltwirtschaft kann meiner Ansicht nach nicht mehr sehr lange durchhalten. Wenn die bestehenden strategischen [Öl-]Reserven aufgebraucht sind, werden wir eine Energiekrise haben, die bereits zu einer weltweiten Wirtschaftskrise führt … Wir brauchen eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für die gesamte Region und die Welt.“ Dies wird das zentrale Thema beim bevorstehenden EIR-Roundtable am 31. Juli sein: „Die Flüchtlingskrise durch Entwicklung lösen – was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen.“


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