Einen „Ausbruch der Vernunft“ mobilisieren
151. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Einen „Ausbruch der Vernunft“ mobilisieren
24. April 2026
17.00 Uhr
Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.
Unsere Intervention in das Weltgeschehen ist heute wichtiger denn je. Die Referenten werden in Kürze bekannt gegeben.
Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.
In der achten Woche des Krieges der USA und Israels gegen den Iran befindet sich die Welt sowohl objektiv – angesichts des sich verschärfenden wirtschaftlichen Schocks – als auch subjektiv – angesichts des moralischen und diplomatischen Schocks – an einem kritischen Krisenpunkt. Angesichts der Kettenreaktionen infolge der Kraftstoff- und Chemikalienverknappung sowie einer galoppierenden Preisinflation sind die Weichen für eine globale Depression gestellt, und es stellt sich nicht mehr die Frage „ob und wann“, sondern nur „wann“.
So spitzt sich beispielsweise die weltweite Nahrungsmittelknappheit zu: Der Internationale Getreiderat prognostiziert für das aktuelle Erntejahr 2026–2027 einen weltweiten Produktionsrückgang von Millionen Tonnen „Gesamtgetreide“ (Weizen, Mais und einige andere). Die einzige Frage ist, wie stark dieser Rückgang ausfallen wird. (Der Internationale Getreiderat ist eine zwischenstaatliche Organisation und erfasst diese Daten seit seiner Gründung im Jahr 1949.)
Am Vorabend des von Präsident Donald Trump am 7. April verkündeten zweiwöchigen Waffenstillstands, den er heute vom 21. April auf den 22. April – „Mittwochabend Washingtoner Zeit“ – verschoben hat, gibt es keine konkreten Vereinbarungen für eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA, dem Iran und den pakistanischen Vermittlern.
Der iranische Präsident Masoud Peseschkian sagte heute in einem X-Beitrag: „Das tiefsitzende historische Misstrauen des Iran gegenüber dem Verhalten der US-Regierung bleibt bestehen, während unkonstruktive und widersprüchliche Signale von amerikanischen Beamten eine bittere Botschaft vermitteln; sie streben die Kapitulation des Iran an; die Iraner beugen sich keiner Gewalt.“
US-Präsident Trump seinerseits gab in den letzten 24 Stunden eine Flut von kurzen Erklärungen gegenüber verschiedenen Medien ab. So verurteilte er alle Landsleute, die ein frühes Ende des Konflikts anstreben. Andererseits erklärte er, Gespräche mit dem Iran seien anberaumt und er werde Vizepräsident JD Vance am 21. April nach Pakistan entsenden. Dieses hektische Vorgehen ist genau die Art von Verhalten, das von Dutzenden US-Psychologen als Sicherheitsbedrohung dargestellt wurde und die Einleitung verfassungsrechtlicher Maßnahmen zu seiner Beendigung erforderlich macht.
In diesem gefährlichen Kontext müsse die Welt „der Vernunft zum Durchbruch verhelfen“, erklärte heute Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin des Schiller-Instituts, die 2023 die Internationale Friedenskoalition (IPC) als offene Plattform – mit wöchentlichen Treffen über das Internet – gründete, um die gemeinsame Wirkung aller friedliebenden Kräfte zu verstärken, insbesondere durch wirtschaftliche Entwicklung. Sie forderte eine sofortige Mobilisierung, damit „die Erwachsenen im Raum“ eingreifen, um die Welt aus der Gefahrenzone in Richtung eines neuen Rahmens für Sicherheit und Frieden herauszuholen. „Die Welt hängt an einem seidenen Faden“, warnte sie.
Betrachten wir die aktuelle Lage in der Region Südwestasien/Nordafrika.
Die Vereinigten Staaten haben eine geballte Streitmacht aus drei Flugzeugträgergruppen und etwa 50.000 Soldaten und Matrosen in der Region stationiert. Am 19. April beschlagnahmte ein US-Zerstörer das iranische Frachtschiff Touska. Israel setzt unterdessen seine Militäraktionen im Libanon fort, wo über eine Million Einwohner vertrieben wurden. Im Gazastreifen hat die israelische Armee 48 militärische Kontrollposten errichtet, darunter 13 seit der Verkündung des Waffenstillstands im Oktober 2025. Hunderte Palästinenser wurden während des „Waffenstillstands“ im Gazastreifen und auch im Westjordanland getötet. Es gibt nicht einmal den Anschein eines Wiederaufbauprogramms des sogenannten Trump-Friedensrats.
In den Golfstaaten sitzen Millionen von ausländischen Arbeitskräften – insgesamt etwa 24 Millionen – fest und leiden unter Mangel an Lebensmitteln und dem Nötigsten.
International verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage von Stunde zu Stunde. Kraftstoffknappheit und Rationierungen sind im Gange, insbesondere in Asien und Afrika. Slowenien war das erste Land in der Europäischen Union, das die tägliche Benzinabgabe auf 50 Liter begrenzt hat – eine Obergrenze, die nun auch in Indonesien und vielen anderen Ländern gilt. Passagierflüge von Australien nach Thailand werden wegen Treibstoffmangels gestrichen. Nicht nur die Preise für Düngemittel schießen in die Höhe, sondern es kommt auch zu Versorgungsengpässen. So ist beispielsweise Brasilien eine Agrarmacht, zu 85 % von Düngemittelimporten abhängig, wofür es keine schnelle Lösung gibt. In Indien herrscht akuter Mangel.
In den Vereinigten Staaten rief der Landwirtschaftsminister die Landwirte zum Durchhalten auf; das Weiße Haus werde diese Woche ein Hilfsprogramm für Düngemittel ankündigen. Zudem hat das US-Finanzministeriums die G20-Mitglieder aufgefordert, „agil und flexibel“ zu bleiben, um „die Ernährungssicherheit und die Marktstabilität zu unterstützen“, aber nichts wird zu unternehmen, um den Krieg zu beenden.
Unterdessen steigt die US-Staatsverschuldung rasant an. Sie wuchs allein in den fünf Monaten bis März um 1 Billion Dollar! Gleichzeitig halten sich die Käufer der Schulden so weit zurück, dass der „Markt“ für Staatsanleihen zusammenbricht.
Diese Berichte sind nur die aktuellen Updates zu einem sich rasch verschlimmernden Prozess, der schnell zu weiterem Chaos und zu unnötiger Zerstörung führen könnte. Der wirtschaftliche Niedergang sowie das Leid und der Tod in Südwestasien und allen Kriegsgebieten müssen gestoppt werden.
Ein an Papst Leo XIV. gerichteter Brief der Eltern der 168 Kinder, die am 28. Februar in der Mädchenschule von Minab im Iran getötet wurden, bringt es auf den Punkt. In dem am 19. April veröffentlichten, handgeschriebenen Text danken die Eltern dem Papst für sein Eintreten zur Förderung des Friedens auf der ganzen Welt und fordern ihn auf, „weiterhin die Stimme der sprachlosen Kinder zu sein“. Frieden und Ruhe würden „nicht durch Gewalt und Waffen, sondern auf dem Weg des Dialogs und der aufrichtigen Suche nach einer Lösung für alle erreicht“.
Wenn sich weltweit immer mehr Stimmen erheben und sich auf positive Initiativen konzentrieren, können wir den Lauf der Geschichte verändern. In den Vereinigten Staaten liegt der Fokus auf der verfassungsmäßigen Verantwortung des Kongresses, Maßnahmen zu ergreifen, um den Kriegswahnsinn zu stoppen. Am 22. und 29. April wollen viele Amerikaner persönlich im Kongress vorsprechen. Zusammen mit Botschaften aus dem ganzen Land und der ganzen Welt kann dies eine entscheidende Intervention der Vernunft sein. Der Kongress kann am wirksamsten die Mittel für Kriegshandlungen kürzen, wie es 1973 eindrucksvoll zu sehen war, als ein Gesetzentwurf verabschiedet wurde, um den US-Krieg gegen Vietnam finanziell auszutrocknen.
Machen Sie das Treffen der Internationalen Friedenskoalition am 24. April um 17:00 Uhr MEZ zu einem „Durchbruch“ für die Kraft der Vernunft in der Welt.



