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Leopard 2 auf dem Weg in den 3. Weltkrieg

Die Entscheidung der deutschen Regierung, sich dem „massiven Druck von außen“ zu beugen und Leopard-2-Panzer in die Ukraine zu schicken, ist beispielhaft für die Tragödie, daß Deutschland wie ein besetztes Land agiert. Die heute in Berlin verkündete Entscheidung, die unter massivem Druck der USA, Großbritanniens und der NATO zustande gekommen ist, ist ein weiteres Beispiel für die tragischen Folgen, wenn es keine Verpflichtung zu ernsthaften Verhandlungen gibt. Hinzu kommen die anhaltenden Bestrebungen, die NATO zu einer globalen Militärmacht zu entwickeln, um eine Wirtschaftspolitik zu unterstützen, die die Fähigkeit der Staaten, für ihre Bürger zu sorgen, zerstört, indem sie ihre Realwirtschaft in dem vergeblichen Bemühen, ein kollabierendes System zu retten, degradiert.

Das Schiller-Institut beruft für den 4. Februar eine Konferenz ein, um eine Bewegung von Weltbürgern zusammenzubringen, die sich gegen den Wettlauf der Zerstörung wehren kann. Helga Zepp-LaRouche betonte, daß unsere einzigartige Rolle darin besteht, den Menschen einen Überblick zu verschaffen, der durch die Zensur derjenigen verdeckt wird, die wollen, daß dieser Krieg weitergeht, ohne Rücksicht auf die Folgen für die Ukraine, Rußland, Deutschland oder andere Länder. Sie rief die Zuschauer auf, sich unserer Mobilisierung anzuschließen, sowohl für die Konferenz am 4. Februar als auch für die Demonstrationen am 19. Februar.


Globale NATO – Aufmarsch zum 3. Weltkrieg

Die umfassende Mobilisierung, die in dieser Woche stattfindet, um die Kräfte der Globalen NATO zu konsolidieren, den Krieg gegen Rußland in der Ukraine fortzusetzen und China ins Visier zu nehmen, war das Thema des Gesprächs mit Helga Zepp-LaRouche in dieser Woche. Beim Treffen der „Ukraine-Kontaktgruppe“ am kommenden Freitag auf der Air Base Ramstein in Deutschland wird wahrscheinlich der Druck auf Deutschland zunehmen, mehr Angriffswaffen in die Ukraine zu schicken. Während die Kriegstreiber hinter der Globalen NATO davon ausgehen, daß der Krieg bis 2024 oder bis zum Sturz Putins andauern wird, gebe es einen Schlachtplan, um chinesische Entwicklungshilfe in Lateinamerika zu verhindern, sagte Zepp-LaRouche und zitierte eine Präsentation des Leiters des US-Südkommandos vom Juli letzten Jahres sowie einen Artikel von Evan Ellis, ein Mitarbeiter des Army War College, in dem die USA aufgefordert werden, dem Wunsch nach Entwicklung in Südamerika entgegenzuwirken.

Zepp-LaRouche wies auf die Konferenzreihe des Schiller-Instituts hin, die die wichtigste Alternative zur Kriegspartei darstelle. Um aus der Kriegsgeometrie herauszukommen, sagte sie, sei es notwendig, sich um ein anderes Menschenbild zu organisieren und die Strategie- und Entwicklungspolitik mit der tatsächlichen Natur des Menschen in Einklang zu bringen. Sie forderte die Zuschauer auf, sich die Videos der jüngsten Schiller-Veranstaltungen anzusehen, um mitzuverfolgen, wie Kräfte entstehen, die sich für diesen Wandel einsetzen, und forderte sie auf, sich für die kommende Veranstaltung am 4. Februar anzumelden.


Helga Zepp-LaRouche: Warum befindet sich Deutschland im Griff der Kriegstreiber?

Sehen Sie hier die Rede von Helga Zepp-LaRouche am 14. Januar 2023 beim internationalen Schiller-Institut Symposium „Die wahre Mission von Dr. Martin Luther King, Jr wiederherstellen: Stoppt NATO’s Weltkrieg und zerlegt das internationale Attentatsbüro“. Die vollständige Konferenz finden Sie auf englisch hier.

Im Wortlaut lesen

Da wir den Gedenktag für Martin Luther King begehen, ist es wichtig, über die Frage nachzudenken, ob seine Methode der Gewaltlosigkeit heute noch relevant ist, in einem Moment, in dem die Welt eindeutig der Gefahr eines Atomkriegs gegenübersteht. Als Nehru gefragt wurde, ob diese Methode angesichts von Atomwaffen noch gültig sei, sagte er: „Auf jeden Fall! Es gibt keine schlimmere Gewalt als die von Atomwaffen.“

Die Frage, die man sich stellen muß, ist, warum z.B. die deutsche Regierung völlig in der Hand jener Kriegstreiber zu sein scheint, die die Eskalation mit Rußland und – hoffentlich nicht so bald – mit China vorantreiben. Aber es gibt einige, die das auch wollen. Was tun sie? Es ist so sehr gegen das deutsche Eigeninteresse!

Im Zusammenhang mit dem, was bisher besprochen wurde, denke ich, daß das, was vor etwas mehr als 30 Jahren geschah, absolut der Hinweis darauf ist, warum das deutsche wirtschaftliche und politische System im Moment nicht funktioniert; warum wir keine Führung in der Regierung haben, die das Eigeninteresse Deutschlands wahren würde. Man muß in die Zeit der späten 1970er Jahre zurückblicken, als es in weniger als einem Jahr, von April 1977 bis März 1978, eine Welle von Attentaten in Europa gab. Viele davon in Deutschland wurden von der sogenannten Roten Armee Fraktion, der Baader-Meinhof-Bande, verübt.

Was diese Leute taten, indem sie führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ermordeten, wurde von Experten als „Strategie der Spannung“ bezeichnet. Diese Strategie der Spannung, könnte man auch sagen, war eine Strategie, die darauf abzielte, der Führung der Gesellschaft so viel Angst einzujagen, daß sie sich auf keinen Fall auf den Aufbau eines Wirtschaftssystems einlassen würde, das sich in irgendeiner Weise von dem der Londoner City oder der Wall Street unterscheiden würde.

Wenn man sich diese Attentate anschaut, und das waren viele, dann wurden deren Charakter und Methoden in einer Art angewandt – das war den Analysten damals schon klar – die ohne die Zusammenarbeit der Geheimdienste nicht möglich gewesen wären.

Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Am 7. April 1977 wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Karlsruhe von dieser RAF, der Roten Armee Fraktion, ermordet. Am 30. April 1977 wurde Jürgen Ponto, der Chef der Dresdner Bank, in der Nähe seines Hauses auf grausame Weise getötet. Ich habe diese Zeit unmittelbar miterlebt, weil ich dabei war, diesen Dr. Richebächer, der der wichtigste Helfer oder Mitarbeiter von Dr. Ponto war, für ein Treffen zwischen Ponto und meinem verstorbenen Ehemann Lyndon LaRouche zu gewinnen. Das hatte natürlich enorme Auswirkungen auf unser Leben, denn wenn jemand ermordet wird, in dessen Nähe man sich aufhält, hat das eine ganz besondere Wirkung. Dann, am 16. März 1978, wurde Aldo Moro, der Vorsitzende der Christdemokraten in Italien, erst entführt und dann ermordet. Es gab noch viele andere – Schleyer und Buback, viele andere, auf die ich jetzt nicht eingehen will. Am 30. November 1989, das ist jetzt etwa ein Jahrzehnt später, wurde Alfred Herrhausen, der damalige Chef der Deutschen Bank, in Bad Homburg in der Nähe seines Hauses ermordet. Dann war da noch Detlev Rohwedder, der Chef der Treuhand, am 21. April 1991.

Angesichts der heutigen Ereignisse – wenn man bedenkt, daß ein enormer Druck besteht, wenn es nach den verantwortlichen Leuten geht, die Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland für immer zu kappen und ein Sanktionsregime durchzusetzen, um diese Nord-Stream-Pipeline zu sabotieren; wenn man den kürzlich ausgebrochenen Skandal bedenkt, bei dem klar wurde, daß [die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin] Merkel und [der ehemalige französische Präsident] Hollande in Bezug auf ihre Absichten bezüglich des Minsk-Prozesses gelogen haben; das Bestreben, Europa vollständig von Rußland und China abzukoppeln – muß man auf die Zeit der Ermordung von Menschen wie Herrhausen und Rohwedder zurückblicken, um zu verstehen, warum dies möglich ist.

Der gemeinsame Nenner der Mordanschläge

Oberst Fletcher Prouty, der berühmte Mr. X in dem Film „JFK“, gab kurz nach der Ermordung von Herrhausen der italienischen Zeitung l‘Unità ein Interview. In diesem Interview sagte er, daß der gemeinsame Nenner aller Attentate dieser Zeit, einschließlich des Attentats auf Kennedy und des Attentats auf Enrico Mattei, darin bestand, daß die Attentatsopfer sich nicht der bestehenden Weltordnung unterworfen hatten, die von einer kleinen Machtelite beherrscht wurde und wird. Prouty sagte – und das hat er uns gesagt; wir waren mit ihm in Kontakt – er sagte, die Bedeutung der Ermordung von Herrhausen für Deutschland und sogar für die Welt sei so groß wie die [der Ermordung] von Kennedy, wenn man bedenkt, daß damals (im November 1989) die Welt am Rande des Zusammenbruchs der Sowjetunion stand. Osteuropa befand sich in einem gewaltigen Umbruch, und in Deutschland stand die Wiedervereinigung bevor, die in der gesamten Geschichte der Nachkriegszeit einen Weg darstellte.

Prouty erzählte uns, daß seiner Meinung nach der Schlüssel zum Herrhausen-Attentat eine Rede war, die er eine Woche später in New York vor dem American Council on Germany halten sollte. Er hatte geplant, eine Vision zur Neugestaltung der Ost-West-Beziehungen vorzustellen, die den Entwicklungen nach 1989 eine dramatisch andere Richtung gegeben hätte.

Wir haben nicht den Text der Rede, die er in New York halten sollte, aber wir haben einen Hinweis darauf, in welche Richtung sie gegangen wäre, denn er war damals der einzige Bankier – und eigentlich die einzige führende Persönlichkeit – die die Idee hatte, daß Polen, das im Rahmen des Comecon damals enorme wirtschaftliche Schwierigkeiten hatte, mit deutscher Hilfe aufgebaut werden sollte, mit der Methode der Kreditanstalt für Wiederaufbau, einer staatlichen Bank, die nach dem Vorbild von Roosevelts Reconstruction Finance Corporation maßgeblich am Wiederaufbau Deutschlands in der Nachkriegszeit beteiligt gewesen war. Auf diese Weise trug sie maßgeblich zum deutschen Wirtschaftswunder bei.

Lyndon LaRouche, mein verstorbener Ehemann, hatte bereits 1988 vorausgesagt, daß die deutsche Wiedervereinigung bald kommen würde; daß Berlin die Hauptstadt sein würde. Das war ein Jahr, bevor alles passierte. Und schon damals hatte er in absolut visionärer Weise vorgeschlagen, das wiedervereinigte Deutschland solle Polen mit der Methode der physischen Wirtschaft und der modernen Wissenschaft und Technologie entwickeln, und diese Entwicklung solle zum Modell für die anderen Comecon-Staaten werden. Dies wäre natürlich ein völlig anderer Ansatz für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen, die dann schließlich zum Zusammenbruch der Sowjetunion führten.

Herrhausen hatte eine ähnliche Idee. Wir haben uns nie mit Herrhausen beraten; ich weiß nicht, ob er von Lyns Theorien wußte oder nicht, aber er dachte in die gleiche Richtung. Herrhausen berichtete auch schon 1987 in einer Sitzung mit dem Präsidium der Deutschen Bank, wie tief beeindruckt er von seinem Gespräch mit dem mexikanischen Präsidenten Miguel de la Madrid war, mit dem er die Schuldenkrise in den Entwicklungsländern besprach, die sehr akut geworden war. Herrhausen sagte, diese Situation erlaube es nicht mehr, darüber zu schweigen, und man müsse über einen teilweisen Schuldenerlaß nachdenken.

Es wird in verschiedenen Büchern und sogar in einer Fernsehsendung berichtet, daß er einen Sturm der Ablehnung bei seinen Kollegen erntete. Es gibt eine Sendung des Fernsehsenders ARTE, die am 18. November 2002 über Herrhausen ausgestrahlt wurde. Darin wird berichtet, daß ein katholischer Priester, der mit Herrhausen eng befreundet war, sagte, Herrhausen habe ihm gesagt, er könne nicht länger ein System decken, in dem einige wenige Menschen gigantische Profite machen und ein großer Teil der Menschheit es nicht schafft. Er sagte, dieses System könne sich nicht durchsetzen, und deshalb sei er für einen Schuldenerlaß.

Das war nun offensichtlich schon die Kardinalsünde, die ihn das Leben kosten würde. Am 28. November, etwas mehr als zwei Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer, veröffentlichte Helmut Kohl sein berühmtes Zehn-Punkte-Programm, einen Vorschlag für die Konföderation der beiden deutschen Staaten. Darin war noch nicht von der Wiedervereinigung die Rede, sondern von einer Konföderation. Dies war wahrscheinlich der einzige kleine Schritt, den ein deutscher Bundeskanzler in der Nachkriegsgeschichte in Richtung Souveränität machte, denn er verkündete dieses Programm, ohne es mit seinem Koalitionspartner Genscher oder den Alliierten zu besprechen.

Zwei Tage später, am 30. November, wurde Herrhausen, der wohl beste und engste Berater Helmut Kohls, ermordet. Unter führenden Schichten in Deutschland wurde dies damals allgemein als Botschaft verstanden: „Wagt es nicht, in Richtung einer souveränen deutschen Politik zu gehen.“ Einige Tage später wurde Kohl bei einem EU-Treffen in Straßburg wegen dieses Zehn-Punkte-Programms angegriffen. Kohl berichtete später, daß dieses Treffen in Straßburg die schwärzesten Stunden seines Lebens waren.

Danach war Deutschland gezwungen, dem Diktat der Finanzoligarchie zu folgen, den Euro zu akzeptieren, die D-Mark aufzugeben und sich dem Maastrichter Diktat zu unterwerfen, das im Grunde genommen von der Idee geleitet war, Deutschland in die supranationale Struktur der EU-Kommission einzubinden. Und damit war die einmalige Chance, die die deutsche Einheit darstellte, dahin.

Die Chance von 1989

Damals gab es die Chance, eine Friedensordnung zu schaffen, denn als die Sowjetunion zusammenbrach, gab es keinen Feind mehr. Man hätte die Welt neu ordnen können, man hätte Rußland in die NATO integrieren können, was Rußland sogar irgendwann vorgeschlagen hatte. Man hätte eine neue Sicherheitsarchitektur schaffen können, die die Grundlage für den Frieden gewesen wäre.

Wir, die LaRouche-Bewegung, schlugen zuerst das Produktive Dreieck vor, die Idee, den Wirtschaftsraum zwischen Paris, Berlin und Wien zu integrieren. Als die Sowjetunion 1991 zusammenbrach, haben wir dieses Programm zur Eurasischen Landbrücke erweitert, die dann viele Jahre später zur Neuen Seidenstraße wurde und heute die Belt and Road Initiative ist.

Das hätte schon 1991 die Grundlage für eine neue Friedensordnung sein können, aber das war nicht im Sinne der Machthaber. Erinnern Sie sich an Margaret Thatcher, die Deutschland damals das Vierte Reich nannte? Nun, Kohl war kein neuer Hitler, das war völlig absurd. Aber sie mochte die deutsche Wiedervereinigung nicht. Mitterrand – wir wissen nur von Jacques Attali, dem Berater von Mitterrand, daß Mitterrand Deutschland angeblich mit Krieg gedroht habe, wenn es den Euro nicht annehmen würde.

Was war das für ein Spiel? Sie wollten mit allen Mitteln verhindern, daß ein souveränes, vereinigtes Deutschland eine Partnerschaft mit Rußland eingeht. Es gab 1991 eine Studie der CIA, die besagte, daß die russischen Wissenschaftler besser ausgebildet waren und die russischen Arbeitskräfte besser ausgebildet waren als die der Vereinigten Staaten. Rußland verfüge über mehr Rohstoffe, und deshalb müsse die wirtschaftliche Entwicklung Rußlands unterdrückt werden, sonst entstehe auf den Weltmärkten ein Konkurrent, der nicht zu bändigen sei.

Sie führten dann die Schocktherapie ein, die die russische Industriekapazität zwischen 1991 und 1994 auf 30 % reduzierte. Der russische Wirtschaftswissenschaftler Sergei Glasjew hat über diese Zeit ein Buch geschrieben, das er Genozid nannte und das wir damals veröffentlicht haben. Es sollte auf jeden Fall verhindert werden, daß sich das deutsche wissenschaftlich-technische Potential der deutschen Industrie mit dem Potential Rußlands verbündet.

Das war der Grund, warum Herrhausen umgebracht wurde, und kurz danach Detlev Rohwedder, ein sehr berühmter und sehr anständiger Industrieller in der Tradition des rheinischen Kapitalismus. Er war Chef der Treuhand geworden, der Organisation, die die Staatsbetriebe der DDR privatisieren sollte, die im Sozialismus in öffentlicher Hand waren. Er sollte sie privatisieren, aber dann wurde ihm klar, daß die sozialen Folgen dieser rücksichtslosen Privatisierung, die vorgeschlagen wurde, absolut inakzeptabel waren. Er sagte, nein, so machen wir das nicht, und er prägte den berühmten Slogan „Erst sanieren, dann privatisieren“, um es sozialverträglich zu machen.

Er und auch Herrhausen wurden von der Phantom-RAF umgebracht, der „dritten Generation“ der Roten Armee Fraktion, die niemand je gesehen hat. Es gab sogar Fernsehsendungen im 1. Kanal des deutschen Fernsehens, in denen gesagt wurde, es sei zweifelhaft, daß sie jemals existiert habe. Es kann sehr gut sein, daß sie eine Fiktion der Geheimdienste war, um die Möglichkeit zu haben, diese Leute zu ermorden.

Nachdem Rohwedder ermordet worden war, übernahm Birgit Breuel, die Tochter eines Bankiers, die Treuhand und setzte rücksichtslos auf die Privatisierung der volkseigenen Betriebe. Die Auswirkungen auf die Menschen in Ostdeutschland sind bis heute spürbar: Viele von ihnen – ich habe mit einigen gesprochen – hatten das Gefühl, daß ihnen ihr ganzes Leben gestohlen wurde; ihre Identität des DDR-Lebens, in dem sie jahrzehntelang aufgewachsen waren, wurde gestohlen. Dennoch gibt es mehrere Organisationen, die den 3. Oktober, den nationalen Feiertag zur Feier der deutschen Wiedervereinigung, nicht akzeptieren.

Herrhausen hatte am 28. November, dem Tag, an dem Kohl das Zehn-Punkte-Programm verkündete, vor dem Präsidium seiner Bank erklärt, er wolle eine tiefgreifende Umstrukturierung des Finanzsystems betreiben, um die Schuldenkrise der Dritten Welt zu beheben. In Büchern und auch von seiner Frau wird berichtet, daß Rolf Breuer, der damalige Chef der Deutschen Bank, und die anderen Kollegen des Präsidiums seine Ideen völlig ablehnten. Frau Herrhausen berichtet, daß ihr Mann an diesem Abend völlig deprimiert nach Hause kam, und am Morgen vor dem Attentat sagte Herrhausen: „Ich weiß nicht, ob ich das überleben werde.“ Etwa eine Stunde später wurde er ermordet.

Herrschaft der Angst

Diese Mordserie veränderte das politische Leben in Deutschland, und seitdem herrscht die Angst vor. Und heute herrscht in Deutschland ein Klima, in dem man sich nicht traut, von der offiziellen Linie abzuweichen. Im Moment hat Deutschland jegliche Souveränität verloren. Deutschland befindet sich im Moment völlig im Griff der NATO und verfolgt eine Politik, die meiner Meinung nach die Gefahr einer Eskalation bis hin zu einem Atomkrieg birgt.

Der Grund, warum wir an diese Zeit zurückdenken müssen, und auch daran, was FDR sagte, daß wir nichts zu fürchten haben, außer der Furcht selbst, ist, daß wir uns gerade am Rande eines Atomkriegs befinden. Aber wir könnten auch am Rande einer völlig neuen Weltwirtschaftsordnung stehen, in der viele Länder des globalen Südens bereits eine Politik in der Tradition von Mahatma Gandhi, der Bewegung der Blockfreien, von Martin Luther King, der Gewaltlosigkeit und der Win-Win-Zusammenarbeit zwischen souveränen Staaten verfolgen. Ich denke, wenn wir das Andenken an Menschen wie Mahatma Gandhi, der ebenfalls getötet wurde, ehren wollen; an Menschen, die für eine neue Weltwirtschaftsordnung gekämpft haben, die die Armut in den Entwicklungsländern beseitigt, wie es Herrhausen vorhatte, und wie mein verstorbener Ehemann sicherlich der prominenteste Kämpfer zu Lebzeiten war, dann sollten wir wirklich die Lehren daraus ziehen und alles tun, was wir können, um eine gerechte, neue Weltwirtschaftsordnung zu schaffen.


Helga Zepp-LaRouche: „Wieviele Sekunden vor Zwölf auf der Atomkriegsuhr?“

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts und der Bürgerrechtsbewegung Solidarität, eröffnete am 10. Januar die Video-Konferenz „Wie halten Sie es mit dem Völkerrecht, Frau Merkel?“ mit den folgenden Bemerkungen.

Der Zweck dieser Video-Konferenz ist es, die Bevölkerung im deutschsprachigen Raum – als Teil einer internationalen Mobilisierung – für eine sofortige diplomatische Lösung des Kriegs in der Ukraine zu gewinnen. Was die meisten Bürger nicht realisieren, und was von den konformen Massenmedien verschwiegen wird: Wir befinden uns in der existentiellen Gefahr, wo die Zündschnur zum Dritten, thermonuklearen Krieg schon brennt, und damit die vollkommene Annihilation der Menschheit eine akute Möglichkeit geworden ist.

Selbst Der Spiegel – das Magazin, das einst von den Briten die Lizenz erhielt – schreibt, daß Deutschland mit der Entscheidung von Bundeskanzler Scholz, 40 Marder-Panzer an die Ukraine zu liefern, zur Kriegspartei geworden ist. In der Ukraine ist man sich laut Deutschlandradio sicher, daß der Kampfpanzer Leopard II kurzfristig folgen wird. Andrij Melnik, der ukrainische Vizeaußenminister, verlangt Kriegsschiffe, U-Boote, Raketen. Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow sieht die Ukraine als Erfüllungsgehilfe der NATO, die auf dem Gipfel im Sommer letzten Jahres Rußland als die größte Bedrohung definiert hat. Im TNS-TV erklärte er Anfang Januar: „Heute antwortet die Ukraine auf diese Bedrohung. Wir führen die Mission der NATO aus, ohne daß wir ihr Blut vergießen. Wir vergießen unser Blut, deshalb erwarten wir, daß sie uns die Waffen dafür liefern.“

Das nächste Ziel ist die Eroberung der Krim, eine absolute rote Linie für Rußland, für das der ehemalige Oberkommandierende der US Streitkräfte, Ben Hodges, die Versorgungswege wie die Kertsch-Brücke und den Landweg über Mariupol zerstören will. Sprecher der ukrainischen Regierung sprechen offen über Pläne, die 800.000 Russisch sprechenden Bewohner der Krim zu vertreiben.

Wir sind an einem totalen Konfrontationspunkt angelangt: Auf Grund einer langen Kette von Ereignissen ist Rußland überzeugt, daß es im Westen niemand mehr gibt, mit dem sich Verhandlungen lohnen würden, und daß die Entscheidung auf dem Kriegsschlachtfeld herbeigeführt werden muß. Die Linie der NATO ist, daß die Ukraine auf jeden Fall gewinnen muß – auch wenn dabei die gesamte ukrainische Bevölkerung aufgerieben und das ganze Land dem Erdboden gleich gemacht wird – und daß dazu alle Waffensysteme in die Ukraine gepumpt werden müssen, die das erfordert. Der ukrainische Botschafter in London, Wadym Prystajko, sagte es offen gegenüber Newsweek: „Wir befinden uns jetzt fast ein Jahr im Krieg. Wir verlieren Leute überall. Wir propagieren nicht, wie viele Militär oder Zivilisten sind, aber die Zahlen sind enorm, unerträglich… Der Westen hat jetzt eine einzigartige Chance. Es gibt nicht viele Nationen in der Welt, die bereit sind, so viele Leben zu opfern, Territorien und Jahrzehnte von Entwicklung, zu dem Zweck den Erzfeind zu besiegen.“

Mit diesen zwei Positionen: Entscheidung auf dem Schlachtfeld, und Instrumentalisierung der Ukraine, um Rußland „zu ruinieren“, wie Baerbock sagt, ist die unmittelbar bevorstehende atomare Katastrophe vorprogrammiert. Wenn Rußland tatsächlich, wie Medwedjew sagt, seit Jahresanfang Zirkon-Raketen mit einer Hyperschall-Geschwindigkeit von Mach 9 vor den Küsten der NATO-Länder plaziert hat, dann sind wir potentiell innerhalb von weniger als zehn Minuten beim Armageddon. Was dann passiert, hat der Nuklearwaffen-Experte Steven Starr in einem Video, das zeigt, wie ein globaler Atomkrieg ablaufen würde, plastisch dargestellt. Dieses Video muß weltweit verbreitet werden und jeder Erdenbürger muß davon erfahren.

Nun hat Frau Merkel im Dezember 2022 in Interviews gegenüber Spiegel und Zeit gesagt, daß die Minsk-Abkommen 2014 und 2015 nie dazu gedient haben sollen, den Konflikt in der Ukraine mit dem Donbaß zu befrieden, sondern lediglich den Zweck hatten, Zeit zur Aufrüstung und Stärkung der Ukraine für den letztlich unvermeidlichen Krieg mit Rußland zu gewinnen. Der ehemalige französische Präsident Hollande bestätigte Merkels Aussage kurz danach, was der ukrainische ehemalige Präsident Poroschenko schon zuvor gesagt hatte.

Die Implikation von Merkels Behauptung ist ungeheuerlich. Wenn sie stimmt, dann waren alle die Aussagen von ihr selbst, von allen anderen EU-Chefs, den USA, etc. etc. die ganze über Zeit gelogen. So sagte Merkel z.B. am 9. September 2015 im Bundestag:

„Wir haben uns in den letzten Monaten immer und immer wieder dafür eingesetzt, daß die Krise in der Ukraine auf diplomatischem Weg gelöst werden kann. Das Ziel dabei ist, daß die territoriale Integrität der Ukraine wiederhergestellt werden kann. Das Maßnahmenpaket von Minsk wurde im Februar beschlossen. Es ist nach wie vor Richtschnur auf diesem Weg…

Ich darf Ihnen sagen, daß die Bundesregierung, der Bundesaußenminister und auch ich, gemeinsam immer und immer wieder – auch im Normandie-Format – zusammen mit dem französischen Außenminister und dem französischen Präsidenten darüber wachen werden und Anstrengungen unternehmen werden, um diesen Prozeß voranzubringen, der jetzt auch in eine entscheidende politische Phase gekommen ist, was Verfassungsänderungen anbelangt, was die Frage von Lokalwahlen anbelangt. Wir sind da längst nicht über den Berg. Aber wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen, weil wir nur diesen diplomatischen Weg sehen, und den zu gehen müssen wir immer und immer wieder versuchen.“

Merkel im Deutschen Bundestag, 23. November 2016:

„Wir haben im Zusammenhang mit der Krim und der Ukraine den Bruch des Völkerrechts und die Verletzung der territorialen Integrität eines Landes zu konstatieren. Leider sind unsere Gespräche über die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen noch nicht so weit gediehen, wie ich mir das wünschen würde.”

Merkel beim Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforum in Berlin, 29. 11. 2018:

„Ich werde das Thema auch gegenüber dem russischen Präsidenten beim G20-Gipfel ansprechen. Wir werden dafür sorgen. Wir haben trotzdem die Bitte, auch auf ukrainischer Seite klug zu sein, denn wir wissen, daß wir die Dinge ja auch nur vernünftig und nur im Gespräch miteinander lösen können, weil es keine militärischen Lösungen all dieser Auseinandersetzungen gibt.“

Merkel auf der Münchner Sicherheitskonferenz, 23.2. 2019:

„2014 erfolgte im März die Annexion der Krim – ein klar völkerrechtswidriges Verhalten – und anschließend – Petro Poroschenko ist hier – der Angriff auf die Ostukraine; ein mühselig ausgehandelter Waffenstillstand, sozusagen fragil, stabil gehalten durch das Minsker Abkommen, mit dem Deutschland und Frankreich gemeinsam mit Rußland und der Ukraine versuchen, den Konflikt zu lösen. Allerdings müssen wir sagen: Von einer Lösung sind wir weit entfernt; wir müssen unbedingt weiterarbeiten.”

Alle politisch Verantwortlichen betonten in den vergangenen acht Jahren wiederholt nicht nur, daß die Umsetzung der Minsk-Abkommen offizielle Politik des Westens sei – ohne das aber die beiden verantwortlichen Staaten Deutschland und Frankreich auch nur das geringste getan hätten, die ukrainische Regierung zu deren Umsetzung zu bewegen -, sondern ebenso, daß eine Aufhebung der Sanktionen gegen Rußland von einer erfolgreichen Umsetzung der Minsk-Abkommen anhänge.

Wenn es also wahr ist, was Merkel im Dezember sagte, dann waren die neun Sanktionspakete, die z.B. die EU in diesen Jahren gegen Rußland verabschiedete und die Schritt um Schritt die russische Wirtschaft strangulieren – „ruinieren“, wie Baerbock sagt – sollten, Teil dieser langen Vorbereitung auf den Krieg. Wie der französische Figaro-Journalist Georges Malbrunot im April 2022 in einem Interview mit CNNews berichtete, sah er mit eigenen Augen, daß die USA damals schon bei der ukrainischen Armee „in charge“ waren [das Kommando führten].

Putin kommentierte die Enthüllungen Merkels und Hollandes in seiner Weihnachtsansprache und gestern noch einmal, dies bedeute, daß er die militärische Spezialoperation offensichtlich viel früher hätte anfangen müssen. Das Vertrauen sei nun so gut wie auf dem Nullpunkt.

Angesichts des Scherbenhaufens, den Merkels Bemerkungen angerichtet haben, ist die Frage: Haben alle Verantwortlichen, oder besser in dem Fall Unverantwortlichen, die ganze Zeit gelogen? Oder hat Frau Merkel, die in letzter Zeit wegen ihrer früheren Politik gegenüber Rußland heftig angegriffen wurde, das jetzt alles nur gesagt, um ihr Fähnchen nach dem Wind zu hängen, weil die Kriegsvorbereitung in die Endphase eingetreten ist und selbst das kleinste Zugeständnis, Rußland einmal als „Partner“ gesehen zu haben, zugeschüttet werden muß, und sie lieber als Politikerin in die Geschichte eingehen wird, falls es eine solche noch geben wird, die zur Pompeo-Schule der Politik ( „wir lügen, wir betrügen“) gehört, als nicht konform mit den Kolonialherren zu erscheinen?

Wir werden das ergründen müssen. Ebenso, daß die jetzige Regierung das Ende von Nordstream II damit begründet, daß Rußland das Minsker Abkommen gebrochen hätte. Vielleicht hängt das ohrenbetäubende Schweigen zu den Verursachern der Sabotage von Nordstream II ja auch damit zusammen, daß Menschen, und insbesondere Anwälte, dann sprachlos werden, wenn sie befürchten, daß jedes Wort sie selbst in die Straftat impliziert.

Zu dem von der EU bei Strafe angeordneten offiziellen Mantra gehört es auch, nur vom „unprovozierten Aggressionskrieg Rußlands“ zu sprechen. Wer etwa zu behaupten wagt, daß der Konflikt in der Ukraine eine Vorgeschichte hat, angefangen mit dem Insistieren auf einer unipolaren Weltordnung nach dem Ende der Sowjetunion, den fünf NATO-Osterweiterungen und vor allem dem vom Westen unterstützten Maidan-Coup 2014, der wird als Putin-Agent denunziert oder kommt auf Listen, von denen schon einige Personen umgekommen sind.

Man muß dringend die Chronologie der namhaften Personen veröffentlichen, die in den letzten 32 Jahren gewarnt haben, wohin diese Politik gegenüber Rußland führen würde, einschließlich George Kennans.

Ich kann ebenso nur die Lektüre des Interviews empfehlen, daß der ursprünglich absolut prowestliche ehemalige Ministerpräsident der Ukraine, Nikolai Asarow, 2016 am dritten Jahrestag des „Euromaidans“ gegeben hat. In diesem Interview geht er ausführlich auf die Unterstützung der USA und Europas für diesen Coup ein, und sagte – das ist extrem wichtig -daß jede friedliche Lösung für den Konflikt damit beginnen muß, anzuerkennen, daß es sich im Februar 2014 um einen Staatsstreich gehandelt hat, wofür es übrigens unanfechtbare Dokumentationen gibt.

Das Vermittlungsangebot des Vatikan annehmen

Wenn wir zu diesem späten Zeitpunkt, wenige Sekunden vor Zwölf, noch einen Ausweg finden wollen, dann muß weltweit eine weite, überwältigende Öffentlichkeit geschaffen werden, die verlangt, daß eine diplomatische Lösung gefunden wird. Das Angebot von Papst Franziskus, die Örtlichkeiten des Vatikan für bedingungslose Verhandlungen anzubieten, ist die beste Option, andere Vermittlungsvorschläge, wie die von Präsident Lula und weiteren Staaten des Globalen Südens, sowie die Bemühungen von Präsident Erdogan, müssen um die Initiative des Vatikan gebündelt werden.

Ich bitte Sie deshalb alle, unseren Offenen Brief der lateinamerikanischen Parlamentarier- Initiative an den Papst zu unterzeichnen.

Ich weiß, daß viele Militärs, in Rußland, in Frankreich und anderswo die Ansicht vertreten, daß es dafür zu spät ist und daß die Mittel des Krieges entscheiden müssen. Ich denke, daß dieses Risiko zu groß ist. Es kann ganz schnell zu einem globalen Atomkrieg führen, über dessen Ergebnis dann niemand mehr da sein wird, um darüber zu diskutieren.

Wir brauchen statt dessen eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die das Interesse eines jeden Staates mit einschließt, einschließlich der Ukraine, Rußlands, Chinas und aller anderen Nationen. Ich habe dazu zehn Prinzipien in die Diskussion gebracht, die ich Sie alle bitte, zu lesen und zu diskutieren.1 Die wichtigste Idee davon ist, daß wir als Menschen die kreative Gattung im Universum sind, und deshalb in der Lage, die höhere Ebene der Vernunft zu finden, auf der jedes Problem gelöst werden kann.

Der erste Schritt muß sein, das Angebot von Papst Franziskus anzunehmen, und ein weltweiter Chor von Stimmen muß fordern, daß Verhandlungen ohne Vorbedingungen in Rom sofort beginnen müssen.

Präsident Putin sagte gestern, daß Rußland offen ist für Verhandlungen. Allerdings auch, daß man bedenken müsse, mit wem man es zu tun habe. Wie gesagt, wir stehen vor einem Scherbenhaufen des internationalen Vertrauens. Genau deshalb brauchen wir die weltweite Mobilisierung aller Menschen, die guten Willens sind, die in unseren Chor mit einstimmen.

Internet – Gespräch

„Wie halten Sie es mit dem Völkerrecht, Frau Merkel?“

Hier ansehen →

Helga Zepp-LaRouche

Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur

Hier studieren →

Aufruf zu sofortigen Friedensverhandlungen unterstützen

Offener Brief an Papst Franziskus von politischen und zivilgesellschaftlichen Führungspersönlichkeiten

Hier lesen und verbreiten →


Ist die EU Vasall der globalen NATO-Diktatur?

Zu der heute veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der NATO und der EU, daß sie sich darauf vorbereiten, der „brutalen“ Aggression Rußlands und dem „wachsenden Selbstbewußtsein“ Chinas aggressiv entgegenzutreten, fragte Helga Zepp-LaRouche: „Wer hat sie ermächtigt“, eine „Globale NATO“ zu gründen, die nun alle in Gefahr bringt? Es habe keine Abstimmung in irgendeiner Nation gegeben, keine öffentliche Debatte – genau deshalb sollte keine supranationale Organisation so viel Macht haben.

Angesichts der wachsenden Ansicht, daß die Situation in der Ukraine „auf dem Schlachtfeld“ und nicht durch Diplomatie gelöst werden wird – was das Risiko eines Atomkriegs erhöht – ist es wichtig, daß wir das öffentliche Bewusstsein dafür schärfen, daß wir uns in den letzten Momenten vor der nuklearen Vernichtung befinden. Sie verwies auf die wichtigen Dialoge der letzten Tage, insbesondere den Runden Tisch vom 10. Januar über die Auswirkungen von Merkels Minsker Lügen, als Beispiel dafür, was ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden muß.

Sie rief alle Zuschauer auf, unsere Initiativen zu unterstützen, einschließlich der Unterzeichnung und Verbreitung des Briefes, der den Vorschlag des Papstes unterstützt, den Vatikan als Verhandlungsort zu nutzen, um die notwendige öffentliche Reaktion zu provozieren. Um erfolgreich zu sein, ist es nun notwendig, „die Einstellung [der Bürger] in den westlichen Ländern zu ändern.“


Neujahrsbotschaft von Helga Zepp-LaRouche

Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr.

Das neue Jahr 2023 muß das Jahr werden, in dem die Menschheit das Erwachsenenalter erreicht. Das bedeutet, daß wir die kindischen geopolitischen Streitereien hinter uns lassen müssen, bei denen Nationen gegeneinander kämpfen, als wären wir verzogene Gören mit Kriegsspielzeug im Sandkasten. Allzuschnell ist dieser Sandkasten thermonuklear verseucht.

Wir müssen uns daran erinnern, daß wir die schöpferische Gattung sind, die die erhabene Aufgabe hat, den Schöpfungsprozeß zum Wohle der gesamten Menschheit voranzutreiben. Die Mehrheit der Menschheit – die Länder des Globalen Südens und viele in den ehemals sogenannten fortgeschrittenen Ländern – will Kriege hinter sich lassen, sei es die Gefahr eines neuen Weltkriegs oder die vielen Interventionskriege, die Millionen Tote und Flüchtlinge hinterlassen haben.

Lassen Sie uns ein neues Paradigma der internationalen Beziehungen schaffen, in dem die Interessen jeder souveränen Nation respektiert werden und in dem wir alle an einem Strang ziehen, um Armut und Unterentwicklung auszurotten. Schaffen wir in allen Ländern ein modernes Gesundheitssystem, damit die Lebenserwartung aller Menschen auf diesem Planeten steigt, und schaffen wir die Voraussetzungen dafür, daß jedes Kind und jeder Erwachsene Zugang zu Bildung hat, damit jeder Mensch die Chance hat, sein angeborenes kreatives Potential voll auszuschöpfen.

Schaffen wir auch ein neues Kreditsystem, um diese Ziele zu finanzieren und den Lebensstandard der Menschen im Globalen Süden und der Armen in den sogenannten Industrieländern zu erhöhen. Bringen wir endlich Infrastruktur, Landwirtschaft und Industrie auf alle Kontinente der Erde. Schaffen wir eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die die Aufteilung der Welt in Blöcke überwindet, verbieten wir alle Massenvernichtungswaffen und arbeiten wir daran, Atomwaffen technologisch überflüssig zu machen.

Lassen Sie uns die gesamte menschliche Gattung als das Höhere Eine betrachten, das eine höhere Ordnung hat als die vielen Nationen, und verfolgen wir niemals ein nationales Interesse, das nicht mit dem Interesse der Menschheit als Ganzes übereinstimmt. Bringen wir die politische, wirtschaftliche und soziale  Ordnung in Einklang mit dem Naturrecht, mit den Gesetzen des physikalischen Universums, und erweitern wir dieses Wissen durch Fortschritte in der Wissenschaft und der klassischen Kunst. Und gehen wir davon aus, daß der Mensch von Natur aus gut ist und daß alle Übel aus Mangel an Entwicklung herrühren und daher überwunden werden können!

Gegenwärtig entsteht eine neue Weltwirtschaftsordnung, an der sich die große Mehrheit der Länder des Globalen Südens beteiligt. Die europäischen Länder und die Vereinigten Staaten dürfen sich diesem Bestreben nicht widersetzen, sondern müssen sich mit den Entwicklungsländern zusammentun, um gemeinsam die nächste Epoche der Entwicklung der menschlichen Gattung zu gestalten – eine Renaissance der höchsten und edelsten Ausdrucksformen der Kreativität!

Schaffen wir also eine internationale Bewegung von Weltbürgern, die gemeinsam die nächste Phase in der Entwicklung der Menschheit, diese neue Epoche mitgestalten! Weltbürger aller Länder, vereinigt euch!


Wie halten Sie es mit dem Völkerrecht, Frau Merkel?

In ihrer wöchentlichen Webcasts machte sich Helga Zepp-LaRouche heute über die antirussischen Narrative der NATO-Führer lustig und wies auf die weitreichenden Folgen der Eingeständnisse der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Merkel und des ehemaligen französischen Präsidenten Hollande hin, daß sie nie die Absicht gehabt hätten, die in Minsk unterzeichneten Vereinbarungen zu erfüllen. Sie hätten nicht nur gelogen, sondern auch gegen das Völkerrecht verstoßen, sagte Zepp-LaRouche. Es sind dieselben Leute, die unabläßig von der „regelbasierten Ordnung“ sprechen. Diese Eingeständnisse hätten den russischen Außenminister Lawrow zu der Ankündigung veranlaßt, daß es in der EU niemanden mehr gebe, mit dem man verhandeln könne.

Im Gegensatz dazu arbeiten die führenden Politiker des globalen Südens an Plänen zum Aufbau einer Alternative zur neokolonialen unipolaren Ordnung. Sie zitierte einen chinesischen Intellektuellen, der sagte, daß wir uns nicht in einer Periode der „Zeitenwende“ befänden, sondern eher in einem Moment der „De-Westernisierung“.

Dieser Moment erfordert eine „höhere Ebene des Denkens“, die sie mit ihren Zehn Prinzipien eröffnete, bei denen das Prinzip „Die eine Menschheit zuerst“ der Ausgangspunkt sein muß. Indem sie die „göttliche Natur des Menschen“ widerspiegelt, kann diese neue Ära den Menschen als „Spezies der Poesie, Wissenschaft und Komposition“ etablieren.


Unterstützung für Papst Franziskus! Frieden auf Erden

Helga Zepp-LaRouche rief in einem vorweihnachtlichen Webcast zu einer breiten Mobilisierung für das Angebot von Papst Franziskus auf, den Vatikan als Ort für bedingungslose Verhandlungen zu nutzen. So kann Krieg der NATO gegen Rußland beendet werden.

Jeder denkende Mensch, sagte sie, sei besorgt über die Gefahr einer Eskalation zum Dritten Weltkrieg. Sie forderte die Zuschauer auf, das Unterstützungsschreiben des Schiller-Instituts für das Angebot des Papstes im Geiste der Weihnachtszeit zu verbreiten und diese Zeit als einen Moment des ernsthaften Nachdenkens über die Mission Jesu zu nutzen, Frieden zu schaffen, indem wir mit gutem Willen gegenüber allen Menschen handeln.

Die gestrige Selenskjj-Extravaganz in Washington stellte das Gegenteil dar und entlarvte die britische Absicht zur Ausweitung des Krieges, während die NATO kurz davor steht, eine für Rußland unannehmbare Grenze zu überschreiten. Sie sagte, sie glaube, daß die Kriegsfanatiker, die von den Grünen in der deutschen Regierung verkörpert werden, eine Eskalation gegen China im Jahr 2023 vorbereiten. Wenn es ihnen gelingt, die EU-Wirtschaft von China weg zu „diversifizieren“, wird Europa „marginalisiert“. Andererseits besteht für Europa weiterhin die Möglichkeit, sich an der BRI zu beteiligen.

Fluglatt: Nur noch einen Schritt von der nuklearen Vernichtung der Menschheit entfernt: Ein weihnachtlicher Waffenstillstand für alle!

Offener Brief an Papst Franziskus von politischen und zivilgesellschaftlichen Führungspersönlichkeiten: Aufruf zu sofortigen Friedensverhandlungen unterstützen


Ein Schritt entfernt von der nuklearen Katastrophe

Helga Zepp-LaRouche, die Vorsitzende des Schiller-Instituts, forderte die Zuschauer in einem leidenschaftlichen Appell auf, „aufzuwachen … und ihre Stimme zu erheben“, wenn die NATO-Kriegsfalken, die die Ukraine für einen Angriff auf Rußland nutzen, mit der atomaren Vernichtung drohen. Man hätte erwartet, sagte sie, daß es, da wir uns einen Schritt näher an der nuklearen Vernichtung befinden, im Westen Stimmen geben würde, die vor dieser Gefahr warnen. Aber über die Änderung der US-Politik hinzu einer „nuklearen Erstschlagdoktrin“, wurde nicht berichtet; und als Putin daraufhin sagte, er müsse nun die russische Politik überdenken, beschuldigten US-Beamte wie Verteidigungsminister Austin und die Medien Putin des „Säbelrasselns“ und logen, er habe mit dem Einsatz taktischer Atomwaffen in der Ukraine gedroht.

Sie forderte die Zuschauer auf, sich an der Mobilisierung des Schiller-Instituts zu beteiligen, indem sie:

1.) ihren Aufruf, das Angebot von Papst Franziskus anzunehmen, den Vatikan als neutralen Verhandlungsort zu nutzen, zu unterstützen;

2.) die von ihr entworfenen „10 Grundprinzipien“ für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zu studieren und zu verbreiten; und

3.) die Einladung zur kommenden EIR-Veranstaltung am Samstag, den 17. Dezember, zum Thema „Frieden auf der Erde oder der Untergang der Menschheit? Warum verhandelt werden muß!“ weit möglichst zu verbreiten.


Webcast: Neue Seidenstraße weitet sich nach Saudi-Arabien aus

Der Besuch von Chinas Präsident Xi Jinping in Saudi-Arabien sei „Teil einer neuen strategischen Ausrichtung“, sagte Helga Zepp-LaRouche heute in ihrem Webcast. „Die Araber wenden sich nach Osten“, und es wurden Geschäfte in Höhe von mehr als 30 Milliarden Dollar abgeschlossen. Dies ist Teil einer neuen Dynamik, zu der auch das explosive Wachstum der BRICS-Allianz gehört. Dies sei keine Bedrohung für den Westen, sondern der Westen solle „“die Geopolitik aufgeben … und kooperieren“, anstatt an der gescheiterten Politik der Vergangenheit festzuhalten.

Zepp-LaRouche, die diese Woche von der führenden russischen Fernsehpersönlichkeit Wladimir Solowojew interviewt wurde und vom mexikanischen Journalistenclub den Preis für Meinungsfreiheit für sich und das Schiller-Institut erhielt, sagte, sie sei ermutigt von der Reaktion auf die von ihr vorgeschlagenen Zehn Prinzipien für eine neue strategische und finanzielle Architektur. Ein neuer Chor von Weltbürgern kommt zusammen, was angesichts der anhaltenden Kriegstreiberei der NATO die beste Hoffnung für die Menschheit ist.


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Mr. Jackson
@mrjackson