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Einladung zur Internetkonferenz des Schiller Instituts am 15.und 16. Juni 2024

Einladung zur Internetkonferenz des Schiller Instituts am 15.und 16. Juni 2024

Die Welt am Abgrund:

Für einen neuen Westfälischen Frieden!

Internationale Schiller-Institut Internetkonferenz, 15. & 16. Juni 2024, jeweils ab 14.00 (MESZ)

Die deutsche Simultanübersetzung wird in Kürze veröffentlicht und in der Rednerliste verlinkt. Sie können sich die Videos im englischen Original hier ansehen.

Panel 1 (15. Juni 2024, 14.00 Uhr): Der größte Wandel in der Weltgeschichte

Moderator Dennis Speed

  • Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts (Deutschland)
  • Chas Freeman, Wissenschaftler und Diplomat (i.R.) U.S. Foreign Service (Vereinigte Staaten)
  • Dr. Olga Lasorkina, Leiterin der Abteilung Außenpolitik des Belarussischen Instituts für Strategische Forschung (BISR), (Belarus)
  • Prof. Georgy Toloraja, Direktor, Russisches Nationales Komitee für BRICS-Forschung (Russland)
  • Caroline Galactéros, Politikwissenschaftlerin (Frankreich)
  • Oberstleutnant a.D. Ralph Bosshard, Schweizer Armee; Berater für militärisch-strategische Angelegenheiten (Schweiz) 
  • Oberst a.D. Alain Corvez, Berater für internationale Angelegenheiten, ehemaliger Berater des französischen Innenministeriums (Frankreich)
  • Rainer Rupp, Militär- und Geheimdienstexperte (Deutschland)

Panel 2 (15. Juni 2024, 18.00 Uhr): Die Entwicklungsbestrebungen der globalen Mehrheit

Moderator Dennis Speed

  • Jacques Cheminade, Präsident, Solidarité et Progrès, ehemaliger französischer Präsidentschaftskandidat (Frankreich)
  • S.E. Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana (Guyana)
  • Michele Geraci, ehemaliger Unterstaatssekretär, italienisches Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung
  • Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Netfonds AG (Deutschland)
  • S.E. Botschafter Prof. Dr. Manuel Hassassian, Botschafter der Palästinensischen Behörde in Dänemark (Palästina)
  • Prof. Dr. László Ungvári, Präsident (emeritiert) der Technischen Universität Wildau (Ungarn)
  • Drei Vertreter des Globalen Südens, N.N.

Panel 3 (16. Juni 2024, 14.00 Uhr): Die Auswirkungen der laufenden wissenschaftlichen Revolution

Moderator Claudio Celani

  • Francois Mellet, Wirtschaftsingenieur, Direktor für Operationen bei Stratek Global (Südafrika)
  • Prof. Sergej Pulinez, leitender Wissenschaftler, Weltraumforschungsinstitut der Russischen Akademie der Wissenschaften (Russland)
  • Prof. Gennady Aksenow, S.I. Wawilow Institut für Wissenschafts- und Technologiegeschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften, Abteilung für die Geschichte der Erdwissenschaften (Russland)

Panel 4 (16. Juni 2024, 18.00 Uhr): Der Reichtum der Kulturen der Menschheit und die kommende Goldene Renaissance

Moderatorin Megan Dobrodt

  • Jacques Cheminade, Präsident, Solidarité et Progrès, ehemaliger französischer Präsidentschaftskandidat. „Die Kultur des Friedens“ (Frankreich)
  • Harley Schlanger, Stellvertretender Vorsitzender, Schiller Institute Vereinigte Staaten: „Wie die öffentliche Meinung manipuliert wird“ (Deutschland)
  • Sophie Tanapura, Maestra Sopranistin, Gründerin der Metropolitan Opera of Bangkok (Thailand)
  • Karel Vereycken, Maler-Graveur, Kunsthistoriker, Schiller-Institut, Frankreich: „Zusammenarbeit für das kulturelle Erbe der Welt: ein wichtiger Schlüssel für den Weltfrieden“ (Frankreich)

Die Zeichen stehen auf Sturm! Der Versuch des kollektiven Westens, nach dem Ende des Kalten Krieges die globale Dominanz des neoliberalen Systems durchzusetzen, ist krachend gescheitert. Die Mehrheit der Staaten war keineswegs bereit, das „Ende der Geschichte“ zu akzeptieren, das Francis Fukuyama vorschnell verkündet hatte und das von den Ländern des Globalen Südens lediglich als eine Fortsetzung der kolonialistischen Politik empfunden wurde. Die Mittel, mit denen versucht wurde, die unipolare Weltordnung zu zementieren – von Farbrevolutionen, Interventionskriegen oder auf Regime-Wechsel abzielende unilaterale Sanktionen bis zur Instrumentalisierung des Dollars – hatten einen enormen Bumerang-Effekt. Anstatt westliche neoliberale Werte zu akzeptieren, wandten sich die Nationen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas ihren eigenen kulturellen Traditionen zu und sind jetzt dabei – unterstützt durch den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas -, ein eigenes Wirtschaftssystem zu schaffen, das auf Souveränität und Gleichheit aufgebaut ist.

Aber statt die Anstrengungen des Globalen Südens, der längst zur Globalen Mehrheit geworden ist, darin zu unterstützen, Armut und Unterentwicklung durch einen industriellen Aufbau zu überwinden, der auch die Flüchtlingskrise auf die einzig humane Weise lösen würde, versteift sich der sogenannte kollektive Westen auf die „Narrative“, es gehe um den Kampf zwischen den „Demokratien“ und den „autoritären Diktaturen“, Rußland führe einen „unprovozierten Angriffskrieg“ gegen die Ukraine und Israel übe in Gaza nur sein „Recht auf Selbstverteidigung“ aus. Um diese „Narrative“ zu verteidigen, werden verfassungsmäßige Rechte, wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, das Verbot von Zensur und das Recht auf Versammlungsfreiheit ausgehebelt.

Es macht fassungslos zu sehen, wie absolut unfähig das Establishment des kollektiven Westens ist, das Scheitern seiner Politik zu erkennen und die nötigen Korrekturen vorzunehmen! Nach mehr als einem Dutzend Sanktionspaketen ist Rußland nicht „ruiniert“, sondern die europäische Wirtschaft kollabiert, allen voran Deutschland! Nach immer machtvolleren Waffenlieferungen, die den Westen längst an oder sogar über die Grenze gebracht haben, selbst Kriegspartei zu sein, ist klar, daß die Ukraine diesen Krieg nicht gewinnen kann. Rußland hat nun zum ersten Mal Militärmanöver mit seinen taktischen Atomwaffen durchgeführt, als Reaktion auf Macrons Drohung, NATO-Truppen in die Ukraine zu schicken, und auf Camerons und Blinkens Empfehlung, die Ukraine könne vom Westen geliefert Raketen nutzen, um Rußland anzugreifen. Nachdem der Westen acht Monate lang den Kriegsverbrechen in Gaza zugesehen hat, haben jetzt die Urteile des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Strafgerichtshofs eingegriffen, weil es offensichtlich einigen Kräften klargeworden ist, daß die bisher tolerierte Doppelmoral dabei war, die gesamte Legitimität der internationalen Ordnung zu zertrümmern.

Wir stehen heute am Rand der potentiell größten Katastrophe in der Geschichte der Menschheit. Wenn wir die geopolitische Konfrontation des Westens gegen Rußland und China nicht überwinden, droht auf sehr kurzem Weg die Eskalation zu einem neuen Weltkrieg, bei dem der sichere Einsatz von thermonuklearen Waffen einen nuklearen Winter und die Auslöschung der menschlichen Gattung zur Folge haben würde.

In der tektonischen Verschiebung, die die absolute Entschlossenheit der Nationen des Globalen Südens, ihr Recht auf souveräne Entwicklung durchzusetzen, bewirkt, liegt aber zugleich eine monumentale Chance, die Krise zu überwinden. Erst einmal müssen wir dafür sorgen, daß die Menschen in Europa und den USA überhaupt lernen, was der neue „Geist von Bandung“ ist, der die Nationen des Globalen Südens inspiriert, und dann müssen wir die immensen Chancen aufzeigen, die darin liegen, mit diesen Staaten bei ihrer Entwicklung zu kooperieren.

Das nächste halbe Jahr wird für die weitere Existenz der Menschheit von größter Bedeutung sein: NATO- und SCO-Gipfel in Juli, der BRICS-Gipfel in Rußland im Oktober, die US-Präsidentschaftswahl im November. In dieser Zeit muß es uns gelingen, das Konzept einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die die Interessen aller Nationen auf dem Planeten berücksichtigt, auf die internationale Agenda zu setzen, wenn wir eine extreme Polarisierung bis hin zum völligen Zerfall der Weltordnung in zwei völlig getrennte und unbewegliche Blöcke vermeiden wollen.

Die kommende Konferenz des Schiller-Instituts wird daher Redner und Kräfte zusammenbringen, die in der Absicht vereint sind, einen Weg aus der Krise aufzuzeigen, indem sie ein neues Paradigma für die nächste Ära in der Entwicklung der Menschheit präsentieren.


Bitte lesen und verbreiten Sie die Schiller-Institut/EIR Presseerklärung Warnstufe Rot: Ukrainischer Angriff auf russisches Frühwarnradar droht einen nuklearen Weltkrieg auszulösen. Und sehen Sie sich die Eil-Pressekonferenz „Die Gefahr eines Atomkrieges ist real und muss gestoppt werden“ vom 12. Juni 2024 in Washington DC auf deutsch an.

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