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The Committee for the Coincidence of Opposites

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Internetkonferenz am 13. und 14. November 2021

„Alle moralischen Ressourcen der Menschheit müssen mobilisiert werden: Die Menschheit muß die unsterbliche Spezies sein!“



Internationale Internetkonferenz des Schiller-Institut und des ICLC am 13. und 14. November 2021

Nach der Auflösung des Bretton-Woods-Systems durch Präsident Richard Nixon am 15. August 1971 warnte der verstorbene Staatsmann und Wirtschaftswissenschaftler Lyndon LaRouche, daß eine Fortsetzung dieser monetaristischen Politik unweigerlich zur Gefahr einer neuen Depression, eines neuen Faschismus und eines neuen Weltkriegs – diesmal eines nuklearen – führen würde, wenn nicht eine gerechte neue Weltwirtschaftsordnung entstünde.

Jetzt, fünfzig Jahre später, sind wir genau an dem Punkt angelangt, vor dem LaRouches vorausschauende Prognose gewarnt hatte. Der hyperinflationäre Zusammenbruch des Finanzsystems zeichnet sich bereits in der Explosion der Energie- und Lebensmittelpreise ab, und selbst führende Amtsträger wie Raphael Bostic, Präsident der Federal Reserve Bank von Atlanta, haben bereits erklärt, die Inflation sei nicht „vorübergehend“, wie anfänglich behauptet wurde. Die Finanzoligarchie, die sich bewußt ist, daß ihr Spekulationssystem am Ende ist, versucht mit einer letzten gigantischen Anstrengung, das verrückte Kasinospiel unter dem Deckmantel des „Great Reset“ noch eine weitere Runde zu verlängern. Die Oligarchie hofft, noch eine letzte Spekulationsblase zu erzeugen, indem sie durch „Shifting the Trillions“ Billionen in grüne Technologien umschichtet, was bedeutet, daß die Uhr auf den Entwicklungsstand vor der industriellen Revolution zurückgedreht wird. Mit der Energieflußdichte einer dekarbonisierten Wirtschaft würde auch die Bevölkerungsdichte sprunghaft auf das vorindustrielle Niveau sinken – und das ist es, was tatsächlich angestrebt wird.

Die Form ist anders, der Inhalt ist derselbe: Es ist die faschistische Politik von Hitlers Finanzminister Hjalmar Schacht. Unter diesem kranken Blickwinkel werden die aufstrebenden (vor allem asiatischen) Länder zu „Rivalen“, „Gegnern“ und „Feinden“. Und genau hier liegt die Gefahr eines neuen Weltkriegs.

Glücklicherweise ist die Alternative einer gerechten neuen Weltwirtschaftsordnung bereits im Entstehen. Chinas BRI (Belt and Road Initiative) ist zum Sammelbecken für rund 150 Nationen geworden, die alle entschlossen sind, dem chinesischen Modell der Überwindung von Armut und Unterentwicklung mit Hilfe des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts zu folgen. Diese Politik steht im engen Zusammenhang mit der Vision von Lyndon LaRouche und seiner Bewegung, die er in den 1970er Jahren ins Leben gerufen hat und die konkrete Entwicklungspläne für Afrika, Lateinamerika, Asien und die Vereinigten Staaten ausarbeitet. Diese Entwicklungspläne hat das Schiller-Institut seit 1991 verbreitet, zunächst in Form der Eurasischen Landbrücke, und dann 2014 mit dem Bericht „Die neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke“.

Es ist dringender denn je, die Politik wieder auf die Basis der Naturwissenschaften und der klassischen Kultur zu stellen. Die Grundlage für ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen entsteht, wenn es auf einem Dialog der besten kulturellen Traditionen der Menschheit beruht. Diese Themen werden in vier Panels diskutiert.

Erstes Panel: Samstag, 13. November, 16.00 Uhr (MEZ)

Kann eine strategische Krise zwischen den Großmächten vermieden werden?“

Dieses Panel wird sich mit folgenden Themen befassen:

– Der Konflikt zwischen den USA und China, AUKUS, Taiwan;

– Die Beziehungen zwischen den USA und Rußland;

– LaRouches „Vier-Mächte“-Konzept (USA, China, Rußland, Indien); und

– Ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen.

Zweites Panel: Samstag, 13. November, 20.00 Uhr (MEZ)

Die Wissenschaft der physischen Wirtschaft“

Dieses Panel wird folgende Themen behandeln:

– Die Motive hinter dem Great Reset;

– Hjalmar Schacht heute;

– Afghanistan und Haiti ändern die Spielregeln;

– Die globale Rolle von Londons „Dope, Inc.“; und

– Die Notwendigkeit eines Weltgesundheitssystems.

Drittes Panel: Sonntag, 14. November, 16.00 Uhr (MEZ)

Das Universum hat keine Grenzen des Wachstums“

Dieses Panel wird sich mit folgenden Themen befassen:

– Die Wissenschaft im Zusammenhang mit dem Klimawandel;

– Die Revolution einer fusionsbasierten Wirtschaft; und

– Die Menschheit wird erwachsen: Im Weltraum!

Viertes Panel: Sonntag, 14. November, 20.00 Uhr (MEZ)

Die Schönheit der wahren menschlichen Kultur“

Dieses Panel wird sich mit folgenden Themen beschäftigen:

– Was ist zerstörerischer? Das Squid Game oder Drogen?

– Drogenlegalisierung und der neue Opiumkrieg;

– Warum China den „Systemwettbewerb“ mit dem „Westen“ gewinnt;

– Ästhetische Erziehung; und

– Dialog der klassischen Kulturen.

Die Konferenz wird auf Zoom simultan ins Deutsche übersetzt. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie zeitnah Ihre Zugangsdaten, das aktualisierte Programm und eine Liste der Redner.


Hamilton, China und LaRouche: Wirtschaftliche Entwicklung ist ein unveräußerliches Recht

Wer mit der Methode des Ökonomen und Staatsmannes Lyndon LaRouche vertraut ist, wirtschaftliche Prozesse zu prognostizieren, wird vielleicht die tiefere Bedeutung der folgenden Passage aus dem Londoner Guardian vom 1. Oktober erkennen, eine Bedeutung, die dem Schreiber selbst wahrscheinlich gar nicht bewußt ist. In dem Artikel mit dem Titel „Amerika droht eine Unterbrechung der Versorgungskette und Engpässe. Hier ist der Grund“ schreibt Matt Stoller: „…Was wir erleben, ist auch das Ergebnis jahrzehntelanger politischer Entscheidungen, die in den 1970er Jahren begannen und Verbraucherrechte über Bürgerrechte stellten. Die Konsolidierung der Macht in den Händen von Private-Equity-Finanziers und Monopolisten in den letzten vier Jahrzehnten hat dazu geführt, daß wir auf die Bewältigung eines Versorgungsschocks in keiner Weise vorbereitet sind. Unsere hypereffiziente globalisierte Lieferkette, die einst von Männern wie Tom Friedman in The World Is Flat romantisiert wurde, ist das Problem. Wie das Finanzsystem vor dem Crash von 2008 verbirgt auch diese Art Wirtschaftsordnung ihre Anfälligkeit. Sie scheint ganz gut zu funktionieren, bis sie es nicht mehr tut.“

Es reicht nicht aus, den plötzlichen Zusammenbruch des transatlantischen Lieferkettensystems auf die Covid-Pandemie der letzten 20 Monate zurückzuführen. Geschichte ist in dieser Hinsicht nie „objektiv“. Welche Kräfte waren hier am Werk? Heute vor 35 Jahren ist ein „Ereignis“ eingetreten, ohne dessen Verständnis die gegenwärtigen Ereignisse nicht vollständig nachzuvollziehen sind.

Wenn man die Geschichte ändert…

Lyndon LaRouche erläuterte 2004 in einem Bericht mit dem Titel „Die Nacht, in der sie kamen, um mich unzubringen“ die wahre, „subjektive“ Natur dieser „objektiven“ transatlantischen wirtschaftlichen Entwicklung.

Am 6. Oktober 1986 rückte eine Armee von mehr als vierhundert bewaffneten Personen in die Stadt Leesburg im US-Bundesstaat Virginia ein, um die Büros von EIR und anderer Firmen zu stürmen, aber auch eine andere, dunklere Mission durchzuführen. Das Gebäude, in dem ich mich zu dieser Zeit aufhielt, wurde von einer bewaffneten Truppe umstellt, während Flugzeuge, gepanzerte Fahrzeuge und anderes Personal auf den Schießbefehl warteten. Glücklicherweise kam es nicht dazu, weil jemand höheren Ranges als William Weld, der Leiter der Strafabteilung des Justizministeriums, anordnete, den Angriff auf mich abzubrechen. Die Polizeikräfte, die bereit waren, gegen mich, meine Frau und eine Reihe meiner Mitarbeiter vorzugehen, wurden am Morgen zurückgezogen…

Der Feldzug von 1973 zu meiner ,Beseitigung‘, der Beinahe-Mord vom 6. und 7. Oktober 1986 und der hartnäckige Versuch, mich jetzt (2004) von allen Debatten auszuschließen, sind allesamt Produkte desselben Themas, nämlich meines Kampfes gegen die Bemühungen bestimmter liberaler Ökonomen und anderer, die gesamte Welt unter die Fuchtel der Politik des ehemaligen Nazi-Wirtschaftsministers Hjalmar Schacht zu stellen.

Der eigentliche Ursprung dieser und ähnlicher Aktionen ist nicht das US-Justizministerium, sondern eine viel höhere Instanz als die US-Regierung, nämlich dieselbe Ansammlung internationaler finanzoligarchischer Interessen venezianischer Prägung und die mit ihnen verbundenen Anwaltskanzleien, die zwischen 1922 und 1945 die Welle faschistischer Diktaturen in Kontinentaleuropa ausgelöst haben. Das gemeinsame Merkmal dieser internationalen Finanzinteressen, damals, in den Jahren 1922-1945, und heute, ist ihr gegenwärtiger Plan, in den USA selbst und in der ganzen Welt eine Schachtsche Ökonomie einzuführen…

Die USA als größte produktive Nation der Welt in einen Schachtschen, ,nachindustriellen‘ Utopismus zu verwandeln, war das Markenzeichen der Nixon-Kampagne für die Präsidentschaft 1966-1968. Der Unsinn dieser ,nachindustriellen‘ Entwicklung hin zu einem wildem Monetarismus brachte die US-Regierung an den Punkt, wo sie ihre törichte Wirtschafts- und Kulturpolitik in der Zeit nach Kennedy aufgeben oder genau die Entscheidung treffen musste, vor der ich gewarnt hatte. Nixons Entscheidung vom 15. August 1971 machte den Marsch in Richtung Ruin und faschistoider Diktatur unausweichlich.“

Heute, wie 1986 und 2004, stehen der Welt zwei Systeme zur Wahl: Einerseits das System „Rees’scher Entscheidungen“, benannt nach John Rawlings Rees vom Tavistock-Institut, das durch eine angebliche „Entwicklungspolitik“ charakterisiert ist – eine Politik finanzieller Ausplünderung, wie sie durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) gegenüber dem afrikanischen Kontinent seit der Zeit nach Kennedys Ermordung betrieben wird. Andererseits das noch existierende „Amerikanische System“ mit seinen „Hamiltonischen“ Entscheidungen, das kürzlich von China als „Win-Win-Kooperation“ bezeichnet wurde. Als Chinas stellvertretender Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Geng Shuang, vor kurzem in diesem Gremium erklärte, die internationale Gemeinschaft solle „keine Mühen scheuen, um Haiti humanitäre Hilfe zu leisten und den Wiederaufbau nach der Katastrophe zu unterstützen“, eröffnete er eine „strategische Denkrichtung“, die weitaus mächtiger ist als die selbstzerstörerische „Operation Orkus/Global Britain“ im transpazifischen Raum.

Hamiltons „Haiti-Mission“ vollenden

Die Vereinigten Staaten dachten einst so. Im Jahr 1861 entsandten die Vereinigten Staaten unter Abraham Lincoln den Botschafter Anson Burlingame als diplomatischen Gesandten nach China, das damals im Zweiten Opiumkrieg vom Britischen Empire unterjocht wurde. Heute, im Jahr 2021, versucht China, sich an die Vereinigten Staaten zu wenden, deren institutionelle Führung und kulturellen Einrichtungen nun ebenfalls unterjocht und durch einen „Opiumkrieg“ weitgehend zerstört sind – auch wenn dieses Mal keine äußere Gewalt, sondern die Churchillsche Verführungstaktik eingesetzt wurde. Die Vereinigten Staaten wurden durch das Tavistock-Institut und seinen Ableger, die Frankfurter Schule, dazu gebracht, sich selbst zu zerstören, sich selbst zu deindustrialisieren, den wissenschaftlichen Fortschritt abzulehnen und sich nun selbst zu entvölkern. Der chinesische Vorschlag, gemeinsam Haitis Souveränität gegen die internationale Drogenmafia zu verteidigen, die das Land jetzt unterjocht, d.h. Häfen, Eisenbahnlinien und Stromversorgung mit Kernenergie zu bauen, könnte die Vereinigten Staaten wieder zur Vernunft bringen.

Der LaRouche-Vorschlag für den dringenden Wiederaufbau Haitis, mit dem das übergeordnete Konzept von Entwicklungskorridoren und einer „Wirtschaftsplattform“ in einem der ärmsten Gebiete der Welt eingeführt wird, kann, wie Helga Zepp-LaRouches Vorschlag für Afghanistan, ein Weg für Amerika sein, zu seiner früheren Perspektive von Hamilton, Lincoln und Roosevelt zurückzukehren, die insbesondere erfolgreich sein kann, wenn sie von einer Gruppe von Amerikanern aus dem Komitee für den Zusammenfall der Gegensätze vertreten wird.

Die Tatsache, dass China die Welt bei den Vereinten Nationen auf die Krise in Haiti aufmerksam gemacht hat, bietet den Vereinigten Staaten die Möglichkeit, nicht die Tavistock-Methode zu wählen, sondern die „Win-Win“-Methode, die schon immer das wesentliche Merkmal des Amerikanischen Systems war, das in den Worten von Henry Carey „das einzige ist, das jemals entwickelt wurde, das darauf aus war, den Zustand der Menschen in der ganzen Welt zu verbessern und anzugleichen.“


China beginnt mit humanitärer Hilfe für Afghanistan

Eine von der chinesischen Regierung bereitgestellte Hilfslieferung, die hauptsächlich aus warmen Materialien wie Decken und Baumwollkleidung besteht, traf am Mittwoch in Kabul, der Hauptstadt Afghanistans, ein.

„Die erste Lieferung von Hilfsgütern zeigt die tiefe Liebe und Freundschaft des chinesischen Volkes und spiegelt Chinas Rolle als großes Land wider, das seine Versprechen einhält und freundlich zu seinen Nachbarn ist, was einen großen Schritt zum Aufbau einer Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft für die Menschheit darstellt“, sagte Luo Zhaohui, Leiter der chinesischen Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit.

Angesichts der Bedürfnisse des afghanischen Volkes hat China beschlossen, dringend Nahrungsmittel, Materialien für den Winter, COVID-19-Impfstoffe und Medikamente im Wert von 200 Millionen Yuan bereitzustellen, so Außenminister Wang Yi, der sich kürzlich dazu äußerte.

Wenn die Sicherheitslage und andere Bedingungen gegeben sind, sei China bereit, Afghanistan beim Aufbau von Projekten zu helfen, die zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen beitragen und den Frieden und den Wiederaufbau unterstützen.


Zwei ehemalige US-Surgeon General unterstützen die Afghanistan-Initiative von Helga Zepp-LaRouche

Zwei ehemalige Surgeon General der Vereinigten Staaten haben auf die Afghanistan-Initiative von Helga Zepp-LaRouche geantwortet.

Dr. David Satcher, der von 1998 bis 2002 Surgeon General war, äußerte sich wie folgt:

„Dr. William Foege, Direktor der Centers for Disease Control and Prevention (1977-1983), beschreibt in seinem Buch House on Fire: The Fight to Eradicate Smallpox über die erfolgreichen Bemühungen zur Ausrottung der Pocken… Aber als wir im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts kurz davor waren, die Kinderlähmung auszurotten, haben uns die Kämpfe in Afghanistan und Pakistan daran gehindert, Polio in diesen Ländern und damit in der ganzen Welt auszurotten…

Letztendlich werden wir die Kinderlähmung ausrotten, aber leider erst, nachdem viele Menschen gestorben sind und Billionen von Dollar ausgegeben wurden.

Wir können es besser machen! Wir können in das Leben und nicht in den Tod investieren! Wir können ein neues Denken in unsere Beziehungen bringen. Wir können uns umeinander kümmern und Leben über unser eigenes und über unsere eigene Kultur hinaus wertschätzen. Wir können uns dafür einsetzen, daß die Wissenschaft uns und künftigen Generationen dient.

Ich bin beeindruckt von der Idee und der Aussage. Wir sprechen über eine völlig neue Definition des Gewinnens und darüber, was es bedeutet, zu gewinnen, insbesondere gemeinsam zu gewinnen, und die gesunde Entwicklung von Kindern zur Priorität zu machen. Wir brauchen ein neues Paradigma in Bezug darauf, was uns wichtig ist und was wir bereit sind zu tun, um dies zu erreichen.“

Dr. Joycelyn Elders, die von 1993 bis 1994 als General Surgeon tätig war, antwortete:

„Ich stimme Dr. David Satchers Antwort auf Helga Zepp-LaRouches Erklärung über den notwendigen Ansatz zur Bewältigung der schweren gesundheitlichen und humanitären Krise in Afghanistan und vielen anderen Ländern der Welt zu. Wenn wir über den Bedarf an lebensnotwendigen Gütern wie Gesundheitsversorgung, Nahrung und Wasser sprechen, dann ist das für die Menschen überall gleich, unabhängig davon, wo man sich befindet oder welche Regierung man hat.

Die Covid-Pandemie verschärft die Krise in Ländern, die bereits zuvor unter Nahrungsmittel- und Gesundheitsmangel litten. Es ist klar, daß sie nur mit einem modernen Gesundheitssystem in allen Ländern besiegt werden kann. Das Komitee für die Koinzidenz der Gegensätze hat die Notwendigkeit umfassender und nicht stückweiser Lösungen betont. Infrastruktur, Nahrungsmittel, Energie und sauberes Wasser sind entscheidend, kombiniert mit modernen Krankenhäusern und geschultem Personal. Ich setze mich seit langem für die Ausbildung und den Einsatz von kommunalen Gesundheitshelfern ein, die vor allem unter jungen Menschen rekrutiert werden, um die Ressourcen an medizinischem Fachpersonal zu ergänzen. Diese Mitarbeiter wären jetzt von unschätzbarem Wert, um diese Bemühungen zu unterstützen…

Jetzt ist es an der Zeit, die Konfrontation zu beenden und zusammenzuarbeiten, um die Grundbedürfnisse der Menschheit zu erfüllen.“

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Mehr über das von Helga Zepp-LaRouche und Dr. Jocelyn Elders gegründete Komitee für die Koinzidenz der Gegensätze und die Notwendigkeit einer Weltgesundheitsplattform finden Sie in der Gründungserklärung

Siehe auch die jüngste Erklärung von Helga Zepp-LaRouche über die Notwendigkeit von Nahrungsmitteln und öffentlicher Gesundheit in Afghanistan und eine Politik des Friedens durch Entwicklung.

Globale Gesundheitssicherheit erfordert eine medizinische Infrastruktur in jedem Land.


Dialog des Schiller-Instituts – „Wiederaufbau von Haiti – Amerikas Weg aus der ‚Global Britain‘-Falle“

Das Schiller-Institut hat am 25. September ein internationales Seminar mit dem Titel „Wiederaufbau von Haiti – Amerikas Weg aus der ‚Global Britain‘-Falle“ veranstaltet. In der zweieinhalbstündigen Diskussion wurden mehrere Aspekte eines Entwicklungskonzepts für Haiti sowie die erforderlichen Sofortmaßnahmen erörtert. Diese Darstellungen stehen in krassem Gegensatz zu den Ereignissen der vergangenen Woche, als die USA Tausende von geflohenen Haitianern von der texanisch-mexikanischen Grenze zwangsweise zurück nach Haiti abgeschoben hat.

Die sechs Diskussionsteilnehmer waren Richard Freeman, Mitautor des Buches „The Schiller Institute Plan to Develop Haiti“, das in der kommenden Woche von EIR News veröffentlicht wird; Eric Walcott, Direktor für strategische Partnerschaften am Institut für Karibikstudien; Firmin Backer, Leiter der Haiti Renewal Alliance; Joel DeJean, Ingenieur und texanischer Aktivist der LaRouche-Organisation; Walter Faggett, Arzt aus Washington, D.C., ehemaliger oberster Gesundheitsbeamter des District of Columbia und derzeitiger Co-Vorsitzender des Gesundheitsrates des Ward 8 von Washington DC und internationaler Sprecher des Komitees für die Koinzidenz der Gegensätze, sowie Moderator Dennis Speed.

Freeman stellte sowohl die Dimensionen der extremen Unterentwicklung dar, die Haiti jahrzehntelang aufgezwungen wurde, als auch die Grundzüge eines Entwicklungsprogramms für dieses Land im Kontext der Entwicklung der gesamten Insel Hispaniola und der Karibik. Er präsentierte eine Karte mit Vorschlägen für Eisenbahnlinien, Kernkraftwerke, sichere Wassersysteme und anderer wichtiger Infrastruktur, darunter Karten mit Vorschlägen, die chinesische Firmen in den letzten Jahren vorgelegt hatten, die aber nicht umgesetzt wurden.

Firmin Backer wies darauf hin, daß USAID in den 11 Jahren seit dem letzten Erdbeben 5,1 Milliarden Dollar in Haiti aufgewendet habet, aber was sei mit diesem Geld geschehen? Jetzt, nach dem jüngsten Erdbeben, könnten nicht einmal Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete gebracht werden, weil es im Süden Haitis weder einen Flughafen noch einen Hafen gebe, um die betroffenen Menschen zu versorgen. Es müßte genau geprüft werden, wie falsch die US-Gelder ausgegeben wurden. Firmin berichtete außerdem, wie Haiti vor Jahren vom IWF ein Schuldenerlaß gewährt wurde, dann aber keine ausländischen Kredite mehr beantragen durfte!

Eric Walcott betonte: „Wir brauchen den kreativen Geist der Welt, um Haiti und Afghanistan zu unterstützen.“ Er sagte: „Nutzen Sie die Diaspora“, um Haiti zu entwickeln. Es gebe mehr haitianische Mediziner in New York und Miami als in ganz Haiti. Er betonte, Haiti sei nicht arm, sondern die Bedingungen seien arm. Aber die Bevölkerung habe Stolz, Talent und Einfallsreichtum.

Joel DeJean, ein Amerikaner haitianischer Abstammung, wies eindringlich auf die Notwendigkeit hin, das Land schnellstmöglich auf das höchste technologische Niveau zu bringen, zum Beispiel „den Sprung von der Holzkohle zur Kernkraft“ zu bewirken. Er riet, China die Gelegenheit zu geben, die allerneueste Nukleartechnologie in Haiti einzusetzen – den gasgekühlten modularen Kugelhaufenreaktor. „Wir brauchen nicht mehr Atom-U-Boote, wir brauchen Atomtechnologie!“ Er forderte außerdem, eine Entwicklungsbank in Haiti zu errichten.

Dr. Faggett faßte in vielen Punkten eine breite Perspektive und eine Aufforderung zum Handeln zusammen. Er diente früher in der „Caribbean Peace-Keeping Force“ des US-Militärs und sprach sich nachdrücklich dafür aus, nicht nur in Haiti, sondern weltweit tätig zu werden.

Es sollte „Impfdiplomatie“ betrieben und dafür gesorgt werden, daß eine Gesundheitsplattform in Haiti und ein Gesundheitssystem auf der ganzen Welt aufgebaut werde. Er sei begeistert von Helga Zepp-LaRouches Mission, die im Juni 2020 zum Aufbau einer weltweiten Gesundheitsplattform aufgerufen hatte. Damals gründete sie zusammen mit Dr. Joycelyn Elders, der ehemaligen US Surgeon General, das Komitee für die Koinzidenz der Gegensätze.

Die vollständige Diskussion ist auf englisch auf SchillerInstitute.com verfügbar.


Die große Herausforderung echter Infrastruktur: Moderne Gesundheitssysteme für alle Nationen

Die große Bauaufgabe für die Industrienationen und Schwellenländer ist klar. Der Aufbau moderner Krankenhäuser und gut ausgestatteter Gesundheitssysteme in jeder Nation der Erde wird eine derart dringende Anforderung zur Erhaltung menschlichen Lebens erfüllen – eine, die durch keinen anderen Ansatz erfüllt werden kann – daß sie allein den Namen einer Infrastrukturplattform für den weiteren Fortschritt der Menschheit verdient. Und es ist eine Übereinkunft zwischen den technologisch fortschrittlichsten und wirtschaftlich am weitesten entwickelten Nationen [dazu nötig], die eine solche globale Mission in die Wege leiten kann, die nicht weniger ehrgeizig ist als eine Mond-Mars-Mission und notwendigerweise die gleichen positiven Auswirkungen technologischer Durchbrüche mit sich bringt.

Wenn diese Aufgabe in Angriff genommen wird, wie es das Schiller-Institut und das Komitee für die Koinzidenz der Gegensätze vorschlagen, werden pro Krankenhaus mit 1.000 Betten je 10 MW an neuer Energieversorgung benötigt, um es ausreichend mit frischem Wasser zu versorgen, die Unterkünfte für das Personal zu heizen und zu beleuchten – das bedeutet insgesamt Hunderte von Gigawatt an neuer Energie, gut verteilt vor allem über die Entwicklungsländer der Welt. Die weltweite Nahrungsmittelproduktion wird sich effektiv verdoppeln müssen, denn „Nahrung ist Gesundheit“, um die Leiterin des Komitees Dr. Joycelyn Elders zu zitieren. Aus den Projekten zur bestmöglichen Überwachung von Krankheiten, Tests und vor allem modernen Behandlungskapazitäten werden sich Entwicklungsprojekte in der Größenordnung der Tennessee Valley Authority entwickeln.

Eine neue nukleare Technologieplattform wartet darauf, in die Massenproduktion gebracht zu werden, um dieses riesige Projekt zu versorgen: kleine modulare Kernreaktoren. NuScale, das bisher einzige Unternehmen mit einem von den Aufsichtsbehörden genehmigten Prototyp, bekam von der kanadischen Firma Prodigy Clean Energy die nötige Kooperation bei der Produktion zugesichert, während andere kanadische Unternehmen und Provinzen ihre eigenen kleinen modularen Reaktorprojekte (SMR) entwickeln. Prodigy beabsichtigt, in Werften schiffbare SMR-Kraftwerke zu bauen. Das dänische Unternehmen Seaborg Technologies plant, Schiffe mit kleinen Kernreaktoren auszustatten, um Strom für Entwicklungsländer zu liefern, und glaubt, daß es bis 2025 damit beginnen kann, diesen Strom zu liefern, so der Neutron Bytes Blog vom 14. Mai. Es handelt sich hierbei um einen 100-MW-Reaktor mit Flüssigsalzkühlung. NuScale’s Ziel für mit 60 MW operierende Reaktormodule ist 2026. Russland ist bereits in der Lage, kleine schwimmende Kernreaktoren zu produzieren.

Alle anderen Ziele können vorgezogen werden, sobald sich die technologisch führenden Nationen – China, die USA und vor allem auch Russland – darauf verständigen, gemeinsam Kredite für die modernen Gesundheitssysteme zur Versorgung von Pandemieopfern zu erzeugen.

Dieser Mission für die Menschheit entgegen steht der neue Malthusianismus, der das menschliche Leben „dem Planeten“ opfern will, und der Mythos, daß menschliche Wissenschaft und Technologie impotent und zerstörerisch seien. Wie bereits 2019 in einem Artikel der Harvard T.H. Chan School of Public Health in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet ausgeführt wurde, können 5 Milliarden Menschen, die keine moderne Gesundheitsversorgung haben, diese auch nicht bekommen, denn „wenn wir es nach dem Modell machen, das in den reichen Ländern entwickelt wurde, wird es das Klima zerstören – und das können wir uns nicht leisten.“

Ebenso wenig dürfen wir, sagen die Anhänger des Green New Deals, die weltweite Nahrungsmittelproduktion verdoppeln, um mit der weit verbreiteten Ernährungsunsicherheit und Hungersnot fertig zu werden – denn Nahrung ist Gesundheit. Die Investorengruppe FAIRR meint: „Das Erdöl wurde falsch bewertet. Es hat keinen Wert. Es ist veraltet, und deshalb ist es gestrandet. Das Gleiche wird mit der Landwirtschaft und der Tierhaltung passieren.“

Dieselben Green New Deal-Anhänger denken auch, daß wir die Erde nach riesigen, bis jetzt noch unbekannten Lagerstätten an seltenen und strategischen Mineralien und Metallen durchforsten sollten, um in den nächsten drei Jahren Milliarden von völlig unnötigen Elektrofahrzeugen zu bauen – und sie nennen ihre Ladestationen „Infrastruktur“!

Wenn wir den Green New Deal abschaffen, können wir eine echte neue Infrastrukturplattform für die Menschen der Welt und die Wirtschaft der Nationen aufbauen, wie es das Schiller-Institut diese Woche für die Global Health Conference in Rom vorschlägt.


Bolivianischer Präsident Arce: Nur eine globale Lösung kann die COVID-Pandemie besiegen

Boliviens Präsident Luis Arce Catacora betonte am 13. Mai während eines internationalen Forums, das von seinem Außenministerium organisiert wurde, daß die einzige Möglichkeit, die Coronavirus-Pandemie zu besiegen, ein globales Programm sei, das, wie seine Regierung betonte, das Problem der ungleichen Verteilung der Impfstoffe angehen müsse. So habe Bolivien beispielsweise Impfstoffe gekauft, bekomme aber nicht genügend Dosen geliefert, weil „die Produktion auf bestimmte Länder beschränkt ist“ oder weil einige Länder den Export von Impfstoffen aus verschiedenen Gründen eingeschränkt hätten. „Wir kritisieren das nicht“, sagte er, „aber wir sollten uns darüber im Klaren sein, daß wir geradewegs auf eine Katastrophe zusteuern, denn das passiert sogar Ländern, die in der Lage sind, für Impfstoffe zu bezahlen…. Da die Pandemie ein globales Übel ist, muß auch die Lösung global sein, und um da herauszukommen, müssen wir alle handeln; sonst wird niemand sicher sein…. Es ist, als ob es eine Apartheid gäbe, in der die schwächsten [Länder] verurteilt und getötet werden“, zitierte ihn der Nachrichtendienst EFE am 13. Mai.

Das Forum des Außenministeriums mit dem Titel „Verzicht auf Patente und Überlegungen zum geistigen Eigentum im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie“ konzentrierte sich, wie der Titel andeutet, auf die Forderung, Impfstoffpatente und [den Schutz] geistigen Eigentums auszusetzen, um den Technologietransfer zu gewährleisten, damit die Entwicklungsländer Impfstoffe herstellen können. Es nahmen u.a. Beamte des UN-Entwicklungsprogramms, der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC), der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) sowie Diplomaten aus Südamerika und Indien teil. Diese Kampagne wurde vor zwei Monaten von Bolivien begonnen und die Regierung hat sich fest vorgenommen, sie in jedem internationalen Forum und jeder multilateralen Organisation zur Diskussion zu stellen. Sie sollte als nützliche Ergänzung zu dem dringenden Vorschlag des Schiller-Instituts und des Komitees für den Zusammenfall der Gegensätze gesehen werden, ein globales Gesundheitssystem und eine neue Wirtschaftsordnung aufzubauen, um der Pandemie kompetent zu begegnen. In einer Pressemitteilung des Außenministeriums wird geschätzt, daß der Großteil der im Jahr 2021 produzierten Impfstoffe nicht ausreichen wird, um 70% der Weltbevölkerung zu impfen, da die Industrienationen den Impfstoff horten, so daß die Impfungen der Bevölkerung in den ärmeren Ländern wahrscheinlich nicht vor 2023 abgeschlossen sein werden.

Im eigenen Land hat Arce eine Kampagne gestartet, um alle in Frage kommenden Bolivianer so schnell wie möglich zu impfen und arbeitet dabei eng mit Rußland und China zusammen, um Impfstoffe zu beschaffen. Bis Ende nächster Woche wird Bolivien 500.000 Dosen des Impfstoffs Sputnik V und eine Million Dosen von Chinas Sinopharm erhalten haben und trifft Vorbereitungen, um auch Impfstoffe von Pfizer und AstraZeneca zu bekommen. Anläßlich der Ankunft der jüngsten Sputnik V-Lieferung am 15. Mai, begleitet durch den russischen Botschafter Michail Ledenev, sagte Arce, daß „wir auf das Gaspedal treten müssen…diese Impfstoffe sind die Dosen der Hoffnung für viele Menschen…dank der Diplomatie zwischen den Nationen, vor allem mit Rußland und China, werden die Bolivianer mit der Impfkampagne fortfahren können“, berichtete die Bolivianische Informationsagentur (ABI). Er wies auf die schwierige Situation hin, in der sich die Welt wegen neuer COVID-Wellen befindet, und warnte: „Wenn unsere Nationen nicht handeln und eine gerechte Verteilung der Dosen sicherstellen, werden wir noch viele weitere Wellen erleben, die die Menschheit einem immer größeren Risiko aussetzen.“


Globale Gesundheitssicherheit erfordert medizinische Infrastruktur in jedem Land – große Industrienationen müssen jetzt zusammenarbeiten!

14. Mai (EIRNS)–Die folgende Erklärung wurde heute vom Komitee für den Zusammenfall der Gegensätze (Committee for the Coincidence of Opposites) für den Weltgesundheitsgipfel in Rom am 21. Mai 2021 und zur allgemeinen Verbreitung veröffentlicht.

Die einzige Möglichkeit, die anhaltende COVID-19-Pandemie zu stoppen, besteht darin, die Lösung neu zu überdenken. Wir müssen in jedem Land ein modernes Gesundheitssystem aufbauen. Das bedeutet eine Infrastruktur für die öffentliche Gesundheit und eine medizinische Versorgung nach modernen Standards für alle Bevölkerungsgruppen. Ein Vorbild dafür ist der amerikanische Hill-Burton Act („Hospital Survey and Construction Act of 1946“), dessen Prinzip es war, festzulegen, wie viele Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner in jeder Ortschaft vorhanden sein müssen (damals 4,5), und dementsprechend Mittel für den Bau dieser Betten bereitzustellen, einschließlich moderner Geräte und Personal.

Es gibt Beispiele dafür, wie das heute erreicht werden kann. Das 1.000-Betten-Krankenhaus Huoshenshan in Wuhan wurde 2020 in 12 Tagen gebaut. In den USA wurden im letzten Frühjahr vom U.S. Army Corps of Engineers mehrere Feldkrankenhäuser in Rekordzeit gebaut. Das muß auf der ganzen Welt gleichzeitig geschehen.

Um das zu erreichen, müssen alle Länder zusammenarbeiten. Spannungen und Konflikte müssen vorerst beiseite geschoben werden.

Es sind neue Stämme des SARS-CoV-2 aufgetaucht, die aggressiver und übertragbarer sind. Sie könnten Impfstoffe obsolet machen. „Viele dieser Varianten zeigen eine verstärkte Übertragung und, in einigen Studien, eine schwerere Erkrankung“, berichtete im April Dr. Dan Barouch, ein Immunologe an der Harvard Medical School, der den Impfstoff von Johnson & Johnson mitentwickelt hat. Er sagte, die Varianten hätten „auch die Eigenschaft, sich Antikörpern teilweise zu entziehen, und würden daher die Frage aufwerfen, ob sie die Wirksamkeit des Impfstoffs verringern könnten.“ Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit.

So gesehen ist unsere Antwort auf die Pandemie eine Frage von existentieller Bedeutung für die menschliche Gattung. Sie erfordert die Zusammenarbeit aller großen Industrienationen. Ein neues Paradigma der Koordination zwischen den Vereinigten Staaten, China, Rußland und anderen ist dabei entscheidend.

In diesem Sinne wurde im Juni 2020 eine Vereinigung mit dem Namen „Committee for the Coincidence of Opposites“ (Komitee für den Zusammenfall der Gegensätze) gegründet, um eine solche internationale Zusammenarbeit zu fördern und eine entschlossene Reaktion auf die Krise in Gang zu setzen. Das Komitee, zusammen von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Präsidentin des Schiller-Instituts, und Dr. Joycelyn Elders, ehemalige U.S. Surgeon General, gegründet, handelt nach dem Prinzip der „Koinzidenz der Gegensätze“ des Kardinals Nikolaus von Kues (1401-1464), das den Einsatz für das Gemeinwohl anstrebt und verhindern will, daß einzelne Gruppen gegeneinander ausgespielt werden.

Das Komitee hat zwei Pilotprojekte initiiert, die dieses Prinzip konkret verkörpern, um so umfangreichere staatliche und institutionelle Maßnahmen in Gang zu setzen. Im 8. Stadtteil von Washington, D.C. arbeitet ein Team unter Beteiligung jugendlicher Freiwilliger daran, alle dortigen Bewohner gegen COVID-19 zu impfen und bereits bestehende Maßnahmen der Gesundheitsämter in diesem weitgehend armen Stadtteil auszuweiten. In Afrika wird in Kürze eine vom Komitee organisierte Sendung aus medizinischen Produkten, Wasser, Nahrungsmitteln und Saatgut in Mosambik eintreffen, um ein Beispiel dafür zu geben, daß sowohl Soforthilfe wie auch allgemeine Entwicklungsmaßnahmen an allen Orten der Welt dringend erforderlich sind.

Eine wirksame Gesundheitsversorgung ist nur möglich, wenn überall eine ausreichende öffentliche Gesundheitsinfrastruktur und medizinische Behandlungskapazitäten zur Verfügung stehen. Dies wiederum hängt direkt vom Ausbau der Wasser-, Strom- und Nahrungsmittelversorgung ab, was den Aufbau von Industriekapazitäten bedingt, wofür wiederum ausreichende Transportmittel, Wohnungen und andere Anforderungen erfüllt sein müssen. Die Zusammenarbeit zwischen den Nationen zur Bewältigung dieser Aufgaben bedeutet zwangsläufig, darüber nachzudenken, wie Kredite bereitgestellt werden können und anderweitig mit dem instabilen, ungerechten Finanzsystem umgegangen werden kann. Richtlinien für ein neues Paradigma der wirtschaftlichen Entwicklung sind in dem Bericht „Das LaRouche-Programm für den Planeten – 1,5 Milliarden neue produktive Arbeitsplätze“ enthalten.


Globale Gesundheitsinfrastruktur

Im folgenden werden einige der Elemente dargestellt, die erforderlich sind, um eine weltweite Gesundheitssicherheit herzustellen. Einzelheiten finden Sie in der Veröffentlichung des Schiller-Instituts „LaRouches ,Apollo-Mission‘ zur Bekämpfung der globalen Pandemie: Aufbau eines Weltgesundheitssystems!“ vom April 2020.

Krankenhäuser. Derzeit gibt es ein riesiges Defizit an Krankenhausbetten. Die heutige weltweite Gesamtzahl von 18,6 Millionen Betten muß nahezu verdoppelt werden auf etwa 35 Millionen, zusammen mit Personal und Ausrüstung. Diese Berechnung basiert auf dem „Hill Burton Act“, der nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA eingeführt wurde und 4,5 Betten pro 1.000 Einwohner vorsah, um sowohl Routine- als auch Notfallbehandlungen zu gewährleisten. Bis 1980 hatten sich die USA diesem Standard von 4,5 Betten pro 1.000 Einwohnern angenähert, doch dann sank das Niveau aufgrund der Privatisierung und Deregulierung des US-Gesundheitswesens auf den heutigen Stand von 2,8. In Ländern der Kategorie „Hochverschuldete arme Länder“ liegt das Verhältnis bei 0,7. Südasien liegt zum Beispiel bei 0,7. Nigeria, wo ein Fünftel der Bevölkerung von Subsahara-Afrika lebt, hat 0,5 Betten pro 1.000 Einwohner.

Eine Mobilisierung ist notwendig, um strategisch gelegene Feldkrankenhäuser im militärischen Stil zu bauen, in Verbindung mit Impfkampagnen, während gleichzeitig mit dem längerfristigen Bau dauerhafter Krankenhauseinrichtungen begonnen wird. In Ghana ist beispielsweise geplant, mehrere 100-Betten-Krankenhäuser zu bauen. Abhängig von der Anzahl von Betten in jedem neuen Krankenhaus besteht weltweit ein Bedarf an 35.000 neuen Einrichtungen, vor allem in Afrika, Iberoamerika und Asien.

Gesundheitskorps. Weltweit wird eine große Anzahl von Ärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Technikern, Pharmazeuten, Tierärzten, Ernährungsberatern, Verwaltungsangestellten usw. benötigt. Um diesen Bedarf zu decken, bedarf es eines breiten Spektrums an Ausbildungsmöglichkeiten, angefangen von erheblich mehr Lehrkrankenhäusern bis hin zu Tausenden von Ausbildungsprogrammen für Jugendliche im allgemeinen Gesundheitsdienst, um vor allem auch dem heutigen Pandemie-Notfall begegnen zu können.


Wasser und sanitäre Einrichtungen. Ein voll ausgestattetes Krankenhausbett benötigt einen Wasseranschluß für mindestens 450-500 Liter Wasser pro Tag. Jedes Land braucht eine angemessene Wasser- und Abwasserversorgung. Heute haben mehr als zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Wasser, sanitären Einrichtungen oder beidem. Der Einsatz von temporären sanitären Einrichtungen (die in Massenproduktion hergestellt und dann verteilt werden könnten) wird eine Notlösung sein, während dauerhafte Verbesserungen der Infrastruktur in Angriff genommen werden. Der Bau großangelegter wasserwirtschaftlicher Systeme, z.B. die umfassende Entwicklung von Flußeinzugsgebieten in Afrika und Südamerika, zusammen mit Entsalzungsanlagen an den Küsten – so schnell wie möglich mit Kernenergie – wird die Extreme von Dürre und Überschwemmungen beenden und dabei Millionen von qualifizierten Arbeitsplätzen schaffen.

Elektrizität. Moderne medizinische Behandlungen, einschließlich Impfungen, sind nicht möglich ohne zuverlässige, ausreichende Stromversorgung. Ein großes, modernes Krankenhaus kann bis zu 19 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr für seine vielfältigen Funktionen verbrauchen, darunter Medizingeräte und Datenverarbeitung, Kühlung, Sauerstoffversorgung, Belüftung und Beleuchtung.

Wissenschaft und Technik. Die Grundlagenforschung wie auch die Entwicklung von Behandlungsmöglichkeiten gegen Krankheiten, auch bei Tieren und Pflanzen, müssen ausgebaut werden. Dies geschieht am besten durch die Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt. Wir müssen unser Verständnis von Viren so weit verbessern, dass wir in naher Zukunft mehr tun können, als nur auf jeden neuen Ausbruch zu reagieren. Kurzfristig ist eine umfassende Zusammenarbeit bei Massenimpfungen und zur Entwicklung antiviraler Medikamente unerläßlich, um Leben zu retten.

„Nahrung ist Medizin.“ David Beasley, Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms (WFP), berichtete am 7. Mai, daß im Jahr 2020 neun Millionen Menschen verhungert sind, mehr als die offizielle Zahl von 3,24 Millionen Toten durch COVID-19. „Nahrung ist der beste Impfstoff gegen Chaos“, betonte er zu Beginn der Pandemie. Es ist dringend notwendig, die vom WFP geforderten 5 Milliarden Dollar für zusätzliche Nahrungsmittelhilfe 2021 bereitzustellen. Mehr als 270 Millionen Menschen sind derzeit akut auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen, und weitere 600 Millionen sind von Ernährungsunsicherheit betroffen. In zehn Ländern herrscht eine schreckliche Hungersnot – allen voran in der Demokratischen Republik Kongo und anderen afrikanischen Ländern, aber auch im Jemen, in Syrien, Haiti und anderen Orten. Darüber hinaus müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die unabhängigen bäuerlichen Familienbetriebe in vielen der hochproduktiven Agrarregionen in Europa, Nordamerika, Australien und Südamerika zu unterstützen, deren Produktion lebenswichtig ist, die aber von den transnationalen Lebensmittelmonopolen verdrängt zu werden drohen. In Afrika und anderswo muß schnell eine moderne Landwirtschaft entwickelt werden. Das Ziel ist die Verdoppelung der Nahrungsmittelproduktion, um Ernährung und Gesundheit für alle zu sichern.

Der Weltgesundheitsgipfel ist die verantwortungsvolle Vertretung der Weltbevölkerung in dieser Krise biblischen Ausmaßes. Der Gipfel darf nicht enden, ohne daß ein Beschluß gefaßt wird, eine weltweite Zusammenarbeit für ein Crash-Programm zum Aufbau eines modernen Gesundheitssystems in jedem einzelnen Land des Planeten einzuleiten, einschließlich der notwendigen Infrastruktur, um ein solches System zu unterstützen.


Mit vereinten Kräften gegen Pandemie und Hungersnot

Komitee für die Coincidentia Oppositorum

von Lynne Speed

11. April – Die Welt hat nun einen neuen, schrecklichen Meilenstein erreicht: weltweit mehr als drei Millionen Todesfälle durch COVID-19. Da die Infektionsraten in vielen Ländern ansteigen und sich neue Virus-Varianten durchsetzen, ist es so offensichtlich wie nie zuvor, daß konzertierte und koordinierte Schritte der wichtigsten Regierungen dringend notwendig sind. Eine noch größere Zahl von Menschenleben ist nun vom Hungertod bedroht. Der Direktor des UN-Welternährungsprogramms David Beasley warnt, daß bis zu 270 Millionen Menschen aufgrund der verschärften Bedingungen durch Kriege, der Pandemie, Heuschreckenplagen und anderen Katastrophen akut gefährdet sind. Zeitgleich sind Bauern in Ländern mit der höchsten Produktivität der Welt – Frankreich, Deutschland, Indien – mit ihren Traktoren auf den Straßen, um gegen niedrige Preise und neue Agrardiktate zu protestieren, die sie ruinieren und zu einer weltweiten Nahrungsmittelknappheit führen. Die US-Landwirte kämpfen um die nackte Existenz ihrer unabhängigen Familienbetriebe.

Genau diesen schmerzlichen Ausblick will das Komitee für die Coincidentia Oppositorum ändern. Das Komitee wurde im Sommer 2020 von der Gründerin und Vorsitzenden des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, und Dr. Joycelyn Elders, der ehemaligen Surgeon General der Vereinigten Staaten, ins Leben gerufen. Bislang waren die von den führenden Regierungen ergriffenen Maßnahmen, mit einigen bemerkenswerten Ausnahmen und der Arbeit internationaler Hilfsorganisationen, völlig unzureichend, um diese Krise zu bewältigen. Wenn wir die Probleme der Menschheit lösen wollen – Pandemien, Hunger und Armut beseitigen – brauchen wir eine neue Art des Denkens. Helga Zepp-LaRouche betonte die Notwendigkeit, auf der Ebene des Zusammenfalls der Gegensätze (Coincidentia Oppositorum) zu denken. Diese Methode wurde von dem Theologen und Wissenschaftler Kardinal Nikolaus von Kues (1401-1464) entwickelt und von Mahatma Gandhi und Dr. Martin Luther King, Jr. in ihrer Herangehensweise für den gewaltfreien Widerstand eingesetzt. Es ist entscheidend, daß Regierungen zusammenarbeiten, um 1. umfangreiche Nothilfeprogramme in Gang zu setzen; 2. moderne Gesundheitssysteme in jedem Land aufzubauen, einschließlich einer vollständigen Infrastruktur und geschultem Personal; und 3. überall unabhängige landwirtschaftliche Familienbetriebe zu schützen und auszubauen.

Das Komitee bringt Menschen guten Willens unterschiedlicher Herkunft zusammen, insbesondere Jugendliche, soziale Aktivisten, Religionsvertreter, Landwirte, medizinisches Personal und andere, die sich nicht nur um ihre eigenen Probleme, sondern um die Krise der gesamten Menschheit kümmern wollen. Es verfolgt die Idee, in einigen, zu Beginn kleinen, aber wohl durchdachten Pilotprojekten zu demonstrieren, daß sich tragische Umstände abmildern lassen und notwendige großangelegte Maßnahmen durch Regierungen und andere Institutionen angeregt werden können.

Das erste Projekt betrifft die Community Health Workers, ein Projekt in der Hauptstadt Washington, D.C. für das sich die ehemalige Surgeon General und Leiterin des Komitees, Dr. Jocelyn Elders, seit langem einsetzt. Das zweite Projekt umfasst die Lieferung von medizinischem Material, Nahrungsmitteln und Saatgut nach Mosambik.

Zwei Pilotprojekte

Washington, D.C. Der 8. Stadtbezirk im District of Columbia (D.C.) hat derzeit die höchste COVID-19-Infektions- und Todesrate in ganz Washington, D.C. Hier kämpfte das Schiller-Institut vor 20 Jahren um den Erhalt des D.C. General Hospitals, des ehemaligen großen öffentlichen Krankenhauses mit Vollversorgung für die meist armen, überwiegend schwarzen Bewohner der Gegend. Dr. Walter L. Faggett, ehemaliger Medizinischer Chefkoordinator für den District of Columbia, wurde kürzlich zum Vorsitzenden der Pandemie-Notarbeitsgruppe für den 8. Stadtbezirk ernannt. Er berichtete auf der jüngsten internationalen Konferenz des Schiller-Instituts (weitere Informationen siehe unten), daß die Arbeitsgruppe nun das von Dr. Elders vertretene Konzept der Jugendbrigaden als kommunale Gesundheitshelfer nutzt. Sie klären ihre Mitbürger über Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und zur Überwindung von Impfängsten auf; sie vereinbaren Termine, sorgen für den Transport usw. Studenten aus den Bereichen Medizin und Krankenpflege, aber auch aus anderen Studienrichtungen, werden an den Hochschulen im Großraum Washington, D.C. zur Unterstützung rekrutiert. Es beteiligen sich u.a. die University of the District of Columbia, die Howard University und die Morgan State University in Baltimore.

Das Ziel ist es, die Impfbereitschaft bei allen über 16-Jährigen bis zum 1. Mai zu erhöhen, sodaß der Impfstoff, sobald dieser verfügbar ist, so vielen wie möglich verabreicht werden kann. Washington D.C. als Hauptstadt der Nation wäre ideal dafür geeignet, als Ausgangspunkt für die Ausbreitung eines solchen Programms auf Städte und Bezirke im ganzen Land und sogar auf der ganzen Welt zu dienen. Ähnliche Programme werden derzeit in East St. Louis, Illinois, Natchez, Mississippi, Detroit, Michigan, und anderen Orten diskutiert oder initiiert. Es sind bereits Telefonkonferenzen mit Studenten aus den Vereinigten Staaten und ihren Kollegen in Afrika geplant.

Mosambik. Das Komitee für die Coincidentia Oppositorum hat in Zusammenarbeit mit der Golden State Medical Association, dem kalifornischen Zweig der National Medical Association (NMA), eine große Aktion für die Lieferung von medizinischen Hilfsgütern, Lebensmitteln und Saatgut nach Mosambik im Südosten Afrikas gestartet. Mit 31 Millionen Einwohnern ist es eines der ärmsten Länder und jüngsten Bevölkerungen der Welt (das Durchschnittsalter liegt bei 17 Jahren). Terroranschläge in der nördlichen Provinz Cabo Delgado haben mehr als 670.000 Menschen zu Binnenflüchtlingen gemacht. Es herrscht chronischer Hunger; über die Hälfte der Kinder ist unterernährt. Wirbelstürme haben vor kurzem große Schäden angerichtet. In den überfüllten Notunterkünften und Lagern fehlt es an elementarsten Dingen wie Seife, was zum Ausbruch von Cholera, Malaria und COVID-19 beiträgt. Die Störung der Aprilernte und der Neuaussaat hat schwerwiegende Folgen.

Das Ziel des Komitees ist es, so schnell wie möglich eine Lieferung von Lebensmitteln, medizinischen Hilfsgütern und Saatgütern nach Mosambik zu organisieren und gleichzeitig in den USA und international die Notwendigkeit einer weltweiten Mobilisierung von Regierungen und Institutionen zur Sicherung der Gesundheit aller Menschen in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken. Mehrere führende Agrar- und Militärexperten schließen sich uns an, um diese Mission zu unterstützen und bekannter zu machen.

Das Komitee beabsichtigt, Nahrungsmittel (Mais- und Sojamehl, getrockneten Fisch usw.), Saatgut, Wasserreinigungstabletten und medizinische Hilfsgüter (Schutzausrüstungen, Medikamente, Verbandsmaterial usw.) zu liefern, die sowohl in den USA als auch direkt in Afrika beschafft werden, um die Transportkosten zu minimieren.

Pressemitteilung des Komitees für die Coincidentia Oppositorum: Das Mosambik-Projekt – Medizinische Versorgung, Nahrungsmittelhilfe und Saatgut für die Zukunft

Unsere Mission

Dr. Khadijah Lang, Präsidentin der Golden State Medical Association und Vorsitzende des NMA-Rates für internationale Angelegenheiten, hat in ihrem Schlußwort während der internationalen Konferenz des Schiller-Instituts am 21. März sehr schön den Geist erfasst, mit dem wir an die Verantwortung herangehen sollten, die jeder von uns in der aktuellen Krise trägt. Sie erklärte:

„Alles, was wir heute gesagt haben, ist verbunden mit der Herausforderung an uns, einen Weg zu finden, wie wir etwas bewirken können; sei es in einem kleinen Dorf oder in einer kleinen Provinz, um damit der Welt zu zeigen, was getan werden kann. Wie wir helfen können, indem wir zusammenkommen und mit unseren Ressourcen zusammenarbeiten, um vor Ort etwas zu verbessern. Hoffentlich werden andere dadurch inspiriert und motiviert, dasselbe anderswo zu tun. So oft denken die Leute, wenn sie nicht die volle Kontrolle über eine Situation haben, daß es nichts gibt, was sie tun können. Aber ich denke, es ist wichtig für uns alle zu erkennen, daß wir alle eine Menge tun können. Es muß nicht unbedingt etwas sein, wo man die volle Kontrolle hat. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Gemeinsam können wir das schaffen.“

Dr. Khadijah Lang


Weitere Informationen über das Komitee für die Coincidentia Oppositorum:

Kontakt: Lynne Speed lynnespeed@schillerinstitute.org

Schauen Sie sich die Konferenz „Die Welt am Scheideweg: Zwei Monate unter der Neuen US-Regierung“ an.


WFP-Direktor Beasley wirbt für Dokumentarfilm „Hunger Ward“ über Unterernährung im Jemen

Ein neuer Dokumentarfilm über die humanitäre Krise im Jemen mit dem Titel „Hunger Ward“(Hunger-Station) wurde heute online veröffentlicht. Nach der Vorstellung des Films führten der Direktor des Welternährungsprogramms David Beasley und die Filmemacherin Skye Fitzgerald eine Live-Diskussion (siehe https://www.hungerward.org/).


Der neue halbstündige Film konzentriert sich auf die schreckliche Notlage und die Sterblichkeitsrate von unterernährten Kindern im Jemen und zeigt Aufnahmen aus dem Sadaqa-Krankenhaus in Aden, dem größten Krankenhaus des Landes, und der Aslan-Klinik, dem größten Behandlungszentrum für Unterernährung im Nordjemen. Die Szenen und die Worte der medizinischen Leiter – Dr. Aida Alsdeeq in Aden und Krankenschwester Mekkiah Mahdi in der Aslan-Klinik – sind ergreifend. Der Film zeigt auch die grauenvolle Tragik der Trümmer eines saudischen Raketenangriffs auf eine Trauergemeinde im Jemen, wo die Schuhe von Dutzenden von Toten noch in den Trümmern verstreut liegen. Im Abspann wird schlicht festgestellt, daß Saudi-Arabien mit Unterstützung der USA immer noch Krieg gegen den Jemen führt, und daß Frankreich, Deutschland und andere Nationen, sowie die Houthis mitschuldig daran sind.


Beasley warf im Vorfeld der Veröffentlichung ein Schlaglicht auf diesen Dokumentarfilm, um die Weltöffentlichkeit auf die wachsende Hungersnot im Jemen und international aufmerksam zu machen, indem er am 7. April in einem virtuellen Forum am Biden Institute an der Universität von Delaware sprach. In seiner Rede vor einem studentischen Publikum betonte Beasley wiederholt, daß der Krieg aufhören müsse und die Hungersnot „menschengemacht“ sei. Er sagte, daß er in den nächsten zehn Tagen Haiti, Honduras, Guatemala und, wenn möglich, Venezuela besuchen werde, da sich die Ernährungssituation dort [ebenfalls] verschlechtere.
Beasley gab den Studenten aus Delaware einen Tatsachenbericht über den heutigen Welthunger und dessen Zunahme. Er sagte, daß es bei seinem Amtsantritt 2017 weltweit 700 Millionen Hungernde gab, davon 80 Millionen am Rande des Hungertodes. Diese Zahl der am Rande des Hungertodes Stehenden stieg auf 135 Millionen, kurz bevor COVID-19 begann. Heute liegt sie bei 270 Millionen. Davon sind 34 Millionen kurz vor dem Verhungern. Er nannte es Phase 3 bis 4 (auf der UN-Skala mit der Bezeichnung IPC: Integrierte Phasenklassifizierung: 1) reale, aber minimale Ernährungsunsicherheit; 2) angespannte Unsicherheit; 3) Ernährungskrise; 4) Notfall; 5) Verhungern).


Beasley ging auf eine „Aufschlüsselung nach Ländern“ ein, entsprechend der IPC-Skala. Dazu gehören zum Beispiel 19-21 Millionen Menschen in der Demokratischen Republik Kongo in Phase 4, sowie 19 Millionen in Afghanistan in Phase 3 bis 4. „Syrien implodiert“ und Haiti ist in der Krise, sagte er.


Beasley forderte weitere 5 Milliarden US-Dollar für die weltweite Hungerbekämpfung, zusätzlich zur laufenden Nahrungsmittelunterstützung. „Wir haben einen Impfstoff gegen den Hunger … er heißt Nahrung“, betonte er. Als sich in der anschließenden Fragerunde ein Student nach nahrhafter Nahrung erkundigte, erklärte Beasley den jungen Fragestellern im Wesentlichen, daß das natürlich notwendig sei, daß es jetzt aber in erster Linie um „Nahrung zum Überleben“ gehe. Er erläuterte, daß das WFP-Budget im Jahr 2017 mit 5,9 Milliarden Dollar finanziert wurde, dann im Jahr 2020 auf 8,9 Milliarden Dollar anstieg, betonte jedoch, das sei nicht genug. In diesem Jahr müsse es im Bereich von 15 Milliarden Dollar liegen. Er begrüßte es, daß die USA ihren Beitrag zum WFP von 1,9 Milliarden Dollar vor vier Jahren auf 3,47 Milliarden Dollar erhöht haben. Er stellte fest, daß, während in Washington typischerweise „über alles gestritten wird, mit läppischen Argumenten“, es bei der Nahrungsmittelhilfe eine überparteiliche Einigung gegeben habe. Er zielte auf die Milliardäre, die dem Sterben zusähen: „Es macht mich wütend … im Jahr 2020 entstand alle 17 Stunden ein neuer Milliardär.“ Letztes Jahr gab es 493 neue Milliardäre. „Und alles, was ich brauche, sind 5 Milliarden Dollar.“


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