Top Left Link Buttons
  • Englisch
  • Deutsch

Healthcare

Category Archives

Internetkonferenz am 13. und 14. November 2021

„Alle moralischen Ressourcen der Menschheit müssen mobilisiert werden: Die Menschheit muß die unsterbliche Spezies sein!“



Internationale Internetkonferenz des Schiller-Instituts und des ICLC am 13. und 14. November 2021

Nach der Auflösung des Bretton-Woods-Systems durch Präsident Richard Nixon am 15. August 1971 warnte der verstorbene Staatsmann und Wirtschaftswissenschaftler Lyndon LaRouche, daß eine Fortsetzung dieser monetaristischen Politik unweigerlich zur Gefahr einer neuen Depression, eines neuen Faschismus und eines neuen Weltkriegs – diesmal eines nuklearen – führen würde, wenn nicht eine gerechte neue Weltwirtschaftsordnung entstünde.

Jetzt, fünfzig Jahre später, sind wir genau an dem Punkt angelangt, vor dem LaRouches vorausschauende Prognose gewarnt hatte. Der hyperinflationäre Zusammenbruch des Finanzsystems zeichnet sich bereits in der Explosion der Energie- und Lebensmittelpreise ab, und selbst führende Amtsträger wie Raphael Bostic, Präsident der Federal Reserve Bank von Atlanta, haben bereits erklärt, die Inflation sei nicht „vorübergehend“, wie anfänglich behauptet wurde. Die Finanzoligarchie, die sich bewußt ist, daß ihr Spekulationssystem am Ende ist, versucht mit einer letzten gigantischen Anstrengung, das verrückte Kasinospiel unter dem Deckmantel des „Great Reset“ noch eine weitere Runde zu verlängern. Die Oligarchie hofft, noch eine letzte Spekulationsblase zu erzeugen, indem sie durch „Shifting the Trillions“ Billionen in grüne Technologien umschichtet, was bedeutet, daß die Uhr auf den Entwicklungsstand vor der industriellen Revolution zurückgedreht wird. Mit der Energieflußdichte einer dekarbonisierten Wirtschaft würde auch die Bevölkerungsdichte sprunghaft auf das vorindustrielle Niveau sinken – und das ist es, was tatsächlich angestrebt wird.

Die Form ist anders, der Inhalt ist derselbe: Es ist die faschistische Politik von Hitlers Finanzminister Hjalmar Schacht. Unter diesem kranken Blickwinkel werden die aufstrebenden (vor allem asiatischen) Länder zu „Rivalen“, „Gegnern“ und „Feinden“. Und genau hier liegt die Gefahr eines neuen Weltkriegs.

Glücklicherweise ist die Alternative einer gerechten neuen Weltwirtschaftsordnung bereits im Entstehen. Chinas BRI (Belt and Road Initiative) ist zum Sammelbecken für rund 150 Nationen geworden, die alle entschlossen sind, dem chinesischen Modell der Überwindung von Armut und Unterentwicklung mit Hilfe des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts zu folgen. Diese Politik steht im engen Zusammenhang mit der Vision von Lyndon LaRouche und seiner Bewegung, die er in den 1970er Jahren ins Leben gerufen hat und die konkrete Entwicklungspläne für Afrika, Lateinamerika, Asien und die Vereinigten Staaten ausarbeitet. Diese Entwicklungspläne hat das Schiller-Institut seit 1991 verbreitet, zunächst in Form der Eurasischen Landbrücke, und dann 2014 mit dem Bericht „Die neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke“.

Es ist dringender denn je, die Politik wieder auf die Basis der Naturwissenschaften und der klassischen Kultur zu stellen. Die Grundlage für ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen entsteht, wenn es auf einem Dialog der besten kulturellen Traditionen der Menschheit beruht. Diese Themen werden in vier Panels diskutiert.

Erstes Panel: Samstag, 13. November, 16.00 Uhr (MEZ)

Kann eine strategische Krise zwischen den Großmächten vermieden werden?“

Dieses Panel wird sich mit folgenden Themen befassen:

– Der Konflikt zwischen den USA und China, AUKUS, Taiwan;

– Die Beziehungen zwischen den USA und Rußland;

– LaRouches „Vier-Mächte“-Konzept (USA, China, Rußland, Indien); und

– Ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen.

Zweites Panel: Samstag, 13. November, 20.00 Uhr (MEZ)

Die Wissenschaft der physischen Wirtschaft“

Dieses Panel wird folgende Themen behandeln:

– Die Motive hinter dem Great Reset;

– Hjalmar Schacht heute;

– Afghanistan und Haiti ändern die Spielregeln;

– Die globale Rolle von Londons „Dope, Inc.“; und

– Die Notwendigkeit eines Weltgesundheitssystems.

Drittes Panel: Sonntag, 14. November, 16.00 Uhr (MEZ)

Das Universum hat keine Grenzen des Wachstums“

Dieses Panel wird sich mit folgenden Themen befassen:

– Die Wissenschaft im Zusammenhang mit dem Klimawandel;

– Die Revolution einer fusionsbasierten Wirtschaft; und

– Die Menschheit wird erwachsen: Im Weltraum!

Viertes Panel: Sonntag, 14. November, 20.00 Uhr (MEZ)

Die Schönheit der wahren menschlichen Kultur“

Dieses Panel wird sich mit folgenden Themen beschäftigen:

– Was ist zerstörerischer? Das Squid Game oder Drogen?

– Drogenlegalisierung und der neue Opiumkrieg;

– Warum China den „Systemwettbewerb“ mit dem „Westen“ gewinnt;

– Ästhetische Erziehung; und

– Dialog der klassischen Kulturen.

Die Konferenz wird auf Zoom simultan ins Deutsche übersetzt. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie zeitnah Ihre Zugangsdaten, das aktualisierte Programm und eine Liste der Redner.


Sofortmaßnahmen für Haiti vorgeschlagen

Ein Freund des Schiller-Instituts aus der Dominikanischen Republik, der sich mit dem Wiederaufbauplan des Instituts für Haiti beschäftigt hat, hat eine Reihe konkreter Vorschläge gemacht, die seiner Meinung nach im Rahmen des umfassenderen strategischen Programms zur Transformation des Landes sofort ergriffen werden sollten. Er hat zwar Einwände gegen den Vorschlag des Schiller-Instituts, das massive Energiedefizit Haitis durch Kernenergie zu lösen, und erwähnt die allgemeine Sicherheitslage nur am Rande, doch seine Vorschläge sind insgesamt ernsthaft und mustergültig. Er unterstreicht die wichtige Rolle der Dominikanischen Republik bei der Entwicklung Haitis und der gesamten Insel Hispaniola. Er schreibt:

„Ich möchte einige Bemerkungen zum Programm für die Entwicklung und Rettung Haitis und meines eigenen Landes machen, denn uns treffen die Konsequenzen gleichermaßen, da es sich um eine einzige Insel handelt und keines unserer Länder sich selbst umsiedeln kann. Meiner Meinung nach sollte das Programm in zwei Hauptbereiche aufgeteilt werden:

1) Ein umfassendes Notprogramm, um Hunger, Krankheiten, Ungewißheit und den Zerfall des Landes zu bekämpfen. Dazu gehören:

– Umfangreiche und dauerhafte Verteilung von zubereiteten, konservierten oder frischen Lebensmitteln, die vor Ort mit Kochern auf Lastwagen zubereitet werden (viele dieser Geräte werden in meinem Land bereits in Katastrophengebieten eingesetzt).

– Einrichtung mobiler Kliniken auf Lastwagen, die die Armenviertel in den Städten oder auf dem Land erreichen können;

– Einrichtung mobiler Schulen, die auf Lastwagen transportiert werden, um in angemieteten Räumen Grundschulunterricht erteilen zu können;

– Bereitstellung von Einrichtungen, Finanzmitteln, Traktoren, Beratung usw. für Kleinbauern, die Lebensmittel erzeugen, sowie für Vieh- und Geflügelzüchter, die Rinder, Schweine und Hühner entweder zu Hause oder auf Bauernhöfen halten;

– Bereitstellung von Spezialmaschinen und Personal für den Bau wichtiger Zufahrtswege, Anlieger-oder Durchgangsstraßen und kleiner Brücken;

– Bereitstellung große Mengen an Baumaterial, um kostengünstige Häuser zu bauen, vorzugsweise in Fertigbauweise, und diese mit Hausrat ausstatten;

– Bau mobiler Verwaltungsbüros, die vor allem die Angelegenheiten der Bürger bearbeiten sollen;

– Erschließung von Wasserquellen, die durch chemische Verfahren und osmotische Filtration (auf die ich spezialisiert bin) trinkbar gemacht werden können;

– Bereitstellung großer Mengen an Kleidung, Schuhen, Bettwäsche, Matratzen, Klappbetten, Moskitonetzen und Insektenschutzmitteln;

– Breite Verteilung von Vitaminen, Mineralien, Schmerzmitteln, Medikamenten zur Behandlung von Parasiten und Durchfall, Bereitstellung mobiler Labors für einfache Analysen, und Zahnkliniken.

2) Ein strategisches Programm wie das Programm des Schiller-Instituts, dem ich grundsätzlich zustimme. Wir müssen dafür sorgen, daß ein Mechanismus zur Steuerung des Prozesses ohne Einmischung erfolgt; es muß alles überwacht werden, denn die gesamte [haitianische] Regierung ist nicht legitimiert, und niemand kennt ihre Pläne genau und wem sie wirklich Rechenschaft schuldet. Wie bereits erwähnt, kann die Dominikanische Republik eine wichtige Rolle bei der Umsetzung eines solchen Plans spielen, denn wir haben dies [schon einmal] ohne internationale Hilfe getan.


Webcast: Was hinter der Energiepreisexplosion steckt

Aufgrund der in sich zuspitzenden Hyperinflation im Energiesektor sagte Helga Zepp-LaRouche, daß dies genau das sei, wovor ihr Mann gewarnt habe, als der Club of Rome in den späten 60er Jahren mit seinem menschenfeindlichen Slogan der „Grenzen des Wachstums“ begann. Dies sei die Politik von Hjalmar Schacht, eine Strategie der führenden Oligarchen, die die Weltwirtschaft lenken, um die Weltbevölkerung drastisch zu reduzieren, und zwar mit denselben Methoden, die Schacht in Deutschland unter Hitler angewandt habe. Dies wurde jetzt in einem Artikel in der Zeitschrift „Economist“ vom 4. Oktober mit dem Titel „Das Zeitalter der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist vorbei“ und in Klaus Schwabs neuem Buch „Stakeholder Capitalism“ offen als die dunkle Zukunft bezeichnet, die sie durchzusetzen wollen. Zepp-LaRouche erklärte, dies sei „Faschismus mit grünem Antlitz“ und müsse als solcher erkannt werden, um die Menschen zu mobilisieren, ihn zu besiegen.

Sie zerstören nicht nur die weltweite Realwirtschaft, sondern greifen auch die Idee der menschlichen Kreativität an, die die einzige Quelle der Innovation ist, die gezeigt hat, daß es, wie LaRouche schrieb, „keine Grenzen für das Wachstum gibt“. Gleichzeitig lanzieren sie Provokationen gegen China, die zu einem Krieg führen könnten. Sie bekräftigte ihre Ansicht, daß gemeinsame Anstrengungen der Nationen, einschließlich der USA, Rußlands und Chinas, zum Wiederaufbau Afghanistans und Haitis eine Grundlage für die Überwindung dieser ansonsten tödlichen Bedrohung der Menschheit sein können.


Chinesische und russische UN-Gesandte rufen die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung Haitis auf

Es ist bemerkenswert, daß bei der Debatte des UN-Sicherheitsrates über Haiti nur die Vertreter Chinas und Rußlands darauf hinwiesen, daß Haiti nach dem schweren Erdbeben einen dringenden Bedarf an Entwicklung und Wiederaufbau hat, der über bloße Soforthilfe hinausgeht.

Alle anderen Vertreter, die sich zu Wort meldeten, sprachen lediglich davon, daß sich die Haitianer darauf einigen müßten, die Krise der Regierung und der Institutionen des Landes und das ernste Sicherheitsproblem von Banden und Drogen zu lösen. Aber wenn man nicht von der geringen humanitären Hilfe zu einer internationalen Unterstützung übergeht, die es Haiti ermöglicht, ein umfassendes Wiederaufbauprogramm umzusetzen, wie es das Schiller-Institut vorschlägt, ist keine politische Lösung möglich.

Geng Shuang, stellvertretender Ständiger Vertreter Chinas bei den Vereinten Nationen, rief die internationale Gemeinschaft auf, Haiti beim Wiederaufbau zu helfen und „keine Mühe bei der humanitären Hilfe und dem Wiederaufbau nach der Katastrophe zu scheuen… China appelliert an die internationale Gemeinschaft, aktiv auf die humanitären Hilfsaufrufe der UN in Höhe von 187 Millionen Dollar zu reagieren, und fordert die haitianische Regierung auf, eng mit dem UN-System zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, daß die Hilfsgüter die Bedürftigsten erreichen und um Verschwendung und Veruntreuung zu vermeiden“, sagte er.

Geng schlug einen Strategiewechsel vor, denn die humanitäre Strategie für das Land, für die seit 2010 14,7 Milliarden US-Dollar ausgegeben wurde, „muß noch die erwarteten Ergebnisse bringen… Das langjährige Hilfsmodell der internationalen Gemeinschaft, das mit Bluttransfusionen und Sauerstoff für Haiti verglichen werden kann, hat sich weder als besonders wirksam noch als nachhaltig erwiesen… Wir sind bereit, gemeinsam mit den übrigen Ratsmitgliedern die systemischen und operativen Hindernisse für Frieden und Entwicklung in Haiti anzugehen und einen neuen Ansatz in Betracht zu ziehen, um Haiti aus seiner Notlage zu helfen“, sagte er.

Der Erste Stellvertretende Ständige Vertreter Russlands, Dmitry Poljanskij, sprach von der „dringenden Notwendigkeit, sich mit Fragen zu befassen, die für alle Staaten unvermeidlich sind, darunter die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Verbesserung des allgemeinen Lebensstandards… Wir sind entsetzt über die Angaben im Bericht der Weltbank, wonach im Jahr 2021 60% der Haitianer unter die Armutsgrenze fallen werden…. Es liegt auf der Hand, daß eine solch katastrophale Situation in diesem Inselstaat eine konsolidierte internationale Unterstützung erfordert, vor allem von den regionalen Nachbarn“.

Viele Vertreter konnten nicht umhin, auf die schockierende Entscheidung hinzuweisen, Tausende von Menschen nach Haiti zurückzuschicken, die nicht nur in Poljanskij Worten „ihr letztes Geld zusammengerafft hatten, um das Land auf der Suche nach einem besseren Leben für ihre Kinder zu verlassen“. Zu diesem Thema schwieg die US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield.


UN-Agenturen warnen erneut: Afghanischen Kindern droht „akute Unterernährung“ und Tod

Nach einem Besuch in Herat warnten die Vertreter von UNICEF und des Welternährungsprogramms (WFP) in Afghanistan, Hervé Ludovic De Lys bzw. Mary-Ellen McGroarty, daß die Hälfte der afghanischen Kinder unter fünf Jahren – schätzungsweise 3,2 Millionen Kinder – bis Ende des Jahres an akuter Unterernährung leiden werden und mindestens eine Million von ihnen vom Tod bedroht sind, wenn sie nicht sofort Hilfe erhielten.

Das Welternährungsprogramm schätzt, daß 95% der Haushalte in Afghanistan nicht genug zu essen haben, und die beiden UN-Organisationen stellen jetzt 100 weitere mobile Gesundheits- und Ernährungsteams auf, zusätzlich zu den 168, die bereits in schwer zugänglichen Gebieten tätig sind. UNICEF-Vertreterin De Lys warnte: „Der Ernährungszustand von Müttern und ihren Kindern verschlechtert sich von Tag zu Tag… Die Kinder werden immer kränker und ihre Familien sind immer weniger in der Lage, ihnen die notwendige Behandlung zukommen zu lassen. Die sich rasch ausbreitenden Ausbrüche von Masern und akuter Durchfälle werden die Situation nur noch verschlimmern.“

McGroarty vom WFP bekräftigte: „Wenn wir jetzt nicht eingreifen, wird die Unterernährung nur noch schlimmer werden. Die internationale Gemeinschaft muß die vor Wochen zugesagten Mittel freigeben, sonst könnten die Auswirkungen unumkehrbar sein.“


UN-Organisationen warnen, daß die Bedingungen für die Rückführung von Haitianern nicht gegeben seien

Da Mexiko damit begonnen hat, einige haitianische Migranten nach Haiti zurückzuschicken, und in anderen Ländern der Region die Forderung laut wird, dasselbe zu tun (z. B. von einem hochrangigen Beamten der Royal Defense Force der Bahamas, der die Rückführung der USA als Vorbild nannte), haben vier Organisationen der Vereinten Nationen – die Internationale Organisation für Migration, das UN-Flüchtlingswerk, das Kinderhilfswerk und das Büro für Menschenrechte – am Donnerstag eine gemeinsame Erklärung herausgegeben, in der sie davor warnen, daß „die Bedingungen in Haiti nach wie vor katastrophal sind und eine erzwungene Rückkehr nicht zulassen“.

Die Erklärung erinnert die Regierungen daran, daß internationales Recht kollektive Abschiebungen verbiete und verlangt, daß jeder Fall individuell geprüft werde, um den Schutzbedarf nach internationalem Menschenrechts- und Flüchtlingsrecht zu ermitteln“. Und daß „ein diskriminierender öffentlicher Diskurs, der die menschliche Mobilität als Problem darstellt, zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit beitragen kann und vermieden und verurteilt werden sollte“.

Es werden verschiedene offizielle Statistiken über Armut und Gewalt in Haiti zitiert, wie z.B., daß „etwa 4,4 Millionen Menschen, d.h. fast 46 % der Bevölkerung, von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind, darunter 1,2 Millionen Menschen, die sich in einer Notlage befinden, und 3,2 Millionen Menschen in einer Krise“. Die Auswirkungen des Erdbebens vom 14. August belasten bereits jetzt jede [nationale] Kapazität zur Aufnahme der zurückkehrenden Haitianer“, stellen sie fest.

Sie fordern die Regierungen auf, „die grundlegenden Menschenrechte der Haitianer auf der Flucht zu wahren“, aber wie die humaneren Regierungen in der Region beschränken sich die UN-Organisationen auf die Forderung nach regionaler Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Krise und auf das Angebot von Schutzmechanismen oder anderen legalen Aufenthaltsregelungen für einen effektiveren Zugang zu regulären Migrationswegen, um dieser schrecklichen Situation abzuhelfen.

Was fehlt, ist die einzige Maßnahme, die die Ursache dieser und ähnlicher Migrationskrisen beseitigen könnte: die Beseitigung der Bedingungen des völligen Elends, des Drogenhandels und der Gewalt, die durch das gescheiterte liberale monetaristische Freihandelssystem geschaffen wurden und das Leben von Millionen Menschen in vielen Ländern unerträglich machen.


Unnötige Gesundheitskatastrophe in Afghanistan

Der amtierende Gesundheitsminister Afghanistans, Dr. Wahid Majrooh, erläuterte die wahren Auswirkungen der finanziellen Maßnahmen des Westens, die dazu führen, daß die Finanzierung des afghanischen Gesundheitssystems unmöglich wird: „Wenn wir Nachrichten von der Weltbank oder den Gebern des Treuhandfonds für den Wiederaufbau Afghanistans hören – ob sie nun sagen, daß sie unsere Mittel gestoppt oder eingefroren haben – bedeutet das für mich, daß 3.700 Gesundheitseinrichtungen zusammenbrechen werden. Daß die Gesundheit von 35 Millionen Menschen zusammenbrechen wird.“

Die UNO schätzt, daß etwa 90 % der Gesundheitseinrichtungen geschlossen wurden, da die internationalen Geber offensichtlich besorgter über den Missbrauch der Mittel durch die Taliban sind, als über die Folgen für das Leben der Menschen dort.

In Interviews mit New Humanitarian und Business Insider erklärte Majrooh in der vergangenen Woche, daß Lebensmittel und Treibstoff fehlten, daß es keine Gehälter gebe, daß die Impfteams für Pocken und COVID-19 aufgelöst seien und daß drei Millionen Impfdosen, die kurz vor dem Verfall stünden, nicht verimpft werden könnten.

Das von der Weltbank verwaltete Programm für den Gesundheitssektor, Sehalmandi, wurde eingestellt, was zum Tod von Schwangeren und zu schwerer Unterernährung bei Kindern geführt hat. Außerdem erklärte Majrooh, daß es für die Länder nicht schwierig sein dürfte, die Hilfe zu leisten, selbst wenn sie Bedenken gegenüber den Taliban hätten, da die meisten Hilfsleistungen über die UNO abgewickelt werden könnten. In 31 der 34 Provinzen wurden NGOs mit der Durchführung der medizinischen Grundversorgung beauftragt, so daß der Weg der Finanzierung verfügbar sei. Er sehe in dieser gegenwärtigen sorglosen Missachtung die eigentliche Wahrheit hinter der über viele Jahre hinweg geäußerten angeblichen Besorgnis.

Majrooh sagte, er habe am 15. August beschlossen, auf seinem Posten zu bleiben. „Als die Taliban kamen, war ich am nächsten Tag im Büro. Und um ehrlich zu sein, waren sie überrascht. Im Laufe der Zeit bereite ich mich auf eine reibungslose Ablösung vor, um die meisten Angelegenheiten zu übergeben. Die Koordinierung zwischen mir und ihrer Gesundheitskommission ist gut“. Sie haben sich zwar bereit erklärt, ihre Gesundheitsbehörden in den Provinzen zu informieren, die Covid-19-Impfungen fortzusetzen, aber die Logistik ist nicht vorhanden. Die afghanischen Krankenhäuser haben nicht einmal den Treibstoff zum Betrieb der Kühlschränke, um die Impfstoffe zu lagern.


Zwei ehemalige US-Surgeon General unterstützen die Afghanistan-Initiative von Helga Zepp-LaRouche

Zwei ehemalige Surgeon General der Vereinigten Staaten haben auf die Afghanistan-Initiative von Helga Zepp-LaRouche geantwortet.

Dr. David Satcher, der von 1998 bis 2002 Surgeon General war, äußerte sich wie folgt:

„Dr. William Foege, Direktor der Centers for Disease Control and Prevention (1977-1983), beschreibt in seinem Buch House on Fire: The Fight to Eradicate Smallpox über die erfolgreichen Bemühungen zur Ausrottung der Pocken… Aber als wir im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts kurz davor waren, die Kinderlähmung auszurotten, haben uns die Kämpfe in Afghanistan und Pakistan daran gehindert, Polio in diesen Ländern und damit in der ganzen Welt auszurotten…

Letztendlich werden wir die Kinderlähmung ausrotten, aber leider erst, nachdem viele Menschen gestorben sind und Billionen von Dollar ausgegeben wurden.

Wir können es besser machen! Wir können in das Leben und nicht in den Tod investieren! Wir können ein neues Denken in unsere Beziehungen bringen. Wir können uns umeinander kümmern und Leben über unser eigenes und über unsere eigene Kultur hinaus wertschätzen. Wir können uns dafür einsetzen, daß die Wissenschaft uns und künftigen Generationen dient.

Ich bin beeindruckt von der Idee und der Aussage. Wir sprechen über eine völlig neue Definition des Gewinnens und darüber, was es bedeutet, zu gewinnen, insbesondere gemeinsam zu gewinnen, und die gesunde Entwicklung von Kindern zur Priorität zu machen. Wir brauchen ein neues Paradigma in Bezug darauf, was uns wichtig ist und was wir bereit sind zu tun, um dies zu erreichen.“

Dr. Joycelyn Elders, die von 1993 bis 1994 als General Surgeon tätig war, antwortete:

„Ich stimme Dr. David Satchers Antwort auf Helga Zepp-LaRouches Erklärung über den notwendigen Ansatz zur Bewältigung der schweren gesundheitlichen und humanitären Krise in Afghanistan und vielen anderen Ländern der Welt zu. Wenn wir über den Bedarf an lebensnotwendigen Gütern wie Gesundheitsversorgung, Nahrung und Wasser sprechen, dann ist das für die Menschen überall gleich, unabhängig davon, wo man sich befindet oder welche Regierung man hat.

Die Covid-Pandemie verschärft die Krise in Ländern, die bereits zuvor unter Nahrungsmittel- und Gesundheitsmangel litten. Es ist klar, daß sie nur mit einem modernen Gesundheitssystem in allen Ländern besiegt werden kann. Das Komitee für die Koinzidenz der Gegensätze hat die Notwendigkeit umfassender und nicht stückweiser Lösungen betont. Infrastruktur, Nahrungsmittel, Energie und sauberes Wasser sind entscheidend, kombiniert mit modernen Krankenhäusern und geschultem Personal. Ich setze mich seit langem für die Ausbildung und den Einsatz von kommunalen Gesundheitshelfern ein, die vor allem unter jungen Menschen rekrutiert werden, um die Ressourcen an medizinischem Fachpersonal zu ergänzen. Diese Mitarbeiter wären jetzt von unschätzbarem Wert, um diese Bemühungen zu unterstützen…

Jetzt ist es an der Zeit, die Konfrontation zu beenden und zusammenzuarbeiten, um die Grundbedürfnisse der Menschheit zu erfüllen.“

__________________________________________________________________________

Mehr über das von Helga Zepp-LaRouche und Dr. Jocelyn Elders gegründete Komitee für die Koinzidenz der Gegensätze und die Notwendigkeit einer Weltgesundheitsplattform finden Sie in der Gründungserklärung

Siehe auch die jüngste Erklärung von Helga Zepp-LaRouche über die Notwendigkeit von Nahrungsmitteln und öffentlicher Gesundheit in Afghanistan und eine Politik des Friedens durch Entwicklung.

Globale Gesundheitssicherheit erfordert eine medizinische Infrastruktur in jedem Land.


Dialog des Schiller-Instituts – „Wiederaufbau von Haiti – Amerikas Weg aus der ‚Global Britain‘-Falle“

Das Schiller-Institut hat am 25. September ein internationales Seminar mit dem Titel „Wiederaufbau von Haiti – Amerikas Weg aus der ‚Global Britain‘-Falle“ veranstaltet. In der zweieinhalbstündigen Diskussion wurden mehrere Aspekte eines Entwicklungskonzepts für Haiti sowie die erforderlichen Sofortmaßnahmen erörtert. Diese Darstellungen stehen in krassem Gegensatz zu den Ereignissen der vergangenen Woche, als die USA Tausende von geflohenen Haitianern von der texanisch-mexikanischen Grenze zwangsweise zurück nach Haiti abgeschoben hat.

Die sechs Diskussionsteilnehmer waren Richard Freeman, Mitautor des Buches „The Schiller Institute Plan to Develop Haiti“, das in der kommenden Woche von EIR News veröffentlicht wird; Eric Walcott, Direktor für strategische Partnerschaften am Institut für Karibikstudien; Firmin Backer, Leiter der Haiti Renewal Alliance; Joel DeJean, Ingenieur und texanischer Aktivist der LaRouche-Organisation; Walter Faggett, Arzt aus Washington, D.C., ehemaliger oberster Gesundheitsbeamter des District of Columbia und derzeitiger Co-Vorsitzender des Gesundheitsrates des Ward 8 von Washington DC und internationaler Sprecher des Komitees für die Koinzidenz der Gegensätze, sowie Moderator Dennis Speed.

Freeman stellte sowohl die Dimensionen der extremen Unterentwicklung dar, die Haiti jahrzehntelang aufgezwungen wurde, als auch die Grundzüge eines Entwicklungsprogramms für dieses Land im Kontext der Entwicklung der gesamten Insel Hispaniola und der Karibik. Er präsentierte eine Karte mit Vorschlägen für Eisenbahnlinien, Kernkraftwerke, sichere Wassersysteme und anderer wichtiger Infrastruktur, darunter Karten mit Vorschlägen, die chinesische Firmen in den letzten Jahren vorgelegt hatten, die aber nicht umgesetzt wurden.

Firmin Backer wies darauf hin, daß USAID in den 11 Jahren seit dem letzten Erdbeben 5,1 Milliarden Dollar in Haiti aufgewendet habet, aber was sei mit diesem Geld geschehen? Jetzt, nach dem jüngsten Erdbeben, könnten nicht einmal Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete gebracht werden, weil es im Süden Haitis weder einen Flughafen noch einen Hafen gebe, um die betroffenen Menschen zu versorgen. Es müßte genau geprüft werden, wie falsch die US-Gelder ausgegeben wurden. Firmin berichtete außerdem, wie Haiti vor Jahren vom IWF ein Schuldenerlaß gewährt wurde, dann aber keine ausländischen Kredite mehr beantragen durfte!

Eric Walcott betonte: „Wir brauchen den kreativen Geist der Welt, um Haiti und Afghanistan zu unterstützen.“ Er sagte: „Nutzen Sie die Diaspora“, um Haiti zu entwickeln. Es gebe mehr haitianische Mediziner in New York und Miami als in ganz Haiti. Er betonte, Haiti sei nicht arm, sondern die Bedingungen seien arm. Aber die Bevölkerung habe Stolz, Talent und Einfallsreichtum.

Joel DeJean, ein Amerikaner haitianischer Abstammung, wies eindringlich auf die Notwendigkeit hin, das Land schnellstmöglich auf das höchste technologische Niveau zu bringen, zum Beispiel „den Sprung von der Holzkohle zur Kernkraft“ zu bewirken. Er riet, China die Gelegenheit zu geben, die allerneueste Nukleartechnologie in Haiti einzusetzen – den gasgekühlten modularen Kugelhaufenreaktor. „Wir brauchen nicht mehr Atom-U-Boote, wir brauchen Atomtechnologie!“ Er forderte außerdem, eine Entwicklungsbank in Haiti zu errichten.

Dr. Faggett faßte in vielen Punkten eine breite Perspektive und eine Aufforderung zum Handeln zusammen. Er diente früher in der „Caribbean Peace-Keeping Force“ des US-Militärs und sprach sich nachdrücklich dafür aus, nicht nur in Haiti, sondern weltweit tätig zu werden.

Es sollte „Impfdiplomatie“ betrieben und dafür gesorgt werden, daß eine Gesundheitsplattform in Haiti und ein Gesundheitssystem auf der ganzen Welt aufgebaut werde. Er sei begeistert von Helga Zepp-LaRouches Mission, die im Juni 2020 zum Aufbau einer weltweiten Gesundheitsplattform aufgerufen hatte. Damals gründete sie zusammen mit Dr. Joycelyn Elders, der ehemaligen US Surgeon General, das Komitee für die Koinzidenz der Gegensätze.

Die vollständige Diskussion ist auf englisch auf SchillerInstitute.com verfügbar.


Über 10.000 haitianische Flüchtlinge wurden deportiert

Die überwiegend haitianischen Migranten, die in Texas unter der Del Rio International Bridge kampierten, wurden auf weit über 12.000 geschätzt. Der Sheriff des Bezirks Val Verde sprach sogar von 13.700 Personen. Die Bedingungen in diesem riesigen Lager sind entsetzlich: Associated Press berichtet von meterhohen Müllbergen, von zwei dort geborenen Babys und Covid-Fällen. Die Behörden haben ein Überflugverbot über die Brücke verhängt, um zu verhindern, daß Videos von den unmenschlichen Zuständen aufgenommen werden.

Es wird über verschiedene Auslöser für den plötzlichen Ansturm der Migranten spekuliert. Aktivisten sprechen von Gerüchten, daß die Menschen eine letzte Chance sähen, über diesen Einreisepunkt Asyl in den USA zu erhalten, doch was auch immer dahinterstecken mag, die eigentliche Ursache ist bekannt: die gezielte Politik, Haiti in unwürdiger kolonialer Rückständigkeit zu halten. EIR wird in Kürze ein Programm veröffentlichen, um in diesem Land endlich moderne, gesunde Lebensbedingungen herzustellen.

In Berichten haitianischer und anderer Migrantenorganisationen werden die Bedingungen beschrieben, unter denen Dutzende von Millionen von Migranten aus Haiti auf der ganzen Welt leben. Viele der Haitianer, die jetzt in die USA strömen, haben ihr Heimatland nicht erst vor kurzem verlassen, sondern bereits nach dem verheerenden Erdbeben von 2010, das Haiti in Schutt und Asche legte. Viele gingen zunächst nach Brasilien oder Chile, mußten aber schnell weiterziehen, da es in diesen Ländern für sie keine Arbeitsmöglichkeiten gab. Seit mehreren Jahren versuchen mittelamerikanische Staaten und Mexiko, Tausende von Haitianern aufzunehmen, die die Darien-Lücke überqueren und auf dem Landweg in die USA gelangen wollen. Die Haitianer sind auch nicht die einzigen, die jetzt unter der Del-Rio-Brücke angekommen sind; auch Kubaner, Venezolaner und Ecuadorianer sind darunter.

Die Biden-Administration hat damit begonnen, die Flüchtlinge in mehreren Flügen pro Tag nach Haiti zurückzuschicken, und zwar unter Anwendung der gleichen Rechtsvorschrift, die die Demokraten einst Trump zum Vorwurf gemacht, weil er damit angeblich wegen COVID gegen Einwanderer vorgegangen ist.

Der Zustrom von Migranten an der Grenze ist dadurch zwar nicht gestoppt, aber es wurden mehr Grenzschutz- und Zollbeamte sowie Nationalgardisten in das Gebiet entsandt, da befürchtet wird, daß der Ansturm einer so großen Zahl verzweifelter Menschen zu Unruhen führen könnte. Der „humanistische“ Plan der Biden-Regierung besteht also darin, die Migranten so schnell wie möglich los zu werden, sie in Flugzeuge zu verladen und abzuschieben. Die Grenze ist nun faktisch geschlossen.

Einige der Abgeschobenen, die bereits ausgeflogen wurden, berichteten, sie seien von US-Einwanderungsbeamten getäuscht worden, die ihnen sagten, sie befänden sich auf einem Flug nach Florida. Viele berichteten, daß sie während des Fluges nach Port-au-Prince gefesselt waren. Nach der Landung berichteten haitianische Beamte, daß viele der Deportierten „aufgebracht“ waren, da sie nicht damit gerechnet hatten, in das Land zurückkehren zu müssen, aus dem sie Jahre zuvor, nach dem Erdbeben von 2010, geflohen waren und wo sie keine Zukunft sehen.


Page 1 of 5123...Last