Top Left Link Buttons
  • Englisch
  • Deutsch

Healthcare

Category Archives

Fauci: 99,2% der COVID-Todesfälle im Juni in den USA waren ungeimpfte Menschen

Der ideologische Wahnsinn von Menschen, die sich entweder weigern, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen, oder anderen predigen, sich nicht impfen zu lassen, erzeugt ein vorhersehbares Ergebnis: Tod durch SARS-CoV-2.

Am 4. Juli erschien Dr. Antony Fauci, Direktor des U.S. National Institute of Allergy and Infectious Diseases, im NBC News „Meet the Press“-Programm. Moderator Chuck Todd fragte Dr. Fauci:

„Es ist beunruhigend zu sehen, daß wir in diesem letzten Monat, den wir im Juni abgeschlossen haben, fast 10.000 Menschen an COVID sterben ließen. Wie vermeidbar war jeder einzelne dieser Todesfälle? Und wie viele von ihnen waren nicht geimpft?“

Fauci antwortete: „Nun, wenn man sich die Zahl der Todesfälle [im Juni] ansieht, sind etwa 99,2% von ihnen ungeimpft. Etwa 0,8% sind geimpft. Kein Impfstoff ist perfekt. Aber wenn man über die Vermeidbarkeit von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen spricht, Chuck, ist es wirklich traurig und tragisch, daß so gut wie alle davon vermeidbar sind… Der überwältigende Anteil der Menschen, die in Schwierigkeiten geraten, sind die Ungeimpften. Das ist der Grund, warum wir sagen, daß dies wirklich völlig verhinderbar ist.“

Fauci fuhr fort: „In den Jahrzehnten, in denen ich meine Arbeit nun schon ausübe, ist man frustriert, weil man Krankheiten hat, bei denen es keine geeignete Gegenmaßnahme gibt, sei es nun Prävention oder eine Behandlung. Und dann hat man eine Situation wie heute, wo man mit dem Virus einen gewaltigen Feind hat, der auf tragische Weise unseren Planeten nun schon seit anderthalb Jahren in Mitleidenschaft zieht, die Wirtschaft zerstört, …. und dennoch haben wir eine Gegenmaßnahme, die sehr, sehr effektiv ist. Und das ist der Grund, warum es umso trauriger ist … Und was auch immer die Gründe sind, … einige sind ideologisch, einige sind einfach grundsätzlich gegen Impfungen oder gegen die Wissenschaft oder was auch immer. Aber wissen Sie, wir müssen das jetzt einfach beiseitelegen. Wir haben es bei dieser Pandemie mit einer historischen Situation zu tun. Und wir haben die Mittel, ihr zu begegnen.“

Er fügte hinzu, daß „es überall auf der Welt Menschen gibt, die alles tun würden, um Impfstoffe zu bekommen.“

Am 1. Juli sagte Dr. Rochelle Walensky, Direktorin der Centers for Disease Control, bei einem Briefing des COVID-19-Reaktionsteams im Weißen Haus: „Vorläufige Daten aus einer Reihe von Bundesstaaten aus den letzten sechs Monaten deuten darauf hin, daß 99,5 Prozent der Todesfälle durch COVID-19 in diesen Bundesstaaten bei ungeimpften Menschen aufgetreten sind.“ Auch wenn dies einen Zeitraum zu Beginn des Jahres abdeckt, in dem Impfstoffe noch nicht allgemein verfügbar waren, bleiben die Zahlen trotzdem beeindruckend.


Mexiko und Argentinien koordinieren über die CELAC die Verteilung von Impfstoffen an Lateinamerika und die Karibik

Mexiko und Argentinien üben eine wichtige Führungsrolle bei der Bereitstellung von Impfstoffen für Mittel- und Südamerika und die Karibik aus, indem sie sich über die Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) koordinieren, deren Präsident pro tempore Mexiko ist. Diese Initiative spiegelt die strategische Partnerschaft der beiden Nationen wider, die über die Frage der Impfstoffe hinausgeht und sich auch auf außenpolitische und wirtschaftliche Entwicklungsfragen erstreckt. Mitten in der Covid-Pandemie jedoch war ihre Zusammenarbeit bei der Impfstoffproduktion und -verteilung von entscheidender Bedeutung. Gemäß der im letzten Jahr von beiden Regierungen unterzeichneten Vereinbarung produziert das argentinische mAbxience-Labor den eigentlichen AZ-Impfstoff, der dann zur endgültigen Abfüllung und Verpackung an das mexikanische Liomont-Labor geliefert wird.

Mit einigen Monaten Verspätung begann das Programm erst richtig am 12. Juni, als Mexiko 400.000 AZ-Dosen nach Bolivien, Paraguay und Belize schickte – 100.000 für Belize und je 150.000 für Bolivien und Paraguay – womit, wie Außenminister Marcelo Ebrard betonte, sechs CELAC-Länder Zugang zu den AZ-Impfstoffen haben. Er berichtete, daß auch Haiti, Jamaika und Trinidad und Tobago bald Impfstoffe erhalten werden; Jamaika hat am 3. Juli 65.000 AZ-Dosen erhalten, die siebte mexikanische Impfstoffspende für dieses Land.

Alle Impfstoffe, die an andere Nationen gespendet werden, werden von hochrangigen Beamten des mexikanischen Außenministeriums persönlich übergeben. Maximiliano Reyes, Staatssekretär für Lateinamerika und die Karibik, lieferte Impfstoffe nach Belize, und am 24. Juni flog Ebrard persönlich mit einem Jet der mexikanischen Luftwaffe nach Mittelamerika – zwei Flugzeuge wurden eingesetzt, eines nach Honduras und eines nach Guatemala und El Salvador – um die 400.000 Dosen AZ-Impfstoff zur Verteilung an diese drei Länder zu liefern. In einem Tweet betonte er, daß die 400.000 gespendeten Dosen „von Argentinien und Mexiko produziert“ und zur Verfügung gestellt würden, um zu zeigen, „daß wir konsequent sind und Solidarität mit anderen Ländern [haben]“, berichtete Sputnik am selben Tag. „Die Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten ist präsent! Vereint sind wir besser!“, fügte er hinzu.


Guangzhou – China demonstriert ein weiteres mal die Überlegenheit seines Gesundheitswesens

Chinas Provinz Guangdong wird wieder geöffnet, nachdem die jüngsten COVID-19-Ausbrüche vollständig eingedämmt wurden, ohne daß ein einziger Mensch sein Leben verloren hat. Global Times berichtet heute, daß der Virusausbruch unter Kontrolle gebracht wurde, nachdem in den letzten zehn Tagen ab Freitag keine Fälle mehr gemeldet wurden.

Seit dem 21. Mai waren drei separate Ausbrüche in Guangzhou, in der Nähe von Shenzhen und in Dongguan gemeldet worden. Ursache in allen Fällen waren importierte Virusvarianten, darunter auch der Delta-Stamm. Nach Isolierung der drei Gebiete und Durchführung umfangreicher Tests und Behandlungen, gefolgt von weiteren 60 Millionen PCR-Tests von Hochrisikogruppen Mitte Juni, wurden keine positiven Ergebnisse mehr gefunden, so die Provinzregierung von Guangdong.

Bis heute mußten die Bewohner der drei Regionen negative PCR-Testergebnisse innerhalb der letzten 48 Stunden vorweisen, bevor sie die Regionen verlassen konnten. In Guangzhou, der Hauptstadt der Provinz Guangdong, wurde bis zu einer Kapazitätsgrenze von 75 Prozent wieder geöffnet, mit einigen Einschränkungen für geschlossene öffentliche Innenräume wie Kinos, Theater und Hallenstadien.


Afrika wird von dritter Covid-Welle getroffen; eine gerechte Impfstoffverteilung hätte sie verhindern können

Afrika ist jetzt offiziell von der dritten Pandemiewelle betroffen. In dieser Wintersaison auf der Südhalbkugel sind wenige Erleichterungen in Sicht und es gibt neue, ansteckendere Varianten, mit denen umgegangen werden muß. „Die Zahl der Neuinfektionen ist in der letzten Woche innerhalb des Kontinents um fast 30% gestiegen und die Zahl der Todesfälle um 15%“, sagte die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Dr. Matshidiso Moeti, in ihrer wöchentlichen Pressekonferenz am 17. Juni. „Die Gefahr einer dritten Welle ist real und nimmt zu.“ Lediglich 1% der afrikanischen Bevölkerung sei bisher geimpft worden, was an den massiven logistischen Hürden sowie der mangelnden Zugänglichkeit und Finanzierung von Impfstoffen liege.

Das Binnenland Uganda ist der neueste Krisenherd – in der Nation mit fast 50 Millionen Einwohnern sind die Fälle in der letzten Woche um 131% gestiegen, in Namibia, der Demokratischen Republik Kongo und Angola gab es jeweils geringere Anstiegsraten. Viele der Opfer sind jetzt jünger und ein viel höherer Prozentsatz von ihnen benötigt nun Sauerstoff zur Behandlung. Ugandas Krankenhäuser stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen und das Land hat die Nachbarstaaten um Hilfslieferungen gebeten.

Eine weitere Nation, die erneut ungewollt im Rampenlicht steht, ist Südafrika, wo sich Präsident Cyril Ramaphosa am 15. Juni gezwungen sah, eine nationale Ansprache zu halten, um den erneuten Lockdown der Stufe 3 zu erklären. „Eine dritte Welle von Infektionen ist über uns gekommen“, sagte der Präsident. Allein in den letzten zwei Wochen „hat sich die durchschnittliche Zahl der täglichen Neuinfektionen verdoppelt. Zuvor verzeichneten wir täglich rund 3.700 Infektionen. In den letzten sieben Tagen haben wir durchschnittlich 7.500 tägliche Infektionen registriert. Die Krankenhauseinweisungen aufgrund von COVID-19 sind in den letzten 14 Tagen 59% höher als in den vorangegangenen 14 Tagen.“

Erneut auf die erhöhte Bedrohung durch Varianten verweisend, sagte Ramaphosa: „Die durchschnittliche Zahl der Menschen, die täglich an COVID-19 sterben, ist von 535 vor zwei Wochen auf 791 in den letzten sieben Tagen gestiegen – um 48%.“ Obwohl Südafrika im letzten Jahr effektiv reagiert und Notfallkapazitäten aufgebaut hat, befinden sich vier der bevölkerungsreichsten Provinzen offiziell in einer dritten Welle, wobei Gauteng – die urbanste und bevölkerungsreichste – für fast zwei Drittel der neuen Fälle der letzten Woche verantwortlich ist. „Der Anstieg der Infektionen … ist jetzt schneller und steiler“, sagte er, und „innerhalb weniger Tage ist es wahrscheinlich, daß die Zahl der neuen Fälle in Gauteng den Höhepunkt der zweiten Welle übertreffen wird.“ Und der Winter fängt gerade erst an.

Die Verabreichung von Impfstoffen in Südafrika wurde empfindlich behindert, zum einen durch die Verweigerung des AstraZeneca-Impfstoffs aus Indien (als dieses mit seiner eigenen Krise konfrontiert war), zum anderen durch die Komplikationen rund um die Version von Johnson & Johnson, von denen beide diese Krise hätten verhindern können. Impfstoffe sind „die eine Statistik, die einen klaren Grund zur Hoffnung gibt“, sagte Ramaphosa. Letztes Jahr (während der zweiten Welle) hatten sich Hunderte von Mitarbeitern im Gesundheitswesen infiziert, als die „südafrikanische Variante“ zum ersten Mal aufgetreten war. „In den letzten sieben Tagen“, sagte er, „wurden nur 64 Mitarbeiter des Gesundheitswesens infiziert.“

Es wird erwartet, daß Südafrika ab Ende der Woche seine eigenen Impfstoffe von Johnson & Johnson produziert.

Für das Gemeinwohl aller, statt dem Nutzen Weniger!

Internationale Schiller-Institut/ICLC Internetkonferenz, 26. und 27. Juni 2021

Zur Anmeldung →


Welternährungsprogramm-Direktor David Beasley schlägt Alarm wegen der Hungersnot in Äthiopien

Am 10. Juni bestätigte David Beasley, Exekutivdirektor des UN-Welternährungsprogramms (WFP), beunruhigende neue Informationen: obwohl das WFP „mehr als 180 Mitarbeiter einsetzt und die Nahrungsmittelverteilungen erhöht, um 1,4 Millionen Menschen zu erreichen“, seien dies weniger als die Hälfte der geschätzten 4 Millionen Menschen in der äthiopischen Region Tigray, die von schwerem Hunger betroffen seien. Von diesen seien 350.000 direkt vom Hungertot bedroht, was laut Erklärung des WFP die höchste Zahl in einem einzelnen Land während der letzten zehn Jahre darstelle.

Beasley betonte: „Die brutale Realität für unsere Mitarbeiter in Tigray ist, daß es für jede Familie, die wir mit lebensrettenden Nahrungsmitteln erreichen, unzählige weitere gibt, besonders in ländlichen Gebieten, die wir nicht erreichen können. Wir haben um humanitären Zugang gebeten, werden aber immer noch von bewaffneten Gruppen blockiert… Unsere Teams berichten mir, daß in 53 Dörfern, die sie besucht haben, 50% der Mütter und fast ein Viertel der Kinder, die sie untersucht haben, unterernährt sind. Millionen von Menschen brauchen dringend Nahrungsmittelhilfe. Ohne diese werden viele von ihnen sterben.“

Laut der von der UN und den Hilfspartnern am 10. Juni veröffentlichten Analyse der Integrierten Ernährungssicherheitsphase (IPC) ist „der Konflikt, der im vergangenen November zwischen den Kräften der Zentralregierung und den regionalen Kräften der Tigray-Volksbefreiungsfront begann, die Hauptursache für die akute Ernährungssituation in Tigray“: Die Kämpfe hätten die Infrastruktur – insbesondere landwirtschaftliche Betriebe – zerstört, das Vieh getötet oder zerstreut und eine massive Vertreibung der Bevölkerung verursacht.

Die Exekutivdirektorin des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF), Henrietta Fore, erklärte: „Ohne humanitären Zugang, um unsere Hilfe auszuweiten, sind schätzungsweise 33.000 schwer unterernährte Kinder in den derzeit unzugänglichen Gebieten in Tigray einem hohen Todesrisiko ausgesetzt. Die Welt darf nicht zulassen, daß dies passiert.“  In ihrem Briefing am 11. Juni ging sie auch auf die ernste Situation in Cabo Delgado, Mosambik, ein. UNICEF-Pressemitteilung

Beasley appellierte an die Staats- und Regierungschefs der Welt: „Drei Dinge sind absolut notwendig, um zu verhindern, daß der Hunger in Tigray Millionen von Menschenleben fordert: einen Waffenstillstand, ungehinderten Zugang für WFP und Partner zu allen Gebieten, sowie das Geld, um unsere Operationen auszuweiten, um die wachsende Zahl von Menschen zu versorgen, die dringend Nahrungsmittelnothilfe benötigen.“ WFP-Erklärung

Das Komitee für den Zusammenfall der Gegensätze wurde gegründet, um Menschen verschiedenster politischer und kultureller Herkunft zur Lösung der Corona- und Hungerpandemie zusammen zu bringen.

Helga Zepp-LaRouche sagte über das von ihr mitgegründete Komitee für den Zusammenfall der Gegensätze:

„Dieses Denken des Ineinsfallens der Gegensätze ist die Methode, die wir heute für die Lösung der die ganze Menschheit bedrohenden Krise anwenden müssen. Wir müssen einen Ausweg definieren, der die existentiellen Bedürfnisse aller betroffenen Menschen und Interessengruppen gleichermaßen erfüllt. Konkret auf die Pandemie bezogen läßt sich dieser Ansatz sehr wohl anwenden.“

Der Denkansatz des Zusammenfalls der Gegensätze wird bei der kommenden Konferenz des Schiller-Instituts diskutiert werden. Die bisherigen und geplante Projekte des Komitees werden ebenfalls thematisiert.

Für das Gemeinwohl aller, statt dem Nutzen Weniger!

Internationale Schiller-Institut/ICLC Internetkonferenz, 26. und 27. Juni 2021

Zur Anmeldung →


WHO-Generaldirektor: G7-Gesundheitserklärung ist unzureichend

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, lobte die Absicht der Gesundheitserklärung von Carbis Bay, die am 13. Juni beim G7-Treffen in der Nähe von Carbis Bay in Cornwall, Großbritannien, veröffentlicht wurde, erklärte jedoch, daß sie nicht ausreichen würde, um die aktuelle Krise der Pandemie zu lösen.

Die Unterzeichner der Erklärung versprachen unter anderem, eine Milliarde Impfdosen für die ärmsten Länder bereitzustellen, die Zulassungszeit für neue Impfstoffe auf 100 Tage zu verkürzen und die weltweiten Möglichkeiten zu verbessern, neue Krankheiten aufzuspüren und zu sequenzieren.

Dr. Ghebreyesus betonte: „Viele andere Länder sehen sich jetzt mit einem Anstieg der Fallzahlen konfrontiert – und sie stehen dem ohne Impfstoffe gegenüber. Wir befinden uns in dem Wettlauf unseres Lebens, aber es ist kein fairer Wettlauf, und die meisten Länder haben die Startlinie noch kaum verlassen. Wir begrüßen die großzügigen Ankündigungen über Impfstoffspenden und danken den Verantwortlichen. Aber wir brauchen mehr, und wir brauchen sie schneller…Wir müssen auf der bedeutenden gemeinsamen wissenschaftlichen Herangehensweise in Bezug auf die Covid-19-Pandemie aufbauen und gemeinsame Lösungen finden, um viele der identifizierten Lücken zu schließen.“ Er betonte auch, daß (auch wenn dies zu wenig und zu spät kommt) 11 Milliarden Dosen benötigt würden, um mindestens 70% der Weltbevölkerung bis Mitte 2022 zu impfen.

Seine Aussagen wurden von Henrietta Fore, der Exekutivdirektorin von UNICEF, unterstrichen, die an diesem Wochenende sagte: „Wir haben einen düsteren Meilenstein in dieser Pandemie erreicht: es gibt bereits mehr Tote durch COVID-19 im Jahr 2021 als im gesamten letzten Jahr. Ohne die Umsetzung dringender Maßnahmen wird diese Verwüstung weitergehen. Gerechter Zugang zu COVID-19-Impfstoffen ist der klarste Weg aus dieser Pandemie für uns alle – auch für Kinder.

„UNICEF dankt den G7-Mitgliedsstaaten für ihre bedeutenden Zusagen und ihre anhaltende Unterstützung. Es bleibt jedoch noch viel zu tun, um sowohl die Menge als auch das Tempo der Lieferungen an den Rest der Welt zu erhöhen, denn wenn es darum geht, die COVID-19-Pandemie zu beenden, stimmen unsere besten Interessen und unsere beste Natur überein. Diese Krise wird erst dann vorbei sein, wenn sie für alle vorbei ist.“ UNICEF-Pressemitteilung

Die Notwendigkeit zum Aufbau eines Weltgesundheitssystems, um die Pandemie zu besiegen, wird ein zentrales Thema der kommenden Schiller-Institut Konferenz sein.

Für das Gemeinwohl aller, statt dem Nutzen Weniger!

Internationale Schiller-Institut/ICLC Internetkonferenz, 26. und 27. Juni 2021

Zur Anmeldung →


Diplomatie durch gutes Beispiel: Lateinamerika teilt seine Impfstoffproduktion

Die ersten 400.000 Dosen des von Argentinien produzierten und von Mexiko verpackten Impfstoffs von Astra-Zeneca wurden am Wochenende von der mexikanischen Luftwaffe nach Bolivien, Paraguay und Belize geliefert: je 150.000 für die ersten beiden; 100.000 für das letztere, viel kleinere Land. Weitere 811.000 Dosen, die nun zur Verimpfung bereit stehen, wurden mit kommerziellen Fluggesellschaften zur Verwendung in Argentinien zurückgeschickt. Beamte des mexikanischen Außenministeriums verkündeten, daß etwa 500.000 Impfstoffe „in Kürze“ nach El Salvador, Honduras und Guatemala geschickt werden sollen, und weitere sollen folgen.

Der stellvertretende mexikanische Außenminister für multilaterale Angelegenheiten und Menschenrechte, der die Impfstoffe nach La Paz begleitete, erklärte in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem bolivianischen Außenminister Rogelio Mayta: „Wir sind ein Volk, eine Gemeinschaft“, und wir sind sehr glücklich, dass wir helfen können. Mayta stimmte zu, daß „wir eine gemeinsame Bruderschaft sind“. Er dankte Mexiko und versicherte Delgado, daß Bolivien auch für die Mexikaner da sein werde, wenn Mexiko Hilfe brauche.

Mexikos stellvertretender Außenminister für Lateinamerika und die Karibik, Maximilian Reyes Zúñiga, berichtete am 13. Juni in der Zeitung El Economista in einem Gastbeitrag unter der Überschrift „Lateinamerikanische Solidarität; eine Diplomatie der Resultate“, daß Mexiko den chinesischen Impfstoff Cansino, den es gerade produziere, sowie den eigenen Impfstoff Patria, der sich jetzt in Testphase II befinde, mit dem Rest der Region teilen werde. Er gab dann eine pointierte Botschaft an diejenigen ab, die wie die Biden-Administration und andere G-7-Nationen die Bedürfnisse anderer Nationen ignoriert haben:

„Wir erfüllen nicht nur eine eingegangene Vereinbarung. Es gehört auch zu unserer Vision der Solidarität mit Lateinamerika und der Karibik, eine Diplomatie der Resultate zu leben, die das Gemeinwohl über die egoistischen Interessen stellt, die oft die internationalen Beziehungen dominieren. Indem wir anderen helfen, helfen wir uns selbst. Mexiko vertraut auf die Kraft, mit gutem Beispiel voranzugehen, und darauf, daß unsere Handlungen nicht nur den Menschen zugutekommen, die die Impfstoffe erhalten, sondern daß sie ein starkes Zeichen setzen und andere Länder dazu anregen, das gleiche zu tun und ebenfalls solidarisch zu handeln.“

Die Notwendigkeit ein Weltgesundheitssystem zu schaffen, wird bei der kommenden Schiller-Institut Konferenz diskutiert werden.

Für das Gemeinwohl aller, statt dem Nutzen Weniger!

Internationale Schiller-Institut/ICLC Internetkonferenz, 26. und 27. Juni 2021

Zur Anmeldung →


Lateinamerikanische Experten drängen den Atlantic Council: Weg mit Geopolitik, her mit Impfstoffen, um Leben zu retten!

Am 24. Mai veranstaltete der Atlantic Council ein Webinar mit dem Titel: „Der Wettlauf um Impfstoffe für Lateinamerika und die Karibik“, an dem als besonderer Gast der Gesundheitsminister von Guyana, Dr. Frank Anthony, teilnahm, sowie drei Kommentatoren, nämlich Chiles ehemaliger Botschafter in China, Jorge Heine, die Epidemiologin Dr. Jennifer Bouey von der RAND Corporation und Ernesto Londoño, der Korrespondent der New York Times in Brasilien. Und obwohl der Atlantic Council sich bisher eifrig an dem jüngsten Gezeter von Medien und Denkfabriken beteiligte, die Chinas Impfstoffe als ein rein „zynisches“ politisches Manöver bezeichneten, um seinen Einfluss in Lateinamerika und der Karibik zu erhöhen, mußte Moderator Pepe Zhang die Diskussion auf eine ausgewogene Art und Weise führen – und konnte die Realität nicht direkt in Frage stellen, daß Chinas Impfstoffe Leben in der Region retten, während die USA hier gar nicht aktiv sind.

Dieser Punkt kam in der Antwort auf eine von Zhangs sorgfältig formulierten Fragen, ob Chinas „Impfstoffdiplomatie“ einen „neuen Weg für ein Engagement“ in der Region darstelle, deutlich hervor. Botschafter Heine räumte rasch mit dem von westlichen Medien und Washingtoner Denkfabriken verbreiteten Narrativ auf, daß China seine Impfstoffe als politisches Druckmittel und zur „Beherrschung“ einsetze, und erklärte, daß hier das Timing entscheidend sei. Chinesische Impfstoffe kämen „jetzt“ nach Lateinamerika, während die USA und die europäischen Länder sie horteten und über 2022 oder 2023 sprächen. Das sei nicht gut, betonte er und bezeichnete die Diskussion in den westlichen Medien als absurd, in der die Wirksamkeit des Impfstoffs von Pfizer mit der von Chinas Sinopharm verglichen werde, deren Wirksamkeit angeblich bei 70% liege. „Das ist Salongeschwätz der reichen Länder“, erklärte er. Die Wertschätzung der chinesischen Impfstoffe in der Region sei sehr hoch, fügte Heine hinzu. Lateinamerika sei „Ground Zero“ der COVID-Infektionen und Todesfälle, und an den Umgang mit der Krise „wird man sich noch sehr lange erinnern“, warnte er. Die USA sollten sich daher beeilen und Impfstoffe „schnell“ bereitstellen.

Während er zunächst einen sachlichen Bericht über die Situation in Guyana und der umliegenden Region gab, machte Dr. Anthony den gleichen Punkt. China habe große Mengen an Persönlicher Schutz- und Laborausrüstung sowie 20.000 Dosen Impfstoff von Sinopharm gespendet. (Anglo-amerikanische Medien lügen, daß China nie etwas spende). Indien spendete 800.000 Dosen. USAID bot einen Zuschuss an, „aber keine Impfstoffe“. Die Situation in der Region sei jetzt kritisch, warnte er, mit einem Anstieg der Fälle und Todesfälle in Jamaika, Barbados und Trinidad & Tobago. Guyana und die Region seien auch in eine tiefe Wirtschaftskrise getrieben worden. Die Quintessenz sei, daß es nicht genug Impfstoffe gebe. Dies sei in der gesamten Karibik der Fall, betonte er, wo die Impfraten extrem niedrig seien. Er wies darauf hin, daß es einfacher sei, die Impfstoffe von Sinopharm zu lagern, da sie nicht die gleichen Kühlkettenvoraussetzungen benötigten, wie die von Pfizer. Präsident Biden habe 4.000 Dosen Impfstoffe von AstraZeneca an Mexiko und Kanada gespendet und biete Südostasien mehr an, aber, so fügte Dr. Anthony hinzu, „wir befinden uns im Hinterhof der USA, und mit mehr Impfstoffen können wir die Situation herumdrehen.“

Sogar der Korrespondent der New York Times, Ernesto Londoño, merkte an, daß die USA zwar davor warnten, daß der Umgang mit China „seinen Preis hat“, aber die Realität sei, daß China vielen Ländern in der „Stunde der Not geholfen hat … sie waren zuerst da und haben einen Sieg errungen,“ während die USA Impfstoffe horteten. Und auf die Frage, ob es einen „geopolitischen Wettbewerb“ zwischen China und den USA in der Region gebe, antwortete Dr. Jennifer Bouey (RAND Corporation), chinesisch-amerikanische Epidemiologin, die über umfangreiche Erfahrungen in China verfügt, daß die aktuelle Situation eine Gelegenheit für die USA und China bieten könnte, zusammenzuarbeiten, wie sie es in der Vergangenheit getan hätten, als sie bei SARS, der Vogelgrippe und Ebola zusammenarbeiteten, um „ein öffentliches Gut zu schaffen“. Der Präzedenzfall sei also gegeben. Abschließend bat Zhang jeden Teilnehmer, eine letzte Botschaft zu formulieren, worauf Heine antwortete: Bringt die US-Impfstoffe so schnell wie möglich nach Lateinamerika; Londoño: Angesichts der enormen Verluste muss die Hilfe bald kommen; Anthony: Bringt die Impfstoffe so schnell wie möglich. Dr. Bouey: US-amerikanische, chinesische und lateinamerikanische Wissenschaftler können bei der Lösung der Krise zusammenarbeiten.


Kuba hat eine Million Menschen mit seinem COVID-Impfstoff geimpft; plant, die gesamte erwachsene Bevölkerung in diesem Jahr zu impfen

Kuba hat bereits eine Million Menschen mit seinen COVID-Impfstoffen Soberana 2 und Abdala geimpft, die sich beide im fortgeschrittenen Stadium der Phase-3-Studien befinden und zwei von fünf Impfstoffen sind, die dort entwickelt werden. Ein sechster Impfstoff, bekannt als Pan-Corona, wird zusammen mit den Chinesen entwickelt. Er wird als Impfstoff der nächsten Generation beschrieben, der effektiver gegen verschiedene SARS-CoV-2-Stämme sei, berichtete die Nachrichtenagentur Telam am 22. Mai. Beide erstgenannten Impfstoffe erfordern 3 Dosen. Soberana 2 wurde von Kubas renommiertem Finley Vaccine Institute entwickelt, das 1989 einen Impfstoff gegen Meningitis-B entwickelte. Kubas biomedizinisches Staatsunternehmen BioCubaPharma entwickelte Abdala, und dessen Präsident Eduardo Martinez Diaz schätzt, daß die gesamte erwachsene Bevölkerung Kubas bis Ende dieses Jahres geimpft sein wird.

Wie viele karibische und mittelamerikanische Länder erlebt auch Kuba einen Infektionschub. Gesundheitsminister Jose Angel Portal kalkuliert, daß bis Ende Juni 22,6% der Bevölkerung geimpft sein wird, bis Ende Juli 33,5% und bis Ende August 70%. Es wird erwartet, daß die kubanische Aufsichtsbehörde im Juni die Notfallgenehmigung zumindest für Soberana 2 erteilen wird, sodaß die Regierung mit dem Massenimpfprogramm beginnen kann. Diejenigen, die derzeit geimpft werden, sind Freiwillige aus Hochrisikogruppen, Mitarbeiter des Gesundheitswesens, sowie Bewohner der am stärksten von COVID betroffenen Regionen. Diese Errungenschaft hat den Zorn der New York Times hervorgerufen, die am 12. Mai einen zähneknirschenden Artikel veröffentlichte, in dem sie sich darüber beschwerte, daß die Inselregierung „hausgemachte Impfstoffe verabreicht, deren Wirksamkeit nicht erwiesen ist.“

Andere Entwicklungsländer haben kein Problem damit, kubanische Impfstoffe zu beziehen, die das Produkt der hochmodernen biomedizinischen/biotechnologischen Industrie sind, die dort über Jahrzehnte entwickelt wurde. Unter anderem sind der Iran, Argentinien, Mexiko, Jamaika und Vietnam daran interessiert, den Impfstoff zu erhalten. Heute trafen die argentinische Gesundheitsministerin Carla Vizzotti und die Präsidentenberaterin Cecilia Nicolini in Havanna ein, um mit Beamten zu besprechen, wie die Impfstoffe Soberana 2 und Abdala entwickelt wurden und ob sie in Serie produziert werden können, berichtete die Tageszeitung Infobae heute. Die argentinische Regierung verhandelt bereits mit kubanischen Beamten über den Kauf der Impfstoffe, sobald die Phase-3-Studien abgeschlossen sind und will auch wissen, ob sich Argentinien letztendlich an der Produktion beteiligen kann. Da der Soberana-2-Impfstoff nicht gekühlt werden muß, ist er für Entwicklungsländer besonders attraktiv.


WHO-Direktor prangert „skandalöse“ Impfstoff-Ungerechtigkeit an und warnt, die Pandemie sei noch nicht vorbei

Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), äußerte sich vergangene Woche auf der 74. jährlichen Tagung der Weltgesundheitsversammlung (WHA) in deutlicher Sprache. „Machen Sie keinen Fehler“, sagte er. „Dies wird nicht das letzte Mal sein, daß die Welt durch eine Pandemie bedroht wird. Es ist eine evolutionäre Gewissheit, daß es ein weiteres Virus geben wird, das das Potential hat, ansteckender und tödlicher zu sein als dieses.“ Auch wenn die weltweiten COVID-19-Fälle seit drei aufeinanderfolgenden Wochen rückläufig seien, warnte er, befinde sich die Welt immer noch in einer „fragilen Situation…. Kein Land ist über den Berg. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, daß die Pandemie nicht vorbei ist und auch nicht vorbei sein wird, solange die Übertragung nicht in jedem einzelnen Land unter Kontrolle ist.“

In diesem Zusammenhang prangerte Dr. Tedros die „skandalöse“ Ungerechtigkeit bei der Verteilung von Impfstoffen an, die, wie er anklagte, „die Pandemie in die Länge zieht.“ Er wies darauf hin, daß 75% aller Impfstoffe in nur zehn wohlhabenden Ländern verabreicht worden seien. Es gibt „keinen diplomatischen Weg, es zu auszudrücken: eine kleine Gruppe von Ländern, die den Großteil der Impfstoffe der Welt herstellt und kauft, kontrolliert das Schicksal des Rests der Welt.“ Nun, so mahnte er, obliege es den reicheren Ländern, ihre Impfstoffe mit dem COVAX-Mechanismus der WHO zu teilen, der Impfstoffe für ärmere Länder bereitstellt. Er kündigte auch eine „Drive to December“-Kampagne an, bei der alle Länder anstreben sollten, bis September mindestens 10% ihrer Bevölkerung zu impfen und bis Ende des Jahres mindestens 30%. Um das September-Ziel zu erreichen, müssten jedoch 250 Millionen weitere Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen geimpft werden, „einschließlich aller Mitarbeiter des Gesundheitswesens und der am stärksten gefährdeten Gruppen erster Priorität“, sagte er. Die Impfstoffproduktion müsse seiner Meinung nach ausgeweitet werden, und es stelle sich die Frage, warum einige Unternehmen ihre Lizenzen und Technologien nicht mit den Herstellern teilten, die bei der Produktion von Impfstoffen helfen wollten.

„Dies ist von entscheidender Bedeutung, um schwere Krankheiten und Todesfälle zu stoppen, unsere Mitarbeiter im Gesundheitswesen zu schützen und unsere Volkswirtschaften wieder in Gang zu bringen“, führte Dr. Tedros aus. Er warnte, daß „jene Länder, die jetzt Kinder und andere Gruppen mit geringem Risiko impfen, dies auf Kosten von Gesundheitspersonal und Hochrisikogruppen in anderen Ländern tun. Das ist die Realität.“ Er merkte an, daß die gegenwärtigen Virusvarianten zwar die derzeitigen Impfstoffe nicht zu umgehen scheinen, daß sich die Varianten aber „ständig ändern“ und daß zukünftige Varianten „unsere Werkzeuge unwirksam machen und uns wieder an den Anfang bringen könnten.“


Page 1 of 3123