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Das Britische Empire plant geopolitische Dauerkonfrontation

Das vom britischen Verteidigungsminister Ben Wallace gestern veröffentlichte Papier „Defence in a Competitive Age“ (Verteidigung im Zeitalter der Konkurrenz) – ein Nachtrag zu einem umfassenderen Dokument zur Verteidigungs-, Sicherheits- und Außenpolitik – zielt ganz auf die „Bedrohungen des 21. Jahrhunderts“ ab, vor denen Großbritannien in einer Welt steht, die angeblich von ständiger Konfrontation gekennzeichnet ist. „Diejenigen in der Regierung, die uns zu schützen und zu verteidigen haben, sind angehalten, neue Bereiche zu betreten wie auch weiterhin in traditionelle Bereiche zu investieren, aber sich immer an die Bedrohung anpassen“, schreibt Wallace im Vorwort. „Die Geschichte zeigt uns immer wieder, daß wir, wenn wir das unterlassen, Belanglosigkeit und Niederlage riskieren. Wenn sich die Bedrohung verändert, müssen wir uns mit ihr verändern und einen klaren Blick dafür bewahren, welche Fähigkeiten wir aufgeben, warum wir das tun und wie sie ersetzt werden.“ Deshalb habe am Anfang des Prozesses zur Entwicklung einer neuen Politik gestanden, „die aktuellen und zu erwartenden Bedrohungen zu bewerten, bevor wir überlegen, wie man sie angeht, und erst dann, welche Mittel und welche Ressourcen erforderlich sind, um sie aufzufangen.“

„Die britische Diplomatie wird durch die Glaubwürdigkeit der britischen Streitkräfte untermauert, und diese werden stärker integriert, aktiv und beweglich sein, um sowohl Bedrohungen abzuschrecken als auch Feinde zu besiegen“, erklärte Wallace. All das soll durch £ 188 Mrd. an Verteidigungsausgaben in den kommenden vier Jahren gewährleistet werden – eine Erhöhung um £ 24 Mrd. oder 14% – , was, laut Wallace, „eine Investition in unsere Vision von Sicherheit und Wohlstand im Jahr 2030 ist.“

Aber das eigentliche Motiv hinter der neuen britischen Politik ist: „Die Vorstellung von Krieg und Frieden als binäre Zustände ist einem Kontinuum von Konflikten gewichen, das von uns verlangt, unsere Streitkräfte auf ein dauerndes globales Engagement und ständiges Agieren vorzubereiten, das nahtlos vom operativen Einsatz in die Kriegsführung übergeht.“ Die Streitkräfte „werden nicht länger nur als letztes Mittel betrachtet [Hervorhebung hinzugefügt], sondern weltweit präsenter und aktiver werden und unterhalb der Schwelle eines offenen Konflikts operieren, um unsere Werte hochzuhalten und unsere Interessen zu sichern, unsere Freunde zu unterstützen und unsere Verbündeten zu befähigen, ob im euro-atlantischen Raum, im indopazifischen Raum oder darüber hinaus.“

Mit anderen Worten: Das Vereinigte Königreich begibt sich in einen Zustand der Dauerkonfrontation, wenn auch nicht unbedingt eines offenen Krieges, gegen Rußland, China und alle anderen erklärten Feinde, die sich weigern, sich der vom anglo-amerikanischen Imperium diktierten „regelbasierten internationalen Ordnung“ zu unterwerfen.

https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/971859/_CP_411__-_Defence_in_a_competitive_age.pdf


Sen. Richard Black: US-Angriffe in Syrien helfen nur dem IS

Der ehemalige Senator des US-Bundesstaates Virginia, Oberst a.D. Richard Black, sagte in einem Interview mit PressTV, daß der von Präsident Biden angeordnete Luftangriff auf irakische, in Syrien operierende Volksmobilmachungseinheiten (PMF) in Wirklichkeit eine US-Unterstützung des IS darstellt. Black sagte, er habe schon zuvor den Verdacht geäußert, der IS sei für den zweiten der drei jüngsten Raketenangriffe auf den US-Luftwaffenstützpunkt Balad verantwortlich gewesen, da irakische Militärkräfte zu diesem Zeitpunkt an einer Operation gegen IS-Zellen nördlich von Bagdad beteiligt waren. Ansonsten, so bemerkte er, werde sehr wenig über die Möglichkeit gesprochen, daß der IS als „dritte Kraft“ im Irak agiert, um einen Konflikt zwischen Amerika und dem Iran zu provozieren.

„Die (irakischen) PMF-Kräfte haben hauptsächlich gegen Daesh (IS) gekämpft, und sie waren dabei sehr effektiv. Wenn die USA also die PMF angreifen, unterstützen sie die Daesh-Terroristen im Irak und in Syrien“, sagte Sen. Black. „Die Biden-Administration nahm die Raketenangriffe auf die Grüne Zone als Vorwand, um gegen irakische (Antiterror-)Kräfte vorzugehen, die die Daesh-Kämpfer sehr wirksam daran hinderten, entlang der syrisch-irakischen Grenze zu operieren. Die US-Angriffe zielten auf souveränes syrisches Territorium und waren eine klare Verletzung des Völkerrechts“, sagte Sen. Black. Er stellte fest: „Es ist unwahrscheinlich, daß die USA wirklich wissen, wer die Raketen abgefeuert hat.“

Es sei angemerkt, daß Sen. Blacks Interview auch von Sputnik aufgegriffen wurde, das vor allem seine Bemerkungen über die Notwendigkeit eines US-Militärrückzugs aus der Region herausstellte. „Es liegt in der Macht des US-Präsidenten, diese Kriege zu beenden. Das läßt sich jedoch nicht erreichen, ohne die Streitkräfte vollständig aus der Region abzuziehen. Die USA haben wiederholt Angriffe auf ihre Streitkräfte als Rechtfertigung für neue Truppenverstärkungen benutzt. Wenn Joe Biden sich dauerhafte, positive Verdienste erwerben wollte, würde er den Abzug aller US-Truppen aus dem Nahen Osten innerhalb von 90 Tagen anordnen. Ich erwarte jedoch nicht, daß dies geschieht“, schloß Black.


Londons Farbrevolutionen – Eine Nawalny Frühlingsoffensive?

Nawalny-Unterstützer planen Frühjahrsoffensive, um Putin zu stürzen

Wie in den Medien übereinstimmend berichtet wurde, will die russische Opposition gegen Präsident Putin unter der Führung von Alexej Nawalny bis zum Frühjahr eine „strategische Pause“ einlegen, nachdem bei Straßenprotesten in ganz Rußland zur Unterstützung Nawalnys mehr als 10.000 Demonstranten festgenommen wurden. Um Gefängnisstrafen und anderen staatlichen Gegenmaßnahmen zu entgehen, haben Nawalnys Anhänger beschlossen, sich neu zu gruppieren und erst im Frühjahr wieder auf die Straße zu gehen. Und bei den Parlamentswahlen im September wollen sie Kandidaten unterstützen, die die Partei Putins herausfordern. Nawalny wurde bereits zu zwei Jahren Gefängnis wegen Verstößen gegen seine Bewährungsauflagen verurteilt, weitere Fälle sind anhängig. Im Januar war er aus Deutschland nach Rußland zurückgekehrt, wo er wegen einer angeblichen Vergiftung behandelt worden war. 

Nawalnys „Stabschef“ Leononid Wolkow sagte der Washington Post am 5. Februar, daß die Oppositionskräfte „die Verhaftungen und Schläge nicht mehr aushalten konnten“. Doch die Proteste würden fortgesetzt mit dem Ziel, bei den Wahlen im September mehr Oppositionssitze zu gewinnen sowie „die Arbeit der regionalen Hauptquartiere zu lähmen. Alexej hat uns gebeten, uns auf diesen Herbst zu konzentrieren, wenn die Wahlen zur Staatsduma stattfinden werden“, so Wolkow. Der Spiegel berichtete, daß sich Nawalnys Frau jetzt für „einen privaten Besuch“ in Frankfurt am Main aufhalte.