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Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Aufbau statt Krieg

Mittwoch, 27.05.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Am Dienstagmorgen um 10:00 Uhr US-Zeit eröffnete der chinesische Außenminister Wang Yi in New York die hochrangige Debatte des UN-Sicherheitsrats zum Thema „Wahrung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta und Stärkung des auf die UNO ausgerichteten internationalen Systems“. Generalsekretär António Guterres hält eine kurze einleitende Ansprache. Außenminister und hochrangige Diplomaten aus aller Welt sind im Saal anwesend. Ihnen liegt auf anderem Weg auch der Vorschlag „Offener Brief an die Regierungen der Vereinten Nationen: Eine Politik für Frieden und Entwicklung in Südwestasien“ vor, der seit dem 17. Mai vom Schiller-Institut und der Internationalen Friedenskoalition verbreitet wird – die Synthese des regionalen Vierpunkte-Rahmens, den der ehemalige türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu beim EIR-Rundtischgespräch am 15. Mai dargelegt hat, und des dort von Helga Zepp-LaRouche vorgeschlagenen Erweiterten Oasenplans.

Zwei Tage später, am 28. Mai, nimmt Wang Yi an der Sitzung der „Group of Friends of Global Governance“ in New York teil – der 43 Länder umfassenden Koalition, die überwiegend aus dem Globalen Süden stammt und am 9. Dezember 2025 bei der UNO ins Leben gerufen wurde, um Präsident Xi Jinpings Global-Governance-Initiative voranzubringen.

Im gleichen Zeitraum eröffnet die Russische Föderation ihre Erste Internationale Sicherheitskonferenz in der Region Moskau mit 140 Delegationen aus 120 Nationen. Und die Außenminister der Vereinigten Staaten, Indiens, Japans und Australiens halten am selben Tag wie die Debatte im UN-Sicherheitsrat ein Treffen des „Quad“ in Neu-Delhi ab. Somit liegen mehrere diplomatische Architekturen in einer einzigen Woche gleichzeitig auf dem Tisch.

Der gegenwärtige Moment wird nicht innehalten. Das russische Außenministerium kündigte heute weitere massive Angriffe gegen den ukrainischen Rüstungskomplex in Kiew an, verbunden mit ausdrücklichen Warnungen an ausländisches diplomatisches Personal, die Stadt zu verlassen – und Außenminister Sergej Lawrow rief US-Außenminister Marco Rubio an, um ihn persönlich darüber zu informieren. Bei den Vergeltungsmaßnahmen vom 23. bis 24. Mai, die den Anstoß für diese Ankündigung gab, kamauch eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete zum Einsatz – atomwaffenfähig und ohne NATO-Abwehr dagegen.

Dies jedoch nur als Vergeltung für den ukrainischen Terrorangriff auf Starobelsk zu lesen, bedeutet, den größeren Zusammenhang der Entwicklungen zu übersehen. Über das gesamte Spektrum russischer Experten und Politiker hinweg – von Karaganow und Trenin bis hin zu Medwedew, Rjabkow und Poljanski sowie zu hochrangigen Militäranalysten, die zwölf europäische Drohnenproduktionsstätten als legitime Ziele benannt haben – lautet die Frage, die in Moskau laut gestellt wird, nicht mehr, ob es zu einer Eskalation kommen soll, sondern wie und gegen wen. Helga Zepp-LaRouche warnte am Montag: „Ich bin wirklich äußerst besorgt, dass diese Sache sehr, sehr schnell außer Kontrolle geraten kann.“ Ob die Menschheit diese Phase überlebt, ist keine müßige Frage.

Das Bild im Iran ist gemischt und möglicherweise hoffnungsvoller – allerdings vor dem Hintergrund koordinierter Bemühungen, Verhandlungsfortschritte wieder zunichte zu machen. Der (heute wiedergewählte) iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, Außenminister Abbas Araghtschi und Zentralbankgouverneur Abdolnaser Hemmati trafen in Doha ein, um weiter über die Friedensbedingungen zu verhandeln – Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, Straße von Hormus, Urananreicherung –, bei denen durch die pakistanische und chinesische Vermittlung bereits fast eine Einigung erreicht ist.

Am selben Tag startete Israel seine größte Angriffswelle auf den Südlibanon seit Monaten, und das US-Militär führte sogenannte „Selbstverteidigungs“-Angriffe auf iranische Raketenabschussrampen, kleine Boote und zwei leere Tanker unter iranischer Flagge in der Nähe der Meerenge durch – wahrscheinlich ein gezielter Versuch, ein Friedensabkommen zu torpedieren..

Die Struktur, die tatsächlich Bestand haben würde, ist der von Davutoğlu und Zepp-LaRouche vorgelegte Plan: eine regionale Sicherheitsarchitektur in Verbindung mit dem „Erweiterten Oasenplan“, eine vielschichtige diplomatische und entwicklungsorientierte Ordnung, die Krieg zwischen Ländern unmöglich macht, weil deren Wirtschaft und Kultur dann vom Erfolg des jeweils anderen abhängig wäre.

Papst Leo XIV. stellte am Montag seine erste Enzyklika, Magnifica Humanitas, vor. Sie war bereits am 15. Mai unterzeichnet worden, dem 135. Jahrestag von Rerum Novarum seines Namensvetters Leo XIII. – am selben Tag, an dem auch das EIR-Krisenforum stattfand. Die zentralen Argumente von Leo XIV. – dass das Streben nach Profit die systematische Vernichtung von Arbeitsplätzen nicht rechtfertigen könne, dass autonome Waffen keine Entscheidungen über die Anwendung von Gewalt treffen dürfen, dass letztlich die moralische Tauglichkeit der Zivilisation auf dem Spiel steht – spiegeln in anderer Form das Rahmenkonzept wider, das von EIR und dem Schiller-Institut vorgelegt wurde.

Der Vorschlag, der nun den Vereinten Nationen vorliegt, wurde inzwischen auch von der Moskauer Zeitschrift New Eastern Outlook aufgegriffen – in einem von Tamer Mansour verfassten Beitrag, der sich auf Lyndon LaRouches Ausssage aus dem Jahr 1990 bezieht, wonach „ohne eine Politik der wirtschaftlichen Entwicklung die Araber und Israelis keine gemeinsame Grundlage für eine politische Einigung haben, da es an einem gemeinsamen Interesse fehlt“. Dies zeigt, wie schnell sich das Davutoğlu-LaRouche-Konzept in nur zehn Tagen verbreitet hat.

Die Aussage, die Davutoğlu beim Rundtischgespräch am 15. Mai machte, ist dieselbe, die diese Woche an die Außenminister bei der UNO gerichtet wird: „Der beste Weg zum Frieden ist wirtschaftliche Verflechtung. Es gibt keinen anderen Weg. Wo wirtschaftliche Verflechtung herrscht, wird niemand einen Krieg beginnen.“

Zepp-LaRouche brachte es heute erneut in ähnlicher Weise auf den Punkt: „Wenn es uns nicht gelingt, eine Debatte über die Notwendigkeit einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur in Gang zu bringen, die die Interessen jedes einzelnen Landes berücksichtigt, wird es nicht funktionieren.“ Ob bei der Debatte im UN-Sicherheitsrat diese Chance genutzt wird oder ob dieser diplomatische Moment ungenutzt verstreichen wird, ist wirklich ungewiss. Was nicht ungewiss ist, ist das, was getan werden muss.


Die Verbindung von Wissenschaft und Glauben

Bericht vom 155. Treffen der Internationalen Friedenskoalition.

Die 155. wöchentliche Onlinesitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 22. Mai begann mit einem Lageüberblick der IPC-Initiatorin und Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche. Das nächste Ziel der Mobilisierung der IPC sei die offene Sonderdebatte im UN-Sicherheitsrat am 26. Mai zum Thema „Wahrung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta und Stärkung des auf die UN ausgerichteten internationalen Systems“, die Wang Yi als Außenminister Chinas, das in diesem Monat den Vorsitz des Sicherheitsrats innehat, persönlich leiten wird.

Zepp-LaRouche beschrieb die Vorschläge des EIR-Krisenforums vom 15. Mai und fügte hinzu, es sei ermutigend, daß mehr Vorschläge auftauchen wie der Plan „Afrika 2063“, die solche Ideen der IPC-Sitzungen ergänzen.

Zepp-LaRouche hat für die Sitzung des UN-Sicherheitsrats einen Offenen Brief verfaßt. „Uns geht es darum, einen ganz neuen Ansatz auf den Tisch zu bringen“ statt der üblichen Geopolitik, sagte sie, einen Ansatz, der die langfristige Überlebensfähigkeit aller beteiligten Länder in Südwestasien sichert. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) habe diese Woche gewarnt, daß die Welt aufgrund der Ressourcenknappheit infolge des Iran-Krieges zusätzlich zum laufenden wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenbruch das Anfangsstadium eines „Lebensmittelpreisschocks“ erreicht hat, der zu Hungersnöten führen kann. Diejenigen, die den Krieg geplant hätten, hätten ein solches Ergebnis vorausgesehen. „Im Hintergrund stehen all diese verrückten malthusianischen Ideen“, wie die Politik der sogenannten „kontrollierten Desintegration“.

Wissenschaft und Religion

Dr. Abdullah Ahsan aus Pakistan, Professor für Vergleichende Zivilisationswissenschaften an der Istanbuler Sehir-Universität in der Türkei, identifizierte drei Phasen einer Lösung für die aktuelle Krise: Kurzfristig gäbe es den Vorschlag des ehemaligen türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu, ein neutrales drittes Gremium – Davutoglu schlug die Ländergruppe Pakistan, Indonesien, Türkei und Malaysia vor – mit der Verwaltung der Straße von Hormus zu betrauen, da die Vereinigten Staaten und der Iran in eine Sackgasse geraten seien und die ganze Welt „Opfer dieser Hormus-Situation“ geworden sei. Mittelfristig müsse man das Konzept eines „Dialogs der Zivilisationen“ wiederbeleben, das in verschiedenen Formen von mehreren Seiten, darunter dem Schiller-Institut und der iranischen Regierung, befürwortet worden ist. Und langfristig müsse man sich mit der Ansicht auseinandersetzen, daß es einen Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion gebe.

Der moderne Säkularismus, so Dr. Ahsan, gehe auf die Ideen des deutschen Philosophen Immanuel Kant zurück. Seine eigenen Studien deuteten jedoch darauf hin, „daß alle Zivilisationen der Geschichte in göttlicher Führung verwurzelt sind“. Als ein Beispiel dafür, wo Wissenschaft und Glaube scheinbar auseinandergehen, führte er das Thema Evolution an.

Im weiteren Verlauf der Diskussion stellte der Co-Moderator Dennis Small eine Lösung für diesen scheinbaren Konflikt vor: Der Mensch habe die Fähigkeit, das physikalische Universum schöpferisch zu verändern, und das sei ein Beweis für den freien Willen und damit für moralische Fähigkeiten – eine „metaphysische Dimension“ in dem, was die meisten Menschen als Physik betrachten, deren Existenz Kants Theorien widerlege. Small nannte Lyndon LaRouches „Oasenplan“ als Beispiel für eine schöpferische Idee, die das physische Universum verändert.

Später äußerte sich Zepp-LaRouche zu dem Thema und stellte der dogmatischen Sicht die philosophische Sicht in der Religion gegenüber. Der Heilige Augustinus habe darauf hingewiesen, daß Platon schon Jahrhunderte vorher zu ähnlichen Schlußfolgerungen wie Jesus Christus gelangt war, was zeige, daß es keinen Widerspruch zwischen Glauben und Wissen gibt. Kardinal Nikolaus von Kues habe im 15. Jahrhundert gesagt, die Evolution bestehe darin, daß eine niedere Sphäre durch das höher entwickelte Organisationsprinzip der nächsthöheren Sphäre „angehoben“ wird. Der russisch-ukrainische Wissenschaftler Wladimir Wernadskij sei mit seinem Konzept der „Noosphäre“ zu der gleichen Schlußfolgerung gelangt. Die Idee spiegle sich auch im Buch Genesis wider, wo der Mensch aufgrund seiner Schöpferkraft als imago viva Dei, als lebendiges Abbild Gottes bezeichnet wird.

Die sich verschärfende Krise in der Landwirtschaft

Als nächstes sprachen zwei führende Vertreter von Viehzuchtverbänden aus den USA. Jesus Holguin Cazares, Präsident der Kansas Cattlemen’s Association, berichtete, daß die Kosten für die notwendigen Chemikalien in der Landwirtschaft wegen des Iran-Krieges dramatisch gestiegen sind. Dies stelle für kleinere, unabhängige Erzeuger eine außerordentliche, untragbare Belastung dar. Darüber hinaus gefährde die Kartellbildung in der Landwirtschaft kleinere Erzeuger, die mit den riesigen Agrarkonzernen nicht konkurrieren können, was sich in höheren Preisen für die Verbraucher niederschlägt. Die Konzerne kaufen notleidende Farmen auf, was die Kartellbildung verstärkt.

Jon Baker, Vizepräsident der Iowa Stockgrowers Association, berichtete ebenfalls über die Krise der Farmer und Rancher, die sich infolge des Iran-Kriegs erheblich verschärft habe, beispielsweise durch den Anstieg der Preise für Diesel, der für die Landwirtschaft unverzichtbar ist. Er kritisierte zudem die Ausbeutung durch Spekulanten und die Agrarindustrie. Baker führte das Beispiel seines eigenen Betriebs an, der allein aufgrund sogenannter „Marktfaktoren“ in den letzten zwei Tagen 80.000 Dollar an Wert verloren habe. Die Mega-Agrarkartelle vergrößerten ihre Konzentration, während die Zahl unabhängiger landwirtschaftlicher Betriebe schrumpft.

Small berichtete über Aktivitäten der Nationalen Front zur Rettung der Mexikanischen Landschaft, die gerade in Mexiko-Stadt eine Demonstration mit 3500 Teilnehmern abgehalten hat und sich mit dem Landwirtschaftsminister traf, um politische Lösungen für die Agrarkrise zu erörtern. Die Gruppe fordert für Mexiko eine Agrarpolitik, die der Ernährung der Bevölkerung Vorrang einräumt, statt die Spekulanten an der Chicagoer Warenbörse reich zu machen – gegen die destruktive neoliberale Wirtschaftspolitik, wie sie z.B. mit Ludwig von Mises von der Österreichischen Schule verbunden ist. Sie fordern zwar von der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum eine andere Politik, wollen aber nicht den US-Spekulanten und der Trump-Regierung dabei helfen, Sheinbaums Regierung zu destabilisieren.

Jose Vega, unabhängiger Kandidat für den US-Kongreß im New Yorker Stadtteil Bronx, berichtete über den Fortschritt seiner Kampagne und betonte, daß es für die Bürger wichtig sei, sich die tiefgreifenden Ideen zu eigen zu machen, die bei den IPC-Treffen diskutiert werden. Er hatte am Vortag eine Kundgebung vor den Vereinten Nationen geleitet, um die Diskussion bei der Sondersitzung des Sicherheitsrats am 26. Mai entscheidend zu beeinflussen.

Diskussion: Kampf gegen die Oligarchie

Zepp-LaRouche erwähnte verschiedene Facetten der Kriegspolitik der führenden „westlichen“ Fraktion und betonte: „Einseitige Sanktionen sind eine Form des Krieges“. Sie äußerte die Hoffnung, daß diese Konflikte durch eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gelöst werden können. Auf eine Frage hin rief sie zu weltweiter Unterstützung für Kuba auf, einem der Hauptopfer der US-Sanktionen, insbesondere angesichts Kubas lobenswerter Rolle bei der medizinischen Unterstützung anderer Länder. Zepp-LaRouche erklärte, die „Männer von Davos“, auch bekannt als die „Epstein-Klasse“ oder „die Superklasse der toten Seelen“, seien daran interessiert, die Krisen ständig weiter zu schüren, um ihre geopolitische Agenda voranzutreiben.

Dr. Ahsan warf die Frage auf, wie die oligarchische Kontrolle über die Politik beendet werden kann, und nannte als Beispiel die Kampagne Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen (BDS), die wirtschaftlichen Druck auf das israelische Regime ausübt, als kleinen Schritt in die richtige Richtung.

Abschließend wiederholte Zepp-LaRouche ihre Warnung, sowohl der Rußland-Ukraine-Konflikt als auch die von Israel ausgelösten Kriege in Südwestasien könnten zum Auslöser eines Atomkriegs werden. Co-Moderator Dennis Speed merkte an, daß das IPC-Treffen nächste Woche, das 156. wöchentliche Treffen, den dritten Jahrestag der Gründung der IPC markiert. Die Beharrlichkeit der IPC bei der Durchführung dieser Treffen werde entscheidend sein, um eine Basisbewegung aufzubauen, die die Politik der Vereinigten Staaten und Europas verändern kann.


Internationale Friedenskoalition #155, 22.05.2026, 17.00 Uhr

Auf der Tagesordnung: eine neue Art der internationalen Beziehungen

155. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Auf der Tagesordnung: eine neue Art der internationalen Beziehungen

22. Mai 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Im Nachgang an das EIR Forum der vergangenen Woche senden wir den Regierungen, die die Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats am 26. Mai einberufen, eine Zusammenstellung aus Herrn Davutoğlus Vorschlag und LaRouches „Erweiterten Oasenplan“ und bitten darum, diese bei dieser Sitzung zu berücksichtigen. Bitte unterstützen und verbreiten Sie den offenen Brief von Helga Zepp-LaRouche „Offener Brief an die Regierungen der Vereinten Nationen: Eine Politik für Frieden und Entwicklung in Südwestasien“.
Diese Woche begrüßen wir Dr. Abdullah al-Ahsan, Professor für Vergleichende Zivilisationsforschung, sowie Jesus Holguin Cazares, Präsident der Kansas Cattlemen’s Association, und weitere Gäste, die noch bekannt gegeben werden.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Es folgt der Wortlaut eines offenen Briefes der Gründerin des internationalen Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche vom 17. Mai, der weltweit verbreitet wird.

Am 26. Mai veranstaltet China im Rahmen seines turnusmäßigen Vorsitzes des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen eine Sitzung zum Thema „Wahrung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta und Stärkung des auf die UN ausgerichteten internationalen Systems“. Die Sitzung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Welt an einem historischen Scheideweg steht und die Menschheit die Wahl hat, einen von zwei sehr unterschiedlichen Wegen einzuschlagen. Der unprovozierte Angriffskrieg gegen den Iran und seine Folgen haben den Nahen Osten in eine Sackgasse geführt, und es droht eine potentiell fatale Eskalation hin zu einer Weltwirtschaftskrise oder sogar einem atomaren Weltkrieg. Gleichzeitig haben die Treffen zwischen Präsident Xi Jinping und Präsident Donald Trump in Peking die Tür zu einer neuen Ebene der Zusammenarbeit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt geöffnet und damit die Gelegenheit geschaffen, eine völlig andere Politik umzusetzen als jene, die die heutige Krise verursacht hat. Daher ist dies ein sehr kostbarer Moment in der Geschichte, der nicht ungenutzt verstreichen darf.

Eine solche alternative Politik wurde auf dem jüngsten EIR-Krisenforum am 15. Mai „Der Iran-Krieg und der ‚kontrollierte Zerfall‘ der Weltwirtschaft“ konkret diskutiert und entworfen. Zu Wort kamen der ehemalige türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu und der iranische Botschafter in Mexiko, Abolfazl Pasandideh, der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für Palästina Richard Falk und andere. Professor Davutoğlu betonte, daß bilaterale Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die regionale Krise nicht lösen können, und erklärte, nur „ein umfassender regionaler Rahmen“ könne dauerhaft Frieden schaffen.

Er skizzierte seinen jüngsten Vorschlag, der vier konvergierende Fragen umfaßt, bei denen „Fortschritte an einer Front ohne parallele Entwicklungen an den anderen unwahrscheinlich sind“:

  • Die Straße von Hormus: Bildung einer Koalition vertrauenswürdiger Vermittler, wie die Türkei, Pakistan, Malaysia und Indonesien, um die Straße von Hormus unter einem Mandat des UN-Sicherheitsrats zu verwalten.
  • Nukleare Vereinbarungen: Abschluß eines neuen Abkommens, unter dem der Iran im Austausch gegen Brennstoff für zivile Zwecke angereichertes Uran in der Türkei deponiert, seine Verpflichtung bekräftigt, keine Atomwaffen anzustreben, und die USA sein Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie formell anerkennen. Im Laufe der Zeit würde die Region zu einem atomwaffenfreien Gebiet, „die Kernwaffen im Besitz Israels eingeschlossen“. (Es sei darauf hingewiesen, daß dies die Grundlage für das Teheran-Abkommen von 2010 war, bei dessen Vermittlung Davutoğlu zusammen mit Brasilien und der IAEO half und das damals von US-Präsident Obama abgelehnt wurde. Bemerkenswerterweise hat der brasilianische Präsident Lula bei seinem jüngsten Besuch in Washington am 7. Mai US-Präsident Trump eine Kopie dieses Abkommens überreicht.)
  • Regionale Sicherheitsarchitektur: Es würde eine vielschichtige Struktur für Vertrauensbildung und regionale Sicherheit geschaffen, die sich zu „einem nahöstlichen Äquivalent der Helsinki-Abkommen von 1975“ entwickeln würde.
  • Palästina: Israel würde die Integration in diese Architektur angeboten – vollständige diplomatische Normalisierung und formelle Garantien -, im Austausch für die Anerkennung der palästinensischen Staatlichkeit und die Beendigung militärischer Operationen im Libanon.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts und Chefredakteurin des EIR-Magazins, hatte das Krisenforum mit dem Vorschlag einer politischen Wende für Südwestasien eröffnet: daß die Nationen der gesamten Region, von Indien bis zum Mittelmeer und vom Kaukasus bis zum Golf, eine gemeinsame Politik des „Friedens durch Entwicklung“ verfolgen. Dazu würde in einem integrierten „Erweiterten Oasenplan“ ein Programm zur Umkehrung der Wüstenbildung in Südwestasien – nach dem Vorbild der Umgestaltung der chinesischen Provinz Xinjiang und ihrer nordwestlichen Wüsten – mit dem Ausbau von Entwicklungskorridoren in ganz Südwestasien kombiniert. Wie zur Zeit der alten Seidenstraße kann damit der Nahe Osten wieder zum Knotenpunkt zwischen Asien, Afrika und Europa werden, mit einer glänzenden Zukunft für alle Länder, die heute aufgrund von Interventionskriegen unter einer humanitären Krise und Armut leiden.

Als Zepp-LaRouche vorschlug, den von Davutoğlu vorgelegten Vorschlag – der dem 2010 von der Türkei, Brasilien und dem Iran unterzeichneten Teheran-Abkommen sehr ähnlich ist – mit dem „Erweiterten Oasenplan“ zu verbinden, antwortete Davutoğlu:

„Ich stimme voll und ganz zu. Der beste Weg zum Frieden ist wirtschaftliche Verflechtung. Es gibt keinen anderen Weg. Man kann Friedenspläne unterzeichnen, man kann viele Erklärungen abgeben, aber der beste Weg zum Frieden ist wirtschaftliche Verflechtung. Wo wirtschaftliche Verflechtung herrscht, wird niemand einen Krieg beginnen. Wirtschaftliche Verflechtung bedeutet also Entwicklung.“

Davutoğlu fügte hinzu, die beste Antwort auf diesen Krieg bestehe darin, ein Gefühl der „regionalen Zugehörigkeit und gegenseitigen Unterstützung“ zu schaffen. „Und ich teile Ihre Meinung voll und ganz: Wir können diese Vorschläge zusammenführen, einen Rahmen für eine geopolitische Lösung und ein entwicklungsorientiertes visionäres Projekt.“

Die Teilnehmer des EIR-Krisenforums kamen daher überein, diesen gemeinsamen Vorschlag an die Regierungen zu übermitteln, die sich zu der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats am 26. Mai versammeln, mit der Bitte, ihn bei diesem Treffen zu berücksichtigen. Die UN-Charta muß bewahrt werden, aber die UNO braucht auch dringend eine Reform, die der Globalen Mehrheit eine angemessene Vertretung sichert. Zu dieser Reform muß die Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gehören, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten berücksichtigt.

Eine Kombination aus dem Vorschlag von Herrn Davutoğlu und dem Erweiterten Oasenplan kann ein unverzichtbarer Bestandteil einer solchen neuen Architektur sein.

Alle Teilnehmer des EIR-Forums sind bereit, bei Bedarf weitere Unterstützung zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen,

Helga Zepp-LaRouche

Gründerin des Schiller-Instituts und Chefredakteurin von EIR


Dokumente (teilweise Englisch):

1. EIR-Krisenforum vom 15. Mai

2. Teheraner Abkommen von 2010

3. Oasenplan und Liste der Unterstützer

4. Konferenzen des Schiller-Instituts Internetkonferenz: Der Oasenplan: Die LaRouche-Lösung für Frieden durch Entwicklung | und „Der Mensch ist nicht des Menschen Wolf“

5. „Entwicklungsoffensive bedeutet Milliarden neue Arbeitsplätze, keine Flüchtlinge, kein Krieg“

6. Video über Chinas Projekte zur Bekämpfung der Wüstenbildung


Offener Brief an die Regierungen der Vereinten Nationen: Eine Politik für Frieden und Entwicklung in Südwestasien

Es folgt der Wortlaut eines offenen Briefes der Gründerin des internationalen Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche vom 17. Mai, der weltweit verbreitet wird.

Am 26. Mai veranstaltet China im Rahmen seines turnusmäßigen Vorsitzes des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen eine Sitzung zum Thema „Wahrung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta und Stärkung des auf die UN ausgerichteten internationalen Systems“. Die Sitzung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Welt an einem historischen Scheideweg steht und die Menschheit die Wahl hat, einen von zwei sehr unterschiedlichen Wegen einzuschlagen. Der unprovozierte Angriffskrieg gegen den Iran und seine Folgen haben den Nahen Osten in eine Sackgasse geführt, und es droht eine potentiell fatale Eskalation hin zu einer Weltwirtschaftskrise oder sogar einem atomaren Weltkrieg. Gleichzeitig haben die Treffen zwischen Präsident Xi Jinping und Präsident Donald Trump in Peking die Tür zu einer neuen Ebene der Zusammenarbeit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt geöffnet und damit die Gelegenheit geschaffen, eine völlig andere Politik umzusetzen als jene, die die heutige Krise verursacht hat. Daher ist dies ein sehr kostbarer Moment in der Geschichte, der nicht ungenutzt verstreichen darf.

Eine solche alternative Politik wurde auf dem jüngsten EIR-Krisenforum am 15. Mai „Der Iran-Krieg und der ‚kontrollierte Zerfall‘ der Weltwirtschaft“ konkret diskutiert und entworfen. Zu Wort kamen der ehemalige türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu und der iranische Botschafter in Mexiko, Abolfazl Pasandideh, der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für Palästina Richard Falk und andere. Professor Davutoğlu betonte, daß bilaterale Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die regionale Krise nicht lösen können, und erklärte, nur „ein umfassender regionaler Rahmen“ könne dauerhaft Frieden schaffen.

Er skizzierte seinen jüngsten Vorschlag, der vier konvergierende Fragen umfaßt, bei denen „Fortschritte an einer Front ohne parallele Entwicklungen an den anderen unwahrscheinlich sind“:

– Die Straße von Hormus: Bildung einer Koalition vertrauenswürdiger Vermittler, wie die Türkei, Pakistan, Malaysia und Indonesien, um die Straße von Hormus unter einem Mandat des UN-Sicherheitsrats zu verwalten.

– Nukleare Vereinbarungen: Abschluß eines neuen Abkommens, unter dem der Iran im Austausch gegen Brennstoff für zivile Zwecke angereichertes Uran in der Türkei deponiert, seine Verpflichtung bekräftigt, keine Atomwaffen anzustreben, und die USA sein Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie formell anerkennen. Im Laufe der Zeit würde die Region zu einem atomwaffenfreien Gebiet, „die Kernwaffen im Besitz Israels eingeschlossen“. (Es sei darauf hingewiesen, daß dies die Grundlage für das Teheran-Abkommen von 2010 war, bei dessen Vermittlung Davutoğlu zusammen mit Brasilien und der IAEO half und das damals von US-Präsident Obama abgelehnt wurde. Bemerkenswerterweise hat der brasilianische Präsident Lula bei seinem jüngsten Besuch in Washington am 7. Mai US-Präsident Trump eine Kopie dieses Abkommens überreicht.)

– Regionale Sicherheitsarchitektur: Es würde eine vielschichtige Struktur für Vertrauensbildung und regionale Sicherheit geschaffen, die sich zu „einem nahöstlichen Äquivalent der Helsinki-Abkommen von 1975“ entwickeln würde.

– Palästina: Israel würde die Integration in diese Architektur angeboten – vollständige diplomatische Normalisierung und formelle Garantien -, im Austausch für die Anerkennung der palästinensischen Staatlichkeit und die Beendigung militärischer Operationen im Libanon.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts und Chefredakteurin des EIR-Magazins, hatte das Krisenforum mit dem Vorschlag einer politischen Wende für Südwestasien eröffnet: daß die Nationen der gesamten Region, von Indien bis zum Mittelmeer und vom Kaukasus bis zum Golf, eine gemeinsame Politik des „Friedens durch Entwicklung“ verfolgen. Dazu würde in einem integrierten „Erweiterten Oasenplan“ ein Programm zur Umkehrung der Wüstenbildung in Südwestasien – nach dem Vorbild der Umgestaltung der chinesischen Provinz Xinjiang und ihrer nordwestlichen Wüsten – mit dem Ausbau von Entwicklungskorridoren in ganz Südwestasien kombiniert. Wie zur Zeit der alten Seidenstraße kann damit der Nahe Osten wieder zum Knotenpunkt zwischen Asien, Afrika und Europa werden, mit einer glänzenden Zukunft für alle Länder, die heute aufgrund von Interventionskriegen unter einer humanitären Krise und Armut leiden.

Als Zepp-LaRouche vorschlug, den von Davutoğlu vorgelegten Vorschlag – der dem 2010 von der Türkei, Brasilien und dem Iran unterzeichneten Teheran-Abkommen sehr ähnlich ist – mit dem „Erweiterten Oasenplan“ zu verbinden, antwortete Davutoğlu:

„Ich stimme voll und ganz zu. Der beste Weg zum Frieden ist wirtschaftliche Verflechtung. Es gibt keinen anderen Weg. Man kann Friedenspläne unterzeichnen, man kann viele Erklärungen abgeben, aber der beste Weg zum Frieden ist wirtschaftliche Verflechtung. Wo wirtschaftliche Verflechtung herrscht, wird niemand einen Krieg beginnen. Wirtschaftliche Verflechtung bedeutet also Entwicklung.“

Davutoğlu fügte hinzu, die beste Antwort auf diesen Krieg bestehe darin, ein Gefühl der „regionalen Zugehörigkeit und gegenseitigen Unterstützung“ zu schaffen. „Und ich teile Ihre Meinung voll und ganz: Wir können diese Vorschläge zusammenführen, einen Rahmen für eine geopolitische Lösung und ein entwicklungsorientiertes visionäres Projekt.“

Die Teilnehmer des EIR-Krisenforums kamen daher überein, diesen gemeinsamen Vorschlag an die Regierungen zu übermitteln, die sich zu der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats am 26. Mai versammeln, mit der Bitte, ihn bei diesem Treffen zu berücksichtigen. Die UN-Charta muß bewahrt werden, aber die UNO braucht auch dringend eine Reform, die der Globalen Mehrheit eine angemessene Vertretung sichert. Zu dieser Reform muß die Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gehören, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten berücksichtigt.

Eine Kombination aus dem Vorschlag von Herrn Davutoğlu und dem Erweiterten Oasenplan kann ein unverzichtbarer Bestandteil einer solchen neuen Architektur sein.

Alle Teilnehmer des EIR-Forums sind bereit, bei Bedarf weitere Unterstützung zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen,

Helga Zepp-LaRouche

Gründerin des Schiller-Instituts und Chefredakteurin von EIR


Dokumente (teilweise Englisch):

1. EIR-Krisenforum vom 15. Mai

2. Teheraner Abkommen von 2010

3. Oasenplan und Liste der Unterstützer

4. Konferenzen des Schiller-Instituts Internetkonferenz: Der Oasenplan: Die LaRouche-Lösung für Frieden durch Entwicklung | und „Der Mensch ist nicht des Menschen Wolf“

5. „Entwicklungsoffensive bedeutet Milliarden neue Arbeitsplätze, keine Flüchtlinge, kein Krieg“

6. Video über Chinas Projekte zur Bekämpfung der Wüstenbildung


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Dämmert es in Deutschland, dass der Ukraine-Krieg verloren ist?

Mittwoch, 13.05.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Zum Abschluss einer lebhaften Diskussion mit Mitgliedern der internationalen LaRouche-Bewegung riet Helga Zepp-LaRouche, man sollte sich in Zeiten von Zweifel und Verwirrung – wie sie in dieser Phase unglaublicher Spannungen und Gefahren durchaus üblich sind – den Werken des Kardinals Nikolaus von Kues, des deutschen Dichters der Freiheit Friedrich Schiller und ihres verstorbenen Ehemanns, des amerikanischen Genies Lyndon LaRouche, zuwenden.

Sie sagte: „Ich glaube, was Lyn sich vorgenommen hatte, war etwas viel Grundlegenderes: Er versuchte, die axiomatischen Fehler im Denken zu korrigieren, die dazu führen, dass Menschen immer wieder politische Ideen hervorbringen, die in einer Katastrophe münden.“

Nehmen wir zum Beispiel LaRouches Äußerungen gegenüber den Wählern in New Hampshire, als er 1996 für das Amt des US-Präsidenten kandidierte:

„Was dort gebraucht wird, ist jemand, der die schrecklichen Dinge tut, die ich tue … der hinausgeht und meine amerikanischen Mitbürger auf liebevolle Weise beleidigt. Sagt: „Hört mal, ihr habt euch wie Idioten verhalten. Ihr seid wie der Typ, der zu demselben Gebrauchtwagenhändler zurückging, der ihm im letzten Jahr ein Auto ohne Motor verkauft hat, und er hat es wieder gekauft! Ihr müsst euch klarmachen: Ihr habt euch dieses Übel vielleicht nicht selbst ausgedacht, aber ihr, die ihr ein Gehirn habt, das ihr hättet nutzen können, hättet längst durchschauen müssen, was hier abgeht. Warum gebt ihr nicht die Vorstellung auf, alles müsse einfach sein, alles müsse dumm sein, alles müsse in mundgerechten Antworten erfolgen? Lasst uns darüber reden und nachdenken!“

Trifft das heute zu? Wie kommt es, dass nacheinander amerikanische Präsidenten gewählt wurden, die klinisch verrückt sind? Warum lassen wir zu, dass die Leute, die sich unsere „Vertreter“ nennen, uns nicht vertreten?

Unter Mithilfe der LaRouche-Bewegung auf beiden Seiten des Atlantiks kann sich diese Situation ändern.

Dreißig Abgeordnete der Demokratischen Partei haben einen Brief an US-Außenminister Marco Rubio geschrieben, in dem sie nach Israels Atomwaffen fragen. Im Repräsentantenhaus wurde ein Gesetzentwurf des Abgeordneten Rep. Pat Ryan (D-NY) eingebracht, um die Finanzierung des Iran-Krieges zu beenden.

Die Mehrheit der Weltbevölkerung lehnt Krieg und Völkermord ab. Die Mehrheit der Weltbevölkerung wird von Führern vertreten, die danach streben, ihre Nationen in eine neue Dynamik kooperativer Beziehungen zu führen – nicht nach dem Prinzip „Der Sieger bekommt alles“ oder „Das Überleben des Stärkeren“, sondern nach dem Prinzip der Win-Win-Kooperation.

Irgendwie ist es dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gelungen, Präsident Donald Trump davon zu überzeugen, dass er Selenskij unter Druck setzen und er einen „ukrainischen“ (tatsächlich von Großbritannien gelenkten) Angriff auf die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges in Moskau verhindern müsse.

In zwei Tagen wird Präsident Donald Trump in Peking mit Präsident Xi Jinping zusammentreffen, sofern es den anglo-zionistischen Milliardären der Epstein-Klasse nicht gelingt, dies zu sabotieren. China ist ein Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern und einer sehr großen Wirtschaft – einer Wirtschaft, die weitaus größer ist als die des Vereinigten Königreichs von König Charles. Welche neuen Vereinbarungen könnten aus diesem Treffen hervorgehen?

Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus und die drohende Gefahr einer Eskalation des Krieges der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran führen zu massiver wirtschaftlicher Not in der ganzen Welt, selbst wenn der Krieg in diesem Moment beendet würde. Die meisten Menschen in der westlichen Welt verstehen das ganze Ausmaß der Gefahr nicht, werden es aber bald zu spüren bekommen. In ihrer Verzweiflung werden sie dann viel empfänglicher für die von LaRouches Mitstreitern vorgeschlagenen Lösungen sein.

Zu diesem Zweck veranstaltet die unabhängige LaRouche-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare heute Abend um 20:00 Uhr US-Zeit gemeinsam mit Jason Ross ein Internetforum über einen Plan zur wirtschaftlichen Erholung der Vereinigten Staaten. Und am Freitag um 17:00 Uhr MEZ leitet Helga Zepp-LaRouche ein EIR-Krisenforum zum Thema „Der Iran-Krieg und der ‚kontrollierte Zerfall‘ der Weltwirtschaft“.

Mobilisieren Sie alle Menschen auf der Welt, am Freitag um 17:00 Uhr einzuschalten!


EIR-Krisenforum am 15. Mai: Der Iran-Krieg und der „kontrollierte Zerfall“ der Weltwirtschaft


Freitag, 15. Mai 2026, 17.00 Uhr

Das Krisenforum wird auf Youtube auf englisch ausgestrahlt. Übersetzungen ins Deutsche, Französische und Spanische finden auf der Zoomplattform statt.


Sitzung A
Moderator:
Dennis Speed

  • Helga Zepp-LaRouche (Deutschland): Chefredakteurin, Executive Intelligence Review
  • S.E. Abolfazl Pasandideh (Iran): Botschafter der Islamischen Republik Iran in Mexiko
  • Prof. Richard Falk (USA): Professor Emeritus für Völkerrecht und -praxis an der Princeton University
  • Sanjay Tripathi (Indien): FIETE, M.Tech (Informatik), MBA (Finanzwesen), ehemaliger Regierungsbeamter, tätig im Ministerium; derzeit Mitglied verschiedener globaler Organisationen.
  • Prof. Lier Pires Ferreira (Brasilien): Forscher, BRICS-Zentrum (Núcleo BRICS – NuBRICS), Fluminense Federal University, Niterói

Dialog zwischen den Diskussionsteilnehmern

Sitzung B
Moderator:
Dennis Speed

  • Dennis Small (USA): Iberoamerika-Redakteur, Executive Intelligence Review
  • S.E. Donald Ramotar (Guyana): Ehemaliger Präsident von Guyana
  • David Hundeyin (Nigeria): Investigativjournalist, Gründer von The Spearhead
  • Frank Bornschein (Deutschland): Stadtrat, Schwedt

Dialog zwischen den Diskussionsteilnehmern


EIR veranstaltet am Freitag, dem 15. Mai 2026, um 17 Uhr MEZ ein Krisen-Forum: „Der Iran-Krieg und der ‚kontrollierte Zerfall‘ der Weltwirtschaft“.

Es ist nun zweieinhalb Monate her, seit am 28. Februar die Straße von Hormus gesperrt wurde, ein vorhersehbares – manche würden sagen beabsichtigtes – Ergebnis des unprovozierten Angriffskriegs der USA und Israels gegen den Iran. Sollte dieser Krieg noch mehrere Monate andauern, ist es wahrscheinlich, dass die Weltwirtschaft in eine Abwärtsspirale gerät, die zu einer umfassenden globalen Depression führt, mit einer Explosion von Armut, Hunger, Zusammenbruch der Industrie, Vertreibungen und Zwangsmigration – sowie einem garantierten hyperinflationären Platzen der globalen Finanzblase von 2,4 Billiarden Dollar.

Im Vergleich dazu würde die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre verblassen. Eine Parallele wäre am ehesten das Finstere Zeitalter des 14. Jahrhunderts mit der berüchtigten Pest, die bis zur Hälfte der Bevölkerung Europas auslöschte.

Die Ursache ist die massive Zerstörung der Grundlagen des physischen Überlebens von Milliarden von Menschen, die bereits in vollem Gange ist, ausgelöst durch die Sperrung der Straße von Hormus, durch die früher 20 % der weltweiten Ölexporte und 30 % der Düngemittelversorgung transportiert wurden. Dies hat schon jetzt verheerende, nichtlineare Auswirkungen:

• Der stellvertretende Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms Carl Skau berichtet: „Voraussichtlich werden weitere 45 Millionen Menschen wegen steigender Lebensmittel-, Öl- und Transportkosten in akute Hungersnot stürzen, wodurch die weltweite Zahl über das derzeitige Rekordniveau von 319 Millionen steigen würde… Dies würde das Ausmaß des Hungers weltweit auf einen historischen Höchststand treiben, und das ist eine schreckliche, schreckliche Aussicht.“

• Viele arme Länder in Ostafrika sind zu mehr als 85 % auf Düngemittel-Importe angewiesen. Schätzungen zufolge würde eine 10-prozentige Reduzierung des Düngemitteleinsatzes dort zu einem Rückgang der Reis-, Mais- und Weizenernte um bis zu 25 % führen, was verheerende Folgen für die Menschen hätte.

• Die Preise für Diesel in den USA – das Lebenselixier der amerikanischen Landwirtschaft – sind seit Kriegsbeginn um mehr als 50 % in die Höhe geschossen, mit Folgen für die gesamte Volkswirtschaft.

• Die deutsche Industrie-Wirtschaft befindet sich im freien Fall durch die kombinierten Auswirkungen der Sabotage der Nord-Stream-Pipeline und nun der Knappheit an Benzin und insbesondere an Kerosin infolge des Iran-Kriegs.

Wir betonen die physische Wirtschaft, weil die produktive Tätigkeit des Menschen tatsächlich ein lebendiger Prozess ist, wie der renommierte amerikanische Ökonom Lyndon LaRouche wissenschaftlich bewiesen hat. Wenn ein wesentlicher Bereich dieses Prozesses zerstört wird, tendiert das Ganze dazu, auf nichtlineare Weise zusammenzubrechen. Manche Beobachter beschreiben dies vereinfacht als „Lieferketten-Effekt“.

Auch die wahren finanziellen Kosten des Krieges sind erschütternd – nach Schätzungen von EIR wahrscheinlich über 4 Billionen Dollar. Der amtierende Rechnungsprüfer des Pentagons teilte dem US-Kongress am 29. April mit, die Operation „Epic Fury“ habe etwa 25 Milliarden Dollar gekostet, aber das sind nur die Kosten für US-Operationen und Munition bis zum 60. Tag, Schäden an Militärbasen waren ausdrücklich ausgenommen. Rechnet man diese sowie die israelischen Militärausgaben hinzu, steigt die Gesamtsumme auf etwa 200 Milliarden Dollar. Hinzu kommen Sachschäden in Höhe von rund 1 Billion Dollar im Iran und in den Golfstaaten. Der IWF schätzt in seinem „Regional Economic Outlook“ vom April, dass durch den Krieg bis zu 2 % des globalen BIP vernichtet werden – was allein für das Jahr 2026 einen Verlust an globaler Wirtschaftsleistung von 1,5 bis 2 Billionen Dollar bedeutet.

Somit sind 4 Billionen Dollar wahrscheinlich noch das Minimum der tatsächlichen Kosten des Krieges bis heute.

Wie viele produktive Arbeitsplätze könnten geschaffen werden, wenn man diese Mittel in Infrastruktur, Landwirtschaft und Industrie investieren würde? Wie viele Brücken, Häfen und Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken könnten gebaut werden? Wie viele Leben könnten wir durch mehr Investitionen in Krankenhäuser, Schulen und Arzneimittel retten?

Auf längere Sicht: Der Krieg tötet Hunderttausende direkt und durch zunehmende Nahrungsmittel- und Energieschocks, und in den nächsten zwei bis drei Jahren müssen Hunderte von Millionen Menschen Hunger leiden. Durch die Vernichtung von Produktionskapital und die Verwendung von 4 Billionen Dollar für Zerstörung und dann Wiederaufbau anstatt für Entwicklung könnte er die potenzielle Weltbevölkerung bis Mitte des Jahrhunderts um eine halbe bis eine Milliarde Menschen verringern. Die folgenschwersten Opfer des Krieges könnten die Menschen sein, die ohne ihn in eine produktivere Weltwirtschaft hineingeboren worden wären.

All dies ist eindeutig unnötig – aber ist es vielleicht auch eine bewußte malthusianische Entvölkerungspolitik, die vom internationalen Finanz-Establishment der Londoner City und der Wall Street umgesetzt wird? Mitte der 1970er Jahre veröffentlichte der New Yorker Council on Foreign Relations – noch heute die führende außenpolitische Denkfabrik des US-Establishments und die Schwesterorganisation des britischen Royal Institute of International Affairs – eine umfangreiche Studie mit dem Titel Projekt der 1980er Jahre, die ausdrücklich den „kontrollierten Zerfall“ der Weltwirtschaft forderte, um die schwindende politische Kontrolle aufrechtzuerhalten. Im November 1978 erklärte der damalige Vorsitzende der US-Notenbank Paul Volcker in einer Rede in England, dass „ein kontrollierter Zerfall der Weltwirtschaft ein legitimes Ziel für die 1980er Jahre ist“ – und Volcker erhöhte daraufhin im Dezember 1980 die US-Zinsen auf das verheerende Niveau von 21,5 %.

Die wahren wirtschaftlichen Kosten des Iran-Kriegs und die alternativen Strategien zum Aufbau einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für die Welt werden das zentrale Thema sein, das von hochqualifizierten Experten beim EIR-Krisenforum am 15. Mai erörtert wird.


Der Rubikon ist überschritten

Bericht vom 153. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die Internationale Friedenskoalition (IPC) veranstaltete am 8. Mai, dem 81. Jahrestag des Sieges über den Faschismus 1945, ihre 153. wöchentliche Onlinesitzung. Die Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin Helga Zepp-LaRouche wies darauf hin, daß dieser Tag am 9. Mai in Moskau mit einer Militärparade und einer Zeremonie gefeiert wird, an der Besucher aus aller Welt teilnehmen, aber der amtierende ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gedroht habe, dies mit Drohnen zu stören. Rußland habe bisher eine Eskalation des Ukraine-Kriegs vermieden, aber gewarnt, ein solcher Angriff würde mit schweren Angriffen auf Entscheidungszentren in Kiew beantwortet.

Rußland habe auch zwölf europäische Einrichtungen identifiziert, die an der Produktion von Drohnen für die Ukraine beteiligt sind, mehrere davon in Deutschland. Auch diese Einrichtungen würden zu legitimen militärischen Zielen, falls solche Drohnen für Angriffe auf die Feierlichkeiten in Moskau eingesetzt werden. Ex-Präsident Dimitrij Medwedjew, heute der Vizevorsitzende des russischen Sicherheitsrates, habe kürzlich in deutlichen Worten erklärt, die Entnazifizierung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg sei nie vollständig gewesen.

Entgegen den Bestimmungen des Zwei-plus-Vier-Vertrag für die Wiedervereinigung 1990 befänden sich heute NATO-Truppen in der ehemaligen DDR. Und durch den Kensington-Vertrag mit Großbritannien 2025 stelle sich Deutschland in die vorderste Front der Militäraktionen gegen Rußland. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, habe offen erklärt, Großbritannien sabotiere jedes Friedensabkommen und fordere aktiv mehr Krieg. Deutschland, das massiv aufgerüstet wird, würde bei einer Eskalation des Krieges eindeutig zum Angriffsziel. Die nächsten 48 Stunden seien entscheidend, um diesen Kriegswahnsinn zu stoppen. Zepp-LaRouche ermutigte alle Teilnehmer, das Video dieser IPC-Sitzung zu nutzen, um andere aufzuklären.

Sie sagte, als sich der Warschauer Pakt 1991 auflöste, hätte man auch die NATO auflösen müssen. US-Präsident Trump habe angekündigt, 5000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen, doch damit blieben immer noch 30.000. Die NATO sei kein Verteidigungsbündnis mehr, sondern eine Besatzungsmacht. Sie zitierte den ersten NATO-Generalsekretär Lord Ismay, die Aufgabe der NATO sei, „die Russen draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten“.

Im Iran habe die Regierung nach monatelangen Kämpfen die Kontrolle über das Territorium behalten und die Unterstützung der Bevölkerung gewonnen, die den amerikanisch-israelischen Krieg als Akt unprovozierter Aggression betrachte. Zepp-LaRouche zitierte einen Washington Post-Bericht über die Warnung des US-Geheimdienstes, der Iran könne Trumps Blockaden überstehen und verfüge immer noch über 70% seiner Drohnen- und Raketenbestände. Die USA hätten ihren Vorrat an Abfangraketen aufgebraucht, während der Iran weiter neue Waffen bauen könne.

Ein anderer Bericht der Washington Post belege, daß der Iran US-Basen und anderen Zielen in der Region weitaus mehr Schaden zugefügt hat als zuvor berichtet. Diese Einrichtungen würden für diese Länder zur Belastung, wenn die USA nicht einmal ihre eigenen Stützpunkte schützen können. Viele Länder der Region seien zu 70-80% auf Entsalzungsanlagen für ihre Wasserversorgung angewiesen, und ein Angriff auf diese Anlagen könne katastrophale Folgen haben. Die Kosten des Krieges und der Schaden für die Weltwirtschaft würden bereits auf 4 Billionen Dollar geschätzt, es drohe eine Weltwirtschaftskrise. Einige Mitglieder des US-Kongresses, vor allem mit militärischem Hintergrund, forderten nun, die Gelder für den Krieg zu streichen.

Spanien engagiere sich für die Beendigung der vielen Kriege weltweit und habe diese Woche der UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, Francesca Albanese, für ihren unermüdlichen Einsatz zur Beendigung des Völkermords in Gaza die höchste staatliche Auszeichnung verliehen. Bei der Zeremonie habe Ministerpräsident Pedro Sánchez gesagt, Albanese „bewahre das Gewissen der Welt“. Zepp-LaRouche forderte dann die Umsetzung ihrer „Zehn Prinzipien für eine Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“.

Eskalation des Ukraine-Krieges

Als nächster Redner ergriff Beto Almeida, Journalist von TeleSUR-TV in Brasilien, das Wort. Almeida erklärte, Brasilien arbeite daran, Kriege zu beenden und die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Er verglich das Treffen vom 7. Mai zwischen dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva und Präsident Trump mit der freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen US-Präsident Franklin Roosevelt und dem brasilianischen Präsidenten Getúlio Vargas. Roosevelt habe Brasilien beim Bau seines ersten Stahlwerks geholfen, doch heute hätten in den USA neoliberale Ökonomen und Hedgefonds das Sagen. Wenn Brasilien an Projekten zur wirtschaftlichen Entwicklung arbeite, biete China seine Zusammenarbeit an, doch die USA täten das nie. Trump setze lieber auf Drohungen. Lula sei bereit, über jedes Thema zu sprechen, aber nicht unter Drohungen oder unangemessenem Druck. 2010 hätten Präsident Obama und seine Außenministerin Clinton Lula unter Druck gesetzt, seine Reise in den Iran abzusagen, jedoch ohne Erfolg. Die USA hätten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro entführt, aber Brasilien habe angeboten, über Meinungsverschiedenheiten oder Konflikte zu verhandeln. Der Co-Moderator Dennis Small fügte später hinzu, es sei gut, daß Lula sich mit Trump traf, aber auch zum amerikanischen Volk sprach und dabei die Roosevelt-Tradition betonte.

Der bekannte ehemalige UN-Waffeninspekteur und Offizier der US-Marineinfanterie Scott Ritter nahm in Bezug auf die Kriegsgefahr erwartungsgemäß kein Blatt vor den Mund. Er sagte, wir hätten den Rubikon überschritten, die Entscheidungen für eine Eskalation des Ukraine-Krieges seien bereits gefallen. Ritter wird seit vier Jahren in die russische Botschaft für die Feier zum 9. Mai eingeladen. Diesmal sei die Atmosphäre dort erstmals viel „militanter und düsterer“ gewesen. Wenn der Krieg eskaliere, werde die Ukraine als modernes Land zerstört werden, aber Rußland werde es dabei nicht belassen. Deutschland produziere die von der Ukraine eingesetzten Drohnen. Europa habe keine Luftabwehr, und Deutschland werde „verschwinden“, sagte er. Europa begehe Selbstmord und reiße den Rest der Welt mit sich. Rußland sei voll und ganz darauf vorbereitet, „mit Europa fertig zu werden“.

Zepp-LaRouche merkte an, Ritter habe alle ihre Befürchtungen bestätigt. Wir müßten unsere Anstrengungen vervielfachen, um die Bevölkerung aufzuwecken, bevor es zu spät ist.

Die nächste Rednerin war die Gründerin und Präsidentin der US-Bauernorganisation Farm Action, Angela Huffman. Sie betonte, die landwirtschaftlichen Betriebe seien in einer prekären Lage, und der Irankrieg verschlimmere nur noch das Problem. Die USA verlören jeden Tag 67 landwirtschaftliche Betriebe, während die Monopole Milliarden verdienen. Shell Oil habe seinen Gewinn in diesem Quartal auf 7 Milliarden Dollar verdoppelt. Die Regierung habe ein System von Hilfen eingeführt, doch die Landwirte wollten keine Rettungsmaßnahmen, die niemals die eigentlichen Probleme lösen. Huffman forderte, Kartellgesetze anzuwenden, um die Monopole aufzubrechen, die Preisabzocke zu beenden – insbesondere während Kriegen – und die Lebensmittel zu produzieren, die wir essen, anstatt einige Erzeugnisse im Übermaß für den Export anzubauen. Sie wies auf das Handelsdefizit der USA in der Landwirtschaft von 50 Milliarden Dollar hin.

Beiträge von Aktivisten

Tim Rush von der LaRouche-Bewegung (TLO) berichtete über die Aktivitäten im US-Kongreß. Er und andere Aktivisten hatten Treffen in 40 Büros des Repräsentantenhauses und Senats, und nun hat der demokratische Abgeordnete Pat Ryan einen Gesetzentwurf zur Streichung der Gelder für den Krieg eingebracht. Unterstützt wurden diese Bemühungen durch 67 Briefe von Menschen aus 15 Ländern, die den Kongreß auffordern, die Kriegsfinanzierung einzustellen. Der Gesetzentwurf enthalte ähnliche Formulierungen wie das Flugblatt der unabhängigen US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare, das er verteile. Viele der 18 Mitunterzeichner des Entwurfs hätten einen militärischen Hintergrund und meinten es ernst mit der Beendigung des Krieges. Andere im Kongreß gäben zwar vor, den Krieg abzulehnen, unterstützten aber weder diesen noch irgendeinen anderen Gesetzentwurf, um ihn zu beenden. Trumps Vorstoß für ein Militärbudget von 1,5 Billionen Dollar solle einen „Reptilienfonds“ schaffen und kopiere die Methode des Nazi-Finanzministers Hjalmar Schacht, Sozialprogramme zu kürzen, um eine gigantische Aufrüstung zu finanzieren.

Es wurde ein Ausschnitt aus einem Videointerview mit dem Historiker und langjährigen Aktivisten der LaRouche-Bewegung Tony Chaitkin gezeigt, der darin betont, Amerika leide unter „Identitätsdiebstahl“, weil die USA früher die führende antikoloniale Macht der Welt waren, heute aber nur noch ein Werkzeug des imperialen Systems seien. Präsidenten wie John F. Kennedy hätten mit Staatsführern auf der ganzen Welt für wirtschaftliche Entwicklung zusammenarbeitetet. Chaitkin sagt, der Kampf für Selbstverwaltung und der Kampf für wirtschaftliche Entwicklung seien ein und dasselbe.

Abril Rojas Angel aus Mexiko-Stadt sprach über ihr Engagement bei der Freiheits-Flotille für Gaza und die 36-stündige Entführung der 175 Besatzungsmitglieder, darunter sie selbst, durch das israelische Militär, während sich das Schiff in internationalen Gewässern befand. Man habe sie in Schiffscontainer gezwungen, die sie als „schwimmende Konzentrationslager“ bezeichnete.

Alberto Vizcarra, Anführer der Bauernbewegung im mexikanischen Bundesstaat Sonora, lobte Angela Huffmans Bemühungen mit Farm Action und ihren Kampf gegen die Lebensmittelkartelle. Vizcarra stimmte ihr zu, daß das Rettungspaket für Landwirte das Problem nicht löst. 70% der Hilfen gingen an die Konzerninteressen, die schuld an dem Problem sind. Vizcarra ermutigte Huffman, ihre Sache vor den US-Kongreß zu bringen, und sagte, Mexiko werde sie dabei unterstützen.

Abschließend unterstützte Zepp-LaRouche Vizcarras Aufruf, die Agrarkrise vor den Kongreß zu bringen, und betonte, wir müssen uns als „eine Menschheit“ verstehen. Der Globale Süden mache 85% der Menschheit aus, deren Stimme gehört werden müsse. Sie rief alle dazu auf, an der Organisation des EIR-Krisenforums am 15. Mai gegen die Gefahr des weltweiten Absturzes in eine wirtschaftliche Depression mitzuhelfen.


Internationale Friedenskoalition #153, 08.05.2026, 17.00 Uhr

Wenn du das Spiel nicht gewinnen kannst: ändere die Regeln!

153. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Wenn du das Spiel nicht gewinnen kannst: ändere die Regeln!

08. Mai 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Unser weltweites Eingreifen ist jetzt wichtiger denn je. Kommen Sie zum nächsten Treffen und berichten Sie von Ihren Aktivitäten. Mit dabei sein werden: Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts; Scott Ritter, ehemaliger UN-Waffeninspekteur und ehemaliger Geheimdienstspezialist des US Marine Corps; Beto Almeida, Mitbegründer von TeleSUR und Beiratsmitglied der Brasilianischen Pressevereinigung; Angela Huffman, Mitbegründerin, Präsidentin und CEO von Farm Action.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Geopolitik tötet.

„Sind wir verrückt geworden, dass wir die Zivilisation der Menschheit mit diesen geopolitischen Spielen riskieren?“, fragte Helga Zepp-LaRouche während ihres internationalen Webcasts am 6. Mai. „Wofür? … Es ist höchste Zeit, dass wir die gesamte strategische Lage überdenken und erkennen, dass konventionelle Kriege einfach nicht mehr zu gewinnen sind. Wenn es einen Beweis dafür braucht, dann wurde dieser gerade vom Iran geliefert, der erfolgreich verhindert hat, dass die weit überlegenen Streitkräfte der USA und Israels den Sieg davontragen. Einen solchen Krieg kann man nicht gewinnen … und wenn man die Schwelle zum Atomkrieg überschreiten will, riskiert man die Existenz der gesamten menschlichen Zivilisation. Warum also nicht die Schlussfolgerung ziehen, dass diese interventionistischen Kriege nicht gewonnen werden können? Sie wurden in Vietnam nicht gewonnen, nicht in Afghanistan, nicht im Irak, nicht in Libyen, nicht in der Ukraine und jetzt auch nicht im Iran. Warum also nicht ein Spiel beenden, das nicht gewonnen werden kann? Ich halte es für dringend notwendig, ernsthaft die Diskussion über die neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zu beginnen, über die wir seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor vier Jahren sprechen.“

Genau das ist die Denkweise „vernünftiger Köpfe“, die versuchen, nicht nur die Lage in Südwestasien, sondern das gesamte globale Paradigma in stabilere Gewässer zu lenken.

Die russische Regierung unterstützt eine Lösung des Iran-Konflikts „unter gebührender Berücksichtigung der Interessen aller Staaten der Region“, wie die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, am 5. Mai, betonte. Sie schlug dabei erneut Russlands „Konzept der kollektiven Sicherheit für den Persischen Golf“ vor.

Auch China spielt eine entscheidende Rolle. Während der iranische Außenminister Abbas Araghchi sich am 6. Mai in Peking mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi traf, erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, auf Fragen zur Rolle Chinas bei der Lösung des Konflikts: „Wir … unterstützen eine regionale Architektur für Frieden und Sicherheit, die von den Ländern der Region gemeinsam für gemeinsame Interessen und gemeinsame Entwicklung geschaffen wird.“

Nur diese Art eines antikolonialen, nicht-geopolitischen Ansatzes kann die Menschheit aus der Gefahr befreien, die ein erneutes Aufflammen des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran bedeuten würde und möglicherweise sogar zu einem Nuklearkrieg eskalieren könnte.

Diese Sorge ist keineswegs unbegründet. Am 5. Mai, kündigte US-Präsident Donald Trump auf Ersuchen Pakistans und anderer Nationen an, dass er das „Projekt Freiheit“ aussetzen werde. Damit waren gerade einmal zwei Schiffe aus dem Persischen Golf eskortiert worden. Man wolle „prüfen, ob das Abkommen“ – ein Memorandum-Entwurf der USA zur Beendigung des Krieges – „fertiggestellt und unterzeichnet werden kann“. Am Mittwoch, dem 6. Mai, bestätigte die iranische Seite, dass sie den amerikanischen Vorschlag prüfe. Fast zeitgleich postete Trump: „Wenn sie nicht zustimmen, beginnen die Bombardements, und sie werden leider auf einem viel höheren Niveau und mit größerer Intensität stattfinden als zuvor.“

Gleichzeitig gehen die Provokationen in Richtung eines Krieges gegen noch größere Ziele, nämlich gegen Russland und China, weiter. Am 6. Mai nahm Japan an gemeinsamen Militärübungen mit den USA und den Philippinen teil, bei denen es erstmals seine Offensivrakete vom Typ 88 in ausländischen Gewässern abfeuerte. China reagierte scharf und erklärte, dass das „böswillige Aufkommen des Neomilitarismus in Japan … den regionalen Frieden und die Stabilität bedroht“. Der Council on Foreign Relations hatte tags zuvor in einem Artikel Japans Remilitarisierung und seine Abkehr von einer pazifistischen Sicherheitspolitik gepriesen.

„Die Situation ist äußerst gefährlich“, betonte Zepp-LaRouche. „Die Menschen haben vielleicht die Illusion, weil die große Katastrophe noch nicht eingetreten ist, dass die Dinge immer so weitergehen werden. Aber aus historischer Sicht kann man klar den Zeitpunkt bestimmen, an dem es zu spät war, den Ersten Weltkrieg zu stoppen, und an dem es zu spät war, den Zweiten Weltkrieg zu stoppen. Ich glaube, wir befinden uns in einer solchen Vorkriegssituation, in der schicksalhafte Ereignisse schneller eintreten könnten, als irgendjemand vermutet. Die Notwendigkeit, zu einem neuen Paradigma überzugehen, ist dringender denn je.“

Die Internationale Friedenskoalition und die Nachrichtenagentur Executive Intelligence Review veranstalten am 15. Mai eine Dringlichkeitssitzung, um genau für ein solches neues Paradigma zu mobilisieren. Nehmen Sie an diesem Treffen teil und mobilisieren Sie andere dafür.


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Droht globale Hungersnot durch Trumps Hormus-Blockade?, 06.05.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

In den vergangenen 30 Stunden haben die Vereinigten Staaten ihren Krieg gegen den Iran eskalieren lassen. US-Präsident Donald Trump erklärte am 2. Mai, das „Projekt Freiheit“ beginne heute, um dem US-Militär die Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu ermöglichen. In einer Erklärung des US-Central Command hieß es, die US-Marine werde „Anweisungen“ für die Durchfahrt von Schiffen geben und iranische Einmischungen mit Gewalt abwehren. Laut CentCom gehören zu den US-Streitkräften „Lenkwaffenzerstörer, über 100 land- und seegestützte Flugzeuge, multidomänenfähige unbemannte Plattformen sowie 15.000 Soldaten“. Möglicherweise findet am Dienstag, dem 5. Mai, eine Pressekonferenz des Pentagons zur Lage statt.

Am frühen Morgen des 4. Mai bekräftigte der iranische Generalmajor Ali Abdollahi in einer Erklärung das Recht des Iran auf die Kontrolle seiner Gewässer und veröffentlichte eine Karte, in der eine Linie durch den Persischen Golf oberhalb und unterhalb der Straße von Hormus gezogen ist, innerhalb derer der Iran seine Souveränität zur Kontrolle des Schiffsverkehrs geltend macht.

Bis zum Abend des 4. Mai gingen weitere, sich teilweise widersprechende Berichte ein über Warnschüsse, Schäden an Schiffen und die Behauptung der USA, sechs kleine iranische Boote versenkt zu haben. Vertreter des Iran und Omans würden in Kürze Gespräche aufnehmen, da die beiden Anrainerstaaten seit Jahrzehnten bei der sicheren Schifffahrt zusammenarbeiten. Gleichzeitig stehen die Vereinigten Arabischen Emirate mitten im Konflikt. Die UNO hält einen Plan für einen Schifffahrtskorridor bereit, der von einer Mitte März eingesetzten behördenübergreifenden Taskforce, darunter die Internationale Seeschifffahrtsorganisation, ausgearbeitet wurde. Zu ihren Zielen gehört es, den 200 Schiffen und 20.000 Seeleuten, die seit Wochen wegen der Blockade der Straße von Hormus festsitzen, einen Ausweg zu öffnen und zudem die lebenswichtigen Transporte von Rohstoffen und humanitären Hilfsgütern voranzubringen.

Die Trump-Regierung lehnt jedoch die Grundsätze des Völkerrechts ab. Die USA und Israel setzen ihre einseitigen Aktionen fort, nicht nur in der Golfregion. Israel greift auch den Libanon und den Gazastreifen erneut hart an. Heute schrieb Trump in den sozialen Medien, der Iran werde „von der Erde gefegt“ werden, sollte er US-Schiffe in der Meerenge angreifen. Der US-Botschafter bei der UNO, Mike Waltz, kündigte an, gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen den Iran vorzubereiten. Waltz forderte letzte Woche andere Länder auf, sich dem von den USA geführten „Maritimem Freiheits-Konstrukt“ anzuschließen.

Unterdessen nehmen die weltweiten wirtschaftlichen Erschütterungen von Stunde zu Stunde zu, da wichtige Lieferwege für Öl, Gas, Naphtha, Düngemittel, Schwefel und andere Rohstoffe durch den Golf unterbrochen sind. Eine düstere Warnung vor den lebensbedrohlichen Folgen für die Nahrungsmittelversorgung äußerte Svein Tore Holsether, Chef von Yara International, dem weltweit größten Düngemittelhersteller mit Sitz in Norwegen, am 30. April. Er könne sich ein Szenario „globaler Auktionen“ von Düngemitteln vorstellen, bei der Dünger an die Meistbietenden geht und die Armen das Nachsehen haben. Yara ist in 60 Ländern tätig und verkauft seine Produkte in Dutzenden weiteren; seine Düngemittelpreise für Landwirte sind seit März um 80 % gestiegen.

Helga Zepp-LaRouche, die Vorsitzende des Schiller-Instituts, sprach mit Blick auf die möglichen Folgen in einer Analogie davon, dass „sich die Schlinge um den Hals der Menschheit zusammenzieht“. Es sei entschlossenes Handeln erforderlich, um diesen Wahnsinn zu beenden. Dieser Nachrichtendienst wird deshalb in Kürze seinen vierten internationalen Runden Tisch in diesem Jahr veranstalten, bei dem Experten über die Lage beraten. Der Termin ist vorläufig auf Freitag, den 15. Mai, festgelegt und soll zeitgleich mit der wöchentlichen Sitzung der Internationalen Friedenskoalition stattfinden. Eine Einladung in mehreren Sprachen wird in Kürze folgen.

Provokationen häufen sich. Heute wurde ein exklusives Hochhaus in Moskau von ukrainischen Angriffsdrohnen getroffen, was auch als Angriff auf Präsident Wladimir Putin persönlich gedeutet wurde – und das nur wenige Tage vor Russlands Feierlichkeiten zum 81. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg am 9. Mai. Der Drohnenangriff erfolgte, während auf dem achten Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft – bestehend aus rund 48 Ländern sowie EU- und NATO-Führern – in Armenien über neue Finanzhilfen in Milliardenhöhe für Kiew diskutiert wurde, um den Stellvertreterkrieg der Ukraine gegen Russland am Laufen zu halten. Das Treffen wurde vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer angeregt.

Es sind allerdings auch Kräfte in Bewegung, die sich für Diplomatie und politisches Eingreifen einsetzen, um diesen Krieg zu beenden. Ein wichtiger Schwerpunkt in diesem Monat ist der 26. Mai, an dem China, das im Mai den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat innehat, eine offene Debatte des UN-Sicherheitsrats auf Ministerebene zum Thema „Wahrung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta und Stärkung des UN-zentrierten internationalen Systems“ abhalten wird. Der chinesische Außenminister Wang Yi wird die Diskussion leiten, und es werden voraussichtlich mehr als die 15 Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrats teilnehmen.

Dies sei ein Weg, der unverzüglich eingeschlagen werden müsse, so Zepp-LaRouche. Sie rief alle dazu auf, diese Initiative im Namen der Menschheit zu unterstützen. Sie fügte hinzu, dass wir uns in „einer Phase erhöhter militärischer Spannungen und Gefahren“ befinden. „Es kann jeden Moment etwas furchtbar schiefgehen.“


Des Kaisers neue Kleider, Bericht vom 152. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 152. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 1. Mai begann mit einem aktuellen Bericht der Initiatorin der Koalition und Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche. Sie sagte: „Was wir Tag für Tag erleben, wird man in den Geschichtsbüchern wahrscheinlich als den Untergang der Präsidentschaft von US-Präsident Donald Trump beschreiben.“ Keines der Kriegsziele gegen den Iran sei erreicht worden. „Der Status der Vereinigten Staaten als unipolare Weltmacht, die behauptet, sie könne die Kontrolle über die Welt behalten…, ist vor den Augen der ganzen Welt der Kaiser ohne Kleider.“

Zum Besuch des britischen Königs Charles III. in den Vereinigten Staaten vom 27. bis 30. April sagte sie: „König Charles … versuchte, die Bedeutung der Amerikanischen Revolution völlig zu leugnen. Schließlich war die Amerikanische Revolution die erste antiimperialistische Revolution!“ Und auch Trump habe versucht, ihre Bedeutung zu negieren, indem er sie eine „anglo-amerikanische Revolution“ nannte.

Der ehemalige CIA-Analyst Ray McGovern, Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), berichtete über die Reaktion der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf Donald Trumps Behauptung, sie würde „Jesus beleidigen“. Melonis Antworten seien polemisch, etwa: „Wissen Sie, was Jesus beleidigt? Unschuldige Schulkinder im Iran zu bombardieren und die eigenen tapferen Männer und Frauen in noch einen endlosen Krieg in den Tod zu schicken, die Epstein-Akten zu unterdrücken und sich dann zu weigern, irgendeinen der Beteiligten zu verfolgen!“

McGovern fuhr fort: „Der russische Präsident hat darauf hingewiesen, daß eine Wiederaufnahme militärischer Aktionen durch die Vereinigten Staaten und Israel unweigerlich äußerst negative Folgen nach sich ziehen würde, nicht nur für den Iran, sondern auch für dessen Nachbarn… Putin betonte, besonders inakzeptabel und gefährlich wäre eine Bodenoffensive auf iranischem Territorium.“

Richard Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Universität Princeton und von 2008 bis 2014 UN-Sonder­bericht­erstatter für die Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten, äußerte sich zu Charles‘ USA-Besuch wie folgt: „Trump sieht seine ultimative Identität darin, der erste König Amerikas zu sein. Und in diesem Sinne versucht er, die äußeren Merkmale eines dynastischen Führers nachzuahmen, der keine Rücksicht auf irgendwelche anderen Beschränkungen nimmt außer seinem eigenen inneren Willen und seinen moralischen Prioritäten… Und es ist natürlich ironisch, daß das gerade zum Jahrestag der Amerikanischen Revolution passiert. Das ist die perverseste Feier dieser Revolution, die man sich nur vorstellen kann.“

Die Vereinigten Staaten seien ein Imperium im Niedergang, das zu nichts anderem mehr fähig sei, als den Rest der Welt mit seinem riesigen Militär einzuschüchtern. „Das bringt uns an diesen Abgrund, der unsere vermeintlichen Hauptrivalen, Rußland und China, erschreckt – die Erwachsenen im Raum, die versuchen, wieder eine gewisse Rationalität in die Praxis der Geopolitik zu bringen.“

Zepp-LaRouche antwortete: „Nach der Theorie der Monarchie sind diese Leute von Natur aus gut durch Gottes Schöpfung, während die normalen Menschen böse seien, und deshalb brauche man einen starken Leviathan-Staat, um ihr Böses zu unterdrücken… Die Menschen sollten sich nicht von Prunk und Luxus blenden lassen, was dieser Idee zugrunde liegt, ist im Grunde diese Mißachtung der Heiligkeit jedes menschlichen Lebens.“

Könige oder keine Könige?

Garland Nixon, ein langjähriger progressiver Radio- und Fernseh-Talkshow-Moderator, verglich die Verehrung des US-Kongresses für König Charles mit dessen ähnlicher Reaktion auf den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Er erinnerte daran, daß Israel als Projekt des Britischen Empire gegründet wurde, d.h., wenn jemand behaupte, Israel habe die Kontrolle über die Vereinigten Staaten, dann bedeute das schlicht, daß die Briten im weiteren Sinne immer noch das Land beherrschen.

Die Demokraten hätten die Kundgebungen gegen Trump unter dem Motto No Kings – „keine Könige“ – organisiert. „Aber da ist ein echter König, und sie fallen einfach nieder und beten ihn an, am Altar des Königs. Das ist eine große Ironie. Und noch einmal, Netanjahu haben sie auch wie einen König behandelt.“

Nixon ging auf die Frage ein, ob wir eine „echte Demokratie“ haben: Wir dürften zwar wählen, aber die gewählten Amtsträger täten regelmäßig das Gegenteil von dem, was sie den Wählern versprachen. Die Wähler dürften „nicht so naiv zu sein, zu glauben, daß wir zum Wolf gehen und uns dafür einsetzen können, daß er Vegetarier wird“.

Falk ergänzte: „Ich fand die ,Keine Könige‘-Protestaktionen in gewisser Weise sehr enttäuschend, vor allem, weil sie sich damit beschäftigten, welche Ungerechtigkeiten in den USA geschehen sind, ohne zu verstehen oder zu begreifen, welchen Schaden wir dem Rest der Welt zugefügt haben. Und welchen teuflischen Einfluß wir auf die Geschichte unserer Zeit hatten.“

Die Historikerin Lynne Speed vom Schiller-Institut verurteilte ebenfalls die Verehrung für König Charles: „Daß der Präsident, der Kongreß und ein Großteil der amerikanischen Bevölkerung diese Perversion duldet, zeigt das Ausmaß des Problems und die Arbeit, die wir noch vor uns haben.“ Sie beschrieb ihre Forschungen zur wahren Natur der Amerikanischen Revolution: „Die Teilnehmer der Revolution waren weitaus vielfältiger und bunter, als allgemein angenommen oder gelehrt wird. In gewisser Weise ähneln sie sehr dem heutigen Amerika und der heutigen Welt. Diese Menschen waren Schwarze, Freie und Sklaven, Weiße, Abolitionisten und Sklavenhalter, amerikanische Ureinwohner, Reiche und Arme sowie Angehörige aller ethnischen Gruppen und religiösen Überzeugungen. Und sie stammten aus vielen Ländern aus aller Welt.“ Speed zeigte Bilder aus einem Kalender, den sie zum Gedenken an den 250. Jahrestag der Unabhängigkeit erstellt hat.

Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare sprach über die Vorbildfunktion Alexander Hamiltons, des ersten Finanzministers der USA: „Seine Vorstellung von Wirtschaft… nimmt in hohem Maße die von Lyndon LaRouche vorweg, daß es nicht um Geld geht, sondern um Kredit – daß es um die Zukunft geht und darum, eine Vielfalt an Ideen und Arbeitskräften zu schaffen, so daß man immer mehr Arbeitskräfte mit besonderen Fähigkeiten benötigt und alle ihre einzigartigen Talente und Fähigkeiten zum Tragen kommen können.“

Anschließend zitierte sie aus der Abschiedsrede des ersten Präsidenten George Washington: „Aber, wie leicht vorhersehbar ist, wird man aus verschiedenen Gründen und von verschiedenen Seiten große Anstrengungen unternehmen und viele Kunstgriffe anwenden, um die Überzeugung von dieser Wahrheit in euren Köpfen zu schwächen; denn das ist der Punkt in eurer politischen Festung, auf den die Batterien innerer und äußerer Feinde am beständigsten und aktivsten (wenn auch oft verdeckt und heimtückisch) zielen werden…“

Diskussion

Auf Fragen von Teilnehmern antwortete Sare, es sei „zwar wahr, daß die Regierung der Vereinigten Staaten viele bösartige Aktivitäten unternommen hat, es scheint aber, daß wir einer Art ,Dachverband‘ unterstehen, den wir grob ,die Epstein-Klasse‘ nennen; tatsächlich ist das eine Gruppe von Milliardären, die offenbar irgendwie die Kontrolle hat… Wie mein Freund [US-Oberst a.D.] Doug Macgregor sagt, funktionieren CIA, Mossad und MI6 faktisch als eine einzige Behörde, als eine Einheit. Ich denke also, die Frage ist, wie wir die Menschheit davon befreien und tatsächlich wieder zu Regierungen der Nationen zurückkehren können.“

Sie beschrieb ihre Lobbyarbeit im US-Kongreß: „Die Mitarbeiter, mit denen wir uns trafen, waren ziemlich… beeindruckt davon, daß Menschen auf der ganzen Welt die Vereinigten Staaten beobachten und genug über unsere Regierungsform wissen, um sich nicht täuschen zu lassen und nicht einfach nur den Präsidenten zu beschuldigen, wenn es ein Gremium gibt, das gewählt wurde, um das amerikanische Volk zu vertreten, und das die Macht hat, etwas dagegen zu unternehmen.“

Es folgte eine weitreichende Diskussion über das Wesen der Regierung, den Unterschied zwischen Demokratie und Republik – unter anderem, ob die englische Magna Carta wirklich ein Vorläufer der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung war, wie manchmal behauptet wird, oder ob sie lediglich die Machtteilung zwischen dem König und der Oligarchie festschrieb.

Zepp-LaRouche verwies auf den katholischen Kardinal Nikolaus von Kues aus dem 15. Jahrhundert, der den Begriff der „Zustimmung der Regierten“ einführte. Speed merkte an, daß Großbritannien immer noch keine geschriebene Verfassung hat und das oft zitierte, in der US-Verfassung verbriefte Recht auf „Streben nach Glückseligkeit“ nichts mit „Vergnügen“ zu tun habe: Es sei das Recht des einzelnen, Gutes zu tun, wie es der frühe amerikanische Gelehrte Cotton Mather beschrieb. Helga Zepp-LaRouche warnte, zusätzlich zur sonstigen Verdummung der Bevölkerung eröffneten heute auch Digitalisierung und KI neue Wege der Manipulation.

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