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Internationale Friedenskoalition #153, 08.05.2026, 17.00 Uhr

Wenn du das Spiel nicht gewinnen kannst: ändere die Regeln!

153. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Wenn du das Spiel nicht gewinnen kannst: ändere die Regeln!

08. Mai 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Unser weltweites Eingreifen ist jetzt wichtiger denn je. Kommen Sie zum nächsten Treffen und berichten Sie von Ihren Aktivitäten. Mit dabei sein werden: Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts; Scott Ritter, ehemaliger UN-Waffeninspekteur und ehemaliger Geheimdienstspezialist des US Marine Corps; Beto Almeida, Mitbegründer von TeleSUR und Beiratsmitglied der Brasilianischen Pressevereinigung; Angela Huffman, Mitbegründerin, Präsidentin und CEO von Farm Action.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Geopolitik tötet.

„Sind wir verrückt geworden, dass wir die Zivilisation der Menschheit mit diesen geopolitischen Spielen riskieren?“, fragte Helga Zepp-LaRouche während ihres internationalen Webcasts am 6. Mai. „Wofür? … Es ist höchste Zeit, dass wir die gesamte strategische Lage überdenken und erkennen, dass konventionelle Kriege einfach nicht mehr zu gewinnen sind. Wenn es einen Beweis dafür braucht, dann wurde dieser gerade vom Iran geliefert, der erfolgreich verhindert hat, dass die weit überlegenen Streitkräfte der USA und Israels den Sieg davontragen. Einen solchen Krieg kann man nicht gewinnen … und wenn man die Schwelle zum Atomkrieg überschreiten will, riskiert man die Existenz der gesamten menschlichen Zivilisation. Warum also nicht die Schlussfolgerung ziehen, dass diese interventionistischen Kriege nicht gewonnen werden können? Sie wurden in Vietnam nicht gewonnen, nicht in Afghanistan, nicht im Irak, nicht in Libyen, nicht in der Ukraine und jetzt auch nicht im Iran. Warum also nicht ein Spiel beenden, das nicht gewonnen werden kann? Ich halte es für dringend notwendig, ernsthaft die Diskussion über die neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zu beginnen, über die wir seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor vier Jahren sprechen.“

Genau das ist die Denkweise „vernünftiger Köpfe“, die versuchen, nicht nur die Lage in Südwestasien, sondern das gesamte globale Paradigma in stabilere Gewässer zu lenken.

Die russische Regierung unterstützt eine Lösung des Iran-Konflikts „unter gebührender Berücksichtigung der Interessen aller Staaten der Region“, wie die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, am 5. Mai, betonte. Sie schlug dabei erneut Russlands „Konzept der kollektiven Sicherheit für den Persischen Golf“ vor.

Auch China spielt eine entscheidende Rolle. Während der iranische Außenminister Abbas Araghchi sich am 6. Mai in Peking mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi traf, erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, auf Fragen zur Rolle Chinas bei der Lösung des Konflikts: „Wir … unterstützen eine regionale Architektur für Frieden und Sicherheit, die von den Ländern der Region gemeinsam für gemeinsame Interessen und gemeinsame Entwicklung geschaffen wird.“

Nur diese Art eines antikolonialen, nicht-geopolitischen Ansatzes kann die Menschheit aus der Gefahr befreien, die ein erneutes Aufflammen des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran bedeuten würde und möglicherweise sogar zu einem Nuklearkrieg eskalieren könnte.

Diese Sorge ist keineswegs unbegründet. Am 5. Mai, kündigte US-Präsident Donald Trump auf Ersuchen Pakistans und anderer Nationen an, dass er das „Projekt Freiheit“ aussetzen werde. Damit waren gerade einmal zwei Schiffe aus dem Persischen Golf eskortiert worden. Man wolle „prüfen, ob das Abkommen“ – ein Memorandum-Entwurf der USA zur Beendigung des Krieges – „fertiggestellt und unterzeichnet werden kann“. Am Mittwoch, dem 6. Mai, bestätigte die iranische Seite, dass sie den amerikanischen Vorschlag prüfe. Fast zeitgleich postete Trump: „Wenn sie nicht zustimmen, beginnen die Bombardements, und sie werden leider auf einem viel höheren Niveau und mit größerer Intensität stattfinden als zuvor.“

Gleichzeitig gehen die Provokationen in Richtung eines Krieges gegen noch größere Ziele, nämlich gegen Russland und China, weiter. Am 6. Mai nahm Japan an gemeinsamen Militärübungen mit den USA und den Philippinen teil, bei denen es erstmals seine Offensivrakete vom Typ 88 in ausländischen Gewässern abfeuerte. China reagierte scharf und erklärte, dass das „böswillige Aufkommen des Neomilitarismus in Japan … den regionalen Frieden und die Stabilität bedroht“. Der Council on Foreign Relations hatte tags zuvor in einem Artikel Japans Remilitarisierung und seine Abkehr von einer pazifistischen Sicherheitspolitik gepriesen.

„Die Situation ist äußerst gefährlich“, betonte Zepp-LaRouche. „Die Menschen haben vielleicht die Illusion, weil die große Katastrophe noch nicht eingetreten ist, dass die Dinge immer so weitergehen werden. Aber aus historischer Sicht kann man klar den Zeitpunkt bestimmen, an dem es zu spät war, den Ersten Weltkrieg zu stoppen, und an dem es zu spät war, den Zweiten Weltkrieg zu stoppen. Ich glaube, wir befinden uns in einer solchen Vorkriegssituation, in der schicksalhafte Ereignisse schneller eintreten könnten, als irgendjemand vermutet. Die Notwendigkeit, zu einem neuen Paradigma überzugehen, ist dringender denn je.“

Die Internationale Friedenskoalition und die Nachrichtenagentur Executive Intelligence Review veranstalten am 15. Mai eine Dringlichkeitssitzung, um genau für ein solches neues Paradigma zu mobilisieren. Nehmen Sie an diesem Treffen teil und mobilisieren Sie andere dafür.


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Droht globale Hungersnot durch Trumps Hormus-Blockade?, 06.05.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

In den vergangenen 30 Stunden haben die Vereinigten Staaten ihren Krieg gegen den Iran eskalieren lassen. US-Präsident Donald Trump erklärte am 2. Mai, das „Projekt Freiheit“ beginne heute, um dem US-Militär die Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu ermöglichen. In einer Erklärung des US-Central Command hieß es, die US-Marine werde „Anweisungen“ für die Durchfahrt von Schiffen geben und iranische Einmischungen mit Gewalt abwehren. Laut CentCom gehören zu den US-Streitkräften „Lenkwaffenzerstörer, über 100 land- und seegestützte Flugzeuge, multidomänenfähige unbemannte Plattformen sowie 15.000 Soldaten“. Möglicherweise findet am Dienstag, dem 5. Mai, eine Pressekonferenz des Pentagons zur Lage statt.

Am frühen Morgen des 4. Mai bekräftigte der iranische Generalmajor Ali Abdollahi in einer Erklärung das Recht des Iran auf die Kontrolle seiner Gewässer und veröffentlichte eine Karte, in der eine Linie durch den Persischen Golf oberhalb und unterhalb der Straße von Hormus gezogen ist, innerhalb derer der Iran seine Souveränität zur Kontrolle des Schiffsverkehrs geltend macht.

Bis zum Abend des 4. Mai gingen weitere, sich teilweise widersprechende Berichte ein über Warnschüsse, Schäden an Schiffen und die Behauptung der USA, sechs kleine iranische Boote versenkt zu haben. Vertreter des Iran und Omans würden in Kürze Gespräche aufnehmen, da die beiden Anrainerstaaten seit Jahrzehnten bei der sicheren Schifffahrt zusammenarbeiten. Gleichzeitig stehen die Vereinigten Arabischen Emirate mitten im Konflikt. Die UNO hält einen Plan für einen Schifffahrtskorridor bereit, der von einer Mitte März eingesetzten behördenübergreifenden Taskforce, darunter die Internationale Seeschifffahrtsorganisation, ausgearbeitet wurde. Zu ihren Zielen gehört es, den 200 Schiffen und 20.000 Seeleuten, die seit Wochen wegen der Blockade der Straße von Hormus festsitzen, einen Ausweg zu öffnen und zudem die lebenswichtigen Transporte von Rohstoffen und humanitären Hilfsgütern voranzubringen.

Die Trump-Regierung lehnt jedoch die Grundsätze des Völkerrechts ab. Die USA und Israel setzen ihre einseitigen Aktionen fort, nicht nur in der Golfregion. Israel greift auch den Libanon und den Gazastreifen erneut hart an. Heute schrieb Trump in den sozialen Medien, der Iran werde „von der Erde gefegt“ werden, sollte er US-Schiffe in der Meerenge angreifen. Der US-Botschafter bei der UNO, Mike Waltz, kündigte an, gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen den Iran vorzubereiten. Waltz forderte letzte Woche andere Länder auf, sich dem von den USA geführten „Maritimem Freiheits-Konstrukt“ anzuschließen.

Unterdessen nehmen die weltweiten wirtschaftlichen Erschütterungen von Stunde zu Stunde zu, da wichtige Lieferwege für Öl, Gas, Naphtha, Düngemittel, Schwefel und andere Rohstoffe durch den Golf unterbrochen sind. Eine düstere Warnung vor den lebensbedrohlichen Folgen für die Nahrungsmittelversorgung äußerte Svein Tore Holsether, Chef von Yara International, dem weltweit größten Düngemittelhersteller mit Sitz in Norwegen, am 30. April. Er könne sich ein Szenario „globaler Auktionen“ von Düngemitteln vorstellen, bei der Dünger an die Meistbietenden geht und die Armen das Nachsehen haben. Yara ist in 60 Ländern tätig und verkauft seine Produkte in Dutzenden weiteren; seine Düngemittelpreise für Landwirte sind seit März um 80 % gestiegen.

Helga Zepp-LaRouche, die Vorsitzende des Schiller-Instituts, sprach mit Blick auf die möglichen Folgen in einer Analogie davon, dass „sich die Schlinge um den Hals der Menschheit zusammenzieht“. Es sei entschlossenes Handeln erforderlich, um diesen Wahnsinn zu beenden. Dieser Nachrichtendienst wird deshalb in Kürze seinen vierten internationalen Runden Tisch in diesem Jahr veranstalten, bei dem Experten über die Lage beraten. Der Termin ist vorläufig auf Freitag, den 15. Mai, festgelegt und soll zeitgleich mit der wöchentlichen Sitzung der Internationalen Friedenskoalition stattfinden. Eine Einladung in mehreren Sprachen wird in Kürze folgen.

Provokationen häufen sich. Heute wurde ein exklusives Hochhaus in Moskau von ukrainischen Angriffsdrohnen getroffen, was auch als Angriff auf Präsident Wladimir Putin persönlich gedeutet wurde – und das nur wenige Tage vor Russlands Feierlichkeiten zum 81. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg am 9. Mai. Der Drohnenangriff erfolgte, während auf dem achten Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft – bestehend aus rund 48 Ländern sowie EU- und NATO-Führern – in Armenien über neue Finanzhilfen in Milliardenhöhe für Kiew diskutiert wurde, um den Stellvertreterkrieg der Ukraine gegen Russland am Laufen zu halten. Das Treffen wurde vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer angeregt.

Es sind allerdings auch Kräfte in Bewegung, die sich für Diplomatie und politisches Eingreifen einsetzen, um diesen Krieg zu beenden. Ein wichtiger Schwerpunkt in diesem Monat ist der 26. Mai, an dem China, das im Mai den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat innehat, eine offene Debatte des UN-Sicherheitsrats auf Ministerebene zum Thema „Wahrung der Ziele und Grundsätze der UN-Charta und Stärkung des UN-zentrierten internationalen Systems“ abhalten wird. Der chinesische Außenminister Wang Yi wird die Diskussion leiten, und es werden voraussichtlich mehr als die 15 Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrats teilnehmen.

Dies sei ein Weg, der unverzüglich eingeschlagen werden müsse, so Zepp-LaRouche. Sie rief alle dazu auf, diese Initiative im Namen der Menschheit zu unterstützen. Sie fügte hinzu, dass wir uns in „einer Phase erhöhter militärischer Spannungen und Gefahren“ befinden. „Es kann jeden Moment etwas furchtbar schiefgehen.“


Des Kaisers neue Kleider, Bericht vom 152. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 152. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 1. Mai begann mit einem aktuellen Bericht der Initiatorin der Koalition und Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche. Sie sagte: „Was wir Tag für Tag erleben, wird man in den Geschichtsbüchern wahrscheinlich als den Untergang der Präsidentschaft von US-Präsident Donald Trump beschreiben.“ Keines der Kriegsziele gegen den Iran sei erreicht worden. „Der Status der Vereinigten Staaten als unipolare Weltmacht, die behauptet, sie könne die Kontrolle über die Welt behalten…, ist vor den Augen der ganzen Welt der Kaiser ohne Kleider.“

Zum Besuch des britischen Königs Charles III. in den Vereinigten Staaten vom 27. bis 30. April sagte sie: „König Charles … versuchte, die Bedeutung der Amerikanischen Revolution völlig zu leugnen. Schließlich war die Amerikanische Revolution die erste antiimperialistische Revolution!“ Und auch Trump habe versucht, ihre Bedeutung zu negieren, indem er sie eine „anglo-amerikanische Revolution“ nannte.

Der ehemalige CIA-Analyst Ray McGovern, Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), berichtete über die Reaktion der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf Donald Trumps Behauptung, sie würde „Jesus beleidigen“. Melonis Antworten seien polemisch, etwa: „Wissen Sie, was Jesus beleidigt? Unschuldige Schulkinder im Iran zu bombardieren und die eigenen tapferen Männer und Frauen in noch einen endlosen Krieg in den Tod zu schicken, die Epstein-Akten zu unterdrücken und sich dann zu weigern, irgendeinen der Beteiligten zu verfolgen!“

McGovern fuhr fort: „Der russische Präsident hat darauf hingewiesen, daß eine Wiederaufnahme militärischer Aktionen durch die Vereinigten Staaten und Israel unweigerlich äußerst negative Folgen nach sich ziehen würde, nicht nur für den Iran, sondern auch für dessen Nachbarn… Putin betonte, besonders inakzeptabel und gefährlich wäre eine Bodenoffensive auf iranischem Territorium.“

Richard Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Universität Princeton und von 2008 bis 2014 UN-Sonder­bericht­erstatter für die Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten, äußerte sich zu Charles‘ USA-Besuch wie folgt: „Trump sieht seine ultimative Identität darin, der erste König Amerikas zu sein. Und in diesem Sinne versucht er, die äußeren Merkmale eines dynastischen Führers nachzuahmen, der keine Rücksicht auf irgendwelche anderen Beschränkungen nimmt außer seinem eigenen inneren Willen und seinen moralischen Prioritäten… Und es ist natürlich ironisch, daß das gerade zum Jahrestag der Amerikanischen Revolution passiert. Das ist die perverseste Feier dieser Revolution, die man sich nur vorstellen kann.“

Die Vereinigten Staaten seien ein Imperium im Niedergang, das zu nichts anderem mehr fähig sei, als den Rest der Welt mit seinem riesigen Militär einzuschüchtern. „Das bringt uns an diesen Abgrund, der unsere vermeintlichen Hauptrivalen, Rußland und China, erschreckt – die Erwachsenen im Raum, die versuchen, wieder eine gewisse Rationalität in die Praxis der Geopolitik zu bringen.“

Zepp-LaRouche antwortete: „Nach der Theorie der Monarchie sind diese Leute von Natur aus gut durch Gottes Schöpfung, während die normalen Menschen böse seien, und deshalb brauche man einen starken Leviathan-Staat, um ihr Böses zu unterdrücken… Die Menschen sollten sich nicht von Prunk und Luxus blenden lassen, was dieser Idee zugrunde liegt, ist im Grunde diese Mißachtung der Heiligkeit jedes menschlichen Lebens.“

Könige oder keine Könige?

Garland Nixon, ein langjähriger progressiver Radio- und Fernseh-Talkshow-Moderator, verglich die Verehrung des US-Kongresses für König Charles mit dessen ähnlicher Reaktion auf den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Er erinnerte daran, daß Israel als Projekt des Britischen Empire gegründet wurde, d.h., wenn jemand behaupte, Israel habe die Kontrolle über die Vereinigten Staaten, dann bedeute das schlicht, daß die Briten im weiteren Sinne immer noch das Land beherrschen.

Die Demokraten hätten die Kundgebungen gegen Trump unter dem Motto No Kings – „keine Könige“ – organisiert. „Aber da ist ein echter König, und sie fallen einfach nieder und beten ihn an, am Altar des Königs. Das ist eine große Ironie. Und noch einmal, Netanjahu haben sie auch wie einen König behandelt.“

Nixon ging auf die Frage ein, ob wir eine „echte Demokratie“ haben: Wir dürften zwar wählen, aber die gewählten Amtsträger täten regelmäßig das Gegenteil von dem, was sie den Wählern versprachen. Die Wähler dürften „nicht so naiv zu sein, zu glauben, daß wir zum Wolf gehen und uns dafür einsetzen können, daß er Vegetarier wird“.

Falk ergänzte: „Ich fand die ,Keine Könige‘-Protestaktionen in gewisser Weise sehr enttäuschend, vor allem, weil sie sich damit beschäftigten, welche Ungerechtigkeiten in den USA geschehen sind, ohne zu verstehen oder zu begreifen, welchen Schaden wir dem Rest der Welt zugefügt haben. Und welchen teuflischen Einfluß wir auf die Geschichte unserer Zeit hatten.“

Die Historikerin Lynne Speed vom Schiller-Institut verurteilte ebenfalls die Verehrung für König Charles: „Daß der Präsident, der Kongreß und ein Großteil der amerikanischen Bevölkerung diese Perversion duldet, zeigt das Ausmaß des Problems und die Arbeit, die wir noch vor uns haben.“ Sie beschrieb ihre Forschungen zur wahren Natur der Amerikanischen Revolution: „Die Teilnehmer der Revolution waren weitaus vielfältiger und bunter, als allgemein angenommen oder gelehrt wird. In gewisser Weise ähneln sie sehr dem heutigen Amerika und der heutigen Welt. Diese Menschen waren Schwarze, Freie und Sklaven, Weiße, Abolitionisten und Sklavenhalter, amerikanische Ureinwohner, Reiche und Arme sowie Angehörige aller ethnischen Gruppen und religiösen Überzeugungen. Und sie stammten aus vielen Ländern aus aller Welt.“ Speed zeigte Bilder aus einem Kalender, den sie zum Gedenken an den 250. Jahrestag der Unabhängigkeit erstellt hat.

Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare sprach über die Vorbildfunktion Alexander Hamiltons, des ersten Finanzministers der USA: „Seine Vorstellung von Wirtschaft… nimmt in hohem Maße die von Lyndon LaRouche vorweg, daß es nicht um Geld geht, sondern um Kredit – daß es um die Zukunft geht und darum, eine Vielfalt an Ideen und Arbeitskräften zu schaffen, so daß man immer mehr Arbeitskräfte mit besonderen Fähigkeiten benötigt und alle ihre einzigartigen Talente und Fähigkeiten zum Tragen kommen können.“

Anschließend zitierte sie aus der Abschiedsrede des ersten Präsidenten George Washington: „Aber, wie leicht vorhersehbar ist, wird man aus verschiedenen Gründen und von verschiedenen Seiten große Anstrengungen unternehmen und viele Kunstgriffe anwenden, um die Überzeugung von dieser Wahrheit in euren Köpfen zu schwächen; denn das ist der Punkt in eurer politischen Festung, auf den die Batterien innerer und äußerer Feinde am beständigsten und aktivsten (wenn auch oft verdeckt und heimtückisch) zielen werden…“

Diskussion

Auf Fragen von Teilnehmern antwortete Sare, es sei „zwar wahr, daß die Regierung der Vereinigten Staaten viele bösartige Aktivitäten unternommen hat, es scheint aber, daß wir einer Art ,Dachverband‘ unterstehen, den wir grob ,die Epstein-Klasse‘ nennen; tatsächlich ist das eine Gruppe von Milliardären, die offenbar irgendwie die Kontrolle hat… Wie mein Freund [US-Oberst a.D.] Doug Macgregor sagt, funktionieren CIA, Mossad und MI6 faktisch als eine einzige Behörde, als eine Einheit. Ich denke also, die Frage ist, wie wir die Menschheit davon befreien und tatsächlich wieder zu Regierungen der Nationen zurückkehren können.“

Sie beschrieb ihre Lobbyarbeit im US-Kongreß: „Die Mitarbeiter, mit denen wir uns trafen, waren ziemlich… beeindruckt davon, daß Menschen auf der ganzen Welt die Vereinigten Staaten beobachten und genug über unsere Regierungsform wissen, um sich nicht täuschen zu lassen und nicht einfach nur den Präsidenten zu beschuldigen, wenn es ein Gremium gibt, das gewählt wurde, um das amerikanische Volk zu vertreten, und das die Macht hat, etwas dagegen zu unternehmen.“

Es folgte eine weitreichende Diskussion über das Wesen der Regierung, den Unterschied zwischen Demokratie und Republik – unter anderem, ob die englische Magna Carta wirklich ein Vorläufer der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung war, wie manchmal behauptet wird, oder ob sie lediglich die Machtteilung zwischen dem König und der Oligarchie festschrieb.

Zepp-LaRouche verwies auf den katholischen Kardinal Nikolaus von Kues aus dem 15. Jahrhundert, der den Begriff der „Zustimmung der Regierten“ einführte. Speed merkte an, daß Großbritannien immer noch keine geschriebene Verfassung hat und das oft zitierte, in der US-Verfassung verbriefte Recht auf „Streben nach Glückseligkeit“ nichts mit „Vergnügen“ zu tun habe: Es sei das Recht des einzelnen, Gutes zu tun, wie es der frühe amerikanische Gelehrte Cotton Mather beschrieb. Helga Zepp-LaRouche warnte, zusätzlich zur sonstigen Verdummung der Bevölkerung eröffneten heute auch Digitalisierung und KI neue Wege der Manipulation.

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Internationale Friedenskoalition #152, 01.05.2026, 17.00 Uhr

Travestie: Trump rollt den roten Teppich für den britischen Malthusianer aus

152. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Travestie: Trump rollt den roten Teppich für den britischen Malthusianer aus

01. Mai 2026
17.00 Uhr

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Unser weltweites Eingreifen ist jetzt wichtiger denn je. Kommen Sie zum nächsten Treffen und berichten Sie von Ihren Aktivitäten. Mit dabei sein werden: Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts; Ray McGovern, ehemaliger CIA-Analyst und Mitbegründer von „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS); Richard Falk, emeritierter Professor für Völkerrecht an der Princeton University, Vorsitzender des Kuratoriums des „Euro-Mediterranean Human Rights Monitor“ sowie ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage in den palästinensischen Gebieten (2008–2014); Garland Nixon, erfahrener progressiver Radio- und Fernsehmoderator; Diane Sare, unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin; Angela Huffman, Mitbegründerin von „Farm Action“; und Lynne Speed, Historikerin beim Schiller-Institut.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

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Amerikaner mit Gewissen suchen vielleicht nach einem Ausdruck für das abstoßende Spektakel dieser Woche, bei dem König Charles und Königin Camilla vom US-Präsidenten, einer gemeinsamen Sitzung des US-Kongresses und fast der gesamten unterwürfigen Establishment-Presse empfangen, bewirtet und beinahe wie die Gründerväter der Vereinigten Staaten behandelt wurden.

In ihrem internationalen wöchentlichen Webcast vom 29. April äußerte sich die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, dazu folgendermaßen: „Ich halte es für eine Travestie. Und natürlich liegt es an den amerikanischen Patrioten, dieses Desaster zu beheben“, wie etwa jenen, die durch die unabhängigen Kandidaturen von Diane Sare und Jose Vega vertreten werden. Sie bezeichnete es als „erstaunliches Spektakel“, das offenbar dazu dienen sollte, „die Erinnerung daran, worum es bei der amerikanischen Revolution eigentlich ging, vollständig auszulöschen – dass es sich schließlich um einen Unabhängigkeitskrieg gegen das Britische Empire handelte.“ Sie wies darauf hin, dass Präsident Trump leider von einer „anglo-amerikanischen Revolution“ gesprochen hatte, „als ob dies ein zusammengehöriges Ganzes wäre, ein gemeinsames Unterfangen, obwohl das eine eindeutig gegen das andere gerichtet war.“

Weiter sagte sie: „Die Amerikanische Revolution war der erste antikoloniale Krieg der Geschichte. Sie begründete die junge Republik, geprägt von Prinzipien, die Benjamin Franklin und die anderen Gründerväter im Wesentlichen von Republikanern in Europa, wie Gottfried Wilhelm Leibniz, übernommen hatten. Und sie war ein Versuch, eine Republik zu errichten, die ihre Legitimität nur aus der Zustimmung der Regierten bezieht und die Verfassung ist dem Gemeinwohl des Volkes gewidmet, nicht nur für die heutigen, sondern auch für künftige Generationen. Die Amerikanische Revolution begründete das amerikanische System der politischen Ökonomie.“

All dies machte die revolutionären Vereinigten Staaten zum erklärten Feind des Britischen Empire – damals wie heute.

Glücklicherweise durchbrachen zwei Dinge die kontrollierte Umgebung, die darauf ausgelegt war, die Amerikaner einer Gehirnwäsche zu unterziehen, damit sie die sogenannte „besondere Beziehung“ zu Großbritannien als Kernstück der US-Politik akzeptieren – und das im 250. Jahr der Unabhängigkeitserklärung.

Aktivisten der LaRouche-Organisation mobilisierten in Washington und in New York City, um den zu Besuch weilenden König gebührend zu empfangen – jenseits von abstoßendem Prunk und Zeremonien. Sie erinnerten an die wahre, blutige Geschichte des Britischen Empire, von Indien über Afrika bis nach Amerika, an den Unabhängigkeitskrieg gegen das Empire und vor allem an die grundlegenden Prinzipien über das Wesen des Menschen.

Das zweite Ereignis, das die surreale Blase durchbrach, war der Anruf des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei Präsident Trump am 29. April. Inmitten der triumphalen königlichen US-Reise unterbreitete Putin dem US-Präsidenten bei einem „freundlichen, offenen und sachlichen“ Anruf in anderthalb Stunden Vorschläge für konkrete Schritte, um sowohl den Iran-Krieg als auch den Ukraine-Krieg zu lösen. Es war eine Dosis Realität von einem Staatsmann, der immer noch nach einem Weg sucht, Präsident Trump – und die Vereinigten Staaten – vom Abgrund zurückzuholen und ihn davon abzuhalten, Hand in Hand mit König Charles von der Klippe zu springen.

Wie Präsident Putin in seiner Begrüßungsrede zum zweiten Open Dialogue International Forum in Moskau am 28. April erklärte, ist die Welt in „eine Ära tiefgreifender struktureller Veränderungen“ eingetreten, in der westliche Staaten „ihre Führungsrolle verlieren und durch neue Wachstumszentren, wie die Länder des Globalen Südens, ersetzt werden“. Er betonte, ob man es nun gutheiße oder nicht, dass „eine komplexere, multipolare Architektur der internationalen Entwicklung Gestalt annimmt“. Das globale Entwicklungsmodell könne „nur dann stabil und gerecht sein, wenn es auf den Prinzipien der Gleichheit und des gegenseitigen Respekts basiert und dabei die Interessen aller Länder berücksichtigt“.

Für einen konzeptionellen Fahrplan, wie man dorthin gelangt, wird den Lesern empfohlen, den von Lyndon LaRouche in Auftrag gegebenen ausführlichen EIR-Bericht vom 28. Oktober 1994 zu lesen. Den Prolog zu „The Coming Fall of the House of Windsor“verfasst von LaRouche, ist eine vernichtende Anklage gegen den gemeinsamen Feind der Menschheit.


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Wenn Russland der Feind ist, wer ist dann unser Freund?, 29.04.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Tritt man einen Schritt zurück vom Trubel der täglichen Ereignisse, wird auf dramatische Weise deutlich, dass die alte Ordnung zusammengebrochen ist. Das westliche Casino-Wirtschaftssystem kollabiert unter Schulden, Kryptowährungen und Produktionsausfällen. Das westliche Militärsystem – sei es die NATO, die USA oder die EU – entpuppt sich als leeres Kriegsgeschrei. Das politische und kulturelle System des Westens wird immer mehr zur Horrorshow der Epstein-Klasse. Symbolisch dafür steht die Reise des britischen Königspaares in dieser Woche in die Vereinigten Staaten, wo die USA eigentlich ihr 250-jähriges Jubiläum des Sieges über das Britische Empire feiern sollten. Das Spektakel begann heute mit Musik, Fahnen und rotem Teppich auf dem Rollfeld der Air Force Base Andrews, gefolgt von einer Tee- und Gartenparty in der Stadt.

Die LaRouche-Organisation hat hierzu eine Erklärung abgegeben, die national und international verbreitet wird: „Die Briten sind zurück, um den Krieg von 1812 zu beenden – diesmal auf Einladung“, oder: ,LaRouche hatte recht!‘“

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts, stellte heute nachdrücklich fest, dass „der Zusammenbruch der alten Ordnung unbestreitbar ist“. Es sei „nicht länger utopisch“, sich für ein neues System einzusetzen. „Wir brauchen eine neue Ordnung.“

Die extreme Gefahr, die droht, sollte dieser Kurswechsel nicht eintreten, zeigt sich in dem Wahnsinnig einiger europäischer Länder, die sich gegen Russland, eine Atommacht, stellen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius äußerte sich am 22. April zur neuen Militärstrategie der Bundeswehr und betonte, Russland stelle eine akute Bedrohung für Deutschland dar und daher sei eine massive Mobilisierung zur Wiederaufrüstung notwendig. Er verkündete: „Wir entwickeln die Bundeswehr zur konventionell stärksten Armee Europas“, und nannte dafür kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele. Die Aussicht, dass dies der deutschen Wirtschaft gelingen könnte, ist illusorisch. Doch allein die Absicht ist wahnsinnig.

Zudem sprach Bundesaußenminister Johann Wadephul im Vorfeld der 11. internationalen Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags heute davon, dass Deutschland weiterhin die Möglichkeit von Atomwaffen als „Abschreckung“ gegen einen russischen Angriff in Betracht ziehe. Er erklärte: „Solange aber nukleare Drohgebärden gegen uns und unsere Partner weitergehen, benötigen wir weiterhin eine glaubhafte Abschreckung“, bevor er sich auf den Weg nach New York zu den Vereinten Nationen machte.

In einer Rede auf einem Treffen von Nichtregierungsorganisationen in Moskau am 24. April warnte der russische Außenminister Sergej Lawrow vor solchen unverhohlenen europäischen Schritten und Äußerungen. Er sagte: „Ein Krieg gegen uns wurde offen erklärt … Um seine Politik zu rechtfertigen, versucht der Westen – vor allem die internationale Bürokratie in Brüssel (sowohl die EU als auch die NATO, die zunehmend zu einer Einheit verschmelzen), sowie Berlin, Paris und natürlich London –, alles Russische zu dämonisieren und spricht offen davon, sich auf einen Krieg mit uns in absehbarer Zukunft vorzubereiten. Der Chef der belgischen Streitkräfte, Frederik Vansina, erklärte, dass dies noch mehrere Jahre in Anspruch nehme und die Ukraine Zeit für sie gewinne…“

Angesichts dieser Realität zeigten sich heute jedoch in New York bei einer offenen Debatte des UN-Sicherheitsrats zum Thema „Maritime Sicherheit und internationale Sicherheit“ gewisse positive Aussichten darauf, dass Vernunft und Diplomatie eine positive Richtung einschlagen könnten. Die mehrstündige Sitzung wurde von Bahrain als derzeitigem rotierendem Vorsitz des UN-Sicherheitsrats einberufen. Neben den 15 Mitgliedstaaten des UN-Sicherheitsrats waren 20 weitere Länder als Gäste zur Teilnahme zugelassen. Diese rege Beteiligung spiegelt das weltweite Interesse wider, die Durchfahrt durch die Straße von Hormus wieder zu ermöglichen und somit die sich täglich verschärfenden wirtschaftlichen Schockwellen zu stoppen, die durch die Blockade des Transports von Öl, Gas, Chemikalien, Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern aus der Persischen Golfregion verursacht werden.

Der Direktor der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation, Arsenio Domenico, zeigte einen Lösungsweg auf, denn es gebe seit 1998 ein Abkommen zwischen Oman und dem Iran über den freien Transit durch die Straße von Hormus. Dieses müsse wieder in Kraft gesetzt werden. Darüber hinaus legte er einen Plan zur Evakuierung der 20.000 Seeleute vor, die seit Wochen auf den 2.000 Schiffen in der Region festsitzen. Ihnen mangele es an Trinkwasser, Nahrung und Sicherheit. Ihre Evakuierung stehe im Einklang mit dem “Übereinkommen von 1974 über die Sicherheit des menschlichen Lebens auf See.“

Darüber hinaus wurden weitere Sofortpläne vorgelegt. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen hat eine Prioritätenliste erstellt, welche Länder so schnell wie möglich Düngemittel erhalten sollten. Dies erfordere eine internationale Zusammenarbeit.

Wie es heißt, hat der Iran über den Vermittler Pakistan jüngste Verhandlungsbedingungen an die Vereinigten Staaten übermittelt, die sich darauf konzentrieren, die Straße von Hormus wieder befahrbar zu machen, die Kriegshandlungen einzustellen und die Gespräche über sämtliche nukleare Fragen zurückzustellen. Heute traf sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in St. Petersburg mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, der dem Iran besondere Anerkennung dafür aussprach, das Souveränitätsprinzips verteidigt zu haben. Der Iran kämpfe „mutig und heldenhaft“, so Putin.

Die Vereinigten Staaten ihrerseits nahmen in der heutigen Sitzung des UN-Sicherheitsrats eine unnachgiebige Haltung ein, wobei US-Botschafter Mike Waltz dazu aufforderte, alle Länder mögen sich den USA in einer „Koalition für die Freiheit der Schifffahrt“ anschließen. Damit meinte er nicht nur die US-Blockade der Straße von Hormus, die Washington vor zwei Wochen verhängt hatte, sondern ein geplantes globales Embargo. So hatte das US-Finanzministerium bereits am 24. April Sanktionen gegen die Hengli-Ölraffinerie in China verhängt, um Druck auf den Iran auszuüben.

Schließen Sie sich der Internationalen Friedenskoalition an, um der akuten Weltkriegsgefahr und dem geopolitischen Wahnsinn ein Ende zu setzen.


China-Europa-Dialog in Berlin

Das Schiller-Institut und eine chinesische Denkfabrik organisierten ein Seminar über globale Governance und zivilisatorischen Austausch.

Am 15. April fand in Berlin ein äußerst erfolgreiches Seminar statt, das vom Schiller-Institut und der Pekinger Academy of Contemporary China and World Studies (ACCWS) veranstaltet wurde, das Thema war „China-Europa-Dialog in Berlin über globale Governance sowie zivilisatorischen Austausch und gegenseitiges Lernen“. Prominente Redner aus Deutschland und China führten einen Dialog, der in zwei Vortragsrunden gegliedert war und von Stephan Ossenkopp vom Schiller-Institut sowie von Hu Yajuan von der ACCWS moderiert wurde.

Die Veranstaltung wurde eröffnet von Gao Anming, Redakteur der China International Communications Group (CICG), der Gründerin und Vorsitzenden des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche sowie Yang Chengcheng, Ministerialrätin an der chinesischen Botschaft in Berlin.

Gao Anming begann seine Rede mit einem Verweis auf Friedrich Schillers Ode an die Freude. Die aktuelle Weltlage sei von „Veränderungen und Spannungen“ geprägt. „Machtpolitik stellt die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg dar, und ein Dialog zwischen China und Europa kann ein Stabilitätsfaktor sein.“ Die vor uns liegenden Aufgaben seien der Aufbau eines echten Multilateralismus zur Gestaltung der Zukunft der Menschheit sowie die Reform der Finanzarchitektur. Gao betonte die Bedeutung der in Chinas 15. Fünfjahresplan verankerten Entscheidung, die „schrittweise Öffnung“ der chinesischen Wirtschaft voranzutreiben. Er schloß seine Rede mit dem Aufruf, das gegenseitige Verständnis zu vertiefen, so wie es Leibniz vor 300 Jahren getan hatte.

Helga Zepp-LaRouche begann mit der positiven Feststellung, die Welt habe die Chance, 500 Jahre Kolonialismus zu überwinden, und diesen Epochenwandel dürfe man nicht als Bedrohung betrachten. Sie kritisierte die westliche Haltung, China durch eine „Brille der erweiterten Realität“ zu betrachten und dabei die enormen Errungenschaften zu übersehen, die China seit 1971, als sie das Land zum ersten Mal besuchte, erzielt habe.

Anschließend ging sie auf die unmittelbare Aufgabe ein, Konflikte zu lösen, angefangen mit Südwestasien, wo es – wenn kein Atomkrieg ausbricht – einen „erweiterten Oasenplan“ geben müsse, der Afrika einbezieht. Das Schiller-Institut habe einen Bericht über die Perspektiven einer dreiseitigen „Entwicklungsstrategie Europa-China-Afrika“ erstellt, die mit Afrikas Agenda 2063 im Einklang steht; einige Vorabexemplare der aktualisierten zweiten Auflage des Berichts seien erhältlich. Präsident Xi Jinpings Initiative zur globalen Governance spiegele ebenfalls Prinzipien wider, die in den Vorschlägen des Schiller-Instituts dargelegt sind. Nicht zufällig laute der vollständige Name des Instituts „Schiller-Institut – Vereinigung für Staatskunst“.

Frau Yang Chengcheng begrüßte die Teilnehmer und skizzierte die vielversprechenden Perspektiven der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit. Chinas Wirtschaft wuchs im ersten Quartal 2026 um 5% und wird sich weiter für ausländische Investitionen öffnen, wie während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz am 25. und 26. Februar betont wurde. Sie erwähnte, daß BASF in China die modernste Chemiefabrik der Welt eröffnet hat, als Beispiel für das breite Potential der Zusammenarbeit zwischen den zweit- und drittgrößten Volkswirtschaften der Welt.

Die erste Vortragsrunde mit dem Titel „Qualitative Öffnung als Motor globaler Governance“ wurde von Fan Daqi, dem stellvertretenden Direktor des ACCWS, eröffnet, der kurz die Ergebnisse einer Forschungsarbeit seines Instituts vorstellte. Die Studie zeigt die Komplementarität der beiden Volkswirtschaften und die Perspektiven für eine Zusammenarbeit in Drittmärkten auf. Er forderte eine Stärkung institutioneller Garantien.

Ihm folgte Michael Bose, Vorsitzender von Automotive Berlin-Brandenburg (ABB), der auf die „komplexen Wechselbeziehungen“ der Automobilindustrie einging. Vergleiche man die deutsche Automobilindustrie mit der heutigen chinesischen, so müsse man zugeben, daß „die Lehrer zu Schülern geworden sind“.

Shi Shiwei, Direktor des Forschungszentrums für deutsch-chinesischen Handel an der Universität für Internationale Wirtschaft und Handel, ging detailliert auf alle innovativen Sektoren ein, in die laut dem neuen Fünfjahresplan vorrangig investiert werden sollte und die für Deutschland von Bedeutung sind.

Bernd Einmeier, Vorsitzender der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Wirtschaft, Bildung und Kultur, stellte unverblümt fest: „Deutschland hat keine Ahnung, was China ist.“ Er hob die hohe Symbolkraft des Empfangs für Friedrich Merz bei seinem China-Besuch hervor, da die chinesische Führung sich bereit erklärte, ihn am Tag ihrer wichtigsten traditionellen Feierlichkeiten, dem Neujahrsfest, zu empfangen.

Oliver Lubich, Vertriebsleiter bei Hainan Airlines in Berlin, sagte, das Potential für den Flugverkehr zwischen der deutschen Hauptstadt und Hainan sei weitaus größer als die derzeit vertraglich festgelegten 55 Flüge.

Am Ende der von Stephan Ossenkopp moderierten Vortragsrunde kamen die Redner für zwei Fragerunden auf das Podium. Einmeier wies insbesondere auf die unterschiedliche Qualität des Unterrichts an deutschen und chinesischen Gymnasien hin und schlug vor, die beiden Systeme zu integrieren. Direktor Shi kritisierte die EU-Strategie 2030, die extrem einseitig fokussiert sei.

Die zweite Vortragsrunde mit dem Titel „Zivilisatorischer Austausch und gegenseitiges Lernen“ wurde von Hu Yajuan moderiert und von Michael Müller, dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin und Mitglied des Deutschen Bundestages, eröffnet. Müller erinnerte daran, wie er sich gegen die Idee einer „Entkopplung“ von China ausgesprochen hatte, als das Thema in deutschen politischen Kreisen diskutiert wurde, und begrüßte es, daß diese Idee verworfen wurde. „Wir sollten nicht darüber diskutieren, ob, sondern wie wir die Zusammenarbeit ausbauen können“, sagte er. Seine Erfahrung als Bürgermeister lehre ihn, daß mit Partnerschaften auf kommunaler Ebene viel erreicht werden kann. Ein weiterer Bereich, in dem die Zusammenarbeit vorangebracht werden kann, sei die Wissenschaft. Das dritte Thema seien die BRICS: „Sie sind eine Realität, der man sich stellen muß.“ Viertens: Klima und Demographie. „Es gibt keine einzige Krise, die wir oder China allein lösen können.“ Müller betonte, in einer Partnerschaft müßten beide Seiten das Recht haben, auch kritische Aspekte anzusprechen.

Cord Eberspächer, Sinologe und Historiker an der Universität Bonn, erinnerte daran, daß Konfuzius darauf bestand, man müsse „die richtige Bedeutung der Begriffe klären“, bevor ein Dialog beginnt. Eine andere Art, dies auszudrücken, sei „Vernunft als Voraussetzung“ – eine Neugierde auf das Lernen, die in Leibniz’ grundlegendem Werk über China eine zentrale Rolle spielte. Leider sei dies heute nicht der Fall. Der Begriff „Dialog“ werde in China und im Westen unterschiedlich verstanden. Der Westen halte seine Wertvorstellungen für die universell richtigen, sagte Eberspächer in einer indirekten Antwort an Müller. Wenn Deutschland also Autos in alle Länder der Welt verkaufe, werde dies als „erfolgreiche Exportwirtschaft“ bezeichnet, doch wenn die Chinesen dasselbe täten, heiße das „Überkapazitäten“.

Zhou Hengxiang, Germanist und Autor, ging auf die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem chinesischen Rechtssystem ein. Er führte das Beispiel an, daß die deutschen Begriffe „Person“ und „Mensch“ im chinesischen System in einem einzigen Begriff zusammengefaßt sind, was es weniger eindeutig mache, den Rechtsbegriff von Menschen auf Unternehmen u.a. auszuweiten.

Rainer Dumpff, Geschäftsführer von Dumpff Project Management, berichtete über seine jahrzehntelange Erfahrung in China, wo er als junger Mann China „in zwei Wochen“ kennenlernen wollte, nur um schnell zu erkennen, daß dies unmöglich war. Er war unter anderem in der Luftfahrt tätig und hat die Dresdner Festspiele in China vertreten.

Yuan Jie, Germanist und Kolumnist, hob die jüngste positive Wende in der Haltung der deutschen Regierung gegenüber China hervor; er erwähnte dazu Aussagen von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche in einer Videokonferenz anläßlich der Einweihung des schon erwähnten BASF-Werks sowie Merz’ Äußerungen am Vorabend seines China-Besuchs, mit denen er die Entkopplung endgültig begrub. Und die Deutsche Außenhandelskammer bezeichnete China als „zuverlässigen Partner“.

In den anschließenden Diskussionsrunde mit den Diskussionsteilnehmern wurde die Frage gestellt: „Woher kommen Vorurteile?“ Eberspächer antwortete unter anderem, sie kämen aus Unwissenheit, und schloß sich der Forderung nach mehr Unterricht über China in den Schulen an.

Die Veranstaltung wurde von allen Teilnehmern als vielversprechender Ausgangspunkt für einen Paradigmenwechsel in den chinesisch-deutschen (europäischen) Beziehungen bewertet.

Claudio Celani


„Die Dinge sehen, wie sie wirklich sind“

Bericht vom 151. Treffen der Internationalen Friedenskoalition.

Die Internationale Friedenskoalition (IPC) begann ihre 151. wöchentliche Onlinesitzung am 24. April mit einem Lageüberblick der Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, Helga Zepp-LaRouche. Sie wies darauf hin, daß die chinesische Regierung ihre Bürger aufgefordert hat, den Iran zu verlassen, was bedeuten könnte, daß sie über Informationen über eine bevorstehende Wiederaufnahme des Krieges mit den USA und Israel verfügt. Die seit zwei Monaten andauernde Blockade der Straße von Hormus, die dieser Angriffskrieg gegen den Iran auslöste, habe die Welt in die akute Gefahr gebracht, in eine wirtschaftliche Depression mit ungeheuren sozialen Folgen zu stürzen. Es gebe bereits gravierende Ölengpässe, die Energiepreise steigen, und Düngemittelknappheit gefährdet die Nahrungsmittelversorgung der Welt.

Zepp-LaRouche betonte, wir bräuchten dringend eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die die Interessen aller Länder berücksichtigt. In der Vergangenheit hätten viele diese Idee abgelehnt, aber nun, da die Welt zusammenbricht, stoße sie zunehmend auf Resonanz, viele Menschen fragen sich, wie man die internationalen Beziehungen zwischen den Nationen auf der Grundlage dauerhafter Prinzipien wiederherstellen kann. Die einzige Institution, die außer dem Schiller-Institut und der IPC eine solche prinzipienorientierte Rückkehr zum Völkerrecht fordert, sei die chinesische Regierung mit ihren vier globalen Initiativen – insbesondere der Initiative zur Globalen Governance als Rahmen dafür, wie internationale Beziehungen auf der Grundlage der UN-Charta und der Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz neu geordnet werden können.

Zepp-LaRouche fuhr fort, zu den Opfern des Zusammenbruchs der gegenwärtigen Weltordnung gehörten die Golfstaaten, die sich für ihre Sicherheit auf amerikanische Stützpunkte verließen. Doch nun habe sich herausgestellt, daß die Vereinigten Staaten nur Israel schützen, und diese Länder seien in einer sehr schwierigen Lage, weil sie die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges zu spüren bekommen. Es bestehe dringender Diskussionsbedarf: Was tun wir mit dieser Region Südwestasiens, wenn der Krieg endet? Dazu habe das Schiller-Institut einen erweiterten Oasenplan für die Region vorgelegt: die nukleare Entsalzung von Meerwasser für große Mengen Frischwasser, das über Kanäle herangeführt wird; Aufbau von Korridoren für wirtschaftliche Entwicklung von Indien bis zum Mittelmeer und vom Kaukasus bis zum Persischen Golf.

Die Reise von Papst Leo XIV. nach Afrika sei eine sehr bedeutende Entwicklung gewesen. In Amerika nehme die Unterstützung für Präsident Trump rapide ab, selbst unter seiner MAGA-Anhängerschaft. Der US-Kongreß habe jetzt die dringende Verantwortung, sein Recht, über Krieg und Frieden zu entscheiden, zurückzugewinnen.

María de los Ángeles Huerta del Río, ehemalige Kongreßabgeordnete aus Mexiko, warnte, die wichtigsten Kriege des 21. Jahrhunderts würden nicht mit Drohnen und Raketen, sondern mit Algorithmen geführt, das Schlachtfeld sei der menschliche Geist. Das sei die „hybride Kriegsführung“. Ultrakonservative Denkfabriken wie das Atlas Network stünden dabei in Verbindung mit den Tech-Giganten des Silicon Valley und einer Vielzahl von Propaganda-Influencern. Lateinamerika sei zu einem Testfeld für diese Techniken geworden. Stattdessen müsse man die Region zu einer Zone „kognitiven Friedens“ machen. Die Staaten der Region sollten die Rolle der nationalen Medien im Kampf gegen Propaganda wieder stärken und sich dafür zu einer Süd-Süd-Allianz zusammenschließen, um der Macht der globalen Mediengiganten die Stirn zu bieten – eine „Allianz für kognitive Souveränität und digitale Gerechtigkeit“.

Dennis Fritz, Chief Master Sergeant a. D. der US-Luftwaffe und derzeit Senior Fellow beim Eisenhower Media Network, sprach als Militärangehöriger, der Einblick in die inneren Abläufe des Pentagons hatte. Er warne schon seit Jahrzehnten vor einem Irankrieg. „Woher wußte ich, daß er kommen würde? Ich habe den Plan gesehen“ – dieser reiche bis ins Jahr 1992 zurück. Der pensionierte US-Viersternegeneral Wesley Clark habe enthüllt, daß ihm ein General im Pentagon nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 den Plan mitteilte, daß die USA innerhalb von fünf Jahren sieben Länder ausschalten sollten.

Amerika sei die Ursache für den Großteil der Probleme auf der Welt, sagte Fritz. „Wir behaupten, für Demokratie und Freiheit einzutreten, aber wir zerstören diese Dinge weltweit. Wir haben in der Ukraine einen Krieg begonnen, auf Kosten der Ukraine, um Rußland zu schwächen.“ Nun sei die ganze Welt Geisel einer wirtschaftlichen Katastrophe, wegen eines Krieges, den die USA im Iran begonnen haben. Die USA führten eine Blockade gegen Kuba, die Frauen und Kinder aushungert. Die riesigen Summen, die Amerika für Kriege ausgibt, könnten der zivilen Wirtschaft enormen Nutzen bringen.

Zepp-LaRouche antwortete, jetzt müsse die Vorstellung, daß Milliardäre durch Kriegsgewinne Billionäre werden, Thema einer öffentlichen Debatte werden.

Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare sagte, sie kämpfe dafür, daß der US-Kongreß die Verantwortung für die Kriegserklärung übernimmt, wie es die Verfassung vorschreibt. Stattdessen sehe man nur parteipolitische Positionskämpfe. Die Demokraten hofften, daß der Krieg weitergeht, damit Trump und die Republikaner am Wahltag die Quittung erhalten. Sare und der Kongreßkandidat Jose Vega, der sich für die Vorwahl der Demokraten qualifiziert hat und nun auch als Unabhängiger in der Bronx in New York antreten will, schmieden eine Koalition unabhängiger Kandidaten in den gesamten Vereinigten Staaten. In Bezug auf die Wirtschaft betonte sie: „Wir müssen die Dinge sehen, wie sie wirklich sind.“ Früher habe man den Zusammenhang zwischen der Instandhaltung unserer Infrastruktur und der Deckung der Bedürfnisse der Bevölkerung noch verstanden.

Mike Callicrate, Rinderzüchter aus Kansas und Gründer von Ranch Foods Direct, warnte, die USA könnten sich heute nicht selbst ernähren, sie hätten mehr als die Hälfte der Viehzüchter verloren und importieren Lebensmittel aus armen Ländern. „Die globale Ernährungspolitik sollte Menschen schützen, nicht Räuber.“

Jack Gilroy von Veterans for Peace und Pax Christi berichtete von einem Besuch in Washington, wo 150 Personen aus fünf oder sechs Veteranenorganisationen mit roten Tulpen für die im Iran getöteten Menschen in die Rotunde des Kapitols gingen. 70 US-Veteranen wurden festgenommen, während sie in Paradehaltung standen.

Larry Johnson ist ein ehemaliger CIA-Analyst und war von 1989-93 Vizedirektor des Büros für Terrorismusbekämpfung im US-Außenministerium. Er sagte, Donald Trump habe Wahnvorstellungen über seinen Erfolg und zeige mangelnde emotionale Kontrolle. Dies zeige sich besonders deutlich an Trumps Attacken auf ehemalige Unterstützer wie den konservativen Kommentator Tucker Carlson und die ehemalige republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, die zu Kritikern wurden. Ein solches gereizte Beschimpfen würde man von einem Zwölfjährigen erwarten. Bei der jüngsten Krisensitzung zum Iran habe Trump laut mehreren Quellen offen den Einsatz einer Atomwaffe ins Gespräch gebracht. Später habe er in öffentlichen Erklärungen den Einsatz von Atomwaffen ausgeschlossen, und man müsse hoffen, daß er sich daran erinnert. Trump habe gesagt, er warte auf einen konkreten Vorschlag aus dem Iran, obwohl der iranische Zehn-Punkte-Plan schon vor zehn Tagen übermittelt wurde. Die USA verfügten trotz gegenteiliger Behauptungen nicht über genügend Schiffe für eine vollständige Blockade der Straße von Hormus.

Weder die Iraner noch die Amerikaner könnten die weltweiten Folgen einer Sperrung der Meerenge einschätzen. Diese Folgen zeichneten sich nun ab. Insbesondere werde die Unterbrechung der Lieferungen von Harnstoff für Düngemittel die weltweite Nahrungsmittelproduktion verheerend beeinträchtigen. Die Verantwortlichen in der US-Regierung, die diese enorme Krise vorhersehen und bewältigen sollten, seien ahnungslos.

Sare erinnerte daran, daß Präsident Joe Biden senil schon war, aber alle so taten, als sei er gesund, während er eine Politik des Krieges und Völkermords betrieb. Nun setze Trump Bidens Politik fort, und auch Trump verliere den Verstand, während Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens so tun, als sei sein Verhalten normal.

Tim Rush von der LaRouche-Organisation berichtete über die Aktivitäten von Bürgerdelegationen, die am 22. April den Kongreß besuchten und rund 40 Büros führender Abgeordneter aufsuchten, um Briefe persönlich zu übergeben – sowohl von ihren Wählern als auch von ausländischen Vertretern, die betonen, es sei „eine Frage des kulturellen Erbes der Welt ist, daß die Gründungsprinzipien der Vereinigten Staaten wiederbelebt werden müssen“. Co-Moderator Dennis Small las aus einer Auswahl dieser internationalen Briefe vor, darunter einen von einer 90-jährigen Nonne aus Barcelona. Zepp-LaRouche sandte dieser Nonne besondere Grüße und verwies auf die vorbildliche Rolle Spaniens in der aktuellen strategischen Lage. Sie hoffe, daß die Spanier die Idee unterstützen, daß ihr Land aus der NATO ausgeschlossen wird.

Callicrate betonte, wie wichtig es sei, die Beziehung zwischen Landwirten und Viehzüchtern und ihren Gemeinden vor Ort wiederherzustellen. Globale Agrarkonzerne hätten die Nahrungsmittelproduktion stranguliert und Nahrungsmittelknappheit verursacht.

Eine Teilnehmerin fragte, ob es denkbar wäre, daß der Iran die Straße von Hormus als Geste des guten Willens wieder öffnet, in der Erwartung von Fairneß? Zepp-LaRouche antwortete, man müsse sich in die Lage der iranischen Staatsführung versetzen, die keinerlei Grund hat, den Vereinigten Staaten oder Israel zu vertrauen, und die für die Sicherheit und das Wohlergehen ihrer Bürger sorgen muß. Small erinnerte daran, daß es tatsächlich die Vereinigten Staaten seien, die derzeit die Meerenge blockieren.

Ein spanischer Teilnehmer betonte die Ungerechtigkeit der US-Blockade gegen Kuba, eine Nation, die oft Solidarität mit anderen Entwicklungsländern gezeigt habe.

Zum Schluß erklärte Zepp-LaRouche, es sei dringender denn je, die internationale Friedensbewegung zu vereinen. Der Vortrag von María de los Ángeles Huerta del Río sei besonders wichtig, weil sich die „Kontrolle über die Narrative“ als zentral im Kampf für den Frieden herausgestellt habe.


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Vernunft und Liebe können den Kriegswahn stoppen!, 22.04.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Nehmen Sie am Freitg, 24. April 2026 am 151. Treffen der Internationalen Friedenskoalition teil.


Internationale Friedenskoalition #151, 24.04.2026, 17.00 Uhr

Einen „Ausbruch der Vernunft“ mobilisieren

151. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Einen „Ausbruch der Vernunft“ mobilisieren

24. April 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Diese Woche schließen sich uns Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts; Dennis Fritz, Command Chief Master Sergeant a. D. (USAF); María de los Ángeles Huerta, ehemalige Abgeordnete des mexikanischen Kongresses; Larry Johnson, ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter der CIA und Mitglied der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS); Joe Maxwell, ehemaliger Vizegouverneur von Missouri und Mitbegründer von „Farm Action“; Mike Callicrate, Rinderzüchter und Agrarvertreter; Diane Sare, unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin; sowie Tim Rush mit einem Bericht aus Washington, D.C. an.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Bei seiner Pressekonferenz am 1. April machte Präsident Trump keine Witze, als er sagte: „Wir können uns nicht um Kinderbetreuung, Medicaid, Medicare und all diese Einzelfragen kümmern. Das können die Bundesstaaten übernehmen. Auf Bundesebene geht das nicht – wir müssen uns auf eine Sache konzentrieren: den militärischen Schutz. Wir müssen das Land beschützen. All diese Kleinigkeiten, all diese kleinen Tricksereien – darum sollen sich die Bundesstaaten kümmern.“

Trump ist nicht der einzige, der solche Meinungen vertritt. Ähnliches wurde von europäischen Staats- und Regierungschefs wie dem deutschen Bundeskanzler Merz und dem britischen Premierminister Keir Starmer geäußert, und wahrscheinlich auch vom französischen Präsidenten Macron, bei dem man allerdings nie weiß, wofür er steht.

Ex-Präsident Joe Biden sagte, nachdem Russlands militärische Sonderoperation in der Ukraine begonnen hatte, die Amerikaner würden gern mehr für Benzin an der Tankstelle zahlen, weil das Russland schade. Nun hören wir dasselbe von Präsident Trump in Bezug auf den Iran.

Die Menschen, die von diesen Politikern angeblich vor „bösen ausländischen Gegnern“ geschützt werden, kämpfen Jahr für Jahr um ihr Überleben. Die Wohnkosten sind außer Kontrolle, ebenso die Energiekosten. Im US-Bundesstaat New Jersey konnten 69.000 Menschen ihre Krankenkassenbeiträge nicht mehr zahlen und haben jetzt keinen Krankenversicherungsschutz mehr.

Deutsche Automobilhersteller und Zulieferer haben Zehntausende Arbeitsplätze abgebaut. Laut AP sagte EU-Energiekommissar Dan Jørgensen am Mittwoch, dass der Iran-Krieg Europa täglich rund 500 Millionen Euro koste und sich noch über Jahre hinweg auf die Preise auswirken werde. „Dies ist kein kurzfristiger, geringer Preisanstieg. Dies ist eine Krise, die wahrscheinlich genauso schwerwiegend ist wie die Krisen von 1973 und 2022 zusammen.“

Die Sperrung der Straße von Hormus wird nicht nur die Energieversorgung und -kosten auf Jahre hinaus beeinträchtigen, sondern auch die Düngemittelversorgung, mit Auswirkungen auf Landwirte und die Nahrungsmittelproduktion. In den Vereinigten Staaten ist der Preis für Rindfleisch um 16 Prozent gestiegen, und der Rinderbestand ist so klein wie seit 75 Jahren nicht mehr. Selbst wenn der Krieg morgen zu Ende wäre, würde es Jahre dauern, die Versorgungswege für Grundnahrungsmittel wiederherzustellen. Und wenn der Krieg weitergeht, was dann?

Auf diesem Planeten sitzen wir alle in einem Boot, wie die Besatzung von Artemis II aus dem Weltraum feststellte. Nur eine Handvoll perverser Milliardäre vom Typ Epstein glauben, dass sie irgendwie von einem ewigen Krieg und diktatorischen Maßnahmen zur Unterdrückung der Opposition profitieren.

Gestern scheiterte der US-Senat zum fünften Mal bei der Verabschiedung einer War Powers Resolution mit 46 zu 51 Stimmen. Selbstdarstellerische Demokraten wie Chuck Schumer haben versprochen, die Resolution jede Woche zur Abstimmung zu bringen, bis der Krieg gegen den Iran endet. Dieser PR-Gag muss enden. Die Volksvertreter sollten dafür stimmen, die Mittel für diesen Krieg zu streichen, was innerhalb von 24 Stunden geschehen könnte. Die Mitglieder des US-Repräsentantenhauses und des Senats haben die Haushaltshoheit, um den Krieg jetzt zu beenden. Kontaktieren Sie die Kongressabgeordneten!

Wir, die Bürger dieser Welt, müssen unsere Kräfte bündeln, um der Epstein-Klasse das Wasser abzugraben. Wir müssen zu einer Welt der Vernunft und des Dialogs zurückkehren, in der die Menschenwürde und die Souveränität respektiert und gefördert werden. Das Treffen der internationalen Friedenskoalition an diesem Freitag ist das Organisationszentrum des Widerstands gegen den Wahnsinn. Helfen Sie mit, dass es eine Rekordbeteiligung gibt!


Das Ende der 500jährigen Kolonialepoche – für einen Dialog der Zivilisationen

Einladung zur Internationalen Konferenz des Schiller Instituts, 30./31. Mai, Berlin

Das Ende der 500jährigen Kolonialepoche – für einen Dialog der Zivilisationen

Die dringende Notwendigkeit einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur

Samstag, 30.5.

10 Uhr: Die dringende Notwendigkeit einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur

  • Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Gründerin des Schiller-Instituts: 
    „Wir lassen die europäischen Zivilisation nicht untergehen!“
  • Professor Zhang Wei (China), Direktor des China Institute der Fudan-Universität: „Aufbau einer gewinnbringenden multipolaren Weltordnung“
  • Pino Arlacchi (Italien), ehemaliger stellvertretender UN-Generalsekretär:
    „Sind wir sicher, dass der kommende wirtschaftliche Sturm global sein wird?“
  • Chas Freeman (USA), ehemaliger Botschafter der Vereinigten Staaten in Saudi-Arabien:
    „Die Geburt, der Tod und die perspektivische Wiedergeburt der Weltordnung“ (per Video)
  • Sanjay Tripathi (Indien), ehem. Souveränität und Konsens der Regierten Beamter in indischen Ministerien:
    „Die dringende Notwendigkeit einer neuen globalen Sicherheit“
  • Dr. Wolfgang Bittner (Deutschland), Autor: „Souveränität, Neutralität, Kultur“

14:30 Uhr: Souveränität und Konsens der Regierten

  • Jacques Cheminade (Frankreich), ehemaliger Präsidentschaftskandidat, Präsident von Solidarité et Progrès: „Ein Neubeginn zur Verhinderung des Aussterbens der Menschheit“
  • Jürgen Schöttle (Deutschland), Ingenieur: „Wirtschaftliche Energieversorgung und Souveränität sind untrennbar“
  • Patrick Baab (Deutschland), Journalist und Autor: „Staatsstreich in Permanenz. Die Zensur-Industrie und das Verwertungsmodell des Digitalen Kriegs-Kapitalismus.“
  • Oberstleutnant a.D. Ralph Bosshard (Schweiz), ehemaliger militärischer Berater des OSZE-Generalsekretärs
  • Dr. Jasminka Simić (Serbien), Redakteurin, Radio-Television Serbien, Belgrad:
    „Die von China inspirierte neue Form der Kooperation zwischen den Staaten des globalen Südens aus serbischer Sicht“
  • Dr. Theodore Postol (USA), emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und nationale Sicherheit am Massachusetts Institute of Technology (per Video)

19 Uhr: Konzert und Dialog der Zivilisationen – Künstler aus China, Russland, Deutschland, Albanien, u.a. präsentieren Musik und Dichtung verschiedener Kulturen.

Sonntag, 31.5.

10 Uhr: Das Ende von 500 Jahren Kolonialismus – Teil 1

  • Harley Schlanger (USA), 250 Jahre Jubiläum Amerikanische Revolution
  • H.E. Eskindir Yirga Asfaw (Äthiopien), Botschafter Äthiopiens
    “Ethiopia – The Uncolonized/ independent/ Beacon and Its Path to Prosperity”
  • S.E. Majid Nili (Iran), Botschafter der Islamischen Republik Iran
  • Daud Azimi (Afghanistan), Vorstandsmitglied der Afghanische Nationale Friedensfront (Peace National Front of Afghanistan, PNF)
  • Videobotschaft einer Gruppe junger Ugander

14 Uhr: Das Ende von 500 Jahren Kolonialismus – Teil 2

  • Charles Onana (Frankreich/Kamerun), Politikwissenschaftler und Autor
  • Purnima Anand (Indien), Präsidentin des BRICS Forum Indien
  • Abbey Makoe (Südafrika), Journalist, Gründer des Global South Media Network (per Video)
  • Dr. Jérôme Ravenet (Frankreich), Professor für Philosophie, Sinologe (per Video)
  • Wolfgang Riess (Deutschland), „Die Zukunft der Automobilindustrie“
  • Mrutjuanjai Mishra (Indien), Journalist (Kommentator bei Times of India)



Als mit der Auflösung der Sowjetunion 1991 der Kalte Krieg endete, erklärte der amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama dies zum „Ende der Geschichte“. Diese Aussage sollte sich als die vielleicht kurzlebigste und falscheste Prognose der Geschichte herausstellen. Nur 35 Jahre nach dieser These befindet sich die Welt in einem beispiellosen tektonischen Umbruch: Nicht nur haben die Nationen des Globalen Südens das Diktat einer unipolaren Weltordnung auf der Basis der anglo-amerikanischen Sonderbeziehung zurückgewiesen, auch die transatlantische Beziehung selbst befindet sich spätestens seit dem Anspruch Trumps auf Grönland in Auflösung. Das Völkerrecht ist aufgehoben, es gilt die Machtpolitik, Drohungen, „eine ganze Zivilisation auszuschalten“, bleiben unter den westlichen Regierungen unwidersprochen, und es ist ein Verlust an Menschlichkeit zu verzeichnen, der die Grundpfeiler der internationalen Ordnung untergraben hat.

Gleichzeitig sind die Nationen des Globalen Südens entschlossen, die Periode von 500 Jahren Kolonialzeit endgültig zu überwinden und ihr Recht auf wirtschaftliche Entwicklung zu verwirklichen, eine Perspektive, die ihnen Chinas Aufstieg und seine Globalen Initiativen der Zusammenarbeit ermöglichen.

Die imperialen Kräfte der alten Ordnung sehen in eben diesem Aufstieg die größte geopolitische Bedrohung – eine Dynamik, die letztlich allen derzeit aufgeflammten Konflikten zu Grunde liegt. Dies gilt auch für den illegalen Angriffskrieg gegen den Iran, dessen Fortsetzung sogar zum Einsatz von Nuklearwaffen und zur Eskalation zu einem Weltkrieg führen könnte.

Umso dringender ist es, eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf die Tagesordnung zu setzen, die in der Tradition des Westfälischen Friedens die Interessen aller Staaten auf dieser Erde berücksichtigen muss. Wir müssen in der Lage sein, die existenzielle Frage für die Menschheit zu beantworten: Können wir uns eine internationale Ordnung geben, die unser langfristiges Überleben als einzige bisher bekannte mit kreativer Vernunft ausgestattete Gattung garantiert? Oder sind wir moralisch nicht in der Lage, die Mechanismen zu beseitigen, die kurzfristig zur Auslöschung der Menschheit führen können?

Die Konferenz in Berlin soll diese Frage mit dem gleichen Optimismus angehen, den Papst Leo XIV. bei seiner jüngsten Reise nach Afrika demonstriert hat. Die Nationen des Globalen Südens müssen bei der Neugestaltung der Weltordnung eine gleichberechtigte Stimme haben. Afrika ist der Kontinent mit der positivsten demografischen Kurve und wird bis 2050 auf 2,5 Milliarden Menschen anwachsen. Also brauchen eine Milliarde mehr Menschen in Afrika eine Milliarde neue produktiver Arbeitsplätze in den nächsten 25 Jahren! Wenn die europäischen Staaten mit den BRICS dabei konstruktiv zusammenarbeiten, wird es nicht nur möglich sein, Armut und Unterentwicklung im Globalen Süden ein für alle Mal zu überwinden, sondern auch alle Staaten an den Errungenschaften der neuen Industriellen Revolution teilhaben zu lassen. Neue Revolutionen in Wissenschaft und Technologie werden es den Menschen ermöglichen, die in ihnen angelegten Potentiale vollständig zu entwickeln, so wie es bisher in der Geschichte nur wenigen Privilegierten gestattet war.

Ob es uns bewusst ist oder nicht: Wir sitzen als Menschheit alle in einem Boot. Die Existenz von thermonuklearen Waffen, Internet, Pandemien etc. bedeutet, dass unser Schicksal engstens verknüpft ist: Entweder gehen wir zusammen unter, oder wir schaffen gemeinsam ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen, das vom Prinzip der Coincidentia Oppositorum (dem Zusammenfall der Gegensätze) des Nikolaus von Kues geprägt ist und das die Idee der einen Menschheit postuliert.

Deshalb müssen wir den Reichtum der verschiedenen Kulturen und Zivilisationen bewusst machen und in einem vielfältigen Dialog zwischen ihnen die schönsten Perlen all dessen beleuchten, was die Menschheit bisher in ihrer Universalgeschichte in Kunst und Wissenschaft, in Musik, Dichtung, Malerei und Philosophie hervorgebracht hat. Wir brauchen eine neue Renaissance, die aus dem Dialog des Besten aller Kulturen und Zivilisationen hervorgeht, und genauso wie z.B. die Goldene Renaissance in Italien die Schrecken des 14. Jahrhundert überwunden hat, können wir so eine neue Ära der Menschheit einläuten, in der die Kinderkrankheiten der Menschheit, wie Oligarchismus und Kriege als Mittel der Konfliktlösung, überwunden werden.

Samstag, 30.5.

10 Uhr: Die dringende Notwendigkeit einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur

19 Uhr: Konzert: Dialog der Zivilisationen 

Sonntag, 31.5.

10 Uhr: Das Ende von 500 Jahren Kolonialismus


Die Registratur wurde geschlossen, wenn Sie spontan teilnehmen wollen, rufen Sie bitte Frau Wolff unter 0152 – 0244 2989 an.


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