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Pandemie gewinnt in Indien die Oberhand; Biden schaut in die andere Richtung

Pandemie gewinnt in Indien die Oberhand; Biden schaut in die andere Richtung

Indien hat in den letzten vier Tagen über 300.000 neue COVID-Infektionen pro Tag gemeldet – ein Weltrekord. Das bedeutet, daß sich in diesem Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern alle drei Tage eine Million (!!) Menschen infizieren. Chinesische Gesundheitsbehörden schätzen, daß die tägliche Rate bis Juni auf 500.000 ansteigen könnte und daß die tatsächlichen Zahlen wahrscheinlich viel höher als die erfassten liegen, da viele Obdachlose, die sich mit dem Virus infiziert haben, nicht mitgezählt wurden. Das Land hat nun insgesamt 16,6 Millionen Fälle registriert, darunter 189.544 Todesfälle. Noch schlimmer ist, daß der neue Virenstamm Berichten zufolge direkt die Lunge angreift und dort öfters erhebliche Schäden verursacht, bevor er überhaupt entdeckt wird.

Während sich ein Großteil der internationalen Medien auf den schieren Horror des Zusammenbruchs des indischen Gesundheitssystems, des tödlichen Sauerstoffmangels und der improvisierten Krematorien unter freiem Himmel konzentriert, ist der eigentliche Skandal, daß die Vereinigten Staaten und andere westliche Nationen nicht nur tatenlos zusehen, sondern Indien sogar den Rücken gekehrt haben und sich – bis jetzt – weigern, dringend benötigte Impfstoffe und andere medizinische Hilfsmittel nach Indien zu schicken.

Die medizinischen und Regierungsbehörden in Delhi haben die USA angefleht, sie mit Impfstoffen von AstraZeneca zu beliefern, die von der Biden-Administration gehortet werden (und die in den USA nicht verimpft werden, da AstraZeneca nicht zugelassen ist, ed.), sowie mit den Rohstoffen, die zur Herstellung von COVID-Impfstoffen in Indien benötigt werden. Indiens ehemaliger Außenminister Kanwal Sibal erklärte gegenüber Sputnik: „Die Haltung der Joe Biden-Administration ist sehr egozentrisch und selbstsüchtig. Indien war sehr großzügig beim Export und bei der Spende von Impfstoffen an andere Länder während der COVID-Pandemie“, sagte Sibal, der auch stellvertretender Leiter der indischen Botschaft in den USA gewesen ist.

„Die USA hingegen wollen sich einen Vorrat anlegen, um sich gegen die nächste Welle abzusichern. In Indien sind Millionen Menschen von dem Virus betroffen, und die USA ignorieren faktisch diese Notlage der Inder“, beklagte sich Sibal. „Die USA sitzen auf 350 Millionen Dosen COVID-Impfstoff, die Indien dringend gebrauchen könnte“, erklärte er.

Zu den Rohstoffen, die zur Herstellung von COVID-Impfstoffen benötigt werden, gehören unter anderem große Plastikbeutel für die Bioreaktoren, Zellkulturmedien und Filter. Das Serum Institute of India (SII), die weltweit größte Produktionsstätte für Impfstoffe, hat diese Woche einen Appell an Präsident Biden getwittert, in dem es ihn aufforderte, das Exportverbot von Rohstoffen aufzuheben. Das SII stellt fest, daß seine Impfstoffproduktion aufgrund des Rohstoffmangels um fast 50 Prozent reduziert werden musste.

Das Beste, was der Biden-Administration bisher dazu einfiel, waren leere Worte in Richtung Indien: „Unsere Herzen sind bei dem indischen Volk inmitten des schrecklichen Covid-19-Ausbruchs“, twitterte Außenminister Tony Blinken. „Wir arbeiten eng mit unseren Partnern in der indischen Regierung zusammen und werden schnell zusätzliche Unterstützung für die Menschen in Indien und die indischen Helden im Gesundheitswesen bereitstellen.“

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