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Artikel von Harley Schlanger über „Caesar“-Sanktionen prominent in Rußland veröffentlicht

Harley Schlangers Atrikel „Stoppt den Massenmord durch „humanitäre“ Sanktionen!“, den er gerade für die LaRouche-Publikationen geschrieben hatte und der über Helga Zepp-LaRouches Appell, die „Caesar“-Sanktionen aufzuheben, berichtet und darauf eingeht, wie der US-Kongreß zu ihrer Verabschiedung angestiftet wurde, ist auf der Webseite des RIAC (Russia International Affairs Council) veröffentlicht worden. Außerdem hat RIAC den Artikel an seine 9.500 Twitter-Follower geschickt. RIAC ist eine Einrichtung des russischen Außenministers und wird von Außenminister Sergej Lawrow geleitet.

Die völkermörderischen Sanktionen, u.a. gegen Syrien und Jemen sowie Helga Zepp-LaRouches Appell werden eines der Hauptthemen bei der internationalen Schiller-Institute/ ICLC Konferenz am 8. Mai 2021 sein.

Der moralische Bankrott der transatlantischen Welt schreit nach einem Neuen Paradigma

Samstag 8. Mai 2021, ab 15.00 UhrZur Anmeldung –>


Zwei ehemalige US-Surgeon General unterstützen die Afghanistan-Initiative von Helga Zepp-LaRouche

Zwei ehemalige Surgeon General der Vereinigten Staaten haben auf die Afghanistan-Initiative von Helga Zepp-LaRouche geantwortet.

Dr. David Satcher, der von 1998 bis 2002 Surgeon General war, äußerte sich wie folgt:

„Dr. William Foege, Direktor der Centers for Disease Control and Prevention (1977-1983), beschreibt in seinem Buch House on Fire: The Fight to Eradicate Smallpox über die erfolgreichen Bemühungen zur Ausrottung der Pocken… Aber als wir im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts kurz davor waren, die Kinderlähmung auszurotten, haben uns die Kämpfe in Afghanistan und Pakistan daran gehindert, Polio in diesen Ländern und damit in der ganzen Welt auszurotten…

Letztendlich werden wir die Kinderlähmung ausrotten, aber leider erst, nachdem viele Menschen gestorben sind und Billionen von Dollar ausgegeben wurden.

Wir können es besser machen! Wir können in das Leben und nicht in den Tod investieren! Wir können ein neues Denken in unsere Beziehungen bringen. Wir können uns umeinander kümmern und Leben über unser eigenes und über unsere eigene Kultur hinaus wertschätzen. Wir können uns dafür einsetzen, daß die Wissenschaft uns und künftigen Generationen dient.

Ich bin beeindruckt von der Idee und der Aussage. Wir sprechen über eine völlig neue Definition des Gewinnens und darüber, was es bedeutet, zu gewinnen, insbesondere gemeinsam zu gewinnen, und die gesunde Entwicklung von Kindern zur Priorität zu machen. Wir brauchen ein neues Paradigma in Bezug darauf, was uns wichtig ist und was wir bereit sind zu tun, um dies zu erreichen.“

Dr. Joycelyn Elders, die von 1993 bis 1994 als General Surgeon tätig war, antwortete:

„Ich stimme Dr. David Satchers Antwort auf Helga Zepp-LaRouches Erklärung über den notwendigen Ansatz zur Bewältigung der schweren gesundheitlichen und humanitären Krise in Afghanistan und vielen anderen Ländern der Welt zu. Wenn wir über den Bedarf an lebensnotwendigen Gütern wie Gesundheitsversorgung, Nahrung und Wasser sprechen, dann ist das für die Menschen überall gleich, unabhängig davon, wo man sich befindet oder welche Regierung man hat.

Die Covid-Pandemie verschärft die Krise in Ländern, die bereits zuvor unter Nahrungsmittel- und Gesundheitsmangel litten. Es ist klar, daß sie nur mit einem modernen Gesundheitssystem in allen Ländern besiegt werden kann. Das Komitee für die Koinzidenz der Gegensätze hat die Notwendigkeit umfassender und nicht stückweiser Lösungen betont. Infrastruktur, Nahrungsmittel, Energie und sauberes Wasser sind entscheidend, kombiniert mit modernen Krankenhäusern und geschultem Personal. Ich setze mich seit langem für die Ausbildung und den Einsatz von kommunalen Gesundheitshelfern ein, die vor allem unter jungen Menschen rekrutiert werden, um die Ressourcen an medizinischem Fachpersonal zu ergänzen. Diese Mitarbeiter wären jetzt von unschätzbarem Wert, um diese Bemühungen zu unterstützen…

Jetzt ist es an der Zeit, die Konfrontation zu beenden und zusammenzuarbeiten, um die Grundbedürfnisse der Menschheit zu erfüllen.“

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Mehr über das von Helga Zepp-LaRouche und Dr. Jocelyn Elders gegründete Komitee für die Koinzidenz der Gegensätze und die Notwendigkeit einer Weltgesundheitsplattform finden Sie in der Gründungserklärung

Siehe auch die jüngste Erklärung von Helga Zepp-LaRouche über die Notwendigkeit von Nahrungsmitteln und öffentlicher Gesundheit in Afghanistan und eine Politik des Friedens durch Entwicklung.

Globale Gesundheitssicherheit erfordert eine medizinische Infrastruktur in jedem Land.


Zepp-LaRouche: Dringender Appell, den Völkermord in Syrien und Jemen zu stoppen und den moralischen Bankrott des Westens mit neuem Paradigma zu ersetzen

Als Flugblatt verbreiten

15. April – Das Schiller-Institut verbreitet einen dringenden Appell seiner Gründerin Helga Zepp-LaRouche, worin diese auf den Aufruf des Apostolischen Nuntius in Syrien, Kardinal Mario Zenari, reagiert, der die Welt auf die akute humanitäre Notlage in Syrien nach neun Jahren Krieg und brutalen „Sanktionen“ des US-Außenministeriums aufmerksam gemacht hat. Eine Reihe anderer Regierungen, insbesondere die britische, unterstützen diese Politik. Die sofortige Aufhebung der sogenannten „Caesar-Sanktionen“, die gegen Syrien verhängt wurden, wird nicht nur in diesem Land den Massenhunger und die Armut stoppen, sondern auch dem Rest der Menschheit zugute kommen. Es ist an der Zeit, wie der Kardinal sagt, den Weg des Friedens durch Entwicklung zu beschreiten und die moralische Gleichgültigkeit zu überwinden, die zunehmend das Hauptproblem für die Katastrophe zu werden droht, die sich auf der gesamten Welt entwickelt.

In ihrem wöchentlichen Webcast des Schiller-Instituts ging Helga Zepp-LaRouche auf den dringenden Appell Kardinal Mario Zenaris in Syrien ein, der die Welt dazu aufrief, dem syrischen Volk zu Hilfe zu kommen. Mehr als 90 Prozent der Syrer leben unter der Grenze extremer Armut, und viele sind in akuter Gefahr, an Hunger zu sterben. Das letzte Jahrzehnt des Krieges, die ungerechten Sanktionen und die Covid-Pandemie haben einen absolut unerträglichen Zustand des Leidens für das syrische Volk geschaffen.
Mit ähnlichen Schrecken ist der Jemen konfrontiert, wo die quälende Realität des Hungers in dem eindringlichen Dokumentarfilm Hunger Ward vermittelt wird, den der Leiter des Welternährungsprogramms, David Beasley, empfiehlt, da er selbst Kinder im Krankenhaus vor seinen eigenen Augen sterben sah, denen er nicht helfen konnte.

Helga Zepp-LaRouche erklärte, es gebe nichts „Humanitäres“ an der Tatsache, daß Kinder [aufgrund der Sanktionen] verhungern und Krankenhäuser und medizinische Versorgung auf Basis eines weiteren, von britischen und US-amerikanischen Regimewechsel-Netzwerken erfundenen, betrügerischen Narrativs geschlossen werden.


„Das muß aufhören, und die „Caesar“-Sanktionen müssen aufgehoben werden. Und alle Kongreßmitglieder, die diese Sanktionen nicht aufheben, machen sich mitschuldig an jedem Tod in der Region“….“ Wir haben einen Punkt erreicht, an dem die Welt entweder aufwacht und wir anfangen, Abhilfe zu schaffen, oder wir werden, auf Grund unseres eigenen moralischen Versagens, als menschliche Gattung nicht überleben. Ich rufe Sie auf: Machen Sie beim Schiller-Institut mit. Arbeiten Sie mit unserem Komitee für die Coincidentia Oppositorum zusammen, das sich für Hilfsprogramme und Wiederaufbau einsetzt. Ich appelliere an Sie: Nehmen Sie Kontakt mit dem Schiller-Institut auf und folgen Sie dem Aufruf von Kardinal Zenari.“

Helga Zepp-LaRouche

Dieser Appell wird u.a. auf portugiesisch, arabisch, englisch, dänisch, italienisch und spanisch verbreitet.


Lesen Sie auch:

 

Video: Kardinal Zenari — Uns läuft die Zeit davon, um die Sanktionen gegen Syrien zu beenden!

Helga Zepp-LaRouche betont die Dringlichkeit, die sogenannten Caesar-Sanktionen gegen das syrische Volk aufzuheben und zitiert in diesem Zusammenhang den Appell des syrischen Kardinals Mario Zenari, die Sanktionen zu beenden. Sie erklärte, es gebe nichts „Humanitäres“ an der Tatsache, daß Kinder (aufgrund der Sanktionen) verhungern und Krankenhäuser und medizinische Versorgung auf Basis eines weiteren, von britischen und US-amerikanischen Regimewechsel-Netzwerken erfundenen, betrügerischen Narrativs geschlossen werden. Wir müssen darauf bestehen, daß jeder politische Entscheidungsträger, der sich nicht gegen diesen Betrug ausspricht, mitschuldig an jedem Tod in Syrien und im Jemen ist.


WFP-Direktor Beasley wirbt für Dokumentarfilm „Hunger Ward“ über Unterernährung im Jemen

Der neue halbstündige Film konzentriert sich auf die schreckliche Notlage und die Sterblichkeitsrate von unterernährten Kindern im Jemen und zeigt Aufnahmen aus dem Sadaqa-Krankenhaus in Aden, dem größten Krankenhaus des Landes, und der Aslan-Klinik, dem größten Behandlungszentrum für Unterernährung im Nordjemen.


Freundschaft und Einheit im Kampf gegen Terrorismus kommt durch amerikanische und russische Amtsträger bei 9/11-Gedenkfeier des Schiller-Instituts zum Ausdruck

Am Sonntag, den 12. September 2021 organisierte das Schiller-Institut in Bayonne, New Jersey, unterstützt durch die Botschaft der Russischen Föderation in Washington, D.C. und das russische Konsulat in New York City eine Gedenkfeier anläßlich des 20. Jahrestages der Terroranschläge auf die Vereinigten Staaten. Die Gedenkfeier fand am hoch emporragenden „Tear of Grief“-Denkmal statt, das sich auf der gegenüberliegenden Seite des Hudson River in unmittelbarer Nähe des Anschlagsortes auf die Zwillingstürme in Manhattan befindet. Das vom russischen Bildhauer Zurab Tsereteli entworfene Denkmal „Tear of Grief“ wurde 2005 von der russischen Regierung und dem russischen Volk als Zeichen des Mitgefühls und der Unterstützung für die Familien und Überlebenden des Anschlags vom 11. September dem amerikanischen Volk als Geschenk übergeben.

Zeremonienmeister war der Feuerwehrmann Michael Pelliccio vom City of Bayonne Fire Department, das eine Ehrengarde stellte, die von der Polizei der Stadt Bayonne und der New York City Police Department Ceremonial Unit Color Guard unterstützt wurde. Beeindruckende Musikstücke, darunter die Nationalhymnen der Vereinigten Staaten und Rußlands, wurde vom New Yorker Chor des Schiller-Instituts sowie von den Solisten Kevin Maynor und dem New Yorker Polizeibeamten Kevin Shaw dargeboten.

Zu den zahlreichen Rednern gehörten Terry Strada, nationale Vorsitzende der 9/11 Families and Survivors United for Justice Against Terrorism (Vereinte Familien und Überlebende von 9/11 für Gerechtigkeit gegenüber Terrorismus), Generalkonsul Sergey Ovsyannikov vom russischen Konsulat in New York, Bayonnes Bürgermeister James M. Davis, Bayonnes Feuerwehrchef Keith Weaver und Kirk Wiebe, ehemaliger leitender Analyst der National Security Agency (NSA). Es wurden Botschaften der Präsidentin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, und des Präsidenten der Russischen Akademie der Künste, Zurab Tsereteli – dem Schöpfer des „Tear of Grief“-Denkmals – verlesen.

Eine wichtige Botschaft wurde vom Botschafter der Russischen Föderation in den Vereinigten Staaten, Seiner Exzellenz Anatoly Antonov, übermittelt. Sie lautet wie folgt:

„Die Tragödie vom 11. September hat gezeigt, daß der Terrorismus eine gemeinsame globale Bedrohung darstellt. Alle Versuche, isolierte ‚Inseln der Sicherheit‘ in der modernen, vernetzten Welt zu schaffen, sind vergänglich und zum Scheitern verurteilt. Der Sieg über die Terroristen kann nur durch gemeinsame Anstrengungen der gesamten internationalen Gemeinschaft erreicht werden. In dieser Hinsicht ist kein Platz für Nachlässigkeit und Doppelmoral. Es ist inakzeptabel, Terroristen in Gute und Böse zu unterteilen.

Sowohl [der Präsident der Russischen Föderation] Wladimir Putin als auch [der russische] Außenminister Sergej Lawrow haben mehrfach erklärt, daß die Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung den Interessen sowohl Moskaus als auch Washingtons entspricht. Die Zusammenarbeit in diesem Bereich kann das Leben hunderter Menschen retten.

Das Denkmal „Träne der Trauer“ zeugt von der Einheit unserer Völker angesichts der globalen terroristischen Bedrohung. Dieses Denkmal verkörpert die Trauer, die die Russen mit den Amerikanern teilen.“

Bayonne Feuerwehrchef Keith Weaver ging in seinen Ausführungen auf die gemeinsamen Werte des amerikanischen und des russischen Volkes angesichts großer Herausforderungen ein und schloß mit den Worten: „Gott segne die Russische Föderation und Gott segne Amerika.“

Die russische UN-Mission veröffentlichte Tweets mit Videos von der Veranstaltung:

https://twitter.com/RussiaUN/status/1437064574042259470

Komitee für die Coincidentia Oppositorum- Das Mosambik-Projekt

Pressemitteilung des Komitees für die Coincidentia Oppositorum (Zusammenfall der Gegensätze):

Das Mosambik-Projekt – Medizinische Versorgung, Nahrungsmittelhilfe und Saatgut für die Zukunft

Diese Mitteilung des Komitees für die Coincidentia Oppositorum im Schiller-Institut wird international verbreitet.

Ungerechtigkeit überall ist eine Bedrohung für die Gerechtigkeit überall. Wir sind in einem unausweichlichen Netzwerk der Gegenseitigkeit gefangen, das in einem einzigen Kleidungsstück des Schicksals verbunden ist. Was auch immer einen direkt betrifft, betrifft alle indirekt.“

-Rev. Martin Luther King Jr.,

Brief aus dem Gefängnis in Birmingham, 16. April 1963

Ungerechtigkeit überall ist eine Bedrohung für die Gerechtigkeit überall. Wir sind in einem unausweichlichen Netzwerk der Gegenseitigkeit gefangen, das in einem einzigen Kleidungsstück des Schicksals verbunden ist. Was auch immer einen direkt betrifft, betrifft alle indirekt.“

Rev. Martin Luther King Jr., Brief aus dem Gefängnis in Birmingham, 16. April 1963

Das Komitee für die Coincidentia Oppositorum (Zusammenfall der Gegensätze) des Schiller-Instituts, das von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, und Dr. Joycelyn Elders, ehemals Surgeon General der USA, gegründet wurde, hat eine Initiative ins Leben gerufen, um Menschen guten Willens unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen, insbesondere Jugendliche, soziale Aktivisten, Religionsvertreter, Landwirte, medizinisches Personal und andere, die sich nicht nur um ihre eigenen Probleme, sondern um die Krise der gesamten Menschheit kümmern wollen. Das Komitee will die Tradition der gewaltfreien direkten Aktion von Dr. Martin Luther King und Mahatma Gandhi wiederbeleben. Es verfolgt die Idee, in einem Pilotprojekt – beginnend in Mosambik – zu demonstrieren, daß sich tragische Umstände abmildern lassen und notwendige großangelegte Maßnahmen angeregt werden können.

Der Direktor des UN-Welternährungsprogramms (WFP), David Beasley, warnt, daß derzeit das Leben von 270 Millionen Menschen durch Hungersnot bedroht ist. Es ist entscheidend, daß Regierungen zusammenarbeiten, um 1. umfangreiche Nothilfeprogramme in Gang zu setzen; 2. moderne Gesundheitssysteme in jedem Land aufzubauen, einschließlich einer vollständigen Infrastruktur und geschultem Personal; und 3. überall landwirtschaftliche Familienbetriebe zu schützen und auszubauen.

Unsere ersten Bemühungen konzentrieren sich auf die Lieferung von medizinischen Hilfsgütern, Nahrungsmitteln und Saatgut nach Mosambik im Südosten Afrikas. Mit 31 Millionen Einwohnern ist es eines der ärmsten und jüngsten Länder der Welt (das Durchschnittsalter liegt bei 17 Jahren). Terroranschläge in der nördlichen Provinz Cabo Delgado haben mehr als 670.000 Menschen zu Binnenflüchtlingen gemacht. Es herrscht chronischer Hunger, über die Hälfte der Kinder ist unterernährt. Wirbelstürme haben vor kurzem große Schäden angerichtet. In den überfüllten Notunterkünften und Lagern fehlt es an elementarsten Dingen wie Seife, was zum Ausbruch von Cholera, Malaria und COVID-19 zu führen droht. Die Störung der Frühjahrsernte und der Neuaussaat hat schwerwiegende Folgen.

Zeitgleich sind Bauern in Ländern mit der höchsten Produktivität der Welt – Frankreich, Deutschland, Indien – mit ihren Traktoren auf den Straßen, um gegen niedrige Preise und neue Agrardiktate zu protestieren, die sie ruinieren und zu einer weltweiten Nahrungsmittelknappheit führen.

Das Ziel des Komitees ist es, so schnell wie möglich eine Lieferung von Lebensmitteln und medizinischen Hilfsgütern nach Mosambik zu organisieren und gleichzeitig in den USA und international die Notwendigkeit einer weltweiten Mobilisierung von Regierungen und Institutionen zur Sicherung der Gesundheit aller Menschen in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken. Mehrere führende Agrar- und Militärexperten schließen sich uns an, um diese Mission zu unterstützen und bekannter zu machen.

Das Komitee arbeitet mit der Golden State Medical Association (GSMA), dem kalifornischen Zweig der National Medical Association (NMA) zusammen, um dieses Projekt zu ermöglichen, da sie frühere Erfahrungen mit humanitären Hilfen für Mosambik haben. Die GSMA hat zusammen mit dem Rat für internationale Angelegenheiten der NMA mehrere Missionen in Mosambik durchgeführt und kennt die dortige Situation gut. Die GSMA hat bereits Kontakte zur Regierung und zu medizinischem Personal vor Ort in Mosambik geknüpft, die eine sichere und effiziente Lieferung von Gütern an die Bedürftigen gewährleisten können.

Das Komitee beabsichtigt, Nahrungsmittel (Mais- und Sojamehl, getrockneten Fisch usw.), Saatgut, Wasserreinigungstabletten und medizinische Hilfsgüter (Schutzausrüstungen, Medikamente usw.) zu liefern, die sowohl in den USA als auch direkt in Afrika beschafft werden, um die Transportkosten zu minimieren.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Lynne Speed, Komitee für die Concidentia Oppositorum

lynnespeed@gmail.com

001-201-562-9890


Das Komitee für die Coincidentia Oppositorum

Von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Präsidentin des Schiller-Instituts

Wir erleben derzeit eine so beispiellose Kombination von Krisen, daß es die psychologische Grenze des Erträglichen zu übersteigen scheint. Gesundheitsexperten in der ganzen Welt warnen, daß es noch weitere neun Monate dauern kann, bis alle Nationen mit einem – noch nicht einmal garantiert zur Verfügung stehenden – Impfstoff versorgt werden können, und in dieser Zeitspanne eine weitere Million Menschen ihr Leben durch COVID-19 verlieren können. Aber eine noch viel größere Anzahl von Menschenleben ist durch die Hungerkatastrophe bedroht, die sich jetzt in den Entwicklungsländern als Folge der Einbrüche in der Landwirtschaft und des Zusammenbruchs des sogenannten Informellen Sektors der Wirtschaft ausbreitet. Schon jetzt werden viele Staaten von lang existierenden, durch die Pandemie noch verstärkten sozialen Spannungen zerrissen – eine Dynamik, die sich in den nächsten Monaten noch massiv verstärken kann.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) meldet einen massiven Einbruch bei den Einkommen um 10,7% in den ersten neun Monaten dieses Jahres, entsprechend 3,5 Billionen Dollar, und einen Verlust von bis zu 500 Millionen Arbeitsplätzen bis Jahresende. In den Industrienationen wurden die Insolvenzen, Kurzarbeit und Entlassungen, die viele Existenzen in Frage stellen, zumindest zeitweise durch Unterstützungsprogramme seitens der Regierungen abgemildert. Aber die meisten Entwicklungsländer sind völlig außer Stande, vergleichbare Programme zu finanzieren. Bei den Ländern mit sogenannten „niedrigen bis mittleren Einkommen“ betrug der Einkommensverlust 23,3% im zweiten und 15,6% im dritten Quartal. Die Prognosen für das vierte Quartal sind noch weitaus pessimistischer.

Wenn man berücksichtigt, daß mehr als die Hälfte der Menschen in den Ländern Afrikas südlich der Sahara bereits vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie keine ausgewogene und ausreichende Ernährung hatte, dann ist die in Vice.com berichtete Nachricht, daß die Nahrungsmittelpreise in ganz Afrika im Schnitt um 250 Prozent gestiegen sind, katastrophal. Es droht, wie der Direktor des Welternährungsprogramms (WFP) David Beasley seit Monaten warnt, eine Hungerkatastrophe von „biblischem Ausmaß“, bei der pro Tag bis zu 300.000 Menschen zu sterben drohen.

Es ist eigentlich klar, daß angesichts einer solchen sich abzeichnenden Tragödie nur die Regierungen gemeinsam die Notprogramme verwirklichen können, die notwendig wären, um das Leben vieler Millionen Menschen zu retten. Doch die Erfahrung der letzten Monate zeigt leider, daß geopolitische Konfrontation des Westens gegen Rußland und China statt Kooperation auf der Tagesordnung steht und z.B. das WFP statt der dringend benötigten 5 Mrd.$ nur 750 Mio.$ erhalten hat.

Was also tun? Soll man zusehen, wie die Tragödie vor unseren Augen ihren Lauf nimmt?

Der Erfinder der modernen Naturwissenschaften und des souveränen Nationalstaates, der große Denker des 15. Jahrhunderts Nikolaus von Kues, entwickelte als Antwort auf das finstere 14. Jahrhundert, das von ähnlichen Katastrophen gekennzeichnet war wie unsere Gegenwart, eine neue Methode des Denkens – die Coincidentia Oppositorum, die, wie er selbstbewußt betonte, einen völlig neuen Ansatz für die Lösung von Problemen darstellte. Es war die Idee, daß der menschliche Geist als lebendiges Ebenbild des Schöpfers dazu fähig ist, die höhere Ebene zu definieren, auf der alle Widersprüche, die scheinbar unlösbar sind, überwunden werden können. Der menschliche Geist ist Nikolaus zufolge in der Lage, das Eine zu denken, welches eine höhere Mächtigkeit hat als das Viele. Ganz ähnlich stellte Albert Einstein fest, daß man die Probleme nicht auf der Ebene lösen kann, auf der sie geschaffen wurden.

Dieses Denken des Ineinsfallens der Gegensätze ist die Methode, die wir heute für die Lösung der die ganze Menschheit bedrohenden Krise anwenden müssen. Wir müssen einen Ausweg definieren, der die existentiellen Bedürfnisse aller betroffenen Menschen und Interessengruppen gleichermaßen erfüllt. Konkret auf die Pandemie bezogen läßt sich dieser Ansatz sehr wohl anwenden.

Ein erster Schritt

Da es die jungen Menschen dieser Welt sind, deren Zukunftschancen durch das Zusammentreffen der Pandemie und der Wirtschaftskrise, an deren Zustandekommen sie keinen Anteil hatten, am meisten gefährdet sind, muß man eine Perspektive für sie entwickeln, die zugleich das reale Problem anpackt und ihnen eine konkrete Aufgabe gibt. Die COVID-19- Pandemie und künftige drohende Pandemien werden wir nur in den Griff bekommen können, wenn in jedem Land dieser Erde ein modernes Gesundheitswesen aufgebaut wird, das dem Hill-Burton-Standard in den USA, dem deutschen und französischen Gesundheitssystem vor der Privatisierung oder dem in Wuhan erfolgreich demonstrierten System in China im Prinzip entspricht.

Der erste Schritt dazu könnte gemacht werden, indem man z. B. Universitätskliniken, Krankenhäuser, medizinische Fakultäten oder medizinische Hochschulen in den USA und europäischen Nationen durch Partnerschaften mit gleichartigen Institutionen in Afrika verbindet. Wenn man moderne Gesundheitssysteme aufbauen will, werden ja nicht nur die medizinischen Kapazitäten, wie Krankenhäuser, Infrastruktur, Wasser, Elektrizität etc. gebraucht, sondern auch gut ausgebildetes medizinisches Personal in sehr großer Anzahl.

Diese Partnerschaften sollen deshalb junge, z.T. arbeitslose Menschen in den USA, Europa und afrikanischen Staaten nach dem Vorbild von Roosevelts Civilian Conservation Corps (CCC) zunächst zu medizinischen Hilfskräften und dann später zu medizinischem Personal ausbilden. Der allererste Schritt ist die Schulung der jungen Menschen für den Einsatz in den Gemeinden bzw. Dörfern, um die Bevölkerung in die Gesundheitsmaßnahmen einzuweisen, die zur Bekämpfung der Pandemie notwendig sind.

In Tuskegee/Alabama, in Tennessee, in St. Louis/Missouri und weiteren Orten in den USA gibt es bereits eine solche Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen, die auch Kliniken und lokale Polizeikräfte in vertrauensbildende Maßnahmen wie Hausbesuche einbezieht, was angesichts der allgemeinen Unsicherheit in der Bevölkerung und der teilweise massiven Kampagnen gegen das Tragen von Masken, die Ablehnung von Impfstoffen etc. dringend notwendig ist.

Die gemeinsame Ausbildung und der Einsatz von amerikanischen und europäischen jugendlichen Hilfskräften mit afrikanischen Jugendlichen in den afrikanischen Partnerschaftsprojekten erfordern ebenfalls vertrauensbildende Maßnahmen durch medizinisches Personal sowie Vertreter von Kirchen oder im Katastrophenschutz tätigen Organisationen. Von Anfang an sollten diese Programme zuerst auf die Verteilung von medizinischem Material und leicht transportierbaren Lebensmitteln, wie Milchpulver, Trocken- und Dosenfleisch etc. ausgerichtet sein, um dies so bald wie möglich auf die Ausbildung der Jugendlichen beim Aufbau von Infrastruktur und der Entwicklung von Landwirtschaft und Industrieprojekten auszuweiten.

In den sozialen Brennpunkten in amerikanischen Städten oder europäischen Vorstädten, in denen es in der letzten Zeit aus unterschiedlichen Gründen zu gewaltsamen Straßenkämpfen gekommen ist, wäre eine solche Ausbildungsperspektive für Jugendliche, die heute einer Vielfalt von Gefährdungen wie Drogen, Alkohol, Bandenkriminalität, Internetabhängigkeit und degradierter Gegenkultur ausgesetzt sind, die absolut notwendige Alternative, um eine gesellschaftlich notwendige und zukunftsweisende Aufgabe zu erhalten.

In den USA würde eine solche kreative gewaltfreie direkte Aktion historisch an der Bürgerrechtsbewegung von Dr. Martin Luther King anknüpfen. Es sei daran erinnert, daß Amelia Boynton Robinson, die Bürgerrechtlerin, die Dr. King nach Selma/Alabama holte und die im März 1965 während des berüchtigten „Blutsonntags“ auf der Edmund-Pettus-Brücke von der Polizei zusammengeschlagen und für tot gehalten zurückgelassen wurde, 25 Jahre lang Vizepräsidentin des Schiller-Instituts gewesen ist.

Es ist hier nicht der Ort, um die Komplexität der sozialen Brennpunkte zu diskutieren, sei es in den amerikanischen Städten mit den Gewaltausbrüchen, die vor allem seit der Ermordung des Afroamerikaners George Floyd stattgefunden haben, sei es in den französischen Banlieues, in denen die Auswirkungen der Pandemie die schon lange existierende soziale Schieflage dramatisch verschlimmert haben. Auch wenn es zweifellos Kräfte gibt, die bestehende soziale Konflikte für ihre politischen Zwecke instrumentalisieren, so bleibt dennoch die dringende Notwendigkeit, die eigentlichen Ursachen für die Verzweiflung und Entwurzelung der jungen Generation zu beseitigen. Ein solcher erster Schritt der Ausbildung zu medizinischen Hilfskräften kann in vielen Fällen der Startschuß sein, um dann eine professionelle Ausbildung als Krankenpfleger, Arzt oder medizinischer Wissenschaftler zu durchlaufen.

In dem Komitee sollten sich Personen zusammenfinden, die sich als eine Taskforce zur Realisierung dieses Projektes verstehen, die ihre unterschiedlichen Qualifikationen einbringen und einfach in einem anfangs kleinen, aber gut aufgezogen Beispiel demonstrieren, wie man das Problem so angeht, daß es auch als Pilotprojekt für entsprechende große Regierungsprogramme dienen kann, die dann hoffentlich bald folgen werden.

Die Hunger-Pandemie besiegen

Es ist dringend notwendig, weltweit genug medizinisches Personal auszubilden, um ein Weltgesundheitssystem aufzubauen. Aber damit muß die Überwindung der Hunger- Pandemie einhergehen. Es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, daß in den Entwicklungsländern als Folge der durch die Pandemie massiv verschärften Hunger- Katastrophe buchstäblich viele Millionen Menschen vom Tod durch Verhungern bedroht sind – wie Jean Ziegler, ehemaliger UN-Beauftragter für Menschenrechte, beschrieben hat, eine der qualvollsten Todesarten –, während gleichzeitig in den USA und Europa Landwirte um ihr wirtschaftliches Überleben kämpfen müssen. Diese müssen teilweise ihre Herden töten, weil die Kartelle sklavenähnliche Bedingungen in der fleischverarbeitenden Industrie geschaffen haben, so daß es unter diesen Betrieben immer wieder zu Corona-Hotspots kommt. Es ist zudem unakzeptabel, daß die Landwirte, die die Lebensgrundlagen für die ganze Gesellschaft produzieren, durch eine profitmaximierende Politik der Banken und Kartelle und durch ideologisch „grün“ motivierte Auflagen in den Ruin getrieben werden.

Vertreter der Landwirtschaft sollten sich also an diese medizinischen Teams angliedern und sowohl den Nottransport geeigneter Lebensmittel in Krisengebiete organisieren als auch die Ausbildung von zusätzlichen Jugendlichen für die Entwicklung der Landwirtschaft in den Entwicklungsländern in Angriff nehmen. Gemeinsam mit afrikanischen Landwirten können sie mit dem Aufbau einer modernen Landwirtschaft beginnen, was natürlich den Ausbau von Infrastruktur, Wasser- und Elektrizitätsversorgung usw. erforderlich macht. Es gibt in den USA, Deutschland, Frankreich oder Italien begeisterte junge und ältere Landwirte, die es in dieser Krisensituation als einen Teil ihrer Lebensaufgabe sehen werden, bei einem solchen Programm für die Überwindung einer beispiellosen Notlage mitzuhelfen.

Was also in den USA und Europa gebraucht wird, ist der Zusammenschluß von medizinischen Fachkräften im Ruhestand, engagierten Individuen sowie sozialen und religiösen Organisationen, die in diesem Komitee zusammenarbeiten, um diese Ausbildungsprojekte zusammenzustellen. Es ist auch ihre Aufgabe, die notwendigen Spenden von transnationalen und mittelständischen Firmen von Vorständen zu sammeln, die verstehen, daß es sich bei diesen Projekten um eine humanitäre Notwendigkeit handelt und daß es zugleich in ihrem ureigensten Interesse liegt, daß wir eine Welt erhalten, in der wir leben können.

Sobald diese Projekte eine konkrete Form annehmen, werden sie trotz des Ernstes der Lage die Begeisterung auslösen, die alle großen Pionierprojekte erzeugen können, und sie werden für viele junge Menschen, die andernfalls in soziale Aufstände und gewaltsame Aktivitäten hineingezogen würden, eine Zukunftsperspektive weisen.

Wie gesagt kann eine solche private Initiative in der Tradition der gewaltfreien Aktionen von Mahatma Gandhi und Martin Luther King (direct civil action) die gigantische Herausforderung, vor der wir stehen, nicht alleine lösen. Aber sie kann ein praktisches Beispiel geben, wie Menschen, die guten Willens sind, in einer ansonsten recht verzweifelten Lage intervenieren und einen Lösungsansatz aufzeigen können. Diese konkrete Beispiele werden dann die Regierungen ermuntern bzw. unter Druck setzen, sich zusammenzuschließen und mit einem neuen Kreditsystem die Rahmenbedingungen im Großen zu schaffen, um die Unterentwicklung der Entwicklungsländer dauerhaft zu überwinden.

Die cusanische Idee, daß auf einer höheren Ebene eine Lösung gefunden werden kann, die die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt, fände so eine aktuelle Anwendung. Diese Initiative wird helfen, die Pandemie zu bekämpfen, sie wird eine sinnvolle Aufgabe für junge Menschen definieren und sie wird akute Notsituationen in wirtschaftlich benachteiligten Regionen in den USA und Europa ebenso wie in afrikanischen Staaten verbessern helfen. Sie wird außerdem die existentielle Wichtigkeit der Landwirtschaft in Zeiten von Hungersnöten hervorheben und Menschen vor dem Hungertod retten. In einer Situation, wo viele Menschen sich angesichts der Jahrhundertkatastrophe ohnmächtig fühlen, bietet das Komitee die Möglichkeit für jeden einzelnen, etwas zur Überwindung der Krise beizutragen.

Hier unterstützen

Das Komitee befindet sich derzeit in seiner Aufbauphase. Zur Mitarbeit haben sich bisher die folgenden Personen bereit erklärt (Stand 1.10. 2020):

– Dr Jocelyn Elders, ehem. Surgeon General of the United States

– Dr. Kildare Clarke, M.D., ehem. Associate Director, Emergency Room Kings County Hospital, Brooklyn, N.Y.

– Dr. Jacob Goldsmith, PhD., Prof. für Chemie, Seton Hall University, NJ

– Dr. Morad Abou-Sabe, Prof. für Mikrobiologie (em.), Rutgers University, NJ, Egyptian-American Professional Society

– Dr. Shirley Evers-Manly, Interims-Dekanin der Krankenpflegeschule der Alcorn-Universität in Mississippi und Vorstandsmitglied der National Black Nurses Association.

– Fran McClain, Registrierte Krankenpflegerin, 2019-20 Vorsitzende der Rutgers University Alumni Association

– Carolyn Nah, Ehem. Präsidentin der NAACP, Bridgeport, CT

– Dr. Alim Muhammad, M.D., Gründer und Präsident des Abundant Life Health Attainment Center

– Greg Witherspoon, Pastor, Präsident der Make Health Happen Organization, East St. Louis, Illinois

– Scott Muhammad, Direktor der Students For Education and Economic Development (SEED), Tuskegee, Alabama

– James „Jim” Evans, ehem. demokratischer Abgeordneter des Mississippi House of Representatives (1992-2016)

– Dr. Lucenia Williams Dunn, ehem. Mayor, Tuskegee/Alabama

– Lamar Lemons, ehem. Landtagsabgeordneter, Detroit, derzeit Kandidat für den Schulrat

– Dr. Algeron Phillips, M.D., E. Orange, NJ

– Dr. Benett Greenspan, ehem. Vorsitzender der Society of Nuclear Medicine and Molecular Imaging

– Dr. William Warrick, M.D., Vorsitzender Veterans for Peace

– Bishop Nicolas Homicil, Executive Director, The Voice of the Tabernacle Multi Service Center, Mattapan, MA

– Dr. Kathy Helgason, Neurologe und emeritierter Professor

– James Barnett, North Alabama Regional Representative (1985), Coalition of Black Trade Unionists


Beijing begrüßt Helga Zepp-LaRouches „Erklärung von China-Kennern aus der ganzen Welt“

Das Büro der Sprecherin des chinesischen Außenministeriums veröffentlichte heute die folgende Erklärung:

In der Erklärung („Erklärung von China-Kennern aus der ganzen Welt“) des französischen Schiller-Instituts wird die jüngste Anti-China-Bewegung verurteilt.

Die chinesische Sprecherin Hua Chunying erklärte: „Sie [die Erkärung des Schiller-Instituts] spiegelt die rationale und gerechte Stimme scharfsichtiger Menschen der internationalen Gemeinschaft wider.“

Auf der regulären Pressekonferenz des Außenministeriums am 26. März fragte ein Reporter des CCTV Hauptsitzes: „Am 24. März veröffentlichte das Schiller-Institut auf seiner Webseite eine ‚Erklärung von China-Kennern aus der ganzen Welt‘, die von 34 Amtsträgern aus 18 Ländern, darunter ehemaligen Politikern, Diplomaten und Wissenschaftlern, gemeinsam unterzeichnet wurde. Die Erklärung verurteilt die derzeitige internationale Anti-China-Bewegung und ruft den Westen dazu auf, Chinas Entwicklungsleistungen und seine großartige Kultur anzuerkennen und sich auf Kooperation statt Konfrontation mit China einzulassen. Was ist der Kommentar Chinas?“

Hua Chunying: „Wir haben die oben erwähnte Erklärung zur Kenntnis genommen. Sie repräsentiert die rationale und gerechte Stimme weitsichtiger Menschen dieser Welt, verurteilt und weist die verrückten Worte und Taten der westlichen Anti-China-Kräfte zurück, die China mutwillig angreifen, verleumden und sogar Gerüchte gegen China unter Missachtung der Fakten in die Welt setzen.

Die Unterzeichner der Erklärung haben entweder in China gelebt und gearbeitet oder sind regelmäßig für längere Aufenthalte nach China gereist. Sie alle haben Erfahrungen aus erster Hand und eine objektive Beobachtung Chinas. Viele von ihnen haben die bemerkenswerten Erfolge miterlebt, die China seit der Reform und Öffnung erzielt hat. Sie haben miterlebt, wie die Kommunistische Partei Chinas und die chinesische Regierung mit einem auf die Menschen ausgerichteten Ansatz 850 Millionen Chinesen aus der extremen Armut befreit haben. In jüngerer Zeit haben sie gesehen, wie 1,4 Milliarden Chinesen als Einheit verbunden die COVID-19-Epidemie besiegt haben. Ihre Aussage beweist einmal mehr, daß Sehen Glauben bedeutet.

Tatsächlich stellen viele ausländische Freunde, die seit vielen Jahren in China leben oder mit China zu tun haben, fest, daß je näher sie China kommen, sie desto mehr erkennen, daß China in Wirklichkeit weit entfernt oder sogar vollkommen entgegengesetzt zu dem Bild ist, das einige westliche Medien und Politiker zu zeichnen versuchen. Ich habe viele von Ausländern hochgeladene Videoclips gesehen, die sagten, daß sie erst nach ihrer Ankunft in China und nachdem sie das Land so gesehen haben, wie es ist, gemerkt haben, daß sie von ausländischen Medienberichten getäuscht worden waren. China war schon immer offen für die Welt. Wir heißen Menschen aus der ganzen Welt willkommen, um uns näher zu kommen und China zu verstehen. Wir hoffen, daß bestimmte Personen im Westen ihre Voreingenommenheit ablegen, zur Rationalität zurückkehren, ihr Denken befreien, die Wahrheit anhand von Fakten suchen und China aus einer objektiven Perspektive betrachten.“

Deutsche Übersetzung des Schiller-Instituts aus der englischen Übersetzung von:

Spokesperson’s Office of the Ministry of Foreign Affairs
Official release of China’s foreign policy
Authoritative interpretation of China’s position and attitude


Ein Beispiel für wahre Agape LaRouche in den Universitäten – der wirkliche Begriff von Kraft

Die Internationale LaRouche-Jugendbewegung verfaßte anläßlich des zweiten Todestages von Lyndon H. LaRouche (8. September 1922 – 12. Februar 2019) die folgende Erklärung:

Wir, Jugendliche aus aller Welt und Mitglieder des internationalen Schiller-Instituts, haben die Frage gestellt, ob in der akademischen und moralischen Erziehung der vielen jungen Menschen auf diesem Planeten wirklich das Richtige getan wird. Bei der Beantwortung dieser Frage stoßen wir auf das Paradox, daß, wenn tatsächlich das Richtige getan würde, die schwere internationale Systemkrise, mit der wir es zu tun haben, nicht existierte.

Was durch Erziehung und Bildung in die Köpfe und Herzen unserer Jugend eingeht, gibt ihnen die Mittel an die Hand, um zu entscheiden, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen, ob sie eine „Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft“ eingehen, um unser Universum zu verbessern. Wenn sie die Methode hinter Lyndon LaRouches Ideen kennenlernen, wird das Wort „Verpflichtung“ sie nicht erschrecken. Sie werden darin die Verwirklichung ihrer Ideale sehen, wenn sie sich selbst ständig weiterentwickeln und damit auch den Vorteil ihrer Mitmenschen anstreben.

In diesem Sinne haben wir eine Initiative mit dem Titel „LaRouche in den Universitäten – der wirkliche Begriff von Kraft“ gestartet. Mit ihr wollen wir junge Studenten, Professoren und andere Interessierte mit der Methode und den Beiträgen des amerikanischen Ökonomen Lyndon LaRouche vertraut machen. In alle Lehrpläne muß die Geschichte jener Ideen einfließen, die es uns im Laufe der Entwicklung der menschlichen Zivilisation ermöglicht haben, aus existenziellen Krisen gestärkt hervorzugehen und eine Renaissance auf höherem Niveau zu schaffen. Dies sind das agapische Prinzip und die Ideen zur Staatskunst, die LaRouche zu Lebzeiten entwickelt und beigesteuert hat. Deshalb setzen wir heute, wo diese Ideen notwendiger denn je sind, dieses Projekt am zweiten Jahrestag seines Todes, am 12. Februar, in Gang.

Das ist unsere Petition:

Beginnen wir damit, die von Lyndon LaRouche entwickelte Methode in Akademien, Universitäten, Foren, Kursen und Klassenzimmern zu vermitteln, und zwar durch Workshops, Seminare, Leistungskurse, Konferenzen, Wettbewerbe, Experimente, Wissenschafts- und Kunstmessen. Öffnen Sie Ihren Geist, setzen wir uns hin und diskutieren, wie wir zusammenarbeiten können, um die schöpferischen Fähigkeiten und das „spezifische Vermögen kognitiven Erkennens“ im Individuum zu aktivieren und eine Dynamik des sokratischen Dialogs als Antwort auf die Suche nach Lösungen für die Paradoxe der gegenwärtigen Krise zu schaffen.

Wir stellen keine Forderungen. Wir bieten die Möglichkeit, jungen Menschen das zu geben, was ihnen durch das Naturrecht gehört. Das heißt, einen Wendepunkt in der Geschichte zu schaffen – eine Option, die sich von dem Pessimismus der heutigen Zeit unterscheidet.

Es stimmt, daß das, was die jungen Menschen mit ihrer Bildung anfangen, nicht in unserer Hand liegt; aber zumindest sind wir mit uns im Frieden, das Richtige getan zu haben, den Jugendlichen den richtigen Weg gezeigt zu haben, der nicht in ihre Selbstzerstörung führt.

Das ist wahre Liebe zu den Mitmenschen – wahre Agapē. Unsere Petition kommt nicht aus einem Gefühl, daß wir von der Gesellschaft die Nase voll haben, oder aus Wut, Haß oder daß wir uns in einer Opferrolle sehen. Sie ist vielmehr aus der Hoffnung geboren, durch unsere eigenen Anstrengungen ein würdiges Dasein für die Menschheit und alle Bewohner unseres Planeten zu schaffen. Dies sind die Ideen, für die Lyndon LaRouche zu Lebzeiten kämpfte, und wir jungen Menschen haben die Verantwortung übernommen, sie heute mit noch größerer Kraft zu verwirklichen.

Wenn wir die Gegenwart verändern, eröffnet sich eine Zukunft des Wohlergehens, aber auch eine Zukunft voller Paradoxe, die es für unsere zukünftigen Generationen zu lösen gilt – eine Chance, das eigene Glück darin zu suchen, anderen nützlich zu sein, statt nur an sich selbst zu denken.

Der frühere mexikanische Präsident José López Portillo sagte 1998: „Jetzt ist es notwendig, daß die Welt auf die weisen Worte von Lyndon LaRouche hört.“ Wir möchten hinzufügen: „Jetzt ist es notwendig, daß LaRouche in allen Bildungseinrichtungen Welt studiert wird.“

Schließen Sie sich unserer Inititative an!!



Die wichtigste und grundlegendste Frage, die sich uns durch die herannahende Katastrophe stellt, ist: In welchem Maße, auf welche Art und Weise und mit welchen Mitteln kann der Mensch prinzipiell vorherige Kenntnis über die Methode erlangen, mit der er die gegenwärtige Richtung des Schicksals seiner Gesellschaft willentlich und gezielt zum Besseren verändern kann? Und so sogar die schlimmste, scheinbar unvermeidliche Katastrophe zu überwinden, wie sie uns gegenwärtig droht?

Aus Gründen, die ich in früheren Schriften ausführlich dargelegt habe, muß sich jede Erörterung dieses Themas sinnvollerweise auf die Ansammlung von Wissen beziehen, die die Menschheit, und im engeren Sinne jede spezifische Kultur, bis zum Zeitpunkt der aktuellen Diskussion besaß. Mit anderen Worten: Die Untersuchung von Sachverhalten, die die eingangs gestellte Methodenfrage betreffen, muß sich empirisch auf die Wirkungsgeschichte der bisher entwickelten Ideen beziehen, so wie Platon den Begriff Ideen und Leibniz die platonische Idee einer Monadologie definiert hat.


 

Das ist der Rahmen, in dem sich eine bestimmte Kultur zu einer bestimmten Zeit mit einer bestimmten Herausforderung für ihre weitere Existenz auseinandersetzen muß. Diese Herausforderung muß von dem Standpunkt betrachtet werden, daß diese Kultur nicht nur im geographischen Kontext der Welt steht, sondern auch dem Erbe der kulturellen Entwicklung dieser Gesellschaft verpflichtet ist, das sich aus der gesamten Menschheitsgeschichte bis zu diesem Zeitpunkt angesammelt hat. Diese retrospektive Sichtweise definiert die breite Bedeutung historischen Spezifität…

Wenn wir den Begriff „Idee“ verwenden, wie es Platon, Kepler oder Leibniz tun würden, meinen wir entweder die Qualität der Idee, die mit einem universellen physikalischen Prinzip verbunden ist, wie z.B. Keplers ursprüngliche Entdeckung des Prinzips der universellen Gravitation, wie Kepler dies in seiner Neuen Astronomie Schritt für Schritt detailliert beschreibt, oder die Idee der Weitergabe einer solchen Idee an eine andere Person. Oder wir meinen die Vorstellung einer Idee, die in Entdeckungen eines universell gültigen physikalischen Prinzips in nicht-lebenden wie in lebenden Prozessen steckt, und auch die Weitergabe von Ideen dieser spezifisch kognitiven Qualität, wie sie von Platon definiert wurden, von einer Person zur anderen.



Das gleiche Prinzip kommt in jeder Aufführung von J.S. Bachs Johannes- und Matthäus-Passion zum Ausdruck, wenn sie so aufgeführt werden, wie Bach die organische Beteiligung zwischen Komponist, Solisten, Chor und Gemeinde beabsichtigte. Die Absicht ist, daß alle – Komponist, Solisten, Chor und Gemeinde – am Wiedererleben dieser Passion innerhalb ihrer eigenen kognitiven Erfahrungen teilhaben können. Mozarts Große Messe, sein späteres Requiem und Beethovens Messen sind Kunstwerke einer Art, die eine wahrhaftige kognitive Erfahrung des Wiedererlebens der Geschichte bewirken, wie sie vom Komponisten, den Ausführenden und den Zuhörern geteilt wird. 

Das ist keine Fiktion und keine bloße Unterhaltung, sondern unterstreicht die kognitive Realität der Geschichte – anstatt nur dümmlich-reduktionistisch die Schatten an der Wand einer schwach vom Feuerschein erleuchteten Höhle wahrzunehmen oder verdunkelt im Spiegel der Sinneswahrnehmung zu sehen. Die höhere Wahrhaftigkeit großer klassischer Kunst besteht in diesem Sinne darin, daß sie eine wesentliche Funktion erfüllt, nämlich dem Publikum die kognitive Erfahrung des historischen Gegenstands zu ermöglichen, auf den sich die Kunst oder eine geeignete Form von Gottesdienst bezieht…

Letzteres werden andere weitergegeben, und zwar in Form von spezifisch kognitiven Wissensqualitäten… Die Bestätigung definiert sich danach, wie sie dazu beiträgt, die Macht der Gesellschaft in und über das Universum physisch zu erhöhen. Typischerweise mißt man dies pro Kopf und pro Quadratkilometer eines normierten Querschnitts der Erdoberfläche.

Auf heute bezogen können wir sagen, daß wir die Absicht eines bestimmten Verfassers kennen, weil er uns derart durch jene spezifische kognitive Erkenntnisfähigkeit zwingt, in unseren eigenen kognitiven Prozessen die Entdeckung einer experimentell überprüfbaren Idee zu replizieren. Dieses Prinzip bestimmt die Art und Weise, wie Ideen, wie Platon sie definiert, unter lebenden Menschen ausgetauscht werden; genauso werden auch Ideen als Ideen von der Vergangenheit in die Gegenwart und in die Zukunft mitgeteilt.

Im Gegensatz zu jenem einzelnen Wahrnehmungsschritt, durch den wir Objekte mit Hilfe von Sinneswahrnehmungen zu erkennen lernen (d.h. die rohe empirische Vorstellung von „Sinnesgewißheit“), erfordert der individuelle Erkenntnisakt einer Idee drei Schritte.

Erstens: Es muß ein wahres ontologisches Paradox erkannt werden.

Zweitens: Es muß in einem Hypotheseschritt ein universelles Wirkprinzip entdeckt werden, wodurch das Paradox aufgelöst wird.

Drittens: Die Entdeckung muß experimentell überprüft werden. Mit anderen Worten, der Test muß zeigen, ob das hypothetische Prinzip universell ist oder nicht. Wenn nicht, ist es kein Prinzip.

Da der erste und der dritte Schritt experimentell überprüfbar ist, erkennt eine zweite Person, die diese Schritte wiederholt, den gelungenen Gedankengang, der die hypothetische Entdeckung im Geist des ursprünglichen Entdeckers hervorgebracht hat, im eigenen Geist wieder. Auf diese Weise läßt sich das Nichtwahrnehmbare erkennen, weil die Existenz dieser Idee effizient ist, um die Schatten an der Wand von Platons Höhle zu lenken. Diese Teilhabe am Akt der Entdeckung eines experimentell gültigen Prinzips definiert eine Idee platonischen Typs. Die Idee eines Prinzips, die auf diese Weise erzeugt und bewiesen wird, stellt somit eine kommunizierbare und auch effiziente Idee für die Praxis dar, auch wenn die Idee selbst nicht für die bloßen Sinne sichtbar ist.

Der Gegenstand von Geschichte, richtig verstanden, ist somit die Geschichte von Ideen, wie man sie entsprechend meiner Zusammenfassung hier definieren muß. Das einzig gültige Konzept von Geschichte ist also eine Geschichte von Ideen.

Anders gesagt, Entdecker der Vergangenheit können geistig mit uns durch die oben beschriebene dreistufige Methode kommunizieren, selbst wenn sie schon lange verstorben sind. So können auch wir geistig mit Personen kommunizieren, die noch lange nach unserem Tod gezeugt und geboren werden. Diese auf Ideen basierende Beziehung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist das Äquivalent der Idee von Geschichte zur Geschichte der Ideen. Nicht durch das Lernen nach Maßgabe der Sinnesgewißheit, sondern nur durch die kognitive Kommunikation von Ideen platonischer Qualität stehen wir in einer effizienten Beziehung zur Menschheit als Ganzes, zu unseren Vorfahren, unseren Zeitgenossen und unserer Nachwelt.

Hieraus ergibt sich die unverzichtbare Rolle einer klassisch-humanistischen Allgemeinbildung für alle Mitglieder unserer Gesellschaft. Das Hauptziel und die Funktion der Bildung muß es sein, vor allem die jungen Menschen in die Lage zu versetzen, die wichtigen kognitiven Erfahrungen vergangener Generationen nachzuerleben, insbesondere die großen Entdeckungen und die großen Krisen früherer Kulturen und Völker. In der Suche nach kognitiven Wahrheiten im Rahmen einer klassisch-humanistisch Ideen-Erziehung der Jugend liegt die Grundlage für die moralische Entwicklung des Charakters junger Menschen und damit auch der Erwachsenen.

Der überlegene moralische Charakter eines Individuums, das die Vorzüge einer klassisch-humanistischen Erziehung genießt, drückt sich – im Gegensatz zu den heute üblichen Praktiken – nicht nur darin aus, daß diese Personen in der Regel moralischer und geistig gesünder sind als andere Teile der Bevölkerung, sondern auch in höheren intellektuellen Leistungen in allen Berufen, die sie ergreifen mögen. Darum läßt eine historisch so definierte allgemeine kognitive Entwicklung auf einen induzierten Geisteszustand schließen, der als Ausdruck eines Prinzips der höheren Hypothese verstanden werden kann – gewöhnlich verdeutlicht durch die Fähigkeit des Individuums, ganze Abfolgen von Entdeckungen hervorzubringen.

Die Fähigkeit, diese kognitiven Entdeckungen universeller Prinzipien aufgabenorientiert mit anderen zu teilen, macht wirkliches Wissen über das physikalische Universum zum bewußten Gegenstand. Die Fähigkeit, eine solche Idee von anderen mit demselben kognitiven Ursprung zu unterscheiden, versetzt uns in die Lage, innerhalb eines sozialen Prozesses eine Idee von einer anderen als eine Existenzform von Ideen zu unterscheiden.

Dieser soziale Aspekt des Prozesses kognitiver Ansammlung gültiger Ideen über aufeinanderfolgende Generationen hinweg definiert das, was man als klassische Prinzipien künstlerischer Komposition und Aufführung bezeichnen kann. Die validierbaren Prinzipien klassischer künstlerischer Komposition bilden auch die Grundlage für das Verständnis von wirklicher Geschichte und Staatskunst.

Die souveräne Form einer modernen nationalstaatlichen Republik zeichnet sich dadurch aus, daß sie die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr als menschliches Vieh betrachtet. Wenn die Regierung die Wirtschaftspolitik und damit zusammenhängende Angelegenheiten in diesem Sinne gestaltet, übernimmt sie die Verantwortung für: a) die Sicherung der nationalen wirtschaftlichen Entwicklung, gemessen pro Kopf und pro Quadratkilometer; b) die Entwicklung der grundlegenden wirtschaftlichen Infrastruktur im gesamten nationalen Territorium; und c) die Förderung des wissenschaftlichen Fortschritts und die Nutzung der daraus entstehenden Technologien, um die Weiterentwicklung der produktiven Arbeitskraft aller Haushalte zu unterstützen, aus denen sich die Bevölkerung zusammensetzt.

Die Blüte der klassischen Bildung und ihrer Anwendung in Wissenschaft und Kunst fördert sowohl das produktive Potential der Bevölkerung als auch ihre Bereitschaft, an der Umsetzung entsprechender Verbesserungen der materiellen und kulturellen Lebensbedingungen praktisch mitzuwirken. Das menschliche Individuum ist von Natur aus schöpferisch; das unterscheidet es von den Tieren. Wenn diese Eigenschaft des Individuums geweckt und gefördert wird, ist sie die Quelle ständiger weiterer revolutionärer Verbesserungen in den Lebensbedingungen der Menschheit. Das, was Platon und der Apostel Paulus als das Prinzip der Agapē bezeichnen, ist die Kraft der Menschheit, das Universum zu verändern.



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Coronavirus-Petition: Für eine Weltgesundheitsinfrastruktur


Wir, die Unterzeichner, unterstützen den Aufruf des Schiller-Instituts zum Aufbau einer globalen Gesundheits- und Wirtschaftsinfrastruktur, um die COVID-19-Pandemie und die wirtschaftliche wie auch wissenschaftliche Unterentwicklung zu überwinden, die uns für diese Pandemie überhaupt erst empfänglich gemacht hat.

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Die COVID-19-Pandemie – und die wirtschaftlichen Folgen der Gesundheitsmaßnahmen, die zu ihrer Bekämpfung ergriffen wurden – verdeutlichen einen unentschuldbaren Mangel an Entwicklung der Welt und erfordern einen globalen Ansatz zu ihrer Bekämpfung, d.h. wir müssen nicht nur die unmittelbare Bedrohung durch das Coronavirus, sondern auch die weltweite Unterentwicklung bekämpfen, die uns für derartige Pandemien anfällig gemacht hat.

Wenn Gesundheitssysteme selbst in entwickelten Regionen wie Norditalien schon überfordert sind, vor welchen Herausforderungen stehen dann weniger entwickelte Länder mit einer viel schlechteren Gesundheitsinfrastruktur, wo selbst sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und Grundnahrungsmittel fehlen? Wie kann jemand, der mit seinem täglichen Einkommen gerade seine Familie ernähren kann, für Wochen zu Hause bleiben? Wie können Menschen ohne sauberes Wasser gute Handhygiene praktizieren? Wie können Ärzte ohne Intensivbetten das Leben schwerkranker Covid-19-Patienten retten?

Die unmittelbare Wucht der Covid-19-Pandemie fesselt zwar unsere Aufmerksamkeit, doch was ist mit den 800.000 Kindern unter 5 Jahren, die jährlich an Durchfallerkrankungen sterben? Wie können wir die Gesundheit von Hunderten Millionen Menschen schützen, deren Ernährung nicht gesichert ist?

Wir fordern eine globale Gesundheitsinfrastruktur im wirklichen Sinn. Die Welt braucht mehr Krankenhäuser, mehr Intensivbetten, viel mehr ausgebildete Ärzte, mehr Testkapazitäten, Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräte. Aber es wird noch viel mehr benötigt. Armut, Unterernährung, fehlender Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen – auch das sind Gesundheitsfragen.

Unsere Würde als Menschen ruft uns zur Zusammenarbeit auf, um Armut durch Entwicklung zu überwinden. Die ganze Welt muß vor Krankheiten geschützt werden, die uns alle bedrohen.

Hindernisse, die eine Zusammenarbeit zwischen den USA, China, Rußland und Indien verhindern, müssen aus dem Weg geräumt werden, um sicherzustellen, daß die Welt nie wieder einer solchen Bedrohung ausgesetzt wird.

Um all dies möglich zu machen, brauchen wir ein Neues-Bretton-Woods-System – internationale Abkommen zur wirtschaftlichen Entwicklung, so wie sie Franklin Roosevelt am Ende des Zweiten Weltkriegs anstrebte, und dann von Lyndon LaRouche weiterentwickelt wurden.

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Für mehr Details des Schiller-Institut Vorschlags lesen Sie
“LaRouches „Apollo-Mission“ zur Bekämpfung der globalen Pandemie: Aufbau eines Weltgesundheitssystems!”



LaRouches „Apollo-Mission“ zur Bekämpfung der globalen Pandemie: Aufbau eines Weltgesundheitssystems!

Als dieser dringende Aufruf zum Aufbau eines Weltgesundheitssystems verfaßt wurde, hatte die Welt über 1,75 Mio. bestätigte Fälle von COVID-19, und die Zahl der auf die Pandemie zurückzuführenden Todesfälle lag bei über 100.000. Diese Krankheit, die im Dezember oder November 2019 erstmals beim Menschen auftrat, hat sich innerhalb weniger Monate auf fast alle Nationen der Welt ausgebreitet, wobei besonders die Länder betroffen sind, die keine rigorosen Maßnahmen ergriffen haben, um das Virus einzudämmen. Man schätzt, daß die Sterblichkeit von COVID-19 eine Größenordnung höher liegt als die der saisonalen Grippe. Wenn Sie diesen Aufruf lesen, werden die Zahlen noch höher sein, möglicherweise viel, viel höher.

Am schlimmsten ist, daß wir eine Explosion von Infektionen und Todesfällen im sogenannten weniger entwickelten Sektor oder in der Dritten Welt erleben werden, vor allem in Afrika. Die Unterentwicklung dort ist die Achillesferse der gesamten menschlichen Gattung, weswegen dieser Kontinent, wie wir weiter unten ausführen, besonderer Aufmerksamkeit bedarf.

Die Bekämpfung dieses tödlichen Virus erfordert sofortiges, koordiniertes globales Handeln: Intensive Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, einschließlich umfangreicher Tests und der Isolierung infizierter Personen; einen massiven Ausbau verfügbarer Gesundheitseinrichtungen und -materialien; erhebliche Investitionen und Ressourcen in die Suche nach Heilmitteln und einem Impfstoff; große Fortschritte bei sanitären Maßnahmen, insbesondere in den weniger entwickelten Ländern; und ein Ende der historisch unnötigen Unterentwicklung – und regelrechten Plünderung – der Welt. Diese globale Pandemie erfordert eine globale Reaktion, da Überreste des Virus in einem Teil der Welt über Jahre hinweg zu einem Wiederaufleben der Infektionen führen könnten.

Wir brauchen ein Weltgesundheitssystem, das jeden Teil des Planeten abdeckt.

Eine solche globale Antwort erfordert möglichst zentral eine Koordination zwischen den Vereinigten Staaten, China, Rußland und Indien – ein Vier-Mächte-Bündnis, das allen Nationen des Planeten offen steht. Die Staats- und Regierungschefs dieser vier Nationen sollten so bald wie möglich ein Gipfeltreffen abhalten, um gemeinsame Ansätze zur Bewältigung der enormen gesundheitlichen, materiellen und infrastrukturellen Bedürfnisse der Welt auszuarbeiten, als ersten Schritt zur Schaffung eines völlig neuen Paradigmas, das das bankrotte alte System ersetzen soll.

Es gibt keinen anderen Weg, keinen einfacheren Plan, um die Pandemie tatsächlich zu besiegen.

COVID-19 ist zwar die Katastrophe, die die Menschheit derzeit heimsucht, doch sie ist nur eine von vielen Katastrophen, für die die Welt aufgrund des Versagens der internationalen Ordnung in den letzten fünfzig Jahren anfällig ist, vor allem wegen der verheerenden Plünderung der Entwicklungsländer. Ein coronaler Massenausstoß der Sonne könnte die meisten Stromnetze der Welt lahm legen – warum wurden sie selbst in den sogenannten „entwickelten“ Ländern nicht entsprechend gehärtet? Ein bisher unentdeckter Asteroid oder Komet könnte einen ganzen Kontinent zerstören – warum haben wir keine Abwehr gegen eine solche Bedrohung entwickelt? 800 Mio. Menschen auf diesem Planeten können sich nicht ausreichend ernähren – warum wurde dies toleriert? Eine Heuschreckenplage bedroht gegenwärtig das Leben und die Existenzgrundlage von Zigmillionen Menschen. Eine weitere Seuche könnte jederzeit ausbrechen –  warum haben wir keine bessere Abwehr gegen Viren?

Die Weltgemeinschaft muß Voraussetzungen für ein erfolgreiches langfristiges Überleben schaffen, und zwar nicht nur kurzfristig in der Hoffnung, daß keine ungewöhnlichen Ereignisse eintreten, sondern eine echte Sicherheit und Gewißheit. Dies kann unter dem neoliberalen Wirtschaftsparadigma, das jetzt versagt, nicht geschehen, nicht unter einem Regime sakrosankter Finanzwerte, die um jeden Preis gerettet werden müssen. Das heutige System mit seiner Spekulationsblase in Höhe von 1,8 Billiarden Dollar ist völlig bankrott; es muß einen Prozeß der Konkursreorganisation durchlaufen, den der amerikanische Ökonom Lyndon H. LaRouche seit langem definiert hat. Gleichzeitig muß national und international ein neues Hamiltonisches Kreditsystem aufgebaut werden, um die Menschheit wieder auf den Weg einer wissenschaftsgetriebenen realwirtschaftlichen Entwicklung zu bringen. Um das langfristige erfolgreiche Überleben der menschlichen Gattung zu sichern, brauchen wir ein Weltsystem, das den göttlichen Funken des potentiellen Genies in jedem Individuum wertschätzt und versucht, dieses Potential durch wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung zu fördern.

Im folgenden stellen wir uns der Herausforderung, die Bedingungen für den Aufbau eines Weltgesundheitssystems darzustellen. Dies ist eine erste Annäherung, von der wir hoffen, daß sie in den kommenden Wochen durch Beiträge internationaler Experten und Betroffener konkretisiert wird.

Wir beginnen mit zwei Fragen und deren Antwort:

  1. Was ist die Ursache dieser möglicherweise schlimmsten Krise, die die Menschheit je erlebt hat?
  2. Welche Maßnahmen sollten an allen Fronten, sowohl in den Vereinigten Staaten als auch weltweit, ergriffen werden, um die Pandemie zu besiegen?

Als Einstieg wollen wir nicht alle bestehenden Engpässe und Mängel aufzählen und versuchen, uns von unten nach oben durchzuarbeiten. Wir beginnen statt dessen damit, herauszufinden, was benötigt wird: Wir müssen diese existenzielle Krise nutzen, um endlich die Unterentwicklung großer Teile der Menschheit zu überwinden, einen Zustand, der der menschlichen Gattung nicht würdig ist. Dann bestimmen wir die realwirtschaftlichen Erfordernisse, um jeden Schritt auf dem Weg dorthin zu bewältigen, einschließlich der Materiallisten und des Arbeitskräftebedarfs, wie sie aus der Sicht der Industrietechnik definiert sind. Dann kehren wir zu den Engpässen zurück und überlegen, wie wir sie termingerecht oder früher durchbrechen können. Dabei werden wir feststellen, daß wir uns auf einem Gewaltmarsch befinden, der ständige technologische Durchbrüche erfordert; wir werden feststellen, daß wir es mit der Wissenschaft der physischen Ökonomie zu tun haben, wobei die Arbeit von Lyndon LaRouche unser einziger Leitfaden und Fahrplan ist.

Wir werden auch feststellen, daß ein solcher Ansatz eine umfassende internationale Zusammenarbeit insbesondere zwischen den Vereinigten Staaten und China erfordert, um diese gemeinsamen Ziele der Menschheit zu erreichen. Jeder, der gegen eine solche Zusammenarbeit ist, sollte wissenschaftlich und politisch in die gleiche Kategorie wie das Coronavirus selbst eingeordnet werden.

Mit diesem Ansatz mobilisierte Franklin D. Roosevelt im Zweiten Weltkrieg die USA, um den Faschismus zu besiegen. Auf diese Weise verwandelten NASA-Ingenieure die drohende Apollo-13-Katastrophe in einen Erfolg. Und in unserem gegenwärtigen Bestreben, das Coronavirus auf dem ganzen Planeten zu besiegen, ist auch hier ein Scheitern keine Option.

 

Die Krise begann bereits vor fünfzig Jahren

 

Das Coronavirus ist nicht durch eine chinesische Vorliebe entstanden, Fledermäuse zu verzehren. Es wurde auch nicht in geheimen britischen, amerikanischen oder chinesischen Militärlabors ausgeheckt (obgleich Prinz Philips öffentliche Werbung für seinen Wunsch, als Virus wiedergeboren zu werden, um zur Verringerung der Erdbevölkerung beizutragen, zum Nachdenken anregt). Sein Ursprung liegt in dem tieferen realwirtschaftlichen Prozeß, der seit mindestens einem halben Jahrhundert im Gange ist. Tatsächlich prognostizierte Lyndon LaRouche die aktuelle Pandemie vor fast 50 Jahren, zuerst 1971 in seiner öffentlichen Warnung vor der Auflösung des Bretton-Woods-Systems; und dann wiederholt ab 1974 in Zeugenaussagen vor dem Justizausschuß des amerikanischen Repräsentantenhauses, wo er vor der Gefahr eines drohenden biologischen Holocaust infolge einer verfehlten Wirtschaftspolitik warnte.

In einem Dokument mit dem Titel „The Role of Economic Science in Projecting Pandemics as a Feature of Advanced Stages of Economic Breakdown“ (auf deutsch „Die Rolle der Wirtschaftswissenschaft bei der Voraussage von Seuchen“, in Fusion Jg. 6, Nr. 5, 1985, S. 17-26) erklärte LaRouche, daß die tatsächliche Ursache von Pandemien und ähnlichen Phänomenen darin besteht, daß die potentielle relative Bevölkerungsdichte einer Gesellschaft – die realwirtschaftliche Kraft einer Gesellschaft, eine wachsende Bevölkerung auf einem verbesserten Lebensstandard und mit einer höheren Lebenserwartung zu erhalten – unter die tatsächliche Bevölkerungszahl absinkt.

„Tragfähiges Wirtschafts- (und Bevölkerungs-)Wachstum wird als eine (ideal) konstante Zuwachsrate der potentiellen relativen Bevölkerungsdichte dieser Gesellschaft gemessen. Dies ist das Maß des durchschnittlichen Wachstumspotentials der Gesellschaft insgesamt und auch das absolute Maß der Arbeitsproduktivität in dieser Gesellschaft pro Kopf.“ LaRouche erklärte, eine steigende relative potentielle Bevölkerungsdichte setze voraus, daß in einer Wirtschaft „freie Energie“ über die „Energie des Systems“ hinaus produziert werden müsse, und er präzisierte:

„Bei Wirtschaftsprozessen läßt sich die Energie des Systems durch die Wechselwirkung zwischen drei konsumptiven Warenkörben darstellen. Jeder dieser Warenkörbe entspricht einem Mindestwert, der erforderlich ist, um den Wirtschaftsprozeß auf einem gleichbleibenden Stand des negentropischen Potentials zu halten. Diese drei sind:

  1. Der „Warenkorb“ des Verbrauchs der Haushalte pro Kopf;
  2. Der „Warenkorb“ der hergestellten Güter;
  3. Der „Warenkorb“ der grundlegenden wirtschaftlichen Infrastruktur – Energieerzeugung und -verteilung, Wasserversorgung, Verkehr usw.“

 

Wann brechen Pandemien aus?

„Der ,Idealfall‘, an dem man eine Ökonomie nach wirtschaftlich bedingten Ausbrüchen von Pandemien untersuchen muß, tritt dann ein, wenn die potentielle relative Bevölkerungsdichte unter das Niveau der bestehenden Bevölkerung fällt… [wie] wenn der durchschnittliche Verbrauch dem Rückgang der potentiellen relativen Bevölkerungsdichte folgte und unter den Bedarf der bestehenden Bevölkerung fiele.“.

Es gebe aber auch den Sonderfall, betont LaRouche, daß „die verschiedenen Verteilungsströme des ,Warenkorbes‘ der Haushalte für einen großen Teil der Bevölkerung unter das Niveau der Systemenergie absinkt. Am meisten interessieren uns hier die gesundheitlichen Auswirkungen, wenn die Nahrungsmenge pro Kopf unter ein relatives biologisches Minimum fällt, und auch die Auswirkungen mangelnder Hygiene und anderer wichtiger Aspekte der grundlegenden wirtschaftlichen Infrastruktur auf die Lebensbedingungen einer unterernährten Bevölkerung… [In diesem Fall] könnte eine unterernährte Bevölkerung zur Brutstätte des Ausbruchs von Epidemien und Pandemien werden…“, betont LaRouche.

Genau das ist in den letzten 50 Jahren geschehen, als die Bevölkerungen der Dritten Welt, insbesondere Afrikas, durch die Politik der City of London, der Wall Street und natürlich des Internationalen Währungsfonds ausgeplündert wurden.

Die volle Wirkung einer solchen Politik, so LaRouche abschließend, könne nur verstanden werden, wenn man die Entwicklung des Menschen (oder das, was Wladimir Wernadskij als die Noösphäre bezeichnete) innerhalb der gesamten Biosphäre festmacht.

„Die Gesellschaft ist ein integraler Bestandteil der Biosphäre, sowohl der Biosphäre als Ganzer als auch lokal… Anstatt den steilen Abfall der potentiellen relativen Bevölkerungsdichte als bloßen Rückgang des relativen Niveaus der Gesellschaft als solche zu betrachten, sollten wir dies als Rückgang des relativen Niveaus der Biosphäre untersuchen, welche die Gesellschaft einschließt… Einsetzende Anpassungsvorgänge werden relativ niedrigeren Lebensformen eine wachsende Bedeutung zuweisen… Niedere Lebensformen ,verbrauchen‘ menschliche und andere höherstehende Lebensformen als ,Brennstoff‘ für ihre eigene Vermehrung… Hierbei müssen unter bestimmten, von extremen Rückgängen des Bevölkerungspotentials verursachten ,Schockzuständen‘ der Biosphäre menschliche und tierische Pandemien sowie Pflanzenkrankheiten wieder vermehrt ausbrechen.“

 

Aktuelle globale Bestandsaufnahme

 

 

Krankenhäuser

Die Welt insgesamt verfügt derzeit über 18,63 Mio. Krankenhausbetten – ein enormes Defizit, das ganz viele Länder unfähig macht, das neuartige Coronavirus zu besiegen. Um das erforderliche Niveau von Krankenhausbetten zu ermitteln, sollte man sich das Hill-Burton-Gesetz der Vereinigten Staaten von 1946 vor Augen führen, das einen Standard von 4,5 Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner pro Landkreis festlegte, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung zu gewährleisten. Gegenwärtig liegt dieser Wert bei 2,8 für die Vereinigten Staaten, 0,7 für Südasien, 0,7 für die hochverschuldeten armen Länder und 0,5 für Nigeria, wo ein Fünftel der Bevölkerung in Subsahara-Afrika leben.

Um den Standard von 4,5 Betten pro 1000 Einwohner zu erreichen, müßte der Bestand an Krankenhausbetten weltweit auf 35 Mio. Betten erhöht werden, was fast einer Verdoppelung des derzeitigen Niveaus entspräche. Dies erfordert den Bau von 35.200 neuen, modernen Krankenhäusern, insbesondere in Afrika, Iberoamerika und Asien, wo die neuen Betten sofort der notwendigen Nutzung zugeführt würden.

Betten selbst retten keine Leben. Es werden auch medizinisches Personal und für akute Fälle zusätzliche Ausrüstungen, wie z.B. Beatmungsgeräte, benötigt.

 

Beatmungsgeräte

Der globale Gesamtbestand an Beatmungsgeräten ist schwer zu bestimmen, aber es gibt bestimmte Zahlen, die die Probleme bei der Versorgung von COVID-19-Patienten in armen Ländern ohne Gesundheitsinfrastruktur verdeutlichen. In den USA gibt es momentan 170.000 Beatmungsgeräte für 330 Mio. Menschen. Das sind 515 Geräte pro eine Million Menschen. In Deutschland gibt es 25.000 Beatmungsgeräte für 83 Mio. Menschen oder 300 pro eine Million – das höchste Pro-Kopf-Niveau in Europa.

Das Bild in Afrika ist jedoch absolut verheerend. Laut Time gibt es in Nigeria für 200 Mio. Menschen gerade 500 Beatmungsgeräte, d.h. Nigeria ist 200mal schlechter versorgt als die USA. Im Sudan gibt es 1,9 Beatmungsgeräte auf eine Million Menschen. Die Zentralafrikanische Republik (fast 5 Mio. Einwohner) verfügt insgesamt über drei Beatmungsgeräte, Liberia mit einer Bevölkerung von 4,7 Mio. Menschen über keines.

Schätzungen der Brookings Institution und der Financial Times gehen davon aus, daß es in Indien etwa 20.000 Beatmungsgeräte gibt, was 15 Beatmungsgeräten pro einer Million Menschen entspräche.
Wenn die gesamte Welt das Pro-Kopf-Niveau der Vereinigten Staaten erreichen soll, wäre ein globaler Bestand von 40 Mio. Beatmungsgeräten erforderlich.

 

Gegenwärtiges Verständnis von COVID-19

 

COVID-19 greift den Körper auf mindestens zwei Wegen an. Zunächst ähneln die Symptome denen einer Grippe, wenn sich das Virus im Körper vermehrt. Fieber, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und Müdigkeit sind häufig, ebenso wie Husten, insbesondere trockener Husten. Der Husten basiert auf einer spezifischen Eigenschaft des Virus: Es greift die Lungenzellen an und löst entsprechende Immunreaktionen aus. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels geht man davon aus, daß bei vielen Patienten im zweiten Stadium der Krankheit, dem ARDS (akutes Atemnotsyndrom), der Körper selbst die Lungenzellen angreift, und so in einen „Sturm“ von Zytokinen eine eskalierende Reaktion gegen das Virus und die von ihm infizierten Zellen sowie gegen gesunde Zellen auslöst.

Die Sterblichkeitsrate der Erkrankten reicht von 0,5% bis über 5% und hängt von der körperlichen Verfassung des Patienten und den Behandlungsmöglichkeiten vor Ort ab. Offenbar spielt auch die Zahl von Tests eine wichtige Rolle, um Infizierte in einem frühen Krankheitsstadium zu entdecken. Der Prozentsatz von infizierten Personen, die einen Krankenhausaufenthalt benötigen, liegt zwischen 10% und 30%.

Um die Krankheitsübertragung und Morbidität einzuschränken, sind folgende Maßnahmen sinnvoll: Verringerung der Übertragungsrate durch soziale Distanzierung, Hygiene, Masken und Betriebsschließungen; Verringerung der Infektionsrate durch Impfstoffe; Behandlung von Kranken mit antiviralen Medikamenten; und Verhinderung des akuten Atemnotsyndroms, das vom Virus in akuten Fällen ausgelöst wird. Diese Methoden werden weiter unten ausführlicher erörtert.

 

Afrika: Eine Fallstudie

In Subsahara-Afrika leben 1,1 Milliarden Menschen, das sind 14% der Gesamtbevölkerung des Planeten. Aufgrund der kolonialen Vergangenheit und der heutigen Politik der Finanzinstitutionen leiden die meisten afrikanischen Länder unter extremer Armut, Strommangel und den Slumzuständen in den Großstädten, die 2-5mal so hoch sind wie der weltweite Durchschnitt. Subsahara-Afrika hat:

 

14% der Weltbevölkerung

60% der extrem Armen der Welt

70% der Menschen weltweit, die keinen Zugang zu Elektrizität haben

20% der weltweit in Slums lebenden Stadtbewohner.

Welt China Subsahara-Afrika Nigeria Haiti
Gesamtbevölkerung (Mrd. 2020) 7.8 1.4 1.1 0.2 0.011
Bevölkerung in extremer Armut 9% 0% 41% 47% 80%
Ohne Zugang zu Strom (%, 2017) 11% 0% 55% 46% 56%
Stadtbevölkerung in Slums* (%, 2014) 30% 25% 55% 50% 74%

Datenquelle: Weltbank, die einen Slum* als eine Wohnsituation definiert, in der eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften fehlen: fließendes Wasser, angemessene sanitäre Einrichtungen, ausreichende Wohnfläche oder Dauerhaftigkeit der Wohnung.

 

Dies ist ein Teil der Menschheit, wo die potentielle relative Bevölkerungsdichte dank der Völkermordpolitik des Britischen Empire und seiner Handlanger an der Wall Street deutlich unter die tatsächliche Bevölkerung gesunken ist.

Man denke auch an Haiti, das bei weitem ärmste Land Lateinamerikas und der Karibik, wo ähnliche Bedingungen herrschen wie in den ärmsten afrikanischen Ländern. Haiti hat eine Bevölkerung von 11,1 Mio. Menschen. Gesundheitsexperten haben geschätzt, daß die COVID-19-Pandemie in Haiti etwa 800.000 Menschenleben fordern könnte – über 7% der Bevölkerung.

Nigeria, wo etwa ein Fünftel der Gesamtbevölkerung Subsahara-Afrikas lebt, weist Schlüsselindikatoren für Armut und damit zusammenhängende Probleme auf, die für die gesamte Region typisch sind.
Im Entwicklungssektor insgesamt, einschließlich Ländern wie Nigeria, leben große Teile der Bevölkerung in unmenschlichem Elend. Die meisten Arbeitskräfte sind in der „informellen Wirtschaft“ tätig und überleben von einem Tag auf den anderen durch Aktivitäten in der Grau- bis Schattenwirtschaft. Häufig sind bis zu 70-80% der Arbeitskräfte Teil der informellen Wirtschaft. „Hausarrest“ oder Lockdown ohne Arbeit bedeutet für sehr viele Menschen buchstäblich Hungersnot sowie die sichere Ansteckung mit COVID-19 in den Slums, in denen sie leben. Wiederholtes Händewaschen? –  Ein grausamer Scherz für die Abermillionen Afrikaner, Asiaten, Lateinamerikaner und andere, die nicht einmal über fließendes Wasser verfügen.

Wie sollte aber die Pandemie in diesen Ländern bekämpft werden?

  1. Es muß ein völlig zentralisiertes nationales Vorgehen geben, das sich in vielen Ländern auf das Militär konzentriert, das oft die einzige Institution ist, die ein solches Vorgehen organisieren und umsetzen kann. Häufig ist das Militär, ob gut oder schlecht, die einzige verbleibende nationale Einrichtung, die noch funktioniert und in der Bevölkerung Glaubwürdigkeit genießt.
  2. Die Bevölkerung, insbesondere in den Städten, muß vollständig getestet und in zwei große Gruppen aufgeteilt werden: Gruppe A, die kein COVID-19 hat, und Gruppe B, die positiv getestet wurde, auch wenn noch ohne Symptome. Die Gesundheitsbeamten und andere öffentliche Bedienstete, die zur Durchführung der Tests herangezogen werden, müssen mit modernen Testgeräten in ausreichender Zahl ausgestattet werden.
  3. „Gruppe B“ muß sofort in separaten Wohneinheiten unter Quarantäne gestellt werden, seien es Hotels, umgebaute Bürogebäude, Sport- und Kongreßzentren oder schnell errichtete neue modulare Wohneinheiten. Diese neuen Einrichtungen müssen vor Ort über Arbeits- und Freizeiteinrichtungen für diejenigen verfügen, die noch gesund genug sind, sowie über die notwendige personelle Ausstattung mit qualifiziertem Personal, einschließlich Krankenschwestern und Ärzten. Die medizinischen Fachkräfte müssen ebenfalls unter Quarantäne gestellt werden, damit sie ihre eigenen Familien und Freunde nicht infizieren.
  4. Kranke und schwerkranke Patienten müssen in Krankenhäuser eingewiesen werden. Neue Krankenhäuser ausschließlich für COVID-19-Fälle müssen mit genügend Betten ausgestattet werden, um die Patientenlast zu bewältigen. Eine angemessene Personalausstattung mit Ärzten und Krankenschwestern muß organisiert werden, auch durch nationale Einberufung.
  5. Die „Gruppe A“ muß umgehend auf Ausbildungs- und Arbeitsbrigaden sowohl in der Industrie als auch in der Landwirtschaft verteilt werden, ähnlich wie bei dem Rooseveltschen CCC-Projekt während der Großen Depression in den Vereinigten Staaten. Sie muß Nahrungsmittel, Unterkünfte und Kleidung für sich selbst wie auch für die „Gruppe B“ produzieren. Dies bedeutet eine Rückkehr zur nationalen Nahrungsmittelselbstversorgung, was wiederum die Einfuhr von Kapitalgütern für die moderne Landwirtschaft – wie Düngemittel, Schädlingsbekämpfungsmittel, Traktoren und Bewässerungsanlagen – erforderlich macht. Mit einheimischen Arbeitskräften muß auch der Bau von Wohnungen, Krankenhäusern und anderen notwendigen Infrastrukturen in Angriff genommen werden, um die Aufgaben bewältigen zu können. Dies erfordert für viele eine Ausbildung am Arbeitsplatz und einen umfassenden Transfer moderner Technologien.

Was China in Afrika mit dem Bau neuer Eisenbahnlinien und anderer Infrastruktur bereits begonnen hat, ist vorbildlich. Die Ausdehnung der Weltlandbrücke nach Afrika ist von wesentlicher Bedeutung und wird von einer vertieften Zusammenarbeit zwischen China und insbesondere den Vereinigten Staaten sowie anderen Ländern enorm profitieren.

Aber die Weltgemeinschaft muß unverzüglich sehr viel mehr tun, um die Situation in Afrika in den Griff zu bekommen, wie wir am Ende dieses Berichts näher ausführen werden.

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Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit

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