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Webcast: Trump kann das globale Schachbrett noch kippen

Noch während sich der US-Kongress am 6. Januar trifft, um über den Ausgang im Kampf gegen den Wahlbetrug zu entscheiden, verfügt Präsident Trump immer noch über wirkungsvolle Möglichkeiten, aus dem gezinkten Spiel auszubrechen. In ihrem wöchentlichen Dialog legte Helga Zepp-LaRouche einige der Möglichkeiten dar. Trump kann und sollte Julian Assange begnadigen, nachdem eine britische Richterin ihm heute eine Freilassung auf Kaution verweigert hat, was bedeutet, daß er solange im Gefängnis bleiben muß, bis über die Berufung des US-Justizministeriums für seine Auslieferung entschieden ist.

Er kann auch dem von Präsident Putin geforderten Sofortgipfel zustimmen, um die sich verschärfende Krise zu entschärfen, die, wenn die Großmächte nicht als souveräne Nationen handeln, zu wirtschaftlicher Depression, einer Verschlimmerung der Covid-19-Pandemie, einer Hungersnot in Afrika und sehr wahrscheinlich zu neuen Kriegen, möglicherweise einem Atomkrieg, führen wird. Der Great Reset, der von den Korporativisten aus dem Umkreis des Davos-Forums voran getrieben wird, bedeutete eine grüne Agenda, die das Überleben der Menschheit bedroht. Ein neues Kreditsystem, wie es Lyndon LaRouche entworfen hat, ist die einzige Alternative, und der P5-Gipfel, an dem Trump teilnehmen muß, wäre der Ausgangspunkt dafür.


Assanges Auslieferung abgelehnt; Begnadigung durch den Präsidenten immer noch dringend

Am 4. Januar hat die britische Richterin Vanessa Baraitser den Auslieferungsantrag der US-Regierung gegen den WikiLeaks-Gründer Julian Assange abgelehnt, weil er in einem amerikanischen Gefängnis selbstmordgefährdet sei. Am 6. Januar lehnte die gleiche Richterin jedoch eine Freilassung Assanges auf Kaution wegen angeblicher Fluchtgefahr ab. Außerdem gab die Richterin sämtlichen Anklagepunkten des US-Justizministeriums gegen Assange statt und vertrat die Auffassung, daß er auch unter dem britischen Official Secrets Act angeklagt werden könnte. Alle Beteiligten ist klar, daß nur eine Begnadigung durch Präsident Donald Trump die Gefahr für Assanges physischen und psychischen Gesundheitszustand abwenden könnte, der sich ohne Gerichtsurteil in Haft befindet, was letztendlich zu Baraitsers überraschender Ablehnung der Auslieferung führte. https://twitter.com/kgosztola/status/1346041757184761856

Viktor Dedaj (Frankreich), Bürger(rechts)journalist, „Die Kreuzigung von Julian Assange: Ein Journalist für Wahrheit und Frieden“


Baraitser sagte, sie gehe davon aus, daß Julian Assange bei einer Auslieferung wahrscheinlich in einem US-Hochsicherheitsgefängnis mit behördlichen Sondermaßnahmen untergebracht werden würde. Deswegen sei sie davon überzeugt, „daß das Risiko eines Selbstmords dort ein substanzielles ist“ und, so die Richterin abschließend: „Der seelische Gesundheitszustand von Mr. Assange ist von solcher Tragweite, daß seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten von Amerika einen Akt der Grausamkeit bedeutete.“ Sie verwies auch auf einen Selbstmordversuch von Chelsea Manning in der Haftanstalt von Alexandria (Virginia), wo auch Assange vor und während des Prozesses inhaftiert sein würde.

Assanges Lebensgefährtin Stella Moris forderte in London bei einer improvisierten Kundgebung an Präsident Trump gerichtet: „Herr Präsident, reißen Sie diese Gefängnismauern nieder. Unsere gemeinsamen kleinen Jungen müssen ihren Vater haben. Befreien Sie Julian, befreien Sie die Presse, befreien Sie uns alle.“ 
Viele prominente Unterstützer, US-Kongreßabgeordnete von Matt Gaetz und Rand Paul bis Tulsi Gabbard, viele Organisationen, darunter die LaRouche-Organisation, haben die Begnadigung Assanges durch Präsident Trump gefordert. Außerdem sagte der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador heute: „Ich werde den Außenminister bitten, die britische Regierung nach der Möglichkeit zu fragen, Herrn Assange frei zu lassen, und Mexiko bietet ihm politisches Asyl an.“ Die Ablehnung der Auslieferung nannte er „einen Triumph der Gerechtigkeit“, und „Assange ist ein Journalist“, der seine Freiheit verdiene.

Am Mittwoch veröffentliche The LaRouche Organization (www.laroucheorganization.com) untenstehende Anzeige auf Seite 3 der Washington Times.




Indien bewilligt zwei COVID-19-Impfstoffe

Am 3. Januar erteilte Indien die Notfallzulassung für zwei COVID-19-Impfstoffe, den von AstraZeneca aus England und den von Bharat Biotech aus Indien. Premierminister Narendra Modi tweetete: „Es dürfte jeden Inder stolz machen, daß die beiden Impfstoffe, die eine Notfallzulassung erhalten haben, in Indien hergestellt werden!“ Das sei ein „entscheidender Wendepunkt zur Stärkung unseres Kampfgeistes“. Das indische Serum-Institut produziert eine Milliarde Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca, den sie Covishield nennen.  Das Institut in der Stadt Pune, die größte Impfstoffproduktionsstätte der Welt, hat bereits 50-75 Millionen Dosen für die sofortige Verteilung produziert und plant, bis Juli 500 Millionen Dosen zu erreichen.
Der indische Plan sieht vor, zunächst Mitarbeiter des Gesundheitswesens, staatstragende Bedienstete wie z.B. Polizisten und Risikogruppen wie alte oder vorerkrankte Menschen zu impfen. Darunter fallen 300 Millionen Inder, deren Impfung bis August abgeschlossen sein soll.
Beide Impfstoffe werden in zwei Dosen verabreicht und können bei Kühlschranktemperatur gelagert werden. Der Impfstoff von AstraZeneca hat eine Wirksamkeit von etwa 70% gezeigt. Der Impfstoff von Bharat Biotech, genannt COVAXIN, hat sich in allen Testreihen als sicher erwiesen, aber es sind nicht genügend Daten bekannt, um die genaue Wirksamkeit abzuschätzen. 


CDC kündigt neue Richtlinien zu Schulöffnungen an

Rochelle Walensky, die neu ernannte Direktorin der Centers for Disease Control (CDC, US Seuchenbehörde), erschien heute auf CBS Meet the Press, um die neuen Richtlinien der CDC für die Wiedereröffnung von Schulen zu diskutieren. Diese seien inzwischen gründlicher durchdacht und, wenn sie entsprechend umgesetzt würden, wahrscheinlich nützlicher sein, als frühere CDC-Vorschläge. Es handele sich hierbei jedoch um eine Reihe nicht verpflichtender Richtlinien. Diese beinhalteten:

Als „Überblick“ eine Tabelle, die eine kurze Beschreibung der zu ergreifenden Maßnahmen enthält und anhand derer nach hoher oder niedriger Ansteckungswahrscheinlichkeit einstuft. Schulen mit hoher Ansteckungshäufigkeit dürften nicht öffnen;

Detaillierte Anweisungen zu den Maskensorten, die verwendet werden sollten, wie sie zu reinigen und zu pflegen seien, usw.;

Strikter 2m-Abstand. Es wird betont, daß dies die Voraussetzung einer Wiederaufnahme des Vollklassenunterrichts in den Schulen sei, der jedoch ohne eine Verdoppelung (oder mehr) der Klassenraumgröße bei Einhaltung des 2m-Abstands nicht möglich sei;

Lehrer sollten geimpft werden (Anthony Fauci erklärte auf ABC today, daß dies nicht unbedingt notwendig sei, wenn die anderen CDC-Richtlinien befolgt würden);

Insgesamt eine Erhöhung der Testraten, einschließlich genetischer Sequenzierung, um Mutationen zu identifizieren und zu verfolgen. Walensky sagte, daß die B.1.1.7-Mutation, deren Anteil derzeit auf 4% der US-Infektionen veranschlagt werde, ab dem nächsten Monat die dominante Variante sein könnte.

Das COVID-Hilfspaket sollte Mittel zur Verbesserung der Sicherheit an den Schulen enthalten. Anthony Fauci betonte, daß die Verabschiedung des Konjunkturpaketes mit diesen Maßnahmen eine Voraussetzung für die Wiederöffnung der Schulen sei.

Diese Vorschläge sind allerdings im Großen Reset eindeutig nicht umsetzbar, es bleibt also abzuwarten, ob diesen Vorschläge mehr beinhalten, als leeres Gerede.


Präzedenzfall für Europa? Schweiz lehnt CO2-Gesetz ab

In einer Volksabstimmung am 13.6. haben die Schweizer Bürgerinnen und Bürger das neue

Klimagesetz, das „CO2-Gesetz“, mit einer Mehrheit von 51,5% abgelehnt.

Während die Gegner die Sektkorken knallen ließen, sprach die Klimalobby von einem „schwarzen Tag“ und „Scherbenhaufen für den Schweizer Klimaschutz“, so die Finanz- und Wirtschaftsseite Cash.

Das Gesetz hätte durch höhere Steuern und Abgaben auf die Nutzung fossiler Brennstoffe einen steilen Anstieg der ohnehin schon hohen Lebenshaltungskosten verursacht, da höhere Treibstoffpreise, Steuern und Energiekosten jeden getroffen hätten.

Während in den Großstädten das „Ja“ gewann, sprach sich die Landbevölkerung deutlich für ein „Nein“ aus, auch weil ein anderes, paralleles Referendum den Einsatz von künstlichen Pestiziden verboten hätte.

Es wurde mit 61% abgelehnt. Die Schweizerische Volkspartei (SVP), die größte Partei des Landes, mobilisierte für das „Nein“ zum CO2-Gesetz, die Liberalen (FDP) waren gespalten und eine beträchtliche Fraktion stimmte ebenfalls dagegen. Hinzu kam die Opposition von Industrieverbänden, darunter der Verband der Treibstoff-, Benzin- und Dieselhändler, der nationale Automobilclub sowie Swiss Aerodromes, die alles von kleinen Flugplätzen bis zu den internationalen Flughäfen Zürich und Basel vertreten. Und der Verband der Hauseigentümer sowie kleinere Wirtschaftsverbände machten eine Kampagne, um die Mittelschicht für das Nein zu gewinnen.

Die SVP argumentierte, das CO2-Gesetz wäre nicht nur kostspielig, auch die Wirkung sei ungewiß.

Offensichtlich überzeugte sie Wähler auch weit außerhalb ihrer normalen Unterstützerbasis. Lesen Sie hier mehr.

Es ist nicht das erste Mal, daß die Schweizer die von der Klimawandel-Lobby geforderten übermäßigen persönlichen Einschränkungen und wirtschaftlichen Einbußen ablehnen.

Im Jahr 2000 wurden drei Vorschläge zur Besteuerung nicht-erneuerbarer Energien abgelehnt, ebenso wie verschiedene andere Initiativen. Andererseits stimmte 2017 eine Mehrheit für den Ausstieg aus der Kernenergie, die in der Schweiz erhebliche Bedeutung hat.

Erst am 26.5. hatte sich die Regierung aus den Verhandlungen mit Brüssel über einen Vertrag zurückgezogen, der die Beziehungen zur EU ausgeweitet und den Verlust von Souveränitätsrechten beinhaltet hätte, weil sie wußte, daß das Abkommen bei einem Referendum durchgefallen wäre.

Die Frage ist nun, ob das Votum in die EU weiterwirken wird, wo die Opposition gegen die Klimapolitik wächst. Polen ist in Aufruhr, weil es gezwungen werden soll, die Kohleindustrie, die 65% des Stroms liefert, zu schließen.

Aber der Schlüssel ist Deutschland, das die irrationalste Energiepolitik in ganz Europa hat und wo im September heiß umkämpfte Bundestagswahlen stattfinden. Bisher scheuen sich die Gegner der „Energiewende“, diese öffentlich anzuprangern, aber die Schweizer Entscheidung wird sie hoffentlich ermutigen.

Es würden den Deutschen sicherlich helfen, sich wie die Schweizer an Friedrich Schillers Wilhelm Tell und den Rütli-Schwur zu erinnern:

„Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht,
Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden,
Wenn unerträglich wird die Last – greift er
Hinauf getrosten Mutes in den Himmel,
Und holt herunter seine ew’gen Rechte,
Die droben hangen unveräusserlich
Und unzerbrechlich wie die Sterne selbst –
Der alte Urstand der Natur kehrt wieder,
Wo Mensch dem Menschen gegenübersteht –
Zum letzten Mittel, wenn kein andres mehr
Verfangen will, ist ihm das Schwert gegeben –
Der Güter höchstes dürfen wir verteid’gen
Gegen Gewalt – Wir stehn vor unser Land,
Wir stehn vor unsre Weiber, unsre Kinder!“

Die Wissenschaft des Klimawandels ist nicht geklärt, und vieles von dem, was präsentiert wird, basiert überhaupt nicht auf Wissenschaft. Führende Wissenschaftler mit der Integrität und dem Mut, sich gegen das gefährliche „populistische“ Dogma zu stellen, werden den sogenannten menschengemachten Klimawandel und die fortschrittlichsten wissenschaftlichen Aspekte, einschließlich der wissenschaftlichen Erkenntnisse über galaktische Oszillationen in den astronomischen Entwicklungen bei der kommenden Konferenz des Schiller-Instituts diskutieren. Der selbstmörderische Kurs einiger europäischer Staaten, an der „Kernkraft-Nein-Danke“-Haltung festzuhalten, wird ebenfalls erörtert werden.  

Für das Gemeinwohl aller, statt dem Nutzen Weniger!

Internationale Schiller-Institut/ICLC Internetkonferenz, 26. und 27. Juni 2021

Zur Anmeldung →


Chinas Neujahrsbesuch in Afrika zur dreißigjährigen Partnerschaft

Die traditionelle „Neujahrsreise“ des chinesischen Außenminister Wang Yi nach Afrika begann heute mit einem Empfang im bedrängten zentralafrikanischen Land Nigeria. 2021 ist das 30. Jahr, wo China Afrika zum „bevorzugten Kontinent“ erklärte. Neben Nigeria wird Wang bis zum 9. Januar auch die Demokratische Republik Kongo, Botswana, Tansania und die Seychellen besuchen.
Wangs Besuch kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele afrikanische Länder mit einer neuen Covid-19-Welle zu kämpfen haben. Mancherorts sind deswegen bereits Hungersnöte ausgebrochen, und selbst die stabileren Länder geraten an den Rand des Zusammenbruchs. In diesem Zusammenhang hatte der nigerianische Parlamentspräsident Femi Gbajabiamila bereits im Sommer eine Konferenz der Sprecher und Präsidenten afrikanischer Parlamente (CoSAP, bisher aus sieben Ländern) einberufen, um den Anstoß für einen Schuldenerlaß auf dem gesamten Kontinent zu geben – eine Bewegung, die mit der Unterstützung Chinas große Bedeutung erlangen könnte. Am 10. Dezember legte Gbajabiamila nun seinen Vorschlag für einen Schuldenerlaß auf einer virtuellen Konferenz vor, an der unter anderem Vertreter der Vereinten Nationen, der Weltbank und der Europäischen Union teilnahmen. Er erklärte ihnen gegenüber: „Wenn all Ihr Geld in die Bedienung von Schulden fließt, wie können wir es dann mit der [Wiederaufbau-]Agenda ernst meinen?“
Möglicherweise zum ersten Mal machte Wangs Afrikabesuch Schlagzeilen in einer amerikanischen Publikation, Newsweek, worin die 30-jährige Geschichte guter Beziehungen zwischen Afrika und China zumindest zur Kenntnis genommen wurde und – obwohl man es sich nicht verkneifen konnte, zu erwähnen, daß Covid-19 in China „zuerst entdeckt wurde“ – worin ansonsten festgestellt wurde, daß China sich wirtschaftlich schnell erhole, wodurch Afrika mehr Hilfe leisten könnte als die westlichen Nationen.


Video: Konferenzeinladung „Für das Gemeinwohl aller, statt dem Nutzen Weniger!“

Die bevorstehende zweitägige Internetkonferenz des internationalen Schiller-Instituts am 26. und 27. Juni ist Teil eines kontinuierlichen Prozesses zum Aufbau einer immer stärker werdenden weltweiten anti-malthusianischen Allianz, die ein Netzwerk von Menschen miteinbezieht, die die grundlegende Bedeutung einer Renaissance der klassischen Kultur verstehen.  

Zur Anmeldung


Putin sagt, Rußland arbeite an Alternativen zu ausländischen Internetdiensten

Während eines Treffens mit Chefredakteuren russischer Medien erklärte Rußlands Präsident Wladimir Putin am Sonntag, daß Rußland an eigenen Alternativen zu westlich dominierten Internetdiensten arbeite und, sobald ein solches System eingerichtet sei, wie Sputnik berichtet, „die Möglichkeit nicht aus[schließe], ausländische Internetdienste innerhalb Rußlands im Falle feindlicher Aktionen gegen das Land abzuschalten.“

Putin betonte: „Und wenn wir etwas Eigenes haben, werden wir, wenn überhaupt, nur unter Berücksichtigung bestimmter Situationen abschalten […] Ich will nichts willkürlich abschalten, aber wenn diverse feindliche Aktionen durchgeführt werden, schließe ich das nicht aus. Feindliche Handlungen gegen unser Land sind inakzeptabel.“ Sputnik erläuterte, daß sich Putin auf einheimische Telekom-Dienstleister wie Yandex und Sberbank beziehe, die [in dieser Hinsicht] gute Perspektiven hätten. Er fügte hinzu: „Unsere angesehenen Kollegen werden sich anders orientieren, wenn sie erkennen, daß es Alternativen gibt und dieser Markt kein Monopol [mehr] darstellt.“

Putin fügte hinzu, daß Rußland bereits Angriffen und Destabilisierungsversuchen aus dem Ausland ausgesetzt gewesen sei. „Sobald wir begannen, uns zu stabilisieren, wieder auf die Beine zu kommen – folgte sofort die Politik der Abschreckung… Und als wir stärker wurden, wurde auch diese Politik der Abschreckung immer intensiver betrieben… Wir haben viel erreicht. Und dies beginnt sie zu ärgern“, sagte er.


Helga Zepp-LaRouche spricht mit China Radio International (CRI) über das China-EU- Investitionsabkommen

Helga Zepp-LaRouche, die Vorsitzende des Schiller-Instituts, hat sich am 31. Dezember in der Sendung World Today von China Radio International über das „Comprehensive Agreement on Investment“ (CAI) zwischen der EU und China geäußert. Das vollständige Interview finden Sie auf http://chinaplus.cri.cn/podcast/detail/1/2689962 ab Minute 29.47. An dem Dialog war auch Dr. Qiao Hai [ph] von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften beteiligt.

Es folgt der Austausch zwischen der Moderatorin von CRI und Helga Zepp-LaRouche:

CRI: Beginnen wir die zweite Hälfte des Gesprächs mit dem großen Investitionsabkommen zwischen China und der Europäischen Union. Die Verhandlungen darüber begannen kurz vor dem Jahreswechsel 2014/2015. Jetzt heißt es von beiden Seiten, daß die Verhandlungen abgeschlossen sind. Die Bekanntgabe erfolgte auf einer Videokonferenz, nachdem ein Treffen zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Chefs des Europäischen Rates [Charles Michel] und der Europäischen Kommission [Ursula von der Leyen] stattgefunden hatte. Präsident Xi Jinping sagte, das Abkommen zeige Chinas Entschlossenheit und Zuversicht, seine Wirtschaft weiter für den Rest der Welt zu öffnen. Er sagte, es würde den beiden großen Volkswirtschaften der Welt helfen, einen wichtigen Beitrag zur Erholung der Weltwirtschaft in der Zeit nach der Pandemie zu leisten.

Um weiter darüber zu sprechen, ist uns Helga Zepp-LaRouche aus Deutschland zugeschaltet. Sie ist die Gründerin des Schiller-Instituts, einer politischen und wirtschaftlichen Denkfabrik. Auch dabei ist Dr. Qiao Hai von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften. Danke, daß Sie sich die Zeit genommen haben.

HELGA ZEPP-LAROUCHE: Hallo.

CRI: Helga, wie sehen Sie die Bedeutung dieses Abkommens für beide Seiten?

ZEPP-LAROUCHE: Ich denke, es ist extrem nützlich. Allerdings sind darin bisher die größeren Firmen bevorzugt, und ich denke, daß es auch auf kleinere und mittelgroße Unternehmen ausgeweitet werden muß. Aber ich denke die Tatsache, daß Präsident Macron aus Frankreich an der Unterzeichnungszeremonie teilgenommen hat, ist extrem wichtig. Da er keine offizielle Position in der EU-Führung hat, signalisiert seine Anwesenheit, daß es zwischen Deutschland und Frankreich eine völlige Übereinstimmung gibt.

Ich denke, es ist auch sehr wichtig, daß kein einziger EU-Botschafter dagegen war. Das ist deswegen wichtig, weil das Abkommen noch von allen nationalen Parlamenten und dem EU-Parlament ratifiziert werden muß. Daß dies jetzt reibungslos geschieht, sieht eigentlich sehr gut aus. Ich denke, das ist ein großer Durchbruch für die ganze Welt.

CRI: Helga, laut der Mitschrift eines Online-Treffens zwischen den Staats- und Regierungschefs der EU und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hat der französische Präsident Emmanuel Macron angeboten, China in den kommenden Monaten zusammen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zu besuchen, um noch über andere Bereiche der Zusammenarbeit zu sprechen, wie zum Beispiel das Gesundheitswesen und die Umwelt. Werden wir eine stärkere Verbindung zwischen China und der EU und stärkere Beziehungen zwischen China und den europäischen Nationen sehen?

ZEPP-LAROUCHE: Das hoffe ich auf jeden Fall. Wir befinden uns definitiv in einer Welt mit großen Herausforderungen; die Pandemie ist noch nicht vorbei, [Audioverlust] und deshalb wäre meine Hoffnung, daß sich die europäischen Staatschefs an Leibniz orientieren, der schon im 17. Jahrhundert sagte, daß nun einmal die fortschrittlichsten Kulturen an den entferntesten Enden des eurasischen Kontinents liegen und sich die Hände reichen sollten, um die dazwischen liegende Region zu entwickeln. Nun würde ich hoffen, daß, nachdem China bei diesem Abkommen große Zugeständnisse gemacht hat, Europa auf der anderen Seite auch offener für eine Zusammenarbeit mit der Belt and Road Initiative ist. Denn das böte den wirklichen Rahmen, um all die vielen Herausforderungen anzugehen, wie zum Beispiel die Unterentwicklung des Entwicklungssektors. Um die Pandemie zu überwinden, reicht es nicht aus, in der akuten Krise nur Geld zu verteilen, sondern ich denke, daß China und die EU zusammenarbeiten sollten, um Afrika, Südwestasien und andere Regionen zu industrialisieren, weil sonst immer die Gefahr neuer Pandemien bestehen wird.

Ich würde mir wünschen, daß sich die Europäer in ihrem Ansatz an Leibniz orientieren, denn Leibniz war ein absoluter Bewunderer der chinesischen Kultur. Und ich denke, daß die Europäer so viel zu entdecken haben, wenn sie sich mit chinesischer Geschichte, Kultur, Philosophie, Poesie und Malerei beschäftigen – es gibt so viele Dinge zu entdecken, und ich würde hoffen, daß dieses Abkommen den Weg für eine neue Renaissance in den Beziehungen zwischen beiden öffnet.

CRI: Helga, was ist Ihre Meinung? Sind die Bedenken, die in den USA zum Ausdruck kommen, berechtigt?

ZEPP-LAROUCHE: Ich meine, diese sogenannten „Bedenken“ sind rein ideologisch und durch geopolitisches Denken motiviert. In der letzten Zeit hat es in den USA eine beispiellose Anti-China-Kampagne gegeben, China wurde und wird für jedes Problem auf dem Planeten verantwortlich gemacht. Das ist vollkommen hysterisch. Das eigentliche Motiv dahinter ist, den Aufstieg Chinas zu stoppen. Aber der kann nicht aufgehalten werden! China ist ein Land mit 1,4 Milliarden Menschen und einer Politik, die auf Innovation basiert. China ist seit vielen Jahrhunderten führend in der technologischen Entwicklung. Wenn sich also China jetzt als eine der vier wichtigsten Nationen der Welt zurückmeldet, sollten die Menschen darüber glücklich sein. Nach allem, was ich studiert und gesehen habe, ist China ein positiver Faktor und tut nichts von dem, was die USA ihnen vorwerfen.

Ich meine deswegen, daß es für US-Firmen von Vorteil sein wird, wie Herr Qiao gerade sagte. Im übrigen wird die Anti-China-Stimmung von vielen US-Firmen, vielen Gouverneuren und vielen anderen gewählten Vertretern nicht geteilt. Es ist also zu hoffen, daß das Beispiel, das China und die EU jetzt setzten, auch die Situation in den Vereinigten Staaten beeinflussen wird.

CRI: Helga, viele glauben, der Abschluß des Abkommens zeige auch, daß die EU ihre Beziehung zu den Vereinigten Staaten zwar respektiert, aber nicht länger auf die Vereinigten Staaten warten wird. Erkennen Sie eine Veränderung in den Beziehungen zwischen der EU und den USA, wenn es um den Handel geht?

ZEPP-LAROUCHE: Nun, die Lage ist gemischt, denn trotz der Tatsache, daß die Vereinbarung unterzeichnet wurde, nannte [Charles] Michel vom Europäischen Rat China weiterhin einen „strategischen Rivalen“. Aber ich denke, es gibt eine allgemeine Tendenz in Europa, mehr Souveränität zu behaupten. Auch innerhalb der verschiedenen europäischen Nationen gibt es ein wachsendes Gefühl dafür, daß nationale Souveränität wichtig ist. Ich hoffe, daß dies zu einem neuen Paradigma führen wird, denn ich denke, wir brauchen ein völlig neues Paradigma in den internationalen Beziehungen, mit dem die Geopolitik überwunden werden muß. Die Geopolitik hat im 20. Jahrhundert zweimal zu einem Weltkrieg geführt, und der Vorschlag von Präsident Xi Jinping für eine „gemeinsame Zukunft der Menschheit“ ist, so meine ich, ein sehr wichtiger Ausdruck dieses neuen Paradigmas. Wenn die Menschen sich damit zu beschäftigen anfangen, werden sie verstehen, daß wir in einer postpandemischen Welt entweder neue Wege finden, miteinander umzugehen, oder gemeinsam untergehen. Dies ist ein Wendepunkt in der Geschichte, an dem die Menschen hoffentlich offen für neue Visionen über die Zukunft der Menschheit sein werden.

CRI: Helga, denken Sie, daß dieses Abkommen ein Sprungbrett für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und China sein wird?

ZEPP-LAROUCHE: Ich denke, es wird hoffentlich ein Sprungbrett für ein noch größeres Konzept sein, denn tatsächlich brauchen wir eine neue Weltwirtschaftsordnung. Ich denke, daß die größte Herausforderung die Entwicklung der Entwicklungsländer ist. Wir haben eine Hungersnot, die laut dem Welternährungsprogramm im Jahr 2021 270 Millionen Menschen den Hungertod bringen wird. Es muß ein Sofortprogramm geben, um das zu überwinden. Die wichtigsten Wirtschaftsmächte müssen dabei zusammenarbeiten. Ich denke wirklich, daß die Kombination aus Pandemie und der Gefahr einer Welthungersnot eine Motivation sein sollte, ein völlig anderes Vorgehen anzustreben, bei dem das Gemeinwohl der Menschen an erster Stelle steht und nicht die Profitmaximierung. Es ist eine sehr wichtige Aufgabe für die Menschheit, daß wir diesen Schritt machen und von dem bisherigen Finanzsystem wegkommen, in dem nur die Gewinnmaximierung der Spekulanten zählt. Dies ist eine Herausforderung für die souveränen Regierungen der Welt. Sie müssen auf das Gemeinwohl ihrer Bevölkerungen zu reagieren. Das ist es, worüber wir alle nachdenken sollten.


UN-Hilfsorganisationen warnen: 400.000 Kinder im Jemen von schwerer Unterernährung bedroht

Die Leiter einiger UN-Hilfsorganisationen warnten gestern in einer gemeinsamen Erklärung vor den verheerenden Folgen, die die Hungersnot im Jemen für Kinder bedeute. Sie betonten, daß etwa 400.000 Kinder unter fünf Jahren im kriegsgebeutelten und verarmten Jemen in Gefahr seien, an akuter Unterernährung zu sterben, wie {Al Monitor} berichtete. Sie schätzten, dass in diesem Jahr voraussichtlich die Hälfte aus der am stärksten gefährdeten Altersgruppe, also 2,3 Millionen kleine Kinder, an schwerer Unterernährung leiden werden. „Diese Zahlen sind ein weiterer Hilferuf aus dem Jemen, wo jedes unterernährte Kind auch eine Familie bedeutet, die ums Überleben kämpft“, sagte der Chef des Welternährungsprogramms, David Beasley, in der gemeinsamen Erklärung.


„Mit jedem Tag, der ohne Maßnahmen verstreicht, werden weitere Kinder sterben“, sagte Henrietta Fore, Leiterin des UN-Kinderhilfswerks UNICEF. „Humanitäre Organisationen brauchen dringend vorhersehbare Ressourcen und ungehinderten Zugang zu den Gemeinden vor Ort, um Leben retten zu können.“

Die UN-Organisationen warnten auch davor, daß in diesem Jahr rund 1,2 Millionen schwangere oder stillende Frauen an extremer Unterernährung leiden werden. „Die Krise im Jemen ist eine giftige Mischung aus Konflikt, wirtschaftlichem Zusammenbruch und einem schweren Mangel an finanziellen Mitteln, um die lebensrettende Hilfe zu leisten, die dringend benötigt wird“, sagte Beasley. „Aber es gibt eine Lösung gegen den Hunger, und das ist Nahrung und ein Ende der Gewalt.“


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