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Klimawandel: Prinz Charles begeistert über „komplett neuen Ansatz“

In einem Interview mit Margaret Atwood in BBC-Radio hat sich Prinz Charles gestern wortgewandt über den Paradigmenwechsel ausgelassen, der von den globalen Zentralbanken und mit ihnen verbündeten Regierungen betrieben wird, um die Industrie zu zwingen, bei dem „Green New Deal“ zur CO2-Reduktion mitzumachen – d.h. der globalen malthusianischen Deindustrialisierung im Namen des „Umweltschutzes“.

Er sagte: „Ich habe auf einmal in den letzten 18 Monaten festgestellt, daß es einen komplett neuen Ansatz gibt“, und verwies dabei auf die neue Rolle, die Unternehmen und Investoren bei der Förderung der grünen Agenda spielen. Der private Sektor habe jahrzehntelang zur Zerstörung der Umwelt beigetragen, aber „jetzt ist er ein notwendiger und entscheidender Teil der Lösung.“

Doch schnell wird der Prinz gruselig: „Es ist höchste Zeit, daß wir … der Weisheit der indigenen Völker und den First Nations weltweit mehr Aufmerksamkeit schenken. Wir können so viel von ihnen lernen, wie wir das Gleichgewicht wiederherstellen und einen Sinn für das Heilige wiederzuentdecken können, denn … Mutter Natur ist unsere Erhalterin.“

Der Mensch sei „ein Mikrokosmos des Makrokosmos“, erklärte er. „Aber wir haben das vergessen oder sind irgendwie einer Gehirnwäsche unterzogen worden, um zu denken, daß wir nichts mit der Natur zu tun haben und daß die Natur einfach ausgebeutet werden kann. Aber wenn wir mit der Ausbeutung so weitermachen, wenn wir der Natur das antun, wie sehr wir sie auch verschmutzen – dann tun wir uns das selbst an. Das ist Wahnsinn“, sagte Charles.

(Das Konzept vom Mikro- und Makrokosmos stammt von Nikolaus von Kues, doch um zu verstehen, was Cusa wirklich damit meint, lesen Sie Helga Zepp-LaRouches Rede über das cusanische Koinzidenzdenken )

In der gleichen BBC-Sendung sprach Atwood auch mit der grünen Aufzieh-Aktivistin Greta Thunberg, die hoffte, daß Joe Biden eine „positive Wende“ in der Klimapolitik herbeiführen werde, da er versprochen habe, dem Pariser Abkommen wieder beizutreten. „Das könnte ein guter Anfang von etwas Neuem sein“, sagte Thunberg. „Hoffen wir, dass es so ist, und drängen wir darauf, dass es so wird.“


Ein Beispiel für wahre Agape LaRouche in den Universitäten – der wirkliche Begriff von Kraft

Die Internationale LaRouche-Jugendbewegung verfaßte anläßlich des zweiten Todestages von Lyndon H. LaRouche (8. September 1922 – 12. Februar 2019) die folgende Erklärung:

Wir, Jugendliche aus aller Welt und Mitglieder des internationalen Schiller-Instituts, haben die Frage gestellt, ob in der akademischen und moralischen Erziehung der vielen jungen Menschen auf diesem Planeten wirklich das Richtige getan wird. Bei der Beantwortung dieser Frage stoßen wir auf das Paradox, daß, wenn tatsächlich das Richtige getan würde, die schwere internationale Systemkrise, mit der wir es zu tun haben, nicht existierte.

Was durch Erziehung und Bildung in die Köpfe und Herzen unserer Jugend eingeht, gibt ihnen die Mittel an die Hand, um zu entscheiden, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen, ob sie eine „Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft“ eingehen, um unser Universum zu verbessern. Wenn sie die Methode hinter Lyndon LaRouches Ideen kennenlernen, wird das Wort „Verpflichtung“ sie nicht erschrecken. Sie werden darin die Verwirklichung ihrer Ideale sehen, wenn sie sich selbst ständig weiterentwickeln und damit auch den Vorteil ihrer Mitmenschen anstreben.

In diesem Sinne haben wir eine Initiative mit dem Titel „LaRouche in den Universitäten – der wirkliche Begriff von Kraft“ gestartet. Mit ihr wollen wir junge Studenten, Professoren und andere Interessierte mit der Methode und den Beiträgen des amerikanischen Ökonomen Lyndon LaRouche vertraut machen. In alle Lehrpläne muß die Geschichte jener Ideen einfließen, die es uns im Laufe der Entwicklung der menschlichen Zivilisation ermöglicht haben, aus existenziellen Krisen gestärkt hervorzugehen und eine Renaissance auf höherem Niveau zu schaffen. Dies sind das agapische Prinzip und die Ideen zur Staatskunst, die LaRouche zu Lebzeiten entwickelt und beigesteuert hat. Deshalb setzen wir heute, wo diese Ideen notwendiger denn je sind, dieses Projekt am zweiten Jahrestag seines Todes, am 12. Februar, in Gang.

Das ist unsere Petition:

Beginnen wir damit, die von Lyndon LaRouche entwickelte Methode in Akademien, Universitäten, Foren, Kursen und Klassenzimmern zu vermitteln, und zwar durch Workshops, Seminare, Leistungskurse, Konferenzen, Wettbewerbe, Experimente, Wissenschafts- und Kunstmessen. Öffnen Sie Ihren Geist, setzen wir uns hin und diskutieren, wie wir zusammenarbeiten können, um die schöpferischen Fähigkeiten und das „spezifische Vermögen kognitiven Erkennens“ im Individuum zu aktivieren und eine Dynamik des sokratischen Dialogs als Antwort auf die Suche nach Lösungen für die Paradoxe der gegenwärtigen Krise zu schaffen.

Wir stellen keine Forderungen. Wir bieten die Möglichkeit, jungen Menschen das zu geben, was ihnen durch das Naturrecht gehört. Das heißt, einen Wendepunkt in der Geschichte zu schaffen – eine Option, die sich von dem Pessimismus der heutigen Zeit unterscheidet.

Es stimmt, daß das, was die jungen Menschen mit ihrer Bildung anfangen, nicht in unserer Hand liegt; aber zumindest sind wir mit uns im Frieden, das Richtige getan zu haben, den Jugendlichen den richtigen Weg gezeigt zu haben, der nicht in ihre Selbstzerstörung führt.

Das ist wahre Liebe zu den Mitmenschen – wahre Agapē. Unsere Petition kommt nicht aus einem Gefühl, daß wir von der Gesellschaft die Nase voll haben, oder aus Wut, Haß oder daß wir uns in einer Opferrolle sehen. Sie ist vielmehr aus der Hoffnung geboren, durch unsere eigenen Anstrengungen ein würdiges Dasein für die Menschheit und alle Bewohner unseres Planeten zu schaffen. Dies sind die Ideen, für die Lyndon LaRouche zu Lebzeiten kämpfte, und wir jungen Menschen haben die Verantwortung übernommen, sie heute mit noch größerer Kraft zu verwirklichen.

Wenn wir die Gegenwart verändern, eröffnet sich eine Zukunft des Wohlergehens, aber auch eine Zukunft voller Paradoxe, die es für unsere zukünftigen Generationen zu lösen gilt – eine Chance, das eigene Glück darin zu suchen, anderen nützlich zu sein, statt nur an sich selbst zu denken.

Der frühere mexikanische Präsident José López Portillo sagte 1998: „Jetzt ist es notwendig, daß die Welt auf die weisen Worte von Lyndon LaRouche hört.“ Wir möchten hinzufügen: „Jetzt ist es notwendig, daß LaRouche in allen Bildungseinrichtungen Welt studiert wird.“

Schließen Sie sich unserer Inititative an!!



Die wichtigste und grundlegendste Frage, die sich uns durch die herannahende Katastrophe stellt, ist: In welchem Maße, auf welche Art und Weise und mit welchen Mitteln kann der Mensch prinzipiell vorherige Kenntnis über die Methode erlangen, mit der er die gegenwärtige Richtung des Schicksals seiner Gesellschaft willentlich und gezielt zum Besseren verändern kann? Und so sogar die schlimmste, scheinbar unvermeidliche Katastrophe zu überwinden, wie sie uns gegenwärtig droht?

Aus Gründen, die ich in früheren Schriften ausführlich dargelegt habe, muß sich jede Erörterung dieses Themas sinnvollerweise auf die Ansammlung von Wissen beziehen, die die Menschheit, und im engeren Sinne jede spezifische Kultur, bis zum Zeitpunkt der aktuellen Diskussion besaß. Mit anderen Worten: Die Untersuchung von Sachverhalten, die die eingangs gestellte Methodenfrage betreffen, muß sich empirisch auf die Wirkungsgeschichte der bisher entwickelten Ideen beziehen, so wie Platon den Begriff Ideen und Leibniz die platonische Idee einer Monadologie definiert hat.


 

Das ist der Rahmen, in dem sich eine bestimmte Kultur zu einer bestimmten Zeit mit einer bestimmten Herausforderung für ihre weitere Existenz auseinandersetzen muß. Diese Herausforderung muß von dem Standpunkt betrachtet werden, daß diese Kultur nicht nur im geographischen Kontext der Welt steht, sondern auch dem Erbe der kulturellen Entwicklung dieser Gesellschaft verpflichtet ist, das sich aus der gesamten Menschheitsgeschichte bis zu diesem Zeitpunkt angesammelt hat. Diese retrospektive Sichtweise definiert die breite Bedeutung historischen Spezifität…

Wenn wir den Begriff „Idee“ verwenden, wie es Platon, Kepler oder Leibniz tun würden, meinen wir entweder die Qualität der Idee, die mit einem universellen physikalischen Prinzip verbunden ist, wie z.B. Keplers ursprüngliche Entdeckung des Prinzips der universellen Gravitation, wie Kepler dies in seiner Neuen Astronomie Schritt für Schritt detailliert beschreibt, oder die Idee der Weitergabe einer solchen Idee an eine andere Person. Oder wir meinen die Vorstellung einer Idee, die in Entdeckungen eines universell gültigen physikalischen Prinzips in nicht-lebenden wie in lebenden Prozessen steckt, und auch die Weitergabe von Ideen dieser spezifisch kognitiven Qualität, wie sie von Platon definiert wurden, von einer Person zur anderen.



Das gleiche Prinzip kommt in jeder Aufführung von J.S. Bachs Johannes- und Matthäus-Passion zum Ausdruck, wenn sie so aufgeführt werden, wie Bach die organische Beteiligung zwischen Komponist, Solisten, Chor und Gemeinde beabsichtigte. Die Absicht ist, daß alle – Komponist, Solisten, Chor und Gemeinde – am Wiedererleben dieser Passion innerhalb ihrer eigenen kognitiven Erfahrungen teilhaben können. Mozarts Große Messe, sein späteres Requiem und Beethovens Messen sind Kunstwerke einer Art, die eine wahrhaftige kognitive Erfahrung des Wiedererlebens der Geschichte bewirken, wie sie vom Komponisten, den Ausführenden und den Zuhörern geteilt wird. 

Das ist keine Fiktion und keine bloße Unterhaltung, sondern unterstreicht die kognitive Realität der Geschichte – anstatt nur dümmlich-reduktionistisch die Schatten an der Wand einer schwach vom Feuerschein erleuchteten Höhle wahrzunehmen oder verdunkelt im Spiegel der Sinneswahrnehmung zu sehen. Die höhere Wahrhaftigkeit großer klassischer Kunst besteht in diesem Sinne darin, daß sie eine wesentliche Funktion erfüllt, nämlich dem Publikum die kognitive Erfahrung des historischen Gegenstands zu ermöglichen, auf den sich die Kunst oder eine geeignete Form von Gottesdienst bezieht…

Letzteres werden andere weitergegeben, und zwar in Form von spezifisch kognitiven Wissensqualitäten… Die Bestätigung definiert sich danach, wie sie dazu beiträgt, die Macht der Gesellschaft in und über das Universum physisch zu erhöhen. Typischerweise mißt man dies pro Kopf und pro Quadratkilometer eines normierten Querschnitts der Erdoberfläche.

Auf heute bezogen können wir sagen, daß wir die Absicht eines bestimmten Verfassers kennen, weil er uns derart durch jene spezifische kognitive Erkenntnisfähigkeit zwingt, in unseren eigenen kognitiven Prozessen die Entdeckung einer experimentell überprüfbaren Idee zu replizieren. Dieses Prinzip bestimmt die Art und Weise, wie Ideen, wie Platon sie definiert, unter lebenden Menschen ausgetauscht werden; genauso werden auch Ideen als Ideen von der Vergangenheit in die Gegenwart und in die Zukunft mitgeteilt.

Im Gegensatz zu jenem einzelnen Wahrnehmungsschritt, durch den wir Objekte mit Hilfe von Sinneswahrnehmungen zu erkennen lernen (d.h. die rohe empirische Vorstellung von „Sinnesgewißheit“), erfordert der individuelle Erkenntnisakt einer Idee drei Schritte.

Erstens: Es muß ein wahres ontologisches Paradox erkannt werden.

Zweitens: Es muß in einem Hypotheseschritt ein universelles Wirkprinzip entdeckt werden, wodurch das Paradox aufgelöst wird.

Drittens: Die Entdeckung muß experimentell überprüft werden. Mit anderen Worten, der Test muß zeigen, ob das hypothetische Prinzip universell ist oder nicht. Wenn nicht, ist es kein Prinzip.

Da der erste und der dritte Schritt experimentell überprüfbar ist, erkennt eine zweite Person, die diese Schritte wiederholt, den gelungenen Gedankengang, der die hypothetische Entdeckung im Geist des ursprünglichen Entdeckers hervorgebracht hat, im eigenen Geist wieder. Auf diese Weise läßt sich das Nichtwahrnehmbare erkennen, weil die Existenz dieser Idee effizient ist, um die Schatten an der Wand von Platons Höhle zu lenken. Diese Teilhabe am Akt der Entdeckung eines experimentell gültigen Prinzips definiert eine Idee platonischen Typs. Die Idee eines Prinzips, die auf diese Weise erzeugt und bewiesen wird, stellt somit eine kommunizierbare und auch effiziente Idee für die Praxis dar, auch wenn die Idee selbst nicht für die bloßen Sinne sichtbar ist.

Der Gegenstand von Geschichte, richtig verstanden, ist somit die Geschichte von Ideen, wie man sie entsprechend meiner Zusammenfassung hier definieren muß. Das einzig gültige Konzept von Geschichte ist also eine Geschichte von Ideen.

Anders gesagt, Entdecker der Vergangenheit können geistig mit uns durch die oben beschriebene dreistufige Methode kommunizieren, selbst wenn sie schon lange verstorben sind. So können auch wir geistig mit Personen kommunizieren, die noch lange nach unserem Tod gezeugt und geboren werden. Diese auf Ideen basierende Beziehung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist das Äquivalent der Idee von Geschichte zur Geschichte der Ideen. Nicht durch das Lernen nach Maßgabe der Sinnesgewißheit, sondern nur durch die kognitive Kommunikation von Ideen platonischer Qualität stehen wir in einer effizienten Beziehung zur Menschheit als Ganzes, zu unseren Vorfahren, unseren Zeitgenossen und unserer Nachwelt.

Hieraus ergibt sich die unverzichtbare Rolle einer klassisch-humanistischen Allgemeinbildung für alle Mitglieder unserer Gesellschaft. Das Hauptziel und die Funktion der Bildung muß es sein, vor allem die jungen Menschen in die Lage zu versetzen, die wichtigen kognitiven Erfahrungen vergangener Generationen nachzuerleben, insbesondere die großen Entdeckungen und die großen Krisen früherer Kulturen und Völker. In der Suche nach kognitiven Wahrheiten im Rahmen einer klassisch-humanistisch Ideen-Erziehung der Jugend liegt die Grundlage für die moralische Entwicklung des Charakters junger Menschen und damit auch der Erwachsenen.

Der überlegene moralische Charakter eines Individuums, das die Vorzüge einer klassisch-humanistischen Erziehung genießt, drückt sich – im Gegensatz zu den heute üblichen Praktiken – nicht nur darin aus, daß diese Personen in der Regel moralischer und geistig gesünder sind als andere Teile der Bevölkerung, sondern auch in höheren intellektuellen Leistungen in allen Berufen, die sie ergreifen mögen. Darum läßt eine historisch so definierte allgemeine kognitive Entwicklung auf einen induzierten Geisteszustand schließen, der als Ausdruck eines Prinzips der höheren Hypothese verstanden werden kann – gewöhnlich verdeutlicht durch die Fähigkeit des Individuums, ganze Abfolgen von Entdeckungen hervorzubringen.

Die Fähigkeit, diese kognitiven Entdeckungen universeller Prinzipien aufgabenorientiert mit anderen zu teilen, macht wirkliches Wissen über das physikalische Universum zum bewußten Gegenstand. Die Fähigkeit, eine solche Idee von anderen mit demselben kognitiven Ursprung zu unterscheiden, versetzt uns in die Lage, innerhalb eines sozialen Prozesses eine Idee von einer anderen als eine Existenzform von Ideen zu unterscheiden.

Dieser soziale Aspekt des Prozesses kognitiver Ansammlung gültiger Ideen über aufeinanderfolgende Generationen hinweg definiert das, was man als klassische Prinzipien künstlerischer Komposition und Aufführung bezeichnen kann. Die validierbaren Prinzipien klassischer künstlerischer Komposition bilden auch die Grundlage für das Verständnis von wirklicher Geschichte und Staatskunst.

Die souveräne Form einer modernen nationalstaatlichen Republik zeichnet sich dadurch aus, daß sie die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr als menschliches Vieh betrachtet. Wenn die Regierung die Wirtschaftspolitik und damit zusammenhängende Angelegenheiten in diesem Sinne gestaltet, übernimmt sie die Verantwortung für: a) die Sicherung der nationalen wirtschaftlichen Entwicklung, gemessen pro Kopf und pro Quadratkilometer; b) die Entwicklung der grundlegenden wirtschaftlichen Infrastruktur im gesamten nationalen Territorium; und c) die Förderung des wissenschaftlichen Fortschritts und die Nutzung der daraus entstehenden Technologien, um die Weiterentwicklung der produktiven Arbeitskraft aller Haushalte zu unterstützen, aus denen sich die Bevölkerung zusammensetzt.

Die Blüte der klassischen Bildung und ihrer Anwendung in Wissenschaft und Kunst fördert sowohl das produktive Potential der Bevölkerung als auch ihre Bereitschaft, an der Umsetzung entsprechender Verbesserungen der materiellen und kulturellen Lebensbedingungen praktisch mitzuwirken. Das menschliche Individuum ist von Natur aus schöpferisch; das unterscheidet es von den Tieren. Wenn diese Eigenschaft des Individuums geweckt und gefördert wird, ist sie die Quelle ständiger weiterer revolutionärer Verbesserungen in den Lebensbedingungen der Menschheit. Das, was Platon und der Apostel Paulus als das Prinzip der Agapē bezeichnen, ist die Kraft der Menschheit, das Universum zu verändern.



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Machen Sie nicht bei dem abgekarteten Spiel mit: Warum Trump jetzt Putins Angebot eines P5- Gipfels annehmen muß

Während US-Präsident Trump darum kämpft den größten Wahlbetrug in der US-Geschichte rückgängig zu machen, hat er die Möglichkeit den Spieß umzudrehen und diejenigen, die ihn und seine Präsidentschaft in den letzten vier Jahren zerstören wollten, mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Die Feinde der Vereinigten Staaten in der City of London und Wall Street sind dabei die USA in einen Bananenrepublik zu verwandeln und versuchen von ihrem eigenen Verrat abzulenken, indem sie Rußland und China die Schuld zuschieben und den Bankersjüngling Joe Biden Kommunist (!!) nennen. Aber ihr System bricht zusammen.

Helga Zepp-LaRouche rief Trump dazu auf, sie auszuflankieren und aus dem abgekarteten Spiel auszubrechen. Indem er Putins Vorschlag eines Notgipfels der 5 permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrats annimmt, kann die Dynamik von Krieg und Kollaps in Zusammenarbeit gegen die korporatistischen Faschisten umgewandelt werden.

Die Alternative einzige zur Davos-Gang, die verzweifelt darauf pokert, die Möchtegern-Biden Administration zu nutzen, um Grünen Faschismus und neue kriegerische Provokationen vom Zaun zu brechen, ist die Zusammenarbeit mit Rußland und China und die Einführung von Lyndon LaRouches Vier Gesetzen.

Sie wiederholte ihre tiefe Überzeugung, daß Menschen in mit klassische Kultur, insbesondere in die Werke Beethovens eintauchen müssen, um die innere Stärke und Schönheit zu finden, die notwendig ist, um den historischen Kampf zu gewinnen.


Ruandas Paul Kagame: „Die ganze Welt wird so lange unter [der Corona-Pandemie] leiden, bis die Afrikaner die COVID-Impfungen bekommen, die sie brauchen“

Unter dieser Überschrift verfasste Paul Kagame, Präsident von Ruanda und ehemaliger Vorsitzender der Afrikanischen Union, einen Kommentar im Londoner „Guardian“ vom 9. Februar, in dem er die Notwendigkeit der Impfung Afrikas und der Entwicklungsländer, sowie der gesamten Weltbevölkerung gegen COVID-19 betont.

Kagame erklärte: „Die gegenwärtige Situation in Bezug auf den Zugang und die Verteilung von Covid-19-Impfstoffen veranschaulicht sehr deutlich die jahrzehntealten Widersprüche der Weltordnung. Reiche und mächtige Nationen haben sich beeilt, die Versorgung mit vielen unteschiedlichen Impfstoffkandidaten zu sichern…. Dadurch bleiben afrikanische und andere Entwicklungsländer in der Impfstoff-Warteschlange entweder weit zurück oder sind überhaupt nicht dabei….Der Druck auf politische Führer, alle ihre Bürger zu impfen, bevor sie die Vorräte mit anderen teilen, ist verständlich. Aber kleinere oder ärmere Länder zu zwingen, zu warten, bis alle im Norden versorgt sind, ist kurzsichtig.

„Den Zugang zu Impfstoffen für die Bürger von Entwicklungsländern zu verzögern, ist letztlich um ein Vielfaches teurer.“ Er warnte: „Die Pandemie wird weiter wüten und die Weltwirtschaft lähmen. Neue Mutationen könnten künftig in einem schnelleren Tempo auftauchen. Die Welt riskiert, Jahrzehnte menschlicher Entwicklungsgewinne zu verspielen…. Wir brauchen wieder voll funktionsfähige globale Wertschöpfungsketten, die jeden einschließen.

„Die Covax-Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation sollte Dosen für 20 % der Menschen in Afrika sicherstellen – von Anfang an und zur gleichen Zeit wie für die reicheren Länder. Doch fast zwei Monate, nachdem die ersten Impfstoffe verabreicht wurden, ist immer noch nicht klar, wann die afrikanischen Nationen mit der Immunisierung der Menschen beginnen können… Eine Pharmafirma plant Berichten zufolge, 37 Dollar pro Dosis für ‚kleinere Bestellungen‘ [in Afrika] zu verlangen. Kürzlich berichtete ein afrikanisches Land, dass von ihm mehr als das Doppelte des Preises verlangt wurde, den die Europäische Union für dasselbe Produkt ausgehandelt hatte… Preistreiberei sollte für Impfstoffe während einer Pandemie nicht toleriert werden.“

Kagame versicherte: „Impfstoffkandidaten aus China und Russland kommen ebenfalls auf den Markt und könnten für einige Entwicklungsländer eine Alternative darstellen. Die Realität ist jedoch, dass die meisten Länder nur in der Lage sein werden, Impfstoffe zu beschaffen, die von der Weltgesundheitsorganisation zugelassen wurden. Die WHO sollte die Zulassung von Impfstoffen für den Notfalleinsatz beschleunigen…. Afrika wird sich nicht zurücklehnen und auf Almosen warten…. Die globale Sicherstellung eines gerechten Zugangs zu Impfstoffen während einer Pandemie ist nicht nur eine moralische Frage, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit, um das Wohlergehen der Menschen überall zu schützen. Aber wann wird Afrika den Schutz bekommen, den es braucht? Wenn alle Leben gleichwichtig sind, warum dann nicht auch der Zugang zu Impfstoffen?“






Helga Zepp-LaRouche erneuert Forderung nach einem sofortigen P5-Gipfel

Angesichts extremer internationaler Spannungen infolge des irrsinnigen Verhaltens von US-Außenminister Pompeo, angesichts der COVID-19-Pandemie und einer drohenden Hungersnot biblischen Ausmaßes hat Helga Zepp-LaRouche am 28. Dezember in einer Diskussion mit Mitgliedern des Schiller-Instituts aus den USA, Kanada, Gambia, Irland, Dänemark, Italien und Deutschland gesagt, daß Präsident Donald Trump sofort Rußland und China zu einem Gipfeltreffen der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (P5) einladen müsse, wie es der russische Präsident Putin bereits im Januar 2020 gefordert hatte.

Sie sagte:

„Ich denke, daß Präsident Trump, unabhängig davon, ob er am 20. Januar noch im Weißen Haus sein werde oder nicht, eines tun kann: Er könnte sofort Rußland und China anrufen und sagen, daß er wegen der Pandemie, wegen der Hungersnot und wegen der Gefahr für den Weltfrieden auf das Angebot Putins vom Januar 2020 eingehe und ein Gipfeltreffen der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats einberufen wolle, und das sofort. Das wäre das Beste, was er tun könnte, um all der gegen ihn gerichteten Propaganda entgegenzuwirken.

Je mehr Leute im Weißen Haus anrufen, um dies vorzuschlagen, und dies [die Notwendigkeit eines Gipfels] auf irgendeine Weise zum Ausdruck bringen, desto besser. Ich habe keine Ahnung, warum Trump Pompeo nicht längst entlassen hat, denn er verhält sich in vielen dieser Fragen genauso wie [John] Bolton. Präsident Trump hatte den Mut, Bolton zu entlassen. Das war eines der besten Dinge, die er je getan hat.

Aber ich denke, um in dieser unglaublich komplexen Situation [der Gefahren] Herr zu werden, sollte Präsident Trump jetzt auf Putins Gipfel-Angebot eingehen und sich mit Putin und Xi Jinping treffen. Der französische Präsident Macron hat bereits erklärt, daß er einen solchen Gipfel unterstützt, ebenso [der britische Premierminister] Boris Johnson. Aber die wirklich wichtigen Staatsmänner, die den Unterschied bei einem solchen Treffen ausmachen werden, sind die Präsidenten Trump, Putin und Xi Jinping. Johnson und Macron könnten das nicht sabotieren. Hierzu muß Trump ermutigt werden. Ich bin mir hundertprozentig sicher, daß Rußland und China sich sofort darauf einlassen würden.“


Erneuter Destabilisierungsversuch gegen Nigeria

Nigeria – Afrikas bevölkerungsreichstes Land, das zusammen mit China ein modernes Eisenbahnnetz aufbaut und führend an dem für ganz Afrika wichtigen Transaqua-Projekt beteiligt ist – ist von internationale Akteuren erneut zum Destabilisierungsziel erklärt worden. In dieser Woche haben sich, wie auf Kommando in einem Artikel der Londoner Financial Times, weitere „Beobachter“ zu Wort gemeldet, die in Nigeria zunehmende terroristische Aktivitäten vorhersagen, die zu einem möglichen Zusammenbruch der Zentralregierung und letztlich zum Zerfall des gesamten Staates führen könnten.

Im Land herrschte bereits in der Weihnachtswoche gereizte Stimmung, nachdem in der Stadt Katsina am 17. Dezember 344 Schüler einer Privatschule von mutmaßlichen Boko-Haram-Dschihadisten entführt worden waren. Katsina befindet sich in einem Gebiet im Norden Nigerias, wo sich die dschihadistische Gewalt derzeit schnell ausbreitet. Diese Tat sollte bewußt an die Entführung von Schülerinnen im Jahr 2014 erinnern, die das Land monatelang in Atem hielt. In diesem Fall wurden die Schüler innerhalb weniger Tage freigelassen, wobei die Regierung jedoch betonte, kein Lösegeld gezahlt zu haben, so daß der Eindruck entstanden ist, als ob das Ganze nur um des Schockeffekt willens oder möglicherweise als Trockenübung für zukünftige Aktionen inszeniert worden sei.

Eine Woche nach diesem Vorfall, am 22. Dezember, erschien dann in der Financial Times ein prominenter Kommentar, in dem festgestellt (nicht gefragt) wurde: „Nigeria läuft Gefahr, ein gescheiterter Staat zu werden“. Unter Verweis auf die Entführung wurde behauptet: „Ein gescheiterter Staat definiert sich dadurch, daß die Regierung keine Kontrolle mehr hat. Nach diesem Maßstab steht Afrikas bevölkerungsreichstes Land am Rande des Abgrunds.“ Die Weigerung der nigerianischen Regierung, Lösegeld zu zahlen, wird angezweifelt, gleichzeitig aber die „Wirkkraft“ von Erpressung als Machtsymbol herausgestellt. Dann wird die malthusianische Absicht der Verfasser deutlich, wenn sie feststellen, der Kern von Nigerias Problemen liege darin, daß „die Bevölkerung, die bereits über 200 Millionen beträgt, mit halsbrecherischen 3,2 Prozent pro Jahr wächst.“ Nigeria brauche einen „Generationenwechsel“, heißt es, und letztlich „einen neuen, schlankeren Staat“, der sich „auf das Wesentliche konzentrieren“ müsse. Anders gesagt: Jede Idee von Großprojekten muß weg!

Am nächsten Tag behauptete John Campbell, ein ehemaliger US-Botschafter, der jetzt beim Council on Foreign Relations (CFR) arbeitet, in einem Blogbeitrag auf seiner Webseite mit der Überschrift „Dunkelheit in Nordnigeria“, daß die nationalen Sicherheitskräfte, die über die Jahre hinweg nicht mehr in der Lage gewesen seien, die wachsenden dschihadistischen Umtriebe zu unterdrücken, bald zur Repression nach innen greifen würden. In seinem Beitrag zählt Campbell, der gerade auch ein Buch zu diesem Thema veröffentlicht hat, weitere zwanzig Vorfälle dschihadistischen Terrors innerhalb weniger Wochen auf.

Das Amt von Präsident Buhari reagierte darauf mit einer seltenen, direkten Erklärung durch seinen Medien-Sonderberater Femi Adesina, in der es hieß, daß „verärgerte politische Elemente im Land“ eine Destabilisierung planten. „Der Plan ist es, daß die Anstifter in den kommenden Tagen eine orchestrierte Schmähkampagne starten, wonach Präsident Muhammadu Buhari die Kontrolle über das Land verloren hätte (eine Narrative, die bereits von einem ausländischen Medium verbreitet wird).“ Adesina hätte „britisch“ in seine Beschreibung einfügen können. In seiner Erklärung heißt es auch: „Geld und andere attraktive Anreize werden den Online-Medien unter die Nase gehalten, … um Zwietracht und Unzufriedenheit im Land zu säen.“

Die NGO Save Humanity Advocacy Center warf Campbell und den CFR inzwischen vor, „den Aufstieg des Terrorismus auf dem afrikanischen Kontinent zu fördern, um die Vereinigten Staaten dazu zu bringen, Militär- und Drohnenbasen zu errichten, die dann benutzt werden, um Länder zu kontrollieren“.

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Londons Farbrevolutionen – Eine Nawalny Frühlingsoffensive?

Nawalny-Unterstützer planen Frühjahrsoffensive, um Putin zu stürzen

Wie in den Medien übereinstimmend berichtet wurde, will die russische Opposition gegen Präsident Putin unter der Führung von Alexej Nawalny bis zum Frühjahr eine „strategische Pause“ einlegen, nachdem bei Straßenprotesten in ganz Rußland zur Unterstützung Nawalnys mehr als 10.000 Demonstranten festgenommen wurden. Um Gefängnisstrafen und anderen staatlichen Gegenmaßnahmen zu entgehen, haben Nawalnys Anhänger beschlossen, sich neu zu gruppieren und erst im Frühjahr wieder auf die Straße zu gehen. Und bei den Parlamentswahlen im September wollen sie Kandidaten unterstützen, die die Partei Putins herausfordern. Nawalny wurde bereits zu zwei Jahren Gefängnis wegen Verstößen gegen seine Bewährungsauflagen verurteilt, weitere Fälle sind anhängig. Im Januar war er aus Deutschland nach Rußland zurückgekehrt, wo er wegen einer angeblichen Vergiftung behandelt worden war. 

Nawalnys „Stabschef“ Leononid Wolkow sagte der Washington Post am 5. Februar, daß die Oppositionskräfte „die Verhaftungen und Schläge nicht mehr aushalten konnten“. Doch die Proteste würden fortgesetzt mit dem Ziel, bei den Wahlen im September mehr Oppositionssitze zu gewinnen sowie „die Arbeit der regionalen Hauptquartiere zu lähmen. Alexej hat uns gebeten, uns auf diesen Herbst zu konzentrieren, wenn die Wahlen zur Staatsduma stattfinden werden“, so Wolkow. Der Spiegel berichtete, daß sich Nawalnys Frau jetzt für „einen privaten Besuch“ in Frankfurt am Main aufhalte.


„Green Dealer“ müssen das Schweizer Votum verdauen

Die Tatsache, daß die Schweizer Bevölkerung gestern in Volksabstimmungen mit 51,6 sowie mit 61% die geplanten Sondergesetze für eine CO2-Steuer und für ein totales Verbot von Pestiziden abgelehnt hat, bedeutet, wie Deutschlands führendes Nachrichtenmagazin Der Spiegel anmerkt, daß die Ambitionen der Schweizer Regierung, ihr Land zum ersten der Welt zu machen, das Pestizide verbietet, vorerst zerschlagen wurden. Es sei nun eine völlig offene Frage, wie die Schweiz ihre Versprechen einhalten wolle, die sie beim Pariser Klimaabkommen 2015 unterzeichnet habe, so die Wochenzeitung.

Der staatliche Nachrichtensender Deutsche Welle versucht die Illusion noch aufrechtzuerhalten, daß die Dinge in der Schweiz früher oder später korrigiert werden könnten und zitiert die Schweizer Umweltministerin Simonetta Sommaruga mit der Aussage, die Volksabstimmungen seien „kein Votum gegen den Klimaschutz“ gewesen, und ferner daß „die Debatten der letzten Wochen gezeigt haben, daß viele Menschen den Klimaschutz stärken wollen – nur eben nicht mit diesem Gesetz.“ Wie allerdings eine neue Gesetzgebung zustande kommen könnte, ist nach anderen Medienberichten noch ziemlich unklar, da Regierung und Parlament bereits mehrere Jahre an den gescheiterten Gesetzen gearbeitet hatten.

Noch scheinen sich die Ausraster in Deutschland in Grenzen zu halten, was sich ändern könnte, wenn die Auswirkungen der Abstimmungen erst einmal verdaut sind. Bislang ist die Aufregung über das Anti-Terror-Gesetz, dem die Schweizer in einem parallelen Referendum zugestimmt haben, größer: Radikale Pro-Klima-Aktionen wie Besetzungen oder Blockaden von Bankgebäuden, Straßenblockaden und ähnliches, die es in der Vergangenheit immer wieder gegeben hatte, können nun als „Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“ bezeichnet und viel härter bestraft werden. Und: die Polizei kann nun Menschen präventiv festnehmen, die verdächtigt werden, eine Störung oder einen terroristischen Akt zu planen, auch wenn diese dem „Klimaschutz“ dienen sollen.

Die Wissenschaft des Klimawandels ist nicht geklärt, und vieles von dem, was präsentiert wird, basiert überhaupt nicht auf Wissenschaft. Führende Wissenschaftler mit der Integrität und dem Mut, sich gegen das gefährliche „populistische“ Dogma zu stellen, werden den sogenannten menschengemachten Klimawandel und die fortschrittlichsten wissenschaftlichen Aspekte, einschließlich der wissenschaftlichen Erkenntnisse über galaktische Oszillationen in den astronomischen Entwicklungen bei der kommenden Konferenz des Schiller-Instituts diskutieren. Der selbstmörderische Kurs einiger europäischer Staaten, an der „Kernkraft-Nein-Danke“-Haltung festzuhalten, wird ebenfalls erörtert werden.  

Für das Gemeinwohl aller, statt dem Nutzen Weniger!

Internationale Schiller-Institut/ICLC Internetkonferenz, 26. und 27. Juni 2021

Zur Anmeldung →


Vierte Gedenkfeier für das Alexandrow-Ensemble und weitere Opfer des Flugzeugabsturzes zu Weihnachten 2016

Heute Morgen kamen Mitglieder des New Yorker Chores des Schiller-Instituts und der Feuerwehr von Bayonne, New Jersey, zur vierten Gedenkveranstaltung zusammen, um den 64 Mitgliedern des russischen Alexandrow-Ensembles zu gedenken, die ums Leben kamen, als ihr Flugzeug kurz nach dem Start am 25. Dezember 2016 ins Schwarze Meer stürzte. Unter den Opfer waren auch Journalisten und die beliebte Ärztin Elisabeta Glinka, die sich entschlossen für humanitäre Hilfsprojekte eingesetzt hatte.

Die Veranstaltung war in diesem Jahr aufgrund von COVID-Beschränkungen auf 24 Personen begrenzt, darunter Dmitri Tschumakow, stellvertretender ständiger Vertreter der Russischen Föderation bei der UN, Kapitän Donald Haiber von der Feuerwehr Bayonne und seine Ehrengarde, John Sigerson, Vizepräsident des Schiller-Instituts, Mitglieder des Chors und zwei russische Pressevertreter.

Feuerwehrhauptmann Haiber leitete die Zeremonie. Nach dem Absingen der amerikanischen und der russischen Hymne äußerte sich Herr Tschumakow zutiefst dankbar darüber, wie einfühlsam die amerikanische Bevölkerung auf die Tragödie vor vier Jahren reagiert habe. Die Tatsache, daß die Gedenkfeier schon das vierte Jahr stattfinde, zeige „die Stärke unserer Freundschaft“ und daß die Opfer niemals in Vergessenheit geraten werden.

Das gleiche klang auch in den Worten von Kapitän Haiber an, der über den 11. September 2001 sprach und wieviel das von Rußland gespendete Tear Drop Memorial für das amerikanische Volk in dieser dunklen Stunde bedeutete.

John Sigerson sprach über das Thema von Leibniz‘ „bester aller möglichen Welten“, in der – wie auch in Johannes Brahms‘ Vertonung von Friedrich Schiller Gedicht NaenieGemeinheit und Häßlichkeit in Vergessenheit geraten werden.

Diane Sare, die Leiterin des New Yorker Schiller-Chores, trug eine sehr einfühlsame Grußbotschaft von Helga Zepp-LaRouche, der Präsidentin des internationalen Schiller-Instituts, vor. 

Journalisten von Tass und Ruptly waren vor Ort und filmten und interviewten die Teilnehmer.

Grußbotschaft von Helga Zepp-LaRouche an die Gedenkfeier für das Alexandrow-Ensemble

von Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin des internationalen Schiller-Instituts

Die Welt darf die 92 Flugzeugpassagiere, darunter die 64 heldenhaften Mitglieder des Alexandrow-Ensembles niemals vergessen, die vor vier Jahren bei einem Flugzeugabsturz einen tragischer Tod fanden. Sie waren auf dem Weg nach Syrien, um die russische Armee zu unterstützen, die dort versuchte, die Folgen eines Interventionskrieges ungeschehen zu machen. Die Botschaft von Schönheit und Solidarität, für die das Alexandrow-Ensemble steht, gibt Hoffnung, daß das schreckliche Verhältnis, das gegenwärtig zwischen zu vielen Nationen in der Welt herrscht, durch ein besseres ersetzt werden kann.

In den vier Jahren, die seit der Tragödie vergangen sind, ist eine auf Lügen, Intrigen und Manipulationen basierende Lawine von Anschuldigungen gegen Rußland hereingebrochen, darunter mehrere Jahre „Russiagate“, die nur dazu dienten, eine vernünftige Beziehung zwischen den USA und Rußland zu verhindern. Obgleich nicht die geringsten Beweise erbracht werden konnten und viele dieser Anschuldigungen sang- und klanglos wieder verschwunden sind, hinderte das die gleichen Kreise nicht daran, immer wieder zu versuchen, Rußland zu diffamieren. Was ist das Ziel von all dem?

Es ist höchste Zeit, daß wir uns die Worte aus Beethovens Neunter Symphonie zu Herzen nehmen: „O Freunde, nicht diese Töne, laßt uns angenehmere anstimmen, und freudenvollere!“

Im noch andauernden Beethoven-Jahr, das wegen der Covid-19-Pandemie verlängert wurde, sollten wir uns dafür einsetzen, die Beziehungen zwischen den USA und Rußland im Geiste des Gedenkens an das Alexandrow-Ensemble und jener Sinfonie zu verbessern, und Schillers und Beethovens Absicht in der „Ode an die Freude“ aufgreifen: „Alle Menschen werden Brüder“. Nur so können wir einen Weg finden, um die gemeinsamen Ziele der Menschheit zu verwirklichen.

Die beste aller möglichen Welten

Rede von John Sigerson, Vizepräsident des Schiller-Instituts, anläßlich der vierten Gedenkfeier für das Alexandrow-Ensemble am Teardrop Memorial in Bayonne, New Jersey.

Während wir uns heute hier versammeln – vier kurze, turbulente Jahre nach dem tragischen Verlust der begnadeten Musiker des Alexandrov-Ensembles, dem Verlust von Journalisten, Militärangehörigen, einer beliebten Ärztin und der Flugzeugcrew, insgesamt 92 Personen, die auf dem Weg zu einer Mission des Friedens und der Hilfe für die Menschen in Syrien waren – fühle ich mich daran erinnert, wie dankbar wir sein sollten, daß wir tatsächlich in der besten aller möglichen Welten leben!

Aber wie kann man behaupten, daß wir in der besten aller möglichen Welten leben, wenn wir uns die menschengemachten Katastrophen vor Augen führen, die über uns hereingebrochen sind, insbesondere seit dem Grauen des 11. September 2001, an den das Teardrop-Denkmal hier erinnert, und den anschließenden schrecklichen, auf Lügen und Betrug beruhenden geopolitischen Kriegen, die nicht nur diese wunderbaren Musiker verschlungen, sondern ganze Nationen in Chaos und Elend gestürzt haben? Wie kann man das jetzt behaupten, am Ende dieses annus horribilis, dieses schrecklichen Jahres, welches eine tödliche Pandemie und Hungersnot über uns brachte, die jetzt das Leben von 270 Millionen unserer Mitmenschen, Männer, Frauen und Kinder, auszulöschen droht?

Ja, wir können dies behaupten, wenn wir folgendes bedenken: Stellen Sie sich eine Welt vor, in der der Tod von 92 Menschen oder gar von 270 Millionen Menschen eine gute, wünschenswerte Sache ist. Und stellen Sie sich eine Welt vor, in der Gedenkfeiern wie diese, auf denen den Opfern gedacht wird, keine Folgen haben. Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Freundschaft zwischen den Völkern ein Hirngespinst ist und in der gegenseitiges Mißtrauen und Feindschaft der wünschenswerteste Zustand unter den Menschen und unter den Völkern ist.

Nun, eine solche Welt mag es im verkrüppelten Denken einiger fehlgeleiteter Leute und Institutionen auf unserem Planeten geben, aber es läßt sich wissenschaftlich nachweisen, daß dies nicht die reale Welt ist. Deren Welt ist eine imaginäre, tote Welt, eine bestialische Welt; das wirkliche Universum ist hingegen gekennzeichnet durch Leben, durch Entwicklung und durch das, was die amerikanischen Gründerväter „das Streben nach Glückseligkeit“ nannten. Unseres ist ein Universum, das freudig reagiert, wenn wir in ihm ein neues wunderbares Prinzip entdecken. Es ist auch eine gerechte Welt, in der wir zuversichtlich sein können, daß das Gemeine im großen Lauf der Geschichte „klanglos den Orkus hinabgeht“, wie es Friedrich Schiller in seinem Gedicht Nänie ausdrückte, das der New Yorker Chor des Schiller-Instituts in der sehr schönen Vertonung von Johannes Brahms vor einem Jahr in der Carnegie Hall aufführte.

Freuen wir uns also heute in aller Ernsthaftigkeit, daß unser Tribut an die 92 Seelen und an alle verwandten Seelen, die jetzt zwischen den Sternen wandeln, dazu beitragen wird, die Bande der Freundschaft, des Vertrauens und der gegenseitigen Hilfe zu stärken, nicht nur zwischen unseren beiden Nationen, Rußland und den Vereinigten Staaten, sondern zwischen allen Menschen und allen Nationen guten Willens. Denn wie Schiller in demselben Gedicht sagt: „Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich.“

Bemerkungen von Dmitri Tschumakow, Stellvertretender Ständiger Vertreter der Russischen Föderation bei den Vereinten Nationen, bei der Kranzniederlegung zu Ehren des Alexandrow-Ensembles und anderer Opfer, die an Weihnachten 2016 umgekommen sind.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde, 
heute kommen wir zum vierten Mal zusammen, um den Opfern des Flugzeugabsturzes zu gedenken, der sich am 25. Dezember 2016 am Himmel über Sotschi ereignete. Damals verloren wir fast alle Mitglieder des Alexandrow-Ensembles, Frau Elizaveta Glinka – eine bekannte Philanthropin und humanitäre Helferin – sowie Journalisten der führenden Medien Rußlands. 
Ich möchte unsere tiefe Dankbarkeit gegenüber dem Schiller-Institut und der Feuerwehr von Bayonne zum Ausdruck bringen. Jährliche Treffen wie dieses sind zu unserer guten Tradition geworden, was sie umso bedeutender macht. Wir würdigen das Bemühen amerikanischer Bürger, in den Vereinigten Staaten das Andenken an die herausragenden russischen Musiker und bekannten Persönlichkeiten zu bewahren. In diesem Jahr konnte uns sogar die Coronavirus-Pandemie nicht davon abhalten, uns hier zu versammeln. 
Solidarität und gegenseitige Hilfe werden gerade heute benötigt, wo die Menschheit vor einer noch nie dagewesenen Bedrohung steht – der COVID-19-Pandemie. Um unserer gemeinsamen Zukunft willen müssen die Völker und Staaten der Welt alles Trennende überwinden und ihre kreativen Kräfte darauf richten, eine gemeinsame Antwort auf diese globale Herausforderung zu formulieren. 
Rußland und die Vereinigten Staaten tragen als zwei ständige Mitglieder des Sicherheitsrates eine besondere Verantwortung für die Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit in der Welt. In diesem Zusammenhang ist es von größter Bedeutung, daß die Menschen unserer beiden Länder herzlichste Beziehungen pflegen und zwischenstaatliche Verbindungen auf der Ebene der Zivilgesellschaft fördern. 
Deshalb schwingt es in unseren Herzen weithin mit, daß das amerikanische Volk mit unserem Verlust mitfühlt und mit uns trauert. 
Möge die Erinnerung an die verstorbenen Helden ewig leben. Die Hoffnung und das Licht, das sie der Welt vermittelten, werden in den Seelen derer fortbestehen, die ihr Talent und ihre Hingabe sowohl in Rußland als auch in den Vereinigten Staaten bewunderten. 
Vielen Dank.

https://russiaun.ru/en/news/alexandrovchoir28122020


Diplomatie durch gutes Beispiel: Lateinamerika teilt seine Impfstoffproduktion

Die ersten 400.000 Dosen des von Argentinien produzierten und von Mexiko verpackten Impfstoffs von Astra-Zeneca wurden am Wochenende von der mexikanischen Luftwaffe nach Bolivien, Paraguay und Belize geliefert: je 150.000 für die ersten beiden; 100.000 für das letztere, viel kleinere Land. Weitere 811.000 Dosen, die nun zur Verimpfung bereit stehen, wurden mit kommerziellen Fluggesellschaften zur Verwendung in Argentinien zurückgeschickt. Beamte des mexikanischen Außenministeriums verkündeten, daß etwa 500.000 Impfstoffe „in Kürze“ nach El Salvador, Honduras und Guatemala geschickt werden sollen, und weitere sollen folgen.

Der stellvertretende mexikanische Außenminister für multilaterale Angelegenheiten und Menschenrechte, der die Impfstoffe nach La Paz begleitete, erklärte in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem bolivianischen Außenminister Rogelio Mayta: „Wir sind ein Volk, eine Gemeinschaft“, und wir sind sehr glücklich, dass wir helfen können. Mayta stimmte zu, daß „wir eine gemeinsame Bruderschaft sind“. Er dankte Mexiko und versicherte Delgado, daß Bolivien auch für die Mexikaner da sein werde, wenn Mexiko Hilfe brauche.

Mexikos stellvertretender Außenminister für Lateinamerika und die Karibik, Maximilian Reyes Zúñiga, berichtete am 13. Juni in der Zeitung El Economista in einem Gastbeitrag unter der Überschrift „Lateinamerikanische Solidarität; eine Diplomatie der Resultate“, daß Mexiko den chinesischen Impfstoff Cansino, den es gerade produziere, sowie den eigenen Impfstoff Patria, der sich jetzt in Testphase II befinde, mit dem Rest der Region teilen werde. Er gab dann eine pointierte Botschaft an diejenigen ab, die wie die Biden-Administration und andere G-7-Nationen die Bedürfnisse anderer Nationen ignoriert haben:

„Wir erfüllen nicht nur eine eingegangene Vereinbarung. Es gehört auch zu unserer Vision der Solidarität mit Lateinamerika und der Karibik, eine Diplomatie der Resultate zu leben, die das Gemeinwohl über die egoistischen Interessen stellt, die oft die internationalen Beziehungen dominieren. Indem wir anderen helfen, helfen wir uns selbst. Mexiko vertraut auf die Kraft, mit gutem Beispiel voranzugehen, und darauf, daß unsere Handlungen nicht nur den Menschen zugutekommen, die die Impfstoffe erhalten, sondern daß sie ein starkes Zeichen setzen und andere Länder dazu anregen, das gleiche zu tun und ebenfalls solidarisch zu handeln.“

Die Notwendigkeit ein Weltgesundheitssystem zu schaffen, wird bei der kommenden Schiller-Institut Konferenz diskutiert werden.

Für das Gemeinwohl aller, statt dem Nutzen Weniger!

Internationale Schiller-Institut/ICLC Internetkonferenz, 26. und 27. Juni 2021

Zur Anmeldung →


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