16. Juli – Coronavirus-Fälle, stationäre Aufnahmen und Todesfälle nehmen in Teilen der Vereinigten Staaten weiter zu, was insbesondere im Süden und Südwesten der USA zu akuten Krisensituationen führt. Arizona, Texas und Florida meldeten am Mittwoch zusammen etwa 25.000 neue Coronavirus-Fälle. In Alabama verfügte Gouverneur Kay Ivey das verpflichtende Tragen von Masken, nachdem die täglichen Todesfälle ein Allzeithoch erreichten. In Mississippi ist das Tragen von Masken in 13 Landkreisen vorgeschrieben, doch Gouverneur Tate Reeves forderte die Menschen auf, Masken überall im Bundesstaat zu tragen.
In Georgia haben die Krankenhausaufnahmen von Covid-19-Patienten den Höchststand von April überstiegen, und es wird befürchtet, daß in einer Reihe von Landkreisen bald ein Mangel an Intensivbetten entstehen könnte. Das Atlanta Journal–Constitution berichtete, daß „der Anteil freier Intensivbetten in den Regionen um Athens, Dublin, Macon, Marietta, Savannah und Tifton in den einstelligen Bereich gesunken ist…“
In New York ordnete Gouverneur Andrew Cuomo an, daß Besucher aus insgesamt 22 anderen Bundesstaaten 14 Tage lang in Quarantäne gehen müssen, wenn sie die Metropolregion rund um New York City besuchen wollen. Reisende, die von außerhalb des Bundesstaats auf einem der New Yorker Flughäfen ankommen, müssen mit einer Geldstrafe von 2.000 Dollar und einer obligatorischen Quarantäneanordnung rechnen, wenn sie das Rückverfolgungsformular nicht auszufüllen.
Washington DC, Maryland und Virginia sind seit letzter Woche wieder „im Corona-Aufwärtstrend“ nachdem die Lockdown-Maßnahmen gelockert wurden. Dies führte zu der Aufforderung von Gouverneur Ralph Northam von Virginia, Masken in der Öffentlichkeit zu tragen. „Die Krankenhäuser in Washington DC sind mit knapp 80 Prozent ihrer Kapazität ausgelastet – eine Schwelle, die zusätzliche Einschränkungen oder Maßnahmen auslösen könnte, um sicher zu stellen, daß eine steigende Anzahl an Covid-19-Patienten versorgt werden können“, schrieb die Washington Post.
Die Lage in den Pflegeheimen ist in vielen US-Bundesstaaten nach wie vor ein gefährlicher Brennpunkt. Das Gesundheitsministerium des Bundesstaates New York berichtete, dass die Ursache des sprunghaften Anstiegs von Infektionen/Todesfällen auf das Fehlen von Tests zurückgeführt werden müsse: „Etwa 37.500 Beschäftigte von Pflegeheimen, d.h. eine von vier der etwa 158.000 Pflegekräfte in den Seniorenheimen des Bundesstaates, wurden zwischen März und Anfang Juni 2020 infiziert… Es ist wahrscheinlich, daß Tausende von Mitarbeitern, die Mitte März infiziert wurden, das Virus unwissentlich – ohne eigenes Verschulden – während ihrer Arbeit übertrugen, was dann zu einer Infektion der Bewohner führte“, hieß es in dem Bericht des New Yorker Gesundheitsministeriums.
Die Trump-Administration kündigte an, daß sie Tests in Pflegeheimen in Coronavirus-Hotspots im ganzen Land steigern werde. „Der Zugang zu schneller, patientennaher Labordiagnostik in Pflegeheimen wird die am meisten gefährdeten Patienten unserer Nation weiter schützen“, sagte Gesundheitsstaatssekretär Brett P. Giroir, in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung.
16. Juli – Chinas Außenminister Wang Yi hat sich mit den Außenministern Kasachstans, Usbekistans, Turkmenistans, Kirgisistans und Tadschikistans in einer Online-Diskussion getroffen – einige Tage, nachdem US-Außenminister Pompeo mit den gleichen Ländern eine ähnliche Konferenz in dem Versuch abgehalten hatte, sie von ihrer Zusammenarbeit mit China abzubringen. Pompeo hatte jedoch keine guten Argumente vorzubringen, und sowohl die geographische Nähe, als auch die freundschaftlichen Beziehungen zwischen diesen Ländern und China lassen einen Bruch mit China unwahrscheinlich erscheinen. Wang Yi unterstrich die Bedeutung der „Belt and Road“-Initiative für diese Binnenländer.
Wang stellte fest, daß China der Entwicklung einer strategischen Partnerschaft mit den zentralasiatischen Ländern große Bedeutung beimesse, allen Ländern nachdrücklich dabei helfe, ihre Entwicklung im Einklang mit ihren nationalen Bedingungen voranzutreiben, jedes Land bei der Wahrung seiner Souveränität, Unabhängigkeit und territorialen Integrität unterstütze und die eigenständige Entwicklung jedes einzelnen Landes fördere.
Wang rief dazu auf, ein Zentrum für traditionelle chinesische Medizin einzurichten und bei der Erforschung von Impfstoffen zusammenzuarbeiten. Weiterhin sprach er sich für die Einrichtung „grüner“ Wege für den Warentransport aus, um die Sicherheit und Stabilität der Lieferketten zu gewährleisten, den grenzüberschreitenden elektronischen Handel auszudehnen und den Bau der „digitalen Seidenstraße“ zu beschleunigen.
Alle Teilnehmer kamen überein, das Zusammenwirken der „Belt and Road“-Initiative und der zentralasiatischen Entwicklungsstrategien zu fördern, untereinander vernetzte Partnerschaften aufzubauen, die pragmatische Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zu vertiefen, eine wirksame Zusammenarbeit im Bereich der Investitionen zu schaffen und gemeinsam den Wiederaufbau und die Entwicklung der Wirtschaft zu fördern. Einer der wichtigsten weiteren Punkte war, Zentralasien zu einem Verkehrsknotenpunkt für Eurasien zu machen. In der Erklärung stimmten die Außenminister darin überein, daß es bei der Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie keine Diskriminierung, Stigmatisierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geben dürfe.
Frau Zepp-LaRouche rief die Zuschauer auf, sich ihr anzuschließen und für die Umsetzung des LaRouche-Plans für 1,5 Milliarden neue produktive Arbeitsplätze zu kämpfen. Das müsse das Hauptthema eines solchen Gipfels sein.
Führende Persönlichkeiten aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Wissenschaft führen eine Diskussion über die schreckliche Gefahr, der die Welt durch Hungersnöte, Kriege und Krankheiten als Resultat des Abbaus der Produktivität in den letzten 50 Jahren ausgesetzt ist. Anschließend werden die Aussichten für die Umsetzung des LaRouche-Plans, einer Wirtschaftsstrategie zur Schaffung von 1,5 Milliarden produktiver Arbeitsplätze weltweit, erörtert. Die Redner nahmen am zweiten Panel der Online-Konferenz des Schiller-Instituts am 27. Juni teil.
14. Juli – Präsident Trumps nationaler Sicherheitsberater Robert O’Brien und sein Stellvertreter Matthew Pottinger sind seit gestern in Paris, um mit Vertretern der EU über China und andere außenpolitische Fragen zu sprechen. An den Treffen nehmen Sicherheits- und Außenpolitiker aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland und Italien teil, nachdem alle europäischen Außenminister am Montag zusammengekommen waren. Pottinger will von amerikanischer Seite die Vorbehalte über China, einschließlich Huawei, vortragen. Nach ersten Einzeltreffen am Montag werden O’Brien und Pottinger am 14. und 15. Juli an gemeinsamen Treffen mit den EU-Vertretern teilnehmen.
In einem Kommentar in der Washington Post vom 13. Juli unter der Überschrift „Trump wird China weiterhin wegen der abscheulichen Anti-Uiguren-Kampagne bestrafen“, ließ O’Brien keinen Zweifel an seinen eigentlichen Absichten, denn darin setzte er die üblen Beschimpfungen und Schuldzuweisungen von US-Außenminister Mike Pompeo und den Wortführern des US-Senats gegenüber China fort. Der Kommentar enthält Behauptungen wie, die KP-China führe Zwangsabtreibungen durch, oder der „Große Sprung nach vorn“ in den 1950er Jahren, die Kulturrevolution, der Platz des Himmlischen Friedens und das Sicherheitsgesetz von Hongkong seien eine Kette miteinander eng verwandter Ereignisse.
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Dringender Appell an Trump, Xi, Putin und Modi: Setzen Sie umgehend LaRouches Vier Gesetze um!
Aktualisierung des dringenden Appells vom 28.2. 2020 an Präsident Trump, Präsident Xi, Präsident Putin, Premierminister Modi und die Führer anderer Länder für die sofortige Umsetzung von Lyndon LaRouches Vier Gesetzen.
von Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin des Schiller-Instituts
11. März 2020 – Die meisten Gesundheitsexperten bezeichnen den Ausbruch des Coronavirus inzwischen auch offiziell als Pandemie, und nur wenige meiden diesen Begriff, um die Finanzmärkte und die Investitionen in „Pandemie-Anleihen“ nicht zu erschüttern. Es ist auch offensichtlich, daß diese Pandemie der Todesstoß für das ansonsten bereits bankrotte Finanzsystem sein wird, wofür der größte Börseneinbruch seit 2008, der beispiellose Einbruch der Rendite der 10jährigen US-Schatzanweisungen und die Ankündigung des Präsidenten der Bostoner Federal Reserve, Eric Rosengren, auf „Helikoptergeld“ umzusteigen, alarmierende und unbestreitbare Signale sind.
Anstatt von China zu lernen, das laut WHO einen neuen Maßstab für die Bewältigung einer solchen Krise gesetzt hat, haben die meisten Regierungen die drei Monate Vorwarnzeit, die sie durch die effiziente Intervention Chinas gewonnen haben, nicht genutzt, um in einen Krisenmodus zu gehen. Es ist schockierend, aber nicht verwunderlich, wie sich das liberale Establishment als völlig unfähig erwiesen hat, darüber nachzudenken, daß ihre eigene Politik tatsächlich die Ursache einer beispiellosen Bedrohung für die gesamte menschliche Zivilisation ist, und daraus die Schlußfolgerungen zu ziehen, ihr Verhalten zu ändern.
Bereits 1974 gründete Lyndon LaRouche eine Arbeitsgruppe gegen den ökologisch-biologischen Holocaust, um die Auswirkungen der Politik von IWF und Weltbank zu untersuchen, die darauf abzielt, den Nahrungsmittel- und Energieverbrauch sowie die Gesundheitsausgaben in den Entwicklungsländern zu senken, mit dem Ergebnis, daß dies zu biologischen Katastrophen, dem Auftreten alter und neuer Krankheiten und Pandemien führen würde. In den folgenden Jahrzehnten veröffentlichten LaRouche und seine Bewegung viele weitere Warnungen und boten konkrete Entwicklungsprogramme für alle Kontinente an, deren Umsetzung verhindert hätte, daß die gegenwärtige Krise außer Kontrolle gerät.
Sicher, die sogenannten Industrieländer mögen die Krise irgendwie bewältigen, aber zu welchem Preis? Durch die Privatisierung – d.h. die Gewinnorientierung – des Gesundheitssektors gibt es heute viel zu wenig Betten für die Intensivbehandlung. Der belgische Intensivmediziner und Chef der nationalen Ärztegewerkschaft, Dr. Philippe Devos, hat gerade davor gewarnt, daß dieser Mangel dazu führen wird, eine Triage alter Menschen zugunsten junger Menschen vorzunehmen, wenn die Zahl der Fälle die Zahl der verfügbaren Intensiv-Einrichtungen übersteigt, was seiner Meinung nach geschehen wird. Kommen wir wieder auf den abschüssigen Weg zurück, „unwürdiges Leben“ zu beenden, was Gegenstand der Nürnberger Prozesse gewesen ist?
Und was ist mit den armen Ländern, die nicht einmal die Kapazitäten für Tests, geschweige denn für eine Behandlung von Corona-Patienten haben? Was ist mit Ländern wie Haiti, Nigeria und Bangladesch? Und was ist mit dem Iran, wo die Sanktionen, die jede wirksame medizinische Versorgung verhindern, offensichtlich bereits jetzt unnötig viele Menschenleben fordern?
Was ist mit den Heuschreckenschwärmen in afrikanischen und asiatischen Ländern, eine seit vielen Monaten bekannte Gefahr, bei der die lächerlich geringe erforderliche Finanzhilfe von 76 Millionen Dollar nicht aufgebracht wurde, so daß nun die Gefahr besteht, daß sich die Heuschrecken zu einer ausgewachsenen Plage entwickeln und in kurzer Zeit das Leben von Millionen von Menschen bedrohen?
Was ist mit den barbarischen Szenen an der türkisch-griechischen Grenze, wo die Polizei von beiden Seiten Tränengas gegen Flüchtlinge einsetzt, wo die eine Seite diese Menschen, die absolut nichts haben, „instrumentalisieren“ kann, aber die andere Seite nicht weniger barbarisch versucht, die „EU-Außengrenzen“ zu schützen? Glaubt das EU-Establishment wirklich, es könne einen neuen Limes-Grenzwall um Europa herum bauen, während Südwestasien und Afrika mit einer Coronavirus-Pandemie, einer Heuschreckenplage, Hunger und Verzweiflung implodieren?
Dieses Establishment hat die Augen vor den interventionistischen Kriegen der Regierungen Bush und Obama verschlossen, die schließlich die Hauptursache für die Flüchtlingskrise waren. Man hatte in den letzten Jahrzehnten kein Interesse am Aufbau von Infrastruktur in Afrika, vor allem wegen der verbreiteten neomalthusianischen Ideologie. Hat man denn die Idee akzeptiert, dieser Pandemie und dieser Heuschreckenplage ihren „natürlichen Lauf“ zu lassen? Paßt das nicht zur grünen Ideologie, die predigt, daß weniger Menschen gut für die Umwelt sind?
Es gibt eine Lösung für diese existentielle Krise, aber wenn die sogenannten „Eliten“ moralisch nicht in der Lage sind, die notwendigen Reformen einzuleiten, brauchen wir eine breite Mobilisierung der Bevölkerung, die zu „Staatsbürgern“ werden muß. Es muß eine breite gesellschaftliche Forderung an die führenden Länder der Welt – angefangen mit den USA, China, Rußland und Indien, unterstützt von anderen – gerichtet werden, umgehend die notwendigen Maßnahmen zur Reorganisation des gegenwärtigen Finanzsystems zu ergreifen. Der beste Weg, dies zu erreichen, ist die Durchführung eines sofortigen Notfall-Gipfels von Präsident Trump, Präsident Xi, Präsident Putin und Premierminister Modi, um die folgenden Schritte einzuleiten:
- Es muß unverzüglich ein globales Trennbankensystem eingeführt werden, das genau dem Vorbild von Roosevelts Glass-Steagall-Gesetz vom 16. Juni 1933 nachempfunden ist. In diesem System müssen die Geschäftsbanken unter staatlichen Schutz gestellt und durch eine Brandmauer vollständig von den spekulativen Investmentbanken getrennt werden, die keinen Zugang mehr zu den Vermögenswerten der Geschäftsbanken oder zu Rettungsaktionen durch Steuergelder haben dürfen. Toxische Papiere dieser Banken einschließlich ausstehender Derivatkontrakte müssen abgeschrieben werden. Berechtigte Forderungen, die mit der Realwirtschaft oder mit den Renten und anderen Vermögenswerten der arbeitenden Bevölkerung zusammenhängen, sind auch im neuen System als gültig einzustufen. Einige Kategorien von Zahlungsansprüchen müssen vorläufig eingefroren und von staatlichen Institutionen auf ihre Gültigkeit hin überprüft werden.
- In jedem Land muß eine Nationalbank in der Tradition von Alexander Hamilton oder der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet werden, damit staatliche Kredite für produktive Investitionen die physische Wirtschaft mit den notwendigen Mitteln versorgen können. Die Vergabe dieser Kredite muß sich an den Prinzipien einer hohen Energieflußdichte und einer optimalen Steigerung der produktiven Produktionskapazitäten und der Arbeitskraft durch Betonung des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts orientieren.
- Unter den teilnehmenden Ländern muß ein System fester Wechselkurse eingerichtet werden, und es müssen Kooperationsverträge zwischen souveränen Staaten zum Zwecke genau definierter Infrastruktur- und Entwicklungsprojekte abgeschlossen werden. Diese Verträge stellen zusammengenommen faktisch ein Neues Bretton-Woods-System in Roosevelts Sinne dar, mit der ausdrücklichen Absicht, die industrielle Entwicklung des Entwicklungssektors zu fördern.
- Für die dringend notwendige Steigerung der Produktivität der Weltwirtschaft, um eine Weltbevölkerung von derzeit fast acht Milliarden Menschen zu versorgen, brauchen wir ein internationales Crashprogramm zur Realisierung der Fusionsenergie und anderer Avantgardetechnologien wie in der optischen Biophysik und den Biowissenschaften, um Lösungen für Herausforderungen wie das Coronavirus zu finden, sowie internationale Zusammenarbeit in Raumfahrt und Weltraumtechnologie; dies kann die notwendige nächsthöhere wirtschaftliche Plattform der Weltwirtschaft schaffen, wie sie der Ökonom Lyndon LaRouche entwickelt hat.
Die von Präsident Xi Jinping initiierte „Belt & Road“-Initiative, der sich bereits 157 Länder angeschlossen haben, bietet eine konkrete Perspektive, um die dringend erforderliche industrielle Entwicklung nach Südwestasien und Afrika zu bringen. China hat angeboten, mit allen Ländern dieses Planeten in einer Win-Win-Kooperation zusammenzuarbeiten, um die Neue Seidenstraße nach Südwestasien und Afrika auszudehnen und auf diese Weise eine konkrete Entwicklungsperspektive zu bieten, die der einzige menschliche Weg zur Lösung der Flüchtlingskrise ist. Die Vereinigten Staaten und alle europäischen Nationen müssen mit diesem Plan zusammenarbeiten.
Wir, die Unterzeichner, richten diesen dringenden Appell an die genannten Regierungen, in diesem Augenblick einer außerordentlichen Herausforderung für die Sicherheit und Existenz der gesamten Menschheit zu handeln, um die Fehler des gegenwärtigen Systems, die zu dieser gegenwärtigen Krise geführt haben, zu korrigieren und zu den Prinzipien des Gemeinwohls, der Souveränität des Nationalstaats, der Ernährungs- und Energiesicherheit zurückzukehren und eine Vision für die gemeinsamen Ziele der Menschheit und eine Zukunftsgemeinschaft der Menschheit umzusetzen.
14. Juli – Iran und China wollen eine breit angelegte Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaft eingehen, mit der chinesische Investitionen in Milliardenhöhe im Energiesektor und anderen Wirtschaftsbereichen möglich werden, wie die New York Times am 11. Juli berichtete. Damit würde den Bestrebungen der Trump-Administration entgegengewirkt, den Iran international zu isolieren. Ein solches Abkommen war erstmals 2016 zur Sprache gekommen, als Präsident Xi Jinping mit Präsident Hassan Rouhani zusammentraf.
Es gebe eine 18-seitige chinesisch-iranische Vereinbarung, so die New York Times, über eine „stark ausgeweitete“ chinesische Beteiligung an Banken, Telekommunikationseinrichtungen, Häfen, Eisenbahnen und Dutzenden anderen Projekte, für die China im Gegenzug in den nächsten 25 Jahren ständige, stark ermäßigte Lieferungen iranischen Öls erhalten werde. China importiert etwa 75% seines Öls und ist der größte Ölimporteur der Welt.
Gemäß der vorläufigen Vereinbarung, die als „endgültige Fassung“ (Stand Juni 2020) gilt, wird auch die militärische Zusammenarbeit zwischen China und dem Iran ausgedehnt, einschließlich Ausbildung und Manöver, Waffenentwicklung und Nachrichtenaustausch. China habe keinerlei Einzelheiten des Abkommens offengelegt, und dieses wurde dem iranischen Parlament auch noch nicht vorgelegt.
Die chinesischen Investitionen im Iran würden sich nach Angaben der New York Times auf insgesamt 400 Mrd. Dollar über einen Zeitraum von 25 Jahren belaufen. China habe auch angeboten, im Iran ein 5G-Telekommunikationsnetz aufzubauen und dem Iran die Nutzung des chinesischen BeiDou-Navigationssatellitensystems zu ermöglichen. Die Zeitung kommentiert, daß Chinas breit angelegtes Investitionsprogramm im Iran „die wachsende Ungeduld Beijings gegenüber der Trump-Administration signalisieren dürfte, nachdem diese das Nuklearabkommen aufgekündigt hat. China hat die US-Administration wiederholt aufgefordert, an dem Abkommen, an dem es selbst beteiligt war, festzuhalten, und hat die amerikanische Verhängung einseitiger Sanktionen scharf kritisiert.“
Die Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, nahm am 10. Juli an einer Live-Podiumsdiskussion in der Sendung „World Today“ von China Radio International zum Thema „Kann die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die EU retten?“ teil (http://chinaplus.cri.cn/podcast/detail/1/228714). Andere Podiumsteilnehmer waren Dr. George Tzogopoulos, Senior Research Fellow des Internationalen Zentrums für Europastudien, Griechenland, Dr. Wang Yiwei, Direktor des Zentrums für Europastudien der Renmin Universität, und Chen Weihua, Chef des EU-Büros von China Daily.
Die Ausführungen von Frau Zepp-LaRouche zeichneten sich dadurch aus, daß sie eine dringende Strukturreform des gesamten globalen Systems forderte; viele der anderen Teilnehmer konzentrierten sich in ihren Präsentationen auf die Veränderung bestimmter Bedingungen oder das Abwägen verschiedener Optionen innerhalb des bestehenden Rahmens. Dr. Tzogopoulos sagte, daß schmerzhafte Reformen und Sparmaßnahmen nicht Teil des geplanten EU-Wiederaufbaufonds sein sollten, da die Bürger dies nicht länger ertragen könnten. Darüber hinaus argumentierte er, daß die EU sich für „strategische Autonomie“ entscheiden und nicht immer dem Rat der USA folgen, sondern die guten Beziehungen zu China aufrechterhalten, würde. Dr. Wang sagte, es sei schwierig, die Kluft zwischen Nord und Süd, Arm und Reich in Europa zu schließen, was eine große Herausforderung für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft darstelle. Er sagte auch, daß der Juncker-Plan nicht funktioniert habe und Rußland keine Bedrohung für die EU darstelle. Chen sagte, die neue Führung der EU halte den Dialog und die Verhandlungen mit China aufrecht, im Gegensatz zum Entkopplungs-Ansatz der USA.
Zepp-LaRouche identifizierte die Hauptprobleme in der geopolitischen Konfrontation gegen Rußland und China und prangerte unter anderem die Pläne von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, Schiffe in das Südchinesische Meer zu schicken, sowie die Diskussionen um eine EU-Armee an. Stattdessen bedürfe es „eines völlig anderen Ansatzes“, nach dem Vorbild der Win-Win-Kooperation und des Nichteinmischungsansatzes des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, der die eine Menschheit vor enge nationale Interessen stellt. Die gegenwärtige Politik der EU sei bedauerlicherweise darauf ausgerichtet, bankrotte Finanzmärkte zu retten, anstatt einen dringend benötigten Investitionsfonds für ganz Europa einzurichten. Merkels Ansatz, die Integration vertiefen zu wollen, ein EU-Finanzministerium und einen europäischen Staat zu schaffen, sei keine gangbare Option und stoße bereits in vielen Ländern auf heftigen Widerstand, argumentierte Zepp-LaRouche. Das System sei in einem viel schlechteren Zustand als von anderen Rednern erwähnt wurde, wiederholte sie; und eine wahrscheinliche zweite Pandemiewelle könnte einen systemischen Zusammenbruch verursachen, so wie der Grüne New Deal das zerstören würde, was von der deutschen Industrie übrig geblieben ist.
Als sich die Diskussion den Beziehungen zwischen den USA und der EU zuwandte, sagte Zepp-LaRouche, daß einige Aktionen von Präsident Donald Trump unter dem Gesichtspunkt der laufenden Putsch-Bestrebungen eines internationalen Geheimdienstapparats gegen ihn gesehen werden müssen und daß sich die Beziehungen zu Rußland, China und anderen Ländern schon sehr bald weiter verschlechtern können, insbesondere im Lichte der Truppenverlagerungen nach Polen und in den Indopazifikraum sowie des Drängens zur Globalisierung der NATO. Sie betonte, daß wir uns sogar auf dem Weg zum Dritten Weltkrieg befinden könnten, wenn nicht ein vollständiger Paradigmenwechsel zur Beendigung der Geopolitik und zum Aufbau der „Gemeinschaft der gemeinsamen Interessen der Menschheit“, wie von Präsident Xi Jinping vorgeschlagen, erreicht wird. Der Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin für ein Treffen der fünf permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates („P5“) müsse die dringenden Prinzipien diskutieren, die für ein langfristiges Überleben der Menschheit notwendig seien, sagte sie. Die Zusammenarbeit zwischen China und der EU sollte sich auf die Lösung der Weltprobleme, den Aufbau eines modernen Weltgesundheitssystems nach dem „Wuhan-Standard“ und die Industrialisierung der Entwicklungsländer konzentrieren.



















