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Internationale Friedenskoalition #92, 7.3.2025, 17.00 Uhr

Wir werden den Teufelskreis der Gewalt endgültig durchbrechen

92. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Wir werden den Teufelskreis der Gewalt endgültig durchbrechen

7.3.2025

17.00 Uhr (MEZ)

Wir laden Sie diesen Freitag zur Internationalen Friedenskoalition mit Universitätsprofessor, Journalist und Autor im Ruhestand, Miguel Cabrera, sowie weiteren führenden Friedensstiftern, die noch bekannt gegeben werden, ein. Bitte bringen Sie Ihre Ideen, Vorschläge und Berichte zu dieser wichtigen Diskussion mit.

Zur Anmeldung

in einem Gespräch mit Kollegen am 3. März sagte Helga Zepp-LaRouche: „Die Welt erlebt derzeit jeden Tag ein Erdbeben, [aber] die Erschütterung der alten Ordnung und die Geburtswehen der neuen Ordnung – es ist noch nicht ganz klar, wie das ablaufen wird.“ Gleichzeitig sei „das Potenzial für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur eindeutig vorhanden.“

Das zeigte sich bereits diese Woche, als Präsident Trump ankündigte, der Ukraine die Militärhilfe zu streichen. „Das ist eine Entscheidung, die das Regime in Kiew wirklich zu einem Friedensprozess drängen kann,“ sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, sehr zum Ärger derer, die versuchen, den Krieg am Laufen zu halten. Anstatt ihre gescheiterte Politik aufzugeben, verdoppeln viele europäische Regierungen ihre Entschlossenheit, einen ewigen Krieg gegen Russland zu führen. Die Europäer, zusammen mit Selenskij, koordinieren offensichtlich die Versuche, Trump von seinem Friedenskurs abzubringen und die Lunte für weitere Konflikte in der Ukraine zu legen, wie die neue, lächerliche „Koalition der Willigen“ zeigt. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, forderte bereits 800 Milliarden Euro für die „Aufrüstung Europas“. Und in Deutschland soll ein neues Sondervermögen im dreistelligen Milliardenbereich für die Bundeswehr aufgelegt werden. Ob das alles funktioniert, bleibt abzuwarten.

Am meisten in Panik sind in dieser Woche jedoch die Briten, die seit langem führend darin sind, die Großmächte gegeneinander auszuspielen. Auch wenn die Pläne von Premierminister Starmer bisher eher erbärmlich sind, könnten die Briten immer noch erheblichen Schaden anrichten – vor allem bei einer Trump-Regierung mit ihren zahlreichen Schwächen.

Tatsächlich könnte sich das Finanzsystem als Trumps größte Achillesferse erweisen, insbesondere sein Eifer, sich Hals über Kopf in den Kryptowährungswahnsinn zu stürzen. Auch wenn vieles an seiner angekündigten „strategischen Kryptowährungsreserve“ noch unklar ist, wird dies das Finanzsystem und die Finanzmärkte nur noch instabiler machen und könnte leicht die nächste Finanzkrise auslösen.

Am Dienstag fand in Kairo ein Krisengipfel der arabischen Staaten statt, bei dem die Teilnehmer den ägyptischen Plan für den Wiederaufbau des Gazastreifens unterstützten. Der Vorschlag sieht einen massiven Wiederaufbau des Gazastreifens vor, mit der Aussicht auf ein wachsendes und wohlhabendes Land – als Teil einer Zwei-Staaten-Lösung zwischen Palästina und Israel. Auch wenn der Vorschlag durch den LaRouche-Oasenplan für massive Wasserentsalzung und Wüstenbegrünung noch erheblich verbessert werden könnte, ist er ein großer Schritt in die richtige Richtung und zeigt das Potenzial für historische Veränderungen in der Region und darüber hinaus.

Zepp-LaRouche stellte weiter fest, dass die Politik der unipolaren Ordnung nach dem Kalten Krieg völlig nach hinten losgegangen sei. „Alle Elemente dieser unipolaren Welt – Regimewechsel, Farbrevolutionen, Interventionskriege, der Einsatz des Dollars als Waffe – haben zu einem gigantischen Rückschlag geführt und uns an den Rand des Dritten Weltkriegs gebracht,“ sagte sie. Die Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und Russland könnte jetzt einen „Neuanfang“ für eine Welt einleiten, die bisher von der britischen Geopolitik dominiert wurde.

Wenn der Zusammenbruch des alten imperialen Systems den Weg für eine neue kooperative Beziehung zwischen den USA, Russland und China ebnet, könnte dies die Welt als Ganzes verändern. Dies ist die wichtigste strategische Frage unserer Zeit und der Ausgangspunkt für die Lösung aller anderen globalen Probleme.

Wir laden Sie diesen Freitag zur Internationalen Friedenskoalition mit Universitätsprofessor, Journalist und Autor im Ruhestand, Miguel Cabrera, sowie weiteren führenden Friedensstiftern, die noch bekannt gegeben werden, ein. Bitte bringen Sie Ihre Ideen, Vorschläge und Berichte zu dieser wichtigen Diskussion mit.


Live Dialog mit Helga Zepp-LaRouche, 5. März, 18.30 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche über die Verwirklichung des Neuen Paradigmas für Frieden und echte wirtschaftliche Entwicklung. Senden Sie Ihre Fragen an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Tektonische Veränderungen öffnen Tür für LaRouche-Programm


Präsident Donald Trump hat mehreren Presseberichten zufolge die Lieferung jeglicher militärischer Hilfe der USA an die Ukraine ausgesetzt.

Diese Entscheidung kommt, während Selenskyj weiterhin Greta Thunberg imitiert und sich wie ein schimpfendes, finster dreinblickendes Gör aufführt. Am 2. März behauptete er in London nach dem Treffen einer von Großbritannien ausgerichteten „Koalition der Willigen“, die die Zerstörung des Landes, das Selenskyj angeblich vertritt, unterstützen soll, die Ukraine könne weiterhin mit der Unterstützung der USA rechnen. Und Selenskyj sagte, er würde diese „Unterstützung“ sinnvoll einsetzen – indem er den Krieg verlängert, der die Ukraine absolut verwüstet. Ein Frieden mit Russland sei „sehr, sehr weit entfernt“, sagte er.

Trump war wütend. „Das ist die schlimmste Aussage, die Selenskyj hätte machen können, und Amerika wird sich das nicht mehr lange gefallen lassen!“, donnerte er am 3. März. „Genau das habe ich gesagt, dieser Kerl will keinen Frieden, solange er Amerikas Rückendeckung hat“, fuhr Trump fort. „Europa hat bei dem Treffen mit Selenskyj klipp und klar gesagt, dass es ohne die USA nicht auskommt – wahrscheinlich keine gute Aussage, wenn es darum geht, Stärke gegenüber Russland zu zeigen. Was denken die sich dabei?“

Als weitere Schritte zur Beendigung des katastrophal gefährlichen Konflikts zwischen der NATO und Russland in der Ukraine wies Trump-Berater Mike Waltz darauf hin, wie absurd es ist, über die Art der Sicherheitsgarantien in der Ukraine zu debattieren, wenn es nicht einmal einen Weg zum Frieden gibt, und Verteidigungsminister Pete Hegseth ordnete einen Stopp der Cyberangriffe gegen Russland an.

Aber können diese beiden Länder trotz der sich auftauenden Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten allein ein friedliches Ergebnis erzielen?

„Das Regime in Kiew und Selenskyj wollen keinen Frieden“, urteilte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. „Sie wollen, dass der Krieg weitergeht. In dieser Situation werden natürlich die Bemühungen Washingtons und die Bereitschaft Moskaus allein nicht ausreichen.“

Es gibt weiterhin eine offensichtliche englisch-französische Allianz für einen Krieg gegen Russland, eine Allianz, deren physische Mittel für diesen Krieg aber bei weitem nicht ausreichen.

Welche Rolle kann die Welt spielen, um die Kriegsabsichten zu verhindern, die vor allem vom Vereinigten Königreich, Frankreich und den baltischen Staaten geäußert werden?

Unterdessen lassen sich Trumps nützliche Instinkte in Bezug auf die Ukraine eindeutig nicht auf die Wirtschaft übertragen. Er erhebt und erhöht Zölle gegenüber Kanada, Mexiko und China. Und er plant, staatliche Ressourcen für Krypto-Spekulationen zu verschwenden, indem er am Wochenende die Schaffung einer „Strategischen Krypto-Reserve“ ankündigte. Die Ankündigung ließ die Bitcoin-Preise um etwa 10 % steigen, ein Gewinn, der sich bis Montagabend vollständig verflüchtigt hatte. Ähnliche Veränderungen gab es bei den Preisen, die die Menschen bereit sind, für andere Krypto-„Vermögenswerte“ zu zahlen.

Wird Trump aus den Krypto-Kapriolen des verrückten argentinischen Präsidenten Javier Milei eine Lehre ziehen?

Wenn Sie an der „Effizienz der Regierung“ arbeiten wollen, dann lassen Sie diesen Krypto-Unsinn und machen Sie sich an die Arbeit, um die Infrastruktur und Produktivität der USA aufzubauen! Nur eine Wirtschaft, die tatsächlich wächst, sowohl in ihrem Umfang als auch in ihrem technologischen Fortschritt, kann die Grundlage für eine starke Währung und ein Mittel zur Bedienung der explodierenden Staatsverschuldung bilden.

Einen umfassenden Blick auf die Welt, wie sie sein könnte, bietet das Interview von Helga Zepp-LaRouche mit Diplomacy Talkin China.

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche über die Verwirklichung des Neuen Paradigmas für Frieden und echte wirtschaftliche Entwicklung. Senden Sie Ihre Fragen an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.


Zepp-LaRouche spricht in der chinesischen Sendung „Diplomacy Talk“

Ein Zentrum für „Chinas Diplomatie in der neuen Ära“ veröffentlichte am 3.3. ein Interview mit der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, das während ihrer Chinareise im November 2024 entstanden war.

In dem Programm Diplomacy Talk beschreibt Zepp-LaRouche ihre Motivation für die Gründung des Schiller-Instituts im Jahr 1984 und betont, man brauche in der Außenpolitik einen neuen Ansatz, der auf Gerechtigkeit und eine neue Wirtschaftsordnung abzielt. „Wenn jede Nation und jede Zivilisation zu ihrer besten Tradition zurückkehrt und eine klassische Renaissance erlebt, dann entsteht ein Dialog zwischen diesen besten Traditionen, und Kommunikation und Freundschaft sind sehr einfach“, erklärte sie. Ihre Vision sei von Anfang nicht nur gewesen, eine gerechte Weltwirtschaftsordnung zu schaffen, sondern auch der übermäßigen „Amerikanisierung“ oder „Homogenisierung“ der globalen Kultur entgegenzuwirken, indem man einen Austausch im Rahmen eines Dialogs zwischen den höchsten kulturellen Errungenschaften in den Ländern der Welt fördert.

Zepp-LaRouche betonte, Samuel Huntingtons Theorie vom „Kampf der Kulturen“ sei reine Propaganda. „Die Vorstellung, eine Gruppe von Nationen habe das Recht, einer anderen Gruppe von Nationen ihren Willen aufzuzwingen…, diese geopolitische Sichtweise hat zwei Weltkriege verursacht.“ Statt dessen forderte sie ein neues Paradigma auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt und Zusammenarbeit und erklärte, die Einbeziehung verschiedener kultureller Traditionen könne zu einer harmonischeren Weltordnung führen.

Das Schiller-Institut versuche, „die Länder des Westens davon zu überzeugen, daß es in ihrem Interesse wie im Interesse der ganzen Welt liegt, mit China zusammenzuarbeiten“.


Eine philosophische Diskussion für den Frieden

Bericht vom 91. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das 91. wöchentliche Internettreffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 28. Februar entwickelte sich zu einer tiefgreifenden philosophischen Diskussion über die wahre Bedeutung von Politik und Diplomatie, und wie diese gestaltet werden müssen, um das Abrutschen in einen Weltkrieg zu verhindern und die höchst dynamischen Veränderungen im Zuge der Wahl Donald Trumps und seiner energischen Intervention zur Beendigung des Stellvertreterkriegs gegen Rußland in der Ukraine mitzugestalten.

Die Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Gastgeberin Helga Zepp-LaRouche sprach zur Eröffnung über die gegenwärtigen tektonischen Verschiebungen, da der kollektive Westen, der seit dem Ende der Sowjetunion die „unipolare Welt“ regierte, jetzt zusammenbricht, was „sich nie wieder repariert läßt“. Der Krieg in der Ukraine sei verloren, aber die Europäer wollten nicht aufhören und bereiteten sich auf einen Krieg vor, den sie nicht gewinnen können und den sie sich nicht leisten können. In ihrem Zustand der Realitätsverweigerung hätten sie Macron, Starmer, Kallas und Selenskyj nach Washington geschickt, um Trump zur Fortsetzung des Krieges zu drängen, seien aber rundum gescheitert.

Die Arroganz der Macht der europäischen Führung habe mit dem Lissaboner Vertrag angefangen, der der EU auch das Recht zuspricht, Kriege zu führen. Nachdem die sogenannte europäische Verfassung für eine solche Regeländerung 2005 an Referenden in Frankreich und den Niederlanden gescheitert war, sei sie mit minimalen Änderungen in einen „Vertrag“ umbenannt worden, über den nicht abgestimmt werden mußte.

Präsident Putin habe gerade erklärt, daß die Gespräche mit der Trump-Regierung gut laufen und daß die Absicht dabei sei, globale Sicherheit für alle Länder zu schaffen. Das sei ganz im Sinne der Absicht des IPC und des Schiller-Instituts, eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Länder zu schaffen, sagte Zepp-LaRouche. Sie warnte allerdings, die Lage im Nahen Osten sei immer noch tückisch, und unsere Aufgabe, Frieden zu schaffen, sei erst erfüllt, wenn alle solche Gefahren beseitigt sind.

Ray McGovern, Mitbegründer der „Geheimdienstveteranen für Vernunft“ (VIPS), befaßte sich mit der Frage, ob die Europäer Trumps Friedensbemühungen stoppen können. Er warnte, die Medien seien eine wichtige Waffe gegen den Frieden, und „Frieden ist schlecht fürs Geschäft“. So hätten der frühere US-Präsidentschaftskandidat Dennis Kucinich und seine Frau in einem neuen Artikel darauf hingewiesen, daß mit dem Beginn der Friedensgespräche die Aktienkurse der Rüstungsindustrie in den USA stark fielen, während sie in Europa, wo die Regierungen ihre Länder aufrüsten wollen, nach oben schnellen. McGovern machte sich über die antirussische Hysterie lustig und fragte: „Sind Rachmaninow und Tschaikowsky nur Tankstellenwärter an einer russischen Tankstelle?“ (Eine Anspielung auf Politiker, die Rußland als „Tankstelle mit Atomwaffen“ bezeichnen.) Trump sage nicht nur „Schluß mit dem Krieg in der Ukraine“, sondern auch „Schluß mit der NATO“. Europa könne sich jetzt nicht mehr auf die USA verlassen, so McGovern. Aber die Gefahr im Nahen Osten sei weiterhin groß, und wir sollten uns daran erinnern, was sein Freund, der Friedensaktivist Daniel Barigan, gesagt hat: „Der Unterschied zwischen etwas tun und nichts tun ist alles.“

Dr. Jerome Ravenet, Professor für Philosophie in Frankreich, Sinologe und Autor einer Dissertation über Präsident Xi Jinping, erinnerte zunächst an die bösartige Rede des britischen Premierministers Tony Blair in Chicago 1999, in der er offen für imperiale Interventionen in anderen Ländern warb. Diese Rede sei zur Grundlage und Rechtfertigung für die vielen Regimewechselkriege geworden, die Großbritannien und die USA in den folgenden Jahren führten. Sanktionen und Militärinterventionen würden Konflikte aber nicht lösen, sondern nur eskalieren, so Ravenet. Er fragte: „Sind die verrückt, oder glauben sie wirklich, daß eine militärische Intervention gegen ein vermeintliches Übel nötig ist?“ Der Westen habe seine Macht mit Farbrevolutionen und Hybris aufgebraucht.

Anschließend sprach Ravenet über die großen Philosophen der westlichen Zivilisation und ihre Gedanken zur Gerechtigkeit. Spinoza habe zwischen Macht und Inklusivität unterschieden und gezeigt, daß Macht sich am Ende als ohnmächtig erweist (wie beim Scheitern von Sanktionen und Regimewechselkriegen, die nur Chaos verursachen), während Chinas Neue Seidenstraße die Vorteile der Inklusivität beweise. China werde im Westen verteufelt, und es werde geleugnet, daß eine sozialistische Demokratie überhaupt möglich ist. Im Gegensatz zur Wolfowitz-Doktrin der westlichen Überlegenheit und Hegemonie betonten die großen Philosophen den gesunden Menschenverstand und eine multipolare Welt, in der Widersprüche nicht bedeuten, andere zu Feinden zu erklären. In der Hinsicht verwies er auf das Konzept des „Zusammenfalls der Gegensätze“ des Nikolaus von Kues, und er lobte Chinas Idee einer „Win-Win“-Politik und De Gaulles Vorstellung eines dritten Weges zwischen Kommunismus und Kapitalismus.

Zepp-LaRouche freute sich über Dr. Ravenets „aufgeklärten“ Vortrag und stimmte zu, daß das chinesische Konzept der „sozialistischen Demokratie“ ein besserer Ansatz sei als der westliche. „Die Demokratie in Europa ist tot“, das sehe man daran, daß die Wahl in Rumänien annulliert wurde, deren Sieger gegen den Ukrainekrieg war und jetzt sogar verhaftet wurde, damit er nicht wieder kandidieren kann. Europa sei eng mit dem „Tiefen Staat“ in den USA verbunden. Sie brachte auch den Begriff der „Synarchie“ ins Spiel – die Vorstellung, daß die Oligarchie und die Bankeninteressen die Macht über den Willen der Massen haben müssen. Ein Beispiel dafür sei Hillary Clintons Aussage, die Menschen, die sie nicht wählen, seien „erbärmlich“.

McGovern dankte Dr. Ravenet und sagte, er fühle sich „wie damals in der Schule, als ich mitschrieb“. Er ergänzte, man müsse auch die Rolle des Rassismus im Denken der Oligarchie berücksichtigen. Er habe die Klassiker studiert und gelernt, daß es im Griechischen zwei Wörter für „Macht“ gibt: eines bedeute Hegemonie, das andere beschreibe ein Verhältnis, bei dem die Interessen des Anderen ernst genommen werden. Jesus habe den letzteren Begriff verwendet.

Ravenet fügte hinzu, Montesquieu habe den Begriff des „orientalischen Despotismus“ eingeführt, obwohl er gar nichts über China wußte. Das habe sich gegen Leibniz gerichtet, der mit den in China tätigen Jesuiten zusammenarbeitete. Ravenet stimmte McGovern zu, daß Jesus das Konzept von Macht als Hegemonie ablehnte.

Mubarack Awad, der palästinensisch-amerikanische Leiter der Friedensgruppe Non-Violence International, unterstützte in einem Videogespräch mit Gerald Belsky vom Schiller-Institut besonders LaRouches Oasenplan. Die Palästinenser seien „weniger daran interessiert, ob es einen oder zwei Staaten gibt, aber ohne Wasser können die Menschen nicht leben“. Israel nutze Wasser als Waffe und habe im Gazakrieg die Wasserversorgung unterbrochen. Die Palästinenser könnten dem Westen nicht trauen, weil zwar immer wieder von „Frieden“ und „Zweistaatenlösung“ die Rede ist, aber kein einziger US-Präsident das durchgesetzt hat, sondern alles nur Israel überläßt. Andere Länder müßten in die Planungen einbezogen werden, wie die Türkei, Indien und afrikanische Länder, nicht nur die Europäer, die früheren Kolonialherren der Region.

In der Diskussion antwortete Zepp-LaRouche auf eine Frage, welche Führung Europa jetzt braucht: „Nicht die Leute, die gegen das Gemeinwohl sind.“ Sie verwies auf Chinas Konzept der „Menschheitsgemeinschaft“. Führungspersönlichkeiten müßten die Menschen inspirieren, und das setze auch eine Liebe zur Poesie und Musik voraus. Als historische Beispiele nannte sie de Gaulle, Schiller, Humboldt und die preußischen Reformer, die Anführer der Bandung-Konferenz 1955, Konfuzius und Jeanne d’Arc. „Wir brauchen Diskussionen über diese Ideen“ statt der üblichen Slogans und Textnachrichten.

Dr. Ravenet brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, daß es das Schiller-Institut gibt, um über solche Themen zu diskutieren. Er habe jahrelang Chinesisch unterrichtet, aber heute werde in Frankreich versucht, Unterricht in Chinesisch und anderen Sprachen abzuschaffen. Zepp-LaRouche sagte, es sei unverzichtbar, andere Sprachen und Kulturen zu kennen, wenn wir eine Welt schaffen wollen, die allen Nationen und Völkern würdig ist.

Jacques Cheminade, der Vorsitzende der französischen Partei Solidarité et Progrès (SP), betonte, echte Führungspersönlichkeiten müßten sich von den „fixen Regeln des Diskurses“ lösen, um die Wahrheit zu suchen.

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Internationale Friedenskoalition #91, 28. Feb., 17.00 Uhr

Eine höhere Ebene der Staatskunst kultivieren

91. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Eine höhere Ebene der Staatskunst kultivieren

Freitag, 28.Februar 2025

17.00 Uhr (MEZ)

Nie war es wichtiger als in diesem Augenblick, die weltweiten Friedenskräfte zu bündeln. Das Imperium flippt bei dem Gedanken, seine geopolitische Kontrolle über die globale Mehrheit und die Vereinigten Staaten zu verlieren, deutlich aus.

Schließen Sie sich diesen Freitag um 17.00 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition mit Friedensaktivisten aus der ganzen Welt an.

Zur Anmeldung

Dies ist „eine Welt, in der sich alles verändert hat“. Das waren die Worte, die ein offensichtlich konsternierter und nervöser britischer Premierminister Sir Keir Starmer in einer Rede vor dem Unterhaus am 25. Februar wählte. In diesem Punkt kann man ihm nur zustimmen.

Sir Keir Starmer kommt am 27. Februar nach Washington, um US-Präsident Donald Trump zu treffen. Als Vertreter der britischen Monarchie ist es ihm um jeden Preis darum zu tun, die „britisch-amerikanische Sonderbeziehung“ im Sinne Churchills zu retten. Damit hatte die City of London und die Wall Street seit dem Tod von Franklin D. Roosevelt ihre Kontrolle über eine bankrotte unipolare Weltordnung aufrechterhalten.

Starmer will in Washington dafür sorgen, dass in der Ukraine kein Frieden „ausbricht“ und dass es Trump und Putin nicht gelingt, das Gemetzel zu beenden.

Die Welt hat sich jedoch nach dem Telefongespräch zwischen Trump und Putin am 12. Februar, gefolgt von hochrangigen diplomatischen Gesprächen zwischen ihren Vertretern in Riad am 18. Februar, drastisch verändert. Beide Seiten sind nicht nur entschlossen, ihre Beziehungen zu normalisieren und einen Frieden zu erarbeiten, der die Ursachen des Krieges beseitigt. Beide Nationen haben sogar begonnen, über eine mögliche wirtschaftliche Zusammenarbeit bei Projekten zu sprechen, die für beide Seiten von Vorteil sind.

„Die USA sind jetzt der Feind des Westens“, verkündete der Chefkommentator für Wirtschaftsfragen der Financial Times, Commander of the British Empire (CBE) Martin Wolf. Der Londoner Economist blies in dasselbe Horn: „Angesichts des Zusammenbruchs des transatlantischen Bündnisses begannen die fassungslosen europäischen Staats- und Regierungschefs diese Woche mit diplomatischen Bemühungen, um zu retten, was noch zu retten ist.“

Zepp-LaRouche fasste die Situation zusammen: „Ich habe das Gefühl, dass die europäischen Eliten schon so lange den Bezug zur Realität verloren haben, dass sie sich gar nicht mehr an eine sich verändernde strategische Situation anpassen können… Wenn jemand jeglichen Bezug zur Realität verloren hat, bezeichnet man ihn normalerweise als wahnsinnig.“

„Wenn wir nicht eine höhere Ebene der Staatskunst kultivieren“, warnte Zepp-LaRouche, „kommen wir nicht aus der Grube heraus.“


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche, 26. Februar, 18.30 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche über die Verwirklichung des Neuen Paradigmas für Frieden und echte wirtschaftliche Entwicklung. Senden Sie Ihre Fragen an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Helga Zepp-LaRouche: Wenn die Wahl-Blase platzt

Die Vorsitzende der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) und Gründerin des Schiller-Instituts,
Helga Zepp-LaRouche, gab am 23.2. nach Bekanntwerden der Ergebnisse der Bundestagswahl die
folgende Erklärung ab.


Das Ergebnis der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 spiegelt voll und ganz die Tatsache wider,
daß dieser Wahlkampf in einer beispiellosen Blase geführt wurde, die von den meisten Parteien und den Mainstream-Medien im Sinne des NATO-Narrativs ermöglicht wurde. Die ganze Welt lacht nun
über die völlige Unfähigkeit des deutschen pro-atlantischen Establishments, deutsche Interessen
auch nur annähernd zu verteidigen. Sowohl die Merkel-Regierung als auch die sogenannte Ampel-
Regierung haben es sträflich zugelassen, daß Deutschland in einen NATO-Krieg gegen Rußland
hineingezogen wurde, der die deutsche Wirtschaft weitgehend ruiniert hat.

Während sich Angela Merkel auf dem NATO-Gipfel in Bukarest 2008 noch strikt gegen eine
schnelle Aufnahme der Ukraine aussprach, hat sie mit ihrer doppelzüngigen Haltung zum Minsk-II-
Prozeß dazu beigetragen, daß es zum Ukraine-Krieg kam und das Vertrauen zwischen Rußland und
Deutschland nachhaltig zerstört wurde.

Entgegen seiner früheren Äußerungen über die Gefahr eines Weltkriegs hat sich Bundeskanzler
Scholz bewußt dem NATO-Narrativ unterworfen, indem er weiterhin immer mehr Waffen an die
Ukraine liefert, ohne daß es eine öffentliche Debatte über die Folgen davon für Deutschland gibt.
Zur Aufklärung des größten Terroranschlags auf die für die deutsche Infrastruktur wichtige Nord-
Stream-Pipeline hat die Ampel nichts beigetragen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich im freien
Fall. Das alles war kein Thema im Wahlkampf.

Falls es Friedrich Merz gelingt, relativ zeitnah eine Regierung zu bilden, wird er sich entscheiden
müssen, ob er sich positiv auf den neuen diplomatischen Prozeß zwischen der Trump-
Administration und Präsident Putin bezieht, oder dem Deutschland gefährdenden Militarismus der
britischen Regierung und der Brüsseler Bürokratie folgt.

Auf jeden Fall wird die Blase, in der dieser Wahlkampf stattgefunden hat, in Kürze platzen, denn in
den tektonischen Veränderungen, die sich gerade in der Welt abspielen, ist die Halbwertzeit von
Blasen extrem kurz. Wenn Merz dem nicht Rechnung trägt, wird keine wie auch immer geartete
Koalition von langer Dauer sein.

Der Ausweg für Deutschland liegt in der Kooperation mit den BRICS-Staaten und damit der
Globalen Mehrheit. Es liegt an Merz, einen wirklichen politischen Wechsel vorzunehmen, aber es
kann sein, daß ihn die Industrie dazu zwingen muß.

Die Bundesbürger sollten sich darauf einstellen, daß sie wesentlich aktiver werden müssen, wenn
Deutschlands Zukunft gesichert werden soll.

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Für einen nicht-ideologischen Ansatz in den internationalen Beziehungen

Bericht vom 90. Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC)

Das 90. wöchentliche Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition in Folge wurde eröffnet von Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts, die einen Überblick über die europäischen Reaktionen – vom Economist und anderen – auf drei wichtige Entwicklungen gab: das Telefonat von Trump mit Putin, das Treffen von Lawrow und Rubio in Riad und die Bemerkungen von J.D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Reaktionen reichen von chronischem Trump-Wahnsinns-Syndrom bis hin zu „Alles ist völlig rosig und Trump wird es schon richten“. Im Fall von Vances Kommentaren „flippen die Leute in alle Richtungen aus“.

Nach Ansicht von Zepp-LaRouche deuten diese Ereignisse auf eine strategische Neuausrichtung und eine „zentrifugale Tendenz“ in der EU hin, was Macron und Starmer in ihrer Panik dazu veranlaßte, nach Washington zu reisen, um die Krise zu bewältigen und die gefährdete „Sonderbeziehung“ zwischen Großbritannien und den USA zu retten. Würde die NATO aufgelöst und durch eine „echte Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ ersetzt, wäre das ein Schritt nach vorne, erklärte sie.

Der ägyptische Gegenentwurf zu Trumps „Riviera-Plan“ sieht den Wiederaufbau in drei Jahren vor – ohne Vertreibung der Palästinenser. Dieser Plan gefällt Netanjahu nicht und er bleibt hinter dem zurück, was nötig ist. Wir müssen weiterhin für den „Oasen-Plan“ werben, betonte sie, in der Hoffnung, daß die arabischen Nationen ihn unterstützen werden. Einige Leute meinen, man müsse zuerst die Zweistaatenlösung haben, aber sie verstehen nicht, daß der Oasenplan Teil eines globalen Organisationsprozesses ist, um das Paradigma für immer zu ändern: „Die eine Menschheit muß an erster Stelle stehen.“ Die Chinesen haben gezeigt, wie man die Wüste erobert. Es gibt Gründe, optimistisch zu sein, schloß sie.

Graham Fuller, ehemaliger US-Diplomat, CIA-Beamter und Islamwissenschaftler, stimmte dem Economist zu, daß es sich um eine außergewöhnliche geopolitische Entwicklung handelt, die vielleicht von größerer Bedeutung ist als der Fall der Berliner Mauer. Die europäischen Staats- und Regierungschefs scheinen fast unfähig zu sein, ohne die psychologische, ideologische und wirtschaftliche Unterstützung der USA zu leben. Derzeit sei die europäische Führung in allen Bereichen schwach, mit Ausnahme von Orbán in Ungarn. „Die westliche Denkweise war schon immer die eines Nullsummenspiels“, sagte Fuller, während das chinesische „Win-Win“-Konzept real ist und das darstellt, was für das neue Paradigma erforderlich ist.

Fuller empfahl, daß wir uns mit der Iran-Frage befassen, wo es sofort Raum für einige Arbeit gibt, „wir haben Hinweise von der Trump-Administration erhalten, daß Öffnungen möglich sind.“ Der Iran wäre besonders offen für den Oasen-Plan – den Fuller als „brillanten Plan“ bezeichnete – aber die Angst und der Haß auf den Iran waren ein wesentlicher Bestandteil der amerikanischen Vision für den Nahen Osten.

Ein nicht-ideologischer Ansatz in den internationalen Beziehungen

Fuller bemerkte, die Diplomatie habe unter dem Korsett ideologischer Kategorien gelitten. So sei beispielsweise die Vorstellung Unsinn, es gebe eine unüberwindbare Antipathie zwischen schiitischen und sunnitischen Muslimen. Die Vorstellung, die Saudis würden die Teilnahme des Iran blockieren, „scheint überholt zu sein“. Wir sollten mit dem Iran, Rußland und den USA beginnen, und dies werde die Tür für andere Länder öffnen, die mit dieser Art der regionalen Annäherung sympathisieren.

Michele Geraci, ehemaliger Staatssekretär im italienischen Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung, berichtete über seinen Besuch in München, wo er mit Teilnehmern der Sicherheitskonferenz sprach, und stellte fest, daß die Reaktion auf J.D. Vance von Ideologie und Parteilichkeit geprägt war; die Menschen waren bereit, zu verurteilen oder zu billigen, bevor sie die Rede hörten. Wir brauchen eine aufgeschlossene, nicht-ideologische Analyse. Die Tatsache, daß die Europäer nach den Reden von Putin und Trump neue Sanktionen gegen Rußland ankündigten, zeige, daß sie sich der Realität stellen müssen. Geraci erklärte, er sei „pro-europäisch und daher gegen die EU… Vielleicht könnte der Schlag ins Gesicht, den Vance von der Leyen versetzte, gut sein.“

Sam Pitroda, indisch-amerikanischer Erfinder und Unternehmer, sagte, die Welt stehe an einem Scheideweg: Dies sei das Ende der Kolonialzeit und eine „Transaktionschance“. Der Aufstieg Chinas zu einer Großmacht wecke das Bewußtsein der Menschen für die Bedeutung des Entwicklungssektors. Die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen Institutionen seien im Grunde überholt, die Welt sei jetzt vernetzt. „Der Fokus muß auf Makrothemen liegen.“

Zepp-LaRouche schloß sich dieser Schlußfolgerung an und merkte an, daß „Pandemien mit Hilfe von Flugzeugen innerhalb eines Tages um den Globus reisen können“. Sie betonte, die Entdeckung neuer Prinzipien und Technologien sei der Schlüssel zur Lösung von Problemen, und Roboter und KI könnten, wenn sie richtig eingesetzt werden, den Menschen helfen, sich dem lebenslangen Lernen zuzuwenden. Sie bemerkte, die EU-Führer erinnerten sie „an kleine Welpen“, die ihrem Herrchen hinterherlaufen.

Co-Moderator Dennis Speed bat Fuller, seine Kommentare zum Iran weiter auszuführen. Fuller antwortete: „Ich fürchte, daß dieses Nullsummendenken nicht so leicht verschwinden wird.“ Er sagte, die Chinesen seien klug gewesen, ideologische Argumente in internationalen Beziehungen zu vermeiden.

Pitroda forderte die westlichen Staats- und Regierungschefs auf, das Modell der „Kommandosteuerung“ aufzugeben, „diese Fixierung darauf, daß wir die Kontrolle haben müssen.“ Jeder Versuch der USA, einem anderen Land ihren Willen aufzuzwingen, habe schlimme Folgen gehabt.

Die Migrationskrise

Fuller betonte, daß wir ernsthaft in den globalen Süden investieren müssen, um Entwicklung zu schaffen, damit die Menschen in ihren eigenen Ländern bleiben, um das Migrantenproblem zu lösen. Geraci fügte hinzu, die Bevölkerung in Afrika werde weiter wachsen; das Problem seien nicht die 50.000 Migranten, die im nächsten Jahr an den Küsten Italiens ankommen werden, sondern die Millionen, die in den kommenden Jahrzehnten kommen werden.

Zepp-LaRouche antwortete darauf, „Wir brauchen einen Marshall-Plan für Südamerika, für Afrika und für Asien“, und erinnerte daran, „daß wir genau das in Berichten wie Die neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke1 befürwortet haben“. Die Chinesen waren die Einzigen, die diese Politik verfolgten, während „die Europäer im Allgemeinen ausflippen“. Sie betonte, daß wir eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur2 brauchen. Nicht jeder sei ein Kriegstreiber, viele seien normale Menschen. „Wir brauchen eine Welt, in der Amerikaner ihre Lokomotiven auf Schienen fahren lassen können, die von den Chinesen gebaut wurden.“

Fuller fügte hinzu, es sei umso besser, je mehr Menschen der BRICS-Gruppe beitreten. Die BRICS-Gruppe sei die aufstrebende zukünftige UNO, eine neue Ordnung, die weitaus integrativer sein wird.

Diskussion

Timothy Rush, Aktivist des Schiller-Instituts, berichtete über eine Organisationstour in die Büros des US-Senats, die zusammen mit „Ärzte gegen Völkermord“ und anderen Aktivisten durchgeführt wurde. Die Diskussion des letzten IPC-Treffens, an dem auch Südafrikas ehemalige Außenministerin Naledi Pandor teilgenommen hatte, wurde in Form eines Flugblatts verbreitet. Die Organisatoren verteilten auch einen wichtigen Artikel aus EIR vom 15. April 2005 mit dem Titel „Wie Wolfowitz und die Neokonservativen den ersten ‚Oasenplan‘ sabotierten“.3 Eine Pressekonferenz von „Ärzte gegen Völkermord“ wurde von der Polizei des Kapitols als „nicht genehmigte Demonstration“ aufgelöst.

Ein brasilianischer Teilnehmer meinte, Trump spiele ein „bilaterales Spiel“ mit Putin, aber wir bräuchten Multilateralismus. Daraufhin sagte Zepp-LaRouche: „Selbst Multipolarität ist noch nicht die Antwort“, sie enthalte immer noch den „Keim der Geopolitik“. Wir brauchen eine Kombination aus universellen Prinzipien und den einzigartigen kulturellen Beiträgen der einzelnen Nationen.

In seinen abschließenden Bemerkungen verglich Fuller Trump mit dem Hindu-Gott Shiva, der der Gott der Zerstörung, aber auch der Schöpfung ist. „Dieser Mann kann Elemente des Genies mit Elementen des Wahnsinns verbinden“, sagte er. Zepp-LaRouche stellte die Frage: „Wo soll die Menschheit in 100 Jahren, in 1000 Jahren, in 20.000 Jahren stehen? Denken Sie an das von Aberglauben geprägte 14. Jahrhundert in Europa, das von der italienischen Renaissance abgelöst wurde, in der ein neues Menschenbild entstand. Wir stehen am Rande einer ähnlichen Transformation. Die Menschen in der Zukunft werden sagen: Die Menschen damals glaubten an Geopolitik, können Sie sich vorstellen, wie rückständig sie waren?“


Anmerkungen

1. Die Neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke, E-Book (PDF), E.I.R.

2. Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur,
    Helga Zepp-LaRouche, Schiller-Institut.

3. How Wolfowitz and the Neo-Cons Sabotaged the First ‚Oasis Plan‘, PDF, EIR Magazine, 15. April 2005.


Münchner Friedenskundgebung hört von Zepp-LaRouche, Ritter und McGovern

Nach dem Auftritt von US-Vizepräsident Vance bei der Münchner Sicherheitskonferenz sollte jedem klar sein, daß die Einheit der NATO und des Westens zur Verteidigung der neoliberalen unipolaren Weltordnung gegen die angeblich autokratischen Regime nicht mehr existiert. Damit gibt es nun Hoffnung – nicht nur auf die Beendigung des Ukrainekrieges, sondern auch auf eine offene Debatte über die Möglichkeit einer globalen Zusammenarbeit, wie sie von den BRICS-plus allen Staaten zum Aufbau der sogenannten Dritten Welt angeboten wurde.

Die Reaktionen der Unterstützer der ständigen Kriege der britischen Geopolitik in der NATO zeigen, wie wichtig die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten für die Beendigung der permanenten Kriege ist und wie fanatisch einige der westlichen Regierungschefs weiter ihren gefährlichen konfrontativen Kurs gegen Rußland und China verteidigen, der uns in den Dritten Weltkrieg führen würde.

Gespalten ist aber auch die Friedensbewegung in Deutschland, was die NATO-Vertreter sicher erfreut. So gab es in München am 15. Februar 2025 auch wieder einige Demonstrationen.

Eine zur Unterstützung des NATO-Kurses der weiteren Lieferung von auch weitreichenden Waffen an die Ukraine wurde von Ukrainern organisiert. Auf dem Odeonsplatz sprachen dort auch die wichtigsten Befürworter einer aggressiven NATO-Politik aus Deutschland: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Roderich Kiesewetter (CDU) und Anton Hofreiter (Grüne).

Bei den Gegendemonstrationen steht leider immer noch die Brandmauer zwischen dem Münchner Friedensbündnis und der Bewegung „München steht auf“. Das Friedensbündnis verweigert mit ideologischen Begründungen weiter die Zusammenarbeit mit dem aus den Anti-Corona-Aktionen hervorgegangenen Bündnis „München steht auf“.

Die von „München steht auf“ organisierte Kundgebung auf dem Königsplatz mit anschließendem Demonstrationszug durch München stand unter dem Motto „Macht Frieden“. Dort sprachen in der Auftaktveranstaltung Redner wie Dr. Ingrid Pfanzelt aus München, die in der Vergangenheit im Münchner Friedensbündnis für eine Allianz mit „München steht auf“ geworben hatte und deshalb ausgegrenzt wurde.

Es sprachen auch der Europaabgeordnete Dr. med. Friedrich Pürner, der sich vom BSW getrennt, aber sein Mandat im Europaparlament behalten hat, weiter die Publizistin Prof. Ulrike Guerot. Sie alle betonten die Notwendigkeit, endlich das Sterben in der Ukraine zu beenden und Friedensverhandlungen mit Rußland zu beginnen. Sie erwähnten auch die Rede von Vizepräsident Vance aus den USA vom Vortage, der die Errichtung von Brandmauern kritisiert hatte und die Europäer daran erinnerte, daß die Gefahr nicht von Rußland und China für Europa ausgehe, sondern vom Verbot anderer Meinungen und Nicht-Akzeptieren von Wahlen, die dem herrschenden System der globalen Finanzmafia nicht gefallen, wie in Rumänien geschehen, wo die Wahl eines Rußland-freundlichen Kandidaten deshalb gerichtlich annulliert wurde.

Höhepunkt waren jedoch die Beiträge der per Zoom aus den USA und Deutschland live zugeschalteten Vorsitzenden des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, des früheren UN-Waffeninspekteurs Scott Ritter und des ehemaligen CIA-Mitarbeiters Ray McGovern. Ritter und McGovern hatten beide nach dem mit Lügen begonnenen Irakkrieg 2003 ihren Dienst quittiert und gründeten die Whistleblower-Gruppe „Geheimdienstveteranen für Vernunft“ (Veteran Intelligence Professionals for Sanity, VIPS). Sie antworteten auf die Fragen der Moderatorin Dr. Mona Aranea vom Friedensbündnis NRW zu der Perspektive einer zukünftigen Zusammenarbeit zwischen Rußland und Deutschland, und ob es mit der neuen Administration in den USA unter Trump eine Chance für den Abzug der US-Truppen aus Deutschland gebe.

Zur ersten Frage betonten alle drei, daß wegen der geographischen Lage beider Länder in Europa eine zukünftige Zusammenarbeit sicher wieder kommen werde. Helga Zepp-LaRouche betonte auch, daß Rußland nicht, wie im Westen behauptet, isoliert sei, sondern mit den BRICS-Staaten mittlerweile die Unterstützung der Mehrheit der Menschheit habe. Sie forderte, daß Deutschland auch aus Eigeninteresse mit den BRICS-Staaten zusammenarbeiten müsse, um aus dem jetzigen Kurs der Deindustrialisierung herauszukommen. Ray McGovern erinnerte die Deutschen an den Widerstand der Weißen Rose in München und erklärte, daß Sophie Scholl im Jahre 1942 mit einer Flöte vor dem Gericht, in dem gegen ihren Vater wegen dessen Widerstands gegen Hitler verhandelt wurde, das bekannte Lied „Die Gedanken sind frei“ gespielt habe. Er selber begann dann dieses Lied zu singen, und einige der Zuschauer stimmten auch mit ihm in dieses Freiheitslied ein.

Zur Frage eines möglichen Abzugs der amerikanischen Streitkräfte aus Deutschland erklärte Scott Ritter, dies werde wahrscheinlich kommen, da Deutschland in der Trump-Administration nicht mehr als verläßlicher Partner angesehen werde. Man werde wahrscheinlich aber nicht alle Truppen abziehen, sondern den Großteil nur nach Polen verlegen, was für Europa keine Änderung der Lage bedeute.

Zepp-LaRouche machte klar, daß 1991, nach dem Ende der Sowjetunion und des Warschauer Paktes, auch die NATO hätte aufgelöst werden müssen, wofür sie lauten Applaus aus dem Publikum bekam. Man brauche endlich eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die die Interessen aller Nationen berücksichtige und jedem Land das Recht auf Entwicklung zugestehe. Sie machte auch die Internet-Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) bekannt, die jeden Freitag um 17 Uhr Vertreter aus über 50 Nationen zusammenbringe, um Aktionen für eine friedliche gerechte Welt zu besprechen.

Ray McGovern rief die Deutschen auf, „endlich erwachsen zu werden“ und die Politik der Regierung gegen das Gemeinwohl zu beenden.

Die Bekanntheit des Schiller-Instituts unter den Demonstranten zeigte sich auch darin, daß das Flugblatt, das Helga Zepp-LaRouche für die Demonstration geschrieben hatte, vor dem Veranstaltungsbeginn in kürzester Zeit an die meisten der Demonstranten verteilt wurde, von denen etliche erklärten, daß sie regelmäßig Helga Zepp-LaRouche auf den Webseiten des Schiller-Instituts und der BüSo verfolgen. Am Abend wurde in der „Rundschau“ des Bayerischen Rundfunks berichtet, es habe mehrere Kundgebungen in München im Zusammenhang mit der MSC Konferenz gegeben. Berichtet wurde aber nur über die beiden anderen, nicht über die größte am Königsplatz von „Macht Frieden“.

Werner Zuse


Internationale Friedenskoalition #89, 14. Feb., 17.00 Uhr

Um den Kreislauf der Gewalt in Südwestasien zu durchbrechen, muss eine Zukunft für alle Einwohner geschaffen werden

89. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Um den Kreislauf der Gewalt in Südwestasien zu durchbrechen, muss eine Zukunft für alle Einwohner geschaffen werden

Freitag, 14.Februar 2025

17.00 Uhr (MEZ)

Zu den Rednern an diesem Freitag gehören:
Ihre Exzellenz Naledi Pandor, ehemalige Ministerin für internationale Beziehungen und ZusammenarbeitSüdafrikas, Helga Zepp-LaRouche, GrÜnderin, Schiller-Institut, Vertreter des Eisenhower Media Network und weitere Redner

Zur Anmeldung

Bitte mobilisieren Sie Ihre Netzwerke:

Wir fühlen uns geehrt, dass Ihre Exzellenz Naledi Pandor, ehemalige Ministerin für Internationale Beziehungen und Zusammenarbeit Südafrikas, und weitere noch zu benennende Personen an diesem Freitag an unserem Treffen teilnehmen werden.

Freunde der Internationalen Friedenskoalition,

die Ereignisse der letzten sechzehn Monate in Gaza haben ein unvorstellbares Maß an Grauen und Blutvergießen mit sich gebracht. Seit achtzig Jahren hat die Welt keine derart kaltblütige Zerstörung von Leben mehr erlebt, wie sie die israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu dort entfesselt hat – von Südafrika vor dem Internationalen Gerichtshof zu Recht als „Völkermord“ bezeichnet – mit voller politischer Unterstützung und Waffenlieferungen aus den Vereinigten Staaten. Dies ist umso schmerzhafter, als einige in den USA und Israel die absurde Auffassung vertreten, dass der einzige Weg zu einem dauerhaften Frieden darin besteht, die Bewohner des Gazastreifens dauerhaft von ihrem Land zu vertreiben – eine Auffassung, die weltweit fast einhellig verurteilt wird.

Jetzt ist es an der Zeit, sich für neue, tiefgreifende Lösungen für diese Krise einzusetzen. Wie der Nationale Sicherheitsberater der USA, Mike Waltz, zu Trumps Vorschlag einer Umsiedlung aus Gaza sagte, „hat niemand eine realistische Lösung“ außer Trump, und fügte hinzu, dass andere „ihre eigenen Lösungen finden sollten, wenn ihnen die von Herrn Trump nicht gefallen“. Die Internationale Friedenskoalition greift den Vorschlag von Herrn Waltz auf.

Diesen Freitag, am 14. Februar, veranstaltet die Internationale Friedenskoalition eine Sonderveranstaltung zur Notlage in Gaza und Südwestasien insgesamt. Es gibt eine Lösung, um den Kreislauf der Gewalt zu beenden und eine Zukunft für alle Menschen in der Region zu schaffen – den LaRouche-Oasenplan, der vorschlägt, die Region durch tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung für alle zu verändern. Dies kann zusammen mit einer notwendigen Zweistaatenlösung die Voraussetzungen für langfristigen Frieden in dieser Region schaffen. Eine solche Lösung in Südwestasien wäre beispielhaft für die Art von neuer Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, für die sich Helga Zepp-LaRouche wiederholt auf globaler Ebene eingesetzt hat, wie sie in ihren Zehn Prinzipien dargelegt ist.

Wie Ihre Exzellenz Naledi Pandor bei einer Konferenz des Schiller-Instituts im Dezember 2024 sagte:

„Es ist unsere Pflicht, die im Entwicklungsrahmen des Schiller-Instituts dargelegten Ideen zu übernehmen, um wirklich sicherzustellen, dass alle Aspekte des menschlichen Strebens, die den menschlichen Fortschritt vorantreiben, von den Regierungen im Süden wie auch im Norden angenommen werden. Wir sollten eine neue menschliche Beziehung auf der ganzen Welt fördern, die darauf ausgerichtet ist, alle Menschen zu stärken und sicherzustellen, dass wir eine wohlhabendere, engagiertere und kompetentere Menschheit entwickeln, die in der Lage ist, die grundlegenden Probleme anzugehen, mit denen wir alle konfrontiert sind. Denn neben den Problemen verfügen wir auch über die menschliche Fähigkeit – den Einfallsreichtum – zur Problemlösung; und wir müssen uns zusammenschließen, um diese Fähigkeit zu bündeln.“


Internationale Friedenskoalition #90, 21. Feb., 17.00 Uhr

Das Ende der Geopolitik und die Schaffung eines Neuen Paradigmas

90. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das Ende der Geopolitik und die Schaffung eines Neuen Paradigmas

Freitag, 21.Februar 2025

17.00 Uhr (MEZ)

Schließen Sie sich diesen Freitag um 17.00 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition an und diskutieren Sie mit füherenden Friedensaktivisten aus aller Welt.

Zur Anmeldung

Das schwindelerregende Tempo der Entwicklungen auf der Weltbühne in den letzten 30 Tagen hat die meisten Menschen auf der Welt – einschließlich vieler Hauptakteure – ratlos zurückgelassen, was die Geschehnisse und die Gründe für die rasante Entwicklung betrifft.

Die USA und Russland haben den Weg der rationalen Diskussion auf Augenhöhe wieder aufgenommen, wodurch die Aussicht auf ein Ende des Ukraine-Russland-Konflikts in den Fokus gerückt und die Gefahr eines drohenden thermonuklearen Krieges deutlich verringert wurde. Das europäische Establishment war den Tränen nahe, nachdem Vizepräsident J.D. Vance ihre Politik als antidemokratisch bezeichnete und sie wegen der Unfähigkeit, die aktuelle Krise zu lösen, bloßstellte. Ein frustrierter Volodymyr Selenskyj griff Präsident Trump öffentlich dafür an, dass er ihn nicht zum US-Russland-Treffen in Riad eingeladen hatte, und warf ihm vor, „in einem von Russland geschaffenen Desinformationsraum zu leben“. Die Antwort Trumps? Selenskyj sei „ein Diktator ohne Legitimierung durch Wahlen“, während die US-Regierung „erfolgreich über ein Ende des Krieges mit Russland verhandelt“.

Vizepräsident J.D. Vance meldete sich ebenfalls zu Wort: „Selenskyj wird wirklich schlecht beraten, und ich weiß nicht, von wem.“ Er fügte spitz hinzu: „Das ist keine gute Art, mit Präsident Trump umzugehen.“

Vance kennt die Antwort auf seine eigene rhetorische Frage vielleicht selbst. Das imperiale London steht hinter der Forderung nach einer Fortsetzung des Krieges und der Fortsetzung der gesamten alten geopolitischen Ordnung, wie schon während des gesamten Ukraine-Krieges. Präsident Trump und seine Berater sollten die Gelegenheit ergreifen, die alte „Sonderbeziehung“ Churchills zwischen Großbritannien und den USA zu beenden – einschließlich der „Five Eyes“-Geheimdienstzusammenarbeit, die hinter den Bemühungen stand, Trump ins Gefängnis zu bringen oder zu töten –, solange diese in der Defensive sind.

Aber wie kann man ein neues Paradigma schaffen, wenn die alte Ordnung zusammenbricht? Was ist mit dem anhaltenden Völkermord in Gaza und der umfassenderen Krise in Südwestasien? Wie kann man das globale Finanzsystem mit seinem spekulativen Krebsgeschwür von 2 Billiarden Dollar neu organisieren? Wie bei allen derartigen Phasenwechseln sind die Lösungen nicht beliebig.

Schließen Sie sich diesen Freitag um 17.00 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition an und diskutieren Sie mit füherenden Friedensaktivisten aus aller Welt.

90. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das Ende der Geopolitik und die Schaffung eines Neuen Paradigmas

Freitag, 21.Februar 2025

17.00 Uhr (MEZ)

Schließen Sie sich diesen Freitag um 17.00 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition an und diskutieren Sie mit füherenden Friedensaktivisten aus aller Welt.

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