137. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Der moralische Mut,souverän und gut zu sein
16. Januar 2026
17.00 Uhr
Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.
Nehmen Sie diese Woche an der Internationalen Friedenskoalition mit S.E. Donald Ramotar (Guyana): ehemaliger Präsident von Guyana (2011–2015) und María de los Ángeles Huerta (Mexiko), ehemalige Kongressabgeordnete Mexikos sowie weiteren Redner, deren Namen in Kürze bekannt gegeben werden, teil.
Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.
In diesem Moment, den Helga Zepp-LaRouche als „eindeutig außer Kontrolle geraten“ charakterisierte, schwebt die Frage, ob die Menschheit die moralische Fitness zum Überleben aufbringen kann, über unseren Köpfen. Um mit ja antworten zu können, müssen wir die Prinzipien der Souveränität und des Völkerrechts gegen die hysterischen Fantasien von „Macht vor Recht“ durchsetzen. Das letztere Geschrei hören wir gegenwärtig aus den Machtzentralen von aufgeblasenen Nachahmern des Nazi-Juristen Carl Schmitt.
Als Reaktion auf die lautstarke Drohung von US-Präsident Trump, jedem, der Geschäfte mit dem Iran macht, 25 Prozent Zölle aufzuerlegen, erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow in einer Pressekonferenz am 14. Januar: „Ich glaube nicht, dass eine dritte Partei die grundlegende Natur der Beziehungen zwischen Moskau und Teheran verändern kann. Diese Natur basiert auf den Vereinbarungen, die zwischen den Präsidenten der Russischen Föderation und der Islamischen Republik Iran getroffen wurden. Sie dient den Interessen beider Staaten und beider Völker.“ China zeigte sich ebenso unbeeindruckt von den Drohungen. In einer Erklärung des Sprechers der chinesischen Botschaft in Washington, Liu Pengyu, heißt es: „Chinas Position gegen die wahllose Verhängung von Zöllen ist konsequent und klar. Zollkriege und Handelskriege haben keine Gewinner, und Zwang und Druck können keine Probleme lösen.“ Das chinesische Außenministerium erinnert alle Kurzsichtigen daran, dass „die freundschaftlichen Beziehungen zwischen China und dem Iran bis ins 2. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen … Seitdem pflegen die Völker Chinas und des Iran den Austausch.“
Seit 2024 ist der Iran Mitglied der BRICS-Staaten, über 140 Nationen zählen zu seinen Handelspartnern, unter den ersten fünf sind China und Indien. Der Iran ist Mitglied des Forums der alten Zivilisationen mit einer reichen Kultur, die Tausende von Jahren zurückreicht. Er ist eine der Schlüsselnationen der Belt and Road Initiative (BRI), wobei sein Hafen Chabahar im Süden des Iran ein internationales Schlüsselprojekt des Nord-Süd-Transportkorridors darstellt.
Die Idee eines US-Angriffs auf den Iran – was Berichten zufolge auf Widerstand innerhalb des Weißen Hauses und im Pentagon stößt – ist nicht nur wahnsinnig, sondern geht auch gar nicht um den Iran, genauso wie die Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro nichts mit Venezuela zu tun hatte.
Das Ziel beider Operationen (und potentiell weiteren) ist es, das Entstehen eines neuen, postkolonialen Weltsystems zu verhindern, das den westlichen Eliten ihre Hegemonie nehmen würde. Es ist ein letzter verzweifelter Versuch, das imperiale Prinzip „Macht vor Recht“, wie es Thrasymachos in Platons „Politeia“ verkörpert, gegen das in der Naturgesetzlichkeit verwurzelte Prinzip der Souveränität durchzusetzen.
„Wer ist der Souverän eines Landes? Es ist nicht der Präsident, es ist nicht der Kongress, es ist nicht das Parlament – es ist das Volk! Das Volk ist der Souverän“, erklärte Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, in ihrem internationalen Webcast vom 14. Januar. „Der Grund, warum das heutige System nicht funktioniert, ist, dass die Bürger zu träge geworden sind. Sie haben vergessen, dass eine Republik nur mit Staatsbürgern funktioniert … Das ist nichts, was man bekommt, indem man sein Videospiel oder den Fernseher einschaltet, im Internet surft oder was auch immer. Dafür muss man sich einsetzen, das muss man lernen, dafür muss man qualifiziert sein. Wir sind fast in ein dunkles Zeitalter zurückgefallen. Die Menschen haben ihr Recht als souveräne Bürger aufgegeben, weil sie sagen: ‚Oh, man kann sowieso nichts tun. Diese Leute da oben sind so mächtig.‘ Aber genau mit dieser Denkweise sind wir in diese Krise geraten.“
Wenn die Vereinigten Staaten aufhören würden, als Verkörperung des Imperiums zu agieren, gegen das sie 1776 ihre Revolution geführt haben, und wieder zu einer Identität zurückkehren, die mit ihren Gründungsprinzipien im Einklang steht, indem sie sich mit den Nationen der Globalen Mehrheit zusammentun, um das neokoloniale System ein für alle Mal zu beenden, wäre das Hauptproblem gelöst.
Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.
Executive Intelligence Review veranstaltete am 12. Januar unter dem Motto „Es ist schlimmer als gedacht: Die strategischen Auswirkungen des Angriffs auf Venezuela und wie man die Welt vor dem Abgrund retten kann“ ein Online-Dringlichkeitsforum mit Teilnehmern aus aller Welt. Zehn führende Experten aus Amerika, Eurasien und Afrika, die über langjährige Erfahrung und bewährtes Urteilsvermögen in internationalen Angelegenheiten verfügen, sprachen fast drei Stunden lang über das Thema, mit durchschnittlich 1.200 Teilnehmern im Live-Stream und Übersetzungen in Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch.
Helga Zepp-LaRouche, Chefredakteurin von EIR und Gründerin und Leiterin des Schiller-Instituts, begrüßte ihre zehn Mitdiskutanten mit den Worten: „Wir sind heute hier zusammengekommen, nicht um die beispiellose Situation zu beklagen, die nur als Bedrohung für die Existenz der gesamten menschlichen Zivilisation bezeichnet werden kann, sondern um eine internationale Reaktion zur Wiederherstellung des Völkerrechts zu diskutieren, zu analysieren und voranzutreiben.“
Die folgenden ernsten Berichte und Bewertungen brachten den Schock und die Empörung der ganzen Welt über die gewalttätigen Aktionen der letzten Wochen und die Rolle der US-Regierung, die das Völkerrecht rücksichtslos missachtet, eindrucksvoll zum Ausdruck.
Aber wie ein Redner sagte: „Wir sind nicht hier, um unser Wissen über die Krisen zu erweitern“, sondern um über Maßnahmen zu beraten, mit denen die Situation verändert werden kann. Die Vorschläge reichten von einer zu veröffentlichenden „Erklärung“ bis hin zu einem Konsens, dass es vorrangig darum geht, die Kräfte der globalen Mehrheit zu mobilisieren, um neue „Konfigurationen“ zu diskutieren, die zur Wiederherstellung des Völkerrechts und der Moral unterstützt werden sollen. Viele bestätigten, dass die UN-Vollversammlung nach wie vor eine Institution ist, die potenziell positive internationale Auswirkungen haben kann. Es wurde die Idee vorgebracht, eine „strukturierte internationale zivile Organisation“ zu schaffen.
Mehrere Redner wiesen darauf hin, dass die kulturelle und politische Situation innerhalb der Vereinigten Staaten vorrangig verändert und verbessert werden müsse. Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Gewalt innerhalb der Vereinigten Staaten und der internationalen Gesetzlosigkeit Washingtons. Wie ein hochrangiger US-Diplomat erklärte, ist es jetzt an der Zeit, dass „Amerika in sich geht“.
Zepp-LaRouche fasste am Ende der Diskussion zusammen, dass eine Organisationsgruppe gebildet werden soll, um Prioritäten zu formulieren und Folgemaßnahmen einzuleiten.
Während der Diskussionsphase gab es mehrere Meinungsaustausche darüber, wie diese Runde führender Persönlichkeiten zur Grundlage einer globalen Bewegung gemacht werden kann. Die diskutierten Vorschläge betrafen eine Aktion der UN-Vollversammlung, um die US-Politik zu stoppen; die Schaffung einer Bewegung zivilgesellschaftlicher Organisationen, um weltweit zu intervenieren; die Aktivierung von Massenbewegungen nach dem Vorbild von Mohandas Gandhi, Nelson Mandela und Martin Luther King Jr.; die Initiierung einer Bewegung für den Erlass der unbezahlbaren Schulden; die Erinnerung an Trump, dass er gegen den „Deep State“ Wahlkampf gemacht hat, nun aber offenbar von eben diesem Deep State gelenkt wird.
Zepp-LaRouche bezeichnete die Veranstaltung als „äußerst produktiv“ und rief alle dazu auf, sich an gute Institutionen und Personen zu wenden. Sie wies darauf hin – nicht in religiöser, sondern in humanitärer Hinsicht –, dass Papst Leo XIV. anlässlich des Jubiläumsjahres den Schuldenerlass unterstützt und zur Methode des „Zusammenfalls der Gegensätze” von Nikolaus von Kues (15. Jahrhundert) aufgerufen hat, die einen Weg zur Lösung der Konflikte aufzeigt. Die notwendige Beseitigung der Schuldenblase müsse kontrolliert erfolgen – ein unkontrollierter Zusammenbruch könnte Chaos verursachen. Wir sollten diese Diskussion mit den Staats- und Regierungschefs und Institutionen weltweit führen.
Außergewöhnliches Podium
Die Diskussionsteilnehmer waren eine wahrhaft außergewöhnliche Versammlung von Fachwissen und Moral, die einem Ältestenrat gleichkam. Moderator war Dennis Speed vom Schiller-Institut. Nach der Eröffnungsrede von Frau Zepp-LaRouche hielten die folgenden Redner in der angegebenen Reihenfolge Vorträge:
Hon. Naledi Pandor, ehemalige südafrikanische Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit;
Zhang Weiwei, Professor für Internationale Beziehungen an der Fudan-Universität in Shanghai;
Chas Freeman, ehemaliger US-Botschafter;
Dmitri Trenin, Direktor und wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Weltmilitärwirtschaft und Strategie an der HSE-Universität in Moskau;
Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana;
Hans-Christof Graf von Sponeck, ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der Vereinten Nationen;
María de los Ángeles Huerta, ehemalige mexikanische Kongressabgeordnete;
Namit Verma, indischer Autor und Sicherheitsanalyst;
Dennis Small, EIR-Redakteur für Iberoamerika; und
Oberstleutnant Ralph Bosshard (a. D., Schweizer Armee), ehemaliger Militärberater des OSZE-Generalsekretärs.
Ein Videoarchiv der Rundtischdiskussion wird verfügbar sein, und in den kommenden Ausgaben der Wochenzeitung EIR werden ausgewählte Transkripte veröffentlicht. Im Folgenden finden Sie einige ausgewählte Höhepunkte.
Zepp-LaRouche verwies auf die jüngste Erklärung von US-Präsident Donald Trump, er sei nicht an das Völkerrecht gebunden, sondern nur an seine eigene Meinung, was ihm die von ihm verfolgte Politik des „Macht geht vor Recht“ ermöglicht. Trumps Forderung, das US-Verteidigungsbudget von 1 Billion Dollar auf 1,5 Billionen Dollar zu erhöhen, zeige zusammen mit dem militärischen Aufbau in ganz Europa, , dass wir uns auf dem Weg zu einem globalen Atomkrieg befinden. Sie betonte, die Menschheit sei die einzige Gattung, die zur Vernunft fähig ist und daher handeln kann und muß, um diesen katastrophalen Kurs zu ändern. Sie ging auf ihren eigenen Vorschlag für „Zehn Prinzipien einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ und wies darauf hin, dass diese Ideen auch in den vier globalen Initiativen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping enthalten sind.
Sie forderte eine Rückkehr zu den Prinzipien des Westfälischen Friedens von 1648, wobei das Konzept der „einen Menschheit“ über allem stehe, wie auch im Konzept des „Zusammenfallens der Gegensätze“, das Nikolaus von Kues im 15. Jahrhundert vorgestellt hat, als Mittel zur Lösung von Differenzen durch das Erreichen einer höheren, einheitlichen Vision. Wir müssen uns auf alle großen Denker unserer verschiedenen Kulturen zurückbesinnen, wie Konfuzius, Platon und Leibniz, um durch Agape eine echte Liebe zur Menschheit wiederherzustellen, betonte sie.
Hon. Naledi Pandor sprach die weltweit geäußerte Entrüstung über die illegalen Handlungen gegen Venezuela an und warnte, ein Angriff auf Kuba wäre „eine Katastrophe“. Sie ist ehemalige südafrikanische Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit und Vorsitzende der Nelson-Mandela-Stiftung, die den Antrag Südafrikas beim Internationalen Gerichtshof (IGH) zur Untersuchung des Völkermords Israels in Gaza initiiert hat. Pandor wies darauf hin, dass die meisten westlichen Nationen akzeptieren, dass der Westen die Interessen Russlands übergehen könne. Entwicklungsländer haben unter der Kolonialherrschaft gelitten, die durch die UN-Charta beseitigt werden sollte, um den Schutz der Schwachen vor den Starken zu gewährleisten. Was derzeit geschieht, sei die „gefährlichste Misshandlung des Völkerrechts seit 1948“, sagte sie. Die BRICS-Staaten, die Haager Gruppe (die im Januar 2025 von Ländern des Globalen Südens gegründet wurde, um die Untersuchung des Völkermords in Palästina durch den IGH zu verteidigen), die Afrikanische Union und andere internationale Organisationen „müssen mehr tun, um das Völkerrecht wiederherzustellen“, während auch zivilgesellschaftliche Organisationen ihre Stimme erheben müssen. Die UNO müsse reformiert werden, damit diejenigen, die gegen die Regeln der Charta verstoßen, vor Gericht gestellt werden. Und auch Einzelpersonen müssen „guten Ärger“ machen.
Prof. Zhang Weiwei äußerte sich empört über Trumps Vorgehen in Venezuela und bezeichnete es als „gefährlichen Präzedenzfall“ für die Zukunft. Er betonte, die USA hätten eine „lange Geschichte rücksichtsloser Invasionen“, und fügte hinzu, die neue nationale Sicherheitsstrategie der USA, die den USA Macht über die gesamte westliche Hemisphäre einräumt, sei „kurzsichtig und selbstzerstörerisch“ und zerstöre die „Soft Power“ des Landes, indem sie unter dem Deckmantel „wertbasierter humanitärer Hilfe“ militärische Operationen zum Regimewechsel durchführe. Das Vorgehen der USA zerstöre die UN-Charta, die „durch zwei Weltkriege geschmiedet“ worden sei. Er rief alle Nationen dazu auf, sich „zu vereinen, um die UN-Charta zu retten“. Er verurteilte die jüngsten Bestrebungen Japans, die militaristische Politik wieder einzuführen, die im Zweiten Weltkrieg so viel Zerstörung verursacht hatte, und betonte, China werde „die Rückkehr des japanischen Militarismus nicht akzeptieren“. Er warnte die USA und andere Länder, die Welt werde das Ende der UN-Charta nicht hinnehmen.
Chas Freeman, ehemaliger US-Botschafter in Saudi-Arabien, bekundete seine Unterstützung für die jüngste Kritik des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der die USA für den „Zerfall der Werte“ verantwortlich machte und ihnen vorwarf, die Welt zu einer „Räuberhöhle“ werden zu lassen. „Mein Land“, sagte er, „ist Israel in der Gesetzlosigkeit gefolgt“ und verhält sich wie eine Mafia, die Schutzgelderpressung betreibt. „Wir steuern auf ein neues finsteres Zeitalter zu“, warnte er. Der Völkermord in Gaza zeige, dass „Worte das Problem nicht lösen können“, wenn es solche offensichtlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gibt. Das Verbot der freien Meinungsäußerung sei eine „katastrophale Fehleinschätzung“, “, während die Medien sich weigern, überhaupt darüber zu berichten, dass Russland Gründe für die Invasion der Ukraine hatte, oder über den offensichtlichen Akt der Piraterie gegen ein russisches Schiff, oder dass die USA Venezuela zu einer Kolonie gemacht haben. Jetzt bedrohen die USA sogar ihre Verbündeten, sagte er unter Hinweis auf Grönland.. In Bezug auf Trumps „brutale Wiederbelebung“ der Monroe-Doktrin warnt er: „Venezuela ist nur ein erster Schritt.“ Angesichts eines solchen „Abgrunds der Tyrannei“ sagte Freeman: „Rhetorik reicht nicht aus – wenn wir unsere Regierungen nicht davon überzeugen können, den Westfälischen Frieden zu respektieren, werden wir untergehen.“ Unsere Regeln haben versagt, und wenn die UNO den Frieden nicht durchsetzen könne, müssen wir „eine Lösung finden“, um sie entweder „zu reparieren oder zu ersetzen“. Der Botschafter kam zu dem Schluss: „Wir können diesen Weg in den Atomkrieg stoppen.“
Dmitri Trenin, russischer Militär- und Wirtschaftsstratege, gab einen „düsteren Ausblick auf den vor uns liegenden Weg“ und warnte vor der Anwendung von Gewalt. Insbesondere sagte er, Trump werde „nicht aufhören, bis jemand zurückschlägt“. “ Er sagte, dieses Forum sei durch den Angriff auf Venezuela provoziert worden, fragte jedoch, ob dies der Grund sei. Vielmehr solle man sich den Iran ansehen, den Krieg Israels und der USA gegen den Iran, der zeige, wie schlimm es kommen könne. Die Machtübernahme durch Trump habe die Prioritäten der USA verändert, aber es handele sich immer noch um die gleiche Politik der USA seit dem Zweiten Weltkrieg. Aber der „globalistische kollektive Westen“ existiere nicht mehr, jetzt sei es Trumps persönliche Macht, während die Hegemonie der USA weiterhin besteht. Was Venezuela angeht, glaubt er, dass es sich um einen „Inside-Job“ handelte, wie es auch beim Irakkrieg der Fall war. Was kann man tun? China und Russland müssten enger zusammenarbeiten und der Iran müsse mehr tun, um sich zu verteidigen. Trenin befürchtet, dass der einzige Schutz der Staaten in den letzten Jahrzehnten der Besitz von Atomwaffen war.
Donald Ramotar, der ehemalige Präsident von Guyana, einem Nachbarland Venezuelas, das von Venezuela wegen umstrittener Gebiete bedroht wurde, erklärte dennoch, dass die Entführung von Präsident Nicolás Maduro ein „riesiger Rückschritt für die Menschheit“ sei. Die USA verhielten sich als „Super-Kolonialmacht, sogar gegenüber ihren Verbündeten in Europa“. Er hält dies für MAGA im Mafia-Stil. Es gebe keine Rücksicht auf Souveränität oder Völkerrecht – wie bereits in Gaza zu sehen war. Das unmittelbare Ziel seien China und die BRICS-Staaten, um „China aus Südamerika und der Karibik zu verdrängen“. Die BRICS-Staaten seien ins Visier geraten, weil die Sanktionen Russland nicht wie beabsichtigt zerstören konnten und die USA befürchten, ihre Position als unipolare Macht zu verlieren. Diejenigen, die die Demokratie in den USA unterstützen, seien machtlos, und jetzt breche in den großen US-Städten Chaos aus. Der militärisch-industrielle Komplex, vor dem Eisenhower gewarnt hat, habe die Außenpolitik übernommen und wende sich nun der Innenpolitik zu. Diese Politik wird einen neuen globalen Kampf um Befreiung oder einen Atomkrieg auslösen. Die USA müssten sich gegen diesen Wahnsinn mobilisieren. Ramotar lobte Diane Sare für die Ankündigung ihrer Kandidatur für die US-Präsidentschaft.
Hans-Christof Graf von Sponeck aus Deutschland, ehemaliger UN-Untergeneralsekretär, sagte, er habe in den Vereinigten Staaten studiert und gearbeitet, aber was er jetzt sehe, sei nicht mehr das „gute“ USA, die er früher geschätzt habe. Er schlägt vor, dass die UNO Artikel 6 der UN-Charta aktivieren sollte, der den Ausschluß eines Landes erlaubt, das wiederholt gegen die UN-Charta verstößt, fügte jedoch hinzu, dass die Mitgliedschaft der USA vielleicht zuerst „eingefroren“ werden sollte. Er forderte auch ein integriertes internationales Sozialforum, eine zivilgesellschaftliche Institution, die in der globalen Politik aktiv wird.
Maria de los Angeles Huerta, ehemaliges Mitglied des mexikanischen Kongresses, warnte vor einer „beispiellosen Brutalität, die 2026 droht“ und Mexiko definitiv bedrohe. Sie beschrieb dies als das „Todesröcheln des bankrotten Finanzsystems“. In Übereinstimmung mit den „Zehn Prinzipien“ von Helga Zepp-LaRouche schlug sie eine Reihe von Maßnahmen vor: den Bau einer transozeanischen Eisenbahnverbindung zwischen dem Pazifik und dem Atlantik, die Einrichtung eines Energie- und Währungsfonds zum Schutz aller Länder Lateinamerikas sowie einen Sicherheitspakt als Abschreckung gegen „die neue faschistische Politik von Donald Trump“. Sie rief zur Unterstützung einer „Aktionsgruppe“ auf, die neue Wege finden soll. Sie empfahl, sich den internationalen Aktionen am 17. Januar anzuschließen, wenn die Gruppe „World Without War“ demonstriert.
Namit Verma, ein Sicherheitsexperte aus Neu-Delhi, Indien, sagte, Trumps Aktionen seien „so wild, dass sie die Welt schockiert haben und ihr klar gemacht haben, in welchem Zustand wir uns befinden“. Die Welt sei selbst dafür verantwortlich, da nach dem Zweiten Weltkrieg eine Vereinbarung getroffen wurde, den Dollar an Gold zu binden, um die Wechselkurse stabil zu halten, aber am 15. August 1971 habe Nixon eine „einseitige Erklärung abgegeben, diese Politik zu beenden, und wir haben das akzeptiert“. Er sagte, es habe noch viele weitere Vertrauensbrüche gegeben. Jetzt sei Amerika bankrott. „Müssen wir ein bankrottes Imperium retten?“ Er sagte: „Pragmatismus ist zu Opportunismus geworden.“ Es ist an der Zeit, den Bluff der USA und von Trump aufzudecken.
Dennis Small, EIR-Redakteur für Iberoamerika, stellte die Dimensionen der Schulden- und Finanzblase des westlichen Systems vor, die sich auf 2,4 Billiarden Dollar beläuft. Das System sei bankrott und verschlechtere sich durch die Krypto-Blase und Rettungsaktionen sogar noch weiter. Das sei „Schacht‘sche“ Wirtschaftspolitik, wie sie Hitlers Zentralbanker Hjalmar Schacht entwickelt hat – Geld drucken für massive militärische Aufrüstung, um die Blase und das Imperium zu retten. Ein Drittel des US-Haushalts fließt über Militärausgaben und Schuldendienst an die Wall Street. Somit wird die Weltwirtschaft von den militärischen Ambitionen der westlichen Führer beherrscht, die sich auf einen Krieg gegen Russland vorbereiten. Small verwies auf LaRouches „Vier Gesetze“ als entscheidende Alternative, darunter ein globales Glass-Steagall-Gesetz, neue Nationalbanken zur Bereitstellung von Krediten und Währungskontrollen für alle Nationen, um eine wirtschaftliche Entwicklung mit einem enormen Anstieg der Beschäftigung in produktiven Berufen zu ermöglichen. „Stellen Sie sich eine globale Landbrücke vor, die sich über die ganze Welt erstreckt.“
Oberstleutnant a.D. Ralph Bosshard, der als Militärberater des OSZE-Generalsekretärs tätig war, sagte, der einseitige Angriff auf Venezuela habe der Welt die Botschaft vermittelt, dass das Völkerrecht am Ende sei. Dies sei nichts Neues, da bereits die Bombardierung Jugoslawiens 1999 ohne Zustimmung der UNO das Völkerrecht missachtet habe. Jetzt bilden Nationen militärische Koalitionen unter den 150 Ländern, die noch nicht Teil von Militärbündnissen sind. Die Rede von einer neuen Monroe-Doktrin sei absurd, da die ursprüngliche Doktrin darauf abzielte, die spanischen und portugiesischen Kolonialmächte daran zu hindern, Operationen in Südamerika durchzuführen, und nicht darauf, die USA zu einer Kolonialmacht zu machen, wie es derzeit geschieht.
Ein Seminar in Kopenhagen befaßte sich damit, wie durch wirtschaftliche Entwicklung endlich Frieden in Palästina, Israel und den Nachbarländern geschaffen werden kann.
Das Schiller-Institut in Dänemark veranstaltete am 11. Dezember in Kopenhagen ein Seminar für Diplomaten mit dem Titel „Kann durch Entwicklung zwischen einem unabhängigen Palästina, Israel und der Region endlich Frieden geschaffen werden? Jetzt den Oasenplan umsetzen!“ 14 Diplomaten aus zehn Ländern nahmen zusammen mit anderen Gästen persönlich teil und beteiligten sich an der Diskussion während des Programms. Es umfaßte Vorträge von zwei Rednern: Prof. Manuel Hassassian, Botschafter der Palästinensischen Autonomiebehörde in Dänemark, und Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts vor über 40 Jahren und Initiatorin der Internationalen Friedenskoalition im Jahr 2022. Sie reiste aus Deutschland an, wo sie das Schiller-Institut leitet.
Die auf der Veranstaltung diskutierten Gedanken sind ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des weltweiten Engagements für den Wiederaufbau im Gazastreifen und für eine Friedenslösung in ganz Südwestasien. Eine Konferenz zum Wiederaufbau in Gaza und den palästinensischen Gebieten, die Ägypten geplant hatte, war Ende November wegen Israels eskalierender Gewalt verschoben worden. An der Kopenhagener Konferenz am 11. Dezember nahmen Diplomaten aus sechs Ländern Südwestasiens teil; die anderen vier vertretenen Nationen kamen aus Europa – Ost und West – sowie aus Afrika und Asien.
Die Abschriften der beiden Hauptreden und Auszüge aus dem Dialog erscheinen in Kürze auf den Webseiten des Schiller-Instituts in Dänemark1 und den Vereinigten Staaten2. Bereits verfügbar sind die Videos (im englischen Original) von Helga Zepp-LaRouche3 und von Prof. Hassassian4.
Eine „höhere Ordnung” zur Lösung von Konflikten
Schon die Einladung zu dem Seminar, die Dutzende von Botschaften in der dänischen Hauptstadt erhielten, war eine Intervention in die diplomatische Gemeinschaft in Europa. Dänemark hatte in der zweiten Jahreshälfte bis Ende Dezember den turnusmäßigen Vorsitz im Rat der Europäischen Union inne, weshalb viele internationale Besucher in die Hauptstadt strömten. Dänemark ist neben Finnland das einzige skandinavische Land, das Palästina noch nicht als unabhängigen Staat anerkannt hat.
In der Seminareinladung hieß es: „Der am 9. Oktober 2025 unterzeichnete Friedensplan war ein Wendepunkt in dem langjährigen Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern sowie in der gesamten Region Südwestasien.“ Es wird darauf hingewiesen, daß „ein Waffenstillstand vereinbart wurde, doch das Töten in Gaza geht weiter… Die Frage ist, wie die internationale Gemeinschaft handeln kann, um einen echten Frieden zu erreichen.“
Nach einer Beschreibung des Oasenplans bezog sich die Einladung auf die Methode der Coincidentia Oppositorum zur Friedensstiftung. Dazu hieß es:
LaRouches Oasenplan
Helga Zepp-LaRouche ist eine unermüdliche Verfechterin des Oasenplans, der erstmals 1975 von ihrem verstorbenen Ehemann Lyndon LaRouche (1922–2019) vorgestellt worden war. Botschafter Hassassian, ein hochrangiger Diplomat, hatte den Ansatz 2024 bewertet und befürwortet und in einer Veranstaltung am 15. Juni 2025 erklärt: „Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung ist die einzige erfolgreiche Grundlage für einen dauerhaften, gerechten Frieden in der Region des Nahen Ostens.“ Dabei hob er die Bedeutung der Wasserversorgung besonders hervor.
Perspektiven und Hindernisse für Frieden und palästinensische Unabhängigkeit
Am 11. Dezember gab Botschafter Hassassian seine Expertenbewertung der heutigen Hindernisse und Aussichten für den Frieden in Südwestasien ab, in denen der Oasenplan eine entscheidende Rolle spielt. Zu seinen langjährigen außenpolitischen Erfahrungen gehört beispielsweise seine 13jährige Tätigkeit (2005-18) als Botschafter in London während der Amtszeit von Premierminister Tony Blair, die ihm, wie er sagte, die notwendigen Einblicke in die britische Mentalität verschaffte. Hassassian trat Mitte Dezember als Diplomat in den Ruhestand und wird nach Palästina zurückkehren, wo er seine lebenslange Rolle als engagierter Verfechter der palästinensischen Rechte und Teilnehmer an internationalen Dialogen zur Förderung des Friedens fortsetzen will. Hassassian hat einen Doktortitel in vergleichender Politikwissenschaft und verfügt über 25 Jahre akademische Erfahrung, unter anderem als Vizerektor der Bethlehem University.
Wirtschaftliche und politische Vereinbarungen laufen parallel
Botschafter Hassassian stellte die Frage: „Was kommt zuerst? Wirtschaftliche Vereinbarungen oder politische Vereinbarungen?“ Früher habe er gedacht, die politischen Vereinbarungen müßten zuerst kommen, aber heute sei er überzeugt, daß beides parallel laufen muß und daß wirtschaftliche Vereinbarungen ein Katalysator für politische Vereinbarungen sind. Bittere Armut sei immer der Kern eines Konflikts.
Er kritisierte scharf den Völkermord in Gaza und die ständigen Übergriffe der Siedler im Westjordanland. Das Verhältnis zwischen Palästina und Israel sei kein Verhältnis zwischen Gleichberechtigten, sondern eines zwischen Besatzer und Besetztem. Die Palästinenser hätten 1988 einem historischen Kompromiß zugestimmt, als sie Israel anerkannten und 78% ihres Landes abtraten. Aber die israelische Regierung wolle die Besatzung fortsetzen und zusätzlich noch das Westjordanland vereinnahmen.
Die Zwei-Staaten-Lösung erscheine eigentlich unmöglich, aber es sei die einzige Lösung, und sie forderte ein „göttliches Eingreifen“ und die Intervention der internationalen Gemeinschaft. Europa müsse intervenieren, weil die Rolle der USA trotz der guten Absichten einiger US-Präsidenten durch eine „Pax-Americana“-Haltung und den Einfluß der zionistischen Lobbygruppe AIPAC im Kongreß beeinträchtigt wurde.
Um die notwendigen schwierigen Kompromisse für Frieden und eine Zwei-Staaten-Lösung zu erreichen, brauche man Verhandlungen auf der Grundlage des Modells der Konfliktlösung, das ARIA abgekürzt wird: Antagonismus, Resonanz, Innovation und Aktion. Als Experte für ARIA beschrieb er die damit verbundenen Faktoren: Um mutig zu handeln und ein Nullsummenspiel in eine Win-Win-Situation zu verwandeln, müsse man bereit sein, den anderen zu akzeptieren, ohne dessen politischen Bestrebungen zu unterschätzen. Man sucht nach Gemeinsamkeiten und akzeptiert schmerzhafte Kompromisse. Man braucht politische Weitsicht und muß über den Tellerrand hinausblicken.
Israel wolle heute „die Geographie der Palästinenser“ (ihr Land) haben, aber nicht „ihre Demographie“ (die Menschen). Doch in den Augen Gottes seien wir alle gleich. Dies sei kein religiöser Konflikt, sondern ein Kampf um Anerkennung als Nation. Viele Intellektuelle glaubten heute an eine Ein-Staaten-Lösung mit Mehrheitsherrschaft und Minderheitenrechten. Israel dagegen glaube an die Besatzung, aber solange es Konflikte gibt, wird es keine Sicherheit für Israel geben. Wenn Israel ein legitimes Land im Nahen Osten sein will, das von der arabischen und islamischen Welt – mit insgesamt 59 Ländern – akzeptiert wird, dann müsse es den Palästinensern das Recht auf einen Staat geben.
Hassassian erklärte, Präsident Trumps Plan fehle die Vision. Es handele sich um einen Waffenstillstand mit bestimmten Bedingungen, aber nicht um einen Friedensplan. Man warte auf die zweite Phase, mit dem Wiederaufbau von Gaza unter Beteiligung der Palästinensischen Autonomiebehörde. Der Botschafter merkte beiläufig an, Tony Blair werde wahrscheinlich nicht der Gouverneur sein, da er diskreditiert sei. Viele Länder wollten keine Soldaten nach Gaza entsenden, weil sie Israel und/oder den USA nicht vertrauen. Wo bleibe jetzt die internationale Gemeinschaft, die die Zwei-Staaten-Lösung als einzige Lösung für den Konflikt befürwortet hat?
Botschafter Hassassian schloß mit einer konzeptionellen Beschreibung des Oasenplans, den er voll und ganz unterstützt.
Eine Vision für Entwicklung
In der anschließenden Diskussion kam es zu einem Dialog zwischen Botschafter Hassassian und Helga Zepp-LaRouche. Sie dankte ihm für seine Unterstützung des Oasenplans und fragte nach seiner Ansicht, was die neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA für den Oasenplan bedeutet. Sie erklärte außerdem, der nächste Schritt sollte darin bestehen, daß eine Regierung, vorzugsweise in der Region, eine Konferenz zur Ausarbeitung des Plans mitveranstaltet. Studenten sollten Visualisierungen durch KI-Animationen erstellen. Junge Menschen könnten die Idee verstehen, daß diese Vision etwas ist, für das es sich zu kämpfen lohnt, weil es um ihre eigene Zukunft geht. Sie könnten der Hebel sei, der ihre Regierungen dazu bringt, tatsächlich Schritte zu unternehmen, um den Plan voranzubringen.
Der Oasenplan erfordert eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur
Zepp-LaRouche beschrieb und verurteilte den immer noch andauernden Völkermord in Palästina. Es sei völlig inakzeptabel, daß diese Situation trotz eines sogenannten Friedensplans weiterbesteht. Dies sei eine unglaubliche humanitäre Katastrophe.
Wie Botschafter Hassassian zuvor gesagt habe, gebe es ohne eine Vision keine Entwicklung. Wenn man nicht mit einer Vision beginnt, gebe es keinen Weg, um aus dieser schrecklichen Lage in eine bessere Zukunft zu gelangen.
Zepp-LaRouche beschrieb dann den Oasenplan genauer: Er sieht den Bau von zwei Kanälen vor, vom Mittelmeer zum Toten Meer und vom Toten Meer zum Roten Meer; sowie den Export kleiner Kernkraftwerke der neuen Generation in alle Länder des Globalen Südens und die Nutzung dieser Elektrizität zur Entsalzung großer Mengen von Meerwasser. Die neuen Kanäle werden künstliche Flüsse sein, die dieses Wasser in der gesamten Region verteilen, es mit anderen Wasserressourcen verbinden – von Grundwasserleitern bis zur Ionisierung der Atmosphäre – und neue Niederschlagsmuster schaffen. Dieses Projekt sollte schließlich die gesamte Region umfassen, von Indien bis zum Mittelmeer, vom Kaukasus bis zum Golf. Das ganze Gebiet sei zu Zeiten der alten Seidenstraßen eine blühende Region gewesen.
Zepp-LaRouche verband dann das Projekt des Oasenplans mit der vom Schiller-Institut propagierten Weltlandbrücke und beschrieb, wie die Chinesen die Wüste in China begrünt und beim Bau von Verkehrs- und Wasserprojekten im Globalen Süden geholfen haben.
US-Sicherheitsstrategie verursacht Erdbeben
Anschließend informierte sie die Diplomaten über ihre Erklärung vom 9. Dezember „Austritt aus der NATO! Neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA erfordert neue Sicherheitsarchitektur“ (siehe Neue Solidarität 52/2025) und betonte, nach der Veröffentlichung des neuen Dokuments zur Nationalen Sicherheitsstrategie der USA habe ein politisches Erdbeben stattgefunden. Das Papier selbst habe verschiedene Aspekte, habe aber in Europa eine enorme Reaktion ausgelöst, weil es besagt, wenn es sich nicht ändere, drohe Europa die „Auslöschung als Zivilisation“; aus dem Kontext gehe hervor, daß als Ursache die Migration gemeint ist. Sie selbst habe ähnliches gesagt – daß Europa, wenn es sich nicht ändert, „zur Randerscheinung der Geschichte wird” –, aber nicht wegen der Migration, sondern wegen der falschen Wirtschafts- und Kulturpolitik. Zudem sagten einige Stimmen in Europa, man könne sich auf die USA als Verbündeten nicht verlassen.
Schon im November 2022 hatte Zepp-LaRouche eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gefordert,5 die diesmal die Interessen jedes einzelnen Landes auf der Welt berücksichtigen müsse, sonst werde sie nicht funktionieren. Sie betonte, um den Oasenplan zu verwirklichen, bräuchten wir eine solche neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur. In der Welt gebe es große Veränderungen. Der Globale Süden sei in Bewegung und fordere ein Ende des Kolonialismus. Sie warnte auch vor der Gefahr eines neuen Finanzkollapses.
Zepp-LaRouche forderte einen Friedensprozeß nach dem Vorbild des Westfälischen Friedens, mit dem 1648 nach jahrzehntelangem Krieg und vierjährigen Verhandlungen Frieden geschaffen wurde. Die Globale Governance-Initiative von Chinas Präsident Xi Jinping gehe in die gleiche Richtung. Der Westfälische Friedensansatz bedeute, sich als erstes auf den Grundsatz zu einigen, von der Konfrontation zur Kooperation überzugehen, daß alle Konflikte durch Diplomatie und Verhandlungen gelöst und die Interessen des anderen respektiert werden.
Die folgende Erklärung wurde von der Internationalen Friedenskoalition zur internationalen Verbreitung veröffentlicht. Sie können sich der Erklärung anschließen, indem Sie unten unterschreiben. Weitere Informationen erhalten Sie unter fragen@schiller-institut.de
Die USA planen, ab 2026 US Mittelstreckenraketen (wie SM-6,Tomahawk und Hyperschallwaffen wie Dark Eagle) in Deutschland zu stationieren. Diese Systeme sollen vom 56. US-Artillerieverband eingesetzt werden, der im November 2021 in Wiesbaden reaktiviert wurde. Die SM-6 hat eine Reichweite von 370 bis 500 km, der Tomahawk-Marschflugkörper hat die Fähigkeit, in geringer Tiefe in feindliches Territorium einzudringen und Kommandozentralen, Bunker, und Radaranlagen auszuschalten. Der Dark Eagle ist eine Hyperschallwaffe und verfügt über eine Reichweite von bis zu 2700 km, fliegt mit bis zu 17-facher Schallgeschwindigkeit und ist manövrierbar im Zielanflug. Diese Systeme sind nuklearfähig und ermöglichen Angriffe von Deutschland aus auf strategische Ziele weit in das russische Territorium hinein und können u.a. russische Kommandozentralen ausschalten.
Die Entscheidung, diese Systeme in Deutschland zu installieren, ist ein Kuckucksei, das Präsident Biden dem damaligen Bundeskanzler Scholz am 10. Juli 2024 beim NATO-Gipfel in Washington untergejubelt und damit Präsident Trump ins Nest gelegt hat, und das nun im besten Fall die diplomatische Lösung des Ukraine-Kriegs sabotieren und im schlimmsten Fall zum Krieg in Europa führen könnte.
Präsident Putin warnte im Juli 2024, Rußland werde „gespiegelte“ Schritte ergreifen und eigene Mittelstreckenwaffen stationieren. Damit droht eine gefährlichere Situation zu entstehen, als sie zu Anfang der 80er Jahre mit der damaligen Mittelstreckenraketenkrise existierte, als sowohl die Pershing II als auch die SS-20-Raketen permanent auf „Start bei Warnung“ eingestellt waren und die Warnzeit vom Abschuß bis zum Ziel nur 4-10 Minuten betrug. Damals gingen in Deutschland Hunderttausende Menschen auf die Straßen, weil sie wußten, daß ein Dritter, diesmal nuklearer Weltkrieg bei diesen extrem kurzen Warnzeiten „aus Versehen“ die ganze Menschheit auszulöschen drohte.
Heute ist die Lage noch viel gefährlicher, weil die Kommunikationskanäle, die selbst während der Kuba-Krise noch existierten, bis auf wenige Personen reduziert sind. Die Stationierung dieser Systeme würde Deutschland zu einem bevorzugten Erstschlagsziel in einer Eskalation machen. Deutschland würde von der Landkarte ausradiert werden.
Die Stationierung dieser US-Waffensysteme stellte eine umso gefährlichere Eskalation dar, weil die sogenannte „Koalition der Willigen“, also Großbritannien, Frankreich und Deutschland, ebenso wie die EU-Kommission eine umfassende Militarisierung in Gang gesetzt haben, weil Rußland angeblich einen Angriff auf die NATO-Staaten vorbereite. Diese Behauptung steht im völligen Widerspruch zu der Erklärung der US-Direktorin der Nationalen Geheimdienste, Tulsi Gabbard, daß Rußland nach der Analyse dieser Geheimdienste versuche, einen größeren Krieg mit der NATO, der die kollektive Verteidigungsklausel nach NATO-Artikel 5 auslösen würde, zu verhindern. Die Analyse der russischen Leistung auf dem Schlachtfeld zeige, daß es „gegenwärtig nicht die Fähigkeit hat, die ganze Ukraine zu besiegen und zu besetzen, geschweige denn Europa“.
Die Stationierung der US-Waffensysteme hätte deshalb den Effekt, die Chance auf den Erfolg der Verhandlungen zwischen der Trump-Administration und der russischen Regierung für eine Normalisierung der Beziehungen zu zerstören.
Angesichts der gegenwärtig rapide eskalierenden Desintegration der internationalen Rechtsordnung, in der das Prinzip „Macht macht Recht“ das Völkerrecht ersetzt hat, vor den Augen der Weltöffentlichkeit ein vom Internationalen Strafgerichtshof festgestellter Völkermord stattfindet, Drohnenangriffe geschehen, Zensur die Meinungsfreiheit bedroht, bürgerliche Rechte aufgehoben werden und ein Zustand allgemeiner Rechtlosigkeit droht, könnte diese Stationierung der Tropfen sein, der das Faß der strategischen Destabilisierung zum Überlaufen bringt.
Amerika feiert in diesem Jahr 2026 den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, mit der es den Sieg im ersten antikolonialistischen Krieg gegen das Britische Empire einleitete. Diese Unabhängigkeitserklärung und die amerikanische Verfassung stellen eine historische Wasserscheide dar, die das Gemeinwohl für die amerikanische Bevölkerung und das Recht auf eine diesem Gemeinwohl verpflichtete Regierung etablierte.
In einer der berühmtesten Reden, die je in Amerika gehalten wurden, erklärte der damalige Außenminister John Quincy Adams am 4. Juli 1821:
„Wo immer die Fahne der Freiheit und Unabhängigkeit gehißt wurde oder gehißt werden wird, dort werden ihr Herz, ihr Segen und ihre Gebete sein. Aber sie geht nicht ins Ausland, um Ungeheuer zu suchen, die sie vernichten kann. Sie ist die Wohltäterin der Freiheit und Unabhängigkeit aller. Sie ist nur die Verfechterin und Verteidigerin ihrer eigenen. Sie wird die allgemeine Sache durch die Kraft ihrer Stimme und das wohlwollende Mitgefühl ihres Beispiels unterstützen.“
Damit war gemeint, daß Amerika durch moralisches Vorbild in der Welt führen solle, nicht aber durch militärische Interventionen im Ausland!
Amerika hat mit seiner Revolution von 1776 nicht nur das Modell einer souveränen Republik etabliert, sondern mit dem von Alexander Hamilton entwickelten „Amerikanischen System der Ökonomie“ auch ein Wirtschaftsmodell geschaffen, das diesem Gemeinwohl dient und das in allen Ländern Anwendung fand, die eine erfolgreiche industrielle Revolution verwirklicht haben. Nicht zuletzt der deutsche Ökonom Friedrich List hat mit seinen Schriften auf den fundamentalen Unterschied zwischen dem „Amerikanischen System“ und dem „Britischen System“ hingewiesen, das nur auf den Profit der Spekulanten und der Finanzoligarchie ausgerichtet ist.
Die ganze Geschichte Amerikas seit seiner Gründung war geprägt von dem Versuch des Britischen Empires, den Erfolg der amerikanischen Revolution rückgängig zu machen. Nachdem sich mit dem Krieg von 1812 und dem Bürgerkrieg, in dem Großbritannien mit den Südstaaten verbündet war, erwies, daß dies mit militärischen Mitteln unmöglich war, versuchten britische Kreise wiederholt, das amerikanische Establishment dazu zu gewinnen, das Modell des Britischen Empires zu übernehmen und auf der Basis der anglo-amerikanischen Sonderbeziehung eine unipolare Weltordnung zu errichten.
Der stolze Anlaß des 250. Geburtstags der amerikanischen Republik sollte zum Anlaß genommen werden, die Ideale der Tradition der Amerikanischen Revolution wieder lebendig werden zu lassen und in der Tradition von John Quincy Adams eine Partnerschaft von souveränen Republiken auf der Welt zu unterstützen.
Wir, die Unterzeichner als deutsche Bürger und Bürger anderer Nationen, wenden uns an den Souverän Amerikas, das amerikanische Volk, sowie Präsident Trump und den amerikanischen Kongreß, die hochgefährliche Entscheidung der Biden-Administration rückgängig zu machen und keine neuen Waffensysteme auf deutschem Boden zu stationieren!
Laßt uns die deutsch-amerikanische Freundschaft in der Tradition des Baron von Steuben, von Friedrich List und John F. Kennedy wiederbeleben und dem Grundsatz folgen, der für alle Nationen auf diesem Planeten gilt:
„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen sind, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt sind, darunter das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit.“
136. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Die Welt vor dem Abgrund retten
09. Januar 2026
17.00 Uhr
Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.
Nehmen Sie diese Woche an der Internationalen Friedenskoalition mit Richard Falk, emeritierter Professor für internationales Recht an der Princeton University, Vorsitzender des Kuratoriums des Euro-Mediterranean Human Rights Monitor und ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage in den palästinensischen Gebieten von 2008 bis 2014 und Oberst a. D. Alain Corvez, internationaler Berater, ehemaliger Berater des französischen Verteidigungs- und Innenministeriums, sowie weiteren besonderen Gästen, die in Kürze bekannt gegeben werden, teil.
Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.
Unter dem Titel „Schlimmer als gedacht: Die strategischen Auswirkungen des Angriffs auf Venezuela – die Welt vor dem Abgrund retten“ wird die Nachrichtenagentur EIR am Montag, 12. Januar, eine wegen der Dringlichkeit der Lage kurzfristig angesetzte internationale Expertendiskussion mit Helga Zepp-LaRouche und wichtigen Intellektuellen und politischen Führern veranstalten. Dabei geht es um den dramatischen strategischen Wandel der letzten zehn Tage und was dagegen getan werden kann. Es geht dabei um weit mehr als um Venezuela oder die westliche Hemisphäre. Der Planet gleitet rapide in einen Hobbes‘schen „Krieg aller gegen alle“ ab, in dem „die Begriffe von Recht und Unrecht, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit keinen Platz haben“.
Dies wurde heute auf schockierende Weise deutlich, als US-Streitkräfte – mit voller politischer und logistischer Unterstützung Großbritanniens – einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker in internationalen Gewässern des Nordatlantiks beschlagnahmten, nachdem sie ihn zwei Wochen lang aus der Karibik verfolgt und Streitkräfte und Ausrüstung über den Atlantik entsandt hatten. Dabei wurden im Rambo-Stil Hubschrauber-Kommandos eingesetzt. Unbestätigten Berichten zufolge war ein russisches U-Boot auf dem Weg, um dem russischen Tanker zu Hilfe zu kommen. Der laut den meisten Medienberichten leere Tanker soll Sanktionen gegen Öl aus Venezuela und dem Iran umgangen haben.
In einer Dringlichkeitserklärung vor dem Unterhaus über die Rolle Großbritanniens bei der Operation behauptete der britische Verteidigungsminister John Healey, dass der Tanker Teil „eines wachsenden Netzwerks von Schattenreedereien sei, die Instabilität schüren und finanzieren“ und dass „Russland eine eigene riesige Schattenflotte betreibt, um seine illegale Invasion der Ukraine zu finanzieren“.
Die Briten sind euphorisch, da sie glauben, nun die vollständige Konfrontation zwischen den USA und Russland sowie zwischen den USA und China orchestriert zu haben, die seit jeher ihr strategisches Ziel waren. Dabei soll Präsident Donald Trump endlich die ihm von den Briten zugewiesene Rolle spielen. Ein Artikel über die Operation in der Londoner Zeitung The Telegraph ließ die Katze aus dem Sack: „Die Schritte deuten darauf hin, dass ein nun mutigerer Trump bereit ist, sich den russischen Interessen entgegenzustellen, nachdem er Wladimir Putin wiederholt Zugeständnisse gemacht hat, um Frieden in der Ukraine zu erreichen.“ Übersetzung: Die Briten und ihre geopolitischen Partner werden alles tun, um die Beziehungen zwischen den USA und Russland und die Vereinbarungen, die Trump und Putin im August 2025 in Alaska getroffen haben, zu sabotieren.
„Dies stellt einen echten Phasenwechsel dar“, erklärte Helga Zepp-LaRouche zu den Ereignissen in ihrem internationalen Webcast vom 7. Januar. „Nicht, dass solche Interventionen der Vereinigten Staaten gegen Länder Lateinamerikas oder anderer Teile der Welt etwas Neues wären. … Das Einzige, was neu ist, ist die Unverfrorenheit, mit der all diese Dinge angekündigt werden, nach dem Prinzip der Schrecklichkeit – wir verbreiten so viel Angst und Schrecken und zeigen eine so präzise Militärmacht, dass sich niemand traut, sich uns zu widersetzen. Ich halte das für sehr kurzsichtig. Es ist ein weiterer letzter Schlag gegen die ohnehin schon nicht mehr existierende unipolare Welt … Aber das kann nicht mehr lange so weitergehen, denn die Mehrheit der Welt ist definitiv an einem globalen Regierungssystem interessiert, das vom Völkerrecht regiert wird, daher kann ich mir vorstellen, dass es eine enorme Gegenreaktion geben wird. Es wird vielleicht nicht einfach werden, und wir werden vielleicht noch einige weitere schreckliche Entwicklungen erleben, aber ich denke, dass der Trend der Geschichte letztendlich in Richtung Zivilisation und nicht in Richtung Barbarei geht.“
Ein Leitartikel der regierungsnahen chinesischen Tageszeitung Global Times vom 6. Januar spiegelt diese Stimmung deutlich wider: „Die überwiegende Mehrheit der Länder ist nicht bereit, zu einem Hobbes‘schen internationalen Dschungel zurückzukehren, in dem das Recht des Stärkeren über den Schwächeren herrscht.“
Was ist zu tun? Zweifellos werden in den kommenden Tagen weitere, vielleicht auch unerwartete Reaktionen aus Russland, China und den Ländern des Globalen Südens kommen. Aber es ist entscheidend, dass sich parallel dazu auch die Stimmen der Vernunft in den westlichen Ländern erheben.
Bei einer Reihe von Veranstaltungen geht es um dieses Thema. Am 9. Januar findet die 136. Sitzung der Internationalen Friedenskoalition statt. Bei einer Bürgerversammlung am 10. Januar wird Diane Sare, zweimalige Kandidatin für den US-Senat aus New York, ihre Kampagne für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten starten. Die EIR-Diskussionsrunde folgt am 12. Januar. „Nehmen Sie daran teil“, so Frau Zepp-LaRouche, „denn dort wird der Widerstand gegen Unilateralismus und für die Einhaltung des Völkerrechts organisiert.“
Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.
Die Folgen des US-Angriffs auf Venezuela vom 3. Januar und der Entführung von Präsident Nicolas Maduro und seiner Frau aus Caracas halten weiter an. Die beiden wurden heute vor einem Bundesrichter in New York City wegen 12 Anklagepunkten vorgeführt und erklärten jeweils ihre Unschuld; die nächste Gerichtsverhandlung findet am 17. März statt. Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodriguez wurde heute als amtierende Präsidentin vereidigt und hat milde Erklärungen über „Zusammenarbeit“ im Zusammenhang mit dem Terror in ihrem Land und in der Karibik abgegeben. Die Zahl der Todesopfer durch die US-Luftangriffe und Maßnahmen in Venezuela am 3. Januar wird mit 80 angegeben, darunter 32 kubanische Staatsangehörige.
Die Ölförderung und -beförderung in dem Land ist derzeit fast zum Erliegen gekommen, da die Tanklager und vor Anker liegenden Tanker aufgrund der US-Blockade der Schifffahrt ihre Lagerkapazitätsgrenze erreicht haben. Im Laufe dieser Woche will das Weiße Haus US-Ölmanager in Miami, Florida, empfangen, um im Namen des „Wiederaufbaus“ in Venezuela die Macht zu übernehmen.
Präsident Donald Trump deutete gestern Abend an, dass Kolumbien und Mexiko für eine Intervention der USA in Frage kommen, wenn Washington dies beschließt, ebenso wie die Stürzung Kubas. Außenminister Marco Rubio äußerte sich ähnlich. Heute Abend erklärte der stellvertretende Stabschef für Politik, Stephen Miller, ebenfalls auf CNN: „Die Vereinigten Staaten sollten Grönland haben.“
Trump sagte, Kolumbien werde „von einem kranken Mann regiert, der gerne Kokain herstellt und es an die Vereinigten Staaten verkauft. Und er wird das nicht mehr lange tun, das kann ich Ihnen sagen.“ Über Mexiko sagte er, er habe Präsidentin Claudia Sheinbaum „bei jedem einzelnen Anruf Truppen angeboten“.
Diese ganze Situation zeigt, wie Helga Zepp-LaRouche, Vorsitzende des Schiller-Instituts, am 5. Januar beschrieb, dass sich die Welt in einer neuen, „anderen Phase“ des Zusammenbruchs befindet. Sie verwies auch auf das anhaltende Grauen in Gaza, die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Europa, die Operationen gegen den Iran und vieles mehr, sowie auf die Ausschreitungen der USA in der westlichen Hemisphäre.
Angesichts der besonderen Gefahr, dass die Vereinigten Staaten in diesem Jahr atomwaffenfähige Langstreckenraketen in Deutschland stationieren könnten, veröffentlichte die von Zepp-LaRouche initiierte Internationale Friedenskoalition am 5. Januar eine Erklärung zur breiten Verbreitung und Unterstützung. Der vollständige Text mit der Überschrift „Erklärung der Internationalen Friedenskoalition: Appell an das amerikanische Volk, an Präsident Trump und an den Kongress!“ ist unten zu finden.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Bulletins findet zum ersten Mal eine vertrauliche Unterrichtung über die Maßnahmen der USA in Venezuela durch die Trump-Regierung vor den acht führenden Kongressabgeordneten beider Kammern, insbesondere der Streitkräfte und des Geheimdienstes, statt. Viele Gesetzgeber stehen Trumps Intervention äußerst kritisch gegenüber, aber leider nur, weil der Kongress nicht im Voraus informiert wurde und auch keine Genehmigung für die Aufstockung der US-Streitkräfte erteilt hatte, und nicht, weil die Gesetzgeber gegen die Übernahme Venezuelas und anderer Nationen sind.
Im krassen Gegensatz dazu hält Diane Sare, zweimalige ehemalige Kandidatin für den US-Senat aus New York, diese Woche Briefings ab, während sie ihren Wahlkampf als unabhängige Kandidatin der LaRouche-Bewegung für die Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten vorbereitet, der am 10. Januar in New York City startet.
Im heutigen Garland Nixon Podcast sagte Sare, der Angriff der USA auf Venezuela sei „eine Beleidigung für das Urteilsvermögen der Welt“, und erklärte, warum dies so ist und welche Verantwortung die Welt hat, um diese Gefahr abzuwenden. Sie sagte: „Ich kann nicht glauben, dass es Kongressabgeordnete wie meinen ehemaligen Kongressabgeordneten Mike Lawler gibt, die sagen: ‚Das war absolut notwendig, und natürlich hätte der Präsident den Kongress nicht informieren dürfen. Das ist so weit von unserer Verfassung entfernt, dass ich es absolut erstaunlich finde.“
Dieses Jahr beschließen wir, den Kampf für die Zivilisation zu gewinnen
135. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Dieses Jahr beschließen wir, den Kampf für die Zivilisation zu gewinnen
02. Januar 2026
17.00 Uhr
Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.
Nehmen Sie diese Woche an der Internationalen Friedenskoalition u.a. mit Wolfgang Effenberger (Deutschland), Journalist, Autor von „Pax Americana“ (2004) und „Die unterschätzte Macht. Von der Geopolitik zur Biopolitik – Plutokraten verändern die Welt“ (2022) und Beto Almeida (Brasilien), Mitbegründer von TeleSUR, Beirat, Brasilianischer Presseverband sowie weiteren Friedensaktivisten teil.
Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.
Was wird die menschliche Gesellschaft in hundert oder tausend Jahren über uns und unsere Zeit sagen? Wird es für sie überhaupt möglich sein, uns zu verstehen? In gewisser Weise kann man nur hoffen, dass die heutigen Gesellschaften, die von der unmenschlichen Ideologie der Geopolitik erfasst sind, seltsam und primitiv erscheinen werden, als Relikt einer unterentwickelten Zivilisationsform. Welche Bedeutung hoffen Sie, dass diese Menschen der Zukunft der Gegenwart beimessen werden? Werden sie sagen, dass dies der Moment war, in dem die Menschheit sich erfolgreich zu einem höheren, postkolonialen Paradigma entwickelt hat – und Krieg als Mittel zur Konfliktlösung für immer abgeschafft hat? Oder wird diese Frage aufgrund der schrecklichen Alternative völlig irrelevant sein, weil sich die Menschheit als unfähig erwiesen hat, durch die Logik des Atomkrieges der Selbstauslöschung zu entkommen?
Helga Zepp-LaRouche hat in ihrem Webcast vom 31. Dezember die subjektive Herausforderung formuliert, die zur Beantwortung dieser Frage notwendig ist: „Ich denke, was wir uns für 2026 wirklich als Herausforderung setzen müssen, ist Folgendes: Menschen guten Willens sollten alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Gefahr der Auslöschung der Zivilisation zu vermeiden, denn das ist das wichtigste Thema; denn wenn das passiert, wird alles andere irrelevant; und dass wir zu einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur übergehen, die diesmal die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten berücksichtigen muss, um in der Tradition des Westfälischen Friedens und im Einklang mit dem zu arbeiten, was Präsident Xi Jinping mit der Globalen Regierungsführungs-Initiative gefordert hat. Ich denke, damit ist unsere Aufgabe klar, und ich rufe Sie alle auf, mit dem Schiller-Institut zusammenzuarbeiten, um uns dabei zu helfen, dies zu erreichen.“
Ihr Aufruf könnte nicht dringlicher sein. Zu Beginn des neuen Jahres bewegt sich die Zivilisation gleichzeitig und rasch in zwei Richtungen: Die eine wird von dem Beharren der westlichen Eliten angetrieben, ihre bröckelnde Kontrolle über das Weltgefüge aufrechtzuerhalten – selbst auf die Gefahr hin, einen Atomkrieg zu provozieren –, die andere von der natürlichen menschlichen Tendenz der Nationen, gegenseitige Zusammenarbeit und Entwicklung anzustreben.
Die anhaltenden Bemühungen der europäischen „Koalition der Willigen“, den Frieden in der Ukraine zu verhindern, sind ein eklatantes Beispiel für den ersten Weg. In einer Erklärung zu dem Angriff Kiews auf die russische Präsidentenresidenz in Nowgorod in der Nacht zum 29. Dezember richtete der russische Außenminister Sergej Lawrow die Aufmerksamkeit auf diejenigen, die die Fäden ziehen und den Konflikt aufrechterhalten, und sprach eine deutliche Warnung aus: „Es besteht kein Zweifel, dass das Hauptziel von Brüssel, Berlin, Paris und London darin besteht, das Regime zu erhalten, das davon träumt, unterstützt von außen zu überleben und weiterhin ein bestimmtes Gebiet zu kontrollieren, in dem – entgegen allen Bestimmungen des Völkerrechts – die russische Sprache und russischsprachige Medien verboten sind … [und] die Ideologie und Praktiken der Nazis gepflegt werden … Eine solche Entität an den Grenzen Russlands ist genau das, was die europäischen Russophoben brauchen, um ihre erklärten Pläne für eine neue Aggression gegen unser Land umsetzen zu können.“
Auf der anderen Seite lässt die optimistische Neujahrsansprache des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, in der er einige der Errungenschaften Chinas im Jahr 2025 skizziert, einen Blick auf eine Zivilisation zu, die innerhalb von nur 40 Jahren aus weit verbreiteter Armut zur modernsten und wohlhabendsten Zivilisation der Welt geworden ist – und dieses Modell der Entwicklung und Armutsbekämpfung nun über die Belt and Road Initiative und andere Kooperationsprojekte exportiert.
„Die Leute reden immer von der systemischen Bedrohung, die von China ausgeht“, sagte Zepp-LaRouche in ihrem Webcast. „Nun, man kann sagen, dass die systemische Bedrohung darin besteht, dass sich herausstellen könnte, dass das Modell, das das Bild des Menschen als wichtigsten Zweck der Politik, die Verbesserung des Lebensstandards und das Glück der Menschen in den Vordergrund stellt, für die Menschen natürlich attraktiver ist. Die Gefahr geht also nicht von einer Kriegsgefahr aus, sondern von der ‚Gefahr‘, Gutes zu tun! Und es könnte sein, dass diese Perspektive, die auf die Verbesserung des Lebensstandards und das Wohlergehen der Menschen abzielt, immer attraktiver wird …
Ich denke also, wir müssen wirklich darüber nachdenken, dass wir uns in einer beispiellosen Krise befinden. Bislang waren die westlichen Eliten jedoch völlig unwillig, sich mit den Gründen dafür auseinanderzusetzen, und dass die gegenwärtige Konstellation in der Welt ganz allein ihr eigenes Werk ist. Es ist eine Rückwirkung ihrer eigenen Politik, und wenn wir Abhilfe schaffen wollen, müssen wir uns alle auf die besten Traditionen unserer Geschichte in Europa und den Vereinigten Staaten besinnen und dann einfach nach Zusammenarbeit statt Konfrontation mit den Ländern der globalen Mehrheit suchen …
Wenn wir die Geopolitik, die … auf einem aristotelischen Ansatz basiert, nicht überwinden und unser Denken nicht auf die Idee umstellen, zuerst an die eine Menschheit zu denken, werden wir nicht überleben, denn in Zeiten von Atomwaffen wird uns die Idee des Krieges als Mittel zur Konfliktlösung als Zivilisation zum Untergang verurteilen …
Wenn man in langfristigen historischen Kategorien denkt, befinden wir uns an einem Punkt, an dem wir einen Sprung in unserem Denken machen müssen, um die eine Menschheit zu denken, und dieser Sprung muss so dramatisch sein wie die Überwindung des Mittelalters und der Axiome der Scholastik, der Hexerei und aller Arten von Aberglauben hin zur Moderne, die durch das Denken von Nikolaus von Kues und der italienischen Goldenen Renaissance erreicht wurde. Und jetzt, fast 600 Jahre später, sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir den intellektuellen Sprung in eine neue Ära der Zivilisation wagen müssen, um unser eigenes Überleben zu sichern.“
Machen Sie das zu Ihrem wichtigsten Vorsatz für das neue Jahr.
Nehmen Sie diese Woche an der Internationalen Friedenskoalition u.a. mit Wolfgang Effenberger (Deutschland), Journalist, Autor von „Pax Americana“ (2004) und „Die unterschätzte Macht. Von der Geopolitik zur Biopolitik – Plutokraten verändern die Welt“ (2022) und Beto Almeida (Brasilien), Mitbegründer von TeleSUR, Beirat, Brasilianischer Presseverband sowie weiteren Friedensaktivisten teil.
Bericht vom 134. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Die 134. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC, IFK) am 26. Dezember wurde von der Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin Helga Zepp-LaRouche eröffnet, die betonte, wir sähen gegenwärtig keine Kombination einzelner Krisen auf der Welt, sondern einen „absolut epochalen Wandel“, weil die 500-jährige Ära des Kolonialismus nun zu Ende gehe.
Die Behauptung der Neokonservativen, die russische Invasion der Ukraine 2022 sei völlig unprovoziert und ohne jede Vorgeschichte aus heiterem Himmel gekommen, sei unhaltbar geworden. Die kürzlich freigegebenen Gespräche zwischen den Präsidenten Putin und George W. Bush unterstrichen, daß dieser Krieg vermeidbar gewesen wäre. Der Westen habe offensichtlich gewußt, daß er mit der Stationierung atomwaffenfähiger Raketen nahe der russischen Grenzen eine rote Linie überschritt.
Die Vorstellung, Aufrüstung sei eine Lösung für den wirtschaftlichen Zusammenbruch Europas, sei „volkswirtschaftliche Dummheit”. Die Meinungs- und Gedankenfreiheit in Europa werde angegriffen, wie man an den Sanktionen gegen den moderaten und angesehenen Analysten Jacques Baud sehe.
In Südwestasien gebe es in der israelischen Presse dringende Warnungen vor einem neuen Krieg, weil Ministerpräsident Netanjahu sich bei seinem USA-Besuch am 29. Dezember grünes Licht für eine erneute Aggression erhoffe.
Zepp-LaRouche schloß: „Wir müssen die westlichen Regierungen davon überzeugen, daß sie ihre arrogante Vorstellung aufgeben“, sie müßten die Welt beherrschen. Wir bräuchten Kooperation statt Konfrontation, und dabei werde 2026 ein „Jahr der Entscheidung“ sein.
Rachel Clark, Dolmetscherin, Beraterin und internationale Koordinatorin zwischen Japan und den Vereinigten Staaten, ist seit langem Aktivistin bei den Veterans for Peace. Sie erinnerte daran, daß der Krieg in der Ukraine spätestens 2014 mit dem Angriff des Kiewer Regimes auf die Ostukraine begann, bei dem 14.000 Menschen starben.
Vor diesem Hintergrund berichtete sie, die Remilitarisierung Japans entgegen der Nachkriegsverfassung des Landes sei auf Druck der USA während der Kriege in Korea und Vietnam erfolgt. Das US-Militär sei praktisch eine Besatzungsmacht. Artikel 9 der Verfassung, der Krieg und Anwendung von Gewalt zur Beilegung internationaler Streitigkeiten grundsätzlich verbietet, sei gegen den Protest der Bevölkerung außer Kraft gesetzt worden. Der Gemeinsame Amerikanisch-Japanische Ausschuß habe so viel Macht, daß das gewählte Parlament, der Diet, nur Kabuki-Theater sei. In Japan, mit einer Landfläche wie Kalifornien, hätten die USA über 350 Militärstützpunkte. Das Land könne wie die Ukraine als Schachfigur Opfer eines Stellvertreterkrieges werden. Japan sei heute ein „Paradefall der Operation Mockingbird“, dem CIA-Projekt zur Platzierung von Propaganda in den Nachrichtenmedien. Die japanischen Konzernmedien berichten nicht über die Provokationen der USA gegen China, sondern täten immer so, als wären Chinas Reaktionen unprovoziert.
Anschließend wurde ein Video mit Höhepunkten der jüngsten Jugendkonferenz des Schiller-Instituts vorgeführt. Beiträge darin kamen von Helga Zepp-LaRouche, der ehemaligen südafrikanischen Außenministerin Naledi Pandor, Südafrikas Botschafterin in Mexiko Beryl Sisulu, dem ehemaligen Stabschef der senegalesischen Luftwaffe Alain Charlemagne Pereira sowie jugendlichen Aktivisten aus zahlreichen Ländern, u.a. in Afrika und Südwestasien.
Larry Johnson, ehemaliger CIA-Mitarbeiter und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), sagte voraus, es werde vorerst keine Einigung zur Ukraine geben, weil die Forderungen der Ukrainer und Europäer im Widerspruch zu Rußlands Bedingungen für Friedensverhandlungen stünden – nämlich, daß der Westen die ehemals ostukrainischen Gebiete als Teil der Russischen Föderation anerkennt und daß keine NATO-Soldaten in der Ukraine stationiert werden. Die zu Anfang erklärten Ziele der russischen Sonderoperation – Entmilitarisierung und Entnazifizierung – seien nach wie vor gültig und nicht verhandelbar.
Der Ukraine-Krieg werde auf dem Schlachtfeld entschieden, und Europa sei jetzt „irrelevant“, betonte Johnson. Europa sei nicht mehr das Zentrum der Wissenschaft und der industriellen Produktion, es habe nichts zu bieten, was andere Länder brauchen. Die Russen „sitzen mit einer großen Tüte Popcorn auf dem Sofa und schauen zu, wie sich die USA und Europa streiten“.
In Bezug auf Venezuela erinnerte Johnson daran, daß es dreimal so groß ist wie Vietnam; die USA hätten nicht die nötigen militärischen Kapazitäten, um es zu erobern und zu beherrschen. „Es ist mir schleierhaft, warum wir Venezuela als den sprichwörtlichen Hügel ausgewählt haben, auf dem wir sterben wollen.“ Die USA könnten ihre Ziele nicht mit militärischer Gewalt erreichen.
Dialog
Zepp-LaRouche dankte Clark und betonte, wir müßten erreichen, daß jungen Menschen die wahre Geschichte des Zweiten Weltkriegs vermittelt wird.
Johnson erinnerte daran, daß Japan und Deutschland, die heute wieder aufrüsten, die Achsenmächte des Zweiten Weltkriegs waren. Unsere Regierungen stellten Rußland und China als imperialistische Aggressoren dar, in Wirklichkeit habe der Westen selbst durch unzählige von ihm ausgelöste Konflikte Blut an den Händen. Präsident Trump prahle mit seinem neuen Plan für riesige Kriegsschiffe der „Trump-Klasse“, aber „offenbar hat er noch nichts von Hyperschallraketen gehört“. Die US-Marine habe sich nicht einmal gegen die Huthis im Jemen behaupten können, wie solle sie dann China herausfordern?
Zepp-LaRouche betonte, sie werde niemals akzeptieren, daß Deutschland als Nation in die Geschichte eingeht, „die gescheitert ist wie die Inkas oder Mayas”. Johnson ergänzte, er habe noch nie eine so große Diskrepanz gesehen zwischen dem Willen der Bevölkerung in Europa und den USA und dem, was ihre Regierungen tun.
Der New Yorker Kongreßkandidat José Vega zeigte das Video seiner jüngsten Intervention gegen seinen Gegner, den amtierenden Abgeordneten Ritchie Torres, das von rund zwei Millionen Menschen auf verschiedenen Plattformen angesehen wurde. „Diese Leute sind keine Autoritäten, sie sind Clowns, und so sollte man sie auch behandeln“, sagte Vega dazu.
Offene Diskussion
John Steinbach, ein regelmäßiger Teilnehmer der IPC-Treffen, erinnerte an seine langjährige Zusammenarbeit mit Rachel Clark und stellte fest, Japan habe einen der weltweit größten Plutoniumvorräte und könne in relativ kurzer Zeit Atomwaffen bauen.
Clark schlug vor, daß Hafenstädte auf der ganzen Welt gemeinsam beschließen, Kriegsschiffe mit Atomwaffen aus ihren Häfen zu verbannen.
Ein Online-Zuschauer fragte: „Wie kann man die Armut im Kapitalismus beenden?“ Zepp-LaRouche antwortete, weder in Europa noch in Amerika gebe es ein Programm zur Beseitigung der Armut, anders als in China mit seinem erfolgreichen Programm. China allein mache 60% der Armutsbekämpfung weltweit aus. Der Co-Moderator Dennis Small ergänzte später, es sei wichtig, zu definieren, was man unter „Kapitalismus“ versteht – ob schädliche Finanzspekulation oder vielmehr den Ansatz des Amerikanischen Systems von Alexander Hamilton, der Chinas heutigen Methoden sehr ähnlich sei?
Clark forderte, Unternehmen, die vom Krieg profitieren, zu stigmatisieren und Konzerne wie Raytheon oder Lockheed Martin zu drängen, auf zivile Produktion umzustellen. Ein Teil des riesigen Militärbudgets der USA sollte verwendet werden, um Schülern die Möglichkeit zu geben, die Welt außerhalb der USA zu besuchen, das sei eine unschätzbare Bildungserfahrung.
Clark sagte, dieses Treffen habe sie optimistisch gestimmt, und wir müßten die jüngeren Generationen inspirieren, den Kampf für den Frieden anzuführen. Zepp-LaRouche erzählte, wie schockiert sie bei ihrem ersten Besuch in den USA darüber war, wie Deutsche in Serien wie Hogan’s Heroes dargestellt wurden. Sie schlug ein großes Projekt für junge Menschen vor, bei dem sie selbst historische Archive besuchen, anstatt sich auf die Narrative der populären Medien zu verlassen. Wir müßten den Bürgern deutlich machen, daß sie selbst für die Veränderung der Politik ihrer Länder verantwortlich sind. Wie Schiller in seiner Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande schrieb, könne „ein herzhafter Widerstand auch den gestreckten Arm eines Despoten beugen“.
Vernunft, Unsterblichkeit und die Weigerung, klein zu sein
134. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Vernunft, Unsterblichkeit und die Weigerung, klein zu sein
26. Dezember 2025
17.00 Uhr
Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.
Nehmen Sie diese Woche an der International Peace Coalition u.a. mit Rachel Clark, Dolmetscherin, Beraterin und internationale Koordinatorin zwischen Japan und den Vereinigten Staaten und Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) teil.
Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.
Wenn Sanktionen ohne Gerichtsverfahren verhängt, Bankkonten ohne Erklärung geschlossen und politische Äußerungen als Gefahr für die Öffentlichkeit behandelt werden, geht es nicht mehr um diesen oder jenen politischen Streit. Es geht darum, ob die Vernunft selbst noch existieren darf. Ideen, die auf den ersten Blick keine physische Kraft zu haben scheinen, können dennoch Berge versetzen, Imperien zu Fall bringen und völlig neue Wissenschaftsbereiche schaffen, denn der menschliche Geist ist in der Lage, Prinzipien zu entdecken, nach denen das Universum regiert wird. Diese Kohärenz zwischen dem kreativen Denken des Menschen und der Realität unseres sich entwickelnden Universums ist die wahre Quelle der Macht.
Eine Gesellschaft, die diese Fähigkeit bekämpft, kann nicht lange überleben. Man kann die Demokratie nicht verteidigen, indem man erklärt, dass das bloße Anhören der Worte eines politischen Kontrahenten „ernsthaften Schaden” verursachen könnte. Ebenso wenig kann man sich zur Meinungsfreiheit bekennen und gleichzeitig ideologischen Gehorsam durch Reiseverbote, Sanktionen und finanzielle Ausgrenzung erzwingen. Solche Maßnahmen sind keine Stärke, sondern das Eingeständnis einer intellektuellen Bankrotterklärung.
Was wir derzeit – insbesondere in Europa – beobachten, geht weit über Heuchelei hinaus. Es zeigt das Fehlen jeglicher moralischer Orientierung. Politiker, die sich gegen ihnen auferlegte Beschränkungen wehren, befürworten freudig weitaus härtere Strafen gegen Journalisten, Richter, UN-Beamte und politische Gegner. Die Schließung von Bankkonten in Deutschland, die Parteien und Reportern gehören, ist keine rein technische Angelegenheit. Sie signalisiert, dass die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben davon abhängt, die „richtigen” Einstellungen zu haben.
Genau diese Art der Degeneration hat Lyndon LaRouche angesprochen, als er vom Konzept der Unsterblichkeit sprach – nicht als körperliche Unsterblichkeit, sondern als Maßstab für ein Leben, das für die Zukunft der Menschheit gelebt wird:
„Alle großen Persönlichkeiten haben sich der Unsterblichkeit verschrieben. Nicht Unsterblichkeit im biologischen Sinne, sondern im Sinne der Frage: ‘Wie soll ich mein Leben verbringen?’ Indem wir die Gesellschaft verbessern, erlangen wir eine gewisse Unsterblichkeit.”
Er stellte diese Sichtweise der vorherrschenden Mentalität in der modernen Politik gegenüber:
„Dem typischen Politiker fehlt das. Er will seine sofortige Befriedigung. Er will den Erfolg seiner Parteifraktion. Er will das Beste für sein Land, aber er will es, ohne seinen eigenen Erfolg aufgeben zu müssen.”
LaRouche identifizierte die grundlegendere Gefahr als eine Verkümmerung des menschlichen Geistes:
„Wie kann man von Menschen erwarten, die mit den Sorgen um die unmittelbaren Interessen ihrer Familien, ihren eigenen Unsicherheiten und ihren alltäglichen Problemen beschäftigt sind, dass sie über sich hinauswachsen, wenn die Führungsschicht sich selbst wie kleine Menschen verhält? Sich wie kleine Schaufensterpuppen verhalten?”
Dieser moralischen Kleinheit stellte er einen höheren Maßstab entgegen:
„Was wir brauchen, sind wahre Helden. Nicht Heldentum mit dem Schwert, sondern Heldentum mit dem Geist. Es braucht eine Kombination aus Mut, wie den von Jeanne d’Arc, aber auch die damit einhergehende Weisheit der Seele.”
In diesem Licht muss auch das Zusammentreffen der Internationalen Friedenskoalition am 26. Dezember verstanden werden. Es verkörpert die Weigerung, eine von Angst, Sanktionen, Zensur und permanentem Krieg beherrschte Welt zu akzeptieren. In einem Moment der Geschichte, in dem militärische Eskalation zur Normalität geworden ist, wirtschaftliche Strangulierung als Form der Diplomatie gilt und trotz wissenschaftlicher Durchbrüche wie der Laserfusion immer noch endlose Konflikte gefordert werden, stellt sich die Frage, ob endlich wieder Vernunft die Politik leiten wird.
Unsterblichkeit ist in diesem Sinne keine abstrakte philosophische Frage.
Sie ist das praktische Maß dafür, ob Führungskräfte und Bürger gleichermaßen zum Wohle zukünftiger Generationen handeln. Eine Zivilisation, die die Vernunft unterdrückt, verurteilt sich selbst zum Niedergang. Eine Zivilisation, die die Vernunft jedoch schätzt, entscheidet sich dafür, in der Zukunft zu leben.
Internationale Konferenz des Schiller-Instituts und von Solidarité et Progrès
„Die Emanzipation Afrikas und der Mehrheit der Weltbevölkerung – eine Herausforderung für Europa”
8.-9. November 2025, Paris, jeweils ab 9.30 Uhr
Die Veranstaltungen am 8. und 9. November werden simultan ins Französische, Englische, Spanische und Deutsche übersetzt. Sie finden in Paris und Clichy statt und werden international live über Zoom übertragen. Um Ihren Platz zu reservieren, Echtzeit-Informationen zum Programm und den genauen Veranstaltungsorten oder die Zoom-Links zu erhalten, registrieren Sie sich bitte über das Anmeldeformular unten.
Engagierte Bürger und junge Menschen aus aller Welt werden zusammenkommen, um über ihre Vision der Zukunft der Welt und ihre Lösungen für die Verwirklichung des Friedens zu diskutieren. Sie bringen die Stimmen Afrikas, der Länder der Globalen Mehrheit und aller anderen Nationen mit, die für die wahre Emanzipation der Völker, für Frieden, Solidarität und Fortschritt für alle kämpfen.
Dazu müssen sich Verfechter souveräner Nationen zusammenschließen und ihre Kräfte bündeln, um die Kriege zu beenden. Durch die Organisation einer Friedensbewegung mit Patrioten und Weltbürgern aus Frankreich, Deutschland und vielen anderen Länder können wir eine Architektur der gegenseitigen Entwicklung und Sicherheit aufbauen. Diese Herausforderung wird im Mittelpunkt der Debatten dieser Tage stehen.
Von 9:30 Uhr morgens bis 19:30 Uhr abends finden drei Podiumsdiskussionen statt, um den Fahrplan für diese Mobilisierung vorzustellen und mit Ihnen und Euch zu diskutieren.
(Am Vortag, Freitag, dem 7. November, findet in Clichy der Parteitag von Solidarité & Progrès statt.) Am Sonntag, dem 9. November, organisieren wir eine „Kaderschule“, um die auf der Konferenz am Samstag diskutierten Themen zu vertiefen. gefolgt von zwei Tagen Aktivitäten in Paris und Umgebung. Es geht darum, Handeln und Ideen zu verbinden!
Erzählen Sie allen Freunden, Verwandten und Bekannten von dieser Veranstaltung!
Programm
Samstag, 8. November, 9:30 bis 20:30 Uhr, Paris 13. Arrondissement
Internationale Konferenz mit 3 Podiumsdiskussionen
• Parlamentskandidaten von Solidarité & Progrès (Frankreich)
• Diane SARE – Aktivistin der LaRouche-Organisation (TLO). Ehemalige Kandidatin für den US-Senat im Bundesstaat New York (Vereinigte Staaten): Was ist gerade in New York City passiert?
Nachmittag 15:00 bis 17:50 Uhr
Die Emanzipation Afrikas und der globalen Mehrheit – eine Herausforderung für Europa
Musikalische Einleitung: Lied „Nkosi Sikelel’ iAfrika“, vorgetragen vom Chor des Schiller-Instituts