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Internationale Friedenskoalition #94, 21.3.2025, 16.00 Uhr MEZ

Das mysteriöse Verschwinden der Demokratie

93. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das mysteriöse Verschwinden der Demokratie

21.3.2025

16.00 Uhr (MEZ)

Bitte beachten Sie die geänderte Zeit für Europa

Lassen Sie sich nicht vom Geheul des sterbenden Imperiums verwirren. Schließen Sie sich diesen Freitag um 16 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition an und sprechen Sie mit Fernando Garzon, dem Vorsitzenden der ecuadorianisch-palästinensischen Gesellschaft, M. K. Bhadrakumar, ehemaliger indischer Diplomat in der UdSSR und in führenden Positionen im indischen Außenministerium, und anderen, die noch bekannt gegeben werden.

Zur Anmeldung

Die Bedeutung des jüngsten Telefonats zwischen Trump und Putin und der laufenden Gespräche zwischen den beiden Seiten liegt nicht in den Einzelheiten dessen, was am 18. März besprochen wurde oder nicht. Ein frischer Wind fegt über die strategische Bühne und verändert den Kurs der letzten Monate, als die Welt unter der Biden-Regierung auf einen Atomkrieg zusteuerte. Diese Veränderung definiert einen völlig neuen Ansatz für die Beziehungen zwischen den USA und Russland, wobei sich der Stimmungswandel auch auf andere Themenbereiche und andere Länder auswirkt.

Der russische Strategieanalyst Fjodor Lukjanow, Leiter des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik, einer führenden russischen Denkfabrik, konzentrierte sich in einem Artikel vom 18. März mit dem treffenden Titel „Putin und Trump läuten eine Ära der neuen Diplomatie ein“ auf dieses Gesamtbild. Laut Lukjanow besteht „die wichtigste Entwicklung darin …, dass echte Diplomatie zurückgekehrt ist“. Zum ersten Mal seit Jahren gebe es „eine echte Chance …, eine Lösung zu finden – weil es endlich echte Verhandlungen gibt“.

In einer Warnung an Russen, Amerikaner und andere, sagte Lukjanow: „Zwei Extreme müssen jedoch vermieden werden: Das eine ist die Illusion, dass alles schnell und schmerzlos gelöst werden kann, und das andere ist der zynische Glaube, dass eine Einigung grundsätzlich nicht erreichbar ist.“

Besonders bedeutsam ist, dass Präsident Putin die BRICS weiterhin in den Mittelpunkt der Diskussion über die notwendige neue Sicherheitsordnung stellt. Am 13. März, als Putin Trump in seiner ersten Reaktion auf dessen Waffenstillstandsvorschlag für sein Engagement bei der Suche nach einem Verhandlungsfrieden in der Ukraine dankte, sprach er sofort anschließend den Regierungschefs von China, Indien, Südafrika und Brasilien (neben Russland den Gründungsmitgliedern der BRICS) seinen Dank aus. Am 18. März, kurz vor seinem Gespräch mit Trump, hielt der russische Präsident ein langes Treffen mit der Russischen Union der Industriellen und Unternehmer ab, bei dem er betonte, dass die BRICS-Staaten und nicht Europa in der kommenden Zeit das Zentrum des globalen Wirtschaftswachstums sein werden.

So hat Putin de facto damit begonnen, den globalen Süden als Gesprächspartner in seinen Dialog mit Trump einzubeziehen – was Trump vielleicht noch gar nicht bewusst ist. Diese neu entstehende politische Konstellation – USA, Russland, China, Indien und andere Nationen des globalen Südens – ist mächtig genug, um das bankrotte, auf London zentrierte transatlantische Finanzsystem ein für alle Mal zu ersetzen.

Die Briten wissen das und versuchen in wachsender Panik, ihre internationale politische Kontrolle aufrechtzuerhalten. In Deutschland hat man gerade einen dreisten De-facto-Staatsstreich durchgeführt, um europaweit eine umfassende Schacht‘sche Wiederaufrüstungskampagne zu starten. Nun sollte man sich fragen, wo auf der Welt der nächste „Reichstagsbrand“ oder eine Provokation im Stil des 11. September inszeniert werden wird – ein probates Mittel, wann immer das Empire in der Vergangenheit in der Klemme steckte.

Der LaRouche-Oasenplan bietet einen klaren Ausweg aus dieser Krise und ist gleichzeitig ein Modell für den erforderlichen Ansatz, um den beginnenden Wandel in der Weltpolitik zu konsolidieren. Tulsi Gabbard, Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes in der Trump-Administration, setzte in ihrer Rede vor dem Raisina-Dialog in Indien einen Hoffnung erweckenden Akzent darüber, welche Rolle die Vereinigten Staaten in dieser internationalen Konstellation spielen könnten. „America First“, so Gabbard, „sollte nicht als ‚Amerika allein‘ missverstanden werden. Die Beziehungen, die wir gemeinsam aufbauen, sind entscheidend, um unsere wechselseitigen Interessen zu fördern. Unsere gemeinsamen Werte werden auch in Zukunft unsere Beziehungen prägen.“

Dann zitierte Gabbard aus der historischen Rede Präsident John F. Kennedys an der American University im Juni 1963:

„Zunächst müssen wir unsere Einstellung zum Frieden selbst überprüfen. Zu viele von uns halten ihn für unmöglich. Zu viele halten ihn für unrealistisch. Aber das ist eine gefährliche, defätistische Einstellung. Sie führt zu der Schlussfolgerung, dass Krieg unvermeidlich ist, dass die Menschheit dem Untergang geweiht ist, dass wir von Kräften beherrscht werden, die wir nicht kontrollieren können. Wir müssen diese Ansicht nicht akzeptieren. Unsere Probleme sind von Menschen gemacht. Deshalb können sie auch von Menschen gelöst werden. Der Verstand und der Geist des Menschen haben schon oft das scheinbar Unlösbare gelöst, und wir glauben, dass das auch jetzt wieder möglich ist.“

Lassen Sie sich nicht vom Geheul des sterbenden Imperiums verwirren. Schließen Sie sich diesen Freitag um 16 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition an und sprechen Sie mit Fernando Garzon, dem Vorsitzenden der ecuadorianisch-palästinensischen Gesellschaft, M. K. Bhadrakumar, ehemaliger indischer Diplomat in der UdSSR und in


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Werden Trump und Putin den Weltfrieden retten? (19. März, 18.30 Uhr)

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche über die Verwirklichung des Neuen Paradigmas für Frieden und echte wirtschaftliche Entwicklung. Senden Sie Ihre Fragen an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Präsident Trump und Präsident Putin sprachen am Dienstag, dem 18. März, in einem Telefongespräch über die Ukraine und andere Themen. Die große Frage im Moment ist, ob die verrückte britische „Koalition der Willigen“ diesen Prozess, der derzeit von den Großmächten in Absprache durchgeführt wird, sabotieren kann.

Gleichzeitig gibt es in Europa – sowohl öffentlich als auch verdeckt – starke Bestrebungen, eine Lösung des Ukraine-Konflikts zu verhindern und sich auf einen Krieg vorzubereiten. 

Mit jedem Tag wird deutlicher, daß die von Großbritannien angeführte Gruppe europäischer Länder kein Interesse an einem Ende des Krieges in der Ukraine hat. Das ist der einzige Zweck der „Koalition der Willigen“, die Premierminister Keir Starmer und der französische Präsident Macron unter der Orwellschen Bezeichnung „Friedenstruppe“ anstreben. Allein die Vorstellung, daß europäische Truppen nach einem Waffenstillstandsabkommen unter welcher Flagge auch immer in der Ukraine stationiert werden können, ist absurd.

Zepp-LaRouche wies auf den außergewöhnlichen Wahnsinn in Deutschland hin, was die Militarisierung und die Unterdrückung der Demokratie betrifft. Am 18. März fand im Bundestag eine Abstimmung über Maßnahmen statt, die den Weg für die Aufhebung der „Schuldenbremse“ frei gemacht hat, um damit die geplanten 400 Milliarden Euro an Kriegsausgaben freizumachen.

Zepp-LaRouche berichtete über Deutschland als Teil der gegenwärtigen Unordnung, des Chaos und der Gefahr in der gesamten Europäischen Union. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, mit der die Menschen auf ihren Aufruf vom 8. März mit dem Titel ‚ Statt Aufrüstung für den großen Krieg: Schafft eine globale Sicherheitsarchitektur!‘ reagieren sollten. Eines der Themen auf dem nächsten Treffen der Internationalen Friedenskoalition (am 21. März) wird das „Verschwinden der Demokratie in Deutschland“ sein.

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche über die Verwirklichung des Neuen Paradigmas für Frieden und echte wirtschaftliche Entwicklung. Senden Sie Ihre Fragen an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.


Europa aus der NATO-Zwangsjacke befreien

Die 93. wöchentliche Internetsitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 14. März basierte auf dem neuen Appell von Helga Zepp-LaRouche „Statt Aufrüstung für den großen Krieg: Schafft eine globale Sicherheitsarchitektur!“. Zepp-LaRouche sagte zur Eröffnung, die Welt sei jetzt an einem Bruchpunkt, das Telefonat der Präsidenten Trump und Putin bringe die Hoffnung, daß der Ukrainekrieg bald vorbei sein könnte. Gefährlich sei aber, daß die europäischen Politiker verrückt agieren und auf eine Mobilmachung für einen Krieg gegen Rußland drängen. Obwohl viele EU-Länder bankrott seien, plane die EU eine Kriegskasse von 800 Milliarden Euro, und der alte Bundestag beschließe hastig noch eine Kriegskasse von 400 Milliarden. Positiv sei der Plan der Arabischen Liga für den Wiederaufbau des Gazastreifens, auch wenn die Lage in der Region immer noch gefährlich sei – wie auch der Bericht eines Arztes aus Gaza bei dem IPC-Treffen später deutlich machte. Das positivste Signal überhaupt sei jedoch ein Beitrag in der regierungsnahen chinesischen Global Times mit der Forderung nach einer neuen globalen Sicherheitspolitik, die Zepp-LaRouches eigenem Vorschlag für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Länder ähnelt. Dies sowie ein ähnlicher Aufruf von Präsident Putin zeige, daß eine solche globale Politik auf der Grundlage der Prinzipien des Westfälischen Friedens möglich ist.

Oberst a.D. Richard Black, ehemaliger Leiter der Strafrechtsabteilung in der US-Armee und ehemaliger Landessenator in Virginia, der schon in früheren IPC-Sitzungen über den verbrecherischen Krieg gegen Syrien gesprochen hatte, befaßte sich mit den jüngsten Massakern an den Alawiten im Norden Syriens. Das Dschihadisten-Regime, das in Damaskus die Macht übernommen hat, habe über 1500 Zivilisten ermordet und ganze Familien ausgelöscht. Die Alawiten seien die Elite des Landes und hätten für eine gerechte Behandlung der Christen und aller Religionen gesorgt, bis die CIA 2011 unter Präsident Obama den Regimewechselkrieg gegen die Assad-Regierung begann. Diese Regierung sei „die demokratischste in der arabischen Welt“ gewesen, mit Redefreiheit, Religionsfreiheit und Frauenrechten. Black lobte die libanesische Regierung, die Tausende flüchtende Alawiten aufnahm, und die Russen, die 7000 Alawiten Zuflucht in ihren syrischen Militärbasen gewährten. Präsident Trump befinde sich nun in einer unangenehmen Lage, weil er in seiner ersten Amtszeit zwar versuchte, das US-Engagement in Syrien herunterzufahren, aber der „Tiefe Staat“ in Militär und Geheimdienst dies verhindere.

Der amerikanische Unfallchirurg Dr. Feroze Sidwa nahm per Videoschaltung von Gaza aus am IPC-Treffen teil. Er sagte, es gebe jetzt weniger Tote als auf dem Höhepunkt des Völkermords, aber inzwischen gebe es sogar Schießereien zwischen rivalisierenden palästinensischen Gruppen, weil die Gesellschaftsstrukturen zerstört sind. Die Menschen litten besonders unter den seelischen Qualen des Krieges. Gaza sei wie ausgelöscht, die meisten Häuser und Gebäude liegen in Schutt und Asche. „Das haben wir Amerikaner angerichtet.“

Graham Fuller, ehemaliger CIA-Beamter und Vizechef des National Intelligence Council, sagte über die Lage in Europa: „Ich habe in meinem Leben noch nie eine solche Krise erlebt.“ Dies sei ein Augenblick der Wahrheit für die Europäer, sie müßten sich fragen: „Wer sind wir?“ Die Angst vor einer russischen Aggression, die geschürt wird, sei offensichtlich falsch, Rußland sei heute ein ganz anderes Land als zu Zeiten der Sowjetunion. Der Plan des Westens sei es gewesen, die NATO nicht nur gegen die Sowjetunion, sondern als weltweites Machtmittel einzusetzen, dazu wurde die NATO bis an die russische Grenze ausgeweitet. Präsident Trump sage endlich die Wahrheit, nämlich, daß er das Unbehagen Rußlands wegen der NATO an seinen Grenzen versteht. Die Dominanz der NATO nach dem Zweiten Weltkrieg habe dazu geführt, daß die Europäer durch die Dämonisierung der Sowjetunion und Rußlands „einer Gehirnwäsche unterzogen wurden“. Jetzt rüste Europa wieder auf, und viele bezeichnen die USA sogar als neuen Feind. Europa könne einen Krieg gegen Rußland niemals durchhalten und müsse die antirussische Mentalität überwinden. „Hoffentlich kommen sie zur Vernunft.“

Mossi Raz, ehemaliges Mitglied der israelischen Knesset und ehemaliger Leiter der Friedensgruppe Peace Now, sprach über die Situation um Gaza. Der Waffenstillstand sei Grund zur Hoffnung. Die israelische Regierung müsse eine Zweistaatenlösung akzeptieren. Der ägyptische Wiederaufbauplan, der auf dem jüngsten Treffen der Arabischen Liga in Kairo unterstützt wurde, sei ein großartiger erster Schritt zur Lösung der Krise. Dieser Vorschlag könne die politische Dynamik in Palästina verändern und die Palästinenser einen.

Der ehemalige CIA-Beamte Ray McGovern, Mitbegründer der Veteran Intelligence Professionals for Peace (VIPS) und regelmäßiger IPC-Teilnehmer, dankte seinem alten Freund Graham Fuller und unterstützte dessen Ausführungen. Putin und die russische Führung hätten heute ein Selbstvertrauen, „wie man es bisher nur selten gesehen hat“. Putin solle sich aber nicht zu sicher sein, weil Frankreichs Präsident Macrons über Atomwaffen schwadroniert und diese auch besitzt. Wir dürften in unserer Friedensoffensive in Amerika und Europa nicht nachlassen, weil der „Tiefe Staat“ immer noch mächtige Förderer hat. Trumps Geheimdienstkoordinatorin (DNI) Tulsi Gabbard habe gut daran getan, Leuten des Tiefen Staats aus der Biden-Regierung wie Blinken, Sullivan, Brennan und Clapper den Zugang zu Geheimdienstinformationen zu sperren. Gabbards Vorhaben, Danny Davis – „einen von uns“ – zu ihrem Stellvertreter zu ernennen, sei leider von der zionistischen Lobby gestoppt worden. Schon als der damalige DNI Blair 2009 versuchte, Chas Freeman – „den Besten der Besten“ – zu ernennen, habe die Lobby das sabotiert. McGovern forderte Gabbard aber auf, standhaft zu bleiben.

Zepp-LaRouche verwies darauf, daß etliche osteuropäische Länder, wie Ungarn, die Slowakei, Georgien oder Österreich, die antirussische Hysterie nicht mitmachen. Man müsse für die Erneuerung der europäischen klassischen Kultur kämpfen, anstatt sie durch eine Kriegspolitik sterben zu lassen. Die Demokratie in der EU sei tot, wie jeder sehen könne, wenn in Rumänien eine Wahl annulliert und der Sieger nicht mehr zugelassen wird, nur weil er gegen den Krieg ist.

Tatjana Zdanoka saß 20 Jahre lang für Lettland im Europaparlament und setzte sich für die Rechte der russischsprachigen Minderheit in der EU ein, bis sie als „russische Agentin“ verfolgt wurde. Sie sprach über die anhaltende Zerstörung demokratischer Rechte in Europa und äußerte Hoffnung, weil der Widerstand dagegen wächst.

Jack Gilroy, ein führender Vertreter von Veterans for Peace, kündigte an, daß er und seine Organisation am 15. April an den New Yorker Universitäten Cornell und Binghamton Demonstrationen gegen die „Händler des Todes“ im Militärisch-Industriellen Komplex abhalten werden.

Der Leiter der französischen LaRouche-Organisation Jacques Cheminade betonte: „Europa ist nicht die EU.“ Er kritisierte die Europäer, die wegen Trumps Friedensbemühungen und Wiederannäherung an Rußland ihre Loyalität von den USA auf die Briten übertragen, die durch Churchills „Eisernen Vorhang“ und die Kontrolle der Finanzwelt über die Regierungen die NATO und den Kalten Krieg überhaupt erst organisiert hätten. Die Kryptowährungen seien heute der nächste Schritt in diesem Prozeß, und hier liege eine Schwäche von Donald Trump.

Zepp-LaRouche hatte am Ende des Treffens zwei Vorschläge: Wir sollten mehr Vertreter des Globalen Südens – 85% der Weltbevölkerung – zu künftigen IPC-Treffen einladen, um die Welt über die Rolle der BRICS aufzuklären. Und alle Teilnehmer sollten ihren neuen Appell verbreiten und daran mitwirken, die Geopolitik zu beenden. Außerdem wird eine Arbeitsgruppe der teilnehmenden Friedensgruppen in einem gesonderten Treffen darüber sprechen, wie die Arbeit der IPC ausgeweitet werden kann.


Internationale Friedenskoalition #93, 14.3.2025, 16.00 Uhr MEZ

Gute Absichten reichen nicht aus, um Krieg zu vermeiden – wahre Staatskunst ist gefragt

93. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Gute Absichten reichen nicht aus, um Krieg zu vermeiden – wahre Staatskunst ist gefragt

14.3.2025

16.00 Uhr (MEZ)

Bitte beachten Sie die geänderte Zeit für Europa

Die globale strategische Situation erfordert unser Eingreifen, sei es in der Ukraine, Israel oder Syrien. Nehmen Sie diesen Freitag um 16 Uhr MEZ gemeinsam mit Oberst a.D. Richard Black, Graham Fuller, Ray McGovern und Mossi Raz und anderen Friedensstiftern an den Beratungen der Internationalen Friedenskoalition teil.

Zur Anmeldung

12. März 2025 (EIRNS) – Die Welt blickt auf das Treffen zwischen ukrainischen und amerikanischen Vertretern am 11. März in Dschidda, Saudi-Arabien, bei dem eine 30-tägige Waffenruhe vereinbart wurde. Aber wer hat eigentlich die Fäden in der Hand? Überall heisst es, nun sei Russland am Zuge. Der ehemalige britische Premierminister und notorische Friedensgegner Boris Johnson sagte am 12. März: „Die Ukrainer haben bewiesen, dass sie Frieden schließen können. Jetzt ist es am Kreml, sich dem Trump-Plan anzuschließen – oder die Konsequenzen zu tragen. Wenn Putin sich weigert, wissen wir, dass er es mit dem Frieden nicht ernst meint und es nie ernst gemeint hat.“

Dieses Thema wurde in den letzten zwei Tagen von vielen der schlimmsten transatlantischen Kriegstreiber aufgegriffen, die gebetsmühlenartig wiederholen, dass Putin nun in die Enge getrieben sei und den Waffenstillstands Vorschlag akzeptieren müsse. Nach dem massiven Drohnenangriff der Ukraine am Montagabend, den Russland als Terroranschlag bezeichnete und für den es Vergeltung schwor, sowie nach der Rückeroberung Russlands in Kursk, womit die einzigen Geländegewinne der Ukraine zunichte gemacht wurden, scheint dies aber eher unwahrscheinlich. Der Besuch von Präsident Putin in den befreiten Gebieten in Kursk am Mittwoch, wo er in Militärkleidung auftrat, spricht für sich.

Steve Witkoff, der Nahost-Gesandte von Präsident Trump, ist auf dem Weg nach Moskau, um sich mit Präsident Putin zu treffen. Der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz hat am Mittwoch mit seinem Amtskollegen in Russland über den Vorschlag gesprochen. Waltz bestätigte, dass die USA die militärische und nachrichtendienstliche Unterstützung für die Ukraine wieder aufgenommen haben, nachdem diese dem Vorschlag zugestimmt hatte.

Bei diesen vielfältigen Aktivitäten ist es wichtig, den Überblick zu behalten.

Die erklärte Absicht der Trump-Administration, die Beziehungen zu Russland zu normalisieren, hat die Verteidiger der heutigen unipolaren Ordnung in Panik versetzt. Sie konzentrieren sich voll und ganz darauf, Trumps Bemühungen zu vereiteln. Die BBC berichtete am 12. März: „In der vergangenen Woche gab es eine konzertierte europäische Anstrengung unter der Leitung von Sir Keir Starmer, um die USA wieder gegenüber der Ukraine positiv zu stimmen“. Man wolle „sicherstellen, dass jetzt Russland im Rampenlicht steht“. Ob dies nun eine Rolle in dem Dschidda-Vorschlag spielte oder nicht – die Briten agieren höchst manipulativ, um mit im Boot zu bleiben und sich ihre Einflussmöglichkeiten zu sichern.

Versteht Donald Trump, dessen Handlungen oft kontraproduktiv und widersprüchlich sind, diese Zusammenhänge? Reichen seine guten Absichten aus, um den Hindernisparcours zu bewältigen, der in der Ukraine für ihn aufgebaut worden zu sein scheint? Wir wissen es nicht. Aber wir müssen die Zusammenhänge verstehen und entsprechend handeln, um eine Präsidentschaft zu gestalten, die eindeutig gezeigt hat, dass sie das Potenzial hat, die alten Axiome dieses gescheiterten Systems zu stürzen.

Helga Zepp-LaRouche sagte in ihrem wöchentlichen Webcast: „Der einzige Weg, um in dieser sich sehr schnell entwickelnden Situation Ordnung zu schaffen, besteht darin, zu einem völlig neuen Paradigma überzugehen: Nämlich die Idee, dass wir eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur brauchen, die all diese Probleme auf einmal angeht, indem wir ein neues System schaffen, in dem die Interessen aller berücksichtigt werden. Und das beste Beispiel dafür ist natürlich der Westfälische Frieden von 1648, bei dem sich die Kriegsparteien zunächst auf Prinzipien einigten und dann die Details ausarbeiteten. Ich denke, ein solcher Ansatz ist genau das, was wir heute brauchen.“

Die globale strategische Situation erfordert unser Eingreifen, sei es in der Ukraine, Israel oder Syrien. Nehmen Sie diesen Freitag um 16 Uhr MEZ gemeinsam mit Oberst a.D.  Richard Black, Graham Fuller, Ray McGovern und Mossi Raz und anderen Friedensstiftern an den Beratungen der Internationalen Friedenskoalition teil.


Live Dialog mit Helga Zepp-LaRouche, 12. März, 18.30 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche über die Verwirklichung des Neuen Paradigmas für Frieden und echte wirtschaftliche Entwicklung. Senden Sie Ihre Fragen an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Stehen Sie für Prinzipien ein:  Intervenieren Sie für eine neue globale Sicherheitsarchitektur

Tag für Tag gibt es Veränderungen in alle Richtungen in der strategischen Weltlage und im täglichen Leben der Menschen. Ein historisches Muster, mit dem man rechnen muss, ist die Feindseligkeit zwischen den USA und Europa. Das Dramatische daran ist der rasende Militarisierungsprozess in Europa – im Namen der Verteidigung der Ukraine und der Vorbereitung auf die Verteidigung in einem Krieg gegen Russland.

Darauf wies Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin und Leiterin des Schiller-Instituts, heute hin. Sie bezeichnete den Bruch zwischen den USA und Europa als „besorgniserregend und gefährlich“. Aber sie sagte dies nicht, um eine Rückkehr zur Konformität zwischen den Nationen auf beiden Seiten des Atlantiks zu empfehlen, die seit Jahrzehnten unter der schrecklichen britischen Geopolitik besteht, sondern vielmehr mit der Perspektive, diese endgültig zu beenden. Am 8. März veröffentlichte Zepp-LaRouche über das Schiller-Institut eine Erklärung zu Grundsätzen und Maßnahmen mit dem Titel „Statt Aufrüstung für den großen Krieg: Schafft eine globale Sicherheitsarchitektur!“ In ihrem Appell warnt sie die Nationen Europas, sie machten „eine katastrophale historische Fehlentscheidung. Wenn sie dann zusätzlich noch versuchen, den enormen Rückstand in der militärischen Stärke durch Geldschöpfung außerhalb der regulären Haushalte zu finanzieren, dann wiederholen sie damit Hjalmar Schachts Politik der Mefo-Wechsel aus den 30er Jahren.“

Zepp-LaRouches Erklärung schloss mit acht Maßnahmen, beginnend mit: „Wir fordern die europäischen Politiker auf, zur Vernunft zu kommen! Wiederholen Sie nicht die Fehler der 1930er Jahre!“

Europäische Kreise auf dem Kriegspfad übertreffen selbst die wildesten wissenschaftlichen und soziologischen Fiktionen. Morgen treffen in Straßburg die EU-Funktionäre Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, und Antonio Costa, Präsident des Europäischen Rates, mit dem Europäischen Parlament zusammen, um zu versuchen, sie für den verrückten EU-Plan „Rearm Europe“ („Europa aufrüsten“) zu begeistern, der 860 Milliarden Dollar an neuen Rüstungsgeldern für Europa und die Ukraine vorsieht, um sich gegen Russland zu behaupten. Am 20. und 21. März werden die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder in Brüssel zu ihrem zweiten Treffen über diese milliardenschwere Verpflichtung zusammenkommen, wahrscheinlich in Anwesenheit von Wolodymyr Selenskyj, dem amtierenden Präsidenten der Ukraine.

Dieser Vorstoß erfolgt genau zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Lage der ukrainischen Streitkräfte vor Ort rapide verschlechtert. In der Region Kursk haben russische Streitkräfte etwa 6.000 bis 10.000 ukrainische Soldaten, die in das Gebiet eingedrungen waren, nahe der Stadt Sudscha in einem „Kessel“ eingekreist. Die Russen drangen überraschend durch neun Meilen ungenutzte unterirdische Gaspipelines ein.

Am 11. März findet in Dschidda, Saudi-Arabien, ein Treffen zwischen ukrainischen und US-amerikanischen Delegationen statt. US-Außenminister Marco Rubio führt die Amerikaner an. Der ukrainische Präsident Selenskyj wird von Andrij Jermak, dem Leiter des Präsidialamtes, begleitet.

Die vom Schiller-Institut veröffentlichte Erklärung von Zepp-LaRouche vom 8. März zur „Globalen Sicherheitsarchitektur“ enthält eine Unterschriftenseite für Unterstützer und begrüßt auch alle anderen Initiativen, die im gleichen Geist verfasst sind und nach den gleichen Grundsätzen handeln. So wurde beispielsweise am 9. März in Frankreich eine Erklärung von ehemaligen Militäroffizieren und Souveränisten veröffentlicht, die sich gegen die von Präsident Macron vorgeschlagene Ausweitung und gemeinsame Nutzung der französischen Atomstreitkräfte aussprechen. Ihre Erklärung trägt den Titel: „Nukleare Abschreckung ist im Wesentlichen Ausdruck eines nationalen Willens und kann nicht geteilt werden.“

Das Schiller-Institut stellt die Erklärung von Frau LaRouche als „zur sofortigen und weiten internationalen Verbreitung und Unterstützung“ vor. „Sie wird zu einer Zeit veröffentlicht, in der Europa an einem historischen Scheideweg steht, an dem dringend eine andere Alternative auf den Tisch gelegt werden muß, wenn eine Katastrophe vermieden werden soll. Wir ermutigen alle Menschen aus allen Lebensbereichen, diese Erklärung zu unterzeichnen, um dieses Thema so schnell wie möglich in die öffentliche Debatte zu bringen.“

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Internationale Friedenskoalition #92, 7.3.2025, 17.00 Uhr

Wir werden den Teufelskreis der Gewalt endgültig durchbrechen

92. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Wir werden den Teufelskreis der Gewalt endgültig durchbrechen

7.3.2025

17.00 Uhr (MEZ)

Wir laden Sie diesen Freitag zur Internationalen Friedenskoalition mit Universitätsprofessor, Journalist und Autor im Ruhestand, Miguel Cabrera, sowie weiteren führenden Friedensstiftern, die noch bekannt gegeben werden, ein. Bitte bringen Sie Ihre Ideen, Vorschläge und Berichte zu dieser wichtigen Diskussion mit.

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in einem Gespräch mit Kollegen am 3. März sagte Helga Zepp-LaRouche: „Die Welt erlebt derzeit jeden Tag ein Erdbeben, [aber] die Erschütterung der alten Ordnung und die Geburtswehen der neuen Ordnung – es ist noch nicht ganz klar, wie das ablaufen wird.“ Gleichzeitig sei „das Potenzial für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur eindeutig vorhanden.“

Das zeigte sich bereits diese Woche, als Präsident Trump ankündigte, der Ukraine die Militärhilfe zu streichen. „Das ist eine Entscheidung, die das Regime in Kiew wirklich zu einem Friedensprozess drängen kann,“ sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, sehr zum Ärger derer, die versuchen, den Krieg am Laufen zu halten. Anstatt ihre gescheiterte Politik aufzugeben, verdoppeln viele europäische Regierungen ihre Entschlossenheit, einen ewigen Krieg gegen Russland zu führen. Die Europäer, zusammen mit Selenskij, koordinieren offensichtlich die Versuche, Trump von seinem Friedenskurs abzubringen und die Lunte für weitere Konflikte in der Ukraine zu legen, wie die neue, lächerliche „Koalition der Willigen“ zeigt. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, forderte bereits 800 Milliarden Euro für die „Aufrüstung Europas“. Und in Deutschland soll ein neues Sondervermögen im dreistelligen Milliardenbereich für die Bundeswehr aufgelegt werden. Ob das alles funktioniert, bleibt abzuwarten.

Am meisten in Panik sind in dieser Woche jedoch die Briten, die seit langem führend darin sind, die Großmächte gegeneinander auszuspielen. Auch wenn die Pläne von Premierminister Starmer bisher eher erbärmlich sind, könnten die Briten immer noch erheblichen Schaden anrichten – vor allem bei einer Trump-Regierung mit ihren zahlreichen Schwächen.

Tatsächlich könnte sich das Finanzsystem als Trumps größte Achillesferse erweisen, insbesondere sein Eifer, sich Hals über Kopf in den Kryptowährungswahnsinn zu stürzen. Auch wenn vieles an seiner angekündigten „strategischen Kryptowährungsreserve“ noch unklar ist, wird dies das Finanzsystem und die Finanzmärkte nur noch instabiler machen und könnte leicht die nächste Finanzkrise auslösen.

Am Dienstag fand in Kairo ein Krisengipfel der arabischen Staaten statt, bei dem die Teilnehmer den ägyptischen Plan für den Wiederaufbau des Gazastreifens unterstützten. Der Vorschlag sieht einen massiven Wiederaufbau des Gazastreifens vor, mit der Aussicht auf ein wachsendes und wohlhabendes Land – als Teil einer Zwei-Staaten-Lösung zwischen Palästina und Israel. Auch wenn der Vorschlag durch den LaRouche-Oasenplan für massive Wasserentsalzung und Wüstenbegrünung noch erheblich verbessert werden könnte, ist er ein großer Schritt in die richtige Richtung und zeigt das Potenzial für historische Veränderungen in der Region und darüber hinaus.

Zepp-LaRouche stellte weiter fest, dass die Politik der unipolaren Ordnung nach dem Kalten Krieg völlig nach hinten losgegangen sei. „Alle Elemente dieser unipolaren Welt – Regimewechsel, Farbrevolutionen, Interventionskriege, der Einsatz des Dollars als Waffe – haben zu einem gigantischen Rückschlag geführt und uns an den Rand des Dritten Weltkriegs gebracht,“ sagte sie. Die Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und Russland könnte jetzt einen „Neuanfang“ für eine Welt einleiten, die bisher von der britischen Geopolitik dominiert wurde.

Wenn der Zusammenbruch des alten imperialen Systems den Weg für eine neue kooperative Beziehung zwischen den USA, Russland und China ebnet, könnte dies die Welt als Ganzes verändern. Dies ist die wichtigste strategische Frage unserer Zeit und der Ausgangspunkt für die Lösung aller anderen globalen Probleme.

Wir laden Sie diesen Freitag zur Internationalen Friedenskoalition mit Universitätsprofessor, Journalist und Autor im Ruhestand, Miguel Cabrera, sowie weiteren führenden Friedensstiftern, die noch bekannt gegeben werden, ein. Bitte bringen Sie Ihre Ideen, Vorschläge und Berichte zu dieser wichtigen Diskussion mit.


Live Dialog mit Helga Zepp-LaRouche, 5. März, 18.30 Uhr

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Tektonische Veränderungen öffnen Tür für LaRouche-Programm


Präsident Donald Trump hat mehreren Presseberichten zufolge die Lieferung jeglicher militärischer Hilfe der USA an die Ukraine ausgesetzt.

Diese Entscheidung kommt, während Selenskyj weiterhin Greta Thunberg imitiert und sich wie ein schimpfendes, finster dreinblickendes Gör aufführt. Am 2. März behauptete er in London nach dem Treffen einer von Großbritannien ausgerichteten „Koalition der Willigen“, die die Zerstörung des Landes, das Selenskyj angeblich vertritt, unterstützen soll, die Ukraine könne weiterhin mit der Unterstützung der USA rechnen. Und Selenskyj sagte, er würde diese „Unterstützung“ sinnvoll einsetzen – indem er den Krieg verlängert, der die Ukraine absolut verwüstet. Ein Frieden mit Russland sei „sehr, sehr weit entfernt“, sagte er.

Trump war wütend. „Das ist die schlimmste Aussage, die Selenskyj hätte machen können, und Amerika wird sich das nicht mehr lange gefallen lassen!“, donnerte er am 3. März. „Genau das habe ich gesagt, dieser Kerl will keinen Frieden, solange er Amerikas Rückendeckung hat“, fuhr Trump fort. „Europa hat bei dem Treffen mit Selenskyj klipp und klar gesagt, dass es ohne die USA nicht auskommt – wahrscheinlich keine gute Aussage, wenn es darum geht, Stärke gegenüber Russland zu zeigen. Was denken die sich dabei?“

Als weitere Schritte zur Beendigung des katastrophal gefährlichen Konflikts zwischen der NATO und Russland in der Ukraine wies Trump-Berater Mike Waltz darauf hin, wie absurd es ist, über die Art der Sicherheitsgarantien in der Ukraine zu debattieren, wenn es nicht einmal einen Weg zum Frieden gibt, und Verteidigungsminister Pete Hegseth ordnete einen Stopp der Cyberangriffe gegen Russland an.

Aber können diese beiden Länder trotz der sich auftauenden Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten allein ein friedliches Ergebnis erzielen?

„Das Regime in Kiew und Selenskyj wollen keinen Frieden“, urteilte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. „Sie wollen, dass der Krieg weitergeht. In dieser Situation werden natürlich die Bemühungen Washingtons und die Bereitschaft Moskaus allein nicht ausreichen.“

Es gibt weiterhin eine offensichtliche englisch-französische Allianz für einen Krieg gegen Russland, eine Allianz, deren physische Mittel für diesen Krieg aber bei weitem nicht ausreichen.

Welche Rolle kann die Welt spielen, um die Kriegsabsichten zu verhindern, die vor allem vom Vereinigten Königreich, Frankreich und den baltischen Staaten geäußert werden?

Unterdessen lassen sich Trumps nützliche Instinkte in Bezug auf die Ukraine eindeutig nicht auf die Wirtschaft übertragen. Er erhebt und erhöht Zölle gegenüber Kanada, Mexiko und China. Und er plant, staatliche Ressourcen für Krypto-Spekulationen zu verschwenden, indem er am Wochenende die Schaffung einer „Strategischen Krypto-Reserve“ ankündigte. Die Ankündigung ließ die Bitcoin-Preise um etwa 10 % steigen, ein Gewinn, der sich bis Montagabend vollständig verflüchtigt hatte. Ähnliche Veränderungen gab es bei den Preisen, die die Menschen bereit sind, für andere Krypto-„Vermögenswerte“ zu zahlen.

Wird Trump aus den Krypto-Kapriolen des verrückten argentinischen Präsidenten Javier Milei eine Lehre ziehen?

Wenn Sie an der „Effizienz der Regierung“ arbeiten wollen, dann lassen Sie diesen Krypto-Unsinn und machen Sie sich an die Arbeit, um die Infrastruktur und Produktivität der USA aufzubauen! Nur eine Wirtschaft, die tatsächlich wächst, sowohl in ihrem Umfang als auch in ihrem technologischen Fortschritt, kann die Grundlage für eine starke Währung und ein Mittel zur Bedienung der explodierenden Staatsverschuldung bilden.

Einen umfassenden Blick auf die Welt, wie sie sein könnte, bietet das Interview von Helga Zepp-LaRouche mit Diplomacy Talkin China.

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Zepp-LaRouche spricht in der chinesischen Sendung „Diplomacy Talk“

Ein Zentrum für „Chinas Diplomatie in der neuen Ära“ veröffentlichte am 3.3. ein Interview mit der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, das während ihrer Chinareise im November 2024 entstanden war.

In dem Programm Diplomacy Talk beschreibt Zepp-LaRouche ihre Motivation für die Gründung des Schiller-Instituts im Jahr 1984 und betont, man brauche in der Außenpolitik einen neuen Ansatz, der auf Gerechtigkeit und eine neue Wirtschaftsordnung abzielt. „Wenn jede Nation und jede Zivilisation zu ihrer besten Tradition zurückkehrt und eine klassische Renaissance erlebt, dann entsteht ein Dialog zwischen diesen besten Traditionen, und Kommunikation und Freundschaft sind sehr einfach“, erklärte sie. Ihre Vision sei von Anfang nicht nur gewesen, eine gerechte Weltwirtschaftsordnung zu schaffen, sondern auch der übermäßigen „Amerikanisierung“ oder „Homogenisierung“ der globalen Kultur entgegenzuwirken, indem man einen Austausch im Rahmen eines Dialogs zwischen den höchsten kulturellen Errungenschaften in den Ländern der Welt fördert.

Zepp-LaRouche betonte, Samuel Huntingtons Theorie vom „Kampf der Kulturen“ sei reine Propaganda. „Die Vorstellung, eine Gruppe von Nationen habe das Recht, einer anderen Gruppe von Nationen ihren Willen aufzuzwingen…, diese geopolitische Sichtweise hat zwei Weltkriege verursacht.“ Statt dessen forderte sie ein neues Paradigma auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt und Zusammenarbeit und erklärte, die Einbeziehung verschiedener kultureller Traditionen könne zu einer harmonischeren Weltordnung führen.

Das Schiller-Institut versuche, „die Länder des Westens davon zu überzeugen, daß es in ihrem Interesse wie im Interesse der ganzen Welt liegt, mit China zusammenzuarbeiten“.


Eine philosophische Diskussion für den Frieden

Bericht vom 91. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das 91. wöchentliche Internettreffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 28. Februar entwickelte sich zu einer tiefgreifenden philosophischen Diskussion über die wahre Bedeutung von Politik und Diplomatie, und wie diese gestaltet werden müssen, um das Abrutschen in einen Weltkrieg zu verhindern und die höchst dynamischen Veränderungen im Zuge der Wahl Donald Trumps und seiner energischen Intervention zur Beendigung des Stellvertreterkriegs gegen Rußland in der Ukraine mitzugestalten.

Die Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Gastgeberin Helga Zepp-LaRouche sprach zur Eröffnung über die gegenwärtigen tektonischen Verschiebungen, da der kollektive Westen, der seit dem Ende der Sowjetunion die „unipolare Welt“ regierte, jetzt zusammenbricht, was „sich nie wieder repariert läßt“. Der Krieg in der Ukraine sei verloren, aber die Europäer wollten nicht aufhören und bereiteten sich auf einen Krieg vor, den sie nicht gewinnen können und den sie sich nicht leisten können. In ihrem Zustand der Realitätsverweigerung hätten sie Macron, Starmer, Kallas und Selenskyj nach Washington geschickt, um Trump zur Fortsetzung des Krieges zu drängen, seien aber rundum gescheitert.

Die Arroganz der Macht der europäischen Führung habe mit dem Lissaboner Vertrag angefangen, der der EU auch das Recht zuspricht, Kriege zu führen. Nachdem die sogenannte europäische Verfassung für eine solche Regeländerung 2005 an Referenden in Frankreich und den Niederlanden gescheitert war, sei sie mit minimalen Änderungen in einen „Vertrag“ umbenannt worden, über den nicht abgestimmt werden mußte.

Präsident Putin habe gerade erklärt, daß die Gespräche mit der Trump-Regierung gut laufen und daß die Absicht dabei sei, globale Sicherheit für alle Länder zu schaffen. Das sei ganz im Sinne der Absicht des IPC und des Schiller-Instituts, eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Länder zu schaffen, sagte Zepp-LaRouche. Sie warnte allerdings, die Lage im Nahen Osten sei immer noch tückisch, und unsere Aufgabe, Frieden zu schaffen, sei erst erfüllt, wenn alle solche Gefahren beseitigt sind.

Ray McGovern, Mitbegründer der „Geheimdienstveteranen für Vernunft“ (VIPS), befaßte sich mit der Frage, ob die Europäer Trumps Friedensbemühungen stoppen können. Er warnte, die Medien seien eine wichtige Waffe gegen den Frieden, und „Frieden ist schlecht fürs Geschäft“. So hätten der frühere US-Präsidentschaftskandidat Dennis Kucinich und seine Frau in einem neuen Artikel darauf hingewiesen, daß mit dem Beginn der Friedensgespräche die Aktienkurse der Rüstungsindustrie in den USA stark fielen, während sie in Europa, wo die Regierungen ihre Länder aufrüsten wollen, nach oben schnellen. McGovern machte sich über die antirussische Hysterie lustig und fragte: „Sind Rachmaninow und Tschaikowsky nur Tankstellenwärter an einer russischen Tankstelle?“ (Eine Anspielung auf Politiker, die Rußland als „Tankstelle mit Atomwaffen“ bezeichnen.) Trump sage nicht nur „Schluß mit dem Krieg in der Ukraine“, sondern auch „Schluß mit der NATO“. Europa könne sich jetzt nicht mehr auf die USA verlassen, so McGovern. Aber die Gefahr im Nahen Osten sei weiterhin groß, und wir sollten uns daran erinnern, was sein Freund, der Friedensaktivist Daniel Barigan, gesagt hat: „Der Unterschied zwischen etwas tun und nichts tun ist alles.“

Dr. Jerome Ravenet, Professor für Philosophie in Frankreich, Sinologe und Autor einer Dissertation über Präsident Xi Jinping, erinnerte zunächst an die bösartige Rede des britischen Premierministers Tony Blair in Chicago 1999, in der er offen für imperiale Interventionen in anderen Ländern warb. Diese Rede sei zur Grundlage und Rechtfertigung für die vielen Regimewechselkriege geworden, die Großbritannien und die USA in den folgenden Jahren führten. Sanktionen und Militärinterventionen würden Konflikte aber nicht lösen, sondern nur eskalieren, so Ravenet. Er fragte: „Sind die verrückt, oder glauben sie wirklich, daß eine militärische Intervention gegen ein vermeintliches Übel nötig ist?“ Der Westen habe seine Macht mit Farbrevolutionen und Hybris aufgebraucht.

Anschließend sprach Ravenet über die großen Philosophen der westlichen Zivilisation und ihre Gedanken zur Gerechtigkeit. Spinoza habe zwischen Macht und Inklusivität unterschieden und gezeigt, daß Macht sich am Ende als ohnmächtig erweist (wie beim Scheitern von Sanktionen und Regimewechselkriegen, die nur Chaos verursachen), während Chinas Neue Seidenstraße die Vorteile der Inklusivität beweise. China werde im Westen verteufelt, und es werde geleugnet, daß eine sozialistische Demokratie überhaupt möglich ist. Im Gegensatz zur Wolfowitz-Doktrin der westlichen Überlegenheit und Hegemonie betonten die großen Philosophen den gesunden Menschenverstand und eine multipolare Welt, in der Widersprüche nicht bedeuten, andere zu Feinden zu erklären. In der Hinsicht verwies er auf das Konzept des „Zusammenfalls der Gegensätze“ des Nikolaus von Kues, und er lobte Chinas Idee einer „Win-Win“-Politik und De Gaulles Vorstellung eines dritten Weges zwischen Kommunismus und Kapitalismus.

Zepp-LaRouche freute sich über Dr. Ravenets „aufgeklärten“ Vortrag und stimmte zu, daß das chinesische Konzept der „sozialistischen Demokratie“ ein besserer Ansatz sei als der westliche. „Die Demokratie in Europa ist tot“, das sehe man daran, daß die Wahl in Rumänien annulliert wurde, deren Sieger gegen den Ukrainekrieg war und jetzt sogar verhaftet wurde, damit er nicht wieder kandidieren kann. Europa sei eng mit dem „Tiefen Staat“ in den USA verbunden. Sie brachte auch den Begriff der „Synarchie“ ins Spiel – die Vorstellung, daß die Oligarchie und die Bankeninteressen die Macht über den Willen der Massen haben müssen. Ein Beispiel dafür sei Hillary Clintons Aussage, die Menschen, die sie nicht wählen, seien „erbärmlich“.

McGovern dankte Dr. Ravenet und sagte, er fühle sich „wie damals in der Schule, als ich mitschrieb“. Er ergänzte, man müsse auch die Rolle des Rassismus im Denken der Oligarchie berücksichtigen. Er habe die Klassiker studiert und gelernt, daß es im Griechischen zwei Wörter für „Macht“ gibt: eines bedeute Hegemonie, das andere beschreibe ein Verhältnis, bei dem die Interessen des Anderen ernst genommen werden. Jesus habe den letzteren Begriff verwendet.

Ravenet fügte hinzu, Montesquieu habe den Begriff des „orientalischen Despotismus“ eingeführt, obwohl er gar nichts über China wußte. Das habe sich gegen Leibniz gerichtet, der mit den in China tätigen Jesuiten zusammenarbeitete. Ravenet stimmte McGovern zu, daß Jesus das Konzept von Macht als Hegemonie ablehnte.

Mubarack Awad, der palästinensisch-amerikanische Leiter der Friedensgruppe Non-Violence International, unterstützte in einem Videogespräch mit Gerald Belsky vom Schiller-Institut besonders LaRouches Oasenplan. Die Palästinenser seien „weniger daran interessiert, ob es einen oder zwei Staaten gibt, aber ohne Wasser können die Menschen nicht leben“. Israel nutze Wasser als Waffe und habe im Gazakrieg die Wasserversorgung unterbrochen. Die Palästinenser könnten dem Westen nicht trauen, weil zwar immer wieder von „Frieden“ und „Zweistaatenlösung“ die Rede ist, aber kein einziger US-Präsident das durchgesetzt hat, sondern alles nur Israel überläßt. Andere Länder müßten in die Planungen einbezogen werden, wie die Türkei, Indien und afrikanische Länder, nicht nur die Europäer, die früheren Kolonialherren der Region.

In der Diskussion antwortete Zepp-LaRouche auf eine Frage, welche Führung Europa jetzt braucht: „Nicht die Leute, die gegen das Gemeinwohl sind.“ Sie verwies auf Chinas Konzept der „Menschheitsgemeinschaft“. Führungspersönlichkeiten müßten die Menschen inspirieren, und das setze auch eine Liebe zur Poesie und Musik voraus. Als historische Beispiele nannte sie de Gaulle, Schiller, Humboldt und die preußischen Reformer, die Anführer der Bandung-Konferenz 1955, Konfuzius und Jeanne d’Arc. „Wir brauchen Diskussionen über diese Ideen“ statt der üblichen Slogans und Textnachrichten.

Dr. Ravenet brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, daß es das Schiller-Institut gibt, um über solche Themen zu diskutieren. Er habe jahrelang Chinesisch unterrichtet, aber heute werde in Frankreich versucht, Unterricht in Chinesisch und anderen Sprachen abzuschaffen. Zepp-LaRouche sagte, es sei unverzichtbar, andere Sprachen und Kulturen zu kennen, wenn wir eine Welt schaffen wollen, die allen Nationen und Völkern würdig ist.

Jacques Cheminade, der Vorsitzende der französischen Partei Solidarité et Progrès (SP), betonte, echte Führungspersönlichkeiten müßten sich von den „fixen Regeln des Diskurses“ lösen, um die Wahrheit zu suchen.

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Internationale Friedenskoalition #91, 28. Feb., 17.00 Uhr

Eine höhere Ebene der Staatskunst kultivieren

91. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Eine höhere Ebene der Staatskunst kultivieren

Freitag, 28.Februar 2025

17.00 Uhr (MEZ)

Nie war es wichtiger als in diesem Augenblick, die weltweiten Friedenskräfte zu bündeln. Das Imperium flippt bei dem Gedanken, seine geopolitische Kontrolle über die globale Mehrheit und die Vereinigten Staaten zu verlieren, deutlich aus.

Schließen Sie sich diesen Freitag um 17.00 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition mit Friedensaktivisten aus der ganzen Welt an.

Zur Anmeldung

Dies ist „eine Welt, in der sich alles verändert hat“. Das waren die Worte, die ein offensichtlich konsternierter und nervöser britischer Premierminister Sir Keir Starmer in einer Rede vor dem Unterhaus am 25. Februar wählte. In diesem Punkt kann man ihm nur zustimmen.

Sir Keir Starmer kommt am 27. Februar nach Washington, um US-Präsident Donald Trump zu treffen. Als Vertreter der britischen Monarchie ist es ihm um jeden Preis darum zu tun, die „britisch-amerikanische Sonderbeziehung“ im Sinne Churchills zu retten. Damit hatte die City of London und die Wall Street seit dem Tod von Franklin D. Roosevelt ihre Kontrolle über eine bankrotte unipolare Weltordnung aufrechterhalten.

Starmer will in Washington dafür sorgen, dass in der Ukraine kein Frieden „ausbricht“ und dass es Trump und Putin nicht gelingt, das Gemetzel zu beenden.

Die Welt hat sich jedoch nach dem Telefongespräch zwischen Trump und Putin am 12. Februar, gefolgt von hochrangigen diplomatischen Gesprächen zwischen ihren Vertretern in Riad am 18. Februar, drastisch verändert. Beide Seiten sind nicht nur entschlossen, ihre Beziehungen zu normalisieren und einen Frieden zu erarbeiten, der die Ursachen des Krieges beseitigt. Beide Nationen haben sogar begonnen, über eine mögliche wirtschaftliche Zusammenarbeit bei Projekten zu sprechen, die für beide Seiten von Vorteil sind.

„Die USA sind jetzt der Feind des Westens“, verkündete der Chefkommentator für Wirtschaftsfragen der Financial Times, Commander of the British Empire (CBE) Martin Wolf. Der Londoner Economist blies in dasselbe Horn: „Angesichts des Zusammenbruchs des transatlantischen Bündnisses begannen die fassungslosen europäischen Staats- und Regierungschefs diese Woche mit diplomatischen Bemühungen, um zu retten, was noch zu retten ist.“

Zepp-LaRouche fasste die Situation zusammen: „Ich habe das Gefühl, dass die europäischen Eliten schon so lange den Bezug zur Realität verloren haben, dass sie sich gar nicht mehr an eine sich verändernde strategische Situation anpassen können… Wenn jemand jeglichen Bezug zur Realität verloren hat, bezeichnet man ihn normalerweise als wahnsinnig.“

„Wenn wir nicht eine höhere Ebene der Staatskunst kultivieren“, warnte Zepp-LaRouche, „kommen wir nicht aus der Grube heraus.“


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