Top Left Link Buttons
  • Englisch
  • Deutsch

Space updates

Category Archives

Erster „splash down“ amerikanischer Astronauten seit den Apollo-Missionen

Am 2. August hat die Crew Dragon Kapsel von SpaceX die beiden US-Astronauten Robert „Bob“ Behnken und Douglas „Doug“ Hurley sicher auf die Erde zurückgebracht. In einer bemerkenswerten Reihe von Manövern brachte sich die Raumkapsel autonom in die korrekte Position zur Wasserlandung – die erste amerikanische Wasserlandung seit fast 50 Jahren!

NASA-Administrator Jim Bridenstine schrieb in seinem Blog: „Wir dürfen nicht vergessen, daß dies erst der Anfang ist. Jetzt ist es an der Zeit, aus all den großartigen Programmen, die in letzter Zeit aufgelegt wurden, Nutzen zu ziehen, einschließlich der Mission zum Mond im Rahmen des Artemis-Programms. Wir werden nachhaltig zum Mond fliegen; wir werden mit kommerziellen Partnern und mit internationalen Partnern kooperieren. Wir werden die Ressourcen des Mondes nutzen, um zu lernen, wie man für lange Zeiträume in einer anderen Welt leben und arbeiten kann. Wir werden das gesammelte Wissen nutzen, um zum Mars zu fliegen“.

Vor dem Eintritt von Dragon Endeavor in die Erdumlaufbahn wurden zunächst die Halteklauen am unteren Teil der Kapsel abgeworfen. Zur schnellen Abbremsung wurden dann die Triebwerke im vorderen Bereich der Kapsel 11 Minuten lang gezündet, die längste Brenndauer bisher. Danach wurde die Kappe über den Triebwerken wieder geschlossen, und die Kapsel begann sich um etwa 90 Grad zu drehen, so daß die Frontseite der Kapsel die Besatzung vor der großen Hitze, welche durch die Geschwindigkeit und die Reibung mit der Erdatmosphäre entsteht, abschirmen würde.

Schließlich wurde der erste Bremsschirm ausgefahren, um den Sinkflug weiter zu verlangsamen, und dann öffneten sich die vier Hauptfallschirme, um die Kapsel mit einer Geschwindigkeit von 24 km/h in der Nähe der Küste von Pensacola, Florida, pünktlich landen zu lassen. Während des Sinkfluges lieferte ein speziell ausgerüstetes Flugzeug die ersten Infrarotbilder des Raumschiffs.

Die Dragon Endeavor wird nun wochenlangen Inspektionen und Tests unterzogen. Wenn alles wie geplant verläuft, wird die erste operationelle Mission von SpaceX Dragon Ende September mit drei NASA-Astronauten und einem Missionsspezialisten der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA an Bord zur ISS fliegen.

 

Petition: Wir verpflichten uns zur Mond/Mars-Mission

 


NASA: Zusammenarbeit vor Geopolitik

Der bevorstehende Start des bemannten NASA/SpaceX-Fluges zur Internationalen Raumstation (ISS) hat wieder Optimismus in die Alltagsatmosphäre der USA zurückgebracht – nicht nur die Vision der Raumfahrt, sondern auch die Freude an Wissenschaft und Technik. Die heutige (27. Mai) Verschiebung des Starts in letzter Minute war nur auf das Wetter zurückzuführen, nicht auf eine Fehlfunktion oder eine mysteriöse Panne. Präsident Donald Trump und seine Ehefrau waren heute Nachmittag in Florida anwesend und werden am Samstag, dem 30. Mai, um 21.22 Uhr MEZ ins Kennedy-Space-Center zurückkehren, um dem verschobenen Start beizuwohnen; sollte das Wetter erneut die Pläne durchkreuzen, ist der 31. Mai der nächste Starttermin.

Die zusätzliche Dimension des neuen Weltraumengagements der USA ist die internationale Zusammenarbeit. NASA-Direktor Jim Bridenstine wurde bei einem Briefing vor dem Start am 27. Mai über das Verhältnis der USA zu Rußland befragt und antwortete: „Unsere Zusammenarbeit geht über die irdische Geopolitik hinaus“. Dies ist der gleiche Geist der Zusammenarbeit, den die Präsidentin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, in ihrer „Coronavirus-Petition: Für eine Weltgesundheitsinfrastruktur“ fordert.

Bridenstine betonte, der Start der SpaceX/Dragon-Crew werde von der historischen Startrampe 39 im Kennedy-Space-Center stattfinden, so daß erstmals seit Juli 2011 wieder „amerikanische Astronauten mit amerikanischen Raketen von amerikanischem Boden starten werden“. Da der Start mitten in der Coronavirus-Pandemie stattfinde, so Bridenstine weiter, könne davon eine besondere Inspiration ausgehen, denn „ganz Amerika wird sich einen Moment Zeit nehmen und unserem Land zuschauen, wie es wieder etwas Erstaunliches tut“. Die Astronautin Nicole Mann betonte, daß der Flug ein erster großer Schritt „in unserer Artemis-Mission zum Mond und weiter zum Mars“ sei. Bridenstine unterstrich das große Vertrauen in die Mission, auch wenn in einigen Medien gewisse Zweifel oder Befürchtungen hinsichtlich der absoluten Bereitschaft der Raumfahrtbehörde geäußert worden seien.

Bridenstine bekräftigte, daß die Sicherheit der Astronauten die oberste Priorität der NASA sei. Allerdings wies er auch erneut darauf hin, daß die NASA Kunde von SpaceX und den kommerziellen Crew-Flügen sei, und er hoffe, daß diese Flüge bald ohne die NASA stattfinden würden, um Kosten zu senken und kommerzielle Raumfahrtaktivitäten im erdnahen Orbit auszubauen. Es müsse künftig eine kommerzielle Raumstation geben, auf der neue Technologien erprobt werden sollen, wie z.B. der 3D-Druck von Organen im Weltraum.

Auf eine Frage zur amerikanisch-russischen Zusammenarbeit und zu den Verhandlungen über kommerzielle Flüge sagte Bridenstine mit Blick auf die ISS, zu der die Besatzung startet, daß die Raumstation zur Hälfte russisch und zur anderen Hälfte amerikanisch sei. Wenn wir die bisherige Zusammenarbeit fortsetzen wollen, müßten die USA bereit sein, Kosmonauten mit kommerziellen Flügen starten zu lassen, und Rußland müsse bereit sein, NASA-Astronauten auf der Sojus mitzunehmen. Er verwies auf die amerikanisch-russische Partnerschaft seit 1975 erst mit Apollo/Sojus, gefolgt von Shuttle/MIR und dann der ISS. Am wichtigsten sei, daß „unsere Zusammenarbeit über die irdische Geopolitik hinausgeht“, sagte Bridenstine.

Er schloß mit der Feststellung, daß das Weltraumprogramm über die Amtszeiten von Regierungen andauere, denn die Erforschung des Weltraums vereinige Menschen über geopolitische Grenzen hinaus, vereinige nicht nur Demokraten und Republikaner, sondern alle Nationen. Präsident Donald Trump habe sich verpflichtet, amerikanische Astronauten mit der Artemis-Mission permanent auf den Mond und von dort auf den Mars zu bringen.

 


Webcast — Anti-China-Propaganda ist gefährlicher als Russiagate

Helga Zepp-LaRouche hat im heutigen Webcast wiederholt betont, wie wichtig es sei, die britische Rolle in der immer schriller werdenden Anti-China-Hysterie offenzulegen und diesen geopolitischen Absichten die jahrzehntelangen Bemühungen Lyndon LaRouches für eine globale Wirtschaftszusammenarbeit gegenüberzustellen. Der Druck auf Präsident Trump, sich gegen die WHO zu stellen, sei eine gefährliche Eskalation, die von denselben Personen ausgehe, die bereits für die Russiagate-Angriffe gegen ihn verantwortlich sind.  Helga bezweifelte, daß Trump den Brief an WHO-Präsident Tedros selbst geschrieben habe, sondern dieser sei vielmehr Ausdruck der Hysterie, die von Pompeo, Navarro, Esper und Tucker Carlson ausgehe.  Die Lügen über China wegen des Coronavirus seien „geopolitisch“ begründet.

Wenn die beiden größten Volkswirtschaften der Welt zum Wohle der Menschheit zusammenarbeiten würden, gäbe es kein Problem, das nicht gelöst werden könnte.  Sie nannte die Sendung im CGTN-Fernsehen über Chinas Kernfusionsprogramm und die weltweite Zusammenarbeit bei dem ITER-Projekt als Beispiele dafür, wie das funktionieren könnte. Dies stehe in der Tradition der Entwicklungsprogramme, die Lyndon LaRouche für jeden Teil der Welt geschrieben hat.  Dem stehe der grüne Wahnsinn gegenüber, der in Europa und den USA betrieben werde, beispielhaft deutlich an der Rolle, die dem Superhedgefonds BlackRock beim Bailout von Spekulanten gegeben wurde.

Petition für eine Weltgesundheitsinfrastruktur unterschreiben


Webcast: Zeit für Optimismus – 50 Jahre Mondlandung und weltweite Kooperation für den Fortschritt

Helga Zepp-LaRouche spricht in ihrem Webcast vom 13. Juli über eine „Auflockerung am Himmel“ in der strategischen Lage, ausgelöst durch die Diplomatie beim G20-Gipfel und dem Treffen zwischen Trump und Kim an der koreanischen Grenze. Allerdings stehen diesem möglichen Bruch in der unipolaren geopolitischen Weltordnung nach wie vor die Machenschaften des Britischen Empire entgegen, das militärische Provokationen gegen Iran und China lanciert und, noch wichtiger, einen menschenfeindlichen, grünen Zukunftspessimismus verbreitet.

Während sich der Westen selbst zerlegt, befindet sich Asien im Aufwind, wobei das auffälligste Zeichen hierfür Asiens Betonung der Raumfahrt ist. China und Indien betreiben beide ehrgeizige Mondprojekte, und Trumps Absicht, daß amerikanische Astronauten bis 2024 wieder auf dem Mond landen werden, eröffnet die Möglichkeit für eine breite wissenschaftliche Kooperation. Das sei das beste Gegengift zum Pessimismus der „Grenzen des Wachstums“, worauf sich die grüne Bewegung gründet, so Zepp-LaRouche. Die menschliche Kreativität könne immer neue Horizonte erschließen, wie der Weltraumpionier Krafft Ehricke mit seiner visionären Idee des „extraterrestrischen Imperativs“ und Lyndon LaRouche in seinen Schriften aufgezeigt haben.

Der 50. Jahrestag der Mondlandung kann dazu dienen, die Menschen erneut für die Zukunft zu begeistern, und genau das fürchten die neoliberalen imperialen Netzwerke in London am meisten.