Ein langer Bericht in der New York Times unterstreicht die absolut katastrophale COVID-Situation in Afrika, das von einen „zweiten Welle“ der Pandemie erfaßt wird. In den letzten Monaten hieß es immer wieder, die Pandemie sei in Afrika nicht so schwerwiegend wie in den USA und Europa, obwohl an solchen Behauptungen aufgrund mangelnder Statistiken und Informationen schon länger Zweifel angebracht waren. Auch ist gut möglich, daß viele Fälle einfach unentdeckt geblieben sind. Aber jetzt ist die Katastrophe unübersehbar da.
Der Bericht stammt von der NYT-Reporterin Sheri Fink, die bereits vor Jahren über die Ebola-Krise in Afrika berichtet hatte. Sie schreibt, daß sich in Südafrika die Infektionen von Port Elizabeth ausgehend im ganze Land verbreiten. Nigeria, Mali und Uganda verzeichneten tägliche Rekordsterbefälle in diesem Jahr. In Südafrika wird zugegeben, dass man nicht wirklich weiß, wie viele Menschen an COVID gestorben sind. Eine Analyse der Regierung zeigt, dass die mehr als doppelt so hohe Übersterblichkeit durch die Zahl der bestätigten COVID-Fälle nicht erklärt werden könne. „Wir wissen nicht, wie hoch die tatsächliche Zahl ist“, sagt Dr. John Black, der einzige Spezialist für Infektionskrankheiten in Port Elizabeth.
Die meisten COVID-Fälle und Todesfälle gab es in Südafrika, wo das Krankenhaussystem über seine Grenzen hinaus belastet ist. Dazu gehören auch Fälle, bei denen der Verdacht besteht, dass es sich um die neue mutierte COVID-Variante handelt, die jetzt in Großbritannien gefunden wurde.
Zu Beginn der Pandemie Anfang 2020 hatten viele afrikanischen Länder starke Eindämmungsmaßnahmen und Lockdowns eingeleitet, die sich aber als wirtschaftlich so einschneidend erwiesen, dass man die Maßnahmen wieder zu lockern begann. Südafrika holte 200 Ärzte aus Kuba, medizinisches Personal von Ärzte ohne Grenzen und Wissenschaftler der WHO ins Land. Bis Ende August waren die Zahlen gesunken.
Die geschlossenen Grenzen und gestrichene Flüge verhinderten auch eine schnelle Versorgung mit Hilfsgütern von außen. In Somalia wurden in einigen Gebieten überhaupt keine Fälle gemeldet. Doch Untersuchungen in von der Terrorgruppe Shabab kontrollierten Gebieten zeigten, wenn sie denn durchgeführt werden konnten, eine weite Verbreitung der Pandemie.
In den Krankenhäusern Südafrikas, die von allen afrikanischen Ländern südlich der Sahara noch am besten ausgerüstet ist, müssen Ärzte Triage praktizieren, was Beatmungsgeräte und andere Therapien für schwerere COVID-Fälle angeht.
Das andere Dilemma, das sich stellt, wenn jetzt ein Impfstoff verfügbar ist, ihn zu den Afrikanern zu bringen und Massenimpfungen durchzuführen. Hier stellt der Bericht fest, dass es auch in Afrika wie bei uns im Westen eine verbreitete „Impfskepsis“ gibt. Außerdem betrachten viele Menschen COVID immer noch als eine Krankheit, die nur Europäer befällt und keine Bedrohung für Afrikaner darstellt. Und der afrikanische Kontinent ist logistisch auf eine Massenimpfung überhaupt nicht vorbereitet. Außerdem steht Afrika bei dem intensiven Gerangel zwischen den Ländern um die Impfstoffe der verschiedenen Hersteller nicht oben auf der Prioritätenliste. Lediglich China hat versprochen, Entwicklungsländer bei der Beschaffung des Impfstoffs zu bevorzugen. Letztlich kann nur eine konzertierte Aktion von außen mit Hilfe militärischer Logistik die Impfstoffe schnell genug zu den Menschen in Afrika bringen, um eine totale Katastrophe zu vermeiden.
Bei der Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 12. und 13. Dezember hielt Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin und Vorsitzende des Instituts, die folgende Rede.
Sie können sich die Rede während des 2. Panel im Video ansehen oder das Transkript lesen. Redner diskutierten zum Thema: „Der Gefahr des Dritten Weltkriegs entkommen – Eine Friedensordnung auf der Grundlage der gemeinsamen Ziele der Menschheit.“
Die revolutionäre Denkmethode des Nikolaus von Kues
Von Helga Zepp-LaRouche
Hallo, guten Abend oder guten Nachmittag, je nachdem, wo Sie sind. Als wir uns entschlossen, diese Konferenz kurz nach der US-Wahl abzuhalten, haben wir gewissermaßen vorweggenommen, daß dies ein sehr gefährlicher Moment in der Geschichte sein würde, und wir haben den Titel der Konferenz „Eine Welt auf der Grundlage der Vernunft schaffen“ genannt. Das mag weit hergeholt klingen, aber diese Konferenz soll nicht nur akademisch die aufgeworfenen Fragen diskutieren, sondern sie dient als ein Appell an alle Institutionen, Regierungen, gewählte Volksvertreter, Menschen guten Willens, dem Schiller-Institut zu helfen, eine internationale Allianz von Menschen zu organisieren, die in diese gegenwärtige Situation eingreifen. Denn Lösungen sind da. Es ist durchaus möglich, aus jeder der Krisen einen Ausweg zu finden. Aber das erfordert, daß die Menschen aktiv werden und als Staatsbürger handeln.
Nun, wenn man sich die Welt anschaut, können viele Menschen leicht anfangen zu verzweifeln, denn wenn man an das Sprichwort denkt, „Wen die Götter vernichten wollen, den treiben sie zuerst in den Wahnsinn“, dann findet man an vielen Ecken ein Echo davon. Und es ist auch ganz klar, daß man sich ernsthaft fragen kann: Ist die Menschheit moralisch fähig, zu überleben? Denn das Verhalten vieler Institutionen und auch Menschen scheint manchmal das Gegenteil zu sagen.
Pandemie, Hungersnot, Finanzkollaps und Krieg
Die Kombination von Krisen ist wirklich beispiellos. Lassen Sie mich nur einige von ihnen ansprechen.
Wir haben eine Pandemie. Diese Pandemie wurde in mehreren asiatischen Ländern relativ gut gehandhabt, aber in den Vereinigten Staaten, in Europa und auch in vielen Entwicklungsländern ist sie völlig außer Kontrolle geraten. Allein am 10. Dezember lag die Zahl der Neuinfektionen in den Vereinigten Staaten bei 217.729 neuen Fällen. In einer Woche, vom 3. bis 9. Dezember, starben dort 16.850 Menschen. In Deutschland, das am Anfang relativ gut dastand, gab es am 11. Dezember, also gestern, 27.217 neue Fälle, es ist völlig außer Kontrolle, 524 Todesfälle an einem Tag. Und die Landesregierungen und die Bundesregierung sprechen von der Möglichkeit einer kompletten, totalen Abriegelung, noch vor Weihnachten, dann bis ins neue Jahr hinein.
Das hätte nicht so sein müssen, denn wenn man das getan hätte, was sich als effektive Methode erwiesen hat, nämlich allgemeine Tests, Kontaktverfolgung unter Verwendung von Digitalisierung und moderner Technologie, und dann Menschen in Quarantäne zu schicken – dann hätte man das unter Kontrolle bringen können, aber das geschieht immer noch nicht.
Zu der COVID-Krise kommt noch eine Hungersnot hinzu, das Welternährungsprogramm spricht von einer Hungersnot „biblischen Ausmaßes“, was bedeutet, daß wenn nichts Dramatisches dagegen unternommen wird, im nächsten Jahr 270 Millionen Menschen verhungern könnten. Und offensichtlich könnte dies sehr schnell behoben werden, auch durch die Rettung der Landwirtschaft in den Vereinigten Staaten und Europa und anderen sogenannten fortgeschrittenen Ländern und die Verdoppelung der Nahrungsmittelproduktion.
Es droht eine Hungerpandemie bliblischen Ausmaßes
Dies ist offensichtlich nur das sichtbarste Ende der eigentlichen Krise, die darin besteht, daß das System kollabiert: Das Finanzsystem ist hoffnungslos bankrott, und all die Billionen, die von der Europäischen Zentralbank hineingepumpt wurden, insgesamt 1,85 Billionen Euro, hauptsächlich durch ein Pandemie-Notkaufprogramm, und von der Federal Reserve irgendwo zwischen 6 und 7 Billionen Dollar: dies alles dient dazu, das bankrotte System zu retten, in die Realwirtschaft fließen kaum Investitionen.
Der „Green Deal“
Und zusätzlich zu diesem andauernden Zusammenbruch, der nicht zu Ende ist, gibt es die wirklich wahnsinnigen Bemühungen der Europäischen Union, einen „Green Deal“ durchzusetzen. Sie haben sich gerade gestern getroffen und beschlossen, den CO2-Ausstoß bis 2030 von bisher geplanten 40% auf sogar 55% zu reduzieren. Das Gleiche wird man mit dem Green New Deal in den Vereinigten Staaten versuchen, wenn Biden der neue Präsident wird. Das ist der größte Irrsinn, denn es würde bedeuten, daß man eine kollabierende Wirtschaft weiter schwächt, indem man die Richtung aller Investitionen nur in grüne Technologien vorgibt – und so kann man moderne Industriegesellschaften nicht aufrechterhalten.
Die europäischen und amerikanischen Volkswirtschaften brechen ein, im letzten Jahr um durchschnittlich 10%, während z.B. China bereits im dritten Quartal, nachdem sie sich sehr gut von der COVID-Krise erholt haben, eine Wachstumsrate von 4,9% hatte, und im Monat November sind die chinesischen Exporte um durchschnittlich 25% gestiegen.
Konfrontation gegen China und Rußland
Das ist einer der Gründe für die absolut hysterische Kampagne gegen China. Denn was wir sehen, ist der Zusammenbruch des alten Paradigmas, des neoliberalen Systems, das, was das sogenannte „westliche“ Finanzsystem, das transatlantische System ausgemacht hat. Deshalb hält [US-Außenminister] Pompeo eine Rede nach der anderen und hat damit eine antichinesische Hysterie ausgelöst, die weit über den McCarthyismus hinausgeht. Er hat gerade in Georgia gesprochen und gesagt, daß jeder chinesische Student und Professor in den Vereinigten Staaten ein chinesischer Spion ist.
Sehr gefährlich ist auch, daß [Marshall] Billingslea, der Sonderbeauftragte des Präsidenten für Rüstungskontrolle, am 17. November eine Rede vor dem National Institute of Public Policy gehalten hat, in der er im Grunde genommen nur gegen Rußland und China wetterte. Er sagte, man könne Rußland bei der Rüstungskontrolle nicht trauen, China sei für die Auslösung der Coronavirus-Pandemie auf der ganzen Welt verantwortlich, und Rußland würde eine nukleare Doktrin für den frühzeitigen Einsatz von Atomwaffen vorantreiben, mit der Strategie „eskalieren, um zu gewinnen“.
Diese Behauptung ist eine komplette Lüge. Es ist eigentlich genau das, was die gegenwärtige NATO-Doktrin besagt, aber sie behaupten, daß Rußland einen Plan hat, die NATO anzugreifen und dabei auf die Kapitulation der NATO zu setzen. Billingslea sagte in dieser Rede auch, daß er der Trump-Administration oder Präsident Trump persönlich rät, die Reagan-Gorbatschow-Erklärung, daß niemand einen Atomkrieg gewinnen kann, nicht länger zu bekräftigen.
Aus diesem Grund hat der russische Außenminister Lawrow in der letzten Zeit mehrfach gewarnt, es sei eine sehr gefährliche Illusion, einen begrenzten Atomkrieg gewinnen zu können. Und wie viele andere Experten, u.a. von der Federation of American Scientists, gewarnt haben, gibt es so etwas wie einen „begrenzten Atomkrieg“ nicht, denn es liegt in der Natur von Atomwaffen, daß alle eingesetzt werden, sobald man eine einsetzt.
Billingslea beschuldigte China auch, sein Atomwaffenarsenal hinter einer „Großen Mauer der Geheimhaltung“ aufzubauen. Nun, die Realität ist, während sowohl die Vereinigten Staaten als auch Rußland, soweit ich weiß, irgendwo zwischen 6000 und 7000 Atomraketen haben, hat China ganze 290. Und angesichts der Tatsache, daß es diese kontinuierliche Anti-China-Kampagne gibt, fühlen sie sich dort natürlich gezwungen, ihr Atomwaffenarsenal aufbauen zu müssen. Es entsteht eine Dynamik, in der es eine Verhärtung in China gibt, das ist ganz klar – wie das Sprichwort sagt: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es zurück. Man befindet sich also in einer Eskalationsspirale, die extrem gefährlich ist. Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, sagte, das alles sei nur ein Vorwand für die USA, ihre Mittel- und Kurzstrecken-Atomraketen zu modernisieren.
Es ist eine Ironie, daß die Trump-Administration nur fünf Tage vor dieser wütenden Rede von Billingslea eine Anfrage der Federation of American Scientists verweigert hatte, die Zahl ihrer Atomsprengköpfe zu veröffentlichen. Früher, bis 2018, haben sie das getan, aber jetzt nicht mehr. Und Hans Kristensen [von der Federation] meinte, Billingsleas Anschuldigungen gegen China wären viel glaubwürdiger, wenn die Vereinigten Staaten ihre Zahlen in dieser Hinsicht offenlegten.
Es gibt also eine unglaubliche Situation an all diesen Fronten. Und denken wir daran, was wir im letzten Panel besprochen haben, die unglaublichen Ereignisse in den Vereinigten Staaten: die fünf Jahre dauernden Operationen gegen Trump, zuerst als Kandidat, dann in der gesamten Zeit seiner Präsidentschaft; Russiagate, das nicht bewiesen werden konnte; Impeachment, das auf Lügen basierte; und jetzt schließlich der versuchte oder tatsächliche Betrug bei der Wahl – und eine unglaubliche Zensur durch die großen Fernsehsender, die einseitig den Wahlsieger küren, und durch die sozialen Medien, die Inhalte zensieren! Man hat also eine Situation, die wirklich außer Kontrolle geraten ist. Und deshalb sollten wir einen Schritt zurücktreten und überlegen: Wie können wir einen anderen Denkansatz entwickeln? Denn ich denke, das ist die dringendste Frage, und der entsprechende Titel dieser Konferenz ist die „Koinzidenz der Gegensätze“.
Ideologien hinterfragen
Ich möchte zurückgehen zu dem, was mein verstorbener MannLyndon LaRouche (1922-2019) in jedem Land, das er je bereiste, betont hat: Er riet den Menschen, vor allem den jungen Leuten, daß sie anfangen sollten, über ihre jeweilige Ideologie nachzudenken. Denn wenn man in den Vereinigten Staaten ist, kann man sehr einfach erkennen, daß die Menschen in Europa anders denken, in jedem europäischen Land denkt man anders; die Menschen in Lateinamerika denken anders. Aber wenn man in seinem Land ist, denkt man nicht viel darüber nach; man hält alles für selbstverständlich. Und Lyndon LaRouche ist berühmt dafür – Sie können das überprüfen, indem Sie seine vielen Bücher lesen, was Sie eine ganze Weile beschäftigen wird –, daß er sich sehr darum bemüht hat, den Menschen eine Methode an die Hand zu geben, wie man sich seiner eigenen Denkweise bewußt werden kann.
Wir erleben gerade jetzt als Teil dieser zivilisatorischen Zusammenbruchskrise eine echte Krise in der Methode des Denkens. Es herrscht eine enorme Verwirrung der Meinungen, und das hat nach dem Ausbruch der Pandemie einen absoluten Krisenpunkt erreicht, wo Leute, die bis dahin ziemlich rational waren, in die wildesten Interpretationen und Verschwörungstheorien verfielen und versuchten, sich etwas zu erklären, was offensichtlich sehr beängstigend ist. Nun aber stellen die meisten Menschen die axiomatische Basis ihrer Ansichten nicht in Frage. Sie halten sie für selbstverständliche Wahrheiten, für die einzig wahre Wahrheit.
Wenn man eine erkenntnistheoretische Untersuchung dieser Gegensätze vornimmt, stellt man fest, daß sie oft auf der Grundlage von Nominalismus gebildet werden – Menschen verbeißen sich in ein bestimmtes Wort und tun so, als würde das alles erklären – oder von Empirismus oder Positivismus. Schlußfolgerungen ziehen sie als Ergebnis von Reduktionismus und Deduktionismus, und bei der Analyse betrachten sie die Welt durch eine konkave Brille: Sie projizieren die Landkarte des eigenen Geistes und der eigenen Überzeugungen und Absichten auf die vermeintliche Sicht des anderen.
Man sieht das heute deutlich: Es ist typisch für die Leute, die z.B. das vermeintliche geopolitische Interesse der EU gegen das von Rußland, China und den USA abgrenzen, oder für die Kreise, die China imperiale Absichten vorwerfen, die sie selbst haben. Dabei kommt jeder, der dies nüchtern untersucht, zu dem Schluß, daß China mit seinem Entwicklungsmodell nicht nur die extreme Armut in China selbst beseitigt hat – gerade vor zwei Wochen haben sie das vollendet, und China hat 850 Millionen seiner Menschen aus der Armut befreit, in eine große, wachsende Mittelschicht -, sondern daß es dieses Entwicklungsmodell auch den Entwicklungsländern anbietet, was die imperialen Absichten der Ankläger herausfordert.
Wie ich schon sagte, das übergreifende Thema dieser Konferenz ist das Konzept der Coincidentia Oppositorum, das Zusammenfallen der Gegensätze. Dieses Konzept wurde von Nikolaus von Kues entwickelt, dem bedeutendsten Denker im Europa des 15. Jahrhunderts, der als erster die Prinzipien des modernen souveränen Nationalstaates entwickelte, der mit der Zustimmung der Regierten regiert, wo es eine reziproke Beziehung zwischen Regierung, Volksvertretern und Regierten geben muß.
Die cusanische Denkmethode
Der deutsche Kardinal, Philosoph, Mathematiker und Jurist Nikolaus von Kues (1401-1464).
Er ist auch der Vater der modernen Naturwissenschaft. Er entwickelte eine neue Methode des Denkens, mit ganz neuen Gedanken, und er sagte sehr selbstbewußt, daß er etwas vorschlägt, was noch kein Mensch zuvor gedacht hatte. Und diese Methode liegt auch allen philosophischen Schriften und der wirtschaftswissenschaftlichen Methode meines verstorbenen Mannes Lyndon LaRouches und seiner physikalischen Ökonomie zugrunde.
Es ist im wesentlichen die Idee, daß die menschliche Vernunft die Fähigkeit hat, eine Lösung auf einer völlig anderen und höheren Ebene zu definieren als die, auf der all die Konflikte und Widersprüche entstanden sind. Es geht um die Fähigkeit, ein Eins zu denken, das von höherer Größe und Macht ist als das Viele. Wenn man seinen Geist trainiert, so zu denken, hat man den unfehlbaren Schlüssel zur Kreativität, und man kann diese Denkweise auf praktisch alle Bereiche des Denkens anwenden.
Um sich der Koinzidenz von Gegensätzen anzunähern, muß man mit einer Ablehnung der aristotelischen Methode beginnen. Aristoteles sagt, wenn etwas A ist, kann es nicht gleichzeitig B sein. Aber die Koinzidenz ist auch nicht A plus B, geteilt durch zwei, oder irgendeine andere algebraische oder arithmetische Berechnung. Nikolaus entwickelte dieses Konzept in mehreren seiner Schriften, aber am ausführlichsten in der De Docta Ignorantia (Über die gelehrte Unwissenheit), und diese wurde sofort von dem Heidelberger Professor und Scholastiker Johannes Wenck in einer Abhandlung De Ignota Litteratura (Der unwissende Gelehrte) angegriffen. Nikolaus antwortete darauf einige Jahre später, weil er diese Schrift nicht gleich erhielt, in einer kleinen Schrift, die ich allen empfehle, Apologia Doctae Ignorantiae (Verteidigung der gelehrten Unwissenheit). Darin beklagt er, daß heute – also zu der Zeit – die aristotelische Tradition vorherrsche, die das Zusammenfallen von Gegensätzen als Häresie wertet, weil diese Schule diesen Ansatz als etwas ihren Intentionen ganz Entgegengesetztes vollständig ablehne. Diese Intentionen waren eigentlich oligarchischer Natur, was er dort nicht sagt, aber darum ging es. Deshalb, sagte Cusa, wäre es ein Wunder, und es würde ihre Denkschule auf den Kopf stellen, wenn sie Aristoteles aufgeben und zu einer höheren Perspektive gelangen würden.
Im Gegensatz zur aristotelischen Methode, die sich in den Kampf zwischen Gegensätzen verstrickt, betrachtet die Sichtweise der Koinzidenz der Gegensätze den Vorgang von einer höheren Ebene aus. Dies wurde in dem kurzen Video angesprochen, das sie am Anfang [der Konferenz] gesehen haben, wo ich begründe, warum Lyndon LaRouches gesammelte Werke veröffentlicht werden müssen: Die Sicht der Koinzidenz ist so, als betrachte man das Geschehen von einem hohen Turm aus. Von dort sieht man den Jäger, die Gejagten und den Prozeß der Jagd. Das verschafft einem einen ganz anderen Sichtpunkt, als wenn man selbst der Jäger oder der Gejagte ist oder ständig mit der Nase am Boden herumläuft.
Auf diese Ebene des Denkens zu gelangen, bedarf jedoch einer enormen Anstrengung. Man kann es nicht einfach anknipsen, es ist ein intellektueller Kampf. Aber wenn man das bewältigt, hat man die Kraft, sich Bereiche zu eröffnen, die sonst völlig verschlossen wären. Nikolaus verweist darauf, wie Denker wie Avicenna auf die negative Theologie zurückgegriffen haben, um den Verstand aus der Gewohnheit herauszuholen, sich an von der Sinnesgewißheit gelieferten Scheinwahrheiten festzuklammern. Aber das scharfsinnigste, sagt Cusa, war Platos Argument im Parmenides-Dialog, der vielleicht der anspruchsvollste aller Dialoge Platos ist.
Platons Parmenides- Dialog
Parmenides (links) und Platon (rechts) sind sich offensichtlich uneins. Zu sehen ist hier Raphaels Schule von Athen
Parmenides war der Anführer der von der Methode her reduktionistischen Eleatischen Schule, die lehrte, daß das Wesen der Dinge nur durch den Denkprozeß erreicht werden könne, ohne irgendeinen Bezug zu materiellen Dingen. Aber dieses Wesentliche müsse von strengster Einfachheit sein, ohne jede Vielheit und Vielfalt, vor allem ohne jede Veränderung und Bewegung. Alle von den Sinnen gegebene Mannigfaltigkeit und die dadurch angedeutete Veränderung seien nur Schein, sagte Parmenides, bloße Illusion, daher könne Mannigfaltigkeit und Veränderung nie zum Wesen gehören oder daran teilhaben.
Im Dialog verlockt Platon nun Parmenides dazu, genau dieses eklatante Paradox seines Denkens aufzudecken, nämlich daß er das Prinzip der Veränderung ausgelassen hat.
In der von Platon begründeten Tradition ist diese „Veränderung“ allerdings nicht die lineare Ausdehnung eines euklidischen Raumes, sondern die kontinuierliche Abfolge neuer axiomatisch-revolutionärer Entdeckungen, was zu einer verschachtelten Reihe von Entdeckungen universeller physikalischer Prinzipien führt, die das Wissen über das physikalische Universum vertiefen und die schöpferischen Kräfte aller Menschen vervollkommnen, denen dieser Fortschritt vermittelt wird. Nikolaus sagt an einer Stelle, daß durch diese Bildung jeder Mensch die Entwicklung des gesamten Universums bis zu diesem Punkt in seinem Geist nachvollzieht. Dieser Mikrokosmos des Geistes, der sich mit dem Makrokosmos – dem Universum – in Übereinstimmung befindet, versetzt jeden Menschen potentiell in die Lage, vorausschauend zu wissen, was die nächste Entdeckung sein muß, um den gesetzmäßigen Prozeß der Schöpfung fortzusetzen.
Das ist sehr wichtig, weil dies engstens mit dem Konzept der relativen potentiellen Bevölkerungsdichte zusammenhängt, das Lyndon LaRouche entwickelt hat, da es uns ebenfalls einen Maßstab für die notwendige nächste Entdeckung liefert.
Für Platon ist jede einzelne solche Erkenntnis das Ergebnis einer entsprechenden Entdeckung, die der menschliche Geist auf „intuitive“ Weise hervorbringen kann. Deshalb betonte auch Einstein: „Phantasie ist wichtiger als Wissen. Wissen ist begrenzt, Phantasie aber umfaßt die ganze Welt.“ Sie regt den Fortschritt an und bringt die Evolution hervor.
Platons Antwort auf Parmenides ist daher sein ontologischer Begriff des Werdens als der Fähigkeit des menschlichen Geistes, ständig solche Hypothesen zu erzeugen, oder die Hypothese der höheren Hypothese, in der jene allumfassende Veränderung das Eine ist, das auf einer höheren Ebene das Viele einschließt.
Die Quadratur des Kreises
Nikolaus von Kues wusste, daß man über Archimedes Methode der Kreisquadratur hinausgehen muß
Dieselbe Denkmethode wandte Nikolaus an, als er ein Problem löste, das viele Denker und Mathematiker seit der Antike schlaflos gelassen hatte, nämlich das Problem der Quadratur des Kreises. Archimedes, ein früherer Mathematiker, hatte versucht, das Problem mit der Methode der Erschöpfung zu lösen, indem er eine immer größere Anzahl von Vielecken auf dem Kreis ein- und umschrieb. Die irrige Annahme ist, daß die Umfänge der beiden Polygone irgendwann mit dem Kreis zusammenfallen. Auf diese Weise fand Archimedes zwar eine brauchbare Annäherung an die Zahl Pi (π), aber in Wirklichkeit war das Problem nicht gelöst. Denn Cusa sagt, je mehr Ecken ein Vieleck hat, desto weiter entfernt es sich vom Kreis.
Es bedurfte Cusas revolutionärer Denkweise, um das Problem der Quadratur des Kreises zu lösen, indem er deutlich machte, daß ein Kreis nicht durch eine Geometrie konstruiert werden kann, die auf der axiomatischen Annahme von selbstevidenten Punkten und Geraden beruht, sondern daß man eine axiomatisch andere Geometrie anwenden muß, bei der die Kreiswirkung die euklidische selbstevidente Annahme des Punktes und der Geraden ersetzt. Dieses sogenannte isoperimetrische Prinzip vom Primat des Kreises macht deutlich, daß man vom Kreis zum Vieleck gelangen kann, aber nicht umgekehrt. Auf diese Weise lieferte Nikolaus den schlüssigen Beweis für den Unterschied zwischen dem auf die Kommensurablen beschränkten Bereich der Mathematik und dem davon komplett abgegrenzten Bereich der Inkommensurablen.
Dieser Fortschritt vom Verständnis der Quadratur des Kreises bei Archimedes zum überlegenen Verständnis bei Cusa veranschaulicht auch die Rolle der menschlichen Entdeckung eines bereits existierenden universellen Prinzips – den Übergang von dessen Existenz als Potential, das aber zuvor dem Blick des menschlichen Wissens verborgen war, hin zur „Verwirklichung“ dieses Prinzips durch die Akte der menschlichen Entdeckung. Dieser kontinuierliche Prozeß der Entdeckung ist ontologisch primär, das heißt, das Eine ist primär in Bezug auf den Inhalt eines jeden und aller der Vielen.
Bernhard Riemann, auf dessen wissenschaftlicher Methode der Name des LaRouche-Riemann-Wirtschaftsmodells mit beruht, führt in einer von Lyndon LaRouche zitierten Schrift, Zur Psychologie und Metaphysik, denselben Gedanken aus, indem er die menschliche Seele als einen Bestand an kompakten, eng und vielfältig miteinander verbundener Ideen beschrieb, die „Geistesmassen“, oder wie Lyn sie nannte „Gedankenobjekte“. Jede neue solche Geistesmasse schwingt mit allen vorher angesammelten mit und steht in wechselseitiger Beziehung zu ihnen, umso mehr, je mehr eine innere Verwandtschaft zwischen ihnen besteht. Riemann sagt auch, daß diese kompakten Geistesmassen weiter existieren, auch wenn der Mensch, der sie geschaffen hat, gestorben ist und Teil dessen wird, was er die Seele der Erde nennt.
Die Menschheit als geologische Kraft
Im wesentlichen dieselbe Idee drückte Wladimir Wernadskij in einem Vortrag in Paris im Jahr 1925 aus, in dem er die menschliche Gattung und den kollektiven menschlichen Geist als eine „geologische Kraft“ im Universum beschreibt. Wernadskij zufolge beweist die gesamte Geschichte des Universums, daß diese „Noosphäre“ mehr und mehr die Herrschaft über die Biosphäre gewinnen wird. Und dieser anti-entropische Charakter der Kreativität des menschlichen Geistes als fortschrittlichster Teil und treibende Kraft des physikalischen Universums ist der Grund, warum es Optimismus für die Zukunft der Menschheit gibt.
Es bedeutet, daß immer mehr Menschen in allen verschiedenen Nationen und Kulturen in der Lage sein werden, sich über das infantile Niveau der Sinnesgewißheit zu erheben und gescheiterte ideologische Traditionen zu überwinden – wie z.B. die rhetorische Schule der Sophisten, der es nicht um die Wahrheit geht, sondern um den Sieg einer beliebigen Behauptung, die der Sophist aufstellt, um sein partikulares Eigeninteresse zu fördern.
Nun, das Konzept des Zusammenfallens der Gegensätze läßt sich auf die gegenwärtige strategische Situation und eigentlich auf jeden Bereich des menschlichen Wissens anwenden. So definiert sich das Interesse der Menschheit nicht als das Interesse der gegenwärtig lebenden Menschen, im Hier und Jetzt, sondern wenn man das Interesse aller zukünftigen Generationen im Auge hat. Das ist im wesentlichen die gleiche Idee, die die Präambel der amerikanischen Verfassung ausdrückt: daß das Gemeinwohl nicht nur der Gegenwart, sondern allen zukünftigen Generationen dienen muß. Heute muß man das auf die ganze Welt, auf die gesamte menschliche Bevölkerung beziehen.
Um ein Verständnis dafür zu bekommen, was das bedeutet, wenn man das, was ich gerade theoretisch gesagt habe, auf die gegenwärtige Weltsituation anwendet: Dann ist jede Nation ein Mikrokosmos, und nach Nikolaus von Kues ist Frieden im Makrokosmos nur möglich, wenn jeder Mikrokosmos die bestmögliche Entwicklung hat, und es als sein eigenes Interesse ansieht, daß sich alle anderen Mikrokosmen entwickeln. Das heißt, man geht nicht vom „geopolitischen Eigeninteresse“ der Nation oder einer Gruppe von Nationen aus und stellt sich gegen das vermeintliche Interesse aller anderen, sondern man folgt einer anderen Konzeption, die diese aristotelische Methode des Widerspruchs ablehnt. Wenn man Platons Konzept der Veränderung und des Werdens als das ontologische Primäre auffaßt, dann kann man die Entwicklung jedes Mikrokosmos wie in einer kontrapunktischen, fugierten Komposition sehen, wo die Entwicklung jeder Note und jeder Idee zur zukünftigen Entwicklung aller anderen beiträgt.
Es gibt bereits Beispiele, wo man eine Annäherung daran sehen kann, wie das funktionieren kann. Eines ist die internationale Zusammenarbeit beim thermonuklearen Fusionsreaktor in Frankreich, in Cadarache, dem ITER, eine Gemeinschaftsarbeit von 34 Nationen, die alle von den Entdeckungen profitieren.
Und heute ist es natürlich auch die mögliche internationale Zusammenarbeit in der Weltraumforschung und Raumfahrt: Derzeit laufen drei sehr faszinierende Missionen zum Mars, die alle in wenigen Wochen auf dem Mars ankommen werden – und wäre es nicht sinnvoll, solche Forschung gemeinsam zu betreiben? Dann ist die Frage nicht, wer als erster seine Flagge auf den Mars setzt oder wer als erster Frau oder erster Mann den Mars betritt, sondern es ist die Frage: Wie erobern wir das Sonnensystem für die menschliche Besiedlung?
Nun, unser Sonnensystem ist unglaublich groß. Ich weiß nicht, ob Sie vielleicht in letzter Zeit zu den Sternen, zur Milchstraße hinaufgeschaut haben, aber es ist noch sehr viel größer, unsere Galaxie ist nur eine von zwei Billionen Galaxien, die bisher vom Hubble-Teleskop entdeckt worden sind!
Denken Sie einmal über die langfristige Existenz der Menschheit nach. Die Menschheit gibt es seit ein paar Millionen Jahren, aber tatsächlich, in Bezug auf nachprüfbare aufgezeichnete Geschichte wissen wir nur ein wenig über die letzten 5000 Jahre, und noch ein bißchen mehr durch Archäologie, aber das ist wirklich nur eine sehr kurze Zeitspanne. Nun, wollen wir, daß die Menschheit die unsterbliche Spezies ist? Oder wollen wir, daß die Menschheit nur wie eine der vielen anderen Spezies ist, die kommen und gehen? Immer wenn große Perioden von Artensterben kommen, verschwinden sie, aber das macht nichts, die Evolution bringt dann andere Arten mit einem höheren Stoffwechsel hervor. Und ist es dann eigentlich egal, wenn auch die Menschheit einmal dabei verschwindet? Nun, das glaube ich nicht. Denn ich denke, daß die Menschheit absolut einzigartig ist, was auch immer wir noch im Universum finden werden, wenn es irgendwo anderes intelligentes Leben gibt. Wir sind bis jetzt die einzige bekannte schöpferische Gattung.
In ein paar Milliarden Jahren wird die Sonne aufhören, so zu funktionieren, daß wir auf der Erde leben können, und spätestens dann ist es eine Frage des Überlebens für unsere Gattung, den Weltraum zu besiedeln, andere Planeten für die menschliche Spezies bewohnbar zu machen. Ich denke, daß dies durchaus möglich ist, wenn wir uns von diesem gegenwärtigen Zustand wegbewegen, in dem wir uns wie Kleinkinder verhalten, wie kleine Jungs, die sich gegenseitig ans Schienbein treten, und wenn wir unser volles Potential entwickeln, indem wir mit anderen Menschen und anderen Kulturen kooperieren und die langfristige Bestimmung der Menschheit erfüllen, die Gattung zu sein, die bewußt Veränderungen im Universum anstößt, und auf diese Weise unsere wahre Bestimmung als menschliche Spezies erfüllen.
Nun, ich denke, es liegt an uns, diese Transformation zu vollbringen und auf diese Weise die Fähigkeit zu schaffen, lebend und glücklich aus dieser Krise herauszukommen. Und das ist es, was ich sagen wollte.
In ihrem wöchentlichen Dialog erläuterte Helga Zepp LaRouche das von Friedrich Schiller entwickelte Prinzip der Staatskunst, um das gegenwärtig herrschende globale Paradigma zu überwinden. Dieses Paradigma stehe vor einem systemischen Zusammenbruch, doch solange das oligarchische Denken vorherrsche, werde sich die Weltlage mit Pandemien, Hungersnöten und Krieg weiter verschlechtern.
Es sei eine neue Idee von Politik erforderlich, um das Denken der Bürger auf eine neue Ebene zu heben. Zepp-LaRouche sagte, dass Schiller die Mittel hierzu z.B. in seinen Ästhetischen Briefen geliefert habe, in denen er argumentiert, daß wahre politische Freiheit die höchste Kunstform sei. In den vor uns liegenden Kämpfen – auch um den Betrug bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen rückgängig zu machen – sei es erforderlich, die Ideale einer konstitutionellen Republik zu verteidigen. So müßten die Bürger lernen, zwischen den wirklichen Feinden der USA in der City of London und potentiellen Verbündeten, wie Rußland und China, zu unterscheiden.
Um die Ebene des Denkens der Bürger anzuheben, so forderte sie abschließend, sollte das „Beethoven-Jahr“ verlängert werden, bis eine Mehrheit der Menschen in der Lage ist, „wie Beethoven zu denken.“
Ein Artikel in China Briefing vom 3. Dezember mit dem Titel „Chinas COVID-19-Impfstoffentwicklung und -verfügbarkeit“ nennt vier chinesische Impfstoffhersteller: CanSino in Tianjin, die China National Biotech Group (CNBG) in Wuhan, Sinovac in Peking und ZLongkema in der Provinz Anhui. Diese Pharmaunternehmen haben Vereinbarungen über die Durchführung von Tests und den Vertrieb von Impfstoffen in 14 Ländern des Entwicklungssektors, hauptsächlich in Iberoamerika und Südwestasien. Kürzlich hat Sinovac dem angesehenen brasilianischen Butantan-Institut eine Lizenz erteilt, um die Grundstoffe zur Herstellung von Millionen Dosen seines COVID-Impfstoffs innerhalb Brasiliens zu beziehen. China verfügt über das wissenschaftliche Know-how, die Fachkräfte, starke Finanzierungsmöglichkeiten und die produktionstechnischen Kapazitäten, um anderen Ländern beim Aufbau einer Impfstoffproduktion innerhalb ihrer Grenzen zu helfen, was eine Ausweitung der Impfstoffproduktion um 1 bis 2 Milliarden Dosen ermöglichen würde.
Die Vereinigten Staaten haben ebenfalls große Fähigkeiten. Sollte in Amerika der Defense Production Act von 1950 angewendet werden, um die Impfstoffherstellung zu erweitern, könnte der Prozeß im Rahmen der Operation Warp Speed erheblich beschleunigt werden.
Die internationale Organisation COVAX wurde vor Jahrzehnten als gemeinsamer Fonds für die gerechte Verteilung von Impfstoffen gegründet und schloss sich mit der GAVI mit Sitz in Genf zusammen, die Impfstoffe für einkommensschwache Länder finanziert. Am 18. Dezember gab COVAX bekannt, dass durch Spendengelder mindestens 1,3 Milliarden Impfdosen für 92 Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zur Verfügung gestellt werden können. So wertvoll diese Initiative auch ist, es könnte damit nur gerade soviel Impfstoff finanziert werden, um etwa 20% der Zielbevölkerung zu impfen.
Alle diese Länder können nicht bis 2023-24 warten, um ausreichend COVID-19-Impfstoff zu erhalten. Die Produktionsanlagen müssen schnell so ausgeweitet werden, dass Impfstoffe bereits im ersten Quartal 2021 für einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung dieser Länder verfügbar ist. Neben dem Impfstoff selbst müssen auch die Kühlketten und andere grundlegende Infrastruktureinrichtungen verfügbar sein, um die Zielbevölkerung impfen zu können. Die Methode, dies zu erreichen, wurde in dem LaRouche-Plan „1,5 Milliarden neue produktive Arbeitsplätze“ erläutert. Teil 1 der Studie finden Sie auf deutsch hier, Teil 2 hier und Teil 3 hier.
Die Produktionskapazitäten für COVID-Impfstoffe müssen weltweit massiv ausgebaut werden, wenn Milliarden von Menschen in Iberoamerika, Afrika und Asien zeitgleich mit den entwickelten Ländern geimpft werden sollen. Gleichzeitig kann so auch verhindert werden, daß die Bevölkerungen dort zur Brutstätte für neue Virusmutationen werden, die dann die Länder, die die erste Welle überwunden haben, erneut infizieren.
Es folgt eine vorläufige Übersicht über die bestehenden Produktionskapazitäten für COVID-19-Impfstoffe und über die Sofortmaßnahmen, die eingeleitet werden müssen.
In einem Interview mit Bloomberg Television vom 8. Dezember sagte Rasmus Bech Hansen, Gründer und CEO der Analysefirma Airfinity, die sich mit dem SARS-CoV-2-Virus beschäftigt, dass 6 Milliarden von den derzeit 7,8 Milliarden Menschen auf der Welt geimpft werden müssen, um COVID-19 zu besiegen. Das bedeutet eine Massenimpfung für etwa 75% der Weltbevölkerung.
Aber das geschieht nicht; die Entwicklungsländer sind größtenteils aus den Plänen für sofortige oder baldige Impfungen ausgenommen. Das bedeutet, daß dort unnötig Menschen sterben müssen und diese Länder ständige Ansteckungsquellen für die gesamte Welt bestehen bleiben. In einem Artikel im Magazin Nature vom 30. November mit dem Titel „How COVID Vaccines Are Being Divivied Up Around the World“ heißt es, dass die COVID-Impfstoffhersteller „bis Ende 2021 ausreichende Dosen für mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung herstellen können. Aber viele Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen müssen möglicherweise bis 2023 oder 2024 auf eine Impfung warten, so die Schätzungen des Duke Global Health Innovation Center in Durham, North Carolina.“
Nature berichtet weiter, dass „27 Mitglieder der Europäischen Union, zusammen mit fünf reichen Ländern, etwa die Hälfte [der Impfdosen] vorbestellt haben. Diese Länder machen nur etwa 13% der Weltbevölkerung aus.“
Die geschätzte Produktionskapazität der größten Impfstoffhersteller für 2021 ist (in Milliarden Dosen): AstraZeneca: 3; Pfizer/BioNTech: 1,3; Moderna: 1; das russische Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie (das den Impfstoff Sputnik V herstellt): 0,8.
Andere Impfstoffhersteller, darunter Johnson & Johnson/Janssen, Novanax und andere, könnten zusammen weitere 1,5 Milliarden Dosen produzieren, so dass die Gesamtmenge 7,6 Milliarden Dosen beträgt. Aber diese Zahlen könnten zu hoch gegriffen sein. So verfügt Russland beispielsweise im eigenen Land nicht über ausreichende Produktionskapazitäten für die Impfstoffmengen, die dem Ausland zugesichert wurden. Viele Pharmafirmen geben Prognosen darüber ab, wie viel sie gerne produzieren würden, diese Mengen aber nicht erreichen werden.
Nils Melzer, der UN-Sonderberichterstatter für Folter, fordert Präsident Donald Trump in einem offenen Brief auf, Julian Assange zu begnadigen.
Sein Brief lautet:
Herr Präsident, ich bitte Sie respektvoll, Herrn Julian Assange zu begnadigen.
Herr Assange wurde in den letzten zehn Jahren willkürlich seiner Freiheit beraubt. Dies ist ein hoher Preis für den Mut, wahre Informationen über weltweites Fehlverhalten von Regierungen zu veröffentlichen.
Ich habe Herrn Assange zusammen mit zwei unabhängigen Ärzten im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London besucht, und ich kann bestätigen, daß sich sein Gesundheitszustand ernsthaft soweit verschlechtert hat, daß sein Leben jetzt in Gefahr ist. Erschwerend kommt hinzu, daß Herr Assange nachweislich an einer Atemwegserkrankung leidet, die ihn extrem anfällig macht für die Covid-19-Pandemie, die kürzlich in dem Gefängnis, in dem er festgehalten wird, ausgebrochen ist.
Ich bitte Sie, Herrn Assange zu begnadigen, denn er ist kein Feind des amerikanischen Volkes und war es auch nie. Seine Organisation, WikiLeaks, kämpft gegen Geheimhaltung und Korruption in der ganzen Welt und handelt daher im öffentlichen Interesse sowohl des amerikanischen Volkes als auch der Menschheit als Ganzes.
Ich verlange das, weil Herr Assange niemals falsche Informationen veröffentlicht hat. Die Ursache für Rufschädigungen, die durch seine Veröffentlichungen entstanden sein könnten, ist nicht im Fehlverhalten seinerseits zu suchen, sondern in dem Fehlverhalten, das er aufgedeckt hat.
Ich verlange das, weil Herr Assange keine der von ihm veröffentlichten Informationen gehackt oder gestohlen hat. Er hat sie aus authentischen Dokumenten und Quellen erhalten, so wie jeder andere seriöse und unabhängige investigative Journalist seine Arbeit macht. Wir mögen persönlich mit seinen Veröffentlichungen übereinstimmen oder nicht übereinstimmen, doch sie können eindeutig nicht als Verbrechen angesehen werden.
Ich verlange das, weil eine Anklage gegen Herrn Assange wegen der Veröffentlichung wahrer Informationen über schweres Fehlverhalten offizieller Stellen, sei es in Amerika oder anderswo, darauf hinauslaufen würde, „den Boten zu erschießen“, anstatt das von ihm aufgedeckte Problem zu korrigieren. Dies wäre unvereinbar mit den Grundwerten von Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit, wie sie in der amerikanischen Verfassung und den von den Vereinigten Staaten ratifizierten internationalen Menschenrechtsvereinbarungen zum Ausdruck kommen.
Ich verlange das, weil Sie, Herr Präsident, geschworen haben, gegen staatliche Korruption und Fehlverhalten zu kämpfen; und weil eine weitere Strafverfolgung von Herrn Assange bedeuten würde, daß es unter Ihrer Regierung zu einem Verbrechen geworden wäre, die Wahrheit über Korruption und Fehlverhalten auszusprechen.
Wenn Sie Herrn Assange begnadigen, Herr Präsident, würden Sie eine klare Botschaft der Gerechtigkeit, Wahrheit und Menschlichkeit an das amerikanische Volk und an die Welt senden.
Sie würden einen mutigen Mann rehabilitieren, der, nur weil er die Wahrheit sagte, mehr als ein Jahrzehnt lang unter Ungerechtigkeit, Verfolgung und Demütigung gelitten hat.
Nicht zuletzt würden Sie den beiden jungen Söhnen von Herrn Assange den liebevollen Vater zurückgeben, den sie brauchen und zu dem sie aufschauen. Sie würden seinen Kindern, und durch sie allen Kindern der Welt, versichern, daß es nichts Falsches ist, die Wahrheit zu sagen, sondern daß es das Richtige ist; daß es ehrenhaft ist, für Gerechtigkeit zu kämpfen, und daß dies in der Tat die Werte sind, für die Amerika und die Welt stehen.
Aus diesen Gründen appelliere ich respektvoll an Sie, Julian Assange zu begnadigen. Was auch immer unsere persönlichen Ansichten und Sympathien sein mögen, ich glaube, daß nach einem Jahrzehnt der Verfolgung das ungerechte Leiden dieses Mannes jetzt ein Ende haben muß. Bitte nutzen Sie Ihr Begnadigungsrecht, um das Julian Assange zugefügte Unrecht wiedergutzumachen, seine ungerechtfertigte Folter zu beenden und ihn mit seiner Familie wiederzuvereinen!
Ich danke Ihnen respektvoll, daß Sie diesem Appell mit Weitsicht, Großzügigkeit und Mitgefühl Beachtung schenken.
Herr Präsident, seien Sie sich meiner Hochachtung sicher.
Am 9. Juni fand das zweite Webinar zum „Klimadialog“ in Italien statt, mit den Professoren Franco Battaglia und Franco Prodi als Referenten. Prof. Battaglia ist Dozent für Physik und Chemie an der Universität Modena, während Prof. Prodi, der Bruder des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Romano, Dozent für atmosphärische Physik an der Universität Bologna ist.
Prof. Battaglia wies schlüssig nach, daß alle Prognosen des IPCC falsch waren. „Niemand kann leugnen, daß menschliche Aktivitäten CO2 produziert haben, aber das ist nicht die Ursache des Klimawandels“, sagte er. Wir befinden uns in der Endphase einer Mini-Eiszeit und globale Erwärmung hat bereits in der Vergangenheit stattgefunden, als es noch keine anthropogene CO2-Produktion gab.
Solar- und Windenergie werden niemals in der Lage sein, die anderen Energiequellen zu ersetzen, die heute 80% des Energiemixes ausmachen. Der Irrsinn der erneuerbaren Energien zeigt sich z.B. in Italien, wo ca. 100 Milliarden Euro in Photovoltaik-Parks investiert wurden, die 2,6 GW Strom produzieren, während ein Atomkraftwerk 3 GW produzieren würde und lediglich ein Zehntel davon kosten würde! Battaglia enthüllte, daß er als damaliger Berater des Umweltministers Altero Matteoli von diesem gefragt wurde, ob er das Kyoto-Protokoll unterschreiben solle. Unterschreiben Sie es nicht, habe er ihm geraten. Matteoli gestand, daß auch der Nobelpreisträger Carlo Rubbia ihm das gleiche gesagt habe – und unterschrieb schließlich doch das Protokoll.
Prof. Prodi hielt eine lange und detaillierte Erklärung ab, wie die Bildung von Wolken das Klima beeinflusse. Dies sei ein komplexes und in sich verwobenes System, aber der IPCC konzentriere sich nur auf einige Aspekte und vernachlässige einige sehr einflussreiche Faktoren.
Während der F&A-Phase fragte der ehemalige Minister Carlo Giovanardi, warum Wissenschaftler, die gegen den IPCC argumentierten, von der öffentlichen Debatte ausgeschlossen würden.
Der Moderator Prof. Alberto Prestininzi antwortete darauf, daß „es eine Richtung gibt. Wenn die Wirtschaft zusammenkommt…, wenn die EU beschließt, daß eine Billion Euro in die Dekarbonisierung fließen soll“. Prof. Renato Ricci, Ehrenvorsitzender der Italienischen Physikalischen Gesellschaft, kommentierte, daß hinter dem sogenannten Klimanotstand die „Großfinanz“ stecke.
Claudio Celani von E.I.R. intervenierte zur Unterstützung von Prof. Ricci und erklärte, daß der Klimanotstand ein Vorwand sei, um eine neue Finanzblase zu schaffen, die das bankrotte Finanzsystem retten soll. Der Ursprung des Klimaaktivismus‘ und des Umweltschutzes sei der Neo-Malthusianismus, und auf die Frage von Senator Giovanardi sagte Celani, daß Politiker eine Verantwortung dafür trügen, da sie ein jahrzehntelanges Abgleiten in das gegenwärtige System akzeptiert hätten.
Celanis Bemerkungen wurden von dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Mario Giaccio unterstützt, der betonte, daß er dem Begriff Neo-Malthusianismus zustimme und beschrieb, wie die Liquidität in Energie-Wertpapiere flossen, wodurch die Blase entstand. Er schloss jedoch mit der pessimistischen Bemerkung, daß man nichts dagegen tun könne, weil sie zu stark seien!
Prof. Prodi ergriff das Wort und sagte, daß er wegen seiner „abstreitenden“ Ansichten von den Medien geächtet worden sei, und daß die Situation in der wissenschaftlichen Gemeinschaft „verrotteter ist, als Sie denken“, fast so verfault wie im Finanzsystem.
Von nun an werde es bis Oktober jede zweite Woche ein „Klimadialog“-Webinar geben.
Die Wissenschaft des Klimawandels ist nicht geklärt, und vieles von dem, was präsentiert wird, basiert überhaupt nicht auf Wissenschaft. Führende Wissenschaftler mit der Integrität und dem Mut, sich gegen das gefährliche „populistische“ Dogma zu stellen, werden den sogenannten menschengemachten Klimawandel und die fortschrittlichsten wissenschaftlichen Aspekte, einschließlich der wissenschaftlichen Erkenntnisse über galaktische Oszillationen in den astronomischen Entwicklungen bei der kommenden internationalen Schiller-Institut/ICLC Konferenz diskutieren. Der selbstmörderische Kurs einiger europäischer Staaten, an der „Kernkraft-Nein-Danke“-Haltung festzuhalten, wird ebenfalls erörtert werden.
Für das Gemeinwohl aller, statt dem Nutzen Weniger!
Internationale Schiller-Institut/ICLC Internetkonferenz, 26. und 27. Juni 2021
Jahrzehntelang wurde den Kaliforniern Angst vor „dem großen Beben“ eingeredet, d.h. der Möglichkeit eines großen Erdbebens, das von der San-Andreas-Verwerfung ausgehen und unermessliche Schäden und Verluste an Menschenleben verursachen würde. Allem Anschein nach erlebt Kalifornien jetzt tatsächlich das „Große“ – nur daß es sich nicht um ein Erdbeben, sondern um die COVID-Pandemie handelt.
Das bevölkerungsreiche Los Angeles County scheint das Epizentrum zu sein. Seit diesem Wochenende sind in ganz Südkalifornien und im 12 Landkreise umfassende San Joaquin Valley im Norden die vorhandenen Kapazitäten auf den Intensivstationen erschöpft. In einigen Krankenhäuser greift man bereits auf Reservekapazitäten zurück, allerdings herrscht der größere Mangel beim medizinischen Fachpersonal und nicht so sehr bei den Bettenkapazitäten.
Associated Press berichtete, daß in der Stadt Los Angeles am Samstag fast 17.400 Menschen mit bestätigten oder vermuteten COVID-19-Infektionen stationär behandelt wurden, das ist mehr als das Doppelte des bisherigen Höchststandes, der im Juli erreicht wurde. Ein Berechnungsmodell, das aktuelle Daten zur Vorhersage zukünftiger Trends nutzt, zeigt, daß die Zahl der Krankenhausbehandlungen bis Mitte Januar auf unvorstellbare 75.000 Patienten steigen könnte. Mehr als 3600 bestätigte oder vermutete COVID-19-Patienten befanden sich auf Intensivstationen. Einige Gegenden in Kalifornien „stehen kurz davor, überrannt zu werden“, sagte Dr. Anthony Fauci, der führende Infektiologe der USA, während einer Veranstaltung der California State University.
Insgesamt lagen in Kalifornien am Wochenende die verbleibenden Intensivkapazitäten nur noch bei 3%, in Südkalifornien bereits bei null. Auch die Bay Area ist jetzt betroffen. San Franciscos Bürgermeister Breed sagte in einer Pressemitteilung: „Die COVID-19-Fälle steigen in San Francisco und im ganzen Land an. Die Krankenhäuser in der Bay Area stehen kurz vor der Überforderung.“
Verschiedene Formen der Triage werden bereits praktiziert. In Fresno und drei benachbarten Landkreisen werden Sanitäter bei Notrufen losgeschickt, um festzustellen, ob Patienten in die Notaufnahme gebracht werden müssen, oder ob sie „zum ärztlichen Notdienst gehen müssen oder ein paar Tage warten können, um zu ihrem Hausarzt zu gehen“, berichten die örtlichen Gesundheitsbehörden. „Ich will das nicht beschönigen. Wir werden erdrückt“, sagte Dr. Brad Spellberg, Chefarzt am Los Angeles County-USC Medical Center. „Es gibt nicht nur COVID-Patienten“, sagte er. „Es gibt Autounfälle, Herzinfarkte und Opfer von Gewalt. Sie brauchen einen Ort, an den sie sich wenden können, um eine Notbehandlung zu bekommen.“
AP berichtet weiter: „Viele Krankenhäuser bereiten sich auf die Möglichkeit vor, die Versorgung zu rationieren. Ein Dokument, das kürzlich unter den Ärzten der vier vom Los Angeles County betriebenen Krankenhäuser zirkulierte, fordert zu einem Strategiewechsel auf: Statt alles zu versuchen, um ein einzelnes Leben zu retten, ist es das Ziel, in der Krise so viele Patienten wie möglich zu retten. ,Ein gewisser Kompromiss des Versorgungsstandards ist unvermeidlich; es geht nicht darum, daß sich eine Einrichtung, ein System oder ein Ort dafür entscheidet, die Ressourcen zu begrenzen, sondern darum, daß die Ressourcen eindeutig nicht zur Verfügung stehen, um die Versorgung auf reguläre Weise zu gewährleisten‘, heißt es in dem Dokument, das der Los Angeles Times vorliegt.“
Der Leiter des Corona Regional Medical Center im Südosten von Los Angeles, Mark Uffer, erklärte: „Was auch immer kommen wird, ich glaube nicht, daß irgendjemand von uns in der Lage sein wird, damit umzugehen. Wir stehen vor einem Damm, der zu brechen droht, und wir müssen aufhören, noch mehr Wasser in den Staudamm zu leiten.“
Der Vizedirektor der chinesischen Raumfahrtbehörde, Wu Yunhua, hat nach seiner Pressekonferenz am 19. Dezember gegenüber China Daily dieMöglichkeit angedeutet, daß die nächste Chang’e-Mission eine Probenrückholmission von der erdabgewandten Seite des Mondes sein könnte. Auf der Pressekonferenz hatte er noch davon gesprochen, daß Chang’e-6 am Südpol des Mondes landen würde. Jetzt sagte er: „Aber wenn Queqiao (der Relaissatellit) immer noch sehr gut funktioniert, könnten wir auch in Betracht ziehen, Chang’e-6 auf die Mondrückseite zu entsenden, um dort Proben zu entnehmen. Denn es hat noch nie eine Mission gegeben, die Proben von der Rückseite des Mondes zurückgebracht hat. Wenn das gelänge, … wäre das für Wissenschaftler auf der ganzen Welt sehr bedeutsam.“ Er fügte hinzu, dass Chang’e 7 und 8 unter anderem die Aufgabe haben werden, die technologische Machbarkeit einer internationalen Zusammenarbeit beim gemeinsamen Bau einer robotisch-wissenschaftlichen Basis für Forschungszwecke auf dem Mond zu untersuchen.
Die folgenden abschließenden Bemerkungen eines 18-minütigen Vortrags hielt Sarah al-Amiri, heute Vorsitzende der Raumfahrtagentur der VAE, im Jahr 2017 in einer Präsentation über die Marsmission HOPE (Hoffnung). Der Raumfahrtagentur der VAE ist es gerade gelungen, einen Orbiter in die Marsumlaufbahn zu bringen.
„… Der Grund, sie Hope zu nennen, liegt jenseits ihrer wissenschaftlichen Beiträge. Heute ist unsere Region, der Nahe Osten, voller Aufruhr. Es ist eine Region, die gerade einige ihrer dunkelsten Stunden durchlebt. Und was wir mit der Hope-Marsmission der Emirate bezwecken, ist eine Botschaft zu verbreiten. Der Nahe Osten besteht zu über 50% aus jungen Menschen. Das Projekt Hope wird von einem Team geleitet, das unter 35 Jahren alt ist, ein Team, das zu 34 % aus Frauen besteht. Das Durchschnittsalter liegt bei 27 Jahren. Eine ganze Nation setzt ihre Hoffnung auf ein Team von jungen Menschen und präsentiert der Region eine Botschaft.
„Diese Mission heißt auch Hoffnung, weil wir dazu beitragen, das globalen Verständnis der Daten eines Planeten zu erhöhen. Wir gehen damit über den Aufruhr hinaus, der unsere Region derzeit bestimmt, und werden zu positiven Mitwirkenden der Wissenschaft. Wissenschaft ist für mich die internationalste Form der Zusammenarbeit. Sie ist unendlich. Sie ist grenzenlos. Und sie wird von der Leidenschaft Einzelner zum Wohle des Gesamtverständnisses der Menschheit betrieben.
„Heute möchte ich Sie alle bitten, etwas mit mir zu tun. Ich möchte, dass jeder seinen Finger hebt und einen [kleinen] Bereich des Himmels abdeckt. Schauen Sie auf Ihren Finger. Den Bereich Ihrer Fingerspitze, der den Himmel verdeckt. Das Hubble-Weltraumteleskop wurde auf einen so kleinen Bereich gerichtet, und es entstand dieses Bild [Foto mit hunderten Lichtpunkten]. Dieses Bild, die Lichtpunkte, die Sie sehen – das sind keine Sterne. Es sind Galaxien. Es gibt Hunderte von Milliarden von Sternen in jedem dieser Punkte in dieser kleinen Region des Himmels, auf die wir schauen. Jede der Hunderte von Milliarden Galaxien enthält Milliarden von Sternen. Stellen Sie sich vor, wie viele Goldilocks-Zonen [in denen flüssiges Wasser auf einem Planeten existieren kann] um jeden Stern herum existieren. Wie viele Planeten existieren vermutlich um diese herum? Und wie viele Möglichkeiten des Lebens könnten in diesem kleinen Teil des Himmels existieren? Und heute möchte ich, dass Sie sich alle vorstellen, was der positive Beitrag ist, den Sie genau hier leisten – auf diesem unscheinbaren Planeten, in diesem unscheinbaren Sonnensystem, in dieser unscheinbaren Galaxie, der rechtfertigt, wie unendlich viele Möglichkeiten in diesem kleinen Bildausschnitt bestehen, und wie positiv und unendlich Ihr Beitrag auf diesem unendlich kleinen Planeten ist.“