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Momentanes vs. dauerhaftes Überleben – IPC-Treffen, 20.12.2024

81. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Freitag, 20. Dezember 2024

17.00 Uhr (MEZ)

Beteiligen Sie sich an der Internationalen Friedenskoalition am Freitag um 17 Uhr MEZ. Es werden unter anderem Prof. Steve Starr und Vanessa Beeley sprechen.

Zur Anmeldung

Liebe Friedensfreunde,

General a.D. Keith Kellogg, der Gesandte des designierten US-Präsidenten Donald Trump bei den Friedensverhandlungen in der Ukraine, reagierte schnell auf die Ermordung des russischen Generalleutnants Igor Kirillow durch ukrainische Geheimdienste am 17. Dezember und verurteilte den Terroranschlag in Moskau als „keine kluge Sache… Es gibt Einsatzregeln, und es gibt bestimmte Dinge, die man einfach nicht tut.“

Moskau wird Kelloggs Kommentare, die ein nützlicher Versuch des Trump-Lagers sind, die Flammen dieser jüngsten strategischen Provokation gegen Russland zu löschen, gebührend zur Kenntnis nehmen. All diese Provokationen sind darauf ausgelegt – wie die Angriffe mit  ATACMS-Langstreckenraketen auf Russland in den letzten 30 Tagen –, einen Frontalzusammenstoß, sogar einen nuklearen, zwischen den USA und der NATO auf der einen Seite und Russland und China auf der anderen Seite herbeizuführen –bevor Donald Trump am 20. Januar 2025 sein Amt antritt. Die jüngsten Äußerungen von Thomas Buchanan, dem Direktor für Planung und Politik bei STRATCOM, bei der CSIS in Washington deuten genau in diese Richtung.

Trump selbst verurteilte die ATACMS-Provokationen aufs Schärfste, sowohl in einem Interview mit dem Magazin Time, das am 12. Dezember veröffentlicht wurde, als auch auf einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago am 16. Dezember. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow brachte seine Wertschätzung für Ersteres zum Ausdruck. Und russische Medien wie RT berichteten ausführlich über Letzteres, mit einer Schlagzeile, die lautete: „Biden ist ,dumm‘, weil er Langstreckenangriffe auf Russland zulässt – Trump“, mit dem Zusatz: „Der gewählte US-Präsident hat gesagt, dass er die Entscheidung rückgängig machen könnte, sobald er nächsten Monat sein Amt antritt.“

Andererseits soll die Ukraine am 18. Dezember einen weiteren ATACMS-Angriff gestartet haben, der auf eine Raketentreibstoffanlage und einen Flugplatz in Rostow zielte. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels sind nur wenige weitere Details verfügbar.

Es ist offensichtlich, dass das zugrunde liegende Problem die bisherigen kurzfristigen Reaktionen übersteigt. Wenn man mit den strategischen Pyromanen konfrontiert ist, die die Biden-Regierung leiten und versuchen, die kommende Trump-Regierung einzudämmen und zu kontrollieren, ist es letztendlich aussichtslos, einfach die Flammen jedes neu gelegten Feuers zu löschen.

Die Nation Syrien wird derzeit von israelischen, amerikanischen, türkischen und anderen Kräften aufgeteilt, und zwar allesamt unter der Führung des Londoner Bernard-Lewis-Plans, der darauf abzielt, geopolitisches Chaos an der Südflanke Russlands zu entfesseln. Wird Israels Premierminister Netanjahu, der gerade den Berg Hebron erobert hat und weiter in syrisches Gebiet vordringt, in dem Glauben, dass dies der günstige Moment ist, auf den er gewartet hat, gegen das Atomprogramm des Iran vorgehen? Und könnte er bei einem solchen Angriff Israels Atomwaffen einsetzen?

Auch in wirtschaftlicher Hinsicht sind die Londoner City und die Wall Street dabei, Trump vor ein fait accompli zu stellen. Sie drohen Trump: Wenn Sie versuchen, sich unserer Kontrolle zu entziehen, werden wir eine umfassende Anleihekrise in den Vereinigten Staaten auslösen, und Ihre Regierung wird etwa so lange halten wie die der britischen Premierministerin Liz Truss (49 Tage), die durch einen orchestrierten Anleihe-Blowout gestürzt wurde.

Um über die Bewältigung des momentanen Überlebens der Menschheit in den kommenden 30 Tagen hinauszugehen und unser dauerhaftes Überleben als die einzigartige, kreative Spezies, die wir sind, zu garantieren, sind grundlegende Veränderungen erforderlich. Die soeben erschienene Broschüre des Schiller-Instituts „Entwicklungsoffensive bedeutet: Milliarden neue Arbeitsplätze, keine Flüchtlinge, kein Krieg“ stellt die Grundlagen der dringend erforderlichen Politik der Zusammenarbeit der USA mit China, Rußland und den BRICS-Staaten vor und verdient die größtmögliche Verbreitung und Beachtung, sowohl national als auch international. Dasselbe gilt für die Ergebnisse der außerordentlichen Schiller-Institut-Konferenz vom 7. bis 8. Dezember, die von Helga Zepp-LaRouche organisiert wurde.

Beteiligen Sie sich an der Internationalen Friedenskoalition am Freitag um 17 Uhr MEZ. Es werden unter anderem Prof. Steve Starr und Vanessa Beeley sprechen.

81. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Freitag, 20. Dezember 2024

17.00 Uhr (MEZ)

Beteiligen Sie sich an der Internationalen Friedenskoalition am Freitag um 17 Uhr MEZ. Es werden unter anderem Prof. Steve Starr und Vanessa Beeley sprechen.

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Internationale Friedenskoalition: Nichtlineares Denken ist nötig, um die Krise zu stoppen!

Bericht vom 80. Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC)

So kann man die Essenz des gestrigen Treffens der IPC beschreiben, die sich wie jeden Freitag um 17.00 Uhr (MEZ) zu einer zoom-Diskussion zusammenfand. Helga Zepp-LaRouche eröffnete das Treffen mit den Worten, wir seien Zeugen eines „seismischen Wandels in der strategischen Situation“. Das Establishment sei „ziemlich hysterisch“ und versuche, die Position der NATO-Befürworter gegenüber der der BRICS-Befürworter zu festigen, bevor der designierte Präsident Donald Trump sein Amt antritt.

Von allen ausbrechenden Krisen sei die Situation in der Ukraine immer noch die gefährlichste, da sie zu einem Atomkrieg eskalieren könnte. Zepp-LaRouche erinnerte die Teilnehmer an die jüngsten Äußerungen von Konteradmiral Thomas Buchanan bei einem Treffen in der in Washington ansässigen Denkfabrik CSIS, wo er behauptete, die USA könnten taktische Atomwaffen einsetzen, wenn die Hegemonie der USA bedroht sei. Dies wurde von den anglophilen Medien geflissentlich ignoriert. Die Konferenz des Schiller-Instituts vom 7. bis 8. Dezember schlug dagegen Alarm und zeigte eine systemische Alternative auf.

Nach dem Zusammenbruch Syriens „jubilieren“ die westlichen Medien, und die Nachbarländer schneiden sich Stücke aus dem Kadaver Syriens heraus, sagte Zepp-LaRouche. Warum ist das alles passiert? Syrien war ein moderner und multikonfessioneller Staat, aber dann begann nach dem „Arabischen Frühling“ der Zustrom von Söldnern und Waffen aus Bengasi. Jetzt ist alles in der Schwebe. Wie wird Trumps Iran-Politik aussehen? Ist der stärkere Trend in der Geschichte der zur harmonischen Zusammenarbeit, „die Kräfte des Aufbaus“ in allen Ländern? Zepp-LaRouche erinnerte die Geopolitiker daran, daß jeder ihrer Versuche, Rußland zu erobern, gescheitert ist.

Vanessa Beeley, unabhängige Journalistin, Friedensaktivistin und Fotografin, die gerade noch sicher aus Syrien herausgekommen ist, sollte eigentlich sprechen, konnte aber keine ausreichende WLAN-Verbindung bekommen.

Der regelmäßige IPC-Teilnehmer Ray McGovern, ehemaliger CIA-Analyst und Mitbegründer der Geheimdienstveteranen für Vernunft (Veteran Intelligence Professionals for Sanity, VIPS), hob hervor, das  IPC sei „die einzige Gruppe ihrer Art, die diese Art von Arbeit leistet“. Er lobte Trumps jüngste Kritik am „Biden-Kollektiv“ wegen seiner Genehmigung ukrainischer Angriffe auf Rußland mit von den USA gelieferten Langstreckenraketen wie ATACMS. Rußland reagierte gestern auf den jüngsten Angriff dieser Art mit einem massiven Raketen- und Drohnenangriff, bei dem die Strominfrastruktur in der Ukraine zerstört wurde.

McGovern wandte sich dann der Bedeutung der russischen Hyperschall-Rakete Oreschnik zu, die er als „bahnbrechend“ bezeichnete. Wenn die USA darauf bestehen, die Oreschnik herunterzuspielen, so McGovern, werden die Russen gezwungen sein, darauf zu reagieren. Der russische Präsident Wladimir Putin warnte bereits 2007 vor der Gefahr einer NATO-Erweiterung.  2016 wiederholte er seine Warnung gegenüber westlichen Journalisten in St. Petersburg nach der Entscheidung der USA, ABM-Systeme in Rumänien zu stationieren. Damals wurde dies damit begründet, man wolle einer angeblichen Bedrohung durch den Iran entgegenwirken. Rußland wußte, daß dies nicht stimmte. Putin sagte zu den Journalisten: „Ich erwarte nicht, daß Sie darüber berichten“, und beschrieb dann das geostrategische Kräfteverhältnis, das vor dem einseitigen Rückzug der USA aus dem ABM-Vertrag bestanden hatte. Anstatt sich auf die kostspielige und ineffektive ABM-Technologie einzulassen, entschied sich Rußland dafür, seine Offensivwaffen zu verbessern, was laut McGovern zum Oreschnik führte.

Während der Diskussion berichtete McGovern, daß der russische Außenminister Sergej Lawrow in seinem Interview mit Tucker Carlson Admiral Buchanan namentlich erwähnte, weil dieser die Möglichkeit eines Atomkriegs zwischen den Supermächten befürwortet hatte. Zum Thema Syrien sagte McGovern, der frisch ernannte neue Anführer Syriens, al-Dschulani, habe angeblich eine „Damaszener Bekehrung“ durchgemacht.  Die westlichen Medien schminkten ihn „mit viel Lippenstift“.

Haim Bresheeth, Professor im Ruhestand, Autor, Filmemacher und Gründer des Jewish Network for Palestine, sprach über die Situation in Großbritannien. Dort wurde er kürzlich nach dem Terror Act 2000 verhaftet und muß nun mit einer 14-jährigen Haftstrafe rechnen. Er beschrieb ein Muster der Verfolgung von Journalisten, von denen fast 100 verhaftet wurden. Mainstream-Journalisten würden „von ihren Chefs sorgfältig überwacht“. Großbritannien sei zu einer „dystopischen Gesellschaft“ geworden, in der „große Stille und eine Zeit der Angst“ herrsche. Man könne kein konformistischer Jude im Westen mehr sein; die Unterstützung israelischer Juden für den Völkermord sei „ein unverzeihlicher Schandfleck“ auf ihrer Ehre. Man könne das nur als „eine tiefe Störung, eine kognitive Dissonanz“ erklären und als die „Ersetzung von Judentum durch Zionismus“.

Diskussion

Als Antwort auf McGovern erinnerte Zepp-LaRouche daran, daß die Russen, als die USA ABM-Systeme in Polen und Rumänien aufstellten, die Behauptungen entkräfteten, diese Standorte seien zur Verteidigung gegen den Iran gedacht. Russland bot damals Raketenabwehrstellungen direkt neben dem Iran an, was die USA, wenn der Iran tatsächlich Anlaß zur Sorge gegeben hätte, akzeptiert hätten. Sie erinnerte die IPC daran, daß ihr Ehemann Lyndon LaRouche mit der SDI beabsichtigt hatte, Atomwaffen obsolet zu machen. Dieses Ziel hätten die Russen jetzt mit der Entwicklung von Oreschnik. Der Westen hingegen stecke in einem linearen Denken fest, dessen falsche Axiome auf Aristoteles und den britischen Liberalismus zurückgingen. Die Russen und Chinesen hingegen antworten mit nichtlinearen Ansätzen im Geiste von Leibniz und Cusa.

Co-Moderator Dennis Small dankte Bresheeth und erinnerte die Teilnehmer daran, daß auch in den USA polizeistaatliche Taktiken angewendet wurden, insbesondere gegen Lyndon LaRouche, der 1989 wegen seiner Ansichten inhaftiert wurde.

Zepp-LaRouche betonte, das Bild, das die westlichen Medien von Assad zeichnen, sei völlig falsch. Aufgrund der Caesar-Sanktionen leben 95% der Syrer unterhalb der Armutsgrenze. Assad habe entschieden, Kämpfe für die syrische Bevölkerung enorm schmerzhaft wären. Sanktionen seien in jedem Fall dazu gedacht, die Zivilbevölkerung zu bestrafen; sie seien eine brutale Form der Kriegsführung, illegal und einseitig.

Dann wurde ein Auszug aus einem Interview mit Chandra Muzaffar, dem Gründer und Präsidenten der International Movement for a Just World (JUST), präsentiert. „BRICS ist ein Versuch außerhalb des Westens“, sagte er. Er warnte, die BRICS sollten vorsichtig sein und sich nicht zu schnell ausbreiten. Sie sollten westliche Nationen nicht ausschließen. Sie könnten eine globale Bewegung für die Menschheit, für mehr Gerechtigkeit und Integrität werden.

Auf die Frage nach der Profitmacherei mit dem Krieg antwortete Dennis Small, der militärisch-industrielle Finanzkomplex befinde sich im Besitz von Investmentgesellschaften wie Blackrock. Aber man solle diese Kriege nicht als einfache Profitmacherei verstehen; es gehe um ein größeres strategisches Spiel.

McGovern und Zepp-LaRouche schlugen eine Mobilisierung für einen Weihnachtswaffenstillstand und erneute Friedensbemühungen vor. „Die Zivilisation hängt am seidenen Faden“, betonte Helga Zepp-LaRouche.


Finden Sie die Vorstellung eines nuklearen Schlagabtauschs zwischen den USA und Russland beruhigend?

80. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Freitag, 13. Dezember 2024

17.00 Uhr (MEZ)

Wir rufen Menschen aus der ganzen Welt dazu auf, an der bevorstehenden 80. wöchentlichen Sitzung der Internationalen Friedenskoalition am 13. Dezember um 17 Uhr MEZ teilzunehmen. Es werden Oberst a.D. Richard H. Black, ehemaliger Leiter der Strafrechtsabteilung der US-Armee im Pentagon und ehemaliger Senator des Staates Virgina, Vanessa Beeley, unabhängige Journalistin, Friedensaktivistin und Fotografin, und andere sprechen!

Zur Anmeldung

Liebe Friedensfreunde,

Das russische Verteidigungsministerium gab heute bekannt, dass das Kiewer Regime am Morgen des 11. Dezembers sechs in den USA hergestellte ballistische ATACMS-Raketen auf den Militärflugplatz Taganrog in der Region Rostow abgefeuert hat. Alle ankommenden Raketen seien mit einer Kombination aus SAMs und elektronischen Kampfsystemen zerstört worden. „Dieser Angriff mit Langstreckenwaffen aus westlicher Produktion wird nicht unbeantwortet bleiben, entsprechende Maßnahmen werden folgen.“, so die russischen Behörden.

Wie wird diese Antwort Russlands aussehen?

Am 19. November wurden erstmals hochpräzise ATACMS-Raketen eingesetzt, um tief in russisches Gebiet einzudringen – eine Rakete, die nur von erfahrenem amerikanischem Personal und mit amerikanischer Ausrüstung anvisiert, abgefeuert und im Flug gesteuert werden kann. Am 20. November erklärte US-Konteradmiral Thomas Buchanan, Leiter der STRATCOM-Abteilung für Planung und Politik, auf einer Konferenz in der Denkfabrik CSIS in Washington, dass die USA bereit sein sollten, Atomwaffen einzusetzen, wenn ihre globale Führungsrolle in Frage gestellt wird.

Er sagte: „Ich denke, jeder würde zustimmen, dass wir, wenn wir einen Schlagabtausch haben müssen, dies in einer Form tun wollen, die für die Vereinigten Staaten am akzeptabelsten ist … die uns in die Lage versetzt, weiterhin die Welt anzuführen, oder?“

Bei Russland kam diese Botschaft an. Außenminister Sergej Lawrow erwähnte Buchanan namentlich in seinem Interview mit Tucker Carlson am 6. Dezember. Und Russland reagierte auf völlig unerwartete Weise. Am 21. November wurde mit dem Hyperschall-IRBM-Oreshnik-System eine neue Waffe eingesetzt, deren präzisionsgelenkte Mehrfachgeschosse ihr beabsichtigtes Ziel, eine Militärfabrik in Dnipro, Ukraine, trafen und zerstörten. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte, dass die Oreshnik, die von keinem bestehenden westlichen Verteidigungssystem abgefangen werden kann, mit verschiedenen Arten von Sprengköpfen bestückt werden kann und über so große Zerstörungskraft verfügt, dass sie sogar zur nuklearen Abschreckung dient – ohne dass Russland Atomwaffen einsetzt.

Diese Entwicklung würde einen normalen Gegner unter normalen Bedingungen dazu veranlassen, die möglichen Folgen einer Eskalation abzuwägen. Aber das geschah nicht, wie wir sehen. Sechs weitere ATACMS wurden gerade gegen Russland abgefeuert.

Die schiere Verrücktheit und Verkommenheit einer solchen „Argumentation“ ist schwer zu fassen. Aber das ist heutzutage die zunehmend vorherrschende strategische Sichtweise in Washington und London – trotz der Tatsache, dass sowohl Russland als auch China den Vereinigten Staaten einen völlig anderen strategischen Ansatz anbieten, wie Präsident Xi Jinping in seinen Ausführungen auf dem „1+10“-Treffen erneut betonte.

Russland ist sich seinerseits durchaus bewusst, dass der Sturz der Assad-Regierung in Syrien auch Teil der britischen und amerikanischen Bemühungen ist, Russland zu Land und zu Wasser einzukreisen und zu zerstückeln – ganz im Sinne der Vorschläge von Zbigniew Brzezinski und anderen Anhängern des Londoner Bernard-Lewis-Plans. Führende britische Politikmagazine wie das Londoner Magazin The Economist diskutieren derzeit, wie Russland am besten aus dem Marinestützpunkt in Tartus, Syrien, vertrieben werden kann, den sie seit 1971 besitzen. Die Briten argumentieren, dass Russland dadurch vollständig vom Mittelmeer ausgeschlossen wird. In Kombination mit früheren (wenn auch gescheiterten) Versuchen, Sewastopol und die Krim am Schwarzen Meer zu erobern, und der Umwandlung der Ostsee in einen virtuellen „NATO-See“ in den letzten zwei Jahren soll Russland an seinen westlichen Grenzen überall eingeschlossen werden und über die verbleibenden maritimen Engstellen kontrolliert werden. So definierten es die führenden britischen Geopolitiker Halford Mackinder (1861-1947), Karl Haushofer (1869-1946) und ihren Vorgänger Admiral Alfred Mahan (1840-1914).

Wir rufen Menschen aus der ganzen Welt dazu auf, an der bevorstehenden 80. wöchentlichen Sitzung der Internationalen Friedenskoalition am 13. Dezember um 17 Uhr MEZ teilzunehmen. Es werden Oberst a.D. Richard H. Black, ehemaliger Leiter der Strafrechtsabteilung der US-Armee im Pentagon und ehemaliger Senator des Staates Virgina, Vanessa Beeley, unabhängige Journalistin, Friedensaktivistin und Fotografin, und andere sprechen!

80. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Freitag, 13. Dezember 2024

17.00 Uhr (MEZ)

Wir rufen Menschen aus der ganzen Welt dazu auf, an der bevorstehenden 80. wöchentlichen Sitzung der Internationalen Friedenskoalition am 13. Dezember um 17 Uhr MEZ teilzunehmen. Es werden Oberst a.D. Richard H. Black, ehemaliger Leiter der Strafrechtsabteilung der US-Armee im Pentagon und ehemaliger Senator des Staates Virgina, Vanessa Beeley, unabhängige Journalistin, Friedensaktivistin und Fotografin, und andere sprechen!

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Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, 11. Dezember 2024, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem wöchentlichen Live-Dialog an und helfen Sie mit, das Neuen Paradigma für die gesamte Menschheit einzuläuten. Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im Live-Stream.

Konferenz des Schiller-Instituts durchbricht den Nebel des Krieges

Die Botschaft der historischen Konferenz des Schiller-Instituts „Im Geiste Schillers und Beethovens: Alle Menschen werden Brüder!“ an vergangenem Wochenende war laut und deutlich: Die Welt befindet sich an einem „punctum saliens“, an dem die harte Arbeit des Instituts in den vergangenen 40 Jahren eine echte Möglichkeit für die Welt geschaffen hat, den Kreislauf von Unterentwicklung, Armut und ständigen Kriegen zu durchbrechen.

Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, eröffnete ihre Grundsatzrede mit den Worten: „Wir kommen hier zu dieser internationalen Internetkonferenz zusammen, um einen dringenden Aufruf an die Welt zu richten, nicht nur, dass wir Wochen, Tage oder Stunden von der möglicherweise größten Katastrophe in der Geschichte der Menschheit entfernt sein könnten – nämlich ihrer potenziellen Vernichtung in einem thermonuklearen Krieg – sondern auch, um nachdrücklich darauf hinzuweisen, dass es eine Lösung gibt, einen Ausweg aus dieser Gefahr, wenn sich Menschen guten Willens auf der ganzen Welt zusammenschließen, um ihre Umsetzung durchzusetzen. Es ist mir eine große Ehre, alle hochrangigen Diskussionsteilnehmer, die den globalen Süden sowie westliche Nationen vertreten, zum 40. Jahrestag der Gründung des Schiller-Instituts begrüßen zu dürfen!“

Die „hochrangigen Diskussionsteilnehmer“, die während Panel 1 und 2 sprachen, Männer und Frauen guten Willens, kamen aus Institutionen auf höchster Ebene in und um Regierungen, aus West und Ost, Nord und Süd – ehemalige Präsidenten und Premierminister, Botschafter, Militärs, Ökonomen, Landwirte und Professoren. Alle betonten, die Menschheit befinde sich in dieser potenziell tödlichen Lage, weil die westlichen Eliten sich weigerten, die Idee der geopolitischen Hegemonie aufzugeben; alle drängten auf unterschiedliche Weise darauf, den Westen dazu zu bringen, die unaufhaltsame Verschiebung der Weltordnung hin zur Gleichberechtigung souveräner Nationen und das Recht aller auf Entwicklung nicht als Bedrohung, sondern als großes Gut und als einzigen Weg nach vorn für alle Länder zu sehen.

Das dritte Panel „Die Wissenschaftsmotoren der physischen Ökonomie“ legte die sehr realen Entwicklungsprojekte und Denkweisen für den Weg nach vorne dar. Und das vierte, „Die Schönheit der Kulturen der Welt: Ein Dialog zwischen den Zivilisationen“, beschrieb Lyndon LaRouches klassische Staatskunst hinter den Entwicklungen, die einen Weg aus Krieg und Völkermord ebnen.

Wie die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, darlegte und die anderen Dialogteilnehmer weiterentwickelten, ist die Idee ein Paradox, das den Zuhörer herausfordert, ein Problem bis zum Ende durchzuarbeiten und zu einer Lösung auf einer höheren Ebene zu gelangen, von der man bisher nur träumen konnte. Klassische Werke funktionieren in einer Welt, in der es eine Kohärenz und einen kausalen Zusammenhang zwischen den „objektiven“ Anforderungen der Welt und der „subjektiven“ Welt des Geistes gibt. Ein Eröffnungsthema, vielversprechend, aber noch nicht vollständig erfasst, fesselt den Zuhörer und lässt ihn durch die Schönheit der Idee die gesetzmäßige Entwicklung dieses unerschlossenen Reichtums durchlaufen, sodass der Zuhörer gewissermaßen ein fähiger Staatsmann wird.

Friedrich Schiller ließ ein entscheidendes wissenschaftliches Paradox nicht los: Die Amerikanische Revolution hatte bewiesen, dass man die imperiale, hegemoniale Herrschaft des Britischen Empires abschütteln konnte, aber die Französische Revolution scheiterte an kultureller Rückständigkeit, weil anstelle der nötigen Leidenschaft für Gerechtigkeit eine animalische, ohnmächtige Wut herrschte. Schiller wusste, dass die Menschheit „zu was Besserem geboren“ war, und kämpfte für eine klassische Methode – in der Poesie, in der Musik, in der Geschichtsschreibung und in der Staatskunst –, damit ein großer Moment in der Geschichte, ein punctum saliens, nicht auf kleingeistige Menschen trifft.

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Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, 4. Dezember 2024, 18.30 Uhr

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Ignoriert die „Experten“ – Frieden ist gut!

Es wäre eine Untertreibung zu behaupten, dass die menschliche Zivilisation in tödlicher Gefahr schwebt. Kreise des „kollektiven Westens“ verbreiten Lügen, setzen auf militärische Gewalt und Provokationen, sogar bis hin zum Auslösen eines nuklearen Holocaust, und führen gleichzeitig einen finanziellen Krieg mit Praktiken, die den wirtschaftlichen Zusammenbruch fördern, auch für ihre eigene Bevölkerung.

„Wir brauchen eine Mobilisierung, wie es sie noch nie gegeben hat“, so der Aufruf der Vorsitzenden des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, die zwar über die Aktivierung der Bürger in Deutschland, ihrem eigenen Land, sprach, was aber auch anderswo gilt. Die globale Kriegstreiberei der NATO muss ein Ende haben, die Zusammenarbeit zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden muss beginnen.

Heute kam in New York der neue Bericht des Schiller-Instituts in einer Auflage von 5000 Exemplaren für die Massenverteilung aus der Druckerei. Der Titel lautet: „Weltweite Entwicklungsoffensive bedeutet: Milliarden neue Arbeitsplätze, keine Flüchtlinge, kein Krieg“. (Teile des Berichts finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Neuen Solidarität)

Die Verbreitung dieses Diskussionspapiers des Schiller-Instituts ist Teil der Vorbereitungen für die internationale (Online-)Konferenz „Im Geiste Schillers und Beethovens: Alle Menschen werden Brüder!“ am 7. und 8. Dezember.

Heute vor genau zehn Jahren, am 2. Dezember 2014, stellte EIR die Studie „Die neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke“ vor. Sie enthält einen Plan für Megaprojekte zur integrierten Entwicklung der Welt. Helga Zepp-LaRouche sprach auf einem EIR-Seminar in Washington D.C. vor etwa 100 Diplomaten, Politikexperten und Bürgern. Der Titel ihrer Grundsatzrede lautete: „Die Welt am Scheideweg: BRICS-Paradigma oder ein Krieg der Auslöschung“.

Zepp-LaRouches Worte vor einem Jahrzehnt klingen auch heute noch wie ein Aufruf zum Handeln: „Ich denke, man kann mit Fug und Recht sagen, dass das künftige Schicksal der Menschheit davon abhängen wird, ob die Vereinigten Staaten und, in zweiter Linie, Europa, das Angebot annehmen werden, das Präsident Xi Jinping Präsident Obama auf der Pressekonferenz während der APEC-Konferenz [im November 2014 in Peking] unterbreitet hat, wo Xi die Vereinigten Staaten und andere große Nationen einlud, bei einer ganzen Reihe von politischen Maßnahmen, die von China und auch den BRICS-Staaten gefördert werden, zusammenzuarbeiten.“

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„Wir brauchen einen Durchbruch, wir sind in tödlicher Gefahr“

Bericht vom 78. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das 78. wöchentliche Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 29. November begann mit einem Lageüberblick der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche. Sie konstatierte „eine seltsame Diskrepanz in der Wahrnehmung der Realität“ zwischen Chinesen, Russen und der Globalen Mehrheit auf der einen Seite und der Führung der Anglosphäre auf der anderen. Rußlands neue Rakete Oreschnik fliege mit Mach 10, habe einen Feststoffantrieb und sei auf mobilen Abschußrampen installiert und damit unerreichbar für einen präventiven „Enthauptungsschlag“. Dennoch hätten westliche Kommentatoren sie als Lappalie abgetan. Der Krieg der NATO gegen Rußland könne so weit eskalieren, daß es für Donald Trump fast unmöglich wird, ihn zu entschärfen, wenn er ins Weiße Haus einzieht.

Eine neue Broschüre des Schiller-Instituts (vgl. Neue Studie des Schiller-Instituts zur Lösung der Migrationskrise in dieser Ausgabe) beschreibe, wie Europa und die USA zusammen mit den BRICS ein Crashprogramm zur Elektrifizierung Afrikas und Industrialisierung des Globalen Südens starten, damit das Migrantenproblem lösen und einen Weltkrieg verhindern können.1 Die kommende Konferenz des Schiller-Instituts am 7. und 8. Dezember (siehe Einladung zur Internationalen Online-Konferenz) werde eine wichtige Plattform zu Beratungen darüber sein, wie man diese Vision voranbringen kann.2

Ein neuer Krieg in Syrien

Oberst a.D. Richard H. Black, ehemaliger Leiter der Strafrechtsabteilung der US-Armee im Pentagon und ehemaliger Landessenator in Virgina, berichtete, daß am 27. November eine neue Front im Nahostkonflikt eröffnet wurde. Al-Kaida (auch Al-Nusra o.ä.) habe – wahrscheinlich in Zusammenarbeit mit der Türkei und der CIA – den Waffenstillstand gebrochen und den syrischen Staat angegriffen. „Die Türkei ist ständig auf der Suche nach Gelegenheiten, Territorium von Syrien zu erobern“, sagte Black, und „Israel hat schon lange ein Auge auf syrisches Territorium geworfen“. Der EIR-Militärexperte Carl Osgood fügte später hinzu, Trump habe als Präsident 2018 den Befehl zum Abzug der US-Truppen aus Syrien erteilt, aber das habe eine Revolte von Militärführern und dem US-Senat ausgelöst, die das verhinderten. Israel führe seit vielen Jahren einen „Krieg light“ gegen Syrien.

Oreschnik und die Ukraine

Ray McGovern, ehemaliger CIA-Analyst und Mitbegründer der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (Geheimdienstveteranen für Vernunft, VIPS), berichtete, Geheimdienstspezialisten seien überzeugt, daß Rußland erfolgreich eine ganz neue Waffengattung entwickelt hat: Oreschnik habe die Kraft einer Atombombe, jedoch ohne deren radioaktiven Niederschlag, aber bei der NATO sei man taub und blind und weigere sich, das ernst zu nehmen. Das Biden-Team könnte versucht sein, in letzter Minute vor dem Ausscheiden aus dem Amt eine Atomwaffe einzusetzen, um eine extreme Demütigung in der Ukraine zu vermeiden. „Beten wir, daß Putin soviel kaltes Blut hat, solche irrationalen Aktionen zu verhindern.“

Osgood berichtete, als Reaktion auf die Angriffe mit ATACMS auf russisches Gebiet hätten die Russen am 25. November NATO-Raketenwerfer in der Ukraine angriffen und dabei ausländische Spezialisten getötet, darunter 40 US-amerikanische und 9 französische Techniker, die sie bedienten. Die Oreschnik („Haselnuß“) habe bei ihrem Angriff einige Tage zuvor keinen Sprengkopf getragen, ihre enorme Zerstörungskraft beruhe allein auf der kinetischen Energie des Aufpralls bei zehnfacher Schallgeschwindigkeit.

Zepp-LaRouche antwortete: „Das Leugnen der offiziellen Stellen des Westens ist wirklich das Beängstigendste.“ Es handele sich hier praktisch um eine Form klinischen Wahnsinns. „Wir brauchen einen Durchbruch, wir sind in tödlicher Gefahr.“

Was ist von Trump zu erwarten?

Co-Moderator Dennis Speed zitierte wichtige Aussagen von Präsident Putin über Donald Trump vom Donnerstag, darunter die Warnung, daß Trumps Leben weiter in Gefahr sei – viele Amerikaner hätten das wegen ihrer Gelage zu Thanksgiving (US-Erntedankfest am 28.11.) gar nicht mitbekommen. Putin „kommentierte die ,völlig unzivilisierten Methoden, mit denen gegen Trump vorgegangen wird, bis hin zum Attentat – und das mehr als einmal‘“. Putin habe auch gesagt: „Übrigens ist er meiner Meinung nach auch jetzt nicht sicher… Leider hat es in der Geschichte der Vereinigten Staaten verschiedene Vorfälle gegeben. Ich denke, er ist intelligent, und ich hoffe, er ist vorsichtig und versteht das.“

Der ehemalige Präsident von Guyana, Donald Ramotar, fragte: „Trauen wir Trump zuviel zu?“ Trump habe offen gesagt, die USA seien in Syrien, um sich das Öl zu holen, er wolle auch über Syrien herrschen. Auch ein deutscher Teilnehmer war in Bezug auf Trump pessimistisch, denn der habe den INF-Vertrag aufgekündigt, Jerusalem zur Hauptstadt Israels erklärt und die NordStream-Pipeline blockiert. Ray McGovern antwortete: „Vielleicht wachen Trumps Leute auf…, vielleicht auch nicht.“

Kriegsverhütung und der neue Bericht des Schiller-Instituts

Ex-Präsident Ramotar stimmte Zepp-LaRouches Sicht voll und ganz zu, daß Entwicklung und Frieden eins sind. Die große Gefahr gehe vom kollektiven Westen aus, der die Hegemonie über die Welt wolle; Rußland betrachte die westlichen Pläne für die Ukraine als extreme rote Linie, eine existentielle Bedrohung seiner Sicherheit. In Bezug auf die kürzlich angekündigte Waffenruhe im Libanon fragte Ramotar, ob die Israelis damit nur Zeit gewinnen wollen, damit seine Soldaten ausruhen und es seine Vorräte auffüllen könne. Israel könne den Krieg jederzeit wiederaufnehmen, das sei kein echter Waffenstillstand.

Die ehemalige US-Senatskandidatin Diane Sare sagte, die Amerikaner seien gleichermaßen blind für die Gefahr eines neuen Weltkriegs wie für die enormen Chancen, die das Neue Paradigma der BRICS und des Globalen Südens biete. „Wir haben im Westen ein wirklich verkommenes Menschenbild…, unsere Identität ist die des Britischen Empire.“ Kulturelle Interventionen wie die neue Broschüre des Schiller-Instituts seien von entscheidender Bedeutung, um das zu ändern.

Co-Moderator Dennis Small, ein Mitglied der transatlantischen Arbeitsgruppe, die Zepp-LaRouche mit der Erstellung der Broschüre beauftragt hatte, erklärte, die westliche Reaktion auf Oreschnik sei nur wieder Eskalation. Ein neues Argument im Westen, u.a. von Admiral Bauer von der NATO, laute: „Statt auf Pfeile zu schießen, müssen wir den Bogenschützen loswerden“, d.h. statt Raketenabwehr brauche man direkte Angriffe auf Rußland – praktisch eine Einladung zum Dritten Weltkrieg. Der republikanische Senator Mike Lee habe kommentiert, das sei schlicht verrückt, und den Austritt der USA aus der NATO gefordert. Small dazu: „Das ist mal ein vernünftiger Kommentar.“

Small sagte weiter, die neue Broschüre zeige einen Weg auf, die Spaltung der Welt in antagonistische Blöcke zu überwinden, indem man sich auf die wirtschaftliche Entwicklung konzentriert, um Kriege zu vermeiden und das Migrationsproblem zu lösen. Die meisten aufgegriffenen und eingesperrten illegalen Migranten in Europa seien Kriegsflüchtlinge aus Ländern wie Syrien, Guinea und Afghanistan. In Amerika sei die größte Ursache für die Migration die Politik des IWF, der Wall Street und der City, die Volkswirtschaften armer Länder zu ruinieren, um sie zu entvölkern und auszuplündern. Mit dem Bau des neuen Mega-Hafens Chancay in Peru werde ein kontinentales Infrastrukturnetz möglich, und wenn man das aufbaut, würden die Menschen in ihren Heimatländern bleiben.

Diskussion

Eine rumänische Teilnehmerin berichtete, daß ihr Land, „eine Super-Super-Super-Kolonie“, bei der jüngsten Wahl mehrheitlich für das „schwarze Schaf“ Georgescu gestimmt hat, einen Kandidaten, der für nationale Souveränität und Frieden steht, was „in der Presse nicht diskutiert werden darf“. Dieses Ergebnis sei fast ein Wunder, er ziehe nun in die Stichwahl gegen eine Pro-NATO-Kandidatin ein. Die amtierende Regierung fordere eine Überprüfung des Wahlergebnisses. Zepp-LaRouche sagte hierzu: „Das entspricht dem, was wir in vielen osteuropäischen Ländern sehen.“ So habe Georgien entschieden, die Frage eines EU-Beitritts zu verschieben. Alle diese Länder seien Nachbarn der Ukraine und seien nicht blind für das, was dort passiert.

Zepp-LaRouche sagte abschließend, wir müßten Millionen Menschen auf die Straße bringen und Netzwerke aufbauen, damit das Neue Paradigma Wirklichkeit wird. Sie unterstützte den Aufruf des früheren UN-Waffeninspekteurs und Friedensaktivisten Scott Ritter zu Mobilisierungen und Kundgebungen am 7. Dezember und betonte die zentrale Bedeutung der kommenden Konferenz des Schiller-Instituts am 7. und 8. Dezember. Sie versprach, alle würden „überrascht“ sein von der Qualität der Redner und der Bedeutung der Überlegungen bei dieser Konferenz.

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Anmerkungen

1. Den 28seitigen Bericht mit zahlreichen farbigen Grafiken finden Sie in englischer Sprache auf der Internetseite des Schiller-Instituts. In Kürze wird er auch mit einigen Ergänzungen und Anpassungen in anderen Sprachen verfügbar sein.

2. Im Geiste Schillers und Beethovens: Alle Menschen werden Brüder!,
    Einladung zur Internationalen Online-Konferenz des Schiller-Instituts am 7.-8. Dezember 2024.


Alle Menschen werden Brüder!

78. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Freitag, 29. November 2024

17.00 Uhr (MEZ)

Schließen Sie sich diesen Freitag 17.00 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition an und diskutieren Sie mit Friedensaktivisten aus der ganzen Welt.

Zur Anmeldung

Als Russland am 21. November seine neue ballistische Hyperschall-Mittelstreckenrakete abfeuerte und dabei einen ukrainischen Rüstungskomplex in Dnipro zerstörte, war dies praktisch eine Antwort an den Westen, dass Russland es ernst meint. Der Angriff erfolgte, nachdem die Vereinigten Staaten am 17. November die Beschränkungen für den Einsatz von Langstreckenraketen durch die Ukraine aufgehoben hatten, um Russland anzugreifen. Der anschließende Einsatz solcher Raketen durch die Ukraine überschritt eine rote Linie, die die USA in einen direkten, offenen Konflikt mit Russland brachte. Die Botschaft hätte nicht klarer sein können: Eine weitere Eskalation bedeutet, dass nun alle Optionen auf dem Tisch liegen.

Die Reaktion westlicher Regierungsvertreter scheint aber bis jetzt eher zu lauten: „Leck mich doch…“. Die Ukraine (sprich: das Pentagon) startete zwei weitere Angriffe mit Langstrecken-ATACMS auf die russische Region Kursk – einen am Samstag, dem 23. November, auf ein russisches S-400-System und einen weiteren am frühen Montagmorgen auf einen Flughafen, wobei Personal verletzt wurde. Das russische Verteidigungsministerium fügte seiner Lagebeschreibung den drohenden Kommentar hinzu: „Vergeltungsmaßnahmen werden vorbereitet“.

Inzwischen signalisieren auch die europäischen NATO-Führer ihre Absicht, die Situation zu eskalieren. Der Ukraine-NATO-Rat berief für Dienstag, den 26. November, eine Dringlichkeitssitzung ein und schwor, man werde nicht zulassen, dass Oreschnik „den Verlauf des Konflikts ändert“. Am 25. November trafen sich die europäischen Verteidigungsminister in Berlin, um über die Fortsetzung ihrer militärischen Unterstützung für die Ukraine unabhängig von einem möglichen Politikwechsel unter Trump zu beraten. Unterdessen häufen sich Gerüchte über die Entsendung von NATO-Truppen in die Ukraine, darunter ein Bericht von Bloomberg, wonach Großbritannien bereits vor Wochen Dutzende seiner Langstreckenraketen vom Typ Storm Shadow in die Ukraine geschickt habe, als Vorbereitung auf die aktuelle Angriffswelle.

Die Absichten wurden noch deutlicher, als der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, Admiral Rob Bauer, ankündigte, die Allianz werde sich von einem reinen „Verteidigungsbündnis“ zu einem Bündnis entwickeln, das bereit sei, „den Schützen zu erschießen“, also Russland. Zu diesem Zweck, so Bauer, arbeite die NATO nun an der Entwicklung von „tiefen Präzisionsschlägen“, was den russischen Außenminister Sergej Lawrow zu der Schlussfolgerung veranlasste, dass die NATO offen über Präventivschläge diskutiere und dass „jeglicher Anstand über Bord geworfen wurde und die wahren Absichten bereits öffentlich verkündet werden.“

Diese Entwicklungen zeigen mehr denn je, dass die Welt an einem Punkt angelangt ist, an dem es keine Leitplanken mehr gibt und selbst der kleinste Fehltritt eine unumkehrbare Kettenreaktion von Ereignissen auslösen könnte, die schnell zu einem thermonuklearen Schlagabtausch führen. Die NATO will nun den letzten Auslöser betätigen.

Das Problem bei einer solchen Konfrontation mit Russland ist, wie Donald Trump in seiner Debatte mit Kamala Harris im September sagte, als er gefragt wurde, ob er wolle, dass die Ukraine „gewinnt“: „Er [Putin] hat etwas, das andere nicht haben: Er hat Atomwaffen.“ Trump hat Recht, und selbst dieser Funke Vernunft veranlasst die angloamerikanischen Kriegstreiber dazu, eine Situation herbeizuführen, in der Frieden unmöglich ist. Was Trump jedoch bisher versäumt hat, ist, eine wirkliche Lösung für diese Krise vorzuschlagen. In einem soeben erschienenen Bericht des Schiller-Instituts wird genau diese Frage aufgegriffen und dargestellt, wie die globale Krise – das Ende der vorherrschenden „regelbasierten Ordnung“ – zum Beginn einer neuen Ära verwandelt werden kann, in der souveräne, aber kooperierende Nationalstaaten gemeinsam die Aufgabe einer wirtschaftlichen Entwicklung angehen, die allen gemeinsam ist und allen zugute kommt.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, stellt in der Einleitung des Berichts fest: „Man stelle sich nur einmal das Potenzial vor, das sich ergeben würde, wenn die USA und Europa mit den BRICS-Staaten und mit Chinas Belt and Road Initiative (BRI) zusammenarbeiten würden, um eine wissenschaftsgetriebene Industrialisierung weltweit in Gang zu setzen. Inzwischen haben sich 151 Staaten aus allen Kontinenten der BRI angeschlossen. Der offensichtliche und einfache Weg, die Gefahr von Krieg und Konfrontation zu überwinden, besteht darin, die Länder des kollektiven Westens – die europäischen Nationen und sogar die USA – davon zu überzeugen, die Konfrontation zu beenden und eine Form der Zusammenarbeit mit dieser wachsenden globalen Mehrheit zu finden.“

Dies wird auch das Thema der bevorstehenden Konferenz des Schiller-Instituts vom 7. bis 8. Dezember sein: „Im Geiste Schillers und Beethovens: Alle Menschen, werden Brüder!“. Die Konferenz ist eine entscheidende Möglichkeit, um diese historische Gelegenheit zu nutzen.

78. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Freitag, 29. November 2024

17.00 Uhr (MEZ)

Schließen Sie sich diesen Freitag 17.00 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition an und diskutieren Sie mit Friedensaktivisten aus der ganzen Welt.

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Engagement für den Frieden: Im Globalen Süden wird Geschichte geschrieben

Von Tobias Faku

Eine Delegation des Schiller-Instituts besuchte anläßlich des Internationalen Tags des Friedens China.

Vom 19. bis 21. September veranstaltete die Chinesische Gesellschaft für Frieden und Abrüstung auf Einladung der Volksregierung der Provinz Shandong in Jinan und Weifang eine hochrangige Veranstaltung zum Internationalen Tag des Friedens mit dem Titel „Eine gemeinsame Zukunft für eine Welt des friedlichen Zusammenlebens“.

Unter den Teilnehmern war auch eine vierköpfige Delegation des Schiller-Instituts aus Deutschland und Frankreich unter der Leitung von Helga Zepp-LaRouche (darunter der Verfasser), um sicherzustellen, daß Westeuropa im Chor der 80 Länder vertreten war, die zu dieser besonderen Veranstaltung zusammenkamen.

Das offizielle Konzept der Konferenz bezog sich auf die Beobachtung des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, daß die Welt „Veränderungen durchläuft, wie wir sie seit hundert Jahren nicht mehr gesehen haben“, und forderte die Delegierten auf, sich für ein gemeinsames Schicksal der Menschheit einzusetzen.

Unter den zahlreichen Teilnehmern der Veranstaltung befanden sich wichtige politische und akademische Führungspersönlich­keiten aus aller Welt, darunter der Vizepräsident der Volksrepublik China Han Zheng, Südafrikas ehemaliger Präsident Kgalema Motlanthe, Kolumbiens ehemaliger Präsident Ernesto Samper Pizano, der ehemalige Präsident der Schweiz Ueli Maurer sowie zahlreiche internationale Vertreter akademischer Institutionen und Friedensbewegungen. Der Globale Süden war gut vertreten.

Die Grundsatzrede von Han Zheng gab den Ton und das Ziel der Konferenz vor, die sich in einer Zeit, in der die Welt zu einem „globalen Dorf“ geworden ist, zusammenfassen läßt als „Aufbau einer Welt des friedlichen Zusammenlebens“ anstelle geopolitischer Konkurrenz. Daher müsse die Welt als eine „Gemeinschaft mit gemeinsamer Zukunft“ verstanden werden, die wir durch die Förderung einer soliden Entwicklung aufbauen müssen. In dieser Hinsicht müsse man „Frieden als Grundlage für Entwicklung und Entwicklung als Grundlage für Frieden“ betrachten.

Kgalema Motlanthe bezog sich auf Zhou Enlais Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz sowie auf die Notwendigkeit eines „gerechten und integrativen Wachstums“. Vor allem aber sprach er angesichts der gegenwärtigen Gefahr einer nuklearen Konfrontation das Thema des Atomwaffensperrvertrags an und betonte, es sei dringend notwendig, sich zu diesem Vertrag als solchem, zur nuklearen Nichtverbreitung und zum Frieden zu bekennen. Frieden bedeute „weit mehr als die Abwesenheit von Kriegen und Konflikten“.

Aus einem kriegsverrückten Europa kommend, wo unsere Politiker sich gegenseitig in ihrer militaristischen Rhetorik zu übertreffen suchen, war es eine Wohltat, Politiker über die gemeinsamen Ziele der Menschheit diskutieren zu hören.

In Gesprächen mit Teilnehmern aus aller Welt wurde deutlich, daß in unserer Zeit ein monumentaler Umbruch stattfindet. Die westlichen Regierungen haben aufgrund ihrer selektiven Mißachtung der Menschenrechte und jetzt ihrer völligen Mißachtung der zunehmenden Zahl von Toten unter der Zivilbevölkerung in Gaza wirklich jegliches Ansehen verloren.

Das Forum diskutierte ausführlich die drei Initiativen von Präsident Xi Jinping – die Globale Entwicklungsinitiative, die Globale Sicherheitsinitiative und die Globale Zivilisationsinitiative –, die einen sehr ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der darauf abzielt, die geopolitischen Rivalitäten zu überwinden und, wie Xi es nennt, eine Schicksalsgemeinschaft für die Menschheit zu schaffen.

Geschichtenerzählen und Kunstperformance

Die Gedenkfeier zum Internationalen Friedenstag umfaßte zur großen Freude der internationalen Delegationen auch ein farbenfrohes, multikulturelles Musikprogramm mit Choraufführungen und schönen Geschichten aus dem wahren Leben über Chinas internationale Bemühungen um Frieden und Armutsbekämpfung. Es war eine schöne Kombination aus Musik, Tanz und Akrobatik in Kombination mit Videopräsentationen, die alle die Geschichte des chinesischen Beitrags zum Weltfrieden und zur Armutsbekämpfung erzählten.

Die erste Rednerin war Lin Dongmei, die Tochter von Lin Zhanxi, dem Erfinder der „Juncao-Technologie“, einem protein- und zuckerreichen Riesen-Napier-Hybridgras, das als Substrat für die Pilzzucht, als Tierfutter und zur Bekämpfung der Wüstenbildung verwendet wird. Sie hat mit ihrem Vater auf der ganzen Welt, insbesondere in Afrika, zusammengearbeitet, um Bildungsein­richtungen aufzubauen, in denen die örtlichen Landwirte lernen, wie man Juncao anbaut. Präsident Xi Jinping half in den 1990er Jahren als Gouverneur der Provinz Fujian beim Aufbau des Juncao-Wissenschaftslabors.

Ein chinesischer Arzt stellte die Arbeit seines Teams in Tansania vor, das unter widrigsten Umständen komplexe Operationen ermöglichte. Es sprach auch ein chinesischer Lehrer, der junge Erwachsene in Tonga (einem Inselstaat in Polynesien) in landwirtschaftlichen Techniken unterrichtete.

Besuche in Fabriken

Die Konferenzteilnehmer konnten sich auch selbst ein Bild vom unglaublichen technologischen Wandel in China machen, als sie ein Motorenwerk von Weichai, Chinas führendem Industrieausrüstungskonzern, besuchten. Dort wurde die automatisierte Fertigung vorgestellt, in der China heute weltweit führend ist und in der die Hälfte aller neuen Roboter installiert wird. Laut dem Critical Technology Tracker des Australian Strategic Policy Institute ist China in 37 von 44 Pionierbereichen weltweit führend; zum Beispiel: fortschrittliche Robotik, kontinuierliche chemische Synthese, intelligente Materialien sowie Superkondensatoren und optische Sensoren. Letztere waren für unseren nächsten Besuch im Goertek-Technologiezentrum von Bedeutung. Goertek ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Mikroelektronik für Akustiktechnologie und Sensoren sowie für Virtual- und Augmented-Reality-Technologie, in der es bis zu 80% des Weltmarkts abdeckt.

Unser dritter Besuch galt dem Ausstellungsgelände für moderne Landwirtschaft in Weifang, wo wir ein intelligentes Gewächshaus besichtigten, das folgendes bietet: Substratanbau, ein computergestütztes System zur Überwachung und Regulierung der Umwelt und Hummelbestäubung. Die Ausstellung steht unter der Leitung der Weifang Academy of Agriculture Science, die sich zum Ziel gesetzt hat, neue Standards in der intelligenten Landwirtschaft zu setzen. Das Weifang-Modell wurde von Präsident Xi für die Integration von Handel, Industrie und Landwirtschaft sowie die Industrialisierung der Landwirtschaft gelobt. Die Region verzeichnet auch einen positiven Trend bei der Verringerung des Einkommensgefälles zwischen Stadt und Land.

Chinas Engagement für eine qualitativ hochwertige Entwicklung und eine wissensbasierte Wirtschaft steht im krassen Gegensatz zu den Darstellungen in westlichen Medien, die China als „Sklavenwirtschaft“ oder als „Dieb geistigen Eigentums“ verleumden. Der stellvertretende US-Außenminister Kurt M. Campbell hat sich mit seiner Aussage selbst bloßgestellt: „Ehrlich gesagt verblaßt der Kalte Krieg im Vergleich zu den vielfältigen Herausforderungen, die China darstellt. Es geht nicht nur um militärische Herausforderungen. Es geht um alle Bereiche. Es geht um den Globalen Süden. Es geht um Technologie.“

Westliche Eliten sind entsetzt über das neue Selbstbewußtsein des Globalen Südens und seine Weigerung, sich vom Westen schikanieren und wirtschaftlich ausbeuten zu lassen. Dies war in allen Diskussionen auf der diesjährigen Konferenz zum Internationalen Tag des Friedens deutlich zu spüren. Das Diktum des verstorbenen Henry Kissinger, daß „nichts Wichtiges aus dem Süden kommen kann – Geschichte wird nicht im Süden gemacht“, hat sich als völlig falsch erwiesen. China und die Nationen des Globalen Südens im allgemeinen sind eindeutig auf dem besten Weg, den Traum der Bandung-Konferenz von 1955 zu verwirklichen, eine Welt ohne Kolonialismus und wirtschaftliche Ausbeutung zu schaffen.


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 6. November 2024, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem wöchentlichen Live-Dialog an und helfen Sie mit, das Neuen Paradigma für die gesamte Menschheit einzuläuten. Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im Live-Stream.

Nach den US-Wahlen: Eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur schaffen

Die Gründerin und Leiterin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, erklärte bei der Betrachtung der heutigen strategischen Weltlage: „Unser Moment in der Geschichte ist gekommen!“ Wir können sicher sein, dass sie sich nicht auf die US-Wahlen am Dienstag bezieht – weder auf das Wahlergebnis noch auf die Folgen. Vielmehr bezieht sich Zepp-LaRouche auf die unbestreitbare Tatsache, dass „das alte System zerfällt“, und das bedeutet, dass „dies die Chance für ein neues System ist“.

Das westliche, neokolonialistische Finanz-/Wirtschaftssystem hat die Phase seines eigenen Niedergangs erreicht, und zwar so weit, dass seine einst führenden Nationen selbst in einem wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch stecken. Ihre eigenen Eliten reagieren mit globaler NATO-Kriegsführung und Brutalität, um ihre Vorherrschaft aufrechtzuerhalten.

Die einzig menschliche Antwort auf die Verschlechterung im globalen Norden ist jedoch, dass der kollektive Westen bei der Entwicklung des globalen Südens zusammenarbeitet. Nur so kann eine humane Lösung für die Krise gefunden werden: Volkswirtschaften aufbauen, Milliarden von Arbeitsplätzen schaffen, mit der globalen Mehrheit zusammenarbeiten, deren Führungsdynamik stark ist und zunimmt.

Die Diskussion darüber wird im Mittelpunkt einer internationalen (Online-)Konferenz stehen, die vom Schiller-Institut am 7. und 8. Dezember zum Thema „Im Geiste Schillers und Beethovens: Alle Menschen werden Brüder!“ veranstaltet wird.

Dieser transatlantische Verfall geht Hand in Hand mit der NATO-Erweiterung und der Kriegsführung. Im Gegensatz dazu stehen die konkreten Beispiele für die Unterstützung der Entwicklungsgrundsätze durch die globale Mehrheit, insbesondere die Belt and Road Initiative.

Aber das „Wunder“, das vollbracht werden muss, besteht darin, das noch vorhandene Potenzial des Guten unter den Menschen im globalen Norden zu mobilisieren, um eine Perspektive der Zusammenarbeit zu schaffen und weltweit zusammenzuarbeiten, für eine Zukunft zum gemeinsamen Nutzen. Das muss der Inhalt der Antikriegs Mobilisierung sein.

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem wöchentlichen Live-Dialog an und helfen Sie mit, das Neuen Paradigma für die gesamte Menschheit einzuläuten. Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im Live-Stream.


Ungeachtet des Ausgangs der US-Wahlen …

74. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Freitag, 1. November 2024

16.00 Uhr (MEZ)

Mit Jeremy Loffredo von der Gray Zone, Dr. James Cobey vom Vorstand des Palästinensischen Hauses der Freiheit in Washington DC und der „Stimmen aus dem Heiligen Land“, Dr. Chandra Muzaffar, Gründer und Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST) und andere

Zur Anmeldung

Eine Woche nach dem historischen BRICS-Gipfel vom 22. bis 24. Oktober im russischen Kasan und weniger als eine Woche vor den US-Wahlen am 5. November besteht in den verbleibenden Tagen vor dieser Wahl die große Gefahr, dass die Welt an zwei verschiedenen Schauplätzen an den Rand eines thermonuklearen Krieges der Supermächte gebracht wird, deshalb müssen jetzt Maßnahmen ergriffen werden, um dies zu verhindern, indem mit der Globalen Mehrheit zusammengearbeitet wird, um ein neues Paradigma für Sicherheit und Entwicklung für alle zu schaffen. Wählen allein reicht nicht aus.

Zunächst zu Südwestasien: Sowohl in der Öffentlichkeit als auch hinter den Kulissen wird über die Möglichkeit eines erneuten israelischen Angriffs auf den Iran diskutiert, mit oder ohne iranischer Vergeltung, diesmal mit Angriffen auf wichtige wirtschaftliche Infrastruktur (wie Ölfelder) und möglicherweise sogar auf das gut geschützte Atomprogramm des Iran. Herzi Halevi, Generalstabschef der israelischen Streitkräfte (IDF), sagte am 29. Oktober vor Piloten der Luftwaffe, dass der Iran „mit Fähigkeiten getroffen werden könnte, die wir dieses Mal nicht eingesetzt haben … und an Orten, die wir dieses Mal verschont haben“. Neokonservative Kriegstreiber in den USA stacheln Israel an, wie der ehemalige Geheimdienstoffizier der US-Armee, Jon Sweet, der am 30. Oktober in The Hill schrieb: „Israel braucht eine anhaltende Luftkampagne, um die Bedingungen für die Niederlage der Islamischen Republik Iran zu schaffen“, und dass „die Luftangriffe vom Freitag wahrscheinlich nur der Anfang waren … Israel ist der Entfernung des Kopfes der iranischen Hydra einen Schritt näher gekommen.“

Dann die Ukraine: Der russische Inlandsgeheimdienst FSB gab bekannt, dass eine ukrainische Sabotage- und Aufklärungsgruppe, der auch Söldner angehörten, am 27. Oktober erfolglos versucht hatte, die russische Grenze in der Region Brjansk zu durchbrechen. Der FSB-Bericht enthielt Bilder einiger Söldner, darunter eine Tätowierung auf dem Oberarm von einem, die einen Engel mit einem Gewehr in der Hand zeigte, mit einem Banner mit der Aufschrift „Ranger“ und „2d Bn“ – offenbar ein Hinweis auf das 2. Bataillon des 75. Ranger-Regiments der US-Armee. Am 30. Oktober zitierte die russische Nachrichtenagentur Sputnik einen Sicherheitsexperten, der zu dem Schluss kam, dass der Angriff auf Brjansk das eigentliche Ziel verfolge, „den Boden für einen weiteren, größeren Versuch zu bereiten, in diese russische Region einzudringen, auch mit NATO-Streitkräften“. Die in den Medien weit verbreitete Geschichte, dass Tausende nordkoreanischer Truppen in Russland ausgebildet würden und bald gegen die Ukraine eingesetzt werden sollten, lieferte bereits die durch nichts belegte Rechtfertigung für eine solche geplante Eskalation der NATO direkt gegen Russland.

Unabhängig vom Ausgang der US-Wahlen wird diese Realität der unmittelbaren Perspektive eines thermonuklearen Krieges auf der globalen Agenda bleiben. Aber auch das Ergebnis des BRICS-Gipfels in Kasan, der die dringende Forderung der Mehrheit der Weltbevölkerung nach einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur in den Mittelpunkt der globalen Agenda gerückt hat – mit einer offenen Einladung an die kooperativen Nationen der EU und sogar der NATO, sich diesen Bemühungen anzuschließen.

Wie die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, in ihrer wöchentlichen „Live-Dialog“ am 30. Oktober erklärte:

Das Treffen in Kasan bietet ein neues System der Beziehungen zwischen den Nationen, das auf den fünf Prinzipien des friedlichen Zusammenlebens beruht. … Das ist natürlich auch in der UN-Charta verankert. Wenn der Westen sich an die UN-Charta halten würde, hätte er kein Problem damit, sich dem anzuschließen….

Was dem im Wege steht, sind die Überreste der Geopolitik, die aus der Zeit der Imperien stammen, insbesondere des britischen Empires. Es ist bekannt, dass diese immer gerne Staaten manipulieren – indem sie sich mit dem schwächeren Staat gegen den stärkeren verbünden oder eine Art Landkarte schaffen, die Raum für die Manipulation von Grenzen und ethnischen Konflikten bietet….

Es ist wirklich eine Chance für die Menschheit, eine Katastrophe zu vermeiden, nämlich in einen Atomkrieg zu geraten, der alles Leben auf dem Planeten beenden würde – wenn wir uns dieser neuen Situation rechtzeitig anschließen können.“

Nehmen Sie diesen Freitag um 16.00 Uhr MEZ an dem Treffen der Internationalen Friedenskoalition teil. Mit dabei sind Jeremy Loffredo von der Gray Zone, Dr. James Cobey vom Vorstand des Palästinensischen Hauses der Freiheit in Washington DC und der „Stimmen aus dem Heiligen Land“, Dr. Chandra Muzaffar, Gründer und Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST) und andere.

Bitte beachten Sie, daß die USA noch nicht zur Winterzeit gewechselt sind, deshalb findet das Treffen der Internationalen Friedenskoalition diese Woche16.00 Uhr MEZ statt.

74. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Freitag, 1. November 2024

16.00 Uhr (MEZ)

Mit Jeremy Loffredo von der Gray Zone, Dr. James Cobey vom Vorstand des Palästinensischen Hauses der Freiheit in Washington DC und der „Stimmen aus dem Heiligen Land“, Dr. Chandra Muzaffar, Gründer und Präsident der Internationalen Bewegung für eine gerechte Welt (JUST) und andere

Zur Anmeldung


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