136. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Die Welt vor dem Abgrund retten
09. Januar 2026
17.00 Uhr
Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.
Nehmen Sie diese Woche an der Internationalen Friedenskoalition mit Richard Falk, emeritierter Professor für internationales Recht an der Princeton University, Vorsitzender des Kuratoriums des Euro-Mediterranean Human Rights Monitor und ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage in den palästinensischen Gebieten von 2008 bis 2014 und Oberst a. D. Alain Corvez, internationaler Berater, ehemaliger Berater des französischen Verteidigungs- und Innenministeriums, sowie weiteren besonderen Gästen, die in Kürze bekannt gegeben werden, teil.
Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.
Unter dem Titel „Schlimmer als gedacht: Die strategischen Auswirkungen des Angriffs auf Venezuela – die Welt vor dem Abgrund retten“ wird die Nachrichtenagentur EIR am Montag, 12. Januar, eine wegen der Dringlichkeit der Lage kurzfristig angesetzte internationale Expertendiskussion mit Helga Zepp-LaRouche und wichtigen Intellektuellen und politischen Führern veranstalten. Dabei geht es um den dramatischen strategischen Wandel der letzten zehn Tage und was dagegen getan werden kann. Es geht dabei um weit mehr als um Venezuela oder die westliche Hemisphäre. Der Planet gleitet rapide in einen Hobbes‘schen „Krieg aller gegen alle“ ab, in dem „die Begriffe von Recht und Unrecht, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit keinen Platz haben“.
Dies wurde heute auf schockierende Weise deutlich, als US-Streitkräfte – mit voller politischer und logistischer Unterstützung Großbritanniens – einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker in internationalen Gewässern des Nordatlantiks beschlagnahmten, nachdem sie ihn zwei Wochen lang aus der Karibik verfolgt und Streitkräfte und Ausrüstung über den Atlantik entsandt hatten. Dabei wurden im Rambo-Stil Hubschrauber-Kommandos eingesetzt. Unbestätigten Berichten zufolge war ein russisches U-Boot auf dem Weg, um dem russischen Tanker zu Hilfe zu kommen. Der laut den meisten Medienberichten leere Tanker soll Sanktionen gegen Öl aus Venezuela und dem Iran umgangen haben.
In einer Dringlichkeitserklärung vor dem Unterhaus über die Rolle Großbritanniens bei der Operation behauptete der britische Verteidigungsminister John Healey, dass der Tanker Teil „eines wachsenden Netzwerks von Schattenreedereien sei, die Instabilität schüren und finanzieren“ und dass „Russland eine eigene riesige Schattenflotte betreibt, um seine illegale Invasion der Ukraine zu finanzieren“.
Die Briten sind euphorisch, da sie glauben, nun die vollständige Konfrontation zwischen den USA und Russland sowie zwischen den USA und China orchestriert zu haben, die seit jeher ihr strategisches Ziel waren. Dabei soll Präsident Donald Trump endlich die ihm von den Briten zugewiesene Rolle spielen. Ein Artikel über die Operation in der Londoner Zeitung The Telegraph ließ die Katze aus dem Sack: „Die Schritte deuten darauf hin, dass ein nun mutigerer Trump bereit ist, sich den russischen Interessen entgegenzustellen, nachdem er Wladimir Putin wiederholt Zugeständnisse gemacht hat, um Frieden in der Ukraine zu erreichen.“ Übersetzung: Die Briten und ihre geopolitischen Partner werden alles tun, um die Beziehungen zwischen den USA und Russland und die Vereinbarungen, die Trump und Putin im August 2025 in Alaska getroffen haben, zu sabotieren.
„Dies stellt einen echten Phasenwechsel dar“, erklärte Helga Zepp-LaRouche zu den Ereignissen in ihrem internationalen Webcast vom 7. Januar. „Nicht, dass solche Interventionen der Vereinigten Staaten gegen Länder Lateinamerikas oder anderer Teile der Welt etwas Neues wären. … Das Einzige, was neu ist, ist die Unverfrorenheit, mit der all diese Dinge angekündigt werden, nach dem Prinzip der Schrecklichkeit – wir verbreiten so viel Angst und Schrecken und zeigen eine so präzise Militärmacht, dass sich niemand traut, sich uns zu widersetzen. Ich halte das für sehr kurzsichtig. Es ist ein weiterer letzter Schlag gegen die ohnehin schon nicht mehr existierende unipolare Welt … Aber das kann nicht mehr lange so weitergehen, denn die Mehrheit der Welt ist definitiv an einem globalen Regierungssystem interessiert, das vom Völkerrecht regiert wird, daher kann ich mir vorstellen, dass es eine enorme Gegenreaktion geben wird. Es wird vielleicht nicht einfach werden, und wir werden vielleicht noch einige weitere schreckliche Entwicklungen erleben, aber ich denke, dass der Trend der Geschichte letztendlich in Richtung Zivilisation und nicht in Richtung Barbarei geht.“
Ein Leitartikel der regierungsnahen chinesischen Tageszeitung Global Times vom 6. Januar spiegelt diese Stimmung deutlich wider: „Die überwiegende Mehrheit der Länder ist nicht bereit, zu einem Hobbes‘schen internationalen Dschungel zurückzukehren, in dem das Recht des Stärkeren über den Schwächeren herrscht.“
Was ist zu tun? Zweifellos werden in den kommenden Tagen weitere, vielleicht auch unerwartete Reaktionen aus Russland, China und den Ländern des Globalen Südens kommen. Aber es ist entscheidend, dass sich parallel dazu auch die Stimmen der Vernunft in den westlichen Ländern erheben.
Bei einer Reihe von Veranstaltungen geht es um dieses Thema. Am 9. Januar findet die 136. Sitzung der Internationalen Friedenskoalition statt. Bei einer Bürgerversammlung am 10. Januar wird Diane Sare, zweimalige Kandidatin für den US-Senat aus New York, ihre Kampagne für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten starten. Die EIR-Diskussionsrunde folgt am 12. Januar. „Nehmen Sie daran teil“, so Frau Zepp-LaRouche, „denn dort wird der Widerstand gegen Unilateralismus und für die Einhaltung des Völkerrechts organisiert.“














