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Live mit Helga Zepp-LaRouche: Iran-Krieg: Den Selbstmord der Zivilisation stoppen!, 11.03.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, veröffentlichte heute einen offenen Brief an Papst Leo XIV., in dem sie zunächst ihr Anliegen gegenüber dem Pontifex darlegte: „Ich schreibe Ihnen in dieser für die Menschheit so schweren Stunde, da Sie möglicherweise die einzige Person sind, die noch hoffen kann, einen Absturz in das zu vermeiden, was Sie selbst als ‚unwiderruflichen Abgrund‘ bezeichnet haben …“ Sie verwies auf die unmittelbare Gefahr, die von dem sich rasch ausweitenden Krieg gegen den Iran ausgeht.

In den letzten 48 Stunden wurde die Straße von Hormus trotz gegenteiliger Wunschvorstellungen für Öltanker gesperrt, und die Energieversorgung ist stark beeinträchtigt, da die USA und Israel anhaltende, massive Angriffe auf den Iran durchführen. Die malthusianischen (bzw. „satanischen“) Meister hinter dieser Politik messen ihren „Erfolg“ daran, dass sie die physische Produktion, moderne Standards der Hygiene und Langlebigkeit sowie die Institution souveräner Nationen zunichte machen. Und für sie ist die Unterbrechung der Energieversorgung ein großer Schritt in diese Richtung. Das sind die Vertreter der super dekadenten „Epstein-Klasse“, die in einer Fantasiewelt leben, die nur von Objekten ihrer Ausbeutung bevölkert ist.

Schauen Sie sich Mitteleuropa an. Heute hat Ungarn die Brüsseler EU-Clique aufgefordert, sich der Realität zu stellen und das Verbot für russisches Öl und Gas aufzuheben. Der slowakische Ministerpräsident Peter Fico warnte, die „rücksichtslose, grobe Verletzung“ des Völkerrechts durch die Clique habe eine Art von Draufgängertum bei Ukraines Selenskyj ausgelöst, der öffentlich dazu aufgerufen habe, den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu ermorden. Eine solche Geisteshaltung, so warnte Fico, könnte Selenskyj leicht dazu veranlassen, ein Nord Stream 2.0 zu starten und die berühmte Druschba-Ölpipeline von Russland nach Europa zu zerstören.

Die gleiche Krankheit breitet sich auch in den Vereinigten Staaten aus. Dreißig US-Kongressabgeordnete erhoben sich und prangerten die „Armageddonistische“ Infektion an, die verschiedene Militärkommandanten erfasst hat, angefangen beim Weltuntergangs-Psychopathen, Kriegsminister Pete Hegseth. Präsident Trump arbeitet weiterhin eng mit Hegseth in Bezug auf den Iran zusammen und erklärte gegenüber den Medien, der Bombenangriff auf die iranische Mädchenschule in der vergangenen Woche, ein „Double-Tap“-Angriff – ein Kriegsverbrechen –, sei vom Iran selbst durchgeführt worden! Später am selben Tag rief Trump jedoch den russischen Präsidenten Putin an, um die Krise im Iran zu besprechen. Obwohl die Einzelheiten dazu derzeit noch nicht bekannt sind, schlug Trump vor, sie sollten ihre Zusage, sich regelmäßiger zu beraten, erneuern.

Zepp-LaRouches Brief an Papst Leo XIV. interveniert in diese sich rapide verschärfende globale Krise und forderte direkt zum Handeln auf: „Ich schreibe Ihnen in dieser für die Menschheit so ernsten Stunde, da Sie möglicherweise die einzige Person sind, die noch hoffen kann, einen Absturz in das zu verhindern, was Sie selbst als ,unwiderruflichen Abgrund‘ bezeichnet haben, nämlich eine Eskalation des unprovozierten Krieges gegen den Iran zu einem potenziell globalen Atomkrieg, der alles Leben auf der Erde beenden würde.

In der letzten Zeit ist die Welt in eine radikal verschlechterte Phase eingetreten, in der das Völkerrecht für nicht existent erklärt wurde … und das Prinzip ,Macht geht vor Recht‘ zum Privileg der Mächtigen erhoben wird.“

Das Ergebnis seien unnötige Armut und Tod, doch noch schlimmer sei, dass die Menschheit vor der nuklearen Vernichtung steht. „Etwas, das ein positiver, vielleicht sogar entscheidender Schritt sein könnte, um das Bewusstsein der Welt zu wecken, wäre – im Geiste des Konzils von Florenz und der von Nikolaus von Kues herbeigeführten Einheit der Kirche, der die Delegationen der orthodoxen Kirche zu den Konzilen von Florenz und Ferrara brachte –, dass Sie, Eure Heiligkeit, und Patriarch Kirill von Moskau sowie Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel den mutigen Schritt tun und alle religiösen Führer der Welt sowie alle Menschen guten Willens, Gläubige und Nichtgläubige gleichermaßen, aufrufen, sich für die Verteidigung des Friedens einzusetzen.“

Unter Bezugnahme auf den Aufruf des Papstes vom vergangenen Herbst zur Methode des Denkens und Handelns des „Zusammenfalls der Gegensätze“, die ursprünglich von Kardinal Nikolaus von Kues vorgeschlagen wurde, als der Fall Konstantinopels 1453 die Anhänger eines einzigen Gottes zu erbitterten Kriegern gegeneinander zu machen drohte, erklärte Zepp-LaRouche: „ In einer Zeit, in der die Gefahr eines Weltkrieges besteht und einige den Mantel der Religion nutzen, um für ein baldiges Armageddon zu argumentieren, muss dieselbe Stimme der Vernunft erhoben werden … dass es nicht sein kann, dass Menschen sich im Namen Gottes gegenseitig töten.“

Sie schloss mit den Worten: „Wenn als erster Schritt die Kirchen des Westens und des Ostens sich zusammenschließen und sich aktiv und täglich für den Weltfrieden einsetzten, könnte dies die Mehrheit der Menschen dazu bewegen, sich für den Frieden zu engagieren, und so eine Veränderung in der Weltgeschichte zu bewirken und den Willen Gottes zu erfüllen, der die Welt sicherlich nicht geschaffen und der Menschheit die Vernunft geschenkt hat, damit sie durch deren Fehlen zerstört wird.“


„Handeln Sie genauso wie Nikolaus von Kues!“

Die folgende Erklärung wurde am 9. März von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, zur sofortigen und weiten internationalen Verbreitung und Unterstützung veröffentlicht. Wir ermutigen Religionsführer aller Glaubensrichtungen sowie Menschen guten Willens, diesen Offenen Brief zu unterzeichnen, um den für den Weltfrieden notwendigen Dialog der Zivilisationen dringend voranzutreiben.
(Das Formular zum Einsenden Ihrer Unterschrift finden Sie am Ende des Beitrags.)

Heiliger Vater,

ich schreibe Ihnen in dieser für die Menschheit so schweren Stunde, da Sie möglicherweise der einzige sind, der hoffentlich noch einen Absturz in den „unwiderruflichen Abgrund“ verhindern kann, wie Sie sich selbst ausgedrückt haben: eine Eskalation des unprovozierten Krieges gegen den Iran zu einem potenziell globalen Atomkrieg, der alles Leben auf der Erde beenden würde.

In letzter Zeit hat sich die Lage der Welt radikal verschlechtert: Das Völkerrecht wird als nicht mehr existent betrachtet, die „regelbasierte Ordnung“ entpuppt sich als Farce, und das Prinzip „Macht schafft Recht“ wird zum Privileg der Mächtigen erhoben. Infolgedessen leiden bereits Milliarden von Menschen unter einer dramatischen Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen, und unzählige Menschen haben bereits mit ihrem Leben bezahlt. Noch besorgniserregender ist jedoch: Wenn der Gang der Ereignisse nicht geändert wird, könnte es zur schlimmste Sünde kommen – zur Auslöschung der menschlichen Spezies infolge satanischer Wahnvorstellungen.

Millionen einfache Menschen fragen sich verzweifelt, was sie tun können, um den Lauf der Geschichte zu ändern, wenn viele Regierungen – insbesondere im Westen – offensichtlich nicht in der Lage sind, ihrer Verpflichtung nachzukommen und Schaden von den Menschen abzuwenden, wofür sie eigentlich verantwortlich sind. Wo sind die Institutionen, die in dieser späten Stunde Abhilfe schaffen können?

Ein positiver, vielleicht sogar entscheidender Schritt, um das Bewusstsein der Welt zu wecken, wäre, wenn Sie, Eure Heiligkeit, gemeinsam mit Patriarch Kirill von Moskau und Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel den mutigen Schritt unternehmen und alle religiösen Führer sowie alle Menschen guten Willens, Gläubige und Nichtgläubige gleichermaßen, aufrufen, sich für die Verteidigung des Friedens einzusetzen – ganz im Geiste des Konzils von Florenz und der von Nikolaus von Kues herbeigeführten Einheit der Kirche, als er die Delegationen der orthodoxen Kirche zu den Konzilien von Florenz und Ferrara zusammenbrachte.

In Ihrer Angelus-Predigt am 25. Oktober letzten Jahres haben Sie die Bedeutung des großen Philosophen und Kardinals Nikolaus von Kues und seine Vorstellung von der Coincidentia Oppositorum als notwendige Denkweise hervorgehoben, um „die Gegensätze in der heutigen Welt zusammenzuhalten“. Dieselbe Denkweise lag auch seinem wunderschönen Dialog De Pace Fidei („Über den Frieden im Glauben“) zugrunde, den er als Antwort auf die Eroberung Konstantinopels verfasste. Damit hob er das Denken der Menschen seiner Zeit auf die höchstmögliche Ebene, insbesondere die Erkenntnis, dass es nur einen Gott und eine Wahrheit gibt, die Gläubigen aller Religionen ungeachtet ihrer unterschiedlichen Riten und Praktiken erkennbar ist.

In einer Zeit, in der die Gefahr eines Weltkriegs besteht und einige im Schutze der Religion für ein baldiges Armageddon argumentieren, muss die Stimme der Vernunft erhoben und die Frage gestellt werden, die die Vertreter von 17 Nationen und Religionen in „De Pace Fidei” an Gott richteten: Es kann nicht sein, dass Menschen sich im Namen Gottes gegenseitig umbringen.

In diesem Moment äußerster Dringlichkeit sollten in der ganzen Welt die Glocken aller Kirchen zu läuten beginnen, in allen Moscheen sollte der Adhan ertönen, in allen Synagogen sollte das Schofar geblasen werden, um die Menschheit vor ihrer endgültigen Tragödie zu bewahren.

Wenn sich die Kirchen des Westens und des Ostens in einem ersten Schritt zusammenschlössen und sich täglich aktiv für den Weltfrieden einsetzten, könnte dies die Mehrheit der Menschen dazu bewegen, sich ebenfalls für den Frieden einzusetzen und die Weltgeschichte verändern. So könnte der Willen Gottes erfüllt werden, der die Welt sicherlich nicht geschaffen und den Menschen die Vernunft geschenkt hat, damit sie aus Mangel daran zerstört wird.

Helga Zepp-LaRouche

Gründerin des Schiller-Instituts


Kämpfen wir für die Schönheit der menschlichen Seele!

Von Helga Zepp-LaRouche

Das abgrundtiefe Ausmaß der Verderbtheit der Kundschaft des verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein sendet Schockwellen um den ganzen Globus. Den Menschen wird langsam klar, daß diese Form der modernen Sklaverei nicht nur eine große Gruppe von Millionären und Milliardären betrifft, die danach streben, Billionäre zu werden, sondern daß Teile des Establishments – die oberen Ränge des inneren Kreises – diese weitreichende moderne Sklaverei toleriert, ja sogar befürwortet haben.

Die Menschen erkennen, daß nicht nur die auffällig vielen Milliardäre waren, die diese Verbrechen vertuschten, sondern auch die Establishments in praktisch allen Regierungen des kollektiven Westens, indem sie jahrzehntelang keinerlei Ermittlungen durchführten.

Es ist wichtig zu verstehen, daß die Einstellung der Täter, die unzählige junge Frauen, Mädchen und Kinder sexuell mißbrauchten, dieselbe Einstellung ist wie die hinter der räuberischen Wirtschaftspolitik der internationalen Finanzinstitutionen, sowohl gegenüber den Entwicklungsländern als auch gegenüber den ärmeren Teilen der eigenen Gesellschaft, und daß dieselbe Einstellung auch für die skrupellose Profitgier im Militärisch-Industriellen Komplex verantwortlich ist, wo Profit gleichbedeutend mit Krieg und dem Töten von Millionen Menschen ist. Tatsächlich sind es oft ein und dieselben Personen, die in diesen verschiedenen Bereichen das Sagen haben.

Wenn man sich fragt, warum die Welt heute in einem so schrecklichen Zustand ist – mit offenem Völkermord, der Zerstörung der Gesundheitssysteme und der völligen Mißachtung menschlichen Lebens und menschlicher Werte –, dann muß man erkennen, daß all das auf die Einstellung dieser Milliardäre zurückzuführen ist, die Billionäre werden möchten.

Wenn man mit solch unglaublichen Greueltaten konfrontiert wird, gibt es zwei mögliche Reaktionen. Die eine ist, mit Verzweiflung zu reagieren und sich schließlich an eine Gesellschaft anzupassen, die nicht mehr menschlich ist. Oder man sagt, „Genug ist genug, eine Grenze hat Tyrannenmacht“, und beschließt, eine neue weltweite Renaissance zu schaffen.

Die Verfasserin hat „Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ verfaßt, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten berücksichtigen muß – nicht als endgültiger Wortlaut, sondern als Denkanstoß, wie eine solche neue Architektur geschaffen werden kann.1 Das Zehnte Prinzip lautet:

„Die Grundannahme des neuen Paradigmas ist, daß der Mensch grundsätzlich gut ist und fähig ist, die Kreativität seines Geistes und die Schönheit seiner Seele unendlich zu vervollkommnen, und daß er die am weitesten entwickelte geologische Kraft im Universum ist, was beweist, daß die Gesetzmäßigkeit des Geistes und die des physischen Universums in Übereinstimmung und Kohäsion stehen und daß alles Böse das Ergebnis eines Mangels an Entwicklung ist und daher überwunden werden kann.“

Derzeit entsteht eine neue Weltwirtschaftsordnung, an der die überwiegende Mehrheit der Länder des Globalen Südens beteiligt ist. Die europäischen Länder und die USA dürfen sich diesen Bemühungen nicht widersetzen, sondern müssen sich mit den Entwicklungsländern zusammenschließen und gemeinsam daran arbeiten, die nächste Epoche der Entwicklung der Menschheit zu einer Renaissance der höchsten und edelsten Ausdrucksformen der Kreativität zu gestalten!

Laßt uns daher eine internationale Bewegung von Weltbürgern ins Leben rufen, die gemeinsam daran arbeiten, die nächste Phase in der Evolution der Menschheit, eine neue Epoche, zu gestalten! Weltbürger aller Länder, vereinigt euch!

Es hat sich herausgestellt, daß die Vorstellung, daß der Mensch von Natur aus gut ist, sehr umstritten ist und von vielen Menschen angezweifelt wird. Aber der Mensch ist natürlich mit einem freien Willen ausgestattet und kann mindestens bis zu einem gewissen Grad selbst entscheiden, ob er ein Mensch werden will, der sich selbst vervollkommnet, oder ob er sich bewußt für das Böse entscheidet.

Ich denke, daß es nur sehr wenige Menschen sind, die sich bewußt dafür entscheiden, böse zu sein und auf satanische Weise zu handeln. Die überwiegende Mehrheit der Menschen ist gut, wenn man sie läßt, aber sie sind so sehr von den Lasten ihres Alltags niedergedrückt, daß sie weder die Zeit noch die Mittel haben, alle ihnen gegebenen Möglichkeiten zu entfalten.

Doch jetzt ist der Moment gekommen, in dem wir uns angesichts des modernen Sklavensystems, das uns die Epstein-Klasse aufgezwungen hat, an die Ideen erinnern müssen, die Friedrich Schiller in seinem Wilhelm Tell zum Ausdruck gebracht hat:

„Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht! Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden, wenn unerträglich wird die Last – greift er hinauf getrosten Mutes in den Himmel, und holt herunter seine ew‘gen Rechte, die droben hangen unveräußerlich und unzerbrechlich wie die Sterne selbst. Der alte Urstand der Natur kehrt wieder, wo Mensch dem Menschen gegenübersteht – zum letzten Mittel, wenn kein andres mehr verfangen will, ist ihm das Schwert gegeben. Der Güter höchstes dürfen wir verteid‘gen gegen Gewalt. Wir steh‘n vor unser Land, wir steh‘n vor unsre Weiber, unsre Kinder!“

Genau die gleiche Idee findet sich in der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung:

„Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich: daß alle Menschen gleich geschaffen sind, daß sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind, darunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit. Um diese Rechte zu sichern, werden unter den Menschen Regierungen eingerichtet, die ihre gerechte Macht aus der Zustimmung der Regierten ableiten. Wenn eine Regierungsform diesen Zielen zuwiderläuft, hat das Volk das Recht, sie zu ändern oder abzuschaffen und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solchen Grundsätzen beruht und deren Macht in einer Form organisiert ist, die ihm am ehesten geeignet erscheint, seine Sicherheit und sein Glück zu gewährleisten.“

Um eine solche Form des Oligarchentums zu besiegen, brauchen wir eine neue Renaissance der besten Traditionen aller Kulturen und Zivilisationen. Der Schlüssel dazu ist das Konzept der ästhetischen Erziehung, das Friedrich Schiller entwickelt hat, als er sah, wie die Französische Revolution – die anfangs ein sehr hoffnungsvolles Unterfangen war und allen republikanischen Kreisen in Europa Hoffnung gab, das Beispiel der Amerikanischen Revolution könne in Europa wiederholt werden – durch den Jakobinerterror ruiniert wurde. Als Reaktion auf diese Erfahrung schrieb Schiller seine Ästhetischen Briefe und sagte: „Der große Moment findet ein kleines Geschlecht.“ Objektiv waren alle Voraussetzungen gegeben, aber subjektiv war das Volk zu kleingeistig. Er entwickelte die Ästhetische Erziehung als Methode zur Veredelung des Volkes, um sicherzustellen, daß nie wieder ein solches Scheitern kommen würde.

In den Briefen stellt er die Frage, woher die Veränderung kommen soll, wenn die Regierungen korrupt und verdorben sind und die Mehrheit der Menschen zu schwach und niedergedrückt ist, um die Veränderung herbeizuführen. Schiller beantwortete dieses Dilemma mit der Idee, daß die Veränderung nur durch Schönheit und klassische Kunst kommen kann, die den Menschen in seinen Momenten der Muße erhebt: Indem man immer wieder dem höchsten Ideal des Menschen ausgesetzt ist – wie es in den klassischen Kompositionen von Bach oder Beethoven zum Ausdruck kommt, in der Schönheit und den erhabenen Vorstellungen der Dramen von Shakespeare und Schiller, in der lyrischen Zärtlichkeit der Gedichte von Shelley und Heine, in dem hohen Maß an Selbstbewußtsein in den Gemälden von Rembrandt oder in dem erhebenden Geist der großen Kathedralen –, wird man zu einem besseren Menschen, vorausgesetzt, man nimmt die in diesen Werken zum Ausdruck kommende schöpferische Kraft zum Kompaß für die eigene Selbstvervollkommnung. Vor allem aber braucht es das Gefühl der Agapē, der selbstlosen Liebe zur Menschheit, sowohl als Leitstern für unser gesamtes Leben als auch als konkrete Orientierung in der Haltung gegenüber unseren Mitmenschen.

Schiller entwickelte von allen Dichtern und Philosophen das edelste Menschenbild, indem er die Idee definierte, daß jeder Mensch das Potential hat, eine schöne Seele zu werden – ein Mensch, für den Freiheit und Notwendigkeit, Leidenschaft und Pflicht eins sind und der seine Gefühle so weit geschult hat, daß er ihnen blind vertrauen kann, weil sie ihm niemals etwas anderes raten werden als das, was die Vernunft gebietet.

Der einzige Mensch, der diese Bedingung erfüllt, ist das Genie, denn nur das Genie verändert die Gesetze auf gesetzmäßige Art und Weise, indem es neue Freiheitsgrade und neue Konzepte in Wissenschaft und Kunst schafft.

Wir brauchen jetzt eine Renaissance der besten Traditionen aller Kulturen und Zivilisationen. Sie müssen in einen Dialog der Zivilisationen treten, in dem diese durch das Kennenlernen der Schönheit und der Wunder von Poesie, Musik, Malerei und aller anderen Kunstformen der anderen Zivilisationen – durch die Entdeckung neuer Dimensionen der Architektur unseres Universums – sich gegenseitig inspirieren und durch den Dialog untereinander etwas noch Schöneres als alle bestehenden Kulturen und Zivilisationen schaffen werden.

Wir veröffentlichen diesen Bericht, um der Bevölkerung zu zeigen, wie ein und dieselbe Denkweise private Verbrechen, kriminelle Geschäftsmethoden und Kriegspolitik motiviert. Aber diese können wir nur besiegen, wenn wir die schöne Vision dessen aufrichten, was Menschen erreichen können, indem sie sich in dem Bestreben vereinen, die Menschenwürde zu retten.

Wenn wir uns als internationale Bewegung von Weltbürgern um dieses Konzept vereinen, dann werden wir in wenigen Jahren auf das obszöne Spektakel der Epstein-Klasse als letzte Phase des oligarchischen Systems zurückblicken können – als das letzte beschämende Kapitel einer Zeit, in der sich Menschen noch nicht wie Menschen verhalten haben. Wir werden bewiesen haben, wie solche Unmoral durch Entwicklung überwunden werden kann.

Schließen Sie sich also unserer Bewegung der Weltbürger an, und lassen Sie uns freudig und entschlossen eine neue, schönere Ära der Menschheit schaffen, die dem gerecht wird, was die menschliche Gattung wirklich ist – nämlich die einzige kreative Gattung, die bisher im Universum bekannt ist.

Anmerkung

  1. Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur,
    Helga Zepp-LaRouche, Schiller-Institut.

Nach dem US-Angriff auf den Iran: Hat der Dritte Weltkrieg schon begonnen?

von Helga Zepp-LaRouche

Die Vorsitzende des Schiller-Instituts eröffnete das Online-Krisenforum am 2. März mit den folgenden Bemerkungen. (Übersetzung aus dem Englischen.)

Sehr geehrte Damen und Herren, Weltbürger aus vielen Ländern, ich heiße Sie herzlich willkommen. Wir treffen uns hier in einem Moment, der wahrscheinlich der schwerwiegendste in der Weltgeschichte ist. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Dritte Weltkrieg bereits begonnen hat. Mit dem unprovozierten Angriff der Vereinigten Staaten auf die Republik Iran sind wir nun in eine Eskalationsspirale geraten, die innerhalb kurzer Zeit zu einem globalen Atomkrieg eskalieren könnte.

Es ist daher dringend erforderlich, daß alle Bürger guten Willens mobilisieren, um ihre Regierungen und Parlamente in allen Ländern der Welt aufzufordern, alle militärischen Aktionen sofort einzustellen und zur Diplomatie zurückzukehren.

Laut einem Bericht von Reuters teilte das Pentagon dem US-Kongreß kurz vor dem Angriff mit, es gebe keine Anzeichen dafür, daß der Iran die Vereinigten Staaten zuerst angreifen werde. Es handelte sich also um einen Angriffskrieg. Mit dem Angriff auf den Iran und der Ermordung des Obersten Führers Ajatollah Chamenei – der nun zum Märtyrer erklärt wurde – kam diese Tötung der Ermordung des höchsten Führers des Christentums, des Papstes, gleich. Wir befinden uns nun in einer Dynamik, die zu einer Eskalation führen könnte, die, wenn sie nicht gestoppt wird, das Ende der Zivilisation in einem globalen Atomkrieg bedeuten würde, gefolgt von einem nuklearen Winter, in dem alles Leben auf der Erde ausgelöscht würde.

Wir schließen uns daher dem Appell von Papst Leo XIV. an, seinem Aufruf an die Welt, an alle Nationen, sich ihrer moralischen Verantwortung für die Suche nach Frieden zu erinnern. Der Papst sagte nach seinem jüngsten Sonntags-Angelus: „Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen oder durch Waffen erreichen, die Zerstörung, Leid und Tod bringen, sondern nur durch einen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog. Angesichts der Möglichkeit einer Tragödie von enormem Ausmaß richte ich einen eindringlichen Appell an die beteiligten Parteien, die moralische Verantwortung zu übernehmen, die Spirale der Gewalt zu stoppen, bevor sie zu einem unüberwindbaren Abgrund wird. Möge die Diplomatie ihre Rolle wiederfinden und das Wohl der Völker gefördert werden, die sich nach einem friedlichen Zusammenleben auf der Grundlage der Gerechtigkeit sehnen. Und beten wir weiterhin für den Frieden“, so der Papst.1

Der Angriff der USA auf den Iran ist eine Wiederholung des Angriffs der USA auf den Irak im Jahr 2003, wo nun durch die Aussagen aktiver Beteiligter zu 100% belegt ist, daß alle verantwortlichen US-Beamten im Voraus wußten, daß Saddam Hussein weder über Massenvernichtungswaffen verfügte noch eine Bedrohung für andere Länder darstellte. Es handelte sich um einen vorsätzlichen, mutwilligen Massenmord. Ebenso basierte der Angriff Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran im Juni 2025 auf Lügen, daß der Iran angeblich innerhalb weniger Tage über Atomwaffen verfügen werde, wobei die Fatwa des obersten religiösen Führers Chamenei ignoriert wurde, daß das Ziel, Atomwaffen zu besitzen, im Widerspruch zum islamischen Recht stehe und daher nicht verfolgt werde.

Bei ihrem jüngsten Angriff gaben die Vereinigten Staaten wieder vor, in Genf mit dem Iran zu verhandeln, während sie einen Angriff vorbereiteten, den Trump Quellen zufolge bereits viele Tage zuvor beschlossen hatte. Verschiedenen Berichten zufolge, darunter einem des Analysten John Helmer, hatte der Iran in den Verhandlungen den Bedingungen für die Urananreicherung zugestimmt und wahrscheinlich auch zugestimmt, die Hisbollah, die Iraker und die Huthis nicht mehr zu unterstützen. Offenbar war es für den Iran inakzeptabel, sein Raketenprogramm aufzugeben, das er offensichtlich als entscheidend für seine Selbstverteidigung ansah.

Diesen Quellen zufolge warnte General Daniel Caine, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, Präsident Trump, ein konventioneller Angriff auf den Iran und auf die Nuklearanlagen und Raketenvorräte werde nicht erfolgreich sein, und riet daher zu einem „Balanceakt”.

Unterdessen ist die Meldung eingetroffen, daß die kürzlich vom Pentagon durchgeführte Krisensimulation „2035 Overmatch Brief” Quellen zufolge gezeigt hat, daß chinesische Hyperschallraketen den US-Flugzeugträger USS General Ford versenken könnten. Und das französische Magazin Journal du Dimanche berichtete laut anderen Kontakten, daß die Chinesen diese CM-302-Raketen an den Iran geliefert haben. Die Frage sei, ob die Chinesen auch den Schlüssel zu deren Einsatz lieferten. Andere Quellen berichten, die Iraner hätten elektronische Störgeräte erhalten, um den Start amerikanischer F-35-Kampfflugzeuge vom Flugzeugträger zu verhindern.

Nun berichten auch viele Analysten, die mit den militärischen Aspekten der Ereignisse bestens vertraut sind, daß die Bestände an US-Abfangraketen nur für etwa ein bis zwei Wochen reichen – während Präsident Trump nun angekündigt hat, daß dieser Krieg etwa vier Wochen dauern wird – und daß die amerikanischen Munitionsvorräte wegen der massiven Waffenlieferungen an Israel zur Zerstörung Gazas sowie an die Ukraine auf einen sehr kurzen Zeitraum, vielleicht ein bis zwei Wochen, geschrumpft sind.

Es wird auch berichtet, daß offenbar bei den jüngsten Treffen von Ministerpräsident Netanjahu mit Trump in Miami mitgeteilt wurde, Israel betrachte die iranischen Raketen als existenzielle Bedrohung und habe keine andere Wahl, als anzugreifen und dagegen Atomwaffen einzusetzen, unabhängig davon, ob die USA damit einverstanden sind oder nicht.

Natürlich sind sich Rußland und China all dessen sehr bewußt. Wenn Israel Atomwaffen gegen den Iran einsetzt, werden Rußland und China dann tatenlos zusehen können, wie eines ihrer BRICS-Länder zerstört wird?

Die Vorgeschichte
Machen wir einen Schritt zurück und betrachten, wie es zu dieser Situation gekommen ist.

Ich denke, wir müssen bis ins Jahr 1991 zurückgehen. Nach dem Ende des Kalten Krieges erkannten die Vereinigten Staaten – und das ist erst 35 Jahre her – und alle anderen, daß es eine realistische Möglichkeit für eine Friedensordnung für das 21. Jahrhundert gab. Und viele Menschen – Hans-Friedrich Genscher, Gorbatschow, Jack Matlock und viele andere – haben darüber gesprochen. Sie erkannten, daß es eine Chance für eine neue Friedensordnung gab. Die Menschen sprachen von einem „gemeinsamen europäischen Haus“, einer Sicherheitsordnung von Wladiwostok bis Lissabon. Es war sogar die Rede davon, daß Rußland der NATO beitreten könnte, da es plötzlich keinen Feind mehr gab.

Aber diese historische Chance, eine dauerhafte Friedensordnung für das 21. Jahrhundert zu schaffen, wurde verpaßt, weil die Neokonservativen in den Vereinigten Staaten und Großbritannien beschlossen, eine unipolare Welt auf der Grundlage der anglo-amerikanischen Sonderbeziehung zu schaffen, wobei sie das Britische Empire als Vorbild nahmen. Dies ging einher mit Farbrevolutionen, der sechsmalige Osterweiterung der NATO – entgegen dem Versprechen, „keinen Zentimeter“ nach Osten vorzustoßen –, Regimewechsel in vielen Ländern und den berüchtigten Interventionskriegen in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien usw.

All diese Versuche resultierten in einem dramatischen Rückschlag; die Länder des Globalen Südens, die heute eine Globale Mehrheit von 85% der Menschheit repräsentieren, beschlossen, ihr Recht auf wirtschaftliche Entwicklung zu behaupten und durchzusetzen. Dies wurde im wesentlichen durch den Aufstieg Chinas und durch Bemühungen wie die Gürtel- und Straßen-Initiative und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit ermöglicht, die versuchen, ein neues Wirtschaftssystem zu schaffen.

Die jüngsten Sicherheitsdoktrinen der Vereinigten Staaten, wie die Nationale Sicherheitsstrategie und andere US-Doktrinen, lassen keinen Zweifel daran, daß die Vereinigten Staaten auch in der zweiten Amtszeit der Trump-Regierung beabsichtigen, die dominierende Kraft in der Welt zu sein, und offensichtlich entschlossen sind, diese Bemühungen um die Schaffung eines Systems der gleichberechtigten Partnerschaft für alle zunichte zu machen.

Das Erstaunliche ist, daß die europäische „Koalition der Willigen“ – Großbritannien, Frankreich und Deutschland – nun nicht den Angriff der USA auf den Iran kritisiert, einen unprovozierten Akt der Aggression, der einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht darstellt, sondern sie behaupten, man müsse die Vergeltungsmaßnahmen des Iran gegen US-Stützpunkte in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens verurteilen. Sie behaupten sogar, in solchen Situationen könne nicht immer das Völkerrecht anwenden. Damit stehen sie sogar im Widerspruch zu den Demokraten in den USA, die Trumps Angriff scharf verurteilen. Haben diese drei europäischen Regierungen ihren moralischen Kompaß verloren, wenn sie argumentieren, in diesem Fall könne das Völkerrecht außer acht gelassen werden?

Der Kurs muß geändert werden!
Sagen wir es ganz klar: Wir befinden uns möglicherweise bereits mitten im Dritten Weltkrieg und müssen daher dringend den Kurs umkehren und zur Diplomatie zurückkehren. Das ist es, was wir tun müssen! Ich bitte daher die Teilnehmer dieser Konferenz – also Sie alle –, einen dringenden Appell an alle Regierungen, Parlamente, den UN-Sicherheitsrat und die UN-Generalversammlung zu richten, zum Völkerrecht und zur Diplomatie zurückzukehren. Diese Rückkehr zur Diplomatie muß im Geiste des Westfälischen Friedens erfolgen, der zustande kam, weil die Kriegsparteien erkannten, daß niemand mehr einen Sieg genießen könnte, wenn sie den Krieg fortsetzen, weil alle tot wären.

Gilt das nicht auch heute, im Zeitalter der thermonuklearen Waffen, wo niemand mehr am Leben sein wird, wenn es so weitergeht? Wir stehen daher vor einer Bewährungsprobe für die Menschheit. Sind wir moralisch fähig zu überleben? Wir müssen die dringende Notwendigkeit einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf den Tisch bringen, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf diesem Planeten berücksichtigt.

Ich habe Zehn Prinzipien verfaßt,2 in denen ich darlege, worum es bei solchen Verhandlungen gehen muß. Dazu gehört dringend eine geordnete Neuordnung des völlig bankrotten Weltfinanzsystems, wie mein verstorbener Ehemann Lyndon LaRouche in dem Videoclip, den Sie zu Beginn gesehen haben, gewarnt hat.

Laßt uns daher das schönste Menschenbild hervorrufen, das jeder von uns in sich trägt und an das er jemals gedacht hat, um mit Mut und Liebe für die Menschheit zu handeln! Fordern wir die Vereinigten Staaten und alle anderen Länder nachdrücklich auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und verantwortungsbewußt zu handeln, denn unsere Existenz als Menschheit steht auf dem Spiel. Vielen Dank.

Anmerkungen

  1. Angelus, Papst Leo XIV., Petersplatz am 01.03.2026, Website des Vatikans.
  2. Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur
    Helga Zepp-LaRouche, Schiller-Institut.


Internationale Friedenskoalition #144, 06.03.2026, 17.00 Uhr

Eine Grenze hat Tyrannenmacht

144. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Eine Grenze hat Tyrannenmacht

6. März 2026
17.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Schließen Sie sich diese Woche der Internationalen Friedenskoalition mit folgenden Rednern an:

– Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, Initiatorin der Internationalen Friedenskoalition
– María de los Ángeles Huerta (Mexiko), ehemalige Kongressabgeordnete Mexikos
– Dr. Beatriz Bissio, außerordentliche Professorin am Postgraduiertenprogramm für Vergleichende Geschichte / Bundesuniversität Rio de Janeiro
– François Martin, französischer Geheimdienststratege

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Während einer Pressekonferenz am Mittwoch, dem 4. März, prahlte der aufgeblasene und brutale „Kriegsminister“ Pete Hegseth: „Amerika gewinnt den Krieg gegen den Iran entscheidend, vernichtend und gnadenlos … Dies sollte nie ein fairer Kampf sein. Und es ist kein fairer Kampf. Wir schlagen auf sie ein, während sie am Boden liegen, und genau so sollte es auch sein.“

So schockierend und beunruhigend diese Aussage auch ist, so wenig überraschend ist sie leider. Jemand wie Hegseth verkörpert lediglich eine jahrzehntelange kulturelle Degeneration, die sich in der „Epstein-Klasse“ manifestiert, einem Establishment, das Menschen ausnutzt, um seine eigenen perversen Wünsche zu befriedigen – sowohl in der Politik als auch im persönlichen Vergnügen.

Besonders besorgniserregend sind Berichte der Military Religious Freedom Foundation (MRFF), die seit Beginn der Operation gegen den Iran am 28. Februar mit gleichlautenden Beschwerden von Unteroffizieren überschwemmt wird, so MRFF-Chef Mikey Weinstein:

„Unsere MRFF-Klienten berichten von der grenzenlosen Euphorie ihrer Kommandeure und Befehlsketten darüber, dass dieser neue, ‚biblisch sanktionierte‘ Krieg eindeutig ein unbestreitbares Zeichen für das rasche Herannahen der fundamentalistischen christlichen ‚Endzeit‘ ist, wie sie im Buch der Offenbarung im Neuen Testament anschaulich beschrieben wird“, sagte Weinstein. „Viele Kommandeure sind vor allem begeistert davon, wie grausam dieser Kampf sein wird, und konzentrieren sich darauf, wie blutig das alles werden muss, um die fundamentalistische christliche Endzeit-Eschatologie zu erfüllen und zu 100 Prozent mit ihr übereinzustimmen“, fügte er hinzu.

Kein Wunder, dass der Fundamentalist Hegseth lediglich murmelte: „Ich kann nur sagen, dass wir das untersuchen“, als er zu dem Bombenanschlag auf eine Mädchenschule im Süden des Iran befragt wurde, bei dem am 28. Februar Berichten zufolge mehr als 150 Kinder getötet wurden.

In ihrem internationalen Webcast vom 4. März warnte Helga Zepp-LaRouche eindringlich: „Wenn diese Art von religiösem Fundamentalismus, der unter einigen amerikanischen christlichen Rechten und auch unter einigen zionistischen Elementen vorherrscht, die Oberhand gewinnt, dann gibt es keine Rationalität mehr… Wenn es zu einem Religionskrieg auf dieser Ebene kommt, einschließlich des Einsatzes von Atomwaffen, dann sollten die Menschen das meiner Meinung nach besser ernst nehmen.“

Was ist angesichts einer solchen fanatischen Irrationalität, die die Existenz der Zivilisation bedroht, zu tun?

Es gibt zwei mögliche Reaktionen, so Helga Zepp-LaRouche in dem gerade erschienenen EIR-Bericht „Das Empire steht nackt da! Die Oligarchie ist am Ende, nicht nur Epstein“. „Entweder verzweifelt man und passt sich schließlich an eine Gesellschaft an, die nicht mehr menschlich ist. Oder man sagt: Es reicht, eine Grenze hat Tyrannenmacht! Und man beschließt, eine neue weltweite Renaissance zu schaffen.“

Die zweite Option ist wirklich die einzig menschliche Wahl, die wir haben. Obwohl einige einfältige und/oder unterwürfige Staats- und Regierungschefs den Angriff der USA und Israels auf den Iran loben, bestehen viele andere Nationen weltweit darauf, dass das Völkerrecht eingehalten und der Konflikt schnell beendet werden muss.

Angesichts der wachsenden Gefahr eines Atomkrieges hat Helga Zepp-LaRouche wiederholt gefordert, dass die Regierungen eine Konferenz einberufen, um eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zu schaffen, die die Interessen jeder einzelnen Nation berücksichtigt. Ein solcher dringender Paradigmenwechsel, der ausführlich beim EIR-Roundtable am 2. März diskutiert wurde, muss die wissenschaftlich wahre – und nicht fundamentalistisch entartete – Natur des Menschen widerspiegeln: Die eines kreativen Wesens, dessen Entdeckungskraft die Entwicklung des gesamten Universums vorantreibt.

Die Frage ist, ob wir als Spezies dieser Herausforderung gewachsen sind, zum Wohle der jetzt lebenden Milliarden und den Billionen Menschen, die hoffentlich nach uns kommen werden.

Epstein und die grenzenlose Verkommenheit der „Eliten”: Wir brauchen dringend eine kulturelle Renaissance!
E.I.R. Dringlichkeitsforum / Zoom-Sonderkonferenz der Bewegung von Weltbürgern

EIR-Sonderbericht: Das Imperium hat keine Kleider an!

Während ein sterbendes Imperium in allen Teilen der Welt, vom Iran über Gaza bis zur Ukraine und Venezuela, die Hunde des Krieges entfesselt, hat EIR einen Sonderbericht veröffentlicht, um den Schleier vor den wahren Hintergründen zu lüften. Diese Konflikte sind nicht das Ergebnis regionaler Probleme. Sie sind von geopolitischen Interessen motiviert: Die globale „Alles-Blase“ platzt, und die Länder der Globalen Mehrheit haben mit dem Aufstieg der BRICS nun eine Alternative zum Kolonialismus.

Wesentlich am Fall Epstein sind nicht die reißerischen Details, auf die sich die Mainstream-Propagandamedien konzentrieren, sondern die inneren Abläufe dieses sterbenden Imperiums. Lesen Sie hier den Bericht (auf englisch) oder kaufen Sie den deutschen EIR-Sonderbericht “Was steckt wirklich hinter Jeffrey Epstein?“


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Den Wahnsinn des Irankrieges stoppen!, 04.03.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Der Botschafter der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, stand vor dem UN-Sicherheitsrat und bezeichnete die Vergeltungsschläge des Iran als „unprovoziert“. Die Vereinigten Staaten und Israel haben drei Tage lang ununterbrochen einen souveränen Staat bombardiert, seinen Führer und Dutzende hochrangiger Beamter getötet, und wenn dieser Staat zurückschlägt, wird das Wort „unprovoziert“ gewählt. Das ist keine Verdrehung der Tatsachen. Das ist die Auslöschung der Vernunft, das Vokabular einer Hegemonialmacht, die glaubt, ihre Handlungen definierten das Gesetz, und erwartet, dass der Rest der Welt mitzieht.

Viele Regierungen kommen dieser Erwartung nach. Großbritannien hat seine Stützpunkte geöffnet und betont gleichzeitig, es befinde sich nicht im Krieg. Der deutsche Außenminister lehnt die Relevanz des Völkerrechts ab. Frankreich erklärte sich „zufrieden“ mit der Tötung von Khamenei. Die E3 verurteilte die Vergeltungsmaßnahmen des Iran, ohne ein Wort über den Angriff zu verlieren, der sie provoziert hatte. Die Präsidentin der Europäischen Kommission fordert einen „Regimewechsel“. Brüssel, das unter Druck gesetzt wurde, sich zur Rechtmäßigkeit der Angriffe zu äußern, lenkte das Thema auf die Menschenrechtsbilanz des Iran, als ob man ein Land ohne UN-Genehmigung bombardieren dürfe, wenn es einem nicht passt.

Eine europäische Regierung sagte Nein: Spanien verwehrte den US-Streitkräften den Zugang zu seinen Stützpunkten und zwang Tankflugzeuge, Rota und Morón zu verlassen. „Spanische Militärstützpunkte werden nicht für etwas genutzt, das außerhalb des Abkommens mit den Vereinigten Staaten und der Charta der Vereinten Nationen liegt“, sagte Außenminister José Manuel Albares. Der israelische Außenminister warf Spanien vor, „auf der Seite aller Tyrannen der Welt zu stehen“. Diese Beleidigung sagt mehr über die Spötter aus als über die Verspotteten. Madrid hat sich für das Völkerrecht eingesetzt – etwas, das heutzutage viel zu selten vorkommt.

Das Ziel ist nicht, eine neue Regierung in Teheran zu installieren. Es geht darum, die Fähigkeit des Iran, als souveräner Staat zu funktionieren, zu zerstören und eine Botschaft an alle Nationen zu senden, die nach strategischer Unabhängigkeit streben. Wenn man die Rhetorik beiseite lässt, bleibt es ein Krieg, der das Entstehen einer multipolaren Welt verhindern soll – geführt von zwei Atommächten gegen ein Land, das keine Atomwaffen besitzt und das am Abend vor Beginn der Bombardierungen über den Außenminister Omans im amerikanischen Fernsehen angeboten hatte, die von Washington geforderten Kernbedingungen für den Atomausstieg zu akzeptieren – keine Wiederaufbereitung, Beseitigung der Lagerbestände –, wobei Langstreckenraketen und regionale Stellvertreter auf dem Tisch blieben. Laut dem Analysten John Helmer war der Knackpunkt das iranische Raketenprogramm, das Teheran als überlebenswichtig ansah. Die Antwort darauf war nicht, weiter zu verhandeln, sondern mit den Bombardierungen zu beginnen, obwohl die Gesandten noch am Verhandlungstisch in Genf saßen.

Die Energieinfrastruktur am Persischen Golf wird angegriffen, die europäischen Gaspreise sind um 50 % gestiegen, und die Straße von Hormus ist für die Schifffahrt gesperrt. Israel bombardiert erneut den Libanon. Der iranische Außenminister hat eingeräumt, dass die Militäreinheiten nach vorgegebenen Anweisungen ohne zentrale Befehlsgewalt operieren. Der pensionierte US-Oberstleutnant Daniel Davis, ein viermaliger Kriegsveteran, hat gewarnt, dass die Vorräte an amerikanischen Abfangraketen nur noch für zwei bis drei Wochen reichen könnten, während der Iran jahrzehntelang Waffen unterirdisch gelagert hat und Berichten zufolge trotz Sanktionen immer noch 100 Raketen pro Monat produzieren kann.

Die Frage, die über allem schwebt, ist, ob Israel auf Atomwaffen zurückgreifen wird, wenn die iranischen Raketentruppen überleben – keine Hypothese, wenn Helga Zepp-LaRouches Darstellung zutrifft, dass Netanjahu Trump bereits mitgeteilt hat, dass Israel iranische Raketen als existenziell betrachtet und mit oder ohne Zustimmung der USA handeln könnte.

Zepp-LaRouche forderte die Bürger aller Länder auf, von ihren Regierungen die Einstellung aller militärischen Aktionen und die Rückkehr zur Diplomatie zu verlangen, und berief sich dabei auf den Westfälischen Frieden, das Abkommen von 1648, das den Dreißigjährigen Krieg beendete, weil die Kriegsparteien erkannten, dass es, wenn die Kämpfe weitergingen, niemanden mehr geben würde, der sich über den Sieg freuen könnte, und dass der einzige Weg zum Frieden darin bestand, das Wohlergehen des anderen zu fördern.

Im Zeitalter der thermonuklearen Waffen ist das keine Metapher mehr. Es ist das, was als Nächstes passiert, wenn dieser Kurs nicht umgekehrt wird.

Schauen Sie sich EIR-Dringlichkeitsforum Epstein und die grenzenlose Verkommenheit der „Eliten”: Wir brauchen dringend eine kulturelle Renaissance! ( auf englisch) hier an.


Von der UN-Charta bis heute: Entstehung und Niedergang des Völkerrechts

Bericht vom 143. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 143. wöchentliche Onlinesitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC, IFK) am 27. Februar befaßte sich mit der Gründung der Vereinten Nationen und der Sabotage ihres Systems des Völkerrechts. Die IPC-Initiatorin Helga Zepp-LaRouche eröffnete die Sitzung mit der Einschätzung: „Leider ziehen Kriegswolken über unseren Köpfen auf.“ Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, habe dem Botschaftspersonal geraten, Israel sofort zu verlassen, andere Länder taten dasselbe. US-Finanzminister Scott Bessent habe zugegeben, daß die USA die Krise im Iran durch Wirtschaftskrieg absichtlich provozierten. Gleichzeitig gebe es Gerüchte über eine britisch-französische Initiative zur Lieferung von Atomwaffen an die Ukraine, ein wahnsinnig provokativer Schritt.

Zepp-LaRouche sprach dann über den Skandal um Jeffrey Epstein, in dem immer mehr europäische Politiker zurücktreten. Dabei gehe es nicht nur um perverse Sexaktivitäten; diese Aktivitäten zeigten eine Mentalität, die menschliches Leben und Vernunft nicht respektiert, und dieselbe Mentalität stehe hinter der Brutalität der Neokonservativen gegenüber dem Iran, Gaza, Kuba usw. Zu Donald Trumps Slogan „Amerika zuerst“ betonte sie: „Nationale Interessen sind schön und gut, aber sie müssen mit der Idee ‚die eine Menschheit zuerst‘ vereinbar sein… Wir werden nicht zulassen, daß das Menschenbild in den Schmutz gezogen wird.” Sie erinnerte an ihren langjährigen Vorschlag für eine Neue Internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur und lud alle zur EIR-Sonderkonferenz der „Bewegung der Weltbürger“ am 2. März ein, um die jetzt dringend erforderlichen Maßnahmen zu erörtern.

Jonathan Kuttab ist ein palästinensisch-amerikanischer Anwalt für internationale Menschenrechte, Völkerrechtsexperte, Geschäftsführer von Friends of Sabeel North America sowie Mitbegründer von Nonviolence International. Kuttab beklagte den „Zusammenbruch des Völkerrechts und der internationalen Institutionen” und würdigte Zepp-LaRouches Vorschlag für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur. Er gab einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der UNO und der damit verbundenen Institutionen. Diese am Ende des Zweiten Weltkriegs geschaffene Struktur habe trotz einiger Mängel, wie dem Vetorecht der Sicherheitsratsmitglieder, 70 Jahre lang recht gut funktioniert. „Ich glaube nicht, daß wir uns beeilen sollten, das Völkerrecht aufzugeben. Wir müssen Wege finden, ihm mehr Durchschlagskraft zu verleihen.” Da Kuttab gedacht hatte, Zepp-LaRouche wollte mit ihrem Vorschlag das Völkerrecht ablösen, stellte sie dies richtig und betonte, er solle im Gegenteil dessen Erhalt und Stärkung dienen.

Elisabeth Martens, Organisatorin einer Petition „Für eine sofortige Reaktivierung der UN-Charta zugunsten des Multilateralismus“, beschrieb die Bemühungen ihrer Organisation, Umweltkrisen, Stellvertreterkriege und die Gefahr durch Atomwaffen zu stoppen. Manche Menschen schlössen sich mystischen oder spirituellen Bewegungen an, um der Realität zu entfliehen, wir müßten uns aber im Gegenteil dieser Realität stellen. „Wir dürfen die Einmischung der Vereinigten Staaten in die Angelegenheiten der UNO nicht länger zulassen … und lehnen ihre unipolare Welt ab.“ Martens sprach auch die Wirtschaftspolitik an, insbesondere die Notwendigkeit, die Finanzspekulation einzudämmen. Mit dem Ende des Kalten Krieges hätten die westlichen Nationen eine „mafiöse Wirtschaft“ geschaffen und der Welt aufgezwungen. „Wenn Geld nicht der Realwirtschaft dient, wird es zu einer unkontrollierbaren Maschine, die Kriege hervorbringt…, eine Tyrannei, unter der Millionen von Menschenleben zermalmt werden.“

Pater Harry Bury aus dem US-Staat Minnesota ist Mitglied von Twin Cities Nonviolent und der Vereinigung katholischer Priester der USA sowie Autor des Buches The Maverick Priest. Pater Bury beschrieb den Mord an zwei Amerikanern in den Twin Cities („Zwillingsstädten“) Minneapolis und St. Paul durch Beamte der Einwanderungspolizei ICE. Mitglieder seiner Organisation hätten Papst Leo XIV. dorthin eingeladen, um die spirituelle Führung zu übernehmen. Leider konnte er aufgrund älterer Verpflichtungen nicht kommen; sie hatten gehofft, mit ihm über den Oasenplan des Schiller-Instituts zu sprechen. Pater Bury lobte den Dialogprozeß, er habe oft von Menschen gelernt, die nicht seiner Meinung waren. Er sagte den versammelten Aktivisten der IPC und des Schiller-Instituts: „Wir freuen uns, daß wir mit Ihnen zusammenarbeiten können!“

Diskussion

Zepp-LaRouche gab einen Überblick über die 40jährige Kampagne des Schiller-Instituts zur Überwindung der Unterentwicklung des Globalen Südens, was der UNO bisher nicht gelungen sei. „Im Westen müssen die Menschen die Vorstellung aufgeben, daß der Westen dem Globalen Süden irgendwie überlegen ist. Ohne Entwicklung kann es keinen Frieden geben.“

Sie erörterte das Konzept des Naturrechts – die Idee, daß es im Universum implizite Gesetze gibt, die über den von Menschen geschaffenen positiven Gesetzen stehen. Unsere Kampagne für eine neue internationale Architektur basiere darauf.

Kuttab sagte, die Befürworter des Völkerrechts seien schwach und unorganisiert, während die Gegner über Geld und Einfluß verfügten. „Das ist eine enorme Herausforderung, über die ich ständig nachdenke.“ Früher hätten die Mächtigen noch behauptet, für die Menschenrechte einzutreten, aber jetzt ließen sie diese Fassade fallen.

Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare berichtete über die aktuelle Nachricht über einen Flüchtling aus Myanmar, Nurul Amin Shah Alam, der fast blind war und kein Englisch sprach. Er wurde in Buffalo im Staat New York von ICE-Beamten festgenommen und dann nachts vor einem geschlossenen Café abgesetzt, wo er anschließend erfror. Um sich der Verantwortung zu entziehen, hätten sie eine „natürliche Todesursache“ angegeben. Dieser Vorfall sei typisch für den Niedergang der amerikanischen Kultur, sagte Sare. Es habe sich die falsche Vorstellung durchgesetzt, daß man Menschen durch Gewalt dazu bringen könnte, ihr Verhalten zu ändern. Schon der erste US-Präsident George Washington habe gewarnt, dieses Land könnte scheitern, wenn die Bürger durch die Verfassung politisch stark geworden seien, dann aber verkommen, unmoralisch und rachsüchtig würden. Sare sagte, wir müßten Wege finden, die Kluft zwischen der verbreiteten Geisteshaltung der Bevölkerung und der wahren, voll entwickelten Natur der Menschheit zu überbrücken.

Martens sagte, wir befänden uns im Übergang von einem System, von einer Welt zu einer anderen. Ein wirtschaftlicher Wandel müsse stattfinden und tue das in anderen Teilen der Welt bereits. China habe bewiesen, daß es möglich ist, die Armut zu beenden, die BRICS und die Gürtel- und Straßen-Initiative brächten die Welt voran. Zepp-LaRouche sagte, heute sei China das Land des Amerikanischen Systems von Friedrich List. Das chinesische Modell der Zusammenarbeit sei erfolgreich; die USA dagegen hätten 800 Militärstützpunkte auf der ganzen Welt und würden von Tag zu Tag unbeliebter. Der britische König Georg III. habe einst den Verstand verloren, weil er mit dem Erfolg der Amerikanischen Revolution nicht leben konnte, heute sähen wir ein ähnliches Phänomen bei der „Epstein-Klasse”.

Sare betonte: „Wenn wir niemanden aus den Epstein-Akten strafrechtlich verfolgen, dann wird unsere Nation aufhören zu existieren”, weil die Perversion der Epstein-Klasse mit der Bereitschaft einhergehe, die Folgen eines Atomkrieges in Kauf zu nehmen.

Ein Teilnehmer fragte: Warum wird die Resolution 377 der UN-Generalversammlung, „Uniting for Peace“ in der aktuellen Krise nicht genutzt; warum wird nicht versucht, den UN-Hauptsitz zu verlegen, wenn die USA Personen, die ihnen nicht gefallen, Visa verweigern; und warum gibt es keine Bemühungen, die UN-Resolutionen in Bezug auf Israel durchzusetzen? Sare antwortete, die Diplomaten hätten Drohungen nach Mafia-Art erhalten, die dies verhindern. Zepp-LaRouche sagte jedoch, sie sei überzeugt, daß diese Reformen noch kurzfristig umgesetzt werden können.

Zum Abschluß sagte Zepp-LaRouche, die Menschen würden sicherlich erkennen, daß Chinas Methode der „Win-Win-Kooperation“ viel erfolgreicher ist als das „Nullsummenspiel“ der Geopolitik. Wir müßten jetzt durch das Tal der Tränen gehen, um dann erfolgreich eine höhere Entwicklungsstufe zu erreichen.   eir


Zepp-LaRouche auf CGTN: Wiederbelebung der traditionellen chinesisch-deutschen Beziehungen

CGTN sendete einen Kommentar von Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts, in der sie Chinas Entwicklungsansatz lobt. Sie forderte eine Wiederbelebung der traditionellen chinesisch-deutschen Beziehungen. Nachfolgend finden Sie die von CGTN bereitgestellte Abschrift.

Helga Zepp-LaRouche: „Wir leben in einer Zeit, in der die ganze Welt in Aufruhr ist. Es gibt eine Kluft zwischen Europa und den Vereinigten Staaten aufgrund der Zollpolitik von Präsident Trump. Man weiß weder, was am Morgen sein wird, noch was am Abend passieren wird. Es gibt viele andere Krisen: die Krise im Nahen Osten, die Ukraine wurde erwähnt, und ich denke, ich würde mir wünschen, dass die besonneneren Menschen, insbesondere auch in der deutschen Spitzenindustrie, erkennen, dass sie mit China einen Partner haben, der eine stabile Außenpolitik verfolgt und einen harmonischen Ansatz für die Entwicklung aller Nationen verfolgt. Außerdem gibt es eine historische Verbindung zwischen Deutschland und China, die bis zu Gottfried Wilhelm Leibniz zurückreicht. Ich denke, es ist wichtig, die besseren Traditionen unserer Beziehungen in Erinnerung zu rufen.

Zudem gibt es ein neues Modell, bei dem China nicht mehr nur ein Markt für deutsche Exporte oder eine Produktionsbasis für weniger hochwertige Industriegüter ist. Ich denke, China hat ein neues Modell der Zusammenarbeit entwickelt, bei dem Deutschland im Automobilsektor ins Hintertreffen geraten ist. China bietet nun Joint Ventures und gemeinsame Forschung und Entwicklung an. Ein Beispiel ist die Volkswagen Group China Technology Corporation in Hefei in der Provinz Anhui. Dort kann Deutschland die fortschrittlichsten Entwicklungen Chinas im Bereich der intelligenten Technologien, insbesondere bei allen neuen Technologien für Elektrofahrzeuge, neu erlernen, um auf diese Weise gemeinsame Märkte im globalen Süden und anderswo zu erschließen.“


Internationale Friedenskoalition #143, 27.02.2026, 17.00 Uhr

Kann Vernunft an die Stelle des Wahnsinns treten?

143. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Kann Vernunft an die Stelle des Wahnsinns treten?

27. Februar 2026
17.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Schließen Sie sich diese Woche der Internationalen Friedenskoalition mit Jonathan Kuttab, palästinensisch-amerikanischer Anwalt für internationale Menschenrechte, Experte für internationales Recht, Geschäftsführer von Friends of Sabeel North America und Mitbegründer von Nonviolence International; Elisabeth Martens, Organisatorin der Petition „Für eine sofortige Reaktivierung der UN-Charta zugunsten des Multilateralismus” und Diane Sare, unabhängige Präsidentschaftskandidatin der USA; und weiteren, die in Kürze bekannt gegeben werden, an.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Das ohrenbetäubende Schweigen der westlichen Regierungen auf die Enthüllungen des russischen Auslandsgeheimdienstes (SWR) vom Dienstag, wonach Großbritannien und Frankreich der Ukraine Atomwaffen liefern wollen, sagt viel über den Wahnsinn der aktuellen strategischen Lage aus – die von Stunde zu Stunde gefährlicher und unberechenbarer zu werden scheint. Am selben Tag trafen sich Mitglieder der Koalition der Willigen in Kiew, um ihre unerschütterliche Unterstützung für die Fortsetzung des verlorenen Krieges in der Ukraine zu bekunden: „So lange wie nötig“, versprach der umkämpfte britische Premierminister Keir Starmer. Die Anschuldigungen des SWR wurden mit keinem Wort erwähnt, obwohl die Briten seit den Tagen von Churchill und Lord Bertrand Russell – dessen moderne Reinkarnation 2022 in Erscheinung trat, als Malcolm Chalmers vom Verteidigungsministerium öffentlich eine „Kubanische Raketenkrise auf Steroiden“ auf der Krim forderte – auf eine nukleare Konfrontation mit Russland drängen.

Und doch erfasst die Anziehungskraft der aufkeimenden neuen Wirtschaftsordnung, für die das chinesische Wirtschaftswunder der letzten vier Jahrzehnte beispielhaft ist, ganz rechtmäßig sogar Nationen wie Deutschland, dessen ansonsten fragwürdiger und zunehmend unpopulärer Kanzler Friedrich Merz gerade einen Staatsbesuch in Peking abgeschlossen hat, begleitet von führenden CEOs und anderen Wirtschaftsführern. „Ich habe die Situation seit langem sehr kritisch gesehen“, sagte die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, am 25. Februar in der Sendung „World Insight“ des Fernsehsenders CGTN. „aber jetzt glaube ich zum ersten Mal, dass sich das Umfeld verändert hat und eine Chance genutzt werden kann, um ein Wunder zu vollbringen – Deutschland und China sind die beiden Länder, die Wirtschaftswunder erlebt haben, Deutschland in der Nachkriegszeit und China mit dem beispiellosesten Wunder in der Weltgeschichte. Wenn diese beiden Länder ihre Erfahrungen bündeln, sehe ich wirklich eine großartige Zukunft vor uns.“

Die Spannung zwischen diesen beiden Systemen – dem alten, sterbenden Kolonialsystem, das von „Little Marco“ Rubio in München verteidigt wurde, und dem neuen Paradigma der Win-Win-Kooperation, das durch Xi Jinpings Global Governance Initiative veranschaulicht wird – durchzieht das strategische Bild. Konkret zeigt sich dies beispielsweise in der Frage, ob US-Präsident Donald Trump bald einen Angriff auf den Iran anordnen wird – ein wahnsinniger Schritt, vor dem immer mehr US-Institutionen warnen – oder ob sich die Gemüter beruhigen werden. Die schamlosen Lügen über den Iran, die Trump in seiner Rede zur Lage der Nation am 24. Februar von sich gab, wecken kein Vertrauen in die Möglichkeit eines friedlichen Ansatzes und wurden vom Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, direkt angesprochen, der am 25. Februar auf X schrieb: „‚Wiederhole eine Lüge oft genug, und sie wird zur Wahrheit‘, lautet ein Gesetz der Propaganda, das von Nazi Joseph Goebbels geprägt wurde. Dies wird nun systematisch von der US-Regierung und den sie umgebenden Kriegsgewinnlern angewendet… Was auch immer sie in Bezug auf das iranische Atomprogramm, die iranischen ballistischen Raketen und die Zahl der Opfer während der Unruhen im Januar behaupten, ist einfach die Wiederholung von ‚großen Lügen‘.“

In welche Richtung – die des Wahnsinns oder die der Vernunft – sich die Zivilisation letztendlich entwickeln wird, ist keine objektive Frage, sondern eine existenzielle kulturelle Frage. Viele Menschen im globalen Süden „betrachten den Westen insgesamt im Grunde genommen als eine sterbende Zivilisation“, sagte Zepp-LaRouche am 25. Februar in einem Interview mit dem ehemaligen CIA-Beamten und Geheimdienstanalysten Larry Johnson. „Ich denke, das ist sehr gut möglich… Wenn wir nicht zu unserer stolzen Tradition der Wissenschaft und Technologie und der wirtschaftlichen Exzellenz zurückkehren, könnten wir am Ende zu einer dieser Zivilisationen gehören, deren Relikte man in Museen einer Kultur sehen kann, die es nicht geschafft hat.“

Am Montag, dem 2. März, veranstaltet das Schiller-Institut eine Zoom-Sonderkonferenz mit dem Titel „Epstein und die grenzenlose Verderbtheit der ‚Eliten‘ – Dringende Notwendigkeit einer kulturellen Renaissance!“, die sich mit der Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, der Gründung einer internationalen Bewegung von Weltbürgern und der Schaffung einer neuen kulturellen Renaissance befassen wird. An der zweitägigen Veranstaltung nehmen namhafte Vertreter von Institutionen aus aller Welt sowie Experten, Wissenschaftler und Künstler teil. Zählen Sie sich zu denen, die sich für die Vernunft entscheiden, und organisieren Sie eine möglichst große Teilnahme an der Konferenz als entscheidende Intervention, um den Wahnsinn in den menschlichen Angelegenheiten zu ersetzen – bevor es zu spät ist, zu handeln.

Schließen Sie sich diese Woche der Internationalen Friedenskoalition mit Jonathan Kuttab, palästinensisch-amerikanischer Anwalt für internationale Menschenrechte, Experte für internationales Recht, Geschäftsführer von Friends of Sabeel North America und Mitbegründer von Nonviolence International; Elisabeth Martens, Organisatorin der Petition „Für eine sofortige Reaktivierung der UN-Charta zugunsten des Multilateralismus” und Diane Sare, unabhängige Präsidentschaftskandidatin der USA; und weiteren, die in Kürze bekannt gegeben werden, an.


Zepp-LaRouche auf CGTN: „Wenn China und Deutschland zusammenarbeiten, haben sie unbegrenztes Potenzial“

25. Februar 2026 (EIRNS) – Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, war am 25. Februar in einer Live-Podiumsdiskussion in der Sendung „World Insight“ von CGTN zu Gast, in der es um den aktuellen Staatsbesuch des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz in China ging. „Ich bin zum ersten Mal wirklich optimistisch, was die Aussichten für die deutsch-chinesischen Beziehungen angeht“, sagte Zepp-LaRouche gegenüber Moderator Tian Wei, „denn ich glaube, dass sich die Rahmenbedingungen – in gewisser Weise hat sich alles dramatisch verändert. Die Tatsache, dass fast alle Top-Marken und CEOs der deutschen Spitzenindustrie Bundeskanzler Merz begleiten, halte ich für ein sehr vielversprechendes Zeichen. Es zeigt, dass es im grundlegenden Interesse der deutschen Industrie liegt, eine langfristige Zusammenarbeit mit China anzustreben. Daher bin ich wirklich optimistisch.“

Zepp-LaRouche nannte als Beispiel für ein „neues Kooperationsmodell“ die Volkswagen China Technology Company mit Sitz in Hefei, wo deutsche und chinesische Ingenieure zusammenarbeiten, um Technologien auszutauschen und neue E-Fahrzeugmodelle zu entwickeln. „China hat nicht nur in der Automobilindustrie, sondern auch im Bereich des intelligenten Fahrens und mit neuen Technologien unglaubliche Fortschritte gemacht“, sagte sie. „Anstatt diesen Vorteil zu nutzen und die deutsche Wirtschaft weiter in die Krise zu treiben, hat China die Hand ausgestreckt und angeboten, dass Deutschland von diesen neuen Durchbrüchen lernen kann, und das ist die absolut perfekte Anwendung der chinesischen Methode der Konfliktlösung: Anstatt auf Konfrontation zu setzen, neigt China immer dazu, eine höhere Ebene zu finden, auf der der Konflikt gelöst werden kann. Die Initiativen für globale Sicherheit, globale Entwicklung, globale Zivilisation und insbesondere globale Regierungsführung zeigen meiner Meinung nach dieselbe Art harmonischer Entwicklung, die allen einen Ausweg bietet, und ich denke, dass dieses Modell in der heutigen sehr schwierigen Welt wirklich entscheidend ist.“

In Bezug auf die Frage nach gemeinsamen Werten beider Nationen verwies die Vorsitzende des Schiller-Instituts auf die tiefen kulturellen und philosophischen Traditionen beider Länder und stellte die These auf, dass die beiden Nationen, wenn sie sich zusammentäten – wie einst von Gottfried Leibniz vorgeschlagen –, die Weltlage in Bezug auf die Entwicklung völlig verändern könnten: „Wenn die zweit- und drittgrößten Volkswirtschaften [China und Deutschland, Anm. d. Red.] zusammenarbeiten, haben sie unbegrenztes Potenzial. Sie können Joint Ventures gründen, um die Entwicklung des Globalen Südens zu unterstützen; sie können mit der Globalen Mehrheit zusammenarbeiten. Und ich denke, wenn diese Beziehung jetzt eine neue Ära einleitet, sehe ich unbegrenzte Möglichkeiten. Ich habe die Situation lange Zeit sehr kritisch gesehen, aber jetzt glaube ich zum ersten Mal, dass sich das Umfeld verändert hat und dass eine Chance genutzt werden kann, um ein Wunder zu vollbringen – ich meine, Deutschland und China sind die beiden Länder, die Wirtschaftswunder erlebt haben: Deutschland in der Nachkriegszeit, China hat das beispielloseste Wunder in der Weltgeschichte vollbracht, und wenn diese beiden Länder ihre Erfahrungen bündeln, sehe ich wirklich eine großartige Zukunft vor uns.“


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