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Leona Meyer-Kasai

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Kondolenzerklärungen zum Tod von Lyndon LaRouche (1922 – 2019)

Nachrufe auf Lyndon H. LaRouche erreichen uns aus der ganzen Welt. Im folgenden sehen Sie eine kleine Auswahl davon.

 


Vereinigte Staaten von Amerika


Gott segne ihn für seinen Mut angesichts von Unrecht und Leid.

Richard Black
Virginia State Senator
Virginia, U.S.A.

 


Wenn Sie kürzlich ein leichtes Zittern im Kontinuum gespürt haben, dann war das die Reaktion des Universums auf den Tod eines der größten Geister der amerikanischen Geschichte. Lyndon LaRouche, der bei weitem fähigste Ökonom seit Alexander Hamilton, ist am Dienstag, dem 12. Februar 2019, in die Ewigkeit eingegangen. Er rühmte Jahrzehnt um Jahrzehnt die Vorzüge des Amerikanischen Systems der politischen Ökonomie. Seine Schriften werden noch auf Generationen hinaus umsichtige politische Ökonomen beschäftigen und werden daher auch noch auf Jahre, vielleicht sogar Jahrhunderte, ein integraler Bestandteil des amerikanischen Experiments sein.

Er wurde vom Sumpf der britischen Liberalen auf Anweisung ihrer britischen Herren der Gestapo-Behandlung unterzogen und von Robert Swan Mueller III vor Gericht gebracht, der auf dürftige Beweise und Erpressung von Zeugen setzte, um eine Verurteilung zu erreichen. Dies ist der gleiche Robert Swan Mueller III, der im Interesse von George W. Bush und dessen Familie potentielle saudische Terroristen schützte.

Donald Trump hat in seinem Wahlkampf offen für Elemente des Amerikanischen Systems der politischen Ökonomie geworben, und nach seiner Wahl für das System selbst. Es überrascht kaum, daß auch er zum Ziel der gleichen Sumpfgewächse und ihrer Führungsoffiziere in der britischen herrschenden Klasse wurde – mit fast den gleichen Taktiken. Der Unterschied ist natürlich, daß Trump der ordentlich gewählte Präsident der Vereinigten Staaten ist. Dies macht diese Sumpfgewächse zu Verrätern und ihre Führungsleute in London zu Staatsfeinden.

Es bleibt abzuwarten, ob Gerechtigkeit wirkt und das Amerikanische System Hamiltons, Lincolns und Lyndon LaRouches sich durchsetzt. Wenn dies geschieht, wäre dies ein lebendes Denkmal für den großen Geist, der von uns gegangen ist.

Joe Cope, ehemaliger Meteorologe der US-Wetterbehörde NOAA,
Maryland, U.S.A.


Möge Herr Lyndon LaRouche in Frieden ruhen! Er gab sein Bestes für die Menschheit!

Ich übermittle Ihnen meine Sympathien in dieser so traurigen Zeit! Sie und andere haben einen hervorragenden Mentor, Lehrer und sehr engen Freund verloren.

Möge es Ihnen wohl ergehen, meine Freunde. Halten Sie das herausragende Erbe von Herrn LaRouche noch auf viele Jahre hinaus lebendig, bleiben Sie gesund und finden Sie Erfüllung in ihrer Hingabe für diesen prächtigen Menschen und all das, wofür er stand.

Sherwood (Woody) Goldberg, Oberst a.D. der US-Armee, Träger des Bronze Star, ehemaliger Dozent der US-Militärakademie West Point
New York, U.S.A.


Es tut mir sehr leid, diese traurige Nachricht zu hören. Meine Sympathien gelten allen, die ihn geliebt und mit ihm zusammengearbeitet haben. Es macht mich wütend, diese Nachrufe [in den etablierten Medien] zu lesen. Ich habe einen Moment lang daran gedacht, Kommentare zu posten, aber dann kam ich zur Vernunft. Nichts wird die offizielle Darstellung ändern oder die Ansichten der Menschen ändern, deren Geist durch die jahrzehntelangen Lügen der negativen Presse vergiftet wurde. Wenigstens sah er auf allen Fotos, die ich gesehen habe, gut aus – im Wall Street Journal war es sogar in Farbe.

Ich habe ihn dreimal persönlich reden gesehen, das erstemal war eine beinahe lebensverändernde Erfahrung. Er war großartig!

Clark Johnson, ehem. Wissenschaftler der NASA,
Massachusetts, U.S.A.


Ich bin froh, ihn kennen gelernt und seine Gastfreundschaft in seinem Haus genossen zu haben. Ich habe große Achtung für seine Bemühungen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, als sie es war, als er auf sie kam.

Bitte sagen Sie Helga, daß ich immer sehr traurig bin, wenn ein guter Humanist die Welt verläßt. Sie und er brauchten Mut und Tapferkeit, um zu den Mächtigen der Welt zu sprechen. Ich bin traurig über ihren persönlichen Verlust, und ich hoffe, daß die Zeit den Kummer heilt, den sie jetzt erleidet. Ich wünsche ihr das Beste. Möge Gott sie stärken, daß sie den Kampf gegen die Übel und die Manipulationen, die an der Welt verübt werden, fortsetzen kann.

Aaron V. Leathers, Baßbariton,
Virginia, U.S.A.


CHINA


Liebe Frau LaRouche, für mich war die herzzerbrechende Nachricht von Herrn LaRouches Ableben ein großer Schock – ein Titan des Denkens, eine enzyklopädische Persönlichkeit, eine großartige Seele in seiner Liebe zur Menschheit und ein leidenschaftlicher Unterstützer der chinesischen Seidenstraßeninitiative (Belt and Road Initiative).

Das Konzept der Belt and Road Initiative leistet einen Beitrag zur Theorie der globalen Regierungsführung. Dieses Konzept spiegelt die Grundregeln einer neuen Theorie der globalen Regierungsführung wider und schafft eine greifbare theoretische Basis für eine neuartige Weltordnung. Tatsächlich freuen wir uns auf ein neues Denken in den internationalen und globalen Angelegenheiten. Um das jahrzehntealte, irrationale System der Regierungsführung in eine solidere und gesündere Weltordnung zu verwandeln, kamen Herr LaRouche und seine Ehefrau Helga Zepp-LaRouche bereits in den 1990er Jahren auf die Idee, einen Tunnel unter der Beringstraße zu bauen und die Eurasischen Landbrücke zu schaffen, um die Welt zu verbinden, damit Menschen aller Länder und Kontinente von diesen neuen Verbindungen profitieren könnten. Gemeinsamer Wohlstand ist die Grundlage für ein neues System der globalen Regierungsführung.

Diese beiden Würdenträger, die Beiträge zum Aufbau einer neuen Weltordnung und eines neuen Systems der globalen Regierungsführung leisteten, haben ein besonderes Augenmerk auf die Rolle Chinas und Asiens beim Aufbau dieser neuen Weltordnung gelegt. Mittlerweile besteht weltweit der Konsens, daß die Neue Seidenstraße nur der erste Schritt zur wirtschaftlichen weltweiten Integration und das erste Licht in der Dunkelheit auf dem Weg zu einer neuen menschlichen Zivilisation ist.

Herr LaRouche, Sie waren der verläßlichste Freund der Chinesen, und wir werden Sie niemals vergessen.

Senior Colonel (a.D.) Bao Shixiu, Professor für Militärangelegenheiten und Senior Research Fellow der Akademie der Militärwissenschaft,
Beijing, China


Ich bin schockiert und in tiefer Trauer über die Nachricht vom Tode von Herrn Lyndon H. LaRouche. Ich glaube, daß man sich an Herrn Lyndon H. LaRouche als einen berühmten Autor und politischen Aktivisten wegen seines Einsatzes für soziale Gerechtigkeit für immer erinnern und ihn bewundern wird. Auch wenn ich weiß, daß dies für Sie und Ihr Institut ein großer Verlust ist, hoffe ich von Herzen, daß Sie ihre Trauer meistern und sich schon bald von ihr erholen können.

Prof. Wang Zhen, Akademie der Sozialwissenschaften,
Shanghai, China


RUSSLAND


Ein großer Denker unserer Zeit

Lyndon LaRouche ist von uns gegangen. Er war ein Titan des Denkens, ein Mann unglaublichen enzyklopädischen Wissens, einer großen Seele und Liebe für die Menschheit.

Er wird immer in unserem Gedächtnis bleiben als leidenschaftlicher Kämpfer für eine bessere Zukunft der Menschheit, basierend auf der Umsetzung der Prinzipien der physischen Ökonomie – einer realistischen Schule des Wirtschaftsdenkens, die sich an der Schaffung materieller Vorteile und sozioökonomischer Entwicklungsbedingungen orientiert.

Im Gegensatz zu der libertären Tendenz, die heute in der etablierten Wirtschaftsideologie im Interesse der Weltfinanzoligarchie vorherrscht, entwickelte Lyndon LaRouche eine eigene Wirtschaftswissenschaft im Interesse der Entwicklung der Produktivkräfte der Menschheit. Sein Konzept einer eurasischen Entwicklungsbrücke von Westeuropa zum russischen Fernen Osten und weiter bis Alaska und den USA könnte eine reale Alternative zum heutigen hybriden Weltkrieg werden. LaRouche sah die russophobe Aggression der herrschenden amerikanischen Elite voraus und warnte vor deren ruinösen Konsequenzen; statt dessen forderte er eine breite internationale Zusammenarbeit zur Schaffung transkontinentaler Entwicklungskorridore.

LaRouche sagte den zwangsläufigen Beginn einer globalen Finanzkrise voraus, viele Jahre, bevor sie einsetzte. LaRouches berühmte Kurve [die „Tripelkurve“], auf der die wachsende Kluft zwischen dem Volumen der realen Produktion und dem der Finanzspekulation dargestellt ist, war eine ernste Warnung an alle Ökonomen, die noch wirklich denken können.

Bekanntlich gilt allerdings nicht nur in Rußland, sondern auch in den USA der Prophet im eigenen Land nichts. Anstatt Anerkennung zu bekommen, wurde LaRouche von der amerikanischen Finanzoligarchie verfolgt, die ihn mit falschen Anschuldigungen ins Gefängnis warf.

Ich erinnere mich daran, wie mir einmal ein führender Kopf der Brookings Institution die dringende Warnung zuflüsterte, keinerlei Kontakt mit LaRouche zu haben, um nicht meinen Ruf zu schädigen. Für mich, der in die USA gekommen war, um an einem wissenschaftlichen Forum zu Fragen des Aufbaus demokratischer Einrichtungen in früheren Sowjetregionen teilzunehmen, war dies schockierend. Von da an begann ich LaRouches Publikationen genau zu studieren und nahm an von ihm organisierten Konferenzen teil. Und ich muß zugeben, daß seine Vorträge oftmals ein Lichtstrahl im Reich der Dunkelheit und Verlogenheit gewesen sind, die in das öffentliche Denken der „progressiven“ Menschheit Einzug gehalten hat.

Das von LaRouche herausgegebene Magazin EIR war ein Leitfaden durch die dunklen Korridore der westlichen herrschenden Elite, worin die verborgenen Quellen der menschenfeindlichen Politik der Weltfinanzoligarchie aufgedeckt wurden. Er verfolgte deren Ursprünge bis zur Zeit der Plünderung des Byzantinischen Reichs zurück, um den ewigen Kampf gegen das weltweite Übel zu beschreiben, das den oligarchischen Clans des westlichen Kapitalismus angeboren ist. Das häufige Wiederauftreten von Rassismus, Nazismus und Faschismus, sowie des religiösen Extremismus, das wir in der heutigen Welt beobachten, läßt sich ohne LaRouches tiefgreifende historische Nachforschungen nicht erklären.

LaRouche erfreute sich großer Achtung unter der Fachwelt in vielen Ländern auf der Welt. Ich hatte die Gelegenheit, mich mit seinen Unterstützern in Indien, Lateinamerika, China, Afrika und natürlich in Europa und den GUS-Staaten zu treffen. Man sollte hoffen, daß diese internationale Fachwelt erhalten bleibt, inspiriert durch die Ideen von Lyndon LaRouche. Heute erwachen diese Ideen in einem neuen weltwirtschaftlichen Paradigma zum Leben, das sich „integral“ nennt, denn es vereinigt die Interessen der Menschen verschiedener Länder in der harmonischen Entwicklung der Menschheit.

Sergej Glasjew 

Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften
Berater des Präsidenten der Russischen Föderation
Moskau, Rußland

 


Sehr geehrte Frau LaRouche,

Mit großer Trauer lasen wir die traurige Nachricht vom Tod von Professor Lyndon H. LaRouche – einem großartigen Gelehrten, Wissenschaftler und Ökonomen, einem Verfechter der Gerechtigkeit und einer fairen Weltordnung, einem unermüdlichen Kämpfer gegen das räuberische und marodierende Verhalten in der internationalen Politik und Wirtschaft sowie ein guter und langjähriger Freund unseres RAS-Instituts für Fernoststudien (IFES).

Ich hatte nicht das Glück, Professor LaRouche persönlich kennenzulernen, aber meine glücklicheren Kollegen erinnern sich an seine Energie, seinen Enthusiasmus und seinen exzellenten Humor, während wir alle, auch ich selbst, von seiner außerordentlichen Einsicht, seinem scharfen Urteil über die akutesten Fragen der weltweiten Angelegenheiten und seiner großen Weisheit beeindruckt waren.

Leider hat die Welt einen schweren Verlust erlitten.

Bitte nehmen Sie unsere Beileidsworte entgegen und leiten sie an das Schiller-Institut weiter. Wir sind überzeugt, daß Sie und Ihre Kollegen die große Sache von Lyndon LaRouche fortsetzen und seinen Kampf gewinnen werden.

Der Akademische Rat und alle Gelehrten des IFES mit mir wünschen Ihnen die moralische Kraft, den Tod Ihres Mannes zu überstehen und weiter daran arbeiten zu können, daß sein Vermächtnis verwirklicht wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Prof. Dr. Sergej G. Lusianin
Direktor, RAS-Institut für Fernost-Studien

 


Lyndon LaRouche ist verstorben. Er war ein langjähriger Partner der russischen Anti-Globalisten, Autor grundlegend neuer Theorien zur Entwicklung der Weltwirtschaft und ein Mann, der nicht nur das bestehende Wirtschaftssystem kritisierte, sondern auch interessante Pläne für einen Ausweg aus der Sackgasse vorschlug, in die die westliche Zivilisation gelangt ist. In der westlichen Presse und sogar in unserem RT wird nur erwähnt, daß sich Herr LaRouche wiederholt um die Präsidentschaft der USA beworben hat. Natürlich haben sie nicht klargestellt, daß dies nicht aus Ehrgeiz geschah; alle Amerikaner verstehen recht gut, daß Kandidaten außerhalb des Mainstreams keine Chance bei Wahlen haben. Der Wirtschaftswissenschaftler versuchte jedoch, die Aufmerksamkeit der Gesellschaft darauf zu lenken, wie sinnlos der Weg in die „schöne neue Welt“ ist, von der die ganze Welt jetzt überzeugt ist.

Indem die Massenmedien einzelne Bruchstücke aus dem Kontext ihrer wohlüberlegten Darstellung herausnehmen, beschuldigen sie Lyndon LaRouche, „verrückte“ Ansichten über die „Weltregierung“ und „die britische Königsfamilie“ zu vertreten. Es kann jedoch kein Zweifel mehr an der Existenz von Agenturen bestehen, die die Interessen der transnationalen Konzerne und der mit ihnen verbundenen Nationen hinter den Kulissen koordinieren – man mag es „Weltregierung“ nennen, „Deep State“, die Trilateralen oder den Club der Bilderberger. Es ist nicht auszuschließen, daß wir in naher Zukunft etwas über die Windsors erfahren werden.

Das Reizvollste an den Theorien und Aussagen Lyndon LaRouches ist weniger die treffende Kritik an der bestehenden Weltordnung als seine Vorschläge für den Weg aus der Sackgasse der Globalisierung. Darunter findet man große Verkehrsprojekte, die angesichts der Ideen, die aus der VR China kommen, nicht ganz mehr so fantastisch erscheinen, und Vorschläge für die Finanzpolitik. Und im Bereich der kulturellen Entwicklung gibt es wichtige Initiativen, die vor allem über das Schiller-Institut unter von Frau Zepp-LaRouches Leitung umgesetzt werden.

Herr LaRouche nahm per Videoschaltung an mehreren unserer Konferenzen teil und trug mit einem Strom kreativer Gedanken zur Diskussion über wirtschaftliche Probleme bei. Und es ist auch anzumerken, daß Lyndon LaRouche ein wahrer amerikanischer Patriot war, der im Zweiten Weltkrieg für sein Land gekämpft hat. Dank ihm und seinen jungen Kollegen konnten viele unserer Anti-Globalisten, die die offizielle Politik der Vereinigten Staaten kritisierten, ein anderes Gesicht Amerikas sehen und verstehen, daß sie unter den amerikanischen Bürgern viele Gleichgesinnte und Genossen haben.

Wir möchten allen Angehörigen der LaRouche-Bewegung unser tiefes Mitgefühl und vor allem seiner Witwe Helga Zepp-LaRouche das aufrichtigste Beileid zum Fortgang dieses Staatsmannes, Lehrers und Denkers aussprechen.

Anti-Globalistische Widerstandsbewegung Rußlands

 


Der amerikanische Ökonom und Politiker Lyndon LaRouche ist im 97. Lebensjahr verstorben. Dies berichtete die Internetseite der von ihm gegründeten Bewegung am Mittwoch. „Lyndon LaRouche jr., Philosoph, Wissenschaftler, Dichter und Staatsmann, starb am Dienstag, 12. Februar, im Alter von 96 Jahren“, heißt es in der Erklärung.

Lyndon LaRouche war der Autor der sogenannten Theorie der „physischen Ökonomie“ und ein Gegner monetaristischer Vorstellungen. LaRouche positionierte sich als Freund Rußlands, wo er viele Anhänger hat. Er besuchte mehrmals die Russische Föderation und sprach vor verschiedenen Zielgruppen. Der Ökonom sah in Rußland einen wichtigen Akteur auf der Weltbühne und behauptete, es könne zusammen mit China, Indien, den USA und einigen anderen Ländern die Welt vor der größten Krise der Neuzeit retten.

NBC TV berichtet, daß LaRouche acht Mal für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten kandidierte. Sein erster Wahlkampf fand 1976 statt, danach nahm er an allen Wahlkämpfen für die Präsidentschaft bis zur zweiten Wahl des jüngeren George Bush im Jahr 2004 teil.

TASS

 


Business-gazeta.ru veröffentlichte am 14. Februar einen Artikel von Kyrill Benediktow, dem Mitautor einer außergewöhnlichen fünfteiligen Serie über LaRouche für Boris Meschujews Internetseite „Terra America“ aus dem Jahr 2012; sie umfaßte ein Interview mit LaRouche, eines mit Andrej Fursow und einen dreiteiliger Artikel. Im April 2013 sprach Benediktow auf einer Konferenz des Schiller-Instituts in Frankfurt, in der er Ideen zur Strategischen Verteidigung der Erde (SDE) entwickelte, die auf Gesprächen mit führenden Akademikern und anderen Mitarbeitern des russischen Raumfahrtprogramms beruhten. Es folgen die einleitenden Absätze von Benediktows Beitrag:

„Lyndon LaRouche ist gestorben. Er war einer der größten Männer unserer Zeit und vielleicht einer der am meisten mißverstandenen. Ich hatte Gelegenheit, ihn persönlich kennenzulernen. Er war ein Mann von unglaublich starkem Verstand und ebenso unglaublicher Ausstrahlung. 2012 veröffentlichte das Portal Terra America die von mir und Michail Djunow durchgeführte intellektuelle Untersuchung über LaRouche unter dem Titel ,Der letzte Rosenkreuzer’. LaRouche selbst war, nachdem er eine englische Übersetzung der Artikel gelesen hatte, damit zufrieden – mit Ausnahme des Titels. Er identifizierte sich nicht mit den Rosenkreuzern; er mochte generell keine geheimen Gesellschaften und die Kultur der Verschwörung. Aber 2013, als ich und meine Frau Lyndon LaRouche auf einer Konferenz des Schiller-Instituts in Deutschland trafen, konnte ich erklären, was ich damit meinte, als ich ihn den ,letzten Rosenkreuzer’ nannte: die Tatsache, daß er wie der legendäre Christian Rosenkreuz ein wahrer Intellektueller war, der für die harmonische Vereinigung von Spiritualität und Wissenschaft kämpfte.

Die Seite Terra America wurde 2014 geschlossen und die dort veröffentlichten Materialien sind nur zugänglich, wenn sie von anderen Stellen wiederveröffentlicht wurden. Zum Glück habe ich jedoch den Text aller drei Teile von ,Der letzte Rosenkreuzer’ in meinem Archiv. Zum Gedenken an Lyndon LaRouche – den Denker, Philosophen, Politiker, Ökonom und Dichter – biete ich Ihnen den ersten Teil der Untersuchung an, die wir ihm gewidmet haben…

Business Gaseta

 


ARGENTINIEN


Ich habe Ihre Botschaft mit der traurigen Nachricht des Todes von Herrn LaRouche im Alter von 96 Jahren erhalten. Bitte nehmen Sie mein herzlichstes Beileid an. Er hatte ein langes Leben und hat seine intensive Arbeit bis zum letzten Tag fortgesetzt, und er hinterläßt ein Testament vielseitiger Werke im Bereich der Geisteswissenschaften, des wissenschaftlichen Denkens, der Ökonomie, der Politik und der internationalen Angelegenheiten. Zweifellos werden diejenigen, die in seinen Unternehmungen mit ihm zusammengearbeitet haben, sein Werk fortführen. Bitte übermitteln Sie Helga mein herzlichstes Beileid und eine herzliche Umarmung.

Leopold Frenkel, ehemaliger Bürgermeister von Buenos Aires
Buenos Aires, Argentinien


Soeben erfuhr ich, daß unser großer Lehrer Lyndon LaRouche in die Ewigkeit eingegangen ist. Nun ist er im Pantheon jener Denker, die für die Menschheit entscheidend waren. Unsere Mission ist es jetzt, Apostel seiner Ideen zu sein und seine Studien der physischen Wirtschaft fortzusetzen, die in unserem Universum herrscht, im Gegensatz zur spekulativen Wirtschaft, die zur Apokalypse gehört. Ich bin stets mit Ihnen und mit Helga Zepp-LaRouche, der ich mein Beileid zu übermitteln bitte.

Dr. Julio C. Gonzales, ehem. Sekretär der Präsidentschaft von Isabel Martinez de Perón, 1974-1976, Buenos Aires, Argentinien

Dem ganzen LaRouche-Team und insbesondere Senora Helga sende ich mein herzlichstes Beileid. Es ist hart, sich damit abzufinden, daß ein Staatsmann, unser Lehrer, physisch nicht mehr unter uns weilt – aber seine Ideen triumphieren. Gott hat ihn mit einem langen Leben belohnt, damit er seinen Erfolg noch erleben konnte. Nun müssen wir den Kampf fortsetzen, den Don Lyndon geführt hat, und das wird unsere exzellente Hommage an ihn sein, der seine brillante Intelligenz und sein ganzes Leben dafür eingesetzt hat, daß die Menschheit den richtigen Weg zu Frieden und Glückseligkeit findet. Meine brüderlichen Grüße an das gesamte LaRouche-Team, und meinen tiefsten Respekt für Senora Helga.

Hector Salvi, ehemaliger Gouverneur der Provinz Santa Fe
Argentinien


 

AUSTRALIEN


 

Liebe Helga, Noelene und ich möchten persönlich und im Namen unserer Organisation und unserer vielen Mitglieder unser herzlichstes Beileid zu der traurigen Nachricht übermitteln, daß Lyn nach einem langen und wahrhaft außergewöhnlichen Leben von 96 Jahren verstorben ist. In den letzten 30 Jahren seit der Gründung unserer Organisation haben uns Lyns Persönlichkeit und sein inspiriertes Verständnis der Geschichte, der physischen Wirtschaft, der Wissenschaft, Philosophie, Kultur und Staatskunst und vor allem seine Vision für die Menschheit geleitet und darin bestärkt, kreativere Menschen zu werden, die in der Lage sind, unsere Nationen und die Welt von den Übeln des Oligarchentums zu befreien. Sein Lebenswerk wird uns weiter als Richtschnur dienen, da Lyn tatsächlich in der Gleichzeitigkeit der Ewigkeit lebt, zusammen mit vielen Freunden und Mitstreitern aller Zeitalter und der Zukunft.

Nochmals unser tiefstes Mitgefühl,

Craig und Noelene Isherwood im Namen des Citizens Electoral Council,
Melbourne, Australien


GRIECHENLAND


 

Liebe Helga, Edith und ich sind sehr traurig zu erfahren, daß Lyndon nicht mehr unter uns weilt, und wir möchten Ihnen unser tiefstes Mitgefühl und Beileid aussprechen. Aber sein Werk und seine Beiträge für die Menschheit bleiben bei uns und müssen der Welt weiter gepriesen werden. Ich lese gerade sein Buch über die „Kommenden 50 Jahre der Erde“, und ich bin von seiner Vision positiv beeindruckt.

In den Gesprächen, die wir letztes Jahr am Rande der Konferenz des Schiller-Instituts mit Lyndon hatten, zeigte er die praktischen Lösungen auf, die er zur Lösung der Probleme, vor denen die Menschheit heute steht, vorgeschlagen hat. Sein Erbe muß zum Nutzen der Welt weiter erklärt und konsolidiert werden. Wir sind stehen bereit, Ihnen in jeder erdenklichen Art zu helfen.

Unsere Gedanken sind bei Ihnen in diesen sehr schwierigen Momenten, die Sie durchleben. Mit all unserem Mitgefühl,

Leonidas Chrysanthopoulos, Botschafter ad honorem
Griechenland


Verehrte Dr. Helga Zepp-LaRouche, es tut mir leid, vom Verlust einer so bemerkenswerten Persönlichkeit zu hören, wie Lyndon LaRouche es war. Sein Werk wird uns allen eine Inspiration sein als das eines wahrhaft unverwüstlichen Geistes, der als Quelle der Vernunft einen Weg zum Wiederaufbau und zur Erneuerung unseres übersättigten politischen und wirtschaftliches Systems vorschlug.

Neben seinen wahrhaft strategischen Analysen betonte er auch die Rolle der Kultur, der Musik und Philosophie als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Verbesserung unserer gegenwärtigen Lage. Wenn ich etwas vorschlagen darf, so ist es die Notwendigkeit einer internationalen Konferenz in einer wichtigen europäischen Hauptstadt, um Lyndon LaRouches Werk und die Prinzipien, denen er sein Leben widmete, zu artikulieren. Ich glaube, daß dies ein Mnemosynon (Denkmal) sein wird, denn seine Ideen werden in einem Dialog mit der Zukunft stehen, die bereits hier ist.

Da Europa sich im Umbruch befindet, wird das Werk von Lyndon H. LaRouche seinen Gang nehmen, als ein friedlicher Weg der sozialen Entwicklung und des ökumenischen Dialogs. Bitte nehmen Sie mein Beileid entgegen.

Prof. George O. Tsobanoglou, PhD Carleton, Universität der Ägäis,
Mytilini, Griechenland


ITALIEN


Mit großer Trauer habe ich vom Ableben unseres „Vaters“ Lyndon LaRouche erfahren. Ich sage „unser Vater“, weil er mich an die Hand genommen hat, um mir die Universalität der Ökonomie als Grundlage der zivilisierten Gesellschaft und der Entwicklung der Völker verständlich zu machen. Lyndon hat mich physische Ökonomie, Geopolitik und den Zusammenhang zwischen Ökonomie, Entwicklung und dem Universum gelehrt.

Lyndon war ein Mensch, den man lieben mußte, so wie er die Menschheit geliebt hat.

Wir hatten die Ehre, ihn im Jahr 2000 hier in Ascoli Piceno zu Gast zu haben. Noch heute erinnern sich die Menschen an den amerikanischen Politiker, der stets genaue wirtschaftliche und politische Prognosen formulierte.

Vielen Dank, Lyn, für alles, was Du uns gegeben hast. Du wirst stets in unserem Herzen und in unserem Geist sein, in der Hoffnung, daß Deine ökonomischen Schriften schon bald akademische und universelle Lehrbücher sein werden.

Du wirst Bush im Paradies nicht treffen, aber ich bin sicher, daß Du mit Thomas von Aquin, Gauß und Leonardo vieles zu besprechen haben wirst, und daß Du uns mit Deinen Schriften weiter inspirieren wirst, die wahre Perlen der Weisheit sind.

Vielen Dank, Lyn. Du wirst uns stets ein Vorbild bleiben, Dir zu folgen, ein Vorbild der Moralität und der Verpflichtung gegenüber unseren Nächsten. Wir werden niemals aufhören, Dich zu lieben. Adieu.

Francesco Caprioli, ehemaliger Provinzpräsident des Mittelstandsverbands Confapi,
Ascoli Piceno, Italien


Ich übermittle meine Grüße und meine Erinnerungen an einen Giganten der Politik und der Weltwirtschaft, der leider gestern von uns gegangen ist. Wer mich kennt, wird sich erinnern, daß ich an mehr als einem Ort, privat und in der Öffentlichkeit, Mainstream oder nicht, von ihm gesprochen habe. Ich rede von Lyndon LaRouche, ein Name, den man heute nur schwer nennen kann, weil er zum Symbol eines sehr strengen Urteils der Geschichte über unsere glamouröse globale Elite geworden ist. Lyn hat sein Leben dem Kampf gegen die unmenschlichen Konzepte ihres Menschenbildes gewidmet, wie den malthusianischen Vorstellungen, die vom geopolitischen Ökologismus vertreten werden. Platon, Cusa, Schiller und Leibniz sind einige der Figuren, die sein politisches und philosophisches Denken inspirierten. Das Amerikanische System der politischen Ökonomie, wie es zuletzt von Franklin Roosevelt wiederbelebt wurde, inspirierte sein wirtschaftliches Denken. Die Florentinische Renaissance war für ihn ein Vorbild für eine kulturelle Wiedergeburt der Menschheit.

Aber die wichtigsten Ideen, die dieses Denken inspirierten, waren, kurz gesagt: die Idee, daß der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist; die Gleichheit aller Menschen und das Recht aller auf eine umfassende Entwicklung; das Konzept des Gemeinwohls als dem Leitstern, an dem sich die Politik ausrichten muß; das Konzept der potentiellen relativen Bevölkerungsdichte, das er als ein technisches Konzept entwickelte, das es wert ist, das wirtschaftliche Handeln zu leiten; die Verteidigung des Nationalstaats als unmittelbarem und authentischem Ausdruck der Demokratie.

Sein Hinscheiden löst heute keinen öffentlichen Lärm aus, trotz seiner sieben Kandidaturen für die Präsidentschaft, aufgrund der Ausgrenzung, in die er vom heutigen kulturellen Komplex gezwungen wurde, sodaß nur die Wahrheitsliebenden, die „Anti-Wikipedia“ in ihrer Tastatur haben, seine Gedanken und Werke kennen.

Aber seine Rolle in der Menschheitsgeschichte hat Wirkungen in einer humanistischen, republikanischen und universellen Bruderschaft ausgelöst, löst sie immer noch aus und wird sie weiterhin auslösen, von denen der sich herausbildende Zusammenstoß zwischen den Eliten und dem Volk nur ein erster Vorgeschmack ist.

Seine außergewöhnlichen Mitarbeiter werden dank der Autorität seines Denkens für jene, zu deren Ausbildung Lyn persönlich beigetragen hat, sein Denken und sein Werk weiter vorantreiben.

Claudio Giudici, Nationaler Vorsitzender des Taxifahrerverbandes Uritaxi
Italien


Mein herzlichstes Beileid zum Verlust des Anführers Ihrer Bewegung, des Menschen, der ihre wertvollen Aktivitäten inspirierte. Ich werde wie immer das Material, das Sie mir gegeben haben, gerne lesen, in der Überzeugung, daß Ihre Bewegung, auch wenn der physische Mensch von uns gegangen ist, in der Lage sein wird, sein intellektuelles Erbe und seine Ideen für die Entwicklung einer besseren Welt am Leben erhalten und weiter verbreiten werden. Bitte übermitteln Sie allen Mitgliedern der Bewegung, die heute eine wichtige Führung verloren hat, meine Umarmung.

Marco Zanni, Mitglied des Europäischen Parlaments
Italien


MALAYSIA


O mein Gott! Ich bin schockiert und erschüttert durch diese Nachricht, gerade in dieser kritischen Zeit der globalen Krisen. Bitte übermitteln Sie Helga, ihrer Familie und dem gesamten EIR-Team mein tiefstes Mitgefühl. Seine Weisheit wird mit Sicherheit weiterleben, aber seinen Mut, seinen unermüdlichen Geist und seine Stärke wird man schmerzlich vermissen. Die Geschichte wird ihn als einen Giganten betrachten, der in allen wichtigen Fragen der letzten fünf Jahrzehnte oder länger weit über seinen Zeitgenossen stand. Lyndon hatte einen gewaltigen Einfluß auf meine Kämpfe, und seine und Ihre ungerechtfertigte Inhaftierung war das geistige Vorbild, das ich in den kritischen Tagen annahm und nachahmte, als ich selbst zu Unrecht als Terrorist inhaftiert war und in einen Hungerstreik trat. Diese Last wurde mir leichter, wenn ich daran dachte, daß das, was Lyndon und Sie im Gefängnis durchmachten, für Ihre Menschlichkeit und Würde tausendmal schlimmer und grausamer war. Ich danke Ihnen und Lyndon für diese Inspiration.

Mir fehlen die Worte. Dieser Nachruf ist daher das Beste, was ich momentan tun kann, da es einfach zu viel ist, die Nachricht seines Todes zu verdauen. Ich bitte um Nachsicht für meine Unzulänglichkeit und Auslassungen.

Wie immer der Ihre,

Matthias Chang, Anwalt, ehemaliger Berater von Premierminister Mahathir Bin Mohamad
Malaysia


PHILIPPINEN


Heute schließt sich die LaRouche-Gesellschaft der Philippinen Millionen Menschen in aller Welt an, die den Verlust eines wahrhaft großen Menschen betrauern. Lyndon LaRouche ist Gottes Geschenk an den modernen Menschen, der intelligenteste und moralisch mutigste Mensch, den zu treffen ich jemals in meinem ganzen Leben das Privileg hatte. Wie bei vielen anderen großen Menschen der Vergangenheit wird die Größe seines Beitrags zur Menschheit, seine wahre Größe, erst nach seinem Tod weltweit erkannt werden.

An seinem Genie Anteil zu haben, wenn er seine Zeitgenossen das Denken lehrte, wie man Wahrheiten erkennt, wie man die Geschichte studiert, wie die Zukunft die Gegenwart bestimmt, daß wir Menschen unsterbliche Wesen sind, die nach Seinem Ebenbild geschaffen sind, und wie wichtig es ist, alles, was wir wissen, mit unseren Mitmenschen im Geist der Agapé, der Nächstenliebe, zu teilen, damit jeder von uns den wahren Grund entdecken kann, warum Gott uns überhaupt geschaffen hat.

Lyndon LaRouche hat seine körperliche Existenz hinter sich gelassen, aber er lebt weiter, durch uns, wenn wir seine Ideen als unsere eigenen teilen, mit der gleichen selbstlosen Absicht, die Qualität des Lebens aller Menschen auf diesem Planeten zu verbessern.

Ich danke Gott für Lyndon LaRouche. Wir beten, daß der moderne Mensch genug von ihm gelernt hat, um sich nicht selbst zu zerstören.

Ruhe in Frieden, Lyn, in Gottes ewiger Umarmung.

Antonio „Butch“ Valdes, Bewegung zur Rettung der Nation, Nationalgarde der Bürger, Katipunan ng Demogratikong Pilipino (KDP),
Manila, Philippinen


SÜDAFRIKA


Der Tod unseres Anführers, Herrn Lyndon LaRouche, hat uns in tiefer Trauer und Trübsal hinterlassen. Wir sind in der schwächsten Stunde unseres Geistes, aber gleichzeitig ziehen wir Stärke daraus, daß wir ihn als Führung hatten. Wir werden das Kreuz weitertragen.

Immer vorwärts, niemals zurück.

Ich erfuhr von Lyndon LaRouches Werken, als er im Gefängnis war. Das zeigt, daß nicht einmal das Gefängnis ihn zum Schweigen bringen konnte. Zwei unserer Mitglieder aus Südafrika besuchten ihn im Gefängnis. Sogar das Britische Empire konnte seinen Geist nicht brechen. Ich traf ihn später in Deutschland, 2007.

„Helden auf dem Schlachtfeld, Feiglinge in der Heimat. Ich habe das gesehen, und es empörte mich.“ So antwortete Lyn auf die Frage eines Afroamerikaners, der ausgegrenzt wurde, weil er mit Lyn verbündet war. Sich mit Lyndon LaRouche und seinen Ideen zu verbünden, ist gefährlich. Er ging durch sein Gethsemane und überlebte, um den Kampf gegen die üble Oligarchie fortzusetzen.

Lyn mag von uns gegangen sein, aber er hat uns vieles gelehrt, damit wir in der Lage sind, weiterzukämpfen. Der Kampf für die Menschheit geht weiter. Lyn, der die Menschheit liebte, hat wirklich den Geist der Menschheit in uns eingepflanzt. Er liebte die gesamte Menschheit, die Afrikaner eingeschlossen. Er war „farbenblind“. Sein Streben war: „Warum sollte der erste Mensch auf dem Mars nicht eine afrikanische Frau sein?“

Man wird niemals vergessen, wie er ein Schlaglicht auf Afrika richtete – wegen der Morde in Ruanda und Burundi, für den Lagos-Aktionsplan, Transaqua und die friedliche Nutzung der Kernenergie in Afrika. Er war afrikanischer als die Afrikaner, könnte man sagen.

Mit 96 Jahren hat er die Höchstpunktzahl erreicht. Sein Schöpfer hat ihn zu sich gerufen, weil er seine Prüfung bestanden hat. Wir B-Schüler, die nicht so helle sind, müssen noch weiter arbeiten. Wir werden weiter arbeiten, bis auch wir unsere Prüfung bestanden haben. Arbeiten wir hart dafür, das zu erreichen, was Lyn sein ganzes Leben lang getan hat.

Ich spüre Lyns Unsterblichkeit. Es war wirklich ein wohlgenutztes Talent.

Im Namen Afrikas: Möge seine Seele in Frieden ruhen. Er hat seine Fußspur im Sand der Zeit hinterlassen.

(Die LaRouche-Bewegung Südafrikas wird eine Gedenkzeremonie veranstalten.)

Ramasimong Tsokolibane, Anführer der LaRouche-Bewegung Südafrikas


THAILAND


Ich habe mit sehr viel Schmerz vom Ableben Lyndon LaRouches gehört, die Welt verlor das großartigste Genie, welches sie jemals gekannt hat. Lyn hat einen enormen Beitrag zur Entwicklung des Kra-Kanal-Projektes geleistet. Er kam wiederholt nach Thailand, um dieses Projekt, welches jetzt als Teil der chinesischen Belt and Road Initiative betrachtet wird und dessen Bau bald beginnen soll, zu unterstützten.

Was mich und Sophie an Lyn beeindruckt hat, war, daß er derjenige war, der uns gelehrt hat, daß Kunst und Wissenschaft ein und dieselbe Sache sind. Diese Idee öffnet die Tür zur Weisheit, zur Schönheit, zu kohärentem und wissenschaftlichem Denken. Die Menschen haben soviel verlernt.

Sophie und ich möchten an dieser Stelle Helga Zepp-LaRouche zum Ableben von Lyndon LaRouche, dem Weltgenius aller Zeiten, unser tiefstes Mitgefühl aussprechen.

Pakdee und Sophie Tanapura, Vorkämpfer für eine Entwicklungspolitik,
Bangkok, Thailand


UKRAINE


Lyndon LaRouche, der herausragende Gelehrte, Ökonom und Humanist von globaler Bedeutung, ist in seinem 97. Lebensjahr verstorben.

Es gibt nicht viele Menschen auf der Welt, deren Arbeit weltweit anerkannt wird. Lyndon LaRouche, der amerikanische Ökonom, Politiker, Staatsmann und Gründer mehrerer Organisationen, aus denen sich die Bewegung zusammensetzte, die seinen Namen trägt, hat seinen Platz unter ihnen verdient.

Lyndon LaRouche ist als Autor der Theorie der „physischen Ökonomie“, als Gegensatz zu monetaristischen Vorstellungen der Weltregierung, in die Geschichte eingegangen. Er hat das Erbe von Gottfried Leibniz, der die physikalische Ökonomie als Wissenschaft gegründet hatte, sowie die Arbeiten von Benjamin Franklin und Alexander Hamilton kreativ weiterentwickelt.

LaRouche war ein unermüdlicher Kämpfer gegen die Politik des IWF, der WTO und der Weltbank, und er entlarvte ihr wahres Wesen als Institutionen der Globalisierung, die die Volkswirtschaften ruinieren und somit eine echte nationale Souveränität zerstören. Er hatte große Achtung für den US-Präsidenten Abraham Lincoln (und starb an dessen Geburtstag am 12. Februar) als Vertreter der Interessen des gesamten amerikanischen Volkes. Gleichzeitig sparte LaRouche nicht mit seiner Kritik an der Plejade der zeitgenössischen amerikanischen Präsidenten, die er als Marionetten internationaler Seilschaften hinter den Kulissen betrachtete, die in den USA wie auch in der ganzen Welt Unrecht, Konflikte und Kriege hervorgebracht haben.

Lyndon LaRouche kandidierte acht Mal (von 1976 bis 2004) für das amerikanische Präsidentenamt, um für die Umsetzung seiner Überzeugungen und Ideen zu werben. Verständlicherweise versuchten die Behörden, ihn als einen für sie nutzlosen Politiker zu diskreditieren und ihn ins Gefängnis zu stecken. So wurde LaRouche 1989 wegen erdichteter Betrugsvorwürfe zu 15 Jahren Haft verurteilt. Seine Freilassung erfolgte jedoch schon nach fünf Jahren, nachdem Hunderttausende von Wissenschaftlern, Politikern, Staatsmännern und Persönlichkeiten aus allen Kontinenten Lyn (wie Lyndon LaRouche von seinen Anhängern genannt wird) verteidigt hatten. Wladimir Romanowitsch Martschenko und ich haben als Volksdeputierte der Ukraine in der 2. Legislaturperiode des Obersten Rada, als wir Lyn noch nicht persönlich getroffen hatten, aber von seiner Arbeit wußten und seine Lehren bekannt machten, eine Petition zu seiner Verteidigung unterzeichnet.

Der frühere US-Justizminister Ramsey Clark hat als LaRouches Rechtsanwalt erklärt, dieser Fall sei ein beispielloser Machtmißbrauch durch die US-Regierung gewesen, um zu versuchen, die LaRouche-Organisation kaputtzumachen.

Helga Zepp-LaRouche, die Lyn heiratete, war eine führende Aktivistin in der deutschen Bewegung der LaRouche-Bewegung. 1984 gründete sie, inspiriert durch seine Ideen und Unterstützung, das Schiller-Institut. Mittlerweile gibt es auf allen Kontinenten Niederlassungen des Instituts und Aktivisten der LaRouche-Bewegung, die eine intellektuelle Elite bilden, die den Sprachrohren der etablierten Weltordnung entgegensteht.

Zu den herausragenden wissenschaftlichen Vorhersagen LaRouches zählen seine Prognose der Umwälzungen im Währungs- und Kreditsystem, die sich aus dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems ergeben würden, die Prognose der bevorstehenden Weltwirtschaftskrise von 2007 sowie 2010 die Prognose des unaufhaltsamen Zusammenbruchs des Finanzsystems als Folge der spekulativen Finanzblasen (Derivate).

Ich hatte das große Glück, Lyn persönlich kennenzulernen. Ich war auf seine Anhänger aufmerksam geworden, weil ich im April 1994 als Doktorarbeit in Wirtschaftswissenschaften eine gründliche Kritik an den nach den Vorgaben des IWF durchgeführten Reformen verfaßt hatte. Schon im Februar 1995 flogen Wladimir Martschenko und ich auf Einladung LaRouches (der inzwischen aus dem Gefängnis entlassen worden war) zu einer Konferenz der LaRouche-Bewegung in die USA. Die mehr als tausend Teilnehmer dieser Konferenz waren eine starke Kraft von Kämpfern gegen den „Finanzfaschismus“ des IWF – so definierte LaRouche das Wesen der Operationen des IWF. Ich war gleichzeitig schockiert und inspiriert. Ich war überzeugt, daß auch die Ukraine vor einer solchen Versklavung gerettet werden könnte. Der Fairneß halber sei angemerkt, daß ich schon früher versucht hatte, die Katastrophe zu verhindern, indem ich versuchte, Vertretern der Sozialistischen Partei (zu deren führenden Mitgliedern ich seit 1991 gehörte) – Parlamentspräsident Moros [Vorsitzender der Sozialistischen Partei] und den Abgeordneten der Mehrheitsgruppe 239 – die wahre Natur des IWF zu erklären. Sie haben nicht auf mich zugehört.

Dann beschlossen Martschenko und ich, die LaRouche-Leute (und Lyn selbst zusammen mit Helga) in die Ukraine einzuladen. Im Frühjahr 1995 kamen die führenden LaRouche-Aktivisten Michael Vitt (Deutschland) und Dennis Small (USA). Wir organisierten für sie Treffen mit dem Politischen Rat der Sozialistischen Partei und den Sozialistischen Abgeordneten. Im Frühsommer 1995 kamen Lyndon LaRouche und Helga. Wir haben für sie ein Treffen mit Alexander Moros organisiert. Lyn lieferte verheerende Argumente gegen den IWF.

Und alles ohne Erfolg! Die Bibel sagt uns weise, man solle keine Perlen vor die Säue werfen. Zu dieser Zeit lag alles in den Händen von Moros und der kommunistisch-sozialistischen Mehrheit im Parlament. Es wäre noch möglich gewesen, unser Land zu retten. Wir hätten den IWF sofort verlassen und die „Grundlagen der Innen- und Außenpolitik“ umsetzen sollen, die eine Gruppe ukrainischer Wissenschaftler unter meiner Leitung entworfen hatten. Das Parlament unterstützte dieses Dokument am 15. Juni 1994. Es war die Grundlage für die Umsetzung des „Wirtschaftsprogramms zur Verhütung einer nationalen Katastrophe“, das ebenfalls von der von mir angeführten Gruppe ukrainischer Wissenschaftler entworfen wurde und das ich am 11. Oktober 1995 in der Obersten Rada vorgestellt hatte.

Alles hätte anders werden können! Aber damals beschlossen alle diese Morose, sich nicht nur mir, sondern auch dem großen LaRouche gegenüber taub zu stellen. Und dann schwatzten und zeterten sie weiter ihren Unsinn und kandidierten immer wieder für die Präsidentschaft der Ukraine.

LaRouche hat versucht, die Ukraine zu retten. Er hat versucht, den ganzen Planeten zu retten. Er kritisierte erbarmungslos die „Grünen“ (und zeigte ihre Verbundenheit mit der Weltoligarchie), er verteidigte die Vorteile der Atomkraft als notwendige Voraussetzung für den technischen Fortschritt und legte (lange vor China) erstaunliche Ideen zur Schaffung internationaler Transportkorridore vor, dazu Ideen zur Organisation von Flügen zum Mars und zur Erschließung neuer Energiequellen. Er verbreitete die Idee, den „Krieg der Sterne“ zur Verteidigung unseres Planeten gegen kosmische Katastrophen einzusetzen. Faktisch wurden LaRouches diesbezügliche Ideen auf den Kopf gestellt durch die Vorstellung, Erdlinge aus dem Weltall zu vernichten. Und Lyndon LaRouche hat in seinem langen Leben noch viel, viel mehr vorgeschlagen.

Wladimir Martschenko und ich besuchten Lyn zuhause in den USA und in Helgas Haus in Deutschland (sie haben seit über 40 Jahren zwei Wohnungen) und nahmen an vielen von ihnen organisierten Konferenzen teil. Und immer (immer!) waren die Treffen mit Lyn und Helga großartige Ereignisse in meinem Leben, die mir enorm viel Energie gaben, um den so schwierigen, gefährlichen und so anstrengenden Kampf zur Rettung der Ukraine vor der Versklavung durch die Weltregierung und gegen die Verarmung und physische Zerstörung unseres Volkes fortzusetzen.

Das letzte Mal, als wir uns mit Lyn und Helga trafen, war im November 2017 auf einer Konferenz des Schiller-Instituts in Deutschland. Jetzt ist Helga alleine… Ich drücke ihr mein aufrichtiges Beileid zu diesem irreparablen Verlust aus.

Vielen Dank Dir, unserem großartigen Lyn! Du hast ein langes und außerordentlich lebhaftes und erfülltes Leben gelebt. Die Menschheit wird Dich nicht vergessen! Und die drohende Weltkatastrophe, die hundertmal zerstörerischer sein wird als alle vorangegangenen Umbrüche, wird die Menschen zwangsläufig dazu bringen, die Ideen von Lyndon LaRouche zu erkennen und umzusetzen.

Die LaRouche-Bewegung ist nicht aufzuhalten!

P.S. Am 14. Februar 2019 veranstalteten die Progressiven Sozialisten des Kiewer Stadtverbands der PSPU bei ihrem Parteitag eine Schweigeminute zum Gedenken an Lyndon LaRouche.

Natalja Witrenko, Doktor der Wirtschaftswissenschaften
Vorsitzende der Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine, Abgeordnete in der zweiten und dritten Legislaturperiode des Obersten Rada (1995 – 2002)
Kiev, Ukraine

 


JEMEN


Während wir mit Ihnen über den Verlust Ihres Ehemanns und Weggefährten trauern, erinnern wir uns hier im Jemen mit Dankbarkeit an Lyndon LaRouches Haltung, angesichts des barbarischen Angriffs auf unser Land die gerechte Sache unserer Nation zu verteidigen, und an seinen Eifer, vorauszusehen, wie unser Jemen, eingebettet in LaRouches Konzepte der wirtschaftlichen Entwicklung und des Fortschritts – die von den BRICS übernommen wurden – in Frieden und Sicherheit gedeihen würde. Unser Trost ist, daß Lyndon LaRouche in unserem Land durch seinen wunderbaren Einfluß, den er auf die Charakterbildung der BRICS-Jugendgruppe hier hatte, in herzlichster Erinnerung bleiben wird.

Seine Exzellenz Ingenieur Hisham Sharaf, Minister für Auswärtige Angelegenheiten Jemens, Sanaa, Jemen


Liebste Frau Helga LaRouche, bitte nehmen Sie das aufrichtige Beileid zum großen Verlust Lyndon LaRouches entgegen von allen seinen jemenitischen Freunden, einer großen Anzahl von Jugendlichen und Kindern, Schülern der Model Language School, die seine Herangehensweise für den Fortschritt der BRICS-Nationen studieren.

Zusammen mit meiner Frau, meinem Sohn und meiner Tochter senden wir Ihnen entlang der historischen jemenitischen „Weihrauch- und Gewürzstraße“ diese Botschaft, nachdem wir viele Nachrichten von hohen Beamten in Jemen, allen voran Seiner Exzellenz Hisham Sharaf, Minister für auswärtige Angelegenheiten, und Seiner Exzellenz Ing. Khaled Sharaf Al-Deen, Vorsitzender der Allgemeinen Jemenitischen Investitionsbehörde, erhalten haben.

Lyndon LaRouche war die Quelle der Inspiration für uns und unsere Jugend. Ich hätte mir gewünscht, daß ich oder ein anderes Mitglied meines Jugendkabinetts die Möglichkeit gehabt hätten, ihn während der letzten vier Jahre zu besuchen. Aber die barbarischen Angriffe der saudischen Koalition auf Jemen haben uns daran gehindert, diejenigen zu sehen, die wir lieben.

Ich habe sehr viel von Herrn LaRouche gelernt. In unseren Gedanken, Taten und Material ist er immer bei uns – besonders in unserem Bericht „Operation Felix“, dem glücklichen Wunder des jemenitischen Wiederaufbaus, der Verbindung zur Belt and Road Initiative und dem Logo unseres Kabinetts. Seine Gedanken haben uns alles gegeben, was wir brauchen – es kam von einem Mann an die ganze Menschheit.

Vielen Dank für die „Armee“, die er uns hier im Jemen hinterlassen hat. Eine Armee für die Weltlandbrücke und ein polyglobales Universum, die Armee der Ideen!

Ich weiß, daß keine Worte Ihren Verlust wettmachen können, aber alles, was ich für jetzt und die Ewigkeit sagen kann, ist: Sie sind die Ehefrau des Gewinners LaRouche und Ihre lebenslange Partnerschaft mit ihm war der Hauptgewinn.

Fouad Als Ghaffari, Präsident des jemenitischen BRICS- und SDGs-Kabinetts Jemen


Webinar: Neustart für die Weltwirtschaft unter den Bedingungen der Coronavirus-Pandemie!

 

Programm:

15:00 Uhr: Die Neuausrichtung der Weltwirtschaft

Redner vom Schiller- Institut

15:30 Uhr: Neue Werte und innovative Technologien als Garant für Prosperität der Physischen Ökonomie. Der Weg in eine intelligentere  Zukunft.

Industrieberater für Automation und Robotik

15:45 Uhr: Existenzkrise der Landwirtschaft

Landwirt (Schweinezucht)

16:00 Uhr: Wie kommt Deutschland aus der Krise?

Redner von EIR

16:15 Uhr Diskussion

Themenblock 2: Die Zukunft der Atomkraft – mit Deutschland!

16:45 Uhr: Kernfusion in der Energiewende

Physiker

17:00 Uhr: Seriöse Energiepolitik. Was ist das? Und warum so wichtig für Deutschland?

ehemals Reaktorforschungszentrum, AEG Kernenergieanlage (AEG/KEA) und Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS)

17:15 Uhr: Kernenergie-Energie der Zukunft – Ein Blick über den Tellerrand

Betriebsrat Kernkraftwerk

17:30 Uhr: Diskussion

Ende des Webinars gegen 18 Uhr


6. Juni 15- 18 Uhr Webinar: Neustart für die Weltwirtschaft unter den Bedingungen der Coronavirus-Pandemie!

6. Juni 15- 18 Uhr

Große Teile der Weltwirtschaft erleben derzeit den größten Schock seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein Neustart der Wirtschaft ist dringend notwendig. Aber wir können nicht einfach zum Status quo zurückkehren, sondern müssen die Schwächen beheben, die die Struktur unserer Ökonomie so anfällig für die Auswirkungen von Covid-19 gemacht haben! Dazu gehört die vor rund 50 Jahren vom Club of Rome und ähnlichen malthusianischen Institutionen induzierte Grundannahme, die Industrialisierung der Entwicklungsländer solle nie stattfinden und Wirtschaftswachstum per se sei etwas Schlechtes.

Die ILO hat kürzlich Zahlen veröffentlicht, wonach 60 Prozent aller Arbeitsplätze weltweit – d.h. 2 von 3,3 Milliarden -, zur sogenannten informellen Ökonomie gehören. Dies bedeutet, daß diese Menschen bei einem der Pandemie geschuldeten Lockdown unmittelbar in ihrer Existenz bedroht sind. Zusätzlich warnte der Direktor des World Food Programme, David Beasley, soeben vor einer drohenden Hungerkatastrophe „biblischen Ausmaßes“, die, falls sie nicht gestoppt werde, bis zu 300.000 Menschen täglich das Leben kosten könnte. Gleichzeitig ist eine große Zahl von landwirtschaftlichen Betrieben in ihrer Existenz bedroht! Wir stehen nicht nur vor einem potentiellen Massensterben; solange diese Armut in den Entwicklungsländern weiter existiert, besteht auch die Gefahr weiterer, womöglich noch tödlicherer Pandemien.

Wenn wir also einen erfolgreichen Neustart der Wirtschaft planen, dann ist es offensichtlich, daß dies sich weder nur auf eine nationale Ökonomie noch auf einen partiellen Bereich, wie Landwirtschaft, Maschinenbau, Gesundheitssystem, Energie etc. beziehen kann, nicht einmal nur auf Europa oder die USA. Wenn wir das Problem der Weltwirtschaft lösen wollen, dann müssen wir 1,5 Milliarden neue, produktive Arbeitsplätze schaffen und die gesamten industriellen Kapazitäten der Industrienationen mobilisieren, um den sogenannten Entwicklungssektor wirklich aufzubauen und menschenwürdige Lebensbedingungen für jeden einzelnen Menschen auf diesem Planeten zu schaffen.

Wir müssen einerseits Abhängigkeiten durch die Verkürzung von Produktionsketten überwinden, Produktionssicherheit in den Bereichen Gesundheit, Nahrungsmittel und Energie herstellen, und andererseits eine globale Zusammenarbeit erreichen, um die gigantische Unterentwicklung des sogenannten Entwicklungssektors zu überwinden! Die bisher gültige Vorstellung von Profitmaximierung um jeden Preis muß ersetzt werden durch die Idee der Wertschöpfung für das Gemeinwohl vom Standpunkt einer Entwicklungsperspektive für die nächsten 50 Jahre.

So verständlich es ist, daß unter dem Eindruck der gegenwärtigen Krise jeder um sein momentanes Überleben besorgt ist, so offensichtlich ist es andererseits, daß diese Krise zugleich die Chance bedeutet, die Grundlagen für das dauerhafte Überleben der Menschheit zu schaffen. Wenn wir z.B. das enorme Potential Afrikas realisieren wollen, das im Jahr 2050 voraussichtlich 2,5 Milliarden Menschen haben wird, dann müssen wir ernsthaft darangehen, ein Ausbildungsprogramm für etwa eine Milliarde junger Menschen auf diesem Kontinent zu schaffen, wofür der Ausbau der Neuen Seidenstraße zur Weltlandbrücke den Rahmen bilden kann.

Es muß wieder darum gehen, wirklich gesellschaftlichen Reichtum durch den Aufbau der physischen Ökonomie zu schaffen, und nicht monetäre Werte durch Börsengänge und die sogenannte Shareholder-Value-Gesellschaft. Wir haben in Deutschland die absolut wertvolle Erfahrung, unser Land aus einem Trümmerhaufen zu einer modernen Industrienation aufgebaut und ein Wirtschaftswunder geschaffen zu haben, für das uns die ganze Welt einmal bewundert hat. Diesen Geist müssen wir lebendig machen und das volle Potential dieser Industrienation für die Lösung der gegenwärtigen Krise einbringen.

6. Juni 15- 18 Uhr

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LaRouche Legacy Foundation gibt Veröffentlichung von Band I der Gesammelten Werke von Lyndon LaRouche bekannt

Die LaRouche Legacy Foundation kündigt die Veröffentlichung des ersten Bandes der Gesammelten Werke von Lyndon LaRouche an: „Jetzt ist es notwendig, daß die Welt auf die weisen Worte von Lyndon LaRouche hört.“

LEESBURG, VA (5. Mai 2020)-Die LaRouche Legacy Foundation (LLF) freut sich, die Veröffentlichung von Band I der Gesammelten Werke von Lyndon LaRouche bekanntzugeben. Lyndon H. LaRouche jr., der im Februar 2019 verstorben ist, war ein produktiver Schriftsteller, Redner und Denker, der einzigartige Beiträge in den Bereichen Wirtschaft, klassische Kultur, Geschichte, Philosophie und Wissenschaft geleistet hat. Dieser erste Band enthält vier seiner wichtigsten und einflußreichsten Schriften über die Wissenschaft der physischen Ökonomie:

  1. So, You Wish To Learn All About Economics? (dt.: Was Sie schon immer über Wirtschaft wissen wollten)
  2. There Are No Limits to Growth (dt. Es gibt keine Grenzen des Wachstums)
  3. The Science of the Christian Economy (dt.: Christentum und Wirtschaft)
  4. The Earth’s Next Fifty Years (dt.: Die kommenden fünfzig Jahre der Erde)

Lyndon LaRouche wurde im Laufe der 1970er und 1980er Jahre zu einer der umstrittensten internationalen politischen Persönlichkeiten seiner Zeit und zu einem originellen Denker, der bahnbrechende Entdeckungen auf den Gebieten der physischen Ökonomie, der klassischen Kultur, der Naturwissenschaften, der Geschichtsschreibung, der Philosophie und mehr machte. Nur wenige moderne Denker sind von ihren politischen Gegnern und den Massenmedien so verleumdet worden, während sie sich gleichzeitig den tiefen Respekt führender internationaler Persönlichkeiten erworben haben, die seine Werke studiert haben:

„Jetzt ist es notwendig, daß die Welt auf die weisen Worte von Lyndon LaRouche hört“. – José López Portillo, ehemaliger Präsident von Mexiko.

„Herr LaRouche wird sicherlich seinen Platz in der Geschichte finden. Er wurde in seiner Lebzeit, für seine Vision und sein Werk ungerecht behandelt.“ Ramsey Clark, ehemaliger Justizminister der Vereinigten Staaten.

Jetzt kann der Leser selbst Zugang zu LaRouches grundlegenden Schriften in einer hübschen, gebundenen Ausgabe finden und selbst urteilen. (776 Seiten).

Ein Verlagsvorwort und eine Einführung von LaRouches Ehefrau, Helga Zepp-LaRouche, umreißen den Umfang und die Bedeutung des Verlagsprojekts, das LLF in Angriff genommen hat und das sich voraussichtlich auf Dutzende von Bänden, begleitet von einem digitalen Archiv, erstrecken wird.

Weitere Informationen erhalten Sie von Megan Beets bei der LaRouche Legacy Foundation (info@larouchelegacyfoundation.org). Bitte besuchen Sie larouchelegacyfoundation.org


Gipfeltreffen der Blockfreien Bewegung

Gipfeltreffen der Blockfreien Bewegung betont Multilateralismus und globale Zusammenarbeit zur Bekämpfung von COVID-19

 

Am 4. Mai nahmen 40 Staatsoberhäupter aus Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika an einem virtuellen Gipfeltreffen der Kontaktgruppe der Blockfreien Bewegung teil, um über die Koordination und Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie zu diskutieren.

An dem Online-Gipfeltreffen, das vom derzeitigen Vorsitzenden der Blockfreienbewegung, dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew, ausgerichtet wurde, nahmen unter anderem UN-Generalsekretär Antonio Gutteres, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Direktor der Weltgesundheitsorganisation, Josep Borrell, Chef der Außenpolitik der Europäischen Union, sowie die Staats- und Regierungschefs von Indien, Pakistan, Ägypten, Iran, Venezuela, Kuba und Indonesien als Gäste teil. Der 1961 gegründeten Blockfreienbewegung gehören Vertreter von 120 Ländern an, die größtenteils Entwicklungsländer sind.

Laut einem Bericht der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu verpflichtete sich der Gipfel zum Aufbau einer „stärkeren und effektiveren post-pandenischen Welt auf Grundlage von Zusammenarbeit und Multilateralismus“, welche als unverzichtbar angesehen werden. Die Gruppe bot der Weltgesundheitsorganisation ihre volle Unterstützung an und verurteilte die Anwendung einseitiger Zwangssanktionen gegen mehrere Länder, die gegen die UN-Charta und das Völkerrecht verstoßen.

Die Diskussion konzentrierte sich auf die weltweiten Bemühungen zur Bekämpfung der Pandemie und zur Förderung der verstärkten Rolle der Blockfreienbewegung bei der Bewältigung und Linderung der durch die Pandemie verursachten Folgen, wobei anerkannt wurde, daß arme Nationen am härtesten betroffen sind. Die Blockfreiebewegung warnte, die Auswirkungen der Krise, „werden hart erarbeitete Entwicklungserfolge zunichte machen und Fortschritte bei der Verwirklichung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung behindern“. Die Gruppe stimmte für die Einrichtung einer Arbeitsgruppe der Blockfreienbewegung, die eine Datenbank einrichten soll, in der die grundlegenden humanitären und medizinischen Bedürfnisse der Mitgliedsstaaten der Blockfreienbewegung erfaßt werden sollen.

Im Abschlußkommuniqué des Gipfeltreffens heißt es unter Punkt 11, daß „angesichts dieser Art von globaler Notlage der Geist der Solidarität im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen muß und ein hohes Maß an ethischem und humanistischem Engagement erforderlich ist, wo Solidarität und selbstlose Zusammenarbeit vorherrschen, um die bedürftigen Völker mit Medikamenten, medizinischer Ausrüstung und Hilfsgütern, Nahrungsmitteln, Austausch von Fachwissen und bewährten Praktiken zu versorgen“.

Der vollständige Text der Erklärung ist hier zu finden: http://www.today.az/news/politics/193533.html


Anmerkungen von Helga Zepp-LaRouche zum Gedenken anläßlich des 75. Jahrestages des Treffens an der Elbe

24. April 2020

Sehr geehrter Herr Professor Losanskij, sehr geehrte Teilnehmer,

Ich überbringe Ihnen herzliche Grüße von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Präsidentin des Schiller-Instituts. Wegen unvermeidbarer anderer Verpflichtungen kann sie im Moment nicht persönlich bei Ihnen sein.

Vielen Dank für Ihre Einladung, des 75. Jahrestages eines mehr als nur symbolischen Handschlags zwischen amerikanischen und sowjetischen Truppen bei Torgau im April 1945 zu gedenken.

Die amerikanisch-russische Allianz hatte es möglich gemacht, eine faschistische Übernahme der Menschheit und deren fast garantierte Zerstörung zu verhindern.

Die Erwartungen, einen dauerhaften Frieden und eine gemeinsame Entwicklung zu schaffen, haben sich jedoch weitgehend nicht erfüllt, und die Zivilisation hätte zu verschiedenen Zeitpunkten des „Kalten Krieges“ tragisch enden können.

Selbst als die Sowjetunion zusammenbrach, wurde durch einflußreiche „neokonservative“ Gruppierungen, die für eine einseitige anglo-amerikanische Weltordnung warben, eine einmalige Chance vertan. Nach drei Jahrzehnten von Regimewechselkriegen und der Politik von Sanktionen, Abkoppelung und Dämonisierung ist die Sicherheit der Menschheit fragiler denn je.

Die Herausforderungen sind vielfältig und tiefgreifend. Wir werden nicht nur durch das Fehlen einer Sicherheitsarchitektur, die das Überleben der Menschheit garantiert, sondern auch durch das rasch zerbröckelnde spekulative Finanzsystem und die Zunahme des „Narko-Terrorismus“ bedroht. Und obendrein verschlimmert eine verheerende Pandemie, die wie die Pandemie von 1918 potentiell Massensterben verursacht, Armut, Hunger und Unterentwicklung.

Ein neuer, starker Handschlag zwischen Ost und West ist notwendig, um diese lebensbedrohliche Krise zu eliminieren und eine Lösung auf den Weg zu bringen.

Das Schiller-Institut hat einen Aktionsplan vorgelegt, der auf dem Vorschlag des verstorbenen Ökonomen Lyndon LaRouche basiert und zu einem Treffen der „Vier Mächte“ zur Reorganisation des gescheiterten Systems aufruft. Dabei handelt es sich um Rußland, die Vereinigten Staaten, China und Indien.

Die Kombination dieser Nationen würde genug Stärke darstellen, um die folgende Agenda zu erreichen:

1. Schließung der Kasinowirtschaft durch die Trennung der spekulativ-finanziellen Profitmacherei von der Realwirtschaft,

2. Wiederherstellung des nationalen Kreditwesens für langfristige Kredite, die in eine massive Expansion der produktiven Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen fließen sollen,

3. Vereinbarung eines neuen Bretton-Woods-Abkommens, um die Grundlage für eine globale Zusammenarbeit zur Bewältigung aller Aufgaben zu schaffen, die für den Wiederaufbau der physischen Weltwirtschaft erforderlich sind, einschließlich einer sofortigen Mobilisierung für ein Weltgesundheitssystem,

4. Definition bestimmter Ziele für Durchbrüche in der Grundlagentechnologie, wie z.B. Kernfusion und Weltraumkolonisierung, um das wissenschaftliche und moralische Potential der Bürger, insbesondere der Jugend, zu mobilisieren.

Liebe Freunde, die gegenwärtigen Umstände mögen nicht unbedingt günstig für einen solchen „neuen Handschlag“ zwischen Ost und West aussehen. Da sich die Krise jedoch in unmittelbarer Zukunft vertiefen wird, werden sich Veränderungen und Chancen ergeben.

Der Sieg über den Faschismus vor 75 Jahren, der mit dem Leben so vieler tapferer Menschen bezahlt wurde, kann uns inspirieren, uns dieser neuen gewaltigen Aufgabe zu stellen. Ich danke Ihnen und Gott segne Sie.


„Gesundheits-Seidenstraße“ bei Webinar in Stockholm vorgestellt

Das schwedische Belt and Road Institute (BRIX) veranstaltete am 29.4. in Stockholm ein außerordentliches Webinar unter dem Titel „Die Gesundheits-Seidenstraße – Schlüssel zum globalen Kampf gegen COVID-19“. Die Vorträge hielten Spitzendiplomaten, Gesundheitsexperten, Wirtschaftswissenschaftler und Denkfabrikexperten aus zwölf Ländern.

Zu den Rednern gehörten die Botschafter aus China (Gui Congyou), Serbien (Dragan Momcilovic) und Malaysia (Datin Paduka Nur Ashikin Mohd Taib), dazu der stellvertretende Missionsleiter aus Pakistan, die alle umfassend über die Lage in ihren Ländern berichteten. Aus dem medizinischen Bereich nahm an den Beratungen einer der bekanntesten Virologen Chinas teil, Prof. Dr. Wang Gui-Qiang, Direktor für Infektionskrankheiten am Ersten Krankenhaus der Universität Peking. Er gab einen Überblick über die jüngsten Erfahrungen Chinas mit der Diagnose und Behandlung von COVID-19 und ging dabei auf viele Fragen ein, die unter internationalen Experten noch nicht ausreichend geklärt sind.

Neben Dr. Wang nahm auch Prof. Göran Tomsom, Professor für Internationale Gesundheitssystemforschung an der wichtigsten Gesundheitsforschungseinrichtung Schwedens, dem Karolinska-Institut, an der Podiumsdiskussion teil. Er rief nachdrücklich zur Zusammenarbeit aller Länder gegen das Virus auf und forderte, im Namen der Wissenschaft das Thema nicht zu politisieren.

Die Hauptrede der zweiten Sitzung hielt die Präsidentin des internationalen Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, die den wirtschaftlichen Hintergrund der Bedrohung durch globale Pandemien darlegte und forderte, Lyndon LaRouches Vier Gesetze und ein Neues Bretton Woods umzusetzen.

Weitere Redner waren der Mitbegründer der ICHI-Stiftung in Norwegen Thore Vestby; der Direktor des One Belt One Road Institute in Italien, Michele De Gasperis; Ulf Sandmark, BRIX-Vorsitzender und Leiter des schwedischen Schiller-Instituts, sowie Isabelle Hannouche, eine junge Unternehmerin aus dem Senegal, die in Shanghai arbeitet.

Den Mitschnitt des Webinars finden Sie unter: https://www.brixsweden.org/extraordinary-webinar-on-the-health-silk-road-and-covid-19-pandemic-in-stockholm/?lang=en


Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed bringt die Frage von LaRouches neuem Paradigma auf

Folgende Erklärung wurde am 1. Mai von Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed verbreitet:

„Die Welt wird von der COVID-19-Pandemie nicht frei sein, solange nicht alle Länder frei von dem Coronavirus sind, das die Pandemie verursacht. Diese einfache Tatsache unterstreicht die dringende Notwendigkeit für die internationale Geberkonferenz für einen Covid-19-Impfstoff am 4. Mai. Nur wenn jetzt gehandelt wird, damit die Entwicklungsländer zur Bekämpfung der Krankheit befähigt werden, kann die Welt eine zweite Welle des Virus in diesem Herbst vermeiden.

Die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union begrüßen die Angebote für Testkits, Beatmungsgeräte und persönliche Schutzausrüstung, die jetzt aus der entwickelten Welt eingehen. Aber wenn wir das Blatt gegen COVID-19 wenden wollen, müssen die reichsten Länder der Welt die Bitten der Entwicklungsländer für eine umfassende Strategie zur Überwindung der Doppelkrise des öffentlichen Gesundheitswesens und der Wirtschaft, mit der wir konfrontiert sind, erhören und darauf reagieren.

Bis heute herrscht eine große Diskrepanz zwischen der Rhetorik der Führer der reichen Länder – daß dies eine existentielle, globale Jahrhundertkrise sei – und der Unterstützung für die armen Länder der Welt, die anscheinend nicht in Betracht gezogen werden soll. In der Tat gaben die afrikanischen Länder bis letzte Woche mehr für Schuldenzahlungen als für die Gesundheitsversorgung aus.

In 34 der 45 Länder Subsahara-Afrikas liegen die jährlichen Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben unter 200 Dollar – und erreichen in vielen dieser Länder kaum 50 Dollar. Ein derart niedriges Ausgabenniveau macht es unmöglich, Krankenhausbetten zur Akutversorgung, Beatmungsgeräte und die Medikamente zu finanzieren, die zur Bekämpfung von Krankheiten wie COVID-19 benötigt werden. Die Bezahlung von Ärzten, Krankenschwestern, Röntgenassistenten und anderen Mitarbeitern der Gesundheitsberufe zusammen mit ihrer Ausrüstung kann fast wie ein Luxus erscheinen.

Noch schlimmer ist, daß viele der Maßnahmen, die den reicheren Volkswirtschaften zur Linderung der Krankheit zur Verfügung stehen – Lockdowns, die Aufforderung zu Hause zu bleiben und selbst häufiges Händewaschen – in einem Großteil der Entwicklungsländer nicht ohne weiteres umgesetzt werden können. In den oft übervollen Städten ist eine soziale Distanzierung so gut wie unmöglich, und es gibt nicht genügend Ressourcen, um angemessene sanitäre Einrichtungen und in vielen Fällen fließendes Wasser, das die Menschen brauchen, bereitzustellen.

Was muß also getan werden? Zuallererst brauchen die Regierungen Afrikas einen sofortigen Zufluß an Geld, um Investitionen in die Gesundheitsversorgung und soziale Sicherheitsnetze zu ermöglichen. Der wirksamste Ansatzpunkt hierfür ist ein Schuldenerlaß. Bisher ist ein Erlaß bilateraler Schulden für die 173 Mitglieder der Internationalen Entwicklungsorganisation (der Weltbank, die für die ärmsten Entwicklungsländer zu Vorzugsbedingungen Kredite vergibt) nur bis Dezember möglich. Um unseren unmittelbaren Bedarf zu decken und vorausschauend planen zu können, brauchen wir eine Vereinbarung über den Schuldenerlaß nicht nur für dieses, sondern auch für das nächste Jahr.

Über den Schuldenerlaß hinaus müssen die Zuschuß- und Darlehensobergrenzen des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und anderer multilateraler Entwicklungsbanken erheblich angehoben werden. Und eine Ausgabe von internationalen Geldern – den Sonderziehungsrechten des IWF – zur Beschaffung von 1,5 Billionen Dollar muß bald erfolgen.

Wir in Afrika bitten um diese Unterstützung nicht nur für uns selbst, obwohl unser Bedarf in dieser Krise vielleicht größer als je zuvor ist. Wir in Afrika bitten die entwickelten Länder (einschließlich China) um Hilfe, damit wir unser Bestes tun können, um die ganze Welt vor einer Rückkehr dieser Geißel zu schützen.

Aber die Zeit ist knapp. Afrika mag einer der letzten Orte auf der Erde sein, der von COVID-19 heimgesucht wird, aber die Krankheit ist so mächtig und tödlich wie eh und je. Wenn wir die Bedrohung überwinden wollen, muß jedes Land alles in seiner Macht Stehende tun, um die Suche nach einem Impfstoff zu beschleunigen und sicherzustellen, daß er überall verfügbar ist.

Zu diesem Zweck benötigt die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations ausreichende Finanzmittel – 3 Milliarden Dollar sofort, mehr im Jahr 2021 und darüber hinaus – nicht nur, um einen Impfstoff für diejenigen zu entwickeln und herzustellen, die ihn sich leisten können, sondern auch, um in der Lage zu sein, ihn weltweit gerecht zu verteilen. Und die Impfallianz Gavi braucht die Mittel, um dies zu gewährleisten.

Ebenso könnte eine koordinierte globale Anstrengung die Produktion von Schutzmasken, Testkits und Beatmungsgeräten, die in jedem Land und auf jedem Kontinent benötigt werden, erheblich beschleunigen und sicherstellen, daß diese lebenswichtigen Güter gerecht verteilt und nicht von den wenigen Reichen gehortet werden. Länder, in denen es nur wenige Corona-Fälle gibt und in denen der Höhepunkt der Pandemie überschritten ist, sollten bereit sein, ärmeren Ländern zu helfen, indem sie ihnen lebensrettende Geräte schicken. Und mit Blick auf die Zukunft sollten wir die Vorräte für Notfälle aufstocken, damit wir uns gegenseitig helfen können, wenn wir das nächste Mal am meisten Hilfe benötigen.

All diese Themen stehen auf der Tagesordnung der globalen Geberkonferenz am 4. Mai. Wir bitten alle Länder, die dazu in der Lage sind, sich daran zu beteiligen, zuzuhören, Ratschläge zu erteilen und, was am wichtigsten ist, die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen.“


Konferenzbericht: Aufbruch in das neue Paradigma

Die Online-Konferenz des Schiller-Instituts, die am vergangenen Wochenende unter dem Motto „Die Existenz der Menschheit hängt jetzt von der Schaffung eines neuen Paradigmas ab!“ stattfand,  hatte den Zweck, Redner und ein Publikum aus der ganzen Welt zusammenzubringen, um über die Prinzipien zu diskutieren, auf denen das entstehende neue Paradigma in den internationalen Beziehungen basieren soll. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen.

Wir möchten alle, die das Programm nicht live verfolgen konnten, dazu ermutigen, sich die Zeit zu nehmen, die Videos hier anzusehen:
Deutsch
Englisch (Original)

Die Konferenz war um das Lebenswerk des am 12. Februar 2019 verstorbenen Ökonomen und Staatsmanns Lyndon LaRouche herum organisiert, natürlich im Bereich der Wirtschaft, aber auch der klassischen Kultur und der Grundlagen der Wissenschaften. So wurde die erste Sitzung mit zwei Videoausschnitten aus Reden LaRouches aus den Jahren 1997 und 2007 eröffnet, die lebhaft die außerordentliche Weitsicht belegten, die seine gesamte Karriere prägte. Er betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den USA und China für den Aufbau großer Infrastruktur-Plattformen sowie die entscheidende strategische Rolle der vier Nationen USA, Rußland, China und Indien für die Beendigung der Weltordnung des Britischen Empire.

Helga Zepp-LaRouche versetzte das Publikum dann in den breiteren Rahmen der Geschichte: Das heutige Zusammentreffen großer Krisen – die Coronavirus-Pandemie, die Heuschreckenplage von Afrika bis Indien, die drohende Welternährungskrise, steigende Arbeitslosigkeit usw. – sei nicht einmal mit dem finsteren Zeitalter des 14. Jahrhunderts vergleichbar. Die Welt müsse neue Prinzipien entdecken und „die langfristigen Ursachen der gegenwärtigen Krise ermitteln, um sie zu überwinden und ein neues Kapitel der Geschichte aufzuschlagen, indem wir die Ära der Geopolitik beenden und ein neues System errichten, das auf der Identität der Menschheit als schöpferische Gattung beruht.“

Frau LaRouche sprach auch über die aktuelle Eskalation in Richtung eines Atomkrieges, mit der verschärften Propaganda derselben Kreise, die schon hinter dem Putschversuch gegen Präsident Trump standen, wie dem MI-6 und der Henry Jackson Society, sich diesmal jedoch gegen China richten. Doch diese Operation entlarve auch den Feind, das Britische Empire, als ein sterbendes Imperium, das völlig von der Realität abgekoppelt ist. Und wenn jemand „bezahlen“ sollte – die Kriegsfraktion besteht jetzt darauf, daß China die wirtschaftlichen Kosten des Virus erstattet -, dann ist es das Britische Empire, das für seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit und den Verlust an Menschenleben seit mehr als zwei Jahrhunderten bezahlen sollte.

Im Anschluß gab sie einen breiten intellektuellen Überblick über die degenerierte liberal-neoliberale Weltordnung, von den völlig diskreditierten Ansichten eines Thomas Malthus zur „Überbevölkerung“ über die Weltsicht von Adam Smith bis hin zu deren modernen Ausdrucksformen wie der Spieltheorie und der computergesteuerten Finanzspekulation, die auf Bertrand Russells Korruption der Wissenschaft gründen. Als charakteristisch für die Bösartigkeit des Empire zitierte sie Russells Forderung, es sollte regelmäßig ein Schwarzer Tod über die Welt fegen, um „das Überbevölkerungsproblem zu lösen“.

Die Lösung, so betonte Helga Zepp-LaRouche, sei eine völlig neue Weltsicht, die auf dem wissenschaftlichen Fortschritt der Menschheit basiert, wie Erforschung des Weltraums, Fusionsenergie und Entwicklung des menschlichen Genies. Die Zusammenarbeit zwischen souveränen Nationen zur Verwirklichung der gemeinsamen Ziele der Menschheit müsse Vorrang vor Konflikten haben.

 

Die Sicht Rußlands und Chinas

Der nächste Redner war der Erste Stellv. Vertreter Rußlands bei der UNO, Dmitrij Poljanskij, der auf die laufende COVID-19-Pandemie, ihre breiteren sozialen Auswirkungen und die Notwendigkeit einer verstärkten globalen Zusammenarbeit einging. Er betonte insbesondere, man müsse Schuldzuweisungen an irgendwelche Länder vermeiden und dürfe nicht versuchen, die Krise zu nutzen, um Konkurrenzkämpfe zu verstärken. Er forderte die G20 auf, sich besonders der Anliegen der Entwicklungsländer anzunehmen.

Ihm folgte der Generalkonsul der Volksrepublik China in New York, S.E. Huang Ping. Botschafter Huang sprach per Videoaufzeichnung, da er bei der Lieferung medizinischer Hilfsgüter helfen mußte, die zur gleichen Zeit aus China in Boston eintrafen. Er nutzte die Gelegenheit, um einen Überblick über Chinas Sichtweise der aktuellen Pandemie und den Ansatz zu ihrer Bekämpfung zu geben, und rief zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den USA und China auf.

Es folgte eine kurze Fragerunde, Wissenschaftsberater des chinesischen Generalkonsulats in New York, Zhou Guolin, beantwortete dabei Fragen im Namen von Botschafter Huang. Die erste Frage betraf die Bedeutung eines visionären Gipfels der Ständigen fünf Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, den Rußland kürzlich angeregt hatte. Eine weitere Frage kam vom stellvertretenden UN-Vertreter Südafrikas zur Rolle der Kernkraft bei der Entwicklung Afrikas.

 

Europa muß sich der Gürtel- und Straßen-Initiative anschließen

Jacques Cheminade, dreimaliger Präsidentschaftskandidat in Frankreich, begann die zweite Hälfte der ersten Sitzung, sein Vortrag trug den vielsagenden Titel „Ein Europa, dessen man sich nicht schämen muß“. Cheminade beschrieb seine Sicht der verlorenen Sache Europas unter dem gegenwärtigen System von Kultur und Politik, wo „Lügen zu einer perversen Kunst geworden ist“. Dann sprach er über die notwendigen Veränderungen, um die wahren souveränen Nationen Europas wiederzubeleben, damit diese am neuen Paradigma der Entwicklung teilhaben können. Er bezeichnete die 30 Jahre des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg als ein Beispiel für das wahre Europa.

Es folgte Michele Geraci, Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Unterstaatssekretär im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung Italiens. Geraci verfügt über umfangreiche Erfahrungen in China und war während seiner Regierungszeit entscheidend daran beteiligt, Chinas globales „Gürtel und Straße“-Entwicklungsprogramm bei den Italienern bekannt zu machen. Er sprach sowohl über seine Erfahrungen in China über zehn Jahre als auch über seine Erfahrungen in der italienischen Regierung in den letzten Jahren, wobei er betonte, man brauche mehr Fachwissen und Kompetenz und eine bessere Vertretung des italienischen Volkes.

Erklärungen kamen auch von Bassam Al-Hachem von der Universität des Libanon zur Krise in seinem Land, von Antonio „Butch“ Valdes von der Philippinischen LaRouche-Gesellschaft sowie von Daniel Burke, unabhängiger Kandidat für den US-Senat in New Jersey, der die Jugend der Welt aufrief, sich mit den Ideen Lyndon LaRouches für globale Entwicklung einzusetzen. Fragen kamen u.a. von den Botschaftern Costa Ricas, Malis und Nigerias in Kanada. Auch zwischen dem Publikum und Zepp-LaRouche, Geraci und Cheminade entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Europäische Union.

 

Unsere Herrschaft über das Universum verbessern

Die zweite Konferenzsitzung trug den Titel „Für ein besseres Verständnis der Funktionsweise unseres Universums“. Es war eine breit angelegte, internationale Diskussion über die Anwendung menschlicher Kreativität, Wissenschaft und Technik zur Verbesserung der Menschheit durch Zusammenarbeit zwischen den Nationen. Jason Ross, der die Podiumsdiskussion moderierte, erklärte zu Beginn, man könne den Aufbau eines Weltgesundheitssystems, wie ihn Helga Zepp-LaRouche fordert, als Teil der strategischen Verteidigung der menschlichen Gattung betrachten. Er schloß sich seinen Kollegen Megan Beets und Benjamin Deniston vom Wissenschaftsteam der LaRouche-Bewegung an, die Lyndon LaRouches Perspektive zur Umsetzung dieses Ziels erläuterten.

Deniston erinnerte zunächst an den russischen Vorschlag für eine Strategische Verteidigung der Erde (SDE) aus dem Jahr 2011, eine offensichtliche Bezugnahme auf Präsident Ronald Reagans Vorschlag der Strategischen Verteidigungsinitiative (SDI) 1983. Lyndon LaRouche war bekannt als der geistige Vater dieser Politik Reagans, er hatte inoffiziell mit den Sowjets darüber verhandelt, um ihre Zustimmung zu einem solchen Plan zu erhalten. Aber auch andere wetteiferten um ihre eigene Version der SDI – oft, um LaRouches Vorschlag zu untergraben. Deniston definierte LaRouches SDI als ein Wissenschafts-Motor-Programm – ähnlich John F. Kennedys Apollo-Projekt -, das dazu beitragen sollte, die Volkswirtschaften beider Nationen aus der Sackgasse zu holen und gleichzeitig die geopolitische Kluft zu überwinden, die unter dem Prinzip „teile und herrsche“ entstanden war. Die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit und der ständigen Erweiterung der Grenzen des menschlichen Wissens waren ein roter Faden der Beiträge. Ein Videoclip lieferte Lyndon LaRouches eigene Beschreibung des Konzepts.

Beets erläuterte, wie das SDE-Konzept Aspekte des Einflusses des Weltraums auf das Wetter und den Schutz vor koronalen Massenauswürfen und Sonneneruptionen umfassen würde. Beets und Deniston griffen auch andere Fragen der Asteroiden- und Kometenabwehr, der langfristigen solaren und galaktischen Zyklen auf, wie sich diese auf das Artensterben und auf die Lebenszyklen von Viren auswirken können. Ross sagte, es wäre eine Tragödie, sich von einem Virus oder einer gescheiterten Wirtschaftspolitik als Geisel nehmen zu lassen, wenn wir es nicht schaffen, uns von gescheiterten Axiomen zu befreien.

Jean-Pierre Luminet, Astrophysiker und emeritierter Forscher am französischen Nationalen Zentrum für Wissenschaftliche Forschung, griff dann in seinem Vortrag „Die Rolle der freien Erfindung bei der kreativen Entdeckung“ das Thema des wissenschaftlichen Denkens auf. Luminet erläuterte seine Sicht der Entwicklung der Wissenschaft von der Antike bis zu Kepler, Einstein und modernen Theorien, er betonte jedoch, wie ähnlich wissenschaftliche Durchbrüche künstlerischen Ausdrucksformen sind.

 

Raumforschung ist der Schlüssel zur Zukunft

Es folgten zwei ehemalige Astronauten, Michel Tognini und Walt Cunningham. Tognini, Brigadegeneral der französischen Luftwaffe und ehemaliger Astronaut des CNES (Nationales Zentrum für Weltraumstudien) und der ESA, war auf der Internationalen Raumstation, an Bord der Columbia und der Sojus insgesamt 19 Tage im Weltraum. Auf der Grundlage seiner eigenen Erfahrungen plädierte er nachdrücklich für enge Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen den Weltraumforschern aller Länder. Walt Cunningham ist ein ehemaliger NASA-Astronaut, der an der Apollo 7-Mission teilgenommen hat. Er beschrieb diesen historischen Flug und den Geist, den die NASA heute braucht.

Die Astrophysikerin Dr. Marie Korsaga aus Burkina Faso beschäftigte sich dann mit der Notwendigkeit der wissenschaftlichen Bildung für junge Afrikaner. 40% der Afrikaner sind unter 15 Jahre alt, was in den kommenden Jahren explosive Folgen haben wird – im Guten oder im Schlechten, je nachdem, ob dieser Reichtum mit Bildung und wirtschaftlicher Entwicklung kultiviert wird. Sie machte sich auch Gedanken über Frauen in der Wissenschaft in Afrika, von denen es leider nur wenige gibt.

Joe Pennacchio, Landessenator im US-Staat New Jersey, schloß sich in seinem Vortrag „Kernfusion zur Realität machen“ Korsagas Appell für die Zukunft der Jugend an. Pennacchio ist der Autor eines Gesetzesvorschlags im Landtag von New Jersey für die Entwicklung der Kernfusion. Mit 65 Jahren kämpft er für die Fusion als Energiequelle für die zukünftigen Generationen.

Will Happer, emeritierter Physikprofessor an der Princeton University, der auch zeitweise in Präsident Trumps Nationalem Sicherheitsrat für Wissenschaftsfragen zuständig war, gab seine Einblicke in den Streit um den „menschengemachten Klimawandel“ und bezeichnete die Anhänger dieser These als „Kultreligion“, deren Anhänger sich weigern, überhaupt darüber zu debattieren. Happer beschrieb auch, wie viele wissenschaftliche Entdeckungen durch „Unfälle“ zustande kamen, wenn Wissenschaftler feststellten, daß ihre Experimente nicht die erwarteten Ergebnisse brachten und sie zwangen, ein höher geordnetes Konzept der Gesetze des Universums zu entwickeln, um das unerwartete Ergebnis zu erklären. Dieses Thema löste in der lebhaften Frageperiode eine große Diskussion aus.

Dr. Kildare Clarke, Arzt aus New York, schilderte anschließend seine Erkenntnisse über die Auswirkungen des Abbaus des öffentlichen Gesundheitssystems in den USA durch die Privatisierung. Es folgte Dr. Guangxi Li von der Chinesischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften in Peking und der Mayo-Klinik. Li stellte seinen Erfolg bei der Anwendung der traditionellen chinesischen Kräutermedizin bei der Behandlung von COVID-19 in frühen Stadien vor, die anders als andere virale Pneumonien sei.

Die Sitzung schloß mit der Beantwortung von Fragen, u.a. über die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit, Möglichkeiten für junge Menschen, an wissenschaftlichen Durchbrüchen teilzuhaben, und den Pessimismus und die Verzweiflung zu beseitigen, der mit der Klimawandellobby verbunden sind.

 

Warum wir eine klassische Renaissance brauchen

Die dritte Sitzung begann mit einer Einführung von Dennis Speed vom Schiller-Institut, der diesen Konferenzteil Lyndon LaRouche und dem berühmten afroamerikanischen Baßbariton William Warfield widmete, der bis zu seinem Tod im Jahr 2002 dem Vorstand des Schiller-Instituts angehörte.

Nach einer Aufführung von Beethovens Liederzyklus An die ferne Geliebte mit dem Tenor John Sigerson und der Pianistin Margaret Greenspan wurde ein ausdrucksstarker Videoclip von Lyndon LaRouche bei einer Ansprache in einem Konzert an der Howard University in den 90er Jahren gezeigt. Er sprach über die notwendige Verbindung zwischen der klassischen Wissenschaft und der klassischen Kunst und betonte, alle Kunst sei verstehbar, keine Zauberei, und sie sei universell.

Helga Zepp-LaRouche erörterte in ihrem Eröffnungsvortrag Friedrich Schillers großartiges Menschenbild, das Erreichen unserer wahren Identität als schöpferische Wesen. Sie habe das große Glück gehabt, in der Schule Schiller und andere klassische Werke kennenzulernen, die ihren Charakter und ihre Weltanschauung tiefgreifend prägten und stärkten, bevor sie begann, sich mit dem Zeitgeschehen zu beschäftigen. Einen Einblick in die heutige Kultur könne man gewinnen, indem man sich anschaut, wie die Menschen auf die Ausgeh- und Kontaktbeschränkungen aufgrund von COVID-19 reagieren. Während viele Menschen als Reaktion darauf ihren schlimmsten hedonistischen Impulsen folgten, hätten sich andere der klassischen Musik und der Inspiration durch die große Kunst zugewandt. Dies sehe man in Italien, Frankreich, Deutschland und anderen Ländern an den Menschen, die auf ihren Balkonen gemeinsam Opernstücke singen und Musik aufführen.

Zepp-LaRouche führte die Zuhörer dann durch verschiedene Auszüge aus Schillers Ästhetischen Briefen, um zu zeigen, warum der Künstler selbst auf dem moralisch höchsten Niveau sein muß, da der eigentliche Zweck der klassischen Kunst darin bestehe, die individuellen Ziele des einzelnen mit den höheren Zielen der Menschheit in Einklang zu bringen.

 

Die Einzigartigkeit der Spirituals

Professor Eugene Thamon Simpson bot in seinem Vortrag „Hall Johnson und Dvoraks Traum – vom Spiritual zum Kunstlied“ einen Rückblick auf einige wesentliche Aspekte der Geschichte des afroamerikanischen Spirituals, einschließlich des Kampfes darum, diese schöne Musik auf die Konzertbühne zu bringen. Er zeigte die Verwandtschaft zwischen dem deutschen Kunstlied und dem Spiritual auf. Nachdem die Spirituals anfangs an den Rand gedrängt und sogar lächerlich gemacht wurden, habe die Ankunft von Antonin Dvorak in Amerika und seine Entdeckung dieser Musik diese Kunstform befreit und veredelt.

Professor emeritus Willis Patterson aus Michigan widmete seinen Vortrag dem Thema „Die Präsenz des klassischen Prinzips in der Volksmusik“. Es war eine bewegende Diskussion über die veredelnde Wirkung von Volksliedern und Spirituals auf die Seele als Quelle des Trostes und die auffällige Tatsache, daß schöne Musik sinnvoller ist, als immer neue Kriege zu führen. Dr. Patterson beendete seinen Vortrag mit einem Verweis auf Schillers Ode an die Freude und spielte eine Aufnahme von sich selbst als Solist (Baßbariton) in Beethovens Neunter Symphonie vor.

„Die physische Kraft der klassischen Poesie und Musik“ war das Thema des Vortrags von John Sigerson, dem musikalischen Direktor des Schiller-Instituts. Er polemisierte gegen die Vorstellung, klassische Musik sei in ihren Auswirkungen auf die physische Welt um uns herum nur eine „Stilfrage“, aber kein physikalisches Prinzip. In der Klassik geht es um Musik mit einem Zweck, im Gegensatz zu bloßen momentanen Effekten. Ausgehend von Zitaten von Max Planck und Albert Einstein setzte Sigerson Agapē mit dem Hunger nach Wahrheit gleich. Das sei ein Handlungsprinzip, das man sowohl in der klassischen Musik als auch in der klassischen Wissenschaft antreffe.

Teng Jimeng, Professor für Amerikastudien an der Beijing Foreign Studies University, gab mit einem Video aus Peking einen willkommenen Einblick in die klassische Tradition in China. Er zitierte aus Präsident Xi Jinpings jüngsten Schriften über Tugend und Kunst und erklärte, dies sei Teil der ästhetischen Erziehung in China, zusammen mit Altruismus und Patriotismus. Teng erörterte den Konfuzianismus, der die Verpflichtung der Chinesen präge, die alten Menschen zu ehren und der Welt und den Notleidenden zu helfen.

Diane Sare und Leah DeGruchy vom Schiller-Institut sprachen über den „Einsatz des Chors in der Politik“, wobei sie Beispiele aus Shakespeares Kaufmann von Venedig sowie Beethovens Missa Solemnis und Bachs Passionen anführten.

Begeisterte Grußworte an die Konferenz kamen vom Dirigenten und Tenor Gregory Hopkins aus New York, der seit vielen Jahren mit dem Schiller-Institut zusammenarbeitet. Er berichtete, dies sei eine sehr schwierige Zeit für Musiker, von denen so viele durch die Pandemie ihren Arbeitsplatz und ihre Krankenversicherung verloren haben, er erinnerte jedoch an das bekannte tröstliche Spiritual „I’m so glad trouble don’t last always“ – „Ich bin so froh, daß die Not nicht ewig währt“.

Auf die Vorträge folgte eine sehr intensive Diskussion, die sich am besten auf Video verfolgen läßt. Vor allem aber rief Zepp-LaRouche alle Zuhörer auf, sich ihr in einer weltweiten Renaissancebewegung anzuschließen.

 

Die Wissenschaft der physischen Ökonomie

Die vierte Sitzung, die sich mit LaRouches Wissenschaft der physischen Ökonomie befaßte, umfaßte ein breites Spektrum von 16 Rednern sowie zahlreichen Zuschauerfragen. In seinem Eröffnungsvortrag befaßt sich Dennis Small, Direktor des Schiller-Instituts für Iberoamerika, mit der aktuellen Krise der Zivilisation mit der Pandemie und dem finanziell-ökonomischen Kollaps im Kontext von LaRouches grundlegendem, neuen Konzept der „potentiellen relativen Bevölkerungsdichte“. Er zeigte eine Rede LaRouches von 1997, der darin erklärt, warum der Verfall der europäischen Zivilisation zur Hungerkatastrophe des 14. Jahrhunderts führte, und davor warnt, die damaligen „afrikanischen“ wirtschaftlichen Bedingungen würden diese Realität, einschließlich Seuchen, in die ganze Welt bringen, „wenn wir das todgeweihte IWF-System nicht ablösen können“. Small sagte unter Bezug auf LaRouche, die potentielle relative Bevölkerungsdichte – ausgedrückt in den wissenschaftlichen, technischen und kulturell-pädagogischen Fähigkeiten der Gesellschaft, eine wachsende Bevölkerung zu versorgen und bereichern -, könne auch auf ein Niveau unterhalb der vorhandenen Bevölkerungsdichte sinken, was zu einer menschlichen Katastrophe führen kann. Er beschrieb LaRouches Vorschlag der „Vier Gesetze“ von 2014 als unmittelbare Schritte zur Umkehrung solcher Katastrophen und trug Helga Zepp-LaRouches Vorschlag für ein neues „Weltgesundheitssystem“ vor.

Es folgten fünf Vorträge über die dringende wirtschaftliche Entwicklung Afrikas, wobei die „potentielle relative Bevölkerungsdichte“ ein implizites Thema war. Sébastien Périmony, Leiter der Afrika-Sektion des französischen Schiller-Instituts, bezeichnete die Gründung von neun nationalen Raumfahrtbehörden und einer Afrikanischen Weltraumbehörde in den letzten 20 Jahren als entscheidend für das Entwicklungspotential des Kontinents. Satelliten können die Verbesserung der Landwirtschaft steuern, die ländliche Bildung fördern, Terroristen und Heuschreckenschwärme aufspüren, Krankheitsausbrüche kartieren und die enormen Möglichkeiten großer Infrastrukturprojekte, wie das Transaqua-Projekt zur Wiederauffüllung des Tschadsees, unter Beweis stellen. „Nichts ist lokaler als der Weltraum“, sagte Périmony, und er erinnerte daran, daß die afrikanische Gesellschaft für Weltraum und Wissenschaft mit Sitz in Äthiopien mehr als 10.000 Mitglieder hat.

Cédric Mbeng Mezui ist der Gründer der Denkfabrik FinanceAfrika in Gabun und Autor mehrerer Bücher, u.a. über die Bedeutung von Alexander Hamiltons Kreditpolitik für Afrika (Unlocking the Potential of Africa – Ideas by Alexander Hamilton). Er beschrieb Hamiltons Prinzipien für den Aufbau eines nationalen Kreditwesens, der Inlandsnachfrage und der Lieferketten sowie der Industrialisierung. Ihm folgte der ehemalige Vorsitzende der South African Nuclear Energy Corp., Dr. Kelvin Kemm, der alle Zuschauer aufforderte, bei dieser Konferenz „an die ganze Welt zu denken“.

Phillip Tsokolibane kehrte zum ursprünglichen Konzept von Dennis Small zurück. „Wenn Afrika sein volles Potential ausschöpfen würde, dann würde es ein wirtschaftliches Kraftzentrum“, sagte er. Gleich mehrere Redner erinnerten an die enorme Größe Afrikas und seines fruchtbaren Landes, mit 1,3 Milliarden Afrikanern auf einem Kontinent, in dessen Fläche Regionen mit fast 4 Milliarden Menschen (China, Indien, USA und EU zusammen) hineinpassen würden. Die potentielle relative Bevölkerungsdichte nach LaRouches Begriff sei dort also sehr gering, und sie könnte unter die reale heutige Bevölkerungsdichte in Afrika fallen, was – wie schon Small gewarnt hatte – eine große Zahl unnötiger Todesfälle verursachen könnte. Daher sind der unmittelbare Aufbau eines Gesundheitssystems, das den Menschen an die erste Stelle setzt („People First“) und die wirtschaftliche Entwicklung für Millionen Menschen eine Frage von Leben oder Tod.

Die Diplomatin Yang Yan vom chinesischen Konsulat in Paris beschrieb, wie China und Frankreich versuchen, Chinas produktive Kapazität mit den fortgeschrittenen technologischen Kapazitäten Frankreichs zu kombinieren, um die wirtschaftliche Produktivität in Afrika durch Investitionen zu verbessern. Sie betonte, daß diese Zusammenarbeit „anderen Ländern und internationalen Organisationen angeboten wird, um zur Entwicklung Afrikas beizutragen“.

 

Den Menschen dienen, nicht den Banken

Die folgenden Beiträge gingen auf verschiedene Aspekte des Scheiterns des neoliberalen, monetaristischen Finanzsystems ein. Sechs führende Vertreter von Bauernverbänden aus den USA, die der Agrarexperte des Schiller-Instituts Bob Baker vorstellte, beschrieben, warum die unabhängige Landwirtschaft in Amerika nicht mehr überleben kann. Die Preise für die amerikanische und europäische Agrarproduktion sind seit mehreren Jahren extrem niedrig und stürzen nun weiter ab, da die Lebensmittelversorgungsketten unter den Pandemiebedingungen unterbrochen sind. Alle Bauernvertreter forderten Paritätspreise für landwirtschaftliche Güter. (Wir werden in einer späteren Ausgabe ausführlicher auf dieses Thema eingehen).

Professor Mario Roberto Morales aus Guatemala gab einen Überblick über die Unterschiede zwischen einer produktiven und einer spekulativen Wirtschaft. Nach ihm beschrieb Jack Lynch, ehemaliger Leiter der First Midwest Bank of Illinois, wie er 2016 erreichte, daß die Wiedereinführung der Glass-Steagall-Bankentrennung in das Präsidentschaftswahlprogramm der Republikaner aufgenommen wurde. Er hatte LaRouches Analysen bereits viele Jahre verfolgt. Der ehemalige Exekutivdirektor für Japan beim IWF, Daisuke Kotegawa, beschrieb, wie 2008 große Banken und Hedgefonds auf Kosten der Gesundheitssysteme, der Lebensstandards der Arbeitnehmer und der kleinen Unternehmen gerettet wurden. Ellen Brown, Präsidentin des Public Banking Institute, hielt einen Vortrag über „Produktive Kredite im Gegensatz zu räuberischen Schulden“ und stellte fest, daß LaRouche bereits vor 40 Jahren direkte Währungsemissionen des Finanzministeriums vorgeschlagen hatte.

Am Ende der zweitägigen Beratungen forderte Zepp-LaRouche alle Zuhörer auf, die vom Schiller-Institut vorgeschlagene Lösung für die Krisen aufzugreifen, „insbesondere den Vier-Mächte-Ansatz, den wir vorantreiben. Machen Sie mit bei einer umfassenden Mobilisierung für diesen Vorschlag.“

 

Erster Band von LaRouches gesammelten Werken veröffentlicht

Im Verlauf der Konferenz wurde der erste Band der gesammelten Werke von Lyndon LaRouche vorgestellt, herausgegeben von der LaRouche Legacy Foundation (im englischen Original). Er enthält einige seiner wichtigsten wirtschaftswissenschaftlichen Schriften, die bis in die frühen 1970er Jahre zurückreichen. Dazu wurde eine Videopräsentation gezeigt, die Helga Zepp-LaRouche im vergangenen Jahr zur Erläuterung der Initiative gemacht hat. Sie stellt dort fest, daß LaRouches Denkmethode ihn auf die Ebene jener wenigen Denker stellt, die „durch ihren intellektuellen Beitrag das gesamte Wissen ihrer Zeit verändern und die Grundlage für kommende Generationen schaffen“. In der heutigen Zeit, in der sich der Westen wirtschaftlich, kulturell und wissenschaftlich in einer tiefen Krise befinde, könne die weite Verbreitung von LaRouches Ideen eine neue Renaissance auslösen, mit ebenso weitreichenden Folgen wie die italienische Renaissance. Sie rief alle auf, nach Kräften dazu beizutragen, unter anderem durch Spenden an die Legacy Foundation und durch den Kauf mehrerer Exemplare des Buches, um es Schulen und Bibliotheken zu spenden. Der Link zur Webseite ist: https://www.larouchelegacyfoundation.org/collected-works/volume1.


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