Es scheint, als sei die Erinnerung an die Zerstörung und das Leid zweier Weltkriege ausgelöscht worden. Für den Krieg gegen Russland werden immer mächtigere und weitreichendere Waffen geliefert, als gäbe es im Kampf gegen die Atommacht Russland keine roten Linien. Wladimir Putins Geduld wird als Schwäche interpretiert, was eine potenziell fatale Fehleinschätzung ist!
Sollte die Erlaubnis erteilt werden, amerikanische und britische Langstreckenraketen für Angriffe tief in russisches Gebiet einzusetzen, wäre das Risiko einer Eskalation zu einem Atomkrieg größer als während der Kubakrise. Präsident Putin hat gewarnt, dass der Einsatz solcher Waffen bedeuten würde, dass die NATO-Staaten sich im Krieg mit Russland befinden, und der stellvertretende russische Außenminister Rjabkow hat eine Überarbeitung der russischen Nukleardoktrin angekündigt, die derzeit den Einsatz russischer Atomwaffen nur im Falle einer Bedrohung der Existenz des russischen Territoriums vorsieht.
Am 26. August meldete die New York Times, dass Präsident Biden bereits im März dieses Jahres die Nukleardoktrin der USA geändert habe, um der Gefahr eines gleichzeitigen Kriegs gegen Russland, China und Nordkorea zuvorzukommen. In diesem strategischen Zusammenhang ist die vom Bundeskanzler im Juli verkündete Entscheidung der USA (!) zu sehen, ab 2026 amerikanische Mittelstreckenraketen in Deutschland zu stationieren. Eine Debatte darüber gab es weder im Bundestag noch in der Öffentlichkeit. Nun wird berichtet, dass das Pentagon eine Studie über die Auswirkungen des radioaktiven Fallouts auf die globale Landwirtschaft, insbesondere in Osteuropa, in Auftrag gegeben hat.
Sollte es zu einem Krieg kommen, wird Deutschland das Hauptziel eines Angriffs sein, und wenn Atomwaffen eingesetzt werden, wird von Deutschland nichts mehr übrig bleiben, keine Industrie, keine Städte, keine Infrastruktur – und keine Menschen. Mit anderen Worten: Wir sind in einer militärischen Strategie gefangen, in der es im schlimmsten Fall kein Überleben geben wird. Liegt das im Interesse Deutschlands?
Am Ende des Kalten Krieges und der deutschen Wiedervereinigung bestand die Chance, eine Friedensordnung für das 21. Jahrhundert zu etablieren. Diese große Chance für die Menschheit wurde durch den beispiellosen Triumphalismus des Westens verpasst, alle Versprechen an Michail Gorbatschow und Boris Jelzin wurden gebrochen, und heute stehen wir am Rande eines globalen Atomkrieges, der alles Leben auf diesem Planeten auszulöschen droht.
Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen werden und darf daher niemals geführt werden. John F. Kennedy warnte die Welt nach der Kubakrise, dass eine nukleare Supermacht niemals in eine Lage gebracht werden sollte, in der sie zwischen „einer demütigenden Niederlage oder einem Atomkrieg“ wählen muss. Mächte müssen Konfrontationen abwenden, die einen Gegner vor die Wahl stellen, entweder einen demütigenden Rückzug anzutreten oder einen Atomkrieg zu führen. Noch nie war es dringender als heute, einen Konflikt auf diplomatischem Wege zu lösen.
Die Themen werden in einem Zoom-Seminar von den folgenden Zeugen und Wissenschaftlern diskutiert, die aufgrund ihres Lebenswerks und ihrer Expertise hervorragend qualifiziert sind, die dringend benötigte öffentliche Diskussion anzustoßen, die in Deutschland derzeit fehlt.
Redner
Botschafter Jack Matlock, US-Botschafter in der Sowjetunion, 1987-1991. (Im Wortlaut lesen)
Dr. Ted Postol, emeritierter Professor des MIT und einer der weltweit führenden Experten für Atomwaffen (Im Wortlaut lesen)
Ray McGovern (U.S.A.), Analyst, Central Intelligence Agency (CIA-ret.), Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) (Im Wortlaut lesen)
Rainer Rupp, Militär- und Geheimdienstexperte (Deutschland): „Die Planer der US-Streitkräfte nehmen keine Rücksicht auf Zivilisten“, Deutschland (Im Wortlaut lesen)
Oberst. a. D. Alain Corvez— Internationaler Berater, ehem. Berater der französischen Ministerien für Verteidigung und Inneres, Frankreich (Im Wortlaut lesen)
Wolfgang Effenberger, Autor, “The Foundations of International Law” & „Die unterschätzte Macht Von Geo- bis Biopolitik Oligarchen transformieren die Welt“ (2022)., Deutschland (Im Wortlaut lesen)
Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts (Im Wortlaut lesen)
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Showdown bei den Vereinten Nationen: Der globale Süden fordert die unipolare Weltordnung heraus
Am 24. September wurden bei der Eröffnung der 79. Generalversammlung der Vereinten Nationen Erklärungen und Reden von ungewöhnlicher Bedeutung abgegeben. (Damit sind nicht die peinlichen und problematischen Äußerungen von Präsident Biden gemeint). Die Gefahr eines thermonuklearen Krieges war während der UN-Verhandlungen greifbar. Um dieser Gefahr in ihrer wahren Form zu begegnen, muss es zu einer strategischen Kehrtwende kommen.
Ein Team von 8 Aktivisten der LaRouche-Bewegung traf am ersten Tag der Präsentationen der Staatsoberhäupter den stetigen Strom der Teilnehmer und Delegationen in der Nähe Hauptquartiers der Vereinten Nationen. Unsere Banner zu den BRICS und dem Neuen Paradigma konnten vom vorbeifahrenden Verkehr und von den Demonstranten auf der anderen Straßenseite gesehen. Wir verteilten ungefähr 500 Flugblätter, sowie das “Der Kolonialismus ist v orbei” Pamphlet des Schiller-Instituts.
Am ersten Tag, an dem die Staats- und Regierungschefs vor den Vereinten Nationen sprachen, wurde die „NATO-Narrative“ erheblich erschüttert. In den Reden der Präsidenten Lula von Brasilien, Erdogan von der Türkei, Ramaphosa von Südafrika und König Abdullah II. von Jordanien wurde der „israelische“ Krieg der NATO gegen das palästinensische Volk klar als der eigentliche und zentrale Ort des Unrechts identifiziert, auf den sich die Aufmerksamkeit der Welt konzentrieren muss – und nicht der „moralische Kreuzzug“ der NATO/Ukraine gegen Russland.
Mehrere Staats- und Regierungschefs haben in diesem Moment Integrität bewiesen. Die Türkei, ein NATO-Mitglied, kritisierte die Unterstützung der NATO für das Massaker in Gaza, als Erdogan sagte: „Wie lange wollt ihr die Schande ertragen, diesem Massaker zuzusehen und Komplizen zu sein?“ Es gibt somit eine klare Trennlinie zwischen den moralischen und strategischen Prioritäten der globalen Mehrheit und denen der NATO-Welt.
Mit dem „moralischen Kreuzzug der Ukraine“ will die NATO natürlich die „öffentliche Meinung“ beeinflussen. Die bevorstehende UNO-Rede Selenskijs über seinen „Siegesplan“ soll als Auslöser dienen, dass die USA „endlich“ die Stationierung von Langstreckenraketen in der Ukraine genehmigen, um Russland in der Tiefe angreifen zu können. Genau dies hatte die Biden-Administration 2022 zum Tabu erklärt, weil es „zu einem nuklearen Weltkrieg mit Russland führen würde“. Russland hat in der Tat deutlich gemacht, wie es reagieren wird, wenn und falls eine solche Entscheidung getroffen wird. Vernünftige Menschen in Deutschland, das hat die jüngste Landtagswahl in Brandenburg gezeigt, wollen mit dem „NATO-Siegesplan“ nichts zu tun haben.
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Botschafter a.D. Jack Matlock ist einer der angesehensten pensionierten US-Diplomaten. Der Experte für russische Geschichte und Kultur wurde 1961 nach Moskau entsandt und blieb für den größten Teil des Kalten Krieges Washingtons Mann vor Ort. 1987 wählte Präsident Reagan ihn für den wichtigen Posten des Botschafters in der Sowjetunion aus, den er bis zu seiner Pensionierung 1991 innehatte.
Am 3. September gab Matlock, der heute 94 Jahre alt ist, Mike Billington von EIR und dem Schiller-Institut ein ausführliches Interview. Da er an vielen der Ereignisse, auf die der gegenwärtige Konflikt in der Ukraine zurückgeht, persönlich beteiligt war, bietet das Interview einen faszinierenden historischen Einblick. Er beantwortet in dem Interview auch eine Reihe von Fragen zur Lage in Deutschland.
Wir bringen im folgenden Auszüge aus diesem Interview, die Zwischenüberschriften wurden von der Redaktion hinzugefügt. Den Videomitschnitt und die vollständige Mitschrift des Interviews im englischen Original finden Sie auf der Internetseite des Schiller-Instituts.
Jack Matlock: Offensichtlich sind wir in eine sehr gefährliche Phase eingetreten, denn Rußland betrachtet die Aktionen der Vereinigten Staaten und ihrer NATO-Verbündeten als aggressive Handlungen, die seine nationale Sicherheit bedrohen. Rußland ist eine atomar bewaffnete Macht mit einem Atomwaffenarsenal, das mindestens ebenso groß, wenn nicht sogar größer ist als das der Vereinigten Staaten, und viel größer als das unserer NATO-Verbündeten Frankreich und Großbritannien. Ich halte es für äußerst gefährlich, einen nicht erklärten Krieg gegen eine atomar bewaffnete Macht zu führen, die – zu Recht oder zu Unrecht – ihre Souveränität und sogar ihre politische Existenz bedroht sieht.
Ich glaube also, daß es eine gefährliche Situation ist. Nicht so sehr, daß eine der beiden Seiten einen Einsatz von Atomwaffen vorhat. Aber ich denke, eine solche Situation kann leicht durch Fehler zu einem nuklearen Schlagabtausch führen. Wenn beide Seiten erst einmal in Stellung gegangen sind und ihre Atomwaffen in Alarmbereitschaft versetzt haben, können Signale sehr leicht falsch verstanden werden. Das ist während des Kalten Krieges mehrmals passiert, und wir hatten Glück, daß nicht entsprechend reagiert wurde.
Ich würde auch sagen, daß wir in unserem derzeitigen unerklärten Krieg gegen Rußland übersehen, daß Rußland über viele andere Mittel verfügt, um uns anzugreifen, die nur sehr schwer zu tolerieren wären. Zum Beispiel sind seine Fähigkeiten in der Cyber-Kriegsführung denen der Vereinigten Staaten oder eines NATO-Mitgliedslands durchaus ebenbürtig. Zudem sind diese Angriffe auf eine Art und Weise möglich, bei denen nicht klar ist, wie sie zustande kamen. Zweitens ist Rußland zweifellos in der Lage, die Kommunikationssatelliten auszuschalten, die für einen Großteil der heutigen Kriegsführung unerläßlich sind. Ich halte es für äußerst leichtsinnig, das Risiko einer solchen Aktion einzugehen…
Rußland war nie eine Bedrohung
Matlock: Ich glaube, daß das so ist. Wir haben anfangs eine Partnerschaft für den Frieden mit den Ländern Osteuropas vorgeschlagen, auch mit Rußland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Hätten wir diesen Kurs beibehalten – auch wenn wir die NATO in ihrer jetzigen Form beibehalten hätten, aber im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden in Zusammenarbeit mit den anderen –, dann hätte das meiner Meinung nach die Schaffung einer umfassenderen europäischen Sicherheitsstruktur ermöglicht. Das fand nicht statt. Und es hat nicht stattgefunden, weil sich die Vereinigten Staaten anstelle der Partnerschaft für den Frieden letztlich für die NATO-Osterweiterung entschieden haben. Ich halte das für einen großen Fehler.
Ich habe damals vor dem Senatsausschuß – der zu der Zeit von Senator Joseph Biden geleitet wurde – ausgesagt und mich entschieden dagegen ausgesprochen. Denn ich war der Meinung, daß Osteuropa und Rußland eine friedliche Beziehung zu Europa und eine zunehmende Integration ihrer Volkswirtschaften auf der Grundlage des freien Unternehmertums und des westlichen Systems brauchten. Ich wußte, daß der Übergang in der ehemaligen Sowjetunion äußerst schwierig sein würde, ähnlich wie in Osteuropa, aber noch schwieriger. Und mein Eindruck, wenn man anfangen würde, die NATO zu erweitern: Die NATO war eigentlich ein Verteidigungsbündnis, um eine sowjetische Invasion in Westeuropa zu verhindern, als die Sowjetunion Osteuropa beherrschte. Aber jetzt beherrschten sie Osteuropa nicht mehr, die Sowjetunion war zusammengebrochen, und Rußland hatte nur noch die Hälfte der Bevölkerung der Sowjetunion und ein Militär, das in völliger Auflösung begriffen war. Es konnte keine Bedrohung darstellen. Wenn man also anfängt, die NATO zu erweitern, bedeutet das, daß es eine Bedrohung durch andere Völker gibt. Und mir war klar, daß ein demokratischeres System in Rußland unmöglich wäre, wenn Rußland das Gefühl hatte, daß die Vereinigten Staaten in einer Weise vorgehen, die eine militärische Bedrohung darstellte, indem sie in Gebiete vorstießen und sich mit Ländern und Gebieten verbündeten, die traditionell von Rußland beherrscht wurden.
Ich würde sagen, die russischen Präsidenten haben das anfangs widerwillig akzeptiert, aber deutlich gemacht, daß es nicht so weitergehen dürfte, besonders nicht auf dem Balkan. Es ging weniger um die Existenz einer Garantie der Vereinigten Staaten, daß sie jeden Angriff auf ein NATO-Mitglied als Angriff auf sich selbst betrachten würden, das hat sie nicht sonderlich beunruhigt. Der russische Botschafter sagte mir damals. „Wissen Sie, wir werden diese Länder nicht bedrohen. Es ist uns egal, ob Sie ihnen diese Garantie geben. Die heikle Sache ist die Einrichtung von Militärstützpunkten dort; das können wir nicht akzeptieren.“ Aber genau das ist passiert. Und obwohl der Vertrag zur Wiedervereinigung Deutschlands vorsah, daß es auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik keine ausländischen Stützpunkte und auch keine Atomwaffen geben sollte, wurden später Pläne zur Stationierung von Stützpunkten in den osteuropäischen Ländern geschmiedet.
Besonders heikel war die Stationierung von Basen für ballistische Raketen in Polen und Rumänien. Es wurde behauptet, daß wir diese Stützpunkte dort brauchen, um uns vor möglichen Raketenangriffen aus dem Iran zu schützen. Aber schauen Sie: Damals hatte der Iran gar keine Raketen, die dazu in der Lage gewesen wären, und er hatte auch keinen Ärger mit unseren westeuropäischen Verbündeten. Es war also eine ziemlich absurde Begründung.
Und zweitens könnten die Raketen, die tatsächlich eingesetzt werden, mit einer Änderung der Software offensiv sein. So kam es auch, als die Vereinigten Staaten einseitig aus den meisten Rüstungskontroll- und Abrüstungsabkommen ausstiegen, die wir mit der Sowjetunion während der Reagan- und der ersten Bush-Regierung ausgehandelt hatten. Wir stiegen also aus ebenjenen Abkommen aus, die es uns ermöglicht hatten, den Kalten Krieg zu beenden, und das aus meiner Sicht ohne jeden guten Grund.
Ich denke, daß diese Politik von der Sowjetunion zwangsläufig als Provokation empfunden wurde, ganz besonders was die Frage der NATO-Mitgliedschaft ehemaliger Sowjetrepubliken wie Georgien und der Ukraine anging, die nach den üblichen Kriterien nicht für eine NATO-Mitgliedschaft in Frage kamen. Als die Vereinigten Staaten ihre NATO-Verbündeten davon überzeugten, zu erklären, daß Georgien und die Ukraine letztendlich NATO-Mitglieder werden würden, das war 2008, wollten – so würde ich sagen – zwei Drittel der ukrainischen Bevölkerung gar nicht der NATO angehören. Und es war mir immer ein Rätsel, warum wir ein Land in die NATO aufnehmen wollten, wenn zwei Drittel der Bevölkerung das nicht wollten.
Gleichzeitig bemühten sich jedoch sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Mitglieder der Europäischen Union zunehmend darum, die Ukraine und Georgien von Rußland wegzulocken. Nun, diese Gebiete waren jahrhundertelang Teil von Rußland gewesen. Rußland hatte ihre Befreiung von der Sowjetunion angeführt – der russische Präsident Jelzin. Damals ging man davon aus, daß sie zwar unabhängig, aber in einer kooperativen Beziehung zu Rußland leben würden. Und ich denke, daß der Versuch, insbesondere die Ukraine von Rußland loszulösen, ein grundlegender Fehler der Vereinigten Staaten und ihrer NATO-Verbündeten war.
„Keinen Zoll nach Osten“
Matlock: Tatsächlich haben Präsident Bush und sein Außenminister dem sowjetischen Führer Gorbatschow definitiv zugesichert, daß es keine Änderung der NATO-Zuständigkeit im Osten geben würde, wenn er der deutschen Wiedervereinigung zustimmte – „nicht einen Zoll“. Die gleichen Zusicherungen erhielt Gorbatschow vom damaligen deutschen Außenminister [Hans-Dietrich Genscher] und von der britischen Premierministerin [Margaret Thatcher].
Diese Zusicherungen wurden jedoch nie in einem formellen Vertrag formuliert. Sie waren Teil der Verhandlungen, und zu diesem Zeitpunkt gab es keine Absicht, sie zu erweitern. Und als der Vertrag, der die Wiedervereinigung Deutschlands ermöglichte, ausgehandelt wurde, gab es eine Bestimmung, daß dort keine ausländischen Truppen stationiert und keine Atomwaffen eingesetzt werden sollten.
Das ist immer noch ein gültiger Vertrag: daß diese Waffen nicht auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik stationiert werden dürfen. Aber wir haben damit begonnen, diese Waffen in noch weiter östlich gelegenen NATO-Ländern zu stationieren. Ich würde sagen, das ist ein eklatanter Verstoß gegen die Zusicherungen, die mehrere westliche Regierungen im Vorfeld der deutschen Wiedervereinigung gegeben haben. Ich war bei einer Reihe dieser [Verhandlungen] anwesend, als die Zusicherungen gemacht wurden. Und jetzt, da die Unterlagen freigegeben wurden und offen zugänglich sind, kann man aus den historischen Dokumenten ersehen, daß es diese Zusicherungen gab.
Matlock: Ich denke, die Stationierung von Atomwaffen auf deutschem Territorium war nicht Teil der Vereinbarung zu Deutschlands Wiedervereinigung. Wenn diese Stationierung in anderen Teilen Deutschlands als der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik stattfände, würde sie nicht ausdrücklich gegen den Einigungsvertrag verstoßen, weil er nichts darüber aussagt, was von den anderen Teilen Deutschlands getan werden könnte. Und natürlich gab es damals amerikanische Stützpunkte und gibt es sie auch heute noch.
Dennoch glaube ich, daß das eine außerordentlich gefährliche Sache ist. Es mag legal sein, aber es ist gefährlich. Und ich frage mich, wie zurechnungsfähig eine deutsche Regierung ist, die das akzeptieren würde. Denn wenn diese Waffen jemals eingesetzt werden, wer wird darunter leiden? Deutschland, um Himmels willen – nicht die Vereinigten Staaten!
Wir haben in der Vergangenheit das ganze Problem der Stationierung dieser Raketen durchgespielt, um Rußland dazu zu bringen, seine Mittelstreckenraketen, die Deutschland und unsere anderen europäischen Verbündeten treffen könnten, abzuziehen. Und das ist uns gelungen. Das war einer der großen Erfolge des Kalten Krieges. Aber seither sind die Vereinigten Staaten aus diesem Vertrag ausgestiegen – er ist also nicht mehr gültig. Das ganze Problem ist jedoch, daß die Stationierung und der mögliche Einsatz von Atomwaffen in Mittel- und Osteuropa für Deutschland eine viel größere Gefahr darstellt als für die Vereinigten Staaten. Warum eine deutsche Regierung das akzeptieren sollte, ist mir unbegreiflich.
Matlock: Offensichtlich ist die Diplomatie verschwunden. Jetzt drohen wir öffentlich mit einem Krieg, der sich für die Ukraine als katastrophal erweist, und das ist mehr als nur eine Drohung. Und ich sage Ihnen, im Gegensatz zu den meisten Leuten, die sich zu diesem Thema äußern, kenne ich die Ukraine sehr gut. Ich spreche nicht nur fließend Russisch, sondern ich kann auch Ukrainisch verstehen und lesen, und ich war schon oft dort. Ich war ein großer Befürworter der Bewahrung des ukrainischen Erbes. Jedes Mal, wenn ich Botschafter war und öffentliche Reden in der Ukraine hielt, las ich sie auf Ukrainisch und nicht auf Russisch vor.
Ukraine auf „Selbstmordkurs“
Die derzeitige ukrainische Regierung ist aber auf einem Selbstmordkurs, wenn sie ihre Feindseligkeit gegenüber Rußland fortsetzt. Der Einmarsch in die Ukraine hätte nie stattfinden dürfen und hätte auch nicht stattgefunden, wenn die Vereinigten Staaten und die NATO rechtlich bindend zugesichert hätten, daß die Ukraine nicht in die NATO aufgenommen wird. Diese Zusicherung hätte man von Anfang an geben müssen.
Die Menschen vergessen dabei, wie Länder auf ein aus ihrer Sicht feindliches Militärbündnis an ihrer Grenze reagieren. Die Vereinigten Staaten traten in den Ersten Weltkrieg gegen Deutschland ein, weil Deutschland [1917] versuchte, einen Vertrag mit Mexiko zu schließen, der feindlich gegen die Vereinigten Staaten war. Wir betrachteten das als einen Kriegsgrund. Warum verstehen wir nicht, daß der Versuch, die Ukraine dem russischen Einfluß zu entziehen und dort Militärbasen einzurichten, aus ihrer Sicht absolut inakzeptabel und Grund zur Verteidigung wäre? Der Schaden für die Ukraine wird immer größer, und je länger dieser Krieg andauert, desto größer wird er sein.
Die Menschen müssen verstehen, daß wir die Entwicklungen in der Ukraine nicht verfolgt haben – die Art und Weise, wie die Ukraine mit westlicher Ermutigung zunehmend feindselig gegenüber den russischsprachigen Menschen in ihrem Osten war. Russischsprachige Menschen machten 45% der ukrainischen Bevölkerung aus, als das Land seine Unabhängigkeit erlangte. Und als es die Unabhängigkeit erlangte, garantierte die ukrainische Verfassung gleiche Rechte für russisch und ukrainisch sprechende Menschen sowie für Menschen mit anderen Minderheitensprachen.
Diese Rechte wurden nach und nach abgebaut, und es gab immer mehr Vorstöße, die für die Menschen im Osten beleidigend waren. Und dann kam es 2014 zu einem Staatsstreich, der von den Vereinigten Staaten und Vertretern der Europäischen Union unterstützt wurde, gegen den gewählten Präsidenten der Ukraine. Für jeden russischen Staatschef, nicht nur für Wladimir Putin, wäre das natürlich ein absolut unmöglicher, feindseliger Akt, auf den er reagieren muß. Und vor allem wollten sie nicht ihren Marinestützpunkt auf der Krim verlieren.
Außerdem dürfen wir nicht vergessen, daß diese Grenzen, die die Ukrainer nach eigenem Bekunden „wiederherstellen“ wollen, nicht von der Natur geschaffen wurden, sondern durch die Entscheidung von zwei Männern: Adolf Hitler und Joseph Stalin. Die einzige Ausnahme war die Krim, die Krim wurde von Nikita Chruschtschow, einem kommunistischen Führer der Sowjetunion, hinzugefügt, was damals praktisch keinen Unterschied machte. Es handelt sich also nicht um klare historische Grenzen.
Und die Ironie ist nun, daß bei den Ukrainern, vor allem im Westen des Landes, das Denken von Neonazis vorherrscht – wir neigen dazu, das zu ignorieren, oder wenn Putin darauf hinweist, sagen wir, er lügt. Er lügt nicht. Und die Sache ist die, daß es viele Gründe gab, warum Rußland sich militärisch wehrte, als es die zunehmende Einmischung der Vereinigten Staaten und des Westens in die Innenpolitik der Ukraine sah, wie sie versuchten, die Ukraine vollständig von jeglichem russischen Einfluß zu säubern. Es ist eine Tragödie für die Ukraine, daß es so weit gekommen ist.
Außerdem möchte ich sagen, daß Wirtschaftssanktionen, wie sie die Vereinigten Staaten und die EU gegen Rußland verhängt haben, normalerweise nur im Kriegszustand verhängt werden. Und nach der Verfassung der Vereinigten Staaten kann nur der Kongreß einen Krieg erklären. Der Kongreß hat den Krieg nicht erklärt, trotzdem hat der Präsident wiederholt Handlungen vorgenommen, die normalerweise nach internationalem Recht nur im Kriegsfall zulässig sind.
Zudem würde ich sagen, daß die Wirtschaftssanktionen gegen Rußland nicht das bewirken, was sie eigentlich bewirken sollten. Sie zielten darauf ab, die russische Wirtschaft zu ruinieren, aber das tun sie nicht. Sie haben die russische Wirtschaft nur noch autonomer gemacht und sie dazu gebracht, sich China, dem Iran und sogar Nordkorea zuzuwenden – und zwar in den Bereichen, in denen sie zuvor mit dem Westen kooperiert hatte. Das ist etwas, was auf lange Sicht sehr nachteilig für die Vereinigten Staaten und für Westeuropa sein wird.
Auch hier verstehe ich nicht, warum die derzeitigen Staatsführungen das nicht auch so sehen. Ich habe unsere Politik als kurzsichtig und als „Tunnelblick“ beschrieben – und genauso würde ich auch die Politik unserer NATO-Verbündeten in Europa beschreiben. Kurzsichtig, weil sie nicht in die Vergangenheit blickt, und mit einem Tunnelblick, weil sie alle Fakten ausblendet, die dem aktuellen Narrativ, mit dem sie hausieren geht, widersprechen würden. Manchmal habe ich auch gesagt, daß sie genau aus diesem Grund „autistisch“ ist. Sie konzentriert sich auf bestimmte Dinge und ignoriert andere. Und ich glaube, daß das für die Vereinigten Staaten oder ihre militärischen Verbündeten nicht gut ausgehen wird.
Das Dilemma unserer Zeit
Matlock: Ich kann nicht verstehen, warum die deutsche Führung eine solche Politik verfolgt, wie sie es tut. Ich verstehe es einfach nicht, denn ich glaube nicht, daß es im Interesse Deutschlands ist. Und natürlich, was wir hören und was die amerikanische Öffentlichkeit hört: „Oh, wir haben die Pflicht, die Demokratie in der Ukraine zu verteidigen“ – das ist absurd! Die Ukraine ist alles andere als eine Demokratie. Sie hat eine Regierung, die das Ergebnis eines Staatsstreichs war. Sie hat eine Regierung, die wichtige Vereinbarungen wie die Minsker Vereinbarungen, die den Krieg verhindert und den Donbaß in der Ukraine gehalten hätten, nicht eingehalten hat. Sie hat ständig gegen diese Vereinbarungen verstoßen.
Gleichzeitig sind die Vereinigten Staaten von den Rüstungskontrollabkommen abgerückt, die wir in den 1980er und 1990er Jahren geschlossen haben und die Deutschland tatsächlich geschützt haben. Die Vereinigten Staaten haben plötzlich einen Kreuzzug begonnen, um sich in einen Familienstreit zwischen Ostslawen einzumischen, bei dem es um die Frage geht, wo die Grenze zwischen der Ukraine und Rußland verläuft, was nie die geringste Auswirkung auf die Sicherheit Deutschlands oder der Vereinigten Staaten oder der anderen NATO-Verbündeten hatte. Jetzt sagen die Leute: „Oh, wenn Putin in der Ukraine Erfolg hat, wird er danach sofort die baltischen Staaten und Polen angreifen.“ Völlig absurd! Dafür gibt es überhaupt keine Beweise. Das ist einfach nur eine falsche Behauptung, würde ich sagen.
Aber wenn man sich das Grundsätzliche anschaut, dann sieht man die gegenwärtigen Bemühungen, die – zu Recht oder zu Unrecht – darauf abzielen, die von Hitler, Stalin und Chruschtschow vorgegebenen Grenzen der Ukraine wiederherzustellen, bei denen es damals darum ging, die Ukraine zu unterjochen, nicht sie zu befreien. Der Versuch, diese Grenzen wiederherzustellen, ist nicht nur unmöglich, sondern das zu einem Ziel zu machen und mit Waffen zu unterstützen, die nicht nur in der Ukraine, sondern jetzt auch zunehmend gegen Rußland eingesetzt werden, das grenzt in meinen Augen an Wahnsinn, wie auch für jeden, der sich ernsthaft mit der Vergangenheit und dem Wesen dieser Nationen auseinandersetzt.
Lassen Sie mich noch hinzufügen, daß ich glaube, das amerikanische Volk unterstützt die Waffenlieferungen an die Ukraine immer noch, es wird ihm aber ein völlig falsches Bild der Lage vermittelt. Es heißt: „Oh, wir müssen einem demokratischen Land gegen Unterdrückung helfen.“ Die Ukraine ist kein demokratisches Land, und es ist für eine ausländische Macht unmöglich, in einem anderen Land Demokratie zu schaffen. Das ist einfach irrational.
Aber die meisten Menschen in den Vereinigten Staaten und auch in Europa denken natürlich nicht viel über die Geschichte und die Vorgänge in diesen anderen Teilen der Welt nach. Sie ziehen ihre Schlüsse aus groben Verallgemeinerungen, die bei näherer Betrachtung keine wirkliche faktische Grundlage haben. Das ist, glaube ich, das Dilemma unserer Zeit. Wir haben Regierungen, die, offen gesagt, eine falsche Sichtweise dieser Dinge fördern. Und das halte ich für unglaublich gefährlich. (…)
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Aus den „Vielen“ die „Einheit“ schaffen – Der Kampf um eine neue strategische Architektur
Ein Teil des Schlusswortes der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, auf der bemerkenswerten Friedenskonferenz der International Peace Coalition (IPC) traf den Nagel auf den Kopf. Unter dem Titel „Die neue US-Nukleardoktrin: Grund zur Sorge für die Welt“ wurde zunächst dargestellt, wie weit sich die thermonukleare Konfrontation bereits entwickelt hat. Zepp-LaRouche ging auf die eigentliche Ursache des Kriegsvorhabens und damit auf die Lösung ein:
„… die eigentliche Ursache des Konflikts ist erstens der drohende Zusammenbruch des transatlantischen Systems, das auf 33 Billionen Dollar amerikanischer Staatsschulden sitzt, aber auch auf 2 Billiarden Dollar ausstehender Derivate, die jederzeit platzen können. Zweitens, dass die wirkliche Ursache und die Veränderung der strategischen Doktrinen in den USA, die damals von einer einhelligen Verurteilung Russlands und Chinas durch alle transatlantischen Denkfabriken begleitet wurde, eigentlich im Jahr 2017 begann. Der Grund dafür ist der Aufstieg Chinas und der BRI, mit der China das chinesische Wirtschaftsmodell auf andere Entwicklungsländer ausdehnt.
„Wie einige von Ihnen vielleicht wissen, war die Eurasische Landbrücke 1991, als die Sowjetunion zusammenbrach, unser Projekt für eine Friedensordnung. Vieles von dem, was China heute tut, hat mit dem zu tun, was mein verstorbener Mann und unsere Bewegung ein halbes Jahrhundert lang getan haben.
„Deshalb löst man das Problem nicht, indem man einfach einen neuen Verteidigungs- oder Abrüstungsvertrag oder so etwas abschließt. Man muss die Ursachen bekämpfen, und das bedeutet einen Paradigmenwechsel.
„Ich glaube, dass wir uns nicht nur mit den Russen, sondern auch mit jedem anderen Land der Welt oder mit jedem anderen Volk der Welt wieder anfreunden können, wenn wir uns darauf besinnen, dass wir die eine Menschheit sind. Welche historischen, ethnischen und sonstigen Unterschiede uns auch trennen mögen, wir müssen den Sprung wagen, zuerst an die Interessen der Menschheit als Ganzes zu denken, bevor wir uns unseren nationalen Interessen zuwenden. In gewisser Weise ist dies das Gegenteil von „America First“. Amerika sollte an zweiter Stelle kommen oder Amerika sollte im Einklang sein mit der Menschheit an erster Stelle. Ich glaube, dass dieser mentale Sprung gemacht werden muss.
„Ich denke, wir müssen uns mit dem Konflikt auseinandersetzen, von dem Präsident Ramotar sagte, dass er die Welt in zwei Blöcke spaltet. Das darf nicht passieren. Wir müssen eine Situation schaffen, in der die Vereinigten Staaten und die europäischen Nationen diesen geopolitischen Unsinn beenden und sagen, dass sie mit der globalen Mehrheit zusammenarbeiten. Wenn die Länder des Südens nach 600 Jahren Kolonialismus endlich ihr eigenes System aufbauen wollen, um sich wirtschaftlich zu entwickeln, dann sollten wir das nicht bekämpfen, sondern unterstützen.”
Am 8. September wäre Lyndon LaRouche, der welthistorische Staatsmann und beste Wirtschaftsprognostiker seiner Zeit, 102 Jahre alt geworden. LaRouches Leben und Wirken steht mehr als das jedes andere im Zentrum der gegenwärtigen Weltgeschichte, gleichzeitig wurde er mehr als jeder andere von seinen Feinden verfolgt und verleumdet. Da sich nun die alte Weltordnung in einem Auflösungsprozess befindet und wir von der Nachkriegsordnung zu einer neuen, postkolonialen Architektur übergehen (so wir überleben), wird Lyndon LaRouches Werk, das seine Frau Helga Zepp-LaRouche weiterführt, eine entscheidendere Rolle für den Erfolg eines neuen Systems spielen.
Die LaRouche-Bewegung befaßt sich seit Jahrzehnten mit der historischen Ausrichtung der Welt von höchster Ebene aus, einschließlich der höheren Vision von Entwicklung, die es ermöglicht, die Krisen in Südwestasien zu lösen. Die Internationale Friedenskoalition, die von der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, einberufen wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bemühungen zur Beendigung des Krieges zu verstärken und gleichzeitig die Parameter für einen aktiven, energischen Frieden aufzuzeigen, der der Würde der menschlichen Gattung gerecht wird.
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Dringender Appell von russischem General: Bürger des Westens, wacht auf, bevor es zu spät ist!
Auf dem Parteitag der US-Demokraten am Donnerstagabend habe es etwas gegeben, das nicht übersehen werden dürfe, sagte die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, am Ende ihrer Rede vor der Internationalen Friedenskoalition am Freitag. Hinter der Abschlusserklärung des Parteitages verberge sich eine Absicht, die schon in den nächsten Wochen oder Monaten das Ende der Zivilisation selbst herbeiführen könnte. Vizepräsidentin Kamala Harris sagte in ihrer Rede am 22. August: „Als Oberbefehlshaberin werde ich dafür sorgen, dass Amerika immer die stärkste und tödlichste Armee der Welt hat.“
Dies ist eine Zeit wie keine andere – eine Zeit, in der die „globale NATO“ tatsächlich in Russland einmarschiert ist.
Es ist jetzt klar, auch durch Artikel in der New York Times und anderen Medien, dass die Invasion Russlands seit mindestens einem Jahr geplant war und dass NATO-Truppen von Anfang an an der Planung und Durchführung beteiligt waren, darunter Experten aus Polen, der Ukraine, den USA, Deutschland und anderen Nationen. Ein russischer Kommandeur, Generalmajor Apti Alaudinow, Kommandeur der tschetschenischen Spezialeinheit Achmat und stellvertretender Leiter der Hauptabteilung für militärpolitische Angelegenheiten der russischen Streitkräfte, machte dies in einem Interview am 19. August ebenfalls deutlich.
Alaudinow erklärte, dass der ukrainische Überfall auf Kursk „direkt unter amerikanischer Führung vorbereitet wurde. Diese Streitkräfte sind in das Gebiet Kursk eingedrungen … Die erste Aufgabe bestand darin, die Kontrolle über das Kernkraftwerk und die Gebiete Kursk und möglicherweise Belgorod zu übernehmen. Wir haben ziemlich glaubwürdige Informationen über diese Absichten. Danach beabsichtigten sie, Russland mit Ultimatum-Bedingungen an den Verhandlungstisch zu bringen. Russland dazu zu zwingen, seine Truppen aus dem Gebiet der vier derzeit russischen Regionen abzuziehen, es in die Knie zu zwingen,“ sagte er.
Alaudinow richtete auch eine Botschaft an die Menschen in den Vereinigten Staaten und in Europa: „Sie sehen oder hören wahrscheinlich nicht, dass Ihre Führung alles in ihrer Macht Stehende tut, um einen Atomkrieg auszulösen, und dass die Schuld für die gegenwärtige Situation in der Welt allein bei Amerika und dem NATO-Block liegt … weil Sie mit allen Mitteln versucht haben, Russland dazu zu bringen, die rote Linie zu überschreiten und sich mit all diesen Atomwaffen zu schützen. Ich glaube nicht, dass Sie das wirklich wollen. Wenn Sie nicht wollen, dass das passiert, dann erheben Sie Ihre Stimme! Gehen Sie auf die Straße und stoppen Sie Ihre Regierung!“ Er schloss mit den Worten: „Wenn Sie wollen, dass Russland diesen Krieg verliert, dann müssen Sie verstehen: Der russische Nuklearstaat wird den Krieg nicht verlieren. Denn wozu brauchen wir die Welt, wenn es kein Russland gibt? Deshalb sage ich: Entweder ihr wacht auf und geht auf die Straße, um eure Regierung zu stoppen, oder ihr werdet alle … im Dritten Weltkrieg landen. Das ist die Frage der nahen Zukunft! Die (Spezielle Militärische Operation) wird entweder in diesem Jahr enden oder sie wird in den Dritten Weltkrieg übergehen. Und das wird euch nicht gefallen.“
Auf die Straße zu gehen – obwohl notwendig, wünschenswert und kurzfristig vielleicht sogar vorrangig – reicht bei weitem nicht aus. Wir müssen „Motor für Ideen“ und Lösungen sein. Ausgehend von den von Helga Zepp-LaRouche vorgelegten Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur können gezielt Programme und Leitlinien entworfen und weiterentwickelt werden. Wir müssen die gegenwärtige Politik nicht nur ablehnen, sondern durch klare Friedensalternativen ersetzen.
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„Wen die Götter vernichten wollen, den machen sie zuerst wahnsinnig“
Die Warnung „Wen die Götter vernichten wollen, den machen sie zuerst wahnsinnig“ ist leider nicht nur wahr, sondern wird auch von denen, auf die sie am besten zutrifft, nie beherzigt. Die Schein-Intellektuellen der auf die NATO gestützten transatlantischen Oligarchie sind Opfer des „Scarface-Syndroms“: „Fange nie an, dein eigenes Produkt zu konsumieren.“ Wenn man glaubt, dass man die Titanic steuert, bemerkt man nicht einmal die Notwendigkeit, die Richtung zu ändern, bis es bestenfalls zu spät ist.
Da die globale NATO eine Niederlage nach der anderen einfährt, müssen wir alle Menschen guten Willens im „Bauch der Bestie“ der gescheiterten Staaten der transatlantischen Region versammeln, um ihre Regierungen zurückzuerobern. Ein interkontinentaler Rat der Vernunft, ob formell oder improvisiert, muß ins Leben gerufen werden, der zu dem wird, was der verstorbene US-Justizminister Ramsey Clark einmal als „fruchtbaren Motor der Ideen“ bezeichnete – ein Begriff, mit dem er die verschiedenen organisatorischen Unternehmungen im Umfeld von Lyndon LaRouche beschrieb.
Die hoffnungsvollen Anzeichen, die bei den jüngsten Treffen der Internationalen Friedenskoalition, an denen Vertreter aus 50 Ländern teilnahmen, und in der zunehmenden Unterstützung und Initiative unabhängiger Kandidaten für Ämter oder neuer Institutionen, die im „Globalen Süden“ entstehen, zu erkennen sind, zeigen, dass es eine Welt außerhalb der „flachen Erdscheibe“ der Geopolitik gibt. Es gibt einen greifbaren, wenn auch nicht materiellen, komplexen Aktionsbereich, in dem scheinbare „Wunder“ von denjenigen vollbracht werden können, die erkennen, dass es ihr Engagement für den „schmalen Pfad“ dieses höheren Bereichs ist – allein ihre individuellen Talente oder Fähigkeiten –, die diese Wunder möglich machen. Die physikalisch-ökonomischen Lösungen, einschließlich der erfolgreichen Entwicklung der Kernfusionskraft, die für die Vorschläge des Ökonomen Lyndon LaRouche charakteristisch waren, einschließlich seines Oasenplans für den Nahen Osten von 1975 (der „kontrollierte thermonukleare Reaktionen“ als zentrale Komponente enthielt), entstammen diesem höheren Bereich neuer physikalischer Prinzipien.
Um den drohenden thermonuklearen Krieg zu verhindern, müssen wir anders denken. Es gibt einen Unterschied zwischen poetischem Denken und Handeln und prosaischem Denken und Handeln. Auf einer Veranstaltung, die gestern Abend von der unabhängigen Kandidatin für den US-Senat im Bundesstaat New York, Diane Sare, und Jose Vega, dem Kongress Kandidaten in der Bronx, abgehalten wurde, wies Professor Norm Finkelstein darauf hin, dass allen Protestbewegungen, die er in den letzten zehn Jahren hat entstehen sehen, etwas fehlt: „Keine von ihnen hat ein Lied.“ Er verglich dies mit Martin Luther Kings Südstaaten-Bürgerrechtsbewegung und der ständigen Präsenz von Gesang, insbesondere von Spirituals. Er fragte: „Nennen Sie mir ein Lied, das jeder mit Black Lives Matter oder mit Palästina oder mit irgendeiner anderen aktuellen Aktion in Verbindung bringt. Das können Sie nicht! Ich weiß es, denn ich war bei diesen Versammlungen dabei.“
Im Fall der Bewegung von 1989, die die Berliner Mauer durchbrach, wusste jedoch jeder „instinktiv“, was die musikalisch-poetische Inspiration – nicht der „Titelsong“, sondern die Inspiration – war, die diesen großen Moment verkörperte: Beethovens Neunte Symphonie. Friedrich Schillers Gedicht „Ode an die Freude“ und die tiefe moralische Überzeugung, die Beethoven dazu brachte, diese in seiner großen Sinfonie zu vertonen, bildet die ästhetische Grundlage für eine neue Verfassung für die gesamte Menschheit. Das Schiller-Institut und Helga Zepp-LaRouches „Zehn Prinzipien für eine neue internationale Strategie- und Entwicklungsarchitektur“ gehen beide von demselben Bereich aus und von der Erkenntnis, dass es nur einiger weniger Menschen bedarf, die als Rat der Vernunft organisiert sind, um das Reich des Schönen zum Reich des Wahren werden zu lassen. Das ist das Geheimnis des Sieges über die Torheit unserer Zeit.
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Liebe Friedensfreunde,
die Internationale Friedenskoalition ruft Sie dazu auf, am Freitag, dem 9. August, an unserer dringenden Versammlung im Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki 1945 teilzunehmen. Die jüngsten Mordanschläge der israelischen Regierung Netanjahu im Libanon und im Iran sind nur der Anfang eines Konflikts, der, wenn er auf den Iran übergreift, schnell zu einer nuklearen Konfrontation eskalieren könnte. Oberst Douglas Macgregor sagte in einem Podcast im April dieses Jahres: „Die größte Angst, die ich habe, ist, dass, sobald der Iran in irgendeiner Weise entscheidend von Israel angegriffen wird, wir [die USA] uns einmischen und beteiligt sein werden. Und wenn das passiert, wird Russland eingreifen. Russland wird nicht zulassen, dass wir zusammen mit den Israelis den Iran zerstören. Das wird einfach nicht passieren. …. Und das bringt uns in eine schwierige Lage, weil die Israelis irgendwann Atomwaffen einsetzen könnten.“
Es gibt ein zweites, tiefer liegendes Problem. Der gegenwärtige Kurs zu einem Dritten Weltkrieg, einschließlich des möglichen Einsatzes thermonuklearer Waffen, wird durch den uneingestandenen, aber in vollem Gange befindlichen Zusammenbruch des Währungssystems von Bretton Woods angeheizt. Diese Kernschmelze umfasst nach Ansicht einiger Ökonomen 2 Billiarden Dollar an spekulativen Derivatschulden im Vergleich zu einem globalen BIP von 100 Billionen Dollar (von denen ein großer Teil Verschwendung ist). Diese Schulden können niemals zurückgezahlt werden. Das sind Schulden, die China und Russland nicht gemacht haben oder die auf kriminelle Weise anderen Nationen des globalen Südens aufgebürdet wurden, die sie mit Sicherheit nicht zurückzahlen können.
Der Ausweg, den verschiedene Vorschläge bieten – die Belt and Road Initiative, LaRouches Oasenplan, die chinesische Global Security Initiative und verschiedene Friedensvorschläge aus Brasilien und den Staaten des südlichen Afrikas – wurde bisher abgelehnt. Das ist für die Menschheit nicht hinnehmbar. Wir müssen uns den Weg zu einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur erkämpfen. Helga Zepp-LaRouche, die Vorsitzende des Schiller-Instituts, hat „Zehn Prinzipien einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ vorgeschlagen. In einer Rede in Orvieto, Italien, sagte sie kürzlich:
„Ich denke also, daß wir uns zusammentun müssen, um diese Idee einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf den Tisch zu bringen, die jedes einzelne Land auf dem Planeten einschließt. Und weil die gegenwärtige Konstellation der Regierungen so schwierig ist – um es diplomatisch auszudrücken –, habe ich auch zur Schaffung eines Rates der Vernunft aufgerufen: Das ist der Aufruf an erfahrene Staatsmänner, pensionierte Militärs, Leute aus der Wissenschaft, aus der Kultur, die das Verdienst haben, etwas Wichtiges beigetragen zu haben, vorzutreten und Regierungen zu beraten und Lösungen vorzuschlagen.
Denn ich glaube, daß die gegenwärtigen Regierungen für diese Aufgabe nicht geeignet sind, und natürlich ist der Wahlprozeß sehr schwierig, und es gibt viele Hindernisse. Aber ich denke, wenn wir in jedem einzelnen Land der Erde, auf allen Kontinenten, die weisesten Leute finden würden, die sich melden, dann gäbe es dafür Beispiele: Das Konzil von Florenz in der schönen italienischen Renaissance war ein solches Konzil, das die weisesten Menschen aus der römisch-katholischen und der griechisch-orthodoxen Kirche zusammenbrachte. Es gelang ihnen, die Einheit des Christentums zu erreichen, zumindest für eine gewisse Zeitspanne. Der Westfälische Friede selbst war ein solcher Rat der Weisesten, und auch die Wahrheits- und Versöhnungskommission, die Südafrika half, die Apartheid zu überwinden, war ein solcher Präzedenzfall. Ich denke also, dass wir neue Lösungen finden müssen, denn das Schicksal der Menschheit war noch nie so sehr in Gefahr wie jetzt.“
Wenn Sie mit Helga Zepp-LaRouche übereinstimmen, schließen Sie sich uns am Freitag an und gewinnen Sie weitere Teilnehmer. Jetzt zählt jeder Augenblick. Der Marsch der Menschheit in ein Armageddon muss gestoppt werden. Unsere Einheit ist die Voraussetzung für unser Überleben und sogar für unseren Wohlstand.
„Rat der Vernunft“ nimmt Fahrt auf
Bericht vom 61. Treffen der Internationalen Friedenskoalition am 2. August 2024
Am 2. August fand das 61. wöchentliche Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) statt; an den vorangegangenen 60 Treffen haben bereits rund 1200 Personen aus bis zu 40 Ländern teilgenommen. Die Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin Helga Zepp-LaRouche erläuterte das Konzept des von ihr vorgeschlagenen „Rates der Vernunft“: Die Idee sei nicht, besonders viele wohlmeinende Menschen zu versammeln, sondern in jedem Land eine Handvoll „Elder Statesmen“ zu finden und zu rekrutieren, die sich für die Entwicklung und Sicherheit aller Nationen und Völker einsetzen, um den Weg für ein neues Paradigma zu ebnen, „das der Würde des Menschen würdig ist“. Weiterlesen: https://schillerinstitute.com/de/blog/2024/08/03/rat-der-vernunft-nimmt-fahrt-auf/
Rußland: Kampf gegen neokoloniale Praktiken
17. Juli 2024 (EIRNS) – S.E. Anatoli I. Antonow, Botschafter der Russischen Föderation in den Vereinigten Staaten, stellte dem Schiller-Institut, dem Magazin Executive Intelligence Review (EIR) und der Agentur EIRNA am 11. Juli den folgenden Artikel zur exklusiven Veröffentlichung zur Verfügung. Der Botschafter bezieht sich darin auf eine „russische Initiative zur Schaffung einer neuen internationalen antikolonialen Bewegung ,Für die Freiheit der Nationen‘, um die modernen Praktiken der Ausbeutung und Hegemonie auszurotten“. Helga Zepp-LaRouche antwortete dem Botschafter im Zusammenhang mit dem Attentatsversuch auf den ehemaligen Präsidenten Trump in einer kurzen Stellungnahme, die sich an seinen Artikel anschließt. https://schillerinstitute.com/de/blog/2024/07/18/russland-kampf-gegen-neokoloniale-praktiken/
PETITION: Internationale Friedenskoalition – Unabhängigkeitserklärung vom drohenden Atomkrieg: Beginn von Friedensverhandlungen jetzt!
4. Juli – Wir, die Unterzeichnenden, begrüßen die neue Friedensinitiative des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, wie er sie in seiner Rede im russischen Außenministerium am 14. Juni 2024 vorgestellt hat. Wir fordern die sofortige Einleitung eines diplomatischen Prozesses, ungeachtet des gegenwärtigen Kriegszustandes zwischen NATO/Ukraine und Rußland.
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Der strategische Imperativ für eine klassische Renaissance
Auf einer Konferenz in Italien am 27. Juli hielt Helga Zepp-LaRouche einen Vortrag, der aufzeigte, wie man den Konflikt zwischen der transatlantischen „demokratischen Diktatur“ nach römischem Vorbild, die sich NATO nennt, und den wahren Interessen der Völker und Nationen der Welt betrachten kann. Sie begann mit dem konkreten Fall Deutschlands, der wichtigsten Volkswirtschaft in Europa und dem zweitgrößten militärischen/finanziellen Beitragszahler zum Krieg der NATO gegen Russland.
Am Ende ihrer Ausführungen gab es mehr als nur Beifall. Es herrschte ein tieferes Verständnis für die Krise, mit der die westliche Zivilisation selbst konfrontiert ist – und nicht nur das geopolitische Konstrukt namens „der Westen“. Wer die Blasphemie des „Letzten Abendmahls“ bei den Olympischen Spielen gesehen hat, bei dem der fast nackte „Gott“ Dionysius, der „Antichrist“, als „Opfer, das als Mahlzeit serviert wird“, sah die geistigen Grundlagen, für die das „neue NATO“-Bündnis eintritt.
Es gibt einen Grund dafür, dass viele transatlantische Experten, Blogger, Kommentatoren und Akademiker erstaunt sind über Russlands Beharren auf der „Entnazifizierung“ in der Ukraine und über Russlands vehementes Engagement im Kampf gegen den militärischen Einsatz der „Allgemeinen SS“ der NATO in der Ukraine. Sie weigern sich zu verstehen, dass die wahren Wurzeln des Faschismus – im Italien der 1920er Jahre und im Frankreich der 1930er Jahre, in Deutschland, in Spanien sowie in Mittel- und Osteuropa – in dem Versuch liegen, die antichristliche Tradition des römischen Kaisers Tiberius mit ihren heidnischen Ausprägungen wiederzubeleben.
Denken Sie in diesem Zusammenhang an den merkwürdigen und vergleichsweise jungen, wenn nicht gar plötzlichen politischen „Geschlechtswechsel“ der „grünen“ Bewegung, die sich von den ehemals führenden Vertretern der „Friedensbewegung“, die die Stationierung von Atomwaffen in Deutschland verhindern wollten, zu Befürwortern einer ultimativen militärischen Konfrontation mit Russland, einschließlich der Stationierung von Langstreckenraketen und sogar thermonuklearen Waffen, gewandelt hat.
Warum haben die „Grünen“ dies getan? Weil es die militärische, finanzielle und politische Politik der NATO ist, den „Klimawandel“ als Vorwand für die Schaffung einer globalen militärischen Diktatur zu nutzen, um „den Planeten zu retten“, indem die menschliche Bevölkerung auf weniger als eine Milliarde reduziert wird. Diese malthusianische Mission erfordert eine spirituelle Visualisierung; wir haben gerade einen Ausdruck davon bei den Olympischen Spielen gesehen.
Wofür sollte die Menschheit eintreten? Wir bitten alle, Helga Zepp-LaRouches „Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ nochmals mit neuen Augen zu lesen. Sie verdeutlichen den Unterschied zwischen einem Prinzip und einer „Politik“, einer „Plattform“ oder einem „Parteiprogramm“. Es gibt einen Unterschied zwischen „Prinzipien“ und „Themen“.
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Es folgt die Niederschrift von Helga Zepp-LaRouches Antworten auf zwei Fragen, die ihr am 27. Juli 2024 auf dem von der Partei Indipendenza! veranstalteten Orvieto-Forum im Rahmen der Sitzung zum Thema „Der Geist des Souveränismus sucht Europa wieder heim“ gestellt wurden. Zepp-LaRouches Vortrag ist auf englisch hier. Die erste Frage betraf die Lage in Deutschland. Sie antwortete:
Helga Zepp-LaRouche: Nun, ich denke, wir haben im Moment eine große Krise in Deutschland, denn nachdem der NATO-Gipfel stattfand, erklärte Scholz – der Bundeskanzler –, die Vereinigten Staaten hätten beschlossen, Langstreckenraketen in Deutschland zu installieren. Nun, das wurde nicht im deutschen Parlament diskutiert, es gab keine Volksabstimmung unter den deutschen Bürgern, und diese Langstreckenraketen stellen eine klare Eskalation in Richtung Atomkrieg dar. Der stellvertretende russische Außenminister Rjabkow hat bereits geantwortet, dass Russland mit ähnlichen Maßnahmen, möglicherweise auch mit atomar bewaffneten Raketen, kontern wird.
Es stellt sich also die Frage, wie es sein kann, dass die Vereinigten Staaten eine Entscheidung treffen, die die Existenz Deutschlands gefährdet. Wenn Scholz sagt, es waren die Vereinigten Staaten, die entschieden haben, wer in den Vereinigten Staaten? Wir haben gerade erlebt, dass es ein Attentat auf Trump gegeben hat, wo das cui bono noch sehr offen ist. Dann hat sich kurz darauf Präsident Biden zurückgezogen [von der Kandidatur zur Wiederwahl], weil er dem Amt offensichtlich nicht mehr gewachsen ist, und es gab eine große Diskussion darüber, dass das nichts Neues war, sondern dass er schon seit geraumer Zeit nicht mehr fit genug war. Biden hat also offensichtlich nicht die Entscheidung getroffen, diese Langstreckenraketen nach Deutschland zu schicken.
Das ist also ein großes Problem. Wenn man annehmen muss, dass eine unbekannte Instanz über die Existenz Deutschlands entscheidet, dann stellt sich ganz klar die Frage, dass Deutschland zu diesem Zeitpunkt keinerlei Souveränität besitzt.
Dies ist jedoch einem kleinen, aber bedeutenden Teil der deutschen Bevölkerung klar, die sich im Grunde genommen, so würde ich sagen, dem meisten von dem, was hier gestern und heute gesagt wurde, anschließt, was bedeutet, dass sie Russland nicht als Todfeind betrachtet, wie es der NATO-Gipfel gerade erklärt hatte. Der NATO-Gipfel erklärte Russland zu einer direkten Bedrohung, die Anbindung der Ukraine an die NATO sei unumkehrbar, China stelle eine Herausforderung für die euro-atlantische Sicherheitsordnung dar – alles Annahmen, die von der Durchschnittsbevölkerung nicht geteilt werden. Sie werden nicht konsultiert, und die Massenmedien versuchen nur, die Menschen davon zu überzeugen, das Narrativ der NATO zu glauben.
In Wirklichkeit ist die derzeitige Situation also eine, in der die NATO versucht, ihre globale Diktatur durchzusetzen, was bedeuten würde, sich von Russland, von China und damit von der globalen Mehrheit abzukoppeln. Denn im völligen Gegensatz zur Politik, die die NATO seit einiger Zeit verfolgt, entsteht jetzt ein neues System in Form der BRICS, der SCO und anderer Organisationen des globalen Südens, die versuchen, ein neues Wirtschaftssystem zu schaffen, einschließlich einer neuen Währung und einer neuen Entwicklungsbank.
Europa befindet sich in einer Position, in der wir entscheiden müssen, ob wir als Vasallen der NATO in einen Dritten Weltkrieg mit der Mehrheit der Welt – der globalen Mehrheit – ziehen wollen. Oder wollen wir uns auf die Seite des Wirtschafts Blocks stellen, der eindeutig im Kommen ist, um ein neues System zu schaffen?
Ich denke also, dass wir uns gerade in Deutschland in einem sehr existenziellen Entscheidungsprozess befinden, in dem wir die Kräfte bündeln müssen, und deshalb bin ich sehr froh, hier zu sein, und ich möchte Ihnen für die Einladung danken, denn ich denke, dass die Italiener, die Deutschen, die Franzosen und andere Menschen in Europa sich an diesem Punkt vereinen müssen, um diese existenzielle Gefahr zu bekämpfen. (Beifall)
Auf eine zweite Frage antwortete Helga Zepp-LaRouche:
Zepp-LaRouche: Wir haben eine Situation, in der sich die deutsche Wirtschaft im freien Fall befindet. Der wirtschaftliche Zusammenbruch ist viel, viel schlimmer, als es den Anschein hat, wenn man sich die Medien oder so ansieht. Ich denke, Deutschland steuert auf einen absolut existenziellen Zusammenbruch zu. Und ich denke, darin liegt leider auch eine Chance, dass die Menschen aufwachen, denn es ist nicht nur Deutschland, das kollabiert: Das ganze transatlantische Finanzsystem ist bankrott. Es sitzt auf 2,1 Billionen Dollar an unbezahlbaren Derivat Schulden. Das ist eine Blase, die jeden Moment platzen kann.
Es gibt bereits ein Rettungsboot, und das ist das neue Wirtschaftssystem, das in der globalen Mehrheit entsteht – die BRICS, die SCO, die Eurasische Wirtschaftsunion, ASEAN: Alle diese Länder bauen einen Wirtschaftsblock auf.
Weil die NATO Druck auf Europa ausübt, sich [von Russland und China] abzukoppeln oder ,das Risiko zu verringern‘, besteht die Gefahr, dass wir einen thermonuklearen Krieg zusteuern. Jede der Krisen – die Ukraine, die Situation zwischen Israel und dem Gazastreifen; Netanjahu war gerade in den Vereinigten Staaten, um Lobbyarbeit für einen Krieg gegen den Iran zu leisten; die Krise um China und Taiwan. [Beifall.] Wir haben drei regionale Krisen, die in kürzester Zeit zu einem Atomkrieg führen könnten.
Was ist also der Ausweg? Der Ausweg ist, dass wir völlig anders denken müssen. Wenn wir uns an die normale Parteipolitik oder die normalen Verfahren halten, gibt es meiner Meinung nach keinen Ausweg. Aber wenn wir in Begriffen eines Paradigmenwechsels denken, dann erleben wir gerade einen historischen Wandel, bei dem 500 Jahre Kolonialismus enden. Aufgrund der Stärke Chinas bilden die Länder des globalen Südens jetzt ein neues Wirtschaftssystem. Das Wirtschaftswachstum findet dort statt: Die Wachstumsraten in Asien und den Ländern, die mit der BRI arbeiten, sind extrem hoch, während Europa und die transatlantische Welt zusammenbrechen.
Ich denke also, die Aufgabe, die wir lösen müssen, besteht darin, die Menschen in Europa zu überzeugen und ihnen klar zu machen, dass sie sich mit dem globalen Süden verbünden können. Deutschland bricht zusammen, aber Deutschland ist eine Exportnation, und wenn wir sagen würden: „Lasst uns mit den BRICS zusammenarbeiten, lasst uns mit ASEAN zusammenarbeiten, lasst uns mit dem Globalen Süden zusammenarbeiten“, könnten wir an dem Wohlstand teilhaben, der dort entsteht. Wir müssen 2-3 Milliarden neue produktive Arbeitsplätze im Globalen Süden schaffen, und das könnten wir tun. Wenn sich alle Länder Europas verbünden würden – hoffentlich sogar mit Japan und irgendwann auch mit den Vereinigten Staaten – könnten wir das Migrationsproblem auf die einzig mögliche menschliche Weise lösen, indem wir produktive Arbeitsplätze schaffen, damit die jungen Menschen in Asien, Lateinamerika und Afrika zu Hause bleiben und ihre eigenen Länder aufbauen. (Beifall)
Ich denke, die größte Herausforderung, die wir zu bewältigen haben, ist die Frage, wie wir die Menschen im Mainstream beeinflussen können. In Deutschland zum Beispiel glauben die Ostdeutschen nicht an das NATO-Narrativ, weil sie anders sozialisiert wurden als die Westdeutschen. Es gibt sehr wichtige Menschen in ganz Deutschland, die bereits so denken, wie ich es jetzt sage. Aber es muss uns gelingen, den Menschen, die jeden Tag Bildzeitung, FAZ, die Mainstream-Medien lesen, klar zu machen, dass es eine Hoffnung gibt.
Deshalb werbe ich seit dem Ausbruch der militärischen Sonderoperation in der Ukraine für die Idee, dass wir eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur brauchen, die jedes einzelne Land auf dem Planeten einbeziehen muss. Denn wenn wir irgendeine Struktur schaffen, die nicht jedes Land einbezieht, ist das ein Schritt zum Krieg. Das ist die Lehre aus dem Westfälischen Frieden, der 150 Jahre Religionskrieg in Europa beendete und zu dem Schluss kam, dass man auf die Interessen des anderen achten muss, wenn man Frieden haben will: Und das bedeutet das Interesse jedes anderen.
Nun, was ich vorschlage, ist gar nicht so weit hergeholt. Am 14. Juni schlug der russische Präsident Putin eine neue eurasische wirtschaftliche Sicherheitsarchitektur vor. Er erwähnte die Vereinigten Staaten nicht, er sagte nur, dass diese eurasische Sicherheitsarchitektur für NATO-Länder offen sein könnte. Er ließ offen, ob dies die Vereinigten Staaten einschließt oder nicht. Nun hat Xi Jinping ähnliche Vorschläge gemacht, indem er immer wieder von der Notwendigkeit einer gemeinsamen Gemeinschaft für die Zukunft der Menschheit sprach. Er hat mehrere Initiativen vorgeschlagen – die Globale Sicherheitsinitiative, die Globale Entwicklungsinitiative und die Globale Zivilisation Initiative –, die sehr in die Richtung dessen gehen, was ich sage.
Ich denke also, dass wir uns zusammentun müssen, wenn Sie so wollen, um diese Idee einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf den Tisch zu bringen, die jedes einzelne Land auf dem Planeten einschließt. Und weil die gegenwärtige Konstellation der Regierungen so schwierig ist – um es diplomatisch auszudrücken – habe ich auch zur Schaffung eines Rates der Vernunft aufgerufen: Das ist der Aufruf an erfahrene Staatsmänner, pensionierte Militärs, Leute aus der Wissenschaft, aus der Kultur, die das Verdienst haben, etwas Wichtiges beigetragen zu haben, vorzutreten und Regierungen zu beraten und Lösungen vorzuschlagen. Denn ich glaube, dass die gegenwärtigen Regierungen für diese Aufgabe nicht geeignet sind, und natürlich ist der Wahlprozess sehr schwierig, und es gibt viele Hindernisse. Aber ich denke, wenn wir in jedem einzelnen Land der Erde, auf allen Kontinenten, die weisesten Leute finden würden, die sich melden würden, dann gäbe es dafür Beispiele: Das Konzil von Florenz in der schönen italienischen Renaissance war ein solches Konzil, das die weisesten Menschen aus der römisch-katholischen und der griechisch-orthodoxen Kirche zusammenbrachte. Es gelang ihnen, die Einheit des Christentums zu erreichen, zumindest für eine gewisse Zeitspanne. Der Westfälische Friede selbst war ein solcher Rat der Weisesten, und auch die Wahrheits- und Versöhnungskommission, die Südafrika half, die Apartheid zu überwinden, war ein solcher Präzedenzfall.
Ich denke also, wir müssen neue Lösungen finden, denn das Schicksal der Menschheit war noch nie so sehr in Gefahr wie jetzt.
Warum ist nun die Souveränität die absolut wichtige Voraussetzung, und warum müssen wir das den Menschen klar machen? Nun, bis zum 15. Jahrhundert waren alle Staatsformen oligarchisch. Man hatte Könige, Monarchen, Aristokraten, eine kleine Elite von Privilegierten, die die Bevölkerung absichtlich rückständig hielten, und es gab keine Beteiligung des Einzelnen an der Regierung. Dann wurde im 15. Jahrhundert, durch verschiedene Einflüsse, wie die italienische Renaissance, die einen großen Schritt vorwärts in der Geschichte Europas bedeutete, die Regierung von Ludwig XI. in Frankreich, wo sich das Einkommen des Volkes in 20 Jahren verdoppelte, und durch die Schriften von Nikolaus von Kues zum ersten Mal die Idee entwickelt, dass eine Regierung nur dann legitim ist, wenn sie die Zustimmung der Regierten hat. Nur wenn das Volk mit dem, was die Regierung tut, einverstanden ist, ist die Regierung legitim. Das ist etwas, das heute völlig verloren gegangen ist – Sie wissen, dass Regierungen tun, was sie wollen.
Nikolaus von Kues erfand also die wechselseitige Beziehung zwischen der Regierung und den Regierten, vermittelt durch die Repräsentanten, wodurch der Einzelne – zum ersten Mal – an der Regierung teilnehmen konnte. Und deshalb müssen wir supranationale Institutionen wie die EU unbedingt ablehnen, denn die EU ist eine gigantische Bürokratie, mit enorm vielen Menschen, ohne Transparenz, ohne Rechenschaftspflicht, und die Beteiligung des einzelnen Bürgers in Italien, im Kosovo, in Deutschland, ist nicht gegeben.
Ich denke also, dass dieses Prinzip der Souveränität einer breiten Diskussion bedarf. Warum brauchen wir Souveränität? Das ist eine existenzielle Frage.
Und schließlich denke ich, wir brauchen eine kulturelle Renaissance. Ich habe gestern und heute einige der Redner gehört, die von der Notwendigkeit eines griechischen, römischen und christlichen Fundaments gesprochen haben, und ich stimme ihnen voll und ganz zu. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen, wir brauchen dringend eine klassische Renaissance der besten Traditionen Europas. (Beifall) Die griechische Klassik, die italienischen Beiträge von Dante, von Petrarca, vom Konzil von Florenz, von der Goldenen Renaissance in Italien; ebenso die deutsche Klassik von Bach bis Beethoven, von Lessing bis Schiller: Das sind so wichtige Ideen, und unsere jungen Leute haben das völlig vergessen!
Wir müssen sie also wiederbeleben und erlebbar machen. Außerdem müssen wir einen kulturellen Dialog zwischen den besten Traditionen Europas und den besten Traditionen Chinas, Indiens, Afrikas, Lateinamerikas führen, denn nur wenn wir die andere Kultur verstehen, wenn wir beginnen, die Schönheit der Poesie, der Musik zu entdecken, beginnen wir, diese anderen Länder zu lieben, und das ist die beste Medizin gegen jede Art von Chauvinismus oder falsch verstandenem Nationalismus. (Beifall)
Und ich habe weder Ursula von der Leyen, noch Olaf Scholz, noch Annalena Baerbock, noch irgendeinen von diesen Leuten jemals von einer schönen Idee von Europa sprechen hören. Und deshalb sind sie auch völlig ungeeignet, Europa jetzt zu retten. (Beifall)
Ich glaube, dass wir im Moment offensichtlich in der Minderheit sind, aber ich glaube, dass wir eine Vision haben. Ich habe eine Vision, wo die Welt sein kann. Ich denke, wir sind im Moment sehr nah an einem thermonuklearen Krieg, der die Vernichtung der Zivilisation bedeuten würde. Aber wir sind auch nur genauso weit davon entfernt, den Sprung zur Schaffung einer neuen Weltwirtschaftsordnung zu schaffen, in der alle Länder in einer Win-Win-Situation leben können. UFnd es wird sich bald zeigen, dass Europa nur eine Wahl hat: Entweder mit der NATO den Weg ins Verderben zu gehen oder sich mit der globalen Mehrheit auf eine schöne Zukunft einzulassen. Und ich denke, das ist es, was wir den Menschen klarmachen müssen, damit sie die Möglichkeiten viel besser verstehen.
Ich möchte Ihre Partei einladen, an einer Konferenz teilzunehmen, die wir derzeit planen: Eine europaweite Konferenz, bei der wir versuchen, Menschen aus Skandinavien, aus Frankreich, aus den Benelux-Ländern, aus Deutschland und hoffentlich auch aus Italien zusammenzubringen. Das ist es, was ich Ihnen sagen wollte. (Beifall)
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Trump-Attentatsversuch, Biden-Rückzug – was kommt als nächstes?
Die Woche begann in den USA mit dem gestrigen Spektakel einer Anhörung des Kongressausschusses zum Thema „Aufsicht über den US-Geheimdienst und das versuchte Attentat auf Präsident Donald J. Trump“, bei der so gut wie keine Informationen über den Vorfall vom 13. Juli herauskamen. Die Leiterin des US-Geheimdienstes Kimberly Cheatle blockte ab, die meisten Abgeordneten wetterten, und die Öffentlichkeit wartet auch neun Tage nach dem Mordversuch noch immer auf die Wahrheit. Gewiss, die gewählten Vertreter und die Bürger haben Grund, verärgert zu sein: Der Secret Service besteht auf einer internen Untersuchung, deren Ergebnisse erst in 60 Tagen vorliegen sollen.
Der Militärexperte Scott Ritter hat eine unabhängige Untersuchung gefordert, die von einer Gruppe staatlicher Behörden in Auftrag gegeben wird. Senator Ron Johnson (R-WI) veröffentlichte gestern einen Bericht seines Büros mit wertvollen vorläufigen Ergebnissen. Er sagte: „Wir können dem FBI und dem Secret Service nicht vertrauen, dass sie eine ehrliche, offene und transparente Untersuchung durchführen, das ist einfach eine sehr traurige Tatsache.“
Die Ausflüchte und Lügen über den 13. Juli stehen in einer Reihe mit den großen Lügen, die der Öffentlichkeit über andere Angelegenheiten von Leben und Tod aufgetischt werden. Die Lügen der „unsichtbaren Regierung“ in den USA stehen im Einklang mit den Lügen der NATO, Präsident Wladimir Putin sei darauf aus, Russland in ganz Europa einmarschieren zu lassen, um sein Imperium wieder zu errichten, und China bedrohe die Welt.
Plötzlich steht heute Vizepräsidentin Kamala Harris im Mittelpunkt des Geschehens im Weißen Haus und auf der Wahlkampftour, die vom MICIMATT – Militär, Industrie, Kongress, Geheimdiensten, Medien, Hochschulen und Denkfabriken – als die goldene Antwort auf die Führung Lücke in den USA angepriesen wird. Die offensichtliche Tatsache, dass Präsident Biden, der zu unfähig ist, in den nächsten drei Monaten Präsidentschaftskandidat zu sein, auch nicht in der Lage ist, in den nächsten fünf Monaten bis zum 20. Januar 2025 Präsident zu sein, wird fast nicht beachtet.
Die Kriegsgefahr ist extrem. Zepp-LaRouche verwies auf die Situation in Deutschland, ihrem Heimatland, wo Bundeskanzler Olaf Scholz, Außenministerin Annalena Baerbock und andere sich dem Beschluß der USA und der NATO beugen, Langstreckenraketen in Deutschland zu stationieren, der gerade auf dem NATO-Gipfel im Juli in Washington bekannt gegeben wurde.
Abgesehen von der Kriegslüsternheit dieser Äußerungen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Krieg nicht absichtlich, sondern „zufällig“ ausgelöst wird, unaufhaltsam.
Dies sind die Umstände, die nach wohldurchdachten Maßnahmen schreien, um die Diplomatie und die Wahrheit wiederherzustellen – Hin zu einem Rat der Vernunft.
In dem schwindelerregenden Strudel von Ereignissen, der den Eindruck erweckt, dass sich die Geschichte „beschleunigt“, finden Sie hier Harley Schlangers neuesten Artikel „Amerika und die Welt sind nur einen Zentimeter vom totalen Chaos entfernt“, der sich mit den Entwicklungen der letzten Tage befasst und den breiteren Kontext darstellt, in dem sich diese scheinbar diskreten „Ereignisse“ abspielen.
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