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Für einen nicht-ideologischen Ansatz in den internationalen Beziehungen

Bericht vom 90. Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC)

Das 90. wöchentliche Online-Treffen der Internationalen Friedenskoalition in Folge wurde eröffnet von Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts, die einen Überblick über die europäischen Reaktionen – vom Economist und anderen – auf drei wichtige Entwicklungen gab: das Telefonat von Trump mit Putin, das Treffen von Lawrow und Rubio in Riad und die Bemerkungen von J.D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Reaktionen reichen von chronischem Trump-Wahnsinns-Syndrom bis hin zu „Alles ist völlig rosig und Trump wird es schon richten“. Im Fall von Vances Kommentaren „flippen die Leute in alle Richtungen aus“.

Nach Ansicht von Zepp-LaRouche deuten diese Ereignisse auf eine strategische Neuausrichtung und eine „zentrifugale Tendenz“ in der EU hin, was Macron und Starmer in ihrer Panik dazu veranlaßte, nach Washington zu reisen, um die Krise zu bewältigen und die gefährdete „Sonderbeziehung“ zwischen Großbritannien und den USA zu retten. Würde die NATO aufgelöst und durch eine „echte Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ ersetzt, wäre das ein Schritt nach vorne, erklärte sie.

Der ägyptische Gegenentwurf zu Trumps „Riviera-Plan“ sieht den Wiederaufbau in drei Jahren vor – ohne Vertreibung der Palästinenser. Dieser Plan gefällt Netanjahu nicht und er bleibt hinter dem zurück, was nötig ist. Wir müssen weiterhin für den „Oasen-Plan“ werben, betonte sie, in der Hoffnung, daß die arabischen Nationen ihn unterstützen werden. Einige Leute meinen, man müsse zuerst die Zweistaatenlösung haben, aber sie verstehen nicht, daß der Oasenplan Teil eines globalen Organisationsprozesses ist, um das Paradigma für immer zu ändern: „Die eine Menschheit muß an erster Stelle stehen.“ Die Chinesen haben gezeigt, wie man die Wüste erobert. Es gibt Gründe, optimistisch zu sein, schloß sie.

Graham Fuller, ehemaliger US-Diplomat, CIA-Beamter und Islamwissenschaftler, stimmte dem Economist zu, daß es sich um eine außergewöhnliche geopolitische Entwicklung handelt, die vielleicht von größerer Bedeutung ist als der Fall der Berliner Mauer. Die europäischen Staats- und Regierungschefs scheinen fast unfähig zu sein, ohne die psychologische, ideologische und wirtschaftliche Unterstützung der USA zu leben. Derzeit sei die europäische Führung in allen Bereichen schwach, mit Ausnahme von Orbán in Ungarn. „Die westliche Denkweise war schon immer die eines Nullsummenspiels“, sagte Fuller, während das chinesische „Win-Win“-Konzept real ist und das darstellt, was für das neue Paradigma erforderlich ist.

Fuller empfahl, daß wir uns mit der Iran-Frage befassen, wo es sofort Raum für einige Arbeit gibt, „wir haben Hinweise von der Trump-Administration erhalten, daß Öffnungen möglich sind.“ Der Iran wäre besonders offen für den Oasen-Plan – den Fuller als „brillanten Plan“ bezeichnete – aber die Angst und der Haß auf den Iran waren ein wesentlicher Bestandteil der amerikanischen Vision für den Nahen Osten.

Ein nicht-ideologischer Ansatz in den internationalen Beziehungen

Fuller bemerkte, die Diplomatie habe unter dem Korsett ideologischer Kategorien gelitten. So sei beispielsweise die Vorstellung Unsinn, es gebe eine unüberwindbare Antipathie zwischen schiitischen und sunnitischen Muslimen. Die Vorstellung, die Saudis würden die Teilnahme des Iran blockieren, „scheint überholt zu sein“. Wir sollten mit dem Iran, Rußland und den USA beginnen, und dies werde die Tür für andere Länder öffnen, die mit dieser Art der regionalen Annäherung sympathisieren.

Michele Geraci, ehemaliger Staatssekretär im italienischen Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung, berichtete über seinen Besuch in München, wo er mit Teilnehmern der Sicherheitskonferenz sprach, und stellte fest, daß die Reaktion auf J.D. Vance von Ideologie und Parteilichkeit geprägt war; die Menschen waren bereit, zu verurteilen oder zu billigen, bevor sie die Rede hörten. Wir brauchen eine aufgeschlossene, nicht-ideologische Analyse. Die Tatsache, daß die Europäer nach den Reden von Putin und Trump neue Sanktionen gegen Rußland ankündigten, zeige, daß sie sich der Realität stellen müssen. Geraci erklärte, er sei „pro-europäisch und daher gegen die EU… Vielleicht könnte der Schlag ins Gesicht, den Vance von der Leyen versetzte, gut sein.“

Sam Pitroda, indisch-amerikanischer Erfinder und Unternehmer, sagte, die Welt stehe an einem Scheideweg: Dies sei das Ende der Kolonialzeit und eine „Transaktionschance“. Der Aufstieg Chinas zu einer Großmacht wecke das Bewußtsein der Menschen für die Bedeutung des Entwicklungssektors. Die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen Institutionen seien im Grunde überholt, die Welt sei jetzt vernetzt. „Der Fokus muß auf Makrothemen liegen.“

Zepp-LaRouche schloß sich dieser Schlußfolgerung an und merkte an, daß „Pandemien mit Hilfe von Flugzeugen innerhalb eines Tages um den Globus reisen können“. Sie betonte, die Entdeckung neuer Prinzipien und Technologien sei der Schlüssel zur Lösung von Problemen, und Roboter und KI könnten, wenn sie richtig eingesetzt werden, den Menschen helfen, sich dem lebenslangen Lernen zuzuwenden. Sie bemerkte, die EU-Führer erinnerten sie „an kleine Welpen“, die ihrem Herrchen hinterherlaufen.

Co-Moderator Dennis Speed bat Fuller, seine Kommentare zum Iran weiter auszuführen. Fuller antwortete: „Ich fürchte, daß dieses Nullsummendenken nicht so leicht verschwinden wird.“ Er sagte, die Chinesen seien klug gewesen, ideologische Argumente in internationalen Beziehungen zu vermeiden.

Pitroda forderte die westlichen Staats- und Regierungschefs auf, das Modell der „Kommandosteuerung“ aufzugeben, „diese Fixierung darauf, daß wir die Kontrolle haben müssen.“ Jeder Versuch der USA, einem anderen Land ihren Willen aufzuzwingen, habe schlimme Folgen gehabt.

Die Migrationskrise

Fuller betonte, daß wir ernsthaft in den globalen Süden investieren müssen, um Entwicklung zu schaffen, damit die Menschen in ihren eigenen Ländern bleiben, um das Migrantenproblem zu lösen. Geraci fügte hinzu, die Bevölkerung in Afrika werde weiter wachsen; das Problem seien nicht die 50.000 Migranten, die im nächsten Jahr an den Küsten Italiens ankommen werden, sondern die Millionen, die in den kommenden Jahrzehnten kommen werden.

Zepp-LaRouche antwortete darauf, „Wir brauchen einen Marshall-Plan für Südamerika, für Afrika und für Asien“, und erinnerte daran, „daß wir genau das in Berichten wie Die neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke1 befürwortet haben“. Die Chinesen waren die Einzigen, die diese Politik verfolgten, während „die Europäer im Allgemeinen ausflippen“. Sie betonte, daß wir eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur2 brauchen. Nicht jeder sei ein Kriegstreiber, viele seien normale Menschen. „Wir brauchen eine Welt, in der Amerikaner ihre Lokomotiven auf Schienen fahren lassen können, die von den Chinesen gebaut wurden.“

Fuller fügte hinzu, es sei umso besser, je mehr Menschen der BRICS-Gruppe beitreten. Die BRICS-Gruppe sei die aufstrebende zukünftige UNO, eine neue Ordnung, die weitaus integrativer sein wird.

Diskussion

Timothy Rush, Aktivist des Schiller-Instituts, berichtete über eine Organisationstour in die Büros des US-Senats, die zusammen mit „Ärzte gegen Völkermord“ und anderen Aktivisten durchgeführt wurde. Die Diskussion des letzten IPC-Treffens, an dem auch Südafrikas ehemalige Außenministerin Naledi Pandor teilgenommen hatte, wurde in Form eines Flugblatts verbreitet. Die Organisatoren verteilten auch einen wichtigen Artikel aus EIR vom 15. April 2005 mit dem Titel „Wie Wolfowitz und die Neokonservativen den ersten ‚Oasenplan‘ sabotierten“.3 Eine Pressekonferenz von „Ärzte gegen Völkermord“ wurde von der Polizei des Kapitols als „nicht genehmigte Demonstration“ aufgelöst.

Ein brasilianischer Teilnehmer meinte, Trump spiele ein „bilaterales Spiel“ mit Putin, aber wir bräuchten Multilateralismus. Daraufhin sagte Zepp-LaRouche: „Selbst Multipolarität ist noch nicht die Antwort“, sie enthalte immer noch den „Keim der Geopolitik“. Wir brauchen eine Kombination aus universellen Prinzipien und den einzigartigen kulturellen Beiträgen der einzelnen Nationen.

In seinen abschließenden Bemerkungen verglich Fuller Trump mit dem Hindu-Gott Shiva, der der Gott der Zerstörung, aber auch der Schöpfung ist. „Dieser Mann kann Elemente des Genies mit Elementen des Wahnsinns verbinden“, sagte er. Zepp-LaRouche stellte die Frage: „Wo soll die Menschheit in 100 Jahren, in 1000 Jahren, in 20.000 Jahren stehen? Denken Sie an das von Aberglauben geprägte 14. Jahrhundert in Europa, das von der italienischen Renaissance abgelöst wurde, in der ein neues Menschenbild entstand. Wir stehen am Rande einer ähnlichen Transformation. Die Menschen in der Zukunft werden sagen: Die Menschen damals glaubten an Geopolitik, können Sie sich vorstellen, wie rückständig sie waren?“


Anmerkungen

1. Die Neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke, E-Book (PDF), E.I.R.

2. Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur,
    Helga Zepp-LaRouche, Schiller-Institut.

3. How Wolfowitz and the Neo-Cons Sabotaged the First ‚Oasis Plan‘, PDF, EIR Magazine, 15. April 2005.


Internationale Friedenskoalition #90, 21. Feb., 17.00 Uhr

Das Ende der Geopolitik und die Schaffung eines Neuen Paradigmas

90. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das Ende der Geopolitik und die Schaffung eines Neuen Paradigmas

Freitag, 21.Februar 2025

17.00 Uhr (MEZ)

Schließen Sie sich diesen Freitag um 17.00 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition an und diskutieren Sie mit füherenden Friedensaktivisten aus aller Welt.

Zur Anmeldung

Das schwindelerregende Tempo der Entwicklungen auf der Weltbühne in den letzten 30 Tagen hat die meisten Menschen auf der Welt – einschließlich vieler Hauptakteure – ratlos zurückgelassen, was die Geschehnisse und die Gründe für die rasante Entwicklung betrifft.

Die USA und Russland haben den Weg der rationalen Diskussion auf Augenhöhe wieder aufgenommen, wodurch die Aussicht auf ein Ende des Ukraine-Russland-Konflikts in den Fokus gerückt und die Gefahr eines drohenden thermonuklearen Krieges deutlich verringert wurde. Das europäische Establishment war den Tränen nahe, nachdem Vizepräsident J.D. Vance ihre Politik als antidemokratisch bezeichnete und sie wegen der Unfähigkeit, die aktuelle Krise zu lösen, bloßstellte. Ein frustrierter Volodymyr Selenskyj griff Präsident Trump öffentlich dafür an, dass er ihn nicht zum US-Russland-Treffen in Riad eingeladen hatte, und warf ihm vor, „in einem von Russland geschaffenen Desinformationsraum zu leben“. Die Antwort Trumps? Selenskyj sei „ein Diktator ohne Legitimierung durch Wahlen“, während die US-Regierung „erfolgreich über ein Ende des Krieges mit Russland verhandelt“.

Vizepräsident J.D. Vance meldete sich ebenfalls zu Wort: „Selenskyj wird wirklich schlecht beraten, und ich weiß nicht, von wem.“ Er fügte spitz hinzu: „Das ist keine gute Art, mit Präsident Trump umzugehen.“

Vance kennt die Antwort auf seine eigene rhetorische Frage vielleicht selbst. Das imperiale London steht hinter der Forderung nach einer Fortsetzung des Krieges und der Fortsetzung der gesamten alten geopolitischen Ordnung, wie schon während des gesamten Ukraine-Krieges. Präsident Trump und seine Berater sollten die Gelegenheit ergreifen, die alte „Sonderbeziehung“ Churchills zwischen Großbritannien und den USA zu beenden – einschließlich der „Five Eyes“-Geheimdienstzusammenarbeit, die hinter den Bemühungen stand, Trump ins Gefängnis zu bringen oder zu töten –, solange diese in der Defensive sind.

Aber wie kann man ein neues Paradigma schaffen, wenn die alte Ordnung zusammenbricht? Was ist mit dem anhaltenden Völkermord in Gaza und der umfassenderen Krise in Südwestasien? Wie kann man das globale Finanzsystem mit seinem spekulativen Krebsgeschwür von 2 Billiarden Dollar neu organisieren? Wie bei allen derartigen Phasenwechseln sind die Lösungen nicht beliebig.

Schließen Sie sich diesen Freitag um 17.00 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition an und diskutieren Sie mit füherenden Friedensaktivisten aus aller Welt.

90. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das Ende der Geopolitik und die Schaffung eines Neuen Paradigmas

Freitag, 21.Februar 2025

17.00 Uhr (MEZ)

Schließen Sie sich diesen Freitag um 17.00 Uhr MEZ der Internationalen Friedenskoalition an und diskutieren Sie mit füherenden Friedensaktivisten aus aller Welt.

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TASS interviewt Helga Zepp-LaRouche zu amerikanisch-russischen Beziehungen

19. Februar 2025 (EIRNS) – Russlands führende Nachrichtenagentur TASS interviewte Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller-Instituts, zu ihrer Einschätzung der Gespräche in Riad zwischen hochrangigen Diplomaten aus den USA und Russland. Die Meldung vom 19.02.25 trug die Überschrift „US-Russland-Verhandlungen sollen zur Schaffung einer integrativen Sicherheitsarchitektur beitragen“ (https://tass.com/world/1915485) . Zepp-LaRouches Aussagen werden folgendermaßen zitiert: „Die russisch-amerikanischen Gespräche in Riad sind ein historischer Wendepunkt, der dazu beitragen wird, einen umfassenden Sicherheitsrahmen in der Welt zu schaffen“, sagte Helga Zepp-Larouche, Gründerin des Internationalen Schiller-Instituts.

„Das Ergebnis dieses lang erwarteten Treffens zwischen den hochrangigen Delegationen aus Russland und den USA ist eine Erleichterung für die ganze Welt. Der aufgezeigte Weg, wie alle auf dem Tisch liegenden Probleme unter Berücksichtigung der Interessen aller Seiten angegangen werden können, ist sehr hoffnungsvoll“, sagte sie gegenüber TASS.

„Dies war ein entscheidender Moment in der Geschichte und hoffentlich ein erster Schritt in Richtung einer allumfassenden Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die die Krankheit der Geopolitik für immer überwindet.“

„Es gab keinen Grund, die Europäer in dieser Phase der Diskussion zur Teilnahme einzuladen, da sie seit Beginn des Krieges, der laut Jens Stoltenberg 2014 begann, keinen Versuch unternommen haben, eine diplomatische Lösung für den Konflikt zu finden“, sagte sie.

„Selbst nachdem klar war, dass ihr Ziel, Russland zu ruinieren, gescheitert war, gab es keinen Moment des Nachdenkens oder der Meinungsänderung. Selbst auf der jüngsten Münchner Sicherheitskonferenz herrschte die unerbittliche Russophobie vor, angeführt wie üblich von den Briten.“

„Wenn diese Russophobie anhält, wird sie zur Spaltung der EU führen, wobei sich die Länder, die friedliche Beziehungen zu Russland wollen, möglicherweise von ihr distanzieren werden“, sagte die Expertin. „Angesichts der Tatsache, dass der Ukraine-Konflikt das Ergebnis eines Stellvertreterkrieges zwischen der NATO und Russland ist, wäre es absolut sinnvoll, wenn die USA als dominierende Kraft in der NATO und Russland sich an den Verhandlungstisch setzten und die anderen ,Stellvertretermächte‘ zu einem späteren Zeitpunkt hinzukommen.“


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche, 19. Februar, 18.30 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche über die Verwirklichung des Neuen Paradigmas für Frieden und echte wirtschaftliche Entwicklung. Senden Sie Ihre Fragen an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Ukraine: Deutschlands Bürger wollen Frieden!

Die Zukunft mag noch nicht feststehen, aber es steht definitiv fest, dass wir am Ende der sogenannten „regelbasierten Ordnung“ nach dem Kalten Krieg stehen. Im Vordergrund vieler Manifestationen, einschließlich der Tränen des scheidenden Vorsitzenden des Münchner Sicherheitsrats gestern, steht das Treffen des US-Außenministers und des russischen Außenministers am Dienstag, dem 18. Februar, in Riad, um die Beziehungen zwischen diesen Mächten wiederherzustellen und über die Beendigung des Krieges in der Ukraine zu beraten. Diese Gespräche folgen auf das Telefongespräch zwischen Präsident Trump und Präsident Putin am 12. Februar. In Riad leitet Außenminister Sergej Lawrow die russische Delegation, zu der auch Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow gehört. US-Außenminister Marco Rubio leitet die US-Delegation, zu der auch der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz und der Nahost-Beauftragte Steve Witkoff gehören. Die Gespräche werden sich „in erster Linie auf die Wiederherstellung der gesamten russisch-amerikanischen Beziehungen konzentrieren. Sie werden sich auch der Vorbereitung möglicher Verhandlungen über die Beilegung des Ukraine-Konflikts und der Organisation eines Treffens zwischen den beiden Präsidenten widmen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow heute.

Die Ukraine und die europäischen Nationen sind an diesem Treffen in Riad nicht beteiligt, sehr zu ihrem ausdrücklichen Missfallen. Die Staats- und Regierungschefs einer ausgewählten Anzahl von ihnen trafen sich heute zusammen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Paris zu einer Dringlichkeitssitzung über die Ukraine, zu der der französische Präsident Emmanuel Macron gestern einberufen hatte.

Vor seinem heutigen Abflug nach Saudi-Arabien sagte Lawrow zu dem Treffen mit den Vereinigten Staaten ohne Europa: „Ich weiß nicht, was sie [die europäischen Beamten] am Verhandlungstisch tun würden … Wenn sie mit dem Ziel an den Verhandlungstisch kommen, den Krieg fortzusetzen, warum sollten wir sie dann einladen?“

Auch in Südwestasien und Nordafrika sind bemerkenswerte Entwicklungen zu verzeichnen. Die Arabische Liga gab gestern bekannt, dass sie die Teilnehmerländer ihres bevorstehenden Treffens in Kairo erweitern wird, um über den Wiederaufbau in Gaza zu beraten und sich dem „Riviera“-Plan von Trump zur Vertreibung der Palästinenser zu widersetzen. Der Termin für das Treffen wurde vom 27. Februar auf Anfang März verschoben, um die neuen Teilnehmer unterzubringen, zu denen beispielsweise die sechs Nationen des Golf-Kooperationsrats gehören, die in die Teilnehmerliste aufgenommen wurden. Ägypten plant, in den kommenden Tagen seinen Überblick über den Plan für den Aufbau der Infrastruktur und andere Arbeiten in Gaza zu veröffentlichen.

Vor dieser Regionalkonferenz in Kairo veranstaltet Saudi-Arabien an diesem Freitag, dem 21. Februar (geändert vom 20. Februar), ein Treffen, um mit einer kleineren Gruppe von Nationen über dasselbe Thema zu beraten.

In der Zwischenzeit gibt es Bestrebungen, die Phase 1 der Waffenruhe in Gaza aufrechtzuerhalten und sich auf Phase 2 vorzubereiten. Berichten zufolge soll heute eine israelische Delegation nach Kairo reisen, um über die Fortsetzung von Phase 1 und die Vorbereitungen für Phase 2 zu beraten. Dies geschah nach einem Telefonat des US-Nahost-Beauftragten Steve Witkoff mit Premierminister Netanjahu am Wochenende und Witkoffs Bericht über das Telefonat am Sonntag bei Fox News, der Netanjahu offenbar zu einer Art Zustimmung veranlasst hat.

Im Mittelpunkt dieser überstürzten Diplomatie, bei der es um die kritische Wiederherstellung der Beziehungen zwischen den USA und Russland geht, steht die Frage nach dem Inhalt des Dialogs und nach Konzepten für die wirtschaftliche Entwicklung jetzt und in Zukunft.

Die Leiterin des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche bekräftigte heute, dass es keine Heilung für die Probleme und Krisen geben kann, ohne eine neue Sicherheits- und Win-Win-Architektur zu schaffen, und das kann nicht geschehen, ohne die Geopolitik loszuwerden. Der Oasenplan, der vor Jahrzehnten von Lyndon LaRouche vorgelegt wurde, verkörpert diese Perspektive.

Zepp-LaRouche verwies auf die Diskussion der Internationalen Friedenskoalition am 14. Februar als einen „bahnbrechenden“ Dialog zu diesem Thema. Dr. Naledi Pandor, ehemalige Ministerin für internationale Angelegenheiten und Zusammenarbeit Südafrikas, sprach davon, dass der Oasen-Plan die Möglichkeit für eine neue Art des Denkens über die Welt biete. Im Verlauf der Diskussion hob Dr. Pandor beispielsweise die Perspektive der „Agenda 2063“ der Afrikanischen Union als im Einklang mit den Grundsätzen des Oasis-Plans für den afrikanischen Kontinent stehend hervor. Pandor war maßgeblich an der Initiierung der Agenda 2063 der Afrikanischen Union für den Kontinent beteiligt. Die 50-jährige Entwicklungsperspektive, die offiziell im Januar 2015 begann, ist unter dem Namen „Das Afrika, das wir 2063 wollen“ bekannt. Der Plan umfasst mehrere Zielbereiche, z. B. Landwirtschaft, Industrie, Verkehr usw.

Am selben Tag, an dem Dr. Pandor auf der IPC sprach, fand in Addis Abeba der zweitägige jährliche Gipfel der Afrikanischen Union statt, an dem mehr als 50 Nationen teilnahmen. Hier wird der Fortschritt des vergangenen Jahres für das eine oder andere Ziel der AU-Agenda 2063 überprüft. Das vergangene Jahr war für die Afrikanische Union ein wichtiges Jahr, um ihren Platz bei der Stärkung der globalen Mehrheit einzunehmen, da die Afrikanische Union der Gruppe der 20 beigetreten ist. Südafrika hat 2025 den G20-Vorsitz inne und wird vom 20. bis 21. Februar in Johannesburg das erste G20-Ministertreffen ausrichten, bei dem wahrscheinlich die Entwicklung ganz Afrikas auf der Tagesordnung stehen wird. US-Außenminister Rubio hat in einem diplomatischen Affront angekündigt, dass er nicht teilnehmen wird, was im Einklang mit dem Bruch steht, den die neue Trump-Regierung in den letzten Tagen mit Südafrika verursacht hat. Die USA täten gut daran, dies ebenso wie ihre Haltung gegenüber Gaza rasch zu überdenken.

In diesem Zusammenhang hat Zepp-LaRouche heute einen grundlegenden Punkt erneut betont: Die Krise, mit der wir konfrontiert sind, ist nicht nur militärischer, strategischer, finanzieller Natur, sondern es handelt sich um einen Zusammenbruch kultureller und moralischer Art. Die Aufgabe einer guten Regierung besteht darin, die Kreativität der Menschen freizusetzen, damit sie Freude und Produktivität für das Gemeinwohl entwickeln. So kann man sich den Ansatz des Oasen-Plans vorstellen.

Quelle: eirna.de

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Pressemitteilung: Dr. Pandor: Der „Oasenplan“ des Schiller-Instituts für den Nahen Osten bietet uns die Chance, die Welt anders zu denken

15. Februar 2025 (EIRNS) –Die folgende internationale Pressemitteilung wurde vom Schiller-Institut zur sofortigen Verbreitung herausgegeben. Für weitere Informationen: si@schiller-institut.de

Dr. Naledi Pandor, Südafrikas ehemalige Ministerin für Internationale Beziehungen und Zusammenarbeit (2019-2024), sagte am 14. Februar: „Ich glaube, wir sollten dem Geist Mandelas folgen, dass Freiheit möglich ist; dass das palästinensische Volk Souveränität, Gerechtigkeit und Freiheit genießen wird. Und dass der Oasenplan uns die Möglichkeit gibt, die Welt anders zu denken. Bündeln wir also unsere Kräfte, aber lehnen wir uns nicht zurück. Seien wir ehrgeizig, seien wir optimistisch. Denn [Nelson] Mandela hat gezeigt, dass Dinge, die wir für unmöglich halten, möglich sind.“

Mit diesen Worten schloss Dr. Pandor, die international dafür bekannt ist, den israelischen Völkermord vor den Internationalen Gerichtshof gebracht zu haben, das 89. wöchentliche Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC), die im Mai 2023 auf Initiative der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, gegründet wurde. Neben Dr. Pandor diskutierten Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana (2011-2015), Dennis Fritz, Direktor des Eisenhower Media Network (EMN) und Chief Master Sergeant der U.S. Air Force a.D. und Helga Zepp-LaRouche.

In ihrer Eröffnungsrede auf dem IPC-Treffen mit dem Thema „Den Kreislauf der Gewalt in Südwestasien beenden – eine Zukunft für alle Menschen schaffen“ unterstrich Zepp-LaRouche die Dringlichkeit einer sofortigen Mobilisierung, denn „die alte Ordnung bricht zusammen, aber die neue Ordnung hat noch keine Gestalt angenommen… Wir befinden uns im dramatischsten Umbruch einer Epoche, der auf der einen Seite unglaubliche Gefahren birgt – und die Gefahr eines globalen Atomkrieges ist immer noch nicht ganz gebannt –, auf der anderen Seite aber besteht meiner Meinung nach durchaus die Hoffnung, dass wir die Menschheit in eine bessere Ära eines neuen Paradigmas führen können, wenn wir unsere Anstrengungen bündeln… Wir müssen uns auf eine neue globale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur einigen, die in der Tradition des Westfälischen Friedens die Interessen aller Länder der Welt berücksichtigt.“

Zepp-LaRouche fügte hinzu: „Der Nahe Osten ist im Moment die drängendste Frage, und wir sollten für die Kombination eines arabischen Friedensplans kämpfen, wie er von Ägypten und anderen arabischen Ländern propagiert wird, aber mit dem Zusatz, dass die Zweistaatenlösung einen Oasenplan mit seiner umfassenden Entwicklungsperspektive für den gesamten Nahen Osten beinhalten muss – nicht nur für Israel und Palästina, sondern für den gesamten Nahen Osten.“

Dr. Pandor stimmte dem voll und ganz zu: „Ich denke, dass der Oasenplan eine Reihe sehr nützlicher Vorschläge enthält, die von den Konfliktparteien als Grundlage für weitere Diskussionen betrachtet werden könnten… Wir brauchen Führung. Wir müssen mit Hilfe des Schiller-Instituts einen Weg finden, herauszufinden, wer die Erwachsenen im Raum sind… Wer ist bereit, sich ernsthaft für die Lösung der Probleme in der Welt einzusetzen? Ich glaube, dass das Schiller-Institut, zusammen mit anderen ähnlich starken Organisationen, diese Führungsrolle übernehmen könnte, vor allem um eine Diskussion in Gang zu bringen und eine Agenda zu entwickeln.“

Dr. Pandor schlug auch warnende Töne an: „Wenn wir diesen Moment verpassen, können wir uns nicht vorstellen, welches Chaos auf uns zukommt. Dies ist eine Zeit, in der wir alle uns zur Verfügung stehenden institutionellen Kapazitäten nutzen müssen, um sicherzustellen, dass wir zur Vernunft zurückkehren und Diskussionen und Prozesse in Gang setzen, die unsere tief verwurzelten Probleme der Ungleichheit, des Mangels an Existenzgrundlagen und der konfliktbedingten Unsicherheit in Angriff nehmen… Ich glaube, dass wir jetzt eine wirklich praktische und effektive globale Koalition aufbauen müssen, um diese Entwicklungsherausforderungen anzugehen… Ich stimme dem ehemaligen Präsidenten von Guyana zu, wenn er sagt, dass es eine sehr wichtige Verbindung zwischen Frieden und Entwicklung gibt.“

Zuvor hatte der ehemalige Präsident Guyanas, Donald Ramotar, die notwendige Verbindung zwischen Frieden und Entwicklung betont und einen „kühnen Plan, wie den Win-Win-Ansatz von [Chinas Präsident] Xi Jinping, ohne Verlierer“ gefordert. LaRouches Oasenplan basiere auf einer Kombination aus Frieden und Entwicklung und stelle einen realisierbaren Plan für den Wiederaufbau des Gazastreifens und der Region dar, der ein zentraler Teil eines globalen Plans sein könne, sagte er.

Auch Dennis Fritz befürwortete den Oasenplan als nützlichen Beitrag zu einer friedlichen Lösung für die festgefahrene Krise im Nahen Osten.

In der anschließenden lebhaften Diskussionsrunde wurde Dr. Pandor gefragt, wie die Unterentwicklung in Afrika überwunden werden könne. Sie stellte fest, dass „der Oasenplan viele Themen anspricht, die für den afrikanischen Kontinent wichtig sind. Wenn man die 17 Prioritäten der Agenda 2063 nimmt, den Plan, den wir ,Das Afrika, das wir wollen’ nennen, sieht man, dass diese Prioritäten sehr klar mit den Zielen, den verschiedenen Initiativen zu Energie, Nachhaltigkeit, Wasserqualität und Wasserinfrastruktur des Oasenplans verbunden sind.“

Auf die Frage, wie es Südafrika gelungen sei, die Apartheid zu besiegen, antwortete Dr. Pandor: „Der ANC (Afrikanischer Nationalkongress) begann als Organisation, die Afrikanerinnen und Afrikaner zusammenbrachte; aber im Laufe der Zeit, als er sich den unterdrückenden Kräften entgegenstellte, erkannte er, dass es bei der Unterdrückung eigentlich um Werte und Prinzipien geht. Bei der Konfrontation mit dem Apartheidstaat ging es darum, das Übel der Apartheid zu bekämpfen und nicht die Weißen.“ Sie fügte hinzu: „Südafrika war in dieser Hinsicht, glaube ich, ziemlich ungewöhnlich.“

Dr. Pandor wurde auch auf die jüngste Entscheidung der Trump-Administration angesprochen, die Wirtschaftshilfe für Südafrika zu kürzen. Sie antwortete: „Ich bin traurig über die Kürzungen der Mittel für Südafrika, aber ich glaube, dass wir durch Freundschaft, durch Überzeugungsarbeit und diplomatisches Engagement die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika davon zu überzeugen können, dass Südafrika in der Tat ein sehr guter Partner für die Vereinigten Staaten von Amerika sind. Und dass die Werte, die Südafrika mit seiner Verfassung und seiner Bill of Rights vertritt, sehr gut mit den Werten übereinstimmen, die traditionell mit den Vereinigten Staaten von Amerika verbunden werden… Wer sind also die Leute, die mit Präsident Trump, Präsidentin von der Leyen oder Bundeskanzler Scholz sprechen können?“.

Das Treffen der Internationalen Friedenskoalition wurde live auf Zoom, YouTube und anderen Plattformen mit mehr als 1.000 Teilnehmern aus fast 50 Ländern übertragen und simultan ins Spanische, Deutsche und Französische übersetzt. Das vollständige Video kann hier angesehen werden.


Wo sind die Erwachsenen im Raum, die Frieden schaffen?

Bericht vom 89. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das 89. wöchentliche Internettreffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 14. Februar war historisch, denn im Mittelpunkt stand ein Dialog zwischen der Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin Helga Zepp-LaRouche und der ehemaligen südafrikanischen Außenministerin Dr. Naledi Pandor, die für ihre Führungsrolle im gesamten Globalen Süden bekannt ist – unter anderem für ihren persönlichen Einsatz bei Südafrikas Klage gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) wegen des Völkermordes im Gazastreifen.

Zepp-LaRouche eröffnete den zweieinhalbstündigen Dialog mit der Feststellung, die Gefahr eines atomaren Weltkriegs sei zwar weiterhin groß, aber die jüngsten dramatischen Veränderungen böten auch Hoffnung für die Zukunft. Als Anzeichen für diese Veränderungen nannte sie das Telefongespräch zwischen den Präsidenten Trump und Putin, Trumps Aufruf zu neuen Rüstungskontrollgesprächen zwischen den USA, Rußland und China sowie die Erklärung der US-Regierung, die Ukraine könne kein Mitglied der NATO werden. Dagegen sei Trumps Vorschlag für Gaza schrecklich und völlig inakzeptabel. Dies sei ein weiterer Beweis dafür, daß LaRouches Oasenplan1 dringend benötigt wird, verbunden mit einer Zweistaatenlösung. Der von Ägypten vorgelegte Plan für den Wiederaufbau des Gazastreifens sei ein guter Anfang, sollte aber mit dem Oasenplan kombiniert werden, um den enormen Entwicklungsbedarf aller Länder der Region zu decken. Zepp-LaRouche betonte, der Aufbau einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektursei ein notwendiger Schritt, um die vielen Probleme zu lösen, mit denen die Menschheit konfrontiert ist.

Pandor unterstützte gleich zu Beginn ihres Beitrags den Oasenplan: Das sei eine wichtige Idee und ein sehr nützlicher Vorschlag, den die gegnerischen Parteien sorgfältig prüfen sollten. Sie erinnerte daran, daß die Südafrikaner sich seit dem Beginn ihres Kampfes für die Befreiung von der Kolonialherrschaft vor 30 Jahren einig waren, daß sie mit ihren Unterdrückern einen Dialog führen müssen, ohne dabei die Bedürfnisse der Unterdrückten zu ignorieren. Wirtschaftliche Entwicklung im Nahen Osten sei notwendig und müsse die Palästinenser einbeziehen, gleichzeitig müsse man aber auch mit den Israelis und mit den Unterstützern ihres Völkermordes im Westen reden. Man müsse die Palästinenser fragen, was sie selbst sich für ihre Zukunft wünschen; Pläne, die keine Souveränität für sie beinhalten, seien von vorneherein inakzeptabel. Fast die ganze Welt sei für die Zweistaatenlösung, aber die Lage habe sich im Laufe der Jahre dramatisch verändert, weil israelische Siedler große Teile des palästinensischen Landes besetzt haben, auch mit Mord und Enteignung, was eine Eigenstaatlichkeit Palästinas ohne die Räumung dieser illegalen Siedlungen unmöglich mache. Heute herrsche große Wut zwischen beiden Seiten, die überwunden werden müsse.

Später sagte Pandor in ihrer Antwort auf eine Frage, die Freiheitsbewegung in Südafrika habe schon früh erkannt, daß sie die Afrikaner einen muß, gerade weil die Kolonialpolitik darauf abzielte, sie zu spalten. Sie hätten gelernt, daß Unterdrückung nicht nur auf Rassenidentität, sondern auch auf moralischen Grundsätzen beruht und sie sich deshalb gegen die Apartheid, aber nicht gegen die Weißen an sich wenden mußten. Man mußte beide befreien, Unterdrückte wie Unterdrücker.

Sie forderte das Schiller-Institut und die IPC auf, einen Weg zu finden, den Lösungsprozeß auszutesten – zu sehen, inwieweit Palästinenser bereit sind, sich mit Israelis an einen Tisch zu setzen, und umgekehrt. Wir bräuchten „Erwachsene im Raum“, aber sie sei sich nicht sicher, ob sie bisher schon viele ausgemacht habe. Die IPC solle solche „Erwachsenen“, die sich für Frieden durch Entwicklung einsetzen, in allen Ländern finden. Das Schiller-Institut und die IPC könnten entscheidend dazu beitragen, diesen Prozeß einzuleiten, und dazu vielleicht eine Reihe von Treffen abhalten, um diese Themen aufzugreifen.

Sie sprach auch die jüngste Exekutivanordnung von Präsident Trump gegen Südafrika an. Die Buren (weißen Südafrikaner), denen Trump darin Zuflucht in den USA anbietet, hätten das bereits abgelehnt. Diese Anordnung sei „ohne Recherche“ unterzeichnet worden und stelle die Politik ihres Landes völlig falsch dar. Sie freue sich darauf, daß die IPC die „Erwachsenen“ findet und auch Trump davon überzeugt, daß Südafrika ein verläßlicher Partner ist.

Frieden und Entwicklung sind unteilbar

Donald Ramotar, der ehemalige Präsident von Guyana, dankte Pandor und sagte, in unserem gemeinsamen Kampf für den Frieden müßten wir etwas gegen die ungerechten wirtschaftlichen Bedingungen in vielen Teilen der Welt tun. „Wir brauchen einen kühnen Plan, wie den Win-Win-Ansatz von Xi Jinping, bei dem es keine Verlierer gibt.“ LaRouches Oasenplan beruhe auf einer Kombination von Frieden und Entwicklung. Chinas Gürtel- und Straßen-Initiative (BRI, Neue Seidenstraße) sei Grund zur Hoffnung auf eine solche globale Lösung. Er beklagte, daß Panama auf Druck von Trumps Regierung seine Beteiligung an der BRI beendet. Der Oasenplan sei ein tragfähiger Plan für den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Region, und er könne ein zentraler Bestandteil eines globalen Plans sein, an dem auf jeden Fall Rußland und China beteiligt sein müßten. Er stimmte Dr. Pandors Ansicht zu, daß eine Zwei-Staaten-Lösung für Palästina notwendig ist und daß die Vereinten Nationen in der Weltpolitik eine zentrale Rolle einnehmen müssen, weil sie die einzige Institution sind, die alle Nationen vertritt.

Dennis Fritz, Direktor des Eisenhower Media Network (EMN)3 und ehemaliger Command Chief Master Sergeant der US-Luftwaffe, sagte, er sei optimistisch, was Trumps Beendigung des Krieges in Europa angehe, aber pessimistisch in Bezug auf die Lage im Nahen Osten. Die Biden-Regierung sei „die bösartigste, die ich erlebt habe, weil sie den Völkermord in Gaza zugelassen und sich zu eigen gemacht hat“. Präsident G.W. Bush und die Neokonservativen hätten Amerika in die Kriege im Irak, in Libyen und in Syrien gestürzt, Biden und die Zionisten hätten uns die Katastrophe im Nahen Osten beschert. Das EMN lobe in einem neuen Bericht Trump für seinen Anruf bei Präsident Putin und seine Forderung nach Wiederaufnahme der Abrüstungsverhandlungen: „Er versucht, erwachsen zu sein.“ Aber die Feinde des Friedens „werden versuchen, ihn zu Fall zu bringen“. Fritz sprach Pandor besonderen Dank und Anerkennung für Südafrikas Vorreiterrolle bei der Beendigung des Völkermords in Gaza aus und erklärte seine Unterstützung für den Oasenplan.

Zepp-LaRouche sagte, wir dürften uns von den Problemen der Vergangenheit nicht abschrecken lassen, sondern müßten diese Zeit als eine Chance für große Veränderungen betrachten. „Wir stellen Trumps Regierung den Oasenplan vor, als den einzigen Plan, der wirklich funktionieren kann.“ Ägypten seinerseits habe einen nützlichen Plan vorgelegt, und man sollte versuchen, ihn mit dem Oasenplan zu kombinieren. „Wir sitzen alle in einem Boot“, und wir sollten darüber nachdenken, die gesamte Wüste von Nordafrika bis Zentralasien zu begrünen.

Pandor stimmte Präsident Ramotars Aussagen über den Zusammenhang zwischen Frieden und Entwicklung zu. Große Teile der Welt litten immer noch unter Armut und Hoffnungslosigkeit, und die Feindseligkeit gegenüber den Nationen des Nordens nehme zu. „Wenn wir diesen Moment verpassen, kann ich mir das Chaos, das dann entstehen könnte, gar nicht vorstellen.“ Wir müßten für eine Rückkehr zur Vernunft sorgen. Dazu brauche man eine weltweite Koalition – positive Ratgeber, deren Stimme in allen Nationen gehört wird. Der Oasenplan umfasse viele wichtige Themen für ganz Afrika, wo Wasser und Strom sehr knapp sind. Afrikanische Regierungen sollten sich den Bemühungen zur Annahme des Plans anschließen, der große Entwicklungsplan „Afrika 2063“ und der Oasenplan ergänzten einander sehr gut.

Helga Zepp-LaRouche schloß die Veranstaltung mit einem erneuten Aufruf zur Gründung eines „Rats der Vernunft“ mit Persönlichkeiten aus allen Ländern, die sich mit ihrem Lebenswerk für das Gemeinwohl eingesetzt haben.


Anmerkungen

1. Der Oasenplan: LaRouches Vision für Südwestasien, Video, Schiller-Institut.

2. Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur,
    Helga Zepp-LaRouche, Schiller Institute.

3. Eisenhower Media Network.


Zepp-LaRouche: Deutschlands positiver Beitrag in der Neuen Weltordnung

Die folgende Erklärung von Helga Zepp-LaRouche, der Präsidentin des Schiller-Instituts, wird auf dem Münchner Sicherheitskonferenztreffen verbreitet.


Führende Militärexperten – gerade auch aus den USA – sind sich einig, daß die Welt noch nie so nah am Rand eines globalen Nuklearkriegs war wie heute. Selbst wenn die unmittelbare Gefahr einer Eskalation zum Nuklearkrieg um die Ukraine-Krise nach dem Telefongespräch zwischen Präsident Trump und Präsident Putin hoffentlich gebannt wird, kann diese Gefahr kurzfristig in Südwestasien ausbrechen, wenn Präsident Trump nicht von seinem völkerrechtswidrigen Vorschlag abläßt, alle Palästinenser aus Gaza und sogar aus dem Westjordanland umzusiedeln – oder mittelfristig, wenn sich eine „Globale NATO“ an einer Konfrontation mit China im Pazifik beteiligt.

Der Grund für die Kriegsgefahr liegt darin, daß sich das transatlantische Establishment nach dem Ende des Kalten Krieges zur unipolaren Weltregierung berufen fühlte und seitdem versucht, mißliebige Regierungen zu beseitigen, die die Dominanz des Kollektiven Westens in Frage stellen. Der Skandal um die Manipulationen durch USAID in über 100 Staaten schlägt derzeit hohe Wellen. Es stellt sich heraus: Die „regelbasierte Ordnung“ arbeitet mit Farbrevolutionen, Regimewechseln, Coups, Korruption etc. Die Einschnitte bei der sogenannten „soft power“ der USA bieten jetzt die Chance, die Selbständigkeit der bisher betroffenen Staaten zu stärken und z.B. die Kooperation zwischen den Staaten des Globalen Südens zum gegenseitigen Vorteil zu stärken.

Als die Münchner Sicherheitskonferenz noch Wehrkundetagung hieß und von wirklichen Sicherheitsexperten wie Ewald von Kleist und Horst Teltschik geleitet wurde, war diese Konferenz noch ein Ort des Dialogs auch zwischen Vertretern unterschiedlicher Weltanschauungen, wie es eigentlich für Repräsentanten von rund 200 Nationen auf diesem Planeten selbstverständlich sein sollte. Damals trugen die Teilnehmer ihre Kosten selbst, abgesehen von denen für den Tagungsort. Seitdem ist die MSK zu einer PR-Veranstaltung für den Militärisch-Industriellen Komplex geworden, bei der die Lobby der Waffenschmieden auf beiden Seiten des Atlantik und ihre Lieblingspolitiker sich gegenseitig in ihren gemeinsamen Narrativen bestärken, wie die Welt zu interpretieren sei und wer zu den „Guten“, den Demokratien, und den „Bösen“, den Autokratien, gehöre. Gern gesehen sind auch die künstlich aufgebauten Stars von Farbrevolutionen oder besonders hervorgetretene „Kriegstüchtige“, denen ein besonderer Medienglanz Wind in die Segel blasen soll, damit sie die Bevölkerung besser auf den kommenden großen Krieg einstimmen können.

Dabei wäre es eigentlich eher angemessen, daß sich die letztlich unter dem Banner der NATO hier Versammelten endlich einmal einer kritischen Selbstreflexion unterziehen und erkennen, daß ihre gesamte Politik gescheitert ist, weil sie auf einer falschen Axiomatik basiert.

  • Das von Francis Fukuyama nach dem Ende der Sowjetunion behauptete „Ende der Geschichte“ hat nicht stattgefunden, weil sich der Rest der Welt geweigert hat, das Modell der westlichen liberalen Demokratie zu übernehmen, und statt dessen lieber seine eigenen, z.T. Jahrtausende alten Kulturen wiederbelebt hat.
  • Die NATO hat zwanzig (!) Jahre in Afghanistan einen Krieg geführt, bei dem alleine die USA zwei Billionen Dollar ausgegeben haben. Als die NATO im August 2021 die Konsequenz daraus zog, daß sie den Krieg gegen 65.000 Taliban-Kämpfer verloren hatte, und schändlich vom Flughafen in Kabul abzog, hinterließen sie ein Land in der damals schlimmsten humanitären Krise. Das Bild der „Ortskräfte“, die sich verzweifelt an die Flugzeuge klammerten, bleibt ein Synonym für den „Erfolg“ der NATO.
  • Wie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zugab, begann der Ukraine-Krieg bereits 2014 und nicht erst im Februar 2022. Das Ziel war „Rußland schwächen“ (Lloyd Austin), „Rußland ruinieren“ (Annalena Baerbock), und: „Rußland darf den Krieg nicht gewinnen“ (Olaf Scholz). Seitdem haben die NATO-Staaten immense Summen für Rüstung und Training ausgegeben und immer neue Sanktionspakete gegen Rußland „geschnürt“. Und das Resultat? Rußland hat eine Wachstumsrate von ca. 4% – und die deutsche Wirtschaft befindet sich im freien Fall.
  • Der wahre Charakter der transatlantischen „Elite“ offenbart sich nirgendwo deutlicher als in ihrer Reaktion auf Präsident Trumps Initiative, den direkten Dialog mit Präsident Putin zu beginnen, um den verlorenen Ukraine-Krieg endlich zu beenden. Trump spricht das aus, was jeder vernünftige Mensch begreift, nämlich daß die Sicherheitsinteressen Rußlands berücksichtigt werden müssen, und daß der Ukraine-Krieg das Resultat der Osterweiterung der NATO war. Die lautstarke Empörung der Kriegsfalken auf beiden Seiten des Atlantiks entlarvt deren geopolitische Intentionen, die so offensichtlich krachend scheitern. Man kann diese Liste fehlgeschlagener Politik noch lange fortsetzen.

Nachdem schon die von Kanzler Scholz verkündete „Zeitenwende“ und die damit verbundenen erhöhten Militärausgaben zu steigender Inflation und Einsparungen bei Sozialsystem, Infrastruktur, Bildung, etc. etc. geführt haben, dann droht jetzt mit den Forderungen von Friedrich Merz nach 3% und Präsident Trump nach 5% des Bruttoinlandsprodukts für Militärausgaben, daß dies voll und ganz auf Kosten der Renten, Gesundheitsversorgung, Kitas, Sanierung der maroden Infrastruktur usw. gehen wird. Hjalmar Schacht läßt grüßen: Kriegskosten werden einfach durch Austeritätsmaßnahmen auf die Bevölkerung abgewälzt!

Wir erleben derzeit in Deutschland die totale Deindustrialisierung zugunsten der Profitmaximierung der transatlantischen Finanzoligarchie, während über 20% der Bevölkerung von Armut bedroht sind. Wenn die jetzt geforderte massive Militarisierung und Aufrüstung noch dazu kommt, wird auch der Mittelstand wegbrechen, der Sozialstaat demontiert, und Deutschland zu einem ehemals industrialisierten Land. Deutschland, das ehemals in der ganzen Welt respektiert und bewundert war, wird heute bemitleidet oder verlacht, weil es offensichtlich keine Regierung hat, die seine Interessen zu vertreten weiß.

Die alte neoliberale Ordnung, in der Deutschland und ganz Europa nur noch einen Vasallenstatus in der von den Anglo-Amerikanern dominierten unipolaren Weltordnung hatten, ist gescheitert. Darin liegt eine hervorragende Chance für eine Neuorientierung, die den wahren Interessen Deutschlands und der anderen europäischen Nationen entspricht. Das rasante Wachstum der BRICS-Staaten – die bereits 22 Nationen und damit 46% der Weltbevölkerung repräsentieren, bei zahlreichen Neuanträgen auf Mitgliedschaft – zeigt die Entschlossenheit der Nationen des Globalen Südens, die Epoche von 500 Jahren Kolonialismus hinter sich zu lassen und ihren wirtschaftlichen Aufbau in die eigenen Hände zu nehmen. Anstatt mit der „Globalen NATO“ die geopolitische Konfrontation auf den Indo-Pazifik auszuweiten, müssen Deutschland und die anderen europäischen Nationen die Chance ergreifen, die in einer konstruktiven Kooperation mit den BRICS-Staaten und dem Globalen Süden, der 85% der Weltbevölkerung ausmacht, für unsere eigene Zukunft liegt.

Die NATO hat ihre Existenzberechtigung schon 1991 verloren, als der Warschauer Pakt aufgelöst wurde. Die Prämisse, daß es immer einen Feind geben müsse und daß die Beziehungen zwischen den Nationen immer ein Nullsummenspiel sein müssen, bei dem einer gewinnt und der andere verliert, ist ein barbarisches Konzept, das nicht der Natur des Menschen entspricht, sondern nur den Profitinteressen des Militärisch-Industriellen Komplexes dient. Die Verlierer sind immer die armen Schlucker, die auf dem Schlachtfeld ihr Leben lassen müssen.

Die tektonischen Veränderungen der strategischen Situation bieten die phantastische Chance für die europäischen Nationen, an einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur mitzuarbeiten, die die Interessen jeder einzelnen Nation auf diesem Planeten berücksichtigt. Für Deutschland bietet die Kooperation mit der Globalen Mehrheit die Chance, die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen, den Weltfrieden sichern zu helfen und den Bürgern eine positive Zukunftsperspektive zu eröffnen.

Was wir zur Weiterentwicklung der menschlichen Gattung beitragen können, sind weder Taurus-Raketen noch Leopard 2, sondern eine Renaissance der klassischen deutschen Kultur, Philosophie und Wissenschaft von Leibniz, Bach, Beethoven, Schiller, Einstein und Krafft Ehricke, um nur einige zu nennen. Mit dem Scheitern der neoliberalen unipolaren Weltordnung ergibt sich die großartige Gelegenheit, das aufgezwungene Korsett der damit verbundenen Gegenkultur abzustreifen, das seit den Zeiten des CIA-finanzierten „Kongresses für Kulturelle Freiheit“ Deutschland aufgezwungen wurde.

Wenn Deutschland irgendetwas zu der neuen entstehenden Weltordnung beizutragen hat, dann ist es das optimistische Menschenbild, das in den Dichtungen und Kompositionen der deutschen Klassik zum Ausdruck kommt.

Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht,
Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden,
Wenn unerträglich wird die Last – greift er
Hinauf getrosten Mutes in den Himmel,
Und holt herunter seine ewgen Rechte,
Die droben hangen unveräußerlich
Und unzerbrechlich wie die Sterne selbst –

– Friedrich Schiller, Wilhelm Tell, Rütli-Szene

(zepp-larouche@eir.de)


Internationale Friedenskoalition #89, 14. Feb., 17.00 Uhr

Um den Kreislauf der Gewalt in Südwestasien zu durchbrechen, muss eine Zukunft für alle Einwohner geschaffen werden

89. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Um den Kreislauf der Gewalt in Südwestasien zu durchbrechen, muss eine Zukunft für alle Einwohner geschaffen werden

Freitag, 14.Februar 2025

17.00 Uhr (MEZ)

Zu den Rednern an diesem Freitag gehören:
Ihre Exzellenz Naledi Pandor, ehemalige Ministerin für internationale Beziehungen und ZusammenarbeitSüdafrikas, Helga Zepp-LaRouche, GrÜnderin, Schiller-Institut, Vertreter des Eisenhower Media Network und weitere Redner

Zur Anmeldung

Bitte mobilisieren Sie Ihre Netzwerke:

Wir fühlen uns geehrt, dass Ihre Exzellenz Naledi Pandor, ehemalige Ministerin für Internationale Beziehungen und Zusammenarbeit Südafrikas, und weitere noch zu benennende Personen an diesem Freitag an unserem Treffen teilnehmen werden.

Freunde der Internationalen Friedenskoalition,

die Ereignisse der letzten sechzehn Monate in Gaza haben ein unvorstellbares Maß an Grauen und Blutvergießen mit sich gebracht. Seit achtzig Jahren hat die Welt keine derart kaltblütige Zerstörung von Leben mehr erlebt, wie sie die israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu dort entfesselt hat – von Südafrika vor dem Internationalen Gerichtshof zu Recht als „Völkermord“ bezeichnet – mit voller politischer Unterstützung und Waffenlieferungen aus den Vereinigten Staaten. Dies ist umso schmerzhafter, als einige in den USA und Israel die absurde Auffassung vertreten, dass der einzige Weg zu einem dauerhaften Frieden darin besteht, die Bewohner des Gazastreifens dauerhaft von ihrem Land zu vertreiben – eine Auffassung, die weltweit fast einhellig verurteilt wird.

Jetzt ist es an der Zeit, sich für neue, tiefgreifende Lösungen für diese Krise einzusetzen. Wie der Nationale Sicherheitsberater der USA, Mike Waltz, zu Trumps Vorschlag einer Umsiedlung aus Gaza sagte, „hat niemand eine realistische Lösung“ außer Trump, und fügte hinzu, dass andere „ihre eigenen Lösungen finden sollten, wenn ihnen die von Herrn Trump nicht gefallen“. Die Internationale Friedenskoalition greift den Vorschlag von Herrn Waltz auf.

Diesen Freitag, am 14. Februar, veranstaltet die Internationale Friedenskoalition eine Sonderveranstaltung zur Notlage in Gaza und Südwestasien insgesamt. Es gibt eine Lösung, um den Kreislauf der Gewalt zu beenden und eine Zukunft für alle Menschen in der Region zu schaffen – den LaRouche-Oasenplan, der vorschlägt, die Region durch tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung für alle zu verändern. Dies kann zusammen mit einer notwendigen Zweistaatenlösung die Voraussetzungen für langfristigen Frieden in dieser Region schaffen. Eine solche Lösung in Südwestasien wäre beispielhaft für die Art von neuer Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, für die sich Helga Zepp-LaRouche wiederholt auf globaler Ebene eingesetzt hat, wie sie in ihren Zehn Prinzipien dargelegt ist.

Wie Ihre Exzellenz Naledi Pandor bei einer Konferenz des Schiller-Instituts im Dezember 2024 sagte:

„Es ist unsere Pflicht, die im Entwicklungsrahmen des Schiller-Instituts dargelegten Ideen zu übernehmen, um wirklich sicherzustellen, dass alle Aspekte des menschlichen Strebens, die den menschlichen Fortschritt vorantreiben, von den Regierungen im Süden wie auch im Norden angenommen werden. Wir sollten eine neue menschliche Beziehung auf der ganzen Welt fördern, die darauf ausgerichtet ist, alle Menschen zu stärken und sicherzustellen, dass wir eine wohlhabendere, engagiertere und kompetentere Menschheit entwickeln, die in der Lage ist, die grundlegenden Probleme anzugehen, mit denen wir alle konfrontiert sind. Denn neben den Problemen verfügen wir auch über die menschliche Fähigkeit – den Einfallsreichtum – zur Problemlösung; und wir müssen uns zusammenschließen, um diese Fähigkeit zu bündeln.“


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche, 12. Februar, 18.30 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche über die Verwirklichung des Neuen Paradigmas für Frieden und echte wirtschaftliche Entwicklung. Senden Sie Ihre Fragen an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Statt NATO: Zusammenarbeit mit den BRICS!

In ihren abschließenden Bemerkungen nach einer Diskussion mit internationalen Mitstreitern am Montag, dem 10. Februar, betonte Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, daß ihr verstorbener Ehemann Lyndon LaRouche die Fähigkeit hatte, eine neue Idee einzubringen, die Ordnung in eine scheinbar sehr chaotische Situation brachte.

Dies hat mit einer ganz bestimmten Denkweise zu tun, bei der eine Situation von oben und nicht von unten nach oben angegangen wird. Diese wissenschaftliche Denkweise gibt einem die Möglichkeit, die beteiligten Prinzipien zu betrachten und nicht einzelne Ereignisse, die im so genannten leeren Raum interagieren.

In einer Rede an der Central Connecticut State University im Mai 2009 erläuterte Lyndon LaRouche diesen Punkt im Hinblick auf die israelisch-palästinensische Krise: Die Krise kann nur gelöst werden, wenn man Israel und Palästina als Teil einer weltgeschichtlichen Dynamik über Jahrhunderte hinweg betrachtet. 

Die Umsetzung des LaRouche-Oasenplans würde und wird die gesamte Geometrie Südwestasiens verändern, indem er alle Beteiligten für eine gemeinsame Mission zusammenführt. 

Die Idee der gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklung kann auf alle Krisenherde angewandt werden, die Opfer der britischen Geopolitik sind, und auf jene Orte, die im Namen des britischen Freihandels und der Rettung der spekulativen Blasenwirtschaft deindustrialisiert wurden.

Sie schloss mit den Worten: „Ich denke, wir sollten davon ausgehen, dass wir wissen, wie die Welt aussehen sollte. Wir brauchen eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, denn nichts anderes wird ausreichen, um den Dritten Weltkrieg zu vermeiden.  Ich denke, wir sollten wirklich mit großem Optimismus in diese nächste Periode gehen, denn viele Menschen sind sich bewusst, dass die Dinge nicht mehr so sein werden, wie sie waren, aber sie haben keine positive Vorstellung davon, wie die Zukunft aussehen sollte, daher denke ich, dass wir ein enormes Vakuum haben.“

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche über die Verwirklichung des Neuen Paradigmas für Frieden und echte wirtschaftliche Entwicklung. Senden Sie Ihre Fragen an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.


Internationalen Friedenskoalition #88: Der Oasenplan muß in aller Munde sein

Das 88. wöchentliche Internettreffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 8. Februar befaßte sich mit dem schockierenden „Plan“, den US-Präsident Donald Trump wenige Tage zuvor im Beisein des israelischen Regierungschefs Netanjahu verkündet hatte – alle Palästinenser aus dem Gazastreifen auszusiedeln, Gaza US-Kontrolle zu unterstellen und auf den Trümmern eine „neue Riviera“ mit Hochhäusern, Kasinos und Golfplätzen für die Reichen zu schaffen. Palästinenser, Israelis, US-Geheimdienstexperten und andere diskutierten beim IPC-Treffen darüber, welche Auswirkungen diese Politik hat, wie man verhindern kann, daß sie zu einem Weltkrieg führt, und wo der Weg zu Frieden und Entwicklung liegt.


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