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Erklärung der Internationalen Friedenskoalition: Appell an das amerikanische Volk, Präsident Trump und den US-Kongreß!

Die folgende Erklärung wurde von der Internationalen Friedenskoalition zur internationalen Verbreitung veröffentlicht. Sie können sich der Erklärung anschließen, indem Sie unten unterschreiben. Weitere Informationen erhalten Sie unter fragen@schiller-institut.de

Die USA planen, ab 2026 US Mittelstreckenraketen (wie SM-6, Tomahawk und Hyperschallwaffen wie Dark Eagle) in Deutschland zu stationieren. Diese Systeme sollen vom 56. US-Artillerieverband eingesetzt werden, der im November 2021 in Wiesbaden reaktiviert wurde. Die SM-6 hat eine Reichweite von 370 bis 500 km, der Tomahawk-Marschflugkörper hat die Fähigkeit, in geringer Tiefe in feindliches Territorium einzudringen und Kommandozentralen, Bunker, und Radaranlagen auszuschalten. Der Dark Eagle ist eine Hyperschallwaffe und verfügt über eine Reichweite von bis zu 2700 km, fliegt mit bis zu 17-facher Schallgeschwindigkeit und ist manövrierbar im Zielanflug. Diese Systeme sind nuklearfähig und ermöglichen Angriffe von Deutschland aus auf strategische Ziele weit in das russische Territorium hinein und können u.a. russische Kommandozentralen ausschalten.

Die Entscheidung, diese Systeme in Deutschland zu installieren, ist ein Kuckucksei, das Präsident Biden dem damaligen Bundeskanzler Scholz am 10. Juli 2024 beim NATO-Gipfel in Washington untergejubelt und damit Präsident Trump ins Nest gelegt hat, und das nun im besten Fall die diplomatische Lösung des Ukraine-Kriegs sabotieren und im schlimmsten Fall zum Krieg in Europa führen könnte.

Präsident Putin warnte im Juli 2024, Rußland werde „gespiegelte“ Schritte ergreifen und eigene Mittelstreckenwaffen stationieren. Damit droht eine gefährlichere Situation zu entstehen, als sie zu Anfang der 80er Jahre mit der damaligen Mittelstreckenraketenkrise existierte, als sowohl die Pershing II als auch die SS-20-Raketen permanent auf „Start bei Warnung“ eingestellt waren und die Warnzeit vom Abschuß bis zum Ziel nur 4-10 Minuten betrug. Damals gingen in Deutschland Hunderttausende Menschen auf die Straßen, weil sie wußten, daß ein Dritter, diesmal nuklearer Weltkrieg bei diesen extrem kurzen Warnzeiten „aus Versehen“ die ganze Menschheit auszulöschen drohte.

Heute ist die Lage noch viel gefährlicher, weil die Kommunikationskanäle, die selbst während der Kuba-Krise noch existierten, bis auf wenige Personen reduziert sind. Die Stationierung dieser Systeme würde Deutschland zu einem bevorzugten Erstschlagsziel in einer Eskalation machen. Deutschland würde von der Landkarte ausradiert werden.

Die Stationierung dieser US-Waffensysteme stellte eine umso gefährlichere Eskalation dar, weil die sogenannte „Koalition der Willigen“, also Großbritannien, Frankreich und Deutschland, ebenso wie die EU-Kommission eine umfassende Militarisierung in Gang gesetzt haben, weil Rußland angeblich einen Angriff auf die NATO-Staaten vorbereite. Diese Behauptung steht im völligen Widerspruch zu der Erklärung der US-Direktorin der Nationalen Geheimdienste, Tulsi Gabbard, daß Rußland nach der Analyse dieser Geheimdienste versuche, einen größeren Krieg mit der NATO, der die kollektive Verteidigungsklausel nach NATO-Artikel 5 auslösen würde, zu verhindern. Die Analyse der russischen Leistung auf dem Schlachtfeld zeige, daß es „gegenwärtig nicht die Fähigkeit hat, die ganze Ukraine zu besiegen und zu besetzen, geschweige denn Europa“.

Die Stationierung der US-Waffensysteme hätte deshalb den Effekt, die Chance auf den Erfolg der Verhandlungen zwischen der Trump-Administration und der russischen Regierung für eine Normalisierung der Beziehungen zu zerstören.

Angesichts der gegenwärtig rapide eskalierenden Desintegration der internationalen Rechtsordnung, in der das Prinzip „Macht macht Recht“ das Völkerrecht ersetzt hat, vor den Augen der Weltöffentlichkeit ein vom Internationalen Strafgerichtshof festgestellter Völkermord stattfindet, Drohnenangriffe geschehen, Zensur die Meinungsfreiheit bedroht, bürgerliche Rechte aufgehoben werden und ein Zustand allgemeiner Rechtlosigkeit droht, könnte diese Stationierung der Tropfen sein, der das Faß der strategischen Destabilisierung zum Überlaufen bringt.

Amerika feiert in diesem Jahr 2026 den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, mit der es den Sieg im ersten antikolonialistischen Krieg gegen das Britische Empire einleitete. Diese Unabhängigkeitserklärung und die amerikanische Verfassung stellen eine historische Wasserscheide dar, die das Gemeinwohl für die amerikanische Bevölkerung und das Recht auf eine diesem Gemeinwohl verpflichtete Regierung etablierte.

In einer der berühmtesten Reden, die je in Amerika gehalten wurden, erklärte der damalige Außenminister John Quincy Adams am 4. Juli 1821:

„Wo immer die Fahne der Freiheit und Unabhängigkeit gehißt wurde oder gehißt werden wird, dort werden ihr Herz, ihr Segen und ihre Gebete sein. Aber sie geht nicht ins Ausland, um Ungeheuer zu suchen, die sie vernichten kann. Sie ist die Wohltäterin der Freiheit und Unabhängigkeit aller. Sie ist nur die Verfechterin und Verteidigerin ihrer eigenen. Sie wird die allgemeine Sache durch die Kraft ihrer Stimme und das wohlwollende Mitgefühl ihres Beispiels unterstützen.“

Damit war gemeint, daß Amerika durch moralisches Vorbild in der Welt führen solle, nicht aber durch militärische Interventionen im Ausland!

Amerika hat mit seiner Revolution von 1776 nicht nur das Modell einer souveränen Republik etabliert, sondern mit dem von Alexander Hamilton entwickelten „Amerikanischen System der Ökonomie“ auch ein Wirtschaftsmodell geschaffen, das diesem Gemeinwohl dient und das in allen Ländern Anwendung fand, die eine erfolgreiche industrielle Revolution verwirklicht haben. Nicht zuletzt der deutsche Ökonom Friedrich List hat mit seinen Schriften auf den fundamentalen Unterschied zwischen dem „Amerikanischen System“ und dem „Britischen System“ hingewiesen, das nur auf den Profit der Spekulanten und der Finanzoligarchie ausgerichtet ist.

Die ganze Geschichte Amerikas seit seiner Gründung war geprägt von dem Versuch des Britischen Empires, den Erfolg der amerikanischen Revolution rückgängig zu machen. Nachdem sich mit dem Krieg von 1812 und dem Bürgerkrieg, in dem Großbritannien mit den Südstaaten verbündet war, erwies, daß dies mit militärischen Mitteln unmöglich war, versuchten britische Kreise wiederholt, das amerikanische Establishment dazu zu gewinnen, das Modell des Britischen Empires zu übernehmen und auf der Basis der anglo-amerikanischen Sonderbeziehung eine unipolare Weltordnung zu errichten.

Der stolze Anlaß des 250. Geburtstags der amerikanischen Republik sollte zum Anlaß genommen werden, die Ideale der Tradition der Amerikanischen Revolution wieder lebendig werden zu lassen und in der Tradition von John Quincy Adams eine Partnerschaft von souveränen Republiken auf der Welt zu unterstützen.

Wir, die Unterzeichner als deutsche Bürger und Bürger anderer Nationen, wenden uns an den Souverän Amerikas, das amerikanische Volk, sowie Präsident Trump und den amerikanischen Kongreß, die hochgefährliche Entscheidung der Biden-Administration rückgängig zu machen und keine neuen Waffensysteme auf deutschem Boden zu stationieren!

Laßt uns die deutsch-amerikanische Freundschaft in der Tradition des Baron von Steuben, von Friedrich List und John F. Kennedy wiederbeleben und dem Grundsatz folgen, der für alle Nationen auf diesem Planeten gilt:

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen sind, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt sind, darunter das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit.“


Internationale Friedenskoalition #136, 09.01.2026, 17.00 Uhr

136. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die Welt vor dem Abgrund retten

09. Januar 2026
17.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Nehmen Sie diese Woche an der Internationalen Friedenskoalition mit Richard Falk, emeritierter Professor für internationales Recht an der Princeton University, Vorsitzender des Kuratoriums des Euro-Mediterranean Human Rights Monitor und ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage in den palästinensischen Gebieten von 2008 bis 2014 und Oberst a. D. Alain Corvez, internationaler Berater, ehemaliger Berater des französischen Verteidigungs- und Innenministeriums, sowie weiteren besonderen Gästen, die in Kürze bekannt gegeben werden, teil.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Unter dem Titel „Schlimmer als gedacht: Die strategischen Auswirkungen des Angriffs auf Venezuela – die Welt vor dem Abgrund retten“ wird die Nachrichtenagentur EIR am Montag, 12. Januar, eine wegen der Dringlichkeit der Lage kurzfristig angesetzte internationale Expertendiskussion mit Helga Zepp-LaRouche und wichtigen Intellektuellen und politischen Führern veranstalten. Dabei geht es um den dramatischen strategischen Wandel der letzten zehn Tage und was dagegen getan werden kann. Es geht dabei um weit mehr als um Venezuela oder die westliche Hemisphäre. Der Planet gleitet rapide in einen Hobbes‘schen „Krieg aller gegen alle“ ab, in dem „die Begriffe von Recht und Unrecht, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit keinen Platz haben“.

Dies wurde heute auf schockierende Weise deutlich, als US-Streitkräfte – mit voller politischer und logistischer Unterstützung Großbritanniens – einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker in internationalen Gewässern des Nordatlantiks beschlagnahmten, nachdem sie ihn zwei Wochen lang aus der Karibik verfolgt und Streitkräfte und Ausrüstung über den Atlantik entsandt hatten. Dabei wurden im Rambo-Stil Hubschrauber-Kommandos eingesetzt. Unbestätigten Berichten zufolge war ein russisches U-Boot auf dem Weg, um dem russischen Tanker zu Hilfe zu kommen. Der laut den meisten Medienberichten leere Tanker soll Sanktionen gegen Öl aus Venezuela und dem Iran umgangen haben.

In einer Dringlichkeitserklärung vor dem Unterhaus über die Rolle Großbritanniens bei der Operation behauptete der britische Verteidigungsminister John Healey, dass der Tanker Teil „eines wachsenden Netzwerks von Schattenreedereien sei, die Instabilität schüren und finanzieren“ und dass „Russland eine eigene riesige Schattenflotte betreibt, um seine illegale Invasion der Ukraine zu finanzieren“.

Die Briten sind euphorisch, da sie glauben, nun die vollständige Konfrontation zwischen den USA und Russland sowie zwischen den USA und China orchestriert zu haben, die seit jeher ihr strategisches Ziel waren. Dabei soll Präsident Donald Trump endlich die ihm von den Briten zugewiesene Rolle spielen. Ein Artikel über die Operation in der Londoner Zeitung The Telegraph ließ die Katze aus dem Sack: „Die Schritte deuten darauf hin, dass ein nun mutigerer Trump bereit ist, sich den russischen Interessen entgegenzustellen, nachdem er Wladimir Putin wiederholt Zugeständnisse gemacht hat, um Frieden in der Ukraine zu erreichen.“ Übersetzung: Die Briten und ihre geopolitischen Partner werden alles tun, um die Beziehungen zwischen den USA und Russland und die Vereinbarungen, die Trump und Putin im August 2025 in Alaska getroffen haben, zu sabotieren.

„Dies stellt einen echten Phasenwechsel dar“, erklärte Helga Zepp-LaRouche zu den Ereignissen in ihrem internationalen Webcast vom 7. Januar. „Nicht, dass solche Interventionen der Vereinigten Staaten gegen Länder Lateinamerikas oder anderer Teile der Welt etwas Neues wären. … Das Einzige, was neu ist, ist die Unverfrorenheit, mit der all diese Dinge angekündigt werden, nach dem Prinzip der Schrecklichkeit – wir verbreiten so viel Angst und Schrecken und zeigen eine so präzise Militärmacht, dass sich niemand traut, sich uns zu widersetzen. Ich halte das für sehr kurzsichtig. Es ist ein weiterer letzter Schlag gegen die ohnehin schon nicht mehr existierende unipolare Welt … Aber das kann nicht mehr lange so weitergehen, denn die Mehrheit der Welt ist definitiv an einem globalen Regierungssystem interessiert, das vom Völkerrecht regiert wird, daher kann ich mir vorstellen, dass es eine enorme Gegenreaktion geben wird. Es wird vielleicht nicht einfach werden, und wir werden vielleicht noch einige weitere schreckliche Entwicklungen erleben, aber ich denke, dass der Trend der Geschichte letztendlich in Richtung Zivilisation und nicht in Richtung Barbarei geht.“

Ein Leitartikel der regierungsnahen chinesischen Tageszeitung Global Times vom 6. Januar spiegelt diese Stimmung deutlich wider: „Die überwiegende Mehrheit der Länder ist nicht bereit, zu einem Hobbes‘schen internationalen Dschungel zurückzukehren, in dem das Recht des Stärkeren über den Schwächeren herrscht.“

Was ist zu tun? Zweifellos werden in den kommenden Tagen weitere, vielleicht auch unerwartete Reaktionen aus Russland, China und den Ländern des Globalen Südens kommen. Aber es ist entscheidend, dass sich parallel dazu auch die Stimmen der Vernunft in den westlichen Ländern erheben.

Bei einer Reihe von Veranstaltungen geht es um dieses Thema. Am 9. Januar findet die 136. Sitzung der Internationalen Friedenskoalition statt. Bei einer Bürgerversammlung am 10. Januar wird Diane Sare, zweimalige Kandidatin für den US-Senat aus New York, ihre Kampagne für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten starten. Die EIR-Diskussionsrunde folgt am 12. Januar. „Nehmen Sie daran teil“, so Frau Zepp-LaRouche, „denn dort wird der Widerstand gegen Unilateralismus und für die Einhaltung des Völkerrechts organisiert.“


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Völkerrecht oder das Gesetz des Dschungels?, 07.01.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Die Folgen des US-Angriffs auf Venezuela vom 3. Januar und der Entführung von Präsident Nicolas Maduro und seiner Frau aus Caracas halten weiter an. Die beiden wurden heute vor einem Bundesrichter in New York City wegen 12 Anklagepunkten vorgeführt und erklärten jeweils ihre Unschuld; die nächste Gerichtsverhandlung findet am 17. März statt. Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodriguez wurde heute als amtierende Präsidentin vereidigt und hat milde Erklärungen über „Zusammenarbeit“ im Zusammenhang mit dem Terror in ihrem Land und in der Karibik abgegeben. Die Zahl der Todesopfer durch die US-Luftangriffe und Maßnahmen in Venezuela am 3. Januar wird mit 80 angegeben, darunter 32 kubanische Staatsangehörige.

Die Ölförderung und -beförderung in dem Land ist derzeit fast zum Erliegen gekommen, da die Tanklager und vor Anker liegenden Tanker aufgrund der US-Blockade der Schifffahrt ihre Lagerkapazitätsgrenze erreicht haben. Im Laufe dieser Woche will das Weiße Haus US-Ölmanager in Miami, Florida, empfangen, um im Namen des „Wiederaufbaus“ in Venezuela die Macht zu übernehmen.

Präsident Donald Trump deutete gestern Abend an, dass Kolumbien und Mexiko für eine Intervention der USA in Frage kommen, wenn Washington dies beschließt, ebenso wie die Stürzung Kubas. Außenminister Marco Rubio äußerte sich ähnlich. Heute Abend erklärte der stellvertretende Stabschef für Politik, Stephen Miller, ebenfalls auf CNN: „Die Vereinigten Staaten sollten Grönland haben.“

Trump sagte, Kolumbien werde „von einem kranken Mann regiert, der gerne Kokain herstellt und es an die Vereinigten Staaten verkauft. Und er wird das nicht mehr lange tun, das kann ich Ihnen sagen.“ Über Mexiko sagte er, er habe Präsidentin Claudia Sheinbaum „bei jedem einzelnen Anruf Truppen angeboten“.

Diese ganze Situation zeigt, wie Helga Zepp-LaRouche, Vorsitzende des Schiller-Instituts, am 5. Januar beschrieb, dass sich die Welt in einer neuen, „anderen Phase“ des Zusammenbruchs befindet. Sie verwies auch auf das anhaltende Grauen in Gaza, die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Europa, die Operationen gegen den Iran und vieles mehr, sowie auf die Ausschreitungen der USA in der westlichen Hemisphäre.

Angesichts der besonderen Gefahr, dass die Vereinigten Staaten in diesem Jahr atomwaffenfähige Langstreckenraketen in Deutschland stationieren könnten, veröffentlichte die von Zepp-LaRouche initiierte Internationale Friedenskoalition am 5. Januar eine Erklärung zur breiten Verbreitung und Unterstützung. Der vollständige Text mit der Überschrift „Erklärung der Internationalen Friedenskoalition: Appell an das amerikanische Volk, an Präsident Trump und an den Kongress!“ ist unten zu finden.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Bulletins findet zum ersten Mal eine vertrauliche Unterrichtung über die Maßnahmen der USA in Venezuela durch die Trump-Regierung vor den acht führenden Kongressabgeordneten beider Kammern, insbesondere der Streitkräfte und des Geheimdienstes, statt. Viele Gesetzgeber stehen Trumps Intervention äußerst kritisch gegenüber, aber leider nur, weil der Kongress nicht im Voraus informiert wurde und auch keine Genehmigung für die Aufstockung der US-Streitkräfte erteilt hatte, und nicht, weil die Gesetzgeber gegen die Übernahme Venezuelas und anderer Nationen sind.

Im krassen Gegensatz dazu hält Diane Sare, zweimalige ehemalige Kandidatin für den US-Senat aus New York, diese Woche Briefings ab, während sie ihren Wahlkampf als unabhängige Kandidatin der LaRouche-Bewegung für die Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten vorbereitet, der am 10. Januar in New York City startet.

Im heutigen Garland Nixon Podcast sagte Sare, der Angriff der USA auf Venezuela sei „eine Beleidigung für das Urteilsvermögen der Welt“, und erklärte, warum dies so ist und welche Verantwortung die Welt hat, um diese Gefahr abzuwenden. Sie sagte: „Ich kann nicht glauben, dass es Kongressabgeordnete wie meinen ehemaligen Kongressabgeordneten Mike Lawler gibt, die sagen: ‚Das war absolut notwendig, und natürlich hätte der Präsident den Kongress nicht informieren dürfen. Das ist so weit von unserer Verfassung entfernt, dass ich es absolut erstaunlich finde.“

Die Internationale Friedenskoalition hält am Freitag, dem 9. Januar, ihre 136. Sitzung in Folge ab.


Internationale Friedenskoalition #135, 02.01.2026, 17.00 Uhr

Dieses Jahr beschließen wir, den Kampf für die Zivilisation zu gewinnen

135. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Dieses Jahr beschließen wir, den Kampf für die Zivilisation zu gewinnen

02. Januar 2026
17.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Nehmen Sie diese Woche an der Internationalen Friedenskoalition u.a. mit Wolfgang Effenberger (Deutschland), Journalist, Autor von „Pax Americana“ (2004) und „Die unterschätzte Macht. Von der Geopolitik zur Biopolitik – Plutokraten verändern die Welt“ (2022) und Beto Almeida (Brasilien), Mitbegründer von TeleSUR, Beirat, Brasilianischer Presseverband sowie weiteren Friedensaktivisten teil.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Was wird die menschliche Gesellschaft in hundert oder tausend Jahren über uns und unsere Zeit sagen? Wird es für sie überhaupt möglich sein, uns zu verstehen? In gewisser Weise kann man nur hoffen, dass die heutigen Gesellschaften, die von der unmenschlichen Ideologie der Geopolitik erfasst sind, seltsam und primitiv erscheinen werden, als Relikt einer unterentwickelten Zivilisationsform. Welche Bedeutung hoffen Sie, dass diese Menschen der Zukunft der Gegenwart beimessen werden? Werden sie sagen, dass dies der Moment war, in dem die Menschheit sich erfolgreich zu einem höheren, postkolonialen Paradigma entwickelt hat – und Krieg als Mittel zur Konfliktlösung für immer abgeschafft hat? Oder wird diese Frage aufgrund der schrecklichen Alternative völlig irrelevant sein, weil sich die Menschheit als unfähig erwiesen hat, durch die Logik des Atomkrieges der Selbstauslöschung zu entkommen?

Helga Zepp-LaRouche hat in ihrem Webcast vom 31. Dezember die subjektive Herausforderung formuliert, die zur Beantwortung dieser Frage notwendig ist: „Ich denke, was wir uns für 2026 wirklich als Herausforderung setzen müssen, ist Folgendes: Menschen guten Willens sollten alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Gefahr der Auslöschung der Zivilisation zu vermeiden, denn das ist das wichtigste Thema; denn wenn das passiert, wird alles andere irrelevant; und dass wir zu einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur übergehen, die diesmal die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten berücksichtigen muss, um in der Tradition des Westfälischen Friedens und im Einklang mit dem zu arbeiten, was Präsident Xi Jinping mit der Globalen Regierungsführungs-Initiative gefordert hat. Ich denke, damit ist unsere Aufgabe klar, und ich rufe Sie alle auf, mit dem Schiller-Institut zusammenzuarbeiten, um uns dabei zu helfen, dies zu erreichen.“

Ihr Aufruf könnte nicht dringlicher sein. Zu Beginn des neuen Jahres bewegt sich die Zivilisation gleichzeitig und rasch in zwei Richtungen: Die eine wird von dem Beharren der westlichen Eliten angetrieben, ihre bröckelnde Kontrolle über das Weltgefüge aufrechtzuerhalten – selbst auf die Gefahr hin, einen Atomkrieg zu provozieren –, die andere von der natürlichen menschlichen Tendenz der Nationen, gegenseitige Zusammenarbeit und Entwicklung anzustreben.

Die anhaltenden Bemühungen der europäischen „Koalition der Willigen“, den Frieden in der Ukraine zu verhindern, sind ein eklatantes Beispiel für den ersten Weg. In einer Erklärung zu dem Angriff Kiews auf die russische Präsidentenresidenz in Nowgorod in der Nacht zum 29. Dezember richtete der russische Außenminister Sergej Lawrow die Aufmerksamkeit auf diejenigen, die die Fäden ziehen und den Konflikt aufrechterhalten, und sprach eine deutliche Warnung aus: „Es besteht kein Zweifel, dass das Hauptziel von Brüssel, Berlin, Paris und London darin besteht, das Regime zu erhalten, das davon träumt, unterstützt von außen zu überleben und weiterhin ein bestimmtes Gebiet zu kontrollieren, in dem – entgegen allen Bestimmungen des Völkerrechts – die russische Sprache und russischsprachige Medien verboten sind … [und] die Ideologie und Praktiken der Nazis gepflegt werden … Eine solche Entität an den Grenzen Russlands ist genau das, was die europäischen Russophoben brauchen, um ihre erklärten Pläne für eine neue Aggression gegen unser Land umsetzen zu können.“

Auf der anderen Seite lässt die optimistische Neujahrsansprache des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, in der er einige der Errungenschaften Chinas im Jahr 2025 skizziert, einen Blick auf eine Zivilisation zu, die innerhalb von nur 40 Jahren aus weit verbreiteter Armut zur modernsten und wohlhabendsten Zivilisation der Welt geworden ist – und dieses Modell der Entwicklung und Armutsbekämpfung nun über die Belt and Road Initiative und andere Kooperationsprojekte exportiert.

„Die Leute reden immer von der systemischen Bedrohung, die von China ausgeht“, sagte Zepp-LaRouche in ihrem Webcast. „Nun, man kann sagen, dass die systemische Bedrohung darin besteht, dass sich herausstellen könnte, dass das Modell, das das Bild des Menschen als wichtigsten Zweck der Politik, die Verbesserung des Lebensstandards und das Glück der Menschen in den Vordergrund stellt, für die Menschen natürlich attraktiver ist. Die Gefahr geht also nicht von einer Kriegsgefahr aus, sondern von der ‚Gefahr‘, Gutes zu tun! Und es könnte sein, dass diese Perspektive, die auf die Verbesserung des Lebensstandards und das Wohlergehen der Menschen abzielt, immer attraktiver wird …

Ich denke also, wir müssen wirklich darüber nachdenken, dass wir uns in einer beispiellosen Krise befinden. Bislang waren die westlichen Eliten jedoch völlig unwillig, sich mit den Gründen dafür auseinanderzusetzen, und dass die gegenwärtige Konstellation in der Welt ganz allein ihr eigenes Werk ist. Es ist eine Rückwirkung ihrer eigenen Politik, und wenn wir Abhilfe schaffen wollen, müssen wir uns alle auf die besten Traditionen unserer Geschichte in Europa und den Vereinigten Staaten besinnen und dann einfach nach Zusammenarbeit statt Konfrontation mit den Ländern der globalen Mehrheit suchen …

Wenn wir die Geopolitik, die … auf einem aristotelischen Ansatz basiert, nicht überwinden und unser Denken nicht auf die Idee umstellen, zuerst an die eine Menschheit zu denken, werden wir nicht überleben, denn in Zeiten von Atomwaffen wird uns die Idee des Krieges als Mittel zur Konfliktlösung als Zivilisation zum Untergang verurteilen …

Wenn man in langfristigen historischen Kategorien denkt, befinden wir uns an einem Punkt, an dem wir einen Sprung in unserem Denken machen müssen, um die eine Menschheit zu denken, und dieser Sprung muss so dramatisch sein wie die Überwindung des Mittelalters und der Axiome der Scholastik, der Hexerei und aller Arten von Aberglauben hin zur Moderne, die durch das Denken von Nikolaus von Kues und der italienischen Goldenen Renaissance erreicht wurde. Und jetzt, fast 600 Jahre später, sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir den intellektuellen Sprung in eine neue Ära der Zivilisation wagen müssen, um unser eigenes Überleben zu sichern.“

Machen Sie das zu Ihrem wichtigsten Vorsatz für das neue Jahr.

Nehmen Sie diese Woche an der Internationalen Friedenskoalition u.a. mit Wolfgang Effenberger (Deutschland), Journalist, Autor von „Pax Americana“ (2004) und „Die unterschätzte Macht. Von der Geopolitik zur Biopolitik – Plutokraten verändern die Welt“ (2022) und Beto Almeida (Brasilien), Mitbegründer von TeleSUR, Beirat, Brasilianischer Presseverband sowie weiteren Friedensaktivisten teil.


„Den gestreckten Arm eines Despoten beugen“

Bericht vom 134. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 134. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC, IFK) am 26. Dezember wurde von der Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin Helga Zepp-LaRouche eröffnet, die betonte, wir sähen gegenwärtig keine Kombination einzelner Krisen auf der Welt, sondern einen „absolut epochalen Wandel“, weil die 500-jährige Ära des Kolonialismus nun zu Ende gehe.

Die Behauptung der Neokonservativen, die russische Invasion der Ukraine 2022 sei völlig unprovoziert und ohne jede Vorgeschichte aus heiterem Himmel gekommen, sei unhaltbar geworden. Die kürzlich freigegebenen Gespräche zwischen den Präsidenten Putin und George W. Bush unterstrichen, daß dieser Krieg vermeidbar gewesen wäre. Der Westen habe offensichtlich gewußt, daß er mit der Stationierung atomwaffenfähiger Raketen nahe der russischen Grenzen eine rote Linie überschritt.

Die Vorstellung, Aufrüstung sei eine Lösung für den wirtschaftlichen Zusammenbruch Europas, sei „volkswirtschaftliche Dummheit”. Die Meinungs- und Gedankenfreiheit in Europa werde angegriffen, wie man an den Sanktionen gegen den moderaten und angesehenen Analysten Jacques Baud sehe.

In Südwestasien gebe es in der israelischen Presse dringende Warnungen vor einem neuen Krieg, weil Ministerpräsident Netanjahu sich bei seinem USA-Besuch am 29. Dezember grünes Licht für eine erneute Aggression erhoffe.

Zepp-LaRouche schloß: „Wir müssen die westlichen Regierungen davon überzeugen, daß sie ihre arrogante Vorstellung aufgeben“, sie müßten die Welt beherrschen. Wir bräuchten Kooperation statt Konfrontation, und dabei werde 2026 ein „Jahr der Entscheidung“ sein.

Rachel Clark, Dolmetscherin, Beraterin und internationale Koordinatorin zwischen Japan und den Vereinigten Staaten, ist seit langem Aktivistin bei den Veterans for Peace. Sie erinnerte daran, daß der Krieg in der Ukraine spätestens 2014 mit dem Angriff des Kiewer Regimes auf die Ostukraine begann, bei dem 14.000 Menschen starben.

Vor diesem Hintergrund berichtete sie, die Remilitarisierung Japans entgegen der Nachkriegsverfassung des Landes sei auf Druck der USA während der Kriege in Korea und Vietnam erfolgt. Das US-Militär sei praktisch eine Besatzungsmacht. Artikel 9 der Verfassung, der Krieg und Anwendung von Gewalt zur Beilegung internationaler Streitigkeiten grundsätzlich verbietet, sei gegen den Protest der Bevölkerung außer Kraft gesetzt worden. Der Gemeinsame Amerikanisch-Japanische Ausschuß habe so viel Macht, daß das gewählte Parlament, der Diet, nur Kabuki-Theater sei. In Japan, mit einer Landfläche wie Kalifornien, hätten die USA über 350 Militärstützpunkte. Das Land könne wie die Ukraine als Schachfigur Opfer eines Stellvertreterkrieges werden. Japan sei heute ein „Paradefall der Operation Mockingbird“, dem CIA-Projekt zur Platzierung von Propaganda in den Nachrichtenmedien. Die japanischen Konzernmedien berichten nicht über die Provokationen der USA gegen China, sondern täten immer so, als wären Chinas Reaktionen unprovoziert.

Anschließend wurde ein Video mit Höhepunkten der jüngsten Jugendkonferenz des Schiller-Instituts vorgeführt. Beiträge darin kamen von Helga Zepp-LaRouche, der ehemaligen südafrikanischen Außenministerin Naledi Pandor, Südafrikas Botschafterin in Mexiko Beryl Sisulu, dem ehemaligen Stabschef der senegalesischen Luftwaffe Alain Charlemagne Pereira sowie jugendlichen Aktivisten aus zahlreichen Ländern, u.a. in Afrika und Südwestasien.

Larry Johnson, ehemaliger CIA-Mitarbeiter und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), sagte voraus, es werde vorerst keine Einigung zur Ukraine geben, weil die Forderungen der Ukrainer und Europäer im Widerspruch zu Rußlands Bedingungen für Friedensverhandlungen stünden – nämlich, daß der Westen die ehemals ostukrainischen Gebiete als Teil der Russischen Föderation anerkennt und daß keine NATO-Soldaten in der Ukraine stationiert werden. Die zu Anfang erklärten Ziele der russischen Sonderoperation – Entmilitarisierung und Entnazifizierung – seien nach wie vor gültig und nicht verhandelbar.

Der Ukraine-Krieg werde auf dem Schlachtfeld entschieden, und Europa sei jetzt „irrelevant“, betonte Johnson. Europa sei nicht mehr das Zentrum der Wissenschaft und der industriellen Produktion, es habe nichts zu bieten, was andere Länder brauchen. Die Russen „sitzen mit einer großen Tüte Popcorn auf dem Sofa und schauen zu, wie sich die USA und Europa streiten“.

In Bezug auf Venezuela erinnerte Johnson daran, daß es dreimal so groß ist wie Vietnam; die USA hätten nicht die nötigen militärischen Kapazitäten, um es zu erobern und zu beherrschen. „Es ist mir schleierhaft, warum wir Venezuela als den sprichwörtlichen Hügel ausgewählt haben, auf dem wir sterben wollen.“ Die USA könnten ihre Ziele nicht mit militärischer Gewalt erreichen.

Dialog

Zepp-LaRouche dankte Clark und betonte, wir müßten erreichen, daß jungen Menschen die wahre Geschichte des Zweiten Weltkriegs vermittelt wird.

Johnson erinnerte daran, daß Japan und Deutschland, die heute wieder aufrüsten, die Achsenmächte des Zweiten Weltkriegs waren. Unsere Regierungen stellten Rußland und China als imperialistische Aggressoren dar, in Wirklichkeit habe der Westen selbst durch unzählige von ihm ausgelöste Konflikte Blut an den Händen. Präsident Trump prahle mit seinem neuen Plan für riesige Kriegsschiffe der „Trump-Klasse“, aber „offenbar hat er noch nichts von Hyperschallraketen gehört“. Die US-Marine habe sich nicht einmal gegen die Huthis im Jemen behaupten können, wie solle sie dann China herausfordern?

Zepp-LaRouche betonte, sie werde niemals akzeptieren, daß Deutschland als Nation in die Geschichte eingeht, „die gescheitert ist wie die Inkas oder Mayas”. Johnson ergänzte, er habe noch nie eine so große Diskrepanz gesehen zwischen dem Willen der Bevölkerung in Europa und den USA und dem, was ihre Regierungen tun.

Der New Yorker Kongreßkandidat José Vega zeigte das Video seiner jüngsten Intervention gegen seinen Gegner, den amtierenden Abgeordneten Ritchie Torres, das von rund zwei Millionen Menschen auf verschiedenen Plattformen angesehen wurde. „Diese Leute sind keine Autoritäten, sie sind Clowns, und so sollte man sie auch behandeln“, sagte Vega dazu.

Offene Diskussion

John Steinbach, ein regelmäßiger Teilnehmer der IPC-Treffen, erinnerte an seine langjährige Zusammenarbeit mit Rachel Clark und stellte fest, Japan habe einen der weltweit größten Plutoniumvorräte und könne in relativ kurzer Zeit Atomwaffen bauen.

Clark schlug vor, daß Hafenstädte auf der ganzen Welt gemeinsam beschließen, Kriegsschiffe mit Atomwaffen aus ihren Häfen zu verbannen.

Ein Online-Zuschauer fragte: „Wie kann man die Armut im Kapitalismus beenden?“ Zepp-LaRouche antwortete, weder in Europa noch in Amerika gebe es ein Programm zur Beseitigung der Armut, anders als in China mit seinem erfolgreichen Programm. China allein mache 60% der Armutsbekämpfung weltweit aus. Der Co-Moderator Dennis Small ergänzte später, es sei wichtig, zu definieren, was man unter „Kapitalismus“ versteht – ob schädliche Finanzspekulation oder vielmehr den Ansatz des Amerikanischen Systems von Alexander Hamilton, der Chinas heutigen Methoden sehr ähnlich sei?

Clark forderte, Unternehmen, die vom Krieg profitieren, zu stigmatisieren und Konzerne wie Raytheon oder Lockheed Martin zu drängen, auf zivile Produktion umzustellen. Ein Teil des riesigen Militärbudgets der USA sollte verwendet werden, um Schülern die Möglichkeit zu geben, die Welt außerhalb der USA zu besuchen, das sei eine unschätzbare Bildungserfahrung.

Clark sagte, dieses Treffen habe sie optimistisch gestimmt, und wir müßten die jüngeren Generationen inspirieren, den Kampf für den Frieden anzuführen. Zepp-LaRouche erzählte, wie schockiert sie bei ihrem ersten Besuch in den USA darüber war, wie Deutsche in Serien wie Hogan’s Heroes dargestellt wurden. Sie schlug ein großes Projekt für junge Menschen vor, bei dem sie selbst historische Archive besuchen, anstatt sich auf die Narrative der populären Medien zu verlassen. Wir müßten den Bürgern deutlich machen, daß sie selbst für die Veränderung der Politik ihrer Länder verantwortlich sind. Wie Schiller in seiner Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande schrieb, könne „ein herzhafter Widerstand auch den gestreckten Arm eines Despoten beugen“.    

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Internationale Friedenskoalition #134, 26.12.2025, 17.00 Uhr

Vernunft, Unsterblichkeit und die Weigerung, klein zu sein

134. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Vernunft, Unsterblichkeit und die Weigerung, klein zu sein

26. Dezember 2025
17.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Nehmen Sie diese Woche an der International Peace Coalition u.a. mit Rachel Clark, Dolmetscherin, Beraterin und internationale Koordinatorin zwischen Japan und den Vereinigten Staaten und Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) teil.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Wenn Sanktionen ohne Gerichtsverfahren verhängt, Bankkonten ohne Erklärung geschlossen und politische Äußerungen als Gefahr für die Öffentlichkeit behandelt werden, geht es nicht mehr um diesen oder jenen politischen Streit. Es geht darum, ob die Vernunft selbst noch existieren darf. Ideen, die auf den ersten Blick keine physische Kraft zu haben scheinen, können dennoch Berge versetzen, Imperien zu Fall bringen und völlig neue Wissenschaftsbereiche schaffen, denn der menschliche Geist ist in der Lage, Prinzipien zu entdecken, nach denen das Universum regiert wird. Diese Kohärenz zwischen dem kreativen Denken des Menschen und der Realität unseres sich entwickelnden Universums ist die wahre Quelle der Macht.

Eine Gesellschaft, die diese Fähigkeit bekämpft, kann nicht lange überleben. Man kann die Demokratie nicht verteidigen, indem man erklärt, dass das bloße Anhören der Worte eines politischen Kontrahenten „ernsthaften Schaden” verursachen könnte. Ebenso wenig kann man sich zur Meinungsfreiheit bekennen und gleichzeitig ideologischen Gehorsam durch Reiseverbote, Sanktionen und finanzielle Ausgrenzung erzwingen. Solche Maßnahmen sind keine Stärke, sondern das Eingeständnis einer intellektuellen Bankrotterklärung.

Was wir derzeit – insbesondere in Europa – beobachten, geht weit über Heuchelei hinaus. Es zeigt das Fehlen jeglicher moralischer Orientierung. Politiker, die sich gegen ihnen auferlegte Beschränkungen wehren, befürworten freudig weitaus härtere Strafen gegen Journalisten, Richter, UN-Beamte und politische Gegner. Die Schließung von Bankkonten in Deutschland, die Parteien und Reportern gehören, ist keine rein technische Angelegenheit. Sie signalisiert, dass die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben davon abhängt, die „richtigen” Einstellungen zu haben.

Genau diese Art der Degeneration hat Lyndon LaRouche angesprochen, als er vom Konzept der Unsterblichkeit sprach – nicht als körperliche Unsterblichkeit, sondern als Maßstab für ein Leben, das für die Zukunft der Menschheit gelebt wird:

„Alle großen Persönlichkeiten haben sich der Unsterblichkeit verschrieben. Nicht Unsterblichkeit im biologischen Sinne, sondern im Sinne der Frage: ‘Wie soll ich mein Leben verbringen?’ Indem wir die Gesellschaft verbessern, erlangen wir eine gewisse Unsterblichkeit.”

Er stellte diese Sichtweise der vorherrschenden Mentalität in der modernen Politik gegenüber:

„Dem typischen Politiker fehlt das. Er will seine sofortige Befriedigung. Er will den Erfolg seiner Parteifraktion. Er will das Beste für sein Land, aber er will es, ohne seinen eigenen Erfolg aufgeben zu müssen.”

LaRouche identifizierte die grundlegendere Gefahr als eine Verkümmerung des menschlichen Geistes:

„Wie kann man von Menschen erwarten, die mit den Sorgen um die unmittelbaren Interessen ihrer Familien, ihren eigenen Unsicherheiten und ihren alltäglichen Problemen beschäftigt sind, dass sie über sich hinauswachsen, wenn die Führungsschicht sich selbst wie kleine Menschen verhält? Sich wie kleine Schaufensterpuppen verhalten?”

Dieser moralischen Kleinheit stellte er einen höheren Maßstab entgegen:

„Was wir brauchen, sind wahre Helden. Nicht Heldentum mit dem Schwert, sondern Heldentum mit dem Geist. Es braucht eine Kombination aus Mut, wie den von Jeanne d’Arc, aber auch die damit einhergehende Weisheit der Seele.”

In diesem Licht muss auch das Zusammentreffen der Internationalen Friedenskoalition am 26. Dezember verstanden werden. Es verkörpert die Weigerung, eine von Angst, Sanktionen, Zensur und permanentem Krieg beherrschte Welt zu akzeptieren. In einem Moment der Geschichte, in dem militärische Eskalation zur Normalität geworden ist, wirtschaftliche Strangulierung als Form der Diplomatie gilt und trotz wissenschaftlicher Durchbrüche wie der Laserfusion immer noch endlose Konflikte gefordert werden, stellt sich die Frage, ob endlich wieder Vernunft die Politik leiten wird.

Unsterblichkeit ist in diesem Sinne keine abstrakte philosophische Frage.

Sie ist das praktische Maß dafür, ob Führungskräfte und Bürger gleichermaßen zum Wohle zukünftiger Generationen handeln. Eine Zivilisation, die die Vernunft unterdrückt, verurteilt sich selbst zum Niedergang. Eine Zivilisation, die die Vernunft jedoch schätzt, entscheidet sich dafür, in der Zukunft zu leben.


Konferenz in Paris: Die Emanzipation Afrikas und der Mehrheit der Weltbevölkerung – eine Herausforderung für Europa

Internationale Konferenz des Schiller-Instituts und von Solidarité et Progrès

„Die Emanzipation Afrikas und der Mehrheit der Weltbevölkerung – eine Herausforderung für Europa”

8.-9. November 2025, Paris, jeweils ab 9.30 Uhr

Engagierte Bürger und junge Menschen aus aller Welt werden zusammenkommen, um über ihre Vision der Zukunft der Welt und ihre Lösungen für die Verwirklichung des Friedens zu diskutieren. Sie bringen die Stimmen Afrikas, der Länder der Globalen Mehrheit und aller anderen Nationen mit, die für die wahre Emanzipation der Völker, für Frieden, Solidarität und Fortschritt für alle kämpfen.

Dazu müssen sich Verfechter souveräner Nationen zusammenschließen und ihre Kräfte bündeln, um die Kriege zu beenden. Durch die Organisation einer Friedensbewegung mit Patrioten und Weltbürgern aus Frankreich, Deutschland und vielen anderen Länder können wir eine Architektur der gegenseitigen Entwicklung und Sicherheit aufbauen. Diese Herausforderung wird im Mittelpunkt der Debatten dieser Tage stehen.

Von 9:30 Uhr morgens bis 19:30 Uhr abends finden drei Podiumsdiskussionen statt, um den Fahrplan für diese Mobilisierung vorzustellen und mit Ihnen und Euch zu diskutieren.

(Am Vortag, Freitag, dem 7. November, findet in Clichy der Parteitag von Solidarité & Progrès statt.) Am Sonntag, dem 9. November, organisieren wir eine „Kaderschule“, um die auf der Konferenz am Samstag diskutierten Themen zu vertiefen. gefolgt von zwei Tagen Aktivitäten in Paris und Umgebung. Es geht darum, Handeln und Ideen zu verbinden!

Erzählen Sie allen Freunden, Verwandten und Bekannten von dieser Veranstaltung!

Programm

Samstag, 8. November, 9:30 bis 20:30 Uhr, Paris 13. Arrondissement

Internationale Konferenz mit 3 Podiumsdiskussionen

Vormittag 9:30 bis 13:00 Uhr

Auf den Ruf des Volkes reagieren

Moderator:

• Sébastien PERIMONY

Redner:

• Jacques CHEMINADE – Präsident von Solidarité & Progrès (Frankreich): Zeit, die Denkweise zu ändern (Transkript)

• Parlamentskandidaten von Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Diane SARE – Aktivistin der LaRouche-Organisation (TLO). Ehemalige Kandidatin für den US-Senat im Bundesstaat New York (Vereinigte Staaten): Was ist gerade in New York City passiert?

Nachmittag 15:00 bis 17:50 Uhr

Die Emanzipation Afrikas und der globalen Mehrheit – eine Herausforderung für Europa

Musikalische Einleitung: Lied „Nkosi Sikelel’ iAfrika“, vorgetragen vom Chor des Schiller-Instituts

Moderator:

• Sébastien PERIMONY

Referenten:

• Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Vositzende des Schiller-Instituts: Für eine neue Weltwirtschaftsordnung, die auf dem Zusammenfall der Gegensätzen basiert! (Transkript)

• Princy MTHOMBENI (Video) – Gründerin von Africa4Nuclear, Spezialist für Kernenergie (Südafrika): Afrika muss kritisch werden

• Filomène EBI N’GODO (Video) – Doktor der Geschichte der internationalen Beziehungen, Professorin und Forscherin an der Alassane-Ouattara-Universität (Elfenbeinküste): Die Veränderungen unserer Gesellschaft im 21. Jahrhundert

• Dora MUANDA (Video) – Direktorin der Wissenschafts- und Technologiewoche (Demokratische Republik Kongo): Bildung ist der Schlüssel zu Frieden, Würde und nachhaltiger Entwicklung

• Zenobita MAGANGA – Aktivistin für den Frieden und die Sache der Demokratischen Republik Kongo (Demokratische Republik Kongo): Kriege im Namen der Demokratie und westlicher Werte beenden

• Chekaraou Halidou Namaiwa (Video) – Panafrikanist (Niger): Die Mobilisierung junger Menschen für die Zukunft Afrikas

• Mariano Nguema ESONO MEDJA – Professor für Internationale Beziehungen an der Nationalen Universität Äquatorialguinea (Äquatorialguinea): Kein Frieden in Afrika bedeutet kein Frieden irgendwo

• Odile MOJON – Vertreterin des Schiller-Instituts (Frankreich)

Abendveranstaltung 18:10 bis 20:00 Uhr

Jugend aus aller Welt für Frieden und gegenseitige Entwicklung

Moderatorin:

• Odile MOJON

Referenten:

Abend 20:15 bis 21:00 Uhr

Konzert

Vorstellung der Künstler durch Johanna CLERC, Chorleiterin des Chores Rebel Canto

• Feride GILLESBERG – Opernsängerin, Schiller-Institut (Dänemark)

• Leena MALKKI – Opernsängerin (Schweden)

Sonntag, 9. November, 10:00 bis 20:30 Uhr, Clichy-la-Garenne

Kaderschule

Vormittag 10:00 bis 12:30 Uhr

Erläuterung von Lyndon LaRouches Wissenschaft der physikalischen Ökonomie und des Konzepts grundlegenden Entdeckungen

Den Beitrage finden Sie hier auf Englisch.

• Internationaler Gast

• Sébastien DROCHON – Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Yoan DELHOTAL – Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Jason ROSS – LaRouche-Organisation (Vereinigte Staaten)

• Benoît Odille – Solidarité & Progrès (Frankreich)

Nachmittag 13:30 bis 17:30 Uhr

Die wahre politische und revolutionäre Natur des Denkens in Kunst, Kultur und Geschichte.

Den Beitrag finden Sie hier auf Englisch.

• Internationaler Gast

• Jacques CHEMINADE – Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Karel VEREYCKEN – Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Megan DOBRODT – Schiller-Institut (Vereinigte Staaten)

• Kynan THISLETHWAITE – Schiller-Institut (Vereinigte Staaten)

• Rémi LEBRUN – Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Johanna CLERC – Solidarité & Progrès (Frankreich)

Abend 18:30 bis 20:30 Uhr

Musikalischer Moment

Erleben Sie Schönheit durch klassische Musikwerke, aufgeführt von unseren professionellen Musikern und Aktivisten.

Vorstellung der Künstler durch Johanna CLERC, Chorleiterin des Chors „Rebel Canto“

• Chor des Schiller-Instituts – Schiller-Institut International

• Feride GILLESBERG – Opernsängerin, Schiller-Institut (Dänemark)

• Leena MALKKI – Opernsängerin (Schweden)

• Martin KAPTEIN – Pianist (Niederlande)

• Georges BERIACHVILI – Pianist (Georgien)


Internationale Jugendbewegung entsteht: eine neue strategische Flanke für das Gute

Von Daniel Burke und Alexander Hartmann

Für alle Kräfte, die eine neue, gerechte Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für die Welt fordern, entsteht jetzt eine wichtige neue strategische Flanke: eine internationale Jugendbewegung, die sich den gemeinsamen Interessen der Menschheit verschrieben hat. In der Pariser Konferenz von Solidarité et Progrès und dem Schiller-Institut am 8.-9. November hatte die Gründerin des Instituts, Helga Zepp-LaRouche, zum Aufbau einer solchen Bewegung aufgerufen („Eine weltweite Jugendbewegung für Frieden und Entwicklung”). Diese Jugendbewegung wächst nun schnell an. Am 14. Dezember beteiligten sich mehr als 200 Jugendliche aus fast 40 Ländern aller fünf Kontinente an einer internationalen Online-Konferenz unter dem Motto „Junge Menschen der Welt, vereinigt euch!“, um über die Herausforderungen zu sprechen, mit denen die Jugend weltweit konfrontiert ist, wenn sie eine Zukunft haben will. Vertreten waren: Afghanistan, Algerien, Argentinien, Äthiopien, Australien, Bangladesch, Brasilien, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Dänemark, DR Kongo, Deutschland, Frankreich, Gambia, Ghana, Indien, Iran, Italien, Japan, Jemen, Kamerun, Kanada, Kenia, Madagaskar, Mali, Mexiko, Niederlande, Niger, Nigeria, Palästina, St. Lucia, Senegal, Simbabwe, Sudan, Südafrika, Tansania, Tschad, Uganda und die USA.

Sie wurden dabei beraten von erfahrenen internationalen Persönlichkeiten: neben Helga Zepp-LaRouche Dr. Naledi Pandor, Vorsitzende der Nelson-Mandela-Stiftung und ehemalige südafrikanische Außenministerin, Jacques Cheminade, Präsident der französischen Partei Solidarité & Progrès, Beryl Sisulu, Botschafterin Südafrikas in Mexiko, sowie Alain Charlemagne Pereira, Botschafter a.D. und ehemaliger Stabschef der senegalesischen Luftwaffe. Sie stellten sich im ersten Konferenzabschnitt dem Dialog mit den jungen Menschen.

Zepp-LaRouche stellte in ihrem Vortrag die einzigartige Bedeutung und Geschichte der LaRouche-Bewegung vor. Diese Bewegung schaffe die Grundlage dafür, die Welt aus dem gegenwärtigen Wahnsinn zu befreien, und eröffne die Möglichkeit, die Welt „vollständig zu einem besseren System zu verändern, in dem jedes Land das Recht auf Entwicklung hat“.

Vor mehr als einem halben Jahrhundert hätten Lyndon LaRouche und seine Bewegung mutig die Schrecken des Faschismus, die Tragödie des Völkermords im Zweiten Weltkrieg und die unvermeidlichen mörderischen Folgen eines Systems angesprochen, das auf billigen Arbeitskräften und Abwertung souveräner Währungen beruht. Zepp-LaRouche betonte:

„Wir haben uns seit Lyndon LaRouches Prognose im Jahr 1971 darauf vorbereitet, daß wir auf eine neue Gefahr von Faschismus, Krieg und Depression stoßen würden, aber auch auf das Potential für die neue Weltwirtschaftsordnung, an der wir seit einem halben Jahrhundert in Form von konkreten Programmen arbeiten. Dieser Moment ist jetzt gekommen, und das mit einer solchen Gewalt, daß die meisten Menschen, die sich nicht mit den inhärenten Fehlern des gegenwärtigen Finanzsystems auseinandergesetzt haben, völlig überrascht sind. Sie verstehen nicht recht, wie die Dinge so aus dem Ruder laufen können.

Sie erkennen nur, daß die alte Ordnung verschwunden ist – speziell die sogenannte unipolare Ordnung, die nach dem Ende des Kalten Krieges etabliert werden sollte. Sie ist am Ende. Es gibt nicht nur eine riesige Kluft zwischen dem sogenannten Globalen Westen und dem Globalen Süden, sondern auch einen großen Bruch in den transatlantischen Beziehungen.“

Wir seien in einem „unglaublich machtvollen Moment der Geschichte, denn es geht nicht nur um die Jugendbewegung. Die Mehrheit der Länder – die BRICS-Staaten, die SCO und viele andere Organisationen – kämpfen heute für ein System, in dem jedes Land auf dem Planeten die gleichen Rechte auf wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand für seine Bürger hat.“

Die große Aufgabe bestehe nun darin, zu verhindern, daß die Neokonservativen in Amerika und die Kriegspartei in Europa, die immer noch im Krieg ein Mittel zur Konfliktlösung sehen, ihre Ziele erreichen. „Dafür brauchen wir unbedingt viele junge Menschen, die die Botschaft vermitteln, daß die Zukunft ihnen gehört.“

Intensiver Dialog junger Aktivisten aus aller Welt

Auf den Dialog mit den erfahrenen politischen Führungspersönlichkeiten folgten in einer zweiten Sitzung 17 aufgezeichnete Videobeiträge junger Menschen aus Nigeria, der Elfenbeinküste, dem Jemen, Mexiko, den Niederlanden, Rußland, dem Sudan, Kamerun, Japan, den Vereinigten Staaten, Mali, Kenia, Uganda und Brasilien, dazu ein Dutzend Live-Statements junger Führungskräfte aus der Demokratischen Republik Kongo, Niger und vielen anderen Ländern. Die Beiträge behandelten unterschiedliche Themen, die aber alle für die Zukunft wichtig sind, darunter:

  • der Einsatz von Künstlicher Intelligenz gegen Mykotoxin-Kontamination (Schimmelpilze) von Lebensmitteln in Afrika,
  • Mobilisierung der Bevölkerung Mexikos für Zusammenarbeit mit den BRICS,
  • Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki,
  • der 255. Geburtstag Ludwig van Beethovens aus der Sicht eines jungen Jemeniten,
  • dringend notwendige Aktivitäten, um die mörderischen Krisen in der DR Kongo und im Gazastreifen zu beenden,
  • der rechtliche Kampf um die wirtschaftliche und politische Souveränität Malis,
  • die Forderung nach einem gerechten System für die Weltlandwirtschaft aus der Sicht eines US-Viehzüchters,
  • und die Bedeutung von fossilen Brennstoffen und Großprojekten für die Überwindung der Armut in Afrika und der Welt.

Auf diese Beiträge folgte eine weitere Diskussion der jungen Aktivisten mit Zepp-LaRouche und Cheminade. Dabei ging es insbesondere darum, was heute und in der Zukunft zu tun ist, um einen neuen, diesmal globalen Faschismus zu verhindern, der mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz, Kryptowährungen und dem Militärisch-Industriellen Komplex die Konsolidierung eines neuen, gerechten Paradigmas für die Menschheit verhindern soll.

„Lösungen für jedes menschengemachte Problem“

Als Beispiel für diese Machenschaften wurde auf ein perverses neues Propagandavideo der NATO verwiesen, im dem ganz offen ausgesprochen wird, daß der Krieg in die Gehirne der Menschen getragen werden soll.1 Vor diesem Hintergrund sei die Frage, wie sich diese weltweite Jugendkooperation engagieren muß. Zepp-LaRouche forderte die künftigen Führungspersönlichkeiten heraus:

„Wir sind keine Barbaren. Wir sind nicht wie dieses Menschenbild der NATO. Wir sind eine schöpferische Gattung, wir können Lösungen für jedes menschengemachte Problem finden. Und Krieg ist ein menschengemachtes Problem.

Deshalb halte ich eine starke internationale Jugendbewegung für den Schlüssel zur Lösung der gegenwärtigen Situation in der Geschichte der Menschheit. Nur wenn wir junge Menschen auf allen Kontinenten haben – in Afrika, Lateinamerika, Asien, und dann hoffentlich auch in den Vereinigten Staaten und Europa –, die für ein neues Wirtschaftssystem, eine neue Weltwirtschaftsordnung und ein Ende des Krieges kämpfen, kann diese Tragödie, die auf die Menschheit zukommen kann, vermieden werden.“

Sie sei sehr optimistisch, daß wir „über alle Mittel verfügen, um ein neues Kapitel der Menschheit aufzuschlagen. Wir können diese gegenwärtige Periode, diese Ära des Imperialismus und Kolonialismus, hinter uns lassen und in eine neue Phase der Menschheit eintreten, in der die Länder miteinander umgehen wie Mitglieder einer Familie, wo jeder das Beste für den anderen will und umgekehrt.“

In einer solchen Zukunft werde die Menschheit „ihre Energien darauf verwenden, wie wir die Fusionsenergie nutzen, wie wir bisher unheilbare Krankheiten besiegen, wie wir zum Mond reisen und die Voraussetzungen für interstellare Raumfahrt schaffen“. Es wäre „eine glänzende Zukunft, in der die eine Menschheit zur gemeinsamen Identität aller wird“.

Die begeisterten Reaktionen der jungen Konferenzteilnehmer zeigen, daß viele bereit und willens sind, diese Bewegung mit aufzubauen und dabei Zepp-LaRouches Aufruf zu folgen, die Methode des „Zusammenfalls der Gegensätze“ zu meistern, die Kardinal Nikolaus von Kues im 15. Jahrhundert als Mittel zur Lösung scheinbar unlösbarer Probleme erfunden hat, indem man solche Probleme von einer höheren Ebene aus angeht.

Die Mitschnitte der beiden Sitzungen (im englischen Original) finden Sie auf der Internetseite des Schiller-Instituts.


Anmerkung

1. „From Foresight to Warfight!“, Propaganda-Video von NATO Allied Command.


Internationale Friedenskoalition #133, 19.12.2025, 17.00 Uhr

Jugend der Welt, vereinigt euch!

133. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Jugend der Welt, vereinigt euch!

19. Dezember 2025
17.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Diese Woche werden wir von sowohl Jugendlichen aus aller Welt, die über die erfolgreiche internationale Jugendkonferenz vom 14. Dezember berichten, als auch Jack Gilroy von Veterans for Peace, Pax Christi – Upstate NY, Pax Christi International und anderen begleitet.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Versetzen Sie sich für einen Moment in die Lage eines Präsidenten, eines Kabinettsministers oder einer anderen bedeutenden führenden Persönlichkeit einer Nation aus dem Globalen Süden, der die Mehrheit der Menschheit repräsentiert – entweder eines derzeitigen oder eines zukünftigen Führers, wie beispielsweise die rund 150 jungen Erwachsenen aus etwa 37 Ländern aller Kontinente, die am 14. Dezember am internationalen Jugenddialog (englisch) mit der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, teilgenommen haben.

Was sehen Sie?

Sie sehen, dass die Vereinigten Staaten eine wichtige Rolle dabei spielen, eine Lösung für den Krieg in der Ukraine zu finden, die die Sicherheitsinteressen aller Parteien berücksichtigt. Aber Sie sehen auch, dass die Trump-Regierung im Begriff ist, einen militärischen Angriff auf Venezuela zu starten, und offen erklärt, sie beabsichtige, dessen Öl zu stehlen – und damit bereits begonnen hat, indem sie Schiffe auf hoher See beschlagnahmt –, obwohl sie gewählt wurde, um „nie wieder“ einen solchen Eroberungskrieg zu führen.

Sie lesen das Dokument zur Nationalen Sicherheitsstrategie derselben Regierung, das am 4. Dezember 2025 veröffentlicht wurde und in dem die Absicht verkündet wird, China und seine Belt and Road Initiative aus der westlichen Hemisphäre zu vertreiben – als ersten Schritt. „Wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, um ausländische Unternehmen, die in der Region Infrastruktur aufbauen, zu verdrängen“, heißt es in dem Dokument unverblümt, „indem wir den Einfluss der USA in den Bereichen Finanzen und Technologie nutzen, um Länder dazu zu bewegen, solche Hilfe abzulehnen“, während wir die militärische, politische und finanzielle Macht der USA einsetzen, um „den Zugang der USA zu wichtigen Mineralien und Materialien zu erweitern“.

Ihnen ist klar, dass, wenn diese Trump-Schlussfolgerung des Kolonialismus britischer Prägung in der westlichen Hemisphäre Bestand hat, Afrika, der Nahe Osten und Asien als Nächstes an der Reihe sein werden.

Um sicherzugehen, schauen Sie sich um, welche großen Infrastrukturprojekte die Vereinigten Staaten in den letzten 20 Jahren in Lateinamerika und der Karibik mit aufgebaut haben.

Es gibt keine.

Aber Ihr Blick richtet sich auch auf eine andere Wirtschafts- und Sicherheitspolitik, die von China und anderen Nationen der BRICS und der SCO ausgeht. Sie sind sich der Tatsache bewusst, dass China in 40 Jahren 850 Millionen Menschen aus der Armut befreit hat, und Sie haben sich gefragt: „Wenn China das kann, warum können wir das nicht auch?“ Und am 10. Dezember 2025 veröffentlichte die chinesische Regierung ein Strategiepapier zu Lateinamerika und der Karibik, das „die Planung und den Bau von Infrastruktur in lateinamerikanischen und karibischen Ländern (LAC) vorsieht, um die regionale Infrastrukturkonnektivität zu verbessern“.

Darin heißt es, dass China dazu beitragen wird, „die Weltraumtechnologie sinnvoll zu nutzen, um die wissenschaftliche, technologische und industrielle Entwicklung der LAC-Länder voranzutreiben“, und „die aktive Beteiligung der LAC-Länder am bemannten Weltraumprogramm Chinas sowie an Mond- und Weltraumerkundungsmissionen“ anbietet. Es wird betont, dass „junge Wissenschaftler besonders unterstützt werden“ und dass die Armutsbekämpfung ein zentrales Ziel aller chinesischen Aktivitäten in der Region sein wird. Es wird betont, dass „China den LAC-Ländern weiterhin Entwicklungshilfe ohne politische Bedingungen leisten wird“ (weit entfernt von dem, was der IWF und die Wall Street derzeit tun), und es wird sogar angeboten, „eine trilaterale Entwicklungszusammenarbeit in den LAC-Ländern mit relevanten Ländern außerhalb der Region durchzuführen“ – ein direktes Angebot an die Vereinigten Staaten und Europa, sich diesen Win-Win-Politiken anzuschließen.

Wenn man sich dann ansieht, welche großen Infrastrukturprojekte die Chinesen in Lateinamerika und der Karibik gebaut oder angeboten haben, sieht man den Megahafen Chancay in Peru, der jetzt in Betrieb ist, den geplanten bi-ozeanischen Eisenbahnkorridor, der den Atlantik und den Pazifik von Peru bis Brasilien verbindet, den Eisenerz- und Stahlkomplex Mutún in Bolivien. Es gibt die Vorschläge zum Bau des Interozeanischen Großkanals in Nicaragua und zum Bau von Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken durch ganz Mittelamerika. Man sieht die chinesischen Vorschläge zum Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahn in Mexiko – von Mexiko-Stadt nach Querétaro und über die Landenge von Tehuantepec –, die aufgrund des Drucks von Wall Street und Washington gestrichen wurden.

Diese jungen Menschen mit dieser Vision sind Amerikas beste Verbündete beim gemeinsamen Aufbau einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, während wir uns auf das Jahr 2026 zubewegen – das Jahr des 250. Jahrestags der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten.


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Globale Jugend, vereinigt Euch. Lehnt Geopolitik ab!, 17.12.2025, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

„Die NATO hat ihre Legitimität definitiv überlebt. Wir müssen sie dringend durch eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur ersetzen, die diesmal die Sicherheits- und Entwicklungsinteressen jedes einzelnen Landes auf diesem Planeten berücksichtigt“, sagte Helga Zepp-LaRouche am Sonntag, dem 14. Dezember, vor einer internationalen Jugendkonferenz. „Ich denke, das ist der einzig mögliche Weg aus dieser Krise.“

Die Spannung zwischen zwei gleichzeitigen und gegensätzlichen Entwicklungen in der Welt unterstreicht diese weisen Worte: Auf der einen Seite sehen wir eine Welt der Globalen Mehrheit, die sich auf den Weg macht, um Beziehungen der Zusammenarbeit, des gegenseitigen Respekts und Win-Win-Vereinbarungen für die Entwicklung zu festigen; auf der anderen Seite sehen wir eine völlig hysterische Panikreaktion einer zunehmend irrelevanten, aber dennoch atomar bewaffneten Eliteklasse, die alles tun würde, um den Frieden in der Ukraine zu verhindern – oder um irgendwo anders auf der Welt einen neuen Konflikt zu schüren.

Nehmen wir die jüngste Flut diplomatischer Aktivitäten seitens der BRICS-Staaten. Allein in der vergangenen Woche trafen sich Staats- und Regierungschefs aus China, Indien, Russland, Brasilien, Iran, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Jordanien in verschiedenen Konstellationen, um über die Stärkung der bilateralen Beziehungen, Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung und die Stärkung der Rolle der BRICS und der SCO bei der Gestaltung einer stabilen und prosperierenden Weltordnung zu diskutieren.

Im Gegensatz dazu steht die E3-Koalition der Staatschefs Starmer, Merz und Macron, die entschlossen sind, die Bemühungen um Frieden in der Ukraine zu sabotieren – koste es, was es wolle. Diese drei trafen sich am 15. Dezember in Berlin und schlossen sich den Delegationen der USA und der Ukraine an, die gerade zwei Tage lang über ein mögliches Friedensabkommen diskutiert hatten, um herauszufinden, wie man, mit den Worten des russischen Senators Wladimir Dschabarow, „alle Anstrengungen zu unternehmen, um den Friedensplan zu verzögern und zu torpedieren“, obwohl eine strategische Niederlage Russlands – der größten Atommacht der Welt – unmöglich ist.

Aber selbst wenn ein Konflikt beigelegt wird, wie es im Falle der Ukraine bald der Fall sein könnte, ist das bröckelnde System der Geopolitik noch nicht abgeschafft, und wie Helga Zepp-LaRouche wiederholt gewarnt hat, ist zu erwarten, dass dann alsbald andere Krisen ausgelöst werden. Im Iran wächst die Angst, dass die psychotische Regierung Netanjahu in Israel den jüngsten tragischen Massenmord an Juden in Australien als Vorwand für neue Angriffe auf den Iran nutzen wird.

In der westlichen Hemisphäre, die durch die jüngste „Trump-Interpretation“ der Monroe-Doktrin zur Einflusszone der USA erklärt wurde, bleibt die Lage in der Karibik äußerst angespannt: Am Freitag, dem 12. Dezember, wurde eine Kollision in der Luft nur 40 Meilen vor der venezolanischen Küste nur knapp vermieden, weil ein aufmerksamer Pilot einer kommerziellen Fluggesellschaft ein Tankflugzeug der US-Luftwaffe entdeckte, das ohne eingeschalteten Transponder in Richtung Venezuela flog – gerade noch rechtzeitig, um eine Katastrophe zu verhindern. Anderswo in Iberoamerika werden Staatschefs eingesetzt – durch Wahlen oder auf andere Weise, sehr zur Freude von „Narco“ Rubio –, die versprechen, ihre Beziehungen zu Chinas Belt and Road Initiative zu schwächen oder aufzugeben und sich den westlichen Finanzinteressen anzuschließen. Die Wahl des Pinochet-Bewunderers und Ultra-Monetaristen José Antonio Kast in Chile am 14. Dezember sowie die Versprechen des bolivianischen Außenministers, chinesische Bergbauunternehmen in seinem Land durch amerikanische zu ersetzen, sind aktuelle Beispiele dafür.

Deswegen gibt es nur eine Lösung: Das gesamte System muss geändert werden. „Wenn man eine Welt hat, die in einem solchen Chaos steckt, kann man nicht versuchen, diese Probleme einzeln zu lösen“, sagte Zepp-LaRouche in ihrer Ansprache an die Jugend. „Auch wenn sie ihre historischen und faktischen Besonderheiten haben – jede Krise hat ihre eigenen Gründe und ihre eigene Dynamik –, sind sie alle Teil dieser Gesamtentwicklung, in der das 500 Jahre alte System des Kolonialismus zu Ende geht und ein neues System entsteht, in dem die Länder der Globalen Mehrheit versuchen, ein neues, gerechteres System zu schaffen. Dieser Konflikt ist der tiefere Grund für all diese regionalen Konfliktäußerungen. Deshalb muss man versuchen, dies in seiner Gesamtheit zu lösen.“

Helga Zepp-LaRouches Aufruf „Austritt aus der NATO! Neue nationale Sicherheitsstrategie erfordert neue Sicherheitsarchitektur“ sollte von allen gelesen, unterstützt und verbreitet werden, denen eine solche Lösung ernsthaft am Herzen liegt.


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