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Internationale Pressemitteilung des Schiller-Instituts: „Eine Alternative zum Krieg gegen den Iran rückt ins Zentrum der Aufmerksamkeit“ 

15. März 2026

Zur unmittelbaren Verbreitung

„Während die Vereinigten Staaten immer näher in einen umfassenden Krieg gegen den Iran rutschen, einschließlich des möglichen Einsatzes von Bodentruppen in den nächsten Stunden und Tagen, und während die Welt mit der wachsenden Wahrscheinlichkeit konfrontiert ist, dass dieser Konflikt zu einem umfassenderen Atomkrieg eskaliert, fand am 13. März ein außergewöhnlicher öffentlicher Dialog statt, um eine Alternative zu einem solchen Krieg aufzuzeigen. An diesem Dialog nahm eine Gruppe prominenter Regierungs-, Religions- und Politikführer aus dem Iran, den Vereinigten Staaten, Deutschland und Ländern des Globalen Südens teil.

Der einstündige Dialog kann im Video  und im Transkript angesehen bzw. nachgelesen werden. Er repräsentiert einen Wendepunkt in den Bemühungen, den rasanten Absturz in den Krieg zu stoppen.

Die Podiumsteilnehmer sprachen über Zoom und YouTube vor einem Live-Publikum von rund 600 Teilnehmern aus 35 Nationen, die sich zur 145. wöchentlichen Sitzung der International Peace Coalition (IPC) versammelt hatten. Zu den Podiumsteilnehmern gehörten S.E. Abolfazl PasandidehBotschafter der Islamischen Republik Iran in Mexiko; Pater Harry Bury, ein renommierter katholischer Priester mit 70-jähriger Erfahrung, lebenslanger Friedensaktivist und Mitglied der US-amerikanischen Vereinigung katholischer Priester; Jack Gilroy von Veterans for Peace und Pax Christi International; S.E. Donald Ramotarehemaliger Präsident von Guyana (2011–2015); sowie Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller-Instituts.

Ihr Dialog ist ein Aufruf an alle in den Vereinten Nationen vertretenen Nationen und alle Organisationen, die sich der Wahrung des Friedens verschrieben haben, unverzüglich eine notwendige neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf die Tagesordnung zu setzen, um das tödliche System der Geopolitik zu ersetzen. Ansonsten stehen wir der Wahrscheinlichkeit unserer Selbstzerstörung gegenüber.“

Weitere Informationen: Offenener Brief von Helga Zepp-LaRouche an Papst Leo XIV: „Handeln Sie genauso wie Nikolaus von Kues!“


„Mit der Feder und dem Wort lassen sich die Auswirkungen von Waffen neutralisieren“

Bericht vom 145. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Bei der 145. wöchentlichen Online-Versammlung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) war ein Überraschungsgast zu Gast: Botschafter Abolfazl Pasandideh, der die Islamische Republik Iran in Mexiko vertritt. Dies war eine einzigartige Gelegenheit für Menschen, die in einem von Kriegspropaganda geprägten Umfeld leben, eine ungefilterte Botschaft aus der Nation zu hören, die von der US-Regierung angegriffen wird.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, gab einen aktuellen Überblick. Sie stellte die Frage: Warum hat US-Präsident Donald Trump diesen Krieg begonnen? Berichten zufolge waren es US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, US-Außenminister und nationaler Sicherheitsberater Marco Rubio, US-Sonderbeauftragter Steve Witkoff und der Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, die ihn davon überzeugten, dass der Iran kurz davor stand, US-Streitkräfte oder -Stützpunkte anzugreifen.

Sie merkte an, wir hätten eine neue Phase der neokonservativen Aggression erreicht, die durch gezieltes Eliminieren von Staatsoberhäuptern gekennzeichnet sei, wie etwa die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro oder die Ermordung des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei. Sie fügte hinzu, diese Situation könne immer noch zu einem Atomkrieg eskalieren könne, und verwies dabei auf einen Kommentar von Harlan Ullman, Seniorberater beim Atlantic Council, der sich selbst als Hauptverfasser der Doktrin von „Shock and Awe“ (Furcht und Schrecken) bezeichnet, in The Hill. Ullman schlägt vor, die Vereinigten Staaten sollten den Iran atomar angreifen, da dies der einzige Weg sei, das erforderliche Ausmaß von „Furcht und Schrecken“ zu erreichen. Zepp-LaRouche berichtete auch über ihren Offenen Brief an Papst Leo XIV., in dem sie ihn aufforderte, im Geiste von Nikolaus von Kues’ De Pace Fidei zu intervenieren. Sie habe erfahren, daß ein hochrangiger schiitischer Geistlicher aus dem Iran, Ayatollah Seyed Mostafa Mohaghegh Damad Ahmadabadi, einen ähnlichen Appell an den Papst gerichtet hat. Sie schloß mit den Worten: „Die Gefahr für die Menschheit war meiner Ansicht nach noch nie so groß wie jetzt.“

Als nächster ergriff Botschafter Abolfazl Pasandideh das Wort und bezeichnete den gegenwärtigen Krieg als „einen der irrationalsten Kriege der Geschichte… einen Verrat an der Diplomatie. Zum zweiten Mal wurden wir mitten in Verhandlungen angegriffen… Es war ein eklatantes Symbol dafür, daß Macht anstelle des Völkerrechts eingesetzt wird.“ Man habe erwartet, daß das Internet ein Zeitalter des Humanismus einläuten würde, sagte er, doch stattdessen hätten Rassisten und radikale Nationalisten das Internet erfolgreich ausgenutzt. Zum Thema der neokonservativen Agenda des „Regimewechsels“ sagte er: „Es ist unklar, wer nach dem Iran der Nächste sein wird – Mexiko oder China?“ Er schloß mit einer optimistischen Bemerkung: „Mit der Feder und dem Wort ist es möglich, die Auswirkungen von Waffen zu neutralisieren.“

Zepp-LaRouche beschrieb die Motive des IPC für die Einladung des iranischen Botschafters: Wir haben die Diskrepanz zwischen der Realität und der von westlichen Quellen verbreiteten Darstellung beobachtet. Sie erinnerte an die Erklärung des US-Finanzministers Scott Bessent, die Vereinigten Staaten hätten den Zusammenbruch der iranischen Wirtschaft absichtlich herbeigeführt, um einen Regimewechsel auszulösen, und verwies auch auf den Tweet von Mike Pompeo, dem ehemaligen CIA-Direktor in Trumps erster Amtszeit über die Mossad-Agenten, die jeden iranischen Demonstranten begleiten.

Der ehemalige Präsident von Guyana (2011–2015), Donald Ramotar, brachte dem Botschafter seine Bewunderung für die Hartnäckigkeit und den Mut des iranischen Volkes angesichts der Versuche, ihre Nation zu zerstören, zum Ausdruck. Seit einiger Zeit, so sagte er, gebe es Bestrebungen, internationale Institutionen und das Völkerrecht zu zerstören. Der Iran werde angegriffen, weil er das einzige Land sei, das sich für die Palästinenser einsetze, und weil er das Haupthindernis für Israels Bestrebungen darstelle, den Nahen Osten neu zu gestalten. Der Kampf des Iran sei auch ein Kampf für Kuba, das derzeit unter „fast unerträglichem“ wirtschaftlichem Druck stehe, in einem ähnlichen wahnwitzigen Versuch, einen Regimewechsel herbeizuführen.

Pasandideh sagte, er wolle Zepp-LaRouche dafür danken, daß sie „den Wurzeln dieses Problems“ auf den Grund gehe. Er dankte Ramotar für dessen Solidaritätsbekundung.

Pater Harry Bury, seit 70 Jahren katholischer Priester, lebenslanger Friedensaktivist und aktiv bei Twin Cities Nonviolent sowie der U.S. Catholic Priest Association, ergriff das Wort und sagte: „Unsere Herzen brechen, sie brechen wirklich, angesichts dessen, was dem Iran widerfährt“, sagte er. „Jesus sagte, wir sollen unsere Feinde lieben!“ Er betonte, die Geschichte habe uns gezeigt, daß Gewalt keine Probleme löst. Er bekräftigte seine Unterstützung für den Oasenplan und die BRICS als vorbildlichen Ansatz für den Frieden. Er bat alle Teilnehmer, sich Zepp-LaRouches offenem Brief an den Papst anzuschließen.

Pasandideh antwortete, Burys schöne Worte hätten sein Herz berührt. Er vertrat die Ansicht, Donald Trump verstecke sich hinter der Religion, und dies stelle eine Aggression gegen alle Religionen dar.

Jack Gilroy von Veterans for Peace, Pax Christi – Upstate NY und Pax Christi International kommentierte den Kontrast zwischen dem, was Pater Bury sagt, und der Befürwortung von Gewalt durch die christlichen Zionisten. Die Haltung der christlichen Zionisten steht im krassen Widerspruch zur gewaltfreien Botschaft Christi und zum jüdischen Bekenntnis zur Gerechtigkeit.

Pasandideh antwortete erneut, daß wir, wenn wir nach den Ursprüngen dieser Probleme suchen, auf Unilateralismus stoßen. Die UN-Charta schuf eine Welt auf der Grundlage von Gesetzen und Rechten, um „Nie wieder!“ zu der Ungerechtigkeit zu sagen, die zum Zweiten Weltkrieg geführt hatte, und nun werden diese Grundsätze ignoriert. Er fragte, wie wir zum Multilateralismus zurückkehren können, der Operationen zum Regimewechsel ausschließen würde. Wenn wir Multilateralismus erreichen, akzeptieren wir die kulturellen Unterschiede zwischen den Nationen.

Zepp-LaRouche erinnerte an die Rolle des iranischen Präsidenten Mohammad Chatami, der eine Wiederbelebung der Kultur und die Einführung moderner Technologien im Iran herbeiführte.

Diskussion

Gilroy bezeichnete die US-Außenpolitik als „pervers“, da sie echte Diplomatie durch Kanonenbootdiplomatie ersetze. Er sagte, wir müßten religiöse Führer dazu aufrufen, die Wahrheit zu predigen, wie es Pater Bury tue. In den Vereinigten Staaten gebe es 20 Millionen christliche Zionisten, weshalb die israelische Flagge über dem Weißen Haus wehe. Wo seien die religiösen Führer, die sagen, wir müssen aufhören, Fischer in der Karibik zu ermorden?

Der Atomwaffenexperte Dr. Theodore Postol, emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und nationale Sicherheit am Massachusetts Institute of Technology, sagte in einem Videobeitrag, die Iraner könnten den Krieg möglicherweise sehr lange fortsetzen, indem sie Drohnen in unterirdischen Anlagen herstellen. Die Vereinigten Staaten seien nicht in der Lage, Abfangjäger in einem Tempo zu produzieren, das mit der iranischen Drohnenproduktion mithalten könne. Und die Abfangjäger seien nicht in der Lage, ihre Aufgaben wie angekündigt zu erfüllen.

Eine Frage wurde an Pater Bury gerichtet: Was können Katholiken gegen diejenigen in Südamerika und anderswo tun, die ihren Glauben auf bloßen ideologischen Antikommunismus reduzieren? Er antwortete, wir müssen uns selbst weiterbilden und dann andere Menschen aufklären.

Diane Sare erinnerte die Teilnehmer daran, daß sie eine unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin ist. Sie merkte an, fast zwei Drittel der US-Bevölkerung seien nicht in der Lage, Texte auf einem Niveau über der sechsten Klasse zu lesen. Der Schlüssel zur Befreiung der taubblinden Helen Keller aus ihrem sensorischen Gefängnis war die Sprache. Sare wies darauf hin, daß Kämpfer der Ultimate Fighting Championship – dem weltgrößten Veranstalter von Schaukämpfen gemischter Kampfsportarten – nun das FBI ausbilden, und betonte: „Unsere Beamten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) und des FBI müssen in der Lage sein, zu denken, anstatt gedankenlos gewalttätig zu sein.“

Ein Teilnehmer fragte: Kann Israel davon abgehalten werden, Atomwaffen gegen den Iran einzusetzen? Co-Moderator Dennis Speed warnte, die „Jeffrey-Epstein-Klasse“ lasse sich nicht durch moralische Grenzen einschränken. Sie glaubten, sie stünden über diesen Grenzen, und seien im Grunde satanisch. Diese Mentalität müsse aufgedeckt und bekämpft werden, um den Einsatz von Atomwaffen zu verhindern. Speed erinnerte daran, daß Frankreich und Großbritannien laut russischen Geheimdienstinformationen planen, Atomwaffen in die Ukraine zu bringen.

Jose Vega, Kongreßkandidat im 15. Kongreßwahlkreis von New York (Bronx), berichtete über die Unterschriftenaktion seines Wahlkomitees zur Erlangung der Wahlzulassung, bei der in den letzten Wochen an über 4.500 Türen geklopft und eine Botschaft des Friedens durch Entwicklung verbreitet wurde.


Zepp-LaRouche befragt Patrick Henningsen zur Lage im Iran

Helga Zepp-LaRouche interviewte am 9. März den Podcaster und internationalen Journalisten Patrick Henningsen. Kurz vor Beginn der US-amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar hatte Henningsen den Iran besucht. Zepp-LaRouche fragte ihn, was er dort vorgefunden habe, doch bevor er diese Frage beantwortete, erklärte Henningsen, dass er zunächst darlegen wolle, was seiner Meinung nach derzeit geschehe. „Die USA haben eine Art ‚Schock-und-Entsetzen-Kampagne‘ gegen den Iran gestartet.“ Aber gleichzeitig verlören die USA Flugzeuge, Militärstützpunkte würden beschädigt und Milliarden von Dollar an militärischen Investitionen, beispielsweise für Radarsysteme, gingen verloren.

Zu Trumps Finanzminister Scott Bessent, der mit seiner „Wirtschaftspolitik“ prahlte, die der iranischen Wirtschaft unerträgliche wirtschaftliche Schwierigkeiten bereitete, sagte Henningsen, es sei „eine langjährige Politik der USA“, die Währung eines Landes anzugreifen und sie damit zu ruinieren.

Henningsen beschreibt anschaulich die moralische Verkommenheit der amerikanischen Eliten bei der Durchsetzung ihrer Interessen und berichtete ausführlich über den Einfluss religiöser Fanatiker auf die Außenpolitik der USA in den letzten 30 Jahren.

Patrick Henningsen ist amerikanischer Schriftsteller, Analyst für internationale Beziehungen und Gründer der unabhängigen Nachrichten- und Analyse-Website 21st Century Wire. Er ist außerdem Moderator der wöchentlichen Radiosendung SUNDAY WIRE, die weltweit über das Alternate Current Radio Network (ACR) ausgestrahlt wird. Im Laufe seiner Karriere hat er für viele internationale Publikationen geschrieben und umfangreiche Berichterstattungen vor Ort in Syrien, im Irak und im gesamten Nahen Osten durchgeführt. Er hat einen Master in Internationalen Beziehungen von der University of Plymouth in Großbritannien. Das einstündige Interview ist jetzt auf dem YouTube-Kanal von EIR veröffentlicht.


Interview mit Einar Tangen: ein China-Insider zu den Auswirkungen des Iran-Krieges

Helga Zepp-LaRouche führte am 10. März ein einstündiges Interview mit Einar Tangen über die Gefahr eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs infolge eines Krieges mit dem Iran und den möglichen Ausbruch eines dritten und diesmal endgültigen Weltkrieges. Es ist jetzt auf dem YouTube-Kanal von EIR zu sehen.

Herr Tangen ist unter anderem Senior Fellow am Center for International Government Innovation (CIGI), Senior Fellow am Taihe Institute und Gründer von Asia Narratives. Als Kommentator und Analyst ist er als jemand bekannt, der „eine starke Brücke zwischen Ost und West schlägt“.

Einar Tangen und Helga Zepp-LaRouche diskutieren in dem faszinierenden Interview auch den historischen Wandel Chinas in den letzten 50 Jahren, die Rolle der Ideen von Friedrich List und des American System of Physical Economy sowie den allgemeinen zivilisatorischen Niedergang, der durch geopolitische Hybris und den intellektuellen Verfall im Westen vorangetrieben wird.


Internationale Friedenskoalition #145, 13.03.2026, 16.00 Uhr

Seien Sie entschlossen, das Unvorstellbare zu verhindern

145. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Seien Sie entschlossen, das Unvorstellbare zu verhindern

13. März 2026
16.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Schließen Sie sich diese Woche der Internationalen Friedenskoalition und Pater Harry Bury an. Pater Bury ist seit 70 Jahren katholischer Priester, lebenslanger Friedensaktivist, Mitbegründer von Twin Cities Nonviolent und Mitglied der US-amerikanischen Vereinigung katholischer Priester. Weitere Redner werden in Kürze bekannt gegeben.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Die Kampfhandlungen in Südwestasien dauern an, obwohl US-Präsident Donald Trump wiederholt behauptet, der Krieg sei „fast vorbei“ und der Iran stehe kurz vor dem Zusammenbruch. Der Iran hat aber offenbar nicht vor, sich zu ergeben, und beweist, dass er über die Mittel verfügt, um lange weiterzukämpfen. Was jedoch kurz vor dem Zusammenbruch steht, ist die Illusion einer schnellen, schmerzlosen und überwältigend erfolgreichen Operation innerhalb der Trump-Regierung.

Die Realität sieht ganz anders aus. Die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran hat weltweite Auswirkungen und droht, dem ohnehin bankrotten westlichen Finanzsystem den Rest zu geben. Amin Nasser, Vorstandsvorsitzender von Saudi Aramco, warnte, dass die Sperrung „katastrophale Folgen für die Ölmärkte“ haben werde. Es sei „die mit Abstand größte Krise, mit der die Öl- und Gasindustrie der Region jemals konfrontiert war“. Die Preise für Kraftstoff und Düngemittel steigen rasant an und es wird hektisch versucht, die Märkte unter Kontrolle zu halten. Am 11. März gaben die Internationale Energieagentur und ihre 32 Mitgliedstaaten die Entscheidung bekannt, 400 Millionen Barrel an Ölreserven auf den Markt zu bringen, um die Schließung der Straße von Hormus auszugleichen – die größte Freigabe in der 50-jährigen Geschichte der Organisation.

Der Konflikt weitet sich aus. Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Italien, Australien und Pakistan haben angekündigt, Streitkräfte in die Region zu entsenden.

Angesichts dieser Realität hofft man, dass die Vernunft die Oberhand gewinnt und die Trump-Regierung nach einem Ausweg sucht, um zu verhindern, dass die Lage weiter außer Kontrolle gerät. Aber hier handelt es sich nicht um eine normale oder rationale Gruppe von Menschen, wie der Präsident selbst bewiesen hat, als er zwei Videos von religiösen Führern veröffentlichte, die prophezeiten, dass er von Gott gesandt worden sei, um die Welt zu retten. Wie leider deutlich geworden ist, dominiert in dieser Regierung ein pseudoreligiöser Fanatismus, wie schon aus Israel bekannt. In den USA wird dieser besonders durch „Kriegsminister“ Pete Hegseth verkörpert, der zwischen außerehelichen Affären und Trinkgewohnheiten seine „Religion“ predigt, die angeblich befiehlt, „Tod und Zerstörung vom Himmel“ über iranische Städte zu bringen. Der ehemalige britische Botschafter Craig Murray warf die beängstigende Frage auf, ob Präsident Trump, Hegseth und Rubio mit dem Iran dasselbe vorhaben wie Israel mit Gaza, wenn sie ihren Willen nicht bekommen. Murray sieht bei den amerikanischen Politikern „Blutrünstigkeit und ein Schwelgen in ihrer Straffreiheit“. Er vergleicht ihre offensichtliche Freude am Töten mit Israels Ben Gvir und Smotrich, die das Abschlachten der Palästinenser bejubelten.

In ihrem internationalen Webcast am 11. März stellte Helga Zepp-LaRouche fest, dass mehrere Faktoren zusammen eine extreme Gefahr eines Weltkrieges schaffen würden. „Wir befinden uns eindeutig in einer neuen Phase der Geschichte, in der das Völkerrecht offiziell für nicht mehr existent erklärt wird“, stellte sie fest. Der Krieg habe erneut unter dem Deckmantel diplomatischer Verhandlungen begonnen. „Wer sollte da noch jemandem vertrauen?“ Hinzu komme die zunehmende Dominanz eines religiösen Faktors in den militärischen Angelegenheiten der USA. Diese Art von apokalyptischer Sichtweise „sollte jedem auf der ganzen Welt Angst einjagen, denn mit einem solchen Element der Irrationalität kann es jederzeit zu einem Zwischenfall kommen“, fügte Zepp-LaRouche hinzu.

Hinzu kommt die wachsende und verzweifelte Entschlossenheit, den „Krieg unbedingt gewinnen“ zu wollen, selbst wenn dafür außergewöhnliche Maßnahmen erforderlich sind, wie Harlan Ullman, Senior Advisor beim Atlantic Council, in einem Artikel vom 10. März in The Hill schrieb. „Nur einmal in der Geschichte hat strategische Bombardierung eine Kapitulation erzwungen“, schreibt Ullman, und das war Trumans Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945. Wenn Trump den Iran zur Kapitulation zwingen will, so Ullman weiter, muss er „Schock- und Einschüchterungstaktik in Reinform“ anwenden. Und nur Atomwaffen könnten das bewirken.

Zepp-LaRouche sagte dazu: „Das könnte in kürzester Zeit zu einer Eskalationsspirale führen! Seit vielen Jahrzehnten diskutieren alle, die sich mit der Lage im Nahen Osten befassen, immer wieder die Möglichkeit, dass ein Angriff auf den Iran zu einem globalen Krieg führen könnte – einem Atomkrieg, der das Ende jeglicher Zivilisation bedeuten würde… Die Gefahr, dass wir am Ende die Auslöschung der Menschheit erleben, war noch nie so groß wie heute.“

Deshalb sollten die Menschen handeln und entschlossen in diese Situation eingreifen, um das Unvorstellbare zu verhindern, bevor es zu spät ist. Zepp-LaRouche wies auf eine neue Initiative der Internationalen Friedenskoalition hin: einen Offenen Brief an Papst Leo XIV., in dem „die Kirchen des Westens und des Ostens“ aufgefordert werden, sich in einer Kampagne für den Weltfrieden zu vereinen, „um die Menschheit vor ihrer endgültigen Tragödie zu bewahren“. Lesen, unterstützen und verbreiten Sie den offenen Brief hier.


„Handeln Sie genauso wie Nikolaus von Kues!“

Die folgende Erklärung wurde am 9. März von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, zur sofortigen und weiten internationalen Verbreitung und Unterstützung veröffentlicht. Wir ermutigen Religionsführer aller Glaubensrichtungen sowie Menschen guten Willens, diesen Offenen Brief zu unterzeichnen, um den für den Weltfrieden notwendigen Dialog der Zivilisationen dringend voranzutreiben.
(Das Formular zum Einsenden Ihrer Unterschrift finden Sie am Ende des Beitrags.)

Heiliger Vater,

ich schreibe Ihnen in dieser für die Menschheit so schweren Stunde, da Sie möglicherweise der einzige sind, der hoffentlich noch einen Absturz in den „unwiderruflichen Abgrund“ verhindern kann, wie Sie sich selbst ausgedrückt haben: eine Eskalation des unprovozierten Krieges gegen den Iran zu einem potenziell globalen Atomkrieg, der alles Leben auf der Erde beenden würde.

In letzter Zeit hat sich die Lage der Welt radikal verschlechtert: Das Völkerrecht wird als nicht mehr existent betrachtet, die „regelbasierte Ordnung“ entpuppt sich als Farce, und das Prinzip „Macht schafft Recht“ wird zum Privileg der Mächtigen erhoben. Infolgedessen leiden bereits Milliarden von Menschen unter einer dramatischen Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen, und unzählige Menschen haben bereits mit ihrem Leben bezahlt. Noch besorgniserregender ist jedoch: Wenn der Gang der Ereignisse nicht geändert wird, könnte es zur schlimmste Sünde kommen – zur Auslöschung der menschlichen Spezies infolge satanischer Wahnvorstellungen.

Millionen einfache Menschen fragen sich verzweifelt, was sie tun können, um den Lauf der Geschichte zu ändern, wenn viele Regierungen – insbesondere im Westen – offensichtlich nicht in der Lage sind, ihrer Verpflichtung nachzukommen und Schaden von den Menschen abzuwenden, wofür sie eigentlich verantwortlich sind. Wo sind die Institutionen, die in dieser späten Stunde Abhilfe schaffen können?

Ein positiver, vielleicht sogar entscheidender Schritt, um das Bewusstsein der Welt zu wecken, wäre, wenn Sie, Eure Heiligkeit, gemeinsam mit Patriarch Kirill von Moskau und Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel den mutigen Schritt unternehmen und alle religiösen Führer sowie alle Menschen guten Willens, Gläubige und Nichtgläubige gleichermaßen, aufrufen, sich für die Verteidigung des Friedens einzusetzen – ganz im Geiste des Konzils von Florenz und der von Nikolaus von Kues herbeigeführten Einheit der Kirche, als er die Delegationen der orthodoxen Kirche zu den Konzilien von Florenz und Ferrara zusammenbrachte.

In Ihrer Angelus-Predigt am 25. Oktober letzten Jahres haben Sie die Bedeutung des großen Philosophen und Kardinals Nikolaus von Kues und seine Vorstellung von der Coincidentia Oppositorum als notwendige Denkweise hervorgehoben, um „die Gegensätze in der heutigen Welt zusammenzuhalten“. Dieselbe Denkweise lag auch seinem wunderschönen Dialog De Pace Fidei („Über den Frieden im Glauben“) zugrunde, den er als Antwort auf die Eroberung Konstantinopels verfasste. Damit hob er das Denken der Menschen seiner Zeit auf die höchstmögliche Ebene, insbesondere die Erkenntnis, dass es nur einen Gott und eine Wahrheit gibt, die Gläubigen aller Religionen ungeachtet ihrer unterschiedlichen Riten und Praktiken erkennbar ist.

In einer Zeit, in der die Gefahr eines Weltkriegs besteht und einige im Schutze der Religion für ein baldiges Armageddon argumentieren, muss die Stimme der Vernunft erhoben und die Frage gestellt werden, die die Vertreter von 17 Nationen und Religionen in „De Pace Fidei” an Gott richteten: Es kann nicht sein, dass Menschen sich im Namen Gottes gegenseitig umbringen.

In diesem Moment äußerster Dringlichkeit sollten in der ganzen Welt die Glocken aller Kirchen zu läuten beginnen, in allen Moscheen sollte der Adhan ertönen, in allen Synagogen sollte das Schofar geblasen werden, um die Menschheit vor ihrer endgültigen Tragödie zu bewahren.

Wenn sich die Kirchen des Westens und des Ostens in einem ersten Schritt zusammenschlössen und sich täglich aktiv für den Weltfrieden einsetzten, könnte dies die Mehrheit der Menschen dazu bewegen, sich ebenfalls für den Frieden einzusetzen und die Weltgeschichte verändern. So könnte der Willen Gottes erfüllt werden, der die Welt sicherlich nicht geschaffen und den Menschen die Vernunft geschenkt hat, damit sie aus Mangel daran zerstört wird.

Helga Zepp-LaRouche

Gründerin des Schiller-Instituts


Konferenz: Epstein und die grenzenlose Verkommenheit der „Eliten”: Wir brauchen dringend eine kulturelle Renaissance!

Eine Weltbürger-Bewegung gegen die globalen Konflikte

Krisenforum. EIR veranstaltete am 2. März ein Onlineforum mit Experten aus aller Welt zur zunehmenden Eskalation der globalen Krise.

EIR veranstaltete am 2. März ein Onlineforum unter dem Titel „Epstein und die grenzenlose Verkommenheit der ,Eliten‘: Wir brauchen dringend eine kulturelle Renaissance!“ Das Forum behandelte viele Aspekte der sich schnell entfaltenden globale Krise, doch im Mittelpunkt stand der Weg zu ihrer Überwindung. In einem lebhaften Dialog präsentierten Experten aus aller Welt in zwei Vortragsrunden – zu den Themen „Auf dem Weg zum Weltuntergang?“ und „Der Mensch ist eine kreative Gattung“ – ihre Standpunkte und Vorschläge.

  1. Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Gründerin des Schiller-Instituts; Chefredakteurin von EIR
  2. Zhang Weiwei(China), Professor für Internationale Beziehungen und Direktor des China-Instituts der Fudan-Universität, Shanghai
  3. Beatriz Bissio(Brasilien), außerordentliche Professorin, Postgraduiertenprogramm für Vergleichende Geschichte, Bundesuniversität Rio de Janeiro
  4. B.R. Deepak (Indien), Professor und ehemaliger Direktor des Zentrums für China- und Südostasienstudien, Jawaharlal-Nehru-Universität Neu-Delhi
  5. Dennis Kucinich (USA), ehemaliger Kongreßabgeordneter und zweifacher Präsidentschaftsbewerber in der Demokratischen Partei
  6. Ding Yifan (China), Professor am Institute of Global Governance and Development der Renmin University in Beijing
  7. Namit Verma (Indien), Autor und Sicherheitsanalyst
  8. Kwame Amuah (Südafrika), Sicherheitsexperte, Techno-Unternehmer, ehemaliger Seniorberater für Nuklearfragen der südafrikanischen Regierung
  9. Pater Harry Bury (USA), seit 70 Jahren katholischer Priester, lebenslanger Friedensaktivist

Und andere.

Panel 2: 11 Uhr (US-Ostküste); 17 Uhr (Mitteleuropa); 24 Uhr (China-Central Standard Time): Die Menschheit ist eine kreative Spezies!

Moderatorin: Megan Dobrodt

  1. Donald Ramotar (Guyana), ehemaliger Staatspräsident von Guyana
  2. Richard Falk (USA), emeritierter Professor für Internationales Recht, Princeton University; ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten (2008-14)
  3. María de los Ángeles Huerta (Mexiko), ehemalige Abgeordnete des mexikanischen Kongresses
  4. Fernando Garzón (Ecuador), Architekt, Stadtplaner; Vorsitzender der Ecuadoreanisch-Palästinensischen Union
  5. Ralph Bosshard (Schweiz), Oberstleutnant a. D., ehemaliger Militärberater des Generalsekretärs der OSZE
  6. David Monyae (Südafrika), Direktor des Zentrums für China-Afrika-Studien an der Universität Johannesburg
  7. Ali Rastbeen (Frankreich), Direktor der Académie Géopolitique de Paris
  8. Hanspeter Widrig (Deutschland), Bildhauer
  9. Diane Sare (USA), unabhängige Kandidatin für die US-Präsidentschaft; Gründerin des Schiller Institute New York City Chorus

Selbst die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchung des Jeffrey Epstein-Skandals offenbaren eine moralische Verkommenheit, die Sodom und Gomorra im Vergleich dazu verblassen läßt. Was an die Oberfläche kommt, ist das satanische Leitprinzip, auf dem ein großer Teil der heutigen Politik basiert – von dem Völkermord in Gaza bis zur Verhängung einseitiger Sanktionen gegen viele Länder, die dort das Leben der Bevölkerung so unerträglich machen, daß sie gegen ihre Regierungen aufbegehrt. Seit Jahren weiß man von diesen Perversionen, aber niemand in der sogenannten „regelbasierten Ordnung” wollte von den Regeln wissen, die die Justizbehörden dazu verpflichtet hätten, die Verbrechen dieses mörderischen Selbstbedienungsladens zu untersuchen, in dem „die Skrupellosesten sich nehmen, was sie wollen”, wie Bundespräsident Steinmeier es kürzlich treffend formulierte.

Mit dem Auslaufen des New-START-Vertrags am 5. Februar verschwand das letzte Rüstungskontrollabkommen, wodurch die weltweite militärische Lage gefährlich undurchsichtig wird und ein neuer Rüstungswettlauf beginnt, mit dem die Verbreitung alter und neuer Massenvernichtungswaffen und eine enorme Zerstörung der physischen Wirtschaftskapazitäten zugunsten einer gigantischen Aufrüstung droht. Schon die vorhandenen Bestände an Atomwaffen können alles menschliche Leben auf der Erde mehrfach vernichten, zusätzlich schaffen die neuen Dimensionen der Kriegsführung, wie Weltraumwaffen, Cyberkrieg, der Einsatz von KI usw., eine erschreckende dystopische Perspektive für die Zukunft, deren Endergebnis nur die Vernichtung der Menschheit zu sein scheint.

Und hier kommt die Bedeutung des Epstein-Skandals ins Spiel. Wie kann man von Institutionen, die an diesen satanischen Perversionen entweder selbst beteiligt waren oder darüber schwiegen und untätig blieben, nun erwarten, daß sie plötzlich der mörderischen Gier des Militärisch-Industriellen Komplexes und der skrupellosen Spekulanten Einhalt gebieten, die keine Hemmungen haben, mit der Kriegsmaschinerie Geld zu verdienen und das Leben unschuldiger Menschen als „vernachlässigbare Kollateralschäden“ betrachten?

Verschiedene regionale Konflikte – wie der Krieg in der Ukraine, die drohende Gefahr eines neuen Krieges gegen den Iran, die Krise um Venezuela, Kuba, Mexiko und Kolumbien sowie die Spannungen im Indopazifik und in Teilen Asiens – haben alle das Potential, sich zu einem größeren Konflikt zwischen den Großmächten und sogar zu einem globalen Atomkrieg auszuweiten.

Aus der Dringlichkeitssitzung vom 12. Januar ging eine gemeinsame Erklärung und die Verpflichtung der Diskussionsteilnehmer hervor, sich an Institutionen und Einzelpersonen in möglichst vielen Ländern zu wenden, um das Völkerrecht durch die Schaffung einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zu bewahren, die die Interessen jedes Landes auf der Erde berücksichtigen muß, aber auch eine internationale Bewegung von Weltbürgern zu initiieren, die sich dazu verpflichten, die Eine Menschheit an erste Stelle zu setzen.

Die unfaßbare Abscheulichkeit der Epstein-Affäre ist ein Weckruf für die gesamte Menschheit. Wir brauchen dringend einen Kurswechsel und müssen gegen dieses bestialische Verhalten und alle satanischen kulturellen Einflüsse kämpfen, die in den letzten Jahrzehnten solche Auswüchse ermöglicht haben. Wir müssen die besten kulturellen Traditionen aller Nationen und Zivilisationen – die höchsten Ausdrucksformen der gesamten Weltgeschichte – wiederbeleben und sie in einen aktiven Dialog der Kulturen einbringen, um eine Renaissance der klassischen Kultur einzuleiten. Nur so können wir ein edles Bild des Menschen als der einzigen Spezies bewahren, die mit schöpferischer Vernunft begabt ist.

Auf der internationalen Zoom-Konferenz am 2. März werden folgende Themen behandelt:

– Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur

– Schaffung einer internationalen Bewegung von Weltbürgern und

– Schaffung einer neuen kulturellen Renaissance

An den zwei Diskussionsrunden der Konferenz nehmen namhafte Vertreter von Institutionen aus aller Welt sowie Experten, Wissenschaftler und Künstler teil. Werden Sie aktiv, um diese Veranstaltung mit vorzubereiten! Leiten Sie diese Einladung an alle Ihre Freunde und Kollegen weiter und wenden Sie sich an alle, die sich an dieser Initiative beteiligen sollten.

Die Dokumentation mit allen Beiträgen, Videos und der Eklärung vom 12. Januar finden Sie hier.


Internationale Friedenskoalition #144, 06.03.2026, 17.00 Uhr

Eine Grenze hat Tyrannenmacht

144. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Eine Grenze hat Tyrannenmacht

6. März 2026
17.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Schließen Sie sich diese Woche der Internationalen Friedenskoalition mit folgenden Rednern an:

– Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, Initiatorin der Internationalen Friedenskoalition
– María de los Ángeles Huerta (Mexiko), ehemalige Kongressabgeordnete Mexikos
– Dr. Beatriz Bissio, außerordentliche Professorin am Postgraduiertenprogramm für Vergleichende Geschichte / Bundesuniversität Rio de Janeiro
– François Martin, französischer Geheimdienststratege

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Während einer Pressekonferenz am Mittwoch, dem 4. März, prahlte der aufgeblasene und brutale „Kriegsminister“ Pete Hegseth: „Amerika gewinnt den Krieg gegen den Iran entscheidend, vernichtend und gnadenlos … Dies sollte nie ein fairer Kampf sein. Und es ist kein fairer Kampf. Wir schlagen auf sie ein, während sie am Boden liegen, und genau so sollte es auch sein.“

So schockierend und beunruhigend diese Aussage auch ist, so wenig überraschend ist sie leider. Jemand wie Hegseth verkörpert lediglich eine jahrzehntelange kulturelle Degeneration, die sich in der „Epstein-Klasse“ manifestiert, einem Establishment, das Menschen ausnutzt, um seine eigenen perversen Wünsche zu befriedigen – sowohl in der Politik als auch im persönlichen Vergnügen.

Besonders besorgniserregend sind Berichte der Military Religious Freedom Foundation (MRFF), die seit Beginn der Operation gegen den Iran am 28. Februar mit gleichlautenden Beschwerden von Unteroffizieren überschwemmt wird, so MRFF-Chef Mikey Weinstein:

„Unsere MRFF-Klienten berichten von der grenzenlosen Euphorie ihrer Kommandeure und Befehlsketten darüber, dass dieser neue, ‚biblisch sanktionierte‘ Krieg eindeutig ein unbestreitbares Zeichen für das rasche Herannahen der fundamentalistischen christlichen ‚Endzeit‘ ist, wie sie im Buch der Offenbarung im Neuen Testament anschaulich beschrieben wird“, sagte Weinstein. „Viele Kommandeure sind vor allem begeistert davon, wie grausam dieser Kampf sein wird, und konzentrieren sich darauf, wie blutig das alles werden muss, um die fundamentalistische christliche Endzeit-Eschatologie zu erfüllen und zu 100 Prozent mit ihr übereinzustimmen“, fügte er hinzu.

Kein Wunder, dass der Fundamentalist Hegseth lediglich murmelte: „Ich kann nur sagen, dass wir das untersuchen“, als er zu dem Bombenanschlag auf eine Mädchenschule im Süden des Iran befragt wurde, bei dem am 28. Februar Berichten zufolge mehr als 150 Kinder getötet wurden.

In ihrem internationalen Webcast vom 4. März warnte Helga Zepp-LaRouche eindringlich: „Wenn diese Art von religiösem Fundamentalismus, der unter einigen amerikanischen christlichen Rechten und auch unter einigen zionistischen Elementen vorherrscht, die Oberhand gewinnt, dann gibt es keine Rationalität mehr… Wenn es zu einem Religionskrieg auf dieser Ebene kommt, einschließlich des Einsatzes von Atomwaffen, dann sollten die Menschen das meiner Meinung nach besser ernst nehmen.“

Was ist angesichts einer solchen fanatischen Irrationalität, die die Existenz der Zivilisation bedroht, zu tun?

Es gibt zwei mögliche Reaktionen, so Helga Zepp-LaRouche in dem gerade erschienenen EIR-Bericht „Das Empire steht nackt da! Die Oligarchie ist am Ende, nicht nur Epstein“. „Entweder verzweifelt man und passt sich schließlich an eine Gesellschaft an, die nicht mehr menschlich ist. Oder man sagt: Es reicht, eine Grenze hat Tyrannenmacht! Und man beschließt, eine neue weltweite Renaissance zu schaffen.“

Die zweite Option ist wirklich die einzig menschliche Wahl, die wir haben. Obwohl einige einfältige und/oder unterwürfige Staats- und Regierungschefs den Angriff der USA und Israels auf den Iran loben, bestehen viele andere Nationen weltweit darauf, dass das Völkerrecht eingehalten und der Konflikt schnell beendet werden muss.

Angesichts der wachsenden Gefahr eines Atomkrieges hat Helga Zepp-LaRouche wiederholt gefordert, dass die Regierungen eine Konferenz einberufen, um eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zu schaffen, die die Interessen jeder einzelnen Nation berücksichtigt. Ein solcher dringender Paradigmenwechsel, der ausführlich beim EIR-Roundtable am 2. März diskutiert wurde, muss die wissenschaftlich wahre – und nicht fundamentalistisch entartete – Natur des Menschen widerspiegeln: Die eines kreativen Wesens, dessen Entdeckungskraft die Entwicklung des gesamten Universums vorantreibt.

Die Frage ist, ob wir als Spezies dieser Herausforderung gewachsen sind, zum Wohle der jetzt lebenden Milliarden und den Billionen Menschen, die hoffentlich nach uns kommen werden.

Epstein und die grenzenlose Verkommenheit der „Eliten”: Wir brauchen dringend eine kulturelle Renaissance!
E.I.R. Dringlichkeitsforum / Zoom-Sonderkonferenz der Bewegung von Weltbürgern

EIR-Sonderbericht: Das Imperium hat keine Kleider an!

Während ein sterbendes Imperium in allen Teilen der Welt, vom Iran über Gaza bis zur Ukraine und Venezuela, die Hunde des Krieges entfesselt, hat EIR einen Sonderbericht veröffentlicht, um den Schleier vor den wahren Hintergründen zu lüften. Diese Konflikte sind nicht das Ergebnis regionaler Probleme. Sie sind von geopolitischen Interessen motiviert: Die globale „Alles-Blase“ platzt, und die Länder der Globalen Mehrheit haben mit dem Aufstieg der BRICS nun eine Alternative zum Kolonialismus.

Wesentlich am Fall Epstein sind nicht die reißerischen Details, auf die sich die Mainstream-Propagandamedien konzentrieren, sondern die inneren Abläufe dieses sterbenden Imperiums. Lesen Sie hier den Bericht (auf englisch) oder kaufen Sie den deutschen EIR-Sonderbericht “Was steckt wirklich hinter Jeffrey Epstein?“


Von der UN-Charta bis heute: Entstehung und Niedergang des Völkerrechts

Bericht vom 143. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 143. wöchentliche Onlinesitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC, IFK) am 27. Februar befaßte sich mit der Gründung der Vereinten Nationen und der Sabotage ihres Systems des Völkerrechts. Die IPC-Initiatorin Helga Zepp-LaRouche eröffnete die Sitzung mit der Einschätzung: „Leider ziehen Kriegswolken über unseren Köpfen auf.“ Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, habe dem Botschaftspersonal geraten, Israel sofort zu verlassen, andere Länder taten dasselbe. US-Finanzminister Scott Bessent habe zugegeben, daß die USA die Krise im Iran durch Wirtschaftskrieg absichtlich provozierten. Gleichzeitig gebe es Gerüchte über eine britisch-französische Initiative zur Lieferung von Atomwaffen an die Ukraine, ein wahnsinnig provokativer Schritt.

Zepp-LaRouche sprach dann über den Skandal um Jeffrey Epstein, in dem immer mehr europäische Politiker zurücktreten. Dabei gehe es nicht nur um perverse Sexaktivitäten; diese Aktivitäten zeigten eine Mentalität, die menschliches Leben und Vernunft nicht respektiert, und dieselbe Mentalität stehe hinter der Brutalität der Neokonservativen gegenüber dem Iran, Gaza, Kuba usw. Zu Donald Trumps Slogan „Amerika zuerst“ betonte sie: „Nationale Interessen sind schön und gut, aber sie müssen mit der Idee ‚die eine Menschheit zuerst‘ vereinbar sein… Wir werden nicht zulassen, daß das Menschenbild in den Schmutz gezogen wird.” Sie erinnerte an ihren langjährigen Vorschlag für eine Neue Internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur und lud alle zur EIR-Sonderkonferenz der „Bewegung der Weltbürger“ am 2. März ein, um die jetzt dringend erforderlichen Maßnahmen zu erörtern.

Jonathan Kuttab ist ein palästinensisch-amerikanischer Anwalt für internationale Menschenrechte, Völkerrechtsexperte, Geschäftsführer von Friends of Sabeel North America sowie Mitbegründer von Nonviolence International. Kuttab beklagte den „Zusammenbruch des Völkerrechts und der internationalen Institutionen” und würdigte Zepp-LaRouches Vorschlag für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur. Er gab einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der UNO und der damit verbundenen Institutionen. Diese am Ende des Zweiten Weltkriegs geschaffene Struktur habe trotz einiger Mängel, wie dem Vetorecht der Sicherheitsratsmitglieder, 70 Jahre lang recht gut funktioniert. „Ich glaube nicht, daß wir uns beeilen sollten, das Völkerrecht aufzugeben. Wir müssen Wege finden, ihm mehr Durchschlagskraft zu verleihen.” Da Kuttab gedacht hatte, Zepp-LaRouche wollte mit ihrem Vorschlag das Völkerrecht ablösen, stellte sie dies richtig und betonte, er solle im Gegenteil dessen Erhalt und Stärkung dienen.

Elisabeth Martens, Organisatorin einer Petition „Für eine sofortige Reaktivierung der UN-Charta zugunsten des Multilateralismus“, beschrieb die Bemühungen ihrer Organisation, Umweltkrisen, Stellvertreterkriege und die Gefahr durch Atomwaffen zu stoppen. Manche Menschen schlössen sich mystischen oder spirituellen Bewegungen an, um der Realität zu entfliehen, wir müßten uns aber im Gegenteil dieser Realität stellen. „Wir dürfen die Einmischung der Vereinigten Staaten in die Angelegenheiten der UNO nicht länger zulassen … und lehnen ihre unipolare Welt ab.“ Martens sprach auch die Wirtschaftspolitik an, insbesondere die Notwendigkeit, die Finanzspekulation einzudämmen. Mit dem Ende des Kalten Krieges hätten die westlichen Nationen eine „mafiöse Wirtschaft“ geschaffen und der Welt aufgezwungen. „Wenn Geld nicht der Realwirtschaft dient, wird es zu einer unkontrollierbaren Maschine, die Kriege hervorbringt…, eine Tyrannei, unter der Millionen von Menschenleben zermalmt werden.“

Pater Harry Bury aus dem US-Staat Minnesota ist Mitglied von Twin Cities Nonviolent und der Vereinigung katholischer Priester der USA sowie Autor des Buches The Maverick Priest. Pater Bury beschrieb den Mord an zwei Amerikanern in den Twin Cities („Zwillingsstädten“) Minneapolis und St. Paul durch Beamte der Einwanderungspolizei ICE. Mitglieder seiner Organisation hätten Papst Leo XIV. dorthin eingeladen, um die spirituelle Führung zu übernehmen. Leider konnte er aufgrund älterer Verpflichtungen nicht kommen; sie hatten gehofft, mit ihm über den Oasenplan des Schiller-Instituts zu sprechen. Pater Bury lobte den Dialogprozeß, er habe oft von Menschen gelernt, die nicht seiner Meinung waren. Er sagte den versammelten Aktivisten der IPC und des Schiller-Instituts: „Wir freuen uns, daß wir mit Ihnen zusammenarbeiten können!“

Diskussion

Zepp-LaRouche gab einen Überblick über die 40jährige Kampagne des Schiller-Instituts zur Überwindung der Unterentwicklung des Globalen Südens, was der UNO bisher nicht gelungen sei. „Im Westen müssen die Menschen die Vorstellung aufgeben, daß der Westen dem Globalen Süden irgendwie überlegen ist. Ohne Entwicklung kann es keinen Frieden geben.“

Sie erörterte das Konzept des Naturrechts – die Idee, daß es im Universum implizite Gesetze gibt, die über den von Menschen geschaffenen positiven Gesetzen stehen. Unsere Kampagne für eine neue internationale Architektur basiere darauf.

Kuttab sagte, die Befürworter des Völkerrechts seien schwach und unorganisiert, während die Gegner über Geld und Einfluß verfügten. „Das ist eine enorme Herausforderung, über die ich ständig nachdenke.“ Früher hätten die Mächtigen noch behauptet, für die Menschenrechte einzutreten, aber jetzt ließen sie diese Fassade fallen.

Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare berichtete über die aktuelle Nachricht über einen Flüchtling aus Myanmar, Nurul Amin Shah Alam, der fast blind war und kein Englisch sprach. Er wurde in Buffalo im Staat New York von ICE-Beamten festgenommen und dann nachts vor einem geschlossenen Café abgesetzt, wo er anschließend erfror. Um sich der Verantwortung zu entziehen, hätten sie eine „natürliche Todesursache“ angegeben. Dieser Vorfall sei typisch für den Niedergang der amerikanischen Kultur, sagte Sare. Es habe sich die falsche Vorstellung durchgesetzt, daß man Menschen durch Gewalt dazu bringen könnte, ihr Verhalten zu ändern. Schon der erste US-Präsident George Washington habe gewarnt, dieses Land könnte scheitern, wenn die Bürger durch die Verfassung politisch stark geworden seien, dann aber verkommen, unmoralisch und rachsüchtig würden. Sare sagte, wir müßten Wege finden, die Kluft zwischen der verbreiteten Geisteshaltung der Bevölkerung und der wahren, voll entwickelten Natur der Menschheit zu überbrücken.

Martens sagte, wir befänden uns im Übergang von einem System, von einer Welt zu einer anderen. Ein wirtschaftlicher Wandel müsse stattfinden und tue das in anderen Teilen der Welt bereits. China habe bewiesen, daß es möglich ist, die Armut zu beenden, die BRICS und die Gürtel- und Straßen-Initiative brächten die Welt voran. Zepp-LaRouche sagte, heute sei China das Land des Amerikanischen Systems von Friedrich List. Das chinesische Modell der Zusammenarbeit sei erfolgreich; die USA dagegen hätten 800 Militärstützpunkte auf der ganzen Welt und würden von Tag zu Tag unbeliebter. Der britische König Georg III. habe einst den Verstand verloren, weil er mit dem Erfolg der Amerikanischen Revolution nicht leben konnte, heute sähen wir ein ähnliches Phänomen bei der „Epstein-Klasse”.

Sare betonte: „Wenn wir niemanden aus den Epstein-Akten strafrechtlich verfolgen, dann wird unsere Nation aufhören zu existieren”, weil die Perversion der Epstein-Klasse mit der Bereitschaft einhergehe, die Folgen eines Atomkrieges in Kauf zu nehmen.

Ein Teilnehmer fragte: Warum wird die Resolution 377 der UN-Generalversammlung, „Uniting for Peace“ in der aktuellen Krise nicht genutzt; warum wird nicht versucht, den UN-Hauptsitz zu verlegen, wenn die USA Personen, die ihnen nicht gefallen, Visa verweigern; und warum gibt es keine Bemühungen, die UN-Resolutionen in Bezug auf Israel durchzusetzen? Sare antwortete, die Diplomaten hätten Drohungen nach Mafia-Art erhalten, die dies verhindern. Zepp-LaRouche sagte jedoch, sie sei überzeugt, daß diese Reformen noch kurzfristig umgesetzt werden können.

Zum Abschluß sagte Zepp-LaRouche, die Menschen würden sicherlich erkennen, daß Chinas Methode der „Win-Win-Kooperation“ viel erfolgreicher ist als das „Nullsummenspiel“ der Geopolitik. Wir müßten jetzt durch das Tal der Tränen gehen, um dann erfolgreich eine höhere Entwicklungsstufe zu erreichen.   eir


Zepp-LaRouche auf CGTN: Wiederbelebung der traditionellen chinesisch-deutschen Beziehungen

CGTN sendete einen Kommentar von Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts, in der sie Chinas Entwicklungsansatz lobt. Sie forderte eine Wiederbelebung der traditionellen chinesisch-deutschen Beziehungen. Nachfolgend finden Sie die von CGTN bereitgestellte Abschrift.

Helga Zepp-LaRouche: „Wir leben in einer Zeit, in der die ganze Welt in Aufruhr ist. Es gibt eine Kluft zwischen Europa und den Vereinigten Staaten aufgrund der Zollpolitik von Präsident Trump. Man weiß weder, was am Morgen sein wird, noch was am Abend passieren wird. Es gibt viele andere Krisen: die Krise im Nahen Osten, die Ukraine wurde erwähnt, und ich denke, ich würde mir wünschen, dass die besonneneren Menschen, insbesondere auch in der deutschen Spitzenindustrie, erkennen, dass sie mit China einen Partner haben, der eine stabile Außenpolitik verfolgt und einen harmonischen Ansatz für die Entwicklung aller Nationen verfolgt. Außerdem gibt es eine historische Verbindung zwischen Deutschland und China, die bis zu Gottfried Wilhelm Leibniz zurückreicht. Ich denke, es ist wichtig, die besseren Traditionen unserer Beziehungen in Erinnerung zu rufen.

Zudem gibt es ein neues Modell, bei dem China nicht mehr nur ein Markt für deutsche Exporte oder eine Produktionsbasis für weniger hochwertige Industriegüter ist. Ich denke, China hat ein neues Modell der Zusammenarbeit entwickelt, bei dem Deutschland im Automobilsektor ins Hintertreffen geraten ist. China bietet nun Joint Ventures und gemeinsame Forschung und Entwicklung an. Ein Beispiel ist die Volkswagen Group China Technology Corporation in Hefei in der Provinz Anhui. Dort kann Deutschland die fortschrittlichsten Entwicklungen Chinas im Bereich der intelligenten Technologien, insbesondere bei allen neuen Technologien für Elektrofahrzeuge, neu erlernen, um auf diese Weise gemeinsame Märkte im globalen Süden und anderswo zu erschließen.“


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