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Auf der Eskalationsleiter zum Nuklearkrieg: Wo sind verantwortliche Persönlichkeiten?

Von Helga Zepp-LaRouche

Die strategische Lage droht kurzfristig mit zwei eskalierenden regionalen Kriegen – in der Ukraine und im Nahen Osten – vollkommen aus der Kontrolle zu geraten und entweder innerhalb von Wochen und höchstens Monaten in eine globale Wirtschaftsdepression zu münden oder vielleicht sehr bald zu einem nuklearen dritten Weltkrieg zu führen. Diese existentielle Sorge wird von einem Großteil der Bevölkerung des sogenannten kollektiven Westens geteilt, ohne daß das politische Establishment dieses Westens – von wenigen Ausnahmen abgesehen – auch nur den geringsten Versuch unternehmen würde, den Krieg in der Ukraine durch Diplomatie und auf dem Verhandlungsweg zu Ende bringen zu wollen. Solche Anstrengungen gibt es zwar in Bezug auf den Krieg gegen den Iran, aber es fehlt ihnen bislang an der notwendigen Programmatik und deshalb auch an der erforderlichen Durchschlagskraft.

Im sogenannten Nahen Osten, besser Südwestasien, sind die USA dabei, mit ihren wiederholten Bombardierungen in einem strategischen Sumpf zu versinken, wobei am Ende kein Gewinner stehen kann, was aber unsägliches Leid über Millionen von Zivilisten vieler Länder, die weitere Verarmung der Ärmsten dieser Welt, neue Flüchtlingskatastrophen und im schlimmsten Fall die Eskalation zu einem globalen Krieg mit sich bringen wird.

Dieser zweimalige unprovozierte Angriffskrieg gegen den Iran hat die Machtverhältnisse in der Region schon jetzt nachhaltig verändert: Die stärkste Militärmacht der Welt, die USA, und Israel, ebenfalls eine extrem starke Militärmacht, haben es nicht vermocht, mit dem Iran eine mittelstarke Nation zu besiegen, deren Resilienz offensichtlich dramatisch unterschätzt wurde. Die einseitige Aufkündigung des am 17. Juni unterzeichneten Memorandum of Understanding durch die USA war gleichfalls unprovoziert, denn im Artikel 5 dieses MOUs wurde dem Iran offiziell die Kontrolle über die Straße von Hormus zugestanden. Damit haben die USA – eingestanden oder nicht – nach Vietnam, Afghanistan, Irak, Syrien sowie einigen anderen Rückzügen nun auch den Irankrieg verloren.

Die Staaten des Golf-Kooperationsrats werden so oder so die Konsequenz daraus ziehen müssen, daß die US-Militärbasen in ihren Staaten ihnen nicht die versprochene Sicherheit garantierten, sondern sie zu Zielscheiben der iranischen Gegenschläge machte. Die jüngsten beidseitigen Angriffe auf zivile Infrastruktur und vor allem Entsalzungsanlagen drohen diese Wüstenstaaten zu entvölkern. Kuweit ist zu ca. 42% von entsalztem Wasser abhängig, die VAE zu 52%, Bahrein zu 68% und Katar zu 77% – und ohne die Entsalzungsanlangen sind die Staaten im wesentlichen Wüste, worin niemand leben kann.

Nach 13 Nächten erbarmungsloser amerikanischer Angriffe auf militärische und zivile Anlagen im Iran gibt es nun eine Unterbrechung, die wohl weniger den Vorwürfen zu verdanken ist, daß es dabei zu Kriegsverbrechen gekommen sei, als vielmehr einer Verknappung von Munition auf Seiten der USA – was man laut dem US-Botschafter Mike Waltz aber nicht sagen darf, wenn man nicht im Gefängnis landen will – sowie dem Protest der Golfstaaten, die um ihre Existenz fürchten.

Zusätzlich hat der erneute Schlagabtausch zwischen Jemen und Saudi-Arabien demonstriert, was der Weltwirtschaft blüht, wenn die Meerenge vom Bab-el-Mandab blockiert wird, wodurch 12-15% des Welthandels und ca. 30% der Container-Schiffahrt den weiten Umweg um das Kap der Guten Hoffnung in Afrika nehmen müßten.

Ungeachtet der von Trump verursachten täglichen Schwankungen bezüglich der Chancen, daß dieser willkürlich vom Zaun gebrochene Krieg doch noch durch einen „Deal“ beendet werden könnte, schwebt weiter das Damoklesschwert über unser aller Köpfe, daß der Rat einiger Kriegstreiber befolgt werden könnte, mit US-Bodentruppen im Iran einzufallen, was zu massiven Transporten von Leichensäcken mit toten Soldaten nach Hause führen würde – und als letzte Himmelsfahrt-Option der Einsatz von taktischen Atomwaffen zur Eliminierung der iranischen Nuklearanlagen.

Wenn es zu dieser ebenso unmenschlichen wie aus Verzweiflung gespeisten Wahnsinnstat käme, bestünde die Gefahr einer sofortigen Eskalation über die Region hinaus. Auch wenn der Iran keinen formellen militärischen Beistandspakt mit irgendeinem anderen Land hat, ist kaum vorstellbar, daß Rußland und China dem Einsatz von Nuklearwaffen gegen den Iran tatenlos zusehen würden. Die amerikanische Autorin Annie Jacobsen betonte dieser Woche in einem Interview, jedem im Pentagon, der dieses Szenario durchgespielt hat, sei klar, daß ein Atomkrieg, wie auch immer er beginnt, nur auf eine Weise endet: mit der totalen apokalyptischen Vernichtung.

Es ist eine beinahe makabre Spekulation zu fragen, welcher Krieg der gefährlichere ist – der gegen den Iran oder der in der Ukraine, bei dem es sich in Wirklichkeit um einen Stellvertreterkrieg der NATO gegen Rußland handelt.

General a.D. Harald Kujat, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, warnte kürzlich gegenüber der Schweizer Zeitung Zeitgeschehen im Fokus, indem er Helmut Schmidt zitierte, daß sich die Situation wie im August 1914 von Tag zu Tag verschärfe. Er warf der westlichen politischen Führung vor, sie hätten zu keinem Zeitpunkt versucht, den Krieg durch Diplomatie zu verhindern, sondern im Gegenteil alles daran gesetzt, ihn zu verlängern und finanziell, politisch und materiell zu unterstützen.

Kujat rechnet schonungslos mit den westlichen und vor allem der deutschen Regierung ab: die mehrfachen Überschreitungen absoluter roter Linien Rußlands, wie die Angriffe der Ukraine mit NATO- bzw. US-Unterstützung beim Angriff auf strategische Ziele der nuklearen Triade Rußlands, die Versuche der deutschen Regierung, den NATO-Beitritt der Ukraine zu befördern – eine weitere absolute rote Linie Rußlands – sowie generell die faktische Beteiligung der NATO am Krieg der Ukraine gegen Rußland, der ohne massive Waffenlieferungen, Finanzzuschüsse, Training, Satellitenaufklärung und Echtzeit-Zieldaten etc. längst zu Ende wäre, was von Rußland genau so bewertet wird.

Kujat weist hier die Behauptung, der kommende Krieg mit Rußland, auf den die Bevölkerung täglich durch Propaganda eingestimmt wird, sei unvermeidbar, ebenso energisch zurück wie in vielen anderen Artikeln, indem er auf das fehlende Cui bono und die mangelnden Kapazitäten Rußlands hinweist, ein Land Europas zu überfallen. Umgekehrt drohten der konventionelle Krieg, auf den Europa sich vorzubereiten scheine, und eine zeitlich verzögerte und insgesamt fragliche Beteiligung der USA eine Situation zu erzeugen, in der keine Seite einen schnellen Sieg erringen kann und deshalb die Gefahr des Ersteinsatzes von Nuklearwaffen der einen oder anderen Seite entsteht, um eine Entscheidung zu erzwingen. Kujat zufolge würde ein nuklearer Winter mindestens 50 Jahre andauern.

Auch wenn beide Kriege vordergründig unterschiedliche auslösende Faktoren hatten, hat die zugrundeliegende Dynamik bei beiden dieselbe Ursache: Der Westen insgesamt konnte der Versuchung nicht widerstehen, sich nach dem Ende des Kalten Krieges einem arroganten Triumphalismus zu ergeben. Auch wenn es zunächst die anglo-amerikanischen Neokonservativen waren, die versuchten, eine unipolare Weltordnung zu errichten, waren es später die Europäer, die sich diesem Versuch anpaßten und sogar Trumps anfänglich vielleicht ernst gemeine Friedenspolitik durch eine „Koalition der Willingen“ sabotierten. Die unsägliche Dämonisierung Rußlands flammte erst wieder auf, als sich Putin anschickte, Rußlands Rolle als Weltmacht geltend zu machen, und die Eindämmung Rußlands zu stoppen suchte. Und China hat sich nichts zuschulden kommen lassen – außer gegen die Wolfowitz-Doktrin zu verstoßen, die besagt, es dürfe nicht zugelassen werden, daß jemals ein Staat oder eine Gruppe von Staaten die USA politisch, wirtschaftlich oder militärisch an Stärke überholt.

Als Resultat dieser grenzenlosen Selbstüberschätzung führender Kreise im Westen, die westliche Dominanz in der Welt als Erbrecht anzunehmen, und einer langen Reihe von Fehlern und Mißmanagement sowie dem vollständigen Fehlen einer positiven Vision für die Zukunft, an deren Stelle nun ein aggressiver Militarismus tritt, liegt nun die bisherige Weltordnung in Scherben. Wir haben, wenn überhaupt, nur noch ein ganz kleines Zeitfenster, um mit ernstgemeinter Diplomatie diese Kriege zu beenden und das zerstörte Vertrauen wieder aufzubauen.

Es gibt nur einen aussichtsreichen Weg, wie der Weltfrieden zu retten ist: Wir müssen umgehend die Errichtung einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf die internationale Tagesordnung setzen und ernsthaft neue Rahmenbedingungen für die internationalen Beziehungen schaffen. Dabei müssen die UN-Charta, die Fünf Prinzipien der Friedlichen Koexistenz und die Erfahrungen des Westfälischen Friedens zugrunde gelegt werden, daß eine Friedensordnung nur erfolgreich sein kann, wenn sie die Interessen „des anderen“ berücksichtigt. Mit anderen Worten, das Prinzip der unteilbaren Sicherheit muß wieder Geltung erlangen. Neben dem Vorschlag des Schiller-Instituts für eine solche neue Architektur, der in den „Zehn Prinzipien“ formuliert ist, hat bisher China mit seinen vier globalen Initiativen, vor allem aber der „Global Governance Initiative“, den umfassendsten Vorschlag in dieser Hinsicht gemacht.

Der Monat August muß intensiv genutzt werden, um die Ausformulierung der Diskussion um eine neue Architektur vorzubereiten, erste diplomatische Vorbereitungen in Gang zu setzen und entsprechende Schritte in den Parlamenten und anderen relevanten Institutionen zu unternehmen. Die diesjährige UN-Vollversammlung ist – falls wir überhaupt noch bis in den September kommen werden – die vielleicht letzte Chance der Menschheit, ihrer Auslöschung zu entgehen.

Kujat schreibt in dem zitierten Artikel: „Damit es nicht zum Äußersten kommt, ist jetzt mehr denn je die Bereitschaft der Europäer gefordert, Fehleinschätzungen zu korrigieren und Realitätssinn, Verantwortungsbewußtsein und Vernunft walten zu lassen. In der derzeitigen Lage müssen Verhandlungen über ein Kriegsende nicht nur als Verhinderung eines großen europäischen Krieges, sondern auch als Chance gesehen werden, eine militärische Niederlage der Ukraine abzuwenden und den Fortbestand als souveräner, unabhängiger und zukunftsfähiger Staat zu sichern. Jetzt sind Persönlichkeiten gefragt, die über strategisches Urteilsvermögen und sicherheitspolitischen Weitblick verfügen und sich von den deutschen Interessen und dem Friedensgebot der Verfassung leiten lassen, um Wege aus der Gefahr eines großen europäischen Krieges zu finden.“

Diese Persönlichkeiten, die es in allen Ländern gibt, müssen jetzt hervortreten und ihre Verantwortung unter Beweis stellen. Es geht um das Friedensgebot des deutschen Grundgesetzes und um die Frage, ob wir als menschliche Gattung moralisch überlebensfähig sind.

helga-zepp@proton.me


EIR-Krisenforum am 31. Juli: Die Einwanderungskrise durch Entwicklung lösen – Was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen

Die Nachrichtenagentur EIR hat die folgende Einladung zu ihrem Krisenforum am 31. Juli veröffentlicht.

Da die Kriege im Iran und in der Ukraine weiter schwelen und zu eskalieren drohen – möglicherweise sogar zu einem nuklearen Dritten Weltkrieg –, ist klar geworden: Wenn die Menschheit überleben soll, müssen wir einen Weg finden und umsetzen, um einen dauerhaften Frieden für alle zu erreichen, der auf Entwicklung für alle, Sicherheit für alle und vor allem auf der Menschenwürde für alle basiert.

In den letzten zwei Monaten ist ein neuer strategischer Faktor ins Spiel gekommen, der diese Chance deutlich näher rückt. Die jüngste einwöchige Reise von Papst Leo XIV. nach Spanien, verbunden mit seiner ersten Enzyklika vom 15. Mai, Magnifica Humanitas, ist ein Aufruf an die Menschheit, in ihrem gemeinsamen Bestreben nach Frieden und Entwicklung für alle Nationen geschlossen zu handeln, indem der Kolonialismus in all seinen Formen ein für alle Mal beendet wird. Er stützt diesen Aufruf zum Handeln auf das Konzept der wesentlichen Würde des Menschen („Das Verlangen nach dem Guten, dem Schönen und dem Wahren ist tief in der DNA der Menschheit verwurzelt“), und wendet diesen Ansatz gezielt auf das schreckliche Problem der weltweiten Zwangsmigration an, von dem Hunderte Millionen verzweifelter Migranten – und die Länder, die sie aufnehmen – betroffen sind: „Wir sprechen vor allem von Menschen, die nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen sind, und nicht von rechtlichen Kategorien oder Problemen, die es zu bewältigen gilt.“

Damit ist der Papst seiner früheren Verpflichtung gegenüber der Methode des „Zusammenfallens der Gegensätze“ des Kardinals Nikolaus von Kues aus dem 15. Jahrhundert nachgekommen, und er hat sich nicht nur für Katholiken ausgesprochen, sondern auch für viele Milliarden Menschen anderer Glaubensrichtungen, die diese Sichtweise teilen. Er hat einen Grundsatz eingeführt, der, wenn er weltweit verbreitet und angewendet wird, eine wichtige Rolle beim Aufbau einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur spielen kann.

Wie EIR-Chefredakteurin Helga Zepp-LaRouche in einer Stellungnahme vom 17. Juni zur Enzyklika des Papstes schrieb:

„Von all den wichtigen und dringenden Reden, die in der jüngsten Zeit von Politikern und Experten vieler Länder mit der Absicht gehalten worden sind, die Eskalation der strategischen Lage zu einer gattungsvernichtenden Katastrophe zu verhindern, ist die Intervention von Papst Leo XIV. mit seiner Enzyklika Magnifica Humanitas und den Ansprachen bei seiner jüngsten Reise nach Spanien – nach bestem Ermessen die mit Abstand wichtigste. Wenn Historiker später einmal die Frage untersuchen werden, was – hoffentlich – den entscheidenden Ausschlag gegeben hat, die westliche Zivilisation mitten in einer tiefen spirituellen und kulturellen Krise zur Umkehr zu bringen, dann werden sie auf diese Rolle des Papstes stoßen, und die Bereitschaft einer genügend großen Anzahl von Gläubigen und Menschen, die guten Willens waren, sich seine Worte zu Herzen zu nehmen und eine Änderung der Politik durchzusetzen.

Gleichzeitig zeigte er aber auch den erreichbaren Ausweg aus der Krise auf, nämlich daß die Menschen sich an das höchste Ideal des christlichen Menschenbildes erinnern und es verwirklichen…

Zu den verschiedenen Aspekten dieser Politik, die alle Bausteine des neuen Turmbaus zu Babel sind, gehören der Götzendienst gegenüber dem Profit auf Kosten der Ärmsten, ebenso wie die Finanzinteressen, die Spannungen und Konflikte fördern, weil es die Kriegsindustrie in Gang hält, die Unterstützung von modernen Formen der Sklaverei…“

Zepp-LaRouche zitiert daraufhin die Enzyklika Magnifica Humanitas des Papstes:

„81. Ein entscheidender Prüfstein für soziale Gerechtigkeit ist heute die Situation der Migranten, der Flüchtlinge und all jener, die aufgrund von Armut, Gewalt, Klimawandel und Umweltkatastrophen zur Flucht gezwungen sind… Andererseits gilt es auch das Recht zu fördern, in Frieden und Sicherheit in der eigenen Heimat zu bleiben, indem die tiefgreifenden Ursachen angegangen werden, die zur Migration zwingen, einschließlich jener, die mit wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten und der Klimakrise zusammenhängen. Wenn diese Rechte geachtet werden, kann Migration zu einer Gelegenheit der Begegnung und der gegenseitigen Bereicherung zwischen den Völkern werden.“

Zepp-LaRouche betonte:

„Anstatt an einem inhumanen neokolonialistischen Denken festzuhalten, sind die Regierungen Europas und der USA aufgerufen, sich umgehend für eine internationale Kooperation bereit zu erklären, die die vollständige Überwindung von Armut und Unterentwicklung aller Staaten auf dieser Erde zum Ziel hat.“

Diese Aufgaben sind sowohl dringend als auch realisierbar. Zepp-LaRouche erklärte in einem Webcast vom 17. Juni:

„So wird z.B. Afrika bis zum Jahre 2050 eine Bevölkerung von circa 2,5 Milliarden Menschen, also eine Milliarde mehr als heute haben. Dies bedeutet, daß es im ureigensten Interesse Afrikas ebenso wie Europas ist, in den nächsten 25 Jahren eine Milliarde produktiver Arbeitsplätze auf dem afrikanischen Kontinent zu schaffen. Und das wäre eine absolut willkommene Kehrtwende gegenüber der derzeitigen Politik. Gleichzeitig würde dies auch den europäischen Regierungen und Ländern helfen, durch eine dreiseitige Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten aus der Wirtschaftskrise herauszukommen.

Und für die Vereinigten Staaten gilt dasselbe. Wenn man sich die Migrationskrise an der US-mexikanischen Grenze ansieht, ist dies definitiv derselbe Ansatz, den die Vereinigten Staaten in Bezug auf die sogenannte westliche Hemisphäre verfolgen sollten. Anstatt zu versuchen, China aus Lateinamerika zu verdrängen, sollten sie sich mit China zusammentun und Projekte wie den Hafen von Chancay, der in Peru bereits fertiggestellt ist, gemeinsam vorantreiben und ihn an eine bi-ozeanische Eisenbahnstrecke vom Atlantik zum Pazifik anbinden. Auf diese Weise könnte man ihn mit anderen großen Infrastrukturprojekten verknüpfen. Das würde auch die Ursachen für das Migrationsproblem in Lateinamerika beseitigen.“

Die Kombination aus der äußerst gefährlichen globalen Lage und dieser neuen, hoffnungsvollen strategischen Flanke erfordert eine umfassende Auseinandersetzung durch führende internationale Denker. Das ist der Zweck des bevorstehenden EIR-Rundtischgesprächs am 31. Juli, das aus zwei Podiumsdiskussionen bestehen wird:

📅 Forum · Freitag, 31. Juli, 17:00 Uhr MESZ

  Live: auf YouTube (Englisch) und auf Zoom mit Simultanübersetzung   ins Spanische, Deutsche und
Französische.
https://us02web.zoom.us/j/83910952588?pwd=oriOURhs2ZOjZzAtzGzhv5MZAhsiDu.1
Passcode: 850621

Podiumsdiskussionen

17:00 bis 19:00 Uhr MESZ

Teil 1 (17:00–19:00 Uhr)

Dialog der Zivilisationen: Entwicklung oder Dritter Weltkrieg

Moderator: Dennis Speed

  • Helga Zepp-LaRouche (Deutschland): Chefredakteurin, EIR
  • Liu Chang (China): Sprecher der Botschaft der Volksrepublik China in den USA
  • Rostam Adabinia (Iran): Ministerialrat, Botschaft der Islamischen Republik Iran in Mexiko
  • Richard Falk (USA): emeritierter Professor für internationales Recht, Princeton University
  • Remi Lebrun (Frankreich): Schiller-Institut
  • Pater Harry Bury (USA), Twin Cities Nonviolent, Autor. Mitglied der US-amerikanischen Vereinigung katholischer Priester
  • Jack Gilroy (USA): Mitglied von „Veterans for Peace“ und „Pax Christi“
  • Daisuke Kotegawa (Japan): ehemaliger Exekutivdirektor für Japan beim IWF

Diskussion

Teil 2 (19:30–21:30 Uhr)

Die Flüchtlingskrise lösen: Besitzt die Menschheit die moralische Fähigkeit zum Überleben?

Moderatorin: Anastasia Battle

  • Dennis Small (USA): Direktor EIR Ibero-America
  • Mário Maurici (Brasilien): Mitglied und Erster Sekretär des Landesparlaments von São Paulo
  • Donald Ramotar (Guyana): ehemaliger Präsident von Guyana
  • María de los Ángeles Huerta (Mexiko): ehemalige Kongressabgeordnete
  • Diane Sare (USA): unabhängige Kandidatin für das Amt der Präsidentin der Vereinigten Staaten
  • SEM Youssouf Abassalah, Botschafter der Republik Tschad in Deutschland
  • Timothy Ninsiima (Uganda): Jugendaktivist
  • Claudio Celani (Italien): Mitherausgeber, EIR Strategic Alert Service
  • Adama Coulibaly (Burkina Faso): ehemaliger Stabschef des Kommunikationsministeriums

Diskussion


Jugendbewegung des Schiller-Instituts erzielt einen wichtigen Durchbruch

E.I.R. Nachrichten, 18.7. 2026 – Die von der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, und der ehemaligen südafrikanischen Außenministerin Dr. Naledi Pandor geleitete Diskussion mit motivierten jungen Menschen aus aller Welt am 18. Juli markiert einen deutlichen Fortschritt bei der Beteiligung der Jugend. Dies stellte Frau Zepp-LaRouche während der vierstündigen Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen, Fragen und Diskussionen selbst fest. Die Gesamtteilnehmerzahl der Zoomkonferenz konnte nicht genau beziffert werden, doch nahmen mindestens 60 Teilnehmer in Gruppen teil, die sich in südamerikanischen, europäischen und afrikanischen Ländern sowie in den Vereinigten Staaten versammelt hatten. Deren führende Vertreter hielten selbst Vorträge. Darüber hinaus erwähnte der Moderator Daniel Burke vom Schiller-Institut an einer Stelle „einzelne Teilnehmer“ aus einer langen Liste von Ländern namentlich.

Während der Konferenz stellte Burke eine neue Website der Jugendbewegung des Schiller-Instituts vor, die es jungen Menschen auf der ganzen Welt ermöglichen wird, sich anzumelden, Fragen zu stellen oder um Kontaktaufnahme zu bitten, sich über Treffen zu informieren, Publikationen zu abonnieren usw.

Helga Zepp-LaRouche schlug vor, daß sich die Jugendbewegung des Schiller-Instituts angesichts des bemerkenswerten Wachstums, das durch zwei solcher internationaler Treffen in diesem Jahr bisher erzielt wurde, fortan regelmäßig treffen sollte, zunächst viermal im Jahr.

Nach den Vorträgen von Zepp-LaRouche und Pandor folgten mehrere Fragerunden, die Vorstellung von Plänen und lokale Präsentationen. In ihren abschließenden Bemerkungen empfahl Zepp-LaRouche den Jugendlichen, den Aufruf zum Handeln bezüglich „Transaqua“ aufzugreifen, dem seit langem geplanten und seitdem ins Stocken geratenen großen Wasserprojekts für Afrika, dessen Schwerpunkt auf dem Tschadsee und dem Kongo-Fluß liegt; dieser Aufruf kommt von einer Gruppe afrikanischer Studierender in Europa. Außerdem blickte sie erwartungsvoll auf die Vollversammlung der Vereinten Nationen im September in New York, bei der China voraussichtlich eine Resolution zur globalen Regierungsführung („Governance“) einbringen wird.

🌐 Werdet aktiv und schliesst Euch der Bewegung an!

Wir brauchen jungen Menschen mit einer Vision, um eine bessere Zukunft zu gestalten. Hier gibt es Wege wie Ihr Euch jetzt einbringen könnt:

#SchillerInstitute #YouthMovement #PeaceThroughDevelopment #GlobalSouth #HelgaZeppLaRouche #NalediPandor #OasisPlan #EconomicSovereignty #NelsonMandelaDay #PhysicalEconomics


Internationale Friedenskoalition #164, 24.07.2026, 17.00 Uhr

General Kujat spricht die Wahrheit: Wir steuern auf einen Atomkrieg zu, der die Zivilisation zerstören würde

164. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

General Kujat spricht die Wahrheit: Wir steuern auf einen Atomkrieg zu, der die Zivilisation zerstören würde

24. Juli 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Jack Gilroy (Veterans for Peace, Pax Christi – Upstate NY, Pax Christi International), Larry Johnson (ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied von Veteran Intelligence Professionals for Sanity / VIPS) sowie weitere Redner, die noch bekannt gegeben werden.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Am 10. Juli veröffentlichte das Royal United Services Institute (RUSI), der offizielle Verteidigungs-Thinktank der britischen Monarchie, einen Artikel, in dem locker „vorhergesagt“ wird, dass „der nächste globale Schock 25 Jahre nach dem 11. September unendlich viel schlimmer sein könnte“, da dabei Atomwaffen zum Einsatz kommen würden. Der Autor Tim Willasey-Wilsey, Senior Associate Fellow am RUSI, versucht keineswegs, eine solch katastrophale Entwicklung abzuwenden; vielmehr geht er davon aus, dass ein „globaler Schock, der Pearl Harbor und dem 11. September in nichts nachsteht“, unvermeidlich sei.

Des weiteren warnte Harald Kujat in einem Interview auf YouTube mit folgenden Worten vor dem militärischen Aufrüstungswettlauf gegen Russland. General Kujat ist ein pensionierter deutscher Vier-Sterne-General der Luftwaffe, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und war von 2002 bis 2005 Vorsitzender des NATO-Militärausschusses.

„Wir haben es mit einer Nuklearmacht zu tun – nämlich der größten Nuklearmacht auf dieser Erde. … Durch den Einsatz von Nuklearwaffen sind wir in der Lage, das Ende der Welt herbeizuführen. Und wenn das kein Ansporn ist, eine Eskalation in einem Krieg mit der größten Nuklearmacht zu verhindern, dann weiß ich nicht, was noch dazukommen soll. Das Mindeste wäre doch, dass hier in Europa durch den Einsatz von Nuklearwaffen ein mindestens 50-jähriger nuklearer Winter eintritt.

Wie soll denn dieser europäische Kontinent überleben, wenn es hier einen Krieg gibt? Wir haben doch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs erlebt. Ein zukünftiger Krieg würde doch das um ein Vielfaches übertreffen. Wo bleibt diese historische Kenntnis eigentlich bei unseren Politikern? Wo bleibt das Verständnis für die Gefahren, denen wir heute ausgesetzt sind?“

Wir von der Internationalen Friedenskoalition, die sich wöchentlich zusammenfindet, stimmen dieser Feststellung von General Kujat voll und ganz zu, dass die Welt – nicht nur Europa – in einen Abgrund des Krieges abrutscht, der mit jedem Tag wahrscheinlicher zu einem Atomkrieg zu werden scheint, von dem sich keine Nation erholen würde; und zum jetzigen Zeitpunkt kann niemand sagen, wie lange es noch dauern wird, bis wir diesen Abwärtstrend nicht mehr umkehren können.

Helga Zepp-LaRouche, die Initiatorin der Internationalen Friedenskoalition und Gründerin des Schiller-Instituts, bemerkte heute, dass General Kujats Aussage die Sichtweise auf die Zukunft der Menschheit zum Ausdruck bringt, die sie schon seit einiger Zeit vertritt. „Wir waren noch nie zuvor in einer derart großen Gefahr“, sagte sie, weder während der Kubakrise noch im Zweiten Weltkrieg.

Der Marsch in den Weltkrieg muss gestoppt werden, bevor die arrogante und ignorante Selbstsicherheit so vieler politischer „Führer“ des Westens ihn unaufhaltsam macht.

Es ist unerlässlich, dass wir unsere Stimme gegen diese unmittelbare Bedrohung erheben, dagegen demonstrieren und auf jede erdenkliche Weise aktiv werden – dies ist eine besondere Verantwortung für Amerikaner –, und für jeden, wo auch immer, ist es notwendig zu handeln, um die westliche Kriegsfraktion zu stoppen und die Welt hin zu einer neuen Architektur für Entwicklung, Sicherheit und Frieden zu bewegen.

Angesichts der Eskalation des Krieges, des wirtschaftlichen Zusammenbruchs und der nuklearen Bedrohung steht unsere Existenz auf dem Spiel. Diese Perspektive wird am 31. Juli bei einem von Nachrichtendienst EIR.news und der Internationalen Friedenskoalition gemeinsam veranstalteten Krisenforum umfassend erörtert werden: „Die Einwanderungskrise durch Entwicklung lösen: Was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen“.

Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Jack Gilroy (Veterans for Peace, Pax Christi – Upstate NY, Pax Christi International), Larry Johnson (ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied von Veteran Intelligence Professionals for Sanity / VIPS) sowie weitere Redner, die noch bekannt gegeben werden.


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Steuern wir jetzt wirklich auf einen Krieg gegen Russland zu?

Mittwoch, 22. Juli 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

In einem Interview auf YouTube warnte Harald Kujat mit folgenden Worten vor dem militärischen Aufrüstungswettlauf gegen Russland. General Kujat ist ein pensionierter deutscher Vier-Sterne-General der Luftwaffe, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und war von 2002 bis 2005 Vorsitzender des NATO-Militärausschusses.

„Wir haben es mit einer Nuklearmacht zu tun – nämlich der größten Nuklearmacht auf dieser Erde. … Durch den Einsatz von Nuklearwaffen sind wir in der Lage, das Ende der Welt herbeizuführen. Und wenn das kein Ansporn ist, eine Eskalation in einem Krieg mit der größten Nuklearmacht zu verhindern, dann weiß ich nicht, was noch dazukommen soll. Das Mindeste wäre doch, dass hier in Europa durch den Einsatz von Nuklearwaffen ein mindestens 50-jähriger nuklearer Winter eintritt.

Wie soll denn dieser europäische Kontinent überleben, wenn es hier einen Krieg gibt? Wir haben doch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs erlebt. Ein zukünftiger Krieg würde doch das um ein Vielfaches übertreffen. Wo bleibt diese historische Kenntnis eigentlich bei unseren Politikern? Wo bleibt das Verständnis für die Gefahren, denen wir heute ausgesetzt sind?“

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Wir vom Schiller-Institut, das die Internationale Friedenskoalition gegründet hat und wöchentlich einberuft, stimmen dieser Feststellung von General Kujat voll und ganz zu, dass die Welt – nicht nur Europa – in einen Abgrund des Krieges abrutscht, der mit jedem Tag wahrscheinlicher zu einem Atomkrieg zu werden scheint, von dem sich keine Nation erholen würde; und zum jetzigen Zeitpunkt kann niemand sagen, wie lange es noch dauern wird, bis wir diesen Abwärtstrend nicht mehr umkehren können.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, bemerkte heute, dass General Kujats Aussage die Sichtweise auf die Zukunft der Menschheit zum Ausdruck bringt, die sie schon seit einiger Zeit vertritt. „Wir waren noch nie zuvor in einer derart großen Gefahr“, sagte sie, weder während der Kubakrise noch im Zweiten Weltkrieg.

Der Marsch in den Weltkrieg muss gestoppt werden, bevor die arrogante und ignorante Selbstsicherheit so vieler politischer „Führer“ des Westens ihn unaufhaltsam macht.

Deshalb organisieren wir unsere politischen Aktivitäten und wirtschaftlichen Kooperationen sowie die unabhängigen Wahlkampagnen von Diane Sare für das US-Präsidentenamt, von Jose Vega im Wahlbezirk 15 der Bronx und jener unabhängigen Kandidaten im ganzen Land, die diese Verantwortung übernehmen, um diesen Marsch in den Weltkrieg zu stoppen und regionale Wege zu wirtschaftlicher Entwicklung und Frieden zu eröffnen.

Dies wird durch den vorgeschlagenen „Erweiterten Oasenplan für Südwestasien“ verkörpert, der nun, 50 Jahre nachdem er erstmals vom amerikanischen Ökonomen und Staatsmann Lyndon LaRouche vorgeschlagen wurde, umgesetzt werden muss, um den Frieden in dieser Region wiederherzustellen.


Amerika zehrt sich selbst aus

Bericht vom 163. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 163. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC, IFK) am 17. Juli begann mit einem Überblick über die Weltlage von Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC. Die Vereinigten Staaten hätten bereits den sechsten Tag in Folge den Iran massiv bombardiert und dabei zivile Infrastruktur ins Visier genommen. Der Iran antworte darauf mit Angriffen auf US-Stützpunkte und habe die Huthi im Jemen aufgerufen, die Meerenge von Bab al-Mandab am Roten Meer – eine weiterer wichtiger Engpaß neben der Straße von Hormus – zu sperren. Dies könne die Welt schon im August in „eine Depression, eine Hungerkatastrophe und eine Energiekrise“ stürzen, warnte Zepp-LaRouche.

In Europa „haben die Ukrainer begonnen, russische Einrichtungen am Schwarzen Meer massiv anzugreifen, und als Vergeltungsmaßnahme hat Rußland begonnen, Häfen in der Region Odessa zu treffen, was massive Auswirkungen auf Getreide, Öl und Düngemittel hat“. Das sei eine Bedrohung für die weltweite Nahrungsmittelversorgung, weil allein Rußland schon über 10% der weltweiten Getreideexporte liefere.

Zepp-LaRouche verurteilte die wahnwitzige Entscheidung Deutschlands, von den USA Tomahawk-Marschflugkörper zu kaufen und auf deutschem Boden zu stationieren. Damit stünden wir vor einer Wiederholung der Mittelstreckenraketenkrise der 1980er Jahre.

In Amerika sei Präsident Trump „zunehmend delirierend“, wie man an seiner jüngsten Fernsehansprache sehe, in der er behauptete, China hätte 2020 rund 220 Millionen Datensätze über US-Wähler gestohlen.

Diesem düsteren Bild stünden einige positive Entwicklungen entgegen. Rußland, China und der Vatikan arbeiteten daran, Mißbrauch künstlicher Intelligenz (KI) einzudämmen. Rußland und China hätten vereinbart, zu diesem Zweck eine Weltorganisation für Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz mit Sitz in Shanghai zu gründen. In ähnlicher Weise hätten sich 30 Nobelpreisträger und führende Experten bei einem dreitägigen Treffen in der Sommerresidenz von Papst Leo XIV. im italienischen Castel Gandolfo auf die „Römische Erklärung zu Atomwaffen und KI“ geeinigt.

Unterdessen hätten in den USA 104 Kongreßabgeordnete für die Streichung der Finanzhilfen für Israel gestimmt. Auch wenn das nicht ausreichte, um den Änderungsantrag zu verabschieden, sei das sehr wichtig, weil es das erste Mal war, daß sich eine größere Zahl von Abgeordneten den Wünschen der Israel-Lobby widersetzte.

Jack Gilroy ist regelmäßiger IPC-Teilnehmer und aktiv bei Veterans for Peace, Pax Christi im Staat New York und Pax Christi International. Er gab einen aktuellen Bericht über die Initiative, die Diplomatie von Papst Johannes XXIII. während der Kubakrise im Oktober 1962 nachzuahmen, als der Papst als Vermittler zwischen US-Präsident Kennedy und dem sowjetischen Staatschef Chruschtschow fungierte und dazu beitrug, eine Situation zu entschärfen, in der die Welt kurz vor einem Atomkrieg stand.

Nahrungsmittelkrise

Joe Maxwell war Vizegouverneur von Missouri, Rechtsanwalt und Offizier der Nationalgarde von Missouri und ist ein führender Vertreter der Landwirte-Organisationen Farm Action und Farm Action Fund. Er würdigte zunächst das Schiller-Institut und die IPC für ihre wichtige Arbeit seit nunmehr 163 Wochen. Dann gab er einen umfassenden Bericht über die negativen Folgen der Kriege in der Ukraine und im Iran für Amerikas Landwirte und ländliche Gemeinden – zusätzlich zu einer ohnehin schon schwierigen Lage für unabhängige Familienbetriebe. In den USA gingen täglich 63 kleine und mittelgroße landwirtschaftliche Betriebe verloren, während gleichzeitig viele Familien im Land Schwierigkeiten haben, Lebensmittel noch zu bezahlen. Vier Konzerne teilten sich 85% des US-Rindfleischmarkts. Maxwell legte ähnliche Statistiken für andere Erzeugnisse vor. Die Kosten für die Landwirte in den USA seien stark gestiegen, so haben sich die Düngemittelpreise verdoppelt und Diesel ist 40% teurer geworden. Wegen der Kriege und der Monopolpolitik der internationalen Agrarkonzerne hätten Amerikas Landwirte in diesem Jahr Verluste in Höhe von 31 Milliarden Dollar.

Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare zählte die Engpässe auf, die jetzt die ganze Weltwirtschaft gefährden: die Straße von Hormus, die Straße von Bab al-Mandab am Roten Meer, die Übernahme Albaniens an der Adria durch die „Epstein-Klasse“ sowie die Angriffe der Ukraine auf russische Schifffahrtsrouten im Schwarzen Meer. Während sich diese Gefahren immer mehr verschärften, würden die Vereinigten Staaten von einem „hirnlosen, bösartigen Narzißten“ im Weißen Haus geführt. Die Weltwirtschaft nutze derzeit noch das Öl, das vor der Sperrung der Straße von Hormus auf den Meeren unterwegs war, sodaß die Folgen der Sperrung erst verzögert eintreten, doch bald werde man die vollen Auswirkungen zu spüren bekommen.

Ein entscheidender Schauplatz sei der Kampf um das Verteidigungsbudget 2027 (National Defense Authorization Act, NDAA) im Kongreß in Washington. Der Republikaner Thomas Massie und der Demokrat Ro Khanna hätten beantragt, den mittlerweile berüchtigten Abschnitt 219, der Militär und Nachrichtendienste der USA und Israels faktisch verschmelzen soll, aus dem NDAA zu streichen, und Sare unterstützt ihren Vorstoß. Sie berichtete, wie der Abgeordnete Adam Smith Massies Antrag, geplante 3,3 Milliarden Dollar Militärhilfe an Israel zu streichen, zunächst ablehnte, dann aber zustimmte. Das sei der Beweis dafür, wie sich der Kongreß ändern kann, um auf die Wünsche der Wähler einzugehen.

Zepp-LaRouche fragte Maxwell, welche verzögerten Auswirkungen der weltweite Engpaß bei Düngemitteln habe. Er antwortete, wenn die Versorgung mit Stickstoffdünger ausfalle, dauere es etwa ein Jahr, bis höhere Preise und Engpässe eintreten. Die Folge davon seien weniger Nahrungsmittel und verbreiteter Hunger. Co-Moderator Dennis Speed knüpfte daran an und schlug vor, daß die IPC den Zusammenhang zwischen Angriffen auf die Landwirtschaft und der Migrationskrise untersucht, weil Nahrungsmittelmangel Menschen zwingt, auf der Suche nach Essen umzuziehen, um zu überleben. Zepp-LaRouche stimmte zu und sagte, die Verhinderung von Entwicklung werde zu einer „Explosion der Migrationskrise“ führen.

Iran im Vorteil

Speed stellte dann den regelmäßigen IPC-Teilnehmer Larry Johnson vor, der sich nach Abschluß einer anderen Verpflichtung angemeldet hatte. Johnson war CIA-Beamter und ist Mitglied der kritischen Gruppe „Geheimdienstveteranen für Vernunft“ (Veteran Intelligence Professionals for Sanity, VIPS). Er merkte zunächst an, seit seinem Vortrag beim letzten IPC-Treffen vor einer Woche habe der Iran sechs Tage lang ständige Bombardements erlebt. Entgegen dem hysterischen Triumphgeschrei der Trump-Regierung „ist der Iran in diesem Kampf strategisch im Vorteil“. Johnson zeichnete ein verheerendes Bild vom Schwund der militärischen Fähigkeiten der USA unter den Bedingungen des Irankriegs: Bei dem Tempo, mit dem dort Raketen verbraucht werden, würden die Raketen, die Lockheed Martin im vergangenen Jahr herstellte, ganze sieben Tage reichen. Amerika gehe die Munition aus.

„Die Vereinigten Staaten stecken in einem selbstverschuldeten Zermürbungskrieg“, sagte Johnson. „Der Iran muß nur jeden Tag US-Stützpunkte mit ballistischen Raketen beschießen, dann … werden die Vereinigten Staaten praktisch aus dem Persischen Golf vertrieben.“ Nachdem die USA China in den 90er Jahren den Zugang zu ihrem Satelliten-Navigationssystem GPS verwehrt hatten, habe China sein eigenes, unabhängiges System BeiDou entwickelt, auf das der Iran nun zugreife. „Die Vereinigten Staaten zehren sich selbst auf.“ Die USA hätten weltweite Engpässe bei Diesel und Flugzeugkraftstoff verursacht, was sich unweigerlich auch auf die eigenen militärischen Fähigkeiten auswirke.

Zepp-LaRouche fragte Johnson, ob es im Pentagon Leute gibt, die die Folgen dieser Politik verstehen und intelligent darauf reagieren könnten. Johnson antwortete, man habe die Entschlossenheit des Iran unterschätzt. Es werde nicht lange dauern, bis Präsident Trump gezwungen ist, erhebliche Zugeständnisse zu machen und Wege zu finden, dies seiner Anhängerschaft gesichtswahrend zu verkaufen, indem er behauptet, auf iranische „Gnadengesuche“ großmütig zu reagieren. Unterdessen seien die USA schon dabei, ihre Streitkräfte systematisch aus der Region zu verlegen, um sie außerhalb der Reichweite iranischer Raketen zu bringen.

In der Diskussion wurde Zepp-LaRouche auch darauf angesprochen, daß im Iran 41 bis 43 Millionen Menschen an der Beerdigung des ermordeten Staatsführers Ajatollah Ali Chamenei teilnahmen. Sie antwortete, dies sei die größte Demonstration der Weltgeschichte und eine Bekräftigung der „Jahrtausende langen Identität einer Zivilisation“. 

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Internationale Friedenskoalition #163, 17.07.2026, 17.00 Uhr

Wer ist verrückt genug, Nahrungsmittel- und Öllieferungen zu blockieren?

163. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Wer ist verrückt genug, Nahrungsmittel- und Öllieferungen zu blockieren?

17. Juli 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS); Diane Sare, unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin; sowie weitere Redner, die in Kürze bekannt gegeben werden.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Wer ist verrückt genug, 10 % der weltweiten Weizenlieferungen und 20 Prozent der weltweiten Öllieferungen zu blockieren?

Die Antwort lautet: die City of London und die Wall Street.

Die Eskalation hinsichtlich der Intensität sowie der Einsatzgebiete im NATO-Ukraine-Krieg gegen Russland und gegen den Iran haben massive Auswirkungen auf die globale Realwirtschaft.

Russland hat nach massiven ukrainischen Drohnenangriffen den Schiffsverkehr im Asowschen Meer und entlang des Don-Asow-Kanals eingestellt. Dieser 30 km lange Kanal verbindet den wichtigen Getreideumschlaghafen Rostow am Don mit dem Asowschen Meer. Die Route über das Asowsche Meer und das Schwarze Meer ist ein entscheidender Exportkorridor für Russlands riesige Weizen- und sonstige Getreideexporte. Darüber werden etwa 30 – 40 % der Weizenexporte und 25 % der gesamten Getreideexporte abgewickelt. Russland ist mit Abstand der größte Weizenexporteur der Welt (25 % des weltweiten Gesamtvolumens) und seit vielen Jahren auch der führende Exporteur aller Getreidesorten (15–20 % des weltweiten Gesamtvolumens). Die Hauptabnehmer russischer Weizenexporte sind Länder in Afrika, Asien und dem Nahen Osten – dieselben, die Öl aus dem Persischen Golf importierten.

Grob gesagt sind nun etwa 10 % der gesamten weltweiten Weizenexporte zum Erliegen gekommen. Es handelt sich um eine ähnliche Größenordnung wie der Anteil des weltweiten Öls (20 %), der früher durch die nun gesperrte Straße von Hormus floss.

Dies ist die Politik der „kontrollierten Zerstörung“, die der Council on Foreign Relations – das Sprachrohr der globalen Finanzoligarchie in New York und London – bereits Ende der 1970er Jahre als langfristige Strategie beschloss, um die Kontrolle über ein zusammenbrechendes internationales Spekulationssystem aufrechtzuerhalten. Der ehemalige US-Zentralbank-Vorsitzende Paul Volcker sagte 1978: „Eine kontrollierte Zerstörung der Weltwirtschaft ist ein legitimes Ziel für die 1980er Jahre.“

Das ist dieselbe malthusianische Politik hinter der 2,4 Billiarden Dollar schweren Spekulationsblase, die auch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran antreibt. Eines der Hauptziele bestand darin, die Straße von Hormus zu sperren und damit 20 % des weltweiten Ölhandels sowie 35 % der Düngemittelexporte lahmzulegen.

Nun ist US-Präsident Trump in einer Falle gefangen, die er selbst gestellt hat. Der Londoner Economist berichtete gestern genüsslich: „Der amerikanische Präsident will, dass die Meerenge wieder geöffnet wird – doch er hat keine gute Möglichkeit, dies zu erreichen.“ Eine Option sei „die Bombardierung lebenswichtiger Infrastruktur im Iran“, was jedoch „ein Kriegsverbrechen sein könnte“.

Trump ist blind für die Tatsache, dass die Briten ihn zum Narren halten. Gestern Abend sprach er gegenüber Fox News über seine Pläne für den Iran: „Nächste Woche sind die Brücken dran. Wir werden alle ihre Kraftwerke ausschalten. Wir werden alle ihre Brücken ausschalten, es sei denn, sie setzen sich an den Verhandlungstisch und verhandeln … Ihr solltet besser einen Deal abschließen. Sonst wird niemand mehr übrig bleiben.“

Die Zeit wird knapp, um eine nukleare Eskalation der Kriege in der Ukraine und im Iran zu verhindern. Und die Zeit wird umso knapper, was unsere Fähigkeit betrifft, die physisch-wirtschaftliche Schockwelle des Zusammenbruchs der Weltwirtschaft zu stoppen – angesichts des anhaltenden Rückgangs des weltweiten Ölhandels um 20 %, dem Einbruch der Düngemittelexporte um 35 % und nun noch dem Einbruch der weltweiten Weizenexporte um 10 %.

Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller-Instituts, stellte in ihrem internationalen Webcast vom 15. Juli einen Weg zur Lösung dieser Probleme vor:

„Die gesamte US- und Weltwirtschaft kann meiner Ansicht nach nicht mehr sehr lange durchhalten. Wenn die bestehenden strategischen [Öl-]Reserven aufgebraucht sind, werden wir eine Energiekrise haben, die bereits zu einer weltweiten Wirtschaftskrise führt … Wir brauchen eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für die gesamte Region und die Welt.“ Dies wird das zentrale Thema beim bevorstehenden EIR-Roundtable am 31. Juli sein: „Die Flüchtlingskrise durch Entwicklung lösen – was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen.“


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: USA-Angriff auf den Iran: Der letzte Sargnagel des westlichen Finanzsystems?

Mittwoch, 15. Juli 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Manchmal ist „vernünftig zu sein“ das Revolutionärste, was ein Einzelner – und ganz sicher eine Bevölkerung oder eine Nation – tun kann. Eine Epidemie der Vernunft, die im 250. Jahr seit der Gründung der Vereinigten Staaten unter der Bevölkerung ausbricht, würde vom Rest der Welt höchst begrüßt werden.

Es ist zum Beispiel völlig unvernünftig, zuzulassen, dass Abschnitt 219 des National Defense Authorization Act von einem Kongress verabschiedet wird, der sich damit gerade in den Fragen von Krieg und Frieden selbst entmachtet – Fragen, für die er gemäß der Verfassung der Vereinigten Staaten als Vertretung des amerikanischen Volkes (und nicht der finanzstarken Lobbygruppen) verantwortlich ist und zur Rechenschaft gezogen werden kann, und kein anderer Regierungszweig, kein nicht gewählter öffentlicher Dienst und keine permanente Bürokratie.

Das heißt, der Kongress ist nicht dazu befugt, durch die Verabschiedung dessen, was man als „Jonathan-Pollard-Initiative zur Zusammenarbeit zwischen den USA und Israel im Bereich der Kriegstechnologie“ bezeichnen sollte, willkürlich abzudanken, zu beschließen, nicht mehr der Kongress zu sein, und die Befugnisse dieses Gremiums abzulehnen. Dies würde eine ausdrückliche Änderung der Verfassung der Vereinigten Staaten erfordern. Eine Verabschiedung von Abschnitt 219 des Repräsentantenhauses (und seines Gegenstücks, Abschnitt 1217 des Senats) wäre Hochverrat an der Nation und an der Welt.

Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare, der ehemalige Kongressabgeordnete Dennis Kucinich und mittlerweile mehrere andere haben darauf hingewiesen. Nun müssen die vernünftigsten unter den amerikanischen Bürgern – ebenso wie diejenigen außerhalb der Vereinigten Staaten, die die Gefahr erkennen, die eine solche Maßnahme für die Welt darstellt – mit allen geeigneten Mitteln gemeinsam handeln, um diesen Kurs umzukehren.

Es ist unerlässlich, dass die Menschen vernünftig sind, da die Trump-Regierung es nicht ist. Helga Zepp-LaRouche berichtete gestern:

„Nun, offensichtlich war auch der gerade in Ankara zu Ende gegangene NATO-Gipfel voller Absurditäten. Ich denke, die lächerlichste Äußerung, die von dem Gipfel kam, stammte von Trump, der sagte, dass bei diesem Treffen so viel Liebe in der Luft lag. Nun ist es sehr schwer vorstellbar, wie es in Anwesenheit all dieser Kriegstreiber Liebe geben kann, aber er behauptet, dies sei der Fall gewesen. Und offensichtlich ist er sehr glücklich, weil er diese blöden Deutschen, nämlich Pistorius und Merz, dazu gebracht hat, die Tomahawk-Marschflugkörper für mindestens 1,2 Milliarden Dollar plus ein paar Millionen zu kaufen. Dabei hatte Biden im Grunde versprochen, dass diese Tomahawk-Raketen kostenlos in Deutschland stationiert würden, da dies offensichtlich ganz im Interesse der Kriegsfraktion in den Vereinigten Staaten liegt und völlig im Widerspruch zu den Interessen Deutschlands steht, das dadurch zum Hauptziel einer solchen mittelstreckenfähigen, atomwaffenfähigen Erstschlagrakete gemacht wird, was die Sicherheitsprobleme Deutschlands verschärft. Doch nun zahlt Deutschland stattdessen dafür.

Aber wenn man darüber nachdenkt: Im früheren Konzept war dies Teil eines Multi-Domain-Einsatzkonzepts, zu dem Satelliten, Nachrichtendienst, elektronische Kriegsführung, Cyber-Fähigkeiten, Datenfusion, Zielerfassung und weitreichende Präzisionsschläge gehörten – alles Teil eines zusammenhängenden Pakets. Und der Tomahawk war die Spitze des Speers. Nun kauft Deutschland die Spitze ohne den Speer, trägt alle Kosten, und das ist völlig wahnsinnig. Es liegt also auf der Hand, dass Trump das gerne verkauft, aber es zeigt einfach nur den Wahnsinn.“

„O Gericht! Du bist zu brutalen Tieren geflohen, Und die Menschen haben ihre Vernunft verloren.“ Möge Shakespeares Mahnung in der Rede des Marcus Antonius im dritten Akt von Julius Cäsar jene erleuchten, die sich fragen sollten, wie die Politik der Massenmorde des israelischen Regimes und der amerikanischen Regierung im Iran tatsächlich zur größten Versammlung führte, die jemals in der Menschheitsgeschichte verzeichnet wurde – über 40 Millionen Menschen im Iran. Millionen dieser Menschen glaubten, dass sie möglicherweise in den Tod gingen, und versammelten sich dennoch.

„Der schreckliche Schatten einer unsichtbaren Macht schwebt, wenn auch unsichtbar, unter uns.“ Angehörige der Epstein-Klasse leugnen, dass diese Macht existiert. Diese Macht und die Macht der Vernunft sind übrigens tatsächlich identisch.

In dem Dokument „Quo Vadis, Humanitas?“, das von der Internationalen Theologischen Kommission des Vatikans aufgeworfen wurde und dessen Schwerpunkt eine Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Trans- und Posthumanismus ist, erklären die Autoren: „Der Zweck dieses Dokuments besteht nicht nur darin, eine Unterscheidung anzubieten, die in der Lage ist, die anthropologischen Konsequenzen technowissenschaftlicher Entdeckungen und die entsprechenden ethischen Entscheidungen der Menschen und Gesellschaften von heute abzuwägen… Der theoretisch-praktische Charakter der Theologie umfasst die Verkündigung des Glaubens (Kerygma) und die Erziehung zu einer Vision des Menschseins im Dialog mit dem wissenschaftlichen Fortschritt, in die alles Gute integriert werden kann.“

Solche „schwerwiegenden Ideen“ waren schon immer das Metier des Executive Intelligence Review und ihres Gründers und „Chief Intelligence Officer“, des verstorbenen Ökonomen und Staatsmannes Lyndon LaRouche. Im Jahr 1983 stellte er fest:

„Im Volksjargon und leider auch unter einigen Kreisen unserer politischen Geheimdienstgemeinschaft herrscht eine Besessenheit von der modernen amerikanischen Gewohnheit, zu verlangen, dass Realität und Ideen in populär beworbenen Markenverpackungen geliefert werden, deren Inhalt in denselben vereinfachten Begriffen erklärt wird wie ein typischer Werbeslogan der ‚Madison Avenue‘…

Wer darauf besteht, dass seine Fakten in populär beworbenen, mit Markenzeichen versehenen Verpackungen geliefert werden, sollte sich nicht der seelischen Qual aussetzen, die er erleiden wird, wenn er schon mit den einfachen alltäglichen Wahrheiten der routinemäßigen Spionageabwehr konfrontiert wird. Auf dieser Ebene ist die Welt sehr kompliziert; in diesem Bereich gibt es nur wenige Verbündete, und fast niemand agiert offen unter dem Markenzeichen der einen, zwei oder drei Interessen, denen er letztendlich dient.“

Einmal, in einem Gespräch darüber, Menschen dazu herauszufordern, die Welt zu verändern, indem man andere dazu anregt, über „schwerwiegende Ideen“ nachzudenken, bezog sich LaRouche auf die oft geäußerte Kritik an seinen „langen Strategiepapieren“ und „komplizierten“ Präsentationen. Seine Antwort lautete: „Vielleicht bist du zu unkompliziert, um zu überleben?“

Executive Intelligence Review wurde ins Leben gerufen, um jeden denkenden Menschen in die Lage zu versetzen, Lösungen zu entdecken und anzunehmen, um zu „wissen, was zu tun ist“ – einschließlich der Frage, wie eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur geschaffen werden kann, wie sie von der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, in ihren „Zehn Prinzipien für eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“, diskutiert wird.

Ein Rat der Vernunft wird dringend benötigt. Er muss sich aus Bürgern zusammensetzen, insbesondere aus jungen Bürgern aus aller Welt und aus jenen, die an die weltgeschichtliche Bedeutung der internationalen Revolution vor 250 Jahren glauben, die in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zusammengefasst ist. Damit begann ein Prozess, den Indonesiens Sukarno auf dem Ersten Gipfeltreffen der blockfreien Staaten im Jahr 1955 als „die erste erfolgreiche antikoloniale Revolution der Geschichte“ bezeichnete. Es reicht nicht aus, wie es Indien derzeit tut, Orte wie den „Jaipur Polo Ground, auf dem König Charles III., damals noch Prinz von Wales, gespielt hatte“, und andere Symbole der britischen Kolonialherrschaft zu schließen. Es ist Winston Churchills „Reich des Geistes“, das durch die Kraft der Vernunft besiegt werden muss, und ein Rat der Vernunft, der weiß, „was zu tun ist“, und danach handelt.


Ein äußerst wichtiger Weckruf an die Amerikaner

Bericht vom 162. Treffen der Internationalen Friedenskoalition (IPC)

Zu Beginn des 162. wöchentlichen Treffens der Internationalen Friedenskoalition (IPC) warnte die Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, Helga Zepp-LaRouche, dass „beide Kriegsschauplätze … eskalieren“. “ Der jüngste NATO-Gipfel habe nichts als weitere Aufrufe zur Konfrontation zwischen Europa und Russland in der Ukraine hervorgebracht. Sie verwies auf die Ankündigung des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz, dass die Vereinigten Staaten den Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern und den dazugehörigen bodengestützten Typhon-Abschussvorrichtungen an Berlin genehmigt hätten. Tomahawk-Raketen sind offensive, atomwaffenfähige Waffen. Trump hatte im Oktober 2025 eine Anfrage des ukrainischen amtierenden Präsidenten Wolodymyr Selenskyj abgelehnt, diese zur Verfügung zu stellen.

Im Iran ist die Absichtserklärung zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten gescheitert. Zwischen 41 und 43 Millionen Menschen nahmen an Gedenkveranstaltungen für den ermordeten Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei teil – die größte Beerdigung in der Geschichte. „Die Bevölkerung steht mehr denn je hinter der Regierung“, sagte sie.

Der einzige Lichtblick ist die Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV., und die Botschaft des Papstes vom 4. Juli sei „ein sehr wichtiger Weckruf an die Amerikaner“, betonte Zepp-LaRouche. Anstatt in die Vereinigten Staaten zu reisen, um seine Ausführungen persönlich zu halten, besuchte er die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der Migranten festgehalten werden. Zepp-LaRouche schloss mit den Worten: „Wenn wir nicht sehr, sehr bald den Kurs ändern … könnten wir einen Punkt erreichen, an dem es kein Zurück mehr gibt.“

Präsident Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana (2011–2015), warnte, dass die Migrationsfrage zu einem globalen Problem geworden sei und von Regierungen mit gescheiterter Wirtschaftspolitik als politischer Spielball missbraucht werde. Er schilderte die Geschichte der „Windrush-Generation“, eines „eingeladenen Exodus“ karibischer Migranten, die zwischen 1948 und 1971 im Vereinigten Königreich ankamen, um beim Wiederaufbau des Landes nach dem Zweiten Weltkrieg zu helfen. Nun werden sie oder ihre Nachkommen ausgewiesen. In der westlichen Hemisphäre gibt es Migration, die durch Militärputsche oder von den USA unterstützte Wirtschaftssanktionen verursacht wird. Hinzu kommt der „Brain Drain“, bei dem hochqualifizierte Menschen im Globalen Süden gezielt abgeworben werden. Mehr als 70 % der guyanischen Hochschulabsolventen werden mit Arbeitsangeboten in die USA gelockt. Kuba verfügt über das für eine rasche Entwicklung notwendige Humankapital, doch die Wirtschaftskriegsführung der Vereinigten Staaten hat eine Krise ausgelöst, die die Menschen zur Auswanderung zwingt. Die Lösung ist Entwicklung. Ramotar erklärte weiter, dass koloniale Politik nach wie vor wirksam sei; Rohstoffe würden von ausländischen Interessen abgebaut und exportiert und nicht für die Entwicklung unserer Nationen genutzt. „Die Geier versammeln sich“, nun, da Guyana zusätzlich zu seinen Öl- und Goldvorkommen Uran gefunden hat. Er prangerte „den falschen Eindruck, dass China die Welt übernehmen wolle“ an und beschrieb die für beide Seiten vorteilhafte Beziehung, die sein Land zu China unterhält.

Jack Gilroy, ein Aktivist bei „Veterans for Peace“, „Pax Christi – New York State“ und „Pax Christi International“, erinnerte an das Trauma der Kubakrise im Oktober 1962 und an die entscheidende Rolle, die Papst Johannes XXIII. damals spielte. Die Russen sahen im Papst eine Stimme der Vernunft, und seine Botschaft fand bei ihnen großen Anklang.

Edouard Husson ist Professor, Historiker und Chefredakteur des Newsletters Brennus in Paris. Er kommentierte die Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump den iranischen Obersten Führer Khamenei hatte ermorden lassen und dann überrascht und schockiert zu sein scheint, wenn sich die iranische Bevölkerung hinter ihn schart. Er beschrieb die massive Beteiligung an Khameneis Beerdigung als ein Ereignis, das ebenso bedeutsam sei wie der Fall der Berliner Mauer. „Westliche Staats- und Regierungschefs wissen nicht mehr, wie sie die Kriege gewinnen können, die sie beginnen, und sie wissen auch nicht, wie sie Frieden stiften können.“

Dr. Chandra Muzaffar, Gründer und Präsident der „International Movement for a Just World“ (JUST) in Malaysia, sagte: „Wir müssen die Grundursache der Krise beseitigen, nämlich die Enteignung des palästinensischen Volkes … Die überwiegende Mehrheit der Menschheit will dieses Problem lösen“, doch die Vereinigten Staaten seien das Hindernis für eine Lösung.

Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS), stellte fest, dass der jüngste NATO-Gipfel die Lage sowohl in Europa als auch im Nahen Osten verschlimmert habe. Small analysierte anschließend die wirtschaftlichen Ursachen der Flüchtlingsströme aus Mesoamerika in die USA, die er als Elend bezeichnete, das „von der Wall Street und der City of London auferlegt“ werde. Johnson antwortete zunächst mit einer Sportanalogie, indem er an die ersten Niederlagen von Muhammad Ali oder Willie Mays erinnerte und diese mit dem anhaltenden Niedergang der einst mächtigen Vereinigten Staaten verglich. Als Beispiele führte er an, wie die Houthis die US-Marine im Roten Meer regelrecht zum Stillstand gebracht hätten und wie nun der Iran sich gegenüber dem US-Militär durchgesetzt habe. Sollten die Vereinigten Staaten eine Bodeninvasion im Iran versuchen, wäre jeder geeignete Sammelplatz für eine große Anzahl von US-Truppen völlig anfällig für Präzisionsangriffe durch iranische Drohnen und Raketen – eine völlig andere Situation als die, mit der die USA bei ihrer Invasion im Irak konfrontiert waren. Die Beisetzung von Khamenei sei in der Weltgeschichte beispiellos gewesen, sagte Johnson, und verglich sie mit der Reaktion der USA auf die japanischen Angriffe auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941. „Das eigentliche Problem bleibt das Öl“, sagte er. 70 % der US-Ölraffinerien sind auf die Verarbeitung von Schweröl ausgelegt, das nicht aus heimischer Produktion stammt und für die Herstellung von Diesel und Flugkraftstoff unerlässlich ist. Wir haben die strategischen Ölreserven abgebaut, und sie sind erheblich geschrumpft.

Johnson wies auch auf die Bedeutung der Tatsache hin, dass Russland vom Begriff „militärische Sonderoperation“ dazu übergegangen ist, die Situation in der Ukraine als Krieg zu bezeichnen. Er verspottete die Propaganda im Westen, die behauptet, die Ukraine habe die Oberhand, was er als „wahnwitzigen Blödsinn“ bezeichnete.

Das zerfallende Imperium

Zepp-LaRouche antwortete den anderen Rednern und erklärte, dass „alle Kolonialkriege verloren wurden“, die Kontrolle über die öffentliche Darstellung jedoch gestärkt worden sei. Sie bat die anderen Redner um ihre Ansichten zu diesem Thema, woraufhin eine weitreichende Diskussion folgte, in deren Mittelpunkt unter anderem die jüngsten Ereignisse in Bangladesch standen. Husson beschrieb, wie „Teile und herrsche“-Taktiken eingesetzt werden, um die französische Politik davon abzuhalten, sich mit den wirklichen Themen auseinanderzusetzen: Krieg und Frieden sowie der wirtschaftliche Zusammenbruch.

Ramotar forderte uns auf, uns das Potenzial einer kooperativen Beziehung zwischen China und Indien vorzustellen. Die indische Regierung schwankt zwischen Antikolonialismus und hinduistischem Chauvinismus, was sie aufgrund des gemeinsamen Hasses auf den Islam zur Zusammenarbeit mit Israel drängt. „Die alten Taktiken von ‚Teile und herrsche‘ sind nach wie vor eine sehr wirkungsvolle Waffe.“

Johnson meinte nachdenklich: „Wenn man Führungskräfte hat, die von ihrer eigenen Hybris besessen sind und die Fakten ignorieren“, dann kommt dabei heraus, was wir heute haben. Er ging gezielt auf die Kontroverse um den Verkauf von F-35-Kampfflugzeugen an die Türkei ein und zählte eine erstaunliche Litanei technischer Probleme auf, unter denen das Flugzeug leidet. „Warum wollt ihr der Türkei einen ‚Truthahn‘ geben?“, witzelte er.

Moderatorin Anastasia Battle erinnerte die Teilnehmer daran, sich an den US-Kongress zu wenden und darauf zu drängen, Abschnitt 219 aus dem National Defense Authorization Act zu streichen, um die faktische Verschmelzung der militärischen und nachrichtendienstlichen Funktionen der USA und Israels zu verhindern.

Diskussion

Der deutsche Aktivist Jonathan Thron berichtete über einen Vortrag bei einem Treffen der Ortsgruppe des Newsletters NachDenkSeiten über das Potenzial von Kernspaltungs- und Kernfusionsenergie sowie über die BRICS-Staaten. Er merkte an, dass „die Menschen wirklich nach Optimismus suchen“ und die „grüne“ Perspektive nicht mehr dominierend sei. Ein Teilnehmer fragte: Was ist mit künstlicher Intelligenz (KI) und dem Einsatz von Rechenzentren, die außerordentlich viel Energie verbrauchen? „Die Entwicklung der KI ist eine natürliche Entwicklung“, antwortete Thron; „nutzen wir sie für gute oder für schlechte Zwecke?“ Zepp-LaRouche merkte an, dass der erste unprovozierte Angriffskrieg gegen den Iran auf gefälschten Geheimdienstinformationen von Palantir, dem riesigen KI-Unternehmen, beruhte.

Zepp-LaRouche schloss mit der Feststellung, dass wir aus dieser Diskussion den Schluss ziehen können, dass wir unser Verständnis von Imperium und Kolonialismus schärfen müssen. Friedrich Schiller, der deutsche Dichter, Philosoph und Historiker, nach dem das Schiller-Institut benannt ist, schrieb den Aufstand der Niederlande aus nur einem Grund: um zu zeigen, dass Imperien besiegt werden können.

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Internationale Friedenskoalition #162, 10.07.2026, 17.00 Uhr

Den Elefanten aus dem Wohnzimmer verjagen

162. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Den Elefanten aus dem Wohnzimmer verjagen

10. Juli 2026
17.00 Uhr

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.

Schließen Sie sich der Internationalen Friedenskoalition an. Diese Woche begrüßen wir Donald Ramotar, den ehemaligen Präsidenten von Guyana; Larry Johnson, ehemaliger CIA-Geheimdienstmitarbeiter und Mitglied von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS); Jack Gilroy von Veterans for Peace, Pax Christi – Upstate NY und Pax Christi International; sowie weitere Teilnehmer, die in Kürze bekannt gegeben werden.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Bis jetzt bergen die „Lösungen“ für die Kriege in der Ukraine und im Iran den Keim ihres eigenen Untergangs in sich. Es überrascht daher nicht, dass sich die Lage an beiden Schauplätzen erneut rasch zuspitzt, mit der Gefahr einer Eskalation hin zu einem Atomkrieg. Auf dem NATO-Gipfel in Ankara haben sich beide Krisen erheblich verschärft.

Am gefährlichsten ist jedoch, dass die Weltwirtschaft auf einen massiven Zusammenbruch zusteuert, ausgelöst durch den rasant steigenden Ölpreis und die akuten Versorgungsengpässe bei Öl, Erdgas und Düngemitteln.

Helga Zepp-LaRouche sagte in ihrem internationalen wöchentlichen Webcast zur Wiederaufnahme der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran: „Das ist eine sehr ernste Angelegenheit, denn schon bisher waren die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie auf die Düngemittel- und Nahrungsmittelproduktion schwerwiegend. Mit einem Ende der Absichtserklärung stünde uns ein Zermürbungskrieg bevor, der lange andauern könnte und die Straße von Hormus in Gefahr bringt. Die Folgen für die Weltwirtschaft sind potenziell verheerend, ganz zu schweigen vom internationalen Finanzsystem, das als Folge kollabieren könnte.“

Dieser systemische Zusammenbruch des transatlantischen Finanzsystems mit seiner 2,4-Billiarden-Dollar-Spekulationsblase ist der sprichwörtliche Elefant im Raum, dessen Existenz sich nur wenige überhaupt eingestehen wollen. Aber wenn wir dieses Problem nicht lösen und durch ein neues, auf Produktion ausgerichtetes globales Finanzsystem überwinden, wird es weiterhin Wellen des Krieges, verzweifelter Migrantenströme, Epidemien und Konkursen hervorbringen.

Die Lösung ist zwar radikal, aber griffbereit, wie diejenigen, die mit dem Werk von Lyndon LaRouche aus über 50 Jahren vertraut sind, sehr wohl wissen. Sie erfordert die insolvenzrechtliche Sanierung des gesamten transatlantischen Finanzsystems und die Kreditpolitik des ursprünglichen „Amerikanischen Systems“ zur Förderung hochtechnologischer industrieller Entwicklung. So können wir den Elefanten endlich aus dem Wohnzimmer jagen. Dieser Ansatz wurde am 5. Juli auf der Wahlkampfveranstaltung der US-Präsidentschaftskandidatin und langjährigen LaRouche-Mitarbeiterin Diane Sare unter dem Titel „America 250: A Rededication“ ausführlich und mit großem historischem Detail ausgearbeitet.

Die LaRouche-Methodik, Frieden zwischen verfeindeten Parteien durch Entwicklung herbeizuführen, die allen zugutekommt, muss auch auf das scheinbar unlösbare Problem der Massenmigration angewendet werden. Am 31. Juli veranstaltet EIR dazu eine Dringlichkeitsdiskussionsrunde „Die Flüchtlingskrise durch Entwicklung lösen – was Sie über die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen müssen“. Helga Zepp-LaRouche sagte dazu am 17. Juni: „Der afrikanische Kontinent wird bis zum Jahr 2050 2,5 Milliarden Menschen zählen. Und das bedeutet: Wenn man die Migrationskrise auf humane Weise bewältigen will, müssen wir in den nächsten 25 Jahren 1 Milliarde neue produktive Arbeitsplätze schaffen. Das wäre eine absolut willkommene Kehrtwende gegenüber der derzeitigen Politik.“


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