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Neue Seidenstrasse

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China Daily über Helga Zepp-LaRouches Einschätzung zum KPC-Parteitag

Im englischsprachigen China Daily erschien unter dem Titel „Ausländische Beobachter kommentieren Xis Bericht an den KPC-Parteitag” eine Bewertung von Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin des Schiller-Instituts aus Deutschland, als zweiter von elf Kommentaren. Sie erklärte:

„Es ist absolut bemerkenswert, daß Präsident Xi das Bestreben der KPC, den Chinesen ein ,besseres, glücklicheres Leben’ zu schaffen – mei hao sheng huo –, besonders betont hat. Daß die chinesische Führung dieses Konzept in den Mittelpunkt stellt, ist ein herausragendes Beispiel für die ganze Welt.“

 


Xinhua: Beitrag von Helga Zepp-LaRouche

25. Januar 2018

Unter dem Titel: „BRI – die wichtigste strategische Initiative“ veröffentlichte der Xinhua – Seidenstraßen Informationsservice am 22. Januar 2018 einen längeren Aufsatz von Helga Zepp-LaRouche, den sie bereits im Oktober 2017 für die chinesische Nachrichtenagentur geschrieben hatte.

„Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller Instituts, bezeichnet in ihrem Essay Self-Governance of Mankind die Belt and Road Initiative [Neue Seidenstraße] als die wichtigste strategische Initiative auf diesem Planeten, da sie die Lösung für mehrere der vordringlichsten Probleme der Menschheit bereitstelle.

Die Belt and Road Initiative bricht mit den alten geopolitischen Vorstellungen, die Ursache für zahlreiche Kriege in der Geschichte, insbesondere den zwei Weltkriegen im 20. Jahrhundert waren und ersetzt sie mit der inklusiven win-win-Kooperation von potentiell allen Nationen der Erde. Sie stellt ein alternatives Wirtschaftsmodel bereit, das zum gegenwärtigen Zeitpunkt, da das transatlantische Finanzsystem vor einer größeren Krise als 2007/2008 steht, die Realwirtschaft wieder in den Fokus rückt. Die Belt and Road Initiative besitzt das Potential, jede einzelne regionale Krise durch das Konzept „Frieden durch Entwicklung“ beizulegen. …“

 


Die Welt braucht keine „Drecksloch“-Debatte, sondern Entwicklung!

Helga Zepp-LaRouche nutzte ihr wöchentliches Internetforum am 17. Januar, um über die Politik zu sprechen, die die westlichen Länder bisher gegenüber unterentwickelten Ländern wie Haiti verfolgt haben und zum großen Teil noch immer verfolgen – und im Kontrast dazu, anhand des chinesischen Beispiels, auch über die Politik, die der Westen gegenüber diesen Ländern verfolgen sollte.

Den Anlaß dazu lieferte die sog. „Drecksloch“-Affäre: Der demokratische Senator Dick Durbin (der dafür bekannt ist, auch schon in anderen Zusammenhängen Gesprächspartnern Worte in den Mund gelegt zu haben, die diese nicht verwendet hatten) hatte kürzlich behauptet, US-Präsident Donald Trump habe Haiti und andere unterentwickelte Länder als „Dreckslöcher“ („shitholes“) bezeichnet, was von den Trump-feindlichen Medien und Politikern in aller Welt mit großer Empörung aufgenommen wurde. Trump selbst bestreitet, sich so geäußert zu haben, und auch zwei republikanische Senatoren, die bei dem Gespräch dabei waren, erklärten, sie hätten keine solche Äußerung Trumps gehört.

Die eigentliche Frage sei aber nicht, ob Trump dies oder jenes gesagt hat oder nicht, betonte Frau Zepp-LaRouche, sondern vielmehr: „Warum ist Haiti und warum sind viele andere Länder in solchem Zustand? Und da ist es doch ganz angebracht, sich einmal anzusehen, was tatsächlich in Haiti los ist.“ In Haiti gebe es überhaupt keine Kanalisation, die Menschen müßten jeden Tag ihre Exkremente quasi in Eimern aus der Stadt heraustragen, „80% der Bevölkerung leben in Armut, 47% aller Kinder leiden ständig Hunger“.

Das zeige, daß nach dem großen Erdbeben 2010 „absolut nichts getan wurde, auch nicht im Rahmen des Hilfsplans, an dem auch Hillary Clinton und die Clinton Foundation beteiligt waren. Da ist nichts passiert, um etwa Infrastruktur aufzubauen.“ Es seien nur fünf Luxushotels gebaut worden sowie eine Textilfabrik, „wo die Menschen zu Hungerlöhnen arbeiten müssen. Und die USA haben durchgesetzt, daß Haiti den billigen Reis aus Amerika importiert, was natürlich die Reisproduktion in Haiti selber noch weiter kaputtgemacht hat. Mit anderen Worten: Da sollte sich niemand aufs hohe Roß setzen. Daß solche Zustände in der unmittelbaren Umgebung der USA überhaupt existieren, ist vor allem das Resultat der vorherigen Administration.“

Die USA hätten selbst ein Riesenproblem mit einer nie dagewesenen Drogenepidemie, und sie hätten ein großes Problem mit Migranten. Beide Probleme seien aber nur zu lösen, wenn nicht nur Haiti, sondern die karibischen und mittelamerikanischen Staaten insgesamt wirklich wirtschaftlich entwickelt werden.

Im Gegensatz zur US-Regierung habe China Haiti tatkräftige Hilfe angeboten und angekündigt, „daß sie ein Fünf-Milliarden-Programm für die Hauptstadt von Haiti, Port-au-Prince, auflegen“. Dieses Programm, in dessen Rahmen Port-au-Prince u.a. ein modernes Straßennetz mit Kanalisation, Strom- und Kommunikationsleitungen erhalten soll, werde derzeit umgesetzt. China sei auch schon dabei, „Eisenbahnen zu bauen zwischen Panama und Costa Rica. In Chile, in Uruguay, in Ekuador sind größere Projekte in Gang“.

Aufbauvorschläge für Lateinamerika…

Sie selbst und ihre internationale Bewegung hätten sogar noch viel weitergehende Pläne: „Wir haben die umfassende Idee, daß man durch den ganzen amerikanischen Kontinent, von der südlichsten Spitze Argentiniens und Chiles durch die sog. ,Darien-Lücke’ [im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Panama], wo im Augenblick noch gar keine Infrastruktur existiert, und durch Amerika bis zur Beringstraße ein gesamtamerikanisches Verkehrsnetz entwickelt, was dann über die Beringstraße mit dem eurasischen Verkehrsnetz verbunden würde.“

Das würde bedeuten, daß man die karibischen Staaten, Mittel- und Südamerika wirklich ökonomisch integriert und entwickelt – und genau das stehe jetzt bei einem Treffen der Gemeinschaft der karibischen und lateinamerikanischen Staaten (CELAC) mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi auf der Tagesordnung.

Der Bau einer Verkehrsverbindung durch den ganzen amerikanischen Kontinent, die durch die Agrarstaaten im Mittleren Westen der USA führen würde, ermögliche es, auch dort die Infrastruktur zu entwickeln, neue Städte zu bauen und so auch die dringenden Probleme der USA anzupacken.

Wichtig bei einem solchen Aufbauprogramm sei auch, nicht einfach die wirtschaftliche Entwicklung anderer Nationen Schritt für Schritt langsam nachzuvollziehen, sondern dort, wo dies möglich sei, technologische Sprünge zu machen und gleich zur entwickeltsten Technologie überzugehen. So gebe es in Südamerika sowohl in Französisch-Guyana als auch in Brasilien in der Nähe des Äquators Weltraumzentren, von denen aus Raketenstarts durchgeführt werden und die bei einer integrierten Entwicklung eine katalysierende Rolle spielen könnten.

Außerdem gebe es die Idee, verschiedene Tiefseehäfen zu bauen, beispielsweise in Puerto Rico und Kuba, um die Karibik und Amerika an die eurasisch-afrikanische „Maritime Seidenstraße für das 21. Jahrhundert“ anzuschließen. So könne der Rahmen geschaffen werden, um die gesamte Region zu entwickeln. Dazu seien neue Studien in Arbeit, die in Kürze veröffentlicht würden. „Das wäre eine vernünftige Herangehensweise, denn ein Zustand, wo die Hälfte der Kinder permanent hungert, ist ja wirklich mit der westlichen Werteskala nicht zu vereinbaren.“

… und Afrika

Aber nicht nur Lateinamerika und die Karibik brauchen wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch Afrika – und auch dort geht China mit gutem Beispiel voran. China sei dabei, 6200 km Eisenbahn in Afrika zu bauen, die Strecke von Dschibuti nach Addis Abeba sei schon im kommerziellen Betrieb, weitere Trassen seien in Bau oder in Planung. Außenminister Wang Yi habe bei seinem gerade abgeschlossenen Afrikabesuch gesagt, es bestehe die Absicht, „die strategische Partnerschaft und Kooperation zwischen China und dem afrikanischen Kontinent auf eine völlig neue, höhere Stufe zu heben“. Die vielen Projekte, an denen China beteiligt ist, hätten zu einem völlig neuen Selbstverständnis vieler Afrikaner geführt und ihnen Hoffnung gegeben.

Sie betonte: „Das steht in einem totalen Kontrast etwa zu der deutschen Politik, die im Rahmen der EU versucht, mit allen möglichen Regimes in Afrika Auffanglager für Flüchtlinge zu organisieren oder irgendwelche Deals, daß die Flüchtlinge wieder zurückkehren. Aber was völlig fehlt, ist ein Plan der Industrialisierung, der Entwicklung von Industrie und Landwirtschaft in Afrika, wie China das macht. Die deutsche Politik besteht explizit immer nur in dem gebetsmühlenartigen Wiederholen, daß die Entwicklung ,nachhaltig’ sein müsse, und natürlich macht die Regierung nichts, um etwa von deutscher Seite oder EU-Seite her staatliche Garantien für private Investoren zu geben.

Vielmehr ist die Linie, die Investoren sollen aus den afrikanischen Staaten selbst kommen – was natürlich eine Absurdität ist angesichts der Tatsache, daß es gerade das ist, was da fehlt.“ Die deutsche Afrikapolitik sei eine „totale Bankrotterklärung“.

Im Gegensatz dazu lobte sie die Erklärungen des französischen Präsidenten Macron, der Anfang Januar bei seinem Besuch im chinesischen Xian erklärt hatte, er wolle, daß China Frankreich hilft, bei der Entwicklung Afrikas „nicht dieselben Fehler des unilateralen Imperialismus zu wiederholen, derer sich Frankreich in der Vergangenheit, in der Kolonialzeit, schuldig gemacht hat“.

Natürlich sei die französische Politik in Afrika in der Vergangenheit zum Teil „ganz horrende“ gewesen, so Zepp-LaRouche, aber gerade deshalb seien Macrons Äußerungen sehr wichtig. Es sei ein Armutszeugnis für Deutschland, daß hier über diese Fragen nicht einmal diskutiert wird – oder eben nur über die Verstärkung der Außengrenzen Europas und Frontex-Einsätze im Mittelmeer. „Das sind alles ganz üble Ausdrücke einer Politik, die nicht an den wirklichen Wurzeln angreift, nämlich dem unglaublichen Mangel an Entwicklung in Afrika.“

Sie betonte: „Wichtig ist, von meinem Standpunkt, daß mit dieser Macron-Reise überhaupt die Neue Seidenstraße in einer Weise auf die Tagesordnung gekommen ist, wie es vorher nicht der Fall war. Und man kann auch davon ausgehen, daß die neue österreichische Regierung in dieselbe Richtung marschiert, die Schweiz sowieso. Wichtig ist das Momentum. Denn es ist ja völlig klar, daß die Opposition gegen die chinesische Politik massiv ist.“

Geopolitische Projektionen

Sie fuhr fort: „Wenn man sieht, auf welchem Weg sich China befindet und wie die Fraktion der Geopolitiker im Westen versucht, das zu blockieren, dann kann man nur sagen, es gibt keinen größeren Gegensatz. Und die Leute, die China beschuldigen, die machen eigentlich nur eine Projektion ihres eigenen, imperialistischen Weltbildes und behaupten, das sei auch die Absicht Chinas. Das ist es aber nicht. China ist auf einem völlig anderen Weg, um wirklich eine andere Gesellschaft zu bauen.“

Sie verwies in diesem Zusammenhang auf einen Artikel der englischsprachigen chinesischen Global Times, dessen Autor die Ansicht vertrete, daß sich China eine unglaubliche historische Chance biete, nicht nur wegen seiner enormen wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch, weil das Ansehen der chinesischen Kultur und der chinesischen Weisheit in der Welt so gestiegen sei, daß es Chinas Fähigkeit, zur Stabilität in der Welt beizutragen, enorm gestärkt habe.

Sie schloß ihre Ausführungen: „China hat eine Vision. Die haben eine ganz klare Idee, wie China 2050 aussehen soll, und auch große Teile der restlichen Welt, nämlich, daß die Völker ein glücklicheres Leben haben und daß sie ihre Potentiale verwirklichen können. Und das ist das Hauptproblem, was wir ja im Westen haben. Gerade in Deutschland sehen wir das ja mit absolut peinlicher Ausdauer, daß eben keine Vision da ist – mindestens von den Parteien, die jetzt versuchen, eine Regierung zu drechseln.“ Da höre man kein einziges Wort, wie die Welt aussehen soll, sondern es gehe wirklich nur um ihre Posten und ihre Ministersitze, „aber eine wirkliche Debatte, wo die Welt hinsoll, die ist absolut nicht vorhanden“.


Wichtiger Kurswechsel: Macron befürwortet die Neue Seidenstraße

10. Januar – Zum Auftakt seines dreitägigen Staatsbesuchs in China hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am 9. Januar in Xian eine bemerkenswerte und strategisch bedeutungsvolle Rede gehalten. Drei der wichtigsten Punkte seiner Bemerkungen seien hier herausgestellt.

Mit der Wiederbelebung der antiken Seidenstraße, die er einen „Schatz der Zivilisation“ nannte, erfüllte China einen Traum. China habe 700 Mio. Menschen aus der Armut befreit, und jetzt könnten die Chinesen nach Europa kommen, um hier das gleiche zu erreichen. „Das gilt auch für Frankreich, wo wir mit Massenarbeitslosigkeit konfrontiert sind und wir einem Großteil unserer Bevölkerung eine neue Zukunftsperspektive geben müssen. Das ist eine Herausforderung für die Welt, die heute eine Krise des globalisierten Kapitalismus erlebt, denn in den letzten Jahrzehnten sind die sozialen Ungleichheiten und die Konzentration des Reichtums immer weiter angewachsen.“

In strategischer Hinsicht sagte Macron, daß der Westen „einseitigen Imperialismus” überwinden müsse, der von Frankreich und anderen europäischen Mächten in Afrika und anderswo betrieben worden sei. Man müsse aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. „Jedesmal, wenn wir versucht haben, den Menschen die ,Wahrheit‘ oder das ,Recht‘ aufzudrängen, lagen wir falsch, und manchmal haben wir die Lage sogar verschlimmert, wie in Irak und in Libyen heute. Wir müssen zusammenarbeiten und die Souveränität des Volkes achten…
Es sollte weder eine verschleierte Vormachtstellung noch einen Konflikt zwischen zwei konkurrierenden Weltmächten geben. Unsere ganze Kunst, wenn Sie mir das Wort gestatten, wird nicht die Kunst des Krieges sein, sondern eine Kunst der ausbalancierten Zusammenarbeit, um auf geostrategischer, politischer und wirtschaftlicher Ebene die Harmonie zu erreichen, die unsere Welt benötigt.“

Am wichtigsten identifizierte Macron die Neue Seidenstraße als notwendige Verbindung zwischen allen Völkern, um diese neue Weltordnung zu erreichen: „Ich denke, daß die Initiative der Neuen Seidenstraße unseren Interessen entspricht, denen von Frankreich und Europa, wenn wir uns mit den Mitteln ausstatten, wirklich zusammenzuarbeiten… Es hängt von Europa und Asien, von Frankreich und China ab, zusammen die Regeln eines Spiels zu definieren, bei dem wir alle gewinnen oder alle verlieren werden. Ich bin demnach gekommen, um China meine Entschlossenheit mitzuteilen, daß die euro-chinesische Partnerschaft mit dieser neuen Grammatik ins 21. Jahrhundert eintritt, die wir alle zusammen definieren müssen.“

Macron lobte ebenfalls die Arbeit Chinas in Afrika, wo „China in den letzten Jahren massiv in Infrastruktur und Rohstoffe investiert hat, und das mit einer finanziellen Kraft, die europäische Länder nicht haben.“ Er rief zu einer französisch-chinesischen Zusammenarbeit in Afrika auf, „um Projekte umzusetzen, die für das Wachstum auf dem Kontinent wirklich nützlich und finanziell nachhaltig sind – denn dort liegt die Zukunft. Und wir dürfen nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen, indem man unter dem Vorwand der Entwicklung politische und finanzielle Abhängigkeiten geschaffen hat.”

Mit diesen Äußerungen schloß sich Macron einem Aufruf an, den Helga Zepp-LaRouche in ihrem Webcast vor einer Woche gemacht hatte, als sie die europäischen Regierungen aufforderte, sich mit China aktiv an den Projekten der Neuen Seidenstraße zu beteiligen, um die steigende Verarmung in Europa zu überwinden. Sie betonte, daß es aufgrund der Wirtschaftspolitik des chinesischen Präsidenten Xi Jinping jetzt in China viel weniger Menschen gebe, die in Armut lebten, als in Europa.


China: Armut weiter gesunken

Ende 2017 belief sich die Gesamtzahl von unter der Armutsgrenze lebenden Chinesen auf 30 Mio., wie der Direktor des Büros für Armutsbekämpfung beim chinesischen Staatsrat, Liu Yongfu, am 5. Januar bekanntgab. Das bedeute, so Liu, daß sich in den letzten fünf Jahren die Zahl der Armen um zwei Drittel reduziert habe, da 2012 noch 98,99 Mio. Menschen in Armut lebten. Da die in China oft verwendete offizielle Armutsanzahl für 2016 43 Mio. betrug, sind somit 2017 allein etwa 13 Mio. Menschen aus der Armut befreit worden.

„Die verbleibenden 30% armer Menschen aus der Armut zu holen, wird schwierig,“ fügte Liu hinzu – ein Punkt, den auch der chinesische Präsident Xi Jinping wiederholt betont hat. Die Bemühungen würden sich nun auf gezielte und präzise Maßnahmen konzentrieren: „Wir werden daran arbeiten, lokale Gewerbebetriebe zu unterstützen, neue Arbeitsplätze zu schaffen, Bewohner armer Regionen umzusiedeln und die Unterstützung für Alte, Behinderte und Kranke zu verstärken.“

Besondere Aufmerksamkeit wird auf etwa 30.000 Dörfern mit einem Armutsanteil von mehr als 20% liegen. Ein anderer Beamter des Büros für Armutsbekämpfung beim chinesischen Staatsrat, Xia Gengsheng sagte hierzu: „Wir werden mehr Unterstützung leisten, indem wir weitere Kader aus der Zentral- und Provinzregierung in diese Dörfer entsenden, die dort normalerweise zwei Jahre lang arbeiten.“

Auch Vizepremierminister Wang Yang betonte auf einem anderen Treffen letzte Woche, 2018 sei ein wichtiges Jahr im Kampf gegen die Armut.

Die ganze Welt blickt bei diesem historischen Kampf gegen die Armut auf China, nicht nur wegen der erstaunlichen Ergebnisse, die dort bereits erreicht wurden, sondern auch als Bestätigung eines optimistischen Prinzips: Wenn es in China möglich ist, warum dann nicht überall?


China setzt vermehrt auf Forschung und Entwicklung

1. Januar – Von führenden chinesischen Wissenschaftskreisen wird verbreitet, daß sich das Land nach dem 19. Parteitag noch mehr auf Forschung und Entwicklung in den Spitzenbereichen von Wissenschaft und Technologie konzentrieren werde, wodurch die innovative Dynamik des vorhergehenden Fünf-Jahresplans weiter verstärkt werde.

Xinhua zitiert Huo Guoqing, Professor an der Universität der Chinesischen Akademie der Wissenschaften: „Nach über 30 Jahren Zuwachs haben sich die Wissenschafts- und Technologiebereiche Chinas von Quantität zu Qualität gewandelt. Nun kommt die Zeit der Durchbrüche.“

Auch der chinesische Wissenschaftsminister Wan Gang betonte, sein Land habe „ein neues Verständnis für Innovation als Hauptmotor für Entwicklung“ gewonnen. China sei stolz darauf, seit 2015 in fünf wichtigen Innovationsbereichen international führend zu sein: dem Dunkle-Materie-Projekt auf dem „Wukong“-Satelliten, dem Satelliten zur Quantenerforschung, dem Raumlabor Tiangong-2, dem Radioteleskop FAST und dem Tiefsee-U-Boot Jiaolong.


Lasst die Neue Seidenstrasse 2018 global werden!

Dieses Jahr – 2018 – hat das Potential, eine tiefgreifende Veränderung für die Menschheit hervorzubringen. Es kann das Jahr der Entscheidung und des Optimismus für die Zukunft werden. 2013 wurde eine nicht aufzuhaltende Dynamik eingeleitet, als Präsident Xi Jinping Schritte unternahm, um den Prozeß der Seidenstraße, der sogenannten Belt and Road Initiative (BRI) zu Land, auf dem Seeweg und in der Zusammenarbeit in der Raumfahrt in Gang zu setzen. Sie gibt Hoffnung, daß Nationen auf der Grundlage des Prinzips der gemeinsamen Entwicklung zusammenarbeiten können – in Präsident Xi Jinpings Worten:

„Eine gemeinsame Zukunft der Menschheit.” Sie gibt Hoffnung , daß jene Welt, die über Jahrhunderte hinweg durch die Regeln von Imperien, insbesondere des Britischen Imperiums und seiner Regeln der Geopolitik, der Nullsummenspiele und des Überlebens des Stärksten unter dem Deckmantel des „Freihandels” – einer unipolaren Weltordnung – beherrscht wurde, zu einem Ende kommt. Aber um das zu erreichen, müssen Entscheidungen getroffen werden – und zwar die richtigen.

Die Frage ist, ob wir die notwendigen Veränderungen, insbesondere in den USA und Europa, rechtzeitig durchsetzen können, bevor es zu einem Kollaps des bankrotten Finanzsystems kommt; werden wir in Lage sein, die Kräfte des alten Paradigmas, deren Zentren in London und an der Wall Street sind, zu besiegen und ihre Putschpläne gegen Präsident Trump zu durchkreuzen? Können
wir rechtzeitig handeln, um eine gemeinsame Zukunft der Menschheit zu sichern?

Durch den chinesischen Vorschlag, die Neue Seidenstraße zu bauen und alle Länder darin einzubinden,
und Präsident Trumps Wunsch, China und Rußland die Hand zu reichen und den Kreislauf vom Konflikten und Kriegsgefahr zu durchbrechen, besteht die Möglichkeit, das sterbende westliche System durch das zu ersetzen,

was Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller Instituts, als ein „neues Paradigma für die Menschheit” bezeichnet: eine weltweite kulturelle und wissenschaftliche Renaissance, inklusive der Zusammenarbeit in der Weltraumforschung, einem Kernfusionsprogramm als Wissenschaftsmotor und der faktischen Überwindung der Armut im globalen Maßstab.

Die nächsten Monate werden wesentlich sein, über die Zukunft zu entscheiden – darüber, ob die USA sich Rußland und China in einer Win-Win-Kooperation, die das Herz der Neuen Seidenstraße darstellt, anschließen werden, oder nicht.

Helga Zepp-LaRouche hat dies am 28. Dezember klar gesagt: „Ich bin sehr optimistisch, daß dies gewonnen werden kann, aber es erfordert Aktivität. Wir erleben hier keinen dialektischen oder historischen Materialismus, in dem positive Entwicklungen ein Eigenleben annehmen, denn es ist immer der subjektive Faktor, der eine sehr große Rolle spielt. Ein Beispiel, an dem man dies sehr genau erkennen kann, ist die Person von Xi Jinping, der einer schon vorher positiven Entwicklung in China
eine komplette Erneuerung gegeben und eine komplette Transformation ins neue Paradigma geschaffen hat. Wir brauchen im Westen solche Menschen, um es ähnlich zu machen…”

Im Jahr 2018 werden einige von Lyndon LaRouches Schriften zum ersten Mal ins Chinesische übersetzt werden. Dies ist ein wichtiger und unverzichtbarer Teil auf dem Weg zum Erfolg. Die Übersetzungen werden regelmäßig auf www.chinese.larouchepub.com veröffentlicht werden.

Machen sie in diesem Jahr der Hoffnung und Entscheidung bei uns mit und helfen sie, den „Seidenstraßen-Geist” zu verbreiten!


Bahnstrecke Äthiopien-Djbouti eröffnet

2. Januar – Die Bahnstrecke zwischen Äthiopien und Djibouti hat am 1. Januar ihren kommerziellen Betrieb aufgenommen. Die 750 km lange elektrifizierte Bahnstrecke wurde von der China Rail Engineering Corporation (CREC) und der China Civil Engineering Construction Corporation (CCECC) gebaut, hat 4 Mrd. Dollar gekostet und verbindet das landeingeschlossene Äthopien mit Djibouti am Roten Meer. Die Trasse werde als wichtiger Beitrag für die Entwicklung beider Länder betrachtet, welche auch ihre wirtschaftliche Integration fördere, berichtete Xinhua.

Bei der Eröffnungszeremonie in Addis Abeba bezeichnete der äthiopische Transportminister Ahmed Shide das Projekt als Meilenstein der chinesisch-äthiopischen Zusammenarbeit. Es werde eine große positive Wirkung haben, um ein neues Äthiopien aufzubauen.

Der chinesische Botschafter in Äthiopien, Tan Jian, betonte, das Projekt werde zur Industrialisierung und Diversifizierung der äthiopischen Wirtschaft beitragen: „Dies ist die erste grenzüberschreitende und längste elektrifizierte Bahnstrecke auf dem afrikanischen Kontinent. Wir Chinesen sehen darin ein erstes nutzbringendes Ergebnis der Belt and Road Initiative. Viele sehen darin eine Lebensader… für Äthiopien und Djibouti. Und wir betrachten es als eine Bahnstrecke der Entwicklung, als eine Bahnstrecke der Kooperation und als eine Bahnstrecke der Freundschaft.“ Der Botschafter von Djibouti, Mohamed Idriss Farah, sagte, die Bahnstrecke sei „ein wichtiger Korridor… Wir setzen uns für die wirtschaftliche Integration beider Länder ein.“


Ehem. deutscher China-Botschafter über Chancen der Seidenstraße für Europa

5. Januar 2018 • Der frühere deutsche Botschafter in China (2008-20013) , Dr. Michael Schäfer, jetzt Vorsitzender des Vorstands der BMW-Stiftung Herbert Quandt, rief in einem Interview mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten (DWN) [„Mit langem Atem: Chinas Neue Seidenstraße wird die Welt verändern“] am 31.12. dazu auf, sich beim Projekt der Neuen Seidenstraße einzubringen. Schäfer, der Präsident Xi Jinping auf dessen Deutschlandbesuch 2009 begleitete und ihn auch in China des öfteren getroffen hat, zeichnet ein sehr positives Bild des chinesischen Präsidenten und beschreibt die langfristige, konstruktive chinesische Politik des Wirtschaftsaufbaus und der Transformation mittels neuer Technologien.

U.a. betont Schäfer, in China seien Wirtschaft und Gesellschaft „lernende Systeme“, die Wirtschaft stelle sich viel schneller um als in Europa, wenn Veränderungsbedarf angesagt sei. Die OBOR-Politik Chinas sei nicht durch militärische Überlegenheit gekennzeichnet, China betreibe seine Strategie „klugerweise nicht aggressiv, sondern mit dem Angebot einer Beteiligung aller Anrainerstaaten…“ Schäfer fragt, ob Europas bisher ablehnende Haltung und die Unterstellung eines „hegemonialen Ansatzes“ nicht die „Projektion des eigenen Verhaltens im letzten Jahrhundert“ sei?

Man solle in Europa nicht von einem „Nullsummenspiel“ im Verhältnis zu den USA und China ausgehen. Auch seien die Beziehungen zu beiden Staaten seien sehr wohl miteinander vereinbar. Sein Appell: „Wir sollten China nicht als Rivalen, sondern als Partner in zentralen Bereichen betrachten. Ich bin davon überzeugt, dass China Partner des Westens sein will. ….“ China sei wirtschaftlich auf „Drittmärkte und technologische Entwicklung ebenso angewiesen wie wir.“ In Afrika habe China aus Fehlern gelernt und verfolge dort zwar eigene Rohstoffinteressen, aber anders als westliche Länder keine „Strategie des Systemexports“.“ China setze in Afrika auf langfristige Beziehungen und sei damit „sehr erfolgreich“, so Schäfer.

Europa sei hingegegen „seit Jahren mit sich selbst beschäftigt“ und nehme deshalb die Chancen der Neuen Seidenstraße nicht wirklich wahr. Europa solle sich bei dem noch offenen Projekt einbringen und die Zukunft mitgestalten. „Es wäre empfehlenswert, dass sich die EU als gleichwertiger Partner anbietet und eine Kooperation auf Augenhöhe auslotet. Wenn das am Ende nicht möglich ist, kann Europa sich immer noch zurückziehen. Aber Konnektivität ist ein neues Spiel,dessen Regeln noch nicht feststehen. Wir Europäer sollten ihre Festlegung nicht ausschließlich anderen überlassen.“


Japan arbeitet mit China in Afrika zusammen

2. Januar 2018 • Wie die Zeitung Yomiuri Shimbun berichtet, will die japanische Regierung in Afrika bei Entwicklungsprojekten mit China zusammenarbeiten. Das ist eine wesentliche Veränderung der traditionellen japanischen Praxis, lediglich japanische Projekte im Ausland zu finanzieren. Japan erwägt für diese Zusammenarbeit vier Projekte: den „Wachstumsring“-Plan, mit dem westafrikanische Nationen durch Hauptstraßen verbunden werden sollen; die Entwicklung und Verbesserung von Straßen und Brücken in Kenia; Entwicklung und Verbesserung des „Internationalen Korridors“-, eine Straße, die Städte in Kamerun und der Republik Kongo verbindet; sowie die Verbesserung des Straßennetzes in Ruanda.

Beim „Wachstums-Ring“-Projekt geht es um eine „Schleife“ der 3200 km lange Nord-Süd-Straße, die Burkina Faso mit der Elfenbeinküste, Ghana und Togo verbindet, mit der 1000 km langen Ost-West-Straße durch fünf Länder von Nigeria bis zur Elfenbeinküste. Wenn Nigeria als relativ große Volkswirtschaft mit anderen Ländern der Region besser verbunden wird, kann sich ein neuer Wirtschaftsblock entwickeln. Die japanische Regierung hat bereits entschieden, umgerechnet ca. 230 Millionen € an Krediten und Zuschüssen (31,5 Mrd. Yen) dafür zur Verfügung zu stellen; konkrete Pläne werden im Januar veröffentlicht.

Die Verbesserung des kenianischen Verkehrssystems ist Teil der Entwicklungshilfe für den Hafen Mombasa, ein internationaler Knotenpunkt in Ostafrika. Japan, das bisher bei der Hafenentwicklung die Federführung hatte, hofft nun, daran mit China zusammenzuarbeiten, wozu auch die Verbesserung der Infrastruktur gehört, die den Hafen mit der Umgebung verbindet. Seit 2017 verbindet Kenias neue Bahnstrecke von Mombasa nach Nairobi (480 km) den östlich gelegenen Hafen mit der Hauptstadt des afrikanischen Landes. Diese erste neue Eisenbahn seit der Unabhängigkeit 1963 wurde am 31.5.2017 eröffnet, gebaut von der China Road and Bridge Corporation (CRBC).

Das Projekt des „Internationalen Korridors“ und die Straßenbauarbeiten in Ruanda werden teilweise von Japan finanziert, das chinesische Firmen ermutigen will, sich daran zu beteiligen.

Angesichts der wachsenden Bevölkerung und der zunehmenden Urbanisierung des afrikanischen Kontinents ist die Transportinfrastruktur zwischen alten und neuen Städten absolut erforderlich.


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