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Internationale Friedenskoalition #128, 14.11.2025, 17.00 Uhr

Die Eliten haben kein Recht, die Zukunft zu zerstören!

128. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die Eliten haben kein Recht, die Zukunft zu zerstören!

14. November 2025
17.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Nehmen Sie diesen Freitag an der internationalen Friedenskoalition, mit Ray McGovern, ehemaliger CIA-Analyst, Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), Dr. Gershon Baskin, israelischer Verhandlungsführer für die Freilassung von Geiseln und Mitglied der Genfer Initiative, sowie weiteren Teilnehmern, die in Kürze bekannt gegeben werden, teil.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Das Folgende sollte der spektakulärste False-Flag-Angriff aller Zeiten werden: Er sollte so gravierend und irrsinnig sein, dass er einen thermonuklearen Krieg zwischen der NATO und Russland ausgelöst hätte.

So sah der Plan aus: Den Piloten eines russischen MiG-31-Kampfflugzeugs mit 3 Millionen Dollar bestechen oder ihm einen falschen Flugplan vorlegen, um das Flugzeug zu entführen. Die MiG-31 ist ein Überschallkampfflugzeug, das mit einer Hyperschallrakete vom Typ Kinzhal ausgerüstet ist, die entweder Atomwaffen oder normale Bomben transportieren kann.

Schritt zwei: Die MiG-31 direkt auf Constanta in Rumänien, den größten NATO-Stützpunkt in ganz Europa zuzusteuern.

Schritt drei: Daraufhin schiesst die NATO die russische MiG-31 ab und die ganze Welt macht Russland für einen „unprovozierten“, potentiell nuklearen Angriff auf einen NATO-Militärstützpunkt verantwortlich.

Schritt vier: Totaler Krieg zwischen der NATO und Russland.

Wer sollte so unglaublich verrückt – und verzweifelt – sein, einen solchen Plan zu entwickeln?

Die Briten. Der russische Föderale Sicherheitsdienst (FSB) berichtete am 11. November darüber, dass er „eine Operation des Hauptnachrichtendienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums und seiner britischen Vorgesetzten vereitelt habe, bei der ein russischer Überschallkampfflugzeug vom Typ MiG-31 entführt werden sollte“. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte während einer Pressekonferenz am 11. November: „Londons Neigung, Situationen zu provozieren, ist ja bekannt. Nehmen wir den jüngsten Fall, in dem der russische FSB einen Plan aufgedeckt hat, einen russischen Piloten, der ein mit einer Kinzhal-Rakete bewaffnetes Kampfflugzeug flog, mit einem gefälschten Befehl dazu zu bringen, zu einer Basis in Constanta, Rumänien, zu fliegen. Die offensichtliche Absicht war, das Flugzeug abzuschießen, um einen Vorwand zu schaffen, Russland einen Angriff auf die NATO vorzuwerfen.“

Die russische Regierung nimmt bei ihrer Kritik an der Trump-Politik ebenfalls kein Blatt vor den Mund und warnt diese davor, sich dem britischen Weg in die Hölle anzuschliessen. Durch die Aufstockung der Streitkräfte in der Karibik und die Androhung eines Angriffs auf Venezuela begehe die USA „inakzeptable Handlungen … unter dem Vorwand der Bekämpfung des Drogenhandels, indem sie Boote, die angeblich Drogen transportieren, ohne Gerichtsverfahren, Ermittlungen oder jegliche Beweise zerstört“, erklärte Außenminister Lawrow. „Gesetzestreue Nationen tun so etwas nicht. Ein solches Verhalten ist eher typisch für diejenigen, die sich über das Gesetz erhaben fühlen. … Das wird zu nichts Gutem führen. Es wird den Ruf Washingtons in den Augen der internationalen Gemeinschaft nicht verbessern.“

Und doch versteht die russische Regierung, dass es noch ein anderes Amerika gibt, das offen für eine Zusammenarbeit mit Russland und China ist, um die gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und auch die Länder des Globalen Südens mit einzubeziehen. Es ist das Amerika von John Quincy Adams, Abraham Lincoln, FDR und LaRouche. Dies kam auf dem Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin am 15. August in Anchorage, Alaska, zum Ausdruck, wo offenbar gemeinsame Projekte wie der Vorschlag für einen Tunnel unter der Beringstraße auf dem Tisch lagen.

Obwohl der Alaska-Prozess in den letzten 90 Tagen an Schwung verloren hat, vor allem aufgrund britischer Interventionen und Sabotage, bekräftigte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow am 12. November, dass die Kontakte zu den USA nicht abgebrochen seien und dass beide Seiten auf der Grundlage dessen arbeiten, was beim Treffen in Anchorage erreicht wurde. Die Kontakte würden fortgesetzt, wenn auch auf niedrigerer Ebene, sagte er. Außenminister Lawrow sagte, dass Putin bereit sei, Trump in Budapest zu treffen, sobald die notwendigen Fortschritte erzielt worden seien. Er forderte die USA erneut auf, mit Russland einer einjährigen Verlängerung des START-Vertrags zuzustimmen, um beiden Seiten Zeit für die Aushandlung eines umfassenden Atomwaffenabkommens zu geben.

Angesichts der sich zuspitzenden Krise stellt sich die Frage: Wann wird das wahre Amerika das Land zurückerobern?

Eine Delegation engagierter junger Amerikaner, die genau das vorhaben, traf sich dafür mit Kollegen aus Dutzenden von Ländern aus aller Welt auf der Konferenz von Solidarite et Progres und des Schiller-Instituts am 8. und 9. November in Paris. Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, fasste die strategischen Fragen, die dort diskutiert wurden, in ihrem wöchentlichen internationalen Webcast so zusammen:

„Ich denke, die Welt muss einen anderen Weg einschlagen – oder zumindest Teile der Welt müssen einen anderen Weg einschlagen. Die Koinzidenz der Gegensätze als neues Paradigma der internationalen Beziehungen steht auf der Tagesordnung; aber leider lehnen die westlichen Länder eine Zusammenarbeit mit der Globalen Mehrheit ab und verhindern auf diese Weise die Entstehung eines neuen Systems. Die ganze Idee ist also, dass die jungen Menschen der Welt – die jungen Menschen des Globalen Südens, aber auch die jungen Menschen in Europa und den Vereinigten Staaten – eine viel stärkere Führungsrolle übernehmen müssen, denn es ist ihre Zukunft. Ich denke, dass die sogenannten „Eliten“ der westlichen Welt, die sich derzeit in einer kriegstreiberischen Haltung befinden, wie wir sie seit den 1930er Jahren nicht mehr gesehen haben, kein Recht haben, die Zukunft der Jugend zu zerstören.“

Die Konferenz in Paris war ein spannender Schritt vorwärts in der Entwicklung dieser internationalen Jugendbewegung. Nehmen Sie sich die Zeit, die Videos der Konferenz anzusehen.

Sehen Sie dazu auch den aktuellen Webcast mit Helga Zepp-LaRouche: Revolutionäre Jugendbewegung formiert sich für die Klassik!

Nehmen Sie diesen Freitag an der internationalen Friedenskoalition, mit Ray McGovern, ehemaliger CIA-Analyst, Mitbegründer von Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), Dr. Gershon Baskin, israelischer Verhandlungsführer für die Freilassung von Geiseln und Mitglied der Genfer Initiative, sowie weiteren Teilnehmern, die in Kürze bekannt gegeben werden, teil.


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRoche: Was Sie schon immer über Staatskunst wissen wollten, 12.11.2025

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

„Der Inhalt der Politik ist die Methode, mit der sie gemacht wird.“ Das war die Idee der Staatskunst, für die Lyndon LaRouche, Gründer der Executive Intelligence Review und Mitbegründer des Schiller-Instituts, eintrat. Die Frage der Methode in der Staatskunst war das Thema einer mehr als zweitägigen Konferenz, die das Schiller-Institut gerade in Paris abgeschlossen hat. Die Konferenz unter der Leitung von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, und Jacques Cheminade, ehemaliger französischer Präsidentschaftskandidat und Präsident von Solidarité et Progrès, stand unter dem Titel „Die Emanzipation Afrikas und der globalen Mehrheit – eine Herausforderung für Europa“. (Die Konferenz ist auf der Website des Schiller-Instituts verfügbar.

Warum wurde trotz des zunehmenden Potenzials für einen thermonuklearen Krieg zwischen der NATO und Russland, trotz der wachsenden Panik angesichts des drohenden finanziellen Zusammenbruchs des hoffnungslos bankrotten transatlantischen Systems, trotz der Entvölkerung des Gazastreifens und der anhaltenden Zerstörung im Sudan und an mehreren anderen Orten als Schwerpunkt der Beratungen der internationalen Teilnehmer in Paris, darunter viele junge Menschen, auch aus mehreren afrikanischen Nationen, die Selbstentwicklung des afrikanischen Kontinents gewählt?

Um dies zu verstehen, vergleiche man zwei Reden, die am 9. November gehalten wurden. Die eine stammt vom deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, die andere von der Gründerin und Vorsitzenden des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche. Unter dem Vorwand, „die Bedeutung des Datums 9. November in der deutschen Geschichte“ zu würdigen – 1918 (Abdankung des deutschen Kaisers und Ausrufung der Weimarer Republik), 1938 (Beginn der Reichskristallnacht gegen die jüdische Bevölkerung Deutschlands und ihre verschiedenen Einrichtungen) und 1989 (Fall der Berliner Mauer) beschloss Bundespräsident Steinmeier, Angst zu schüren, indem er behauptete, es sei seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zu einem Anstieg des Antisemitismus gekommen. Seine Äußerungen führten zu Forderungen nach einem verfassungsmäßigen Verbot neu entstehender deutscher Parteien und anderen Formen der Zensur – der Politik der Angst.

Zum Glück für die aktuelle Geschichte gibt es Menschen, die die Rolle des klassischen Künstlers in der Weltgeschichte und damit auch die Rolle des Dichters Friedrich Schiller in Deutschland – einschließlich der Ereignisse vom 9. November 1989 – tatsächlich verstehen. Anstelle der Politik der Angst beschwor Helga Zepp-LaRouche in einer Rede vor einem Publikum in Paris das Leben, das Werk und die lebendige Präsenz des Dichters Friedrich Schiller.

„Ich kann Ihnen nur raten, Schiller zu lesen. Schiller ist neben LaRouche, Cusa, Platon und einigen anderen einer der wichtigsten, weil er zu dem Schluss kam, dass die Menschen zu seiner Zeit bereits barbarisch waren. Er fragte: Warum sind wir immer noch Barbaren? Er sagte, die wichtigste Aufgabe unserer Zeit – also seiner Zeit – sei es, das Empfindungsvermögen zu entwickeln. Ich habe nie eine gute englische Übersetzung gefunden, denn wenn man einfach „Mitgefühl“ oder „Empathie“ sagt, trifft das nicht ganz den Kern. Was Schiller mit Empfindungsvermögen meinte, ist, dass man seine Seele und seinen Geist so schulen muss, dass man in der Lage ist, die Welt auf eine allumfassende Weise aufzunehmen und Mitgefühl mit der ganzen Welt zu empfinden; das heißt mit allem. Es bedeutet nicht nur Mitleid oder Empathie mit Menschen, die leiden, sondern auch, immer alles, was in der Welt geschieht, in seinem Herzen und seinem Verstand aufnehmen zu können. Das erfasst es immer noch nicht ganz, aber es ist mehr als das Wort Empathie. …“

Diese Idee muss sofort zur Grundlage und Methode der internationalen Politik werden. Das ist der Kern der Idee der „Förderung des allgemeinen Wohls“, die in der Präambel der Verfassung der Vereinigten Staaten enthalten ist.

Schiller, geboren am 10. November 1759, war nicht nur ein großer Historiker und Dramatiker, sondern auch Deutschlands größter Dichter. Die Neunte Symphonie des Komponisten Ludwig van Beethoven ist eine Vertonung des Geistes und eines Teils des Textes von Schillers Gedicht An Die Freude. Während des großen Umbruchs von 1989, der in dem plötzlichen, wundersamen Fall der Berliner Mauer am 9. November gipfelte, die mehr als 27 Jahre lang an der tödlichsten Kontrollstelle der Welt gestanden hatte, war die Neunte Symphonie nicht „der Soundtrack der Revolution“. Die Neunte Symphonie – die gesamte Komposition, nicht nur ihr vierter Satz – war die Verkörperung der Idee der Hoffnung, der Hoffnung auf eine bessere Menschheit, die sich, wie diejenigen, die die Berliner Mauer zu Fall gebracht haben, dafür entscheidet, diese Freiheit zu verdienen, die laut der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung „von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet“ ist.

Das Recht auf Selbstentfaltung, insbesondere für Jugendliche, wie die noch lebenden Kinder von Gaza, die 600 Millionen afrikanischen Jugendlichen unter 19 Jahren und die 1,2 Milliarden afrikanischen Jugendlichen unter 25 Jahren, die in 25 Jahren leben werden, ist die Politik; Schillers Mission, dass die Menschheit das für eine solche Selbstentfaltung erforderliche Empfindungsvermögen entwickelt, ist die Methode, mit der diese Politik umgesetzt werden soll. Die Gewährleistung dieses Rechts durch die Schaffung einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die Zepp-LaRouche in ihren Zehn Prinzipien erörtert, und eine weltweit energische Kampagne der Jugend zu diesem Zweck, einschließlich der Arbeit in nationalen Wahl- und anderen Prozessen, ist die unmittelbare Aufgabe, die vor uns liegt.


Zepp-LaRouche: „Eine neue internationale Jugendbewegung ist dringender denn je“

Im Mittelpunkt des zweiten Tages der Pariser Konferenz des Schiller-Instituts und der französischen Partei Solidarité et Progrès am 8. und 9. November stand der Aufbau einer internationalen Jugendbewegung, die sich um die bahnbrechenden Ideen von Lyndon LaRouche herum organisiert. Die intensive, ganztägige Kaderschule war „für die Jungen und die Motiviertesten unter euch“ konzipiert, wie es in der Einladung hieß. Es ging um Fragen wie: Was ist physische Wirtschaft und warum sollten wir sie studieren und lehren? Was bedeutet eine Kultur des Lebens und der Entdeckung? Wie können wir es jedem Menschen ermöglichen, seine Kreativität zu entwickeln und sie als Werkzeug für das Gemeinwohl einzusetzen? Wie könnte eine Kultur der Schönheit und Wahrheit aussehen?

Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, hatte am Samstag zu Beginn des dritten Panels zum Thema „Jugend aus aller Welt für Frieden und gegenseitige Entwicklung“ die Herausforderung so formuliert:

„Ich denke, die Notwendigkeit, eine neue internationale Jugendbewegung zu schaffen, ist dringender denn je. Denn es ist ganz klar, dass wir im Hinblick auf den langen Bogen der Geschichte einen Punkt erreicht haben, an dem Historiker – wenn wir diese Zeit überstehen – zurückblicken und sagen werden, dass in dieser außergewöhnlichen Zeit die Entscheidung getroffen werden musste, entweder das System zu ändern oder nicht zu überleben. Denn noch nie zuvor in der Geschichte gab es eine Situation, in der die gesamte Zivilisation auf dem Spiel stand.“

Sie betonte das zentrale strategische Problem: „Solange wir diese geopolitische Konfrontation zwischen der NATO auf der einen Seite und Russland, China und möglicherweise anderen Ländern wie dem Iran und Nordkorea auf der anderen Seite aufrechterhalten, sitzen wir auf einem Pulverfass.“ Das könne die Welt an den Rand eines Atomkrieges bringen.

Sie fuhr fort: „Aber wenn man die Welt als Ganzes betrachtet, dann will man keinen geopolitischen Wettbewerb um Einfluss in Afrika zwischen dem Westen und China. Es ist genau das, was man nicht will. Was man will, ist ein kooperativer Ansatz, einschließlich gleichberechtigter Partner aus afrikanischen Nationen.

Gegen die Krise bieten „wir einen Plan an, mit dem wir eine internationale Jugendbewegung in Afrika und in so vielen Ländern wie möglich aufbauen wollen. Wir wollen überall, wo es möglich ist, Jugendbewegungen aufbauen – in Asien, in Lateinamerika… Dann werden wir diesen Plan für die Industrialisierung Afrikas und natürlich auch Lateinamerikas perfektionieren. Und dann gehen wir zur Industrie [im Westen] und sagen ihr, dass das die Optionen sind, in die sie investieren sollten.“

Zepp-LaRouche betonte, ein solcher Ansatz liege sowohl im Interesse des Westens als auch dem der Globalen Mehrheit: „Wenn Europa die Entscheidung treffen würde, Afrika zu industrialisieren, zusammen mit China und vielleicht Russland, Indien, Indonesien, Japan und Brasilien, dann kann es gelingen. Wir könnten den Kurs sehr schnell ändern.“

Sie schloss: „Das also ist meine Herausforderung an Sie und euch: Schließt euch jetzt sofort dieser Bewegung an und entscheidet euch, ein Teil davon zu sein.“


Offener Brief von Helga Zepp-LaRouche: „Cusas Denken aufgreifen und eine neue Renaissance für unsere heutige Welt einleiten“

Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, hat den folgenden offenen Brief veröffentlicht, in dem sie Vertreter aller Religionen und Kulturen weltweit dazu aufruft, einen Dialog zur Lösung der strategischen Krisen der Menschheit zu beginnen, inspiriert von Nikolaus von Kues’ Methode des „Zusammenfalls der Gegensätze“, wie sie kürzlich von Papst Leo XIV. in seiner Ansprache vor Pilgern auf dem Petersplatz am 25. Oktober betont wurde. Relevante Dokumentationsmaterialien finden Sie weiter unten.

Sehr geehrte Damen und Herren!

In der heutigen Welt, die von Kriegsgefahr, geopolitischen Spannungen, Hungersnöten, Armut und kulturellen Krisen geprägt ist, kam eine der wichtigsten und ermutigendsten Interventionen von Papst Leo XIV. in seiner Jubiläumsaudienz am 25. Oktober 2025 vor Zehntausenden von Pilgern. Der Heilige Vater stellte in seiner Predigt Nikolaus von Kues, den Kardinal und herausragenden Denker des 15. Jahrhunderts, als jemanden vor, dessen Denkweise es dem Menschen ermöglicht, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu sehen und einen Weg zu finden, selbst die schwierigsten Probleme zu lösen.

Der ausführliche Verweis des Papstes auf Nikolaus von Kues und dessen Konzept der „coincidentia oppositorum“, des Zusammenfalls der Gegensätze, ist von höchster strategischer Bedeutung, da es den Schlüssel dazu liefert, für jedes Problem stets eine Lösung auf einer höheren Ebene zu finden als der, auf der das Problem entstanden ist. Cusa entwickelte in seiner „De Docta Ignorantia“ und anderen Schriften das Argument, dass der Mensch als „imago viva dei“, als lebendiges Abbild Gottes, immer seine schöpferischen Kräfte („vis creativa“) nutzen kann, um das höhere „Eine“ zu finden, das von größerer Kraft und Größe ist als das „Viele“. Diese Denkweise ermöglicht es dem menschlichen Verstand, zuerst an die Einheit der Menschheit zu denken und dann an deren Vielfalt, um auf diese Weise ansonsten scheinbar unlösbare Konflikte zu überwinden.

Der Papst erklärte, dass Nikolaus in den unruhigen Zeiten des 15. Jahrhunderts weder die Einheit der Kirche noch die Aussicht auf Frieden in einer Zeit sehen konnte, in der das Christentum von äußeren Kräften bedroht war. Aber Nikolaus verstand, dass „es Gegensätze gibt, die zusammengehalten werden müssen, und dass Gott ein Geheimnis ist, in dem alles, was in Spannung steht, seine Einheit findet… Welch großes Geschenk für die Kirche!“, sagte der Papst. „Welche Einladung zur Erneuerung des Herzens!“ Von Nikolaus, so fuhr er fort, könne die Kirche lernen, Raum zu schaffen, Gegensätze miteinander versöhnen und auf das zu hoffen, was noch nicht sichtbar ist.

Wir möchten Sie auf diese äußerst wichtige Intervention von Papst Leo XIV. aufmerksam machen, da sie einen neuen Ansatz für die oben genannten Herausforderungen bietet. Seit Jahrzehnten haben mein verstorbener Ehemann Lyndon LaRouche, das Schiller-Institut und ich diesen Ansatz von Cusa stets gefördert, ein Umstand, den der amerikanische Pater Harry Bury kürzlich in einer wichtigen Stellungnahme hervorgehoben hat.

Das Schiller-Institut möchte Sie einladen, einen Dialog zwischen Vertretern verschiedener Religionen, aber auch zwischen Wissenschaftlern, Denkfabriken und generell Menschen guten Willens zu beginnen, um Cusas Methode des Zusammenfalls der Gegensätze auf die dringenden Probleme der gegenwärtigen Situation anzuwenden. So wie Nikolaus von Kues der wichtigste intellektuelle Einfluss für die Goldene Renaissance des 15. Jahrhunderts war, können wir sein Denken aufgreifen und eine neue Renaissance für unsere heutige Welt einleiten.

Helga Zepp-LaRouche

Gründerin, Schiller-Institut

5. November 2025


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Mit Vertrauen in die Zukunft in der Gegenwart handeln, 05.11.2025, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Die Blogosphäre ist voller divergierender Einschätzungen zum Tagesgeschehen. Wenn man so mit binärem Pro und Contra bombardiert wird, ist es oft einfacher, zu reagieren, als nachzudenken. Vielleicht mahnte deshalb der große chinesische Staatsmann Sun Yat-Sen: „Tun ist leicht und Denken ist schwer.“

Darum ist es ein so wichtiger Einschnitt, dass Papst Leo XIV. das Werk des großen Renaissance-Denkers Nikolaus von Kues aufgreift, insbesondere die „gelehrte Unwissenheit“ und die Idee, dass „Hoffnung“ in dem liegt, was man nicht sehen kann, sondern in den Herzen und Köpfen der Menschen. Der Papst konfrontierte Millionen von Gläubigen mit den tiefgründigen Ideen über die Beziehung zwischen Mensch und Gott sowie zwischen Mensch und dem geschaffenen Universum, die Lyndon LaRouche als Grundprinzip der menschlichen Wirtschaft definiert hat. Es ist kein Zufall, dass seine Witwe, die Gründerin des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche, eine Cusanus-Forscherin ist und sich nun bemüht, die verschiedenen Stränge der weltweiten Friedensbewegung mit ihrem aufgeklärten Verständnis von Cusas „Zusammenfall der Gegensätze“ zu vereinen.

Alle denkenden Menschen wundern sich über die Kluft zwischen Präsident Trumps Aussagen, er sei der „Friedenspräsident“, der sieben oder acht Kriege beendete, und den tödlichen Folgen seiner Handlungen, wie der willkürlichen Ermordung von Menschen auf venezolanischen Booten, dem andauernden Stellvertreterkrieg zwischen der Ukraine und Russland und einem „Waffenstillstand“ in Gaza, den Israel ungestraft verletzt. Wir sind Zeugen eines massiven Völkermords im Sudan, schrecklichen Leidens in Haiti und der Not zahlloser Menschen in den westlichen Ländern. Jetzt hat der „Friedenspräsident“ angekündigt, Atomwaffentests wieder aufzunehmen, was die Gesundheit und Sicherheit aller gefährdet. Was bedeutet all das? Ist Trump nur ein gefühlloser Lügner? Weiß er, was vor sich geht? Wird er falsch informiert, verliert er den Verstand oder beides? Und spielt das überhaupt eine Rolle?

In dieser Situation muss man Abstand gewinnen oder, wie Zepp-LaRouche sagen würde, einen Sprung auf eine höhere Ebene machen, wo wir einen längeren Bogen der Geschichte betrachten und über die Dynamik des Fortschritts der Menschheit als Ganzes nachdenken können, sowie über die Schönheit und Güte der Schöpfung, die kein Handeln gegen ihre Prinzipien zuläßt.

Irgendwie hat es die Menschheit trotz all ihrer Fehler geschafft, auf diesem Planeten auf über acht Milliarden Menschen anzuwachsen. Dazu muss die Gesellschaft wissenschaftliche Entdeckungen und Erfindungen annehmen, und sie muss bereit sein, als Gesellschaft statt als bloße Ansammlung von Einzelgängern zu funktionieren. Wenn man sich Bilder von Städten auf der ganzen Welt und jedem Kontinent ansieht, sieht man Menschen, die Autos fahren, Busse nehmen, nachts das Licht einschalten. Auch wenn nicht alle rund um die Uhr Strom oder sauberes Wasser haben – all das wäre nicht möglich gewesen, wenn jeder einfach beschlossen hätte, in die Wüste, den Dschungel, den Wald oder aufs Feld zu gehen und sich allein durchzuschlagen.

Die Amerikanische Revolution war ein Wendepunkt für den Bruch mit der entropischen kolonialen Weltordnung, die die Prinzipien des Wachstums und der Schöpfung ablehnt. Das koloniale System schafft nichts Neues, es will nur das Vorhandene plündern, und deshalb wird es immer unter seiner eigenen Last zusammenbrechen.

Innerhalb von nur hundert Jahren nach der Republikgründung genoss das amerikanische Volk den höchsten Lebensstandard der Welt, so wie es auf der Jahrhundertausstellung 1876 in Philadelphia gefeiert wurde. Heute haben die Anführer des Globalen Südens die Fackel der Entwicklung und des Fortschritts übernommen, und sie werden ihr Engagement für den Fortschritt nicht aufgeben, trotz aller Schikanen und Drucks der Milliardärs-Eliten, die glauben, dass sie immer noch die Welt regieren.

Wladimir Putin, Xi Jinping und andere denken und handeln aus der Perspektive des langen Bogens der Geschichte und lassen sich nicht zu unüberlegten Abenteuern provozieren. Trotz der verantwortungslosen Äußerungen und Handlungen amerikanischer und europäischer Regierungen arbeitet Russland stetig an seinen immer wieder bekräftigten, unveränderlichen Zielen in der Ukraine. Präsident Xi wird das Wohlergehen des chinesischen Volkes nicht für einen „Deal“ mit einem kindischen amerikanischen Präsidenten aufs Spiel setzen, aber er wird auch keine Szene machen oder etwas tun, um diesen Präsidenten zu demütigen.

Die Tür für eine Zusammenarbeit bleibt offen.

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.


Bericht IPC#126 – Frieden schaffen durch den „Zusammenfall der Gegensätze“

Bei der 126. wöchentlichen Internetsitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 31. Oktober stand im Mittelpunkt, wie das Denken des Nikolaus von Kues (1401-64) und von Lyndon LaRouche (1922-2019) heute dazu beitragen kann, den Absturz der Zivilisation in einen selbstmörderischen Weltkrieg zu stoppen und eine neue Renaissance auf der Grundlage einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur für alle Länder einzuleiten. Die Idee, bei der Diskussion über die akuten Gefahren der Gegenwart parallel auf Cusanus und LaRouche zurückzugreifen, stammt von Pater Harry J. Bury, der seit 70 Jahren Priester und Friedensaktivist ist, heute bei Twin Cities Nonviolent und der U.S. Catholic Priest Association. Die Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin Helga Zepp-LaRouche kommentierte, Pater Burys Gedanken gehörten zu den wichtigsten Beiträgen aus den Vereinigten Staaten überhaupt.

Eine Woche zuvor, am 25. Oktober, hatte Papst Leo XIV. die katholische Welt – und viele andere informierte Kreise – mit seiner ungewöhnlichen fünfminütigen Ansprache vor Zehntausenden von Gläubigen auf dem Petersplatz anläßlich der Jubiläumsaudienz überrascht.1 Er nannte Cusas Ansatz wesentlich für unsere Zeit, weil sein bahnbrechendes Konzept des „Zusammenfalls der Gegensätze“ dazu aufrufe, jenseits aller Konfliktparteien und vermeintlichen Eigeninteressen das gemeinsame Wohl zu suchen und danach zu handeln. Das sei die Grundlage für Frieden und Hoffnung, auch wenn es „nicht sichtbar“ ist. Zepp-LaRouche begrüßte im IPC-Treffen die Rede des Papstes als „einen echten, echten Durchbruch”.

Pater Bury, ein Verfechter von Lyndon LaRouches Vorschlägen für Frieden durch Entwicklung, allen voran seinen Oasenplan für Palästina, erklärte: „Nikolaus von Kues und Lyndon LaRouche haben gesagt: Wir alle können lernen, wir alle können wachsen, wir alle können uns verändern. Es gibt Hoffnung für die Menschheit.“

Die gegenwärtigen Gefahren

Die aktuellen Gefahren wie drohender Atomkrieg, westlicher Rüstungswahn und Wirtschaftskollaps wurden von Zepp-LaRouche schon in der Eröffnungsrede angesprochen und in den folgenden fünf Beiträgen weiter ausgeführt. Darauf folgte eine Diskussion mit Fragen der Hunderten von Zuhörern aus mehr als 30 Ländern.

Trotz Hoffnungsschimmern am Horizont wie dem Gipfeltreffen von Trump und Xi am 30. Oktober gebe es viele Situationen extremer Spannungen, so Zepp-LaRouche. Einige europäische Regierungen seien regelrecht psychotisch. Sie zitierte die unbedachte Äußerung des belgischen Verteidigungsministers Theo Francken, ein Krieg mit Rußland sei zu gewinnen, indem man „Moskau von der Landkarte tilgt“. Zur Wirtschaftskrise in den NATO-Staaten sagte sie: „Die gesamte deutsche Industrie bricht zusammen… Die sozialen Folgen dieses Zusammenbruchs werden enorm sein.“

Zu aktuellen Krisenherden betonte sie, niemand solle sich von dem Märchen täuschen lassen, Venezuela werde von einem Drogenkartell regiert. Ein Versuch eines Regimewechselkrieges dort „könnte zu einer Explosion in ganz Lateinamerika führen“.

Sie verwies auf die Bedeutung des Gaza-Volksgerichtshofs am vergangenen Wochenende in Istanbul. Der Präsident des Gerichtshofs ist der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in den palästinensischen Gebieten, Richard Falk, der auch schon zur IPC gesprochen hat. Falk betont, wenn die Staaten sich weigern, etwas gegen großes Unrecht zu tun, müsse man an das Gewissen der Menschen appellieren. Die „Elders“ (zu deutsch etwa: „Graue Eminenzen“), eine von Nelson Mandela gegründet hochrangige Gruppe ehemaliger Staatsmänner, fordert die Freilassung des palästinensischen politischen Gefangenen Marwan Barghouti,2 so wie es die LaRouche-Bewegung schon zu Jahresbeginn gefordert hatte.3

Gefahr eines Atomkriegs

Ray McGovern, ehemaliger CIA-Analyst und Mitbegründer der Geheimdienstveteranen für Vernunft (VIPS), sprach die Gefahr eines Atomkrieges direkt an. Er erinnerte daran, wie der neokonservative Fanatiker John Bolton 2002 Präsident George W. Bush ermutigte, aus dem ABM-Vertrag auszusteigen. In den folgenden Jahren lehnte die USA alle Verhandlungsbemühungen Rußlands ab, und der Westen log, er würde die Raketenabwehr in Osteuropa nur wegen der (nicht existenten) iranischen Bedrohung stationieren.

Präsident Putin habe darauf mit seiner berühmten Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 reagiert, wo er ankündigte, wegen der Aufkündigung der Rüstungskontrollabkommen durch die USA werde Rußland neue strategische Waffen entwickeln. McGovern zeigte einen Ausschnitt aus einer Rede Putins 2016 vor westlichen Journalisten, worin er ankündigte, sein Land werde neue Offensivwaffen entwickeln, die nicht abgefangen werden können. Dies sei der Ursprung der Waffensysteme Oreschnik, Burewestnik und Poseidon, technische Durchbrüche, von denen die NATO weit entfernt ist und die von keiner bestehenden Raketen- und Luftabwehr abgefangen werden können.

Nun liege ein russisches Angebot auf dem Tisch, die Beschränkungen des New-START-Vertrags weiter einzuhalten, wenn die USA es auch tun. Dieses Angebot wurde am 22. September unterbreitet, aber es gab bisher keine offizielle Antwort aus den USA.

John Steinbach vom Hiroshima-Nagasaki-Friedenskomitee erinnerte an die Anti-Imperialistische Liga, die Ende des 19. Jahrhunderts Menschen mit unterschiedlichem ideologischem Hintergrund willkommen hieß. Er verwies auf den 28. Oktober als „Wasili-Archipow-Tag“, benannt nach dem sowjetischen Marineoffizier, der während der Kubakrise einen Atomkrieg verhinderte, indem er den Befehl zum Abschuß eines Atomtorpedos widerrief. Steinbach lobte, daß Präsident Trump „wenigstens den Anschein von Verhandlungen“ mit Rußland mache, anders als Biden. Er zitierte den Philosophen Baruch Spinoza: „Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Wohlwollen, Vertrauen und Gerechtigkeit.“

Zepp-LaRouche bat McGovern um einen Kommentar zu den derzeitigen hektischen Kriegsvorbereitungen in Europa. Er antwortete, offenbar gebe es keine Geheimdienstexperten mehr wie noch in den 80er Jahren – mutige Menschen wie jenen CIA-Beamten, der seine Vorgesetzten warnte, die Sowjets seien überzeugt, das Manöver Able Archer sei eine Tarnung für einen atomaren Angriff.

Jack Gilroy, führendes Mitglied von Veterans for Peace und Pax Christi, warnte, der Wahnsinn des Militarismus, motiviert durch den Militärisch-Industriellen Komplex, sei zurückgekehrt. Er zitierte den Chef von Raytheon (heute RTX Corp.), der vor dem Krieg in der Ukraine sagte, die Spannungen in Osteuropa seien eine „Gewinnchance” für sein Unternehmen. Gilroy forderte, öffentliche Schulen sollten lehren, daß die Vorstellung, „daß das Militär uns Sicherheit und Schutz bietet”, eine ebenso große Lüge sei wie unter den Nazis, und daß Schüler einen Eid ablegen sollten, sich nicht bei Unternehmen aus dem Militärisch-Industriellen Komplex zu bewerben.4

McGovern und Gilroy, beide Katholiken, sprachen über ihre Hoffnungen und Enttäuschungen in Bezug auf die Kirche. Zepp-LaRouche betonte erneut die Bedeutung von Papst Leos Einsatz für das Werk von Cusanus. Der sei zu Lebzeiten so umstritten gewesen, daß man vom „Lyndon LaRouche seiner Zeit“ sprechen könne.

Kues wurde in den Index der verbotenen Bücher der katholischen Kirche aufgenommen, und LaRouche wurde zu Unrecht angeklagt und ins Gefängnis gesteckt – darauf wies Dennis Small hin, ein Mitarbeiter LaRouches, der selbst ebenfalls inhaftiert wurde. Small forderte LaRouches Rehabilitierung.

Zepp-LaRouche sagte, der Einsatz des Papstes eröffne der Kirche und allen Religionen eine Chance, ihre Vorurteile abzulegen und helfen, Frieden für die Menschheit zu schaffen.

Dr. Feroze Sidhwa, ein amerikanischer Chirurg, der viel in Palästina gearbeitet hat, berichtete über seine Erfahrungen in Gaza, wo er sich freiwillig im Europäischen Krankenhaus in Khan Younis, bei der Weltgesundheitsorganisation und bei der NGO MedGlobal engagiert hat. Er sagte: „Seit dem Waffenstillstand hat sich in Gaza nicht viel geändert… Die Lage ist nach wie vor sehr, sehr ernst.“ Israel erlaube den Wiederaufbau nur in den Enklaven, wo vier von Israel unterstützte Banden herrschen, und nutze dies für Propagandazwecke – „mit das Zynischste, was ich in meinem Leben gesehen habe“. Er verurteilte US-Ärzteverbände, die zum Völkermord in Gaza und sogar zu Israels zahlreichen Morden an medizinischem Personal schweigen.

Schlußfolgerungen

In den kurzen Schlußbemerkungen äußerte Gilroy die Hoffnung, daß Leo ebenso wie Papst Franziskus das Konzept eines „gerechten Krieges“ verurteilt. Pater Bury betonte, Jesus habe uns gelehrt, unsere Feinde zu lieben, und das sollte das Leitprinzip unserer politischen Tätigkeit sein.

Steinbach sagte, Israel benutze sein Atomwaffenarsenal zur Erpressung, so wie 1973, als es mit dem Einsatz von Atomwaffen drohte, als US-Präsident Nixon die Militärhilfe zurückhalten wollte. McGovern ergänzte, Israel habe 1973 ein Angebot für einen gegenseitigen Verteidigungsvertrag mit den USA abgelehnt, weil ein solcher Vertrag international anerkannte Grenzen erfordert.

Zepp-LaRouche reflektierte über die Religionen, die in den Diskussionen dieser Woche wiederholt ein Thema waren. Das Problem sei in allen Religionen der Fundamentalismus, wo Menschen überzeugt sind, allein die Wahrheit zu kennen und allen anderen überlegen zu sein. Aber jede Religion habe auch eine Strömung, für die Wissenschaft und Glaube kein Widerspruch sind. Dies verkörpere Nikolaus von Kues, der im 15. Jahrhundert enorm wichtige Entdeckungen über den Menschen und das Universum machte. Papst Leos Entscheidung, Kues‘ Rolle bewußt hervorzuheben, sei ist ein nicht zu unterschätzender Durchbruch.           eir


Konferenz in Paris: Die Emanzipation Afrikas und der Mehrheit der Weltbevölkerung – eine Herausforderung für Europa

Internationale Konferenz des Schiller-Instituts und von Solidarité et Progrès

„Die Emanzipation Afrikas und der Mehrheit der Weltbevölkerung – eine Herausforderung für Europa”

8.-9. November 2025, Paris, jeweils ab 9.30 Uhr

Engagierte Bürger und junge Menschen aus aller Welt werden zusammenkommen, um über ihre Vision der Zukunft der Welt und ihre Lösungen für die Verwirklichung des Friedens zu diskutieren. Sie bringen die Stimmen Afrikas, der Länder der Globalen Mehrheit und aller anderen Nationen mit, die für die wahre Emanzipation der Völker, für Frieden, Solidarität und Fortschritt für alle kämpfen.

Dazu müssen sich Verfechter souveräner Nationen zusammenschließen und ihre Kräfte bündeln, um die Kriege zu beenden. Durch die Organisation einer Friedensbewegung mit Patrioten und Weltbürgern aus Frankreich, Deutschland und vielen anderen Länder können wir eine Architektur der gegenseitigen Entwicklung und Sicherheit aufbauen. Diese Herausforderung wird im Mittelpunkt der Debatten dieser Tage stehen.

Von 9:30 Uhr morgens bis 19:30 Uhr abends finden drei Podiumsdiskussionen statt, um den Fahrplan für diese Mobilisierung vorzustellen und mit Ihnen und Euch zu diskutieren.

(Am Vortag, Freitag, dem 7. November, findet in Clichy der Parteitag von Solidarité & Progrès statt.) Am Sonntag, dem 9. November, organisieren wir eine „Kaderschule“, um die auf der Konferenz am Samstag diskutierten Themen zu vertiefen. gefolgt von zwei Tagen Aktivitäten in Paris und Umgebung. Es geht darum, Handeln und Ideen zu verbinden!

Erzählen Sie allen Freunden, Verwandten und Bekannten von dieser Veranstaltung!

Programm

Samstag, 8. November, 9:30 bis 20:30 Uhr, Paris 13. Arrondissement

Internationale Konferenz mit 3 Podiumsdiskussionen

Vormittag 9:30 bis 13:00 Uhr

Auf den Ruf des Volkes reagieren

Moderator:

• Sébastien PERIMONY

Redner:

• Jacques CHEMINADE – Präsident von Solidarité & Progrès (Frankreich): Zeit, die Denkweise zu ändern (Transkript)

• Parlamentskandidaten von Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Diane SARE – Aktivistin der LaRouche-Organisation (TLO). Ehemalige Kandidatin für den US-Senat im Bundesstaat New York (Vereinigte Staaten): Was ist gerade in New York City passiert?

Nachmittag 15:00 bis 17:50 Uhr

Die Emanzipation Afrikas und der globalen Mehrheit – eine Herausforderung für Europa

Musikalische Einleitung: Lied „Nkosi Sikelel’ iAfrika“, vorgetragen vom Chor des Schiller-Instituts

Moderator:

• Sébastien PERIMONY

Referenten:

• Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Vositzende des Schiller-Instituts: Für eine neue Weltwirtschaftsordnung, die auf dem Zusammenfall der Gegensätzen basiert! (Transkript)

• Princy MTHOMBENI (Video) – Gründerin von Africa4Nuclear, Spezialist für Kernenergie (Südafrika): Afrika muss kritisch werden

• Filomène EBI N’GODO (Video) – Doktor der Geschichte der internationalen Beziehungen, Professorin und Forscherin an der Alassane-Ouattara-Universität (Elfenbeinküste): Die Veränderungen unserer Gesellschaft im 21. Jahrhundert

• Dora MUANDA (Video) – Direktorin der Wissenschafts- und Technologiewoche (Demokratische Republik Kongo): Bildung ist der Schlüssel zu Frieden, Würde und nachhaltiger Entwicklung

• Zenobita MAGANGA – Aktivistin für den Frieden und die Sache der Demokratischen Republik Kongo (Demokratische Republik Kongo): Kriege im Namen der Demokratie und westlicher Werte beenden

• Chekaraou Halidou Namaiwa (Video) – Panafrikanist (Niger): Die Mobilisierung junger Menschen für die Zukunft Afrikas

• Mariano Nguema ESONO MEDJA – Professor für Internationale Beziehungen an der Nationalen Universität Äquatorialguinea (Äquatorialguinea): Kein Frieden in Afrika bedeutet kein Frieden irgendwo

• Odile MOJON – Vertreterin des Schiller-Instituts (Frankreich)

Abendveranstaltung 18:10 bis 20:00 Uhr

Jugend aus aller Welt für Frieden und gegenseitige Entwicklung

Moderatorin:

• Odile MOJON

Referenten:

Abend 20:15 bis 21:00 Uhr

Konzert

Vorstellung der Künstler durch Johanna CLERC, Chorleiterin des Chores Rebel Canto

• Feride GILLESBERG – Opernsängerin, Schiller-Institut (Dänemark)

• Leena MALKKI – Opernsängerin (Schweden)

Sonntag, 9. November, 10:00 bis 20:30 Uhr, Clichy-la-Garenne

Kaderschule

Vormittag 10:00 bis 12:30 Uhr

Erläuterung von Lyndon LaRouches Wissenschaft der physikalischen Ökonomie und des Konzepts grundlegenden Entdeckungen

Den Beitrage finden Sie hier auf Englisch.

• Internationaler Gast

• Sébastien DROCHON – Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Yoan DELHOTAL – Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Jason ROSS – LaRouche-Organisation (Vereinigte Staaten)

• Benoît Odille – Solidarité & Progrès (Frankreich)

Nachmittag 13:30 bis 17:30 Uhr

Die wahre politische und revolutionäre Natur des Denkens in Kunst, Kultur und Geschichte.

Den Beitrag finden Sie hier auf Englisch.

• Internationaler Gast

• Jacques CHEMINADE – Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Karel VEREYCKEN – Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Megan DOBRODT – Schiller-Institut (Vereinigte Staaten)

• Kynan THISLETHWAITE – Schiller-Institut (Vereinigte Staaten)

• Rémi LEBRUN – Solidarité & Progrès (Frankreich)

• Johanna CLERC – Solidarité & Progrès (Frankreich)

Abend 18:30 bis 20:30 Uhr

Musikalischer Moment

Erleben Sie Schönheit durch klassische Musikwerke, aufgeführt von unseren professionellen Musikern und Aktivisten.

Vorstellung der Künstler durch Johanna CLERC, Chorleiterin des Chors „Rebel Canto“

• Chor des Schiller-Instituts – Schiller-Institut International

• Feride GILLESBERG – Opernsängerin, Schiller-Institut (Dänemark)

• Leena MALKKI – Opernsängerin (Schweden)

• Martin KAPTEIN – Pianist (Niederlande)

• Georges BERIACHVILI – Pianist (Georgien)


Internationale Friedenskoalition #126, 31. Oktober 2025, 16.00 Uhr MEZ

Das Höhere „Eine“ denken, um die Krise zu lösen

126. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das Höhere „Eine“ denken, um die Krise zu lösen

31. Oktober 2025
16.00 Uhr (Bitte beachten Sie die Änderung in der europäischen Zeit für diese Woche)

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Nehmen Sie diesen Freitag an der Internationalen Friedenskoalition mit John Steinbach, Dr. Feroze Sidhwa und weiteren Teilnehmern, die in Kürze bekannt gegeben werden, teil.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Inmitten einer sich sehr schnell verändernden und zunehmend gefährlichen globalen strategischen Lage konzentrierte sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem internationalen Webcast vom 29. Oktober auf die Bedeutung der jüngsten Ansprache von Papst Leo XIV., in der er die revolutionären Beiträge von Kardinal Nikolaus von Kues hervorhob, insbesondere sein Konzept der Coincidentia Oppositorum (Zusammenfall der Gegensätze).

In seiner Ansprache vor Zehntausenden auf dem Petersplatz am 25. Oktober sagte der Papst, dass Cusa in „einem anderen unruhigen Zeitalter, dem 15. Jahrhundert“, lebte, als „viele seiner Zeitgenossen in Angst lebten, andere zu den Waffen griffen…“, aber Cusa „an die Menschheit glaubte. Er verstand, dass es Gegensätze gibt, die zusammengehalten werden müssen.“

„Meiner Meinung nach ist dies womöglich die bedeutendste strategische Intervention“, sagte Zepp-LaRouche, „denn der Papst hebt die Diskussion auf eine Ebene, auf der eine Lösung möglich ist.“

Zepp-LaRouche, die sich als führende Expertin für Cusa theoretisch wie praktisch mit Cusas Werk intensiv beschäftigt hat, hob seine Methode des „Zusammenfalls der Gegensätze“ als „eine Methode des Denkens“ hervor. Mit ihr kann „man vermeiden, sich in den Details dieses oder jenes Problems zu verlieren, sondern seinen Geist trainieren, das Eine zu denken. Das ist äußerst wichtig. Der Papst wendet sie sehr deutlich auf die politische Situation an: denn wenn man sich alle Konflikte in der heutigen Welt ansieht, die Situation im Nahen Osten oder in der Ukraine oder in der Karibik, wenn man nur die Fakten, die Geschichte der Krise, die Spannungen und die beteiligten Persönlichkeiten betrachtet, wird man niemals eine angemessene Lösung finden. Wenn man jedoch ganz andersherum vorgeht, wenn man zuerst an das Eine denkt, in diesem Fall an die eine Menschheit – das, was uns alle verbindet –, und dann von diesem erhöhten Standpunkt aus die konkrete Krise betrachtet, findet man immer eine Lösung… Man kann diese Methode auf jedes Problem anwenden, auf Politik, Wirtschaft, militärische Fragen, soziale Fragen, kulturelle Fragen, denn es ist eine Methode der Konfliktlösung: die Hoffnung, den nächsten Schritt in der Entwicklung der Menschheit zu synthetisieren. Man kann etwas sehen, das nicht existiert, aber durch Menschen guten Willens und gemeinsame Anstrengungen herbeigeführt werden kann. Das ist eine sehr schöne Intervention …“

Und sie kommt zum richtigen Zeitpunkt. Denn wie der russische Außenminister Sergej Lawrow in seiner Rede auf der 3. Internationalen Konferenz über eurasische Sicherheit in Minsk feststellte: „Die Militarisierung der europäischen Länder gewinnt an Fahrt: Die Mittel für die Rüstungsindustrie werden aufgestockt, groß angelegte Manöver durchgeführt und die Logistik für den Truppentransfer an die ‚Ostfront‘ verbessert, wobei die Infrastruktur von Ländern genutzt wird, die nicht Teil der Nordatlantischen Allianz sind.“ Das logische Ende dieser Politik der NATO-Kriegstreiber, die von der Ideologie der Geopolitik infiziert sind, ist ein Atomkrieg. Auf der Sitzung der Internationalen Friedenskommission am 24. Oktober legte Professor Ted Postol in erschreckend deutlichen Worten dar, was im Falle eines Atomkrieges mit der Menschheit geschehen würde. Das Momentum des derzeitigen Systems darf die Menschheit nicht zu einem solchen Ende treiben.

Stattdessen muss eine Vision einer anderen Zukunft für die Menschheit entstehen, eine Zukunft, die sich grundlegend vom heutigen, gescheiterten System unterscheidet. Am 30. Oktober trifft Präsident Trump mit Präsident Xi Jinping zusammen. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums bezeichnete diesen Dialog als entscheidend für die Beziehungen zwischen den beiden Nationen: „Die Diplomatie der Staatschefs spielt eine unersetzliche Rolle bei der strategischen Ausrichtung der Beziehungen zwischen China und den USA.“ Solche Treffen zwischen Staatschefs, wie sie im August beim Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Trump und Putin in Alaska stattfanden, können Prozesse in Gang setzen, die von der „logischen“ Folge der aktuellen Politik abweichen.

Zivilisationen zerfallen – oder auch nicht –, je nachdem, ob eine Kultur oder ein Volk in der Lage ist, seine fehlerhaften, manchmal tragischen Glaubensgrundsätze aufzugeben und eine Lösung anzunehmen, die zuvor unmöglich schien. Solche Lösungen liegen heute auf dem Tisch. Eine Vereinbarung zwischen Russland, China und den Vereinigten Staaten über den Bau des Beringstraßentunnels könnte die strategische Landschaft grundlegend verändern und eine Öffnung für dauerhaften Frieden schaffen. Der Oasen-Plan, dessen Schwerpunkt auf Palästina und Israel liegt, könnte eine tragfähige und schöne Zukunft für die gesamte Region Südwestasien bieten.

Wir müssen jetzt die Gelegenheit der strategischen Intervention mit Cusas „Zusammenfall der Gegensätze“ nutzen, um den politischen Dialog auf die höhere Ebene, auf der die Lösungen für die außerordentlich gefährliche Situation von heute liegen, zu verlagern: die Ebene des „Einen“, das Schicksal der Menschheit im nächsten Jahrtausend. Nehmen Sie diesen Freitag an der Internationalen Friedenskoalition mit John Steinbach, Dr. Feroze Sidhwa und weiteren Teilnehmern, die in Kürze bekannt gegeben werden, teil.


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Die Wiederbelebung von Kues eröffnet neue Friedensvision, 29.10.2025, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Unsere gegenwärtige Phase der Geschichte ist eine Zeit schrecklicher Spannungen zwischen denen, die den Krieg fördern, und denen, die sich für die Beilegung von Streitigkeiten einsetzen. Die bewusste Unterstützung bewaffneter Konflikte in Zeiten von Atomwaffen ist Wahnsinn. Aber es gibt immer mehr Kräfte der Vernunft und Hoffnung.

Das Aufgreifen der bahnbrechenden Konzepte von Kardinal Nikolaus von Kues (1401-1464) durch Papst Leo XIV. am 25. Oktober ist ein wichtiger Fortschritt für die Kräfte, die sich für den Frieden einsetzen. Kues‘ Konzept, auf einer höheren Ebene nach der Überwindung von Differenzen zu suchen und voranzuschreiten, wurde von Lyndon und Helga LaRouche über Jahrzehnte hinweg wiederholt untersucht, berichtet und befürwortet. Vor allem aber gründete Frau Zepp-LaRouche im Jahr 2020 eine Aktivistenvereinigung, die sie „Komitee für den Zusammenfall der Gegensätze“ nannte, basierend auf Cusas Idee der „coincidentia oppositorum“ (Koinzidenz der Gegensätze). Diese Organisation wurde zum Vorläufer der Internationalen Friedenskoalition, die im Juni 2022 auf Initiative von Zepp-LaRouche gegründet wurde auf Initiative von Zepp-LaRouche gegründet wurde und nun als wichtige Plattform für den weltweiten Dialog fungiert.

Am 27. Oktober traf der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban im Vatikan mit Papst Leo zusammen. Orban hat sich bereit erklärt, Budapest als Veranstaltungsort für ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Verfügung zu stellen. Orban schrieb heute auf X: „Ich habe Seine Heiligkeit gebeten, Ungarns Bemühungen gegen den Krieg zu unterstützen. Privataudienz bei Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV.“

Zu den weiteren Persönlichkeiten und Vereinigungen, die sich ebenfalls auf der Seite der Menschheit engagieren, gehören die Führer der Globalen Mehrheit, der BRICS, der expandierenden Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und kooperierender Initiativen. In Indien und im asiatisch-pazifischen Raum gibt es diese Woche Anzeichen für diese Entwicklung. Apropos Freundschaft: Am 26. Oktober wies der indische Premierminister Narendra Modi in seiner Videobotschaft an den ASEAN-Indien-Gipfel in Malaysia darauf hin, dass Indien und die 11 ASEAN-Mitgliedstaaten mittlerweile 25 % der Weltbevölkerung ausmachen und weiterhin als Freunde zusammenarbeiten wollen.

Am Rande des APEC-Gipfels in Südkorea in dieser Woche kündigte Präsident Trump an, er werde sich mit Chinas Präsident Xi Jinping treffen. Am 28. Oktober wird Präsident Trump, der sich derzeit in Tokio, Japan, aufhält, mit Premierministerin Sanae Takaichi zusammentreffen, die angekündigt hat, eine Außenpolitik der Stabilität und des Friedens in der Region zu verfolgen. Dies steht im Widerspruch zu der vorherrschenden westlichen Behauptung, China wäre der Feind.

Die unmittelbarsten Kriegsdrohungen kommen weiterhin von der europäisch geprägten „Koalition der Willigen“, die Russland direkt als Feind bezeichnen, der darauf aus sei, in Europa einzumarschieren. Hinzu kommt die aggressive Haltung der USA in der westlichen Hemisphäre, die ihre Streitkräfte in der Karibik aufstocken.

In den letzten zehn Tagen haben Militärsprecher in Frankreich zu einer Notfallbereitschaft aufgerufen, um französische Streitkräfte wenn nötig direkt in der Ukraine stationieren zu können. Der Stabschef der französischen Armee, General Pierre Schill, erklärte am 24. Oktober gegenüber Mitgliedern des Verteidigungsausschusses der Nationalversammlung: „Wir werden bereit sein, bei Bedarf unter Sicherheitsgarantien Streitkräfte einzusetzen – zum Wohle der Ukraine.“ Er erklärte, 2026 werde das „Jahr der Koalitionen“ sein, und wies darauf hin, dass bei den bevorstehenden multinationalen Militärübungen „Orion 26“ Land-, Luft- und Seestreitkräfte getestet werden, wo immer sie auch eingesetzt werden müssen.

In der Karibik haben die militärischen Aktivitäten und der Truppeneinsatz der USA zugenommen, ebenso wie die Propaganda im eigenen Land, dass der Kampf gegen den Drogenhandel den Sturz Venezuelas bedeute. Der Lenkwaffenzerstörer USS Gravely hat nun in Port of Spain, Trinidad und Tobago, innerhalb von sieben Meilen von Venezuela, angelegt. Es heißt, das Schiff führe bis zum 30. Oktober Trainingsübungen durch. Der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford wurde von seinem derzeitigen Standort im Mittelmeer in die Karibik beordert. Es gab neun US-Luftangriffe auf Boote in internationalen Gewässern in der Karibik sowie zwei im Pazifik vor der Westküste Mittelamerikas. Mindestens 43 Menschen wurden getötet.

Die International Peace Coalition wird am Freitag, dem 31. Oktober, um 16 Uhr (MEZ, bitte die Zeitumstellung beachten) ihre 126. wöchentliche Sitzung in Folge abhalten.

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.


Die Zeit wird knapp

Bericht vom 125. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 125. wöchentliche Internetsitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 24. Oktober war nicht die übliche Podiumsdiskussion, sondern ein Dialog zwischen der Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, Helga Zepp-LaRouche, und Theodore Postol, emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und nationale Sicherheit am Massachusetts Institute of Technology.

Zepp-LaRouche beschrieb eingangs die jüngsten strategischen Turbulenzen, bei denen man zwischen Hoffnung und Chaos hin- und hergerissen sei. So habe das Wall Street Journal berichtet, die USA hätten der Ukraine erlaubt, mit Tomahawk-Raketen Ziele tief in Rußland anzugreifen. US-Präsident Trump habe dies dementiert, und Präsident Putin habe gewarnt, daß die russische Reaktion darauf ernst und sogar überwältigend wäre. Zudem gebe es auch Verwirrung um das geplante Gipfeltreffen zwischen Trump und Putin in Budapest – erst sollte es stattfinden, dann wieder nicht. In Bezug auf Gaza bemerkte sie: „Das sogenannte Friedensabkommen scheint nicht zu halten.“ Die israelische Knesset habe für die Annexion des Westjordanlands gestimmt – eine klare Ablehnung eines palästinensischen Staates und ein Signal für Sabotage des Friedensprozesses. Die Chance, den Dritten Weltkrieg zu verhindern, könnte bald vorüber sein, warnte Zepp-LaRouche.

Grund zur Hoffnung sei dagegen die erfolgreiche Diskussionsrunde über das Projekt des Beringstraßen-Tunnels (siehe Das Beringtunnel-Projekt weist den Weg zum „Frieden durch Entwicklung“) am 22. Oktober mit Experten aus Ingenieurwesen, Eisenbahnbau, Finanzen und Diplomatie aus den USA, Rußland, Italien und Deutschland.1

Putins Nervenstärke und deutscher Wahnsinn

Zepp-LaRouche sagte, man könne Putins „scheinbar unendliche Geduld nur bewundern“. Die Befürworter eines Regimewechsels, die diesen besonnenen Putin unbedingt loswerden wollen, hätten wohl nie darüber nachgedacht, wer an seine Stelle treten soll und damit den Finger an Rußlands Atomknopf hätte. Postol teilte ihre Meinung: „Wann immer Putin Zurückhaltung zeigt, die die Menschheit vor einer Katastrophe bewahrt, halten sie das für ein Zeichen seiner Schwäche… Er beweist eine außergewöhnliche Fähigkeit, diese Situationen geschickt zu meistern… Wir können nur dankbar sein, daß wir in der russischen Führung nicht jemanden wie Joe Biden haben.”

Dagegen warf Zepp-LaRouche Bundeskanzler Merz seine „idiotische Politik“ der strategischen Unberechenbarkeit in Bezug auf die Lieferung von Taurus-Raketen an die Ukraine vor. Den Gegner so im Ungewissen zu lassen, sei ein Spiel mit dem Feuer. Postol fügte hinzu, er könne kaum glauben, daß jemand so wenig Verständnis von Geschichte hat, um sich so zu verhalten wie Merz. „Deutschland wird heute von seiner politischen Führung und von der amerikanischen Führung strategisch getäuscht.“ Merz lüge, wenn er behauptet, die US-Raketen, die nächstes Jahr in Deutschland stationiert werden sollen, würden nicht mit Atomwaffen bestückt sein. „Die Russen werden keine andere Wahl haben, als davon auszugehen, daß diese Waffen atomar bewaffnet sind.“ Denn als konventionelle Waffen seien sie sinnlos. Er verglich das mit der Stationierung der Raketenabwehr in Polen und Rumänien, die sehr schnell zu Offensivraketen umgerüstet werden könne – die Russen könnten es sich nicht leisten, darüber zu spekulieren, welchen Status diese Raketen gerade haben. Merz‘ Politik werde die Wahrscheinlichkeit eines Atomkriegs auf deutschem Boden enorm erhöhen.

Am Rande eines Atomkrieges

Postol sagte, die letzten Tagen hätten katastrophale Ereignisse gebracht, Trumps Äußerungen und Handlungen hätten die Aussichten auf diplomatische Fortschritte ernsthaft beeinträchtigt. Putin habe das kluge Angebot gemacht, daß beide Länder sich noch ein Jahr lang an die Bestimmungen des New START-Vertrags halten, während sie über dessen Verlängerung verhandeln. Wegen Trumps Verhalten „glaube ich aber, daß Rußland nun in eine Situation gebracht wurde, in der es tatsächlich keine andere Wahl mehr hat, als seine Sicherheitsbedenken auf dem Schlachtfeld in der Ukraine zu lösen“.

Postol, einer der weltweit führenden Experten für die Folgen des Einsatzes von Atomwaffen, griff einige der alarmierenden Informationen auf, die er bereits in früheren IPC-Sitzungen vorgestellt hatte. „Ein Atomkrieg wäre praktisch das Ende der modernen Zivilisation. Das ist schlicht eine Tatsache der Physik… Einen Atomkrieg zu führen und gewinnen, ist schlicht technisch unmöglich.“ Die Aussagen von Merz, Frankreichs Präsident Macron und dem britischen Premier Starmer bewiesen leider eine völlige Unkenntnis dieser Tatsachen.

Wegen der extrem zerstörerischen Folgen wäre jedes Land, das mit Atomwaffen angegriffen wird, dazu gezwungen, mit Atomwaffen zu antworten, um sich selbst zu retten. Postol erinnerte an die Stabsübung „Able Archer“ 1983 mit hochrangigen Teilnehmern, darunter der damalige US-Verteidigungsminister Caspar Weinberger. Am fünften Tag der Übung sei die Situation zum strategischen Einsatz von Atomwaffen eskaliert, und in dem Moment hätten in der Simulation die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion nicht mehr existiert.

Postol erläuterte auch die physikalischen Auswirkungen eines Atomwaffeneinsatzes. Die meisten Menschen dächten, die größte Zerstörung richte die Schockwelle an, aber das sei nur ein Nebeneffekt. Ungeheure Schäden gäbe es durch den ersten Feuerball, viel schlimmer als die Schockwelle. Der Feuerball würde Brände über einem riesigen Gebiet auslösen, etwa 600 bis 700 Quadratkilometer würden sofort in Flammen aufgehen. Durch Aufwärtskonvektion würden Hurrikan-artige Stürme in dieses Gebiet gesaugt und einen gigantischen Feuer-Tornado verursachen. Schutzräume würden sich in Brennöfen verwandeln. Die Schockwelle ginge mit Winden von 300 Stundenkilometern einher. Postol veranschaulichte all dies sehr dramatisch und leidenschaftlich mit historischen Bildern.

Europas Kriegstanz

Zepp-LaRouche erinnerte daran, daß Putin vor einem Jahr Rußlands strategische Doktrin geändert hat; anstelle eines praktischen Verzichts auf den Ersteinsatz von Atomwaffen behalte sich Rußland jetzt das Recht vor, Atomwaffen auch einzusetzen, wenn ein konventionell bewaffnetes Land, das von einer Atommacht unterstützt wird, seine Existenz bedroht. Die bisherige Doktrin hätte nicht ausgereicht, um existentielle Bedrohungen abzuschrecken.

Postol kommentierte die Aufrüstung der führenden NATO-Staaten: „All dieses Gerede über einen Krieg mit Rußland ist fast schon lächerlich.” Rußland habe offensichtlich nicht die Absicht, in Europa einzumarschieren oder die Ukraine zu besetzen. Das Verhalten des Westens habe es jedoch zum Handeln gezwungen. Im Januar 2022 habe Außenminister Blinken dem russischen Außenminister Lawrow erklärt, die USA würden sich das Recht vorbehalten, in der Ukraine Atomwaffen zu stationieren. Wie könne es da jemanden überraschen, wenn Rußland in die Ukraine einmarschiert?

Zepp-LaRouche fragte Postol nach seiner Meinung zu den lautstarken Forderungen nach konventioneller Aufrüstung. Er antwortete, der Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft sei eine direkte Folge des Ukrainekrieges. Als US-Präsident Biden die Nord-Stream-Pipeline sprengen ließ, habe das Deutschland viel mehr geschadet als Rußland. „Deutschland befindet sich in einem Prozeß der Deindustrialisierung”, aber das sei Merz egal. Der wolle den Deutschen ihre begrenzten Mittel wegnehmen, um einen völlig unnötigen Krieg gegen Rußland vorzubereiten. Die europäischen Regierungen seien so verzweifelt darauf aus, die Verantwortung für den eigenen wirtschaftlichen Zusammenbruch zu vertuschen, daß sie bereit seien, einen Krieg mit Rußland anzufangen.

Gut und Böse

In der Diskussion gab es eine Frage über „das Böse in der strategischen Politik”. Zepp-LaRouche betonte dazu das letzte ihrer „Zehn Prinzipien einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“, – daß der Mensch im Grunde gut ist.2 Der Ursprung des Bösen liege im System der Oligarchie. Friedrich Schiller habe gesagt, die wichtigste Voraussetzung für die Menschheit sei das Empfindungsvermögen (Empathie). Was nütze es einem Menschen, wenn auf seinem Grabstein steht, er habe 200 Porsche gehabt und kiloweise Kaviar gegessen? Hannah Arendt habe mit ihrer These von der „Banalität des Bösen“ nicht ganz falsch gelegen.

Postol stimmte zu, daß der Mensch gut ist, jedoch mit Einschränkungen. Denn der Mensch sei auch „mit tierischen Instinkten verflucht“, wir hätten beides. Wir bräuchten eine Welt, in der die Vernunft unsere tierischen Instinkte überwältigen kann. Leider gebe es heute nur sehr wenige Menschen in Machtpositionen, die Gutes tun wollen. Die heutigen führenden europäischen Politiker hätten die Bedingungen geschaffen, die den Krieg in der Ukraine auslösten. Ihnen fehle der Mut eines Nikita Chruschtschow, zuzugeben, wenn sie Fehler gemacht haben.

Fazit

Zepp-LaRouche würdigte Postol als wichtige Stimme der Vernunft. Wer nicht von dem ausgehe, was Postol über die Realität eines Atomkrieges sagte, werde am Ende falsch liegen. Alle Teilnehmer sollten ihre Bemühungen verstärken, den Marsch in einen Atomkrieg zu stoppen, bevor sich das Zeitfenster für immer schließt.

eir


Anmerkungen

1. https://www.youtube.com/live/ZHLA4LPrj4U

2. https://schillerinstitute.com/de/blog/2022/11/30/zehn-prinzipien-fuer-eine-neue-internationale-sicherheits-und-entwicklungsarchitektur/


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