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Helga Zepp-LaRouche & Mostafa Maleki: Zerbricht die NATO über dem US-Angriffskrieg gegen den Iran?

Helga Zepp-LaRouche beleuchtet im Dialog mit dem Presseattaché der iranischen Botschaft in Berlin,
Dr. Mostafa Maleki, verschiedene Auswirkungen dieses unprovozierten Angriffskrieges. Das internationale Völkerrecht liegt in Scherben, das Vertrauen in die Diplomatie ist zerstört. Die Blockade der Straße von Hormus hat massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und könnte das fragile Weltfinanzsystem zum Bruchpunkt bringen. Die Verbündeten versagen Trump die Gefolgschaft, der droht mit dem Abzug der USA aus der NATO. Es droht eine Eskalation bis zum Bruch des ultimativen Tabus, dem Einsatz von Atomwaffen, von dem der Berater des Atlantic Council, Harlan Ullman, in „The Hill“ schon spricht.

Die Sicht des Irans kommt in den deutschen Mainstream-Medien nie vor, deshalb wird in dieser Webcast eine Sicht auf die Ereignisse gegeben, die es ermöglichen soll, dass die Zuschauer sich selbst ein Bild machen können. Wenn selbst der Direktor des Zentrums für Terrorismusbekämpfung in den USA, Joseph Kent, zurücktritt, weil er es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, den Krieg gegen ein Land mitzutragen, das keine Bedrohung darstellte, dann ist es höchste Zeit, dass die gängige „Narrative“ durch einen objektiven Blick ersetzt wird.


„Mit der Feder und dem Wort lassen sich die Auswirkungen von Waffen neutralisieren“

Bericht vom 145. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Bei der 145. wöchentlichen Online-Versammlung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) war ein Überraschungsgast zu Gast: Botschafter Abolfazl Pasandideh, der die Islamische Republik Iran in Mexiko vertritt. Dies war eine einzigartige Gelegenheit für Menschen, die in einem von Kriegspropaganda geprägten Umfeld leben, eine ungefilterte Botschaft aus der Nation zu hören, die von der US-Regierung angegriffen wird.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, gab einen aktuellen Überblick. Sie stellte die Frage: Warum hat US-Präsident Donald Trump diesen Krieg begonnen? Berichten zufolge waren es US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, US-Außenminister und nationaler Sicherheitsberater Marco Rubio, US-Sonderbeauftragter Steve Witkoff und der Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, die ihn davon überzeugten, dass der Iran kurz davor stand, US-Streitkräfte oder -Stützpunkte anzugreifen.

Sie merkte an, wir hätten eine neue Phase der neokonservativen Aggression erreicht, die durch gezieltes Eliminieren von Staatsoberhäuptern gekennzeichnet sei, wie etwa die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro oder die Ermordung des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei. Sie fügte hinzu, diese Situation könne immer noch zu einem Atomkrieg eskalieren könne, und verwies dabei auf einen Kommentar von Harlan Ullman, Seniorberater beim Atlantic Council, der sich selbst als Hauptverfasser der Doktrin von „Shock and Awe“ (Furcht und Schrecken) bezeichnet, in The Hill. Ullman schlägt vor, die Vereinigten Staaten sollten den Iran atomar angreifen, da dies der einzige Weg sei, das erforderliche Ausmaß von „Furcht und Schrecken“ zu erreichen. Zepp-LaRouche berichtete auch über ihren Offenen Brief an Papst Leo XIV., in dem sie ihn aufforderte, im Geiste von Nikolaus von Kues’ De Pace Fidei zu intervenieren. Sie habe erfahren, daß ein hochrangiger schiitischer Geistlicher aus dem Iran, Ayatollah Seyed Mostafa Mohaghegh Damad Ahmadabadi, einen ähnlichen Appell an den Papst gerichtet hat. Sie schloß mit den Worten: „Die Gefahr für die Menschheit war meiner Ansicht nach noch nie so groß wie jetzt.“

Als nächster ergriff Botschafter Abolfazl Pasandideh das Wort und bezeichnete den gegenwärtigen Krieg als „einen der irrationalsten Kriege der Geschichte… einen Verrat an der Diplomatie. Zum zweiten Mal wurden wir mitten in Verhandlungen angegriffen… Es war ein eklatantes Symbol dafür, daß Macht anstelle des Völkerrechts eingesetzt wird.“ Man habe erwartet, daß das Internet ein Zeitalter des Humanismus einläuten würde, sagte er, doch stattdessen hätten Rassisten und radikale Nationalisten das Internet erfolgreich ausgenutzt. Zum Thema der neokonservativen Agenda des „Regimewechsels“ sagte er: „Es ist unklar, wer nach dem Iran der Nächste sein wird – Mexiko oder China?“ Er schloß mit einer optimistischen Bemerkung: „Mit der Feder und dem Wort ist es möglich, die Auswirkungen von Waffen zu neutralisieren.“

Zepp-LaRouche beschrieb die Motive des IPC für die Einladung des iranischen Botschafters: Wir haben die Diskrepanz zwischen der Realität und der von westlichen Quellen verbreiteten Darstellung beobachtet. Sie erinnerte an die Erklärung des US-Finanzministers Scott Bessent, die Vereinigten Staaten hätten den Zusammenbruch der iranischen Wirtschaft absichtlich herbeigeführt, um einen Regimewechsel auszulösen, und verwies auch auf den Tweet von Mike Pompeo, dem ehemaligen CIA-Direktor in Trumps erster Amtszeit über die Mossad-Agenten, die jeden iranischen Demonstranten begleiten.

Der ehemalige Präsident von Guyana (2011–2015), Donald Ramotar, brachte dem Botschafter seine Bewunderung für die Hartnäckigkeit und den Mut des iranischen Volkes angesichts der Versuche, ihre Nation zu zerstören, zum Ausdruck. Seit einiger Zeit, so sagte er, gebe es Bestrebungen, internationale Institutionen und das Völkerrecht zu zerstören. Der Iran werde angegriffen, weil er das einzige Land sei, das sich für die Palästinenser einsetze, und weil er das Haupthindernis für Israels Bestrebungen darstelle, den Nahen Osten neu zu gestalten. Der Kampf des Iran sei auch ein Kampf für Kuba, das derzeit unter „fast unerträglichem“ wirtschaftlichem Druck stehe, in einem ähnlichen wahnwitzigen Versuch, einen Regimewechsel herbeizuführen.

Pasandideh sagte, er wolle Zepp-LaRouche dafür danken, daß sie „den Wurzeln dieses Problems“ auf den Grund gehe. Er dankte Ramotar für dessen Solidaritätsbekundung.

Pater Harry Bury, seit 70 Jahren katholischer Priester, lebenslanger Friedensaktivist und aktiv bei Twin Cities Nonviolent sowie der U.S. Catholic Priest Association, ergriff das Wort und sagte: „Unsere Herzen brechen, sie brechen wirklich, angesichts dessen, was dem Iran widerfährt“, sagte er. „Jesus sagte, wir sollen unsere Feinde lieben!“ Er betonte, die Geschichte habe uns gezeigt, daß Gewalt keine Probleme löst. Er bekräftigte seine Unterstützung für den Oasenplan und die BRICS als vorbildlichen Ansatz für den Frieden. Er bat alle Teilnehmer, sich Zepp-LaRouches offenem Brief an den Papst anzuschließen.

Pasandideh antwortete, Burys schöne Worte hätten sein Herz berührt. Er vertrat die Ansicht, Donald Trump verstecke sich hinter der Religion, und dies stelle eine Aggression gegen alle Religionen dar.

Jack Gilroy von Veterans for Peace, Pax Christi – Upstate NY und Pax Christi International kommentierte den Kontrast zwischen dem, was Pater Bury sagt, und der Befürwortung von Gewalt durch die christlichen Zionisten. Die Haltung der christlichen Zionisten steht im krassen Widerspruch zur gewaltfreien Botschaft Christi und zum jüdischen Bekenntnis zur Gerechtigkeit.

Pasandideh antwortete erneut, daß wir, wenn wir nach den Ursprüngen dieser Probleme suchen, auf Unilateralismus stoßen. Die UN-Charta schuf eine Welt auf der Grundlage von Gesetzen und Rechten, um „Nie wieder!“ zu der Ungerechtigkeit zu sagen, die zum Zweiten Weltkrieg geführt hatte, und nun werden diese Grundsätze ignoriert. Er fragte, wie wir zum Multilateralismus zurückkehren können, der Operationen zum Regimewechsel ausschließen würde. Wenn wir Multilateralismus erreichen, akzeptieren wir die kulturellen Unterschiede zwischen den Nationen.

Zepp-LaRouche erinnerte an die Rolle des iranischen Präsidenten Mohammad Chatami, der eine Wiederbelebung der Kultur und die Einführung moderner Technologien im Iran herbeiführte.

Diskussion

Gilroy bezeichnete die US-Außenpolitik als „pervers“, da sie echte Diplomatie durch Kanonenbootdiplomatie ersetze. Er sagte, wir müßten religiöse Führer dazu aufrufen, die Wahrheit zu predigen, wie es Pater Bury tue. In den Vereinigten Staaten gebe es 20 Millionen christliche Zionisten, weshalb die israelische Flagge über dem Weißen Haus wehe. Wo seien die religiösen Führer, die sagen, wir müssen aufhören, Fischer in der Karibik zu ermorden?

Der Atomwaffenexperte Dr. Theodore Postol, emeritierter Professor für Wissenschaft, Technologie und nationale Sicherheit am Massachusetts Institute of Technology, sagte in einem Videobeitrag, die Iraner könnten den Krieg möglicherweise sehr lange fortsetzen, indem sie Drohnen in unterirdischen Anlagen herstellen. Die Vereinigten Staaten seien nicht in der Lage, Abfangjäger in einem Tempo zu produzieren, das mit der iranischen Drohnenproduktion mithalten könne. Und die Abfangjäger seien nicht in der Lage, ihre Aufgaben wie angekündigt zu erfüllen.

Eine Frage wurde an Pater Bury gerichtet: Was können Katholiken gegen diejenigen in Südamerika und anderswo tun, die ihren Glauben auf bloßen ideologischen Antikommunismus reduzieren? Er antwortete, wir müssen uns selbst weiterbilden und dann andere Menschen aufklären.

Diane Sare erinnerte die Teilnehmer daran, daß sie eine unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin ist. Sie merkte an, fast zwei Drittel der US-Bevölkerung seien nicht in der Lage, Texte auf einem Niveau über der sechsten Klasse zu lesen. Der Schlüssel zur Befreiung der taubblinden Helen Keller aus ihrem sensorischen Gefängnis war die Sprache. Sare wies darauf hin, daß Kämpfer der Ultimate Fighting Championship – dem weltgrößten Veranstalter von Schaukämpfen gemischter Kampfsportarten – nun das FBI ausbilden, und betonte: „Unsere Beamten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) und des FBI müssen in der Lage sein, zu denken, anstatt gedankenlos gewalttätig zu sein.“

Ein Teilnehmer fragte: Kann Israel davon abgehalten werden, Atomwaffen gegen den Iran einzusetzen? Co-Moderator Dennis Speed warnte, die „Jeffrey-Epstein-Klasse“ lasse sich nicht durch moralische Grenzen einschränken. Sie glaubten, sie stünden über diesen Grenzen, und seien im Grunde satanisch. Diese Mentalität müsse aufgedeckt und bekämpft werden, um den Einsatz von Atomwaffen zu verhindern. Speed erinnerte daran, daß Frankreich und Großbritannien laut russischen Geheimdienstinformationen planen, Atomwaffen in die Ukraine zu bringen.

Jose Vega, Kongreßkandidat im 15. Kongreßwahlkreis von New York (Bronx), berichtete über die Unterschriftenaktion seines Wahlkomitees zur Erlangung der Wahlzulassung, bei der in den letzten Wochen an über 4.500 Türen geklopft und eine Botschaft des Friedens durch Entwicklung verbreitet wurde.


Zepp-LaRouche befragt Patrick Henningsen zur Lage im Iran

Helga Zepp-LaRouche interviewte am 9. März den Podcaster und internationalen Journalisten Patrick Henningsen. Kurz vor Beginn der US-amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar hatte Henningsen den Iran besucht. Zepp-LaRouche fragte ihn, was er dort vorgefunden habe, doch bevor er diese Frage beantwortete, erklärte Henningsen, dass er zunächst darlegen wolle, was seiner Meinung nach derzeit geschehe. „Die USA haben eine Art ‚Schock-und-Entsetzen-Kampagne‘ gegen den Iran gestartet.“ Aber gleichzeitig verlören die USA Flugzeuge, Militärstützpunkte würden beschädigt und Milliarden von Dollar an militärischen Investitionen, beispielsweise für Radarsysteme, gingen verloren.

Zu Trumps Finanzminister Scott Bessent, der mit seiner „Wirtschaftspolitik“ prahlte, die der iranischen Wirtschaft unerträgliche wirtschaftliche Schwierigkeiten bereitete, sagte Henningsen, es sei „eine langjährige Politik der USA“, die Währung eines Landes anzugreifen und sie damit zu ruinieren.

Henningsen beschreibt anschaulich die moralische Verkommenheit der amerikanischen Eliten bei der Durchsetzung ihrer Interessen und berichtete ausführlich über den Einfluss religiöser Fanatiker auf die Außenpolitik der USA in den letzten 30 Jahren.

Patrick Henningsen ist amerikanischer Schriftsteller, Analyst für internationale Beziehungen und Gründer der unabhängigen Nachrichten- und Analyse-Website 21st Century Wire. Er ist außerdem Moderator der wöchentlichen Radiosendung SUNDAY WIRE, die weltweit über das Alternate Current Radio Network (ACR) ausgestrahlt wird. Im Laufe seiner Karriere hat er für viele internationale Publikationen geschrieben und umfangreiche Berichterstattungen vor Ort in Syrien, im Irak und im gesamten Nahen Osten durchgeführt. Er hat einen Master in Internationalen Beziehungen von der University of Plymouth in Großbritannien. Das einstündige Interview ist jetzt auf dem YouTube-Kanal von EIR veröffentlicht.


Interview mit Einar Tangen: ein China-Insider zu den Auswirkungen des Iran-Krieges

Helga Zepp-LaRouche führte am 10. März ein einstündiges Interview mit Einar Tangen über die Gefahr eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs infolge eines Krieges mit dem Iran und den möglichen Ausbruch eines dritten und diesmal endgültigen Weltkrieges. Es ist jetzt auf dem YouTube-Kanal von EIR zu sehen.

Herr Tangen ist unter anderem Senior Fellow am Center for International Government Innovation (CIGI), Senior Fellow am Taihe Institute und Gründer von Asia Narratives. Als Kommentator und Analyst ist er als jemand bekannt, der „eine starke Brücke zwischen Ost und West schlägt“.

Einar Tangen und Helga Zepp-LaRouche diskutieren in dem faszinierenden Interview auch den historischen Wandel Chinas in den letzten 50 Jahren, die Rolle der Ideen von Friedrich List und des American System of Physical Economy sowie den allgemeinen zivilisatorischen Niedergang, der durch geopolitische Hybris und den intellektuellen Verfall im Westen vorangetrieben wird.


Internationale Pressemitteilung des Schiller-Instituts: „Eine Alternative zum Krieg gegen den Iran rückt ins Zentrum der Aufmerksamkeit“ 

15. März 2026

Zur unmittelbaren Verbreitung

„Während die Vereinigten Staaten immer näher in einen umfassenden Krieg gegen den Iran rutschen, einschließlich des möglichen Einsatzes von Bodentruppen in den nächsten Stunden und Tagen, und während die Welt mit der wachsenden Wahrscheinlichkeit konfrontiert ist, dass dieser Konflikt zu einem umfassenderen Atomkrieg eskaliert, fand am 13. März ein außergewöhnlicher öffentlicher Dialog statt, um eine Alternative zu einem solchen Krieg aufzuzeigen. An diesem Dialog nahm eine Gruppe prominenter Regierungs-, Religions- und Politikführer aus dem Iran, den Vereinigten Staaten, Deutschland und Ländern des Globalen Südens teil.

Der einstündige Dialog kann im Video  und im Transkript angesehen bzw. nachgelesen werden. Er repräsentiert einen Wendepunkt in den Bemühungen, den rasanten Absturz in den Krieg zu stoppen.

Die Podiumsteilnehmer sprachen über Zoom und YouTube vor einem Live-Publikum von rund 600 Teilnehmern aus 35 Nationen, die sich zur 145. wöchentlichen Sitzung der International Peace Coalition (IPC) versammelt hatten. Zu den Podiumsteilnehmern gehörten S.E. Abolfazl PasandidehBotschafter der Islamischen Republik Iran in Mexiko; Pater Harry Bury, ein renommierter katholischer Priester mit 70-jähriger Erfahrung, lebenslanger Friedensaktivist und Mitglied der US-amerikanischen Vereinigung katholischer Priester; Jack Gilroy von Veterans for Peace und Pax Christi International; S.E. Donald Ramotarehemaliger Präsident von Guyana (2011–2015); sowie Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller-Instituts.

Ihr Dialog ist ein Aufruf an alle in den Vereinten Nationen vertretenen Nationen und alle Organisationen, die sich der Wahrung des Friedens verschrieben haben, unverzüglich eine notwendige neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf die Tagesordnung zu setzen, um das tödliche System der Geopolitik zu ersetzen. Ansonsten stehen wir der Wahrscheinlichkeit unserer Selbstzerstörung gegenüber.“

Weitere Informationen: Offenener Brief von Helga Zepp-LaRouche an Papst Leo XIV: „Handeln Sie genauso wie Nikolaus von Kues!“


Internationale Friedenskoalition #145, 13.03.2026, 16.00 Uhr

Seien Sie entschlossen, das Unvorstellbare zu verhindern

145. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Seien Sie entschlossen, das Unvorstellbare zu verhindern

13. März 2026
16.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Schließen Sie sich diese Woche der Internationalen Friedenskoalition und Pater Harry Bury an. Pater Bury ist seit 70 Jahren katholischer Priester, lebenslanger Friedensaktivist, Mitbegründer von Twin Cities Nonviolent und Mitglied der US-amerikanischen Vereinigung katholischer Priester. Weitere Redner werden in Kürze bekannt gegeben.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Die Kampfhandlungen in Südwestasien dauern an, obwohl US-Präsident Donald Trump wiederholt behauptet, der Krieg sei „fast vorbei“ und der Iran stehe kurz vor dem Zusammenbruch. Der Iran hat aber offenbar nicht vor, sich zu ergeben, und beweist, dass er über die Mittel verfügt, um lange weiterzukämpfen. Was jedoch kurz vor dem Zusammenbruch steht, ist die Illusion einer schnellen, schmerzlosen und überwältigend erfolgreichen Operation innerhalb der Trump-Regierung.

Die Realität sieht ganz anders aus. Die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran hat weltweite Auswirkungen und droht, dem ohnehin bankrotten westlichen Finanzsystem den Rest zu geben. Amin Nasser, Vorstandsvorsitzender von Saudi Aramco, warnte, dass die Sperrung „katastrophale Folgen für die Ölmärkte“ haben werde. Es sei „die mit Abstand größte Krise, mit der die Öl- und Gasindustrie der Region jemals konfrontiert war“. Die Preise für Kraftstoff und Düngemittel steigen rasant an und es wird hektisch versucht, die Märkte unter Kontrolle zu halten. Am 11. März gaben die Internationale Energieagentur und ihre 32 Mitgliedstaaten die Entscheidung bekannt, 400 Millionen Barrel an Ölreserven auf den Markt zu bringen, um die Schließung der Straße von Hormus auszugleichen – die größte Freigabe in der 50-jährigen Geschichte der Organisation.

Der Konflikt weitet sich aus. Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Italien, Australien und Pakistan haben angekündigt, Streitkräfte in die Region zu entsenden.

Angesichts dieser Realität hofft man, dass die Vernunft die Oberhand gewinnt und die Trump-Regierung nach einem Ausweg sucht, um zu verhindern, dass die Lage weiter außer Kontrolle gerät. Aber hier handelt es sich nicht um eine normale oder rationale Gruppe von Menschen, wie der Präsident selbst bewiesen hat, als er zwei Videos von religiösen Führern veröffentlichte, die prophezeiten, dass er von Gott gesandt worden sei, um die Welt zu retten. Wie leider deutlich geworden ist, dominiert in dieser Regierung ein pseudoreligiöser Fanatismus, wie schon aus Israel bekannt. In den USA wird dieser besonders durch „Kriegsminister“ Pete Hegseth verkörpert, der zwischen außerehelichen Affären und Trinkgewohnheiten seine „Religion“ predigt, die angeblich befiehlt, „Tod und Zerstörung vom Himmel“ über iranische Städte zu bringen. Der ehemalige britische Botschafter Craig Murray warf die beängstigende Frage auf, ob Präsident Trump, Hegseth und Rubio mit dem Iran dasselbe vorhaben wie Israel mit Gaza, wenn sie ihren Willen nicht bekommen. Murray sieht bei den amerikanischen Politikern „Blutrünstigkeit und ein Schwelgen in ihrer Straffreiheit“. Er vergleicht ihre offensichtliche Freude am Töten mit Israels Ben Gvir und Smotrich, die das Abschlachten der Palästinenser bejubelten.

In ihrem internationalen Webcast am 11. März stellte Helga Zepp-LaRouche fest, dass mehrere Faktoren zusammen eine extreme Gefahr eines Weltkrieges schaffen würden. „Wir befinden uns eindeutig in einer neuen Phase der Geschichte, in der das Völkerrecht offiziell für nicht mehr existent erklärt wird“, stellte sie fest. Der Krieg habe erneut unter dem Deckmantel diplomatischer Verhandlungen begonnen. „Wer sollte da noch jemandem vertrauen?“ Hinzu komme die zunehmende Dominanz eines religiösen Faktors in den militärischen Angelegenheiten der USA. Diese Art von apokalyptischer Sichtweise „sollte jedem auf der ganzen Welt Angst einjagen, denn mit einem solchen Element der Irrationalität kann es jederzeit zu einem Zwischenfall kommen“, fügte Zepp-LaRouche hinzu.

Hinzu kommt die wachsende und verzweifelte Entschlossenheit, den „Krieg unbedingt gewinnen“ zu wollen, selbst wenn dafür außergewöhnliche Maßnahmen erforderlich sind, wie Harlan Ullman, Senior Advisor beim Atlantic Council, in einem Artikel vom 10. März in The Hill schrieb. „Nur einmal in der Geschichte hat strategische Bombardierung eine Kapitulation erzwungen“, schreibt Ullman, und das war Trumans Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945. Wenn Trump den Iran zur Kapitulation zwingen will, so Ullman weiter, muss er „Schock- und Einschüchterungstaktik in Reinform“ anwenden. Und nur Atomwaffen könnten das bewirken.

Zepp-LaRouche sagte dazu: „Das könnte in kürzester Zeit zu einer Eskalationsspirale führen! Seit vielen Jahrzehnten diskutieren alle, die sich mit der Lage im Nahen Osten befassen, immer wieder die Möglichkeit, dass ein Angriff auf den Iran zu einem globalen Krieg führen könnte – einem Atomkrieg, der das Ende jeglicher Zivilisation bedeuten würde… Die Gefahr, dass wir am Ende die Auslöschung der Menschheit erleben, war noch nie so groß wie heute.“

Deshalb sollten die Menschen handeln und entschlossen in diese Situation eingreifen, um das Unvorstellbare zu verhindern, bevor es zu spät ist. Zepp-LaRouche wies auf eine neue Initiative der Internationalen Friedenskoalition hin: einen Offenen Brief an Papst Leo XIV., in dem „die Kirchen des Westens und des Ostens“ aufgefordert werden, sich in einer Kampagne für den Weltfrieden zu vereinen, „um die Menschheit vor ihrer endgültigen Tragödie zu bewahren“. Lesen, unterstützen und verbreiten Sie den offenen Brief hier.


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Iran-Krieg: Den Selbstmord der Zivilisation stoppen!, 11.03.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.

Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, veröffentlichte heute einen offenen Brief an Papst Leo XIV., in dem sie zunächst ihr Anliegen gegenüber dem Pontifex darlegte: „Ich schreibe Ihnen in dieser für die Menschheit so schweren Stunde, da Sie möglicherweise die einzige Person sind, die noch hoffen kann, einen Absturz in das zu vermeiden, was Sie selbst als ‚unwiderruflichen Abgrund‘ bezeichnet haben …“ Sie verwies auf die unmittelbare Gefahr, die von dem sich rasch ausweitenden Krieg gegen den Iran ausgeht.

In den letzten 48 Stunden wurde die Straße von Hormus trotz gegenteiliger Wunschvorstellungen für Öltanker gesperrt, und die Energieversorgung ist stark beeinträchtigt, da die USA und Israel anhaltende, massive Angriffe auf den Iran durchführen. Die malthusianischen (bzw. „satanischen“) Meister hinter dieser Politik messen ihren „Erfolg“ daran, dass sie die physische Produktion, moderne Standards der Hygiene und Langlebigkeit sowie die Institution souveräner Nationen zunichte machen. Und für sie ist die Unterbrechung der Energieversorgung ein großer Schritt in diese Richtung. Das sind die Vertreter der super dekadenten „Epstein-Klasse“, die in einer Fantasiewelt leben, die nur von Objekten ihrer Ausbeutung bevölkert ist.

Schauen Sie sich Mitteleuropa an. Heute hat Ungarn die Brüsseler EU-Clique aufgefordert, sich der Realität zu stellen und das Verbot für russisches Öl und Gas aufzuheben. Der slowakische Ministerpräsident Peter Fico warnte, die „rücksichtslose, grobe Verletzung“ des Völkerrechts durch die Clique habe eine Art von Draufgängertum bei Ukraines Selenskyj ausgelöst, der öffentlich dazu aufgerufen habe, den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu ermorden. Eine solche Geisteshaltung, so warnte Fico, könnte Selenskyj leicht dazu veranlassen, ein Nord Stream 2.0 zu starten und die berühmte Druschba-Ölpipeline von Russland nach Europa zu zerstören.

Die gleiche Krankheit breitet sich auch in den Vereinigten Staaten aus. Dreißig US-Kongressabgeordnete erhoben sich und prangerten die „Armageddonistische“ Infektion an, die verschiedene Militärkommandanten erfasst hat, angefangen beim Weltuntergangs-Psychopathen, Kriegsminister Pete Hegseth. Präsident Trump arbeitet weiterhin eng mit Hegseth in Bezug auf den Iran zusammen und erklärte gegenüber den Medien, der Bombenangriff auf die iranische Mädchenschule in der vergangenen Woche, ein „Double-Tap“-Angriff – ein Kriegsverbrechen –, sei vom Iran selbst durchgeführt worden! Später am selben Tag rief Trump jedoch den russischen Präsidenten Putin an, um die Krise im Iran zu besprechen. Obwohl die Einzelheiten dazu derzeit noch nicht bekannt sind, schlug Trump vor, sie sollten ihre Zusage, sich regelmäßiger zu beraten, erneuern.

Zepp-LaRouches Brief an Papst Leo XIV. interveniert in diese sich rapide verschärfende globale Krise und forderte direkt zum Handeln auf: „Ich schreibe Ihnen in dieser für die Menschheit so ernsten Stunde, da Sie möglicherweise die einzige Person sind, die noch hoffen kann, einen Absturz in das zu verhindern, was Sie selbst als ,unwiderruflichen Abgrund‘ bezeichnet haben, nämlich eine Eskalation des unprovozierten Krieges gegen den Iran zu einem potenziell globalen Atomkrieg, der alles Leben auf der Erde beenden würde.

In der letzten Zeit ist die Welt in eine radikal verschlechterte Phase eingetreten, in der das Völkerrecht für nicht existent erklärt wurde … und das Prinzip ,Macht geht vor Recht‘ zum Privileg der Mächtigen erhoben wird.“

Das Ergebnis seien unnötige Armut und Tod, doch noch schlimmer sei, dass die Menschheit vor der nuklearen Vernichtung steht. „Etwas, das ein positiver, vielleicht sogar entscheidender Schritt sein könnte, um das Bewusstsein der Welt zu wecken, wäre – im Geiste des Konzils von Florenz und der von Nikolaus von Kues herbeigeführten Einheit der Kirche, der die Delegationen der orthodoxen Kirche zu den Konzilen von Florenz und Ferrara brachte –, dass Sie, Eure Heiligkeit, und Patriarch Kirill von Moskau sowie Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel den mutigen Schritt tun und alle religiösen Führer der Welt sowie alle Menschen guten Willens, Gläubige und Nichtgläubige gleichermaßen, aufrufen, sich für die Verteidigung des Friedens einzusetzen.“

Unter Bezugnahme auf den Aufruf des Papstes vom vergangenen Herbst zur Methode des Denkens und Handelns des „Zusammenfalls der Gegensätze“, die ursprünglich von Kardinal Nikolaus von Kues vorgeschlagen wurde, als der Fall Konstantinopels 1453 die Anhänger eines einzigen Gottes zu erbitterten Kriegern gegeneinander zu machen drohte, erklärte Zepp-LaRouche: „ In einer Zeit, in der die Gefahr eines Weltkrieges besteht und einige den Mantel der Religion nutzen, um für ein baldiges Armageddon zu argumentieren, muss dieselbe Stimme der Vernunft erhoben werden … dass es nicht sein kann, dass Menschen sich im Namen Gottes gegenseitig töten.“

Sie schloss mit den Worten: „Wenn als erster Schritt die Kirchen des Westens und des Ostens sich zusammenschließen und sich aktiv und täglich für den Weltfrieden einsetzten, könnte dies die Mehrheit der Menschen dazu bewegen, sich für den Frieden zu engagieren, und so eine Veränderung in der Weltgeschichte zu bewirken und den Willen Gottes zu erfüllen, der die Welt sicherlich nicht geschaffen und der Menschheit die Vernunft geschenkt hat, damit sie durch deren Fehlen zerstört wird.“


„Handeln Sie genauso wie Nikolaus von Kues!“

Die folgende Erklärung wurde am 9. März von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, zur sofortigen und weiten internationalen Verbreitung und Unterstützung veröffentlicht. Wir ermutigen Religionsführer aller Glaubensrichtungen sowie Menschen guten Willens, diesen Offenen Brief zu unterzeichnen, um den für den Weltfrieden notwendigen Dialog der Zivilisationen dringend voranzutreiben.
(Das Formular zum Einsenden Ihrer Unterschrift finden Sie am Ende des Beitrags.)

Heiliger Vater,

ich schreibe Ihnen in dieser für die Menschheit so schweren Stunde, da Sie möglicherweise der einzige sind, der hoffentlich noch einen Absturz in den „unwiderruflichen Abgrund“ verhindern kann, wie Sie sich selbst ausgedrückt haben: eine Eskalation des unprovozierten Krieges gegen den Iran zu einem potenziell globalen Atomkrieg, der alles Leben auf der Erde beenden würde.

In letzter Zeit hat sich die Lage der Welt radikal verschlechtert: Das Völkerrecht wird als nicht mehr existent betrachtet, die „regelbasierte Ordnung“ entpuppt sich als Farce, und das Prinzip „Macht schafft Recht“ wird zum Privileg der Mächtigen erhoben. Infolgedessen leiden bereits Milliarden von Menschen unter einer dramatischen Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen, und unzählige Menschen haben bereits mit ihrem Leben bezahlt. Noch besorgniserregender ist jedoch: Wenn der Gang der Ereignisse nicht geändert wird, könnte es zur schlimmste Sünde kommen – zur Auslöschung der menschlichen Spezies infolge satanischer Wahnvorstellungen.

Millionen einfache Menschen fragen sich verzweifelt, was sie tun können, um den Lauf der Geschichte zu ändern, wenn viele Regierungen – insbesondere im Westen – offensichtlich nicht in der Lage sind, ihrer Verpflichtung nachzukommen und Schaden von den Menschen abzuwenden, wofür sie eigentlich verantwortlich sind. Wo sind die Institutionen, die in dieser späten Stunde Abhilfe schaffen können?

Ein positiver, vielleicht sogar entscheidender Schritt, um das Bewusstsein der Welt zu wecken, wäre, wenn Sie, Eure Heiligkeit, gemeinsam mit Patriarch Kirill von Moskau und Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel den mutigen Schritt unternehmen und alle religiösen Führer sowie alle Menschen guten Willens, Gläubige und Nichtgläubige gleichermaßen, aufrufen, sich für die Verteidigung des Friedens einzusetzen – ganz im Geiste des Konzils von Florenz und der von Nikolaus von Kues herbeigeführten Einheit der Kirche, als er die Delegationen der orthodoxen Kirche zu den Konzilien von Florenz und Ferrara zusammenbrachte.

In Ihrer Angelus-Predigt am 25. Oktober letzten Jahres haben Sie die Bedeutung des großen Philosophen und Kardinals Nikolaus von Kues und seine Vorstellung von der Coincidentia Oppositorum als notwendige Denkweise hervorgehoben, um „die Gegensätze in der heutigen Welt zusammenzuhalten“. Dieselbe Denkweise lag auch seinem wunderschönen Dialog De Pace Fidei („Über den Frieden im Glauben“) zugrunde, den er als Antwort auf die Eroberung Konstantinopels verfasste. Damit hob er das Denken der Menschen seiner Zeit auf die höchstmögliche Ebene, insbesondere die Erkenntnis, dass es nur einen Gott und eine Wahrheit gibt, die Gläubigen aller Religionen ungeachtet ihrer unterschiedlichen Riten und Praktiken erkennbar ist.

In einer Zeit, in der die Gefahr eines Weltkriegs besteht und einige im Schutze der Religion für ein baldiges Armageddon argumentieren, muss die Stimme der Vernunft erhoben und die Frage gestellt werden, die die Vertreter von 17 Nationen und Religionen in „De Pace Fidei” an Gott richteten: Es kann nicht sein, dass Menschen sich im Namen Gottes gegenseitig umbringen.

In diesem Moment äußerster Dringlichkeit sollten in der ganzen Welt die Glocken aller Kirchen zu läuten beginnen, in allen Moscheen sollte der Adhan ertönen, in allen Synagogen sollte das Schofar geblasen werden, um die Menschheit vor ihrer endgültigen Tragödie zu bewahren.

Wenn sich die Kirchen des Westens und des Ostens in einem ersten Schritt zusammenschlössen und sich täglich aktiv für den Weltfrieden einsetzten, könnte dies die Mehrheit der Menschen dazu bewegen, sich ebenfalls für den Frieden einzusetzen und die Weltgeschichte verändern. So könnte der Willen Gottes erfüllt werden, der die Welt sicherlich nicht geschaffen und den Menschen die Vernunft geschenkt hat, damit sie aus Mangel daran zerstört wird.

Helga Zepp-LaRouche

Gründerin des Schiller-Instituts


Kämpfen wir für die Schönheit der menschlichen Seele!

Von Helga Zepp-LaRouche

Das abgrundtiefe Ausmaß der Verderbtheit der Kundschaft des verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein sendet Schockwellen um den ganzen Globus. Den Menschen wird langsam klar, daß diese Form der modernen Sklaverei nicht nur eine große Gruppe von Millionären und Milliardären betrifft, die danach streben, Billionäre zu werden, sondern daß Teile des Establishments – die oberen Ränge des inneren Kreises – diese weitreichende moderne Sklaverei toleriert, ja sogar befürwortet haben.

Die Menschen erkennen, daß nicht nur die auffällig vielen Milliardäre waren, die diese Verbrechen vertuschten, sondern auch die Establishments in praktisch allen Regierungen des kollektiven Westens, indem sie jahrzehntelang keinerlei Ermittlungen durchführten.

Es ist wichtig zu verstehen, daß die Einstellung der Täter, die unzählige junge Frauen, Mädchen und Kinder sexuell mißbrauchten, dieselbe Einstellung ist wie die hinter der räuberischen Wirtschaftspolitik der internationalen Finanzinstitutionen, sowohl gegenüber den Entwicklungsländern als auch gegenüber den ärmeren Teilen der eigenen Gesellschaft, und daß dieselbe Einstellung auch für die skrupellose Profitgier im Militärisch-Industriellen Komplex verantwortlich ist, wo Profit gleichbedeutend mit Krieg und dem Töten von Millionen Menschen ist. Tatsächlich sind es oft ein und dieselben Personen, die in diesen verschiedenen Bereichen das Sagen haben.

Wenn man sich fragt, warum die Welt heute in einem so schrecklichen Zustand ist – mit offenem Völkermord, der Zerstörung der Gesundheitssysteme und der völligen Mißachtung menschlichen Lebens und menschlicher Werte –, dann muß man erkennen, daß all das auf die Einstellung dieser Milliardäre zurückzuführen ist, die Billionäre werden möchten.

Wenn man mit solch unglaublichen Greueltaten konfrontiert wird, gibt es zwei mögliche Reaktionen. Die eine ist, mit Verzweiflung zu reagieren und sich schließlich an eine Gesellschaft anzupassen, die nicht mehr menschlich ist. Oder man sagt, „Genug ist genug, eine Grenze hat Tyrannenmacht“, und beschließt, eine neue weltweite Renaissance zu schaffen.

Die Verfasserin hat „Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur“ verfaßt, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten berücksichtigen muß – nicht als endgültiger Wortlaut, sondern als Denkanstoß, wie eine solche neue Architektur geschaffen werden kann.1 Das Zehnte Prinzip lautet:

„Die Grundannahme des neuen Paradigmas ist, daß der Mensch grundsätzlich gut ist und fähig ist, die Kreativität seines Geistes und die Schönheit seiner Seele unendlich zu vervollkommnen, und daß er die am weitesten entwickelte geologische Kraft im Universum ist, was beweist, daß die Gesetzmäßigkeit des Geistes und die des physischen Universums in Übereinstimmung und Kohäsion stehen und daß alles Böse das Ergebnis eines Mangels an Entwicklung ist und daher überwunden werden kann.“

Derzeit entsteht eine neue Weltwirtschaftsordnung, an der die überwiegende Mehrheit der Länder des Globalen Südens beteiligt ist. Die europäischen Länder und die USA dürfen sich diesen Bemühungen nicht widersetzen, sondern müssen sich mit den Entwicklungsländern zusammenschließen und gemeinsam daran arbeiten, die nächste Epoche der Entwicklung der Menschheit zu einer Renaissance der höchsten und edelsten Ausdrucksformen der Kreativität zu gestalten!

Laßt uns daher eine internationale Bewegung von Weltbürgern ins Leben rufen, die gemeinsam daran arbeiten, die nächste Phase in der Evolution der Menschheit, eine neue Epoche, zu gestalten! Weltbürger aller Länder, vereinigt euch!

Es hat sich herausgestellt, daß die Vorstellung, daß der Mensch von Natur aus gut ist, sehr umstritten ist und von vielen Menschen angezweifelt wird. Aber der Mensch ist natürlich mit einem freien Willen ausgestattet und kann mindestens bis zu einem gewissen Grad selbst entscheiden, ob er ein Mensch werden will, der sich selbst vervollkommnet, oder ob er sich bewußt für das Böse entscheidet.

Ich denke, daß es nur sehr wenige Menschen sind, die sich bewußt dafür entscheiden, böse zu sein und auf satanische Weise zu handeln. Die überwiegende Mehrheit der Menschen ist gut, wenn man sie läßt, aber sie sind so sehr von den Lasten ihres Alltags niedergedrückt, daß sie weder die Zeit noch die Mittel haben, alle ihnen gegebenen Möglichkeiten zu entfalten.

Doch jetzt ist der Moment gekommen, in dem wir uns angesichts des modernen Sklavensystems, das uns die Epstein-Klasse aufgezwungen hat, an die Ideen erinnern müssen, die Friedrich Schiller in seinem Wilhelm Tell zum Ausdruck gebracht hat:

„Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht! Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden, wenn unerträglich wird die Last – greift er hinauf getrosten Mutes in den Himmel, und holt herunter seine ew‘gen Rechte, die droben hangen unveräußerlich und unzerbrechlich wie die Sterne selbst. Der alte Urstand der Natur kehrt wieder, wo Mensch dem Menschen gegenübersteht – zum letzten Mittel, wenn kein andres mehr verfangen will, ist ihm das Schwert gegeben. Der Güter höchstes dürfen wir verteid‘gen gegen Gewalt. Wir steh‘n vor unser Land, wir steh‘n vor unsre Weiber, unsre Kinder!“

Genau die gleiche Idee findet sich in der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung:

„Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich: daß alle Menschen gleich geschaffen sind, daß sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind, darunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit. Um diese Rechte zu sichern, werden unter den Menschen Regierungen eingerichtet, die ihre gerechte Macht aus der Zustimmung der Regierten ableiten. Wenn eine Regierungsform diesen Zielen zuwiderläuft, hat das Volk das Recht, sie zu ändern oder abzuschaffen und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solchen Grundsätzen beruht und deren Macht in einer Form organisiert ist, die ihm am ehesten geeignet erscheint, seine Sicherheit und sein Glück zu gewährleisten.“

Um eine solche Form des Oligarchentums zu besiegen, brauchen wir eine neue Renaissance der besten Traditionen aller Kulturen und Zivilisationen. Der Schlüssel dazu ist das Konzept der ästhetischen Erziehung, das Friedrich Schiller entwickelt hat, als er sah, wie die Französische Revolution – die anfangs ein sehr hoffnungsvolles Unterfangen war und allen republikanischen Kreisen in Europa Hoffnung gab, das Beispiel der Amerikanischen Revolution könne in Europa wiederholt werden – durch den Jakobinerterror ruiniert wurde. Als Reaktion auf diese Erfahrung schrieb Schiller seine Ästhetischen Briefe und sagte: „Der große Moment findet ein kleines Geschlecht.“ Objektiv waren alle Voraussetzungen gegeben, aber subjektiv war das Volk zu kleingeistig. Er entwickelte die Ästhetische Erziehung als Methode zur Veredelung des Volkes, um sicherzustellen, daß nie wieder ein solches Scheitern kommen würde.

In den Briefen stellt er die Frage, woher die Veränderung kommen soll, wenn die Regierungen korrupt und verdorben sind und die Mehrheit der Menschen zu schwach und niedergedrückt ist, um die Veränderung herbeizuführen. Schiller beantwortete dieses Dilemma mit der Idee, daß die Veränderung nur durch Schönheit und klassische Kunst kommen kann, die den Menschen in seinen Momenten der Muße erhebt: Indem man immer wieder dem höchsten Ideal des Menschen ausgesetzt ist – wie es in den klassischen Kompositionen von Bach oder Beethoven zum Ausdruck kommt, in der Schönheit und den erhabenen Vorstellungen der Dramen von Shakespeare und Schiller, in der lyrischen Zärtlichkeit der Gedichte von Shelley und Heine, in dem hohen Maß an Selbstbewußtsein in den Gemälden von Rembrandt oder in dem erhebenden Geist der großen Kathedralen –, wird man zu einem besseren Menschen, vorausgesetzt, man nimmt die in diesen Werken zum Ausdruck kommende schöpferische Kraft zum Kompaß für die eigene Selbstvervollkommnung. Vor allem aber braucht es das Gefühl der Agapē, der selbstlosen Liebe zur Menschheit, sowohl als Leitstern für unser gesamtes Leben als auch als konkrete Orientierung in der Haltung gegenüber unseren Mitmenschen.

Schiller entwickelte von allen Dichtern und Philosophen das edelste Menschenbild, indem er die Idee definierte, daß jeder Mensch das Potential hat, eine schöne Seele zu werden – ein Mensch, für den Freiheit und Notwendigkeit, Leidenschaft und Pflicht eins sind und der seine Gefühle so weit geschult hat, daß er ihnen blind vertrauen kann, weil sie ihm niemals etwas anderes raten werden als das, was die Vernunft gebietet.

Der einzige Mensch, der diese Bedingung erfüllt, ist das Genie, denn nur das Genie verändert die Gesetze auf gesetzmäßige Art und Weise, indem es neue Freiheitsgrade und neue Konzepte in Wissenschaft und Kunst schafft.

Wir brauchen jetzt eine Renaissance der besten Traditionen aller Kulturen und Zivilisationen. Sie müssen in einen Dialog der Zivilisationen treten, in dem diese durch das Kennenlernen der Schönheit und der Wunder von Poesie, Musik, Malerei und aller anderen Kunstformen der anderen Zivilisationen – durch die Entdeckung neuer Dimensionen der Architektur unseres Universums – sich gegenseitig inspirieren und durch den Dialog untereinander etwas noch Schöneres als alle bestehenden Kulturen und Zivilisationen schaffen werden.

Wir veröffentlichen diesen Bericht, um der Bevölkerung zu zeigen, wie ein und dieselbe Denkweise private Verbrechen, kriminelle Geschäftsmethoden und Kriegspolitik motiviert. Aber diese können wir nur besiegen, wenn wir die schöne Vision dessen aufrichten, was Menschen erreichen können, indem sie sich in dem Bestreben vereinen, die Menschenwürde zu retten.

Wenn wir uns als internationale Bewegung von Weltbürgern um dieses Konzept vereinen, dann werden wir in wenigen Jahren auf das obszöne Spektakel der Epstein-Klasse als letzte Phase des oligarchischen Systems zurückblicken können – als das letzte beschämende Kapitel einer Zeit, in der sich Menschen noch nicht wie Menschen verhalten haben. Wir werden bewiesen haben, wie solche Unmoral durch Entwicklung überwunden werden kann.

Schließen Sie sich also unserer Bewegung der Weltbürger an, und lassen Sie uns freudig und entschlossen eine neue, schönere Ära der Menschheit schaffen, die dem gerecht wird, was die menschliche Gattung wirklich ist – nämlich die einzige kreative Gattung, die bisher im Universum bekannt ist.

Anmerkung

  1. Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur,
    Helga Zepp-LaRouche, Schiller-Institut.

Nach dem US-Angriff auf den Iran: Hat der Dritte Weltkrieg schon begonnen?

von Helga Zepp-LaRouche

Die Vorsitzende des Schiller-Instituts eröffnete das Online-Krisenforum am 2. März mit den folgenden Bemerkungen. (Übersetzung aus dem Englischen.)

Sehr geehrte Damen und Herren, Weltbürger aus vielen Ländern, ich heiße Sie herzlich willkommen. Wir treffen uns hier in einem Moment, der wahrscheinlich der schwerwiegendste in der Weltgeschichte ist. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Dritte Weltkrieg bereits begonnen hat. Mit dem unprovozierten Angriff der Vereinigten Staaten auf die Republik Iran sind wir nun in eine Eskalationsspirale geraten, die innerhalb kurzer Zeit zu einem globalen Atomkrieg eskalieren könnte.

Es ist daher dringend erforderlich, daß alle Bürger guten Willens mobilisieren, um ihre Regierungen und Parlamente in allen Ländern der Welt aufzufordern, alle militärischen Aktionen sofort einzustellen und zur Diplomatie zurückzukehren.

Laut einem Bericht von Reuters teilte das Pentagon dem US-Kongreß kurz vor dem Angriff mit, es gebe keine Anzeichen dafür, daß der Iran die Vereinigten Staaten zuerst angreifen werde. Es handelte sich also um einen Angriffskrieg. Mit dem Angriff auf den Iran und der Ermordung des Obersten Führers Ajatollah Chamenei – der nun zum Märtyrer erklärt wurde – kam diese Tötung der Ermordung des höchsten Führers des Christentums, des Papstes, gleich. Wir befinden uns nun in einer Dynamik, die zu einer Eskalation führen könnte, die, wenn sie nicht gestoppt wird, das Ende der Zivilisation in einem globalen Atomkrieg bedeuten würde, gefolgt von einem nuklearen Winter, in dem alles Leben auf der Erde ausgelöscht würde.

Wir schließen uns daher dem Appell von Papst Leo XIV. an, seinem Aufruf an die Welt, an alle Nationen, sich ihrer moralischen Verantwortung für die Suche nach Frieden zu erinnern. Der Papst sagte nach seinem jüngsten Sonntags-Angelus: „Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen oder durch Waffen erreichen, die Zerstörung, Leid und Tod bringen, sondern nur durch einen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog. Angesichts der Möglichkeit einer Tragödie von enormem Ausmaß richte ich einen eindringlichen Appell an die beteiligten Parteien, die moralische Verantwortung zu übernehmen, die Spirale der Gewalt zu stoppen, bevor sie zu einem unüberwindbaren Abgrund wird. Möge die Diplomatie ihre Rolle wiederfinden und das Wohl der Völker gefördert werden, die sich nach einem friedlichen Zusammenleben auf der Grundlage der Gerechtigkeit sehnen. Und beten wir weiterhin für den Frieden“, so der Papst.1

Der Angriff der USA auf den Iran ist eine Wiederholung des Angriffs der USA auf den Irak im Jahr 2003, wo nun durch die Aussagen aktiver Beteiligter zu 100% belegt ist, daß alle verantwortlichen US-Beamten im Voraus wußten, daß Saddam Hussein weder über Massenvernichtungswaffen verfügte noch eine Bedrohung für andere Länder darstellte. Es handelte sich um einen vorsätzlichen, mutwilligen Massenmord. Ebenso basierte der Angriff Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran im Juni 2025 auf Lügen, daß der Iran angeblich innerhalb weniger Tage über Atomwaffen verfügen werde, wobei die Fatwa des obersten religiösen Führers Chamenei ignoriert wurde, daß das Ziel, Atomwaffen zu besitzen, im Widerspruch zum islamischen Recht stehe und daher nicht verfolgt werde.

Bei ihrem jüngsten Angriff gaben die Vereinigten Staaten wieder vor, in Genf mit dem Iran zu verhandeln, während sie einen Angriff vorbereiteten, den Trump Quellen zufolge bereits viele Tage zuvor beschlossen hatte. Verschiedenen Berichten zufolge, darunter einem des Analysten John Helmer, hatte der Iran in den Verhandlungen den Bedingungen für die Urananreicherung zugestimmt und wahrscheinlich auch zugestimmt, die Hisbollah, die Iraker und die Huthis nicht mehr zu unterstützen. Offenbar war es für den Iran inakzeptabel, sein Raketenprogramm aufzugeben, das er offensichtlich als entscheidend für seine Selbstverteidigung ansah.

Diesen Quellen zufolge warnte General Daniel Caine, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, Präsident Trump, ein konventioneller Angriff auf den Iran und auf die Nuklearanlagen und Raketenvorräte werde nicht erfolgreich sein, und riet daher zu einem „Balanceakt”.

Unterdessen ist die Meldung eingetroffen, daß die kürzlich vom Pentagon durchgeführte Krisensimulation „2035 Overmatch Brief” Quellen zufolge gezeigt hat, daß chinesische Hyperschallraketen den US-Flugzeugträger USS General Ford versenken könnten. Und das französische Magazin Journal du Dimanche berichtete laut anderen Kontakten, daß die Chinesen diese CM-302-Raketen an den Iran geliefert haben. Die Frage sei, ob die Chinesen auch den Schlüssel zu deren Einsatz lieferten. Andere Quellen berichten, die Iraner hätten elektronische Störgeräte erhalten, um den Start amerikanischer F-35-Kampfflugzeuge vom Flugzeugträger zu verhindern.

Nun berichten auch viele Analysten, die mit den militärischen Aspekten der Ereignisse bestens vertraut sind, daß die Bestände an US-Abfangraketen nur für etwa ein bis zwei Wochen reichen – während Präsident Trump nun angekündigt hat, daß dieser Krieg etwa vier Wochen dauern wird – und daß die amerikanischen Munitionsvorräte wegen der massiven Waffenlieferungen an Israel zur Zerstörung Gazas sowie an die Ukraine auf einen sehr kurzen Zeitraum, vielleicht ein bis zwei Wochen, geschrumpft sind.

Es wird auch berichtet, daß offenbar bei den jüngsten Treffen von Ministerpräsident Netanjahu mit Trump in Miami mitgeteilt wurde, Israel betrachte die iranischen Raketen als existenzielle Bedrohung und habe keine andere Wahl, als anzugreifen und dagegen Atomwaffen einzusetzen, unabhängig davon, ob die USA damit einverstanden sind oder nicht.

Natürlich sind sich Rußland und China all dessen sehr bewußt. Wenn Israel Atomwaffen gegen den Iran einsetzt, werden Rußland und China dann tatenlos zusehen können, wie eines ihrer BRICS-Länder zerstört wird?

Die Vorgeschichte
Machen wir einen Schritt zurück und betrachten, wie es zu dieser Situation gekommen ist.

Ich denke, wir müssen bis ins Jahr 1991 zurückgehen. Nach dem Ende des Kalten Krieges erkannten die Vereinigten Staaten – und das ist erst 35 Jahre her – und alle anderen, daß es eine realistische Möglichkeit für eine Friedensordnung für das 21. Jahrhundert gab. Und viele Menschen – Hans-Friedrich Genscher, Gorbatschow, Jack Matlock und viele andere – haben darüber gesprochen. Sie erkannten, daß es eine Chance für eine neue Friedensordnung gab. Die Menschen sprachen von einem „gemeinsamen europäischen Haus“, einer Sicherheitsordnung von Wladiwostok bis Lissabon. Es war sogar die Rede davon, daß Rußland der NATO beitreten könnte, da es plötzlich keinen Feind mehr gab.

Aber diese historische Chance, eine dauerhafte Friedensordnung für das 21. Jahrhundert zu schaffen, wurde verpaßt, weil die Neokonservativen in den Vereinigten Staaten und Großbritannien beschlossen, eine unipolare Welt auf der Grundlage der anglo-amerikanischen Sonderbeziehung zu schaffen, wobei sie das Britische Empire als Vorbild nahmen. Dies ging einher mit Farbrevolutionen, der sechsmalige Osterweiterung der NATO – entgegen dem Versprechen, „keinen Zentimeter“ nach Osten vorzustoßen –, Regimewechsel in vielen Ländern und den berüchtigten Interventionskriegen in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien usw.

All diese Versuche resultierten in einem dramatischen Rückschlag; die Länder des Globalen Südens, die heute eine Globale Mehrheit von 85% der Menschheit repräsentieren, beschlossen, ihr Recht auf wirtschaftliche Entwicklung zu behaupten und durchzusetzen. Dies wurde im wesentlichen durch den Aufstieg Chinas und durch Bemühungen wie die Gürtel- und Straßen-Initiative und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit ermöglicht, die versuchen, ein neues Wirtschaftssystem zu schaffen.

Die jüngsten Sicherheitsdoktrinen der Vereinigten Staaten, wie die Nationale Sicherheitsstrategie und andere US-Doktrinen, lassen keinen Zweifel daran, daß die Vereinigten Staaten auch in der zweiten Amtszeit der Trump-Regierung beabsichtigen, die dominierende Kraft in der Welt zu sein, und offensichtlich entschlossen sind, diese Bemühungen um die Schaffung eines Systems der gleichberechtigten Partnerschaft für alle zunichte zu machen.

Das Erstaunliche ist, daß die europäische „Koalition der Willigen“ – Großbritannien, Frankreich und Deutschland – nun nicht den Angriff der USA auf den Iran kritisiert, einen unprovozierten Akt der Aggression, der einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht darstellt, sondern sie behaupten, man müsse die Vergeltungsmaßnahmen des Iran gegen US-Stützpunkte in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens verurteilen. Sie behaupten sogar, in solchen Situationen könne nicht immer das Völkerrecht anwenden. Damit stehen sie sogar im Widerspruch zu den Demokraten in den USA, die Trumps Angriff scharf verurteilen. Haben diese drei europäischen Regierungen ihren moralischen Kompaß verloren, wenn sie argumentieren, in diesem Fall könne das Völkerrecht außer acht gelassen werden?

Der Kurs muß geändert werden!
Sagen wir es ganz klar: Wir befinden uns möglicherweise bereits mitten im Dritten Weltkrieg und müssen daher dringend den Kurs umkehren und zur Diplomatie zurückkehren. Das ist es, was wir tun müssen! Ich bitte daher die Teilnehmer dieser Konferenz – also Sie alle –, einen dringenden Appell an alle Regierungen, Parlamente, den UN-Sicherheitsrat und die UN-Generalversammlung zu richten, zum Völkerrecht und zur Diplomatie zurückzukehren. Diese Rückkehr zur Diplomatie muß im Geiste des Westfälischen Friedens erfolgen, der zustande kam, weil die Kriegsparteien erkannten, daß niemand mehr einen Sieg genießen könnte, wenn sie den Krieg fortsetzen, weil alle tot wären.

Gilt das nicht auch heute, im Zeitalter der thermonuklearen Waffen, wo niemand mehr am Leben sein wird, wenn es so weitergeht? Wir stehen daher vor einer Bewährungsprobe für die Menschheit. Sind wir moralisch fähig zu überleben? Wir müssen die dringende Notwendigkeit einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf den Tisch bringen, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf diesem Planeten berücksichtigt.

Ich habe Zehn Prinzipien verfaßt,2 in denen ich darlege, worum es bei solchen Verhandlungen gehen muß. Dazu gehört dringend eine geordnete Neuordnung des völlig bankrotten Weltfinanzsystems, wie mein verstorbener Ehemann Lyndon LaRouche in dem Videoclip, den Sie zu Beginn gesehen haben, gewarnt hat.

Laßt uns daher das schönste Menschenbild hervorrufen, das jeder von uns in sich trägt und an das er jemals gedacht hat, um mit Mut und Liebe für die Menschheit zu handeln! Fordern wir die Vereinigten Staaten und alle anderen Länder nachdrücklich auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und verantwortungsbewußt zu handeln, denn unsere Existenz als Menschheit steht auf dem Spiel. Vielen Dank.

Anmerkungen

  1. Angelus, Papst Leo XIV., Petersplatz am 01.03.2026, Website des Vatikans.
  2. Zehn Prinzipien für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur
    Helga Zepp-LaRouche, Schiller-Institut.


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