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Helga Zepp-LaRouche

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Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 18. Oktober, 2023, 18.30 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 18. Oktober wie die Menschheit den Übergang in das neue Paradigma meistern kann.

Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im Live-Stream.

Wenn nicht eingegriffen wird, ist die palästinensisch-israelische Krise der Auslöser für den Dritten Weltkrieg. Die strategische Situation in Südwestasien stellt eine unglaubliche Gefahr dar und eskaliert nun in einer Weise, die einen globalen Flächenbrand auslösen könnte. Am Wochenende betonte der chinesische Außenminister Wang Yi in einem Telefonat mit US-Außenminister Antony Blinken, daß die großen Nationen nun eine internationale Konferenz zur Krisensituation unterstützen müssen. Dieser Vorschlag für eine Friedenskonferenz geht auf Juni zurück, als der chinesische Präsident Xi Jinping die Notwendigkeit einer internationalen Friedenskonferenz zum israelisch-palästinensischen Konflikt darlegte. Dieser Vorschlag steht nun wieder auf der Tagesordnung, und zwar mit lebenswichtiger Dringlichkeit.

Die Rolle der Internationalen Friedenskoalition (IPC), die erst seit fünf Monaten besteht, ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, entschlossene Maßnahmen auf internationaler Ebene zu ergreifen, um für die Sicherheit in jeder Hinsicht und für alle Nationen einzutreten. Am Freitag, dem 20. Oktober, findet das zweite offene (Online-)Treffen der IPC mit Persönlichkeiten aus aller Welt und führenden Vertretern von Friedensnetzwerken statt, nachdem am vergangenen Freitag der erste Dialog dieser Art stattfand.

Des weiteren wird das Forum zum 10. Jahrestag der Gürtel- und Straßen-Initiative (BRI) in China vom 17. bis 18. Oktober eine wichtige weltweite Plattform für Überlegungen, Vorschläge und Zusammenarbeit in Bezug auf die Notlage in Südwestasien werden. Bereits heute sind zahlreiche Staatsoberhäupter eingetroffen, und es fanden wichtige bilaterale Treffen statt, darunter das des russischen Außenministers Sergej Lawrow und des Außenministers Wang Yi. Unter den Tausenden von Teilnehmern werden Delegationen aus 140 Ländern vertreten sein, 200 der Teilnehmer davon haben mindestens einen Ministerrang. Es wird erwartet, dass Präsident Xi Jinping die Teilnehmer zu Beginn der Sitzungen begrüßen und am Mittwoch eine wichtige Rede im Plenum halten wird.

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 18. Oktober wie die Menschheit den Übergang in das neue Paradigma meistern kann.

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Weiterführende Links:

–> Internationale Friedenskoalition (IPC) fordert die Umsetzung der UN-Resolution 242

–> EIR Daily Alert Vol. 1, Nr. 9, Leitartikel: China adressiert die Vereinigten Staaten: Wir werden eine internationale Friedenskonferenz abhalten

–> Daniel Barenboim: Israelis und Palästinenser müssen „unsere gemeinsame Menschlichkeit“ finden


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 11. Oktober, 2023, 18.30 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 11. Oktober wie die Menschheit den Übergang in das neue Paradigma meistern kann.

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Es ist an der Zeit, außerhalb der Schubladen zu denken – das Überleben hängt von dem Mut, Axiome zu ändern ab

International gibt es zwei Reaktionen auf die schrecklichen Ereignisse des vergangenen Wochenendes in Israel/Gaza, die sich von Minute zu Minute verschlimmern. Es gibt diejenigen, die versuchen, die Situation für böswillige geopolitische Zwecke auszunutzen, und es gibt diejenigen, die zu einem Waffenstillstand, zur Ruhe und zur Auseinandersetzung mit den Umständen aufrufen, die zu diesem Schrecken geführt haben. Aus Respekt vor dem schrecklichen persönlichen Leid, das unmittelbar damit verbunden ist, gibt es keinen anderen Standpunkt, von dem aus die Krise betrachtet werden kann, als von der höchsten Ebene aus, um Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu beenden.

Die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, sagte gestern: „Unser Ansatz ist, daß wie auch immer sich eine spezifische Situation vor Ort gestaltet, nicht jede dieser Situationen für sich isoliert betrachtet werden kann. Wir müssen die Ukraine sehen, die NATO-Erweiterung seit 1990, den Krieg in der Ukraine und die Gefahr, daß dies kurzfristig zum Dritten Weltkrieg führen könnte. Jetzt kommt die Situation in Südwestasien hinzu. Weitere Konflikte zeichnen sich ab, wie die Taiwan-Frage mit China und die globalisierte NATO. Und dann gibt es viele kleinere Konflikte, die trotz allem für die betroffenen Menschen sehr schwerwiegend sind, wie der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um Berg-Karabach. Ganz zu schweigen von Haiti und Afghanistan und all den anderen schrecklichen Situationen…

… Nur wenn eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur geschaffen wird, die die Sicherheits- und Entwicklungsinteressen aller Länder berücksichtigt, kann es eine friedliche Lösung geben. Und das ist unsere Politik seit Beginn des Krieges in der Ukraine, und ich denke, das gilt auch für die Situation in Südwestasien“.

Am Dienstag (10. Oktober) wird das Schiller-Institut eine internationale Erklärung als Aktionsappell veröffentlichen.

Mit diesem Appell wird die LaRouche-Organisation am Mittwoch, dem 11. Oktober in Washington, D.C. mittags vor dem Kongreß eine Kundgebung unter dem Motto „Kein Geld für die Ukraine, kein dritter Weltkrieg mit Russland und China“ abhalten.

Ein Sprecher des Schiller-Instituts sagte Montagabend: „In den nächsten Stunden und Tagen müssen der Kongress der Vereinigten Staaten, die Parlamente Kanadas und Europas, die Präsidentschaften Mittel- und Südamerikas und die Regierungen Asiens und Afrikas die Menschen sehen und hören können, die sich weltweit für die Menschlichkeit und gegen einen Weltkrieg mit Rußland/China und gegen die „Bevölkerungskriege“, die Teil dieses Weltkrieges sind, einsetzen.

Wir müssen gewählte Repräsentanten anrufen, in ihre Büros und die von anderen Beamten gehen, wir müssen auf die Straßen und vor die Regierungsinstitutionen gehen, um zu sagen, daß Krieg keine Lösung ist; daß es ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist, den Besitzlosen und Armen Krieg aufzuzwingen; daß kein einziger Dollar mehr für Waffen für die Ukraine ausgegeben werden darf.“

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 11. Oktober wie die Menschheit den Übergang in das neue Paradigma meistern kann.

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Weiterführende Links:

⏩ ⏩ Helga Zepp-LaRouche: 10 Prinzipien für eine neueicherheits- und Entwicklungsarchitektur

⏩ ⏩ Pressemitteilung des Schiller-Instituts zu Kujat, Teltschik, Brandt, Funke Friedensvorschlag

⏩ ⏩ Den Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden – Legitime Selbstverteidigung und das Streben nach einem gerechten und dauerhaften Frieden sind kein Widerspruch

Verhandlungsvorschlag von Professor Dr. Peter Brandt, Professor Dr. Hajo Funke, General a. D. Harald Kujat und Professor Dr. h. c. Horst Teltschik

⏩ ⏩ Online-Konferenz des Schiller-Instituts: „Laßt uns gemeinsam mit der globalen Mehrheit ein neues Kapitel der Weltgeschichte aufschlagen“

⏩ ⏩ Helga Zepp-LaRouches Eröffnungsrede „BRICS -Eine größere Veränderung als das Ende des Kalten Krieges“

⏩ ⏩ Appell an die Bürger des Globalen Nordens: Wir müssen den Bau einer Neuen Gerechten Weltwirtschaftsordnung unterstützen!


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 4. Oktober, 2023, 18.30 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 4. Oktober die Wahl, die die Menschheit hat: Diplomatie oder totaler Krieg?

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Der neue britische Verteidigungsminister Grant Shapps erklärte gegenüber dem Londoner Telegraph, er habe mit der Armeeführung über die Verlagerung von mehr militärischer Ausbildung und Produktion in die Ukraine gesprochen, und er forderte britische Rüstungsunternehmen auf, Fabriken in der Ukraine zu errichten. Während seines Besuchs in Kiew am 27.9. habe er mit Präsident Selenskyj auch darüber gesprochen, wie die britische Royal Navy sich daran beteiligen könnte, Handelsschiffe vor russischen Angriffen im Schwarzen Meer zu schützen.

Der Vizevorsitzende des russischen Sicherheitsrats, Dmitrij Medwedjew, und andere wiesen darauf hin, daß dies die betreffenden britischen Bürger und Ausrüstungen zu legalen Zielen russischer Angriffe machen würde. Was könnte dann noch einen offenen Krieg zwischen der NATO und Rußland verhindern? Dies ist wahrscheinlich der Grund, warum Premierminister Sunak klarstellte, solche Schritte seien „eines Tages in der Zukunft“ denkbar, aber nicht jetzt.

Da das von der NATO bewaffnete und unterstützte ukrainische Militär unbestreitbar daran gescheitert ist, nennenswerte Fortschritte gegen die Russen zu erzielen, und in den USA und Europa der Widerstand gegen die Finanzierung eines Krieges zunimmt, der nicht zu gewinnen ist und die Ukraine und ihre Bevölkerung zerstört, wächst im Westen die Verzweiflung.

Im Gegensatz dazu ist die von Helga Zepp-LaRouche und dem Schiller-Institut unterstützte Initiative von Professor Dr. Peter Brandt, Professor Dr. Hajo Funke, General a. D. Harald Kujat und Professor Dr. h. c. Horst Teltschik „Den Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden“ trotz gegenteiliger Ansichten ein Beispiel dafür, wie man die angeblich „unumstößlichen“ Zwänge der von den britischen Geheimdiensten orchestrierten Befürwortung des totalen Krieges, einschließlich des thermonuklearen Krieges, verletzen kann.

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 4. Oktober die Wahl, die die Menschheit hat: Diplomatie oder totaler Krieg?

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Sie können gerne auch über den Live-Stream auf Facebook teilnehmen,


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 27.September 2023, 18.30 Uhr

Ein Friedensvorschlag aus Deutschland

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 27. September, einerseits die Pläne der NATO, den Krieg gegen Rußland zu eskalieren, und andererseits den Vorschlag deutscher Militär- und Außenpolitikexperten für einen Verhandlungsfrieden.

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Während sich die NATO auf einen Weltkrieg vorbereitet, veröffentlichen Militär- und Außenpolitikexperten einen Vorschlag: „Den Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden“

Alle Berichte deuten darauf hin, daß US-Präsident Biden beabsichtigt, Langstreckenraketen der U.S. Army Tactical Missile Systems (ATACMS) in die Ukraine zu schicken, während Deutschland im Gleichschritt Taurus-Marschflugkörper nach Kiew sendet, die 500 km tief in russisches Territorium eindringen können. Diese Eskalation der NATO könnte sehr wohl dazu führen, daß die NATO in einen direkten Krieg mit Rußland hineingezogen wird und – sei es absichtlich oder durch eine Fehlkalkulation – in einen nuklearen Weltkrieg.

Das Schiller-Institut verbreitet heute weltweit einen ausführlichen und gut durchdachten Friedensvorschlag, der zuerst in Europa von vier renommierten deutschen Experten veröffentlicht wurde und den Titel trägt: „Den Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beenden“. Der Vorschlag, der am 28. August 2023 erstmals veröffentlicht wurde, ist von Prof. Dr. Peter Brandt, Prof. Dr. Hajo Funke, General a.D. Harald Kujat und Prof. Dr. H.c. Horst Teltschik unterzeichnet.

Peter Brandt ist Historiker und Sohn des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt; Hajo Funke ist ein führender Professor für Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin; Harald Kujat ist ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr (2000-2002) und ehemaliger Vorsitzender des Militärausschußes der NATO (2002-2005); und Horst Teltschik ist ehemaliger Spitzendiplomat, der zur Zeit der Wiedervereinigung und dem Fall des Eisernen Vorhangs im Kanzleramt von Bundeskanzler Helmut Kohl tätig war und später Präsident der Münchner Sicherheitskonferenz wurde.

Wir bitten Sie eindringlich, diesen Vorschlag für einen Verhandlungsfrieden zu studieren und ihn an Staatsoberhäupter im Globalen Norden und Süden, an alle Medien und an die lokalen und regionalen Regierungen als Schritt in Richtung der dringend benötigten Initiativen weiterzuleiten.

Die Atomkriegsgefahr wächst stündlich. Arbeiten Sie mit dem Schiller-Institut zusammen, um sie zu stoppen.


Offener Brief an die Staatsoberhäupter der UN-Generalversammlung: Sie müssen handeln, um den Weltfrieden zu erhalten!

Der folgende Offene Brief wurde von Helga Zepp-LaRouche zur sofortigen Verbreitung bei den Vereinten Nationen in New York und in aller Welt verfaßt.

Wer könnte leugnen, daß die wichtigste Verpflichtung aller Regierungen die Wahrung des Weltfriedens ist? Zwei Weltkriege und der Abwurf von zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im letzten Jahrhundert brachten den betroffenen Ländern Tod und Leid in einem Maß, das für viele heutige Regierungen und Politiker unvorstellbar ist.

Dennoch war die Existenz der Menschheit niemals in größerer Gefahr als heute. Der strategische Krieg zwischen dem „Westen“ und Rußland um die Ukraine wird zunehmend zum militärischen Patt, und es bleiben nur zwei Möglichkeiten: entweder eine Eskalation, mit dem Risiko des Einsatzes von Atomwaffen, oder eine sofortige Beendigung des Krieges durch diplomatische Verhandlungen!

Wenn noch tödlichere Waffen wie Taurus-Marschflugkörper und nuklearfähige F-35-Bomber eingesetzt werden, wie es jetzt geplant ist, droht damit eine Europäisierung oder noch größere Ausweitung des Krieges. Wenn es zu einem atomaren Weltkrieg kommt, wird die Menschheit in den darauffolgenden zehn Jahren in einem nuklearen Winter aussterben, und mit ihr praktisch alles Leben auf dem Planeten.

Wo sonst sollte das zur Sprache kommen als in der UN-Vollversammlung? Die Staatschefs, die an dieser Sitzung dieser einzigartigen Institution teilnehmen, vertreten alle Nationen der Welt und müssen sich mit dieser existentiellen Gefahr befassen. Wenn die gegenwärtige Weltordnung zur Gefahr des Aussterbens der Zivilisation geführt hat, dann muß diese Weltordnung verändert werden! Die Welt braucht eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die den Sicherheits- und Entwicklungsbedürfnissen jedes einzelnen Landes der Welt Rechnung trägt. Eine solche neue Ordnung muß Bedingungen schaffen, die das Leben aller Menschen schützen und fördern, und muß das Potential jedes Menschen als kreatives Individuum schützen. Und das nicht nur für die heute lebenden Menschen, sondern auch für künftige Generationen!

Die Welt befindet sich in einem epochalen Wandel. Nach rund 600 Jahren geht die Ära des Kolonialismus zu Ende, und an ihre Stelle tritt ein neues Weltwirtschaftssystem, das ein Leben in Würde für alle ermöglicht. Die Umsetzung der Gürtel- und Straßen-Initiative (BRI), des größten Infrastruktur- und Entwicklungsprogramms in der Geschichte der Menschheit, schafft die Voraussetzungen dafür, daß immer mehr Länder Armut und Unterentwicklung überwinden können. Die jüngste Erweiterung der BRICS in Johannesburg, denen inzwischen etwa 40 weitere Länder beitreten wollen, und die nachfolgenden Konferenzen in St. Petersburg, Jakarta, Neu-Delhi und Wladiwostok haben gezeigt, mit welchem atemberaubendem Tempo ein neues System entsteht. Auch die Bemühungen um neue Kreditmechanismen für die Entwicklung, wie z.B. die Neue Entwicklungsbank (NDB) der BRICS, die jetzt zur „Großen Bank des Globalen Südens“ wird, sind so begrüßenswert wie notwendig.

Doch die Gefahr einer Spaltung der Welt in zwei Blöcke ist noch nicht überwunden, und mit einer solchen Spaltung würden geopolitische Brüche, wie sie die Weltkriege im 20. Jahrhundert verursachten, bestehen bleiben. Daher der dringende Appell an die Länder des Globalen Nordens, das Bestreben der Globalen Mehrheit zu unterstützen, eine gerechte neue Weltwirtschaftsordnung für alle zu schaffen!

Dieser historische Moment ist eine größere Herausforderung und Chance als das Ende des Kalten Krieges, eine bessere Welt zu schaffen.

Lassen wir uns diese einmalige Chance nicht entgehen!


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 20.September 2023, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich am internationalen Friedenstag unserem Chor für Frieden an

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 20. September, wie Sie den weltweiten Chor für Frieden verstärken können.

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In einer Diskussion mit Mitgliedern der internationalen LaRouche-Bewegung sagte Helga Zepp-LaRouche in Bezug auf die bevorstehenden Tage, an denen die UN-Generalversammlung tagt:

„Heute [Montag] beginnt die Debatte in der UN-Generalversammlung, und man kann davon ausgehen, daß dies die am stärksten polarisierte und angespannteste Debatte in der UN-Generalversammlung ist, die es je gegeben hat, zumindest für eine sehr lange Zeit, denn sie tagt offensichtlich nach dem BRICS-Gipfel in Johannesburg, nach dem Rußland-Afrika-Gipfel in St. Petersburg, den ASEAN-Gipfeln, dem G20-Gipfel in Indien, dem Ostwirtschaftsforum in Wladiwostok. Wir können also davon ausgehen, daß alle Länder des Globalen Südens darüber diskutiert haben, wie sie sich in Richtung des neuen Systems bewegen können – De-Dollarisierung, neue Währung, Überwindung der Armut, Beendigung des Kolonialismus – und viele von ihnen werden mit dieser Einstellung in die Debatte der UN-Generalversammlung gehen.

Und auf der anderen Seite stehen die Länder des Globalen Nordens, die nur darauf fixiert sind, die Länder herauszupicken, die sie für die leichte Beute halten, um sie in das Lager der „Demokratien“ und der „regelbasierten Ordnung“ zu ziehen….

Das spielt sich sicherlich im Hintergrund ab, und in diesem Licht ist unsere Intervention strategisch wichtig, denn wir [die LaRouche-Bewegung] stehen gewissermaßen über diesen Streitigkeiten, und wir können den Geist des neuen Paradigmas einbringen, der offensichtlich in den Zehn Prinzipien für die neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zum Ausdruck kommt. Und das werden wir auf unserer Kundgebung [bei der UN in New York City] mit unserem Chor präsentieren. Ich denke, …, daß es sehr wichtig ist, daß wir uns mit unserem Chor an die Spitze stellen und uns voll und ganz auf die Notwendigkeit der Zehn Prinzipien und der Architektur konzentrieren, die die Interessen aller Länder der Welt einschließt.“

 

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 20. September, wie Sie den weltweiten Chor für Frieden verstärken können.

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Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Donnerstag, 14.September 2023, 18.00 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 15. September, die strategische Ausrichtung nach den BRICS – & G20 Treffen.

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Der verstorbene Lyndon LaRouche hätte die internationale Online-Konferenz des Schiller-Instituts am 9.9. als entscheidenden Eingriff in das „Raum-Zeit-Spektrum“ der tektonischen Verschiebung in der Weltgeschichte bezeichnet. Die Veranstaltung unter dem Motto „Laßt uns gemeinsam mit der globalen Mehrheit ein neues Kapitel der Weltgeschichte aufschlagen“ fand einen Tag nach dem 101. Geburtstag des großen amerikanischen Ökonomen statt und begann passend mit einem Videoausschnitt aus einer Rede, die er 1978 gehalten hatte. Darin forderte LaRouche den Westen auf, die „Dritte Welt“ wirtschaftlich zu entwickeln, nicht nur durch den Export von Ausrüstungsgütern im Wert von Milliarden von Dollar, sondern auch durch Hilfe beim Bau hunderter neuer Städte mit Kerntechnik und modularer Infrastruktur.

LaRouches eindringliche Forderung hallte während der gesamten Konferenz wider, denn es wurde deutlich, daß die konzeptionelle Grundlage für die tektonische Verschiebung des Weltgeschehens in LaRouches 50jährigen Kampf für eine gerechte neue Wirtschaftsordnung liegt, den seine Frau Helga LaRouche und das Schiller-Institut weiterführen.

Helga Zepp-LaRouche stellte in ihrer Eröffnungsrede „BRICS -Eine größere Veränderung als das Ende des Kalten Krieges“ die Frage: „Liegt es jetzt nicht eher im Interesse der USA und der europäischen Nationen, die Initiative zu ergreifen, um mit allen Ländern des Globalen Südens zusammenzuarbeiten und eine wohlhabende Welt für alle Nationen aufzubauen, als das Risiko einzugehen, eine Politik zu verfolgen, die zum „Ende der Geschichte“ führen könnte…“

Lesen, unterzeichnen und verbreiten Sie weiterhin Zepp-LaRouches Appell an die Bürger des Globalen Nordens: Wir müssen den Bau einer Neuen Gerechten Weltwirtschaftsordnung unterstützen!


BRICS: Eine größere Veränderung als das Ende des Kalten Krieges

Von Helga Zepp-LaRouche

Auf der Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 9. September hielt die Gründerin und Vorsitzende des Instituts die folgende Rede. (Übersetzung aus dem Englischen, Zwischenüberschriften wurden von der Redaktion hinzugefügt.)

Es ist dringend notwendig, daß wir den normalen Bürgern der europäischen Nationen und der USA – die täglich mit einer Flut von Nachrichten in den Mainstream-Massenmedien bombardiert werden, die im allgemeinen so verdreht sind, daß sie eine fast völlig fiktive parallele Realität schaffen – den tektonischen Wandel bewußt machen, der sich in diesem historischen Moment vollzieht. Denn nur wenn sie die Entscheidungen erkennen, die eindeutig vor uns liegen, besteht Hoffnung auf einen positiven Ausweg aus der gegenwärtigen existentiellen Krise der Menschheit.

Es ist höchste Zeit, den Erfolg bzw. das Scheitern der offiziellen Politik der letzten Zeit zu überprüfen, um die Gültigkeit oder die Fehler der eigenen Denkprinzipien zu beurteilen. Wenn es eine Lehre daraus gibt, wie es im 20. Jahrhundert zu zwei Weltkriegen gekommen ist, dann sind das die unzähligen Fehlkalkulationen seitens der Teilnehmer an diesen Kriegen. Angesichts dieser Parallele kann man die Alarmglocken nur so schrill wie möglich läuten lassen.

Die geopolitische Konfrontation der US-geführten NATO über die Ukraine, die keineswegs „unprovoziert“ am 23. Februar 2022 begann, sondern eigentlich schon mit der von der NED [National Endowment for Democracy] finanzierten „Orangenen Revolution“ 2004, und die mit Victoria Nulands Maidan-Putsch 2014 eskalierte, funktioniert eindeutig nicht so, wie es beabsichtigt war. Die beispiellose Serie von Sanktionen hat Rußland nicht „ruiniert“, wie Annalena Baerbock es sich gewünscht hatte, sondern eine weitreichende Neuausrichtung Rußlands nach Osten und Süden bewirkt.

Aber auch Rußlands Erwartung, daß die Militärische Sonderoperation nur von kurzer Dauer sein würde, hat sich nicht erfüllt, da die russische Führung offensichtlich die Auswirkungen der NATO-Operationen in der Ukraine seit dem Maidan-Putsch und die darauf folgende Haltung der Bevölkerung sowie die weitreichende Bereitschaft des Westens zum militärischen Engagement in der Ukraine unterschätzt hat.

Nun ist eine militärische Pattsituation erreicht, und die Fortsetzung der Militäroperationen kann trotz aller neuen Waffenlieferungen nur zur völligen Zermürbung der menschlichen Ressourcen der Ukraine führen, die bereits horrende Opferzahlen zu beklagen hat, und zur Gefahr einer Eskalation bis hin zur nuklearen Ebene, wenn entweder Rußland seine territoriale Integrität bedroht sieht oder jemand glaubt, ein begrenzter Atomkrieg sei möglich.

Wenn die Europäer davon überzeugt waren, daß ihr Nachgeben gegenüber den Forderungen nach immer „mehr Waffen“ für die Ukraine zu einem Sieg der Ukraine auf dem Schlachtfeld führen würde, dann hat auch das nicht funktioniert. Statt dessen finden sich die europäischen Nationen völlig abgeschnitten von jeglichen Beziehungen zu ihrem Nachbarn Rußland wieder, die „Energieabhängigkeit“ hat sich von Rußland auf die viel teurere amerikanische Energie verlagert, und Deutschland hat inzwischen selbst den Anschein eines Restes von Souveränität und damit den Respekt der ganzen Welt verloren. Deutschland, das einstige wirtschaftliche Kraftzentrum Europas, durchläuft einen rasanten Prozeß der Deindustrialisierung, verursacht durch die exorbitanten Preise für Energie, die die wunderbare Schutzmacht, der „Verbündete“ USA liefert, die nicht zögern, die angeschlagenen deutschen Industriebetriebe mit Hilfe des Inflation Reduction Act in die USA umzusiedeln – ganz zu schweigen von den NordStream-Pipelines, wo niemand die nachträglich erfundene Geschichte über die Segelyacht Andromeda glaubt. Ein beliebtes Sprichwort dieser Tage lautet: „Wozu braucht man Feinde, wenn man solche Freunde hat?“

Deutschland hat sich in einen Fußabtreter verwandelt, auf dem die NATO-Stiefel herumtrampeln, während die derzeitige politische Führung mit ihrer grün-atlantischen Ideologie, für die es ein Euphemismus wäre, sie „deutsch“ zu nennen, so ziemlich alles verspielt, was all die Generationen aus den Trümmerfeldern nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut haben. Die Hälfte des deutschen Mittelstandes, der das gesamte Sozialsystem des Landes speist, geht entweder in Konkurs oder verläßt das Land, um in den USA oder in China neu zu investieren.

Die überwältigende Stimmung im Land ist verzweifelt; Restaurantbesitzer, Landwirte, Handwerker, Ladenbesitzer, Krankenschwestern, alle Arten von Dienstleistungsbranchen – sie alle haben das Gefühl, daß ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Und diejenigen, die nicht zur Alternative für Deutschland, einer rechten Partei mit einigen guten Punkten, aber auch inakzeptablen Elementen, überlaufen wollen, haben das Gefühl, daß sie keine Stelle haben, an die sie sich wenden können. „Alles wird gegen die Wand gefahren“, ist einer der meistgehörten Sätze in vielen privaten Gesprächen. Die Menschen fühlen sich völlig verraten. Wir sollten uns daran erinnern, daß es genau dieses Gefühl des Verrats nach dem Versailler Vertrag war, das der Weimarer Republik den Todesstoß versetzte!

Eine viel folgenreichere Entwicklung

Aber was die meisten Bürger des Westens nicht ahnen, ist, daß sich anderswo, in den Teilen der Welt, die von den Vorgängen zwischen der NATO und Rußland auch betroffen sind, eine viel größere, viel folgenreichere Entwicklung vollzieht. Die „Kollateralschäden“, wie hohe Energie- und Lebensmittelpreise in diesen Ländern, wurden [im Westen] als „vernachlässigbar“ angesehen, und dieses Versehen erweist nun sich als die größte Fehleinschätzung überhaupt.

Die einseitigen – und damit illegalen – Sanktionen gegen Rußland und eine ganze Reihe anderer Länder, die Beschlagnahmung von Staatsvermögen und der Mißbrauch des Dollars als Waffe, zusätzlich zu den langjährigen Erfahrungen mit unfairen Handels- und Kreditbedingungen, haben zu einem gigantischen Rückschlag in den Ländern des Globalen Südens geführt, der sich inzwischen zur Globalen Mehrheit entwickelt hat und mehr als 85% der Weltbevölkerung darstellt. Die massiven Versuche der NATO-Staaten, Länder in Lateinamerika, Asien und Afrika unter Druck zu setzen, damit sie sich im Ukraine-Konflikt auf die Seite der „Demokratien“ der „regelbasierten Ordnung“ gegen die vermeintlichen „Autokratien“ und „Diktaturen“ stellen, sind gründlich nach hinten losgegangen. Die Identität dieser Länder als Teil der Blockfreien-Bewegung [NAM] und des „Geistes von Bandung“, des großen Bündnisses zwischen asiatischen und afrikanischen Ländern der Konferenz von 1955, wurde wieder lebendig und damit auch die Erinnerung daran, daß es die Sowjetunion war, die viele Entwicklungsländer in ihrem Unabhängigkeitskampf gegen die Kolonialmächte unterstützt hatte.

Als Lyndon LaRouche, mein verstorbener Ehemann, 1975 mit dem Vorschlag für die Internationale Entwicklungsbank (International Development Bank, IDB), die jährlich 400 Milliarden Dollar an Krediten für industrielle Entwicklungsprojekte ausgeben sollte, erstmals eine Alternative zum IWF und seinen Konditionalitäten vorschlug, wurde dieser Vorschlag von der NAM, die bereits 75% der Weltbevölkerung vertrat, aus vollem Herzen unterstützt und in ihre Abschlußresolution in Colombo, Sri Lanka, aufgenommen. Die Reaktion der damaligen Finanzmächte war brutal: Indira Gandhi und Frau Bandaranaike wurden von der Macht verdrängt, Präsident Ali Bhutto und Premierministerin Indira Gandhi wurden einige Jahre später ermordet. Infolge dieser Angriffe spielte die NAM viele Jahre lang eine geschwächte Rolle.

Lyndon LaRouche, dessen 101. Geburtstag wir gestern feierten, und seine internationale Bewegung schrieben unermüdlich Entwicklungspläne:

  • einen umfassenden Infrastrukturplan für den gesamten afrikanischen Kontinent, der 1976 auf einer Konferenz in Paris vorgestellt wurde,
  • die „Operation Juarez“ für Lateinamerika in Zusammenarbeit mit dem mexikanischen Präsidenten Lopez Portillo,
  • einen 50-Jahres-Plan für das Pazifikbecken angesichts der zu erwartenden Zunahme der Bevölkerungsdichte in diesem Teil der Welt,
  • einen 40-Jahres-Plan für Indien, den Frau Gandhi umzusetzen begann,
  • den „Oasenplan“ für Südwestasien sowie
  • 1991, als die Sowjetunion zerfiel, die Eurasische Landbrücke oder Neue Seidenstraße.

Alle diese Programme wurden auf buchstäblich Hunderten von Konferenzen und Seminaren auf fünf Kontinenten vorgestellt.

Nachdem Präsident Xi Jinping vor genau zehn Jahren und zwei Tagen in Kasachstan das Konzept der Neuen Seidenstraße (BRI) vorgestellt hatte, ignorierten westliche Regierungen, Denkfabriken und Medien erstaunlicherweise dieses Programm, das eindeutig das größte Infrastrukturprogramm der Geschichte war, noch um Größenordnungen größer als der Marshallplan für Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Aber für die Länder des Globalen Südens wurde die BRI zur großen Wende, sie ermöglichte es vielen von ihnen zum ersten Mal, ernsthaft Infrastrukturprogramme, Industrieparks, fortschrittliche Wissenschaftsprojekte usw. zu starten.

Ab Ende 2017 wechselte die Haltung des Westens gegenüber der BRI abrupt von Gleichgültigkeit zu Feindseligkeit. Erst in den Sicherheitspapieren des Pentagon und dann synchron in allen westlichen Medien und Denkfabriken wurde China in seinem Aufstieg als „Systemrivale“ und „Gegner“ charakterisiert, was jüngst in der „Entkopplung“ und dem „De-Risking“ gipfelte. Mit der jüngsten Erweiterung der BRICS zu BRICS-11 und dem bekundeten Interesse von rund 40 weiteren Ländern, sich ebenfalls anzuschließen, ist die Idee einer vollständigen Abkopplung von Rußland und China mehr als absurd: Sie ist selbstmörderisch. Die Perspektive, zwei mehr oder weniger getrennte Blöcke zu schaffen, ist in der Realität nicht umsetzbar und kann nur als der vergebliche Versuch gesehen werden, einen Gegner vor einem geplanten militärischen Angriff wirtschaftlich zu schwächen, der angesichts der Existenz von tausenden Atomraketen die Vernichtung der menschlichen Spezies und allen Lebens auf der Erde bedeuten würde.

Ökonomie der Menschheit

Es ist an der Zeit, eine grundlegende strategische Neubewertung vorzunehmen. Liegt es jetzt nicht eher im Interesse der USA und der europäischen Nationen, die Initiative zu ergreifen, um mit allen Ländern des Globalen Südens zusammenzuarbeiten und eine wohlhabende Welt für alle Nationen aufzubauen, als das Risiko einzugehen, eine Politik zu verfolgen, die zum „Ende der Geschichte“ führen könnte, allerdings auf ganz andere Weise, als Francis Fukuyama, der geistige Vater der größten politischen Fehleinschätzung, es sich vorgestellt hat?

Heute Morgen kam die Nachricht, daß Premierminister Modi auf dem laufenden G20-Gipfel in Neu-Delhi in einem längst überfälligen Schritt verkündet hat, nämlich daß die Afrikanische Union in die G20 bzw. damit G21 aufgenommen wurde. Das ist zwar positiv, aber völlig unzureichend. Um die Gefahr eines dritten, diesmal thermonuklearen Krieges zu beseitigen, müssen wir eine völlig neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur schaffen, die die Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen aller Nationen auf dem Planeten berücksichtigt. Und das ist nur möglich, wenn sie auf der Entwicklung aller, auf dem Interesse des anderen und der Schaffung einer gemeinsamen Zukunft beruht, die für die gesamte Menschheit vielversprechend und aufbauend ist.

Die umfassende Studie Die Neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke, die das Schiller-Institut 2014 als Reaktion auf Präsident Xis Ankündigung in Kasachstan 2013 veröffentlicht hat, kann die Grundlage für eine solche Friedensordnung für das 21. Jahrhundert sein. Sie gibt eine klare Orientierung für den wirtschaftlichen Aufbau aller Teile des Planeten, konkrete Pläne zur Überwindung der Unterentwicklung im Globalen Süden sowie konkrete Leitlinien für den Wiederaufbau der verfallenden Volkswirtschaften des Globalen Nordens. Zusammen mit den „Zehn Prinzipien“, die ich für eine solche neue Architektur vorgeschlagen habe, könnten diese Vorschläge die Grundlage für jeden ernsthaften Versuch sein, eine Lösung für die gegenwärtige Krise zu finden. Warum nicht eine Sondersitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen einberufen, um eine solche neue internationale Architektur zu erörtern, wo doch offensichtlich so viele Menschen auf der ganzen Welt über die Bedrohung des Weltfriedens besorgt sind?

Die Idee ist eine Weltlandbrücke, die alle infrastrukturell erschlossenen Kontinente durch Tunnel und Brücken miteinander verbindet, so daß man bald mit einer Magnetbahn von der Südspitze Argentiniens oder Chiles nach Norden durch Amerika über die Beringstraße und die Transsibirische Eisenbahn bis nach Gibraltar und weiter durch Afrika zum Kap der Guten Hoffnung reisen kann.

Das wird die Verwirklichung der Vision des deutschen Ökonomen Friedrich List mit seiner „Raum- und Zeitökonomie“ sein, in der er beschrieb, wie ein fortschrittliches Transport- und Kommunikationssystem mit hoher Geschwindigkeit, dichtem Zeitplan und Kosteneffizienz der Infrastruktur ein neues Niveau der geistigen und materiellen Produktivkräfte ermöglichen würde. Diese Entwicklung werde dann zu einer „Republik des Planeten“ führen, die auf der „Ökonomie der Menschheit“ basiert, die es ermöglichen würde, daß alle Talente ihre Ideen austauschen und in allen Bereichen der Wissenschaft und Kunst und in allen Wissensbereichen zusammenarbeiten, was wiederum die Effizienz aller Kräfte der Menschheit steigern würde. Das ist natürlich das genaue Gegenteil von „Entkopplung“ und „Derisking“.

Eine ähnliche Vorstellung von der zukünftigen Entwicklung der Menschheit zu einer großen Gemeinschaft der ganzen Welt, einer „datong shijie“, findet man auch bei Cai Yuanpei, dem ersten Bildungsminister der Republik China und Präsidenten der Universität Peking, der Schillers Konzept der ästhetischen Erziehung in China einführte. Offensichtlich lag Nikolaus von Kues‘ Idee von der Harmonie im Makrokosmos, die auf der bestmöglichen gegenseitigen Entwicklung aller Mikrokosmen beruht, die gleiche evolutionäre Grundidee zugrunde. Gottfried Wilhelm Leibniz‘ Idee einer vorgegebenen Harmonie im Universum verkörpert die gleiche Idee, ebenso wie Wernadskijs Vorstellung von der zunehmenden Herrschaft der Noosphäre über die Biosphäre. Und ich erinnere mich sehr gut daran, wie Lyndon LaRouche seine Mitarbeiter verblüffte, als er davon sprach, daß trotz der gegenwärtigen Bedeutung der Souveränität des Nationalstaates das nicht die letzte Stufe in der Entwicklung der Menschheit sein wird.

Sehen Sie sich den jüngsten Durchbruch an, den China vor einer Woche bei der kontrollierten Kernfusionstechnologie für eine neue Generation einer „künstlichen Sonne“, der Huanliu-3, erzielt hat. Nach Angaben der China National Nuclear Corporation (CNNC) wurde zum ersten Mal der Betrieb im Hochverflüssigungsmodus mit einem Plasmastrom von einer Million Ampere realisiert. Der Hocheinschlußmodus wird auch als Standardmodus für den Internationalen Thermonuklearen Versuchsreaktor (ITER) in Cadarache, Frankreich, verwendet, der von sieben Mitgliedsparteien betrieben wird: China, EU, Indien, Japan, Rußland, Südkorea und USA. Diese inhärent sichere Form der Kernenergie ist, sobald sie vollständig realisiert ist, eine der Technologien, die der geopolitischen Rivalität die Grundlage entziehen wird, denn sie wird Energie so reichlich und billig machen, daß sie billiger sein wird als die Fortsetzung militärischer Konflikte.

Die Perspektive für ein völlig neues Paradigma in den internationalen Beziehungen zeichnet sich am Horizont ab, und das könnte viel schneller kommen, als die meisten sich vorstellen können. Ein Wechsel in den Vereinigten Staaten bei den nächsten Präsidentschaftswahlen könnte die USA wieder auf den Weg der Republik bringen. Wie Sergej Glasjew angedeutet hat, wird wahrscheinlich im Jahr 2024, während Rußlands BRICS-Vorsitz, eine neue BRICS-Währung entstehen, die sich als Rettungsboot für das globale Finanzsystem erweisen könnte.

Es gibt also allen Grund für eine kulturell optimistische Sicht auf die Zukunft der Menschheit – vorausgesetzt, wir ersetzen Haß, Neid und Mißgunst durch Liebe, Großzügigkeit und Neugierde auf das Potential der anderen Kulturen. Noch haben wir Zeit, die Axiome unseres Denkens neu zu justieren.


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 6.September 2023, 18.30 Uhr

Bloßes Lob des Friedens ist einfach, aber wirkungslos. Was wir brauchen, ist aktive Teilnahme am Kampf gegen Krieg und alles, was zu Krieg führt.“

Albert einstein

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 6. September, was der Globale Norden zur Initiative des Globalen Südens, ein komplett neues Paradigma aufzubauen, beitragen kann. Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im Live-Stream.

Lyndon und Helga Zepp-LaRouche basieren ihre jahrzehntelange Arbeit auf der Idee, daß anhaltender Frieden nur durch die wirtschaftliche und technologische Entwicklung aller Länder möglich sei. 1975 stellte Lyndon LaRouche in Pressekonferenzen in Bonn und Mailand sein Konzept der Internationalen Entwicklungsbank (IEB) vor. Die IEB sollte die Vergabe langfristiger, zinsgünstiger Kredite für Kapitalinvestitionen und den Transfer von Investitionsgütern aus dem Industriesektor in den sogenannten Entwicklungssektor erleichtern, um die Unterentwicklung Afrikas, Lateinamerikas und großer Teile Asiens zu überwinden. LaRouches Broschüre „Die Arbeitsweise der Internationalen Entwicklungsbank“ können Sie hier lesen.

Seit dem historischen BRICS-Gipfel in Johannesburg, auf dem sechs Länder als neue Mitglieder zum 1.1. 2024 aufgenommen wurden, ist der Kampf für eine gerechte neue Weltwirtschaftsordnung deutlich eskaliert. Etwa 20 weitere Länder haben den Beitritt beantragt, und unzählige andere erhoffen sich von der neuen Kräftekonstellation einen Beitrag zur Sicherung ihrer Entwicklung.

Diskutieren Sie mit Rednern und Teilnehmern der Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 9. September den Aufbau der neuen gerechten Weltwirtschaftsordung. Konferenzseite: „Laßt uns gemeinsam mit der globalen Mehrheit ein neues Kapitel der Weltgeschichte aufschlagen!“


Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: „Weltbürger aller Länder vereinigt Euch!“, Mittwoch, 30. August 2023, 18.30 Uhr

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 30. August, was die wirklichen Pläne und Absichten der BRICS 11 sind und wie wir gemeinsam die BRICS-Herausforderung an den Globalen Norden meistern können. Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Die BRICS-Herausforderung an den Globalen Norden

Es ist zwar keine große Überraschung, wenn die Mainstream-Medien auf wichtige strategische Entwicklungen mit Zensur und Lügen reagieren, aber die „Berichterstattung“ über den BRICS-Gipfel vergangene Woche ist ein Paradebeispiel für den Aufbau von „Narrativen“, die Angst und Unwissenheit fördern sollen. Der Gipfel brachte große Fortschritte bei der Beendigung des Kolonialismus und dem Aufbau einer Alternative auf der Grundlage friedlicher, kooperativer Entwicklung für die Welt. Doch in der Presse des „Globalen Nordens“ wurden solche Fakten verschwiegen oder massiv verzerrt, dort war die Rede vom „Angriff auf die Demokratie“, wenn nicht gar einem „kommunistischen Komplott“ gegen die Freiheit.

Das Ergebnis beweist, daß dies alles nur böswillige Erfindung war, ausgehend von den globalen Finanzinteressen der Wall Street und der City, die erkannt haben, daß es die wahre Absicht der BRICS-Mitglieder ist, die unipolare Weltordnung mit ihrem Zwang zur Unterwerfung unter die neoliberale Wirtschaftspolitik zu beenden. Diese sehr konkrete Angst dieser Kreise wird in der Berichterstattung deutlich.

In der gesamten Berichterstattung findet sich kein Versuch einer Bewertung der Pläne, die BRICS-Bank (NDB) zur Finanzierung von Infrastruktur und Handel einzusetzen, was der berüchtigte Weltwährungsfonds in den letzten fünf Jahrzehnten bekanntermaßen verweigert hat. Etliche Kommentatoren nannten die Ankündigungen des Gipfels „rein symbolisch“.

Um die Medienblockade zu überwinden und mehr Menschen Zugang zu der optimistischen Zukunftsperspektive der BRICS 11 zu geben, fordern wir jeden unter Ihnen auf, Helga Zepp-LaRouches Appell an die Bürger des Globalen Nordens weit zu verbreiten, an der Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 9. September teilzunehmen und mitzuhelfen, mehr Menschen für die Lösungen zu begeistern.

Weiterführende Links:

Diskutieren Sie mit Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog am 30. August, was die wirklichen Pläne und Absichten der BRICS 11 sind und wie wir gemeinsam die BRICS-Herausforderung an den Globalen Norden meistern können. Senden Sie Ihre Fragen, Gedanken und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.


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