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Internationale Friedenskoalition #140, 06.02.2026, 17.00 Uhr

NEW START – Atomwaffenabkommen endet
Nukleare Auslöschung oder eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur?

140. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

NEW START – Atomwaffenabkommen endet
Nukleare Auslöschung oder eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur?

6. Februar 2026
17.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Nehmen Sie diese Woche gemeinsam mit führenden Friedensaktivisten aus aller Welt an der Internationalen Friedenskoalition teil. Die Redner werden noch bekannt gegeben.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Der New-START-Vertrag – das letzte noch bestehende Atomwaffenabkommen zwischen den beiden größten Atommächten der Welt – ist heute ausgelaufen. Das Angebot des russischen Präsidenten Putin an die Vereinigten Staaten, die Beschränkungen des Vertrags für ein weiteres Jahr einzuhalten, stieß auf keine offizielle Reaktion seitens der USA – eine Nicht-Antwort. „Angesichts der Tatsache, dass sich die Welt bereits in einem unglaublichen Umbruch befindet“, sagte die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, in ihrem internationalen Webcast vom 4. Februar, „und alte Annahmen wie die regelbasierte Ordnung vollständig zusammenbrechen, ist dies nur ein weiteres Element, das die gesamte Situation noch unsicherer macht.“

In seiner Generalaudienz am 4. Februar wies auch Papst Leo XIV. auf die Gefahr der Situation hin. „Ich appelliere dringend, dieses Instrument [New START] nicht auslaufen zu lassen, ohne konkrete und wirksame Folgemaßnahmen zu ergreifen“, sagte er und forderte, „alles zu tun, um ein neues Wettrüsten zu verhindern, das den Frieden zwischen den Nationen weiter gefährden würde“.

In diesem zunehmend volatilen Umfeld trafen sich am Mittwoch der russische Präsident Putin und der chinesische Präsident Xi Jinping zu einer 90-minütigen Telefonkonferenz, bei der die Bedeutung der russisch-chinesischen Beziehungen für die globale Stabilität und den Wohlstand ganz oben auf der Tagesordnung stand. Die Staatschefs diskutierten nicht nur die Erfolge der laufenden Partnerschaft ihrer Länder im Bereich des kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritts, sondern auch deren Bedeutung für die Wahrung des Friedens. „Was internationale Angelegenheiten angeht, so bleiben die außenpolitischen Beziehungen zwischen Moskau und Peking ein wichtiger stabilisierender Faktor inmitten der zunehmenden Turbulenzen in der Welt“, sagte Putin zu seinem Amtskollegen. „Wir sind bereit, die engste Zusammenarbeit bei globalen und regionalen Themen fortzusetzen, sowohl bilateral als auch innerhalb aller multilateralen Rahmenwerke: der UNO, der BRICS, der Shanghai Cooperation Organization und anderen, in denen das russisch-chinesische Tandem eine wesentliche Rolle spielt.“

Später am Tag telefonierte Präsident Xi mit Präsident Trump, was Trump als „ein ausgezeichnetes Telefongespräch, … ein langes und ausführliches Gespräch, in dem viele wichtige Themen besprochen wurden“ beschrieb, darunter den Krieg in der Ukraine und die Situation mit dem Iran. „Ich glaube, dass in den nächsten drei Jahren meiner Präsidentschaft viele positive Ergebnisse in Bezug auf Präsident Xi und die Volksrepublik China erzielt werden!“, schrieb Trump. Er bestätigte auch, dass er China im April besuchen werde. Welche Auswirkungen dieses Telefonat auf die unmittelbare Situation haben wird, ist ungewiss, aber wie Helga Zepp-LaRouche betonte, liegt es sowohl in Trumps eigenem Interesse als auch im Interesse der Menschheit, sich in diese Richtung zu orientieren. Sie sagte dazu: „Wenn Trump die Zwischenwahlen gewinnen will, sollte er von den Chinesen lernen und zum echten amerikanischen Wirtschaftssystem zurückkehren, in die amerikanische Wirtschaft investieren und sie wieder aufbauen und nicht all das Geld für den militärisch-industriellen Komplex verschwenden, der sich auf Kosten der Realwirtschaft die Taschen füllt.“

Während diese Gespräche zwischen den Präsidenten stattfanden, liefen in Abu Dhabi die ersten trilateralen Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA, und die zähen Verhandlungen über die Bedingungen und den Ort eines Treffens zwischen den USA und dem Iran am Freitag wurden fortgesetzt. Diese Verhandlungen sind fragil und ihr Ausgang ungewiss, insbesondere weil jene Eliten, deren Kontrolle über die Weltpolitik zusammen mit ihrem Finanzsystem schwindet, offenbar entschlossen sind, den Friedensprozess zu sabotieren. Dabei nehmen sie offenbar in Kauf, dass dies zu einem atomaren Dritten Weltkrieg führen könnte.

„Wir sitzen also offensichtlich auf einem Pulverfass“, sagte Zepp-LaRouche, „und deshalb müssen wir uns für eine Rückkehr zum Völkerrecht einsetzen, um eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zu schaffen, die all diese Sicherheitsbedenken berücksichtigt – die der Ukraine, Russlands, des Iran und Israels. Mit anderen Worten: Man kann Sicherheit nicht teilen; es kann nur eine unteilbare Sicherheit geben, die die Interessen aller berücksichtigt, sonst wird sie nicht funktionieren…

Wir brauchen eine Bewegung von Menschen, die Patrioten sind, aber gleichzeitig Weltbürger. Nach Ansicht des großen deutschen Freiheitsdichters Friedrich Schiller widersprechen sich Weltbürgertum und Patriotismus nicht. Solange man die nationalen Interessen mit den Interessen der Menschheit als Ganzes in Übereinstimmung bringt, gibt es keinen Widerspruch.

Warten Sie nicht auf den Weltuntergang! Schließen Sie sich dieser Bewegung an. Unterzeichnen, verbreiten und organisieren Sie mit der Erklärung vom 12. Januar: Lasst uns eine Bewegung von Weltbürgern ins Leben rufen! des Schiller-Instituts, die zu sofortigem Handeln aufruft, vor allem zur dringenden Einberufung einer Konferenz für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur.


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Die nukleare Weltuntergangsuhr tickt, 04.02.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.  

Die jüngste Warnung vor den Gefahren, die mit dem Auslaufen des New-START-Vertrags (Vertrag über die Reduzierung strategischer Waffen) am Donnerstag, dem 5. Februar, verbunden sind, ohne dass Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland über Rüstungskontrolle und -abbau im Gange sind, stammt von Dmitri Medwedjew, der den Vertrag 2010 als Präsident der Russischen Föderation unterzeichnet hatte. In einem Interview, das am 2. Februar in vielen Medien, darunter Reuters und TASS, veröffentlicht wurde, sagte er: „Ich will nicht sagen, dass dies (das Auslaufen des New-START-Vertrags) sofort eine Katastrophe bedeutet und ein Atomkrieg ausbricht, aber es sollte dennoch alle alarmieren. Die Uhren ticken, und sie müssen offensichtlich schneller laufen.“

US-Präsident Donald Trump hat, obwohl er gelegentlich auf die Gefahr hingewiesen hat, nie auf den Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin vom September 2025 reagiert, die Gespräche über das Ablaufdatum am 5. Februar 2026 hinaus fortzusetzen. Selbst in letzter Sekunde wäre es eine willkommene Nachricht, wenn eine Entschlossenheit zu Gesprächen angekündigt würde.

Am 5. Februar wird die kürzlich erklärte Kandidatin für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten, Diane Sare, eine Online-Pressekonferenz abhalten, um die Aufmerksamkeit der Amerikaner und der Welt auf das zu lenken, was auf dem Spiel steht. An der Veranstaltung „For a New, New START“ wird auch Scott Ritter, ehemaliger UN-Waffeninspekteur und Experte für Rüstungskontrolle, als Gast teilnehmen.

Ebenfalls international verbreitet ist die „Erklärung vom 12. Januar: Lasst uns eine Bewegung von Weltbürgern ins Leben rufen!“, die vor „einem neuen finsteren Zeitalter oder sogar einem globalen Atomkrieg“ warnt, wenn das „sogenannte Prinzip ‚Macht gibt Recht’” Bestand hat.

Bemerkenswert ist neben der epischen Gefahr der heutigen Situation, dass Millionen weiterer Menschen und viele weitere Nationen erkennen, dass Macht nicht Recht gibt.

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, sprach diese Veränderung mit der Analogie des zweischneidigen Schwertes an. Die gesetzwidrigen Kriegshandlungen der letzten Monate – von der Intervention der USA in Venezuela und der Bestrafung Kubas bis hin zur Weigerung der sogenannten europäischen Elite, eine Lösung des Ukraine-Konflikts zu unterstützen – führen zu einer Gegenreaktion der Opposition. Die Menschen suchen nach einem neuen Paradigma. Zepp-LaRouche berichtete, dass die Offenheit rund um „die Folgemaßnahmen zum Dringlichkeitsforum vom 12. Januar absolut beispiellos ist… Der Ruf nach einem neuen System der globalen Governance, das die Interessen aller Länder der Welt berücksichtigt, wird immer lauter. Die Menschen sind absolut bereit, dies zu akzeptieren.“

In diesem Zusammenhang ist eine Zunahme diplomatischer Aktivitäten zu beobachten, obwohl keine Lösungen garantiert sind. Nach derzeitigem Stand könnten am Freitag, dem 6. Februar, in Istanbul Gespräche zwischen Vertretern des Iran und der Vereinigten Staaten stattfinden. Dieser Zeitplan stammt aus Abendmeldungen der Medien. Gespräche zwischen der Ukraine und Russland, an denen auch die Vereinigten Staaten teilnehmen, sind für den 4. und 5. Februar in Abu Dhabi geplant. Dies berichtete Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am 2. Februar.

Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi, der sich in der Türkei mit dem US-Gesandten Steve Witkoff treffen soll, führte am 1. Februar Telefonate mit den Außenministern Ägyptens, Saudi-Arabiens und der Türkei. Die jordanische Regierung warnte am 2. Februar, dass ihr Luftraum für mögliche Angriffe auf den Iran gesperrt sei.

Angesichts dieses Übels und dieser Gefahr erinnern wir uns daran, dass Menschen Menschen sind und begreifen können, dass es eine Krise gibt und dass es Lösungen gibt. Zepp-LaRouche sprach am 2. Februar davon, dass „die Dynamik heute in Richtung eines anderen Systems der Zusammenarbeit zwischen den Nationen geht, das offensichtlich der rohen Gewalt und dem Prinzip ‚Macht geht vor Recht‘ überlegen ist“.

Verbreiten Sie die neu veröffentlichte Anmeldeseite zur Erklärung vom 12. Januar und nutzen Sie sie.


„Was du liebst, das gehört dir – was du haßt, das verlierst du.“ Friedrich Schiller

Bericht vom 139. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Helga Zepp-LaRouche schloß die heutige 139. wöchentliche Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) mit dem Zitat „Was du liebst, das gehört dir – was du haßt, das verlierst du.“ von Friedrich Schiller, dem Namensgeber des Schiller-Instituts, welches sie 1984 gegründete. Zu Beginn der Sitzung gab Zepp-LaRouche einen Überblick über die Weltlage. Sie warnte vor der ungeheuren Gefahr eines Krieges im Iran, der die ganze Region und sogar die ganze Welt erfassen könnte. Eine ebenso große Gefahr sei ein Platzen der 2,4 Billiarden Dollar großen Schuldenblase, ausgelöst durch die absichtliche Abwertung des US-Dollars, was zum Zusammenbruch des gesamten Weltfinanzsystems führen könnte. Mit den offiziellen neuen Dokumenten zur Sicherheitspolitik hätten die USA Vorwände wie „Demokratie und Menschenrechte“ aufgegeben und setzten nun rein auf globale Hegemonie – die Macht des Stärkeren. Die europäischen Volkswirtschaften seien im freien Fall, und zum 250. Jahrestag der Amerikanischen Revolution drohe ein neuer Faschismus.

Letzte Woche verstarb ein guter Freund der IPC, Graham Fuller. Als Hommage wurde ein Ausschnitt aus einem seiner Vorträge bei der IPC gezeigt. Ko-Moderator Dennis Speed würdigte Fullers Entwicklung zu einem führenden außenpolitischen Denker Amerikas und „Weltbürger” , durch seine Arbeit als hoher CIA-Beamter und später bei den „Geheimdienstveteranen für Vernunft“ (VIPS).

Der nächste Redner war Oberstleutnant Anthony Aquilar, der nach 25 Jahren Dienst in den US-Spezialeinheiten bei der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) gearbeitet hatte, weil er helfen wollte, die leidende palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen zu ernähren. Aquilar machte sich dann weltweit einen Namen als Whistleblower, indem er aufdeckte, daß die GHF an dem Völkermord an der Bevölkerung von Gaza beteiligt war. Er war gerade aus Minneapolis zurückgekehrt, wo er sich für die Abschaffung der Einwanderungspolizei ICE und des Polizeistaatsgesetzes „Patriot Act“ einsetzte. Aquilar sagte, die Tötung und brutale Unterdrückung von Bürgern in Minneapolis sei ein „Bumerang-Effekt” der vielen Kriege der USA in aller Welt – so wie Malcolm X schon in den 1960er Jahre gewarnt habe, der Vietnamkrieg werde „nach Hause kommen”. Die Gewalt von ICE, die er in Minnesota sah, sei genau wie die Gewalt gegen die Palästinenser, die er in Gaza sah. Verantwortlich dafür seien schlechte Ausbildung und inkompetente Führung, dennoch sei schon geplant, die ICE-Operation auf Ohio, Georgia und andere Bundesstaaten auszuweiten. Er kandidiere jetzt in Nord-Carolina für den Kongreß, weil er den Menschen dienen wolle. Er habe Kongreßabgeordnete getroffen, die aber zu wünschen übrig ließen. Man müsse dem Volk dienen, nicht dem Militärisch-Industriellen Komplex oder der Finanzwelt. Der Patriot Act mache durch Exekutivverordnungen einen Polizeistaat möglich. „Es ist Zeit, die Regierung zu ersetzen!“ Aquilar forderte alle auf, aktiv zu werden, für ein Amt zu kandidieren, ihre Meinung offen zu sagen und zu schreiben. Dies sei eine große Chance.

Josephine Guilbeau, eine pensionierte Geheimdienstoffizierin der US-Armee und Mitglied des Eisenhower Media Network, hat ebenfalls den Völkermord in Gaza verurteilt. Auch sie war in Minneapolis, um gegen die Brutalität von ICE zu protestieren. Sie berichtete, wie sie dort verhaftet, aber nicht angeklagt wurde, und daß ihr auch nie ihre Rechte vorgelesen wurden, wie es die Verfassung vorschreibt. Obwohl es dort kaum Ausschreitungen und keine Schäden gab, sei die Reaktion von ICE „eine militärische Operation, wie sie für Kriege im Ausland, Aufstandsbekämpfung und militärische Unterdrückung vor jeglichem Dialog vorgesehen ist“. Guilbeau warnte, es würde eine „Angstgesellschaft“ geschaffen, die mit einer freien Gesellschaft unvereinbar sei. Der globale „Krieg gegen den Terror“ werde jetzt innerhalb der USA selbst geführt. Sie spreche nicht aus Wut, sondern aus Verantwortung, damit die USA kein Polizeistaat werden und sich eine Entwickung wie in Gaza wiederholt.

Diane Sare vom Schiller-Institut, die als unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin antritt, kündigte für den 5. Februar eine Pressekonferenz an. An diesem Tag läuft der New START-Vertrag aus. Wie der russische Ex-Präsident Medwedjew betone, werde dies das erste Mal seit 50 Jahren sein, daß es keine wirksame Rüstungskontrolle auf der Welt mehr gibt, was eine neue Stufe der Atomkriegsgefahr bedeute. An der Pressekonferenz werden auch die bekannten Aktivisten Scott Ritter und Garland Nixon teilnehmen. Sare wird die US-Regierung aufrufen, Präsident Putins Angebot anzunehmen, den New START-Vertrag ein Jahr zu verlängern, während ein neuer Vertrag ausgearbeitet wird. Präsident Trump hat auf das Angebot noch nicht reagiert. Sare fordert zudem, daß sich alle Länder einschließlich der USA und Israels verpflichten, nicht als erste Atomwaffen einzusetzen.

Zepp-LaRouche sagte zu den Berichten von Aquilar und Guilbeau, das grundlegende Problem sei das Menschenbild. Britische „Philosophen“ wie Thomas Hobbes hätten argumentiert, der Mensch sei ein wildes Tier, das von einem „Leviathan“ gezügelt werden muß. Deshalb habe es die Amerikanische Revolution gegen das britische Empire gegeben. Die Ideen der amerikanischen Gründerväter basierten auf Leibniz‘ Vorstellung, daß jeder Mensch das Recht auf ein erfülltes, produktives Leben hat.

José Vega, unabhängiger Kandidat für den US-Kongreß im New Yorker Stadtteil Bronx, dem „ärmsten Kongreßwahlkreis Amerikas“, bat Aquilar und Guilbeau um einen Kommentar zu der Bürgerversammlung am Vorabend, an der sie mit ihm teilgenommen hatten. Aquilar sagte, es sei „ein Verrat am amerikanischen Volk“, die Zerstörung der Lebensbedingungen in der Bronx mitanzusehen, während Milliarden für Kriege und das Töten von Menschen in Gaza und anderswo ausgegeben werden. „Hört einfach auf, Kriege zu finanzieren!“ Außerdem müsse man die Ausgaben des Verteidigungsministeriums prüfen, wo riesige Summen versickern. Guilbeau fügte hinzu, die Teilnehmer der Versammlung hätten dies gut verstanden.

Sare zitierte aus einem Artikel von Lyndon LaRouche aus dem Jahr 1999 nach dem Amoklauf von zwei Schülern an der Columbine High School, „Star Wars and Littleton“. LaRouche schrieb, zwei Faktoren hätten dabei eine Rolle gespielt: zum einen die Entmenschlichung der Bevölkerung durch Hollywood-Filme wie Krieg der Sterne, zum anderen die Idee einer „regelbasierten Ordnung“, in der die Behörden willkürlich „Regeln“ diktieren, deren Verstoß sogar mit dem Tod bestraft werden kann. Sare verglich das mit der Verhängung von Zöllen und Sanktionen gegen Länder, wie z.B. gegen Kuba, um die Bevölkerung auszuhungern und ihnen die Stromversorgung abzuschneiden. Amerika sollte im Gegenteil nach dem Naturrecht regiert werden, so wie es in der Verfassung verankert ist.

Der ehemalige Präsident von Guyana, Donald Ramotar, lobte die US-Militärveteranen, die sich zur Wehr setzen. Er habe den Eindruck, daß sich die Menschen insgesamt verändern – daß sie keine Kriege und keinen Militärisch-Industriellen Komplex mehr wollen.

In der Diskussion wurde gefragt, warum die IPC die Amerikanische Revolution lobt, obwohl sie auf Sklaverei und Völkermord an den Indianern beruht habe. Sare antwortete, das sei keineswegs die Grundlage der Revolution gewesen, aber viele Menschen glaubten dies, weil die Geschichte meist von den Briten, den Verlierern, geschrieben wurde. Alexander Hamilton und andere hätten gewußt, daß sich das Land mit einer Sklavengesellschaft nicht entwickeln konnte. Sare ermutigte alle, die Schriften Hamiltons und anderer Gründerväter zu lesen. Zepp-LaRouche ergänzte, die Sichtweise des Globalen Südens sehe man an der Bandung-Konferenz, wo der indonesische Präsident Sukarno gesagt habe, daß die Amerikanische Revolution „die erste antiimperialistische Revolution der Geschichte“ war. Die Briten hätten den Kolonisten ihre Revolte nie verziehen und versucht, sie im Krieg von 1812 und dann durch die Unterstützung der Konföderation gegen Präsident Lincoln zu zerstören. Auch der deutsche Ökonom Friedrich List habe das Amerikanische System gegen das britische System der Ausbeutung gefördert.

Dennis Small gab einen Überblick über den katastrophalen Zustand der globalen Schuldenblase, die mittlerweile über 2,4 Billiarden Dollar an Schulden und Derivaten umfaßt. Er spottete über Trumps Behauptung, daß die Zolleinnahmen die USA retten würden, indem er zeigte, daß die gesamten Zolleinnahmen nur einen Bruchteil des von Trump behaupteten Betrags ausmachen und daß die Amerikaner 96% dieser Zölle selbst über höhere Preise bezahlen müsse, während die Produktion weiter zusammenbricht.


Internationale Friedenskoalition #139, 30.01.2026, 17.00 Uhr

Das imperiale Spiel durchbrechen

139. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Das imperiale Spiel durchbrechen

30. Januar 2026
17.00 Uhr

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Nehmen Sie diese Woche gemeinsam mit führenden Friedensaktivisten aus aller Welt an der Internationalen Friedenskoalition teil. Die Redner werden noch bekannt gegeben.

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Als sich letzte Woche die verschiedenen Arten und Unterarten der Establishment-Größen in Davos trafen, um darüber zu debattieren, wie man die Liegestühle auf dem Deck des sinkenden imperialen Systems neu anordnen könnte, kam aus dem Brustgetrommel, den Drohungen, dem Gejammer und den Wahnvorstellungen, die auf der Bühne zur Schau gestellt wurden, nichts hervor, was eine Alternative zum derzeit zusammenbrechenden imperialen Paradigma darstellen könnte. Es überrascht nicht, dass die verzweifelten herrschenden Eliten in erster Linie versuchen, ihre Hegemonie über das Weltgefüge zurückzugewinnen.

„Tatsache ist, dass das politische System von Imperien beherrscht wurde“, sagte Helga Zepp-LaRouche in ihrem englischsprachigen Webcast vom 28. Januar. „Mein verstorbener Ehemann Lyndon LaRouche sagte immer, wenn man sich die alten Imperien ansieht – das Persische Reich, das Römische Reich, das Byzantinische Reich, das Venezianische Reich und schließlich das Niederländisch-Britische Reich –, dann sind diese Imperien wie Schleimpilze. Sie mögen ihre Farbe, ihre Form und ihre Persönlichkeit ändern, aber im Wesentlichen bleiben sie Schleimpilze. Ich denke, genau das sehen wir gerade.“

Wären sich die Bürger im Klaren über die Geschichte der Menschheit – den Jahrtausende langen Kampf, die Menschheit aus einem imperialen Modus herauszuführen –, fielen sie vielleicht nicht einer eingeschränkten Sichtweise darüber zum Opfer, wer der Feind wirklich ist und, was noch wichtiger ist, was sie dagegen tun sollten.

Nehmen wir die Einwanderungssituation in den Vereinigten Staaten und die unmenschliche, blutige Katastrophe, die die Besetzung der Straßen von Minneapolis durch die Einwanderungsbehörde ICE darstellt. Ein Großteil der Bevölkerung ist in Aufruhr – auf beiden „Seiten“ des Konflikts –, und selbst viele Anhänger von Trump und seiner „Make America Great Again“-Bewegung protestieren, da die Gestapo-ähnlichen Einsätze zu gewaltsamen Verletzungen grundlegender, verfassungsmäßig garantierter Rechte eskalieren – wie dem Recht auf Leben. Und dennoch wettern viele gegen die illegalen Einwanderer, die „unser Land zerstören“.

Eine der wichtigsten Fragen, die man sich stellen muss, lautet: Was wird in Minneapolis getestet, welcher Versuchsballon wird hier gestartet? Und was sind die Auswirkungen nicht nur auf die innenpolitische, sondern auch auf die internationale strategische Lage, in der möglicherweise ein Angriff der USA auf den Iran in Vorbereitung ist? Auf diese Frage gibt es möglicherweise mehr als eine Antwort und mehr als eine Ebene, und die verschiedenen Akteure haben in dieser Situation möglicherweise nur über einzelne Elemente davon mehr oder weniger Kontrolle.

Vergleichen Sie die Art und Weise, wie die meisten ihre zugewiesenen Rollen in diesem und anderen Szenarien spielen, mit der Ansicht, die Alberto Viscarra, ein führendes Mitglied der Nationalen Front zur Rettung der ländlichen Regionen Mexikos, in einem Interview mit EIR am 20. Januar geäußert hat: Was treibt Millionen mexikanischer Flüchtlinge an die US-Grenze? Die Tatsache, dass der mexikanische Agrarsektor durch jahrzehntelange Freihandelspolitik dezimiert wurde, die es den multinationalen Getreidekartellen ermöglichte, billige Produkte auf den mexikanischen Markt zu werfen, Gewinne zu erzielen und gleichzeitig die Selbstversorgung des Landes mit Nahrungsmitteln zu zerstören und dessen Nahrungsmittelproduktion und -konsum zu verringern.

Unser aller Feind – in Mexiko, Venezuela, den Vereinigten Staaten und darüber hinaus – ist das aufgeblähte, von der Wall Street gesteuerte Geld- und Finanzsystem, das gierige Spekulationen über die Bedürfnisse der Bevölkerung stellt.

Was ist zu tun? Man muss eine Vision für eine postimperiale Entwicklungsweise für die Welt haben. Viscarra verweist auf Lyndon LaRouches Aufruf an die USA und Mexiko, gemeinsam große Infrastrukturprojekte wie die Wasserprojekte NAWAPA und PHLINO zu realisieren:

„Wie unser Freund Lyndon LaRouche immer wieder betont hat, sah er diese Projekte als vorbildlich an… Er forderte, die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko zu einem Beispiel dafür zu machen, wie Nord-Süd-Beziehungen sein sollten, in denen die Volkswirtschaften im Hinblick auf gegenseitigen Nutzen gemessen werden und nicht so, dass einer verlieren muss, damit der andere gewinnen kann.“

Um dieses Ziel zu erreichen, rief Zepp-LaRouche die Bürger zum Handeln auf:

„Angesichts des bevorstehenden Finanzcrashs müssen wir unbedingt Lösungen auf den Tisch legen. Die Notwendigkeit eines neuen globalen Glass-Steagall-Gesetzes, einer Nationalbank in jedem Land, eines neuen Kreditsystems, das den Ländern günstige, langfristige Kredite für ihre Entwicklung gewährt, des Baus einer eurasischen Landbrücke zu einer Weltlandbrücke, die alle Kontinente durch Infrastruktur, Tunnel und Brücken verbindet – all diese Dinge müssen auf einer neuen Konferenz über Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur diskutiert werden, die wir organisieren wollen… In der jüngsten Ausgabe von EIR sind alle Reden [aus dem Dringlichkeitsforum von EIR vom 12. Januar] in schriftlicher Form enthalten, die ein absolut historisches Dokument darstellen, da es sich um die höchste Ebene der Diskussion darüber handelt, was zur Wiederherstellung des Völkerrechts erforderlich ist…

Verbreiten Sie das, kontaktieren Sie Leute damit, kontaktieren Sie Thinktanks, Universitäten, zivile Institutionen. Denn wir planen, diesen Prozess fortzusetzen; wir planen Anfang März eine weitere große Konferenz, bei der die Idee einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur mit noch mehr Institutionen und Rednern Thema sein wird. Werden Sie also Teil dieser Bewegung, denn wenn die Regierungen nicht funktionieren, müssen die Bürger Verantwortung übernehmen.“


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Die Lehre aus Davos: Die gescheiterten Axiome ablegen, 28.01.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.  

Eine Nation kann Not, Meinungsverschiedenheiten und sogar erbitterte Konflikte zwischen verschiedenen Fraktionen ertragen – und dennoch: eine Nation bleibt eine Nation. Was sie jedoch nicht überleben kann, ist die schrittweise Ersetzung des Rechts durch rohe Gewalt, bis „Autorität“ nichts anderes mehr bedeutet als diejenige bewaffnete Instanz, die zuerst vor Ort ist. Amerika erlebt derzeit in Echtzeit, wie es aussieht, wenn die Exekutive Befugnisse beansprucht, die ihr die Verfassung nie gewährt hat, während der Kongress tatenlos zusieht, als wären die Worte auf dem Papier reine Formsache.

Und doch entsteht etwas neues aus dieser Verwirrung: eine echte und weitreichende Gegenreaktion gegen die zunehmenden Machtmissbräuche. Die Ausweitung der ICE-Einsätze, die Straßenkämpfe, falschen Verhaftungen und tödlichen Razzien werden nicht mehr als „harte Politik“ gewertet, sondern als Bruch der Grundidee der Republik verstanden. Denn wenn die Öffentlichkeit nicht mehr erkennen kann, ob Wahlen fair sind, wenn die „Strafverfolgung“ im Inland nicht mehr von einer ausländischen Besatzung zu unterscheiden ist, wenn sogar grundlegende Rechte der Meinungsäußerung als ausweisungsfähige Straftaten behandelt werden – dann zerfällt das Land selbst.

Das ist die eigentliche Gefahr hinter den täglichen Schlagzeilen. Es sind nicht nur der Schock über Minneapolis, die öffentlich gemachten Akten von Studenten, die wegen ihrer – durch die Verfassung geschützten – Meinungsäußerung ins Visier genommen wurden, die anhaltenden Bedrohungen der Souveränität Kanadas, die Propaganda-Trommelei für einen Krieg mit dem Iran . Alles das, aber vor allem das Hervortreten eines einzigen, alles verbindenden Prinzips: Macht geht vor Recht. Von aussen sieht es nach Übergriffen und Einschüchterung aus. Im Inland erscheint es als Machtübergriff, mit denen die Bundesregierung das sich ausweitendes Verfassungsvakuum übernimmt.

Aber eine Grenze hat Tyrannenmacht – nicht weil Tyrannen sich zurückhalten, sondern weil die Realität sich irgendwann weigert, mitzuspielen. Stauffacher drückt dies in Friedrich Schillers Stück Wilhelm Tell mit den Worten aus:

Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht,

Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden,

Wenn unerträglich wird die Last – greift er

Hinauf getrosten Mutes in den Himmel,

Und holt herunter seine ew’gen Rechte,

Die droben hangen unveräusserlich

Und unzerbrechlich wie die Sterne selbst – …

Zur Zeit der amerikanischen Revolution, über den Krieg von 1812 bis zum Bürgerkrieg, war dieser „Tyrann“ das Britische Empire, das durch militärische Macht, finanzielle Dominanz und Manipulation herrschte.

Die Frage, vor der die Vereinigten Staaten zu Beginn ihres 250-jährigen Bestehens stehen, ist, ob wir lediglich den Sumpf und seine Auswüchse verurteilen, in dem wir uns befinden – oder ob wir das uns zugeworfene Seil ergreifen: ein neues Paradigma, das dem Anspruch einer Nation würdig ist und nicht nur auf libertärem Protest basiert, sondern auf der besten intellektuellen Tradition, von der Amerika selbst geprägt wurde: die Leibnizsche Idee, dass der Zweck der Regierung die Förderung des allgemeinen Wohlergehens und der kreativen Kräfte des menschlichen Geistes ist.

Deshalb ist die Erklärung vom 12. Januar kein „Kommentar“ zur Krise, sondern ein Weg aus ihr heraus: eine Bewegung von Weltbürgern, die sich für die Wiederherstellung des Völkerrechts, für internationales Wachstum auf der Grundlage der physischen Wirtschaft und für den Aufbau echter Entwicklungskorridore einsetzen – anstatt von einer Empörung zur nächsten in ein neues dunkles Zeitalter zu stolpern.

Die Macht des Imperiums hat ihre Grenzen. Die Frage ist, ob wir uns jetzt dafür entscheiden, ein neues Paradigma zu etablieren. Lasst uns eine Bewegung von Weltbürgern ins Leben rufen!


Erklärung vom 12. Januar: Lasst uns eine Bewegung von Weltbürgern ins Leben rufen!


Nach einem internationalen Online-Dringlichkeitsforum am 12. Januar 2026 richten wir, die Unterzeichner, diesen Appell an die Weltgemeinschaft. Wir schließen uns zusammen, um Maßnahmen anzustoßen, die unserer Meinung nach ergriffen werden müssen, um den Absturz der menschlichen Zivilisation in eine potenziell tödliche Katastrophe abzuwenden.

Mit Beginn des Jahres 2026 ist die Welt in eine neue Phase eingetreten. Das Völkerrecht wird abgeschafft und durch das Gesetz des Dschungels, das sogenannte Prinzip „Macht geht vor Recht“, ersetzt. Durch diesen vollständigen Zusammenbruch auch nur des Anscheins einer Weltordnung auf der Grundlage wirklicher Rechtsprinzipien drohen verschiedene regionale Konflikte zu einem neuen dunklen Zeitalter oder sogar zu einem globalen Atomkrieg zu eskalieren.

Ein Beispiel: Nach wiederholten Akten der Piraterie gegen Venezuela und der Entführung des Staatsoberhauptes eines souveränen Landes verkündet man nun die geplante Invasion und Plünderung der natürlichen Ressourcen weiterer Länder, wie Kuba, Mexiko, Kolumbien, Iran und möglicherweise noch anderer, sowie von Gebieten wie Grönland. Eine Aufrüstung, wie es sie seit etwa 90 Jahren nicht mehr gegeben hat, beschwört die Aussicht auf einen kommenden neuen Weltkrieg herauf, und gleichzeitig droht dem vom Westen dominierten Finanzsystem, das mittlerweile fast vollständig von der Realwirtschaft abgekoppelt ist, ein systemischer Zusammenbruch, der schlimmer sein kann als die Krise 2008.

Feigenblätter wie „humanitäre Intervention“ und Verteidigung der „regelbasierten Ordnung“ wurden komplett fallen gelassen, stattdessen wird offen ein aggressiver Imperialismus und Neokolonialismus demonstriert. Die sogenannten „westlichen Werte“ werden verraten, es bleibt nur eine müde Illusion irgendwelcher Legitimität, nachdem diese Werte begraben wurden. Der Mangel an kompetenter Staatskunst und der Einsatz militärischer und wirtschaftlicher Gewalt anstelle von Diplomatie als Mittel zur Konfliktlösung haben zum Scheitern von Institutionen der Nachkriegszeit wie dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und der UN-Generalversammlung geführt. Weil Entscheidungen der höchsten Gerichte wie des Internationalen Gerichtshofs (IGH) nicht durchgesetzt werden, bleiben Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ungestraft.

Dieser bedauerliche Zustand erfordert ein dringendes Eingreifen sowohl von Institutionen als auch von Menschen guten Willens weltweit. Wir schlagen daher die Gründung einer Weltbürger-Initiative vor, die mit religiösen Organisationen und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen sowie den Vereinten Nationen als zentralem Partner zusammenarbeitet, um die Charta der Vereinten Nationen und die Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz von 1954 aufrechtzuerhalten. Zu ihren unmittelbaren Schwerpunkten müssen u.a. gehören:

• die dringende Einberufung einer internationalen Konferenz zur Erörterung der Prinzipien einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur und

• die Bildung von Teams, die sich mit Aspekten des Wiederaufbaus des Systems der Weltordnung befassen. Zum Beispiel:

a) die Ausarbeitung einer „Weltlandbrücke“ mit wirtschaftlichen Entwicklungskorridoren für jeden Kontinent;

b) die Bildung von Ad-hoc-Teams, die die dreiste Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas und ähnliche Einmischungen in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten in allen Teilen der Welt sowie den anhaltenden Völkermord in Gaza und ähnliche Verletzungen der Menschenwürde anderswo verurteilen müssen;

c) die Neuordnung des Weltfinanzsystems, einschließlich der Gründung von Nationalbanken für jedes Land und eines neuen Zahlungssystems im Dienste der Realwirtschaft;

d) die Wiederbelebung der besten Traditionen jeder Kultur oder Zivilisation der Welt; sowie die Förderung des Dialogs zwischen ihnen für

e) die Erforschung neuer Denkmethoden, die ein neues Paradigma in der Menschheitsgeschichte etablieren, wie beispielsweise die Methode des Zusammenfalls der Gegensätze.

Hiermit wird eine „Gruppe für sofortiges Handeln“ zur Umsetzung dieser Perspektive gegründet. Sie steht Vertretern aller Organisationen/Institutionen sowie Einzelpersonen offen, die sich am Aufbau einer weltweiten zivilgesellschaftlichen Initiative beteiligen möchten, die sich für die Interessen der gesamten Menschheit einsetzt und die Einhaltung dieses Ideals durch eine reformierte UNO gewährleistet. Es sollte den jeweiligen Vertretern aller Nationen überlassen bleiben, zu entscheiden, welche gewaltfreien Aktionen in der Tradition von Mahatma Gandhi, Martin Luther King und Nelson Mandela in ihrem Land angemessen sind.

Lasst uns eine Bewegung von Weltbürgern ins Leben rufen!

Erstunterzeichner:

Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Gründerin des Schiller-Instituts, Chefredakteurin von EIR

Dr. Naledi Pandor (Südafrika), ehemalige südafrikanische Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit und derzeitige Vorsitzende des Kuratoriums der Nelson-Mandela-Stiftung

Zhang Weiwei (China), Professor für Internationale Beziehungen und Direktor des China-Instituts an der Fudan-Universität in Shanghai

Dmitri Trenin (Russland), Direktor und wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Weltmilitärwirtschaft und -strategie an der HSE-Universität in Moskau

Donald Ramotar (Guyana), ehemaliger Präsident von Guyana

María de los Ángeles Huerta del Río (Mexiko), ehemalige mexikanische Kongressabgeordnete

Namit Verma (Indien), indischer Autor und Sicherheitsanalyst

Dennis Small (Vereinigte Staaten), EIR-Redakteur für Iberoamerika

Oberstleutnant (a. D.) Ralph Bosshard (Schweiz), ehemaliger Militärberater des OSZE-Generalsekretärs

Mit meiner Unterschrift unterstütze ich die Initiative der Erstunterzeichner.


„Das Glas ist halb voll – vielleicht mehr als halb voll“

Bericht vom 138. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 138. wöchentliche Onlinesitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPD) am 23. Januar begann mit einem Vortrag der Gründerin des Schiller-Instituts und IPC-Initiatorin Helga Zepp-LaRouche. Sie warnte vor den Folgen der Rede von US-Präsident Trump in Davos, in der er seine Verachtung für das Völkerrecht deutlich zum Ausdruck gebracht habe. Sie bedauerte besonders seine „typisch mafiösen“ Drohungen gegenüber dem Iran.

Angesichts des Treffens von Trumps Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff mit Präsident Putin in Moskau am 22. Januar über einen von den USA unterstützten Friedensplan zur Beendigung des Krieges in der Ukraine sei das metaphorische Glas jedoch halb voll, „vielleicht sogar mehr als halb voll“. Der Kreml habe dieses Treffen als „nützlich und konstruktiv“ bezeichnet. Wichtig sei nun, daß der Dialog weitergeht und der „Geist von Anchorage“ nicht auf der Strecke geblieben ist. „Wenn das fortgesetzt wird, kann es wirklich zu einer Verschiebung des Gleichgewichts kommen“, sagte Zepp-LaRouche.

Rußland sei bereit, eine Milliarde Dollar für den Wiederaufbau des Gazastreifens bereitzustellen. Putin habe auf Trumps Einladung, dessen „Friedensrat” für eine Milliarde Dollar Mitgliedsgebühr beizutreten, verschmitzt geantwortet, sie dürften die Milliarde aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten nehmen. Putin habe angeboten, den letzten noch geltenden Rüstungskontrollvertrag START, der in wenigen Wochen ausläuft, zu verlängern, doch von Trump gebe es noch keine Antwort.

Zepp-LaRouche erwähnte einige positive Initiativen und lobte insbesondere einen neuen Vorschlag einer Gruppe aus Frankreich für eine Petition zur Rückbesinnung auf die Gründungscharta der Vereinten Nationen, die von den IPC-Teilnehmern geprüft und überarbeitet und nächste Woche zur Abstimmung vorgelegt werden soll.

Der nächste Hauptredner war Dr. Ted Postol, emeritierter Professor am MIT und einer der weltweit führenden Kernwaffenexperten. Er analysierte den von Trump groß angekündigten Plan für eine Raketenabwehr, „die mythische Idee vom Goldenen Dom“. Satelliten in der Umlaufbahn mit Abfangraketen sollen dabei Interkontinentalraketen in der Startphase abfangen. „Dieser Idee liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die bestehenden, bodengestützten Abwehrsysteme kaum oder gar keine Wirkung haben“, weil sie zwischen den echten Sprengköpfen und den Hunderten von Attrappen, die während der Absinkphase eingesetzt werden, nicht unterscheiden können. Satelliten im Orbit hätten weniger als drei Minuten Zeit, um Raketen in der Startphase abzufangen, wenn ihre Geschwindigkeit noch relativ langsam ist und noch keine Attrappen abgeworfen wurden. Um dieses Zeitfenster zu maximieren, müsse die Umlaufbahn der Satelliten niedrig sein, wobei es Luftwiderstand gibt und ihre Lebensdauer auf nur etwa sechs Jahre begrenzt ist, bevor sie auf die Erde fallen.

Um an das Abfangen einer Interkontinentalrakete (ICBM) überhaupt zu denken, bräuchte man 1100-1200 Satelliten in der Umlaufbahn. Das System skaliere 1000:1, d.h. bei einem Start von hundert Raketen wären zur Abwehr 120.000 Satelliten erforderlich. Aber die andere Seite könnte Abfangraketen starten, die ein Loch in die Satellitenkonstellation des Goldenen Doms schlagen – „dann verläuft Ihr Raketenstart ungehindert“.

Postol äußerte seine Besorgnis, daß Donald Trump „in den letzten Monaten irgendwie anders ist, irgendwie extremer“. Einige Experten vermuteten, er habe möglicherweise einen leichten Schlaganfall gehabt. Gegenwärtig seien die Vereinigten Staaten „unter der Kontrolle einer kriminellen Regierung“.

Nachdem Postol den Plan für den Goldenen Dom dermaßen zerpflückt hatte, fragte Zepp-LaRouche ihn, warum niemand in Trumps Team dem Präsidenten sagt, daß das Ganze nicht funktionieren kann. Postol antwortete: „Diese Leute folgen Befehlen, ohne Fragen zu stellen.“ Es folgte noch ein Austausch über den Unterschied zwischen Lyndon LaRouches Entwurf der Strategischen Verteidigungsinitiative (SDI) auf der Grundlage von „neuen physikalischen Prinzipien“ ab Ende der 70er Jahre und dem, was aus Präsident Reagans SDI-Programm unter dem Einfluß von LaRouches Gegnern wurde.

Dann sprach Jens Jørgen Nielsen, ehemaliger Moskau-Korrespondent der dänischen Tageszeitung Politiken, Autor mehrerer Bücher über Rußland und die Ukraine sowie Direktor des Russisch-Dänischen Dialogs und Assistenzprofessor für Kommunikation und kulturelle Vielfalt. Nielsen beschäftigte sich mit der von Präsident Trump angestrebten Annexion Grönlands. Er betonte, Grönland habe eine eigene Regierung, und die Grönländer seien sehr besorgt über die Möglichkeit einer amerikanischen Besetzung. Einige Fraktionen dort forderten die sofortige Unabhängigkeit von Dänemark, was würde Trump unter diesen Umständen tun? Für die meisten Dänen und Grönländer sei es keine Erleichterung, daß Trump und NATO-Generalsekretär Rutte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine Vereinbarung über Grönland trafen, ohne sie zu fragen.

Anschließend wurde ein Ausschnitt aus einem Videointerview mit Alberto Vizcarra eingespielt, einem führenden Mitglied der Nationalen Front zur Rettung der Mexikanischen Landwirtschaft. Vizcarra beschrieb die desolate Lage der mexikanischen Landwirtschaft, deren Exporte aufgrund neoliberaler Wirtschaftspolitik zusammengebrochen sind. Er beschrieb frühere Vorschläge Lyndon LaRouches für Projekte im gemeinsamen Interesse Mexikos und der USA.

Daniel Burke vom Schiller-Institut kündigte eine neue Online-Vortragsreihe für junge Menschen in aller Welt an.1 Die Jugendbewegung sei „unsere entscheidende strategische Flanke“.

Diskussion

Es gab einen weiteren Austausch zwischen Nielsen und Zepp-LaRouche über eine „rechtsbasierte” im Gegensatz zu einer „regelbasierten Ordnung”, wie Nielsen es formulierte. Zepp-LaRouche meinte, „regelbasierte Ordnung” klinge wie etwas Willkürliches. Beide waren sich einig, daß die Aufkündigung von Rüstungskontrollverträgen in Kombination mit der möglichen Stationierung von Mittelstreckenraketen in Europa die ganze Welt in Alarmbereitschaft versetzt.

Ein Teilnehmer fragte, was man gegen die Übergriffe der Einwanderungsbehörde ICE in den USA tun könne; darauf gab es mehrere Antworten. Co-Moderator Dennis Speed bemerkte, Amerika sei seit langem ein Spielball der Geheimdienste, insbesondere der britischen, und die Vorgänge in Minnesota hingen eng mit den katastrophalen Fehlern der US-Außenpolitik zusammen. Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, bräuchten wir nicht nur gewaltfreie Aktionen, sondern müßten auch Lösungen bieten. Der andere Co-Moderator Dennis Small erklärte, Einwanderung sei nur deshalb ein so großes Thema, weil die Außenpolitik der USA die Wirtschaft der südlichen Nachbarländer ruiniert und damit Flüchtlingswellen ausgelöst hat.

Der regelmäßige IPC-Teilnehmer John Steinbach merkte an, Atomwaffen seien niemals defensiver Natur, und die Raketenabwehr (ABM-Systeme) diene nur dazu, Vergeltung nach einem Erstschlag zu verhindern.

Zu Grönland sagte Small, die Arktis sei viel mehr als eine militärische Angelegenheit, sie böte eine einmalige Chance für internationale Zusammenarbeit bei der wirtschaftlichen Entwicklung.

Zepp-LaRouche merkte an, die Rede des kanadischen Premierministers Mark Carney in Davos habe viel Lob erhalten, sei aber nur eine verschleierte Wiedergabe der Linie des imperialen Chatham House in London. Immerhin habe er „etwas Offensichtliches gesagt, nämlich daß eine regelbasierte Ordnung ein Betrug ist“. Diejenigen, die ihn loben, hätten jedoch keine Ahnung von Wirtschaft, denn Carney sei der Urheber des „Great Reset“ („Der Große Neustart“), einem Plan für eine grüne Diktatur der Zentralbanken.

In ihren abschließenden Bemerkungen berichtete Zepp-LaRouche über die Arbeit im Anschluß an das jüngste EIR-Seminar „Es ist schlimmer als Sie denken: die strategischen Auswirkungen des Angriffs auf Venezuela und wie man die Welt vor dem Abgrund rettet“2. Die Teilnehmer hätten ein Komitee gebildet, das die Verantwortung für die weltweite Organisation eines neuen Paradigmas übernimmt. Es werde unter dem Motto „Weltbürger, vereinigt euch!“ arbeiten.

eir


Anmerkungen

1. 2026 International Youth Class Series, Internetseite des Schiller-Instituts (englisch).

2. EIR Emergency Roundtable Mobilizes Global Response To ‚Bring the World Back from the Brink‘,
    Internetseite der EIR (englisch).


Internationale Friedenskoalition #138, 23.01.2026, 17.00 Uhr

Wird das Gesetz des Dschungels siegen?

138. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Wird das Gesetz des Dschungels siegen?

23. Januar 2026
17.00 Uhr

Bitte mobilisieren Sie Ihre Organisationen.

Nehmen Sie diese Woche an der Internationalen Friedenskoalition mit Dr. Ted Postol, emeritierter Professor am MIT und einer der weltweit führenden Experten für Atomwaffen und weiteren Rednern, deren Namen in Kürze bekannt gegeben werden, teil.

Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.

Zur Anmeldung

Die spektakuläre Rede von Präsident Donald Trump vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos am Mittwoch, dem 21. Januar, zeichnete ein alarmierendes Bild vom Geisteszustand einer US-Präsidentschaft, die von der Ideologie des „Beast-Man“ von Joseph de Maistre beherrscht wird – dem unmenschlichen Glauben, dass Terror und Zwang, das Thrasymachische „Macht schafft Recht“, die menschlichen Angelegenheiten regieren müssen. „Als der Angriff beendet war“, sagte Trump über den US-Überfall auf Venezuela, „sagten sie: ‚Lasst uns einen Deal machen.‘ Mehr Menschen sollten das tun.“

Trump machte in seiner Rede, die teilweise noch beleidigender war als andere, deutlich, dass es für die USA keine Option ist, Grönland nicht zu besitzen. „Grönland ist ein riesiges, fast vollständig unbewohntes und unerschlossenes Gebiet, das ungeschützt an einer strategisch wichtigen Stelle zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und China liegt … genau in der Mitte … Alles, was wir von Dänemark wollen, ist dieses Land, auf dem wir den größten Goldenen Dom bauen werden, um unsere sehr energischen und gefährlichen potenziellen Feinde in Schach zu halten und unsere nationale und internationale Sicherheit zu gewährleisten.“

Ein solcher Goldener Dom ist jedoch in den Augen vieler Experten reine Fantasie. Er würde nicht nur Hunderte von Milliarden Dollar kosten. Mit Russlands neuer atomgetriebener Burewestnik-Rakete, die über den Südpol fliegen kann, gibt es keine Welt, in der der Goldene Dom die amerikanische Vorherrschaft bewahren könnte. Es handelt sich lediglich um eine Illusion der zusammengebrochenen geopolitischen, imperialen Weltordnung.

Als wichtige Stimme der Vernunft aus den Vereinigten Staaten veröffentlichten drei amerikanische katholische Kardinäle am 19. Januar eine gemeinsame Erklärung mit dem Titel „Eine moralische Vision der amerikanischen Außenpolitik entwerfen“.Darin verweisen sie auf „die tiefgreifendste und hitzigste Debatte über die moralische Grundlage für das Handeln Amerikas in der Welt seit dem Ende des Kalten Krieges. Die Ereignisse in Venezuela, der Ukraine und Grönland haben grundlegende Fragen über den Einsatz militärischer Gewalt und die Bedeutung des Friedens aufgeworfen.“ Unter Berufung auf die Ansprache von Papst Leo XIV. vom 9. Januar vor dem diplomatischen Corps des Vatikans fordern die Kardinäle „eine wahrhaft moralische Grundlage für internationale Beziehungen“ angesichts des „Kriegseifers“ und der Suche nach Frieden „durch Waffen als Voraussetzung für die Durchsetzung der eigenen Vorherrschaft“.

Der Wahnsinn in Davos wird am 22. Januar mit Trumps Unterzeichnungszeremonie für seinen „Friedensrat“ mit einem Beitrag von 1 Milliarde Dollar pro Sitz weitergehen. Nur wenige Staats- und Regierungschefs haben bisher zugestimmt. Li Zixin, Wissenschaftler am China Institute of International Studies, bringt es in seinem Kommentar auf den Punkt: „Dieser Akt der ‚Privatisierung‘ internationaler Angelegenheiten und der ‚Kommodifizierung‘ des regionalen Friedens missachtet nicht nur den Willen des palästinensischen Volkes, sondern stellt auch eine enorme Herausforderung für das bestehende internationale Regierungssystem und die Verhaltensnormen dar. Dieses Modell der ‚Club-Governance‘ reduziert das Völkerrecht auf einen privaten Vertrag zwischen Großmächten und zwingt die Welt zurück in das Gesetz des Dschungels.“

Aber was kann man angesichts einer solch offensichtlichen Gesetzlosigkeit tun?

„Ich stimme Leibniz grundsätzlich zu, der der Meinung war, dass jedes Übel ein noch besseres und stärkeres Gutes hervorbringt“, sagte Helga Zepp-LaRouche in ihrer internationalen Webcast-Sendung vom 21. Januar. „Denn die Gesetze des Universums funktionieren genau so. Das ist ein anti-entropisches Konzept. Auch wenn mir manchmal wirklich ein Schauer über den Rücken läuft angesichts dessen, was geschieht, verliere ich deshalb fast nie die Vorstellung, dass man etwas dagegen tun kann, dass es für jedes Problem immer einen Ausweg gibt, wenn man sich darauf konzentriert und wenn man gute Kameraden, Kollegen, Freunde und Mitarbeiter findet, die zusammenarbeiten …“

Werden Sie einer dieser Kollegen, Freunde und Mitarbeiter, beginnend mit der 138. Sitzung der Internationalen Friedenskoalition am 23. Januar. Schließen Sie sich denen an, die das immer größer werdende Übel, das derzeit die Weltpolitik beherrscht, durch eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur ersetzen wollen.


Live mit Helga Zepp-LaRouche: Wie der Davos-Gipfel die imperiale Geopolitik verstärkt, 21.01.2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten- und Kollegenkreis, um die Reichweite der von der LaRouche-Bewegung vorgestellten Lösungsansätze zu erhöhen.  

Die selbstbezogenen Neureichen, die jedes Jahr in Davos der Realität entfliehen, möchten Ihnen weismachen, dass es dort einen echten, freien Gedankenaustausch gibt. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um eine Übung in Kontrolle, bei der falsche Alternativen präsentiert werden, die sich innerhalb der Grenzen der imperialen Geopolitik der City of London befinden.  Wird Donald Trump das ändern? Mal sehen, ob er Londons Kontrolle über die Weltwirtschaft durch sogenannte „Finanzialisierung” anprangern und die Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten auf der Grundlage der von Lyndon LaRouche vorgebrachten Ideen des amerikanischen Systems begrüßen wird.

Die größte Gefahr, der die Vereinigten Staaten und ein Großteil der transatlantischen Welt heute gegenüberstehen, besteht nicht darin, dass es ihnen an Ressourcen, Talenten oder wissenschaftlichen Fähigkeiten mangelt. Sie besteht vielmehr darin, dass sie nicht mehr an den menschlichen Verstand glauben – an die einzigartige Fähigkeit des Menschen, neue physikalische Prinzipien zu entdecken, die Natur zu verändern und die Lebensbedingungen für noch ungeborene Generationen zu verbessern.

Lyndon LaRouche hat das Problem einmal unverblümt auf den Punkt gebracht: Glauben die Amerikaner wirklich noch daran, dass sich der Mensch vom Tier unterscheidet? Er stellte diese Frage 2004 bei einer Veranstaltung zu Ehren von Martin Luther King Jr.

„In unsere Schulen vermitteln wir das nicht. Schauen Sie sich unseren Standardlehrplan an… Unsere derzeitige Bildungspolitik auf nationaler Ebene ist ein Verbrechen. Man weiß nichts – man lernt nur, um eine Prüfung zu bestehen! …

Wir kümmern uns nicht mehr darum. Wir glauben als Nation nicht mehr daran, Menschen zu fördern! Wir sind wie Rom geworden, das alte Rom, eine Gesellschaft des „Brot und Spiele“. Holt euch eure Krümel und lasst euch unterhalten…

Arbeiten die Menschen heute zum Beispiel? Haben sie eine Arbeitsmentalität? Glauben sie an Arbeit? Glauben sie, dass die Gesellschaft ihnen die Möglichkeit gibt, zu arbeiten? Nein. Das tut sie nicht. Sie gibt ihnen die Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen…

Die Mentalität des Landes ist, dass man vorankommt, wenn man Glück hat, im Lotto gewinnt und auf der Rennbahn gewinnt. Auch wenn Ihre Branche zusammenbricht, Ihre Farm verloren ist und die Stadtverwaltung es sich nicht mehr leisten kann, für Ihre Grundbedürfnisse zu sorgen: Wir sind zu einer Glücksspiel-Gesellschaft geworden.

Worauf verlassen wir uns? Massenunterhaltung! … Ist das nicht etwas, wofür man sich wirklich schämen sollte?

Wir betrachten Menschen nicht mehr als Menschen. Wir verstehen nicht mehr, was menschlich ist.“

Dem zivilisatorischen Verfall steht die Sichtweise der menschlichen Identität gegenüber, die in der heutigen Meldung aus China zum Ausdruck kommt: Das Streben nach kontrollierter Kernfusion nähert sich einer entscheidenden Phase, mit laufenden Großaufträgen und seriösen Branchenführern, die nun einen Nettogewinn aus der Fusion und die Stromerzeugung bis etwa 2030 prognostizieren. Die Fusion, so betonen sie, sei nicht mehr nur ein physikalisches Experiment – sie werde zu einem Ingenieurprojekt mit industrieller Planung, realen Investitions-Horizonten und der Absicht, sie wirtschaftlich rentabel zu machen.

So sieht eine Gesellschaft aus, die sich an der Zukunft orientiert. Nicht an der Zukunft von Quartalsgewinnen, Social-Media-Hysterie oder geopolitischen Schauspielen – sondern an der Zukunft der menschlichen Zivilisation selbst. Eine Nation, die sich der Fusion verschrieben hat, ist eine Nation, die sich der Idee verschrieben hat, dass Fortschritt real ist, dass Entwicklung möglich ist und dass die Würde der Arbeit und der Entdeckung kein Slogan, sondern eine Mission ist.

Werden die Vereinigten Staaten und andere NATO-Staaten den moralischen und intellektuellen Mut zurückgewinnen, solche Missionen zu übernehmen? Um eine Welt aufzubauen, die nicht von Imperium und Manipulation geprägt ist, sondern von Zusammenarbeit in großen Projekten, die der Menschheit würdig sind?

Was wir aus dem Weißen Haus sehen, ist keine Führungsstärke. Es ist König Lear: ein ausgehöhlter autoritärer Mensch, der Loyalität verlangt, während das Königreich zerfällt, umgeben von Schmeichlern, anfällig für Wutanfälle und Fehleinschätzungen und der Spektakel mit Legitimität verwechselt.

Martin Luther King war das Gegenteil davon: kein Darsteller, der nach Applaus jagte, sondern ein Diener einer Mission, verwurzelt in den vergessenen Männern und Frauen, der Macht daran maß, die Geringsten zu erheben, und der sich absolut weigerte, sich mit „mitmachen, um mitzukommen“ aus der Affäre zu ziehen. Wie LaRouche es ausdrückte: „Als Führungskraft … muss man in sich selbst die Kraft finden, nicht zurückzuschrecken. Keine Kompromisse einzugehen.“

Wir brauchen den moralischen Mut, zu erkennen, dass das Leben ein Talent ist und dass die einzige Autorität, die es wert ist, ausgeübt zu werden, die ist, die mit der Verbesserung des Lebens anderer einhergeht.

Diese Autorität wird in dem Video demonstriert, das EIR von seinem Dringlichkeitsforum am 12. Januar veröffentlicht hat. Diese Autorität wird in der Wahlkampagne der unabhängigen Kandidatin Diane Sare demonstriert, die für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten kandidiert.

Werden wir uns dafür entscheiden, wirklich menschlich zu werden?


Bürger der Welt, vereinigt euch!

Die 137. Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 16. Januar war ein Aufruf zum Handeln, Teilnehmer des historischen Dringlichkeitsforums am 12. Januar1 führten einen intensiven Dialog über die nächsten Schritte.

Das Treffen begann mit einem aktuellen Überblick der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, die beklagte, daß in der gegenwärtigen Weltlage „Macht vor Recht geht und das Völkerrecht begraben ist“. Glücklicherweise habe die Regierung im Iran offenbar die unmittelbare Gefahr entschärfen können. Der ehemalige CIA-Chef Mike Pompeo und die Jerusalem Post hätten offen die Beteiligung von CIA und Mossad an den Demonstrationen gegen Irans Regierung zugegeben, aber mehrere Länder der Region hätten interveniert und die USA gedrängt, nicht militärisch anzugreifen.

Die Lage in Europa sei sehr angespannt, seit Trump erklärt hat, daß er Grönland besitzen will. Europäische Regierungen und Politiker warnten, eine US-Militäroperation in Grönland würde das Ende der NATO bedeuten. Der deutsche Bundesgerichtshof habe, ohne Namen zu nennen, entschieden, daß die Sabotage der Nord-Stream-Pipeline von einem ausländischen Staat und Geheimdienst durchgeführt wurde.

Zepp-LaRouche betonte die Bedeutung des Forums vom 12. Januar „Es ist schlimmer als Sie denken: die Auswirkungen des Angriffs auf Venezuela und wie man die Welt vor dem Abgrund retten kann“. Inzwischen gebe es den Entwurf einer „Erklärung vom 12. Januar”, der von den Teilnehmern des Forums geprüft wird und in Kürze in Umlauf gebracht werden soll. „Wir müssen von den Regierungen eine sofortige Rückkehr zum Völkerrecht fordern und eine internationale zivilgesellschaftliche Organisation aufbauen, die eingreifen kann, wenn Regierungen versagen.“

Frieden und Entwicklung

Donald Ramotar, ehemaliger Präsident von Guyana (2011-15), einer der Teilnehmer des Dringlichkeitsforums, äußerte sich zu dem Entwurf der Erklärung. Seiner Ansicht nach seien die wirtschaftlichen Vorschläge zwar wichtig, aber der Schwerpunkt müsse auf Frieden und der Abwendung der Gefahr eines Atomkrieges liegen. Zepp-LaRouche antwortete, das Schiller-Institut sei durch jahrzehntelange Aktivitäten zu der Überzeugung gelangt, daß man nur erfolgreich gegen Krieg mobilisieren kann, wenn man eine Alternative in Form wirtschaftlicher Entwicklung anbietet. US-Präsident Franklin Delano Roosevelt habe das Bretton-Woods-System als Motor für Entwicklung gedacht, um einen neuen Weltkrieg zu verhindern, aber nach seinem Tod seien diese Institutionen unterwandert worden. Ihr verstorbener Ehemann Lyndon LaRouche habe wichtige wirtschaftliche Vorschläge verfaßt, die den Geist der antikolonialen Bandung-Konferenz ergänzen sollten. Ramotar antwortete, er bestreite nicht, daß Frieden und Entwicklung Hand in Hand gehen, sein Kommentar sei eher taktischer Natur: Wir müssen die Menschen weltweit über das gesamte Spektrum dieser Ideen aufklären, aber wenn man sich an Regierungen wende, sei ein engerer Fokus manchmal effektiver.

Ein Aufruf zum Organisieren

María de los Angeles Huerta, ehemalige Kongreßabgeordnete aus Mexiko, hatte ebenfalls an dem EIR-Forum teilgenommen. Sie sagte, die Rückkehr zur Kanonenboot-Diplomatie signalisiere den Zusammenbruch des alten Paradigmas und ebenso das Potential für ein neues Paradigma, das von Souveränität und Interdependenz geprägt sein müsse. Der Vorschlag des Schiller-Instituts für die Weltlandbrücke2 sei ein Beispiel dafür, was getan werden kann.

Huerta sagte, wir sollten uns nicht nur darauf konzentrieren, was Staaten tun können, sondern auch darauf, was Menschen überall tun können, die sich international organisieren. Dazu sollte man Komitees einrichten, die die Medienkontrolle durchbrechen und Pläne wie die des Schiller-Instituts fördern können. Diese Komitees könnten als Kritiker und Whistleblower fungieren und eine alternative Darstellung schaffen, so daß wir von Zuschauern des Zusammenbruchs zu Erbauern der neuen Ordnung werden. Huerta schlug die Produktion eines Gründungsvideos und einer Internetseite mit einer interaktiven Karte der Komitees vor, die die Erklärung vom 12. Januar verabschieden und fördern können.

Dr. Beatriz Bissio, außerordentliche Professorin am Institut für Politikwissenschaft und im Postgraduiertenprogramm für Vergleichende Geschichte an der Bundesuniversität von Rio de Janeiro (UFRJ) in Brasilien, sagte: „Wir leben in einem Moment der Geschichte, in dem wir spüren können, daß große Veränderungen im Gange sind.“ Alle wüßten, daß die USA eine Hegemonialmacht im Niedergang sind, die sich aus wichtigen Rüstungskontrollabkommen zurückzieht und damit deutlich macht, daß sie bereit ist, ihre Ansichten mit Gewalt durchzusetzen. Sie stimmte Ramotar zu, es sei ein „mafiaähnlicher Staat“. Weil man sich nicht auf das Verhalten der Regierungen verlassen kann, müßten wir die Zivilgesellschaft organisieren, so wie es Huerta vorschlägt.

Zu Venezuela sagte Bissio, die amtierende Präsidentin Delcy Rodriguez reagiere intelligent – im Rahmen des Möglichen, wenn man sich einer Hegemonialmacht gegenüber sieht. Die Trump-Regierung wolle China aus der gesamten westlichen Hemisphäre vertreiben, aber fast alle Länder Lateinamerikas hätten äußerst wichtige Beziehungen zu China, im Handel wie auch beim Bau von Infrastruktur. Es sei nichts Neues, wenn die Trump-Regierung rote Linien überschreitet, sondern die Fortsetzung einer langfristigen Politik.

Die politische Linke habe nicht mehr so viel Einfluß wie zur Blütezeit der Befreiungsbewegungen; der Sozialismus müsse seine Attraktivität als Alternative zum Kapitalismus neu gewinnen. Die Ideen der IPC könnten dazu beitragen, die Fragmentierung progressiver Bewegungen zu überwinden. Bissio arbeitet mit verschiedenen links-progressiven Koalitionen zusammen, darunter die Organisation „Bandung Spirit“, die sich für die Ideen Sukarnos einsetzt, u.a. auch seine Forderung nach einer Reform der Vereinten Nationen. Bissio schlug vor, den Sitz der UNO in ein Land zu verlegen, das „nicht vom Kalten Krieg kontaminiert ist“, vielleicht in Afrika.

Die Moderatorin Anastasia Battle unterstützte ihre Ideen und schlug vor, daß die IPC eine Zusammenarbeit mit den von ihr vertretenen Organisationen aufnimmt und weitere Organisationen sucht, mit denen man kooperieren kann. Bissio begrüßte die „glückliche Übereinstimmung“ zwischen den Zielen ihrer Organisationen und denen der IPC. Wir sollten zusammenarbeiten, um den Anforderungen dieses historischen Moments gerecht zu werden.

Zurück zum Thema Wirtschaft

Der Co-Moderator Dennis Small schaltete sich ein und sagte: „Die Frage der Wirtschaft wird für uns von der Realität selbst entschieden… Eine der verheerendsten Waffen, die bereits eingesetzt wird, ist der Finanzkrieg.” Die Sanktionen gegen den Iran und gegen Venezuela hätten ein Umfeld der Instabilität in diesen Ländern geschaffen. In Argentinien sei Milei nur wegen des totalen Finanzkriegs des IWF und anderer Stellen Präsident geworden, faktisch sei es ein Staatsstreich gewesen. Für den brasilianischen Präsidenten Lula sei das größte Problem die brasilianische Zentralbank, die von der Wall Street und der Londoner City gelenkt wird, sehr hohe Zinsen verlangt und keine Kredite für Entwicklungsprojekte vergibt. Brasilien sei das wichtigste Angriffsziel der Oligarchen in der Region.

Bissio stimmte voll und ganz zu, insbesondere in Bezug auf die Frage der brasilianischen Zentralbank. Eine der Methoden der Imperialisten bestehe darin, daß die Medien systematisch Lulas Initiativen angreifen und dabei angebliche „Wirtschaftsexperten“ vorschicken, um nicht als Agenten der Oligarchie entlarvt zu werden.

Diskussion

Ein Teilnehmer hatte einen humorvollen Vorschlag: einen Roman, in dem die USA von einem Verrückten, Großbritannien von einem Zombie und Deutschland von einem Werwolf regiert werden, der sich bei Vollmond verwandelt. Das könne ein Bestseller werden. IPC-Vertreter hielten das für eine sehr gute Idee, die man einigen Autoren zur Prüfung vorlegen werde.

Ein regelmäßiger Teilnehmer schickte eine Frage dazu, ob Peru wegen der Bedeutung seines Hafens Chancay für den Handel mit China angegriffen werden könnte. Bissio merkte dazu an, das überraschende Veto Brasiliens gegen einen Beitritt Venezuelas zu den BRICS sei als Folge der innenpolitischen Konflikte in Brasilien zu verstehen. Dieser Fehler sei teilweise durch eine Erklärung korrigiert worden, in der die Entführung Maduros verurteilt wird. Small sagte, die Taktik der Briten sei „Teile und herrsche“, wir müssen mit Cusanus‘ „Zusammenfall der Gegensätze“ antworten. Peru müsse sich vor Sabotageakten in NordStream-Manier gegen den Hafen von Chancay in Acht nehmen. Brasilien und Peru müssen zusammenarbeiten, auch wenn sie unterschiedliche politische Ideologien haben.

Huerta und Zepp-LaRouche forderten beide, umgehend eine neue Internetseite einzurichten und die vorgeschlagenen Komitees zu aktivieren. Ramotar stimmte zu und ergänzte, wegen der strategischen Bedeutung der USA sollten wir dort den Präsidentschaftswahlkampf von Diane Sare unterstützen und fördern. Der Wahlsieg Mamdanis in New York zeige, was möglich ist.

Abschließend beschlossen Zepp-LaRouche und die anderen IPC-Teilnehmer, einen Aufruf zur Meldung von Freiwilligen zu starten, verschiedene Ausschüsse zu gründen und eine zentrale Website für die Aktivitäten einzurichten.

Anmerkungen

1. https://www.youtube.com/live/nj1xmBNdrIs?si=SVuGEW7WBHxGt6qm

2. https://schillerinstitute.com/our-campaign/build-the-world-land-bridge/

Den ausführlichen deutschen Sonderbericht zur Weltlandbrücke können Sie hier erhalten: https://www.eir.de/produkt/die-neue-seidenstrasse-wird-zur-weltlandbruecke-pdf/


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