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Die „eine Menschheit“ verteidigen!

Die „eine Menschheit“ verteidigen!

Bericht vom 147. Treffen der Internationalen Friedenskoalition

Die 147. wöchentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 27. März begann mit einem Überblick über die Weltlage von Helga Zepp-LaRouche, der Gründerin des Schiller-Instituts und Mitinitiatorin der IPC. „Die Lage ist nach wie vor äußerst angespannt“, betonte sie, US-Präsident Trump habe sein Ultimatum an den Iran schon zum zweiten Mal verschoben. Nachdem er zweimal Verhandlungen als Vorwand benutzte, um einen Angriff vorzubereiten, sei das Vertrauen in seine Ankündigungen gering. Bald würden bis zu 70.000 US-Soldaten in der Region stationiert, was auf eine mögliche Bodeninvasion und massive Eskalation des Konflikts hindeute. Die Strategie des „Enthauptungsschlags“ sei gescheitert, die iranische Regierung habe weiterhin alles unter Kontrolle. Und Länder auf der ganzen Welt seien von den explodierenden Ölpreisen betroffen, weil die Straße von Hormus weiterhin blockiert ist.

Botschafter Abolfazl Pasandideh, der die Islamische Republik Iran in Mexiko vertritt, habe kürzlich in einem Vortrag vor dem IPC vorgeschlagen, auf die Idee eines Dialogs der Zivilisationen zurückzukommen. Dies stand im Gegensatz zu Samuel Huntingtons „Kampf der Kulturen“, in dem der Islam als neues Feindbild vorgeschlagen wurde, das den Kommunismus ersetzen sollte.

Der vom Schiller-Institut vorgeschlagene „Oasenplan“ sei eine Lösung zum Wohle vieler Nationen, die in den letzten 25 Jahren durch neokonservative Kriege und Operationen verheert wurden, nicht nur Israel und Palästina, sondern in der ganzen Region von Afghanistan im Osten bis Afrika im Westen. Zepp-LaRouche sagte, so könne diese Region wieder zum Knotenpunkt zwischen drei Kontinenten werden.

Präsident Trump sei „mit einem völligen Zusammenbruch der Unterstützung innerhalb der Vereinigten Staaten konfrontiert“. Was die Regierung der Öffentlichkeit über den Grund dieses Krieges erzählt und was sie Kongreßabgeordneten in geheimen Briefings mitteilt, seien zwei völlig verschiedene Dinge. Spaniens Ministerpräsident Sanchez sei ein leuchtendes Beispiel für einen europäischen Staatsmann, der den Mut hat, sich diesem Krieg zu widersetzen.

Als nächster sprach ein bekannter US-Veteran, Command Chief Master Sergeant Dennis Fritz vom Eisenhower Network. Er betonte, wir hörten oft, daß dieser Krieg mit der Iranischen Revolution 1979 begonnen habe, aber in Wirklichkeit habe er bereits 1953 mit dem Putsch gegen Ministerpräsident Mossadegh angefangen. Die USA hätten im Irak-Iran-Krieg den Irak unterstützt, und USA und Israel seien die größten Förderer des Terrorismus weltweit. Sie hätten den Iran mitten in Verhandlungen angegriffen, und das sogar zweimal. Natürlich habe der Iran das Recht, sich zu verteidigen. Er werde niemals auf ballistische Raketen verzichten, weil sie die Grundlage für seine nationale Sicherheit sind. Der Iran habe die US-Regierung vorher gewarnt, daß er die Straße von Hormus sperren würde, falls er angegriffen wird.

Fritz stellte dann den nächsten Redner vor, den Veteranen Brian McGinnis: „Man hat ihm seinen Dienst gedankt, indem man ihm den Arm gebrochen hat.“ Brian McGinnis ist pensionierter Soldat des US-Marinekorps und Kandidat der Grünen aus Nord-Carolina für den US-Senat. Die Kongreßpolizei und der US-Senator Tim Sheehy haben ihm den Arm gebrochen, als in einer Anhörung gegen den Krieg protestierte und sie ihn gewaltsam aus dem Saal drängen wollten. Er sagte, es sei ihm eine Ehre, von Dennis Fritz vorgestellt zu werden. McGinnis sagte, Geldwäsche sei ein fester Bestandteil aller Kriege der letzten 25 Jahre. Er forderte nachdrücklich, das Projekt „Groß-Israel“ weiter aufzudecken. „Unsere Regierung führt uns in eine Richtung, die unsere moralische Überlegenheit opfert“, schloß er.

Zepp-LaRouche sprach Fritz und McGinnis ihre „tiefe, von Herzen kommende Dankbarkeit“ aus.

Co-Moderator Dennis Speed berichtete, daß etliche andere aus dem Militär, die für ein Amt kandidieren, es ausdrücklich ablehnen, mit dieser kriminellen Politik in Verbindung gebracht zu werden. „Das könnte der schnellste Weg sein, ein SOS an den Rest der Welt zu senden.“

Die Moderatorin Anastasia Battle zitierte den Whistleblower Anthony Aguilar, die Mädchenschule im Iran sei absichtlich zum Ziel eines Raketenangriffs gemacht worden, um die Moral ihrer Eltern zu untergraben, von denen viele Regierungsbeamte sind. Fritz ergänzte, das US-Militär ahme die Methoden der israelischen Streitkräfte nach, und „unser Verteidigungsminister ermutigt unsere Truppen, gegen die grundlegenden Regeln des Krieges zu verstoßen“. Damit müßten diese Soldaten für immer weiterleben, mit Gewissensbissen und Posttraumatischer Belastungsstörung.

Paul Gallagher, Redakteur des Executive Intelligence Review (EIR), berichtete in einer Videobotschaft über seine Recherchen zur Forderung der Trump-Regierung nach zusätzlichen 200-250 Milliarden Dollar für den Krieg. Damit werde versucht, die schrumpfende Produktivität der US-Industrie durch einen riesigen Schmiergeldfonds für die Rüstungsproduktion auszugleichen. Der Plan komme von 30 Investmentbankern mit Jahresgehältern von 300.000 bis 500.000 Dollar. Amerika habe nun einen „Militärisch-Industriell-Finanziellen Komplex“. Das habe nur wenig mit dem Irankrieg an sich zu tun, sondern ziele darauf ab, neue „KI-Tötungsunternehmen“ zu schaffen, um letztendlich gegen China zu kämpfen.

Eduardo Gabriel Fernández ist Absolvent des Fortgeschrittenenkurses für Nationale Verteidigung und Mitglied des „Observatoriums General Jorge Edgar Leal für argentinische Souveränität“. Er berichtete, daß die Regierung Milei in Argentinien die Politik der Militärdiktatur aus der Zeit von 1976-83 wiederbelebt, und daß die Bevölkerung dagegen auf den Straßen protestiert. Er hat Zepp-LaRouches Offenen Brief an Papst Leo XIV. unter den argentinischen Bischöfen verbreitet, und einer von ihnen habe sich bereit erklärt, ihn der Bischofskonferenz vorzulegen.

Tim Rush berichtete über die Organisationsarbeit von Bürgeraktivisten, die 390 Büros im US-Kongreß besucht haben. Die Kongreßabgeordneten seien darauf konditioniert, Themen nach dem simplen Prinzip „entweder dafür oder dagegen“ zu diskutieren, und seien nicht vorbereitet auf den Ansatz der IPC für Lösungen, die die Diskussion auf eine höhere Ebene heben.

Diskussion

Zepp-LaRouche äußerte die Hoffnung, daß unser Appell an die menschliche Seele stärker ist als die Kriegsmaschinerie. „Ich glaube, daß die wahre Natur des Menschen schön und positiv ist.“ Sie erinnerte daran, daß ein Atomkrieg nicht nur die heute lebenden Generationen vernichten würde, sondern auch alle wissenschaftlichen und kulturellen Errungenschaften aller vorangegangenen Generationen.

Fritz stimmte ihr zu, es sei Chinas wirtschaftlicher Erfolg – der auf der erfolgreichen Anwendung des Amerikanischen Systems von Alexander Hamilton beruht -, der das Land in den Augen der gegenwärtigen politischen Führung der USA zum Gegner gemacht hat.

Zepp-LaRouche betonte weiter, Nikolaus von Kues sei sich der Tatsache bewußt gewesen, daß er eine einzigartige, beispiellose Denkweise gefunden hatte: daß Menschen, die nach dem Bild des Schöpfers geschaffen sind, Konflikte lösen können, indem sie auf eine höhere Ebene der Vernunft aufsteigen als die Ebene, die den Konflikt hervorgebracht hat. Darauf habe auch Papst Leo XIV. hingewiesen. Sie stellte dem die „Epstein-Klasse“ gegenüber: Menschen, die glauben, daß ihrer Macht keine Grenzen gesetzt sind, und deren Begierden immer perverser werden. Das seien keine glücklichen Menschen, weil sie ihre Seele verloren haben.

McGinnis lobte die „fesselnde“ Idee, daß die USA im Nahen Osten statt einer Politik der Zerstörung eine Politik der regionalen Entwicklung wie dem „Oasenplan“ betreiben, um „die Wüste grün zu machen“.

Fritz verurteilte das „Projekt für ein neues amerikanisches Jahrhundert“ (PNAC), das schon vor längerer Zeit die Kriege gegen den Irak und den Iran forderte. Er lobte Aktivisten wie José Vega und Medea Benjamin, die für ihre öffentlichen Interventionen berühmt sind. Sie hätten den US-Senator Cory Booker dermaßen in die Schranken gewiesen, daß er kein Geld mehr von der zionistischen Lobbygruppe AIPAC annimmt.

Zepp-LaRouche schloß mit den Worten: „Das Thema der ‚einen Menschheit‘ muß unsere Losung  in diesem Kampf sein.“ Donald Trump habe – soweit man ihm glauben kann – in seinem jüngsten Ultimatum den 6. April als neue Frist für die Kapitulation des Iran angekündigt, und deshalb habe sie das als Datum für die nächste große Online-Konferenz gewählt. Alle Teilnehmer sollten mithelfen, daß die weltweite Beteiligung daran so groß wie möglich wird.

        eir

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