Am Rande eines umfassenden regionalen Krieges in Südwestasien
172. Treffen der Internationalen Friedenskoalition
Am Rande eines umfassenden regionalen Krieges in Südwestasien
Freitag, 18. September 2026, 17.00 Uhr
Bitte verbreiten Sie die Einladung in Ihrem Freundes,- Bekannten und Kollegenkreis.
Schließen Sie sich an diesem Freitag um 17:00 Uhr der Internationalen Friedenskoalition an.Diese Woche werden wir von Omer Bartov, Professor für Holocaust- und Genozidforschung an der Brown University, und Harley Schlanger, Präsident der LaRouche-Organisation sowie weiteren Rednern, begleitet.
Bitte senden Sie uns so schnell wie möglich Berichte und Initiativen für die Tagesordnung zu.
Mit der überraschenden Übernahme der Kontrolle über die Meerenge von Bab al-Mandeb – die den Durchgang vom Indischen Ozean ins Rote Meer und von dort zum Suezkanal kontrolliert – durch die Huthis vom 10. bis 13. September wurde ein weiterer großer Teil des globalen Seeverkehrs beeinträchtigt, wenn nicht sogar gänzlich zum Erliegen gebracht. In den Hauptstädten weltweit herrscht hektisches Treiben, wie man mit der neuen Krisensituation umgehen soll.
Bab al-Mandeb ist einer der verkehrsreichsten maritimen Meerengen der Welt: Fast 9 % des gesamten weltweiten Seehandels werden hier abgewickelt, darunter 20 % sowohl der PKWs als auch der Container sowie etwa 15 % des Rohöls und der raffinierten Ölprodukte. Rechnet man dazu noch die Auswirkungen der Sperrung der Straße von Hormus sowie den fast vollständigen Stillstand der russischen und ukrainischen Getreide- und Düngemittelexporte durch das umkämpfte Schwarze Meer hinzu, zeichnet sich allmählich das Ausmaß eines gewaltigen Zusammenbruchs in der realen Weltwirtschaft ab.
Die Kriegsbefürworter in Washington, London und Tel Aviv sind sofort in Aktion getreten. Das US-Centcom bestätigte, dass Admiral Brad Cooper in Deutschland hinter verschlossenen Türen eine dringende Sitzung mit den Stabschefs Israels, Saudi-Arabiens, Ägyptens und zahlreicher Golfstaaten einberufen hat, um militärische Schritte zur Wiederöffnung von Bab al-Mandeb zu erörtern, darunter israelische „Hilfsangebote“ an Saudi-Arabien gegen den Iran – einem wichtigen Verbündeten der Huthis. Auch der britische Premierminister Andy Burnham erwägt, sich mit militärischer „Hilfe“ in den Konflikt einzuschalten.
Dies ist ein Rezept für einen allgemeinen Krieg in ganz Südwestasien – an der südwestlichen Flanke Russlands – in einem strategischen Kontext, in dem die Vereinigten Staaten gerade angekündigt haben, dass sie ein Wettrüsten im Weltraum begonnen haben, während sie gleichzeitig eine Änderung ihrer Nukleardoktrin einführen, um den Einsatz taktischer Atomwaffen für einen angeblich „begrenzten“ Atomkrieg zu fördern – ein Widerspruch in sich, wenn es je einen gab.
Doch auch eine Alternative zur wachsenden Wahrscheinlichkeit eines Atomkriegs rückt allmählich in den Fokus. Der BRICS-Gipfel vom 12. bis 13. September konnte sich mehr als behaupten gegen die Bemühungen Londons und Washingtons, diese Gruppe zu spalten, die die Hälfte der Weltbevölkerung repräsentiert – ebenso wie der SCO-Gipfel zwei Wochen zuvor. Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, fanden ernsthafte Gespräche statt „über die Schaffung alternativer Zahlungsplattformen, Abwicklungs- und Verwahrungsmechanismen, eines Rückversicherungsmechanismus, einer Investitionsplattform und einer Getreidebörse“.
Für September ist noch mehr geplant, darunter das entscheidende Treffen zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus am 24. September, bei dem Präsident Xi den USA weiterhin die Möglichkeit anbieten will, bei Infrastruktur- und anderen Großprojekten im Globalen Süden zusammenzuarbeiten, was für alle Beteiligten von Vorteil wäre. In Vorbereitung auf diese Reise traf sich der chinesische Außenminister Wang Yi mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Aragtschi und erklärte ihm, Peking sei „bereit, den Dialog und die Zusammenarbeit mit dem Iran zu verstärken und die legitimen Rechte und Interessen des Iran zu wahren“. Dies ist eine der Botschaften, die Xi voraussichtlich persönlich an Trump übermitteln wird, wenn sie sich treffen – und dies vor dem Hintergrund der amerikanischen Drohungen und Forderungen, dass alle Nationen ihre wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran abbrechen sollen, wie es die „Operation Economic Outcast“ des US-Finanzministeriums vorschreibt. Xi wird Trump zudem Optionen für eine friedliche Lösung der gesamten Krise in Südwestasien sowie der Ukraine-Krise unterbreiten.
Wang Yi traf sich am 16. September außerdem mit Celso Amorim, dem Sonderberater des brasilianischen Präsidenten Lula, zu entsprechenden Gesprächen. Brasilien ist ebenso wie Russland, Indien, China und Südafrika Gründungsmitglied der BRICS. Auf seinem Weg nach China machte Amorim auch in Neu-Delhi, der Hauptstadt des Gastgeberlandes des jüngsten BRICS-Gipfels, Station, um strategische Gespräche mit der Regierung Modi zu führen.
Wenn die Vollversammlung der Vereinten Nationen am 22. September ihre jährliche hochrangige Generaldebatte eröffnet, wird – wie es Tradition ist – die Eröffnungsrede vom brasilianischen Präsidenten Lula gehalten. Nützliche Alternativen zu einem herannahenden globalen Krieg – Optionen, die auf dem Konzept beruhen, dass Entwicklung der neue Name für Frieden ist – könnten zu diesem Zeitpunkt und in den darauf folgenden Beratungen durchaus auf die weltpolitische Agenda gesetzt werden.



