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Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Sachsen-Anhalts Wahlergebnis erschüttert die Welt

Live-Dialog mit Helga Zepp-LaRouche: Sachsen-Anhalts Wahlergebnis erschüttert die Welt

Mittwoch, 9. September 2026, 18.30 Uhr

Schließen Sie sich Helga Zepp-LaRouche in ihrem Live-Dialog an und diskutieren Sie die Themen und Lösungen, die die Welt und die Menschen bewegen. Senden Sie Ihre Fragen, Kommentare und Berichte an fragen@bueso.de oder stellen Sie diese im nächsten Live-Stream.

„Wirklich aufregend! Ein politisches Erdbeben“ – so lauteten heute unter anderem die Worte von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Vorsitzende des Schiller-Instituts, als sie über die „vernichtende Niederlage“ des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September sprach, bei denen die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) 43,8 % erreichte und damit alle anderen Parteien weit in den Schatten stellte. Die Stimmen für die CDU hatten sich im Vergleich zur letzten Wahl auf 17,2 % mehr als halbiert. Die SPD konnte mit 9,3 % ihr voriges Ergebnis geradeso halten. Die Linke sank auf 8,6 %. Das BSW (Bündnis Sarah Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit) erreichte 5,3 % (genug für den Einzug ins Parlament).

Damit wurde nicht nur Merz’ Politik in Deutschland, sondern auch diejenige der „großen Drei“ in Europa zusammen mit Merz abgelehnt – gemeint sind Frankreich unter dem von einer Minderheit getragenen Präsidenten Emmanuel Macron und Großbritannien unter Andy Burnham, dem jüngsten einer langen Reihe von nur kurze Zeit amtierenden Premierministern. Diese Politiker haben sich als „Koalition der Willigen“ zusammengetan, um die Ukraine als Stellvertreter gegen Russland weiter zu finanzieren und zu versorgen, während sie ihre eigenen Volkswirtschaften und ganz Europa durch eine wahnwitzige Rüstungsspirale und andere destruktive Maßnahmen untergraben.

Die AfD und das BSW vertreten klar die politische Haltung, den Krieg um die Ukraine zu beenden und stattdessen diplomatische sowie wirtschaftliche Beziehungen zu Russland und anderen Ländern aufzunehmen. Sie fordern die Wiederherstellung der Nord-Stream-Gaspipelines und anderer wirtschaftlicher Grundlagen. In allen anderen Punkten unterscheiden sich ihre Programme z. T. erheblich in Bezug auf Grundsätze und Weisheit, man kann es als „durchwachsene Bilanz“ bezeichnen. Doch angesichts einer Wahlbeteiligung von über 77 % der Wahlberechtigten ist das Mandat der ostdeutschen Landtagswahl vom 6. September eindeutig. Ihre Stimme geht in Richtung eines neuen Systems der Außen- und Wirtschaftsbeziehungen – vorausgesetzt, es gibt politische Maßnahmen, die dazu beitragen, die Perspektiven der Menschen zu verbessern, sie auf eine höhere Ebene des Wissens und der Vernunft zu heben und so ein neues System herbeizuführen. Dies ist der Aufruf zum Handeln an die Menschen überall, diese Mission anzunehmen.

Entweder wir beenden die Kriege und schaffen ein neues Wirtschafts- und Sicherheitssystem in der Welt, bei dem Entwicklung die Grundlage für Frieden bildet, oder wir begeben uns auf den kurzen Weg in den Dritten Weltkrieg – und das bedeutet nukleare Vernichtung. Das Votum in Sachsen-Anhalt gegen Merz ist Ausdruck eines Wandels und zugleich eine Chance dafür.

Die aktuellen Konfliktgebiete sind Orte des Grauens. Was den Gazastreifen betrifft, so gab es letzte Woche einen Aufruf zweier Kabinettsminister des israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu zur Beseitigung der Bevölkerung des Gazastreifens durch „freiwillige Auswanderung“ – ein höflicher Euphemismus für die Wahl zwischen Vernichtung oder Verlassen des Gazastreifens. Am 6. September gaben acht muslimische Staaten im Namen ihrer Außenminister eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie dies verurteilten: „Wir Minister bekräftigen unsere unmissverständliche Ablehnung und Verurteilung jeglicher Versuche oder Pläne, die darauf abzielen, das palästinensische Volk zu vertreiben …“

Das sporadische Hin und Her von Angriffen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, seit die USA am 30. August ihre Offensive wieder aufgenommen haben, hält an. Unterdessen greift Israel weiterhin den Libanon an und terrorisiert das Westjordanland. Die unmittelbaren Schäden und das Leid sind groß, und die internationalen wirtschaftlichen Auswirkungen sind aufgrund eines Schocks nach dem anderen verheerend.

Doch US-Präsident Trump setzt seine „Operation Economic Outcast“ gegen den Iran fort, mit der er der Welt vorschreiben will, dass alle Nationen jegliche Beziehungen zum Iran abbrechen. Er ignoriert, dass ihm niemand Beachtung schenkt, außer den Vereinigten Arabischen Emiraten und, wie er behauptet, der EU.

Am 4. September kündigte US-Finanzminister Scott Bessent ein neues Ziel für US-Sanktionen an: die Golden Global Bank in Istanbul, der vorgeworfen wird, chinesische Handelszahlungen an den Iran abzuwickeln. Bessent wiederholte seine mahnende Warnung an die Welt, die er letzte Woche in North Carolina ausgesprochen hatte, gegen Geschäfte mit dem Iran: „Wir wissen, wer ihr seid, ihr wisst, wer ihr seid, wir werden kommen und euch holen.“

Der Schaden, den Washington und Israel durch die Störung der Weltwirtschaft anrichten, zeigt sich Stunde für Stunde in der US-Wirtschaft selbst. So hat beispielsweise das neue Schuljahr gerade begonnen, und überall sind die lokalen Schulbezirke mit der Tatsache konfrontiert, dass der Diesel für Schulbusse in diesem Monat 45 % mehr kostet als vor einem Jahr – und das für die 490.000 Schulbusse im Land. US-Landwirte zahlten während der Aussaatzeit Anfang dieses Jahres schätzungsweise 1,5 Milliarden Dollar mehr für Diesel und werden nun für die Ernte mindestens ebenso viel zusätzlich zahlen, verglichen mit den Erntekosten zur gleichen Zeit im Vorjahr. So kann es nicht weitergehen.

Wir sind zutiefst dankbar für die Anleitung, wie wir aus diesem epischen Katastrophenprozess herauskommen können, die uns der Ökonom, Philosoph und Staatsmann Lyndon LaRouche gegeben hat, dessen Geburtstag sich am 8. September zum 104. Mal jährt. Er lieferte das Verständnis, die Methode, die Programme – und, wie er oft sagte, den „Spaß“ –, um für das Gute zu kämpfen. An seinem Geburtstag wird eine Mitstreiterin von LaRouche, Diane Sare, die für das US-Präsidentenamt kandidiert und sich derzeit für Sofortmaßnahmen einsetzt, in der in Utah ansässigen Radioshow von Jack Stockwell interviewt – in eben jener Sendung, in der Lyndon LaRouche vor 25 Jahren live interviewt wurde, während gleichzeitig die Anschläge vom 11. September auf die Twin Towers, das Pentagon und in Pennsylvania stattfanden. Das Wochenmagazin EIR wird diese Woche das vollständige Transkript des damaligen LaRouche-Stockwell-Interviews abdrucken und damit LaRouches tiefgreifende Einsichten darüber vermitteln, womit wir damals und heute konfrontiert sind.

Wie es der Zufall will hielt Lyndon LaRouche zehn Tage vor diesem Interview im Jahr 2001 eine Rede zum Labor Day („Ihr habt nichts so sehr zu fürchten wie die Verleugnung selbst“). Seine Botschaft, die er am Ende einer umfassenden Bestandsaufnahme der Weltlage verkündete, endete mit dem folgenden Aufruf zum Handeln, der auch am heutigen US-Labor-Day ebenso bewegend ist:

„Und deshalb kommt es, wie jetzt, zu dem Punkt, dass manchmal eine Führungsverantwortung auf uns fällt. Das passiert uns allen, auf die eine oder andere Weise, oder zumindest vielen von uns. Jeder Arzt wird damit konfrontiert, denn jeder Kranke ist ein anderer Mensch mit einer anderen Krankheit, ganz gleich, wie die Diagnose lautet. Und der Arzt muss sich der Verantwortung stellen, dieses Problem zu bewältigen. Ein großartiger Lehrer, der eine Klasse von Schülern unterrichtet, steht vor derselben Herausforderung, nämlich diese jungen Köpfe zu retten; einer Verantwortung, sie unter den heutigen Bedingungen zu retten. Es ist eine große, gewaltige Verantwortung.

Für einige von uns stellt sich diese einzigartige Verantwortung auf andere Weise dar – für jeden auf seine eigene Art. Aber eines haben wir alle gemeinsam: Wenn das Schicksal dir eine Berufung gegeben hat und du eine Mission hast, insbesondere wenn du der Einzige bist, der eine Schlüsselrolle bei der Verwirklichung dieser Mission spielt, dann solltest du sie besser annehmen und erfüllen.“

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