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Pressemitteilung des Schiller-Instituts und der Internationalen Friedenskoalition

Pressemitteilung des Schiller-Instituts und der Internationalen Friedenskoalition

Es folgt eine Pressemitteilung des Schiller-Instituts und der Internationalen Friedenskoalition.

Schreiben an Erzbischof John Wester, in dem Papst Leo XIV. aufgefordert wird, eine Friedenskonferenz einzuberufen, um die Atomkriegsgefahr zu beenden – unterzeichnet von namhaften Friedensorganisationen und Aktivisten

Am Freitag, dem 31. Juli, gab Jack Gilroy, ein langjähriger Friedensaktivist beim Pax-Christi-Rat des Staates New York, bei „Veterans for Peace“, „Ban Killer Drones“ sowie der Internationalen Friedenskoalition des Schiller-Instituts, bekannt, er habe in Zusammenarbeit mit anderen führenden Friedensaktivisten einen Brief an den katholischen Erzbischof John Wester verfasst, den stärksten Verfechter des Verbots von Atomwaffen aller US-Erzbistümer. (In Westers Diözese in Santa Fe, New Mexico, liegt auch die Atomforschungsanlage Los Alamos.) In dem Brief wird der Erzbischof dringend aufgefordert, Papst Leo XIV. zu ersuchen, eine internationale Friedens-Sonderkonferenz mit den Präsidenten Putin, Xi und Trump einzuberufen, um die derzeitigen Kriege zu beenden, die Stationierung von Atomwaffen bis an die russische Grenze zu stoppen und Atomwaffen zu verbieten, da wir vor der größten Gefahr eines Atomkriegs seit der Kubakrise stehen. Über 130 prominente Friedensaktivisten und mehrere führende Friedensorganisationen haben den Brief bereits unterzeichnet.

Gilroy erklärte auf der Konferenz, dass bei der Mobilisierung für die in diesem Brief geforderte diplomatische Initiative „vor allem Pax Christi und die Internationale Friedenskoalition in den vergangenen drei Wochen zusammengearbeitet haben, um das zu verwirklichen, wofür die Internationale Friedenskoalition steht: den Versuch, Krieg – insbesondere einen Atomkrieg – zu verhindern und wirtschaftliche Entwicklung als Alternative, als Antwort auf die ständige militärische Aufrüstung zu nutzen.“

„All das ist möglich“, erklärte Gilroy, „aber wir haben gefragt: ‚Wo finden wir die Antwort?‘ Und wir blicken auf die Geschichte zurück und sind der Meinung, dass Diplomatie funktionieren kann, ja sogar funktioniert. Doch Diplomatie in Gang zu bringen, ist … äußerst schwierig.“

Bei der Schilderung der diplomatischen Geschichte zur Verhinderung eines Atomkriegs führte Gilroy das berühmte Beispiel von Papst Johannes XXIII. während der Kubakrise von 1962 an, der in dem Brief ausführlich beschrieben wird. Ein Trio besorgter Bürger – der US-Journalist Norman Cousins, ein einflussreicher sowjetischer Bürger und der belgische Mönch Pater Felix Morlion – hatte damals gerade zufällig über die Notwendigkeit der nuklearen Abrüstung diskutiert, als Präsident Kennedy im nationalen Fernsehen eine Blockade Kubas ankündigte, nachdem dort sowjetische Raketen entdeckt worden waren. Mit Zustimmung von Kennedy und Chruschtschow wandte sich Morlion an den Papst, dessen Berater er war, und drängte ihn, zur Entschärfung der Krise beizutragen, die auf den Dritten Weltkrieg zuzusteuern drohte.

Der Papst willigte ein und verkündete eine sehr bewegende Botschaft für den Frieden. Darin hieß es unter anderem: „Die Hand aufs Herz für das Gewissen gelegt, möge jeder den verzweifelten Schrei hören, der aus allen Teilen der Erde zum Himmel emporsteigt: Frieden, Frieden! Wir erneuern diesen feierlichen Appell heute.“ Dieser ergreifende Ruf nach Frieden hatte eine enorme Wirkung sowohl auf Kennedy, den ersten katholischen Präsidenten, als auch auf Chruschtschow, der dafür sorgte, dass er vollständig auf der Titelseite der Prawda abgedruckt wurde. Chruschtschow bezeichnete die Rede als „den ersten Strahl echten Lichts“ während der Krise. Cousins fungierte daraufhin bis zum Tod des Papstes am 3. Juni 1963 als Verbindungsmann zwischen Kennedy, Chruschtschow und dem Papst. Sieben Tage später hielt Kennedy seine Abschlussrede an der American University, die den kraftvollsten und visionärsten Aufruf zum Frieden darstellte, den ein US-Präsident im 20. Jahrhundert jemals ausgesprochen hatte. Cousins hatte den ersten Entwurf dieser Rede verfasst, und Kennedy weigerte sich, den Geheimdiensten des Pentagons oder dem Außenministerium dabei ein Mitspracherecht einzuräumen.

Wie Jack Gilroy in seinem Brief an Erzbischof Wester feststellt: „Vor diesem Hintergrund dachten wir, es wäre vielleicht an der Zeit, dass heute etwas ähnliches geschieht.“ Papst Leo XIV., so merkte er an, habe bereits anlässlich des 80. Jahrestags der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki etwas in dieser Richtung vorgeschlagen, als er darum betete, dass die Bombenabwürfe ‘als Aufruf an die internationale Gemeinschaft dienen mögen, ihr Engagement für die Verfolgung eines dauerhaften Friedens für unsere gesamte Menschheitsfamilie zu erneuern – eines Friedens, der unbewaffnet ist und zur Abrüstung führt’. „Vielleicht könnte der Vatikan oder ein anderer neutraler Ort wie Wien oder Genf als Veranstaltungsort dienen.“

Gilroy schließt den Brief mit folgendem Appell an Erzbischof Wester: „Können Sie dabei helfen, diese Empfehlung an Papst Leo weiterzuleiten? Wir glauben, Sie als starker und hochangesehener Verfechter der Abschaffung von Atomwaffen wären der ideale Diplomat, um Papst Leo zu ermutigen, Putin, Trump und Xi Jinping an einen Tisch zu bringen, um ein Ende der Atomwaffen zu planen und einen neuen Weg der wirtschaftlichen Umstellung von einer Kriegswirtschaft hin zu wirtschaftlicher Entwicklung für alle Menschen überall zu ebnen. Ihre Fürsprache und Papst Leos starke Führungsrolle könnten uns aus dem reinen Wahnsinn, den wir derzeit erleben, herausführen.“

Jack Gilroy erklärte in seinem Vortrag auf der Konferenz am 31. Juli, dass einer der Unterzeichner des Briefes, Peter Kuznick, Professor für Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute an der American University in Washington, D.C., am 25. Juli Hauptredner auf einer Friedenskonferenz in Nagasaki war, wo Kuznick vor zahlreichen japanischen Amtsträgern die Bedeutung einer breiten internationalen Verbreitung dieses Briefes hervorhob. Mehrere japanische Persönlichkeiten haben den Brief bereits unterzeichnet. Kuznick hat diesen Appell an den Papst zudem kürzlich in einem Webinar von Consortium News mit dem Titel „Wie nah sind wir einem Atomkrieg?“ vorgestellt, gemeinsam mit dem Mitunterzeichner Ray McGovern, einem ehemaligen CIA-Analysten und Mitbegründer der „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“ (VIPS); moderiert wurde die Veranstaltung von Joe Lauria, Chefredakteur von Consortium News.

Während wir uns auf die sprichwörtlichen „Guns of August“ zubewegen, macht Gilroys Brief deutlich, dass „wir uns einem Atomkrieg so stark nähern wie damals während der Kubakrise 1962. Diese Krise endete mit diplomatischen Bemühungen, die die Welt retteten, und Papst Johannes XXIII. spielte dabei eine Schlüsselrolle.“ Heute ruft er prominente Persönlichkeiten weltweit dazu auf, Papst Leo XIV. zu drängen, dieselbe Rolle zu übernehmen, und er fordert weitere Friedensaktivisten und -organisationen auf, den Brief zu unterzeichnen.

Dieser Brief wurde in Zusammenarbeit mit dem Pax-Christi-Rat des Staates New York sowie Rosemarie Pace, Ed.D., Koordinatorin von PCNYS, der USA Palestine Solidarity Working Group und der Pax-Christi-International-Arbeitsgruppe für den Sudan verfasst.

Hier ist ein Link zum Brief mit der Liste der Unterzeichner.

Der Brief wurde von sieben Preisträgern des jährlich von Pax Christi USA verliehenen „Teacher of Peace“-Preises unterstützt: Jim Albertini (2010); Roy Bourgeois (1997); Marie Dennis (2022); James W. Douglass (1994); Kathy Kelly (1998); William Quigley (2003) und Martin Sheen (1999). Erzbischof Wester ist der diesjährige Preisträger des „Teacher of Peace“-Preises.

Zu den zahlreichen prominenten Persönlichkeiten, die den Brief unterstützen, gehören unter anderem: Professor Richard Falk; Ira Helfand; Professor Peter Kuznick; der ehemalige US-Kongressabgeordnete Dennis Kucinich; Helga Zepp-LaRouche (Gründerin des Schiller-Instituts), Melissa Parke (Geschäftsführerin von ICAN); Susan Schnall (Präsidentin von „Veterans for Peace USA“); Oberst a. D. Lawrence Wilkerson; Oberst a. D. Ann Wright sowie Professorin Ivana Hughes (Präsidentin der „Nuclear Age Peace Foundation“). Weitere Informationen zu diesen und allen anderen Unterzeichnern sowie deren organisatorische Zugehörigkeit entnehmen Sie bitte der vollständigen Liste.

Zu den amerikanischen Organisationen, die den Brief unterstützt haben, gehören: „Veterans for Peace“ und „Historians for Peace and Democracy“.

Für weitere Informationen und/oder um Ihren Namen dem Brief hinzuzufügen, wenden Sie sich bitte an Ron Bettag unter ronbettag@gmail.com

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