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Pei Hua & Chen Bo: Die Seidenstraße als eine Brücke der Freundschaft

Pei Hua

Direktorin der Forschungsabteilung der CSCLF

Chen Bo

Vizedirektor der Internationalen Abteilung der CSCLF


Pei Hua:

Sehr geehrte Frau Helga Zepp-LaRouche, sehr geehrte Damen und Herren,

Ich möchte zunächst Frau Helga Zepp-LaRouche dafür danken, daß sie Chinas Soong Ching Ling-Stiftung zur Konferenz zum 30jährigen Bestehen des Schiller-Instituts eingeladen hat. Ich fühle mich sehr geehrt über diese Gelegenheit, die außerordentlich wertvollen Einsichten dieser aufschlußreichen Konferenz zu hören und mit Ihnen zu sprechen und sich auszutauschen.

Wie Konfuzius sagte: „Mit dreißig stand ich fest.” Ein Alter von 30 Jahren ist für einen Menschen oder eine Organisation von großer Bedeutung. So sind mein Kollege, Herr Chen Bo, und ich im Namen der China Soong Ching Ling-Stiftung aus Beijing zu Ihnen gekommen, um der Konferenz zum 30jährigen Bestehen des Schiller-Instituts herzlich zu gratulieren und um dem Schiller-Institut Anerkennung für seine unermüdlichen Bemühungen um die Sicherung des Rechtes der Menschheit auf Fortschritt und Entwicklung zu zollen.

Wir sind hier, um vom Schiller-Institut und den teilnehmenden Kollegen, Experten und Gelehrten verschiedener Länder und NGOs zu lernen. Gestern und heute haben Frau Helga Zepp-LaRouche und die Teilnehmer Gedanken über die „Neue Seidenstraße und Chinas Mondprogramm”, den Weltfrieden und die neue Ära und das neue Paradigma der menschlichen Gesellschaft ausgetauscht. Wir haben aus den Diskussionen nicht nur durch anregende Ideen profitiert, sie haben uns auch zu neuen Perspektiven inspiriert. Mit solchen neuen Perspektiven werden wir weiter über die historischen und kulturellen Werte der alten Seidenstraße nachdenken, die von China ausging und sich durch die ganze Welt erstreckte, ebenso wie über Präsident Xi Jinpings Vorschlag „Ein Gürtel und Eine Straße” (d.h. den Wirtschaftsgürtel der Seidenstraße und die Maritime Seidenstraße des 21. Jahrhunderts), über dessen weitreichende historische Bedeutung und große Relevanz für die Entwicklung Chinas und der Welt sowie den enormen Beitrag, den er zu Frieden und Wohlstand der Menschheit leisten wird.

Wir sind auch hier, um durch das Band der Seidenstraße gegenseitiges Verstehen und Freundschaft zu fördern. Wie ein altes chinesisches Sprichwort sagt: „Seelen, die eins sind, werden sich treffen, auch wenn tausend Li zwischen ihnen liegen.“ Ende August hat die Soong Ching Ling-Stiftung Frau Helga Zepp-LaRouche eingeladen, am Runden Tisch der Kulturkonferenz über Einen Gürtel und Eine Straße teilzunehmen, und die Große Mauer bei Jiayuguan und die Mogao-Grotte bei Dunhuang an der alten Seidenstraße zu besichtigen. Und der letzte Tag des Runden Tisches fiel mit Helga Zepp-LaRouches Geburtstag zusammen. Wir hatten die Ehre, mit ihr an der Universität Lanzhou eine wunderbare und unvergeßliche Zeit zu verbringen.

Anfang September reiste sie nach Beijing, wo sie die ehemalige Residenz von Frau Soong Ching Ling besichtigte und intensive Gespräche mit der Führung unserer Stiftung über „Einen Gürtel und Eine Straße“ führte, um mögliche Bereiche der Zusammenarbeit auszuloten.

Mitte Oktober, weniger als zwei Monate nach Frau Helga Zepp-LaRouches Besuch in China, veranstaltet nun das Schiller-Institut zur Feier seines 30jährigen Bestehens die Konferenz über „Die Neue Seidenstraße und Chinas Mondprogramm“, welche die Welt, Deutschland und China zusammenführt, Ideen in Musik ausdrückt und Klassik mit Moderne verbindet. Als ein Höhepunkt der 30jährigen ausgezeichneten Arbeit des Schiller-Instituts drückt diese Konferenz aus, wie Frau Helga Zepp-LaRouche ihre tiefgehenden Gedanken über menschliche Entwicklung mit ihrer Erfahrung mit China und der Seidenstraße verbindet, und es wird auch das durch die Seidenstraße geknüpfte Band zwischen dem Schiller-Institut und Chinas Soong Ching Ling-Stiftung weitergeführt. Dank dieser Konferenz und der Seidenstraße versammeln wir uns hier, um alte und neue Freunde zu treffen, damit gegenseitiges Verstehen, Kontakte und Freundschaft erweitert werden.

Um die Konferenz zum 30jährigen Bestehen des Schiller-Instituts zu feiern und den Bemühungen des Schiller-Institutes um die Förderung jener glänzenden Perle der Kultur – der deutschen klassischen Musik – Anerkennung zu zollen, hat die China Soong Ching Ling-Stiftung dieses Modell eines alten chinesischen Glockenspiels als Geschenk an das Institut mitgebracht. Es ist ein Schlaginstrument der ethnischen Han-Chinesen im alten China, mit ihrem Ursprung in der westlichen Zhou-Dynastie (1046-771 v.Chr.) und ihrer Blütezeit in der östlichen Zhou-Dynastie (770-221 v.Chr.) (darunter die Frühlings- und Herbstperiode und die Periode der Streitenden Reiche), der Qin-Dynastie (221-206 v.Chr.) und der Han-Dynastie (206 v.Chr.-220n.Chr.).

China war das erste Land, das Glockenspiele hergestellt und benutzt hat, was für die Errungenschaften der Chinesen beim Bronzeguß und der Tonalität im alten China spricht. Es verkörpert die große Weisheit der alten Chinesen und den Glanz Chinas als alte Zivilisation. Im zweiten Buch von Wanzhangs Menzius steht: „Bei Konfuzius haben wir das, was man ein vollständiges Konzert nennt. Ein vollständiges Konzert ist, wenn die große Glocke den Beginn der Musik verkündet und der klingende Stein ihren Abschluß verkündet.“ Als „große Glocke“ bezeichnet man das Glockenspiel.

Wir hoffen, daß das Schiller-Institut im Alter von 30 Jahren umfassende Errungenschaft machen wird, so wie ein vollständiges Konzert, um die alte Musik und traditionelle Kultur zu fördern, um die Zusammenarbeit zwischen Ländern und Regionen entlang der Seidenstraße zu fördern und um wissenschaftlichen und technischen Fortschritt voranzubringen. Es ist auch unsere Hoffnung, daß unsere beiden Organisationen zusammenarbeiten, um den Austausch zwischen der chinesischen und deutschen Kultur und zwischen der östlichen und westlichen traditionellen Kultur, einschließlich der klassischen Musik, zu erweitern.

Frau Helga Zepp-LaRouche und ihr Ehemann Lyndon H. LaRouche setzen sich zusammen mit dem von ihnen gegründeten Schiller-Institut seit langem für die wirtschaftliche Neustrukturierung der heutigen Welt und für den Wiederaufbau der internationalen Ordnung ein. Sie messen der Position und Rolle Asiens und besonders Chinas große Bedeutung dafür bei, ihr vorgeschlagenes neues Paradigma der Weltpolitik zu verwirklichen. Das ist die philosophische Grundlage hinter Frau Helga Zepp-LaRouches hoher Wertschätzung der Neuen Seidenstraße und von Chinas Mondprogramm sowie ihren Bemühungen um die Förderung des Verständnisses dieser beiden bemerkenswerten Projekte auf der Welt. Sie hat einmal sinngemäß gesagt: China hat die Neue Seidenstraße vorgeschlagen, um die Zusammenarbeit zwischen Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika zum Nutzen aller zu fördern, weil sie eine völlig neue Perspektive bietet, und wie die alte Seidenstraße wird die neue Seidenstraße den Strom von Ideen, Gütern, Kultur und Wissenschaft anregen, und, noch wichtiger: Sie ist offen, alle Länder der Welt sind eingeladen, sich zu beteiligen. Die China Soong Ching Ling-Stiftung unterstützt aus vollem Herzen ihre Perspektive und ihr Verständnis der neuen Seidenstraße.

Die Konferenz zum 30jährigen Bestehen des Schiller-Instituts bietet Menschen mit Vision eine gute Gelegenheit, zusammenzutreffen, Ansichten auszutauschen und Weisheit zu teilen, mit einem gemeinsamen Interesse am Weltfrieden, dem Fortschritt der Menschheit und dem Aufbau der neuen Seidenstraße. Wir haben das Glück, Sie kennenzulernen, und wir möchten diese Gelegenheit nutzen, Ihnen etwas über Soong Ching Ling und Chinas Soong Ching Ling-Stiftung mitzuteilen. Wir haben einige Bilder, die wir Ihnen zeigen möchten, damit Sie etwas über Soong Ching Ling erfahren, und wir möchten mit Ihnen einen Rundgang durch die Stiftung und die ehemalige Residenz von Soong Ching Ling unternehmen.

Nun möchte ich Herrn Chen Bo bitten, diese Bilder zu erläutern. Ich danke Ihnen vielmals!

Chen Bo:

Wir sind die China Soong Ching Ling Stiftung (CSCLF), eine Nichtregierungsorganisation (NGO). Die Stiftung wurde zum Gedenken an Soong Ching Ling, eine große Dame des 20. Jahrhunderts und die frühere Ehrenpräsidentin der Volksrepublik China, unter ihrem Namen im Mai 1982 gegründet.

Unsere Ziele sind Frieden, Wiedervereinigung und Zukunft.

– Frieden: Förderung internationaler Freundschaft und Wahrung des Weltfriedens

– Wiedervereinigung: Entwicklung von Austausch über die Straße von Taiwan und Einsatz für die Wiedervereinigung des Vaterlandes

– Zukunft: Sorge für die Zukunft des Landes und Aufbau von Projekten mit Kindern.

Unsere Missionen sind:

– das Denken und den großartigen Geist von Dr. Sun Yat-sen und Soong Ching Ling weitertragen und deren akademischen und kulturellen Werte vollständig erforschen;

– Austausch und Zusammenarbeit mit bekannten internationalen Institutionen, Wohltätigkeitsorganisationen und befreundeten Personen stärken;

– engen Kontakt mit den Verwandten und Nachfahren von Dr. Sun Yat-sen und Soong Ching Ling halten;

– sich mit allen Patrioten im In- und Ausland vereinen, um weithin Talente und intellektuelle Ressourcen anzuziehen;

– Austausch und Zusammenarbeit mit Taiwan, Hongkong und Macao in verschiedenen Bereichen und auf allen Ebenen fördern;

– soziale und wohltätige Projekte entwickeln, um auf verschiedene Weise Gelder zu sammeln, für den Lebensunterhalt der Menschen zu sorgen, Bedürftigen zu helfen und eine harmonische Gesellschaft aufzubauen;

– mehr öffentliche Dienstleistungseinrichtungen aufzubauen, die der Entwicklung von Kindern und dem Wohlergehen von Frauen dienen, sowie einige weitere, verwandte Aktivitäten zu beginnen.

Frieden ist eines der drei Ziele der CSCLF. In den letzten 30 Jahren hat die CSCLF mit Frieden als Thema und Kindern als Botschaftern im interkulturellen Austausch eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit mehr als 30 Ländern auf fünf Kontinenten begründet. Die CSCLF betreibt seit 20 Jahren kontinuierlich einen regelmäßigen Austausch mit über zehn Ländern und Regionen durch das Internationale Jugendlager der CSCLF in China, die Asiatisch-Pazifische Jugendversammlung in Fukuoka in Japan, das Internationale Festival der Jugendkunst in der Ukraine und das Winnipeg Folk Festival in Kanada, etc. Dadurch helfen wir chinesischen Kindern, die Welt kennenzulernen, und ausländischen Kindern, China besser zu verstehen.

Seit ihrer Gründung hat die CSCLF Zehntausende ausländische Freunde empfangen, darunter Staatsoberhäupter, aktive und ehemalige Politiker, Botschafter und deren Ehegatten sowie weltbekannte Prominente. Des weiteren organisierte die CSCLF viele Besuche von Delegationen in den Vereinigten Staaten, Kanada, Thailand, den Philippinen, Japan, der Republik Korea, Usbekistan, der Ukraine, Rußland, Frankreich, Österreich und Italien, um dort Abkommen zu unterzeichnen, an Foren teilzunehmen und freundschaftlichen Austausch zu pflegen. Alle diese Besuche haben einen positiven Einfluß erzielt.

Seit vielen Jahren unterhält die CSCLF eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem UN-Entwicklungsprogramm UNDP, dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie bekannten Unternehmen wie Coca-Cola, Starbucks, McDonalds, Nokia, Toyota, BMW etc. in den Bereichen Kultur, Bildung, Gesundheit und medizinische Versorgung, Forschung, Technik und Umweltschutz. Diese Zusammenarbeit fördert wirksam den Prozeß der Internationalisierung der sozialen und wohltätigen Vorhaben der CSCLF.