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Vier Tage dauerte es, bis viele Länder auf Indiens Kampf gegen COVID-19 aufmerksam wurden

Vier Tage dauerte es, bis viele Länder auf Indiens Kampf gegen COVID-19 aufmerksam wurden

Am vorigen Donnerstag gab der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, bekannt, daß China mit Indien über Sauerstoffnotversorgung und andere Hilfsgüter in Kontakt stehe. Bis Sonntag wurden 800 Sauerstoffkonzentratoren geschickt und 10.000 weitere sollen innerhalb einer Woche folgen. (Es ist erst einige Monate her, daß Feuergefechte an Chinas und Indiens gemeinsamer Grenze stattfanden, mit all den daraus resultierenden aufgeheizten Kommentaren). In den darauffolgenden Tagen berichtete Chinas englischsprachige Zeitung Global Times dann des öfteren über die fehlende Hilfeleistung von Indiens ehemaligem wichtigsten Verbündeten, den Vereinigten Staaten.

Saudi-Arabien mobilisierte rasch 80 Tonnen flüssigen Sauerstoffs. Sowohl die Vereinigten Arabischen Emirate als auch Singapur arbeiten an der Bereitstellung sauerstofftransportierender Großtanker. Russland schickt diese Woche Flugzeuge mit Hilfsgütern, darunter Sauerstoffgeneratoren und -konzentratoren, sowie Therapeutika. Am Samstag sagte Pakistan Beatmungsgeräte, Schutzanzüge und digitale Röntgengeräte zu. Großbritannien schickte am Sonntag Sauerstoffkonzentratoren und Beatmungsgeräte. Ebenfalls am Sonntag versprachen Frankreich und Deutschland, in den kommenden Tagen Sauerstoff zu senden. Am Montag schloss sich Australien an. Die EU-Exekutive ließ verlautbaren, daß sie sich „bereits mit EU-Ländern abstimmt, die bereit sind, schnell dringend benötigten Sauerstoff und Medikamente bereitzustellen“ – wobei nicht klar ist, was die EU-Exekutive unter „schnell“ versteht.

Am Sonntagnachmittag twitterte Präsident Biden dann, daß „wir entschlossen sind, Indien zu helfen…“, parallel zur Ankündigung des Direktors für Nationale Sicherheit, Jake Sullivan, daß die seit langem geforderte Aufhebung des Verbots von Rohstoffexporten (wie z.B. spezielle Filter, Zellkulturmedien und Bioreaktor-Beutel) aufgehoben werde und Schutzanzüge geschickt würden. Allerdings wurde kein Wort über die zig Millionen Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs verloren – die unbenutzt in den USA gehortet werden und nicht einmal für den Gebrauch in den Vereinigten Staaten zugelassen sind.

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