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Helga Zepp-LaRouche spricht vor japanischen Wirtschaftslenkern

Helga Zepp-LaRouche spricht vor japanischen Wirtschaftslenkern

Auch in Japan erkennen führende Kreise, daß Japan nicht einen Konflikt mit China suchen sollte, sondern Anschluß an die Neue Seidenstraße.

Die Präsidentin des Schiller-Instituts und Bundesvorsitzende der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo), Helga Zepp-LaRouche, sprach am 2. Dezember auf zwei Konferenzen in Tokio vor rund 400 führenden japanischen Unternehmern über das Konzept der Weltlandbrücke als die einzige Alternative zur Geopolitik, die für die derzeitige Krise im Nahen Osten und für die akute Weltkriegsgefahr verantwortlich ist.

Am Vormittag hielt sie eine Rede vor dem 7. jährlichen Innovationsforum Asien, das von 300 japanischen Jungunternehmern besucht wurde. Das Innovationsforum Asien wird vom ehemaligen Sony-Vorstandschef Nobuyuki Idei geleitet, der außerdem Gründer und Vorsitzender von Quantum Leaps und Gründer der Asiatischen Innovations-Initiative ist.

Im weiteren Verlauf des Tages hielt Zepp-LaRouche einen ähnlichen Vortrag am Canon Institute for Global Studies vor einer kleineren Gruppe von Unternehmern und Managern. (Den Text ihrer Ausführungen finden Sie auf den folgenden Seiten.)

Im Rückblick auf die Veranstaltungen bemerkte Zepp-LaRouche, sie hätten gezeigt, daß es in Japan eine Minderheit gebe, die erkennt, daß es das langfristige, fundamentale Interesse ihres Landes ist, sich nicht in einen Konflikt mit China hineinziehen zu lassen, wie es die amerikanischen Kriegstreiber versuchen, sondern Anschluß an die Weltlandbrücke und Chinas Neue Seidenstraße zu suchen.

In ihrem umfassenden Vortrag beim Innovationsforum warnte Zepp-LaRouche, die immer zahlreicheren regionalen militärischen Konflikte könnten leicht in eine globale Katastrophe münden und zu einem Krieg der Supermächte führen. Die einzige Möglichkeit, den Lauf der Geschichte zu ändern, sei eine grundlegende Veränderung der vorherrschenden Denkstrukturen, die zu dieser Krise geführt haben.

Anschließend präsentierte sie detailliert die Projekte der Weltlandbrücke, die zu einer Transformation der Weltwirtschaft führen werden. Chinas Strategie der Neuen Seidenstraße könne zum Kern einer neuen, weltweiten Renaissance werden.

Nachdem Zepp-LaRouche die unmittelbar realisierbaren Großprojekte vorgestellt hatte, entwickelte sie die Idee, daß die Menschheit eine einzigartige, zu kreativen Entdeckungen fähige Spezies sei, die durch diese Entdeckungen ihre Zukunft gestalte. Sie sprach über Aspekte des Amerikanischen Systems der politischen Ökonomie, wie es von Alexander Hamilton, Matthew und Henry Carey vertreten wurde. Schließlich beschrieb sie, wie sich diese Ideen im 19. Jahrhundert weltweit verbreiteten, so daß in Deutschland unter Kanzler Bismarck und in Japan unter der Meiji Restauration moderne Nationen entstanden. Genau diese Ideen bilden auch die Grundlage des Projekts der Neuen Seidenstraße bzw. der Weltlandbrücke, das derzeit im Gang ist.

Neben Zepp-LaRouche sprachen der ehemalige IWF-Vorsitzende Dominique Strauss-Kahn, der ehemalige Leiter der Russischen Eisenbahn und Gründer des Rhodos-Forums „Dialog der Zivilisationen“ Dr. Wladimir Jakunin sowie der ehemalige brasilianische IWF-Direktor Paulo Nogueira Batista jun., heute Vizevorsitzender der von den BRICS-Staaten ins Leben gerufenen Neuen Entwicklungsbank (NDB) in Shanghai. Die Diskussion moderierte Daisuke Kotegawa, ein ehemaliger hochrangiger Beamter des japanischen Finanzministeriums und japanischer IWF-Direktor zur Zeit der Finanzkrise 2007-09.

In seinem Vortrag unterstütze Dr. Jakunin ausdrücklich Zepp-LaRouches Vorschlag der Weltlandbrücke. Rußlands „eurasische Entwicklungskorridore“ und Chinas Politik des Wirtschaftsgürtels Neue Seidenstraße seien bestens miteinander vereinbar. Beides gemeinsam repräsentiere ein „Neues Paradigma“ des Denkens, das dringend notwendig sei, um Kriege zu verhindern, die durch das gescheiterte System des Neoliberalismus in Gang gesetzt werden. Jakunin machte deutlich, daß die Präsidenten Putin und Xi sich ganz dem Erfolg der russisch-chinesischen Kooperation zur Verwirklichung der Eurasischen Infrastrukturverbindungen verschrieben haben.

Strauss-Kahn beschrieb in seiner Eröffnungsrede der Sitzung im Detail die weiter voranschreitende Krise des Weltfinanzsystems und gab zu, daß die Politik der Haushaltskürzungen ein Fehlschlag war und durch ein Wachstumsprogramm ersetzt werden müßte. Für den notwendigen Kurswechsel der Politik gebe es aber keine Unterstützung innerhalb der heute herrschenden Weltfinanzinstitutionen, fügte Strauss-Kahn hinzu.

Am Nachmittag hielt Frau Zepp-LaRouche eine Rede auf einer gesonderten Veranstaltung, die vom Canon Institut für Globale Studien (CIGS) vorbereitet worden war. Rund hundert Vorstandsmitglieder aus führenden japanischen Industrie- und Finanzunternehmen sowie staatlichen Organisationen für Auslandsinvestitionen hörten ihre Ausführungen über die Weltlandbrücke als einzigem Ausweg aus Weltkrieg und Chaos. Moderator der Veranstaltung war auch hier Daisuke Kotegawa, der Forschungsdirektor des Instituts.

Jeffrey Steinberg, leitender Redakteur der Nachrichtenagentur Executive Intelligence Review (EIR), hatte ebenfalls Gelegenheit, vor diesem hochkarätigen Publikum zu sprechen. Er zeichnete das wahre Bild des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruchs der Vereinigten Staaten. Nogueira Batista sprach ausführlich über die Fortschritte beim Aufbau der NDB und deren Pläne, ab April 2016 die ersten Entwicklungskredite zu vergeben. Er gab einen Überblick über die Gründungsgeschichte der Bank als Reaktion darauf, daß der IWF und die Weltbank nach dem Kollaps des Weltfinanzsystems 2008 völlig unfähig waren, sich selbst zu reformieren.

js