EIR-Dringlichkeitskonferenz:
„Ein Dialog der Zivilisationen:
Ist es noch Zeit, zu verhindern, dass der Krieg gegen den Iran zu einem globalen Atomkonflikt eskaliert?“
6. April 2026
16:00–20:30 Uhr (MEZ); mit zwei Podiumsdiskussionen
Für Englisch:
Podiumsdiskussion 1
Podiumsdiskussion 2
Für Simultanübersetzung ins Spanische, Deutsche und Französische benutzen Sie bitte den Zoomlink:
https://us02web.zoom.us/j/86558216425?pwd=ba2EZRRxSaXuRZgshbgfaasspjsn5V.1
Passcode: 918060
Begehen Sie nicht den Fehler, die Lösungsvorschläge für den derzeit in Südwestasien tobenden Krieg, die auf der der EIR-Dringlichkeitskonferenz vorgelegt werden, als „unpraktisch“, „unrealistisch“ oder „unerreichbar“ abzutun. Es gibt nichts „Unpraktischeres“, als zuzulassen, dass der US-israelische Angriffskrieg gegen den Iran zu einem umfassenden Atomkonflikt eskaliert, der mit hoher Wahrscheinlichkeit jegliches erkennbare menschliche Leben auf dem Planeten auslöschen würde.
Am Montag, dem 6. April, werden führende internationale Strategie-Experten und Vertreter aus dem Iran, den Vereinigten Staaten, Europa, China und verschiedenen Nationen des Globalen Südens einen offenen Dialog über das Wesen und die Ursprünge des aktuellen Krieges gegen den Iran – sowie dessen zugrunde liegende historische und politische Ursachen – führen und nach Lösungen suchen, die auf der Schaffung einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur beruhen, um den legitimen Bedürfnissen jeder einzelnen Nation in der Region und auf dem gesamten Planeten gerecht zu werden.
Wir lehnen die Geopolitik und die Religionskriege ab, die Teil von Samuel Huntingtons „Kampf der Kulturen“ sind – eine Doktrin, die er von dem radikal anti-islamischen britischen Orientalisten Bernard Lewis übernommen hat –, eine Sichtweise, die aus dem Hobbes’schen Menschenbild stammt, wonach wir uns wie Tiere gegenseitig bekriegen. Wir schließen uns stattdessen der Sichtweise an, die EIR-Chefredakteurin und Schiller-Institut-Gründerin Helga Zepp-LaRouche in einem offenen Brief vom 9. März an Papst Leo XIV. dargelegt hat, worin sie zu einem Dialog der Kulturen im Geiste des Kardinals Nikolaus von Kues aus dem 15. Jahrhundert aufruft, den der Papst selbst als Orientierungspunkt angeführt hat: Wir müssen „einen Absturz in den ,unwiderruflichen Abgrund’ verhindern … (Wir müssen stattdessen) die Weltgeschichte verändern. So könnte der Wille Gottes erfüllt werden, der die Welt sicherlich nicht geschaffen und den Menschen die Vernunft geschenkt hat, damit sie aus Mangel daran zerstört wird.“
Präsident Trump hat eine „Verschiebung“ seiner Drohung angekündigt, die iranische Energie- und Industrieinfrastruktur zu bombardieren, sofern der Iran bis zum 6. April den Forderungen der USA nach bedingungsloser Kapitulation nachkommt. Es gibt allerdings keine Garantie dafür, dass Trump bis zum 6. April mit einer neuen Angriffswelle warten wird. Tatsächlich hat Israel bereits damit begonnen, die iranischen Stahlwerke, die Kernkraftanlage in Bushehr und weitere Einrichtungen zu bombardieren.
Für die gesamte Region – von Indien bis zum Mittelmeer und vom Kaukasus bis zum Golf – ist eine Politik des Wiederaufbaus und des Dialogs der Zivilisationen erforderlich, wie sie im Oasenplan vorgesehen ist, der 1975 vom renommierten amerikanischen Ökonomen und Staatsmann Lyndon LaRouche vorgeschlagen wurde und heute von Helga Zepp-LaRouche und dem Schiller-Institut aktualisiert wird.
„Wir brauchen die Idee einer gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklung auf der Grundlage des Konzepts des Oasenplans für die gesamte Region“, erklärte Zepp-LaRouche auf der Sitzung der Internationalen Friedenskoalition am 27. März. „Zunächst müssen Kanäle vom Mittelmeer zum Roten Meer und zum Toten Meer angelegt werden; friedliche Kernenergie soll für die Entsalzung großer Mengen von Meerwasser genutzt werden, um damit die Wüste zu begrünen, Wälder, Ackerland und Obstplantagen anzulegen und dieses Wasser zur Versorgung der Bevölkerung zu verwenden. Auf diese Weise könnten wir Entwicklungskorridore schaffen, wie zum Beispiel die Verbindung des China-Pakistan-Korridors mit dem Nord-Süd-Transportkorridor von St. Petersburg nach Chabahar und möglicherweise weiter nach Indien, und diese mit anderen Entwicklungskorridoren verknüpfen, um diese Länder mit der Türkei, mit Afrika und mit Europa zu verbinden. Denn in der Antike war diese Region der Ort der alten Seidenstraße, und damals war sie der Knotenpunkt, der die drei Kontinente durch Handel, den Austausch von Wissenschaft, Technologie, Kunst, Ideen und Philosophie verband. Und genau das kann diese Region wieder werden.“
Vorläufige Rednerliste
- Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Chefredakteurin von EIR
- S.E. Abolfazl Pasandideh (Iran), Botschafter der Islamischen Republik Iran in Mexiko
- S.E. Donald Ramotar (Guyana), ehemaliger Präsident von Guyana
- Zhang Weiwei (China), Professor für Internationale Beziehungen an der Fudan-Universität in Shanghai und Direktor des China-Instituts
- Adolfo Pérez Esquivel (Argentinien), Friedensnobelpreisträger von 1980
- Purnima Anand (Indien), Präsidentin des BRICS International Forum
- Botschafter Prof. Dr. Manuel Hassassian (Palästina), Palästinensische Autonomiebehörde
und andere.




