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Zepp-LaRouche spricht bei Seidenstraßenkonferenz in Yiwu/China

Zepp-LaRouche spricht bei Seidenstraßenkonferenz in Yiwu/China

Beim „Internationalen Forum der Städte des Wirtschaftsgürtels der Neuen Seidenstraße“, das vom 18.-19. Juni in Yiwu in der chinesischen Provinz Zhejiang stattfand, sprach Helga Zepp-LaRouche vor mehreren hundert chinesischen und internationalen Gästen über die strategische Weltlage. Das Forum wurde vom Chongyang-Institut für finanzpolitische Studien an der Renmin Universität, dem zur Tageszeitung Global Timesgehörenden Webportal Huanqiu.com und der Stadtverwaltung von Yiwu organisiert. Führende chinesische Akademiker, ein Vertreter des Auswärtigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses, mehrere ehemalige Staatsoberhäupter und zahlreiche Diplomaten aus aller Welt besuchten die Konferenz.

Zepp-LaRouche war eingeladen, in einer der Diskussionsrunden ihre Einschätzung der Reaktionen europäischer Länder auf das Projekt der Neuen Seidenstraße – „Ein Gürtel, eine Straße“ – abzugeben. Bei ihrer Vorstellung betonten die Gastgeber, sie habe als erste die Idee der Neuen Seidenstraße nach Europa gebracht. Zepp-LaRouche warnte vor der Gefahr eines allgemeinen Finanzkollapses, falls die Troika eine Staatspleite und einen Ausschluß Griechenlands aus der EU erzwingen sollte, dazu kämen noch die Folgen der Rußland-Sanktionen. Bei der Lösung müsse Deutschland auf jeden Fall eine maßgebliche Rolle spielen.

Zepp-LaRouche schlug vor, beim bevorstehenden europäisch-chinesischen Gipfeltreffen des Europäischen Strategischen Investitionsfonds, bei dem auch Chinas Premierminister Li Keqiang sprechen wird, die gemeinsame Finanzierung der Neuen Seidenstraße zu beschließen. Sie unterstrich das Konzept der Infrastrukturkorridore beim Aufbau eines neuen Verkehrswegenetzes, um die Produktivität und den Lebensstandard der Völker entlang der Neuen Seidenstraße anzuheben. Das Ruhrgebiet und die Hightech-Industriezentren in Baden-Württemberg und der Rhein-Main-Region seien Beispiele dafür, was entlang der Seidenstraßen-Route entwickelt werden könnte.

Zepp-LaRouche schloß ihre Rede mit einem Zitat aus Gottfried Wilhelm Leibniz’ China-Schrift Novissima Sinica: Die beiden Enden des eurasischen Kontinents sollten einander die Hände reichen, damit alle dazwischen liegenden Länder und Regionen eine höhere Ebene erreichen können.

Es gab begeisterte Reaktionen, sowohl von den anderen Rednern der Sitzung aus Kasachstan, Spanien, Polen, der Ukraine und China, als auch vom Publikum. In der Diskussion kam auch die Notwendigkeit einer neuen Finanzarchitektur zur Sprache, und Zepp-LaRouche unterstrich die Bedeutung der neuen Finanzierungsprinzipien der Asiatischen Infrastruktur-Entwicklungsbank (AIIB) und der Neuen Entwicklungsbank (NEB/NDB) der BRICS.

Am ersten Konferenztag sprach William Jones von EIR aus Washington darüber, daß die USA nach einer Entmachtung Obamas eine positive Zusammenarbeit mit China beginnen müssten. Zepp-LaRouche und Jones wurden vom lokalen Fernsehsender in Yiwu interviewt, und der landesweite Sender CCTV, mit 100 Mio. Zuschauern, übernahm Ausschnitte daraus.

eir