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Dringend: Produktion und Verteilung von COVID-Impfstoffen für die Entwicklungsländer beschleunigen

Die Produktionskapazitäten für COVID-Impfstoffe müssen weltweit massiv ausgebaut werden, wenn Milliarden von Menschen in Iberoamerika, Afrika und Asien zeitgleich mit den entwickelten Ländern geimpft werden sollen. Gleichzeitig kann so auch verhindert werden, daß die Bevölkerungen dort zur Brutstätte für neue Virusmutationen werden, die dann die Länder, die die erste Welle überwunden haben, erneut infizieren.

Es folgt eine vorläufige Übersicht über die bestehenden Produktionskapazitäten für COVID-19-Impfstoffe und über die Sofortmaßnahmen, die eingeleitet werden müssen.

In einem Interview mit Bloomberg Television vom 8. Dezember sagte Rasmus Bech Hansen, Gründer und CEO der Analysefirma Airfinity, die sich mit dem SARS-CoV-2-Virus beschäftigt, dass 6 Milliarden von den derzeit 7,8 Milliarden Menschen auf der Welt geimpft werden müssen, um COVID-19 zu besiegen. Das bedeutet eine Massenimpfung für etwa 75% der Weltbevölkerung.

Aber das geschieht nicht; die Entwicklungsländer sind größtenteils aus den Plänen für sofortige oder baldige Impfungen ausgenommen. Das bedeutet, daß dort unnötig Menschen sterben müssen und diese Länder ständige Ansteckungsquellen für die gesamte Welt bestehen bleiben. In einem Artikel im Magazin Nature vom 30. November mit dem Titel „How COVID Vaccines Are Being Divivied Up Around the World“ heißt es, dass die COVID-Impfstoffhersteller „bis Ende 2021 ausreichende Dosen für mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung herstellen können. Aber viele Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen müssen möglicherweise bis 2023 oder 2024 auf eine Impfung warten, so die Schätzungen des Duke Global Health Innovation Center in Durham, North Carolina.“

Nature berichtet weiter, dass „27 Mitglieder der Europäischen Union, zusammen mit fünf reichen Ländern, etwa die Hälfte [der Impfdosen] vorbestellt haben. Diese Länder machen nur etwa 13% der Weltbevölkerung aus.“

Die geschätzte Produktionskapazität der größten Impfstoffhersteller für 2021 ist (in Milliarden Dosen): AstraZeneca: 3; Pfizer/BioNTech: 1,3; Moderna: 1; das russische Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie (das den Impfstoff Sputnik V herstellt): 0,8.

Andere Impfstoffhersteller, darunter Johnson & Johnson/Janssen, Novanax und andere, könnten zusammen weitere 1,5 Milliarden Dosen produzieren, so dass die Gesamtmenge 7,6 Milliarden Dosen beträgt. Aber diese Zahlen könnten zu hoch gegriffen sein. So verfügt Russland beispielsweise im eigenen Land nicht über ausreichende Produktionskapazitäten für die Impfstoffmengen, die dem Ausland zugesichert wurden. Viele Pharmafirmen geben Prognosen darüber ab, wie viel sie gerne produzieren würden, diese Mengen aber nicht erreichen werden.

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Mr. Jackson
@mrjackson