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Dr. Deborah Birx warnt: Mehrere US-Bundesstaaten werden neue Corona-Hotspots

28. Juli – Nach einer Reise durch mehrere Bundesstaaten im Süden und Südwesten der USA warnte die Koordinatorin der Coronavirus-Taskforce des Weißen Hauses, Dr. Deborah Birx, daß mindestens fünf weitere Bundesstaaten auf dem Weg seien, zu COVID-19-Hotspots zu werden, wenn nicht gezielte Anstrengungen unternommen werden, um sicherzustellen, daß sich die Bürger an die festgelegten Richtlinien für das Tragen von Masken und die soziale Distanzierung halten und Bars und Innenbereiche der Gastronomie geschlossen sowie öffentliche Versammlungen abgesagt werden.

Laut Bestlifeonline.com hat Dr. Birx in der vergangenen Woche fünf Bundesstaaten nachdrücklich eine „Kursumkehr“ empfohlen: Kentucky, Tennessee, Indiana, Ohio und Virginia. Sie berichtete, die Taskforce sei zu dieser Einschätzung auf Grundlage der aktuellen Infektionsraten und der täglichen Fallzahlen pro 100.000 Menschen gelangt: „Wir können sehen, was im Süden geschieht, und wie sich das Geschehen nach Norden bewegt“, sagte sie auf einer Pressekonferenz in Frankfort, Kentucky. Vor allem Tennessee gilt jetzt nach Angaben von Covid Act Now, einer Gruppe von Medizinern, Epidemiologen und Forschern, als „kritisch“. Das Harvard Global Health Institute stuft Tennessee in die höchste Risikokategorie ein. Dr. Birx hatte sich in ihrer Pressekonferenz sehr kritisch über den Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, geäußert und gegenüber Reportern und Vertretern des Gesundheitswesens gemahnt: „Niemand sollte mehr in Bars gehen, Bars sollten schließen, keine Mahlzeiten mehr in Innenräumen, und durch Händewaschen und soziale Distanzierung kann jeder genauso viel bewirken wie in der Selbstisolierung.“ Auf der gleichen Pressekonferenz sagte Gouverneur Lee, er werde keine dieser Maßnahmen durchführen oder irgendeinen Teil der Wirtschaft schließen.

Dr. Ashish Jha, Direktor des Harvard Global Health Institute, nannte inzwischen sechs weitere Bundesstaaten – Wisconsin, North Dakota, Nebraska, Wyoming und Montana –, die noch keine Hotspots seien, sich aber „in die Richtung bewegen.“ Er sagte, diese Staaten seien in der Regel nicht in den Nachrichten zu sehen, aber sie hätten „begrenzte Krankenhauskapazitäten… und könnten es sich nicht leisten, ihre Intensivstationen zu überlasten“. Sowohl Montana als auch Wyoming hätten hohe Infektionsraten, die „besorgniserregend“ seien, sagte Dr. Jha. Nach Darstellung von Covid Act Now gebe es keinen einzigen US-Bundesstaat, der derzeit „auf dem Weg ist, COVID-19 einzudämmen.“

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