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Südkoreas Präsident begrüßt die Belt-and Road- Initiative

Südkoreas Präsident begrüßt die Belt-and Road- Initiative

16. Dezember – Auf einem viertägigen Besuch in China hat der südkoreanische Präsident Moon Jae-in erklärt, daß er und Präsident Xi Jinping sich gemeinsam dafür einsetzen werden, aktiv Wege der Zusammenarbeit zwischen Chinas One Belt One Road Initiative (BRI) und Südkoreas eigener außenpolitischen Initiative des „Neuen Nordens und Neuen Südens“ zu finden, welche größere wirtschaftliche und diplomatische Kooperation mit Eurasien sowie mit den Ländern Südostasien anstrebt.

Insbesondere in Hinblick auf Japans Kurswechsel in den letzten Monaten in Richtung BRI ist Moons Stellungnahme von großer strategischer Bedeutung, denn sie deutet eine Abkehr von der geopolitischen Konfrontationspolitik des Westens an, die die Situation um Nordkorea verschärft. Wie Moon ausdrücklich sagte, enthält die BRI das Potential, Frieden und Wohlstand in die Region zu bringen.  In ihren weiteren Gesprächen erklärten beide Staatschefs die Entschlossenheit, ihre bilaterale Beziehung zu verstärken, und verständigten sich auf die Einhaltung der Prinzipien des gegenseitigen Respekts und der Wahrung der Kerninteressen des anderen. Dies sei die Grundlage einer Win-Win- Zusammenarbeit, sagte Xi und fügte hinzu, das er eine Abstimmung zwischen BRI und Seouls Entwicklungsstrategie anstrebe.

Der Umstand, daß Moon seine Erklärung über die BRI in der Stadt Chongqing machte, ist auch wichtig, da diese geschäftige Stadt ein Kommunikationsknotenpunkt im Westen Chinas ist – ein wichtiger Ort für Chinas Belt and Road Initiative, berichtete die Global Times am 15. Dezember. In einer Rede auf einem Geschäftsforum sagte Moon dort: „Ich bin zuversichtlich, daß eine Verbindung der One Belt One Road Initiative und der Politik Neuer Norden, Neuer Süden zu Frieden und gemeinsamem Wohlstand in der Region führen und zu einer großen Woge wird, die Entwicklung für die ganze Menschheit bringt.“Und weiter: „Wenn die von Südkorea aktiv betriebene Bahnstrecke zwischen den beiden koreanischen Staaten zur Transsibirischen Eisenbahn auf den China-Mongolei-Rußland-Wirtschaftskorridor trifft, [dann] werden Bahn-, Luft- und Wasserwege Eurasiens alle Enden der Region erreichen.“Moon forderte auch den Bau einer „digitalen Seidenstrasse“ zwischen beiden Ländern, um die Entwicklung ihrer IT-Industrien und die vierte Industrierevolution zu unterstützen. Die Übersee-Märkte seien ein weiteres Kerngebiet der Kooperation. „Ich werde aktiv das gemeinsame Eindringen südkoreanischer und chinesischer Firmen in dritte Länder fördern,“ sagte er.